1831 / 83 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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BibI. Riccardiana daselbs, 2 der Vaticana zu Rom, 2 dem Me- diceischen Archiv zu Florenz, 1 der Marcus-Bibliothek zu Vene- dig u. st w. Sie sind zum Theil aus dem Ende des 15ten, meist aus dem -16ten Fahrhundert, größtentheils auf Papier, einige jedoch auf Petidinents und mit Miniagturen geziert. Mehrere tragen das Wappen der Familte Medici. Der interessantesie vou allen i der Codex, welcher 1465 Friedrich von Aragon zu Pisa dargeboten wurde (s. oben), später im Besiß der Familie Fosca- rini zu Venedig war, wo Apostolo Zeno ihn geschen zu haben erwähnt, 1800 nach Wien in dite Kaiserliche Bibliotheï und spâ- ter durch Tausch nah Florenz kam. ,

Die vor uns liegende Ausgabe enthält in ihrem 1sten Bande: die Sonette. (154), Balladen (19), Kanzonen (9) und ein Ma- drigal. Ueber die Sonette- fällt Roscoe das richtige Urtheil: „Ohne die Nettigkeit der Soltette Dante's ( Vita nuova)/ noch die Harmonie Petrarca’s zu erreichen, besten sie unbezweifelte Ansprúche auf hohen poeitschén Werth. Wenn Dante’s Gedichte der ernsten Größe Michel Angelo's gleichen, und jene Petrarca s uns an Raphael’'s Lieblichkeit und Grazie erinnern, fo fann man Lorenzo’s Werke den minder korrekten; aber lebhafteren und glanz- vollen Arbeiten der Venezianischen Schule vergleichen.// Lorenzo selber spricht in folgenden Worten seine Ansicht vom Sonett aus: „Die Kürze dieses Gedichtes erlaubt nicht, daß cin cinziges Wort überflüssig sey. Sein wahrer Gegensiand und Stoff muß cin bestimmter und poetischer Gedanke, mit Geschicklichkeit ex- zählt und auf wenige Verse beschränkt scyn, von denen eben #0 sehr Dunkelheit als Härte entfernt bleiben sollen./ Als eine Probe dieser Gedichte möge hier eine Ueberschung des löten der- selben sichen, welches durch scine Antithesen an dus bekannte, von Freuden feld so schön Überschte, Sonett Jordis des TDrgu- hadours erinnert: |

Was mir mißfällt, dem folg? ih voll Begehren,

Zum: höhern Leven wünsch ih oft mein Ende, Fch ruf’ den Tod, und fleh’, daß er sich wende, Fch suche Ruh’, wo Fricde nte kann währen. _ Fch sireb? nach dem, 19as selb| ich will entbehren, Voll Liebe reih” ih meinem Feind* die Hände, Fch scheue nicht vor bitt'rer Nahrungspende, Frei wünsch" ich mich, und lich" der Knechtschaft Lehren.

Fn Flammen frier* ich, muß tn Luft verzagen, E

Such’ Tod im Leben, Friedensglück im Kriegen,

Fch möchte fliehn und dennoch Fesseln tragen.

» So’lent’ mein Schiff ich durch den Sturm der Wogen: Richt segeln fann es, noch im Hafen liegen, Und vor der Furcht ist der Verdacht entflogen._,

Ueber den größten Theil der Sonette \chrieb der Dichter sel- ber cinen erläuternden Kommentar - welcher den 4ten Band die- ser Ausgabe einnimmt. Anzumerken ist noch, daß die Dame, an welche diese Gedichte gerichtet sind, Madonna Lucrezia de Domnati war. (S. die Epistel von Verini: Ad Lucretiam Do- natam, ut amet Laurentium Medicem.” bei Rogcoe Ed. Bag- sel, 1799. Bd. 3. S. 50. Von Luca Pulci giebt es eine Epifiel : von Lucrezia an Laurus.) Dem Wunsche seines Vaters gemäß va btte: er sich indessen schon im Jahre 1469 mit Claríice Orsini. -

Lr IT. Band beginnt mit der Stanze, o sia Selva d’amore, einer Jugend - Arbeit , welche den Stanzen Polizian’s zum Bor- bilde diente. Hierauf folgen: Ambra, cine freundliche Fdylle, welche die Zerstôrung einer kleinen, von Lorenzo sehr geliebten Fnsel im “ree Ombrone bei Poggio a Cajano (Lustschloß in der Ráhe von Florenz) schildert; La Caccia col Falcone. en heschreî- bendes Gedicht, worin mehrere der Freunde des Sängers persôn- lich auftreten ; eine Elegie; La ÎMencia da Barberino, etne erzäh- lende Dichtung ‘in der Lingua contadinesca, von Luigî Pulcî in seiner Beca da Dicomano nachgeahmt; eine Kanzone ; die Al- tereazione, ein Gedicht in ernes zur Erläuterung der Plato- nischen Philosophie, und ein religidses Gedicht: Orazione a Vio.

Den 111. Band erdòffnet die Rappresentazione di S. Gigyanni e Paolo, eine: Art von religidsem Schauspiel, welches 1489 durch die: Kinder des Verfassers und andere adelige junge Leute aufge- ret wurde; diesem folgen die geistlichen (Bedichte (Vrazioni und Laudé) und die ausgelassenen burlesken. Poesicen, welche aus det

Beoni, den Canzoni a ballo und den Canti carnascialeschi befste- hen. Drei Sonette beschließen die Sammlung/ welcher der 1V. Band den schon genanuten Commento di Lorenzo. de’ Medici en. i alcuni de’ suoi sonetti nachbringt, welcher nach der Aldina m

úlfe eines Laurenzianischen und eines Palatinischen Kodex

verbessert ward. Die verschiedenen, nicht in den Text aufge-

nommenen Lesauten. der Handschriften, sind zu Ende jedes Ban-

des -vollsändig nachgetragen.

Zwei Bildnisse Lorenzo?s *) zieren dieses prächtig gedruckte Werk. Das erste is nah dem in der Slorentinischen Gallerie befindlichenGemälde Giorgio Vasari's, von Raff.Morghen sehr {hôn gestochen, nur hätte man wünschen können, daß die Bei- werke worüber Vasari selbs in einem Schreiben an den Hex- zog Alexander sich ausführlich erklärt (s. auch: Galleria di Fi- renze; Qu: dri di Storia, Vol.-2, p. 3 sqy. 1824, wo cin Umviß gegeben wird) nicht weggelassen worden wären. Das zweite Portrait stach Faustin Anderloni nach der bekannten Büste.

Florenz Alfred Reumont.

_*) Lovenzo's Bild in sehr jugendlichem Alter, nebst dem Cosfimo’s d. A., Piero’'s und Giuliano’s, findet sich in dem schönen Fresïo von Benozzo Goz- ¿oli : Cham?’s Verfluhung, im Campo Santo zu Pisa. Ein fünftes Bild solls Poliziano seyn, woran man abex wegen des Alters zweifeln könnte.

Königliche Schauspiele.

Dienstag, 22. März. Im Schauspielhause: Der Maurer,

Oper in 3 Abtheilungen, mit Tänzz; Musik von Auber.

Mittwoch, 23. März. Jm Opernhause: Die Vestalin, lyrisches Drama in 3 Abtheilungen, mit Tanz; Musik von Spontini. (Mad, Schrôdèér - Devrient: Julia, als vorleßte Gastrolle.) 5

Preije der Pläße: Ein Plaß in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 2c.

Sm Schauspielhause: 1) Jeune et vieille, vaudeville en 2 parties. 2) Le sourd, pièce comique en 1 acte.

Königstädtisches Theater. Dienstag, 22. März. -Der häusliche Zwist, Lustspiet in 1 Aft, von Koßebue. Hierauf: Liebe fann Alles, Lustspiel in 4 Aften, von Holbein. (Herr Ziegler, vom Hof - Theater zu Kassel, im ersten Stücke: den Mann, im lebten: den Oberst, als zweite Gastrolle.) N

Berliner Börse. Den 21. März 1831.

Amil. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preufss. Cour.)

|Zf.\Brief.| Geld.) |Zf.\Brief.|Geld. 871 | 862 f Osipr. Ptandbrt. |.955 972 | 971 Pomm. Pfandbrf.| 4 103 952 | JKur- u Neum do. 103 [1027 78 Schlesiscbhe do. 103 86 Rkst.C.d.K.-u.N.| | 54 _— 86 Z.-Sch.d.K.- u.N. 99 88 : 87 927 39ck

St.-Schald-Sech. Pr. Engl. Anl. 18 Pr. Engl, Anl. 22 Pr. Engl. Obl. 30 Kurm.Ob.m.I. C. Neurm.Int.Sch.d. Berl. Stadt - Ob, Königsbg. do. Elbinger do. Danz. do. in Yh. Wesipr. Pfdb. 904 Grosshz.P os, do. 90

Auswärtige Börsen. Frankfurt a. M., 17. März. E Oesterr. 5proc. Metall. 834 834. Aproc. 695. 695. 23proc- 44. 1proc. 184 Br, Bank - Actien 1156. 1152. Part. - Obl. 114. 1132, Loose zu 100 FI. 159. Br. Poln. Loose 455. 454-

Holl. vollw. Duk. 18 Neue dito i 207 Friedrichsd'or . 122 | Disconto . 1 42

=] E13 1112

p | R

i Hamburg, 19. März. Oesterr. 4proc. Metall. 683. Bank-Actien pr. ult. d. 935, pr. April 933. Russ. Engl. Anl. 862. Russ. Anl. Hamb. Cert. 854. Dän. 5424. Poln. 90.

London. 15. März. 3proc. Cons. 76. Bras. 562. Russ. 894.

Paris, 14. März, 5proc. Rente pr. compt. 83 Fr. 90 C. fin cour. 83 Fr. 95 Cent. 3proc. pr. compt. 53 Fr. 55 Cent. fin cour. 53 Fr. 60 Cént. S5proec. E pr. compt. 57 Fr. 15 Cent. fin cour. 57 Fr. 90 Cent. 5proc. Span. Rente perp. 437. L Wien, 16, März. SpnoR. Metall, 8315, 4proc. 70. Loose zu 100 FI. 155#- Partial-Oblig. 1123. Bank-Actien 956. M A

Neueste Bôrsen - Nachrichten.

Paris, 15. März. 5proc. Rente pr. compt. 83. 10. fin cour. 83. 15. 3proc, pr. compt. 52. 10. - fin cour. 52. 15. óproc. Neapol, pr. compt. 57, 25. proc. Span, Rente: perp. 42. A

Frankfurt a. M., 18. März. Oesterr. 5proc. Meta Bank-Actien 1147. 1145. Part.-Obl. 1133. 1135. Loose zu 1

Gedruckt bei A. W. Hayn.

(l, $3. 822, áproc: 694. 697. 2zproc. 44. 1proc, 174: B. 00 F: 159. B. Poln: Loose 442. 447. oc, 174 8

Mf 83.

Amtliche Nachrichten.

Keionik- dies «A a gie: s

Seine Majestät der König haben die Kaufleute Chr i- stian August Stolz zu Veracruz, Hebenstreit zu Mata zu Tampico, zu Vice- ten zu ernennen geruht.

Des Königs Majestät haben geruht, Mer zu Königsberg zum Regi

Heinrich Moriß moros und Johann VBeorg Heim

Konsuln in ihren gedachten Wohnor-

den bisherigen Regie- erungsrath

rungs - Assessor | Allergnädigst zu er:

bei dem R

ierungs - Kollegium daselbst nenuen. |

Angekommen: Der Färst Serge Dolgorucki, von Frankfurt a. Main. Der Kaiserl. Brasilianische Ge ofe, A de- Menzes Vasconzellos de Drumond, von amburg. : Kaiserl. Oesterreichische Kabinets. Courier Rettig, von Wien.

schäftsträger am hiesigen

Zeitungs-Nachrichten.

Ausland.

Era nrret G

In der Sibung-vom 15. Baude seine Tages zuvor dem (bereits gestern mitgetheilte) Prop9- 9 Bureaus 7 für die Vorlesung Dem Wunsche des Herrn Baude 1g, daß derselbe seinen An- her entwikele. Es be- ber den Geseß Entwurf der Militairs der Land- tifels erlangt man das gelegtem Z0sten Diensk- daß man die Pen- Gemeinen schon daß man sie mit daß man sie für für die Unteroffiziere mit dem 90sten Dienst - Jahre

Deputirten-Kam März trug zuaächst H Präsidenten eingereichte sition vor, indem von dei derselben gestimmt hatten. gemäß, genehmigte die Versammlut trag bereits am folgenden Tage gannen hierauf die, Berathungen ü ftigen Pensionirung Nach Jnhalt des 1sten Ar Recht auf eine Pension nah zurück Jahre. Der Oberst v. Leydet wollte, sions - Berechtigung der Unteroffiziere und mit dem. 20sten, der General Remond, dem 25íten, und der Oberst Päixhans, die. Offiziere mit dem 30sten, 25\ten und für eintreten. lasse.

wegen der fün

die Gemeinen mit dem Der Königl. Kommissar, Hr. Martineau, widerseßte sth allen. diesen Anträgen , Lande eine Mehr-Ausgabe von 1,600,000 Franken Herr Karl Dupin wies darauf hin, in 10 bis 15 Jahren noch bedeutend vermehren unden nicht für s zu einer Pension berechtige, all- j hemalige Kriegs - Minister , V i- “stimmte für das 25e Dienst - dasjenige, womit für alle Militairs die Pensions - lligerweise eintreten müsse. Alle diese Amendements indessen verworfen und der 1ste Artikel in seiner ur- bfa}sung angenommen. Der Antrag des Hr. daß man wenigstens der Reglevung die Befug- n Fällen den Korporalen und Ge- einen auch schon mit dem 25\ten Dienst - Jahre eine Péh- m zu bewilligen , wurde gleichfalls verworfen. Dem 2ten teres durchging , sollen die Dienst- | von dem Alter angerechnet werden, wo der freiwillige n: das Heer gescblih erlaubt ist, also von dem 18ten Der Z3re Artikel, wonach den in die Länd- e früßercn Dienst-Jahre zu

indem dadurch dem erwachsen daß diese Summe sich in würde, und hielt es auch aus andern Gr rathsam, das Alter, welche zu schr herabzusebe comte Decaux, gung bi wurden sprúnglihen A

Maixhans, einráume , in besonder

rtifel zufolge, der ohne We

‘intritt i Lebensjahre an. Armee eingetretegen Seeleuten ihr

Allgemeine

Preußishe Staats-Zeitung.

i Ó v R E E I S E B C E 5 T LIRS MRR R U G “Ewe - -_— Sgr

Berlin, Donnerstag den 24fen März TB31.

| gute fommen sollen, gab dem neuen See- Minister, Vice»

Admiral v. Rigny, Gelegenheit, zum -erstenmale die Red- nerbüßhne zu besteigen, Er erklärte, daß er vielleicht schon

| am folgenden Tage ein Geseh über die Pensionirung der

Militairs der Seemacht vorlègen werde, worin die Regie rug darauf antrage, die Dienst-Jahre, die künftig zu einer Pension berechtigen sollten, von dem 16ten Lebensjahre an zu rechnen, so daß hinsichtlich der Pensions-Berechtigung zwi- ichen der Land - und der Seemacht nur ein Unterschied von 2 Jahren bestehen würde. Die Anfündigung des See - Mi- nisters veranlaßre mehrere Deputirte zu der Bemerkung, es scheine dana nit, daß man die Absicht habe, die Kammer aufzulôdsen. Der 4te Artikel verfügt, daß die Zeit, die ein Militair in einem Civil-Amte zugebracht hat, ihm bei seiner Persfionirung in Anrechnung gebracht werden soll, insofern er mindestens 20 Jahre lang aktive Militair-Dienste geleistet hat. Den Zöglingen der polytechnischen Schule soll, dem 5ten Artifel zufolge, bei ihrem Eintritte in das Heer ihre Studienzeit für 4 aftive Dienstjahre angerechnet wer- den. Nach der Annaÿme des unerheblichen 6ten Artikels bes schäftigte man sich mit dem 7ten, welcher: Folgende Bestim mungen enthälc: „Die Dienst-Jahre sollen dea Kriegsgefan- genen im Auslande doppelt angerechnet werden; eben dies soli der Fall seyn, wenn der Dienst 1) auf dem Kriegsfuße- 2) auf fremdem Gebiete, es sey in Kriegs - oder Friedens? zeiten, 3) während des Ueberschiffens bei einem Seekrieges

| 4) außerhalb Europa in Friedenszeiten geleistet worden ist.

Hei einem Kriege sollen im leßtern Falle die Dienstjahre für das Dreifache gerechuet werden. Für anderthalb Jahre soll jedes Dienst-Jahr der bei einem Seefriege mit der Vertheidigung der Kästen beauftragten Militairs gelten ; ferz ner jedes Dienst-Jahr, das în Friedenszeiten die Truppen am Bord eines Schiffes zubringen.“/ Diese, so wie die folgen- den Bestimmungen, gingen ohne irgend eine Debatte von Belang durch: „„Nach 30 Jahren eines aftiven Diens stes erlangt man das Recht auf das Minimum der geseßlichen Pension ; mit jedem Jahre darüber steigt der Pen? sionssaß um 25, so daß man nach zurücfgelegtem 50sten Dienst- Jahre auf das Maximum der Pension Anspruch hat. Die Pension richtet sich nach dem Grade des Militairs, dem die- selbe bewilligt werden soll ; es sey denn, daß der zu Pensior nirxende seinen leßten Grad noch feine 2 Jahre inne hat, in welchem Falle die Pension nach dem unmittelbar inter dem- selben folgenden Grade berechnet wird. Wer 12 Jahre nicht avancirt ist und pensionirt werden soll, hat Anspruch, daß ihm seine Pension um + hdher berechnet werde. (Dem An- trage des Herrn Paixhans, daß man den Artillerie- und JIngenieur:Offizieren diese Vergünstigung schon zu Theil wers den lasse, wenn sie ihren leßten Grad 10 Jahre lang inne hatten, wurde keine Folge gegeben.) Blessuren und Gebrechzé lichkeiten berechtigen zur Penfion, wenn sie unheilbar und im Dienste erlangt worden sind. Die Pensionsberechtigung tritt unmittelbar ein, wenn Blindheit, Amputation oder der absolute Verlust des Gebrauchs eines oder mehrerer Glieder die Fol- gen der Blessur oder der Gebrechlichkeit sind. Die Pension beträge in diesen Fällen das Minimum, wie lang auch. die Dienstzeit gewesen seyn mag. Zu einer lebenslänglichen Pens sion sind berechtigt: 1) die Wittwen der auf dem Schlachte felde oder sonst im Dienste gebliebenen Militairs; 2) die Wittwen der Militairs, deren Tod durch die Kriegs - Ereige nisse oder durch ansteckende Krankheiten , denen sie in ihrem Dienste ausgeseßt gewesen, herbeigeführt worden ist; endlich 3) die Wittwen der an den Folgen erhaltener Wunden ger storbenen Militairs , insofern nämlich die Ehe schon vor der Verwundung bestand. War ein Militair mit seiner Gattin von Tisch und Bett geschieden, so hät nach seinem Tode die Wittwe keinen Anspruch" auf- Pension, und die Kinder "wer- den wise Waisen betrachtet. Stirbt die Wittwe eines

R.