1831 / 63 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

a J

S. C L ia T ZE R eres h aa E a É E i S Nt Ï E E a an M E E I L Lig R r R AE S C AREE C ÉS E

E L E E E G ma

A z A LS É T S A Po Ba N E Em

T LI E A Ens rSENaCT R

E O R E Tp S r L (E De t; A C228 - m D É A G T En y B

922

Haupte dieses Hauses exwieseÿ hatte, so mußte dieselbe Abneigung vor allen übrigen “Glièdern ‘défelven sich: im National -Köngresse eigen; Wwenn-man: Gewißheit darüber erlangen wollte. Bis: da-- in-Tonnte man noch glauben, ‘daß vielleicht: ein Prinz-jenes Hau- ses--der wegen seines: Alters an den Beschwerden und-dem Grolle des. Belgischen Volkes keinen Theil hätte, ein Gegenstand seiner Wahl werden würde. Diese Ansicht, die den Rechten der Bel- gier in keinerlei Weise zu nahe trat, veranlafite. anfangs die Fran- zo de Regierung, sich dem Prinzen von Oranien - oder seinem ohne Knt zu zeigen. Eine solche Combination sollte jedoch : ung gehen. Sie fand einen unbesiegbaren Widerstand in dem Grolle, den der blutige Kampf, in Folge dessen die Herr- schaft der Nassauer in Belgien untergegangen war, den Bewohnern ieses: Landes engandst hatte. Alle Glieder dieses Hauses, ein en Hasses, wurden auch in dieselbe Exflusion. | mitbegriffen. Der Belgische National = Kongreß verwarf. sie für | immer. Von-dicsem Augenbli>e an nahm auch- das Französische Kabinet; aus Achtung. vor einer Entscheidung, die den Willen dev Belgier laut verkündigte, niht nur an keiner dri dbr L U l : : il, sondern | stellte vielmehr demselben den Einfluß seiner Rathschläge entge- | gen, indem eine solche Combination, die unúberwindliche Hinder- | nisse gefunden haben würde „ihm jeßt nur noch dazu geeignet schien, in Belgien den Bürgerkrieg - zu entzunden. Durch die Ausschließung. des Hauses Nassau war: aber die Wahl des Sou- | verains nicht leiter geworden. - Die Belgier waren weit ent- fernt, sich Über den Fürsten , den sie: an ihre. Spige stellen woll- ten,:zu verstehen. Männer, die des. dentlichen Vertrauens gez - nossen, verfielen zunächst auf den jangen- Prinzen Otto vou Baiern; sie zogen darüber das Französische Kabinet zu Rathe, | das. gar keinen Grund. hatte ,: seine Zustimmung zu verweigern. | Aber. die Belgier blieben bei. diesem Gedanken nicht stehen. Ehe ns die Berathung über die Wahl-des Souverains im National- Kongresse. erdfnet wurde, gab eine: große Anzahl derselben tr geweat durch alte Eritinerungen, in Betracht. der geringen Kraft es neuen Staats, aus. Besorgniß, däß es ihnen in der Folge | unmöglich sey möchte, ihre Unabhängigkeit zu behgupten, . und in der Absicht, ihrem | éwerbfleiß neue Absap-Punkte ander Stelle von: Holland, und seinen, Kolonicen zu crôffnen, den Wutsch zu ertennen, Belgien mit Frankreich zu vereinigen „- oder mindestens doch: die Battde zwischen ‘beiden Staaten durch. die: Wahl des Her- | joss von Nemüyurs. fester. zu shlingen. Angeschene Männer in ien fragte, wie die cine oder-die andere dieser beiden Pro- | - posittonen bei uns gufgenommen. werden würde. Obgleich dieje | Anfrage. keinen offiziellen Charakter hatte, obgleich sté nur einen | hloßen Wunsch ausdrückte und kein förmliches. Anerbieten war, |

ni<t in Erf

Gegensiand dessel

regel zu Gunslen des Hauses Oranien mchr. Authe

Ee sich doch das Conseil. des Königs die Wichtigkeit der-

auch. der allgemeiné Wuhsch des Belgischen Volkes scy; sodann hatte „man zu untersuchen, -ob Frankreich, wenn es sich im densel- bent fügte, nicht den Schein ehrgeiziger Absichten an sich tragen

und. unberechenbare Trübsale durch cine Entschließung - zuziehen

Unabhängigkeit, no< die Beschüßung scines Systems erforderlich mächte. Um den wahren. Willen - des Belgischen Volkes fenen zu lernen, befragten. wir. seine Revolution. Was war dek Cha- rakter derselben? Der Geist der Unabhängigkeit. Was wax ihr

Zwe>? Die: Trennung. Geleitet von dem eifrigen Wuüsche ei- | nex-Nationalität/- hatten die Belgier sich erhoben, gekämpft, ge= siegt. . Alle. S E Aen und Handlungen- schienen uns #0= |

Ber 4 Frankreich zu widexstreben. Dochwußten wir, daß, wenn es in Belgien mehrere Parteten gebe, die entweder die: Republik. oder. cinen eingebornen Fürsten, oder den Prinzen von Oranien oder cinen fremden Fürsten, also eine unabhängige |

nach einer Vereinigung mit

Nationalität, die nur verschiedenartig von ihnen verstanden wurde,

Wunsch dieser „Partei: war: aber. nicht - hinreichend, um einen o großen: Akt, herbeizuführen. Die Andersdenkenden würden. darin cinen: Zwang- erbli>t und Frankreich ein Mittel. eigener Schwä- solehe daritr gefunden haben „- indem es. sihdadurh in. die Lage worden, das mit der Einverleibung unzufrieden ist. - Aber die Vereinigung -würde überdies auch zu cinem Kriege mit den Eu-

ropâischen Mächten Anlaß gegeben“ haben. Die Regierung sah: dies- voraus: Die Erfahrung aller Zeiten hatte sie, gelehrt, S ol i

wenn innere Erschütterungen hinreichen, um die Regierung cines |

Staates zu ändern, es der Kriege bedarf, um die Verträge, w0- duxch- dessen Gränzen festgeseßt worden, zu brechen. Nicht ‘durch Uh ungen sondern mit: dem Schwerte werden Gebiets- Vergrößerunaen crrungen. Mußte die Revolution von 41830 nicht der Revolution von 1789 nachahmen, die sich der Welt nicht mit der Absicht, Eroberungen zu: machen, sondern die Civilisation zu ver- breiten, „angekündigt und feterlich erklärt hatte, daß sie keinen Krieg beginnen, ihn, aber nachdrü{lih- zu führen wissen würde, wenn sie: dazu gezwungen werden sollte? Mußte sie nicht, diesem Beispiele folgend, nur im äußersten Nothfalle, und wo es sich um ihre Ehre oder Selbstvertheidigung handelte, das Schwert

auslegen- würde. Frankreich hat das: Gefühl: seiner

; | : i mer elben nicht. Mehrere Pflichten lagen ihm oh, bevor es darauf | antwortete. Mah mußte: sich zuvor vergewissern, ob. jener Wunsch |

| hat, E e E L einer Aver On! l : ( | zumachen, in die Wa ejtelben nicht - willigen. Nicht

und einen allgemeinen Krieg veranlassen würde. Wax entweder : d get) Nuds Fa jener Wunsch nicht - allgemein, oder konnte im entgegengeseßten : Falle darch die Erfüllung desselben von Seiten Franftrei<s der ; Friede gebrochen werden , so durfte die Regierung sich nicht in denselben fügen, wenn anders sie ni<t unserm.-Welttheile lange

exr Staaten verscht: hätte, denen irgend ein- Land einverleibt. i daß, went ten Wünsche: und die Wohlthaten Frankreichs, “jenen Fürsten dennoch wählen sollte, er von unserer Seite nicht -anerfannt wer- den würde. Als die Regierung des Königs - diesen Entschluß faßite, Überschritt sie weder ihr Recht, noch verlebte sie ihre

Grundsäße. Ein ieder Staat kann mit scinem Wohlwolletr nah freiem Willen schalten und walten. Fs es ihm auch nicht gestat- tet einen Zustand, der ihm nicht gefällt, mit bewaffneter Hand zu“ bekämpfen, so hat er doch anzuerkennen. Die Nicht-Einmischung {ließt die Nicht - Anèêr-

kennung nicht aus. „Die Regierung gtebt diese Erklärung ab,

um den Vorwurf zurü>zuweisen, daß sie mit sich selbs in Wis- derspruch gerathe und ihreGrundsäße nach Umständen ändere. Mitt-

zichen? Die“ Regierung des Köttigs waL dieser“ Meinung; sie: Ee daß ‘sie: thrèr fvtedliebenden Grs Zak ¿nahe fbrtel und- ie Sympathie der Übrigen Völker schwächen würde, wenn sie!

wegen einer Gebiets-Vergrößerung einen Krieg entflammte:- Sie durfte dabei nicht annehmen, daf man: iber Masigung falf l n pt l Würde. du: die Ereignisse des. Juli, wodurch. es die unterbrochene Kette kräftiger und ruhmwürdiger Zeiten aufs neue aneinandergeknüpft

4

hat, glänzend genug bethätigt; seine Sprache hat laut genug er= |_tont, und das Gewicht,“ das es in der Waggschale von Europa , einnimmt, ist hinlänglich bekannt, als daß es ju ' befürchten

brauchte, man werde *seine- Friedfertigkeit für Schwäche und feine: i Uneigennüßigkeit für Furcht auslegen. Aus allen diesen Grün-

den, und Überzeugt, daß sie ihre Pflichten gegen das Land nicht verlege , éndem sie Traïftaten- chre, die nur um den Preis eines Kriges übertreten werden konnten, würde die Regierun die Bereinigung Belgiens mit Frankreich, wenn sie ihr förmli

angeboten worden wäre, zurü>kgewiesen haben. Die Wahl des Herzogs v. Nemours bot diesclben Uebelstände dar, ohne daf sie cinmal durch cinc Gebiets - Vergrdßerung Frankreichs- ausgegli-

chen worden: wären ;- sie würde gefährlich - für die Erhaltung -des -

Friedens gewesen seyn, ohne uns eine ausgedehntere-und besser

| vertheidigte Gränze zu verschaffen. Der König, durchdrunge1t

von der lebhaftesten Sorge für: das Wohl Frankreichs, beseelt von dem Wunsche, seinem: Lande einen vortheilhaften und würde-

vollen Frieden zu erhalten , bereit , dessen- Verfassung und Unab- hängigkeit, wo die Nothwendigkeit es erforden sollte, zu verthet=

digen, thm auch seinen Antheil an Ruhm und Größe zu Theil werden zu- lassen, sobald’ sich eine T2 Sees dazu darbôte, nahm kctnen- Anstand, sih au<h gegen die Wahl des Herjogs von Ne- mours zu'erklären. Er zog das Wohl seines Landes den Vortheilen sciner Familie vor: Wir machten damals: der ‘provisorischen: Belz

| gischen Regierung die Absichten der unsrigen, sowohl über eine Ver- : einigung beider Staaten, als Über die Wahl des Herzogs v. Nemours,

in amtlicher Weise bekannt. - Geleitet von der dfentlichen Mci-

nung, hatte der National-Kongreß den Plan ciner Vereinigung

mit Frankreich nicht einmal erdrtert. Die Mehrzahl der Mit- lieder abe: gab, obgleich sie unscre Weigerung kannte, die Ab- icht nicht ‘auf, den Herzog von Nemours zu erwählen, dem man ugleich auch den Herzog von Leuchtenberg gegenüberstéllte. Die D: Regierung, die sich ‘bereits Über : die: beabsichtigte Wahl des Herzogs von Nemours: erklärt hatte, sprach: fich jeßt aufs neue und noch füratlicher als das-erstemal daruber aus: Mit gieGep Offenheit verwarf sie auch: die Wahl des Herzogs von euchtenberg, indem sie guf die Uebelstände ciner. solchen Ernen-

nus für Frankreich. und die Folgen derselben für Belgien auf- a

erfsam mathte. So sehr die Remerang auch die Person jenes Fursten ehrt, #o sehr sie auch das Andenken des großen Mäntes achtet, dessen Adoptiv - Enkel er ist, und der Fränkreihs Ruhm so hoch gestellt, dessen moralischen Einfluß er so weit ausgedehnt

cit schuldig

cine kleimlliche und eitle Furcht. sie beseelt hätte; für die Fami- lie, die von der Nation auf den Französischen Thron erhoben worden, scheute sie nicht die Erhebung ejner Nebenbuhlerin der- selben auf einen benachbarten Thron; sie wußte, daß die größen Männer, die von den Völkern dazu berufen werden, sie zu ver-

: i j theidigen, ihnen Ruhm zu erwerben und momentan tiber se zu wollte, die weder. die. Ehre des Landes, noch: das Interesse seiner bote

herrschen, ohne Erben ‘serben, wte sie ohne-Vörfahten geboren

“werden, und daß, wenn sie in den Herzen eine tiefe Erkenntlich= - keit zurü>lassent, diese nur ihnen persönlich gilt. Abex sie ver= hehlte sih- auch nicht, daß, wenn jene Wahl auch feine Gefah- | ren solcher Art bôte, sie doch große Unannehmlichkeiten zur Folge haben édante , denen sie vorbeugen müßte. Da Belgien unsere

der Hauptstadt zunächst gelegene Gränze berührt und" cine Fe- flungslinie gegen. uns besißt, da ferner der--größté Theil der Be- wöhner unsere Sprache spricht, \o durfte jenes Land nicht ‘cin Heerd für Fntriguen gegen die Französische Regierung werden oder in eine Allianz gerathen, die unserem Fnteresse widerstrebte. Um also‘ zu verhindevh, daß zwei Länder, die sich: aus Neigung

; undGrundsaß.an einander ketten, mißtrauisch gegen cinander werden verlangten, auch noch eine-andere-an Zahl. nicht, geringere Partei h schgeg e besiehez-die für die. Vereinigung mit Frankceich imme. Det -

und in verschiedenartige Systeme gerathen, hat das Pariser Kabinet

sich der Wahl des Herzogs von. Leuchtenberg widerseßt;:es rechnete darauf, daß die Belgier ihm Für. u L aft und seine e

uten-Dienste einen Beweis der Willfährigkeit durch die Verzicht- cistung guf jene Wahl geben würden, denn die Staäten sind sic<

S Zugeständnisse shuldig' und nicht die eiten {u Allem,

ie andern zu Nichts verpflichtet. Zugleich aber kändiate es an, de Belgische Kongrefi, obus RÜ>si<ht ‘auf die geteh-

as Recht , diesen Zustand! nicht

Beilage

Trennung von Holland. begúnsigt - be

9 d

Beilage zur Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung M

Frankreichs und der Kammern, so wie die Achtung von Europa ex- worben zu haben.//

Der General Lamarque ließ den persônlihen Beweg- gründen, die den König zur Ablehnung der Belgischen Krone veranlaßt, Gerechtigkeit widerfahren. meinte er, über diesen wichtigen Gegenstand das Conseil seiner verantwortlichen Minister zu Rathe ziehen müssen, und in- sofern gehöôre der gefaßte Beschluß in das Gebiet derx Dis- Der Redner erinnerte. hierauf daran, daß der Kon- vent am 1. Oftober 1793 die Vereinigung von Belgien, Lüt- tih und Luxemburg mit Frankreich beschlossen gehabt habe, und gab die Gründe an, warum dies geschehen sey. Auch damals jey davon die Rede gewesen, Belgien zu einem unabhängigen Staate zu machen; man habe aber eingesehen, daß dieser Staat ohne natürliche Gränzen und mit seiner geringen Bevölkerung, den Angriffen seiner Nachbarn nicht werde wi- derstehen fôunen, daß sein Heer nicht einmal stark genug seyn würde, um die Festungen mit hinreichender Garnison zu ver- sehen, und daß Belgien, gleih Portugal, baid eine Pro- vinz Englands werden würde, Ostende und Antwerpen Märkte für seinen Handel mit in Kriegeszeiten aber ‘hier eine Veranlassung finden würde, sih in die Angelegenheiten des Kontinents zu mischen und die Französishe Gränze zu Die Vereinigung mit Frankreich habe dagegen beiden Völfern, die dur< Gleichheit des Ur}prungs, der Sitten, der Sprache und der Bedürfnisse, der Sache nach, nur als eine Nation zu betrachten seyen, nur Vortheile dar- geboten. Brússel sey näher an Paris und hänge mehr mit die- ser Hauptstadt zusammen, als Bordeaux , das dur< mchrere Flüsse von ihr getrennt werde; Belgien producire drei Mal so viel Getreide, als es fonsumire, und fônne daher seinen Ueberfluß an Frankreich abtreten, das ein Zehntheil seines Bedarfs aus dem Auslande hereinführen müsse, wogegen die- ses für seine Weine in Belgien Absab finden würde u. |. w. Auch habe damals Carnot, dessen Meinung von großem Ge- wicht sey, für die Vereinigung in militairischer Hinsicht sehr Man werde ihin, fuhr der Redner fort, einwen- „dew, was es je6t nüße, auf die Vortheile einer Vereinigung der das Belgische Volk elbst abgeneigt sey; hierauf erwiedere er, daß nah seiner Ueber- zeugung die ungeheure Majorität der Belgier für eine völlige Vereimigung mit Frankreich gewesen seyn würde, wenn die Französiche Regierunz auch nur den zehnten Theil der Mühe, die sie darauf verwandt, die Belgier von diesem Gedanken abzudringen, angewendet hätte, um sie dazu geneigt zu ma- Nachdem aber die Vereinigung unmöglih geworden, sey es wenigstens für Franfreih hôc<sstt wünschenswerth: ge- wesen, einen Sohn des Königs der Franzosen auf dem. Bel- gischen Throne zu sehen; er würde Belgier. geworden seyn, ohne darum aufzuhdren, Frankreich anzugehören, und Belgien unter seiner Herrjchaft uud unter „Französishem Schuse eine lange - und ruhmvolle: Zukunfc vor sich gehabt haben. Statt dessen-lasse sich jeßt voraussehen, daß die Ablehnung ¿der Krone Mißtrauen und Unzufriedenheit unter den Beigiern verbreiten werde. Was solle, uach so: viel Zöôgerungen, Jntriguen ‘und ÿe- táujchten Hoffnungen aus :ihnèn werden ? die Ablehnung -von Seiten Frankreichs den Belgiern zu gro- ßem Nachtheile und sey auch súr- Frankreich selbst: nicht ohne Mau bhránge dieses Opfer- dem Wunsche, den Frie- den zu: erhalten, und vertraue: dabei - viellezcht zu sehr den Friedensversicherungen der fremden Mächte, indie er(La- marque)- keineu Glauben seße. „Die Opfer, die das Ministe- rium'dem: Frieden bringe dürften - vielleicht umgekehrt den ten der: Mächté“ günstig seyn. „„Jch fan“, so {loß der: Redner: seinen Vortrag, ¿mich über ‘die Ableh- nung der Belgischen: Krone: nur: betrüben und muß vorx àäl- Dingen den schwankenden Gang , ‘die -Zögerungen und Widersprüche beklagen, welche unjere Diplomatie in ei- ner Blôdße gezeigt haben, auf die sie eben keine Uvsache hat, | Möchten die ‘Minister. das einer großen und loyale Verfahren die nur der

erweile ist sie nicht in den Fall gekommen, sich jenes strengen Rechtes i E Der L as Leuchtenberg ist nicht ernannt wor- Lie und die Wahl des National-Kongresses ist auf den Herzog von Nemours gefallen. Geschmeichelt und gerührt durch diesen Beweis des Vertrauens und einer Zuneigung, von der er hofft- daß sie sich nie verläugnen werde, und die er durch Beweise auf- rihtige! Anhänglichkeit zu unterhalten gesonnen ist, hat der Kd- nig, flets geleitet von den Beweggründen, die setne erste Weigerung veranlaßten und die es ihm zur Pflicht machen, das Fnteresse Frankceihs und den Weltfrieden nicht aufs Spiel zu Feßen, nach der einmüthigen Ansicht seines Conseils geglaubt, daß: er jene Krone für seinen Sohn nicht annehmen durfe. Frankreich wird die Nothwendigkeit dieser Weigerung begreifen, Europa wird unsere Mäßigung ju würdigen wissen, und die Bel- ier werden sich nicht darüber beklagen, daß der König die Er- hebung des Herzogs von Nemours verworfen hat. Belgien kann an

- der brüderlichen Sorge, die sein Loos unserem Lande einflößt,-

nicht zweifeln. Belgien und Frankreich sind lange Zeit Glie- de Are uns derselben Familie gewesen; . gleichzeitig haben sie ihre Freiheit errungen, verloren und wieder errungen; und ihr gemeinsames Juteresse muß sonach ihre gegen- seitige Zuneigung unwandelbar machen. Die Französische Regierung hatte dies nicht vergessen, als sie sich zur Beschüßerin der Unabhängigkeit des Belgischen Volkes aufwarf, als ste dessen Aufnahme unter die Nationen behauptete, unterhandelte und durch- ete. Dasselde Gefühl is es auch, das ste noch heute bet ihren

athschlägen und Unterhandlungen leitet. Wenn wir jeßt von der Darlegung unseres Verfahrens in den allgemeinen Angelegen- heiten Belgiens zu einer Erklärung Über unsere Vermittelung in den Belgisch - Holländischen Streitfragen Übergehen, so wird es uns hier no<h leichter seyn, uns den allgemeinen Beifall zu erwerben, Funfzehn Fahre einer gemeinsamen Existenz auf einem im Jahre 1814 verschmolzenen Gebiete ließen zwischen beiden Vöôl- fern, nah einem so gewaltsamen Bruche, noch manche Punkte zu reguliren übrig. Ein tiefer Groll gestattete beiden Theilen nicht, sich gegenseitig zu verständigen oder auch nur zu besprechen. Was ste niht vermochten, das haben die Europäischen Mächte aus einem Gefühle des Wohlwollens und zu einem Zwecke der Versdhnung gethan. Sie sind zu London in eine Konferenz zu- sammengetreren, nicht bloß um unnühßem Blutvergießen über eine bereits entschiedene politische Frage Einhalt zu thun, son- dern um einen Vergleich über die sireitig gebliebenen Fragen zu erleichtern. Die Londoner Konferenz hat sich zu einem Hôchsten Friedens-Tribunale aufgeworfen; ihre Vorschläge durf- ten, um gültig und entscheidend zu werden, sh nur auf die Ver- hunft und die Billigkeit stüßen; auch mußten ste die Ratification beider Völker erhalten. Es lag weder in den Grundsäßen- noch Absichten der Franzdsischen Regierung, daß die Londoner Konfe- renz jemals den Charakter der Vermittelung gegen den der Ein- mischung vertausche; hat sie sich in der Frage wegen der Schelde anscheinend davon ‘entfernt, indem sie zur Erdfnung dieses Flus- ses mit der Anwendung der Gewalt drohte, so geschah solches, weil sie hier nicht bloß als Vermittlerin , sondern zugleich als Partei auftrat ; sie handelte nicht, um den Grundsaß der Nicht- Einmischung zu übertreten, sondern uni den der freien Fluß- Schifffahrt aufreht zu erhalten; fie vertheidigte sonach zugleich ibr eigenes Jnteresse und konnte zur Behauptung eines guten Rechts ndthigenfalls die Gewalt geltend machen. Fn-allen Übri-

n Fällen hat fich: die Franzdflsche Regierung, treu den ihr ob- ficgenden \chiedsrichterlichen Pflichten unparteiish und- gexecht

zu seyn bemüht ; ‘diejenigen Prototolle, deren Grundlagen. ihr -bil-

u seyn schienen, hat sie angenommen; dagegen hat sie D icgs e ihren Grundsäßen nicht gemäß waren, ihren Beitritt verweigert, und hält im Uebrigen die einen wie die an- déren nur dann für obligatorisch, wenn ‘beide Theile, die Hollän- ‘der wie die ‘Belgier; ste annehmen. Dies ist ‘das Betragen ‘der

ranzdsischen Regierung in der ‘Belgischen Angelegenheit: gèwe- ap ‘sie hat sich! hochherzig , rechtlich , aufgeklärt und Xonsequent eigt; sie hat die Unabhängigkeit Belgiens -beschüßt , : dessen

pn De oltits pa deu versammelten -Curopa anerkennen lassen, eine unpolitische. Vereiuigung ‘verwor- 2E / ci aesohadro bandes Königthum leon und fich einer [nen ahl widerseßt. Sie hat si gegen das Princip der ewwaffneten Dazwischenkunft erhoben, ohne .guf das Recht, zu- rathen und zu “tadeln, Verzicht zu leisten. Doch hat ste ihre Rathschläge nicht bis zum Zwange, ihren Tadel nicht bis zum Angriffe getrieben; sie ist ein friedlicher Ver- mittler und ein unparteiischer Schiedsrichter gewesen. Auch fönnte sie hinzufügen, daß, während fie nichts verabsäumt hat,

was das Recht: und- die, Redlichkeit ihr. vorgeschrieben, sie auch

Ihr Betragen nicht jener Vorsicht und Festigkeit entbehrt hat, die zur Wahrnehmung desselben nothwendig sind. Sie fährt fort, im erer endiife mit den zu London în cine Konferenz zusam- mengetretenen Mächten, sich Über die geeignetsten Mittel zu ver- fländigen, um einen Frieden zu bewahren, dessen alle Völker in gleichem Maße bedürfen, und für dessen Aufrechthaltung ch die Kabinette einstimmig erklären. Sie hofft, sih den Yeffall

nie das Futeresse des Landes aus den ) ge gelassen, und daß

Der König hätte aber,

fussion.

Friedenszeiten in

Franfreih und Deutschland,

bedrohen.

gestimmt.

aufmerfsam zu machen,

L i L mins gi) Er Dag Ap Sti» weni Sp rk i a e L e o “e Beri L S 2 Dre Sp E a É A L E Tr E E T Em L gE Ds

J m E R E E pet E E A : ris

C

T LnS

Sp

Offenbar gereiche

E R

wt Rg E E LS

Abs Es E

Gefahr.

E E 2

kriegerischen Ab

g E Er T Az Ti i L M E E N

E E EE

stolz zu: seyn. Nation

ziemende offene gen und die List: verschmähen , L fleidet. Jch trage nochmals darauf an, daß alle auf die nun- mehr beendigten Unterhandlungen in der Belgischen Ange- legenheit bezügliche Aktenstücke auf das Bureau -der Kammer niedergelegt werden. Noch nie hat „ein Englischer Minister einen jolchen Antrag abgewiesen, und. ich hoffe, auch die: un- srigen werden sich beeilen , darauf einzugehen, um so dén

E E M

A e I

einshla- Hwäche

o As E R E E