1899 / 152 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Stadt Witten

infolge An R E N

, « Wahl. 3 den: » besoldeten Beigeordneten aselbst in gleicher Eigenschaft -auf fernere

Elberfeld CLOEN Heinrich Lütze - : E s “der Stadtverordneten-Versamniku «infolge der von der Stadt eten Verfamnikün Kreuznach -getröffenen-Wahl den Sañtätätsrath Dri End

munn: daselbst als * unbesoldeten Beigéordneten dét Skädt J |

M URIE V Pr Ber “E

infolge der von der Stadtverordütten-Versatimalut Râdevormmald getroffenen; Wahl den M eta Eig 1h Fasbender - daselbit als unbésoldeten . Beigeordneten

Städt Nadevorinwald, beide auf fernere je<s Jahre, zu-bejtätigen.

Finañnz-Ministêrium.

Die durch die R ne Me ihrés- bisherigen Jnhäbers

erledigte Rétitmeisterstelle hei der Königlichen Kreiskasje

zuf bz

“30 A der.

in

Weglar ist dem-Rentmeister Bla uke in Ly> und. dessctn, bis-

herige. Stelle dem Rentmeister 3, D. Walter. in Wandébe>

Ver eues Ne ie dur den Tod ihres bisherigen Jnhabers' érledi Nentmeistersielle- bei dexr Königlichen Kreiskasse in Hornberg

dem Rentmeister Frie dir ihs in Waldbröl, und die! infolge

Verseßung ihres bisherigen Jühabets frei meéisterftelle bei der Konigtichen ceisfkasse in? Réntnteister z. D.

ewöordene Ne

worden.

Ministerium der geistlihen, Unterrichts- und um Fg en O

Bei der Kommission für die Häupiprüfung dér Nährungs- mittel - Chemiker an der A bu ift im Stelte des verstorbenen Geheimen Regierun gSraths, Professots Dr. Cohn dér Direktor des Pflanzenphyfiologisen Instituts, Ge- heime Regierungdörath, Professor Dr. Brefeld -als Cxaminator

berufen worden. Der - bisherige - Seminar - Direktor Lösct aus Korne

münster ist auf seinen Antrag zum Kreis-Schulinspektor und zum

der Dr.“ Johannes érmann S{hrader Direktoriat-Assistentert bei den Königliche: Musen | Direttgrig e nt : lihen Mufc:n in Berl

Am Scullehrer-Scminar zu Breslau ist der bisherige L è } ¿ae Seminarbülfslehrer Abler zum- ordentlichen N

befördert worden.

Minisierium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten:

Dem Negieruitgs- und Forstrath Heddeuhausen is: d Forst: Juspektion Gumbinnen-Lasdehnen übertragen R

Versetzt sind:

der Regierungk- und. Forsirath Behhold zu Hildesheim

auf die Forstinspeltion Marienwerder-Strasburg,

der Regierungs: und Forsiraih: Grüneberg zu Marien-

werder auf die Forstinspektion Hildcesheim-Claustha!, - der Regierungs- und Forjtrath Hem péêl' zu Güumbinie auf die Foritinspeltion Köslin: Ost,

der Forstmeistèr Kl ör zu Peisterwiß auf die ‘Dverförster-

ftellè Ohlau, Regierungsbezirk Breslau,

der Forsimcister Shraubstätter zu NRosengrund auf die

Oberförsterftclle Liebenwerda, Regicrunasbezir® Merseburg, der Forsuncister: Dr. Martin zu -Weilburg, Oberförster

Merzenberg, auf die Oberförstetstelle Eberswaide,* Regierungs?

bezirk Potsdam, der Förstmeisier Krumhaar zu Johanmisbtrg cuf di

Oberförsterstelle Merenberg mit dem Aiissihe. in Wei

Regierungsbezirk Wiesbaden, der Fotstmeister “Olber

* C. » 79 e , —_ . aht, 4395 ( l zu Jbenhorst auf die Dber försterstelle Schwerin a. W., - s

egierungsbezirt Posen,

S R ort ArU J e : der Oberxforster Bando - zu Neuenhectse auf - die ‘Ober-

försterstelle Erkner, Regierungsbezirk Potsdam,

__ "der Oberförster försterstelle Neuenheerze, Regierungsbezirk Minden,

A E Obetförster Dietmar zu Frielendorf,- Oberförfi

odenhausen, auf diè Oberförjterftelle Lübben, Negierungsbezi

n Ï A w un »

Fratikfürt à. D., M E

der Oberförster Rudolph zu Freyburg a. U. - auf die Amtsfiz -in Neu-Ruppin,

Oberföcstersielle Steinberge mit dem Regierungsbezirk Potsdam,

der Oberförster Tillgner zu Puppen auf die Oberförfter-

stelle Peisterwiz, Regierungsbezik Breëlau,

_ der Oberförster“ Faber zu Hartigswalde “auf die “Ober-

försterftelle A!t: Placht, Regierurigsbezitt Potsdam, und

O Oberförster Kiitlau3z zu Nasiätien auf die Ober

försterstelle Quictvorn nat dem Amissize- in Bullenkuhien

Regierungsbezirk Schleswig. nutfe

„ZU Königlichen Oberförsiern, unter Uebertragung der neb¿nbezeichneten Obzrförsterstellen find ernannt die Forji-

Affsessoren :

Et Otto, zu Nastäiten, Rezierungsbectirk Wiess Bähr zu Rosertgrutid, Regierungebzzirk Bromherg, Freiherr von Masfeubah zu-F:ehbutg a. U, Regie-

rungSbezirf Merseburg, j Graven zu Dalheim, Regierungsbezirk Minden; R b Zaciaus, Negieruniagébezirk Hildestcln, Quast-zu Hohenstein, mit dem Amtssihe daselbft, ‘Negie-

rungsbezirk Königsberg, M e anunE en Stipplet zu“ Jnmichenbain, mitdem Amtsfiße in N

. q g L E O R 1 in Neu-

kirchen, Negicrungéb-zirk Caßel, ; s c:

Z ch ürgun zu dene Negierungsbezitk Königsberg, pon Groote, Eberhard, zu Dannenberg egi é

bezirk Lüneburg, j R Sú<leiff zu Hartigswalde, Regierungsbezirk: Königsberg

_Hasten, Wilhetm, zu Friedrichsberg, mit dem Amts-

sie zu Neumark, Regierungsbezirk Marienwcrder,

Göbvels zu Johannisburg, Regierungsbezirk Wiesbaden

_ Hasenhauer zu Taubenflics, mit dem Amtefiße zu

Tuchel, Regierungsbezirk Marienwerder, C

Hoffmann zu Friedensdorf, mit dem Amtssiße zu

Biene ps egierungsveziat Wiesbaden, :

oth zu Todenhausea, mit dent Amtssige zu Frielendo * a , . n r

Regierungsbezirk Wiesbaden, y l

„_Schwarzlose zu Kammusin, mit

Neidenburg, Regierungsbezirk Königsberg,

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dem Amitsfiße zu

fra p 44 IZBeilburg,

Heilmann zu“Schkeiden auf die Ober-

flérei rf

gte

1st

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L j Í arienberg den Schweizer in Usingen“ vérliezèn wotden.

Der Nentimmeifier Siß ut Wesel: ijt na Kirchhain 7 und der Nentmeißter Schlieben in Kirhhain nah Wesel verseßt

| Nr.

[iz

in

ie

1294 1373 1456 1664 1670 1726 1739 1743

E Ine MagiertlAgsbezirt Mosen n | T Ubner zu: Sh Yeningfen, Regierungsbezirk. Gum- bintén, tai C

“Herman

der Unter-Staatssekretär im Ministerium für Landwirth: schaft, Domänen und Forsten Sterneberg, ‘aus der Rie Hannover. j

von: Düring fürdie zux: K9: o mer-

Sppeln,- und

Juftiz-Mi nister ium.

_Dét Rechtsanwalt Lehmänn in Pleschen ift zum Nota [ar den Bezirk des Oberlandeëgerichts Besen uh Anwéung eines Wohnsißes in Pleschen, ernannt worden.

Ministerium des Innern.

Der Over-Präfidialrath Musculüs von Meusel i dem Ober-Präsidenten zu Potsdam ‘zugetheilt ‘worden. f g

Meßtis<blätter itn Maßstabe 1:25 000.

Auf Grund der Neuaufnahmen sind die nachstehenden Blätt v. Lithographie bergestèllt und vetöfentli@t Be a D 1107 Holtroþ, 1198 Hesel, (STadorf, OtterSberg, Wittorf, MBarnstozrf, Ahlden, Barver, Liebenau i/Han., Thören, 1814 Diternhagen, 2977 Freudenberg und _Der Vertrieb erfolgt dur [Gmidi hierselbst, ; Neustädtische Kirchstraße Nr. 4/5. Der Preis eines jeden Blattes beträgt 1 #6 Berlin, den 29. Juni 1399. j Königliche Landes-Aufnahme, -Kättographishe Abtheilung.

1t97 Iteermévot, 1291 WorbEwedes, i: 1295 Gr. Sittenfen, 1374 Gr. Sottrum, 1457 Neuenkirchen, 1669 Retbem,-: - 17395- Diepholz 1738 Siedenburg, 1741 Rodewald, 1807 Lembrud, 2915 Hilchenbach, 2978- Siegen.

Steinme#, Generalmajor.

Angekommen:

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setzes, Rei, und

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ordnung

stellen b

an Das

Münster.

gehen.

S. M. | See Müll | Prinzen

Ministers,

Reichstage

DHgdGnrg, h Be

At 1

Preußen. Berlin, 30. Juni.

In der am 28. d. M. unter dem Vorsiß des Staats 1 Staatssekretärs des Junnern Pr. Posadowsky - Wehner Bundesraths

MUrNan die - Handelsbeziehungen: zum. Britischen

owie eiries- Jnvaliden --Vei siherung8gefcßcs ‘ist beschlossenen i zustäadigen Ausschüssen bezw. dem Reichsfkanzier- wurden über- wiesen: der Antrag Badens, betreffend die: Zulassung von gemischten Privat-Transitlagern ohne-amtlichen Mitverschluß in die Vorlagen, betreffend: die Abänderung der: Betrieba-

für

betreffend Abänderungen der Anlage B zur Verkehrsordnung für die Eisenbahnen Deutshlands, so wie véridjicdene, vom Reichstage zu Petitionen gcfaßte : stimmung wurde ertheilt: dem Entwurfe von Grundsäßen, vez reffend die -Besczung der Subaltern- und :

ei

anwârier , dem Ausschußantrage-, betreffend ¿dié Abünde- rung ‘und Ergänzung der zur Ausführung des Jmpfgeseßzes erlajenen Vorschriften, dem S f torszrif ane N S Sre nid ntwürfe von Vorschriften,

cffen e Führung de enossenschaftzregisters und die Anmeldungen fer, S tituci zins Geseßcs wegen Feststellung eincs Nachirags zum Haushalts- Etat von Elsaß - Lothringen für 1899, dem Entwurf eines M für Se O betreffend die ‘Rethtsoerhältnifie der Lehrer, sowie den Entwürfen von verschiedenen Justiz- géseyen für "Elsaß-Lothringen. ehE fer Di Seiner Majestät zu unterbreitenden“ Vorschläge wegen Be- sezung von Stellen bei “mehrerèn Disitpkinarkammern sowie über verschiedene Eingabert Beschluß gefaßt. Heute hielt der Aus\{huß des Bt ü

lt de | 1ndésraths für

und Verkehr eine Sißzung. HA oIOE: WANDE

S T I ; Be

_Der Ober-Rechnungskammer-Direktör, Wirkliche Gebeime Ober-Regierungeraty Schmidt ist von Potsdam nah der säGhsishen Schweiz abgereist.

Es sind verscht: worden- die Archiv-Hilfsarbeiter Dr: phi Martin Meyer pon Münster . an e E ua in Dr. phil. Felix Rofenfeld von Magdeburg / Geheime Staats-Archiv in Berlin und Dr: phil, Alfred Ooermann von Berlin an das Staats-Archiv in

Laut telegraphischer Meldung Kommandant: Fregatten-Kapitän D in Kiautschou angekommen.

S S. „Kaiserin Augusta“, | Kapitän zur See. Gülich,: ist am 29, Zuni. in „Kobe: au- gckommen und beabsiuhtigi, am 4. Juli wieder in:-See zu

=

er, e

Heinrich von Preußen, Königliche Hoheit,

Nichtamtliches. Deutsches Nei,

Grafen von abgehaltenen Plenarsißzung des wurden der; Entwutf «reines

die Entwürfe : cines * Hypothekenbarikgeseßes in den [vom

Faffungen: - angenommen: Den

die Haupt-isenbahnen Deutschlands, und

Resolutionen: Die ‘Zu- Unterbeamtens

den Kommungalbehorden 2c. mit Militärs

zu diesem Register, dem Entwurf _ eines

Nußerdêm“ wurde . über die

ist S. M. S!reite, benheimer, anm 28. Juni

Kommandant:

„Deutschland“, Kommandant: Kapitän zur mit dem Geschwader-Chef, Kontre-Admiral

Kreuzburg, mit dem Amtssigze zcitenden Féldjäger-Korps,

d die Verlagsbubhandlung von R. Gisen-

an Bord, ist in Begleitung S:;M,:&. „Gefion“, Kom dant: Korvetien Kapitän. N mant, 29. g Ee Forvet e M S t uni: in

sichtigt, am 8, Juli vor Yokshania, na (laud! dab

| us n, Otto, zu Neuenburg, mit -dem Amissize | #8 San daselbt, Regierungs Lf MMatienerder. tee E j i | “Smidt, Wilhelm, zu s daselbst, Regierungsbezirk j _Lüllérs, Oberleuttig:it im R zu Sileiden, Regierungsbezirk Aachen.

“"" SaGsen-Coburg-Gotha.

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entgegenzunehmen." T bdubtne ri Ee © "" ESqcwarzburg-Rubolstadt,

| E Ed Edi arn R wilden

die Entwürfe der Ausführungsges Purder ben buche und den : Wezgil fige geseßze zum- Bürgerlichen Geseß-

Großbritannien und Jrland.

Jm 'Unterhäuse erklärte géstern, wie “W. T: B.“ be- richtet, der Staatssekretär für die Kolonien Cauabérlala R pit oe E die Wittwe M an 19. Dezember 15. ohannesburg von einem Polizisten erschossen

britishen"Staaisan hör iget Edgar sei deshalb von ler Sid afrikanischeï Republik verlängt worden, weil Edgär ohne reht- lichen Grund voñ* dem Beamten! ‘getödtet worden seï. Des weikerêr erkläite déx Staätkssekrelär, außer den au der Kön- ferènz in Bloëmfontein gemahten Vorschlägen über das Wahl- ret seièn ‘bis zur Stunde keine anderen dem General: Gouvertieur Sir Alfced Milner mitgetheilt wördeti.

E Fránkreich. E Deputirten kammer nahm, wie „W. T. B.“ meldet gestern ' einen ‘Antrag an, nah welchem die Mitglieder der Kommission; die zur El dés Budgets für 1899 gewählt worden ist, au das Budget für 1900 vorberathen sollen.

Z Die ‘Budgetkommission hat auf Ersuchen der Res eiti Dn E h De Me vier direkten Steuern,

¿Dié Kammer wi â Dienziag berathen rd denselben am nächsten i ( t, “der Deputirte Fonnart werde demnächst an Stélle des erkrankten’ Laferrière zum - é Aigerien eenonnt werden zum Generak-Gouverneur von den Párisér Blättern zufolge hat der Justi ¿Minister Monis ein iede R an die E iodt M ce in welchein diese aufgefordert werden, unverzüglih gegen diejenigén Bata einzushreiten- elde Smähume gegen den Prä- i epublik, itglieder des Nichterfi

sonstige Staatsbeamte LérbFentlichten. D Ns E Ÿ Einer Meldung des „Temps“ zufolge hat die auf Grund einer Anzeige des Leutnants Peteau gegen die Führer der Tschad- See-Expedition, die Hauptleute Voulet und Chanoine, ein- geleitete Untérsuhung ergeben, daß die ‘beiden Offiziere shwere Grausamkeiten gegen die Eingeborenen begangen haben. Der Minister für die Kolonien hat den Oversten Klobb beauftragt eine Uritersúchüung “an Ort und Stelle vorzunehmen und

POEE die Verhaftitng Voulet's und Chanoine's -dtiiu-

u Jtalien,

Jn der gestrigen Sißung der Deputirtenkammer -ver- langte, wie: „W. T. BF berichtet, der’ Deputirte Bit æno namentliche Abstimmung über" das “Protokoll der vorgestrigen Sißzung, da aus demselben hervorgehe, daß-der gefaßte Beschluß ungültig sei.’ Das Protokoll wurde: in ‘namentlicher Abjtim- q mit 22 gegen 20 Stimmen ‘genehmigt. ‘Der Deputirte N orgari (Sozialist) ' begründete sodann einen Antrag ' auf Herabsezung ‘der Apanagen - für die Mitglieder der König- lithen Familie, um: mit den ‘so erzieltèn *Erfparnissen die Arbeiterlöhne zu! “erhöhen. “Als ‘der Redner auúf das“ Dekret des Königs: vom’ © 22. d. M: “über die politishen Maßnahmen anspielte, wurde er von der Nechten lebhaft unterbro<en, worauf Morgari mit’ Aeußerungén añtwortete, wélche ihm: einen Ordnungsruf zuzogert. Der Unter- Staatssekretär des Schaßes Saporito-erwiderte,' das Budget dés Schayes sei bereits genehmigt, "unddie Berathung. des Budgets sei: die :pafsendste Gelegenheit für derartige Anträge. Der Deputirte Gripp o legte ‘hierauf den "Bericht / der Kom- mission über! die sogenannte ‘„Jndemnitätsbill“ "vor. Der Minister-Präsident Pellou x“ beantragte, daß über die Jhndemnitätsbill' am: Sonnabend berathen werdé ‘und däß ‘die Kammer: -jezt / die: Berathung über “die ‘Abänderung der Ges shäftsorduung fortseze. Der “Deputirte Cofta (Sozialist): bes antragte, daß die Berathung über die Fndemnitätsbill erst nah der Budgetberathung ‘stattfinde: Die! Kammer nahm“indéssen Doe Bons Majorität den Antrag des Minister-Präsidenten

Spanien.

_ Die „Gaceta de Madrid“ veröffentlicht das

Königins- Regentin, - unterzeichnete R betreitend p Abtretung der-Kaxolineu-, Marianen-- und Palaos- pnseli, mit Ausnahme. der Insel. Guam, an Deut}i<h- In ganz Spanien herrschie, dem „W. T. B.“ zufolg gesiern vollsiändige Ruhe; €s sind feine erneuten. A gf oder Nuhestörungen gemeldet worden. I O

i ang Portugal.

Die: Deputirtenkammer hat gesiern n ä Debatte das S aube täldeteintammes mit ar ere einigten-Staaten genehmigt.

ed Wur Schweiz,

Für die iführung einer -Volksabsümmung über die Einführung. des E o Sre a für die Wahlen juin Natzionalrathe - sind, dem „W-:- T.- B.“ - zufolge, 1/692, für eine Volksabstimmung : über die Einführung der Wahl des Bundesraths durch: das- Dol find 51 275 Untershriftea eingegangen. Da in beiden: Fällen die erforderliche Zabl von Unterschriften erreicht ijt, fo muß über beide: Begehren Volfsabstimmung; stattfinden. iz Nachdem auch der Nationalrath die internationale hiffahrts- und Hafenordnuung für den Bodensee

einstimmig: genehmigt hat, steht der Ratifikation des Ueberein- kommens von seitéèn der Shweiz nichis E im Wege.

Der gemeinschaftliche Landtag der Herzogthümer

: Belgien. B N

Der König hatte, wie „W. T. B.“ aus Brüssel meldet, gestern Vormittag eine lange Besprehung mit dem Minister- Präsidenten Vandenpeereboom und dem Justiz-Minister. Der Präsident der Repräsentantenkammer Beernaert wohnte der Verhandlung bei.

Jn der Kammer wurde gestern der Minister - Präsident wegen des vorgestrigen Einschreitens der Gendarmerie inter- pelliert. Der Minister-Präsident nahm die Interpellation an; die Diskussion wurde systematish von den Sozialisten dur< beleidigende Aeußerungen gegen den Minister-Präsidenten unterbrochen, dem diese vorwarfen, er habe das vor- gestrige Blutvergießen verschuldet. Der Minister -Prä- sident erklärte: jein einziger Gedanke sei, dem Lande zu dienen; das konservative Land stehe auf seiner Seite: sein Wahlgesegentwurf habe einen transaftionellen Charakter. Es würde billig sein, ihn anzuhören, damit man die Absichten der Regierung kennen lerne. (Der Minister wurde fortwährend von den Sozialisten unterbrochen.) Jeder andere Gesehentwurf würde in gleicher Weise bekämpft worden sein. Auf den Grund der Interpellation eingehend, sagte der Minister - Präsident, es sei unmöglich, jeßt son genaue Einzelangaben über die vorgestrigen Unruhen zu machen; jedenfalls aber seien feine Gewaltmaß}- regeln angewandt worden, bevor niht zum Auseinander- gehen aufgefordert worden sei. Die Vertheidiger der Ord- nung hätten erst, nahdem sie mit äußerster Heftigkeit an- gegriffen und verwundet worden seien, von den Wasfen Ge- brau<h gemacht. Es sei die Pflicht der Behörden, - dafür zu sorgen, daß die Ordnung rejpektiert werde; die Regie- rung werde ihre Pflicht thun. Der Deputirte Vander- velde bekämpfte die Ausführungen des Ministers und erklärte, die Sozialisten würden ihre Obstruktion fort- segen und sih an den König wenden. Sie würden das Volk auffordern, sih zu vertheidigen, die Regierung sei für die Unruhen verantwortlich. Der Deputirte Furnèmont klagte die Gendarmerie der Trunkenheit an. - Der Deputirte Lorand (liberal) verlangte die Vertagung der Verhandlung über die Wahlvorlage ; wenn die Regierung nicht nacgebe, raürden die Unruhen in der Kammer und auf der Straße fortdauern. Der Deputirte Seneets (Sozialist) fragte an, ob man am Abend wieder in der neutralen Zone morden werde. (Großer Tumult.) Der Deputirte Furnèmont brachte eine Tagesordnung ein, in wel<her die Regierung getadelt wird, da ihre Gejeßzes- vorlage die Ursache der Unruhen sei. Diese Tagesordnung wurde mit 87 gegen 31 Stimmen abgelehnt. Der Präfident {lug vor, zur Berathung des Eisenbahnbudgets3 überzugehen. ‘Rufe links: Nein!) Hierauf begann der Lärm von neuem ; die Nultde>el wurden in Bewegung geseht, es wurde ge- pfiffen und geblasen, und schließlih wurde die Sizung vom Präsidenten unterbrochen. :

Sofort begaben sih die sozialistishen Abgeordneten nah der Eingangsthür der Kammer, wo sie von der Menge mit Beifall begrüßt wurden. Polizei und (Zendarmerie drängten einen Theil der Menge na< dem Park zurü, einem anderen Theil gelang es, sich vor der Thür des Kammergebäudes anzusammeln, Der Abg. Furnèmont hielt von einem Fenster aus eine Ansprache. Die Gendarmerie trieb die schreiende, pfeifende Menge zurü. drä eine fompakte Masse vor- dem Kordon der Polizisten - und Gendarmen, wel<he die Rue NRoyale - absperrten. Por dem Kriegs-Ministerium zogen Gendarmen zu Pferde die Säbel und drängten die Menge zurü>. Ein Gendarm fiel vom Pferde, was in der Menge große Freude hervorrief. Die aus der Kammer tretenden sozialistischen - Deputirten | sezten si an die Spize des lich nunmehr bildenden Zuges; man ref; „Es lebe die Republit!“ Die Trambahn konnte nur mit Mühe den Verkehr aufrecht erhalten. Die Polizei war 1n großer Anzahl - aufgeboten; Ansammlnngen wurden unitersagt. Es gelang jedo dem Zuge, über die Polizistenkette hinaus ‘und in den Park zu gelangen. Zwischen Gendarmen und der Menge entspann jich eine Schlägerei, andere Gendarmen drangen mit. gezogenem Säbel auf die Menge ein, wurden jedoch von Offizieren zurückgehalten. Der Zug: begab sich sodann nah der -Grande- Place; auf dem Wege dorthin wurden die Läden eingeshlagen. Auf „dem Plaße richtete der Deputirte Van- dervelde eine Ansprache an die Menae.

Nach - Wiederaufnahme - der Sizung erklärte ‘der Deputirte Destrée (Sozialist), er wolle Mittheilungen über - Zwischenfälle machen „die sich soeben während der Unterbrechung der Sißung draußen zugetragen hätien. Als er, Destrée, auf den Play vor dem Kammer: palais- getreten sei, habe ‘ihn cin Gendarm mit einem Säbel- hieb- angegriffen: Er- habe von dem vorgeseßten: Offizier den Namen des Gendarmen verlangt; der Offizier habe spottish get! und ihn- gehen geheipen. Destrée forderte von der Regierung die Bestrafung des Gendarmen wie des Leutnants. (Großer Lärm.) Der-Deputirte Cavrot stúrzte mit geballter Faust auf den Minisier-Piäsidenten zu und rief: „Elender!“ (Großer Lärm.) Die Sißung wurde sodann unter Singen und Pfeifen der Sozialisten aufgehoben.

Nach Beendigung einer gejtern Abend abgehaltenen Volks- versammlung wollten mehrere Tausend Manifestagnien die Gránde Place überschreiten, wurden jebo<h von Gendarmen mit*gezogetetn'Säbel zurüd>gedrängt. Vie Gendarinen wurden mit“ Steinen beworfen, und pon / beiden Seiten wurden Schüsse ‘abgegeben. - Mehrere Personen würden verwundet. Nachdem die Gendarmen die Straße geräumt hatten, bildete si) kurz darauf eit neuer Zug. Gegen 11!/2 Uhr Nachts rissen zahlreiche Manifestanten die Pflastersteine wu der Nue Royale auf und schleuderten | sie au} die Gendarmen, welche auf den Volkshaufen eindrangen, Die Manifestanten ggen sih darauf zurü> und“ seßten aussirômendes Gas 1n Brand. Bei einem Zusammenstoß auf der Grande Place wurden drei Personen véerwündet, darunter eine {hwer. Ein Polizeioffizier erhielt einen Messerstih. Die Gendarmen wurden später dur< Mitglieder derx Bürgergarde erseyt. Jn der Rue Madeleine kam es zu eînem Zusammenstoße, eberjo auf dém Krauimarkt und iri dessen Umgebung. Auf dem Kraut- markt wurde auf einen Gendaimen ein Revolvérs<uß ab- gegeben, ein junger Mensch wurde durch einen Säbelhicb verwundet. Als der Zug dèr Manifestanten in der Nähe des ‘Volkshauses ‘erschien, drang die Polizei auf dieselben ein, wobei vier Nersonen “verlegt wurden, welche nä< dem „Volkshause“ gebracht wurden. Unter den auf: der Grande Place Verleßten ' befindet si< ter Führer des Zuges, welcher von zwei Kugeln getröffen wurve. Ein unbekannter junger Mens wurde nach dem Hospital St. Jean übergeführt, wo

Um 6 Uhr drängte fich |

mußte. Ein wurde. wundet ,

mußte getöd

verbietet. 7 Fn Lüt

haltung von

nommen. Die Ge

an der Erm geworden }e

vom Tjung-

woch dem Salisbur britannien

Jnagenieurs

standen, Eis

herzustellen.

Seine Preußen an Bor und seßte a von Japan

sei.

vaal auch Uitkanders die

béreitungen manz daß Naths des

Nevolver béi findet im Rathhause straße und in l herausgerifsen, fodaß Polizei an den

Volkshaufen umgestürzt. Bank die Fenster ( i auf dem Boulevard nspa<h von den Terrassen eincs Cafés auf Gendarmen geschossen. Café vor, und es währten bis ‘gegen 3 i j : Der Bürgermeister von Brüssel hat eine Verfügung erlassen, welche die Ansammlung von Personen am Abend Fliegende Polizeiposten wurden überall errichtet.

MWahlgesez stattgefunden.

Provinzstädten wurden gestern beendigt. vollständige Nuhe. wurden gewählt.

Das „Reuter'she Bureau“ britische Geschäftsträger,

Der „Times“ wird aus j berichtet, der britische Geschäftsträger habe am

Fall betrachten. 4 halb auf unbestimmte Zeit verschoben norden.

das Tsung-li-Yamen

eine Verbindung mit dem

Prinzen war ein jápanishes Geschwader Yokohama ánwesend.

Volksraad neue: Vorschläge zu saat; es sei unnüß, wenn die britische Regierung anscheinend

britische Regierung nicht: zu eigen

fich. der

Die Aburtheilung stat. Auch in der inen- Straßen wurden die Pslastersteine Thatort gesandt werden

Zwischenfall ereignete sich bei der Börse

anderen

ernster

auf der Place S wo ein Pferdebahnwagen angegriffen Der Kon au das

ufteur wurde dur zwei Kugeln ver- Pferd wurde angeschossen und Der Wagen wurde von dem Eiwas spâter wurden in einer ertrümmert. Um Mitterna<ht wurde

tet werden.

ging gegen das

Die Gendarmerie j Die Unruhen

fam zu erregten Auftritten. Uhr Morgens.

haben zahlreiche Kundgebungen gegen das Der Bürgermeister verbot die Ab-

Versammlungen im Freien.

ti

Rumänien.

Wie „W. T. B.“ aus Bukarest meldet, hat die Depu- tirtenkammer gestern ohne den Handelsvertrag mit

Debatte mit 73 gegen 2 Stimmen den Niederlanden ange:

in Bukarest und in mehreren Ueberall herrschte Listen

meindewahlen

Die Kandidaten der konservativen

Bulgarien.

Die Sobranje hat gestern die Finanzverträge mit 76 gegen 49 Stimmen angenommen.

Asien.

meldet aus Peking, daß der da man des Hauptschuldigen ordung des Missionars Flemming nicht habhaft i, die Entlassung des Gouverneurs von

Kweitschau gefordert habe, die Förderung sei jedo zweimal

worden. Peking vom gestrigen Tage Mitt- Tsung-li-Yamen ein Telegramm Lord y's übermittelt, in welchem es heiße, Groß- würde die Entlassung des britischen leitenden der Nordbahn Kinder als einen ernsten Die Frage der Entlassung Kinder's sei des- Ferner habe dem Peking-Syndikat das Recht zuge- envahnen in Schan-si und Ho-nan zu erbauen und Yang: Tjse-Thal dur< eine Bahn

li-Yamen abgelehnt

Heinrich von

Königliche Hoheit der Prinz L gestern Vormiitag

traf, wie „W. T. B.“ meldet,

des Flaggschiffes „Deutschland“ 1n Yokohama ein

fort, um dem Kaiser Zur Begrüßung des im Hafen von

lébald die Reise nah Tokio einen. Besuch abzustatten.

Afrika,

Die „Agence Havas“ erfährt, daß die in Birmingham gehaltene Rede Chamberlain’*s in Pretoria eine lebyafte Erregung hervorgerufen habe, halten worden sei, vaals in Erwägung gezogen ‘hätten, Der Ton der Rede mache es der

da sie gerade zu einer Zeit ge- wo die Regierung und die Bürger Trans- wie die Lage zu bessern Regierung’ schwer , dem unterbreiten. Die „Volfksstem“ u versuchen, Versshnlichkeit ‘zu zeigen, beabsichtige, Trans- nah der Bewilligung des Stimmrcchis an die nicht în Ruhe zu “lasen. Das Blatt hofft, daß sich die Meinung Chamberlain’s machen werde, da’ sonst die Afrifander Vor- zum Kriege treffen müßten. —Jn Pretoria glaubt die Konferenz des Mitgliedes des Ausführenden

Oranje - Freistaats Fischer mit dem Aus -

führenden Rath der Südafrikanischen Republik die’ Sympathien vermehren werde, Afrikander- Partei untercinandèr verbänden.

welche die Mitglieder der

Jn de

zur ‘dritten

an der si

(fons.), Von erledigt.

1 arsißung foigt: 1) E

Ne->ar oberh

Boitenburg.

die Für]orge Rolfsshulen

füc die ganze aziúrag : Ucb

er bercits gestorben sein soll. Jnsgesammt wurden 25 Ver- haftungen vorgenommen. Mchrere der Verhafteten trugen

Bis zum Schluß

der Justiz - Vinister Schönstedt Strombe> (Zentr.) betheiligten,

Das Hérrenhaus tritt morgen Nacuittag 1 usammen,

Preußen uyd Württemberg über die

entrcurfs, betreffend Theilen des Ne>ars und der Glatt. Bericßterstatter: Graf von Arnim-

3) Müntlucher Bericht der Komraiision für de und für Figanzangelezge abeiten über den Entwurf eines Geseyes, betreffend

missionsantrag: Zl i L twurfs. der Kommissiorl für Petitionen über die. Petitton des Magistrats von

Lehe in Himnover um Grlaß eines Volkss{ul-Unterhaltung®aeirgtb

Parlautentarische Nachrichten.

r heutigen Sißung des Hauses der Abgeord-

neten, welcher der Vize-Präsident des Staats-Ministeriums, Finanz-Minister Dr. von Schönstedt beiwohnten, gelangte zunächst Ausführungsgeseÿes zum

der Justiz-Minister der Eatwurf eines Bürgerlichen Geseßbuche

Berathung.

des Blattes wurden nah kurzer Debatte, < die Abag. Kirfs (Zentr.), von Bredow und der Abg. die Artikel 1—73

Miquel und

Uhr zur 13, Pke- Die Tagésortnung für dieselbe lautet, wie inmalige Schlußbétathung des Staatsvertráges ziis<en

Rufbebung der Flôóßerci auf dem alb dex Gnzmnludung und; auf der Glatt und des Gefepe die Aufbebung der Flöferei auf den preußischen Antrag des Berichterstatters : Unveränderte Annahme. i ten Staatéhaushalts Etat für dfe Wiktwén „und Maisen der Léhrer an öffentlichen Berichterstatter Gräf von Seidlit-Sandreczki. Kom- Annahme des Gesegentwurfs. 3) Mündlicher Bericht

Monarzie. Bericliterstaiter: von Schöning. Kominifsiónt- erweisung als Material.

Statistik und Volkswirthschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Aus Herne berihiet ,„W T. B.“ weiter über den Aus- and der Bergarbeiter vom gestrigen Tage: Auf den Zehen „Mont Cenis“, „Shamro>“ 1 und Il, „Friedri<h der Scoße“, „v. d. Heydt“(, „Julia® und ‘„ Konstantin der Große“ ist je eine Kompagnte Infanterie und ein Beritt Kürassiere stationiert. Heute wird weiter gemeldet: Der Ausstand scheint < seinem Ende zu nähern. Auf sämmtlichen Zechen, auf denen si Arbeiter im Ausstande befanden, war heute früh ein aroßer Theil der Arbeiter angefahren. Die Fehlenden dürften jedenfalls im Laufe des Tages no< anfahren. In der Stadt herrscht Rubez neue Ausschreitungen sind niht vorgekommen. Aus Essen a. d. Rubr wird ferner berichtet : Von der heutigen Vormittagsschicht feblicn auf den Zechen „Sham- ro“ I und II* 214 von 963 Mann, auf der Zehe „V. d. Heydt" 195 von 390, auf Zeche „Julia“ 130 von 362, auf „Friedrich der Große“ 170 von 820, auf „Konstantin der Große“ 61 von 382 und auf Zehe „Mont Cenis“ 300 von 935 Mann. j

Fn Krefeld haben gestern, wie der „Rhein.- Westf. Zta." ge- {rieben wird, sämmtliche 60 Stoffweber der mechanischen Weberei von Blasberg u. Gärtner die Arbeit eingestellt, nahdem sie ihre Latágige Kündigungsfrist eingehalten hatten.

us Düren wird demselben Blatte gemeldet, daß der Ausstand

der Weber bei der Firma Draemann-Peill in Birkesdorf nah beider- seitigem Entgegenkommen beigelegt worden ift. In Montceau les mines, wo der Präfekt im Auftrag des Ministers Baudin als Vermittler zwischen den Ausständigen und den Unternehmern interventerte, gaben der „Frkfr. Ztg.“ zufolge die letzteren nah. Die Ausständigen bes<lofsen gestern einstimmig, die Arbeit wieder aufzunehmen. Der Auéstand hat 25 Tage gedauert.

Kunft und Wissenschaft,

Aufnahmen mittelalterliher Wand- und Ded>en- malereien in Deutshland. Unter Mitwirkung von H. Kolb, Professor und Dirigent an der Königlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart, und O. Vorlaender, Maler und Lehrer an der Herzog- lihen Baugewerkshule in n berausgegeben von Professor Richard Borrmann, egierungs - Baumeister. Berlin, Verlag von Ecnst Watmuth. Dritte ‘und vierte Lieferung. Preis je 20 M. T die dritte Lieferung dieses wertbvollen und prächtigen Werks at vor allem die Kirhe Mariae zur Höhe in Soest mit ihren Ma- lereien aus dem 12. und 13. Jahrhundert den Stoff geliefert. Zu- nächst sind es Pfeiler- und Frie8ornamente aus dem Mittelschiff und dann (auf einer Doppeltafel) Gewölbemalereien aus dem füdlichen Querschiff und dem Chor, welche zur Wiedergabe gelangen. Letztere zeigen über dem von gemalten Säulen getragcnen Sgeitel des Schildbogens8 in ovalem Felde die Halbfigur des Erlôsers mit zum Segnen erhobener Rechten, zu beiden Seiten in den Zwi>keln der MWölbung die s<webenden Figuren Kain's und Abel’s mit ihren Opfergaben, deren Sinn und Bedeutung dur<h Schrifibänder erläutert wird, in den Kappenflächen darüber Blattwerk und geometrishe Figuren, Besonders wertbvoll find die Gerölbemalereien des Chors aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Den Mittelpunkt derselben bildet die thronende Madonna mit zwei Heiligen, umgeben von einem Reigen feierli<h bewegter Engelsgestaltea in reiher Gewandung mit erhobenen Flügeln, eine Komposition von e<t monumentaler Größe, Zwei dieser edel ftilisierten Engelbfiguren, die fi< von dem blauen Hintergrunde klar und wirksam abheben, sind auf einer Tafel als Probe veranscauliht; von dem ganzen Chorgewölbe giebt eine Lichts dru>abbildung im Text eine deutliche Vorstellung. Die folgende Tafel zeigt einen Theil der Gewölbede>e des südlichen Querschiffs im Dom zn Braunschweig: Christus und Maria auf einer breiten, thron- artigen Bank sizend, in deren Arkaden Halbfiguren von Heiligen sihtbar werden; Maria in blauem Untergewande uud rothem, ge- mustertem Mantel, auf dem Haupt die Krone, in der Linken das Lilienscepter; Christus in ähnlicher Tracht mit dem Kreuzesnimbus, ebenfalls ein Scepter tn der Linken, die Nechte segnend erhoben. Die angrenzenden Gewölbefelder füllen Cherubimgestalten, die dreie>kigen Gewölbezwi>el Propheten mit Sypruchbändern. Leider haben diefe Malereiea infolge der wenig erfreulihen Uebermalung, die fie Ende der fünfziger Jahre erfuhren, viel von threm irsprünglichen Charakter verloren, Das nätste Blatt vera»schauliht die ftark verwitterten gothishen Wandmalereien aus der Sakristei der Stiftskirhe- zu Landau in der Pfalz, welche 1896 aufgedc>t wurden, und zwar ein Ecce bomo und die ODret- einigkeit, andere figlrlihe Darstellungen so ote Ornamente. Auf den legten Tafeln if eine Reihe der <arafteriftis<sten ornamen- talen Malereien aus Santa Anastasia zu Verona, der Klosterruine Heiligkreuz tn Meißen, der 93silow-Kapelle in Doberan sowie den Kirchen zu Roftc> und Wismar und der Dorfkirche zu Lohmen wiedergegeben.

Das schönste Blatt der vierten Lieferung, eine Doppeltafel, veranshauli>t in überaus sorgfältiger und feiner Ausführung die mittlere MWandbogenflähe von der Nordwand der prachtvoll ausgemalten Klofsterkirhe zu Wienhausen bei Zelie, von deren Innerem eine ältere Zzeihnung ' vod Mitbof im Text eine Vorstellung giebt. Die Mitte der Nische in j-ner Wand ist von der aufre<tstehenden gewappneten Gestalt des heiligen Wenzel eîn- genommen. Das So>elfeld darunter zeigt {wei ornamental behandelte Lôwen, die Zwielfelder über den Wandnischenbogen füllen Drachen mit Rankenwerk. Die cbere Figurenzone enthält Vorgänge aus dem Alten Testament in gemalter Bogenumrahmung : links die Arche, re<hts das Opfer Nab, Der untere, dur einen {malen Blattfries ven dem oberen getrennte Bildstreifen zeigt Darstellungen aus dem Martyrium der Heiligen Agnes, Dorothea, Barbara und Agathe. Weiter findet man Ocnamentmalereien von den Gewölbekappen der Kirche Mariae zur Höhe in So-s mit phantastishen Thier- gestalten im Stil altorientalisher Stcffe, sowie andere aus der Lieb- trauenkirhe zu Halberstadt und dem Dom zu Braunschweig (13. JIahr- hundert), tbeils mäandetaitig, theils Blatt- und Nankenfriese oder dag Motiv farbiger Stoffbraberien zeigen. Bon den mitgetheilten MWand- und Gewölbemalereien aus der Marienkirhe zu Terlan uvd der Martinsfirbe zu Campill bei Bozen in Tärol * siad die ersteren dethalb von kunftzesi<tli<em Werth, weil fie mit der äFahr-ézahl 1407 und dem Nauen des Malers Hans -Sto>inger, des Begründers ciner ausgedehnten Malerschule, Lkejeinet sind, deren Hauptwerke in einer ganzen Grvppe gothij<her Wandtinalereien aus der eist-n Hälfte und der Mitte des 15. Jahrhunderts ih nahweisen lassen, Stockiagér gilt ais der Begründer des monumentalen Stils in der Tiroler Malerei, und alle ihm und seiner Schule zugeshriebenen Werke, zu denen auch diejenigen in der Martinskirche zu C2mpill ge- hôren, bekunden den entsiederca Einfluß der italienishen Wandmialerei des 14, Fahrbunderts. Eine Deppeltafel giebt ans der ebengenannfen Kirche das mittlere De>enfeld wieder. Fa der Mitte 1hront in ovalem Nabmen die auf Goldgrund wemalte Gestalt des Erlôseré ; den Gken sieht man auf hohen Lehnsess:la vier Kirchenväter; den YHaum zwischen diesen und der Mandorla aber füllen auf gotlbgesterntem, blau-m Grunde vier anmutbige musi,ierende Engel. Brelte ODrnamentfcuse mit Vierpässen rahmen die Wölbung ein und theilen dieselbe kreuz förmig. ‘Auf dem legten Blätt entli wird etne sorgfältige, wirklih- feitötreue Aufnahme. des wit spätgothischem Nanfenwerk und an Stoff muster erinnernden Ornamenten reich ausgemalten kleinen Bibliothek« gemachs auf S@hloß Hohensalzburg dargeboten.

Land- und Forstwirthschaft.

Ernteaussihten und Getteidepreise in Süd-Italien und S1zilien.

Neapel, ten 19. Funt 1899 Abzcseheu von einigen kleinen

Distrikten. (Basilicata ta Zúditalien und Pianura di Catant@, Sizilien), wird allenthalben ein «utes Ergebniß der diesjährigen Getretveernte erwartut, Namentlih aus ken Previnzin Missina