1831 / 4 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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_\<rift wegen Aufldsung der

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organisirt séy, welche strafbare Unternehmungen selbt oder

wenigstens ihre Straflosigkeit unmöglih macht. Es ist no< dasselbe Land, wie vor acht Tagen, nur mit mehr Ehre und Ruhm. Ein Aft der Gerechtigkeit und Kraft hat der sitt- lichen Größe Franfreihs neuen Glanz verliehen. Außerdem

“hat si< nichts geändert, und es ist fast ein Verbrechen gegen

das Land, die Reinheit dieses Sieges dur< Unorduungen befle>en zu wollen, um der Krone dur<h Ueberraschung Zu- geständnisse abzunöthigen, die zu machen sie in dem Augen- blicke, wo das Ministerium eine so lobenswerthe Kraft entwik- felt, fein Recht hat. Frankreich hat ein Recht, sich überdie Gewalt zu beklagen, welche Unberufene secineuGesinnungen anthun wollen,

achtung, womit junge Leute, die von der Kammer durch eine besondere lobende Erwähnung geehrt wurden, diescs Lob zu- rücfwiesen, als wenn man sich darüber zu schämen hätte, ete was Gutcs gethan zu haben. Haben sie die Bedeutung ih: rer Berathungen über die Protestation begriffen? Dächte

man nicht an die Unbedeutendheit der Sache, so mößte man |

über. die Staatsgewalt seufzert, gegen die sich ein solcher Ta- del zu erheben wagen darf. Die Kammer ist für ihre zu vä- terliche Willfährigfkeit besiraft, aber die Schulen haben igr

gutes Benehmen voin Mittwoch verdorben. Warum verläßt |

man seine Studien? Haben die Väter ihre Söhne nach Paris ge- shi>t, damit sie hier ein stürmisches Leben führen sollen ? Harman sh, che man die. Geseßgeber tadelt, die Zeit aecnommen, die Geseße zu studiren und sich auf die Prüfungen vorzubereiten ? Diese Krise, so s<hwer sie ist, wird der Regierung Krafc ver- leihen, denn ihre Ansichten stimmen mit denen des Landes überein.‘

_Der Temps meldet in-einer Nachschrift, daß der Kriegs- Minister, in Betracht, daß die Zöglinge der polytechnischen Schule nur zum Studiren beisammen sind, nicht aber, um sich mit der Erörterung politischer Frageu zu beschäftigen, der ganzen Schule Arrest gegeben habe.

Der National. theilt folgende, na< seiner Angabe mit 153 Unterschriften versehene Adresse einer Compagnie der 10ten-Legion der National.Garde an den Kônia mit: „Sire! Die National - Garde legt, nachdem sie die vifecntlicze Ord- nung wiederhergestellt, die Waffen nieder,

Diese begingen den Fehler , Meinungen, die anz die unsri- gen sind, auf tumultuarische Weise auszulpre&en., Ja, Sire, dasselbe Verlangen nach Freiheit beseelt uns, uud wenn eiue unbedingte Hingebung für die dffentlihe Ordnung uns heute berechtigt, unseren Wünschen Worte zu leilzen, so bitten wir Ew. Majestät inständigst, die Hindernisse zu beseitigen , die seit vier Monaten der Entwickelung unser:r Justitutionen entgegenstehen. Wir wünschen aufs wärmste ci mit den Bedürfnissen dee jungen Frankreichs in Einflang stehendes Waählgeseß, uvd die im Art. 68 der neuen Charte verspro-

chene Umschmelzung der Pairschaft. Gestern, Sire, verdop- i et n | der Au ¡ losung des Parlamentes, sagte Sir J. Graham, die Regie-

pelte shon das im Publikum verbreitete Gcrücht von einer fünftigen Wahl, Pairschaft unsern Eifer und beschwichtigte die Gährung der Gemüther. Sire! Jhr durch unsere glor: reiche Revolution errichteter populairer Thron hat die dfent- lichen Freiheiten zur Grundlage. Wir wagen daher zu hof-

e daß Jhre Regierung uns die liberalen Bürgichaften ge-

en wird, die das Volk in den unsterblichen Tagen ero-

bert hat.‘ / Die Quotidienne berichtete vor elnigen Tagen , daß

eine Deputation von aht Mitgliedern der Gesellschaft: „Hilf dir, so wird dir der Himmel helfen‘/, dem Könige eine Bitt- eputitten - Kammer und Auf- hebung der Pairs - Kammer überreicht habe. Diese Deputa- tion sey vom Könige empfangen und dur< den Grafen Alex. von Laborde eingeführt worden. Der Temps erklärt diese Nachricht für falsch ; der König habe die Abgeordneten nicht angenommen und nur ein Adjutant Sr. Majestät habe es

übernommen, die in Rede stehende Denkschrist dem Könige

zu úberreihen. : Die Deputirten Gallot, Eusebe Salverte, Thiard und

“General Demarçay haben nachstehendes Schreiben an die

Redaction des Courrier français gerichtet : „Ja Erwiederung auf mehrere in verschiedenen Blättern erschienene Artikel glau- ben wir, anzeigen zu müssen, daß wir am 22sten d. M. schrifc-

| lich unsere Entlassung als Mitglieder des Ausschusses ‘der

Gesellschaft: „„Hilf dir, so wird dir der Himmel helfen !‘/ eingereicht haben, in welchen wir in der lekten General - Ver-

sammlung berufen zu werden die Chre hatten.‘/ Dieser Ent-

<luß hat vornehmli<h den Grund, daß ihre Pflichten a!s Deputirten ihnen keine Zeit úbrig lasscn, um an den Arbei-

‘ten tes Ausschusses Theil zu nehmen. :

Sie hat elne | schmerzliche Pflicht ersüilt; sle hat ihre Mitbürger zurückge- | trieben, in deren Reihen ste Siegesgefährten tes Juli zählte. ;

Die Zöglinge der pharmaceutishen Schule haben etne Protestatiou gegen die Danktfagung der Deputirten-Kammer

‘ganz in demselben Sinne, wie die gestern mitgetheilten Pro-

testationen der medizinishen, Rechts: und polytechnischen Schule erlassen. Die attnge der Normal Schule haben folgende Erklärung abgegeben: „Die Zöglinge der Normal-Schule er- klären, daß sle den dur< das Benehmen der Zöglinge der andern Schulen dargelegten Gesinnungen der Vat: rlandsliebe, öôsfentlihen Ordnung und Ergebenheit gegen den volksthúm- lichen König vollkommen beipflihiren. Sie fühlen das tiefste Bedauern darüber, daß sie durch die precaire Stellung und die isolirte Lage, in welcher die Regierung bisher die Anstalt,

Es wird Unwillen empsinden über jenes Ucbermaaß der Nicht: | der ste angehören, geiassen hat, verhindert wurden, diese Zu-

stimmung dur< äupere Handlungen darzulegen. Sie benach- richtigen ihre Brúder aus den Schulen, daß sie mit ihnen symipathisiren, und daß sie, so ofr es i< um- Ordnung und Arede handelt, bereit seyn werden, ihrer Aufforderung zu folgen. i :

__ Der Minister des öffentlichen Unterrichts wird den Kam- mern nächstens einen Geseß- Entwurf za einer neuen und amfassenden Reorganisation des Elementar: Unterrichts vor- leger. i

_Der Jngenuleur- General Fleury wird die Befestigutrgs- Arbeiten in Lyon leiten. i

Aus Toulon vom 19. Dez. wird geschrieben: „„Der

Contre-Admiral Rosamel ist vorgestern hier angekommen, um

sein Amt als hiesiger See- Präfekt anzutreten, Er betreibt die Ausrüstung der Linienschiffe und Fregatten nah dem Kriegssuße. Jun andern Häfen werden andere Schiffe aus- gerüstet. Sie werden zusammen ein Geschwader unter dem Besehle des Admiral v. Rigny bilden, der seine Flagge auf dem Linienschiffe „Sufsren‘/ von 120 Kanonen aufpflanzen will, Das Regiment Hohenlohe is hier eingerückt, um fich nach Navarin einzuschiffen. ‘/

Die Anktlage-Kammer des Königl. Gerichtshofes hat die

Abbé's Lacordatre und La Mennais, Mitarbeiter des Aveuir,

wegen Aufreizung zu Haß und Verachtung gegen die Regiez rug uvd zum Ungehorsam gegen die Geseße, vor die Jary verwiesen.

Die Gazette de France und Galignranls .Messenzer sind des Weihnachtsfestes wegen heute niche erich :enen,

Größbritanien und Jrland. i:

London, 24, Dez. Gestern Abend vertagte sich das Parlament bis zum 3. Febr. Vor dem Aufbcu<h wurte von cinem Mitgliede im Unterhause der Autrag gemacht, daß der Generai-Profkurator den berüchtigten Cobbet, wegen elnes gewissen Aufruhr predigenden Auffates, gerichtlich ver- folgen solle, Doch wurde der Vorschlag auf die Versithe- rung des Lord Althorp zurückgenommen, daß die Regicrung vollkommen bercit sey, in dieser Hinsicht ihre Pflicht zu er- füllen, eine Entscheidung des Parlamentes aber dem Gange der Gerechtigkeit vorgreifen würde. Jn Hinsicht der Auf-

rung würde ohue alle Rücksicht ihren Gan fortseßen, hof- send, in dem gegenwärtigen Unterhause diejenige Unterstü z-

zung zu finden, die ihre guten Absichten zu verdiencu schie--

nen; im- Falle aber, daß sie diese nicht fände, würde sie sich init vollen Vertrauen an die Nation wenden und sie zur Wahl neuer Repräsentanten auffordern. Auch die Pén- sions-Liste kam zur Sprache; die Bekanntmachung nnd Un- tersuchung dieses sonst so heimlich gehaltenen Gegenstandes hat bereits eine Person, die Herzogin von Newcastle, ver- mocht, ihr Jahrgeld von 600 Pfund aufzugeben. Di?ses Beispiel wird wahrscheinli<h von Manchen befolgt werden, denen man sonst das Zugesicherte nicht würde entzichen fböun- nen; wo sle es aber nur immer dürfen, werden die Ministér nicht auf eine solhe Großmuihß warten. Der Herzog von Wellington soll die Neckereien , welche einige seiner ehemali- gen Untergebenen im Unterhause gegen die neue Regierung durchblicken lassen, dfentlich mißbilligen; man spricht davon, daß man ihm die Uebernahme des Oberbefehls über die Ar- mee angetragen habe, und man glaubt, daß er solchen wahr- scheinli<h wieder annehmen werde. Er ist seit seinem Aus- tritt aus dem Ministerium fast ununterbrochen mit der Wie- derherstellung der Ruhe in der Grafschaft , deren Lord - Lieu- tenant er ist, beschäftige. Nicht nur die Kommissionen, sondern auch. die gewdhnlichen Winter - Gerichtssessionen sind in, voller Thätigkeit und die Menge der bereits Verurtheil- ten sehr groß; do<h wérden wohl nur die überführten Brand- stifter hingerichtet werden. Man hat einen Mann verhaftet, den man für denjenigen hält, welcher die S wing- Briefe zuerst in Um-

Beilage

lauf gebracht haben joll; es ist offeubar eiu verrückter Pietist, Von Ajhton hôrt man, daß die, Fabrik - Arbeiter fortfahren, zu Tausenden ihre Umzüge zu halten, und den Ort und die Umgegend beunruhigen; man sagt, daß alle Arbeiter im gan- zen Lande beschlesséa hätten, am 27sten d. ihce Fabriken zu verlassen und nicht zurüczufkehren, bis man ihnen mehr Lohn gábe; do< gehôrt dies wohl zu den jeßt viel verbreiteten übertriebenen Mährchen. Sollte es aber geschehen, so wür- den alle rechtliche Mänuer im Lande sich bewassueu msen, um den Gewahitthaten zu begegnen , welcher solhße Banden

fähig sind. Auch hätten die Arbeiter diesmal nichr die Ent- |

schuldigung, weiche sie zu anderen Zeiten gehabt und welche viele

der Tagelöhner haben, nämlih Mangel, O'Connell ift j

na<h Jiland zurüc{gekehrt uud hat, ohne Zweifel, gekränkt uber die Geringschäßung, die er hier erfahren ; sein altes Aufregungs - System wieder angefaugen. “Hoffeutlicth aber werden ihm diesmal seine Anschläge nicht gelingen, und so na er auch ist, wird er dem Geseß do woh! einmal ver- fallen,

Niederlande.

__ Aus dem Haag, 29. Dez. Die heutige Staats: Courant enthält Nachstehendes úber

Mastricht vorgefallenen Gefechte: „Ju einem vom 22iten d. | datirten Schreiben dcs General - Major Dibbets, Ober - Be- |

fehlshabers der Festung Mastricht, wurde bereits gemeldet,

daß- sich die Jusurgenten , ungeachtet der Wäffenruße, jenem

Plakbe mit starker Mache näherten, und ‘daß unter Anderm ! die Post aus Achen in Keer, 17 Stunde von Mastricht, den |! ganzen Tag war aufgehaiten worden , so daß sie, statt am |

Morgen früh, erst des Abends spät an ihrem Bestimmungs- | Zie | i Den L gena D | finn- und grundios unt:rnomaiene Belgische Revolution den fehlshaber, daß es am Morgen dieses Tages bei Gelegenheit einer

: t E d j fei | manczeu Mißgriffen und traurizen Folgen bewahren kann.“ kognoëscirung auf dein Wege nach Meeisen zu eiuent Gefechte ; s s 9

zwischen den Königl. Truppcn und den Ju!urgenten getom- men sey. Zuerst wurde auf unsere Truppen Feuer |

orteanianzte Unterm 23. d. berihtetnun der genannte Ob:p-Be-

unter dem Besel.le des Obersten v. Quadt ausgeführten ffarkerRe-

gegeben, doch wurde die Meuterer baid darauf aus ihren Positionen verttieben. Das halbe Füsilier-Bataillon des 8ten

bestehend, hat sich sehr tapfer benommen. - Eine. Kärassler- Schwadron, anter dem Kommando des Rittmeister Moxbot

ter, hat wegen des durchweichten Terrains nicht agiren kön- | ep z 1 vorbereiten, in der fie um die voliständige Wiederherstellun Feld-Artillerie, hat sich besondecs hervorgethan. Sechs Mann | j 5 vom 8ten Regimente, worunter 2 Unter- Offiziere, so wié 2) Kanonieve, sind verwundet ivorden. Sin einziger Unter-Offi- | zier ist zurücfgeblieben und in die Hände der Jusurgenten |

neu, Der Premier-Lieutenant Clement, vom Zen Bataill:n

gefallen, die übrigens viele Todte und schwer Verwundete zählen. Zwölf Kriegsgejangene sind nach Mastricht gebracht worden. Der Genera! ertheilt die Versicherung, daß von unserer Seite die Waffenruhe in keiner Hinsicht Úbertreten worden, daß jedoch die immer größere Annäherung der Jn- surgenten jede Refognoscirung aus der Festung am Ende ganz verhindert haben würde ‘/

Die- Aachener Zeitung stellt in Bezug auf Bel gien folgende Betrachtungen an :

¿Die Wirren, welche unser Nachbarlaud seit vier Mo: naten zerreißeu, werden endlich zu einem Lösuugs- und Wen? depunfc gedeihen. Wir erfahren gleichzeitig aus Paris und London , daß die Mächte die Unabhängigkeit Belgiens unter der Bedingung einer monarchischen Regierung anerkannt ha- ben. Nun wird dle Frage, wer dieser Monarch seyn soll, endlich entschieden werden mússen; und wir dürfen voraus- sagen, daß man im Kongresse die gehässige Uebereilung be- dauern wird, mit welcher, gegen den v oüsineineiiked Rath befreunderer Mächte, die erhikten Gemüther verblendeter Kongreß - Mitglieder die immerwährende Ausschließung des Hauses Oranien zum Geseß stempelten. Belgien, auch von den Mächten anerkannt, wird als selbstständiger Staat zwar bestehen , aber uicht seine Blüthe, seine Wichtigkeit und sei- nen Reichthum erhalten -fönnen. Nur die Vereinigung mit Holland fonnte es auf die hohe Stuse früher uie gekannten,

nie geahnten Wohlstandes erheben, den es im Monate

August noch behauptete. Bisher hat man si< iu Belgien, troß aller Wahrscheinlichkeit, ja gegeu die vollständigste Ueberzeuguug von Männern, die gewohut sind, die Lage der Dinge tiefer zu durhschauen, in der wahnvollen Hoff- nung gewiegt, eudlih doch mit Frankreich vereinigt zu wer-

29 Beilage zur Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung F 4,

df ia niki B I I E RUL T É C ASE R E S O El S R O E E E ftir i D N E C C T I FA T L NI E M I R I

E I Be":

den, Dieser Wahn ward von einflußreihen Mäuneru in Pa- rie, man will fogâr behaupten von einzelnen Mirgliedern

des Französischen Ministeriums, unterhalten, man bejánftiate

die wieterhoit nach Paris abgesendeten Bevollmächtigten Bels- glens mit Trosiworten, empfahl ihnen Standhasftigkeit, Ge- duld und Vorsicht, denn noch sey der Zeitpunkt uicht gekom- men; Frankreich aber sey entschlossen, sich Belgien auf jeden Fall einzuverleiben. Deshalb fruchtete feine Vorstellung des Handelsstandes bei dem Kongresse und dem provifori]s<en Gouvernement ; der Wahn hatte die Gemüth-:r so vollstän- dig ergrissen, daß jeder in der augenblilichen Noth uur ein Opfer zu sehen glaubte, was er bringe, damit B-lgien end- lich ais ein Theil der großen Nation mit angehôre. Man täuschte slch gern mit eitlen Hoffnungen einer Französischen

| Zukunft und hoffte, Verluste erseßen zu können, durch wel-

<e das unbedaht/ame Losreißen von Holland tem Lande tiefe, vielleicht unheilbare Wunden s{<lug. Das Erträumen einer eingedtideten Größe als fünfiige Franzosen sollce die allgemeine Noth, die Verarmung und das Elend erseßen, welche gauz Belgien heimsuchen und nur von denen nicht

| gefühlt iverden, die, mit [{<nêdem Hohne aller Rechtlich-

keit jpottend, si<h durch diese Revolution geltend zu wma-

hen suchen, Unter den Leuten, die des Landes wahre Junte- resseu ecfenieu, war selber im ersten Augenbîick? des thöôrich- ten Schwindels kein Zweifel darüber, daß Belgien, wolle es anders nicht zu Grunde gehen, nur zwischen Cizigung mit Franfrei< oder Hofland zu wählen habe. Die Einigung mit Sranfre:ch ift jeßc außer ailer Frage; was aber wird Holland thun ivolleun? Sollte es noch eininal seine Handeis: Jnteres- jen den Wohlstande von Provinzen epfern, die ihm mit [c)reiendem Undauk lohnten ? Auf jeden Fall stelle die

Vöifern und Regierungen eine groze Lehre auf, die vor Gent, 27, Dez. Dein Vernehmen nah wird s{< an

der biesigen Universität," bei welcher bekanntlich die philoso- phische Fakultät vou der provisorischen Regierung ganz auf-

\ | as ÿ i gehoben worden, eine freie Fakultät der phi!ofophischen Infanterie-Regiments, wiewohl aus lautcr jungen Soldaten | L s | täten ihce Vorlesungen erdffnen will, | geschieht, wird aus Löwen berichtet, daß die angeseheneren

Wissenschaften bilden, die gleichzeitig mit den anteren Fafkul- Während dies hier

Einwohner di.ser Stadt eine Bittschrift an den Kongreß

ihrer Universität nahsuchen. Die Studirenden felbst haben in einem Schreiben an das Central- Comité gegen die von demselben getroffene Maaßregel protestirt.

Im Messager (sonst „Journal/“) de Gand liest mat: „Ein in Brüssel erscheinendes Blatt (der Belge) macht uns [o eben mit“einer Neuigkeit bekannt, die nidt weniges Er-

| staunen in Gent erregen wird; unsere Judustrie soll sich

nämlich son vor dem Ausbruche der Revolution am Rande des Abgrundes befunden haben. Demnach war also unser Glück nichts weiter als cine Chimäre; wir glaubten in der That, zu leben, befanden uns jedo< im Jrrthum, und es ist nun erwiesen, daß unsere Arbeiter ihr Brod nur in der Ein- bildung aßen, so wie daß unsere Fabrikherren in bloß imagi- nairen Kutschen herumfuhren. Wenn jenen tiefsinnigen Oefonomijten zu glauben ist, so hat die Revolution unsere Ucbel nicht.-geschasfen, sondern sie nur zum Vorschein ge- draht. Wir werden dur< unsere Kolonieen keinen Verlust erleiden, weil so sagt jener Mann —- die beiden Jndien doch feinen Abfluß mehr für unsere Fabrifate darboten. Auf diese Weise also will man uns trôsten! Sollte man denn wirklich fein Patriot seyn können, ohne so unverschämt zu lúgen? Sage nian uns doch V mit dürrén Worten: ¡Die Gewalt hat entschieden, Jhr müßt Euch darein ergeben ; wir wollen zugeben, daß Jhr glücklih gewesen und daß Jhr es jet nicht mehr seyd ; wartet indessen nur, eines Tages erdff- nen fich vielleicht wieder neue Quellen des Gewerbfleißes.““ Statt dessen läugnet man aber, was ganz außer Frage ist und erzählt uns ganz faltblütig, daß die Revolution gerade zur rechten Zeit gekommen sey, um unsern Bankerott zu verhüten; zwingen will man uns zu dem Bekenntnisse, daß unsere Wohlthäter eigentlich uisere Tyrannen. gewesen, daß. ihre Unterstüßung ein Joch für uns war, ja, man möchte uns sogar die Undankbarkeit aufdringen ; wahrlich, es sind dies Prâcensionen einer Unklugheit, we'che auch die beharr- lihste Geduld ermüden fkönnen.““