1899 / 119 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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wurde von dem Gesundheitsrath für die Schiffe angeordnet, daß alle

die Schiffe ein reines Patent erhalten.

Vor fast überfülltem Haus Drenos, die Titelpartie in Bizet's Ope rüber hat \i< die Künstlerin gelegentlih eines Sommergastspiels an

(it, obne jedo< die Aufgabe

gleiher Stätte in dieser Nolle vorgeste ih zu lösen, wie man das font bei ibr gewöhnt

damals fo glüdl ist. Inzwischen

es ift ihr, troy der

düster den Tod

Aufführung war

bereitet. In ein re<t ih au fti wahsen ,

fall ausgezeihnet wurde. Ó j i lit Partie des Stierkämpfers Eccamillo dur ihre tiefe Lage einige < mit derselben befriedigend ab.

Unbequemli<hkeit Recht sympathi

und die kleineren n und Bra>enbammer, von den Herren S Frank angemessen gelöst.

Ufkts{lüfsen auf

Der Svielplan des

folgendermaßen Wiederholungen holungen des Am Sonntag

dieêmaligen Gastspiel de Donnerstag findet, wie |

anerfennen8wertbes

sodaß er mit

Theater und Musik. Theater des Westens.

hat sie si aber in den Charakter

dämontshe Gewalt über Joss Gesang bei

Karten im dritten

der Rolle des Josó entwidelte

seiner

esanglih V Red mehrfa<h

Recht Luria

mmli< und

Herrn , aber er fand fi

i gestaltete Frau Burrian-Jelinek Aufgaben wurden

die Bühne zurü.

geändert worden:

Sudermann’|hen Schauspiels

„Im weißen Rößl“ ftatt.

Bei dem m Kirche stattfind

Dienel werden mitwirken:

Lotte Dienel, H Herr Ewald Ni

Nobert Schwießelmanv, [ Orgelkompositionen ein Quartett, ¡wei S mg eten hr Arien ha er Ginteitt Bee theilung über Mittel-Europa dru> im Süden und niedrigen im zogen mehrfah Depressionen die je nahdem Norddeutshland auf ibrer Vorder- oder bald südliche, bald nördlihe Winde und damit ein geringes Schwanken der Temperatur um die normale. des Luftidru>ks dadur ein, daß die während im Westen wieder dem BVortage etwas niedrige Temperatur ras< gehoben. langsamen Vorrü>ken na< Osten verflahte si< die Depression und des Wetters hervor, die au dann nicht

und ein Trio

Für den morgen in Berlin zusam Bekämpfung der Tuberkulofe als beit ie wissenshaftlihe Tagesordnung festgestellt Neferaten baben noh zablreiche andere, eder des Kongresses Vorträge ange- der geplanten Mit-

nunmehr au< d

worden. Außer den 26 offiziellen namentli<h außerdeuts<he Mitgli meldet. Sie find veranlaßt worden, den Inhalt theilungen in kurzcn Leitsäßen ¡usammenzufassen, die vor den Ver-

handlungen zur

orgen, Mittwo, Mittags 12 Uhr, in der Marien- enden Orgelvortrage des Musik-D Fräulein Gertrud Mau i err Alexander Curth, Herr Carl Nacé, der Biolinist der Cellist Herr R:chard Steinke und Herr Zur Aufführung kommen außer mehreren

eat, r Violine, Cello und Orgel. Mannigfaltiges.

Kenntniß des Kongresses gebracht

In den Plenarsißungen selbst wird stets zuerst

erledigt werden, bestimmt worde geben, das ganz werden nacheinander ta Dr. Köhler wi Mittwoch einle breitung und

das von der Kongreßleitung zu offiziellen Neferaten

n ist. Um den Kongreßtheilnehmern

e Gebiet der eins<läglihen Fragen kennen zu lernen, die fünf gebildeten Abtheilungen nit gleihzeitia, sondern gen. Der Direktor des Kaiserlihen Gesundbeitéamts rd die wissenschaftlihen Verhandlungen am morgigen ersiht über die „Aus- Volkskrankheit“.

iten mit einer allgemeinen Ueb Bedeutung der Tuberkulose als

Der Gebeime Medizinal - Rath Krieger - Straßburg

{luß hieran di

und der Autbreitung der Tuberkulose darlegen, Hanseatishen Versicherungtanstalt Gebhard unter der werfthätigen Bevölkerung und der General-

derselben:in der Armee besprechen.

der Tuberkuloîe

e Beziehungen zwischen den äußeren Lebensverhältnissen der Direktor der t-Lübe> die Ausbreitung

Oberarzt Schjebrning die Ausbreitung

Wett

Bar. auf 0 Gr.

R o ju.

Stationen. |

Bellmulet . Aberdeen Christiansund Kopenhagen . Stockholm . Haparanda . Cork, Queens-

town . Cherbourg .

l Sylt

mburg Swinemünde Neufahrwasser

Memel . …. |

Münster W Karlsruhe . Wiesbaden. . München . Chemniy Berlin . . - Wien .,. Breslau

D'Ais « Sa s, 6a Triest

Uebersi<ht der Witterung. Der Luftdru> ift gleihmäßig vertheilt und daber die Luftbewegung

li< von den Barometer Deutschland ellenweise i innenlande.

\{einlid.

Paris Ee l\Dunst stf.| |

in starkem Fallen begriffen ift. In ift das Wetter ruhig, kühl und trübe ;

erberi<t vom 23. Mai, 8 Uhr Morgens.

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shwa<. Eine Depression if west- Britischen Inseln erschienen, wo das

|st Regen gefallen, insbesondere im Wärmeres Wetter demnächst wahr-

Alexandrien verlafsenden Passagiere und ihr Gepä> untersucht werden sollen. Leibwäsche wird desinfiziert. Wenn 10 Tage nach der Genesung der Kranken kein neuer Fall vorgekommen sein sollte, werden

e fang gestern Fräulein Frances<ina r „Carmen“. Schon

stimmlih für sie etwas unbrquemen Lage der Partie, vermöge ihrer großen Gestaltungäfraft gelungen, eine außer- ordentlich fesselnde Leistung zu schaffen. in welhen sie \{<wermüthige

verkündenden Sglußscene des vierten verdienen Die unter Kapellmeister Saenger?s tem

Die Scenen des ersten Akts,

de ih ; zem Legen a bliTdle 1 ble! inÞ:den

besonders bervorgeboben zu werden. peramentvoller Leitung ftehende im Ganzen wie im Einzelnen vortrefflih vor-

Darstellungsvermögen

bereitete

von den Damen Quilling teffens, Patek, Gillmann und Besonderes Lob verdienen die präzis und Forreft ausgeführten, s<wierigen Ensemblefäße. Reicher Beifall rief

Fräulein Prevosti und die anderen Hauptdarsteller wiederholt nah den

Lessing - Theaters für diese Woche ift morgen und am Freitag finden von „Fedora“, am Sonnabend und Sonntag Wieder- „Heimath“ ftatt verabschiedet si< Fräulein Sandro> als Magda im leßtgenannten Stü, der bedeutendsten Rolle, die sie bei ihrem m Berliner Publikum vorgeführt hat. Am hon erwähnt, eine Vorstellung des Lustspiels

mentretenden Kongreß zur Volkskrankheit ist

mittag

ziehung ftebenden Erblichkeit, der

vertieft, und

rungen, die hinsi gewinnt, der

handlungen am

Interesse

Herr Braun

und zeigte Aufgabe ge- dur<h Bei-

¡war die nommen hat.

die Micasla,

Temperatur gleihmäßigen normalen ;

19 zu fühl.

messen wurde.

ineftors Otto

ti, äulei l I NMEDA jedo< war neo

wanderten, dur< den nun

werden sollen. das Material

Gelegenheit zu

wird im An-

leiht verleßt.

Theater.

haus. 131. Vorstellung. Großberzogli<h Me>lenburgischen Schwerin. Ingwelde. Max Stillings.

Anfang 7$ Uhr.

Ueberseßt von August Anfang 7 Uhr.

Neues Opern-Theater. Die Komische Operette mit Tanz

und Richard Genée Tanz von Emil Graeb.

ments Nr. 1. tags 6 Uhr.

Garten verausgabt.

Donnerstag: Opernhaus.

Schauspielhaus. Rad. Anfang 7# Uhr.

Anfang 74 Uhr. Donnerstag: Der Biberpelz,. Freitag: Die Gefährtin. Kakadu. Paracelsus,

Deutsche Seewarte.

Sgehließlih wird Ober-Medi tung der Tuberkulose unter

S eingehender Erörterungen machen. Fragen der Prophylaxe gewidmet allaemeinen Maßnahmen zur Verhütung der Tuberkulose soll diesen Theil der Verhandlungen einleiten; fotann wird man zu M a

Spezialfragen übergehen, und zwar ) ) Rath Heubner über die, Verhütung

der Krankheit im Kindesalter, der Geheime Medizinal-Rath Kirchner lichen 2c. Angelegenheiten die Frage Medizinal-Rath Rubner die Forde- der Wobn- und Arbeitsräume zu stellen find, Virchow die Ernährungsfrage und der Gekeime Rath von Leube - Würzburg die Forderungen behandeln, Krankenhäusern

Kindertlinik, Geheime Medizinal-

aus dem Ministerium der geist der Gbeschließung, der Geheime <tlih der Geheime Medizinal-Rath

Freit Tuberkulose betreffen, erregen.

Tuberkulose überhaup mentôse Therapie wird dann Prof Sir Hermann Weber - London,

Sanitäts - Rath Deitweiler V l nd Referat über die Serumbehandlung Professor Brieger - Berlin Üübers- Kongreßitage endli<h wird das Heilftätten-

Am letzten gen sein; Geheimer Medizinal

wesen Gegenstand der Verhandlun Rath von Leyden wir der Fürsorge für die Familien wird Stabsarzt Dr. Pannwiß-B

Ueber die Witterung im Monat April 1899 beri<tet das tut auf Grund der angestellten Beob- Die |prüchwörtlihe Unbeständigkeit der April- Monate nicht sehr bemerkt. Die

Königliche Meteorologisce Inti a<tungen Folgendes : witterung wurde im vergangenen während der entspra<h fast und 283.

zeigte Verlauf und nur der 1., 12.

und das Thermometer sank an diefen ] : herab. Im Monatémittel ergab sh das Gebiet östli<h der Elbe 40 und westli6 der Elbe bis zu

fielen häufig und reihli<, zumal daß die Gesammtsumme fast überall überstieg ; wo das Doppelte

als zu warm, do< nur bis zu 1 Die Niederschläge in der ersten Monatébälfre, \o die Norwmalmenge

es der Südwesten, Dagegen und Sachsen etwas zu tro>en. S im Tieflande, \hmolz aber gleich < am Ende des M Höhe vorhanden. aber ni&t wegen zu großer Häufig

rief keine wesentlihe Aenderung erfolate, als vom 18. ab die eine sebr glei<mäßige wurde. merkli< fühler, als ein Marimum

Königliche Schauspiele. Mittwoch}: Opern- Gesammt - Gastspiel der Hofoper aus Oper in 3 Aufzügen von Dichtung von Ferdinand Graf Spor>. In Scene geseßt vom Regisseur Gura. Dirigent: Hof-Kapellmeister Hermann Zumpe.

Schauspielhaus. 139. Vorftellung. Julius Caesar. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. Milhelm von

Fledermaus. in 3 Akten nah Meilbac und Halévy. Bearbeitet von C. Haffner Musik von Johann Strauß. |

Anfang 74 Uhr. Im Garten: Großes Konzert, auégeführt vom Musik- Korps des Kaijer Alexander-Garde-Grenadier-Regi- Anfang: Sonntags 4 Uhr, Wowen- Dugzend-Billets 4 #4, Garten-Billets 50 A4 Die Theater: Billets bere<tigen zum Eintritt in ten Garten. Die Billets zum Garten-Konzert werden Wochentags von d Uhr, Sonntags und Feier tags von Nachmittags 3 Uhr ab am Eingang zum Der Verkauf von Duyend- Billets zum Earten findet au< {hon Vormittags am Tageékassenshalter des Königlichen Overnhauses statt. Die für den Garten gelöften Billets haben für das Theater keine Gültigkeit, dagegen berechtigen die Theaterbillets au< zum Eintritt in den Garten. 132. Vorftellung. Die Meisterfinger von Nürnberg. Große 3 Akten von Richard Wagner. Anfang 7 Uhr. 140. Vorstellung. Lustsviel in 3 Aufzügen von Hugo Lubliner.

Deutsches Theater, Mittwoh: Johaunes.

beträchtlih

d den einleitenden Vortrag balten. der Kranken und für die Entla erlin im leßten der Referate behandeln.

waren

einsezend

fand, drehte der Wind nah Süden, und \{<on

Hermann

Sthlegel.

per in Das fünste

Der grüne

zinal-Rath Bollinger-München die Bedeu- den Hautéthieren für die Gefahr der Aus- breitung dieser Krankheit unter den Menschen erörtern. Am Vor- des Donnerstag werden die

Räthe Flügge - Breslau, C. Fränkel - Halle, und Profefsor Pfeiffer-Bex agen der nität und der Disposition zum

lin die mit der Aetiologie in Bé- Art und Weise der Hen

zu erfüllen ag werden ausschließli< die Therapie der und diese werden vorauësihtli< am meisten Eine Erörterung über die Heilbarkeit der t wird die Verhandlungen einleiten; die medika- essor Robert-Rosto>, die klimatische die bygierish - diätetishe Geheimer - Falkenstein besprechen,

wieder; in den hêhsten Gebirgëlagen onats eine Schneede>e von 20 cm Die Bewölkung war im allgemeinen zu groß, feit völlig trüber Tage, sondern in- olae des Vorherrshens halbheiteren Himmels; demgemäß ergab {ih

Ÿ eine etwas zu geringe Sonnenscheindauer. Die Luftdru>ver- wurde bis zum 12. dur< boben Luft- Norden gekennzeichnet ; in diesen Tagen ste ostwärts entlang und brachten,

ie Luftvertheilung über Zentral- Europa Erst vom 21. ab wurde es wieder von Westen ber über Deutschland

hinwegzog und anfangs nördliche Winde bervorrief; als jedo sein

Kern im Osten sih be am 24. stieg die Temperatur auf / Z l Folgezeit südliche Winde vorberrshend blieben, so nahm die Wärme

bis zum Monats\{luß hin noch etwas zu.

Breslau, 23. Mai. Gestern Nachmittag 4 Uhr 50 Minuten fuhr der : fommende Personenzug auf dem Freiburger Bahnhof den am Gleise aufgestellten Prellbo> um. Der Materialschaden ift gering.

(W. T. B.)

Geheimen Medizinal-

Löffler - Greifäwald Schwerin,

ung, der lieder eines egenstand Der Nachmittag wird den sein. Eine Erörterung der

werden der Direktor der hiesigen unter dem

worden.

wurden gerettet,

sind. Die Ver-

Plymouth,

während das Falmouth,

Pie Frage oa bruch erlitten bat.

ganzen Zeit einen sehr beständig der waren besonders fühl,

Tagen bis auf den Gefrierpunkt tit u dem Wasserniveau

Durchbruch man \hwemmung eines

beforders ju naß hatte des Durchshni1ts ge- die Provinzen Brandenburg nee fiel zwar vereinzelt au

Buri a: entgleiste der

zertrümmert.

Rü>seite lag, C éa omo,

Am 13. trat eine Verlagerung | Humbert hat

Anticykione nah Rußland eine tiefe Depression erschien ; en Südwind wurde die seit Bei ihrem

Kopenhage

ibre frühere Hôte. Da in der

stand nicht.

Amilich wird gemeldet : von Glogau

Hierbei wurden neun Personen

Kerliner Theater. Mittwoh: Die Bade- saison.

Donnerêtaa: Der Pfarrer von Kirchfeld. Freitag: Die Badesaison.

Schiller-Theater. (Wallner-Theater.) Mitt- woh, Abends 8 Uhr: Die Frau vom Meere. Scauspiel in 5 Aufzügen von Henrik Ibsen. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Die Frau vom Meere. Freitag, Abends 8 Uhr: ersten Male: Satisfaction.

Theater des Westens. Mittwoch: Gastspiel rances<hina Prevosti. La Traviata. (Violetta.) per in 4 Akten von G. Verdi.

Donnerstag: Margarethe. (Faust.)

Freitag: Gastspiel Franceéhina Prevosti. Carmen.

Lessing-Theater. Direktion: Otto Neumann- Hofer. Mittwoch: Gastspiel von Adele Sandro>k. Fedora.

Donnerstag: Im weißen Röf”l,

Freitag: Gastspiel von Adele Sandro>k. Fedora. Sonnabend: Gastspiel von Adele Sandro>.

Heimath.

Neues Theater. Direktion: Nuscha Buye. Mittwoch: Hofgunft. Lustspiel in 4 Akten von Thilo von Trotha. Anfang 7# Uhr.

Donnerstag: Hofgunst.

Pelle-Alliance-Theater. Belle - Alliance- straße 7/8. Mittwoh: Gastspiel Emil Thomas. Der Aktienbudiker. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von D. Kalish. Musik von A. Conradi. U und Kuplets von Alfred Bender. Anfang

E,

Im Sommergarten: Großes Konzert mit

Variété-Vorftellung. Anfang 6 Uhr.

Residenz - Theater. Direktion: Sigmund Lautenbura. Mittwoh : Gastspiel von Franz Tewele. Der Schlafwagen - Kontroleur. (Le

Zum

tranken bei einer Ruderklubs, die aus einem dem Kentern nahen

oote sprangen, um {lug nit um, und die beiden Personen, die in demselben verblieben waren, wurden gercttet.

London, 22.

Baumaterial ift vi eschaf werden und die Schiffahrt möglich wird.

hier ein Vergnügungs8boot mit 5 Personen. eines zur deutschen Kreuzer-Korvette „Arcona* gehörenden

Bootes sprang fofort über Bord und rettete alle.

Die beiden Lokomotiven wurden umgestürzt, Die Postbeamten blieben unverlegt; ein Schaffner wurden verwundet. Zur wurden Karabinieri herangezogen. der Stre>e wieder aufgenommen,

fand bei der Füllung von Granaten | Laboratorium eine furhtbare Explosion statt. Sieben Arbeiter wurden getödtet, ein Unteroffizier und zwei Arbeiter {wer verwundet.

Das betreffende Gebäude wurde völlig vernihtet ;

Straubing, 23. Mai. (W. T. B.) Infolge Neißens des Seiles an der Donaufähre Hörmannsdorf {lug die Fähre

um, wobei 14 Personen ertrankepn. 99. Mai. (W. T. B.) Am Pfingfisonntag er-

Ruderfahrt auf dem Schweriner See zwei Mit-

sh dur Shwimmen zu retten. Das Boot

Mai. (W. T. B.) Das .Reuter’she Bureau“ gestrigen Datum aus Victoria (Britisch

Columbia) folgende Meldung erhalten : Am 25. April ist Dawson City (Klondyke) fast gänzlih dur< eine Feuersbrunst zerstört Der Verlust wird auf mehrere Millionen berechnet. bäude im Geschäftöviertel sind abgebrannt, darunter auch die Gebäude der „Bank of British North America“ und der „Bank of Commerce“.

Menschenleben sind nit zu beklagen. sodaß kein Mangel an Proviant eingetreten ift.

111 Ge-

Zwei Efßwaarenhandlungen

<t eber zu beshaffen, als bis die Flüsse eisfrei

92, Mai. (W. T. B.) Heute Abend kenterte Die Mannschaft

21. Mai. (W. T. B.) Der Dampfer

„Paris“ von der American Line (Southampton—New York) {ft heute früh auf der Höhe von Manacles an derselben Stelle auf

den Strand gelaufen, wo im

m vorigen Oktober die „Mohegan“ Schiff- Die Postsachen des Dampfers „Paris“ wurden hier

gelandet, Die Mannichaît bleibt an Bord. Nachmt1tags 3 Uhr wurde versucht, das Schiff flott zu machen, aber ohne Erfolg; man hofft, es nun bei der nâthsten Fluth los zu bekommen. auf der Reise nah fe etwa 50 Passagiere aufgenommen katte. später mittels Bugsierdampsers in Falmouth gelandet. an Menschenleben ist nicht zu beklagen.

Astrachan, 22. Mai. _(W. T. B.) Wolga ist ungewöh nlih ho<. Mebrere Stadttheile, die unter

Die „Paris“ befand \sih New York und war in Cherbourg angelaufen, wo Die Paffagiere wurden Ein Verlust

Der Wasserstand der

liegen, find nur durh Erdwälle ges<hüßt, deren jeßt befürchtet. In diesem Falle ift eine Neber- Theiles der Stadt rnausbleibli<, weshalb große

Autregung herrs<t. Es sind Vorsichtsmaßregeln ergriffen. Jm Kreije Zarewsfk sind einige Dörfer übers<hwemmt.

Florenz, 20. Mai. 3 einem hiesigen Feuerwerks-Laboratorium wurde ein Arbeiter

getödtet, vier wurden verwundet.

(W. T. B.) Bei einer Explofion in

Mai. (W. T. B.) In der vergangenen Nacht Postzug zwishen Cambiano und Pessione. die beiden Postwagen Heizer und ein Bewachung der Werthobjekte

Heute früh wurde der Verkehr auf

(W. T. B.) Seine Majestät der König

Mai. Internationale Elektrizitäts-

heute die

Ausstellung und die Landesaut stellung für die Seiden- industrie, welhe anläßlih der Fahrhundertfeier Volta's hier in Como, seiner Vaterstadt, veranstaltet wurden, feierli erôffnet.

Oviedo, 20. Mai. (W. T. B.) Fi zu Santa Barbara fand eine Explosion statt, welche große Berwüstungen anrichtete.

In der Pulverfabrik Zwei Personen wurdèn getödtet.

(W. T B.) Heute früh 6# Uhr

n, 23. Mai. in dem hiesigen Heeres,

ein Brand ent-

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten

Beilage.)

tragung von Benno Jacobson. Vorher: Zum Einfiedler, Luftspiel in 1 Akt von Benno &Facobson. Anfana 7# Uhr

Donnerstag und folgende Tage: Gaftspiel von Franz Tewele. Der Schlafwagen-Koutroleur. Vorher: Zum Einfiedler.

E E E E E I I Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Margarethe Hübner mit Hrn. Leut.

Lothar von Westernhagen (Halle a. S.—Hagenau

i. Els.) Margareihe Gräfin Schlieben mit

Hrn. Lantrath Stephan von Gröning (Sanditten—

Weblau). e Editha Breht mit Hrn.

Regierungs-Affsefsor Dr. Martin Richter (Lübe>—

Berlin). Frl. Meta Mahnkopf mit L.

Gerihts-Afsessor Dr. Hermann Sennewald (Char-

lottenburg) Frl. Maria Sternenberg mit Hrn.

Leut. Max Saatweber (Schwelm—Hagenau i. Elf.)

Verehelicht: Hr. Oberleut. Emil Hirfekorn mit

Frl. Hedwig Patrunky (Berlin). Hr. Ober-

leut. Richard Genz mit Frl. Helene Friedberg

(Berlin).

Geboren: Eine. Tochter: Hrn. Major Egon Grafen von Schmettow (Berlin).

Gestorben: Hr. Kammerherr Carl von Oerßen (Frankfurt a. O.). Hr. Major a. D. Graî Lebre<t Blücher (Sternberg i, M.). Hr. Generalleut. z. D. Eduard von Borstell (Voßbof)- Verw. Fr. Antonie Gräfin von Rittberg. geb: von Knobelsdorff (Stangenberg). Fr. Ober- Finanz-Rath Emma von Hagen, geb. von Buttlar (Caffel). Fr. Emmy von Walther, geb. von Wrochem (BrzeEniß).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin, Orud> der Norddeutshen Buchdru>erei und Verlags- Anftalt Berlin SW., Wilhelmftraße Nr. 32.

Zehn Beilagen (eins{ließlih Börsen-Beilage), (10414)

owie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des vffent- anes Die Ses (Kommanditgesellschasten auf

contrôleur des Wagons-lits.) Schwank in 3 Akten von Alexandre Bifson. In deutscher Ueber:

Aktien uud Aktiengesellschaften) für die vom 15. bis 20. Maí 1899.

zuin Deutschen Reichs-Anz

.AZ 1109.

Statiftik und Volkswirthschaft.

Die Gemeindesteuern in den Mittel- und Groß städten

Deutschlands.

Im neueften (7.) Jahrgang des „Statistischen Jahrbu<hs deutscher Städte“*) hat der Direktor des statistishen Amts der Stadt Dreéden, Dr. Eugen Würzburger, eine vergleihende Gemeindefinanzftatistifk veröffentlicht, die in fünf tabellarishen Uebersichten die Leistungen der Bevölkerung von 49 deutshen Städten mit mehr als 50000 Ein- wohnern an Gemeindefteuern in den Rehnungtjahren 1895/96 und iebt die Ist-Einnahmen

I

1896/97 (bezw. 1895 und 1896) zeigt. Sie der Gemeindekassen an Steuern an, eins

auf Rechnung erstatteten Beträge, koften.

jedoh

Stadtgemeinden o

rei Satlhsen, für das

früherer Jahre etr obne Abzug von Dabei if versu<t worden,

Armenwesen

und unter Abzug der Steuererhebungs- ter ; _in Ermangelung eines cin- heitlihen verwaltung8re<tlihen Begriffs der Gemeindeaufgaben cinen solchen zu shaffen und die für die ¡u erfafien, indem Steuern für diejenigen in einzelnen Bundesstaaten und Landestheilen neben den Stadtgemeinden bestehenden Orgaki- sationen, die AUes dienen, weldze im übrigen Deutshland den

obliegen, den Gemeindesteuern zugezählt worden sind, so die Lasten für das Nolkss{ulwesen in S und im König» E af n Elsaß - Lothrirgen. Freili< haben die in den beftehenden Bershiedenheiten der Au5: dehnung der Gemeindeaufgaben in den einzelnen Burdetstaaten und Landettheilen liegenden Schwierigkeiten niht ganz überwunden werden können; wenn z. B. die bayeris@Wen und die württembergischen Städte der Fürsorge für höhere Lebransftalten größtenthcils dur und den Staat überhoben sind, so ist es nit mögli gewesen, dieses Moment der Unvergleichbarkeit mit den Städten der anderen Bundes8- staaten, die erbeblihe Mittel für. höhere Lehranstalten aus der allge-

ließli<h der

we>e derselben erhobenen Steuern

‘meinen Stadtkafse aufbringen müssen, auszuscheiden.

Die folgende Uebersiht läßt zunächst die Gesammterträge der Gemeindesteuern und die Antheile der Verbrauhsabgaben an den/elben, sowie das Verhältniß der Steuerbeträge zur Einwohnerzahl erkennen. Die Auswahl unter den von Würzburger berüd>sihtigten größeren Städten ist in dieser Zusammenstellung so getroffen, daß scwobl die

Zershiedenheiten im Gemeindesteuerwesen Nord- und Süddeutsc{lants, als auch einige innerhalb derselben Staaten vorhandene Verschieden- de n. Es wurden in nebenstebenden, na< Staaten urd der Größe der Einwobnerzabl geordneten Städten insgesammt an Gemeindesteuern überhaupt und darunter an Verbrauhs- steuern insbesondere im Rechnungsjabre 1896/97 (bezw. in den bayerischen und sä<hsisWen Städten sowie Karlsruhe im Kalenderjahre

beiten hervortreten.

1896) erhoben :

Gemeindesteuern

in überbaupt auf 1 Einw. 0/6 der auf 1 Einw.

in 1000 M M.

Berlin Breslau

Frankfurt a. M. . Magdeburg . . Hannover Düfselderf Königsberg Altona Stettin Elberfeld Charlottenburg . . . « Barmen Danzig as a. S.

ortmund Aachen Krefeld Essen Kiel

Wiesbaden

Posen

Duiéburg

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Darmstadt Braunschweig Straßburg i. E. ¿6 Mülhausen i. G. . Metz

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23,58 41,26 20,92 20,76 26,32 22,54 26,58 22,11 26,73 28,35 23,08 20,41 20,67 23,12 25,02 21,03 24,70 92,22 27,13 17,43 36,21 20,60 19,17 14,54 15,40 23,70 14,14

22,10 19,06 20,79 23,34 29,82 24,43 31,17 16,35 31,47 28,75 16,46 24,32 24,64 19,05

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dayon Verbraud;8- steuern

Gen.-St. M. 1,49 0,42 21,93 5,76 4,42 1,04 0,95 4,29 4,06 0,85 4 68 0,97 3,44 0,91 4,16 0,94

318 0,8 270 0,62 4,29 0,89 96,61 6,66

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Im Verßältniß zur Bevölkerung8zahl leisteten den höchsten Gesammtbetrag an Gemeindesteuern von den 49 deutschen Städten

mit mehr

als 50000 Einwohnern, aus denen genügende Unterlagen

für eine vergleichende Statistik vorhanden waren, Frankfurt a. M. (41,26 M auf 1 Einwobner, immerhin noch viel weniger als beispiel8- weise Wien mit 42,10 Gulden und Paris mit 77,30 Francs Kommunal- steuern pro Kopf der Bevölkerung), Wiesbaden (36,21 #4), Mainz

(31,47 M), Stuttgart (31,17

6), Darmstadt

lottenburg (28,35 A6), Berlin 28,04 4), Ie #6), Spandau (14,14 S), Zwi>au (14,52 4), Görliß (14,54 6), Frankfurt a. D. (15,40 6), Karls- rube (16,35 A), Braunschweig (16,46 M), Erfurt (17,43 4), Freiburg i. B. (17,65 46), Plauen (19,00 4),

niedrigsten Liegniß (10,13

Mey (19,05 4), Nürnberg

(19,06 A),

Duisburg

_(28,75 4), Char- Cassel (27,13 M), den

Boum (16,93 A),

(19,17 M).

Es ist indessen zu berü>sihtigen, daß den sächsisden Städten sowie Braunschweig außer den_ eigenen Steuercinnahmen no< ihnen über: wiesene Beträge von_ im Stadigebiete erhobenkn direkten Staatésteuern, nämlich die den Schulgemeinden überlassenen halben Grundsteuer- Erträge im Köntgreih Sachsen (Leipzig 357 828 f oder 0,59 H auf 1 Einwohner, Dresden 215295 M, Chemriy 62577 4, Plauen und der Antheil am Ertrage der Ein-

16 503 M, Zwidau 14 792 4)

*) Statistishes Jahrbuh deutscher Städte.

Herauês-

gegeben von Dr. M. Necefe, Direktor des s\tatislishen Amts der HBreôlau, 1898, Verlag voa Wilk,

Stadt Breélau.

C 7, Fakrgang. Gottl, Korn. G

Preis 12,40 M

Eirgänge zurüd-

die Provinz

Erste Beilage

Berlin, Dienstag, den 23. Mai

fommenstener in Braunshweig (182 975 Æ oder 1,58 4 auf 1 Ein- wohner), zur Verfügung gestanden haben, während in Preußen die avf Grund des Gesetzes vom 14. Mai 1885 erfolgten Ueberweisungen aus dem Ertrage der landwirthschaftlichen Zölle an die Gemeinden seit dem Rechnungsjahr 1895/96 in Wegfall gekommen waren; nur Berlin und Danzig baben die Ueberweisungen aus den Zolleinnahmen des Etatsjahres 1894/95, des legten, für welches das erwähnte Sefeß wirksam war, erst in den Rechnungen für 1896/97 gebu<ht (Berlin 3469 975 M oder 2,06 A auf 1 Einwohner, Danzig 167 348 oder 1,33 auf 1 Einwohner).

Besonders auffällig ift die sehr verschiedene finanzielle Bedeutvng der Verbrauchssteuern. Während in Frankfuxt a M. ohne Bo>enbheim die in obenstehender Tabelle bei Frankfurt a. M. an- gegebenen Verbrauchsfteuern wurden nur in dem am 1 April 1895 mit diesem vereinigten Gebiete der vormaligen Stadt Bo>enbeim er- hoben, auf dessen Bevölkerung allein si< au die dort mitgetheilten Verhältnißzahlen beziehen —, in Altona, Stettin, Charlotten- burg, Danzig, Dortmund, Krefeld, Kiel, Liegniß, ferner in Leipzig, Zwi>dkau und Braunschweig überhaupt keine Verbraucbsabgaben vorkamen, de>ten sie in Breslau, Aachen, Caffel, Wietbaden, Posen, Potsdam, München, Nürnberg, Uugs- burg, Dreéden, Stuttgart, Karleruhe, Freiburg i. _B., Mainz und Darmstadt 21—35 9/0, in den elfaß-lothringishen Städten sogar 79— 90 9/9 des ganzen Steuerbedarf3. Dementsprehend war in diefen Gemeinden auch der auf den Kopf der Bevölkerung entfallende Betrag an Verbrauchabgaben wesentli< höher als in den übrigen deutschen Groß- und Mittelstädten: In Straßburg zahlte ein Einwohner dur<s<nittlih 20,75 A Gemeindesteuern im Jahre auf die von ihm fonsumierten Lebensmittel 2c., in Mülhausen 19,46 #4, in Vêey 17,12 G Dana folgen in weitem Abftande Darmstadt mit 8,72 „#, Wiesbaden mit 8,62 A, Augsburg mit 7,32 H, Stuttgart mit 7,17 4, Mainz mit 6,91 , Potsdam mit 6,90 M, Aalen mit 6,66 #4, Caffel mit 6,98 4, Breslau mit 5,76 , Mürchen mit 5,98 4, Nürnberg mit 5,51 #4, Dresden mit 5,44 M städtischer Verbrauchssteuern pro Kopf der Bevölkerung, während in Deren gus 8678 anl l Mazoner kamen.

Die abgabepfli tigen Gegenstände sind sehr vershieden. Aus- \{ließli< in T a iaGes von Bib bezw. Zu- shlägen zur. Braumalzsteuer bestanden die städtishen Konsum- steuern in Berlin (wo sie im Etat8jahre 1896/97 705 051 A abwarfen), Köln a, Rh. - (338 208 46), Magdeburg (182 903 #4), Havnover (206 451 S), Düffeldorf (160 674 4), Königsberg (161 477 4) Elberfeld (119 271 6), Barmen (79 654 4), Halle a. S. (103 437 4), Efsen (80063 M), Erfurt (78 654 46), Duisburg (46 362 M), Görli (38 113 M), Frankfurt a. O. (33 045 6), Spandau (42 232 A), Bochum (37 967 46), M.-Gladbah (38 837 4), sowie in Chemnitz (107 065 (c) und Plauen (43 251 #). In den übrigen Mittel- und Grof:städten wurden, soweit sie überhaupt Verbrauchsabgaben erhoben zu folchen gleichzeitig mehrere Gegenstände herangezogen. So ertrachte in Bres8laudie Schlachisteuer 1750906, daneben die Wild- und Geflügel- steuer 177 604 4G und die Bier- und Braumalzsteuer 280326 #, in dem mit Frankfurt a. M. vereinigten Gebiete der vormaligen Stadt Bockenbeim- Vieb, Fleishwaaren, Wild und Geflügel 47 223 4, Bier 25 484 4, Branntwein und Spiritus 11730 F und Obstwein 6122 4, in Aachen Vieh und Fleis@waaren 492 598 #, Wild und Geflügel 43 470 Æ, Bier 85 526 #6 und Brennmat-rialien 118 052 4, in Cassel Vieh und Fleishwaaren 281 969 , Wild und Geflügel 9367 M, Bier 105 279 M, Brarntwoein und Spiritus 75330 K, Obstwein 1524 (, Essig uxrd Essigsäure 3084 4 und Getreide, Mehl 2c. 61868 #, in Wiesbaden Vieh und Fleishwaaren 936 780 K, Wild und Geflügel 49 276 e, Bier 177 693 M, Wein 124 786 M, Branniwein und Spiritus 31 780 46, Obftwein 5858 M Essig und Essigsäure 3570 H und Geireide, Mehk 2c. 25 646 6 in Posen Vieh und Fleis{waaren 280727 4, Wild und Geflügel 20 546 und Bier 42981 Æ, in Potsdam Vieh und Fleishwaaren 329 158 4, Wild und Geflügel 22172 4 und Bier 48186 4 In Mün©en lieferte der Bierkonsum tas Haupterträgniß, nämlich 1731 849 4 oder 4,24 M pro Kopf der Bevölkerung, Vieh und Fleishwaaren warfen 280455 # ab, Wild und Giflügel 20359 und Getreide, Mebl 2c. 245270 X; in Ï Nürnberg erbraten Getreide, Mebl 2c. 378488 #, Bier 336917 Vieh und Fleishwaaren 176 719 , Wild und Geflügel 6238 id: in Augsburg lieferte wieder das Bier mit 350 335 M die bôdften Einnabmen an Verbrauchsfteuern, Getreide, Mehl x. 129 914 M Vieh und Fleis&waarèn 61059 #4, Wild und Gíflügel 3711 K, Viebfutter 26 478 4 und Gips, Kalk, Zement, Fluß- ‘und Nuzholz 28 529 #4, in Dresden Getreide, Mehl 2c. 644561 4, Vieh und Fleishroaaren 672 236 #, Wild und Giflügel 101 470 M, Fische und Schalthiere, Essig und Essigsäure 47 055 #4 und Bier 369 370 e, in Stuttgart Vieh und Fleishwaaren 604 367 #4, Wild und Ge- flügel 18555 f, Bier 266 045 #4 und die Gaëabgabe 256 172 M, in Karléruhe Getreide, Mebl 2c. 103724 #46, Vieh und Fleisch- waaren 91488 Æ, Wild und Geflügel 22037 #, Fische und Scalthiere 6091 4, Vier 78122 #4, Wein 39705 und Brennholz 1248 M In den bessishen und den elsaß-lothringishen Städten erstre>ten sih die Ver- brauh2abgaben auf Getreide, Hülsenfrüchte, Mehl, Ba>waaren, Vieh, Fleis, Fleischwaaren, Fett, Wild, Geflügel, Essig und Essigsäure, Mein, Okstwein, Bier, Branntwein und Spiritus, Biehfutter, Brenn- holz, Hol;koblen, Stein-, Braunkohlen, Koks, Briquets und Tozf, in den elfaß-lotbringis&en Städten außerdem noch auf Fife, Schalthiere, Konserren, Speiseöl, frische und getre>ncte Früchte, Trüffein, Kolonial- waaren, Wachs-, Talg- 2c. Kerzen, Del und ODelfrüchte, Petroleum, Baubolz, Bau- und Pflastersteine, Glas, Eisen und andere Metalle, bearbeitete Baumaterialien, Seife, Toiletten-Essig und -Del, Soda Firniß und Essenzen ohne Alkohol und Oel. :

An sonstigen indirekten Kommunalsteuern wurden no< Auf- wand- und Verkehrssteuern erhoben, von denen jedo die ersteren Hundesteuer, Steuer von Vergnügungen, Pferdefteuer, Abgabe von Jagdscheinen, Nachtigallensteuec u. sw. für den Gemeindehaushalt nur von geringer Bedeutung waren. Die überall vortommende Hunde- steuer lieferte die höchsten Erträge in Berlin (461 308 6), Leivzig (108 098 A), Frankfurt a. M. (105 549 46), München (96 673 A), Köln (24 531 #4), Dresden (92520 4), Breslau (59 869 A6) und Stuttgart (59 083 6); die Steuer von Vergnügungen, auf welche Berlin, Chariottenburg, Königsberg, Danzig, Stettin, Magde- burg, Hannover, Caffel, Stuttgart, Karlörube, Freiburg i. B., Mainz und Darmstadt ganz verzichtet katten, erbra<hte mehr als 50 C00 in Köln (118 967 4), Frankfurt a. M. (102290 4), Leipzig (99358 M), Dresden (95 549 46), Altona (81 923 A), Breslau

(70058 M) und Düsseitorf (63 318 6). Von den Verkebr8- steuern hat in den meiften nocddeuts<en Groß- und Mittel- städten die Steuer vom Grundbesizwehsel eine immer größere Bedeutung erlangt; sle lieferte in Berlin 1596168 A, in Dresden 1064083 M, in Hannover 647963, in Köln 596 737 4, in Franffurt a. M. 559 303 M, in Leipzig 569 473 A, in Königsberg 370 805 e, in Düsseldorf 363501 Æ, în Breslau 362956 M, in Charlottenburg 361 349 f, in Stettin 231 106 46 in Chemniß 279411 Æ, in Stuttgart 272626 M, in Wiesbaden 209 199 Æ, in Dortmund 161956 4. in Danzig 152270 M, in Essen 119 149 4, in Magdeburg 1183 085 H, in Aitona 103 359 4

und feblte unter den Einnahmen der preußishen Städte mit mehr als 50 000 Einwohnern nur in Halle a. S., Posen, Frankfurt a, O

eiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

1899.

und Potsdam, außerdem in Braunschweig und den füddeutshen Städten wit Ausnahme von Stuttgart. Eine Steuer von Verträgen, Testamenten, Auktionen erhoben Kiel (2117 4) und Braunschweig (36 053). Die ers kehrssteuern der süddeuts<hen Städte ist der laren der in München einsließzli< der Einnahmen an Getreidezoll (101 034 4) und Hopfens defklarationëgebübr (2494 #) mit 1005879 Æ, in Augéburg mit 186 616 Æ, in Nürnberg mit 144 256 #4, in Stuttgart und Karls- rube mit geringeren Beträgen an der Befriedigung der Gemeinde- bedürfnisse betheiligt war.

Der Zentralverein für Arbeitsna<hweis zu Berlin

hat in diesen Tagen seinen GBeshäfteberiht für das Jahr 1898 ver- sandt. Nach demselben ift sowobl die Zahl der Vesuhe um Arbeit, als auch die der beseßten Stellen im BVergleihe mit derjenigen des Vorjahrs niht unwejentli< gestiegen. Im Jakbre 1893 konnten von 34 317 Gesuchen der Arbeiter 24 141 berü>sihtigt werden; im Bors jahre hatten von 29 727 Arbeitsuhenden 22 692 dur< Vermittelung des Vereins eine Arbeitsstelle erhalten. N

Am stärksten war wiederum der Geshäftébetrieb im allge- meinen Arbeitsnachhweis für männlihe ungelernte Arbeiter, in welhem die Zahl der angebotenen Arbeiiskräfte 19 625 (1897 16 455), die der verlangten Arbeitsfräfte 14993 (1897 13 033) und die Zahl der beseßten Stellen 14 533 (1897 12 693) bes trug; von 100 Arbeitsuhenden wurden im Berichtsjahre 74 (1897 77,1) untergebradt, von 100 offenen Stellen 96,9 (1897 97,4) beseßt, auf 100 Beschäftigung fuchende Arbeiter kamen 76,4 (1897 79,2) cffene Stellen. Der Hauptantheil an der Steigerung des Berkehrs entfällt auf die jugendlihen Arbeiter, die Lauf- und Arbeitsburschen Noch nit 16 Jahre alt waren von den gemeldeten Personen 2539 oder 12,9 9/6, im Alter von 16 bis 20 Jahren standen 7401 oder 37,7 °/9 von 21 bis % Sahren 3254 oder 1669/6, von 26 bis 30 Jahren 2401 oder 12,3 9/o, von 31 bis 35 Sahren 1649 oder 849/69, von 36 bis 40 Jahren 1086 oder 5,5%, von 41 bis 45 abren 626 oder 3,29%/0, von 46 bis 50 Jahren 370 oder 1,99%, im Alter von mehr als 50 Iabren 299 oder 1,59%. 5210 Arbeitsuhende waren ledig und 14415 verheirathet. Bezüglih der Vertheilung auf die einzelnen Berufsarten ergiebt der Geschäftsbericht, daß 1897 7932 1898 8928 „ungelernte Arvbeiter“ dur den allceemeinen Arbeitsnach- weis des Vereins Beschäftigung zu erlangen fuhten und 1897 6427, 1898 8827 Arbeitsftellen erhielten; von 1693 (1897 1475) arbeitsuhenden Hausdienern wurden 766 (1897 931) untergebracht, von 1302 (1897 1104) Kutschern 540 (1897 704), von 6902 (1897 nur 5590) Lauf- und Arbeitsburs<en 4323 (1837 4485), von 800 (1897 354) Arbeitsuchenden sonsiiger Berufsarten 77 (1897 146). 33,4 % von den 19 625 Arbeitnehmern, die den all- gemeinen Arbeit8na<hweis des Vereins in Anspru< nahmen, also über ein Drittel wandten si< an ihn gleih an dem Tage, an welhem sie arbeitslos wurden; 33,19% waren 1 bis 6 Tage, der Reft über 1 Woche, davon 0,6 9% über ein Vierteljahr arbeitslos. Unter den 14533 im Berichtsjahre dur diefe Abtheilung des Arbeitsnahweises vermittelten Stellen waren 3368 sol<he mit nur S Si Beschäftigung.

m Gescäftsbetriebe der Facharbeitsna<hweise, wele de Verein für Maler, Anstreicher, La>terer, S Ua L S él gerihtet hat, ist die Zahl der Gesuhe um Arbeit im Jahre 1898 gleichfalls gestiegen, die der na<hgewiesenen Stellen dagegen ¿urüd- gegangen. So hat si< die Zahl der arbeitsu<enden Maler, An- streicher und La>ierer von 7013 im Jahre 1897 auf 7667 im Berichts jabre vermebrt, während die der beseßten Stellen sh von 6501 auf 5476 vermindert hat; auf 100 angebot:ne Arbeitskräfte kamen 1897 80, 1898 nur 71 nacgeivi Stellen. Von 2264 arbeit- fucenden Schlofsern (1897 1958) wurden 1361 oder 60% (1897 1569 oder 80 9%), von 13723 * (1897 1265) arbeitsu<henden Klem pnern 871 oder 64 2/0 (1897 1068 oder 84 0/0) untergebra<ht. Der Rückgang der Stellenvermittelung dur Facharbeitsnahweise läßt \fi< auf die Einriltung von Ärbeit8nah- weilen seitens der Interessenten zurü>sühren.

Der Arbeitsnachweis für weiblihe Personen weist nur einen ganz kleinen Fortshritt 26 beseßte Steklen mehr als im Borjahre auf, Die Zahl der angebotenen Arbeitskräfte betrug im Berichtsjahre 3389 (1897 3036), die der verlangten weiblichen Arbeitskräfte 2184 (1897 2084) und die Zabl der beseßten Stellen 1900 {1897 1874); von 100 arbeitsu<enden weiblihen Perjonen wurden 56 (1897 62) untergebracht. Dem Beruf na< _ waren es meist Dru>erci- und Fabrikarbeiterinnen, die si< an den Verein um Stellennahhweis wandten. Wie im Ee- <âftäberi<t hervorgehoben wird, „verhindert die Jnteresselosigkeit der Arbeitgeber eine gedeibhlide Entwickelung des Arbeitsnahweifes für weiblihz Personen, besonders hinsichtlich dec Vermittelung des Dienft- Dexfonalo

Der Vollständigkeit halber ci noŸ mitgeteilt, daß au< 105 landwicth\s{aftlihe Arbeiter und Knehte durh den Arbeitsnahweis des Vereins Stellen erhielten, und daß ferner 20 Arbeiter in Süd- west-Afcika untergebracht wurden, :

orp Cc E

Zur Arbeiterbewegung.

Der Gouverneur von Livland veröffentliht, wie dem „W. T, B.“ von gestern aus Niga gemeldet wird, na<stehende Bekanntmachung : „Die Arbeiter einer Jutefabrik veranstalteten unter der Forde- rung na< Lohnerhöhung einen Ausstand, vereinigten fi<h mit den Arbeitern der Maschinen- und Waggon-Fabrik „Phönix“, über- fielen Polizei und Truppen, zerstörten Häuser und verübten Brand- stiftungen, Jede Volksversamwlung auf den Straßen wird verboten ; Zuwiderhandelnde werden zur Verantwortung gezogen. Jede An- fammlung wird mit Waffengewalt auseinandergesprengt. Die Be- wohner dec Stadt werden aufgefordert, die Hofthore und Thüren zu verriegeln und ni<t ohne dringenden Grund die Häuser nah 9 Uhr zu verlafsen.* Jn Tilsit eingetroffene Privatbriefe aus Riga geben folgende Darftellun

der Vorgänge: Um 13. Mai brach in der dortigen Popow'schen Fabrik ein Arbeiterauéstand aus. Am 17. d. M. traten auh die Arbeiter der Waggonfabrik „Phönix“ in den Ausftand und verlangten eine Er- bößung ibres Lohnes. Hierbei geriethen lettishe Arbeiter mit litthaui- sen _ in Streit, weil die leßteren weniger Lohn verlangten. Es kam zu Schlägereien, und das Militär {ritt ein. Von den Arbeitern sollen mehrere todt und etwa 12 verwundet fein. Nach einem Telegramm der „Nowoje Wremja* aus Niga verlief dort der vorgestrige- Tag bis auf unbedeutende Unordnungen ruhig ; an den Excefsen be- theiligte fich vornehmlih der Pöbel.