1831 / 29 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Keime erstickt worden, nur einige wenige Jndividuen sind als Opfer. derselben - gefallen; _ Einen besonderen Antheil an diesem = eesreulichen Resultate hat der: Tarnapoler Stadtarzt Dr. Mosing, „dessen umsichtigem und fraftvollem Wirken man die Verhinde- rung der Weiterverbreitung- dieses Uebels in den genannten e Dörfern vorzugs5weise verdankt. Den Beobachtungen dieses Arz- “tes zufolge, welcher mit dem.in Satanow angestellten Russischeny Arzte Rücksprache gepflogen hat, ist die Cholera ansteckend, jedoch in einem weit minderen Grade, als die Pest, davon ihr meistens nur krankhaft disponirte, durch“ Noth und Elend entkräftete, in feuchten, schlechten Wohnungen untergebrachte, und durch Alter gebeugte Menschen ergrifffen werden, viele Men-

chen aber von derselben frei bleiben, wenn sie auch mit den von | dieser Krankheit Befallenen in unmittelbarer Berührung stehen. |

Ein frühzeitig angewendeter Aderlaß,- so wie der Gebrauch des versúßten Quesilders und des Opiums in reichlichen Gaben, haben sich auch dem De. Mosing als hülfreich erwiesen Jn den hart an der Russischen Gränze liegenden Galizischen Ort- haften. des Czortkower Kreises , Hussiatyn, Szydtowce und Si- fierczynie , haben sich seither zwar ebenfalls Spuren der Cholera gezeigt; allein man darf der Hoffnung, daß es den vereinten an- gesirengten Bemühungen der Behörden und Aerzte gelin- gen werde, dem. Umfichgreifen dieser Krankheit in Galizten Schranken zu seßen und fie an die nächsien Umgebungen ihres Ausbruches fest zu bannen, um #0 mchr mit Be- ruhigung Raum geben, als die nunmehr erkannte Natur dieser Seuche den dafür wachenden Behörden hinreichende Waffen gegen dieselbe darbietet , die in Kalahorowka und Wych- _watynce gemachte Erfahrung die Möglichkeit, das Uebel in sei- nem Auffkeimen zu ersticken, außer Zweifel seßt und die Landes- Behörde “alle vorgeschriebene sanitärts - polizeiliche Maaßregeln mit musterhafter Genauigkeit in Ausführung bringt; insbeson- dere aber die väterliche Fürsorge Sr. Majestät des Kaisers für das Wohl Hôchstéhrer Unterthanen, durch Bewilligung einer be- deutenden eigens hierzu bestimmten Summe, den Landes - Gou- verneur, Fürsten von Lobkowiß, in den Stand gescht hat , die ärmeren und hülfsbedürftigen Bewohner der angesteckten und denselben zunächstliegenden Bezirke mit den nothwendigen und

gesunden Lebensmitteln zu! unterstüßen.

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Betlin, 28. Jan. Aus Bonn vom 19ten d. schreibt man : Einen erfreulichen Beweis des guten Geistes, welcher auf der Rheinischeu Friedrich -Wilhelms - Universität herrscht, gab die Feier, durch welche die Studirenden an dem gestrigen Festtage ihre ehrfurchtsvolle Liebe und Dankbarkeit gegen ten erhabenen Gründer der Universität ausdrücten. Der Musif-Verein der Studirenden, welcher diesen Winter angefangen hät, unter dem bescheidenen Namen Öffentlicher Uebungen einem zahlreichen Publikum höchst werthvolle musikalische Genüsse zu spenden, hatte schon Abends vorher durch eine- sinnge Borfeier die Bedeutung des folgenden ‘Tages und das all- gemeine Gefühl, welches sich an denselben fuüpfte, ausge- prochen. Jn dem geschmackvoll dekorirten Saale war unter einem von Laubgewinden gebildeten Throuhimmel die mit einem Lorbeerfranze geschmückte Büste Sr. Majestät aufge- stelle. Nach dern Vortrage mehrerer ausgewählter Musik- stücke begann mit voller Musik das Voléslied" der Preußen : „Heil Dir im Siegerfranz//, und freudig und ehrfurchtsvoll ergriffen erhob sich die - zahlreihe Versammlung, um mit voller Brust einstimmend dem geliebten Könige die Huldi- gungen darzubringen, welche zugleich durch zwei neben der Büste aufloderude Opferflammen - symbolisch B wur- den. Für den folgenden Abend wurde von den Studirenden eln Facfelzug veranstaltet, um nach alter akademischer Sitte in einem felerlichen Lebehoch die innigsten Wünsche: sür den allverehrten Landesvater auszusprechen. - Ein langer Zug, der. schon durch. seine äußere ‘Anordnung sich von den ge-

wöhnlichen Fackelzügen auszeichnete , - bewegte sih durch: die |

Straßen -der Stadt nach. dem großen Hofe des Universitäts- Gebäudes und. bildete hier um den , dem großen Eingange gegenüber in heller Erleuchtung glänzenden, Königlichen: Na- meuszug einen weiten. Kreis, Die Ehren- Deputirten der P A wurden von- den akademischen ‘Behdrden-. im Senatssaale empfangen und rathen vor. denselben einfach und herzlich die - patriotischen Gesinnungen ihrer Kommilito- nen aus. Unter Pauken - und Trompetenschall wurde--dann Sr. Majestät ein dreimaliges Lebehoch gebracht, worauf der zeitige Reftor, Professor Dr. Gieseler, angemessene Worte zu der Versammlung sprach. Das Volkslied der Preußen, von allen Anwesenden mit innigster Empfindung gesungen, machte den Beschluß dieser Feier, welche ihren arbüten Werth

ses erhéischt.

Pr. Enog!. Obl.30

Berl. Stadt - Ot:

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dadurch erhielt, daß sie ohne äußere Veranlassungen, die .uns

Préußéú gottelob unbekannt sind, allein von dên Studirenden

ausgegangen ‘und der reine Ausdruck" élues- wahren Gefühls war. Den guten Geist, der auf unserer Universität herrscht, zu beurkunden, wird die Versicherung hinreichén, daß in die- sem Semester von: den sonst auf Universiäten leider gewöhn- lichen Dixciplinarfällen noch gar nichts vorgekommen “ist, Unsere Studirenden erkennen den Ernst der N ot und fühlen, dáß derselbe die genaueste Anschließung an Ordnung und Ge-

: Königlihe Schauspiele. : Freitag, 28. Jan. Jm Opernhause: Kiaking, großes pantomimisches Ballet in 3 Abtheilungen. (Herr Fleury wird im ersten Afte in einem komischen Pas de trois im Chinesi- schen Charakter mit Mlle. Leonhart und Mlle. Gedife, im zweiten Afte ein Pas seul, und im dritten Afte in einem Pas cing tanzen.) Vorher: Der Oberst, Lustspiel in 1 Aft. Im Schauspielhause: 1) Les deux cousins, vauderville en 3 actes. 2) Les Perrogquets de la mère Philippe, vau-

deville comigque en 1 acte. i :

di E R A E L reitag, 28. Jan. Schneider Fips oder die gefährliche Nachbarschaft , Lustspiel in 1 Aft, Hierauf: He ler und sein Kind, Parodie mit Gesaag in 2 Akten. -

Berliner Börse. Den 27. Januar 1831,

Amt]. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preufss. Cour.) [2 Brief. Geld” —TEFBrief Geld

694 4 887 tOstpr. Piandkrf; 4 f 954 942 | 975 omm. Pfandbrf, [1022 102" .l°

| 945 Ikur- u.Neunu do. 812 | 815 ISchlesische do. [103 88 —- Tikst. Cd.K.-oÀ. 56 | 88 L-Sch.dK.-uN— 1 5T |

89 92 [915 Woll. vyollw. Duk, _— (§72 365 Neue dito 1494 91x | 91 [Eriedrichsd’or 13 ‘| 12x -—— Tiisconto .. ., d T

Preufss.Cour. Brief. | Geld.

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1149 6 213 805 10g 1013 99x 015 1015 297

St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Anl, 18 Pr. Engl Anl. 22

Korm.Vb.m.l.C Nemunint.Sch.d.

Königsbg. do. Elbinger do. Danz, do. in Thb. Westpr. Pidb. (ro seln.Pos. do. PMRRS:MICS CUMTI ROEPC R R SRE

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Auswärtige Börsen. Amstérdam, 22. Januar. Niederl. wirkl. Schuld 414. Kanz-Bifl. 16. Oester. 5proc. Métall: Bän tiren s 29 ita E HARO- 27

Hamburg, 25. Januar.

Oesterr. 5proc- Métállig. 89. Apr6c. 79. Bank - Actien 1022. ‘’ Russ. Engl. Al: 872. Russ: Anl. Hamb. Cèért. 863. Mai S5 D D E E L ; gt. Pétersburg, 18. Januar. : Hamburg 3 Mon. 952. 'Silbér-BRukeél 3727 Kop. 6proc. Insc,

in Bank-Ass. 110.109. 3proé: Insé. in Silb. 90.80. Wien, 22 Januar. : 5proc. Metall. 905. Aproc. 794. Z2¿proc.: 454. proc. 20.

Loosé' zu 100 FI. 170. Párt-Oblig. 1172, Bank-Actien 113075.

Hierbei das Titelblatt dieser Zeitung für den Jahrgang 1830.

Neueste Börsen-Nachrichten. Paris, 21. Jan. Z5proc. Rente fia cour. 93, 50. 3proc. pr. compt. 61. 55.

sin cour. 61. 60. 5proc. Neapol. lig cour. 63. 5proc. Span. Rente perp. 463. _—_ Franffurt a. M, 24. Jan. Oesterr, 5proc. Metall. 895. 895. 4proc. 78175. 7871's. 2zproc. 454. 1proc. 195. Actien 1253. 1251. Part.-Obl, 1175. 117. Loose zu 100 Fl. 170. B. :

Géedrückt hci A. W. ‘Hayn. 0

oln. Loose 413. 41#. E Redacteur John. Mitredacteur Cottel.

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Allgemeine

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Ne 29.

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Des Königs Majestät haben den bisherigen außerordent- lichen Professor in der medizinischen Fakultät der Universität in Greifswald, Dr. Seifert, zum ordentlihen Professor in der gedachten Fakultät zu ernennen und die für iha aus- gefertigte Bestallung Allerhöchstselbst zu vollziehen geruht.

Se. Majestät der König haben dem Uhrmacher Frie- drich Wilhelm Lieder das Prädikat“ eines Hof-Uhrma- ders beizulegen geruht. A

Ihre Durchlauchten der Herzog und die Herzogin oon Anhalt Köthen sind von Kdthen hier eingetroffen und auf dem Königl. Schlosse in die für Höchstdieselben in Bereitschaft gesebten Zimmer abgestiegen.

Angekommen: Der Großherzogl. Oldenburgische Ober- Sthenf, Freiherr vou Beaulieu-Marconnay, von St.

Pétersburg.

Zeitungs-Nachrichten. Ausland. Rußland.

St. Petersburg, 19. Jan. Eine Beilage der Rus-

sischen Biene enthält folgenden Artikel über die Ereigntsse ; * tundigre zuerst die für die Reichstags - Kommissionen erwähltett

än Polen bis zum Iten d. M.: : ¡Die provisorische Regierung sucht die Organisirung der National-Garde zu beschleunigen, nur scheint es, daß sie nicht so schnell vor sich gcht, als die Urheber der Empbrung es wün- \{chen. Diese Bertbgetuntg entspringt aus den sich widerstreiten- ‘den Fnteressen der dort vorhandenen verschiedenen Parteien. Die vorzüglichsten derselben bestehen aus Leuten von reifem Verstande, die aus Erfahrung die verderblichen ogen politischer Erschütte- rungen kennend, das Ungewitter, mit dem Polen bedroht wird, abzuwenden, und sein künftiges Loos der Gnade des Kaisers an- heimzustellen wünschen. Andere, die nur in Folge einer unglüseligen Verblendung zu den Waffen griffen, schen schon jeßt thre Verirrung ein und geben das Gefährvolle threr Lage zu, wollen aber lieber hoff- nungslosîn den Kampf gehen, als ohne Kampf die Waffen niederlegen. Dann if endlich eine dritte, von einer zügellosen Jugend gelet- tete Partei vorhanden; diese stürzt sich in cinen ungleichen Kampf; ohne ihre Kräfte zu berechnen und an das ua Údck zu denken, dás sie auf ihr Vaterland herabzieht. Die zwischen diesen ver- schiedenen Parteien herrschende Zwietracht verbreitet Mißtrauen unte alle Klassen von Bewohnern. Einer beobachtet den An- dern; Einer fürchtet den Andern, und der Argwohn, ges erste Resultat gegenseitig- eure aae Stimmung, lastet beretts. mit seinem ganzen Gewicht auf Wärschau's Bewohnern. Défeser Man- gel an Vertrauen geht aus den Handlungen der Regieruttg her- vor. Einer Deputation, aus Senatoren und Mitgliedern der Landboten- Kammer bestehend, is das Recht zuerkannt worden, für gut findet, an die Stelle des - dermali- gen Difktators einen anderen Ober - Befehlshaber zu wählen. Diese Deputation is gehalten, den Diktator zum Feldzuge zu begleiten und allen Bewegungen der Armee zu folgen.

Der mißtrauische Geist, der in den Maaßregeln der Regierung’

vorberrscht, verfehlt seine Wirkung auch auf die Truppen nicht. Augenscheinlih fängt Fnsubordination an sich unter den Solda- ten zu zeigen. Die Bewaffnung schreitet zwar vorwärts , aber schon wird der Mangel an Gewehren fühlbar. Um Praga wer- den Befestigungen angene Der Stadtrath hat die Einwohner zur Theilnahme an diesen Arbeiten aufgefordet. Unter den han-

delnden und gewerbtreibenden Klassen herrscht allgemeine Nieder-

geschlagenheit. Viele Kapitalisten und inge der ersten Kaufleute verließen Polen und Legen sih na anzig und Breslau; sie opferten- einen Theil ihres Vermögens, um den Schrek-

Berlin, Sonnabend den 26fn Januar

ernten schon jeßt die Bewohner des Königreichs

1831.

ken der Anarchie zu eutflichen. Das allgemeine Vertrauen und der darauf gegründete Kredit werder täglih schwächer und können auh nur durch die Rückkehr einer geseblicheir und dauerhaften Ordnung. der Dinge wiederhergestellt werden. Das is denn auch der einzige Wunsch des thätigen und arbeit= samen Theils der Bewohner des Königreiches, das im Laufe von 15 Jahren des Friedens rasch emporblühte und nun durch Em= pdrung seinem völligen Untergange entgegen geht. Die Landei- genthümer, von ihrer unglücklihen Lage niedergedrückt , beten ried war zum Himmel um Beendigung dieser unheilhringenden Revolution. Gewaltsame Steuererhebungen befürchtend- verkau- fen sie ihre Vorräthe zu Spottpreisen. Da dieser Umstand eine Hungersnoth befürchten ließ, verbot die Regierung die Ausfuhr von allem Getreide, mit Ausnahme von Weizen. (Sgldergenatt olen die c der: Empöbrung: sie vernichtete ihre Gewerbthätigkeit , und gah- dem Wohlstande der: ackerbautreibenden Klasse einen tôdtlichen Stoß. Mitten in dem Elcnd, das der Aufstand im Königreich Polen gebar, ist es herzerhebend, auch cinige Beispiele von Treue zu schen, die sth dem reißenden Strom-der Empdrung widerseßt. Mit Feeuden nennen ‘wir hier die Namen einiger angesehenen g die hier angekömmen sind und Sr. Majestät dem aiser die Versicherung ihrer Unterwürfigkeit zu Füßen gelegt haben. Es sind die Gencrale Roznicki und Krasinski und der Senator Fürst Fablonowski. Auch muß: des Gendarmen-Maiors Ciwinsky lobend erwähnt werden, der gleich beim Ausbruch der Empörung Kalisch verließ und sich jeßt hier befindet. Mehrere Soldaten von niedrigerem Range bewiesen gletchfalls, daß e ihrem Eide treu geblieben waren. l

P olen.

Warschau , 24. Jan. Die Sißung der Laudhotett= Kammer am 2lfen d. begann Abends um 6 Uhr; jedoch {on von 2 Uhr an hatte sich das Publikum auf den für die Zuschauer beFimmhten Pläßen eingefunden. Der Landtägs- Mzvschall ver- Mitglieder; es sind folgende: Graf Iohann Ledochowski und die Herren Swidzinski, Barzykowski, Lelewel und Lempicki für ‘die innere Administration; die Herren Kaczkoroski, Wolowski, Dem= bhowsfi, Rembowroski und Fr. Soltyk für die Geschgebuñg; und die Herren Morawski/ Biernacki, Slaski, Zwierkowski und Swidzki- für die Finanzen. Zu Stellvertretern derselben waren die Herren Wisniewski, Wettzyk, Wenglenski, Jasinski, Roma Soltyk,' Tymorvsfki, Mazurkiewicz, Rosiworowski und Morozowicz gew worden. Dann-verlangte der Landbote Roman Soltyëk

as Wort und trat mit dem Antrage auf Ausschließung der ießi=

en Dynastie und diesfällige Abänderung des Manifeskes hervor. Der Marschali erwiederte, daß man sich bis jeßt noch nach den bestehenden Statuten der Kammer richten und den Antrag dent Kommisstonen. zur Erwägung übergeben müsse; was Übrigens das Manifest anlange, so sey dasselbe noch nicht ôfentlich bekannt ge= macht, sondern nur dem Diktator vorgelegt worden; diéser habe jedoch die amtliche Publication desselben nicht géstättet, und nur die Blätter hätten es, jedoch ohne Unterschriften, mitgetheilt; auch ins Ausland sey es nur auf Privatwegen, nicht durch di= plomatische Agenten, gelangt, und es müsse daher erst noch von den Kammern anerkannt, dann aber, mit Rang des Sol= - tykschen Entwurfs, den Europäischen Mächten -auf amtlichem Wege zugefertigt-werden. Unter denen, welche dem Marschall beistimm- ten, befand sih auch der Landbote Swidzinski/, der noch hinzu- fügte, daß der Zusaß des Grafen Soltyk zu dem Mättifest schon deshalb nicht in dasselbe eor Ses werden dürfe, \sotdertt eine abgesonderte Verordnung bilden müsse, weil ‘die mit Anfertigung jenes Manifestes beauftragte Kommission nur die Gründe des Aufstandes darzustellen gehabt habe; damit hänge aber die be- regte Ausschließung nicht zusammen. “Nachdem noch meh=

rere Mitalieder sich darüber ausgesprochen hatten, bestätigte j : a jet und beschloß" die amt-

die Kammer das genannte Manifest 6 liche Bekanntmachung desselben, so wie die Ueberweisung der Soltykschen Proposition an die Reihe "gam Bee:

Hierauf erstattete der Landbote Morawski Bericht Über die Thâ= tigkeit der Kommissionen in Bezug auf die Wahl eines neuen Genevalissimus der Armce. Man habe zuerst die Meinungen der _ in dex Hauptstadt anwesenden Generale, Stabs-' und Su altern- Offiziere Über eine solche Wahl eacteaen, und ‘diese hâtten nah einer kurzen Berathung ihre Stimmen verstegeltin die Hände des Se=