1831 / 34 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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hauptsächlich dur< Riebuhrs Range tiges Entgegenkommen die Spannung zwischen ihm und Angelo Mai verloren hatte, nahm ‘er den lebendigften und-unermüdetsien Antheil an der Hergusgabe - der von Letterem entde>ten kostvaren Bruchstü>ke de republica. - Daß der Aufenthalt in der ewigen Roma auf den Geschicht- [reer derselben den größten Einfluß ausúben, daß Vieles sich hm bei cigener Untersuchung der Lokalitäten neu und lebendig estalten mußte, stand zu erwarten, so wie es die vielen in der Umarbeitung seines unsterblichen Werkes berichtigten oder fester begründeten Ansichten bezeugen. Zugleich wurde durch ihn die von den Herren Plattner und Bunsen unternommene Beschret- bung der Stadt Rom, von welcher kürzlich der crste Band er- schienen ifi, angeregt. Zur Ankündigung desselben schrieb er jenen „meisterhaften Aufsaß über Wachsthum uad Verfall der alten und Wiederherstellung der neuen Stadt Rom, welcher zuers| im TÜ-

binger Kunsiblatt, dann erweitert in der Sammlung seiner klei-=

nen Schriften und eben so in dem ersten Bande des zuvor er- wähnten Werkes erschien; Mehreres von ihm werden noch die folgenden Bände mittheilen. Außerdem gehören in diese Periode einige Lateinische Abhandlungen in den Atti dell’ acauemia di Archeologia, Úber von Wau aus Nubien mitgebrachte Griechische JFuschriften; und eine Deutsche über das Zeitalter des Curtius und Petronius, in den Schriften der hiesigen Akademie der Wis- senschaften. Vor sciner Rückkehr nah Deutschland (im Fahre -1823), welche er nach vollbrachtem Auftrage vorzüglich aus Sorge für die geschwächte Gesundheit seiner Gattin beschleunigte, wtd- mete er noch wenige Wochen dem Besuche des shdneit Neapels ; aber auch hier wußte er mitten unter der Fülle von Kunst- und Natur - Schönheiten, im Umgange mit seinem lieben Freunde, dem Grafen de Serre, dortigen Französischen Botschafter, sich täglich mehrere Stunden zur Vergleichung der besten Hand|chrift des Grammatifers Charisius auf der Bibliothek auszusparen. Auf seinem Rü>kwege verweilte er sechs Wochen zu St. Gallen; seine mühsamen Nachsuchungen auf der dortigen Bibliothek, von wel= cher ex si<h wohl edücrèn Gewinn versprach, belohnten we- nigstens ris! Reste der spdtesten Römischen Pocsie, näm- li< die Gedichte des Fl. Merobaudes. Seine Reije über Heidelberg, Frankfurt, die Taunusbäder erhielt ein fast ufälliges Ziel auf der wenige Jahre vorher neu gegrün- eten Universität Bonn; das Vorgefühl ungesiörter Muße und segensreicher Wirksamkeit, verbunden mit Freundes Rath und Bitte, ließ ihn ohne vorgängigen Entschluß diese Wahl treffen. Fm Winter 1823 24 / rich er hier in heiterer Ruhe mit der ganzen Freude des Schaffens dasjenige, was zum dritten Bande ausgearbeitet in seinem Nachlasse sich befindet. Nach sei- tier Rü>tkehr von Berlin, wohîn er zu den Sihungen des Staats- “Rathes berufen war, wurde ihm das Gefühl eines Mißverhält- BEe zwischen den beiden ersten vor 12 Fahren geschriebenen Bänden und der Feera Fortseßung so lebhaft, daß er vor der ferneren Bekanntmachung die Umarbeitung alles Aelteren beschloß. Zu gleicher Zeit ergriff Niecbuhr den lange verlassenen Beruf eines dentlichen Lehrecs wieder. Seine Vorlesungen über Rômische Geschichte und Alterthümer, Geschichte der alten und neuesten Welt , Griechische Geschichte , alte Länder- und Völker- funde fesselten durch Fülle des Stoffes, tiefe Forschung und Frt- sche der Behandlung die jugendlichen Zuhörer, auf welche er auch außerdem durch seine herzliche Vertraulichkeit auf das vortheil- hafteste wirkte. Das Honorar seiner Vorlesungen verwendete er bald ganz, bald größtentheils zu wissenschaftlichen Preisaufga- ben oder zur Unterstüßung armer Studirender. +3 ___ Inzwischen wurde unter seinen Händen die Umgestaltung der heiden ersten Bände seiner Römischen Geschichte zu einer neuen _Schdpfung. Der -ersse Band erschien im Fahre 1527 und wurde in und außer Deutschland mit ciner Achtung aufgenommen, dîe auf Niebuhr ermunternd wirkte und schr bald eine dritte Auflage (1x. Bd. 1828.) nothwendig machte, dem er seinen nachbessernden leifi nicht entzog. Der ¡weite Band wurde in der neuen Bear- eitung erst wenige Monate vor seinem Tode vollendet. Wenn, wie er selbst es aussprach, der nicderschlagende Eindru> der iúng- fien Weltbegebenheiten gegen den Schluß desselben nicht zu ver- kennen scyn sollte, fo werden diese leisen Tône einer tiefen Weh- muth getnis in vielen Herzen anklingen. Dem schon geschriebe- nen Theile des dritten Bandes, der die Geschihte Roms vom Licinischen Geseße bis tn das leyte Viertel des anien Jahr- hunderts der Stadt fortführt, werden die zahlreichen Ver- ehrer des Enktschlafenen ‘hoffentlich nicht zu lange E chen. Erwägt man bei der ersten Ausgabe die seltene Kraft, ie zur Hervorbringung cines solchen Werkes“ ndthig war, #0 muß man noch ache den tiefen Ernsi und die Lebendigkeit des Geistes bewundern, die ihn zu ciner gänzlih neuen Ausarbeitung - den Entschluß fassen und ihn ausführen ließ. Aus der Verglei- üng der verschiedenen Ausgaben geht klar hervor, wie deutlich ihm die hb<ste Aufgabe E Net CC Ie igere vorschwebte- und wie sehr es ihm gegcten war, dg Ziel zu erreichen. Seine rastlose Thâtigkecit trie N neben sciner großen Ar- beit, den lange- gehegten Gedanken eines nicht weniger umfang- reichen als verdienstlichen Unrcernehmens, nämlich einer neuen

Danz. do. in Th.

Ausgabe der Byzantinischen Geschichtschreiver, zur Ausführung u bringen. Er selbs| ging mit der kritischen Bearbeitung des gathias voran und gewann sich E Mitarbeiter für den von ihm entworfenen Plan, Über dessen Ausführung er mit ge- wissenhafter Sorgfalt wachte. Zugleih veranstaltete er eine Sammlung seiner in den Schriften der Berliner Akademie und in dem seit 1527 mit Branders gemeinschaftlih herausgegebenen Rheinischen Museum zerstreuten Abhandlungen. j Sechs Jahre lang hatte Niebuhr auf diese Weise im Be- wußtseyn segensreicher Bemühungen und der steigenden Anerkett- nung îm Vaterlande und im Auslande an seinem neuen Wohn- orte g als ihn am ersten Weihnachtsfeiertage eine heftige Erkältung ans Lager fesselte; ein anfangs wenig bedenkliches Fie= ber {lug am fünften Tage in eine tddtliche Lungen-Entzündung um, welche am 2. Jan. 1831 früh um 22 Uhr seinem thätigen Leben ein frühes Ziel seßte. Seine Gattin, die bereits früher an demselben Uebel litt, das durch die Unruhe der Pflege und durch seinen unerwarteten schnellen Tod nothwendig gesteigert wurde, “isff ihm am 14ten früh um 1 Uhr mit Hinterlasst ng von vier unmündigen Kindern nachgefolgt.

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Königlihe Schauspiele.

Mittwoch, 2. Febr. Jm Schauspielhause: Kdnig Phi- lipp, historische Tragödie in 5 Abtheilungen, von- Raupach.

Donnerstag, 3. Febr. Jm Schauspielhause: Christinens Liebe und Entsagung, Drama in 2 Abtheilungen. (Fräulein v. Hagn : Christine.) Hierauf; Der Juriit und der Bauer, Lustspiel in 2 Abtheilungen. (Fräulein v. Hagn :- Rosine.)

Freitag, 4. Febr. Jm Opernhause: Fidelio, Oper in 2 Abtheilungen ; Musik von L. van Beethoven. (Mad. Schrd- der-Devrient, Fidelio als Gastrolle.)

Königstädtisches Theater. Mittwoch, 2. Febr. Der Diamaut des Geisterkdnigs, Zauberspiel in 2 Akten. s Me Wegen eingetretener Unpäßlichkeit der Dlle. Vio kann die angekündigte Oper die beiden Nächte nicht gegeben werden.

Berliner Börse. Den 1. Febróar 1831.

St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Anl. 18 Pr. Engl Anl. 22 Pr. Engl. ObL 39 Karm.Ob.m.LC Neun:Int.Sch.d, Beri. Stadt - Ob. Königebg. doe.

Elbinger de.

Ostpr. Péiandbrf. Pomm. Pfandbrf. Kur- u.Neum. do, Schiesische do. Rest. C.d.K.-u:N. Z.-Sch.d.K.- a.N.

Koll. yollw. Duk. 175

eue diio 195 914 [Frieârichsd’or . zl 12s fisconto . ..,

f ln | P P P Da A C D

VVestpr. Pidb. (erasehz.Pas. do.

Wechsel - Cours.

Amsterdam : . [Kurz 1435 | dito 50 FI. 12 Mt. 1425 | Kurz 1505 | 2 1495 | London . {3 Ut, 6 21/6 21F Paris )I0 Fr. [2 Mi. | 805 Wien in 20 Xr 50 Fl. [2 Mi. Augsburg 12 Mt; 1 Breslau 2 Met. 99x Leipzig ..., Thl. [8 Tage |- 101 Frankfurt ¿. M, WZ... 14 G 1015 Petersburg BN 3 Woch. 297 Warschau | . [Kurz c

Preujs Cour.

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 27. Januar. Niederl. wirkl. Schuld 413. Kanz-Bill. 165. Oesterr. 5proc.

Metall, 865. Russ. Engl. Anl. 833.

Paris, 25. Tanuar. : 5proc. Reute fin cour. 93 Fr. 70 C. 3proc. fin cour. 61 Fr. 55 C. 5proc. Neap. fin cour. 63 Fr. 60 C. S5proc. Span: perp. AG6E,

Hierbei Nr. 5 des Allgemeinen Anzeigers.

Neueste Börsen-Nachrichten. Paris, 26. Jan. 5proc. Rente pr. compt. 93. 70. fin cour, 93. ‘75. 3proc. pr. compt. 61. 80. fin cour. 61. 85. 5proc. Neapol. pr. compt. 63. 75. fin cour. 63. 80.

_ Frankfurt a. M., 29. J

an. Oesterr. 5proc--Metall. 904. 907. 4proc. 79/5. 79-5. 2¿proc. 453. 1proc. 20. B. Ban?-

Actien 1275: 1272 Part.-Obl. 1182. 1183. Loose zu 100 Fl. 1713. 1704. Polu. Loose 457. 45. ———————CC E Em

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‘Gedrud>t bei A. W. Hayn.

“Redacteur John. Mitredacteur Cottel.

Brief. | Getd.

Allgemeine

a ie

Amtliche Nachrichten. _—_— Kronik des Tages. Des Königs Majestät haben den bisherigen Ober-Regie-

rungs-Rath Vahlkampf zum Geheimen Finanz- und zum |

Geheimen Post-Rath zu ernennen geruht.

Seine Kdnigliche Majestät haben den bisherigen Ober: Landesgeric;ts - Assessor Zimmermann zum Rath bei dem Oßer-Landecgerichtre in E ves Allergnädigst ernannt.

Se. Majestät der König haben dem bei der Regierung |

d Gumbinnen angestellten ' Allgemeine Ehrenzeiczen zu verleihen gerußt.

-- M E P R A R Et

Zeitungs-Nachrichten. Ba A Us fi & nd.

Franfkfreid. ___ Deputirten-Kammer. Die Sißuug vom 25sten Zanuar eröffnete Hr. Amilhau mit cinem Berichte über den Antrag des Vicomte v. Cormenin, das Kumulsren von

Gehalten und Penfionen zu verbieten, und stimmte, nah J

einer seht ausführlichen Erörterung des Gegenstandes, für die Annahme der Proposition, indem ex zuglei< folgende

Abfassung derselben in Vorschlag brachte: „„1) Niemand darf :

hinführo die Besoldungen mehrerer Functionen, Aemter oder Kömmissionen, unter welhem Vorwande es auch seyn nag, fumuliren. 2) Ju dieser Bestimmung mit inbegriffen sind die bei den verschiedenen Ministerien und Verwaltungen be- wililgten Gehalte , - die dem Staate zur Last fallen. Z) Aues- genommen von dem Verbote des Kumulirens der Gehalte sind die Geistlichen der "verschiedenen Glaubensbefenntnisse für die Befoldung ihrer Amts - Verrichtungen, so wie die Gelehrten, Literaten und Mitglieder des dffentlihen Unter-

richts, für ihre wissenschaftli<hen oder literarischen Aemter, |

für die Unterweisung der Jugend und für die Ver- waltung. des öêfentlichen Unterrichts. 4) Ausgenommen von jenem Verbote sind ferner alle Gehalte, - die zu- sammen nicht die Summe- von 2000 Franken überstei- gen.‘ Nach Beendigung dieses Berichts gee sich eine weitläuftige Debatte über die Frage, wann die Kammer ihre Berathungen darüber eröfsnen wolle. Einige Deputirte ver: langten , daß man dér Proposition des Herrn v, Cormenin den Vorzug vor dem Municipal- und dem Wahl e Geseße gebe, Andere, daß man si{< erst späterhin damit beschäftige. Zu Leßteren gehörte Herr Aubernon. Das Publikum, meinte er, sehe mit der größten Ungeduld dem neuen Wahl, und. Municipal-Gesetze entgegen, und nach einer großen poli- tischen Erschütterung, wie dle des Monats Juli, verdienten auch politische Gesebe,-wie die in Rede stehenden, vor allen andern den Vorzug, indem dadur<h einem längst gefühlten Bedürfnisse abgeholfen werden solle; die Verfassung lasse si< erst dann als fest begründet betrachten, wenn sie ein gutes Wahl-System für die Gemeinden, für die Departemeuts und für den Staat zur Grundlage habe, so lange diese Lücke no< nicht ausgefüllt worden, s{hwebe, seiner Meinung nach, die constitutionnelle Monarchie in' steter Gefahr; die vorige Dy- nastie habe sh nur deshalb der Einführung einer Municipal- Verfassung widersekt, weil sle gefühlt, daß es ihr nach einem solchen Zugeständnisse unmöglich seyn werde, die Charte zu verleßen; jeßt sey es nicht der Absolutismus, sondern der Republikanismus, der zu temporisiren strebe, um zu dem ent- gegengeseßten Extreme zu gelangen; auf solhe Weise aber müsse der Staat, da er der Splelball- bald der etnen, bald der andern Partei sey, zulest nothwendig selnem Verderben

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d aa Bir M P ÉD AR L, A N E EIEEO E Ma/E E e O M Ar E H AES 1A R

Berlin, Donnerstag den zen Februar

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werden solite, die jeige aufzulösen, und dies \

Preußische Staats-Zeitung.

Ee E L S T AENE E E E A / A T N D EE E S ELLEE T) AE M T A,

1831.

Me Pete 4 ÄBE P E Can E URA R O e D, 6 vas E n E E N

eutgegengehen, wenn die Grundgesebe des Landes uicht ver- vollstäntigt würden; das Heil des Staates knüpfe sih we- der an das Refkrutirungs-Geseß noch an die Geseße úber den Elementar-Unterricht, über das Theaterwesen, úber den Sklag- venhandel, über das Kumuliren der Gehalte u \. w., fon- dern hänge wesentlih von dem Budget und dem Wahl- und Municipal: Gescke ab, und es sey um so gefährlicher, das Land noch länger seinem bisherigen provisorischen Zustande zu überlassen, als jeden Angenblik ein Krieg mit dem Aus- lande ausbrechen könne: er verlange sonach, daß man sich vor Allem mit dem Municipal-Geseße beschäftige. Hr. Sal; verte meinte, daß man besser thâäte, dem Wahl - Ge- see den Vorzug zu geben, indem, so lange “dieses Gese nicht publicirt worden, die verfassungsmäßige Monarchie sich eines ihrer wichtigsten Vorrechte, nämli desjenigen, die Depurxirten-Kainmer anten, beraubt sehe. Hr. Pru-

le sch c ntrage des ersten Redners an und bestritt die Ansicht des Hrn. Salverte , daß kie Regierung vor der Publication. des neuen Wahl - Geseßes die Kammer niht aufldsen dürfe; er seinerseits sey der Meinung, daß dieje Aufidjung schon im “Monat September v. J., glei nah der Bekanntmachung des transitorischen Wahl-Gesebes, hâtte erfolgen müssen. Jn derselben Weise sprah < au< OÓr. v. Tracy aus. „Jh will‘, äußerte dieser si{< unter Anderm, „die Handlungen der Kammer nicht tadeln ; eine un- bestreitbare Thatsache aber ist die, daß diese Versammlung aus vêllig heterogenen Theilen besteht. Ohne Zweifel kann *einer von _uns für dasjenige verantwortli<h gemacht werden, was dur< die Gewalt der Umstände er orlügre worden ist ; es bleibt deshalb aber do< ni<ht minder wahr, daß ein Theil der Deputirten fraft solcher Geseke gewählt worden it, die nicht mehr bestehen, und die unsere neue Charte ver- wirft. Es ist nothwendig, daß diesem provisorischen Zustande. ein Ende gemacht; nothwendig, daß dur< neue Wahlen die De- putirten - Kammer möglichst bald auf eine gleichartige Weise zusammengestellt werde.‘ Hr. Etienne verlangte die Prio-

| ritát sür das Municipal-Geseb, als das volfsthümlichste von

allen, und von dem Frankreichs ganze Existenz abhänge; wo- gegen de? General Demarçay sh in dem Sinne des Hrn. v, Tracy äußerte. Nach einigen Bemerkungen des Hrn. Pelet enes r. v, Tracy zum zweitenmale die Redner- bühne und bemühte sih, zu beweisen, daß bei der gegenwär- tigen Lage der Dinge, und so lange es fein definitives Wahl- geseß gebe, der König die Kammer nicht auflösen könne; das transfitorische Wahlgeseß vom Monat September sey nur zur Wiederbeseßung thetlweise erledigter Stellen geeignet, und man würde mit Hülfe desselben die Kammer eben so wenig dur<weg neu zusammenstéllen können, als mit den Wahlge- seßen der Jahre 1817 und 1820. Es gébe sonach kein Mit- tel, sich eine neue Kammer zu schaffen, falls es I ohne Zwe

die seltsamste Anomalie, die si<h in einem Repräsentativ- Staate nur deuken lasse. Herr v. E LNaTAY glaubte da- gegen, daß man schon deshalb dem Municipal - Geseße vor allen übrigen den Vorzug geben müsse, weil ein solches in der neuen Charte dem D R versprochen wor- den sey. Nachdem noch Hr. Voyer d’Argenson in dem Sinne des Herrn von Tracy, der Baron Méchin aber in dom des Herrn Salvandy gestimmt hatten, wurde endlich über die Frage, welchem Geseke die Priorität einzuräumen sey abgestimmt. Die Mehrheit der Versammlung erklärte si< dahin, daß unmittelbar na< dem vorliegenden Gesek - Ent- wurfe über die Personal- und Mobiliar-Steuer das M uni|- cipal-Geseß und späterhin erst die Eingangs erwähnte Een des Herrn- v. Cormenin über das Kumuliren dex

chalte zur Berathung kommen solle. Eine sehr lebha

Bewegung folgte auf diese Entscheidung, wodurch das Wahle Geseß noch auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben wird. Zahl-

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