1875 / 34 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

E Der Dav Les sten e Provinz Brandenburg ift zu- lei< Ober-Präsideat der Provinz Berlin. ¿

G e 4 grn das Konsistorium der Provinz Brandenburg gehen diejenigen evangelish-kir<lichen Angelegenheiten in der Provinz Berlin über, deren Ecledigung bisher der Abtheilung für Kirchen- und Schul- wesen der Regierung zu Potsdam entweder allein, oder in Gemein- saft mit dem Konsistorium oblag. :

Die katholish-kir<lichen Angelegenheiten, welche bisher zum Ge- \chäftsfreise der Abtheilung für Kirchen- ‘und Schulwesen der Regie- rung zu Potsdam gehörten, werden dem Ober-Präsidenten überwiesen.

8. 115. Die Sculangelegenheiten in der Provinz Berlin, _welche biêher zum Ressort der Abtheilung für Kirchen- und Schulwesen der Regierung zu Potsdam gehörten, gehen auf das Provinzialschulkolle- gium der Provinz Brandenburg Über. j

$. 116. Die Aufsicht des Staates über die Kommunalangelegen- beiten der Stadt Berlin, Charlottenburg und Köpeni>, sowie des Landkreises Berlin, wird in erster Instanz von dem Ober - Präfiden- tes, in zweiter Instanz von dem Minister des Janern geübt.

Die Beschwerde an die höhere Instauz ist innerhalb vier Wochen ulässig. : S y S. 117. Die Ministerial-Baukommission nimmt die ihr für die Stadt Berlin obliegenden Geschäfte der Staatsbauverwaltung fortan

u< in dem Landkreise Berlin und in der Stadt Charlotteu- urg wahr.

e 118. Auf die Direktion für die Verwaltung der direkten Sieuern zu Berlin gehen für den Umfang der Provinz Berlin alle diejenigen Geschäfte der Verwaltung der direkten Staatssteuern über, deren Wahrnehmung bisher der Abtheilung für direkte Steuern der Regierung zu Potsdam oblag. E j E

In Betreff der Zuständigkeit in Disziplinarsachen wird die Direk- tizn für die Verwaltung der direkten Steuern den im $. 24, Nr. 2 des Gesetzes vom 21, Juli 1852 (Geseß-Samtml., S. 465) bezeichneten Provinzialbehörden gleichgestellt, / FAA ;

$. 119, Für die Provinz Berlin wird na< Maßgabe der Be- stimmungen des Geseßes vom 1. Mai 1851/25. Mai 1873 eine be- Jondere Bezirks-Kommission für die klassifizirte Einkommenstener be- stellt, welche zugleich an die Stelle der für die Haupt- und Residenz- tadt Berlin bestehenden Bezirks-Kommission tritt.

F. 120, Soweit nicht na< den Vorschriften dieses Gesetzes die Zuständigkeit ciner anderen Behörde in Disziplinarsachen begründet ift, verbleiben der Regierung in Potsdam die Befugnisse und Obliegen- heiten einer entscheidenden Disziplinarbehörde erster Instanz in Be- treff derjenigen Kategorien der in der Provinz Berlin angestellten Be- amten, für welche sie bisher als solche fungirt hat. ($8. 24 und 25 des Gesegzes vom 21, Juli 1852, Gesez-Samml. S. 465). :

Die durch das Gesetz vom 21. Juli 1852 dem Präsidenten der Regierung beigelegten Befugnisse werden von dem Ober-Präsidenten wahrgenommen. i

S. 121. Die Ernennung der Polizei-Anwälte gemäß $. 28 der Verordnung vom 3. Januar 1849, sowie die Feststellung der Geschwo- renenlisten gemäß $. 66 derselben Verordnung, steht für den Umfang der Provinz Berlin dem Polizei-Präsfidenten von Berlin zu.

$. 122. Für die Provinz Berlin wird in der Stadt Berlin nach näherer Vorschrift des Gesetzes, betreffend die Verfassung der Verwal- tungsgerichte und das Verwaltungs-Streitverfahren, ein besonderes Be- zirts-Verwaltungsgericht eingeseßt.

Jür den Landkreis Berlin regelt si<h die Zuständigkeit desselben nah den Bestimmungen der Kreisordnung vom 13. Dezember 1872 für die Stadfkreise Berlin und Charlottenburg nah den Bestimmun- gei des zu diesem Behufe zu erlassenden besonderen Gesetzes.

Bis zum Erlasse dieses leßteren Geseßes fungirt als Bezirks- Verwaltungsgeriht für die Provinz Berlin einstweilen das Bezixks- Berwaltungsgericht für den Regierungsbezirk Potsdam.

$. 123. Der Erlaß der zur Organisation der allgemeinen Landes- Verwaltung in der Provinz Berlin erforderlichen weiteren Bestimmun- gen, inébesondere auch in Bezug auf die Militär-Ersaßaushebung, das Etats-, Kassen- und Rechnungswesen, sowie auf die Verwaltung der indirekten Steuern, der Domänen und Forsten bleibt Königlicher Ver- ordnung vorbehalten.

S. 124. Alle dem gegenwärtigen Geseße zuwiderlaufenden Be- stimmungen werden aufgehoben und treten mit dem 1. Januar 1876 außer Kraft.

Urkundlich 2c.

WÄ@ablrLalément

S. 1. Der Wahlvorstand besteht aus dem Vorsißzenden des Pro- vinziallandtages, beziehungsweise dem Landrathe, dem BVürgermeist er oder deren Stellvertreter als Vorsißenden und aus zwei oder vier Beifißern, welche von der Wahlversainmlung aus der Zahl der Wähler zu wählen sind. Der Vorsißende ernennt einen der Beisißer zum Pro- tofollführer.

S. 2. Während der Wahlhandlung dürfen im Wahllokale weder Diskussionen stattfinden, no< Anfprachen gehalten, no< Beschlüsse g:faßt werden.

Ausgenommen hiervon sind die Diskussionen und Beschlüsse des O, welche dur<h die Leitung des Wahlgeschäfts be-

ingt sind.

S. 3. Die Wahl erfolgt dur< abgestempelte, bei der NVerhand- lung zu vertheilende Stimmzettel. Für jeden der zu Wählenden wird besonders abgestimmt.

$. 4. Die Wähler werden in der Reihenfolge, in welcher fie in der Wählerliste verzeichnet sind, aufgerufen ; jedoh hat der Wahl- vorstand Personen, die si< ni<t im Besiße dec bücgerlichen Ehren- rechte befinden oder deren Wahlrecht ruht, ungeachtet ihrer Aufnahme in die Liste, zur Stimmabgabe nicht zuzulassen.

Jeder aufgerufene Wähler tritt vor den Wahlvorstand und über- giebt seinen Stimmzettel dem Vorsißenden; der Vorsitzende legt den Stimmzettel uneröffnet in die Wahlurne.

$. 9. Die während des Wahlakts erscheinenden Wähler können az der nicht geschlossenen Wahl Theil nehmen.

Sind keine Stimmen mehr abzugeben, so erklärt der Wahlvor- stand die Wahl für geshlossen; der Borsißende nimmt die Stimm- zettel einzeln aus der Walurne und verliest die darauf verzeichneten, von einem Beisißer, welchen der Vo:sißende ernennt, laut zu zählen- den Namen.

$. 6. Ungültig find: 1) Stimmzettel, welche nit abgestempelt sind, 2) Stimmzettel, wel<he mit einem äußeren Kennzeichen ver- schen sind, 3) Stimmzettel, welche keinen oder feinen lesbaren Namen darin enthalten, 4) Stimmzettel, aus welchen die Perfon des Ge- wählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist, 5) Stimmzettel, auf welchen mehr als Ein Name oder der Name einer nicht wählbaren Person veczeichnet ist, 6) Stimmzettel, welche einen Protest oder Vor- behalt enthalten.

S. 7. Alle ungültigen Stimmzettel werden als nicht abgegeben betrat t. Ueber die Gültigkeit der Stimmzettel entscheidet vorläufig der Wahlvorstand.

Die Stimmzettel find dem Wahlprotokolle beizufügen und fo laxge aufzubewahren, bis über die gegen das Verfahren erhobenen Einsprüche rechtskräftig entschieden ist.

S. 8. Als gewählt find diejenigen zu betrachten, welche die ab- Les Stimmenmehrh.it (mehr als die Hälfte der Stimmen) erhalten aben.

Ergiebt sich keine absolute Stimmenmehrheit, so wird zu einer engeren Wahl zwischen denjenigen zwei Personen geschritten, welche die meisten Stimmen erhalten haben. Bei Stimmengleihheit entscheidet das von dem Vorsitzenden zu ziehende Loos darüber, wer auf die engere Wahkt zu bringen beziehungsweise wer als sd ließlich gewählt zu betrachten ist.

$. 9. Die Wakhlprotokolle sind von dem Wahlvorstande zu unterzeichnen,

S. 10. Der Vorsißende des Wahlvorstandes hat die Gewählten von der auf sie gefallenen Wahl mit der Aufforderung in Kenntniß ju leben, sih über die Annahme oder Ablehnung innerhalb längstens ünf Tagen zu erklären. Wer diese Erklärung nicht abai-bt, wird als ablehnend betrachtet.

SZU. zunehmen find, können au< dur Niemand Widerspruch erhebt.

Wahlen, wel<he auf dem Provinziallandtage selbst vor- Akklamation stattfinden, sofern

Ortschaftsverzeihniß des Landkreises Berlin. Der Landkreis Berlin umfaßt folgende Ortschaften:

A. Aus dem Kreise Niederbarnim.

Die Jagen 1 bis 61 der Königlichen Tegelschen Forst oder die fogenannte Jungfernheide mit den Etablissements a. am Plötensee, tonen c. auf dem Artillerieshießplaß, sowie den Möternißz-

iesen ;

das Gut Tegel mit Scharfenberg; die Gemeinde Tegel ; die Ge- meinde Dalldorf; die Gemeinde Reini>eudo:f; das Gut Neieder- Schönhausen mit der Kolonie Schönholz; die Gemeinde Nieder-Schön- hausen mit der zum Gemeindebezirke gehörigen fiskalischen Forstpar- zelle der Oberförsterei Tegel; die Gemeinde Pankow: die Gemeinde e U das Gut Weißensee; dic Gemeinde Weißensee; das Gut

ohen - Schönhausen ; die Gemeinde Hohen-Schönhausen mit der Kolonie Neu-Hohen-S<{önhausen; das Gut Lichtenberg mit der Kolonie Kieß; die Gemeinde Lichtenberg mit dér Kolonie Friedrichsberg; das Gut Borhagen-Rummelsburg; die Gemeinde Stralau; das Gut Friedrichsfelde mit Carlsöhorst; die Gemeinde Friedrichsfelde; die Jagen 190 bis 205 der Königlichen Cöpeni>er Forst oder die sogenannte Wühlheide mit der Kolonie Ober-Schönweide,

B. Aus dem Kreise Teltow:

Die Stadt Cöpeni>; die Gemeinde Kicß; die Kolonie Grüner- linde, au<h Schönerlinde genannt ; die Kolonie Nieder-Schönweide ; das Gut Adlershof mit der Kolonie Süßengrund; die Jagen 50 bis 78 der Königlichen Cöpenicker Forst ; den Gutsbezirk (Kolonie) Trep- tow mit Lohmühlen, den Kölnischen Wiesen und dem Eierhäus<en!; die Gemeinde Rixdorf; die Gemeinde Briß mit Buschmeierei; das Gut Tempelhof ; die Gemeinde Tempelhof mit Tempelhofer Bahn- hof, Tempelhofer Berg und dem Militärkirhbofe in der Halfsenheide ; die Gemeinde Langwiß, das Gut Giesendorf; die Gemeinde Giesen- dorf; das Gut Lichterfelde, die Gemeinde Lichterselde mit der Kolonie Nen-Lichterfelde; die Gemeinde Stegliß; die Gemeinde Alt-Schöne- berg; die Gemeinde Neu-Schöneberg; das Gut Deutsch-Wilmersdorf ; die Gemeinde Deutsch-Wilmersdorf; die Gemeinde Friedenau ; die Gemeinde Schmargendorf ; das Domänengut Dahlem.

Dem Hause der Abgeordneten ist der Entwurf eines Gesetes, betreffend einige Aenderungen der direkten Steuern in den hohen- zollernschen Landen vorgelegt worden.

Die „Nat. Z.“ theilt folgende Statistik der Fraktionen des Abgeordnetenhauses mit: Es zählen die Fraktionen der Nationalliberalen 170, des Centrum 84, der Fortschrittspartei 68, der Freikonservativenpartei 33, der neuen Konservativenpartei 27, der Polen 17, der Konservativenpartei 6, des liberalen Centrum 4 Mit- glieder, keiner Fraktion gehören 12 Mitglieder an. Die Zahl der erledigten Mandate beträgt 11. Zu den Mitgliedern, wel<e keiner Fraktion angehören, zählen die Minister Dr. Achenbach, Graf zu Gulenburg, Dr. Falk und Dr. Friedenthal, der Präsident v. Bennigsen, der Abg. v. Bo>kum-Dolffs u. \. f.

Aus dem Staatshaushalts-Etat für 1875. E

Der Etat der Verwaltung der direkten Steuern für das Jahr 1875 weist in Einnahme den Betrag von 146,659,000 M (1874: 131,319,000 ) nah, denen an Ausgaben insgesammt 10,300,000 Æ (1874: 9,160,000 6) gegenüberstehen, so daß ein Ueber- \<uß von 136,359,000 M (1874: 122,158,500 M) verbleibt.

Von den Einnahmen entfallen: auf Grundsteuer (eins<licßli< 44,300 4 Beischlag zu den Justizkosten in dec Rheinprovinz 59,208,000 Æ (1874: 39,180,000 ), auf Gebäudesteuer 15,219,000 (1874; 14,877,000 ), auf flassifizitte Einkommensteuer 28,047,000 M. (1874: 21,447,000 Die Mehreinnahme von 6,600,000 M ergiebt fich theils aus der für 1874 gegen das Vorjahr gestiegen:n Ver- anlagung, theils daraus, daß von der Abrechnung der Vergütung von je 20 Thlr., welche seither den einkommensteuerpflihtigen Einwohnern d:r mahl- und s<la<htstenerpfli<hligen Ortschaften zu gewähren war, vom Jahre 1875 ab in Folge der Aufhebung der Mahl- und Sclacht- steuer Abstand zu nehmen war). Auf die Klassensteuer fallen 41,500,000./4 (1874: 32,544,000 ). Das Plus von $8,956,000 (4 erklärt sich da- durch, daß „dur< das Geseß vom 25. Mai 1873 über die Aufhebung der Mahl- und Schlachtsteuer der im 8. 6 des Geseßes wegen Ab- änderung des Geseßes vom 1. Mai 1851, betreffend die Einführung einer Klassen- und klassifizirten Einkommensteuer auf 11 Millionen festgestellte Jahresbetrag der Soll-Einnahme der Klassensteuer vom Jahre 1875 ab mit Rücksicht auf die Einführung der Klassensteuer in den bisher mahl- und \s{<la<tsteuerpflichtigen Städten auf 14 Mil- lionen Thaler oder 42,000,000 M erhöht worden ist“, auf Gewerbe- steuer 17,259,000 A (1874: 16,773,000 4), auf Eisenbahnabgabe 9,049,000 (1874: 6,126,000 M), auf direkte Steuern in den bohen- zollernschen Landen 244,000 6 (1874: 241,650 M), auf Forts chrei- bungsgebühren 71,000 M (1874: 69,000 4), endlich auf Strafbeträge und sonstige Einnahmen 62,000 4 (1874: 61,350 4).

Von den Ausgaben treten 8,800,000 4 als „dauernde*, 1,500,000 M. als „einmalige und außerordentliche“ in Rechnung. Von den dauernden Ausgaben kommen auf Besoldungen 2,665,983 M. (1874: 2,998,801 Ac), davon sind als künftig wegfallend bezeichnet 70,668 .; ferner fommea auf Wohnungsgeld - Zuschüsse für die Beamten 359,000 Æ, auf andere per}önliche Ausgaben 536,992 M. Cin 470,232 A), auf sonstige Kosten der Veranlagung und Er-

ebung 4,281,644 Æ (1874: 3,669,534 c). Von der gauzen Mehr-

ausgabe von 612,110 M entfällt die Hauptsumme auf die Position „&ür die Veranlagung und Erhebung der Klassensteuer“, die mit 2,465,600 M. diejenige des vorigen Etats mit 916,800 M. über- schreitet; es ergiébt si< das aus dem Mehrertrag der Steuer selbst, auf sächliche und vermischte Ausgaben 926,381 M (1874: 921,933 M). Die einmaligen und außerordentlichen Ausgaben im Betrage von 1,500,000 / sind zur Ausführung der anderweitigen Regelung der Grundsteuer in den Provinzen Schleswig-Holstein, Hannover und Hessen- Nassau, sowie in dem Kreise Meisenheim bestimmt.

Der Etat der Verwaltung der indirekten Steuern für das Jahr 1875 weist Einnahmen auf überhaupt im Betrage von 46,105,900 M (1874: 66,195,000 M), dauernde Ausgaben in Höhe von 21,142,709 M. (1874: 21,376,500 M), fo daß ein Ueberschuß verbleibt von 24,963,200 ; einmalige und außerordentlihe Aus- gaben werden mit 461,390 Æ (1874: 114,405 4) in Ansaß gebracht.

Die Einnahmen zerfallen in die von den „Reichssteuern“ ver- bleibenden Verwaltungskosten mit 14,569,900 4 (1874 13,724,640 M) und in die Einnahmen für alleinige preußis<he Rechnung mit 31,536,000 Æ (1874: 52,470,360 A). Unter den Reichssteuern, die hier nur ein indirektes Juteresse haben, sind in Ansatz gebracht : Zôlle mit 70,164,430 4, deren Verwaltungskosten 5,398,430 M; Nübenzu>erfteuer 34,961,760 /((, deren Ve. waltun-skosten 1,398,470 M; Salzsteuer 19,108,080 4, deren Verwaltungskosten 130,300 4; Ta- bafsteuer 430,310 4, deren Verwaltungskoften 64550 M; Braunt- weinsteuer und Uebergangsabgave von Branntwein 39,712,700 M, deren Verwaltungskosten 5,956,950 4; Brausteuer und Nebergangs- abgabe von Bier 10,807,900 (4, deren Verwaltungskosten 1,621,200 M (In einem Theile der Provinz Brandenburg wird zur Tilgung der Provinzial-Kriegs\{ulden der Kurmark ein Zuschlag zur Brausteuer erhoben, welcher, da er der Staatskasse nicht verbleibt, im Etat al3 durchlaufende Einnahme nachgewiesen ist; es sind nach dem rc En rigen Durchschnitt rund 131,000 (6 angeseßt). Unter den EÉin- nahmen für alleinige preußishe Rechnung fallen dem vorjährigen Etat gegenüber fort die Mahl- und Schlachisteuer (Geseß vom 29. Mai 1873) mit 5,319,000 ( unv 8,400,000 M, ferner die Chausseegelder (Geseß vom 27. Mai 1874) mit 4,915,000 6, wo- von jedo< die Einnahmen aus der Gras- und Weidennußzung auf den Staatschausseen auf den Etat der Handels-, Gewerbe- und Bau-

verwaltung übernommen sind. Die Stempelsteuer steht mit 23,500,000 (1874: 25,800,000 M), die Erbschaftsfteuer mit 3,500,000 46 (1874; 4,200,000 4) in Rechnung. (Beide Positionen find abgesehen von den Modifikationen, welche dur< die geseßli<h bestimmte Auf- hebung der Steuer für Zeitungen und Kalender resp. der Steuer für Erbanfälle unter Ehegatten bedingt wurden -—— aus dem dreijährigen Durchschnitt 1871/73 in Verbindung mit dem muthmaßlihen Ertrage für 1874 entstanden dur< Abrundung der Zahlea.) Der Antheil Preußens an der deutschen Wechselsteuer steht mit 503,900 4 (1874: 430,290 ) in Rechnung ; außerdem sind in E gebraht: Brü>en-, Fähr- und Hafengelder, Strom- und Kanalgefälle mit 1,972,400 A (1874: 1,854,000 ), Niederlage-, Krahn- und Waagegeld 165,650 (1874: 150,000 Æ), Kontrolgebühr für Salz wie 1874: 42,000 Æ, Hypotheken- und Gerichtsschreibereigebühren im Bezirke des Appella- tionsgerichts zu Cöln ‘850,000 M (1874: 750,000 M), Wirthschafts- abgaben in den hohenzollernschen Landen 31,100 (1874: 30,000 6), Strafgelder aus Zoll- und Steuerprozessen 250,000 M (1874: 207,000 M), verschiedene Einuahmen 720,950 M (1874: 773,070 A6). Die dauernden Ausgaben seßen fi<h zusammen aus den Aus- gaben der Gentral-Stempelverwaltung mit 86,0104 (1874: 81,690 A), der Provinzial-Steuerverwaltung mit 1,921,767 4 (1874: 1,722,642 Æ.), der Zoll- und Steuererhebung und Kontrole mit 17,108,131 Æ. (1874: 17,610,285 M) und (für allgemeine Ausgaben) 1976799 A (1874: 1,961,883 ). Das re<hnungsmäßige Minus der dauernden Ausgaben um 233,800 / dem Vorjahre gegenüber erhöht sich, wenn man in Erwägung zieht, daß dur< die Ausgaben an Wolhnungsgeld- zuschüssen für die Beamten eine Mehrbelastung der Verwaltung der indirekten Steuern von 1,402,320 M. h:rbeigeführt wird, auf 1,636,120 M; woraus sih ergiebt, daß die dauernden Ausgaben der Verwal- tung der indirekten Steuern eine nicht unbeträchtliche Herabseßung erfahren haben. Dieselbe ist hauptsähli<h Folge der dur< Geseßz ausgesprohenen Aufhebung der Mahl- und Schlachtsteuer und der mit dem 1. Januar 1875 eingetretenen Chausseegeld-Erhebung auf den Staatsstraßen. Unter den einmaligen und außer- ordentlichen Ausgaben sind in Ansaß gebraht: Zum Ankauf eines Dienstgebäudes für die Provinzial-Steuerdirektion in Cassel 165,000 Æ (derselben steht der bei der Einnahme Kap. 5 Tit. 19 mit 135,000 A in Ansaß gebrachte Erlös aus dem bisherigen Ge- bäude gegenüber), zum Neubau eines Haupt-Steueramts-Gebäudes zu Rheine 84,000 4, zum Neubau des Haupt-Zollamnts-Gebäudes zu Danzig 156,000 #4, zum Neubau des Neben-Zollamts-Gebäudes zu Keitum auf Sylt, zweite und leßte Rate 6390 4, endlich zur Unter- stüßung für die in Folge Aufhebung der Mahl- und Schlachtsteuer und Einstellung der Chausseegeld-Erhebung aus ihren bisherigen Stellungen zu entlassenden, zum Bezuge von Pensionen oder Warte- gien aus diesen Stellungen nicht berechtigten Kündigungsbeamten

Statistische Nachrichten.

Die Durschnittspreise der wichtigsten Lebensmittel für Menschen und Thiere in Preußen. (St. C.) Zu den fortlaufenden Arbeiten, welche das Königliche statistische Bureau theils zu wissenschaftlichen, theils zu Verwaltungszwe>en auszuführen hat, gehört au< die Erhebung der Marktpreise. Die Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Erhebungen findet regelmäßig statt und bildet, wenn auch die Erhebungsmethode Seitens der genannten Behörde nicht als eine vollkommene anerkannt werden kann (verg!. d. Zeitschr. d. K, Pr. stat. Bur. T1. u. IV. Heft 1873), do die ausführlichste und zuver- lässigste Quelle von Mittheilungen über die Bewegung der Preise auf den Wochenmärkten des Landes. Die neueste derartige Ver- öffentlihung, die si<h auf die Preisbewegung in den Monaten Januar bis cins{ließli< Juli 1874 und zusammenfassend auf das ganze Erntejahr 1873/74 bezieht, findet si< in dem binnen Kurzem zur Ausgabe gelangenden 1V. Viertejahrshefte des Jahrgangs 1874 der Zeitschrift des Königlich preußischen statistischen Bureaus. Wir sind ermächtigt, der fraglichen Üebersicht folgende Angaben zu entnehmen:

Die Durchschnittspreise für Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Ranchfutter im Staate und Erntejahre 1873 74, unter gleichzei- tiger Berücksichtigung früherer Erutejahre, waren für je 100 Pfund:

1873/74 ‘1872/73 1871/72

Uer O S C C Cie

O e L F 129

Noi (E 109 90 B 086 88 E e 102 85 E, 105 87 m 102 84 O ST 79 E O4 T5 O 78 E ST 70

L U 103

S168 152

S 162

S 88 27,5

S R... 28 20

20 Le

U, 30 928,5

Jür die Marktorte der einzelnen Provinzen und andererseits für die verschiedenen Marktwaaren ergeben si< natürlich die mannig- fachsten theilweise sehr erheblihen Abweichungen vom Staatsdurch- shnikte. Die höchsten Durchschnittspreise wurden fast auênahmlos in den Provinzen Rheinland, Hessen-Nafsau und Westfalen, die nie- drigsten in Preußen, Pommern und Posen erzielt, während die übri- gen Pziovinzen in der Mitte der Preisshwankungen bleiben, jedoch mit dem Unterschiede, daß die Durchschnittspreise in Schleswig-Hol- stein und au<h in Sachsen fast stets über, die in Schlesien und Brau- denburg meift unter dem Staatsdurchschnitte liegen, wel leßterer da- gegen mit dem von Hannover schr häufig zusammentrifft.

Nach den vom bayerishen Staats-Ministerium der Justiz fo eben veröffentlihten Ergebnissen der Strafrechtspflege im Königreich Bayern während des Jahres 1873 wurden von den Gerichten des Königreichs 429,199 strafbare Handlungen abgeurtheilt. Hierunter befanden si< 135,731 Uebertretungen der Forstgeseße und 293,468 sonstige strafbare Handlungen. Von den leßteren wurden 9103 als Verbrechen, 59,021 als Vergehen, 229,344 als Ueber- tretungen erklärt. Die Zahl der Verbrechen vertheilt si< auf die ein- zelnen Regierungsbezirke in folgender Weise: Oberbayern 1131, Schwaben 938, Niederbayern 746, Unterfranken 597, Mittelfranken 921, Oberpfalz 433, Oberfranken 417, Pfalz 320. Ein Vergleich mit der Größe der Bevölkerung crgiebt, daß je eine strafbare Hand- lung trifft: im Königreich auf 16, in Schwaben auf 21,99, in ber‘ fcanken auf 21,57, in der Oberpfalz auf 21,55, in Mittelfranken auf 18,48, in Unterfranken auf 16,9, in Niederbayern auf 15,57, in Ober- bayern auf 12,93 und in der Pfalz auf 12,60 Köpfe der Bevölkerung, daun je ein Verbrechen im Königreich auf 950, in Shwaben auf 621, in Oberbayern auf 744, in Niederbayern auf 869, in Unterfranken auf 980, in Mittelfranken auf 1120, in der Oberpfalz auf 1149, in Oberfranken auf 1299 und in der Pfalz auf 1922 Köpfe der Be- völkerung.

Das statistishe Büreau der Stadt Dresden veröffentlicht in dem jeßt herausgegebenen 1. Hefte seiner statistischen Mittheilungen einen Aufsatz über die „indirekten Steuern dec Stadt Dresden“, in welchem u. A. die Konsumtionsverhältnisse Dresdens in eingehender Weise dargestellt werden. Wir entnehmen daraus die folgenden Angaben: Der Fleis<konsum Dresdens ist ein außer ordentlich grcßer und dürfte in anderen Städten Deutschlands vie!- leiht mit Ausnahme von Baden-Baden, Wiesbaden, Frankfurt a. M. und Hamburg kaum erreicht werden. Der Fleishkonsum der Civilbevöl- kerung wird für die Jahre 1868 und 1873 folgendermaßen berechnet

a Um «A

I

Gerste,

Hafer,

S D Qm A Q W: W

I ; L,

V. m V

S T U QW =

O(hsenfleis< 2,432,001 Pfd. (pro Kopf 15,76 Pfd.), 3,281,600 Pfd. (pro Kopf 18,25 Pfd.), jonstiges Rindfleisch 3,426,677 Pfd. (pro Kopf 22,20 Pfd.), 4,145,720 Pfd. (pro Kopf 23,07 Pfd.), Schweinefleisch 4,789,974 Pfd. (pro Kopf 31,04 Pfd.), 6,698,260 Pfd. (pro Kopf 37,28 Pfd.) , Schöpsenfleisch 1,607,555 Pfd. (pro Kopf 10,42 Pfd.), 2,223,3C0 Pfd. (p: o Kopf 12,37 Pfd.), Kalbfleis<h -3,406,875 Pfd. (pro Kopf 22,08 Pfd.), 3,501,075 Pfd. (pro Kopf 19,49 Pfd.), Ziegen- fleisch 33,420 Pfd. (pro Kopf 0,21 Pfd.), 15,1£0 Pfd. (pro Kopf 0,08 Pfd.), eingeführtes Fleis 2,343,977 Pfd. (pro Kopf 15,19 Pfd.), 5,019,660 Pfd. (pro Kopf 27,94 Pfd.), Wildpret 947,137 Pfd. (pro Kopf 3,53 Pfd.), 622,601 Pfd. (pro Kopf 3,46. Pfd.), Geflügel 629,400 Pfd. (pro Kopf 4,03 Pfd.), 850,692 Pfd. (pro Kopf 4,79 Pfd.), Fische 116,342 Pfd. (pro Kopf 0,75 Pfd.), 278,808 Pfd. (pro Kopf 1,55 Pfd.). Der Gesammt-Fleischkonsum ift hierna<h von 19,332,758 Pfd. oder 125,29 Pfd. pro Kopf in 1868, auf 26,646,896 Pfd. oder 148,30 Pfd. pro Kopf in 1873 gestiegen, so daß also die relative Zunahme desselben in den leßten 5 Jahren 18,4 % oder im jährlihen Durchschnitt 3,7 % betragen hat. Dieser bedeutende Kon- sum ist zum Theil auf die große Zahl der in Dresden ansässigen Fremden, deren Konsumverhältnisse vorzügliche sind, sowie auf die große Zahl der durchreisenden Fremden zurü>zuführen. Der Weizenmehlkonfum betrug 1868: 94,92 Pfd, 1873: 105,96 Pfd. pro Kopf, der Roggenmehlkonsum 1868: 67,53 Pfd., 1873: 58,34 Pfd. pro Kopf, der Konsum von eingeführtem Ba>werk 1868: 82,70 Pfd., 1873: 98,65 Pfd. pro Kopf. Die Abnahme des Roggenmehlkonsums wird dur<h die bedeutende Zunahme des ein- geführten, fast auss{ließli< aus Noggenmeh! hergestellten Ba>werks mehr als ausgeglichen. Eine sehr bedeutende Zunahme zeigt auch der Bierkonsum; derselbe belief fi<h 1868 auf 293,400,938 Hektol. oder 153,51 Liter pro Kopf der Bevölkerung (incl. Militär), 1873 da- gegen auf 468,542.84 Hefktol. oder 251,01 Liter pro Kopf, ist also um 36,8 % oder dur<s<nittli< um 7,3 % jährlih gestiegen.

KUn}t, AVissenschaft und Literatur.

Das 1. Heft (XXI. Bd. 1875) der Mittheilungen aus Justus Perthes' Geographischer Anstalt über wichtige Erforschungen auf demGesammtgebiete derGeographie von Dr. A. Petermann (Gotha, Justus Perthes) hat fol- genden Inhalt: Die deutsche afrikanische Expedition. Von E. Behm. Die deutsche afrikauische Expedition und ißre Beförderungsmittel. Von A. Petermann. Plan des Königlichen Schlosses Wilhelms- höhe bei Cassel nebst Umgebung. Bearbeitet uud gezeichnet von Joh. Aug. Kaupert, Kupferstich von H. Pelters. Von C. Vogel,

izt C SUNDNIN A D C DCD i SAOMLNT S S T N MYCT T OCELOTER Cu

A [J nserate für den Deutschen Reichs- u. Kgl. Preuß. Staats-Anzeiger, das Central-Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Iuseraten - Expedition

des Dentshen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers: Berlin, 8. W, Wilhelm-Straße Nr. 382. K K

Vacanzen- Liste

der bei den Behörden in den Provinzen Brandenburg und Pommern durch Militär- Anwärter zu beseßenden Stellen.

Nr. 6. Berlin, den 9. Februar

auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. Gehaltsabzug gede> werden kann.

welche an die Bewerber gestellt werden. 8) Wohin die Bewerbungen einzureichen sind.

Provinz Braudenbxorg.

1) Borlin, Königliche Direktion der Berliner Stadt-Eisenbahn-Gesellschaft, l Assistenten, 3) 90 4 monatlich, 4) auf Kündigung, 9) feine, 6) ja, 7) eine über die Elementar- \hulbildung hinaus gehende Vorbildung, Erfahrung im Bureaudienst erwünscht, 8) Königliche Direktion der Berliner Stadt-Eisenbahn-Gesellschaft in Berlin, Beethovenstraße Ie j

3) 480 M. Gehalt, 60 4 Wohnungsgeld-

l) Briîesen ü ?Z., Posterpedition, 2) Landbriefträger,

zushuß, 4) auf Kündigung, 1) Dreblkau, PDosfterpedition, 2) Landbriefträger, Lesen, Rechnen, 8 Ober-Postdirektion Frankfurt a. O. l) Dilhringshof, Posterpedition, _2) Landbriefträger, zushuß, 4) auf Kündigung, 5) 300 4,

2) Landbriefträger,

1) Friedeberg N.-VE., Postamt, : 5) 300 M,

zushuß, 4) auf Kündigung,

1) Fürstenfelde, Posterpedition, 2) Landbriefträger, zushuß, 4) auf Kündigung, 5) 300 4,

1) Limmazrîtz, Posterpedition, 2) Landbriefträger, 4) auf Kündigung, M, ) bi Lesen, Rechnen, 8) Ober-Postdirektion Frankfurt a. O.

1) Mätzdorf, in der Oberförsterei Dippmannsdorf, Königliche Regierung zu Potsdam, 2) Wald- wärter, 3) 360 M Gehalt, 60 Wohnungsgeldzuschuß und freies Brennholz zum eigenen Bedarf bis zur Höhe von jährlih 12 Raumm. weihes Knüppelholz und 20 Raumm. weiches Reiserholz gegen Zahlung der tarifmäßigen Wohnungskoftén, 4) auf Lebenszeit, nach befriedigendem se<smonat- lichen Probedienst, 5) keine, 6) nein, 7) muß gesund und rüftig sein, geläufig und richtig lesen und schreiben, und mit Einschluß der Regel de tri au<h mit Dezimalen re<nen können. Prüfung

wird vorbehalten, 8) Königliche Regierung in Potsdam.

1) Potsdam, Direftion des Militärwaisenhauses, 2) Küchendiener, 3) 367 4. jährlich, freie Wohnung, Heizung, Erleuchtung, Arznei, 4) auf vierwöchentlihe Kündigung, 5) keine, 6) nein, 7) die ob- liegenden Arbeiten erfordern Kraft und Rüstigkeit, 8) Direktion des Militärwaisenhauses zu

2) Hausdiener, 3) 396 4 jährli<, freie Woh-

Potsdam. O 1) Potedanm, Direktion des Militärwaisenhauses, nung, Heizung, Erleuchtung, Arznei,

7) die obliegenden Arbeiten erfordern Kraft und NRüstigkeit.

sein, 8) Direktion des Militärwaisenhauses zu Potsdam. 1) Sehermeisel, Postexpedit ion, zushuß, 4) auf Kündigung,

Provinz Pommern.

1) Belgard, Postverwaltung, 2) Landbriefträger, 3) 462 4 eins<l. 72 4 Wohnungsgeldzushuß, 5) 300 M. event. Gehaltsabzüge, 6) ja,

4) auf Kündigung, 5) ( 8) Ober-Pestdirektion in Cöslin.

[ é . dition, 2) Landbriefträger, 3) 450 ({ Gehalt und 72 M. E E ; 5) 300 M event. Gehaltsabzüge,

7) Befähigung zur Bestellung von Postsendungen und körperliche Ausdauer, 8) Ober-Postdirek-

Wohnungsgeldzushuß, 4) auf 4 Wochen Kündigung,

tion in Stettin.

1) Gingst, Posterpedition, 2) Landbriefträger, 3) 450 4 Gehalt und 60 4 Wohnungsgeldzushuß,

i 1) E I Maa 5) 300 M. event. Gehaltsabzüge, 6) ja, 7) Befähigung zur Be- stellung von Postsendungen und körperliche Ausdauer, 8) Ober-Postdirektion in Stettin. i

1) Stettin, Postamt, 2) Stadtpostbote, 3) 720 ( Gehalt und 180 ove C R La! MEAA 4 Wochen Kündigung, 5) 300 event. Gchaltsabzüge, 6) ja, 7) körperliche Tüchtigkeit, Amtädiener iür: bes Abib: filatmmslte bei Steltin

Postdirektion in Stettin,

i) Quarzkenburg, Posteryedition, 2) Landbriefträger, 3) 459 46 einschl. 60 / Wohnungsgeld-

Kurze Beschreibung der Schiffahrt auf dem oberen Paraná von Ita- pua bis zum Flusse Igurey. Von Capitän - Lieutenant R A de Alvarim Costa. Dr. Gustav Nachtigals Rü>kehr. Stand der Nordpolarfrage zu Ende des Jahres 1874. (Geographie und Erfor- {ung der Polarregionen Nr. 104.) John Forrests Reise dur die Westhälfte von Australien 1874. Neue Ausgabe von Stielers Hand-Atlas in 90 Bläitern (30 Licferungen). Lieferung 18—25 und Ergänzungsheft 4 (Sezialkarte von Australien in 9 Bl.) Geo- graphishe Notizen, Geographishe Literaiur. Karten: Tafel 1. Die deutsche afrikanishe Expedilion. Originalkarte von West - Afrika zwis<hen Muai und Koanza na< dem Stand- punkte der Kenntniß zu Anfang 1875, Der deutshen Gesell- schaft zur Erforschung Acquatorial-Afrifas und ihren Sendboten ge- widmet von A. Petermaun. Maßstab 1: 3,000,000, Karton: Skizze des von der deutschen afrikanischen Gesellschaft zu erforshenden Ge- bietes. Von A. Petermann. Maßstab 1: 25,000,000. Tafel 2. Plan des Königlichen Schlosses Wilhelmshöhe bei Cassel nebst Um- gebung. Bearbeitet und gezeihnet von Johann August Kaupert, Kupferstih von H. Petters in Hildburghausen. Maßstab 1: 6000.

Die Ernennungen für die englishe arktische Erpe- dition sind der „Academy“ zufolge nunmehr perfekt geworden. Es steht fest, daß Commandeur Markham der zweite im Kommando des ersten Schiffes mit Kapitän Narcs sein wird. Im Depot: Schiff wird Kapitän Stephenson, der während der letzten zwei Jahre die Königliche Yacht befehligte, das Kommando führen. Die Vor- bereitungen in Plymouth nehmen ihren Fortgang unter der be- ständigen Aufsicht von Sir Leopold Mc Clinto>, der sämmtliche Arrangements mit Bezug auf die Schlitten-Equipixungen in Ueber- einstimmung mit den dur<h Erfahrung, sowie langes und sorgfältiges Studium betreffs jeden Details dikrirten Plänen trifft,

Der Zeitschrift „Academy“* zufolge stellen aus A frika einge- troffene Berichte und genaue Karten vom Lieutenant Cameron den von Lebterem aufgefundenen westlicen Ausfluß des Tanganyka- sees bestimmt fest. Cameron seßt vermuthlich seine Flußreise west- wärts fort; die englischen und portugiesischen Behörden an der West- küste haben Weisung erhalten, ihm ihre Unterstüßung zu gewähren.

Vaud- und Forftwirthschaft.

In den Regierungsbezirken Côln und Trier war die Bestellung der Wintersaaten zwar durch die Tro>enheit des Bodens etwas aufgehalten worden, indessen sind die Saaten doch noch gut in den Winter gekommen und dur<h Schnee gegen den Frost ge\{<Üßt

5 e A

1, Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen,

2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u, dergl.

3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc.

4, Verloosung, Amortisation, u, s, w, von öffentlichen Papieren,

Die Vaecanzen-Listen werden den Truppentheilea des Garde-, I1. und II1. Armee-Corps mit- getheilt und liegen sowohl in den hiesigen wie auswärtigen Bureaus der Annoncen-Expeditionen des In- | validen-Danks, von Rudolf Mosse und Haasenstein u. Vogler zur unentgeltlichen Ginsicht aus; auch find | dieselben zu dem Preise von 10 - pro Stü> bei der Expedition des Deutschen Reichs-Anzeigers, Berlin, | 8, W., Wilhelmstraße 32, (na< außerhalb gegen Einsendung von 18 - in Briefmarken) zu haben.

(Die Liste enthält der Reihe nah folgende Mittheilungen: Y Ort und Behörde, bei welcher der die Sielle vacant ist. 2) Nähere Bezeichnung der Stelle, 8) Einkommen der Stelle. 4) Ob die Anstellung ; S) Betrag der zu stellenden Kaution und ob dieselbe durch | G6) Ob Aussicht auf Werbesserung vorhanden ist.

9) 300 4, kann dur< Gehaltsabzüge gede>t 7) Schreiben, Lesen, Rechnen, 8) Ober-Postdirektion Frankfurt a. O. 3) 480 M Gehalt, gol elDzus 4) auf Kündigung, 5) 300 4, kann dur< Gehaltsabzüge gede> werden, 6) ja, 7) Schreiben,

3) 480 Æ Gehalt, 60 Æ Wohnungsgeld- kann durch e gede>t werden, 7) Schreiben, Lesen, Rechnen, 8) Ober-Postdirektion Frankfurt a. O.

d ber 3 / Dn 3) 480 M. Gehalt, 72 e Wohnungsgeld- fann dur< Gehaltsabzüge gede>t werden,

7) Schreiben, Lesen, Re<nen, 8) Ober-Postdirektion Frankfurt a. O. péemfe C 3) 480 6. Gehalt, 60 fann dur< Gehaltsabzüge gede>t werden,

7) Sqreiben, Lesen, Rechnen, 8) Ober-Postdirektion Frankfurt a. O. ie L f 3) 480 M Gehalt, 60 A Wohnungsg eldzus{<huß,

5) 300 M, fann dur< Gehaltsabzüge gede>t werden, 6) ja, 7) Schreiben,

4) auf vierwöchentlichhe Kündigung,

2) Landbriefträger, 3) 480 4 Gehalt, 60 4 Wohnungsgeld-

5)_300 M, Tann dur Ste L O gede>t werden, 7) Schreiben, Lesen, Rechnen, 8) Ober-Postdirektion zu Frankfurt a. O, 4

1) Zühlsdorf, Postexpedition; 2) Landbriefträger, 3) 480 „# Gehalt, 60 M Wohnungsgeldzus{uß, 4) auf Kündigung, 5) 300 4, kann dur< Gehbalt8abzüge gede>t werden, 6) ja, 7) Schreiben, Lesen, Rechnen, 8) Ober-Postdirektion zu Frankfurt a. O.

worden, Auch in den Regierungsbezirken Düsseldorf Und Aachen

fentlicher A

Grosshandel.

. Literarische Anzeigen, Zinszahlung . Familien-Nachrichten,

4) auf Kündigung, 1875,

vakanten

¡ Physikus des Kreises Stuhm Dbysikus des Kreises Wirsitz Physikus des Kreises Brilon Physikus des Kreises Mörs

2) Ansprüche, D) Bemerkungen.

2) einige Bureau-

werden, 6) ja,

0. Wohnungsgeldzuschuß,

6) ja,

6) 10

60 / Wohnungsgeld- 6) ja,

Evang. Pfarrer zu Achtelsbach .

2 Lehrer zu Bernau

zu Westerbauer

5) keine, 6) nein,

Bewerber darf nicht verheirathet Düsseldorf .

6) ja, A zu Gleiwiy

4. Bau-Inspektor für E A

Stadt-Baurath zu Thorn

Stadtsekretär zu Koniß . .

7) kräftige Körperkonstitution, | Stadt-Sekretär zu Neu-Ruppin

6) ja, | Stadt-Sekretär zu Hamm i/W,

Polizeisergeant zu Neuwied

Amtsdiener beim Magistrat zu

4

Forstgufseher zu Wißenhausen .

S zeiger. . Industrielle Etablissements, Fabriken und

. Verschiedene Bekanntmachungen.

3. Theater-Anzeigen. In der Börsen- beilage. 4

Bezeichnung

Stellen.

Kreis-Wundarzt des Kreiscs Stuhm . Kreis-Wundarzt des Krei!-s Osft-Sternberg. Kreis-Wundarzt des Kreises Rummelsburg Kreis-Wundärzte der Kreis? Mettmann und Mörs . Kreis-Thierarzt des Kreises Mohrungen

Kreis-Thierarzt des Kreis Heilsberg Kreis Dia t O U N N 900

Kreis-Thierarzt des Kreises Adelnau Kreis-Thierarzt des Kreises Olebko . Kreis SHieririE DeS ree D a Kreis-Thierarzt des Ofstpriegnißschen Kreises . ....| > Kreis-Thierarzt des Kreises Ruppin. . . s Kreis-Thierarzt des Kreises Zauch-Belzig Kreis-Thierarzt des Kreises Cammin

Kreis-Thierarzt des Kreises Creuzburg .

Rektor an der Stadtschule zu Bärwalde N./M. Rektor an der evang. Stadtschule ‘zu Calau , Lehrer dit der Stadtschule j Ds | É 2 Lehrer an der Knabenschule zu Prißwalk . .

Lehrer an der ftädtishen Vürgershule zu Posen. .

3, Literat an der höheren Töchtershule zu Halberstadt

2 Lehrer an der Königl. Gewerbeschule zu Halberstadt . Lehrer an der dreiklassigen ev. Elementar-Mädchensc{ule

Rektor an der evang. Volksschule zu Velbert, Reg.-Bez.

Ingenieur für die Maschinenwerkstatt des Königlichen

old. Beigeordneter zu Landsberg a/W. ;

Hochbäu bei dem Magistrat. zu Sekretär beim Kieis-Aus\{huß zu Kanzlei-Vorsteher beim Magistrat zu Burg

Kassen-Assistent der Kommunalkasse zu Wiitsto> x Stadt-Sekretär zu Mühlhausen i. h... .

Kanzl ist beim Königl. Salzamt zu Schönebe> . . Portier bei dem Königl. Hüttenamt zu Friedrihs8hütte

Exekutor beim Magistrat zu Gut «e a a cis Krankenwärter an dem städtis{en M Raue zu Bunzlau. neen. «

Werdau o

ist die Wintérbestellung rechtzeitig von staitéit gegaugeit Und sind die Saaten ebenfalls mit Schnee hinreichend bede>i gewesen. In Folge der Dürre des leßten Sommers sind die Futtccvocräthe in der Rheinprovinz nur gering, stellenweise ist au< der Wafsermangel sehr empfindlih geworden. Im Kreise Heinsberg wird die Korbweiden- kultur in großem Umfange betrieben. Die Gemeinden Dremmen und Oberbruch verkauften für ca. 19,000 Thlr. Korbweiden ; einzelne Morgen haben 160—180 Thlr. eingebracht. :

Der landwirths<aftli<he Fortschritt, eine Dar- stellung der belangrei<sten Erfahrungen, Verbesserungen und Erfin- dungen im Aerbau, Vielzucßt, Thierheilkunde, Obst-, Gemüse-, Wein- und Wiesenbau, Betriebslehre und landwirthschaftlihe Bau- funde, von Dr. William Löbe, (Leipzig, Heinrich Schmidt und Carl Günther) 5. Band, das Jahr 1874 umfassend, ent- hält alles Wissenswerthe, was im Laufe des verflossenen Jahres auf dem Gebiete der Landwirthshaft Neues zu Tage gefür- dert worden ist. Auch sind die Quellen angegeben, wo diesex oder jener Gegenftand zu erlangen oder wo derselbe näher bes{rieben ist, Das angehängte Register zeugt von der Reichhaltigkeil des in diesem Werke behandelten Stoffes.

Gewerbe und Sandel.

Der Leipziger Kassenverein hat, wie der nunmehr vor- liegende Geschäftsberiht ausweist, im Jahre 1874 im Giroverkehr eine Abnahme erfahren, während im Effektenverkehr eine Umsaß- vermehrung von 181,416 Thlrn. stattfand. Was den Giro- und In- casfoverkehr betrifft, so wurden eingeliefert 96,524 Stü Wechsel Und 22,441 Rechnungen; der Gesammtumsaß beträgt hier im Ein- und Ausgang 232,813,923 Thlr., während im- Bankgeschäfte der Umsatz sih auf 27,497,237 Thlr. im Ein- und Ausgang beläuft, der Ge- sammtverkehr des Instituts also 260,311,160 Thlr. beträgt. Ein Verlust im Disfontogeschäfte is mit 4760 Thlx. zur Abschreibung gebra<ht. Das Handlungs-Unkosten-Conto s{<hließt mit einem Auf- wand von 22,962 Thlrn. ab. Jn der Bilauz balanciren Aktiva und Pasfiva mit 3,175,414 Thlr.; der Reingewinn beläust si< auf 85,348 Thlr. und beantragt der Aufsichtärath dessen Vertheilung wie folgt: 40,000 Thlr. Zinsen à 4% auf das Aktienkapital von 1 Mill. Sir. 4534 Thlr. für den Reservesonds (10%), 3966 Thir. Tantième an den Aufsichtsrath (10% ), 3966 Thlr. Tantième an den Direktor und die Bevollmächtigten (10%). Vom Restbetrage mt 32,80 Thlrn. {o eine Superdividende von 3?/,9% mit 32,000 Thlr. zur Verthei- lung gelangen. Vorbehaltlih der Generalversammlung würde dem- nah der Dividendenschein Nr. 6 der Aktien mit 36 Thlr. = 108 einzulösen sein.

Inserate nehmen an: die autorisirte Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Berlin, Breslau, Chemnitz, Cöln, Dresden, Dortmund, Frankfurt a. M., Halle a. S., Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Straf- burg i. E., Stuttgart, Wien, Zürich und deren Agenten, sowie alle übrioen größeren Annoucen- Bureaus.

zuschuß, 4) auf Kündigung, 5) 300 Æ event. Gehaltsabzüge, 6) ja, 7) kräftige Köérperkonstitution, 3) Ober-Postdirektion in Cöslin. / 1

1) Wuaterwitz, Posterpedition, 2) Landbriefträger, 3) 450 M cins{l. 60 4 Wohnungsgeldzus<uß, 9) 300 M event. Gehaltsabzüge, 6) ja, 8) Ober-Postdirektion in Cöslin,

7) kräftige Körperkonstitution,

Zusammenstellung

der im Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger zur Beseßung angezeigten

gegenwärtig vatanten Stellen.

| | |

1

P

<s- | Nr

Mesldung| | bis zum S „t

Einkommen der Stelle jährli.

2 S O

s 20./2. 75

: 75|

| |

Rei Anz

b 4 wWwOD

300 Thlr. 900 Thlr.

je 200 Thlr. 00 Ma] und 600 Mark Zuschuß. 200 Thlr. A und 100 Thlr. Zuschuß. Mark und 300 Mark. Zuschuß. 300 Thlr. 300 Thlr. und 200 Thlr. Zuschuß. 200 Thlr.

dO D D S

> Q S G

C Dm NMON N

e Sei, Bibig e Cie: Me G E O D D

200 Thir. und 100 Thlr. Zuschuß. 900 Mark.

600 Thlr. Wohnung und Garten. 1800 Mark. O S H etwa 500 Thlr. und freie |20./2. 75 Wpohnurg. | Thlr. je 750 Mark. L A | 1650 Mark und 300 Mark/15./2, 75| Wohnungsgeld-Zuschuß | 1800 Mark. 15/2, 75) 2100—2700 Mark. (27.f2

1200 Mark. | | 1800 Mark und 360 Mark [13 /2. 75| 28 | | |

l | | l

21

Miethsentschädigung.

L [18 1000 Tblr. 1/9. T0 90 ¿<stens 6620 Mark. 115./2. 75} 19 : VRe200 Mark. 10/2 O A 500 Thlr. 9/2. B 7 1350« Mark. 10./3. 75 30 1050 Mark. 15 1800 Mark. enn 10 400 Thlr. 1./3. 75 33 2300 Mark. 6./4. 10 9100 Mark. n | 8

_—— 23

720 Mark. _— 31

9060 Mark und 180 Mark |-1./3. 75 27 Wohnungts-Entschäd.

150 Thlr. L

720 Mark u. Emolumente 2. 21

120 Thlr. i}

11/2. 7D 12

300 Thlr. 12 900 Mark 0/5 N ST