1831 / 6 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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am Morgen nach der Einnahme ader belief sich de é : | 4 ! h deren Zahl urgau, diese Haufen in Bewegung, drohten den vermögen- | denn Genf- ist es hauptsächlich, wona<h es die Häupter- der e e Unter dem Vorwande der U N e t e A Dorf- und Häujer-Brand, wenn sie sih | geheimen Gewalten in Frankreich gelüsiet. Die Br A von beil E L Bz diese Menschen alle Vortheile, alle Ver- nicht anschlôssen, brachten dadurch Viele zusammen, die damals | den demokratischen Kantonen sind ruhig, doch nicht alle. k ih Uen de egünstigungen regulairer Corps genießen lieber ruhig geblieben wären, aber endlich auch Lust an die- (Schluß folgt.) Saaen dis Aus L mindesten Pflicht unterziehen. An den sem freien troßigen Leben bekamen, drangen so auf die Re- Solothurn, 23. Dez. Nachdem am 20sten d. der Aebei Lin Eng er/ihetgen síe auf den Vorposten und idenz ihrer Repräsentanten ein und zwangen diese, Be- | von der unterm 26. Nov. abhin ernannten Verfassungs-Re- zu verkaufen V Gabe orgen fort, um die erhaltenen Effeften hlüsse im Sinne ihrer ‘Petitionen zu fassen. Hierauf aber rie: | yisions-Kommission bearbeitete Entwurf der Staats-Verfassung \hwelgt, so s N y 0 einigen Tagen den Erlös ver- then die Emissarien zu neuen Begehren, denn sie wollten die | abgeiesen worden, wurde vorgestern von derselben über die E M O e nackt und entblößt zurück. Jn Frank- Regierung nicht in Aktivität lassen weil sie dadurch ihren. | Axt Bericht erstattet, wie sie zu Erfüllung ihres wichtigen panien hatte man ebenfalls Corps von Freiwilli- Zweck nicht erreicht hätten, und fo wiederholten sih die An- | Auftrages zu Werke gegangen \ey; sle habe, wie, sich aus

Tournay „- ja, das ganze Land; es is Zeit, den

verderblicher Verwirrung zu enden A E ant uns zu thun übrig bleibt, um das Land vom vollständigen Untergange zu retten. Fragen wir nun, welches das schnell- ste, das sicherste und das nüsßli<ste Mittel ist, uns zu helfen, so is die Antwort die: den Prinzen von Oranien zu unserm Könige zu wählen, diesen Prinzen, der die Ehre nie verläug- net hat, und dem man nur den einzigen Vorwurf machen fann, daß er in der lebten Zeit sich zu {wah zeigte; durch etwas mehr Festigkeit hätte er großes. Unheil abwenden fköôn-

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die Freiwilligen austheilc, das shändlihste Gewerbe treibt,

willigen in zehn Tagen einen Unterschied von tausend Mann

nen. Des Prinzen Söhne sind Belgier und berufen, i Brüder zu regieren; durch diesen Adana cene wir E gemeinen Krieg, sichern uns den Schuß aller Mächte, beson- ders aber den von Rußland, Preußen und England, erlan- gen Handeletraftate mit ihnen und vermögen unsere Ange- legenheiten mit Holland zur Befriedigung beider Länder zu ordnen. Es ist der Wunsch der Gurgesinnten, daß man cine Bittschrift an das Gouvernement richte und dasseibe ersuche deu Beschluß Über die Ausschließung des Hauses Nassau, der ohne réife Ueberlegung und gar zu eilfertig gefaßt worden ist, E C in Betrachtung zu ziehen,‘ as hiesige Journal hält es súr ctwas úberaus Un- wahrscheinliches, daß Prinz Leopold V “Sey ada Krone Belgiens erhalten werde. „Als einem Perinzen‘/, sagt es, ¡der dem Englischen Junteresse zugethan it, werden ihn unsere Kaufleute, und als einen Protestanten werden ihn un- sere Apostolishen niht haben wollen. Und was den Prin- zen selbst betrifst, der, wie man-versichert, ein sehr verstän- diger Mann ist, so fann man gewiß seyn, daß cr bei der bloßen Durchlejüng der Constitution, die ihm in Brüssel Zus ny die Beherrschung cines Landes wird : e on dem er ni ci 5 der e Sf s würde r nichts weiter als der erste Sklave estern wurde hier ein neues Kauffahrteischiff, der / l | / A- cassar‘/, vom Stapel gelassen. Der l L eguefit a api viele Zuschauer waren bei der feierlichen Handlung zugegen. Die acht Holländischen Kanonierboote sind heute wieder an E e 6 A Stadt erschienen und keen V er Gefahr a1 n den Eisf\ u o Land gedrängt N ¿Gelah 1s, von den Eisschollen an ; rüsjel, 31. Dez. Als in der gestrigen Kongreß- Sibkung eine von 18 1900 Einwohnern i: S terzeichnete Bittschrift um Vereinigung Belgiens mic Frank- - reich vorkam, verlangte Hr. Joseph von Hooghvorstdas Uebergehen zur Tages - Ordnung, weil der "Gegenstand der Bittschrift unpatrioti\ch wäre. Von vielen Seiten wurde dies Verlangen unterstÜßt, der Präsident erklärte jedoch, daß dies nicht anginge; das Aktenstück músse vorher einer Kom- mission überwiesen werden ,- diese ihren Bericht darüber ab- statten, und alsdann erst kônne man zur Tages-Ordnung über- gehen. Auf den Antrag des Präsidenten wird dur< das Loos eine Deputation bestimmt, welche den Obsequien dez fürzlih verstorbenen Hry. Kockaert beiwohnen soll. An der Tages-Ordnung war die fernere Berathung über den L, nSruns eines Rechnungs - Hofes, der e der Debattea vou 146 Stimmen ge Tin v ptanaa nin wurde 146 Stimmen gegen Eine err v. Brouckere ist an die Stelle des Herrn Cog zum eneral-Verwalter der Finanzen E E U Sans Folgende Mitglieder des Kongresses haben geistliche Be- förderungen erhalten: Herr B. v. Villemain ist als Dekan pra eiue aran S apite von Lättich und die Aebte van Ó nd v. Smet sind ici / De von Gent bestellt Dres : Pit res va er Zntendant Chazal” theilt in einem Berichte an et Robaulx die Freiwilligen in zwei Klassen , e in wt er tapfern Freiwilligen, die ni<ht aufhödrten, zu kämpfen, so lange ihr Arm dem Lande nübli< war, und die der Frei- willigen des folgenden Tages, welche sich mit dem Blute und dem Schweiße unserer Befreier mästen. „Ja, mein Pt, sagt er, „diesen Theil der Freiwilligen, der mich Lem Beklifire ihn zu bezeichnen y hatte ih glücfliherweise A fum und ganz Europa vershwiegen. Dieser Theil, er mit dey Gegenstäúden, die man fortwährend unter

das Land plüundert, sih keiner Subordination, keiner Man nS9- zud unterwerfen will, der nur seinen Willen als das b ôchste esch anerkennt, und dessen Forderungen und Unordnungen gelegen sind, seitdem er eine Unterstüßung gefunden hat, ob- g s er von jedem Ehrenmanne in der freiwilligen Armee ver- achtet wird. Man wundert sich darüber, daß die Zahl der Frei-

herausstelle; man muß aber wissen, daß, bevor Antwerpen

machern und bei dem ärmern P

gen, sobald sie aber Sold oder Kleidung vom Gouvernement

begehrten, nöthi ; E E thigte man sie, si gleich Linien - Truppen zu

Dânemarf.

Kopenhagen, 28, Dez. Se. K. Majestät e term 1sten d. beschlossen, daß die durch De A da, nuar .1328 cinstweilig zugestandene Abgaben - Freiheit und Gutmachung der erlegten vollen Einfuhr-Consumtion für in- lándi]che Produfte, die na< den Dänisch-Westindischen ÍIn- feln ausgeführt werden, bis. weiter gültig seyn sollen f Unterm nämlichen Datum ist ein ähnliches Pilafat für die Herzogthümer Schleswig und Holstein erschienen.

S < weiz.

Bern, 21. Dez. Da fast alle fremde Blá i ee oluetoum Se Men der Schweiz ibe ema fe en, so hâtte ih schon lange gewünscht, Jhnen eine wahre

sicht davon zu geben, wenn nicht eben diese Vorfälle auch meie Geschäfte so gehäuft hätten, daß cs mir geradezu un- mögli gewesen wäre. Um alle Umtriebe in der Schweiz mit ihren vächsten Folgen zu beurtheilen, darf man sie nicht in ihren Einzelnheiten betrachten, sondern muß auf den Grund und Zweck hinsehen, welche die bizarresten Erschei- nungen veranlassen. Was wir gleich anfangs vermuthen konnten, liegt seit vielen Wochen klar vor Augen und erweist sich täglih mehr, nicht nur in der Schweiz, sondern in ganz Europa; Französische Emissairs, welche Doctrinairs und Ulera-Liberalen anderer Länder und außerdem Jesuiten in ihrem Dienste haden, sind die Triebräder aller dieser Störungen der éffentlichen Ruhe und politischer Umwälzungen. Es ist en in Frantreih ihren Siß habenden und von dort aus agi- renden Unruhestiftern niht darum zu thun, demokratische Regierungs-Formen einzuführen ; sie betrachten die Deutschen und Schweizerischen Doctrinairs und Ultra Liberalen nur als bethôrte Werkzeuge ihrer Pläne; die Jesuiten ihrerseits finden ihren Bottheil immer darin, das reine Wasser trübe zu ma- chen. Wohl aber ist ihre Absicht und gewiß die einzige Ab- sicht der Häupter dieser geheimen Gewalten : Frankreich wo möglich wieder die Herrschaft über Europa zu verschaffen. Zu dem Zwecke wählten sie den Weg, den sle schon, einmal gegangen find, und auf dem es ihnen glückte. Erst muß- ten die Bollwerke vernichtet seyn, welche ihre Sieger aufges stellt hatten, also Belgien und die Schweiz entkräftet werden Herden en rüstet sich Franfreih zum Kriege, thut einen Schritt in die Schweiz, cinen anderen nah Belgien, und hat fúr seine Absichten son Großes gewonnen. Jn diesem lebteren Lande fanden die Emissarien Zunder genug zur Anfachung des Feuers ; aber nicht so in der Schweiz! Was für revolu- tionnairen Stoff - solite auch ein Land darbieten, wo Jeder gleich ist vor dem Geseße, wie der Andere, wo jeder Theil hat an den Wahlen der Regenten, wo unter diesen Bauern und Städter sißen, wo außer Zehnten, Grundzins und Stem- pel fast feine Abgaben sind? Seben wir hinzu, daß dieses Land aus 22 kleínen Ländern“ besteht, alle souverain bei sich, dic einen unter aristofratisher, die anderen un- ter demofratisher Verfassung, und: es leuchtet ein, daß Anarchie da nicht in einem Tage erzielt werden fonnte vielmehr die Leidenschaften einzeln aufgeregt und vieles durch falsche Vorspiegelungen erzwe>kt werden mußte, an jedem Orte nach verschiedenem Sinne, und dur verschiedene Per- sonen ; also hier dur< Jesuiten, dort dur< Doctrinairs oder Ultra-Liberalen. Daß sie ihre Bemühungen anfangs bei einzel- nen Unzufriedenen, durch das et Bestraften, bei Ränke-

el aus allen Klassen anfin- gen versteht sich von selbst. Sie brachten diese ai ließen Unterschriften sammeln für Forderungen (an die Re- gierungen), welche dem Jnteresse und der Eitelkeit des Pds- bels fröhnten: z. B. ganz gleiche Repräsentation des Land- volfs, wie der Städter, in der Regierung; Preßfreiheit, Ab- schaffung dieses oder jenes Jmposts, oder einer Gemeinde- last 2c. 2c. So wie die Gemäther erregt und die Körper durch freieres Leben in Wirthshäusern auf fremde Kosten

eingenommen war, etwa 3000 Freiwillige vorha nden waren,

gestärkt und gereizt waren, seßten sich, anfangs im Kanton

griffe, bis die Regierungen abdanften und sich selbs nur als provisorische erklärten. Die Volkshaufen verlangten dann | fonstituirende Versammlungen ; dieje entwarfen Constirutionen [m Volkssinne, oder entwerfen dergleichen no<, (denn ste

sind nicht überall so weit) und tressen neue Wahlen, dle met- | stens aus Leuten ihres Sinnes bestehen. Als diejer Gang | zuerst in ‘einem Kanton (Thurgau) gelungen war, mußte er | den Volfshaufen in den andern Kantonen zum Beispiel die- nen. So hatten si z-: B. die Zürcher anfangs mit einer Verfassungs-Veränderung begnügt, welche die Regierung selbst gemacht hatte; ‘aber nun zeigte man ihnen, wie weit es die Thurgauer gebracht hätten, und darauf famen sie in noch größerer Menge und verlangten eine ganz neue Ver- fassung. Eben so in Argau, wo 5000 Mann in Aarau be- waffnet einrückten; in Solothurn, in Freiburg, wo man das- Rathhaus ganz umringt hatte, in noch vielen andern Kanto- nen, und vor wenigen Tagen auch in der Waadt. Diejer lebtere Kanton giebt den sichersten Beleg zu der geäußerten Ansicht über Grund und Zweck jener Umtriebe. Laharpe hat cs im lebten Sommer dahin gebracht, daß die Regie-

demselben ergab, alle Petitionen berücksichtigt , unbefangen und fern vou jeder Partifuläar- Rücksicht, nah Pflicht und Gewissen gehandelt und als Vermittlerin, in Beherzigung der héheren Juteressen des Kantons, ihr Hauptaugenmerk cinzig darauf gerichtet, was zum allgemeinen Besten gerei- <en, Ruhe, Ordnung und Eintracht sichern und die Wohl- fahrt des Kantons für die Zukunft begründen fônnte. Hierauf wurde der Bericht dieser Kommission verlesen, worin die Gründe entwickelt sind, die sie bei dieser Verfassungsarbeit geleitet ha- ben, so wie auch die vom fleinen Rathe darüber gemachten Bemer- fungen. Der große Rath hat sodann folgende Hauptgrundsäße einmüthig anerkannt: 1) Die Souveräinität geht von dem Volfe aus und wird durch die von ihm selb| gewählten Stellvertreter ausgeübt. 2) Es soll der Landschaft eine grd- ßere Anzahl von Wahlen zugetheilt werden, und zwar der- gestalt, daß dieselbe in diejer Hinsicht cin Uebergewicht über die Stadt zu genießen haben soll. 3) Die Stellvertreter sol- len theils unmittelbar dur< das Vol selbst, theils mitteibar durch die vom Volke gewählten Wahlmänner ernannt wer- den; die Ernennung ciner fkleinen Zahl derselbe wird dem

rung sich demokratischer, als sie war, konstituirte; dieje glaubte auch dem überspanntesten Volksverlangen Genüge geleistet zu ha- | ben. Noch vor 10 Tagen versicherte die Regierung von Waadt unser Direktorium: sie kônne auf gänzliche Ruhe zählen und jeden Augenbli ihre Milizen berei machen.‘“/ Aber vor 3 Tagen timmt ein Zug bewaffneter und unbewaffneter Land- Leute , aus allen Gegenden des Kantons (mehrere tausende), viele von der Gränze gegen Frankreich her , dringen in Lau- sanne ein, jagen die Rathsherrn vom Rathhause weg, wählen eine provisorische Regierung aus ihrer Mitte und werden wahrscheinlich eben so eine assemblée conslituante machen ; denn nach gestrigen Nachrichten lagen sie noch alle in der Stadt oder um dieselben herum. So bringt jeder Tag neue Erscheinungen hervor, und kein Mensch weiß, wie fich die Dinge von einer Stunde zu der andern gestalten werden. Zwei Bemerkungen muß i<h hier um dex Verständlichfeit willen einschalten. 1) Man wird nicht begreifen, warum sich die Regierungen dur<h sol<he Volfshausen zwingen lassen ?

Wir dürfen aber laut Bundesvertrag nicht mehr als 50— 100 |

Mann stehende Truppen haben; Milizen, die abwechselnd in den Städten garnisoniren, schen in dem Andrange der Land-

Leute ihre Väter und Brüder; es ist also feiner Miliz zu |

trauen. Jm Aargau hat man die Erfahrung gemacht; einige Bataillons wurden den Rebellen entgegengeschi>t , ader fie thaten feinen Schuß, sondern zogen still nah Hause. Es wáre also nicht nur unnúß, Milizen aufzubieten, sondern au< gefährlich, indem sle sich eben so gut an Jene anschließen fönnten. Die Städte sind meistens offen, oder (wie z. B. in Zürch) die Mehrzahl der Einwohner auch bearbeitet, diese námli<- durch die Doctrinairs. 2) Js es auffallend, daß bei allen diesen Umwälzungen noch kein Blut vergossen worden isk. Dies mag mehrere Ursachen haben ; einestheils nämli trauen wahrscheinlich die Aufwiegler selbst ihren Rotten nicht “und mahnen daher zu Milde, um nicht ihr ganzes Werk aufs Spiel zu seßen; auch mögen ste wohl selbst feine Heroen seyn; anderntheils aber sind die Rebellen zwar bewaffnet, jedoch gur Verblendete, Jrregeführte, die weder

nur policish Aufgeregte und von andern Verfassung nicht sehr Ueberzeugte.

Magen, wie die Brechruhr.

vôlferung als das Land ausmacht.

Haß noch Rache gegen ihre sehr unschuldigen Regenten im Sinne führen, also

der Nothwendigkeit einer Manche dieser

Rotten haben sogar ein Gebet gehalten, ehe sle ausgezogen sind! Es ist Schwindel, Epidemie in den Köpfen, anstatt im Ueberdem haben auch die Re- gierungen immer noch gehofft, dur< Verhütung alles Blut- vergießens (das die 22 Kantone auf immer entzweien und \hneller Anarchie herbeiführen würde) und augenblifliches Nachgeben wenigstens die Hauptsache noch ‘zu retten die Unabhängigkeit damit fein Kanton Ursache finde, dem andern Truppen zu shi>en, hauptsächlich aber kein fremdes Land Vorwand nehme, uns mit Truppen zu überzie- E oder doch einen Gesundheits-Cordon gegen unsere Toll- eit aufzustellen; revolutionnirt sind nun die meisten Kan- tone. Genf ist ganz ruhig, wéil die Stadt eine größere Be- Jch traue dennoch nicht,

fúnftigen großen Rathe vorbehalten. 4) Die Mitglieder des fleinen und großen Rathes sollen einem periodischen Austritt unterworfen seyn; sie sind aber wieder wählbar. 5) Die neue Verfassung soll der Genehmigung des Volfes unter- worfen und die Art dieser Geneh nigung no<h während die- ser Versammlung berathen und bestimmt werden.

T T TL

Die Agramer Zeitung enthält Folgendes :

„Von der Bosnischen Gränze, 13. Déz. Vor

zwei Monaten bekam der Wesir einen Auftrag vom Sultan,

er möchte trachten, die Sarajevoer zu bewegen, den Beseh-

len Hôchsidesselben Folge zu leisten ; allein der Pascha äußerte

| sich, das Volt sey hartná>ig und starrsinnig und wolle dem

Statthalter um so weniger Gehör geben, da es seinem Mo-

narchen uicht gehorchen wolle; der mciste Theil Bosniens

sey abhängig von Sarajevo, und es seyen ]chon jene, die ih früher bereitwillig zeigten , nun wieder zurückgetreten ;

es wäre ein Pascha für Bosnien nicht nothwendig, er bitte daher, ihn zu verseßen, da er sich feines Verbrechens beroußt sey, um unter diesem rohen Volke shmachten zu múÚs- sen. Die Sarasevoer bleiben bei ihrem Vorhaben , sich allen andern Befehlen zu unterwerfen, nur die neue Montour und- das Exercieren wollen sie ni<t anneh- men. Der lebte Ferman des Sultans lautete folgender- maßen : „Ihr Sarajevoer, ungehorsames Volk: Dieses soll die lebte Warnung seyn; die längst begangenen Verbrechen fommen in Vergessenheit; trachtet, daß Jhr nichr die Schuld- tragenden bleibt, und warter nicht , bis Euch das Wasser in den Mund läuft. Es ist zu spär, zu seufzen, wenn das Fleisch und Blut verzehrt is. Jch bin uunmehro überzeugt, daß Jhr Rebellen seyd; ih werde Euren Plan, welcher mir gut bekannt ist, vernichten; i< werde meinen Feind zum Freund und meine Freunde, nämlich, Euch, zu Feinden machen, die ich züchtigen werde.“ Nun sind die Sarajevoer in großer

Verwirrung und Beängstigung.

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.

New-York, 1. Dez. Jm Laufe des vorigen Monats überreichte der in Washington befindliche Französische Ge- sandte dem Präsidenten ein eigenhändiges Schreiben des Kö- nigs Ludwig Philipp T., in welchem Se. Maj. Jhre Throns besteigung als König der Franzosen anzeigen.

insich:lih der Forderung der Vereinigten Staaten an

die Französische Regierung, hegt man hier in Folge der leßten Umwälzung in Frankreich die besten Hoffnungen ; Privat- briefe aus Paris sprechen von einer deutlich ausgesprochenen Geneigtheit der dortigen neuen Verwaltung, alle gerechte Forderungen der Vereinigten Staaten B befriedigen. Jn den Staaten Maine, Massachujetts, Vermont, New-

York, Pensylvanien, Delaware, Ohio, Súd-:Carolina, Geor- gien, Louisiana und Missisippi sind die Kongreß-Wahlen be- endigt worden; 71. der gewählten Repräsentanten sind An-