1831 / 88 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

728

gaîte „„Dido „‘/ die zu diesem Behuf im Hafen von Toulon ausgerüstet wird , eine Uebungs- Fahrt unternehmen. Das- felbe Blatt spricht von einer neuen Rundreise, die der

Herzog von Orleans in die Depártements unternehmen Werde, um die neu ausgehobenen Truppen zu mustern.

__ Im Moniteur liest man: „Es ist im Minister-Rathe eschlossen worden, jede Theilnahme der Civil- und Militair- Beamten an den Associationen, die s< unter dem Vorwande, die Regierung zu suppliren um für die Vertheidigung des Landes zu sorgen, gebildet haben, zu mißbilligen. Zu diesem Behuf werden von sämmtlichen Ministern Rundschreiben er- lassen werden.‘

_ Folgende Deputirte haben, dem Courrier français Fufolge, die hiesige Associations - Akte unterzeichnet : Die Ge- nerale Lafayette (Seine und Marne), Thiars (Saone und Loire), Bachelu (Jura), Sémélé (Mosel), Duchaffault (Ven- dée), und Lamarque (Heiden), die Herren Dupont (v. d. Eure), Perrin (Dordogue), Corcelles und Salverte (Seine), Louderc (Rhone), Gaetan Murat (Lot), Abbatucci (Korsiéa), Köchlin (Ober. - Rhein ), Las-Cases, Kermorial und Daunou CFinistère), Odilon - Barrot und Legeudre (Eure), Baudet- Lafarge ( Puy -de- Dôme), Gréa und Douchot (Doubs ), Padéenas (Aude), Mauguin (Goldhügel ), Dubois - Aymé sen (Ille und Vilaine), Louis Bernard (Nord-

h: Deri Ausschuß des hiesigen Vereins für die Vertheidigung der Unabhängigkeit des Landes hat die Statuten desselben an sämmtliche Departements gesandt, mit der Aufforderung an die BVBärger, dieselben bei der Bildung ähnlicher Vereine zum Brunde zu legen. Vor einigen Tagen begab sich ein ganzer Posten der National-Garde, der eben von der Wache abzog, mit einem Tambour an der Spise, na< der Redaction der „„Revolution//, um die Associations - Akte zu unterzeich- nen. Im Departement des Eure und Loir ist bereits ebenfalls gin soicher Verein zusammengetreten, an dessen Spike der Deputirte Herr Jsambert steht.

¿Jn unserer politischen Lage‘, äußert die Gazette de France, ¡edie wir bisher dur<h die Parteien der Bewegung und des Widerstandes bezeihneten , hat si< cine Aenderung JAgetragen, seitdem ein Ministerium von der leßteren Partei gebildet worden ist. Während der Widerstand diesen leßten Versuch macht, um die innere und äußere Ruhe wiederherzu- ßellen , trifft die Bewegung, nachdem es ihr nit gelungen, die Regierung zu fesseln, die erforderlich:n Anstalten, um shne sie vorwärts zu schreiten. Beide Parteien fonach, die des Widerstandes sowohl als die der Bewegung, haben jekßbt einen bestimmteren Charakter angenommen ; sie haben sich gleichsam verkörpert; der eine Körper ist die Regierung, der andere die Ligue. Gleich bei dem ersten Entstehen der Asso- elation zur vorgeblihen Bewahrung der Unabhängigkeit des Landes machten wir auf die vollflommene Aehnlichkeit dersel- den mit der ehema igen Ligue aufmerksam. Dieser Bund ist Feine bloß parlamentarische Opposition, denu die Verbündeten verpflichten sih auf ihr Leben , se unterzeichnen mit ihrem Namen, sie entrichten eine Beisteuer ; es giebt örtlihe Co- mités und ohne Zweifel auch ein Central - Comité; déeses Central - Comité hat einen Präsidenten ; dieser Präsident ist das Haupt der Ligue. Die Organisation der National-Garde bietet ein bequemes Mittel , alle Bundes - Mitglieder zu be- waffnen und auszurüstea. Der Kampf also, der bisher zwi- schen den Parteien des Widerstandes und der Betroegung be- stand, besteht jeßt zwischen der Regierung und der Ligue. Die Regierung hat drei Zeitungen: das Journal des Débats, den Temps und den Messager des Chambres ; die Ligue hat deren fünf : den Constitutionnel, den Courrier français, das Jour- nal du Commerce, den National und die Tribune. Der Krieg zwischen der Regierung und der Ligue wird zunächst in diesen Journalen, in der Deputirten-Kammer und bei den ae Ein gefüine werden. Wir werden nicht / / r den 0 i abzustatten.‘ rfolg effelven unsern Lesern Bericht

en dieses Blatt und nach ihm der Courrier Eren eate machen auf die seltsame Lage aufmerksam, worin ie Fertasßer des Wahlgeseßes sich befinden würden, wenn mes en von dem inister vorgelegten Geseß- Entwurf annähmen, wonach von den Grundsteuerp ichtigen eine außer- ordentliche Steuer von 55 pCt. erhoben werden soll; es würde nämlich die Frage entstehen , ob diejenigen Grund - Eigenthú- mer, die nah dem bisherigen Sake feine 200 Fr. an Grund-“ euer zahlten, mithin das Wahlrecht nicht hatten, Zuschuß der Aurechnung bringe langen würden. Wir können die Gazette, aus welhem efugniß zu verweigern berechtigt wäre;

denn der Umstand, daß hlex bloß von einer außerordent- lichen Steuer die Rede ist, kann schon deshalb in der Sache selbst nichts ändern, als man als Grundsaß angenom- men hat, daß die Zusaß - Centimen bei der Berechnung des Wahl - Census mit in Anschlag gebraht werden sollen. Der Courrier français bemerkt inzwischen, daß die Zahl der Wähler, nah Zuziehung der obigen 55 pCt., s{< auf 600,000

hinzu, eine solhe Vermehrung der Wähler - Klasse nicht in den Absichten der Regierung liegen fann, so bliebe ire übrig, ais entweder die von Hrn. Cas. Périer in Antrag ge- brachte Steuer - Erhdhung ¿u verwerfen, oder das Wahlgeses abermals zu verändern; im erstern Falle aber würde das System des Präsidenten des Minister - Raths schon bet sei- ner Geburt zu Grabe. getragen werden; im zweiten würde die Session der Kammer ohne Ende seyn. Der Messa- ger des Ch ambres glaubt, daß die Annahme des von Herrn Cas. Périer vorgelegten Finanz-Geseßes einer Herah- io 00 O R e T gs bis 140 Fr. gleichfkommen, e 33 er er si< dadurch n !

100,000 vermehren würde. 1 00 E A Ne

Herr Girod ist zum Berichterstatter der mit der Prús- fung der Proposition des Herrn Baude beauftragten Kom- mission gewählt worden. Dem Journal du Commerce

+

¡hließung des ältern Zweiges der Bourbonen, mit einem et- was milderen Ausdruce, als dem im Texte der Proposition gebrauchten, son Jeßt auszusprechen, die Verfügung über den Verkauf der M hd Karls X. und seiner Familie aber bis zur Diskussion ber die alte Civil-Liste auszuseßen.

Gestern ertheilte Herr Casimir Périer die erste Em- pfangs- Audienz seit seiner Ernennung zum Präsidenten des Ministex - Rathes; zu derselben hatte sich, wie der Temps erzählt, eine sehr zahlreiche Gesellschaft eingefunden, unter der man den größten Theil des diplomatischen Corps , viele

} Deputirte der Centra und der linfen Seite und fast alle

ausgezeihnete Männer, welche Paris besißt, bemerkte.

__ Der gestrige Sonntag (21ste), an welchem man unru- hige Auftritte besorgte, ist ohne die mindeste Störung der Cra N UO Bupe vorübergegangen. Die Spa-

¿n aren, weil der Tag vom {<öuste! / stigt war, sehr belebt. M i Ai

, Der Vicomte Chateaubriand zeigt im Journal des Débats an, daß seine angekündigte Broschüre über die Restauration und die Wahl- Monarchie vor der Hand nicht erscheinen föônne, da si< der Buchhändler Lefèvre weigere, sie herauszugeben, und auch der Drucker, auf die Bemer- kungen des Lebteren, Anstand nehme, sie zu drucken;

Dée Quotidienne meldet nach einem Briefe aus Honfleur, der Erzbischof von Paris, Graf v. Quelen, habe si< in Havre nah England eingeschifft. ;

Seit kurzem hat sich hier ein Verein unter dem Namen : ,¡Freunte der Gleichheit ‘/ gebildet, in welchen jeder auf- genommen werden fann, der nachweist, daß er gegen die Bourbonen und díe Aristokratie gekämpft oder geschrieben hat. Auch Ausländer werden zugelassen, wenn sie von einem Mitgliede empfohlen sind. Der monatliche Beitrag beträgt 2 Fr.

__ Der Kriegs - Minister hat die Wiederherstellung der für die Uebungen der Truppen bestimmten Erdhúgel und Wälle auf dem Marsfelde angeordnet; 1500 Arbeiter werden da- bei beschäftigt werden.

Der Redacteur der Quotidienne ist auf den 22. April wegen Verleumdung der National-Garde von Niort vor das Zuchtpolizei-Gericht dieser Stadt geladen worden.

Die gestrige Nummer der 7, Révolution ‘/ ist auf der Poss im Bureau der Redaction in Beschlag genommen

Auf der Simplon -Straße sind zwei fremde Offiziere welhe Pläne für den Uebergang L verhaftet worden. gang einer Armee aufnahmen,

er Spanische Finançier, Don Antonio Uriarte, Con- trolleur des großen Buches der Staatss{<uld Spaniens, ist hier angekommen wie man laubt, um das Geschäft der Anerkennung der Cortes-Anleibe zu beendigen.

Großbritanien und Jrland.

London, 19, März. Bei dem leßten Lever des Könias überreichte der Präsident des Kontroll-Bureaus, Herr Charles Grant, Sr. Maj. ein Schreiben des Schachs von Persien, in welchem derselbe sein Beileid úber das Ableben des ver-- ewigten Königs bezeugte und seine Glückwünsche über die Thronbesteigung Sr. jeßt regierenden Majestät abstattete.

Die Times euthält nachstehende Notizen über Herrn Casimir Périer: „Dieser neue Premier - Minister n 54

belaufen würde; da nun, fügt die Gazette de- France

zufolge will die Kommission darauf antragen, die ewige Aus-

729

Jahr alt, von hoher Statur und angenehmem Aeußeren. Hervorstechender jedoch sind seine geistigen Eigensck aften. Mit einem festen Charafter verbindet er einen schnellen Ueberblick und große Beredsamkeit. Hinsichtlich seines Vermögens ge- hôrt er zu den rei<sten Judividuen in Frankreih. Seit den leßten 15 Jahren stand er an der Spike der liberalen Partei und wendete in der Deputirten-Kammer seine großen Talente zur Vertheidigung der öffentlichen Freiheiten und libera‘en Grund- säße an. Immer zeigte er sich als Vertheidiger der Nationalsache und war einer der Haupt-Urheber der Bewegung, welche die vo- rige Regierung stúrzte und die Juli - Revolution vollendete. Sein Einfluß in der Deputirten - Kammer war so groß, daß er zweimal fast einstimmig zum Präsidenten derselben erwählt wurde, indem nur eine sehr gecinge Anzahl Mitglieder von der äußersten linfen Seite niht mit für ihn stimmten, In den unruhigsten Verhandlungen legte er häufige Beweise großer Festigkeit und bemerkenswerther Geistesgegenwart ab. Die Geschichte seines Lebens läßt nicht den mindesten Zweifel an der Liberalität seiner Denfkfungsart übrig. Er tritt sein Amt als Bekenner von Grundsäßen an, die das Publikum von jeder Besorgniß für Handlungen politisher Schwäche befreien muß, die man dem vorigen Ministerium mit Recht vorwarf. Dem Ruhm und den Jnteressen Frankreichs erge- ben, betrachtet er sle im engen Verein mit dem- Frieden Eu- ropa’s.“‘

j Kürzlich fand hier eine Versammlung des vor einiger Zeit gestifteten Vereins zur Aufmunterung der Literatur statt Es wurde in derselben beschlossen, dur< Unterzeichnung ein Kapital von 10,006 Pfd. zusammenzubringen, um werthvolle Werke von Verfassern drucken zu lassen, die etwa nicht im Stande seyn sollten, die Druckkosten zu zahlen, und erfor- derlichen Falls solchen Schriftstellern Vorschüsse, jedoch nicht mehr als 100 Pfd. , zu machen, ihnen indessen gewisse Pro cente (50—90 nah Umständen) von einem etwanigen Uezber- \{huß beim Verkauf zukommen zu lassen; 3000 Pfd. waren bereits zu diesem Zweck von 60 Mitgliedern, von denen jedes 50 Pfd. unterzeichnete, zusammengekommen. Versammlung aus einander ging, ernannte sle einen immer- währenden Ausshuß, zu dessen Mitgliedern unter Andern auch der Herzog von Somerset, der Graf Dudley und Sir Gore Ouseley erwählt wurden. |

In dem Lesezimmer der alten Börse in Dundee wurde

în diesen Tagen ein Exemplar der Edinburger Abendpost we- gen ihrer entschiedenen Opposition gegen die Reform ver- brannt. Der in seinem 64sten Jahre verstorbene Lord Darnley war ein entschiedener Whig aus der alten Schule und ein eifriger Freund des Reform-Planes des Grafen Grey. Er zeichnete sich übrigens durch große Vorliebe für alte Musik und durch nicht gewöhnliche poetische Gaben aus.

Ein hiesiges Morgenblait theilt die Nachricht mit , daß Sir Walter Scott einen shlagartigen Zufall gehabt habe.

_ Nach Berichten aus Maiaga vom 5ten d. M. haben 40 Engländer und Eingeborne die Weisung erhalten, binnen

4 Stunden die Stadt zu verlassen.

Niederlan d-e.

Aus dem Haag, 23. März. Die zweite Kammer der Generalstaaten war gestern, der an sie ergangenen Einberufung gemäß, wieder versammelt. Nach geschehener Verlesung des Protokolls der lebten Sißung (vom 7. ars naam dèr Finanz-Minister (Herr van Teets van Goud-

riann) das Wort, um der Versammlung über den dermali- gen Finanz-Zustand des Landes Aufschluß zu ertheilen. Er ‘beklagte zunächst die schwierigen Zeit-Umstände, welche von der Nation bereits so viele Opfer zur Erhaltung ihrer Un- abhängigkeit erheischt haben und noch größere nothwendig machten, indem die von den Mächten festgestellten Grund-

lagen der Trennung Hollands und Belgiens, denen Se. Maj. der König beigetreten seyen, dur< fortwährende Kraft- Anstrengungen behauptet werden müßten, damit Nord - Nie- derland bei der Rückkehr von Ruhe und Frieden die Frúchte seines Des selnes Landbaus und seiner Seefahr- ten einernten könne. Jm Nanien Sr. Majestät werde er (der Minister) die jest nôthig erscheinenden Geseß-Entwürfe vorlegen und zu diesem Behufe vier verschiedene Fragen .be- handeln , wobei er, so viel als möglich, die Vorschriften des Grundgeseßes beobachten und der größten Deutlich- keit sh befleißigen wolle. Folgendes sind die erwähnten

vier Fragen : 1) Welches sind die ordentlichen Ausgaben für

bas Jahr 1831? 2) Durch welche Mittel fônnen diese be- stritten werden ? 3) Welche außerordentliche Ausgaben macht ¡dermalen der Dienst nothwendig? und 4) Wie können diese

lebteren gede>c werden? Hinsichtlich dleser Fragen sagte der

Bevor diese |

Minister, man habe geglaubt, daß das diesjährige De Tzic durch die gezwungene Anleihe vom 22. Nov. v. J. würde gede>t werden können. Diese habe jedo< faum 11,800,000 Gulden betragen, während si< das ganze Defizit vom Jahre 1831 auf ungefähr 405 Millionen Gulden belaufe, wovon demnächst 25 Millionen Gulden zu de>én scyen. Zu diesem Gesammt - Defizit gehörten auch die 22 Antheil der Zinsen von der Nationalshuld , roelhe Belgien in Gemäßheit der Londoner Protokolle übernehmen solle, und bleibe es also vor- behalten, diesen Betrag, bei der spätern Abrechnung mit Belgien, von diesem Lande als gesebliche Schuld einzufordern. Zur. Deckung jenes Defizits shlage man eine freiwillige An- leihe von 42 Millionen Gulden, die 6pCt. Zinsen tragen sollen, gegen Verpfändung des gesammten Geund- steuer - Einkommens vor; das leßtere, welches als Un- terpfand sowohl für die Zinsen, als für die binnen 16 Jahren geschehene Einlösung der Anleihe, dient , soll un- ter die besondere Administration von 5 der größten Jurer- essenten bei der Anleihe gestelit werden. Behufs dieser An- leihe jollen 42,000 Partiai- Obligationen à 1000 Fl. ausge- geben werden, die in verschiedenen monatlihen Terminen vom Ende Mai’s bis zum Ende Dezembers d. J. von den Interessenten mit 950 Fl. bezahlt werden sollen. Die Zah- lung des ersten Tecmins von 5 pCt. soll in baarem Gelde entrichtet werden; bei allen übrigen Terminal-Zahlungen von 20*und 10 pCt. werden die zu Ende Juni d. J. fálligen Zins-Abshnicte der National-Schu!ld, so wie die zu eben der Zeit fälligen Coupons der Certifitate, von den verschiedenen Administrations - Comptoiren als baares Geld angenommen werden, Mäkler, die sich bei dieser Anleihe interessiren, sol- len 7 pCt. Courtage genießen, die bei der leßten Terminal- Zahlung in Abzug zu bringen is. Falls, was man nicht hoffe, diese Anteihe nicht sollte zu Stande fommen fönnen, soll zur Deckung der zunächst fúr die außerordentlichen Kriegekosten nöthigen 25 Millionen Fl. bei den ver- mögendsten Einwohnern, welche die hôchsten Personal-Steuern zu zahlen haben, eine Anleihe gefordert werden, welche in der Erhebung des siebenfahen Betrages der Gesammtsumme der Personal- Steuer, die das Kanton oder die Gemeinde aufzubringen hat, bestehen soll, und die alsdann nach verschiede- nen Classificationen vertheilt werden ‘soll. Diejenigen Steuer- pflichtigen, welche weniger als 3ZZ Gulden Personal - Steuer zahlen, sollen von dieser Zwangs-Anleihe ganz befreit bleiben, während die höchste Klasse 16 mal so viel a!s gewöhnlich soll entrihten müssen. Um dem Staatsschabe eine sofortige Ein- nahme zu verschaffen, is außerdem vorgeschlagen worden, eine nochmalige Erhebung der Personal-Steuer von 1830 vom einfachen bis zum fünsfachen Betrage derselben anzuord- nen; diese soll in zwei Terminen, nämlich am 15. April und 15. Mal d. J., eingezahlt werden, und wird sich die Kam- mer zunächst mit diejem Geseßbe beschästigen. Nächskdem brachte dér Minister auch ein Gese in Vorschlag, wo- nach die ausgegebenen Tresorscheine zwölf Monate nach ih- rer Ausgabe, nachdem sie einen Monat vorher gefún- digt worden „- dur< baares Geld eingelöst und hiernach den acceptirten «Wechseln gleichgestellt werden sollen. Nachdem er noch die Versicherung gegeben, daß die Regierung Alles thue, um die Administration so viel als möglich zu verein- fachen , sagte der Minister schließlih: „„J<h bin gern bereit, der Kammer, sobald sie es verlaugt, no<h mehr Aufschlüsse zu ertheilen. Wir streben Alle nah demselben Ziele, welches die Erhaltung unseres theuren Vaterlandes ist, das mit Hülfe des Allmächtigen schon so oft behütet worden ist. Es han- delt. sich um die Erhaltung des gesegneten Landes, dessen Treue, Eintracht und Liebe zur geseßlichen Obrigkeit sich stets bewährten, und welche Tugenden das gegenwärtige Geschlecht, als Erbtheil seiner Väter, unbefle>t auf seine Nachkommen _ übertragen wird.“ Auf den Vorschlag ihres Präsiden - ten (Hrn. van Toulon ) beschloß die Kammer, alle diese Mittheilungen drucken zu lassen und an die Sectionen p versenden. Hiernächst wurden die Sectionen auf übliche Weise erneuert und deren Präsidenten und Vice-Präsidenten proklamirt, worauf die Versammlung sich vertagte. En

Das ordentliche Budget des Jahres 1831 beträgt nur 40,868,559 Fl. , während das von 1829 auf 60,750,000 Fl. festgestellt wurde. i

Die Belgischen Truppen an der Gränze von Nord- Brabant sind, den neuesten Nachrichten zufolge, wiederum

ansehnlich verstärkt worden. (y * Nus dem Haag, 22. März. Se. Königl. Hoheit

der Prinz von Oranien ist gestern in hiesiger Residenz ge-

sund. und wohlbehalten angelangt, und es hat wie wir richtig vorausgesagt nichts von allem dem stattgefunden,

was die zum Glück immer weniger zahlreichen Feinde der

p N e N L U A) N E y E, M T 7 M E I) T (020 944 L [2-07 B 2 Mt E M p T 1 L E 4 L I T O NTL 1 gt 7 BOUN N N) M E De 77 E R n B L O L S A F E I E A O

d. M E M F ee E

E