1831 / 43 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

1634. von de Práféften ein zweites Schreiben. folgenden Inhalts: „Me

getreten : der Min als Maire:

rsuchte, Ihren: Abschied zu: nehmen - ist jebt ister hät: mi aufgefordert, Sie Zhres

mtes entsehzen,‘/// Hier -haben-Sie also. ein Beispiel, daß-ein Maire, der von seinen Mitbürgern geliebt und - geachtét war , von. Paris gus abgesebt- wurde.‘ Als mehrere Seimmen fragten,in welchem Depaxtement si der fa [ereignet habe; ersuchte. der General Demargçay-den edner, den Prâfekten niht-zu nennen, da: dieser sonst eben- falls: abgeseßt werden würde. Herr Berryer erwiederte, er würde solches ohnedies nicht gethan haben; das. Faftum sey aber gegründec, und er habe die-Beweise-davon in Händen. Der Minister des Jnnern äußerte, er glaube den Namen des-Práfeften. zu wissen und erlaube: sich bloß die Frage, ob - die betreffende Gemeinde nicht im- Westen gelegen sey. Hr. Berryer- erwiederte, sie sey nicht im Westen gelegen, was einige Verwunderung evregte. „Je nun‘‘7 fuhr der Mini- ser fort, ¿ein ähnlicher Fall: hat sich auch: im Westen zuge- ragen ‘und fônnte wohl- noch öfter eintreten, Man kann ein sehr guter Verwalter , ein höchst -achtbarer: Mann im -häus- lichen Kreise seyn und. doch: den Wünschen der Regierung, deren. Willen -man-zu vollziehen hat, nicht - gänzlich eutspre- n. Was das- Centralisiren: betrifft, wovor-man: so große ckcheu-zu haben scheint, so ist der vorliegende Aptifel des Zese- Entwurfes ein - sicheres Mittel dagegen.’ Hr. Du- pin d. Aelt. stimmte dieser Ansicht bei und gab-zu verstehen, daß der Maire, von dem-Hery Berryer gesprochen, vielleicht nicht- habe den neuen Eid--leisten wollen. Herx Berryer er-

wiederte: aber, -dieser Maire habe: allerdings den Eid: geleisbet.

Jn Bezug auf das Centralisiven ‘bemerkte Herr Du-

pin, es sey ohne Zweifel: beflagenswerth, daß, mau gauz Franfreih- von-- Pavis - aus ‘leiten, lenken und-regie- ren wolle; man ‘dürfe: indeß auch nicht ia das. ent- egengesebßte: Extrem. -vorfallen, und nicht ‘ohne Erstaunen be: er die Aeußerung -eines- Redners. vernommen , daß jede emeinde in Franfreich- einen eignen kleinen Staat bilde; er neeine solche Ansicht „nicht theilen, deven ‘Verwirklichung anf in die, Zeiten“ ‘des’ Lehnweseus.- zurück verseleu würde. - Der Nedner sprach: schließlih die Meinung aus, -es ihm ‘viel angemesséner-: scheine, den Maire-und seine (djunften unter sämmtlichen Mitgliedern -des: Muuicipal- Conseils, als, wie: Hr. Berryer : solches: vorschlage„ unter dpeien-dem Könige zu bezeichnenden Kandidaten, ernenen zu lassen; es stehe dem Monarchen alsdann «frei, unter den: Mit- _ gliedern des- Conseils denjenigen zum- Maire: zu wählen, der _in- seinen- Grundsäßen: die vichtige Mitte: halte (Ja, ja, das beliebte Schaukel -System! riefen hier mehrere Stimmen) und sich weder. einer ungewissen- Zukunft in -die'Arme werfe, noch mit ‘schmerzlicher Erinnerung - auf die Vergangenheit zurück- blie. Die: Fortsebung der ¿Berathung ckwurde auf den a rv Tag angesebt - und die Sißung um 65 Uhr auf- gehoben. ly

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Paris, 4. Februar. Der König ertheilte gestern dem id ritgnischen Botschafter, dem Adriniral: Codrington , so wie dem Grafen von Célles, Privat - Audienzen. .De- putation - der-Pairs- Kammer überreichte Sr. Majestät das von beiden -Kammérn angeuommene! Geseh «über die: -Besol- dung. der -israelitischeu Geistlichkeit ;

Gestern «um.-4 Uhr Nachmittags. saudte der Minister dep Egon - Angeiegenheiten- einen Courier nah: Brüfs- ___ JIm-heutigen-Búlletin des Tem p:s-liest- mancFolgendes : DiDuesae-des an der. gestrigen Börse- verbreiteten Schrek- „tens st/außer- dén Operationen einiger SpŒülanten, die Ve-

dégniß-vor dem Krieges ;/ welche zu: zerstreuen die: Regierung

ichtgenug bemäht::ist. Allerdings muß: man: dabei. die: Ueber-

ibungen in Anschlag: bringen, zu-+denen die Privat „-Jnter-

u si: nur zu {leicht hinreißen: lassen;-es: wäre: aber -wenig- tens zu wünschen, daß sie in dem: Schweigen-der Behörde

tinen- Vorwand finden möchten. Man ist ‘gar zu geneigt,

Verdacht gegen ‘das Stillschweigew zu hegen zumal“ wenn die Umstände: so viel Stoff zu Verinu 1 darbieten. Das Sablthus (bse: chen g'einreden, . daß hinter dem: schein: ‘unerklärlichen Verfahren des -Ministeriums in den Brüs-

r E Eten der Wunsch: œiner- baldigen Vereinigung

ns mit’ Frankreich: verborgen. liege. Ber S der

diefe - einigung wünscht, die: Jnteressen, die dieselbe: fürch- ten, die: Feindschasten, welche sie: :denunciiren , die: Jndiscre- tioxen, welche’ dieselbe Herbeirufen , 'und das ‘Schweigen: der Regierung „' das: sie weder zu verläugnen, nöch zu bekennen wagt, kurz Alles giebt diesem “Gedanken Glaubwäürdigkeit,

/ und dleser Gedanke ist, wir wiederholen ès, eins mit dem |

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Kriege, ein von. uus. erklärter Krieg ist. aber der Untergang aller: Hoffnungen von 1830. Ein ungerehter Angriffsfkriég gegen uns würde uns alle-Stäkke: des gutèn. Rechts gében, ein von uns elbst ausgehender abèr uns dur das Unrecht eines Angtisss chwächen, zu dem uns keine Veranlassung gegeben ist. Wir olen gründlicher auf..die Sache. eingehen. Was fönnte ein

‘inisterium hoffen, das és wagte, uns in einen Krieg um Gränzen zu stürzen „- dér sich: bald: in- einen Krieg um Prin- cipien verwandeln würde ? Europa in zwei Feldlager zu thei-

-len und den. Kampf der: beiden. die: politische Welt trennen-

den Principieu-zu beendigen? Fär diesen Zweck müßté. man S dis M geschlossen haben; hat. man dies pan Wir wollen die für die Anhänger des Krieges günstigste Antwort gelten lassen, welche sagen, daß wir an England. einen mäch- tigen Verbätdeten haben. Wie? -und gerade auf die-Belgi- che. Angelegenheit , welche diesen Bundesgenossén am näch- en berührt, wollen wir den ersten Streich richten? Jst das

ünduniß: darum geschldssen: worden, und. fann es dadurch er- halten werden ?, Das wird Niemand glauben. Weiß man denn.-.übrigens. nicht „-daß eine zu rechter Zeit vorgenommene Ministerial ¿Veränderung in England-- die von -dem vorigen Ministerium eingegangenen Verpflichtungen auflöst, wenn

dieselben den Znteressen des. Landes nachtheilig. sind? Die

Dauer der-.Verträge häugt von dem Premier- Minister ab, und- Herr Péel. würde. in 24-Stunden die von Lord Grey eshlossenen- Verträge ‘aufzuheben. wissen. So. wurden. die Phasen der Franzdfischen Revolution von. dem berechneten Wechsel der. Herren Pitt. und Fox als Premier-Minister be- gleitet, welche,--bei aller Verschiedenheit .der Sprache und der Maaßregely," stets. nur einem und „demselben Jüteresse, näm- lih der Größe. Englands , dienten. Man wird sich dessen erinnern. Wir. find weit entfernt, dem. Publikum über die Gésinnung Englands. Besorgniß einslödßen zu . wollen, wir môchtea nur die. Regierung auftlären , welche die. Vereliui- gungs-Pläné, die man ihr, gewiß. ohne. Grund, beilegt, mit den Betheueruigen ihrer Achtung für die bestehenden Ver- träge, mit ihrer Sprache auf der Rednerbühne, mit. den of- fiziellen Antworten, von deuen: man: seit. drei Tagen spricht, wit der Unterzeichnung der Protofolle durch uusern Botschaf-

ter ouf ehrenvolle Weise nicht in Uebereinstimmung aeNIEs 44

láßt. Wahrheit war -das erste Losungs-Wort. unserer

rungs in_jenev Taktik aber - wúrde- feine Wahrheit. seyn.

chrickt aan vor der Verantwortlichkeit, die man durch ei- nen leichthin gewagten Krieg. auf sich ziehen. würde,:-nicht: zu- rück ? Vepantwortlichkeit gegen ein Königthum, das von -an- dern gern als ein: Emportômmling betrachtet wird, Veränt- wortlichkeit gegen die Nation, die ' der Ruhe uud. Arbeit bedarf, gegen“ die- mitten in ihrer- Entwickelung aufge-

hautene «Civilisation, Verantwortlichkeit endlih gegen die

reiheit, welche weiß, daß die Niederlage, zur. ,Sfklave- rei, der Sieg zum Despotismus: führen würde. Bei dem gegenwärfigen Zustande Europa?'s- würde der Krieg ein Verbrechen seyu. Wehe. dem, der es. „wagen sollte, dieses Verbrechen. zu begehen. Alles würde gegen den auf- stehen, der die erste-Kanone lôst! Wir haben. seit sechs. Mo- naten. feinen Krieg für- un sere Sache gewollt. und sollten

“jeßt die: Thorheit. begehen, ihn für eine. fremde Sache. zu un-

cernehmen, um einem. Kinde ein Spielzeug zu geben „- oder um unseren Manufakturen Nebenbuhler zu Lhasfen ? Der- leichen wird das Land weder begreifen, noch unterstüßen. MNicht-: länger lasse man daher - die öffentliche. Meinung im Dunkeln über eine so wichtige Frage. Man berechne das Unheil, das der Krieg anrichten würde, nur nah dem-Un- heil, das die bloße „Furcht vor demselben schon aurichtet. Man. lasse die Besorgniß vor einem Kriege:-nicht, über dem Lande-schweben, wie es: im. vorigen Jahre sechs Monate lang von einem: Staatsstreiche, bedroht. wurde. Man braucht. uns nicht: wegen-eines Angriffs von-außen zu bexuhigen ; Friedens- versicherungen- verlangen wir von „unserer. Regierung.“/ Das Journal du Commerce dagegen bemerkt. über dieselbe. Angelegenheit: ,, Folgendes -sind - die: Gerüchte aus_ den Salons. Die Französische Regierung . soll end- lih- wahrgenommen. haben, daß, -sie von der Diplomatie durch. den - Beitritt. zu den Plänen - der Londoner Konfe- renz: auf eine -gefähelihe. Bahn gebracht worden sey, daß das Protofoll vom, 20sten Januar ganz im Geiste der Verträge :von 1814 und' 1815 abgefaßt sey, "indem es die Bingen der. Existenz des: Belgischen Volkes ohne dessen Einwi igung, und: Theilnahme: verändere. Die im Namen Frankreichs gegebene „Zustimmung zu diesem Protokoll wird daher desavouirt werden; man sprach sogar. von der Zurück- berufung des Fürsten Talleyrand. und. der Beglaubigung des

- Búlage

‘des Londoner Protokolls.

Kabinet, am

- 7 Beilage zur Allgemeinen Preußishen Staats-Zeitung F 43.

Generals Flaháäut beim Londoner Kabinet. Diese Gerüchte stimmen mit der allgemein verbreiteten Meinung überein, dáß

man die Belgische Krone, wenn eine achtbare Majorität die-

selbe dem Herzoge von Nemours anträgt, annehmen wird. Wie kann man glauben, daß Frankreich in dem Augenblicke,

wo es mit Belgien in eine so enge Verbindung treten will,

die Demäüthigung seiner Bundesgenossin unterschreiben wird. Auch werden die Belgier dem Französischen Prinzen die Zü- gel ihrer Regierung nur unter der Bedingung anvertrauen, daß er ihre Unabhängigkeit gegen fremde Einmischung s{húßt. Der Herzog von Nemours wird in Belgien die von seinem Vater in París laut ausgesprochenen Principien nicht vér- läugnen. Auf diese Weise erklärt man sich die Desavouirung Der Krieg scheint demnach“ nahe vor ‘der Thr zu seyn; man gíaubt aber, wenn nicht auf die Mitwirkung, doch wenigstens auf die IRteutralität Englands rechnen zu dürfen, Man sehe, wie sch der Englische Cou-

rier darüber ausspricht. ‘/ *) Das Journal des Dé-

bats hebt aus einem langen Aufsaße der. Times über. die_

leßten politischen Debatten der Deputirten - Kammer Folgen- des heraus: „Das Resultat dieser Debatten, welche gänz Europa” mit lebhaftem Jnteresse lesen wird, wird das Mi- nisterium befestigen und allen Freunden ‘des Friedens in Frankreich und in Europa neues Vertrauen geben ; aber iän- ger daran zweifeln, daß alle Parteien, in der Kammer, im Hofe und im Lande, einen guten Vorwand her- beiwünschen, um Belgièn ohne einen Krieg zu besetzen, wäre der höchste Grad der Thorheit.‘ Die France Nou-

_velle sagt: „Es ist gewiß, daß zwei Couriere, der eine nach

London , der andere nach: Brüssel, geschickt worden sind, um anzuzeigen, daß das Französische Kabinet niemals die Absicht gehabt hat , Belgien zur Zerstückelung seiner schönsten Pro- vinzen- zu zwingen, und daß es also das leßte Londoner Pro- tofoll nicht ratificiren wird.// Der Globe, der gleichfalls von: dex Nichtratificirung des Londoner Protofolls vom 20.

Januar spricht, meldet, daß man an der Börse von der

Bildung von fol Armce-Corps an den Gränzen gesprochen habe, deren Befehl den Marschällen Soult und Gérard und den. Generalen Semélé, Clausel und Lamarque anvertraut werden solle. M ; Ra C Der National theilt nachträglich die Rede mit, welche der General Bachelu bei den lebten politischèn Debatten in der Deputirten - Kammer halten wollte, wenn die Reihe an ihn gefommen wäre. Der General spricht darin von der Un- vermeidlihkeit des Krieges und von der Nothwendigkeit für Frankreih, aus seiner jeßigen schiefen Stellung herauszu- fommen. i | “Der Constitutionnel meldet als ein in den politi schen Cirfeln umgehendes Gerücht, daß in dem Budget die Ausgaben mit 1200 Millionen angeseßt seyn werden , indem

‘die großen Kriegsrüstungen ein Ueberschreiten der bisherigen

Summén des Budgets nöthig machten. Die in Folge der in der Sorboune vorgefallenen Un-

«_ ruhen verhaftéten fünf Studirenden sien noch immer in

dem Gefängnisse la Force und werden täglich von dem Jn- structions- Richter Lamy verhört. Y

Die Quotidienne zeigt an, das .vom Baron Montbe! von Wien aus an den Präsidenten der Pairs - Kammer ge- richtete merkwürdige Schreiben, von welchem der Temps gesprochen hätte, werde: durch den Druck bekannt aemacht werden. its

Der Oberst Jacqueminot. hat die (hm, ais Chef des Generalstabes der hiesigen National-Garde , von der Regie-

rung bewilligte jährliche Entschädigung von 20,000 Fr. ab-

gelehnt. :

; Großbritanien und Jrland. London, 2. Febr. Der Herzog von Devonshire und

Lord Althorp hatten vorgestern in Brighton Audienzen--bei

dem Könige. sehr mit Regierungs-Angelegenheiten bes wöhnliche Spazierfahrt unterblieb. Hh

Der Graf von- Errol und Herr Richard William Howe sind zu Mitgliedern des Privat - Conseils Sr. Majestät er- nannt worden. j | ei

Se. Majestät waren den dreien 8 iy Ly Vie ¡

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5 Das Fourtnal du Commerce hat hierbei offenbar den gestery von uns mitgetheilten Artikel des Courier im Auge.

der Familie des

_bers heißt es :

angekommen. Am 17ten des 5ten Mondes wat“ der

entwickelu, vor die Augen des P Menge höchst: kurioser Thatsachen bei diesem Anlaß mittheilen

E S T A

Der Graf von Eldon , der seit einiger Zeit än hefti nfällen von Podagra gelitten, befindet sh wieder G In den höheren Zirkeln will man wissen, daß das Rée-

sultat einer neulich stattgehabten Konferenz der Minister mit

dem Könige über vorzunehmende Ersparnisse und uber Par-

laments-Reform sehr zufriedenstellend seyn soll. E Von allen Seiten her laufen täglich Berichte aus dem

Funern über stattgehabte Versammlungen ein, in welchen die

Einreichung von Bittschriften wegen Ersparnissen und Parla-

ments-Reform beschlossen ward. Eine in Bristol zu gleichem Zweck abgefaßte Bittschrift hatte bereits 13,000 Unterschrif- ten erhalten. :

Ein Dubliner Blatt meldet, daß der weibliche Theil d Hrn. O’Connell vor furzem Jrland verlas- sen habe und seinen Aufenthalt in Frankreich zu nehmen ge- denke; es bemerkt dabei, dieser Entschluß liefere einen vor- trefflihen Kommentar è Hrn. O’Connells Vorlesungen ge: gen das System der höheren Klassen Jrlands , ihr Einfom- men außerhalb des Landes zu verzehren, und gebe anderer- seits cinigen Leaten Veranlassung, die künftige Ruhe Jrlandes sehr in Zweifel zu ziehen. / _ Aus Lissabon sind Nachrichten bis zum 2Wsten d. M. einschließlih eingelaufèn, die jedoh nichts politisch Neues úber die Angelegenheiten Portugals enthalten.

Zeitungen aus Jamaica bis zum 26. Dez. melden die -

unerwartete Prorogation der Sißbungen der dortigen geseß-

gebenden Versammlung bis zum 25. Fan. Als Grund die- jes Beschlusses giebt der Gouverneur einerseits die Nicht-An- nahme einer Bill, welche wie bisher auch künftig dem Lord- Bischof des dortigen Kirchsprengels die geistliche Jurisdiction Über den Klerus zuerkennt, und andererseits, daß die noch zur Berathung vorliegenden wichtigen Angelegenheiten län- ere Zeit erforderten, als der kurze Zwischenraum bis zu den

S eihnachtsferien darbiete.

In einem Schreiben aus Barbados von Mitte Dezem- _7,Hier ist Alles ruhig; auf Martinique und Guadeloupe aber soll große Aufregung herrschen, weil der dortige neue Gouverneur, Admiral Depotet, wie man wissen will, einige die farbige Bevölkerung angehende günstige Ver-

f ordnungen mitgebracht und nicht bekannt gemacht hat.

Das Canton - Register ist bis zum 2ten Augne hiex tag des Kaisers feierlich b d Jn Folge ag des Kaisers feierlih begangen worden. —. Folge strenger Bestrafung cines hohen Beamten, der bei sich Schau.

spiele hatte aufführen lassen und oft Gesellschaft sah, haben

alle in Canton befindlihe Beamten diesen- Vergnügungen entsagt. Einem neulich erschienenen Kaiserlichen Befehl zufolge soll fünstig Jeder, der in einex Bittschrift von Din- gen spricht, die niht persdnlih ihn selbst betreffen, mit Hie- ben und Ausstellung am Pranger bestraft werden. Die Schiffsabgaben in Canton find beträchtlih ermäßigt worden.

Niederlande.

** Aus dem Haag, 4. Febr. Der Juhalt des eilften Kongreß-Protofolls von London hat das Uebermaaß von Em- pfindlichkeir über die Gesammt - Verhandlungen der Vermitt- ler bei den Holländern in etwas gemildert. Wir köôunen nicht umhin, die Leidenschaftlichkeit einiger Journale über die neuesten politischen Ereignisse zu tadeln; die Stimmen hiex zu Lande felbst sind darüber getheilt. Der patriotische Zorn entschuldigt übrigens nun Manches, was in ruhigern Petio- den vom falt besonnenen Ernste der Holländer gemißbilligt worden wäre. Es läuft hier das Gerücht noch immerfort, daß der Englische Gesandte über den bittern Ton mehrérer Artifel im Jouti nal de la Haye sehr entrüstet und entschlossen sey, eine Klage gegen den Verfasser derselben, als welcher Me Charles Durand gilt, einzureichen ;-oder vielmehr soll er eine solche schon eingereicht haben. Ob ein solcher Schritt in gegenwärtiger Stimmung wohl eine reelle Wirkung' haben und andererseits dem nun so feierlich bekannten Liberalismus des“ Londoner Kabinettes nicht vielmeht einen -morallscheu Schaden bringen dürfte, wagen wir keinesweges "zu entschei: de. Hr. Durand scheint so wenig außer Fassung gebracht, - daß er vielmehr dem Vernehmen nach darauf denkt, ein Mewoire abzufassen , welches seine Ansichten noch weiter ublifums bringen und eine

sol. Die Nachricht, daß des Königs Majestät von seiner verfassungsmäßigen Civil-Liste ‘auf den Altar des Vaterlandes

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