1899 / 156 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

2A E ri O E

S O S E E n u E A2 S

Herrenhaus. :

i 15. Sigung vom 4. Juli 1899. | Zur Uebersicht über die Staatseinnahmen und Ausgaben des Jahres 1897/98 beantragt die Kom- mi für den Staatshaushalts - Etat und für Finanz- gelegenheiten, die vorgekommenen Etatsüberschreitungen nd außeretatsmäßigen Ausgaben nachträglih zu genehmigen. Graf von Mirbach weist auf den Kursdruck hin, welchen die Peigen L uGgen Konsols plöglich in Höhe von 3 °/0 erlitten hätten folge der Emission einer Anleihe eines anderen deutshen Bundes- fiaats um volle 79% unter dem Kurse der Konsols. Diese Erschei- nung sei aufs äußerste zu beklagen. Redner wünscht eine Berständigung unter den einzelnen Bundesstaaten, um solche Vorkommnisse aus-

zuschließen.

Vize-Präsident des Staats-Ministeriums, Finanz-Minister Dr. von Miquel:

Meine Herren! Ich würde mir nicht gestatten, die Finanz- operation eines Finanz-Ministers in einem anderen Bundesstaat zu Tritisieren. Jh halte das auh für ganz unmöglich, und ich nehme an, daß eben besondere Gründe zu den Dperationen meines {ächsischen Herrn Kollegen geführt haben. Jedenfalls, glaube ih, ist es bedenklih, in einer Landesvertretung eine Beurtheilung von Dispositionen eines anderen Bundesstaates eintreten zu lassen. Was mich betrifft, so bin ih sehr erfreut gewefen, daß, während ein Bundesftaat in so ausgezeichneten Finanzen wie Sachsen nah den be- sonderen Interessen, die der fächsishe Minister naturgemäß zu ver- treten hat, zu 859% eine Anleihe auf den Maikt bringt, unsere preußishen Konsols dadurh nur wenig berührt worden sind. Sie stehen noch immer 90 und einige Prozent. Momentan hat das Vorgehen Sachsens wohl eingewirkt; das hat aber roohl keine dauernde Bedeutung. Meine Herren, derartige Finanzoperationen werden überhaupt eine dauernde Bedeutung nicht haben, ihr Einfluß wird übershägt. Wenn einmal das Kapital in dem Maße roie heute fh von den durs{nittlich sicheren, aber mäßiger rentierenden Staats- und sonstigen Rentpapieren zurückzieht, so wird diese Thatsache doch wohl nur auf kürzere Zeit wirken; im Großen und Ganzen ist das eine unabweisbare Erscheinung, sodaß eine solche einzelne Maßregel eine dauernde Einwirkung nit hat. Der jeyige Rückgang der Rents- papiere erklärt sch einfah daraus, daß wir in Preußen noh nicht rei genug sind, bei einer folchen Fnanspruhnahme des Kapitals dur Handel, Gewerbe und Industrie unser Rentenkapital unberührt zu lassen. In England is das mehr oder weniger der Fall. Fn England liegt fast die ganze englishe Staatsschuld so fest in Trusts, Stiftungen und in Händen, die \ich garniht um den Kurs bekümmern, daß dort eine derartige Erscheinung nicht auftritt, Wir wollen hoffen, daß wir dermaleinst au in diesen glüdlidhen Zustand kommen werden. Auch kommt jeßt dazu, daß in den legten Jahren fehr viele auëwärtige Anleihen auf dem deutshen Markt emittiert sind, und zwar auch solche, die direkt zur Ausfuhr eines sehr großen Kapitalbetrages, und zwar direkt in Gold, geführt Haben. Das sind zusammentreffende Umstände, die es erklären, wenn die Kurse unserer Staatspapiere wie die aller Rentpapiere ge- wichen sind. Es ist meines Erachtens garnicht zweifelhaft, daß diefer Zustand mehr oder weniger vorübergehend is, und ih [{chäge die glüdlih, die ihre Papiere gegenwärtig niht verkauften, sondern in der Lage waren, sie zu behalten und auf bessere Zeiten zu rechnen.

Graf von Mirbach wiederholt dem gegenüber, daß er von einem plößlihen Kursdruck gesprochen habe.

Das Haus stimmt dem Kommissionsantrage zu.

Für die Rechnungen der Kasse der Ober-Rechnungskammer für 1897/98, soweit sie sih auf die preußische Verwaltnng be- ziehen, ertheilt das Haus gleichfalls die Decharge.

Auf Antrag der Matrikelkommission, Referent Graf von Hutten-Czapski, beschließt das Haus, dem schon früher eingebrachten, der Kommission überwiesenen Antrage des Frei- herrn von Solemacher - Antweiler A ves daß Fürst Gebhard Lebreht Blücher von Wahlstatt wegen Verlustes der La P Stäatszangehörigkeit die Eigenschaft als Mitglied des Hauses verloren hat, und daß das mit dem Besiße der Batten Wahlstatt und Krieblowiß verbundene Recht auf

ertretung im Herrenhause zur Zeit ruht.

Der Bericht zählt ferner die Namen der Verstorbenen auf, welche in der Matrikel zu löschen sind. Die Löschung wird beschlossen, die Legitimation der neu enen Mitglieder als

ührt anerkannt und \chließlich aus Anlaß des Ausscheidens Le Ober-Bürgermeister Lene und Schustehrus nochmals resolviert, daß das Haus auf dem Standpunkt steht, daß das Recht der Mitgliedschaft des Herrenhauses bei einem städtischen Vertreter, welcher in ein anderes Amt berufen is, erst an demjenigen Tage erlischt, an welchem der Betreffende sein bis- heriges städtishes Amt niederlegt.

Dem Gesezentwurf, betreffend die Bewilligung weiterer Mittel zur Verbesserung der Wohnungs- verhältnisse von Arbeitern, die in staatlichen Betrieben beschäftigt sind, und von gering be- foldeten Staatsbeamten, soll nah dem Antrage des Berichterstatters der Etats- und Finanzkommission unverändert zugestimmt werden.

Freiherr von Durant empfiehlt, nach Möglichkeit die Bau- thätigkeit in dieser Richtung durch Gewährung von Darlehen an Baugenofssenshaften zu fördern.

exr von Graß betont, daß nah fast einstimmiger Ansicht der Kommission auf dem eingeshlagenen Wege die Wohnungsfrage für die Staattarbeiter im Osten zur allgemeinen Zufriedenheit gelöst sei.

Vize-Präsident des Staats-Ministeriums, Finanz-Minister Dr. von Miquel:-

Meine Herren! Die Frage, ob die Gebäude zu theuer hergestellt werden, oder nit, ist ja sehr viel erörtert worden, sowohl hier als im Abgeordnetenhause. Aber eine Reihe von fehr sahkundigen Leuten hat auf Grund genauer Prüfung zugegeben, daß in diesem Fall der Staat eigentlich nit theuerer baue was sonst ja vielfa der Fall ift als Privatleute. Auch nach meinen Erfahrungen in Bezug auf den Bau von kleinen Wohnungen sind die Preise einschließli

‘ver Verwaltungskosten, welche der Staat \sich berechnet, weil

er die Verwaltung führt [aus dem allgemeinen Baufonds, für vierzimmerige Wohnungen mit 3917, für dreizimmerige Woh- nungen mit 3041 und für zweizimmerige mit 2500 4, wirkli nicht so hoh. Ich habe mir z. B. Zahlen von Baugenossenschaften, die doch selbs den Bau in eigenem Interesse betreiben, angesehen, welche von den unserigen kaum differteren, i

1 Was nun die Frage betrifft, ob es ridtiger ist, daß der Staat

nit selbst baut, sondern Darlehne an Baugenofsenschäften gäbe, so ‘handeln wir {hon nah diesem Prinzip. Wir bauen im wesentlichen ‘nur da, wo solhe Baugenossenschaften niht vorhanden sind und sich nicht bilden. Wo gut vêrwaltete Baugenossenschaften existieren, ist es uns auch selbst lieber, diesen 3 prozentige Darlehne ju geben und ihnen im übrigen die Ausführung des Baues und die Verwaltung ganz zu überlassen. :

Was die Miethspreise betrifft, so haben Sie die Freundlichkeit, dieselben mit den in größeren Städten von den arbeitenden Klassen gezahlten zu vergleichen; vergleichen Sie ferner die Beschaffenheit der Wohnungen, die wir unseren Beamten und Arbeitern zur Disposition stellen, und derjenigen, die solchen Leuten sons zur Verfügung stehen, so werden Sie doch, glaube ih, ein sehr günstiges Bild von der Sache bekommen.

Aber auch in anderer Weise kann man unser Vorgehen wohl billigen. Wir gehen so weit, wie möglih; es kann \ih gar nicht darum handeln, den Arbeitern besondere Zuwendungen aus dem hier fraglidhen Fonds auf Kosten des Staats zu mahen. Wenn wir aber bauen müssen aus dienstlihen Gründen, aus geschäftlichen Gründen, weil der Staat z. B. es nöthig hat, daß nahe an der Eisenbahn- station eine Menge Arbeiter wohnen oder Beamte immer zur Hand sein müssen, da brauht man nicht immer auf Rente zu sehen Solche Fälle liegen hier aber nicht vor, sondern wir bauen hier nur, weil wir unseren Staatskredit gewissermaßen zur Verbilligung der Wohnungen für solche Personen, die im Staatsdienst si befinden, zur Disposition stellen. Meine Herren, wenn wir mit' einer Anleihe kommen, also niht aus den laufendea Betriebsmitteln als Geschäfts- unkosten die Gelder nehmen, dann müssen wir eine Rente haben, denn sonst werfen wir die ganze Komptabilität gegenüber ven einzelnen Ressorts über den Haufen. (Sehr richtig !) Wir wollen der Eifenbahn- verwaltung keineSchenkung machey, sie soll dafür aufkommen, daßta3 Geld, welches der Staat der Eisenbahnverwaltung leiht, voll der Staats- kasse verzinst wird. Wenn wir für die Bergwerksverwaltung aus all- gemeinen Staatsmitteln mit Verlust Wohnungen für die Bergleute herstellen, so kann man die rihtige Bilanz für die Bergwerksverwaltung nicht mehr ziehen. Hieran müssen wir also festhalten: Der Staat muß mit einer mäfigen Verzinsung zwar zufrieden sein, aber er muß eine angemessene Verzinfung beziehen, und so ist au die Sache von vornherein beschlossen. Wir sind ja in dieser Beziehung hon etwas zurückgegangen in unseren Forderungen. Wir fordern noch {09/6 Amortisation, # 9/9 Verwaltungskosten und Meiethsverlust, wir fordern aberan Verzinsung nicht überall mehr wie 3 °/o. Wir sind schon zurückgegangen auf 2,84 %/, wenn die betreffende Ver- waltung uns davon überzeugt, daß diese Bauten nöthig find, daß sie die Arbeiter sonst nicht recht placieren und die Miethe nicht höher gestellt wecden kann, als zu dem Nettosaße des Grgebnifses von 2,84 9/6. Wir haben uns damit getröstet, daß wir wohl kaum # °/) Amorti- sation gebrauchen, und daß die Untechaltung und der Ausfall an Miethen doch wohl auch nicht ganz 19% beträgt. Aber weiter herunterzugehen, das kann man an dieser Position niht ver- antworten und wir haben doch auch gefunden, daß es niht nothwendig ist. Unsere Miethen sind doch immer noch billiger, als sie die Leute sont zahlen müssen, und zweitens sind jedenfalls die Wohnungen besser; drittens findet keine Kündigung bei ordentlichem Betragen und pünktlicher Zahlung statt. Das Gezwungensein der arbeitenden Klasse, alle Augenblicke auszuziehen, is doch ein großer Uebelstand. Dadurch wird das ganze Haus- wesen vershlechtert, die Familienverhältnisse leiden, und die Leute "werden gleihgültig gemacht in Bezug auf die Beschaffenheit der Wohnung; sie haben kein Vergnügen daran, sie zu schmüdcken, sie reinlih zu halten; sie be- trachten sich, ih möchte fast sagen, als halbe Vagabunden. Wenn sie dagegen in unseren Wohnungen wohnen und keine be- sonteren Gründe vorliegen, fo werden die Leute darin nicht gestört. Sie bleiben dauernd da wohnen. Sie können 20 Jahre in denselben Räumen wohnen. Das sind so erheblihe Vortheile, daß wir die größte Nachfrage nah solchen Wohnungen haben. Es sind das reine Miethswohnungen, feine Dienstwohnungen. Das müssen wir immer festhalten. Ich glaube, bei den kolossalen Betrieben des preußischen Staats müssen wir weiter fortfahren mit diesen Einrichtungen. Wir sind damit noch lange niht zu Ende und ich bin doch der Meinung, daß der Staat als Arbeitgeber mit gutem Beispiel dem ja in dieser Beziehung höchst rühmlihen Vorgehen vieler Privatarbeitgeber, wenn au nicht vorangehen, jo doch unmittelbar auf den Fersen folgen muß. Wir haben in dieser Beziehung lange Zeit hindur weniger geleistet als Privatarbeitgeber, und diese Sache ist jedenfalls noch lange nicht zu Ende, sie würde aber bald zu Ende gehen, wenn wir niht auf eine angemessene Verzinsung halten. Shenkungen haben bald ein Ende; denn da giebt es eine feste Grenze. Hat man aber eine große Aufgabe in wirthshaftliher Beziehung vor \sich und kann man eine mäßige Rente herauswirthshaften, dann kann die Sache hon lange dauern und vorwärts gehen, zum großen Heile der Arbeiterklasse. Ich bin daher sehr erfreut, daß sih der Herr Berichterstatter nit bloß mit unserem bitherigen Vorgehen zufrieden gezeigt hat an der Arbeit wird ja auch immer gebessert, man macht immer neue Erfahrungen —, sondern geradezu damit einver- standen ist, daß der Staat in dieser Richtung auch in Zukunft weiter geht, und wir werden dieser Aufforderung mit größtem Vergnügen folgen. (Beifall)

Graf von Zieten-Schwerin: Die Kommission hat ih mit dem Vorgehen der Staatsregierung völlig einverstanden erklärt, vor allem damit, daß keine Micthskasernen errihtet werden. Sehr be- rihigend wird auc die Erklärung des Ministers wirken, daß in wirk-

lihen Nothfällen auh etwas von dem Minimalsaß von 3 °/o noch abgelassen wird.

Vize-Präsident des Staats-Ministeriums, Finanz-Minister Dr. von Miquel:

Jh möchte noch, wenn ih rihtig verstanden habe, einige kleine Jrrthümer berichtigen.

Wir bauen niht durhgängig drei Obergeshosse, sondern in der Regel nur zwei, nur in Frankfurt haben wir nah dem Vorgang der zahlreihen dortigen gemeinnüßigen Baugesellshaften bei der außer- ordentlichen Preishöhe des Grund und Bodens drei Obergeshosse ge- baut. Im übrigen gehen wir niht über ¿wei Obergeschosse, Parterre und zwei Geschosse. Das vertheuert die Sale etwas, Man kann vortheilhafter zu Werke gehen, wenn man drei Obergeschosse baut, das geschieht aber thatsählih niht. Au bauen wir möglichst solid, denn diese Art Häuser, in denen meistens Leute mit vielen Kindern wohnen,

werden natürli fark abgenußt, und namentli geben wir den Häue

sern mit mehreren Obergeschossen steinerne Treppen, welhe zwar in der Anlage theurer, aber \{ließlich dow billiger find als hölzerne Treppen, die in \olhen Häusern ganz gewaltig abgelaufen werden.

Nun ist es merkwürdiger Weise am \{hwierigsten, eine dreiprozentige Rente herauszuwirthshaften auf dem Lande. Die Bergwerksver- waltung hat die allergrößten Schwierigkeiten, weil sie das Material zu den Hausbauten oft sehr weit herholen muß, die in der Nähe des Swhahtes stehen sollen; sie baut deshalb theurer wie die Eisenbahn- verwaltung, die ja an Orten baut, wo dur die Eisenbahn das Material leiter herbeigeschaft werden kann. Ich weiß nicht, wie das in Königsberg ist, der Fall is mir nicht bekannt; daß man da nicht sollte ctwas mehr herauêwirthshafien als 2,84 9/0 Wahrscheinlich liegt es darin, daß in dortiger Gegend überhaupt die Wohnungsbedürfnisse noch gering sind und die Miethen niedrig. Wenn wir bauen, so können wir so einfah, wie die Menschen vielleiht dort noch wohnen, die Gebäude nicht herrihten. Wir müssen folhe Wohnungen- bauen, die gewissermaßen auch für Privaté zur Nach- eiferung anregen. Das Hauptübel bei der Wohnungsfrage der arbeitenden Klasse habe ih immer darin gesehen, daß der Arbeiter zuerst an seiner Wohnung spart. Trinken, Essen, Kleidung, Vergnügen ist ihm das Erste, er wohnt vafür lieber ganz erbärmlih, und es ist geradezu ein Kulturfortschcitt, in dieser Beziehung dem Arbeiter das Gefühl allmählih beizubringen, was es heißt, eine gute Wohnung zu haben. In dem Punkt das Bedürfaiß zu steigern, halte ih für eine wichtige Aufgakte. Das kann natürlih immer nur bis zu einer bestimmten Grenze gehen; hat der Arbeiter einmal eine Zeit lang eine bessere Wohnung gehabt, so fühlt er bald die ungeheure Wohlthat, die darin liegt, und dann wird er in dieser Beziehung nicht leicht wieder rückfällig. Die neueren Bestrebungen, die Wohnungen zu vermehren, sind ‘fast noch niht so wichtig als wie der Gesichtspunkt, daß der Arbeiter allmählih dahin kommt, \sich sehr viele Opfer aufzuerlegen für eine gute Wohnung, und lieber andere unnüße Auszaben hintenan- stellt. (Sehr richtig!)

Man sieht das ja beispielsweise in Holland, da ruht ein Arbeiter nit eher, als bis er cin kleines Haus für fich hat. Es wird aber so allmäblih kommen, wenn gemeinnüyige Baugenossenshaften, Staat und Kommunen in dieser Beziehung zusammenwirken. Das wäre nah meiner Meinung die beste Förderung.

Die Vorlage wird genehmigt und die Denkschrift über die Aussührung der früher ergangenen gleichartigen Geseßze durh Kenntnißnahme für erledigt erklärt.

Herr von Wiedebach berichtet sodann für die Agrar- fommission über den vom anderen Hause in veränderter Fassung zurückgelangten Geseyentwurf, betreffend Schuß- maßregeln im Quellgebiete der linksseitigen ZU- flüsse der Oder in der Provinz Schlesien. Mit schwerem Herzen hat si die Kommission, wie der Berichterstatter ausführt, dazu entslossen, der Fassung des anderen Hauses in § 7 zuzustimmen, wonach von den Lasten Staat, Provinz und Gemeinde je ein Drittel tragen sollen, während das S die Lasten zu zwei Dritteln dem Staat, zu einem

rittel der Gemeinde auferlegen wollte.

Freiherr von Manteuffel erklärt, das Geseg in der vor- liegenden Fassung nicht annehmen zu können, da er zur Belaftung der Provinz und zur Drittelung niht die Hand bieten wolle.

Nach Probe und Gegenprobe wird § 7 „in der Fassung des anderen Hauses mit geringer Mehrheit abgelehnt und der frühere Beschluß des Herrenhauses wiederhergestelt. Jm übrigen wird die Vorlage unverändert genehmigt.

Der Nachtrag zum Staatshaushalts-Etat für 1899 wird ohne Debatte gemäß dem Antrage der Etats- Kommission angenommen.

Es folgt der mündliche Bericht der Handels- und Ge- werbekommission über den Geseßentwurf zur Ergänzung der Geseye, beireffend die Vertheilung der öffentlichen Lasten bei Grundstückstheilungen und die Gründung neuer Ansiedelungen, von 1876, 1887, 1888 und 1890.

n Herr von Rheden beantragt die Zustimmung

zu de Beschlüssen des Abgeordnetenhauses. Das Haus be- \hließt demgemäß ohne Debatte. ___ Namens derselben Kommission berichtet Herr von Graß über die Petition des Richard Gaida, Vorstandsmitgliedes des Verbandes der Gleiwißer Kolonialwaaren-Kaufleute, und über gleihlautende Petitionen von Anderen um Einführung einer Umsaßjteuer. bei geseßlicher Regelung der Steuer- verhältnisse der Großbazare und Konsumvereine. Der Kom- missionsantrag geht dahin, die Petitionen der Regierung als Material zu überweisen.

Freiherc von Durant beantragt Ueberweisung zur Erwägung. Die Regelung der Frage sei dringlich, weshalb j1 auch {hon die Kommission nicht den Uebergang zur Tagesordnung empfehle. Man solle einen kleinen Schri1t weiter gehen und Ueberweisung zur Erwägung beschließen. Wenn sih im Staats-Ministecium Meinungsverschic den» heiten. geltend gemacht -hätten, bie erst ausgeglichen werden müßten, so have es ‘Toch feinesfalls etwas, wenn das Haus auf Beschleunigung der Entscheidung dränge. Die lberwiegende Mehrzahl der -poli- tischen Freunde des Redners halte die Umsaßsteuer für die beste Form der den Waarenhäusern aufzuerlegenden Sonderbesteuerung. Der Antrag solle der Regierung einen kleinen Nückhalt für ihre d. ni- nächstige Stellungnahme geben.

Ober - Bürgermeister Bend er-Breslau hält mit der großen Mehrheit der \tädtishen Magistrate die Erhebung einer Umsaßsteuer ür unausführbar, es sei dean, daß man den Betrieb dieser Ge- châfte überhaupt lahmlegen wolle. Die durch die Konkurrenz benahtheiligten Interessenten sollten doch mit spezifizterten Vorschlägen kommen, wie dieser Stein dec Weisen zu finden, wie die Umsaßsteuer zu gestalten sei. Män ziehe einfah über die städtiswen Verwaltungen wegen ihrer Indolenz auf diesem Gebiete her, ohne selbs mit greifbaren Ideen aufzuwarten, Auch die Bres- lauer \tätische Verwaltung könne ein Lied davon singen. Die einzelne Stadt könne überbaupt eine solche steuerlihe Regelung nicht eintretén lassen. Ueber die Umsaßsteuer seien die Akten ziemlich geschlossen, ihre Einführung sei mehrfach vergeblich versuht worden.

Freiherr von Durant verweist den Vorredner auf Bayern, wo die Umsaßsteuer von Staatswegen eingeführt sei, also auch praktische Gestalt gewonnen habe.

Geheimer Kommerzienrath Frenzel: Unsere Gewerbesteuer- verhältnisse sind ganz andere wie in Bayern ; deshalb kann man die dortigen Verhältnisse mit den preußishen niht ohne weiteres in Vergleich stellen, Im Auzenbl!ck sollte von einer Beschlußfassung über diese schwierige Frage abgesehen werden. Der Kommissionsantrag trifft daher das Richtige.

Minister des Königlichen Hauses von¿Wedel ist für den Antrag von Durant, ohne sih damit auf die Umsaßsteuer festlegen zu wollen. Seine Freunde hätten nur einen etwas lebhafteren Ausdruck als den sozusagen gleihgültigen der „Ueberweisung als Matertal“ wählen wollen.

Ein Regierungs-Kommissar bemerkt, daß, wenn mit dem Antrage auf fiebérwelsüng „zur Erwägung“ keine Festlegung der Re-

/ gierung auf irgend eine bestimmte Form .der Steuer beabsichtigt sei,

die Regierung nihts gegen den Antrag einzuwenden habe. : leine Kommerzienrath Frénhel wiederholt, daß das Haus mit dér Ueberweisung zur Erwägung auh materiell Stellung nehme.

Freiherr von Solemacher-Antweiler hält es nah der Gr- klärung des Kommissars für irrelevant, ob der eine oder andère An- trag angenommen werte

Der Antrag des Freiherrn von Durant wird mit 32 gegen 28 Stimmen abgelchnt, der Kommissionsantrag an- genommen.

Damit ist die Tagesordnung erledigt.

Schluß 3/44 Uhr. Nächste Sizung Mittwoch 121/2 Uhr. (Antrag des Grafen von Mirbach, betreffend die Vorlage zum Schutze des gewerblichen Arbeitsverhältnisses; Charfreitags- vorlage; Petitionen.)

Haus der Abgeordneten.

88. Sißung vom 4. Juli 1899.

Ueber den ersten Theil der. Sißung ist {hon berichtet worden. | L

Das Haus seßt die Berathung von Petitionen fort.

Eine längere Debafte knüpft sih an die Petition des Eisenbahnbau- und Betriebs-Inspektors Michaelis zu Magdeburg um Anrehnung diätarischer Dienstzeit auf sein Besoldungsdienstalter. Entgegen dem Antrag der Kommission auf Verweisung zur Erwägung, wird dieselbe der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen.

Verschiedene Petitionen von Eisenbabn-Bureaudiätaren Eisenbahn- Kanzleidiätaren und“ ähnlihen Eisenbahnbeamten um Verbesserung ihrer Anstellungsverhältnisse werden entsprechend den Anträgen der Kommission durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt.

Petitionen des Gehetmen Justizraths ehe und des Herrn Werner zu Berlin um Belassung der Köntglichen Bibliothek in der Mitte Berlins werden der Regierung als Material überwiesen.

Ebenso werden eine Petition des Direktors der kunstgewerblichen gate zu Flensburg um Bewilligung von Staatsmitteln zu einem

teubau für das Kunstgewerbe - Museum in Flensburg und eine Petition der Handelskammer zu Sagan um Bewilligung der Mittel zum Umbau des dortigen Bahnhofes der Regierung als Material überwiesen. :

Um 13/4 Uhr wird der Ruf nah Vertagung laut.

; Präsident von Kröcher stellt dem Hause anheim, ob es etne Vertagung eintreten lassen wolle.

Abg. Reichardt (nl.): Die Berichterstatter haben hier ausharren müssen, da wäre es doch angebraht, wenn auch die Mitglieder des Hauses noh etwas ausharren, damit wir die Petitionen endlich er- ledigen können

Troßdem wird die Vertagung beschlossen.

Präsident von Kröcher: Ich habe niht so viel Stoff, um eine Sitzung demnächst anberaumen_ zu können. Ich möchte deshalb um die Ermächtigung bitten, die Sihung anseßen zu dürfen, fobald ih genügend Stoff babe. 5 /

Abg. Reichardt: Ih möchte den Herrn Präsidenten bitten, wenigstens anzudeuten, wann dies ungefähr scin könnte.

Abg. Freiherr von Heereman (Zentr.): Jh bin gern bereit, die Befugniß dem Herrn Präsidenten zu ertheilen, wenn ich eine be- stimmte Zusicherung erhalte über den ersten Termin, an welchem etwa die Sitzung stattfinden foll. Ich möthte ihn aber bitten, diesen Termin etwas hinauszuschieben. Das Haus kann sih das Zeugniß

eben, daß es fleißig gearbeitet hat, sowohl im Plenum wie in den

Konimissionen: Wir Fußen das Bedürfniß, nah Hause zu kommen und dort zu bleiben oder eine Badekur zu gebrauchen oder Geschäfte zu erledigen. Wir haben daher einen nspruch auf eine Ruhepanse von einigen Wochen. Ih möchte deshalb bitten, daß die nächste Sitzung nit vor dem 14. August stattfindet.

Präsident von Kröcher: - Ich bin gern bereit, diese Zusicherung zu geben, daß die Sefhrä nicht vor dem 14. August stattfindet,

Mit dieser Beschränkung wird die Ermächtigung ertheilt.

Abg. Freiherr von Heereman bittet außerdem, auf die Tagesordnung der ersten Sißung nit wichtige Verhandlungs- gegenstände zu segen, damit die Fraktionen noh Zeit gewinnen, fi über die wihtigen Verhandlungsgegenstände zu verjtändigen.

Präsident von Krö cher sagt auch Grfüllung dieses Wunsches zu.

Sluß gegen 2 Uhr. Nächste Sißung unbestimmt.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrung8- Maßregeln.

Norwegen.

Durh Königlihe Verordnung vom 27. Juni d. J. sind die Häfen in Egypten und auf Mauritius als von der orientalischen Pest verseucht erklärt worden. Die in dem norwegishen Geseße über das Quarantänewesen vom 12. Juli 1848 enthaltenen Vorschriften über Quarantänemaßregeln treten sofort in Kraft.

Die f. Zt. gegen Arabien, Pe1sien, Vorderindien, Formosa und die Peêcadoren angeardneten Maßregeln bleiben in Kraft. (Vergl. „R.-Anz.“ Nr. 35 vom 10. Februar 1897.)

Algerien.

Vom 28. Juni d. J. ab unterliegen Provenienzen aus Alexandrien in Algier den strengen Quarantänevorschriften,

Schiffe aus Alexandrien müssen in der Bai von Agha ankern an der vom Lootsendienst bestimmten Stelle, Der Lootse selbst darf nicht an Bord gehen. Die Fen tei erle werden an Bord berangebraht. Doch muß die Einnahme der Kohlen durch das Schiffspersonal erfolgen; das Gleiche gilt ron den Lebensmitteln, die auf Leichter oder auf sonstigen Fahrzeugen herangebracht werden. Die Körbe, die die Lebensmittel enthalten, ‘dürfen den Lieferanten nicht zurückgegeben werden. Alle Gegenstände, die mit dem seuchenver- dächtigen Schiff in Berührung gekommen, sind, müssen auf das Ge- naueste desinfiziert werden.

Nachweisung

über den Stand von Thierseuchen im Deutschen Reich am 30. Juni 1899.

(Nach den Berichten der beamteten Thierärzte zusammengestellt im Kaiserlichen Gesundheitsamt.)

Nachstehend sind die Namen derjenigen Kreise (Amts- 2c. Bezirke) verzeichnet, in wel Maul- und Klauenseuhe oder Schweine- seuhe (einschl. Schw it) am 30. Junt herrshten. Die Zahlen der betroffenen Gemeinden und Gehöfte sind leytere in Klammern bei jedem Kreise vermerkt; sie umfassen alle wegen vorhandener Seuchenfälle oder au nur wegen Seuchenverdahts gesperrten Ge- höfte, in welhen die Seuhe nach den geltenden Vorschriften noh nicht für erloshen erklärt werden konnte.

Rot (Wurm).

Prem Stadtkreis Berlin 1 (4). Reg.-Bez. Potsdam: otsdam Stadt 1 (1), R - Bez, Frankfurt: Züllichau- chwiebus 2 (4). Reg.-Bez. Stettin: Saayig 1 (1). eg.-Bez.

osen: Wreschen 1 (1), Schroda 1 (1), Schrimm 1 (1).

eg. - Bez. Bromberg: Witkowo 3 (3). Reg. -Bez. Liegniß: Grünberg 1 (2). Reg.-Bez. Oppeln: Kattowiß 1 (1), Falkenberg 2 (2). Reg.-Bez. Merseburg: Sangerhausen 2 (2), Merseburg 1 (17: Bayern. Reg-Bez. Oberbayern: München Stadt 1 (1). Mee es: S{hwaben: Donauwörth 1 (1), Neuburg a. D. 1 G x Württemberg. Jagstkreis: Neresheim 1 (1). Donaukreis. Ghingen 1 (1). Bremen. Bremen Stadt 1 (?).

Zusammen: 24 Gemeinden und 30 Gehöfte.

' } en. R Bi . Ep Strelno i 1 1 (2), Wanzleben 3 (3), Neuß

Lungeuseuche,

osen: ). R

Iarotschin 2 (2). Neg.-Bez.

eg.-Bez, Magdeburg: Kalbe aldensleben 2 (2), Olcheréleben 1 (1).

Zusammen : 10 Gemeinden und 11 Gehöfte.

Maul- und Klauenseuche und Schweineseuche (einschl. Schweinepest).

Betroffeue Kreise 2c. 1)

Preußische Provinzen, ferner Bundes- staaten, welche in Regterungs- Bezirke getheilt find.

Laufende Nr.

sowie Bundesstaaten, welche nicht

getheilt find.

in Regierungs-Bezirke

Schweine- Maul- feuche

Regierungs- 2c. Bezirke, und eins{l.

Tae Schweine-

pest

D

3.

c” | Gemeinden

D | Gehöfte = | Kreise 2. o | Gemeinden

ck | Kreise 2c.

Ostpreußen Westpreußen

Brandenburg

Pommern Posen Schlesien

= do O VDIANRNPNA j:

prt prt prt S DD

15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 309 31 32 Rheinland (33 34 ; 39 Hohenzollern [36 S

Sachsen Schl.-Holstein

Hannover

Westfalen

Hessen -Nassau

—— —————— m ——— —— ———————

Königsberg . Gumbinnen Bana L Marienwerder . Berlin . Ce rankfurt Stettin Köëlin Stralsund . Posen Bromberg . Breslau . Liegniß . Oppeln ._. Magdeburg . Merseburg Erfurt Schleswig . Hannover . Hem : üneburg Stade . Osnabrück Auri Se Münster . . Minden . Arnsberg. Cassel Wiesbaden . Koblenz . Düsseldorf . Köln . Trier . Aachen Sigmaringen

38 39 40 Bayern 41

42

49 46 47 48

Sachsen

52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62

63 Oldenburg 2

65 66 67 68 Sachsen- 1% Cob.-Gotha 170 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81

Baden

Hessen

49 Württemberg N

Oberbayern . Niederbayern Maliz afk berpfalz Oberfrañken. . Mittelfranken .

43| Unterfranken 44| Schwaben

Bauten . Dresden .

Leipzig

Gi A Neckarkreis . . Schwarzwaldkreis . Jagstkreis á Donaukreis . Konstanz . Freiburg . Karlsruhe . Mannheim . Starkenburg Oberhessen . Rheinhessen .

Mecklenburg-Schwerin i

Sachsen-Weimar .

Oldenburg“ . SRDEE is He E Braunschweig .

Sachsen-Altenburg Coburg tats Rd. n MURARE o n

MWaldeck:: (at 5 Reuß älterer Linie

Schaumburg-Lippe Li E Lübed, k Bremen . Ae C nter-Elsaß Ober: Elsaß . Í

Gliaß- 183 Lothringen 84

Lothringen .

Mecklenburg-Strelißz i; Sachs en-Meiningen :

Schwarzburg - Sondersh. i 54 Schwarzburg -NRudolstadt |

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a. Maul- und Klauenseuche. 3: Elbing 4 (5), Marienburg i. Westpr. 19 (42), Dkrschau 6 (11), Pr. - Stargard 15 (42), Berent 3 (7). 4: Stuhm 1 (2), Marienwerder 6 (6), U E Westpr. 23 (38), Löbau 1 (1),

Strasburg i. Westpr. 7 (15),

riesen

13 (19), Thorn 5 (22), Kulm

5 (6), Graudenz 11 (17), Shweß 21 (39), Koniy 1 (1), Schlochau

1 (4), Flatow 3 1 (2, darunter der

Angermünde 23 (132),

Teltow 10 (20), Potsdam Stadt 1

prignit 4 (9). 7: Königsberg i. Nm. 10 (38), Arnswa

Friedeberg i. Nm. a. O. Stadt 1 (1)

6), Deutsch Krone 3 (6). iehhof). 6: Prenzlau 21 D Templin 9 B 7

5 G Landsberg 1 , Weststernber

Luckau 1 (Q Kottbus 1 (1), Sorau

münde 1

( : Schivel Kolberg-Körlin 4 (6), Kös

11: Wreschen 2

Schrimm 19 (40), Posen Stadt

ein 8 ( 1 (33), Aaron

West 41 (129), Obornik 11 (19),

1) An Stelle der Namen der Regierungs- 2c. Bezirke i die entsprechende lfde. Nr. aus ter nachstehenden Tabelle aufgeführt.

Oberbarnim 8 (21), üterbog-Luckenwalde 19 (53), Zauh-Belzig 14 (4), Osthavelland 9 (29), Ruppin 4 L

2 (2), Oststernberg 1 (1), Züllichau- Schwiebus 3 (4), Krossen 4 B E )Dfistern 10), b a

5: Berlin Stadt

tederbarnim 5 oh t de 6 (19), (2), Lebus 5 (15), Frankfurt ben 1 (1), 2). S8: Anklam 3 (6), Uecker-

9), Randow 9 (27), Greifenhagen 18 (85), Pyriß 13 (52), Saatig 12 (78) L 4 (27), Greifenber 2 (15

26 40). 8), Neustettin A 4

in 1 (1). 10: Greifswald 3 (3).

Regenwalde elgard 8 (28),

17 (21), Sroda 27 (42),

7), Posen Oft 7 (13), Posen

mter 1 (1), Meseriy 1 (3),

| Se 2 00 Ff

s

chmin 15 (38), R otosdig 19 he 46 90),

19 (60), Adelnau 26 (153), Schildberg 14 2) Kemyen i. D (12). 12: (Szarnikau 2 (28), Kolmar t. P. 2 (13 ; Virsip 2 (2), Brom- berg 2 (2), Schubin 2 (2), Strelno 13 (14), Mogilno 32 (48), Znin 7 (19), Wongrowiy 41 (58), Gnesen 12 (20), fowo 9 (14). 13: Namélau 4 (5), Gr.-Wartenberg 11 (54), Oels 39 (198), Trebniy 27 (49), Militsh 13 (23), Guhrau 12 (14), Steinau 19 (56), Wohlau 17 (26), Neumarkt 26 (109) Breslau 19 (38), O as 43 (124), Brieg 5 (10), Strehlen 22 (80), Nimp ch 7 (27), Münsterberg 10 (47), Frankenstein 14 (79), Reichenbah 1 (1), Schweidniy 8 (32), Q 5 (12), Waldenburg 10 (21), Glaß 4 Gu Neurode 3 (8), Habelshwerdt 6 (21), 14: Grünberg 3 (3), reistadt 7 (13), Sagan 4 (10), Sprottau 8 (16), Glogau 29 (80), üben 5 (22), Goldberg-Hainau 1 (7), Vegniy 2 (6), Schönau 1 (1), Hirschberg 1 (1), Lauban 1 (1), Görliß Stadt 1 (1) Görliß 1 (1). 15: Kreuzburg 2 (2), Rosenberg O-S. 1 (1), Ple 4 (18), Falkenberg 1 (9) Neisse 1 (4), Grottkau 3 (3). 16: Oster- burg 8 (46), Salzwedel 6 (34), Gardelegen 11 (70), Stendal 1 1), Ferihow 1 32 (222), Jerihow IL 8 (72), Kalbe 7 (37), Wanzleben 12 (73), Magdeburg Statt 1 (5), Wolmirstedt 9 (62), Neuhaldens- leben 21 (209), Oschersleben 9 C Aschersleben 3 (4), Halberstadt Stadt 1 (1), Halberstadt 7 (33), Wérnigerode 2 (11). 17: Lieben- werda 7 (17), Torgau 13 (38), Schweiniy_ 13 (68), Wittenberg 18 (130), Bitterfeld 22 (112), Halle a. S. Stadt 1 (2), Saalkreis 16 (65), Delibsh 26 (64), Mansfelder Gebirgskreis 15 (51), Sanger- hausen 1 (3), Eckartéberga 8 (29), Quetkirt 6 (13), Merseburg 13 (34), Weißenfels 7 (15), Naumburg 5 (2 Zeiß 9 (5). 18; Worbis 2 (13), Mühlhausen 1 (6), Langensalza 4 (35), Weißensee 10 (46), Erfurt 13 (48). 19: Husum 1 (1), Pinneberg 3 (8), Altona Stadt 2 (5), Herzogthum Lauenburg 2 (3). 20: * eustadt a. Rbge. 11 (51), Hannover 2 (8), Linden 1 (2), Springe 16 (89), Hameln 6 (21). S1: Peine 5 (12), Hildesheim 5 (16), Marien- burg i. Hann. 10 (78), Gronau 2 (5), Goslar 4 (16), Einbeck 3 (9). 22: Celle 4 (21), Gifhorn 7 (27), Burgdorf 9 (21), Isenhagen 1 (15), 24: Meppen 3 (101), Aschendorr 5 (7), Hürnmling 1 (1), Bersenbrück 2 (17). 25: Emden 2 (7 Gehöfte und Weiden), Wittmund 3 (15, darunter 14 Weiden), Leer 5 (7). 26: Warendorf 4 (7), Beckum 5 (9), Lüdinghausen 17 (155), Münster 3 (6), Steinfurt 9 (42), Coesfeld 9 (61), Ahaus 2 (2), Borken 2 (2), Recklinghaufsen 12 (62). 27: Bielefeld 7 (9), Wiedenbrück 1 (1), Paderborn 4 (11), Büren 2 (8), Höxter 2 (7). 28: Arnsberg 1 (10), Lippstadt 4 (30), Soest 2 (2), Hamm 6 (19), Dortmuúünd § (25), Hörde 9 (13), Bcchum 5 (10), Hattiagen 5 (9), Hagen 9 (28), Schwelm 1 (1), SFserlohn 4 (5), Altena 3 (3). 29: Cassel 4 (19), Eshwege 2 (2), Rotenburg i. H.-N. 6 (68), Kirchhain 2 (48), Fulda 2 (8), D anan 3 (10), Gelnhausen 1 (4), Shmalfalden 4 (21), Rinteln 2 (3), Gersfeld 4 (9). 30 : Dill- freis 1 (1), Umburg 2 (5), St. Goarshausen 1 (4), Ufingen 5 (21), Obertaunuékreis 2 (12), Höchst 1 (1), Frankfurt a. M. 1 (1). 31: Sanft Goar 5 (42), Kreuznah 4 (23), Simmern 1 (1), CoŸem 2 (3), Mayen 1 (2), Adenau 6 (19), Ahrweiler 5 (5), Weßlar 1 (1), Meisenheim 2 (20). 32: Kleve 14 (49 Gehöfte uno Weiden), Rees 13 (72 Gehöfte und Weiden), Krefeld Stadt 1 (3), Krefeld 4 (7), Mülheim a. Ruhr 3 (3), Ruhrort 3 (8), Essen 1 (1), Mörs 7 (20), Geldern 10 (30), Kempen (12), Elberfeld Stadt 1 (5), Mettmann 2 (2), Lennep 9 (3), Solingen 3 (13), Neuß 4 (13), Grevenbroih 9 (23), Glad- bah 1 (2). 33: Wipperfürty 1 (1), Gummersbach 2 (4), Siegkreis 2 (7), Mülheim a. Rh. 1 (1), Köln Stadt 1 (1), Köln 9 (38), Bergheim 5 (10), Euskirchen 4 4) Rheinbach 1 (1), Bonn 1 (1). 34: Daun 5 (24), Bitburg 4 (19), Wittlih 13 (69), Bernkastel 11 (54), Trier tadt 1 (1), Trier 9 (22), Saarburg 2 (13), Merzig 1 (1), Saarlouis 3 (6), Saarbrücken 8 (68), Dtt- weiler 1 (Ÿ), Sankt Wendel 10 (49). 35: Aahen 1 (1), Malmedy 1 (5). 36: Hechingen 2 (5), Haigerloch 1 (2). 37: Aichach 1 (2), Erding 1 (2) Fries 1 (2), Mühldorf 8 (14), Schongau 1 (2), Shrobenhaufen 1 (6), Traunstein 1 (1), Wasserburg 3 (3). §8: Kelheim 1 (32), Landshut 1 (1). 39: Berg- zabern 2 (2), Frankenthal 2 (3), Germersheim 5 (15), Homburg 10 (25), Kaiserslautern 3 (8), Kirhheimbolanden 4 (38), Kusel 12 (34), Landau 1 (11), Ludwigshafen a. Rh. 2 (36), Pirmasens 6 (17), Speyer 1 (2), Zweibrücken 3 (20). 40: Beilngries 2 (25), Cham 1 (3), Kemnath 2 (7), Neumarkt 5 (22), Parsberg 3 (21), Tirschen- reuth 7 (9). 41: Bayreuth Stadt 1 (3), Bamberg II 8 (23), Bayreuth 9 (45), Ebermannstadt 5 (11), Höchstadt a. A. 4 (12), Hof 4 (14), Kronah 9 (29), Kulmbah 5 (11), Lihhtenfels 5 (45), Münchberg 1 (8), Pegnit 3 (3), Rehau 2 (5), Stadtsteinah 4 (41), Staffelstein 4 (7), Teuschaiß 3 (18). 42: Fürth Stadt 1 (1), Nürnberg Stadt 1 (4), Ansbah 5 (35), Dinkelsbühl 1 (1), Erlangen 3 (7), Feuhtwangen 1 (1), Fürth 11 (62), Gunzenhausen 3 (17), Hilpoltstein 1 (2), Neustadt a. A. 9 (44), Nürnberg 1 (1), Rothen- burg a. T. 2 (6), Scheinfeld 8 (28), Schwabach 2 (5), Uffenheim 13 (39). 43: Kitzingen Stadt 1 (6), Aschaffenburg 1 (4), Brückenau 1 (16), Ebern 3 (12), Gerolzhofen 9 (60), Haßfurt 3 (6), Karl- stadt 4 (4), Kissingen 4 (26), Kißir.z:# 10 (57), Königshofen 2 (14), Lohr 2 (3), Marktheidenfeld 17 (114), Mellrichstadt 3 (76), Milten- berg 1 (2), Neustadt a. S. 2 (6), Ochfenfurt 4 (5), Schweinfurt 1 (1), Würzburg 9 (98). 44: Augsburg 4 (12), Donauwörth 3 (4, darunter 1 Schafherde), Füssen 2 - (10, darunter 1 Alpe), Kaufbeuren 4 (10), Kemptea 2 (3), Krumbach 2 (2), Memmingen 14 (74), Mindelheim 2 (2), Neuburg a. D. 4 (14), Nördlingen 3 (5, darunter 2 Weide- berden), Oberdorf 2 (3), Sonthofen 1 (1), Zusmarshausen 4 (6). 45: Zittau 3 (6), Löbau 10 (12), Baugen 16 (54), Kamenz 2 (4). 46: Vresden' Stadt 1 (1), Pirna 4 (4), Freiberg 1 (2), Meißen 15 (25), Großenhain 2 (12). 47: Leipzig Stadt 1 (1), Leipzig 10 (34), Borna 18 (59), Grimma 13 (60), Oschaß 5 (7), Dôbeln 6 (15), Rotliy 4 (9). 48: Chemniy 2 (3), Marienberg 1 (2), Anna- berg 2 (2), Schwarzenberg 5 (7); Zwickau 3 (4), Plauen 2 (3), Glauchau 7 (165). 49: Backaang 1 (1), Besigheim 3 (25), Böblingen 1 (10), Heilbronn 4 (31), Marbach 1 (1), Maulbronn 2 (2), Neckfarsulm 3 (209), Stuttgart 1 (1), Weinsberg 3 (5). 50: Balingen 1 (9), Calw 1 (1), Freudenitadt 1 (1), Herrenberg 1 (2), Nagold 5 (18), Reutlingen 1 (3), Rottenburg 2 (10), Sulz 1 (1), Tuttlingen 1 (1). 51: Aalen 1 (1), Ellwangen 3 (11), Gera- bronn 2 (2), Gmünd 1 (1), Künzelsau 2 (8), Mergentheim 9 (94), Neresheim 1 (1), Oehringen 4 (10), Jucatod 3 (6), Welzheim 1 (1). 52: Blaubeuren 4 (15), Ehingen 15 (121), Geislingen 5 (9), Göppingen 1 (1, eutkirh 3 (16),

singen 3 (4), Ravensburg 1 (1), Rietlingen 4 (37), Ulm 2 (4). 53: Stockah 1 (2), Villingen 3 (14). 54: Breisah 3 (26), Freiburg 1 (3), Staufen 3 (26), Lörrach 1 (11), Kehl 5 (9), Lahr 3 (3), Offenburg 10 (40). 55: Atern 1 (1), Bühl 3 (12), Karlsruhe 1 (1), Pforzheim 1 (1). 56: Mannheim 8 (71), Schwetzingen 2 (42), Weinheim 1 (3), Eppingen 1 (1), Heidelberg 6 (12), Sinsheim 9 (156), Wiesloh 7 o Mosbah 3 (51), Tauberbishofsheim 5 (91), Wertheim 3 N 57: Darmstadt 3 (26), Bensheim 5 (61), Dieburg 2 (8), Groß-Gerau 2 (16), Heppenheim 1 (2), Offenbach 2 (26). 58: Gießen 2 (3), Büdingen 1 (14), Friedberg 1 (9 chotten 1 (11) 59: Alzey 3 (39), Bingen 2 (3), Oppenheim 1 (2), Worms O 60: Boizenburg 1 (20), Güstrow 8 (10), Rostock 4 (7), Gnoten 6 (11), Mal: in 2 (2). G61: Weimar Ca Apolda 10 G8 Eisenach 7 (102), Dermbach 6 (19). 62: Neustreliy 11 (11), Neubrandenburg 96 (155). 63: Oldenburg 1 (1), Jever 2 (9). 64: Fürstenthum Lübeck 1 (2). 65: Fürstenthum Birkenfeld b (29, darunter BemelnderSPald e 66: Braunschweig 9 (21), Wo enva e (178), Helmítedt 31 (1 Gandersheim 4 (28), Holzminden 1 (1), 67 : Meiningen 6 (40), rg- hausen 4 (10, darunter 2 Schä j enes 6 (20), 4 (13). 68: Altenburg 36 (87), Roda 7 (37). 69: Königsberg i. F Stadt 1 (1), Coburg 4 (20). 70: Ohrdruf Stadt 1 (1), Gotha 18 (117), Ohrdruf 3 (99), Walkerehaufen 12 (112). 71: Def 12 (201), Côthen 12 O Bet 12 (9 i 8 (2 Ballenstedt 3 (6). 72: Sondershausen -4 (28), Ebeleben 3

Arnstadt 3 (5). 78: Frankenhausen 3 (5), Rudolstad|