1831 / 106 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

erkennung. derselben verliehen ihm Se. Maj eiserne Kreuz am weißen Bande.

i Seit aht Fahren versah er, neben der Rendantur der Fran- zösischen Holz-(esellschaft, das/Secretariat der General-Versamm- lung des unterzeichneten Konsistoriums. Beruf entwickelte er eine Unermüdlichkeit, die oft die Besorgniß seiner Freunde erregte, eine versöhnende, vermittelnde Ruhe, die ihm die Hochachtung und Zuneigung Aller gewann.

„Eine Spanne lang ist das Leben, benugze es, um Dich der Welt so nüßlih zu machen, als Kräfte und Verhältnisse

es erlauben. ‘‘

Dies war der Wahlspruch des Erblichenen, er hat ihm treu- li<h nachgelebt. i

Möge daher sein Andenken unter uns nicht erlöschen ! Möge die Erintierung an seine seltene Hingebung für das Gemeinwohl, an seine Selbstverläugnung , an seine aufrichtige Anhänglichkeit an die Kirche seiner Väter das herangereiste Geschlecht unserer Gemeinde zur Nacheiferung beleben und sein leuchtendes Vor- bild ihm einen, seiner würdigen, Nachfolger erwecken,

Berlin, den 14. April 1831. Das Konsistorium der Französishen Gemeinde,

éstát der König das

Fn diesem schwierigen

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Garfe wurden vorgetragen: Schu>mann Excellenz Über den wenig günstigen Erfolg d s- Bezirken der Monarchie im vorigen Fahre durch altenc Nässe veranlaßten Versuche der Aussaat von der: von dem Herrn. Professor Pr. esendete Bericht Úbér die Verhandlungen | Sec! Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Kultur; die Mittheilungen des Herrn Predigers Fräsdorf zu Ziesar über den guten Fortgang sicht aufdie dazu aus Bericht des Plantagenmeisters Herrn Arendt Úber lichen Fortganz der Obsizucht in den Gemeinde - Baumschulen des Regkerungs- Bezirks Aachen; Mittheilun Brusenfelde, Úber die von dem Königl. h Herrn Seyffert in der Schlesischen Monatsschrift (Jahrgang

reren Regierun die lange ange Winter - Getreide im Frühjahre; Henschel in Breslau eing der botanischen Section der

ster 1830 Schlesien fer und einer Rothbuche aus cinem Stocke, der 30 Zoll Durch- messer hatte, und dessen beide Stämme, an 80 Fuß hoch, über 100 Fahr ‘alt des Herrn Gra cine empfehlenswerthe Methode der schnellen

Allgemeiner Anzeiger für

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: Kris azn dex ( B Sie Totf*jährlich zu stechen.

Kaufgelder des sub hasta gestellten,

weisung ‘der Forderungen, eiser, ein Termin auf

Gartenbau-Verein.

des Herrn Dr.

Rd wat Beschreibung von dem in dem Forste bei Kelzig in ïen wahrgenommenen Naturspiele des Wuchses einer Kie-

gnoe dev sind; die mitgetheilten Erfahrungen en vom Hagen zu Möckern bei Burg über Anzucht hochstäm-

Edictal -

Fn der 96sten Versamnilung des Vereins zur Beförderung des nbaues in den Königl. Preußischen Staaten am 10. April c. Die Mittheilung des Herrn Ministers A er in mch-

der dortigen ffentlichen Anpflanzungen, mit Rü>- der Landes-Baumschule überwiesenen Gehölze; der den höchst erfreu-

Cranz iti iederländischen Ober-För-

miger Nosenstdcke in Töpfen dur< Pelze der wildeit Rose; Be- merkungen des Herrn Geheimen Medizinal - Raths Dr. Buddeus in Gotha über die Wirkung der schwarzen und über den Einfluß der Feuchtigkeit auf das Reifen der Früchte; Mittheilungen des Herrn Professors Dr. v. Schlechtendal aus dem neuesten Hefte von Loudon’s Gardenérs Magazine (Februar 1831) über eine neue Art zwe>mäßiger Leiter zum Abpflúcken der Früchte und Beschneiden der Bäume, so wie Über eine neu erfundene âu- ßerst zwe>dienliche Maschine zur Verpflanzung, großer Bäume und Sträucher ohne Verleßung des Ballens , und Über cine noch wenig | Methode der Vermchrung der Gorginen durch Pfropfen der Knollen; Nachricht und Beschreibung des Herrn Bürgermeisters Borggreve zu Bevergern über ein von ihm erfundenes, als praktisch bewährtes Fnsirument zum schnellen und sicheren Kopuliren der Obstbäume, wovon die genaue Abbildung dem Westphälischen Ge- werbeblatte (Nr. 9. 1831) beigegeben if; Mittheilungen ‘des Herrn Lieutenants Balzer zu Czarnifow Über die Kultur des Türkischen Weizens, die besonders als Grünfutter für das Vieh zu empfehlen isi; Bemerkungen des Herrn Justiz- Raths Burchardt zu Lands- berg a. W. Über die angemessene Kultur der Kanadischen Pappel als Allee-Baum an den Kunststraßen. Bargezeiat wurde eine von dem Gartenbau-Vereine zu Braunschweig eingesandte, als schr zwe>- mäßig erkannte Baumscheere, nah einer verbesserten Einrichtung der bekannten Durandschen Gartenscheeren; ferner das zur Bibliothek des Vereins gekommene Me ‘erschienene VI1I. und VUI. Heft der interessanten und sauberen Abbildungen neuer und seltener Ge- wächse des hiesigen Königl. Botanischen Gartens nebst Beschreibung, sie zu ziehen, von Link und Otto, 8. Preis 2 Rthlr., zu haben im Sekvetariats-Burcau des Vereins, Zimmerstraße Nr. 81 a. und in ‘der Ricolaischen Buchhandlung. —_—.

angewendete

Königliche Schauspiele.

Sonn&bend, 16. April. Im Schauspielhause: Die Groß- mama, Lustspiel in 1 Aufzug, von Koßebue. Hierauf: Adagio und Variationen für Violine, - komponirt Und vorgetragen vom Musik - Direftor Herrn J. G. Haupt. Und: Herrmann und Dorothea, idyllisches Familien - Gemälde in 4 Abtheilungen, na< Göthe’s Gedicht, vom Dr. C. Töpfer. (Hr. Lemm: den alten Feldera.) -

Dienstag , 19. April. Jm Opernhause. Mit Allerhöchster Bewilligung, zum Benefiz der- Madame Anna Milder: Armide, große heroische Oper in 5 Abtheilungen, mit Ballets; Musik von Gluck.

Der Billet-Verkauf zu dieser Vorstellung beginnt am Sonn- abend, den 16ten d. M. im Billet-Verkaufs-Bureau im König- lichen Schauspielhause.

Preise der Pläße: Ein Plaß in den Logen des ersten Ran- ges 1 Rthlr. 10 Sgr. 2c.

Citatlonen

verschollener und ausgetretener Personen, Behuts deren "Todeserklärung oder Vermogens « Confiscation, so wie auch Vorladungen unbekannter Prätendenten.

Provinz. | Name des Citaten. |

Legter bekannter Aufenthalt ; Perempt. |Hlatt, wo das Weitere desselben. Name des Gerichts. A "¡u ersehen.

G URSSE D S A I I E A E M! E mr C E A M P

Westphalen. | Die unbekannten Real - Prätendenten : an das, in der Weiner Bauerschaft sub. Nr. cat, 66 belegene Wissings-

Colonat.

Se Sn d L E O E Wels E CA E tr = a 7

Verp

Domainen-

Laut Bekanntmachung der Königlichen Regieruna zu Etettin (äd&Stettiner Amtsblatt Nr. 16) soll das zwischen Stargard, und o Paßmühlengut von Trinitatis 1831 bis Trinitatis 4838 „imi Wege der Submission verpachtet werden. Es gehören dázu a)zan Grundstücken und Ländereien 655 Morgen 22 [1Ruthen; ee O und Oeimühle ; e) der Aalfang béi der Mühle ; d) ein

ex Straße von Stargard nach Pyriß ; e) das Recht 500,000 Das Minimum der Pacht 4 ie

Su ma-auf 1560 Rtblx. incl. 465 Rthlr. Gold festgeseßt.

Avertissement.

en ‘Antrag der Real - Gläubiger is Uber die künftigen uro / dem Gutébesizer Friedrich Wilhem Louis Grohmann gehörigen, im Spremberg-Hoyerswerda- hen Kreise der Niederlausiz belegenen Ritterguts Türkendorff, der Liquidations-Prozeß eroffnet , und zur Anmeldung und Nach- vor dem Deputirten, Referendarius Wall-

den 13. Juni c. a. angeseßt worden.

Die unbekannten Real - Gläubiger des Gutes Türkendorf wer-

den daher hiermit vorgeladen, im Termin entweder in Person oder dur einen mit Information und Vollmacht versehenen hiesigen Justiz:-Commissarius - wozu. den hier Unbekannten die Justiz-Com- missarien Preuße und Marquard vorgeschlagen werden, zu erscheinen, ihre Forderungen anzumelden und nachzuweisen, auébleibenden Falls aber zugewärtigen, daß dieselben mir ihren Ansprüchen an das Gut und dessen Kaufgelder präcludirt, und ihnen damit ein ewiges Still- schweigen gegen den künftigen Käufer und die übrigen Gläubiger des Guts Türkendorf, unter welche das Kaufgeid vertheilt worden, auferlegt werden wird. L Frankfurt a. d. O-, den 8. Februar 1831,

Kbnigl. Preuß. Ober-Landesgericht. R e >.

Gesammten nit präcludirten Gläubigern des Domdechanten Grafen von Schliß auf Burg-Schlitz 2c., wird hierdurch ervffnet : daß, da die Taxanten bisher behindert gewesen, die ihnen aufgege- benen Taxen der gräflich von Schlikschen Güter anzufertigen , der zum Versuch der Güte eventualiter zur Produktion der Originalien, durch die Ladungen vom 16. Dezember v. J. auf den 19. d. M.

anberaumte Termin alles Inhalts solcher Ladungen bis zum 13.

mmenden Monars hierdurch prorogirt sein soll. m Gegeben Güstrow, den 5. April 1831. ¿ogl. Mecklenburgische, zur Justiz-Canzlei allerhöchs verordnete E Direktor , Vice - Direktor und Räthe.

L, S. G. Brandt. x ( H. F. C. Burmeister Zu dem, von Gerichtswegen erkannten, meisibietenden Ver-

faufe nachbenannter, im hiesigen Amte belegenen, dem hier wohn- haft gewesenen Hauptmann Schmidt zugehbrigen Realitäten, als: 1) des adlig freien vormals von Donopschen Gutes allhier, 2) des Gellhausischen Colonats Nr. 1 allhier,

Land- u. Stadtgericht |22.Apr.31.| Münster. Intell. -Blatt Steinfurt. p: 1319. de 1830,

achtung.

Submissionen sind an vorbesagte Königl. Regierung zu richten und versiegelt mit der Aufschrift : „Submission auf die Pacht des Paß- mühlenauté‘/ an jedem Dienstage und Freitage, Vormittags von 10 bis 12 Uhr, bis zum 28sten d. M, Nachmittags 3 Uhr, an den Herrn Negierungérarh Focke im Regierungs-Locale abzugeben. Ter- min zur Eröffnung der Subnissionen ist auf den 28sten d. M. E um 5 Uhr, im Sessionézimmer Königlicher Regierung angese1zt.

L j Bekanntmachungen.

3) des Kineschen Colonats Nr. 34 allhier, j

4) des Taschenmeierschen Colonats Nr. 36 allhier, und

5) des Lohmeierschen Colonats Nr. 29 der Bauerschaft Ehrsen

und Breden, }

und zwar in der Art, daß das adlige Gut und die Colonate zu- sammen und ersteres und leutere jedes einzeln zum Berkaufe aus- geseßzt werden, is Termin auf Donnerstag den 19. (neunzehnten) f. M. Mai, Vormittags 10 Uhr, angeseßt, wozu Kaufliebhaber hiermit eingeladen werden und bemerft wird, daß nur dann, wenn ganz besondere und unvorhergesehene Fälle es wünschenswerth und erforderlich machen sollten, ein nochmaliger Verkaufs-Termin Statt finden wird. 4

Das Gut liegt in einer der volkreichsten und angenehmsten Ge- genden des hiesigen Landes, im lieblichen Bega - und Werre-Thale, unmittelbar im hiesigen Kirh-, Amts - und Markt - Dorfe, wo Handwerker jeder Art und hinreichende Handarbeiter den Betrieb der Landwirthschafc und der damit allenfalls zu verbindenden te<- nischen Gewerbe sehr erleichtern. Den Absatz der landwirthschaft- lichen Erzeugnisse begünstigt die Nähe der durch Kunststraßen ver- bundenen Srädte Salzuflen, Herford, Lemgo, Detmold und Bielefeld.

Das bequem eingerichtete, im einfach edeln Jtalienischen Style in der lezten Hâlfce des vorvorigen Jahrhunderts erbauete, mit Souterrains versehene, Wohnhaus, ist umgeben von einem Bosquete nebs Blumenaarten und bedeutenden Obst- und Gemuüsegärten. Vom Haupt-/Saale im zweiten Stockwerke s{weifr der Blick über das wohlangebauete anmuthige Thal und wird im Süden die romantisch \chdne Aussicht durch den Teuteburger Wald begränzt.

Die Wirthschafrêgebäude nebst ¡Pachter - oder Verwalterwoh- nung sind vor einigen Jahren, dem Ganzen angemessen, neu erbauet und finden sich in demselben auch hinreichende Arbeiterwohnungen.

Die Verschiedenheit des, keinem Abfließen unterworfenen Acker- bodens \{werer Maschboden an den gut beféstigten Ufern der Vega und Werre, so wie strenger und milder, auch einiger gut- artiger Sandboden sichert dem denkenden Landwirthe bei ratio- nellem Wirthschafts - Systeme sowohl in dürren als nassen Jahren einen lohnenden Ertrag. Wie sehr bei Einzelnverpachtung der Bo- den rentirt, beweist die jezige bei niedrigen Kornpreisen vorgenom- mene Verpachtung. :

Hinreichend vorhandene gute Wiesen und Kuh - und Schaaf- huden unterstügen kräftig den erfolgreichen Betrieb der Landwirth- schaft. Die Holzungen liefern weit mehr, als den eigenen Bedarf an Nug- und Brennholz, und ist davon immer bedeutend in einer Gegend, wo Brenn-Material im hohen Preise steht, verkauft. Bei dem vom Gute entlegendsten Hauptholze is eine Aufseher-Wohnung

nebs| Garten und Feld. / Athen Annehmlichkeit und Nüßlichkeit des Guts

Außerdem wird die milid t / t noch dur ausgedehnte und wildreiche Jagdreviere sowie durch die

und weißen Spalierwände.

die Preußischen Staaten.

Die zu diesex Vorstelluniz eingegangenen Meldunge Billets sind berücksichtigt worden, und wied crsucht diese i die Abonnements - Billets, bis Sonntag, den 17ten Mit

2 Uhr gefälligst abholen lassen zu wollen.

Die Abonnéments und freiea Entreen sind ohne Ausna

ig. Schaupielhause: Der VFude, Schauspiel in 5 Ah lungen. - Hierauf: So geht?s, Qustspiel in 2 Abtheilungen, j

nicht gült

dem Französischen des Scribe, von L, Schneider.

Königstädtisches Theater.

Sonnabend, . 16. April. sammenhang, musikalishes Quodlibet, in 2 Akten; mehreren Komponisten.

Sonntag, 17. April. Oper in 2 Aften; Musik von Fioravanti.

Der unzusammenhängende usif

Die reisenden Operisten , kom : ; 5

2 106.

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E eda T S1 I AR E Ne Ur, F A TGORR E T Z 5E f A 7 C L R 7 N OEET O MET: P P S IT "e: 1: (09 BABP N S T A O BTE EEATE* “E T E C M IRTEME 5.” am e C Mr

Allgemeine

Berlin, Sonntag den 17tn April,

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Preußische Staats-Zeitung.

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Berliner Börse. Den 15. April 1831.

Amtl. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preu/s. Ce

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St. - Schuld - Sch.| 4 | 871 | 865 JOstpr. Ptandbrf. (4 | Pr. Engl. Anl. 18/ 5 | 974 | 974 |Ponim. Pfandbrf. | 4 [1034 Pr. Engl. Anl. 22/5 | 944 | JKur- u. Neum. do.| 4 [103 Pr. Engl. Obl. 30| 4 | 794 | 79 fSchlesische do.| 4 1021 Kurm. Öbl.m.1.C.| 4 | 861 | [Rket.C.d.K.-u. N.|— | 521 Neum. Int. Sch. do.| 4 | 864 | 1Z.-Sch. d. K.- u. N.|— | 535 Berl. Stadt-Obligs.| 4 | 88 | 873

Königsbg. do. 4|— |

Elbinger do. 41 | Holl. vollw. Duk.| | Danz. do. in Th.|—| 354 | Neue dito |— | 202 Westpr. Pfandbr.| 4 | 90 | JFriedrichsd'or. . |—| 13; Grosshz. Pos. do.| 4 | 904 | 897 Disconto... .…. | 31

NEUESTE BŒRSEN-NACHRICHTEN,

Frankfurt a. M., 12. April. Oesterr. 5proc. Meta 852. 4Aproc. 7434. 743. 2kproc. 435; 1proc. 18 Brief. Actien 1241. 1238. Partial-Oblig. 1175. 1173. 158; Poln. Loose 47 Brief.

Redacteur Foh n. Mitredacteur Cottel.

Gedru>t bei A. W. Hat

Fischerei auf der, einen Theil der Gutsgrundstücke durchfließe Bega - und andern Gemässern vermebeg ñ e

Der jet aufgenommene Anschlag von den zu verkauft Realitäten, Fann bei dem hiesigen Amte eingesehen und gegen Ey

richtung der Copialien abschriftlich mitgetheilt werden. Schöôtmar, den 5. April 1831. Vermöge Auftrags Hochfürstl. Lippischer Justiz-Kanzlei. Fürstl. Lippishes Amt. Helwing.

Edietal- Ladung.

Es haben die Erben des verstorbenen Kaufmanns Johana È lob Tasche’s zu Hohenstein, den Nachlaß, desselben cum bene inventarii angetreten, und zugleich um öffentliche Vorladung Gläubiger ihres Erblassers, nach Maaßgabe des Mandats vom November 1779 angetragen.

Darauf sind alle diejenigen, welche an dem Tascheschen Na laß und an dessen, unter der Firma: Tasche & Metz gefühn

.

Handlung zu Hohenstein, aus irgend einem Rechtsgrunde Anspr zu haben vermeinen, mittels der bei den Magifträten zu Chen Leipzig, Zwickau, Schneeberg , Lichtenstein Reichenbach , Fran a. M. und Augéburg aushängenden Edictal-Citation auf den 5 September 1831, zur Liquidirung und Bescheinigung ihrer Ansprüche, bei Strafe Ansschlusses und bei Verlust der Rechtéwohlthat der Wiede sezung in vorigen Stand, ingleichen auf den 26. September 1831, zur Publication eines ausschließenden Bescheides, ferner auf / den 10 Oktober 1831, zur Gütepflegung, eventuell auch auf den 24. October 1831, zur Inrotulation und Versendung der Acten nach rehtlichem kenntniß, und endlich auf __ den 30. December 1831, zur Publication des eingeholten Locations-Urtheils vorgeladen 1 den; welches mit dem Bemerken, daß auswärtige Gläubiger Annahme künftiger gerichtlicher Verfügungen einen Bevollmä

ten allhier im Orte des Gerichts zu bestellen haben, als wol Ermangelung etwaniger Bekanntschaft die Herren Advocaten Ay

Uhle und Thamerus in Vorschlag gebracht werden, andurch öf lich bekannt gemacht wird.

Márz 1831. Bestallter Amtma F. W.

Gräflich Schönburzsches Justiz-Amt Forder-Glauchau, am?

nn daselbft. Lehmann.

Edictal-Ladung.

_Nachdene auf Antrag des bestätigten Abwesenheits Vorm der seit dem Kriegsjahre- 1813 verschwundene , und, aller ange deren Bemühungen ungeachtet, nicht wieder zu erlangen gew? Auszügler Nicolaus Sauer, auch Schurich genannt, aus Sal Allerhöchsten Mandats vom 13. Nov! ber 1779 zu Empfangnahme seines Vermögens, oder, dafern i!

forst, nah Vorschrift des

selbe si< ni<ht mehr am Leben befinden sollre, alle diejenigen,

an dessen Vermögen, ex capite crediti, hereditatis vel alio quod

que titulo, einige Ansprüche zu haben vermeinen, zu Liquid und Bescheiniaung ihrer Ansprüche, resp. unter der Verwarn daß der Abwesende ausbleibenden Falls für todt geachtet und Vermögen seinen nächsten Angehörigen überlassen werden soll, bei Strafe des Ausschlusses und bei Verlust ihrer Ansprüche der Nechtswohlthat der Wiedereinsezung in den vorigen mit dem Bedeuten, daß Auswärtige zu Annahine künkftiger tigungen und Erlasse Bevollmächtigte allhier zu bestellen haben, den 26. August 1831,

dann auf den 7. October 1831, i zur Acten - Jnrotulation und Versendung derselben na< rechtli Erkenntnisse, so wie auf i : ____ den 3. Februar 1832 zur Publication des eingelangten Urthels mittels der bei den Sti ráthen zu Zittau, Freiberg und Meißen, ingleichen an h! Canzleistelle affigirten Edictalien vorgeladen worden; als wik ches auch hierdur< zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Budissin, auf dem Decanate, den 20. Februar 1831. Domstifts-Canzlei daselbst,

oofe zu 10

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Des Königs Majestät haben geruht, den bisherigen Kam- ergerichts - Assessor, Grafen vou Alvensleben, zum Negie- ings- und vortragenden Nath im Ministerium des Jnnern und r Hoe zu ernennen und das deffallsige Patent Allerhöchst

Mi vollziehen.

Des Königs Majestät haben den Forst- Inspektor v. Not im Regierungs- und Forstrath Allergnädigst zu ernennen geruht.

Des Königs Majestät haben deu bisherigen außerordentli- en Professor in der philosophischen Fakultät der Universität zu donn, Dr. J. W. Löbell, zum ordentlichen Professor in der dachten Fakultät zu ernennen geruht,

Des Konigs Majestät haben den bisherigen Professor De. áller in Gießen zum ordentlichen Professor in der fatholisch- eologischen Fakultät der Universitat in Breslau zu ernennen d die für ihn ausgefertigte Bestallung Allerhöchst Selbst zu ollziehen geritht,

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Zeitungs-Nachrichten.

Ausland.

Rußland.

St, Petersburg, 6. April. Am Zten d. M. hatten fol- ude Personen die Ehre, Sr. Majestät dem Kaiser und Fhrer tajestät der Kaiserin vorgestellt zu werden: Graf Ludwig Litta on der Oesterreichischen Gesandtschaft, der nah der hiesigen Re- denz zurückgekehrte Königl. Preußische Gesandtschafts-Secretair raf von Halen und der Graf Susa von der Königl. Spaui- hen Gesandtschaft.

Der Chef der Artillerie der aktiven Armee, General-Lieute- ant und General - Adjutant Suchosanet, hat nach den Worten ines Kaiserl, Reskripts für dessen glänzenden Heldenmuth und ahahmungswürdige Unerschro>kenheit in dem Gefechte am 19. ebr. , den St. Wladimir-Orden erster Klasse erhalten.

Ein Kaiserlicher Ukas vom 28sten v. M. enthält die Bedin- ngen, unter welchen es geborenen Finnländern freisteht, für Banern des St. Petersburgischen und anderer Russischen Gou- ergements als Rekruten einzutreten.

Einem Allerhöch bestätigten Beschluß des Minister-Eomité?s (folge, dürfen Medizinal-Beamte verschiedenen Aemtern zugleich

N

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schau an, steigen bei dem Komniissair ab und erkundigen sich mit blutdürstiger Neugierde uach der Erfüllung der ihm ertheilten Befehle. Den wahren Hergang der Sache vernchmend, fallen sie über Bientfkowsfki mit Beschuldigungen her, seßen ihm Pisto- len auf die-Brust und beschuldigen ihn der Feigheit. Der edle Maun erwiedert ihuen ruhig: „Ich sollte zum Mörder werden! das war mir unmöglich, in dem Obersten Perechristow rettete ich meinen Freund,‘ —— Nachdem sich die Studenten an Vorwürfen und Drohungen erschöpft hatten, zwangen sie den Kommissair, dem Russischen Oberst einen flehentlichen Brief zu schreiben, daß er doch na Mlawa zurückkehren möge, weil Bientfowski und seine Familie in großer Gefahr f\<{<webten. Perechristow befand sich schon außer aller Gefahr in der Preußischen Stadt

Neidenburg. Beim Empfange diefes Briefes entschloß er sich sogleich zur Abreisé nach WMlawa. „Regiment und Fahne

sind gerettet‘, sagte er zu dem Landrathe, „ih habe die Pflicht des Russischen Offiziers erfüllt; die des Ehrenmannes liegt mir no< ob: mein Leben für den Netter meiner Ehre !“/ Nachdem der Preußische Stadt - Gouverneur. vergebens versucht hatte, Perechristow von seinem Eutschlusse abzubringen, kündigte er ihm an, daß er, fraft seines Amtes, berufen seh, ihn zurück- zuhalten, denn da der Offizier unter dem Schuge der Preußi- schen Regierung stehe, dürfe er, ohne besondere Erlaubniß, uicht über die Gränze gehen. Auch hierdurch nicht bewogen, machte Perechristow insgeheim Anstalten, unbemerît zu entkommen, als er, noch in derselben Nacht, ein Briefchen von dem Kom- missair Bientkowsfi erhielt, mit der Anzeige, daß das ersie Schreiben ihm mit den Pistolen auf der Brust abgedrungen worden sey, und der Bitte, ja nicht nach Mlawa zurüctzukehren, Züge dieser Art verdienen bekannt gemacht zu werden, in einer Zeit, wo die ungestüme Hinneigung zu politischen Umwälzungen die Stimme der Natur und das Gefühl der Ehre zu ersticken trachtet.‘

Auf Vorstellung des Militair - General - Gouverneurs von Moskau, Fürsten Golißin, wird daselbst bei der Kaiserl. Moskau- schen landwirthschaftlihen Gesellschaft ein besonderer Verein un- ter dem Namen des Moskauschen Wettrennen-Vereins, zur Verbesserung der Pferdezucht gebildet, der aus einem Präsi- denten, einem Vice - Präsidenten, 100 wirklichen und 12 Ehren- Mitgliedern bestehen wird. Jedes Mitglied zahlt jährlich 200 Rubel. Aus den gesammten Beiträgen werden alle Jahre vier Mettpreise von 1000 bis 3000 Rubeln bestimmt.

An öffentlichen Bauten wurden, amtlichen Berichten zu- folge, im Laufe des vorigen Jahres, unter anderen weniger be- trächtlichen , vollendet: in St. Petersburg, ein großes Ge- bäude für die Sizungen des Zoll-Amtes; ein technologisches Jn- füitut; eine Charisjée von der Obuchow - Brücte dis zur Mos- faiter Barrière ; eine Rotunde, größtentheils von Guß-Tifen, auf

otsiehen und die damit verknüpften Gehalte beziehen.

Die St. Petersburgische Zeitung theilt aus der Nor- ischen Bieue folgenden Artikel mit: „Es giebt Leute, welche as große Geschäft übernommen haben, die von dén Zeit - Er- ignissen uns vorgelegten wichtigen Fragen zu lösen, und in dem iteln Wahn, den fie von ihren Talenten und Kenntnissen hegen, ie ihnen aufgegebenen Räthsel leiht und schnell beantworten, u< in unsern Tagen fehlt es natürlich an dergleichen Politi- ern nicht, Im Gegensabe derer, die Alles mit Feuer und Schwert bmachen möchten, wollen unsere Klügler, entweder durch Ge- urt on Polen gefnüpfst, oder umnebelt von den Hirngespinsien iner Politik, die weder auf Erfahrung früherer Zeiten, noch auf den Tages - Ereignissen fußt , großmüthiger als der Kaiser selbst yn, welcher Vergeben und Vergessen des Geschehenen denjenigen inter den Polen versprochen hat, die ihr Vergehen bereuen und uf den Pfad des Gehorsams zurückkehren. Fene Politiker <waten davon, daß man, zur Stillung des Blutvergießens, den lufrührern nachgeben, mit ihnen in Unterhandlung treten, ihre Forderungen bewilligen müsse! Sie vergessen, daß Rußland es m gegenwärtigen. Falle nicht mit irgend einer Macht zu thun at, welche endlich mit ditsem Reiche einen Frieden auf gegen: eitig bestätigten Bedingungen {ló}e, no< mit einem Volke, as die Erfüllung seiner entweder wirklichen oder vermeinten Be- dürfnisse suchte, sondern mit einer Handvoll Unruhestifter, zum Theil jener Gejellschaft von Demagogen angehörig, welche ihre jrundsäge überall ausstreut und ihre Missionaire nach allen Ge- zenden hin versendet; weit eutferut, die Wohlfahrt jener Ge- zenden: Belgiens, Polens und Italiens, zu bezwecen, fondern jelmehr die Ausführung ihrer höllischen Anschläge; sie haben ih verschworen, um überall Zerrüttung und Anarchie zu verbrei- n und umzustürzen Alles, was dem Menschengeschlecht theuer und heilig ist: Religion, Gesese, Sittlichkeit, das Erbe der Men- <en. Jn Unterhandlung mit diesen Leuten treten, ihnen nach: geben hieße den Bösewichtern und Volksbetrügern aller Län- der Sieg und Triumph verleihen und Aufstände und Empörun- gen: aufmuntern, welche die Neiche untergraben und die Unter- hanen in gränzenlose unzählige Mißgeschicke stürzen, Die hei: ige Pflicht der Tugend ist: gegen die Bosheit zu kämpfen, und Rußland, indem es dem Uebermuthe der Empörung und Zügel- osigkeit ein Ziel seßt, erfüllt dadurch eine Schuldigkeit gegen eine Unterthanen und gegen die ganze civilisirte Welt, ‘‘

In der genannten Zeitung liest man auch Folgendes: „Der Commandeur des 7ten Tschernomorschen Kosaken - Regi- nents, Oberst Perechristow, stand mit seinem Regiment einquar- tiert in dem Flecken Mlawa der Wojewodschaft Plock und lebte in gutem Vernehmen mit dem dortigen Kommissair Bientkowsfki. Bald nah dem Ausbruche des Aufruhrs in Warschau erhielt dieser Beamte von dort Befehl, die Gendarmen zusammenzu- rafen, alsdann mit Hülfe der Einwohner die Kosaken zu über- fallen, zu entwaffnen und im Fall ihrer Widerseßlichkeit nieder- zusäbeln. Bientkowski eilt sogleich zu Perechristow, zeigt ihm den Blutbefehl und redet ihm zu, si<h und das Regiment zu retten, bevor der Fnhalt der empfangenen Jnustruction in der Stadt M ruchbar werden fönne. Der Russische Oberst ergreift die Fahne seines Regiments, swingt sich aufs Pferd, eilt auf den Marfkt-

play, sammelt seine ‘erftreuten Kosaken und erreicht glücklich, mit Cinbuße einex geringen Anzahl Leute, die Preußische Gránze, a Um andern Móxgen langen drei jungs Studenten ais (ars

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dem Múünzhofe, zur Scheidung des Goldes und Silbers nach neuester Methode mit Schwefelsäuren in Gefäßen von Platina ; eine Schiffsahrts-Schule ; ein Forst:-Justitut mit einem Englischeu Parf; in Kronstadt, ein vierter Flügel des Zollhauses; in Odessa, ein neues Zollhaus; in Riga, ein großes Pacthaus ; in Perefop, 2 sieinerne Gebäude fur die Salzverwaltung in der Krimm, und endlich viele beträchtliche Bauten in den Berg- werken.

. Vom Tage, an welchem die Cholera sich zuerst in Mosfan zeigte, bis zum 25. März d. J. sind daselbsi an dieser Epidemie 8576 Personen erfranft, 3876 genesen und 4690 gestorben. Am 96. Márz war weder in den Privatwohnungen der Stadt, noch in den Kranfenhäusern irgend ein Eholera-Krauker.

Telegraphischen Nachrichten aus Schlüsselburg vom Lten d. M. zufolge, ist das Eis des Ladoga-Sees auf einer geringen Strecke gebrochen und dadur< die Newa bis Schlüsselburg vou ihrer Eisdecke befreit worden.

Dol e Warschau, 12. April. Am 7ten wurde in den vereinigten Reichstags - Kammern die Diskussion über den

Gesek -Entwurf, betressend die Verleihung von National: Gü- tern, als Grundeigenthun, an die Bauern, weiter fortgeseßt, und zwar begann man mit dem 3ten Artifel desselben. Zuerst bewies der Staatsrarh Brocfki in-einer Rede die Nothwendig- feit, den Bauern freie Wahl zwischen einem Geldzins und der Frohn: Arbeit zu lassen. Auch Wieszczhcki war dafür, daß man es den Bauern anheimstellen folle, ob sie lieber eineu festen Zins bezahlen, oder sich der Frohn-Arbeit unterwerfen wollten. Sja- niecti sprach mit großer Lebhaftigkeit und Energie sür die völ: lige und unbedingte Aufhebung des Frohndieustes und stellte es als nothwendig dar, alle Bauerngrundstiicke auf Nationalgütern ohne-Ausnahme zinsbar zu niachen. „Das Geset“‘, sagte der Redner, „„hat die Macht“, deu Willen der einzelnen Jndividuen zu beschränfen, und dies ist in der That sein wesentliches Biel. Wenn wir von der Schädlichkeit des Frohn - Systems überzeugt sind, warum sollen wir den Bauern die zweifelhafte Wahl zwi- chen einem Uebel laffen, das durch Vorurtheile eingewourzelt ift, und einem Gut, dessen wohlthätige Wirkungen sie nicht kenmncn, und worin sie no< so wenig Erfahrung haben. Ja, ich iieder- hole es, die Geseßgeber haben das Recht, den Willen derer zu beschränken, für die sie die Geseße geben. nicht unterwerfen, wer nicht frei jeyn will ) i : sih anderswohin zu begeben; Ex kann sich auf Privatgüter übersiedeln und dort dem Frohndienst obliegen. Will er ein Séflave seyn, so mag er nach der Türkei gehen, dort hält es um ein Yo<h niht s{wer. Wir aber wollen nur freie Menschen unter uns sehen.“ Gegen „den Nedner traten Zwierfowsfi und Witkowsfki mit der nohmaligen Be- hauptung auf, daß man die Bauern ziischen Zins und Frohu- Arbeit wählen lassen müsse. Der Staatsrath Brocki stellte in einem zweiten Vortrage die Meinung auf, daß mau erst ei- nen festen Zins bestimmen müsse, ehe man den Bauern die Wahl vorschlage, damit sie sich überzeugen könnten, wás, vors theilhastex sey. Hierauf trat noch der Repräsentant Sw ir ski egen Szaniecfi auf und äußerte unter Anderem: „Noch keinem (heseygeber ist es in den Sinn gekommen) den Menschen zu vexa

den hindert uichts,

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bieten, zuweilen na< ihrem Gutdfinken sich zu entscheiden, Herr Szaniecki nur hat in diesem Geiste fein Naisonnement gegen das System durchgeführt, wonach der Zins m<t mit Geld, son- dern mit Frohn - Arbeit entrichtet werden fann. Jemand dazu zwingen, was er nicht will , ist das nicht Despotismus? Ich wenigstens kann eine solche Freiheit nicht begreifen. ““ Die Worte des Letteren wurden von Wisniewsfki dahin berichtigt, daß Szauiecki si< nicht gegen die Entrichtung des Zinses durch Frohn- Arbeit erklärt, wenn dies nah einem freiwilligen beider- seitigen Vertrage geschehe, sondern nur gegen das Frohn-Shjtem, wel<hes ganz anderer Natur sey und etwas Sflavisches an sich habe. Swidzinsfki pflichtete dem Staatsrath Brocki bei, jedo< mit der Bemerkung, daß nit einzelne Jndivi- duen, sondern ganze Gemeinden von Bauern die Wahl zwi- hen der Frohn - Arbeit und dem Geldzinse treffen sollten. Gawronsfi unterstüßte den in der zweiten Rede des Staats- raths Brocki aufgestellten Grundsaß. Chomentowski stellte den Kammern vor, daß, wenn unter die emeritirten Krieger Na- tional - Meiereien vertheilt würden, und zwar, in Ausführung des Reichsbeshlus}ses vom vorigen Monat, National „Güter zu dem dafür bestimmten Werth von 10 Millionen, in diesem Falle die Frohnarbeit, zu der sich die Bauern austatt des Geldzinses verpflichten sollten , ganz unnúy wäre. Hierauf widerlegte auch no<h Dembowski die von Szaniecki aufgestellten Principien uxd {loß si< der Meinung des Staatsraths Brocki an. Der Minister des Innern, B. Niemojowsfki, unterstüßte, als Landbote von Warta, die Ansicht Szaniecki’s und stimmte für die Abfassung des 3ten Artikels, nicht wie sie von der Regierung, fondern wie sie vou den Reichstags-Kommissionen vorgelegt wor: den war. Der Marschall {loß nun die Diskussion über den oben erwähnten Punkt. Das Resultat der Abstimmung ergab, daß die Majorität dafür war, den Bauern freie Wahl zu lassen, ob sie si< dem zu diesem Zweck festgeseßten Zins von den in ihrem Besiß befindlichen Grundstücken oder einec dem Zins an- gemesseuen Frohnarbeit unterwerfen wollten, Hiernächst wurde

der zweite Theil des Zten Artifels in Erwägung gezogen, welcher die beiden Fragen enthielt, ob der ins nach der Beschaffenheit unnd Größe des Grundstücks, oder nach dem Verhältniß der bis jeßt auf demselben von den

Bauern verrichteten Frohnarbeit festgeseßt werden sollte. Gas wronsfi, Szaniecki, Klimontowicz und der Rei ch s- tagsmarschall unterstügten den ersteren Grundsaß. Sw i- dzinsfi meinte, man müsse auf die Pflichten Rücksicht neh- men, zu denen die Bauern bisher verbunden gewesen seyen, und wenu diese den neu festgeseßten Zins überstiegen , so sollten sie fortan feine verbindende Kraft mehr haben; wäre dies aber

stimmt werden. Es lasen sodann Morozew

da die Kammern in keine derselben eingehen wollten, sg: man, denselben no< einmal den Kommissionen zu Bel! damit diese die nach den vorgekonnnenen Bemerkungen. thig befundenen Abänderungen darin vornehmen nw Der Generalissimus hat am 3ten d. in seinen. pt tier Siennica einen Tages-Befehl erlassen, woh: Ms förderungen in der Armee vorgenommen wers. Durch eine, von dem Comité zur BerpflFutgtd an die Bürger der Hauptstadt gerichtete Proclamati i Generalissimus denselben seinen Dank dafür abstat traß den Truppen am ersten Osterfeiertage eine Menge L di zugeführt haben, und sie zugleih auffordern, auch F Armee die fkräftigste Unterstüßung angedeihen zu lassen, da die Bersorgung derselben immer s{wieriger werde, je weiter sie sich von der Hauptstadt entferne und in Gegenden komme, welche bereits dur den Krieg so viel gelitten hätten. Auch der Ge- neral Umin«éki dankt dem Befehlshaber der National-Garde für das geweihte Brod, welches die Warschauer Einwohner seinem Corps zum Osterfest überschi>kt haben. Der Bürger - Rath der Wojewodschaft Plock stattet ebenfalls den Bewohnern dieser Land- chaft für die bis jeßt dargebrachten Beiträge seinen Dank ab und fügt die dringende Bitte hinzu, daß den in jener Gegend sichenden Truppen und den dortigen Bauern, welche am meisten dur< den Krieg gelitten hätten, von Seiten der Einwohner der- jenigen Provinzen, welche bis jeßt verschont geblieben sehen, Un- terstüßungen an Bieh und Lebensmitteln zugeführt werden möch- ten. Andererseits macht der General - Gouverneur den Namen eines Geistlihen, Wrotnowski, betannt, der sich sehr hartherzig gegen die Truppen zeige und ihnen unter Anderm ein s{warzes Brod für 36 Groschen (über 6 Sgr. Preuß.) verkauft habe. Unter amtlicher Rubrik enthält die hiesige Staats-Zei- tung folgenden Armee-VBericht des Generalissimus, datirt aus dem Feldlager bei Siedlce, vom 10. April, 9 Uhr Abends: „Es freut mich, der National-Regierung berichten zu fönnen, daß die PVolnishen Truppen am heutigen Tage einen bedetteuden Sieg davongetragen, 3 bis 4000 Manu, worunter mehrere Offi:

Wer sich dem Gescb |

ziere höheren Ranges, gefangen genommen und einige Kanonen erobert haben, Der Geueral Prondzynski, Befehlshaber eines abgesonderten Corps, hat sich sehr ausgezeichnet : die späte Nacht erlaubt mir jedoch nicht, einen spezielleren Bericht anzufertigen. ““

Diesem Bericht fügt die Warschauer Zeitung, welche allein von den hiesigen Blättern bis zum heutigen Tage reicht, unter Anderem Folgendes hinzu: „Es heißt, daß, außer den noch übrigen Abtheilungen der Corps von Geismar und Rosen von Russischer Seite, das Corps des Generals Pahlen 1. und beson- ders die vom General Siewers befehligte Division an diesem Kampfe Theil nahmen. Der General Prondzynski führte un- sere Truppen felbst zum Angriff mit dem Bajonett. Ein Russi- hes Bataillon soll die Waffen gestre>t haben. Der. Bericht des Generalissimus erwähnt nichts von einer Einnahme der Stadt Siedlce; da jedo< am 10ten d. Abends unsere Truppen nach der gewonnenen Affaire Jganie besezten, welches nur einige Werst von jener Stadt entfernt ist, so scheint es keinem Zweifel unters wörfen, daß in dem jeyigen Augenblick die Hauptstadt der Wojes wodschast Podlachien schon in Händen der Polen ist; «s j

niht der Fall, so solle der Zins danah verháältuißmäßi bex icz und Wt, fowsfki verschiedene Abfassungen des Z3ten Artikels vorf “abe #

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