1936 / 272 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 21 Nov 1936 18:00:00 GMT) scan diff

Neichs- und Staatsanzeiger Nr. 272 vom 21. November 1936.

Deutscher Außenhandel, Neuer Plan und Vierjahresplan.

Grundlegende Ausfährungen von Reich2bankdirektor Blesfing.

Jm Rahmen der Vortragsreihe der Verwaltungsakademie Bremen hielt Reichsbankdirektor Blessing am 19. November einen Vortrag, in welhem er das gesamte Gebiet des deutschen Außenhandels nach seinen Vorausseßungen und Bedingungen aus- führlih behandelte.

Zu Beginn wies der Redner ausländishe Auffassungen zurü>, daß der neue Vierjahresplan gleichbedeutend mit Aufgabe des Außenhandels sei. Deutschland denke nicht daran, si<h aus Vor- liebe für ein autarfis<hes Ziel von der Welt zurückzuziehen, sondern wolle vielmehr nux das mit den Mitteln seiner Technik und Chemie soweit als möglih aufholen, was andere Staaten von Natur aus bereits längst besißen, sei es im eigenen Lande, sei es in ihren Kolonialreichen. Selbst in bezug auf die Herstellung synthetischer Nohstoffe mache Deutshland nihts, was die anderen Staaten ni<ht zum Teil au<h tun. Fm übrigen könne si<h das Ausland völlig beruhigen. Der Lébensstandard des deutshen Volkes sei unbegrenzt steigerungsfähig und damit auch der deutshe Außen- handel, jedenfalls, soweit er von uns abhängt. Wir seien nah wie vor gern bereit, mit allen Ländern, die uns den Absaß unserer Produkte ermöglichen, handelêvertraglihe Bindungen, auch solche | längerfristiger Natur, einzugehen und bestehende Vereinbarungen á auszubauen. Niemand in Deutschland wäre auf den Gedanken gekommen, unsere eigene Rohstoffbasis zu erweitern, wenn uns nicht die Verhältnisse gebieteris<h dazu zwingen würden. Deutsch- land war nicht Subjekt, sondern Objekt der geshichtlihen Ent- wi>lung, die zum Zusammenbruh des Welthandels geführt hat. Die Wéltwirtschaft sei heute auf dex ganzen Linie in Liquidation begriffen. An ihre Stelle seien Nationalwirtschaften mit stärker betontem Eigenleben getreten, deren Beziehungen und Verbin- Hn dungen sehr viel loser geworden sind, als sie ‘es in den leßten BS j 50 Fahren vor dem Kriege waren. Man müsse sih den gewaltigen weltwirtschaftlihen Umwandlungsprozeß, in dessen Verlauf Deutschland Schuldnerland statt wie früher Gläubigerland war, ganz klar machen, um das Gewicht des deutschen Rohstoffproblems in seiner ganzen Größe zu ermessen. Wax es vor dem Kriege verhältnismäßig leiht, die uns fehlenden Rohstoffe und Nalxungs- mittel im Austausch gegen unsere Fertigwaren zu erlangen, so müsse diese Aufgabe in einer Welt sich immer mehr abshließender nationaler Wirtschaftsräume notiwendigerweise immer s<hwieriger werden. Die rohstoffreihen Länder - dexr Erde haben diese Ent- wi>lung der Weltwirtschaft sehr viel weniger empfunden als Deutschland, das auf Grund dex heutigen Wirtschaftsstruktux auf den internationalen Güteraustausch in starkem Maße angewiesen 1st. Deutschland mußte aus dieser Entwi>klung die Bilanz ziehen, wenn es sein Schi>ksal in der Hand behalten wollte, und diese Vilanz sei der Vierjahreëplan. Man gebe uns die Möglichkeit, Rohstoffe im eigenen Kolonialgebiet und mit eigener Währung zu produzieren, und wir werden unser Rohstoffproblem leichter zu lösen vermöaen. Bis dahin bleibe uns aber nux übrig, den eingeshlagenen Weg der Erschließung unserer heimishen Rohstoff-

quellen entschlossen weiter zu gehen.

Unter dem Einfluß der Weltwirtschaftskrise sei die Erkenntnis gewachsen, daß jedes Land unweigerlih in jede an irgendeinex Stelle der Welt ausbrehende Wirtschaftskrise hineingezogen wer- den muß, wenn sein Binnenmarkt in einem zu großen Umfang von seiner Außenwirtschaft abhängig ist. Daher das Bestreben der Nationalwirtschaften, den Binnenmarkt in sich selbst gefestigter zu machen und damit einen Teil des Außenhandels gewissermaßen nah dem Juland zu verlegen, au<h wenn die Produktionskosten höher sind als im Ausland. Die in der Nachkriegszeit erfolgte JFndustrialisierung der Rohstoffgebiete und die Reagrarisierung der JZndustrieländer sei ni<t mehr rü>gängig zu machen. Die Existenz der meist au< für den zivilen Bedarf arbeitenden Nüstungsindustrien in den vershiedenen Staaten müsse ebenfalls zu einer weiteren Beschränkung des internationalen Güteraus- tausches führen. Ganz allgemein müsse man sih grundsäußlih darüber klar werden, daß der Zug der Entwicklung in allen Ländern în die Richtung einer immer tiefer greifenden Politi- sierung der Wirtschaft geht. Das Primat der Politik gelte heute nicht nur für die Binnen-, sondern auch für die Außenwirtschaft.

Reichsbankdirektor Blessing schilderte sodann die Entwicklung seit der bekannten Drei-Mächte-Währungserklärung vom 26. Sep- tember, die der Auffassung der deutshen Regierung leider re<ht gegeben habe. Die Hoffnung auf eine endgültige Stabilisierung der Währungen beginne bereits wieder zu verblassen, und es stelle sich immer mehr heraus, daß die Drei-Mächte-Erklärung mehx dem Zweck gedient habe, die Abwertung in Frankreich zu erleichtern bzw. nicht zu stören, als dem Zweck, eine Währungsstabilisierung auf internationaler Basis schrittweise herbeizuführen. Eine inter-

nationale Sitabilisierung seße aber eine grundsäßlih andere Geisteshaltung voraus, als sie heute in der Welt herrsht. Solange man es als unerträglih empfindet, seine innere Kredit- und Kon- junkturpolitik den Erfordernissen der Wechselkurse unterzuordnen, sei eine Stabilisierung undenkbar. Fast scheine es, daß die Völker Je länger je weniger bereit sind, ihre währungspolitische Freiheit zugunsten einer allgemeinen Stabilisierung aufzugeben. Für Deutschland gebe es angesichts dieses Zustandes in der Welt keine Waährungsfrage. Der Neue Plan und die Devisenbewirtschastung geben uns die Möglichkeit, uns elastis<h jeder neuen Lage anzu- passen, ohne dadur<h unsere Handlungsfreiheit einzubüßen. Fm Übrigen seße jede Bereinigung der deutschen Devisenbewirtschaftung und der Außenhandelsregelung eine Bereinigung des deutschen Schulden- und Rohstoffproblems voraus. Die naturgemäß un- günstigen Auswirkungen der internationalen Abwertungen auf unseren Außenhandel lassen si<h zur Zeit no< nicht mit Sicherheit übersehen; erst die nächsten Monate werden ziffernmäßige Auf- \{<lüsse ermöglichen. Die Abwertungsländer, soweit sie Gläubiger- ) länder sind, werden ein beträchtliches Juteresse daran haben, die deutsche Ausfuhr zu erhalten, da sie nur in diesem Falle mit einer Transferierung ihrer Kapital- und Warenforderungen rechnen können, Demgegenüber seien die aus den Abwertungsländern ein- zuführenden Waren, in Reichsmark ausgedrückt, billiger geworden, soweit es si< niht um Einfuhren mit Weltmarktpreis handelt; ebenso haben die deuts<hen Kapitalschulden dur<h die Abwertung S eine Ermäßigung erfahren. 6 Angesichts der Zustände am Weltmarkt bilde der Neue Plan und alles, was damit zusammenhängt, nah wie vor die Grund- Â lige unseres Außenhandels, während der Vierjahresplan zur ( Grundlage unserer inneren Wirtschaftspolitik geworden fei. Mit Hilfe des Neuen Planes sei es gelungen, die Arbeitsbeschaffungs- und Befreiungspolitik ohne Gold und Devisenreserven bisher i exfolgreih durchzuführen. Die deutshe Gesamtvershuldung gegenüber dem Ausland habe, au<h wenn man die Währungs- abwertungen außer Betracht läßt, seit Einführung des Neuen Plans nicht zu-, sondern abgenommen. Was die Gestaltung der deuts<hen Außenhandelsbilanz betrifft, so sei es, während der Export gesteigert werden konnte, bisher niht mögli<h gewesen, die Einfuhr zu erhöhen, da mit den Ausfubrübershüssen zunächst die aus 1934 stammenden Schulden auf den Verrehnungskonten vermindert werden müssen, ein niht unerhebliher Teil des ; Nebershusses für den Schuldendienst blo>iert ist und nicht alle #4 Erlöse aus der Ausfuhr in Bar- bzw. Verrehnungsdevisen, son- ad dern au<h in Sperrmark und Schuldtiteln eingehen. Der fort- i \chreitende Abbau der Schulden auf Verrechnungskonto lasse in- dessen hoffen, daß auch die Einfuhr etwas erhöht werden kann, was um so mehr erwünscht wäre, als dadurch die infolge der ge- i) waltig gestiegenen Binnenkonjunktur entstandene Diskrepanz # zwischen Einfuhrbedaxf und Einfuhrmöglichkeiten gemindert

werden könnte. Die Umlagerung in unserer Ein- und Ausfuhr, d. h. die Umstellung auf neue Bezieher und Abnehmer, habe, so {hwer sie wax, doh beträchtlihe Erfolge gezeitigt. Deutschland erkenne an, daß der gegenwärtige internationale Handel, der sich teilweise im drei- und mehrseitigen Handelsverkehr und teilweise im zweiseitigen Handelsverkehr zu gleicher Zeit vollzieht, ein un- mögliches System darstellt, doch müssen wix im Juteresse der Er- haltung unserer Existenz eben dort einkaufen, wo uns die Möôg- lichkeit der Bezahlung dur<h Warenlieferungen geboten ist. Deutschland wisse selbst, daß es nah den Währungsabwertungen der übrigen Welt im Verhältnis zu den anderen Ländern ein zu hohes Kosten- und Preisniveau im Außenhandel habe. Es könne aber nicht den einzelnen Jnteressenten oder Gruppeninteressenten überlassen bleiben, nah ihrem Gutdünken diese Differenz zu überbrü>en, indem man ihnen die Einfuhrpreisgestaltung Uber- läßt. Die Ueberbrü>ung müsse grundsäßlich auf der Ausfuhr- seite liegen. Sie sei organisiert bei den Prüfungsstellen der Wirtschaftsgruppen, die im Sommer 1935 ins Leben gerusen wurden. És gehe nicht, daß mehrere Methoden durcheinander- laufen. Diese Prüfungsstellen haben die Aufgabe, die Ausfuhr- reise zu regeln und zu überwachen und auf eine Stetigkeit der Becteiwidlunag an den Exportmärkten hinzuwirken. Es sei tnsbesondere ihre Aufgabe, Preisunterbietungen und Preis- {leudereien zu verhindern, denn wir haben keinerlei nteresse daran, unsexe Waren im Ausland zu verschleudern oder gar Dumping zu treiben. Deutschland wünsche nux seinen normalen Anteil am Weltexport, um leben zu können. 4

Dex Vortragende befaßte sih sodann mit Wünschen von Exporteuxrseite nah teilweiser Freigabe von selbstverdienten De- visen zum Zwe>e der eigenen Rohstoffbeschaffung. Der allge- meinen Anwendung solhen Verfahrens ständen einmal die staat- lichen Verrehnungsabkommen entgegen, dann würde durch eine Teilfreigabe auch jeder geordnete Einsaß der vorhandenen Devisen unmöglich gemaht. Ebenso schilderte Direktor Blessing die Ent- wi>lung und die Erfahrung mit dem Einzelkompensationsgeschäft. Ende 1935 habe si< die unabweisbare Notwendigkeit ergeben, den privaten Verrehnungsverkehx erheblih einzuschränken, bis vor kurzem als leßte eins<hneidende Maßnahme auf dem Gebiete des privaten Verrehnungsverkehrs die Kompensationsgeschäfste mit einem Ausfuhrwert bis zu 50 000 RM untersagt und die Be- urteilung der größeren Geschäfte bei der Reichsstelle für Devisen- bewirtshaftung zusammengefaßt wurde. Diese Maßnahmen erfolgten, weil nah reifliher Üeberlegung festgestellt wurde, daß die bei einer Fortdauer des früheren Zustandes eintretenden Nachteile noch wesentlih größer sind als die, welche durh die Neuregelung entstehen. Für die Zukunft werde die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung eine Regelung schaffen, welche die Wirkungen dexr Maßnahmen im privaten Verrehnungsverkehx in regionaler Hinsicht etwas mildert. Man sei auch dabei, zu über- legen, ob niht Mittel und Wege gefunden werden können in der Richtung, die finanzielle Stoßkraft des Fmporthandels weiterhin einzuschalten, wo es gilt, eine tatsähli<h zusäßlihe Ausfuhr zu erzielen. Jm übrigen müsse es aber bei der Neuregelung ver- bleiben, Es werde si<h auch jeßt bald wieder zeigen, daß für die vernünftigen und volkswirtschaftlih zwe>mäßigen privaten Ver- re<hnungsgeschäfte und Ausländer-Sonderkonten no<h ein erheb- liher sowohl für die Einfuhr als für die Ausfuhr wichtiger Raum übriggeblieben ist. Troßdem müsse immer wieder versucht werden, no< mehr als bisher die überseeishen Geschäftsfreunde davon zu überzeugen, daß eine befriedigende Entwi>klung des privaten Verrechnungsverkehrs nur dann möglich sei, wenn der Absaß deutscher Ware wirklich gesteigert wird, und daß es keine Steigerung der deutshen Ausfuhr bedeute, wenn nur der lausende deutshe Export mit Warenlieferung verre<hnet wird. Ferner müsse mit allem Nachdru> versucht werden, für die jeßt no< möglihen großen Kompensationsgeschäfte an Stelle der bisher üblicherweise für die Verrehnung gesammelten kleinen Aufträge in Verbrauchsgütern und dergleichen größere Aufträge, insbeson- dere Jnvestitionslieferungen und ähnliches, zu bekommen. Die auf diesem Gebiet liegenden Möglichkeiten seien no<h keineswegs voll ausges<höpft.

Zum Schluß richtete Reichsbankdirektox Blessing einen er- neuten Exportappell an die Versammelten. Unser Export sei troß der Steigerung immer no<h zu niedrig, um allen Anforderungen, die von der gewerblihen und dex ernährungswirtschaftlichen Seite gestellt werden, gere<t zu werden, und zwar um so weniger, als wir mit den anfallenden Erportdevisen infolge der Steigerung der Weltmarktpreise mengenmäßig weniger einsühren können als seither. Es müsse daher alles getan werden, um den Export weiter zu heben.

Ibero-Amerika als Lieferant Deutschlands.

Die Wirtschaftsgestaltung dex tbero-amerikanis<hen Länder ist in hohem Maße von dex Entwicklung ihrer Ausfuhr abhängig. Als Abnehmer steht Deutschland, nah den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien, an dritter Stelle. Nach den Landesstatistiken nahm Deutschland im Fahre 1929 8,1 % der ge- samten Ausfuhr dieser Länder auf. Tatsächli<h war der Anteil aber, wie das Statistische Reichsamt im neuesten Heft von „Wirt- schaft und Statistik“ ausführt, erheblih größer; er belief sih da- nah auf über 12%. Jn der Krise erreichte derx deutshe Anteil an der Ausfuhr rFbero-Amerikas seinen Tiefpunkt mit 9,8 % im Jahre 1933. Seitdem stieg èrx wieder beträchtli<h an; 1934 auf 10,2 27 und 1935 auf 12,9 %. Was diese Belebung der deutschen Kaufkraft für die ibero-amerikanishen Länder bedeutet, sieht man am besten daraus, daß von der Gesamtsteigerung der Ausfuhr dieser Länder von 1933 bis 1935 mehr als die Hälste auf Deutsch- land entfällt. Diese Zunahme der deutshen Einfuhr aus Fbero- Amerika ist um so bemerkenswerter, als die deutshe Gesamtein- fuhr nux 1934 stieg und 19835 infolge dexr wachsenden Devisen- \<wierigkeiten wieder erheblich einges<hränkt werden mußte. Sie war nur möglich, weil gleichzeitig auch die deutshe Ausfuhr nach JFbero-Amerika beträchtlih gesteigert wérden konnte. Die Zu- nahme der Ausfuhr hat die Kaufkraft der Ueberseeländer beträcht- lih belebt, und durch das si< allmählih herausbildende neue Zah- lungssystem (Verrehnung über Reichsmark - Sonderkonto und Ausländer-Sonderkonto für FJulandzahlungen) ist es erreiht wor- den, daß dex Teil dieser Kaufkraftbelebung, der auf die deutschen Käufe zurückzuführen ist, au<h Deutschland wieder zugute kommt.

Werdet Ilitglied

der N-S-Bollswohlfahrt!

W

—Ì Neichsbankpräsident Dr. Schacht in Tehey

Teheran, 20. November. Reichsbankpräsident Dry traf am Freitag in Begleitung des deutschen ( Dr. Smend, Ministerialdirektor Wohlthat und des Minis von Maß zum Besuch der iranishen Reaierung und d denten der iranishen Nationalbank auf dem Flugplaß ein. Zum Empfang hatten sih auf dem Flugplaß der Finanzminister Dawar, der Präsident der Nationalbank Amir Khosrovi, der Leiter der Europa-Abteilung des ministeriuns, Ministerialdirektor Ansari, der deutsche (

träger, Dr. Melchers, die Mitglieder der Gesandtschaft deutsche Konsul und der Ortsgruppenleiter Prof. Dr. Siem: (S

gefunden.

ein Diner beim Finanzminister statt.

Aktien meist uneinheitlih, Renten gehalten,

Die Wochenschlußbörse eröffnete in wieder sehr fti tung. An den Aftienmärkten überwogen bei weitem Abi gen, die indessen meist auf Prozentbruchteile beschränkt

Weiteren Glattstellungen des berufsmäßigen Börsenhandels f,

den kleine Käufe vornehmlih der Provinzkundschaft g dur< die das herauskommende Material f Für Auslandswerte ist das FJuteresse nah den leßten Richtung erfolgten Maßnahmen als fast erloschen zu bezei

Charakteristis<h für die allgemein herrschende Geschäftsstille wt die Vielzahl der bei der ersten Notierung erfolgenden Strihi

notizen. Von Montanen fielen nux Stolberger Zink mit

des

Am Abend fand zu Ehren des Reichsbankpräsidey

aufgefangen

ah,

2 Sh : b Vesandiy terialny 2 Vi 5

A L

irani Gene ; Ah

els eschäft

Hie Steigerung der landwirtschaftlißen Erträge dur< den Einfsaz der Technik.

Fn einer Vortragsveranstaltung des Vereines zur Beförderung s Gewerbefleißes von 1821 im Verein deutsher Fungeuieure 1 Freitag, dem 20. November 1936, sprach Dr. Schlabach, der jeshäftsführer des Reichskuratoriums für Technik in der Land- irtschaft, über „Die Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge h den Einsaß der Technik“. Die Verbesserung der Erzeugungs-

pur )

, d

l

E Berliner Börse am 21. DMovembe,

ethoden in der Landwirtschaft besteht, so führte der Redner aus, 1 einem erheblichen Teil in der Verbesserung der te<hnis<2n ¿mittel, die si in der Landwirtschaft arbeits- und unkosten- parend auswirken. Damit ist die Landtechnik das Werkzeug, das ¡ne Erhöhung der landwirtschafilihen Erzeugung bis zux gerung der Ernährung des deutschen Volkes von eigener Scholle nnöglicht, ohne daß die Grenzen der Wirtschaftlichkeit durch die hchraufwendungen bei den heutigen Preisen der landwirtschaft-

ilj

[ler

bli

1 h egenüby ur in die n

en, J

14% uf

während sonst, sofern nicht Vortagskur}e galten, Abschwächun

bis höchstens !4 % eintraten. Von Braunkohlenpapier

«5lse Genußschein auf ein Angebot von nur 6000 RM um 114

Rheinbraun, ebenfalls bei Mindestshlüssen, um 1 2% nat aktien blieben fast durhweg gestrichen. Von chemischen eröffneten Farben 1 %

2 %, v. Heyden 114 % ein. Bei den Elektro- und Tc

fielen nux Lichtkraft mit 14 und Elektro Schlesien mit iy

gleich großen Einbuße auf. Fm übrigen sind nur noch Schub & Salzer mit 1%, Holzmann, Bemberg und Feldmühle nj

je 114 %, Aschaffenburgex mit 14 und A.-G. für Verk j |

mit 1% %, andererseits Reichsbankanteile mit + 4 ? zuheben. Jm Freiverkehr verloren E und B 212 Ufa auf den erneuten Dividendenausfall 2 %.

Jm weiteren Verlauf vermochte sich das Aktiengesch u beleben. fi jedoh den exsten Kursen gegenüber einige Erholung

legen, die zu einem teilweisen Ausgleih der Anfangsver führten. So galten Farben im Verlauf 167?4—168,

Stahlwerke 122%—14. S : Gegen Börsenschluß erwies sih die Kursentwilung

sten Shwankungen gegenüber dem Verlauf als leicht uneinh lih. Jm Vergleich zum Anfang lagen Farben !s, Ges

Verein. Stahl 24 % fester, während Harpener etwa 1 u Eisenhandel sowie Kokswerke je 4 % hergaben.

Am Einheitsmarkt konnten si< Berliner Kindl um um 214 % befestigen. lih Verluste, die für Grün & Bilfinger sogar ein Aus 5 % erreihten. Hohenlohe verloren 4 %.

Von Auslandswerten gaben Conti Linoleum 214%, und Chade A—C sowie D 7 bzw. 6 RM her.

Am Rentenmarkt war die Umschuldungsanleihe um auf 89,85 erholt. Wiederaufbauzuschläge gewannen 4 %,

Reichsschuldbuchforderungen im leßtgenannten Ausmaß und Reih

altbesiß um 20 Pfg. (118,30) nachgaben.

Am Kassarentenmarkte war die Grundstimmung bei begrenztem Geschäft till, Die Kursveränderungen na Seiten gingen kaum über 4 % hinaus, für Hyp. und Liqu.-Pfandbr, sowie Komm.-Obl.

; Vo

anleihen gaben 28er Leipzig % % nach, während 29er Aachen 4

gewannen. Am Markt der landschaftl. Goldpf.-Br., die î licher Haltung verkehrten, wurden Ostpr. wiederum etw zugt. Für Provinzanleihen ergaben sih ebenfalls keine

werten Veränderungen. Länderanleihen lagen bei feinsten Reichsanltl Fndustricobl, wiesen 1 Aschinger verloren 4. Harpener gel Auslandsrenten waren zumeist etwas leichter,

kungen eine Kleinigkeit fester. Am Markt der notierten 39er Postshäße etwas höher. einheitli<he Kursgestaltung auf. die Taxe für Arbed lautete etwa 2% niedriger. S t Dex Privatdiskontsaß wurde bei 3 % belassen.

Blanko-Tagesgeld erforderte unverändert 226—274 %.

Bei dex amtlichen Berliner Devisennotierung

niedriger mit 167%, Golds<hmid

Angesichts der erwähnten Rückaufsneigung kou

Andererseits ergaben sih auch verschiedal

Kolonialaëïtien nei weiter zur Schwäche, das gleiche gilt für Banken und H Banken. Dtsch. Ueberseebank büßten sogar 6 % ein. Höher notit ter, vagegen Dtsch. Centr. Bod. und Dtsch. Hyp. (+ 4 A 4M Aku

Dies gilt namentl

wurde d

en gab

h. Gli P t

„U fweriy

0 herdos uvrbad j

äft lau en du

Verei bei fliy

¿fürel f nd M

4, Kall

maß b

10 Fl währal

{iederil < beid

4M

n Q

n fraud as be nennt

, Erzeugnisse überschritten werden.

Zchon durch die allgemeine Anwendung längst bekannter jer Hilfsmittel lassen si< Ertragssteigerungen mit geringen fosten in ganz beträchtlihem Umfange erzielen. Würde z. B. Saatgetreide gereinigt und gebeizt, so könnie ohne Ver- rößerung der Anbaufläche Brot für 2 Millionen und Fleisch für 9 Millionen Menschen mehr erzeugt werden. Würde die Drill- ine in allen dafür geeigneten Betrieben benuyt, ïo könnte hne Vergrößerung der Anbaufläche Brot für 600 900 Measchen nd Fleisch für 300 000 Menschen mehr erzeugt werden. Würden Frntemashinen in allen dafür geeigneten Betrieben ver'vendet, J fönnten allein dur<h die geretteten Körner 4 Millionen enschen mit Brot und Million Menschen mit Fleis<h mehr \ijorg: werden. Würden alle für die Fütterung verwendeten Fartoffeln dur< Dämpfkolonnen konserviert, so könnten fäst Millionen dz Kartoffeln, die bei der üblichen Lagerung ver- ren gehen, gerettet werden. Diese Kartoffelmenge würde für j¿è Mast von rund 2 Millionen Schweinen ausreichen. teigerungsmöglichkeiten der Erzeugung werden weit übertroffen ur< den Einsaß der in den leßten Fahren entwickelten und stark i der Einführung begriffenen gummibereiften Ackerwagen und ummibereiften Schlepper. Von großer Bedeutung is vorx allem

h)

Die

Zur INeuordnung am Schrottmarkt.

Jun einer in Düsseldorf abgehaltenen Mitgliederversammlung (r Fachgruppe „Schrott“ der Wirtschaftsgruppe Groß-, Ein- nd Ausfuhrhandel, in der über 300 im westlihen Schrottentfall- biet tâtige Schrotthändler sowie Vertreter der westlihen Ver- raucherwerke, der anderen interessierten Organisationen der ge- erblichen Wirtschaft und der Behörden vertreten waren, wurde on der Geschäftsführung der Fahgruppe Aufklärung über die ur< die neue Anordnung der Ueberwachungsstelle für Eisen nd Stahl über die Regelung des Schrottmarktes geschaffene

age gegeben. Der Fachgruppenleiter, Schrotthändler Erich Wind- neue Marktordnung als-

T E R E t S E s T E E

assen- Düsseldorf, bezeihnete die inen Wendepunkt in der Geschichte des deutschen Schrotthandels. ó fomme jeßt darauf an, die neuen Bestimmungen mit dem Pisprehenden Geist zu erfüllen. Der Fachgruppenleitex \hil- ite im weiteren Verlauf seiner Ansprache dann die großen (hwierigkeiten und Arbeiten, die mit der Schaffung dex neuen sarttordnung verbunden waren, und dankte dabei den an der usarbeitung der Bestimmungen beteiligten bebördlihen Stellen ir ihre Mitarbeit. Der Redner gab weiterhin einen Ueberbli> ber die bisherige Entwi>klung im Schrotthandel, der in dex Ver- ngenheit ein Stiefkind der gewerblihen Wirtschaft gewesen sei, 0s nun erfreulicherweise eine Aenderung erfahre. Anfang 1934 i die erste freiwillige Marktvereinbarung für den Westen zu- undegelommen, um die vor der Machtübernahme bestehenden iswüchse im Schrotthandel zu beseitigen. Aehnliche Verein- ungen seien dann für die anderen deutshen Gebiete gefolgt. a jedoch Strafbestimmungen fehlten, sei die getroffene Regelung steigendem Maße durchbrochen worden, und später unter- ommene Versuche, zu besser arbeitenden Marktabreden zu nmen, seien gescheitert. Die neue Auordnung entsprehe nun i großen und ganzen den Vorschlägen der Fahgruppe Schrott d stelle eine geschlossene Marktregelung für das westliche Yroitentfallgebiet von den Entfallstellen bis zum Verbraucher

holl. Gulden mit 134,76 (134,70) und der Schweizer Franken 8

57,24 (57,25) festgeseßt. Sonst ergaben sih keine Verände

Der Berliner Börfenvorfstand

zu den Bestimmungen lber den Depot-Zwal

Das Sekretariat des Börsenvorstandes teilt mit: Die Verordnung vom 19. November 1936, betre

Depot-Zwang für ausländische Wertpapiere, ist mit A ri ú, Von

Tage in Krast getreten. Dies gilt insbesondere für S 2, ! Effektivlieferung ausländischer Wertpapiere an Wertpap! die ni<ht Devisenbanken sind, nux mit Genehmigung z!

Hierunter fallen sämtlihe im amtlichen oder im jogen®!

geregelten Freiverkehr gehandelten ausländischen Pap soweit sie noch nicht aufgerufen sind (z. B. Deutsch-Asta!t! Caisse Commune-Werte). Ferner werden von der betroffen die in der Liste 2 der Ersten Bekanntmachung d stelle für Devisenbewirtshaftung über die Verwaÿhr ländischer Wertpapiere vom 20. November 1936 au

Kolonialwerte. Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung p einem Runderlaß an die Devisenstellen eine Ausnahme!

für die bis zum 19. November 1936 einschließlih ge

Geschäfte getroffen. Die Lieferung aus diesen Geschäften /

noch in derx bisherigen Form erfolgen.

——

Zum Depotzwang für ausländische Wertpa

Die Feststellung der Devisenbanteigens<

P) Id die Dw

Die 7. Durchführungsverordnung zum Geseh über dil bewirtshaftung [hreibt vor, daß die ausländischen in gehandelten Wertpapiere nah Maßgabe des Aufrufs

L

gegeben werden müssen. Danach ist es von besonderer ob eine Bank als Devisenbank zugelassen ist. Die L gruppe Privates Bankgewerbe Centralvevband des

Bank- und Bankiergewerbes —, Berlin, weist darauf h R angeschlossenen i

änkêen falt sämtli < schaft haben. wenigen Ausnabmen gehört, kann Reichsbankanstalt festgestellt werden.

die Devisenban

durh Rückfrage

Verord!

der R - * e 2 M stelle füx Devisenbewirtschastung einer Devisenbank bet Wirth! Jin, My privaten Bankgeschäft?

Ob ein Bankgeschäft oder eine Bank

rung

ffend d heutiß

erhäntl [äg N 110M iere M p 1

{<e M er Reil

ung 0 - Wt rge ah

¡c [C) |

piet eui|V!

Deut

S

fei zu bei

ur. Für die einzelnen Reviere seien Höchstgrundpreise festge- i worden, die auf 42 Frachtgrundlagen basteren. Durch die (e Anordnung sei dem Handel wieder eine Verdienstmöglichkeit [geben Als Gegenleistung erwarte aber die Regierung die rest- je Befolgung dex erlassenen Vorschriften. Jun den nächsten igen werde noch eiñe weitere Anordnung zur Regelung des ge- nten deutschen Gußbruchmarktes erlassen werden, der dann h eine Marktregelung für Kupolofenschla>ke folgen werde.

n der sih anshließenden Aus]prache kam zum Ausdru>, 0 Uber verschiedene Fragen noch keine völlige Klarheit in den enen des Schrotthandels besteht, so u. a. über die Frage des eiten Einkaufs der Verbraucher bei den Entfallstellen sowie iber, für welhe SZeitspanne Abschlüsse getätigt werden inen. Die Frage, ob die neue Anordnung in bestehende Ver-

0ge eingreife, werde zux Zeit noch juristish geprüft.

Wirtschaftsgruppe Elektrizitätsversorgung und der Reichs- trband der Elektrizitäts-Versorgung tagen vom 7. bis 9. Dezember i Verlin. Die diesjährige Veranstaltung wird insofern eine nz besondere Note tragen, als sie die Lage und die Probleme der tien Elektrizitätswirtschaft im Zusammenhang mit der anderer der behandeln wird. Gelegenheit und Aulaß zu Vergleichen ijer Art bietet die im September dieses Jahres in Washington “gefundene dritte Volltagung der Weltkraftkonferenz.

om Mittelpunkt der Betrachtungen steht, wie au<h in ‘\hington, das Problem der „Organisation und Regelung der „etgieversorgung“, über das der Leiter der Reichsgruppe Energie- „llhaft, Direktor C. Kre>e, Berlin, grundlegende Aus- rungen machen wird. Ju den Berichten über den „Stand des s, vertbaues in den Bereinigten Staaten unter besonderer BVe- tigung des Hochdru>problems“ von Direktor Ellrich, M und „Die De>ung des Eigenbedarfs der Kraftwerke, ins- h In deu Vereinigten Staaten“ von Direktox Hellmich,

lin, wird die amerikanishe Entwicklung vergleichend der deut-

M 6 M TRE 0 E bne oenübergestellt, um die Erfahrungen dex amerikanischen Mirukte

Ure und Betriebsleute auch für unsere eigenen Arbeiten

V zu können. E A i

via Jen Möglichkeiten für eine Steigerung der Aus- 9 der Verteilungsanlagen und die Mittel, die man. in ein-

nuke

lh

Neich8- und Staat8anzeiger Nr. 272 vom 21. November 1936.

der luftbereifte Schlepper. Jm Gegensaß zu dem alten eisen- bereiften Schlepper, der si< nur für die Feldarbeit eignet, ist der gummibereifte Schlepper eine universelle Maschine, die ¡ämiliche JFeld- und Transportarbeiten auch auf der Straße erledigen kaun. Der gummibereifte Mittel- und Großschlepper erspart rund 6—-10 Pferde; das bedeutet die Einsparung einer Fläche von rund 24 —40 Morgen. Diese Fläche reiht zux Ernährung von 12—20 Menschen aus. Dex gummibereifte Kleinschl-pper, der namentlich in den bäuerlihen Familienbetrieben ein unerseßliches éilfsmittel zu werden verspricht, macht dur< Ersaß der Pferde eine Fläche frei, die mindestens für die Ernährung von 4 Menschen auêreicht. Nicht die dur<h den Ersay der Pferde gewonnenen F'ächen sind jedoch der größte Ecfolg des Schleppers, sondern die no<h gar nicht abzusehenden Möglichkeiten der Jutensiviervng.

Untex den neueren te<hnischen Hilfsmitteln, die außerordent- lih ertragésteigernd wirken, ist au<h die künstlihe Beregnung zu nennen. Fm Durchschnitt kann man bei künstlihen Regenanlagen mit Ectragssteigerungen renen, die zwischen 20 und 50 95 liegen. Ader nichi diese Ertragssteigerüngen sind das Wesentliche, sondern die Sicherheit und Stetigkeit dex erzielten Ernten. Beregnungs- bedürftig und nah den vorhandenen Wasservorräten beregnungs- möglich ist in Deutschland eine Fläche, die zwischen 5 und 10 Mil- lionen ha liegt. Besonders für die leihten Böden der norddeutschen Tiefebene, die an Seen und Flüssen liegen, bedeutet die Ein- führung der künstlihen Beregnung eine wesentlihe Ertrags- steigerung. Die Anwendung dieser te<hnishen Hilfsmittel ist bereits erprobt und ihr Erfolg verbürgt. Die Technik läßt sich allerdings in die landwirtschaftlihen Betriebe nicht mit Hast einführen. Der landwirtschaftlihe Betrieb wird in seinex Wirt- shaftsweise dur<h die natürlihen Gesetze, die von Klima und Boden bestimmt werden, und durh die wirtschaftlihen Gesete, die durch die Absaßlage bestimmt werden, so stark geformt, daß eine übereilte Einführung der te<hnishen Hilfsmittel leiht zu Fehlinvestitionen führen kann. Daher ist die Anwendung der Technik im landwirtschaftlihen Betrieb im wesentlichen eine Frage, die nur auf weite Sicht mit Erfolg gelöst werden kann. Gerade deshalb aber muß diese Arbeit mit Energie und Sach- kenntnis sofort in Angriff genommen werden.

Ländern

zelnen Zshin ß <, der Leiter der Wirtschaftsgruppe Elektrizitätsver- sorgung, in einem Vortrag „Verteilung elektrisher Energie“ be-

mit Erfolg angewandt hat, wird Direktor

handeln. Als ein besonders wichtiges Problem ist die „Elektrizi- tätsanwendung in der Landwirtschaft“ zu betrachten," übex die Dipl.-Fng. v. Waechter vom Standpunkt der Landwirtschaft aus sprechen wird. Direktor Dr. Fischer wird in seinem Bericht über „Die wirtschaftlihe Ausgestaltung ländliher Neve“ unter Verwertung seiner nordamerikanishen Eindrüce die billige Ver- sorgung ländlicher Gebiete erörtern. Der von Dipl.-Fng. v. Miller erstattete Vortrag „Die Deckung des Energiebedarfs im amerikanis<hen Haushalt“ wird interessante Einbli>e geben und viele Anregungen vermitteln. Ein noch junges, abex bereits sehr wichtiges Anwendungsgebiet der Elektrizität, ihre Ausnubung als Wärmequelle in der Fndustrie, ist Gegenstand des Berichtes über „Tarifprobleme und internationale Zusammenarbeit auf dem Ge- biet der industriellen Elektrowärmé“ von Direktor Brunings, Utrecht.

IBirtschaft des Auslandes.

Vor der Unterzeichnung eines neuen englisch- argentinischen HandelSabkommens.

London, 21. November. Das englishe Handelsministerium teilt mit, daß die Verhandlungen über die Revision des english- argentinishen Handelsabkommens nunmehr vor dem Abschluß stehen und daß man sih über die meisten Punkte geeinigt habe. Das neue Abkommen, das rü>wirkend vom 20. November an in Kraft treten soll, wird in Kürze unterzeihnet werden.

PBetroleummonopol in Chile.

Santiago de Chile, 20. November. Die chilenishe Regierung hat am 12. November 1936 ein Geseh erlassen, dur< das ab 1, Fanuar 1937 ein staatlihes Monopol für Petroleum und Nebenprodukte errihtet wird. Die Regievung wird die Kon- trolle über diesen Brennstoff und seine Nebenprodukte über- nehmen und hierfür eine besondere Verwaltungsstelle errichten, die für die Fmporteure die notwendigen Devisen beschaffen und gleichzeitig auh die Preise festseßen wird.

Der lettländische Finanzminister lber die

deutsch-lettischen Wirtschaftsbeziehungen.

Riga, 21. November. lettländis<he Finanzminister Ekis gab Pressevertretern einen eingehenden Ueberbli> über die Lage des Außenhandels Lettlands in den ersten neun Monaten dieses ¡Fahres, also vor der Abwertung der lettishen Währung. Ex wies u. a. darauf hin, daß der Handel mit Deutschland sich im Laufe des leßten Fahres sowohl hinsichtli<h der Ausfuhr als au<h derx Einfuhr außerordentlih gehoben habe. Das im Dezem- ber v. Js. unterzeichnete Wirtschaftsabkommen habe dazu die Grundlage geboten. Fn den ersten neun Monaten dieses Fahres sei die Ausfuhr Lettlands nah Deutschland auf 33,6 (i. V. 23,2 Mill. Lat und die Einfuhr aus Deutschland auf 33,9 (i. V. 28,6) Mill. Lat gestiegen. Das erwähnte Abkommen gelte für die Dauer dieses Jahres. Es sei anzunehmen, daß in nächster Zeit Verhandlungen über ein neues Abkommen bevorstehen. Die im Zusammenhang mit der lettländishen Währungsreform auf- getretenen Schwierigkeiten für den deutsch-lettishen Handel dürften nux vorübergehenden Charakter haben. Man müsse dex Hoffnung Raum geben, daß eine Möglichkeit zu einer weiteren Zusammenavrbeit gefunden werde. Bei gutem Willen werde die Veränderung der Währungslage keinen fühlbaren Einfluß auf den gegenseitigen Warenaustausch haben.

Der

S. 3

Angleichung der Umrechnungskurse für aus- ländische Wertpapiere an die gegenwärtigen L aritäten.

Wie der DHD. hört, wird zur Zeit u. a. eine Aenderung der Bekanntmachung über die Feststellung der Börsenpreise vom 21. Nos- vember 1912 geprüft. Fn dieser Bekanntmachung sind für die Umrechnung von Werten, die in ausländis<her Währung notiert werden, in die deutshe Währung im allgemeinen die Vorkriegs- paritäten festgelegt. Diese Paritäten gelten infolgedessen troß des erheblichen Absinkens der meisten Auslandswährungen auch heute noch für die Umrechnung der Kurse- der in ausländisher Währung notierten Wertpapiere. Das Pubilkum, das hierüber häufig nicht unterrichtet ist, läßt sich durch die niedrigen Nominalkurse zu Käufen veranlassen, um hinterher festzustellen, daß es einen hohen Effektiv- kurs zahlen muß. Beispielsweise notierten die Aku-Aktien am 14. November in Berlin 57 %, während der Kurs unter Zugrunde- legung des gegenwärtigen Guldenkurses ca. 72% = rd. 94 RM beträgt (bei einem Amsterzamer Kurs von 47 22). Die Anlehn4ng der Umrechnungskurse an die gegenwärtigen Paritäten würde die hohe, so oft als unberechtigt fritijierte Spanne zwishen Auslands- und FJnlandskurxrsen deutlih in Erscheinung treten lassen und zur Zurückhaltung mahnen.

Die rei<zsgesezlihen Krankenkassen. in den ersten 9 Monaten 1936.

Von dem s<hweren Niedergang bis 1933 hat sih die reihs- geseßliche Krankenversicherung bereits weitgehend erholt, Besonders im laufenden Jahre war die Entwicklung re<ht günstig, wie aus einem Bericht des Statistishen Reichsamts im neuen Heft von „Wirtschaft und Statistik“ hervorgeht. Der Mitgliederbestand betrug im Durchschnitt der ersten 9 Monate 19,4. Mill. gegen 18,8 Mill. in der gleihen Zeit des Vorjahres. Die Krankenziffer (arbeitss unfähige Kranke je 100 Mitglieder) stellte sich im Durchschnitt auf 25 und lag damit noch erhebli<h unter dex bereits sehr günstigen Vorjahrsziffer (2,8).

Vereinnahmt wurden bisher 961,2 Mill. RM gegen 895,0 Mil- lionen Reichsmark in dan exsten 3 Vierteljahren 1935, d. h. 7,4 % mehr. Die Beitragseinnahmen allein übertrafen mit 931,3 Mils lionen Reichsmark sogar um 9,6 % die vorjährigen. Die Zunahme ist nux zum kleineren Teil auf das Anwachsen des Mitglieder- bestands, zum größeren Teil abex auf höhere Beitragseinnahmen je Mitglied (48,00 RM gegen 45,28 RM) zurü>zuführen.

Jm Gegensaß zu den gestiegenen Einnahmen blieben die Aus- gaben mit 948,6 Mill. RM geaen 955,9 Mill. RM um 0,8 % unter en vorjährigen. Niedriger als im Vorjahr waren die Aufwen- dungen für Zahnbehandlungen, Krankenhauspflege und Arzneien für Mitglieder. Auf der anderen Seite übertrafen die Zahlungen für Haus- und Taschengeld die vorjährigen. Die Aufwendungen für Sterbegeld waren ebenso hoh wie Fanuax bis September 1935, die Wochenhilfskosten kamen den vorjährigen nahe.

Die ersten 3 Vierteljahre 1936 ergaben einen Einnahmeüber- \<uß von 12,6 Mill. RM gegen 60,9 Mill. RM Ausgabeüberschuß im Vorjahr.

Die Viíüiromaschineninduftrie erhält eine eigene Meßhalle in Leipzig.

Zux kommenden Leipziger Frühjahrsmesse 28. Februar bis einshließli< 8. März 1937 wird die Büromaschinenindustrie erstmalig eine eigene Halle auf dem Ausstellungsgelände der Großen Technischen Messe und Baumesse belegen. Es ist die Halle 6, die mit einer Länge von 195 m und einer Breite von 30 m Gelegenheit zu einex würdigen und umfassenden Vorführung der Erzeugnisse der Büromaschinenindustrie bietet. Die Halle wird zur Zeit im Fnnern völlig neu hergerichtet.

Für die bisher in dieser Halle ausstellenden Firmen der Elektro-, Funk- und Phonotechnik ist Halle 4 zur Verfügung ge- stellt worden, die ebenfalls neu hergerichtet und ausgebaut wird.

Fortsetzung des Handelsteils in der Ersten Beilage

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Tierseuchenstand am 15. November (Neblung) 1936.

(Zusammengestellt im Reichsgesundheitsamt nah den Berichten derx beamteten Tierärzte.)

Nachstehend sind die Namen derjenigen Länder, Regierungs=- usw. Bezirke und Kreise (Amts- usw. Bezirke) verzeichnet, in denen Rinderpest, Maul- und Klauenseuche, Lungenseuche des Rindviehs, Po>kenseuche der Schafe, Roß, Beschälseuche der Pferde, Shweine=- pest, Milzbrand, Tollwut, Tollwutverdaht oder Geflügelcholera nah den eingegangenen Meldungen am Berichtstage zu melden waren. Die Zahlen der betroffenen Gemeinden und Gehöfte um- fassen alle- wegen vorhandener Seuchenfälle gesperrten Gehöfte, in denen die Seuche nach den geltenden Vorschriften no< nicht für erloschen erklärt werden konnte.

Die Zahlen der in der Berichtszeit neu verseu<hten Gemeinden und Gehöfte sind in den Spalten der „insgesamt“ verseuchten Gemeinden und Gehöfte mitenthalten.

Bet offene KNLei[é U.)

Maul- und Klauenseu<he (Aphthae epizooticae). 17: Steinburg, 1 Gemeinde, 1 Gehöft (neu). 45: Besigheim 1, L (D094 Com L

Schweinepest (Pestis suum).

1: Königsberg Pr. 1 Gemeinde, 1 Gehöft. 3: Johannisburg 1, 1, Löben 1, 1, Neidenburg 3, 4 (davon neu 2 Gem., 3 Geh.), Osterode i, Ostpr. 17, 25 (—, 2). 5: IV. Kreistierarztbezirk-2 Geh. (1), V. Krsbz. 1 (1)/VI. Krsbz, 2, VITL. Krsbz. 3 (1), TX. Krsbz.- 2 (2), 62 Nieder- barnim 1, 1. 7: Lebus 1, 3 (—, 1). 8: Greifswald 1, 1, Stralsund Stadt 1, 1 9: Rummelsburg 1, 1 (1; 1), 112 Militsch 3, 8 (1, 1), 12: Bunzlau 1, 1 (1, 1), Görliß 2, 2, Lauban 1, 1. 13: Neustadt O.-S. 22/1), 132 Süalkreis. 1/1, 16! Gra. Hohenstein 1,1 (2, 20: Harburg 1, 1. 24: TeElenbuxrg 1, 1 (1, 1). 28: Unterwester- waldkreis 1, 1 (1, 1). 29: Mayen 1, 1. 31: Köln Stadt 1, 1. 35: Dachau 1, 1, München Stadt 1, 1, Rosenheim 1, 1, 36: Vilsbiburg 1, 1, 37: Germersheim 1, 1 (1, 1). 39: Neustadt a. d. Saale 1, 1 (1, 1). 40: Kempten 1, 1. 42: Dippoldiswalde 1, 1, Pirna 1, 3, Radebeul Stadt 1, 1. 43: Borna 6, 7, Leipzig 2, 2 (1, 1). 51: Bühl 1, 1 (1, 1). 54: Groß-Gerau 1, 1 (1, 1), Offenbach 1, 1 (1, 1). 58: Saar- brüden 1, 1,

Milzbrand (Anthrax). 64. Osthavelland 1 Gemeinde, 1 Gehöft, Zau@h-Belzig 1, 1 (neu). 82 Pyriß 1, 1 (1, 1). 11: Breslau 1, 1 (1, 1). 14: Oschersleben 1, 1

9) An Stelle der Namen der Regierungs- usw. Bezirke ist die L Sas laufende Nummer aus der nachstehenden Tabelle aufaetührt,