1831 / 116 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

London, 19. April. Gestern fam die Reform-Bill

endlih wieder vor das Unterhaus, um im Ausschusse in ihren

einzelnen Punkten berathen zu werden. Lord Fohn Russell er-

öffnete die Debatte“ damit, daß ‘er dur cine Bergleichung der

gegebecuen Stimmen (bei der Abstimmung über die zweite Le-

sung) zu beweisen suchte: wenn man die Vertreter der Graf-

schaften und großen Städte von denen der Borouzhs sondere,

welche meistentheils ein unmittelbares Fnteresse in der Beibehal-

tung des gegenwärtigèn Zustandes der Dinge hätten, \o ergebe

fich, daß solche von einer wirfli<h sehr bedeutenden Mehrheit an-

genommen worden fet, welche in der That die Stimne der Na-

tion ausspreche. Nach diesem fekte er die Veränderungen aus einander, welche in der Bill gemacht worden und welche veor- züglich darin bestehen, daß eimestheils 10 Repräsentanten , in deren Hinsicht cine Reform beabsichtigt worden war, beibehalten, und anderutheils no<h mehreren größeren Städten und Graf- schaften die Befuzuiß der Wahl von Parlanientsgliedern beige- legt werden soil. Ersteres aus dem Grunde, weil man gefunden haben will, daß die Vevölkerings- Angabe vom Fahre 1821: in Hinsicht der betreffenden Ortschaften unrichtig geroesen; und da 9 von diesen Boroughs politischen Gegnern zuäehören, fo dürfte es wohl geschehen, daß die Feindseligkeit derselben dadurch etwas gemildert wtirde. Die Mitglieder dagegen, die man Grafschaf- ten und Städten zuzulegen“ gedenkt, sollen neue Gönner für die Maaßregel erwerben und befonders auch einigermaßen diejenigen damit aunsföhnen, welche fürchten, daß Englaud, im Gegeusab mit Schottland und Frland, durch die Verminderung seiner Re- präsentanten an seinem Uebergewichte verlieren mochte. Wie sehr es den Ministern darum zu thun is, Stinnmnen zu werben, erhellt {on daraus, daß Lord R. gestern Abend erklärte: es habe so wenz eine Parteilichkeit für den Herzog von Bedford und den Marquis von Lansdowne die Regierung vermocht, den Städtchen Tavistok und Calne ihre Vertretung zu erhalten, daß fie solche für einen Zuwachs von 5 Stimmen hingeben würden ; man darf a!so wohl {on vorausseten, daß die genannten Ver- änderungen zu ähnlichen Zwecken gemacht worden, Deunoch ließ man das Haus no< nit zum Ausschuß kommen ,- sondern de- battirte über eine Präliminar- Frage, welche der General Gas- cohne einführte, nämlich: ob det Ausschuß instrüuirt werden sollte, in der besiehenden Anzahl der Repräsentanten von England und Wales feine Veränderung zu machen, indem er und Herr Sadler, der ihn unterstükte, die Besorgniß vorgaben, daß die Irländischen und Schottischen Repräsentanten si<h véreinigen dürften, um sich den billigen Staatsbürden zu entziehen, andern- theils aber durch die vorgeschlagenen Beränderungen die Kathö- lifen mehr Einfluß im Parlamente erhalten würden, (Es kann hierbei nicht unbemerft bleiben, daß alle jeßt im Unterhause \iz- zende Katholiken für die ministerielle Reform sind.) Hr. Sad- ler hielt übrigens eine lange- Rede, um zu beweisen, daß alles Gute, was je für England im Parlamente gethan worden, von den Borongs herrühre. Der Schaßmeister, Lord Althorp, ant- vortete ihm: er erkenne zwar an, daß die beabsichtigte Reform nämli< das Unterhaus wirkli< zum Vertreter der Nation zu machen nicht wesentlich darunter leiden würde, wenn die den Englischen verfallenen Boroughs und Städten entzogenen Repräsentanten auch an Englische Städte und Grafschaften ver- theilt würden, erflärte sich aber au< zugleih für überzeugt, daß der Vorschlag gegen das Wesen der ganzen Bilk gerichtet sey, daher forderte er alle Unterstüßer derselben auf, sich demsfel- ben zu widerseßen. Mehrere Gegner der Vill ( obgleich keine der Hauptpersonen) sprachen für deuselben, und ani Ende mußte sih das Haus vertagen, ohne no< über diesen Punkt zur Ab- stimmung gekommen zu sehn. Man glaubt indessen, daß solche in der heutigen Sibung stattfinden werde, und die Meinung ist ziemlich allgemein, daß die Entscheidung der Regierung entgegen seyn wird. *) Es ist alsdann wahrscheinlich, daß dieselbe die Bill für jeßt fallen lassen und nach Beendigung der wichtigsten Ge- schäfte das Parlament auflösen wird d. h. wenn (wie man zu zweifeln anfängt) der König noch geneigt ift, seine Einwilli- gung zu diefem Schritte zu geben, Aber sollten auch die Mini- ster in diesem ersten Puukte siegen, so ist es do< kaum möglich, daß sie die Sache mit diesem Parlamente durchseßzen fönnen ; die Gegner werden sie so sehr ermüden, daß sie am Ende wer- den nachgeben müssen. Unter Anderen sollen diese die Absicht haben, für jedes einzelne Städtchen, welches einen oder beide Vertreter verlieren soll, darauf anzutragen, daß folches seine Nechte dur<h Ndvokaten geseßlih vertheidige eine Procedtr, wobei gar kein Ende abzusehen is. Es ist offenbar, daß das

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Präsident des Comités für adminisirative Xustiz bei den offeiut- lichen Sigzungen des Staatsraths den Vorsis führen, Herr Teulon, Deputirter des Lot und der Garonne, ift in Bordeaux mit Tode abgeganzen. Eine Deputation von La Rochelle, der Geburtsstadt des Admiral Duperré, überreichte denselben vor einizen Tagen den Ehrendegen, den der Municipal - Rath nah der Einnahme von Algier dem Admiral votirt hatte. i Herr v. Moutgenct, bei welchem der getwesene Kanmmerdie- ner der Herzogin v. Berry, der unlängst von den Assisen zu Zjährigem Gefängniß verurtheilt worden ist, verhaftet wurde, hat die Redaction der Quotidienne wegen Diffamation verklagt. Geueral Sautauder, der aus Jtalien hier angekommen ist, soll die Absicht haben, nah Kolumbien zurüd>zufehren, In Marseille sind am 13ten d. 85 ZFtaliánische Flüchtlinge, meist Päpstliche Unterthanen, gelandet. Bei ihrer Ankunft in Livorno wurden sle in die Festung gebracht, die sle nur Behufs ihrer Einschiffung nah Frankreich verlassen durften. Oberst Mi- notti befindet si< unter ihnen; auch 34 in Korsika gelandete Flüchtlinge werden in Marseille erwartet, Der Globe zeigt an, daß mehrere Mitglieder der St. Si- monschen Lehre, unter ihnen Hr. Leroux, Stifter und Haupt- Redacteur des Globe, cine Mission nach den südlichen Departe- ments antreten werden.

Aus Algier von 10. April wird gemeldet : „Die Spani: he Bombarde „„Thilda“/, die mit 167 zu den Galeeren Berurtheil- ten von Malaga nah dem Afrikanischen Presidio von Melilla segelte, ist unterweges von 52 derselben, die iegen politischer Bergehen verurtheilt waren, genommen worden. Diese sind mit Französischer Flagge in Mers-el-Kebir (Hafen der Regentschaft Al- gier) eingelaufen und haben bei dem hiesigen Oberbefehlshaver um Schub nachgesucht, der ihnen auch gewährt worden ist. Der „„Lidio‘“‘, der nach Oran abgeht, wird auf dem Rückwege diese 52 Verurtheilte au Bord nehnien und hierher bringen, von tvo sle sich, wie man glaubt, bald nach Frankreich einschiffen werden. Die andern Verbrecber werden bis auf weitere Bestimmung der obern Behörde in Mers-el- Kebir bleiben,“

Die hiesigen Arbeiter, welche aus Mangel an Beschäftigung fürzlih gezwungen wurden, sich als Freiwillige in die Armee-Liste aufnehmen zu lassen, haben si< nun geweigert, ihre Capituiation bis zum Abschlusse des Friedens zu verlängern, und sind, dem Vernehmen nach, im Begriff, nah Brüssel zurückzukehren.

DERSEZZASTE Se A S IT S T S ZS T

Ueber die Englishe Reform-Vill, (_Fortfeßung. ) Was zuerst den Zehenten betrifft, so ist in England längst das Drückende dieser Abgabe bemerklich gemacht worden ; abge- sehen von der besonderen Gehássigkeit, die auf solcher Art von

Abgabe überhaupt liegt, in England aber vollends nicht Wunder

nehmen fann, wenn daselbst in manchen Gegenden der Geistliche : f der gemolfenen

täglich aus den Kuhställen den zehnten Top Milch, das zehnte der täglich gelegten Eier u. #. f. zusammen- holen läßt, so ist auch die Unbilligkeit gerügt worden, die 11 dieser Abgabe durch die Folge liegt, daß, je mehr dur Fleiß, Zeit und Kosten der Ertrag dieses Bodens erhöht wird, um so mehr die Abgabe steigt, somit auf die Verbesserung der Kultur, worein in England große Kapitalien geste>t werden, statt sie e zumuntern, eine Steuer gelegt wird, Der Zehente gehört ner Kirche in England; in andern, besonders protestantischen Lan: dern, ist zun Theil längst (in Preußischen Ländern {on Vor mehr als hundert Jahren ), zum Theil neuerlih, der Zehente ohne Pomp und Aufsehen, wie ohne Beraubung und Ungerech- tigkeit, abgeschafft oder ablösbar gemacht und deu Einkünsten der Kirche das Drücfende benommen und ihuen zwe>mäßigere und anständigere Erhebung gegeben worden, Ju England hat aber auch sonst die Natur der ursprünglichen Berechtigung des Behenten eine wesentlih verkfümmerte und verkehrte Wendung erhalten; die Bestimmung für die Subsistenz der Religionsleh- rer und die Erbauung und Unterhaltung der Kirche ist Überwie- gend in die Art und Weise eines Ertrags von Privat-Eigeuthum übergegangen; das geistliche Anit hat den Charakter einer Pfrunde, und die Pflichten desselben haben si<h in Rechte auf Einkünfte verwandelt. Abgerechnet, daß eine Menge einträglicher geiftlicher Stellen, Kanonikate, ganz ohne Amtsverrichtungen sind, . ist es nur zu sehr bekannt, wie häufig es ist, daß Englische Geistliche sich mit allem Andern, als den Functionen ihres Amts, mit Jagd u, \. w. und sonstigem Müßiggang beschäftigen, die rei- chen Einkünfte ihrer Stellen in fremden Ländern verzehren und die Amtsverrichtungen einem armen Candidaten für em Almos sen, das ihn zur Noth gegen Hungertod {üut, Übertragen. Ueber den Zusammenhang, in welchem hier der Besis einer geistlichen Stelle und der Bezug der Einkünfte derseiven mit dec Ausübung der Pflichten des Amtes, verbinden mit sittiichem Wandel stehen, darüber giebt ein vor etlichen Jahren bei de Gerichten - verhandeltes Beispiel eine umfassende Borstellung- Gegen einen Geistlichen, Namens Frank, wurde bei Gericht der Antrag gemacht, denselben, wegen Wahnsinns für unfähig, sein Vermögen zu verwalten, zu erklären und dieses unter Curatel zu stellen; er hatte eine Pfarre von 800 Pfd. Sterl. Einkünften, außer andern Pfründen von etwa 600 Pfd. Sterl. (— etwas weniger als 10,000 Rthlr. ); die gerichtliche Klage aber. wurde von seinem Sohne , als dieser majorenn geworden, im Juteresse der Familie angebracht. Die durch viele Tage und eine Menge von Zeugen- Aussagen öffentlich abgelegte Beweisführung tiber die angeschuldigte Verrücktheit brachte Handlungen dieses Pfar- rers zum Vorschein, die derselbe, von einer geistlichen Behörde ganz ungestört, in einem Laufe von Jahreu sh hatte zu Schul- den fommen lassen, und z. B. von der Beschaffenheit, daß er. einmal am hellen Tage durch die Straßen und über die Brücké seiner Stadt, in höchst nnanständiger Gesellschaft, unter dem Gês? folge einer’ Menge höhnender Gassenjungen gezogen war; noch viel \kandalöser waren die ebenfalls durch Zeugen erhärteten eignen häuslichen Verhältnisse des Mannes. Solche Schaamlosigkeit eines Geistlichen von der Englischen Kirche hatte ihm in dem Besige seines Amtes und im Genmise der Einküufte seiner Pfründen- feinen Eintrag gethan ; die Verachtung, in welche die Kirche durch sol- he Beispiele, am meisten dadurch, verfállt, daß sie, dec Einrich- tung einer bischöflichen Hierarchie ungeachtet, solcher Verdorben- heit mnd deren Skandal von si< aus nicht steuert, trägt, wie die Habsucht anderer Geistlichen in Beitreibung ihrer Zehenten, das Jhrige dazu bei, atich diejenige Achtung zu vermindern, wel- <e von dem Englischen Publifum für das Eigenthums - Necht der Kirche gefordert wird. Daß folches Eigenthum durch seine Bestimmung für den religiösen Zweck einen ganz andern Cha- rafter habe, als Privat - Eigenthum, über das die freie Willkür der Besißer zu disponiren hat, daß diese Verschiedenheit ein verschiedenes Recht begründe und der Genuß dieses Verniögens an Pflichten als Bedingungen geknüpft sey und jener Zweck in protestantischen Staaten eine Berechtigung der Staatsgewalt,

schriften, die das Parlament, und von Adressen, die Se. Miss Aumecfungeu äuf; Hr, Hunt bezeichnete das Amendement stät aus allen Theilen des Landes zu Guasen der Bill erhalWs das verfehrteste, das jemals gemacht worden sey; Sir Rob. haben. Ein bemerkenswerthec Umstand ist es, daß die MajoriWeel sprah uuter lautem Beifalle der Opposition gegen die der über den Gegensiand vou Burgfle>en und Corporill und für das Amendement, das s<ließli< von dem Ge- tionen übersandter Bittschriften für die Bill gewesen, wiewFeral-Anwalt mit starken Waffen bekämpft wurde. Bei der mau diese doch als eine Maaßregel geschildert hat, die alle F þstimmung ergaben fich jedoch: :

leute und Burgflecken-:Votanten ihrer Rechte berauben würd Fur das Amendement des General Gascoyne 299 Stimmen. Der S eti la Baronet gegenüber (Sir Rob. Peel) [i Gegen dasselbe «291 -

es ganz besouders, Red ¡zufi ie bei früheren G chi joritá ie Mini 2 Sti in hehalten wérden nd Lene Die bei sriberen Gel guihin Majorität gegen die Minister TSUmmT reu, wenn ih dem Beispiele folge, das er früher bei der Fal Dieses Resultat Me: als ge eaen Netugierigeu außer- c O S L D s s betfamit wurde, stillshweigend aufgenommen lische T i d ¿B 1s P h) H alb des Hauje e ORRENN ) S ! E A e ae a e L I N A heatie 2 \Wie Bua der Bill fe Vie es heißt, auf Donnerstag S. N y N i Rig o Mol, April). festgesckt worden; die Vecsammlung trennte sit um Stadten Englands abgegebenen Vota, weil dies das einzige vg ‘hr Morgens. f | 3 sich

fassungsmäßige und praëtisce Mittel sey, die wahre Meinw des Landes kennen zu lernen.“ Der Nedner führte nun diess London, 20. April, Ihre Majestäten empfingen gestern ben Grafschafien und Städte an und zeigte, daß von 36 Grie Besuche des Herzogs von Sussex und der Herzogin von schasts-Mitgliedern 27 und von 42 Vertretern großer Städ Wlocester. /

Prinz Leopold gab vorgestern für diese Saison seine erste

gar 39 für die Reform-Bill gestimmt hätten. Ferner habe ci Drittel sämmtlicher Burgfle>en-Vertreter für die Vill geftimmWroße Abeud-Gesellschast, die von einer Menge der ausgezeichuet- fen Personen besuchi ward,

wiewohl do< ihr Juteresse damit im Widerspruche wäre. Did

sey ein enfscheidender Beweis dafür, welchen Eindruck die ally, Jn Folge des vom Oberhause gefaßten Veslusses (S. Par-

meine Geslunung des Volkes anf ihre Gemüther gemacht bal aments-Verhandlungen), wurde hente der Drucker der Times in

Folgendes sind nun die neuen Propofitionen, welce darauf d binem geheimen Comité vor den Schranken des Hauses vernom- dien, Das genannte Blatt berichtet daxüber, angeblich nach dem

Redner in Bezug auf die in der Bill vorzunehmenden Aen rigen dem Hause gemacht hat: Fünf Burgflecken aus der Lj Görensagen: „Nachdem Herr Lawson, der Drucker, die erste an hn gestellte Frage, ob er den Artikel, über welchen Lord Lime-

A. (welche das Verzeichniß der Orte enthält, die ihr Wahlre ganz verlieren _follen), nämlich Aldborough , BuckinghanWi ih beflagte, geschrieben, verneint und auf die Fragen, wer Ofehampton , Malmesbury und Rehgate, solien auf ihn geschrieben und ob er niht von dem Herausgeber der Times Lisie 13, (welche das Verzeichniß der Orte enthält, vi: in Zuk herstamme, die Antwort verweigert hatte, {lug Lord Whuford nur Ein Parlamentsglied erwählen sollen) gebracht werden, wor, Hrn. Lawson zu einer Geldstrafe von 100 Pfd. und zuni Ge- ste nachgewiesen hätten, daß sie im Jahre 1821 innerhalb d fänguiß zu verurtheilen. Dem widersebßten si< die Lords Lansdowne Kirchspieles, das ihren Namen führe, mehr als 2000 EinwohnWMund Grey, der Lord-Kanzler und, dem Vernehmen nach, auch der gezahlt hätten. Acht Burgflecken, nämlich Chippenham, Leomin N Herzog von Wellington. Schließli<h würde Herr Lawson auf fter, Northallerton, Tamworth, Truro, Morpeth, Westburh u den Antrag des Lords Farnham der gerichtlichen Obhut überge- Whykombe, die sich auf der Liste B. befunden haben, sollen m(hen, Was dieses Urtheil betrifft, so haben wir nicht das mindeste wie vor ihre zwei Parlamentszglieder erwählen dürfen, weil siMdagegen einzuwenden und gestehen frei und ofen, daß es uns nachgewiesen, daß sle im Jahre 1821 ( ebenfalls inklusive leid thut, die angeklagten Bemerkungen in beleidigenden und un- ganzen Kirchspiels gleiches BNamcns) mehr als 4000 Einwohny passenden Ausdrücken gegeben zu haben, wobei wir ns indessen zählten. Folgende aht Grafschaften: Bucks, Bers, Cambridg(Mmit dem Umsiande entschuldigen müssen, daß der Artikel in gro- Dorset, Hertford, Oxford und Glamorgan sollen, weil jede eitiWßer Eile abgefaßt und unsere Aufmerksamkeit dur<h eine Menge Bevölkerung von 100,000 bis 150,900 Seelen enthält, jede eh wichtiger Gegenstände abgeleitet worden war. Dagegen aber Mitglied mehr in das Parlanrtent senden können. Ferner sollen nohYwollen wir Niemanden im Mitgefühl für Irlands Leiden 7_ große Stádte : Oldham, Bury, Rochdale, Whitby, Watkefiel) den Vorrang lassen. Wir nennen uns die Freunde YJr- Salford und Stocke on Trent, jede ein Mitglied erwählen. H&lands und wissen es, daß wir ihm mehr Gutes thaten, als lifax, das, wenn die Bevölkerung des Kirchspiels gleiches NuF irgend ein Jrlandischer Lord thun fonnte, wenn er auch alle mens mitgezählt würde, auf 2 Mitglieder Ansprüche erhalt} Einfünfte seiner dortigen Besißungen zum Opfer bringen wollte. würde, soll do< nur Ein Mitglied erwählen, weil das Kirspi[} Von der Hülfe, die wir bei der ftatholischen Frage leisteten, wol- Halifax auf 25 (Engl.) Meilen sich ausdehnt. Sollte, sagte di len wir hier nicht sprechen, sondern vielmehr von unseren tnatis- Lord ferner, das Haus entschlossen sehn, die frühere Zahl di gésezsten Bemühungen, die Theilnahme unserer Englischen Lands- Mitglieder des Unterhauses (658) beizubehalten, so wrden di leute für das Elend unserer Jrländischen Mitbrüder rege zu ma- Minister nicht gestatten, daß die Fehlenden aus der Liste B. <en. Abgeschen hiervon, erhielten die Armen Jrlands Beiträge S werden; vielmehr müßten dann die no< unrepräsentirt@ß äus der Kasse unserer Zeitung sowohl, als von jedem einzelnen - tádte von 4—10,000 Einwohnern, deren es wohl 60 gábe, di Mitarbeiter. Unjere Anstrengungen waren nicht fruchtlos; die das Vorrecht verdienten, zur Ergänzung herzugezogen werden, F sterbenden Bauern wurden vom Hungertode gerettet. Derselbe Wie unparteiisch die Minister bei ihren in Vorschlag gebrachten Verär Grundsau und dieselben Bewegungsgründe “diktirten jenen Arti- derungen zu Werke gegangen, gehe daraus hervor, daß von den 11 ai fel, der freilich ni<t mit gehöriger Umsicht redigirt und deswe- den Listen A. und B. genommenen Burgflecken 10 der Opposition6F gen ein Gegenstand der Anklage vor dem Oberhause ward. So Partei angehörten. Söhne von- Freileuten (Corporations-Genos;F wi früher, so würden wir auch jeßt jede Opposition verachtlich sen), welche zu der Gerechtsame derselben, sobald sie volljähriW finden, die es verhindern wollte, Jrland eine gesezmäßige und diesem Königreiche, der die Freiheit der Presse ztt fesseln wünscht; | geworden, berechtigt sind, sollen, wenn sie vor dexr Einbringws hlibende Sicherheit gege die Schre>ken einer Hungersnoth oder L 4M “he R h V und | ih bin dieser vielmehr immer günstig gewesen, in der Ueberzeu- | der Bill geboren worden, eben so wic Lehrlinge, wenn sie be gar gegen den Hungertod zut gewahren.“ id: : ontpensier begaben sich na< Vincenues, um den Schieß- gung, daß die Pcesse cin großer Beförderer und Erhal- | reits eingeschrieben worden, ihre Gerechtsame behalten, falls sit Merkwürdig sind die verschiedencn Aeußerungen der Times, Ae Uebungen der dortigen Artillerie beizuwohnen. ter der Freiheiten des Landes seh. Aber eben weil ih | dieselbe später als ansáässige Bürger geltend machen wollen," Na<F nachdem der Borschlag des General Gascoyne im Unterhause __ Herr Heinrich Rodrigues / der Urheber des Plans, die An- | die Preß-Freiheit liebe, hae ih die Preß-Frech heit. | dem Lord John Russell diefe Aenderungen in einem ausg gemacht, und nachdem er entschieden worden. Jn ihrem ge str i- leihe durch eine National - Subscription zum Pari- Course zu Denu was fann tinheilvoller seyn, als diese Frechheit, die den dehuten Vortrage erläutert hatte, trat General Gascohne nit gen Blatte sagte sie nämlich: „Eine Folge des vom General Stande zu bringen, speiste am verwichenen Sonnabend mit dem Privat-Charafkter verspottet und das individuelle Ehrgefühl durch | dem Amçndement auf, daß die Zahl der Vertreter voi Gascoyne vorgeschlagenen Amendements, wenu es durchginge, Könige und der Königl. Familie und wurde auf die s{hmeichel- | die niedrigsten Jusinuationen und die gehässigsten Verleumdun- England und Wales gar keine Verminderung erlei: würde entweder die Annullirung der zehn neuen Mitglieder haftestie Weise-ausgezeichnet. gen verwundet? Ein großer Staatsmann des vorigen Jahrhun- | den soll. Er meinte zunächst, daß die Bill, die in Folge der erlittene! sehn, welhe Jrland und Schottland erhalten sollen, oder Veränderungen eine ganz andere geworden sey, lieber zurückgenon:F eine Vermehrung der Dotal « Summe des Unterhauses um

Die Ordnung i nun völlig wi A derts sagte von der Presse, sie sey ein privilegirter Libertin. ) ; { des gestrigen Tages u nicht Ad delt Jatindsten tatt ee Könnte dieser Staatsmann in das Leben zurückkehren und die | Men werden sollte, um von neuem, wenn auch noch in der gegenwärt:ff zehn Mitglieder. Lord Althorp scheint diese Aleiderung (6 Ele men Vorfall gestört worden. Die Arbeiter der Vorstadt Saint- | Presse in ihrem gegenwärtigen Zustande erbli>en, in welchen | gen Session, wieder vorgelegt zu werden. Geschähe dies jedoch nit, F nen Angriff auf das Lebens - Princip, der Bill zu betraten, Antoiue, in welcher aufrührerische forderungen Sai A Ausdrücken würde er sie nicht beschreiben? Er würde sie als einen so miisse- er auf feinem Antrag bestehen; do< wünsche er dies und aus dem Fnhalte seiner Nede schließen wir, daß die Mini- worden waren, haben sich bei dem Polize1-Kommissacius und E privilegirten Tyrannen schildern, als einen Tyrannen, der Alles | uicht so angesehen, als handle er in einem Geiste der Feindselip F ster eine Niederiage in Bezug auf diese besondere Frage als gleich Maire ihres Bezirks gemeldet, um mit einer Fahne, auf welcher | 199, Willkür beherrsche und mit Füßen tcete, Der Artifel, über | keit gegen die Jrländische Repräsentation. Er wünsche ledigli) bedeutend mit einer Niederlage in Bezug auf die ganze Maaß- die Worte: „Es lebe Ludwig Philipp! Es lebe die National- | 21 i< mich beschwere, schüdect mich zuerst als ein bloßes Ding | Und nichts weiter, als die Vergrößerung der Jrländischen unt} regel “ansehen würden.“ Nachdem nun die Minister jene

. le Mattonai- - | Schottischen auf Kosten der Englischen Repräsentation zu vet: N

Garde! Achtung vor den Gesegen !“/ vd V dgn und beschuldigt mich sodann eines brutalen lächerlichen und heil- | S Niederlage wirklich erlitten haben, sagt die Times in threm marfchiren. Das Fournal A S at aag e e losen Betragens. Würden Ew. Herrlichkeiten mir wohl gestat- | hiudern, Nicht bloß die Bevölkerung Jrlauds, sondern aut heutigen Blatte : „Der Antrag des Generals Gascoyne, wiewohl von / 7 dessen Antheil an der Besteuerung mußte bei der Verthei

Judividuen, die bei den leßten Unruhen f ; ( | tet haben, daß i< Sie au nur cinen Augenblick anrede, wenn i einem Tory und aus Opposition gegen die Minister eutsprungen, | Ministerium zu viel auf einmal umfaßt hat ; und mauche Feinde ie-Fenster tund Laternen Mieten T I e B mein Betragen wirkli< der Art wäre, wie es jener Zeitungs- lung der Repräsentation als Grundlage dienen. Dies sey bei Y wird die seltsame Folge haben, daß die Zahl der Orie vermehrt | der Whigs behaupten anch deswegen, fie hätten folches mit Fleiß finden. Der Königl. Gerichtshof, der gestern unter dem | reiber dem Publikum darstellt?“ Der Redner trug schließlich | der Union wohl beachtet worden. Damals habe Frland 4,200,00 Ÿ wird, welche populäre Nepräsentationen besiven. Er giebt den | gethan, weil es ihuen nit ernst um die Reform gewefeu. ‘Vörsive des Prásidenten Seguier versammelt war, hat bes{lossen, darauf an, daß der Drucker der Times auf den folgenden Tag | Einwohner mit einer Besteuerung von 4,600,000 Pfd. gezählt, F Reformisten von einem guten Dinge mebr, als sie bedurften.“ Dies ift aber gar nicht zu glauben, weil sie wohl eingesehen ha-

durch eine weise Festigkeit es ztt verhindern wissen wird, daß et: uge Individuen, die vou Interessen “eiten werden, e SEN niemals theilen tvird, sie in einen rieg verwickeli, Die 100 î -- die wir von IJhneu verlangen, sollen daher uur für deu möglichen Fa einesKrieges dienen. Hätten wir unsre, demOesterreichischen Hofe Lr Hey der Besegung des Kirchenstaats gemachte Erkläcung L g auf dieje Maaßregel gestübt, wer weiß, ob die Räumunz e <uell erfolgt „ware, wie groß im Uebrigen auch die freund- aftlichen Vecháltnisse sind, die zwischen Franfreih und jenem z ofe bestehen. Es handelt sich daher hier bloß um ein Gese er Poiitif und des Vertrauens, und die Kammer kann sich ver- chert halten, daß die Negierung, ihrem Systeme tren, zur Auf: C AtURA des Friedens Alles thun wird, was si< mit dex G hre und Würde des Landes irgend vereinigen läßt.“ Der Baron Mounier tadelte den Präsidenten des Minister-Raths, daß er die Behauptung des Marquis v. Rouzgé, die Minister hátten fi {hon 14—1500 Millionen bewilligen lassen, so streng rüge, und der Gräf Roh füúgte binzu, Herr von Nougé sey in der That der Wahrheit ziemli<h nahe gekom: men, da 1383 Millionen bereits wirklich votirt worden setzen. Herr Easimir Périer erwiederte: es sey nicht seine Absicht gewesen, der Freiheit der Rednerbtihne irgend zu nahe zt treten ; os habe er es für seine Pflicht gehalten, daran zu erimern, das Ministerium nur zu einer Ausgabe von 1190 Millionen, F den Gesammtbetrage der gewöhnlichen und außerordentlichen . edurf”.isse des Etats-Jahres 1831, berechtigt sey. „Ganz rich- E entgeguete Herr Roh, „aber mit den Fhnen bewilligten L ‘editen fônien Sie si<h mehr als 1300 Mill, verschaffen. “‘ Bon mehreren Seiten wurde hierauf der Schluß der Debatte verlangt; doh gelang es no< dem Grafen v. Sesmaisons, sh Gehör zu verschaffen. Nach einer Beleuchtung der finanziel- len Lage des Landes wollte er aufs nene die Politik des Tages zur Sprache bringen , indessen rief man ihm von verschiedenen Seiten zu, er möge bei der Sache bleiben. Nichtódestoweniger kam Herr von Sesmaisons no< einmal: auf die Belgischen, Polnischen und Jtaliänischen Angelegenheiten zurü. Das Serausch war indessen so groß, daß dieser ganze Theil seines Vortrages ziemlich verloren ging und er si daher auch bald entschloß, die Rednerbühne zu verlassen. Nach einer kurzen Er- wiederung . des Präsidenten des Ministerrathes wurde hieräuf die allgemeine Berathung geschlossen, und der Prásident verlas den 1sten Artikel des Geseß- Entwurfes. Qwei Nedner, der Vicomte Lainé und der Marquis v. Mortemart, ließen . si< darüber vernehmen, und zwar Beide zu Gunsten desselben, während die 3 übrigen Artikel ohne Weiteres ange- nommen wurden. Das ganze Geseg ging zuleßt mit 110 gegen 8 Stimmen dur<. Am Schluße der Sigung berihtete no< der Graf Tascher über den Geseß-Entwurf wegen Bewilli- ps eines - Zuschusses von 13 Mill. zu den Ausgaben der ge- eimen Polizei, womit die Versammlung si< in der Sipung vom folgenden Tage Da diese Sigung

Großbritanien und Xrland,

Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Siz- zung vom 18. April. Die Uebcrreihung vou Bittschriften gab zunächst wieder zu einer Diskussion über die Reform-Bill Anlaß. Lord Calthorp und Lord Eldon, beide Geguer der Vill, äußerten ihren Unwillen über die beständigen zufälligen Erörterungen des Gegenstandes; Graf Grey bemerkte jedoch, daß, so unregelmäßig diese Diskussionen auch sehn mögen, die Bill do, je mehr sie untersucht werde, um so mehr auch den Beifall des Landes erhalten dürfte. Graf v. Limerif führte Beschwerde über einen am vorigen Sonnabend in der Times erschienenen, gegen ihn gerichtet gewesenen Artikel. Der Lord hatte nämlich in der Sipung vom 15ten d. gegen die Einführung der Eugli- schen Armen-Ges eße in Jrland gesprochen. Dies veranlaßte cinen rai- sonnirenden Artikel in der Times, worin besonders das her- vorgehobeu wurde, daß ein in der Regel von Jrland abwesender Gutsbesiger die Interessen dieses Landes \{<werli< zu würdigen verstehe. Der Graf jagte in Bezug auf diesen Artikel; „Fc verde darin in den stärksten Ausdrücken herabgeseßt, zwar nicht namentlich, doch werde ich dergestalt beschrieben , daß fein Leser wohl über den Gegenstand des Angriffes, den der Verfasser im Sinne hatte, in Zweifel schu kann, Ich bin gewiß der Lebte in

beschäftigen wollte.

die leßte ift, so läßt sich mit ziemlicher Bestimmtheit voraus\

t sehen daß deï Geseß-Entwurf wegen des gleichzeitigen Beziehens meh- rerer Gehalte uicht mehr zur Berathung kommen wird.

« Paris, 19. April. Vorgestern hatten der Kriegs-Minister der Marschall Gerard, die Generale Gau Lobau, Graf Majol und Jacqueminot und die Obersten und Majore der National: Garden und Linientruppen, diean der leßten Revue Theil genommen hatten, die Ehre, zur Königl. Tafel gezogen zu werden. Abends

L war Cour bei Hofe. Gestern prásidirte der König im Minister- it Rathe. Der Prinz v. Foinville und die Herzoge v. Aumale und

l S E I R O E E S: P S S E L S IE V +100 S

ben müssen, daß die Nation jeut nicht zufrieden set wird, bis

vor die Barre des Hauses geladen werde. Der Lord - Kanz- 1 j sie das Berheißene erhalten hat, und daß fie es früher oder syä-

die gerichtliche Untersuchung wegen der Un 5 16e d, M et iu A g Unruhen des 15ten und er Temps sagt in einem Artikel über die Vorfälle d

lesten Tage : És sind unrichtige Fafta bekanut Lade Bode Ein Journal spricht von einigen Schüssen, die auf dem Blu- men-Quai von der Kavallerie gethan worden seyen. Die Trup- pen haben si aber der Schießgewehre gar nicht bedient, Am Sontag Abend um $8 Uhr wurde an einer E>e des Blunien- Pläzes ein Pistol auf einen Unteroffizier, der eine Patrouille von vier Dragonern führte, abgeschossen , jedoch ohne zu treffen. Das Pferd bäumte si, und die Patrouille konnte des Verbre- chers nicht habhaft werden. Das is der einige bemerkenswer- the Borfall dieses Tages. Was die Versuche betrifft, die gentacht wurden, um Zwietracht unter die verschiedenen Waffengattungen und unter Truppen mnd Bürger auszustreuen, so war diese Mühe vergeblich. Der Moniteur hat Recht, die öffentliche Mei-

ler gab dem Grafen insofern NRecht, daß das Hans darauf zu sehen habe , daß Niemand in Neden oder Schriften die Rechte und Privilegia desselben angreife; inzwischen machte er doch be- merflih, daß Untersuchungen der Art, wie die vorgeschlagene, das Haus nur in ein peinlihes Dilemma bringen und damit endigen mochten, daß die Lords es bedauerten, fi{< jemals dar- auf eingelassen zu haben. Er wisse aus langer Erfahrung, die er im Unterhause gesammelt, daß das Parlament niemals etwas dadurch gewonuen habe, daß es si< mit solchen Streitigkeiten befaßte, Dieses Rathes ungeachtet, faßte das Haus, nachdem mehrere Lords, und namentlich der Marquis von Londou- derr und Lord Nolle, zur Untersiüßung des Antrages fich hatten vernehmen lassen, den Beschluß, den Drucker der Times auf den folgenden Tag vorzuladen.

Unterhaus, Sigung vom 18, März. Nachdem

voni 27,700,000 Pfd. gezählt habe. Das Verhältniß habe i seitdem noch günstiger für die Bewohner Frlands gestellt, indem diese nur deu zehnten Theil der Lasten trügen, welche die Ein wohner Englands zu tragen hätten. Er wolle übrigens gar nichts dagegeu haben, daß man den YFrländern und Schottén

Kosten Englands geschehen. Bekannt wäre es, wie die Frlätt: dischen und Schottishen Repräsentanten si<{ beständig dem wi dersebten, daß die Abgaben:Last der drei Lander auf gleichen Fuß gestellt werde, uud wie sle diese Last immer auf die Schulteti! der Engländer allein zu wälzen suchten um wie viel mehr würde dies uicht erst geschehen, wenn das Repräsentations - Verhaltnik

nicht sämmtliche, den verfallenen Burgfle>en entzogene Mitglit der lediglich auf andere Englische Orte übertragen werde, werde er sich daher der Bill auf das eifrigste widerseßen. Dew

während England 10,700,000 Einwohner mit eiuer Sn Vor den beiden Parlamentshäusern liegen jeßt uicht weniger

eine größere Repräsentation verleihe, nur müßte dies nicht auf

so sehr zum Nachtheile Englands geändert werden möchte? So langt F

‘als 27 Bills zur Bildung von Eisenbahn : Gesellschaften. Sir Henry Parnell ist für die Grafschaft, die er bisher ver- treten, ohne Opposition wieder erwählt worden. ;

Im Hampshire Telegraph heißt es: „Das Geschwa-

' der von Linienschiffen, das sich biunen kurzem in Spithead ver- sammeln foll, wird na< Gibraltax \egeln und sich dort wahr- s{heinli<h mit Sir Pulteney Malco!m vereinigeu oder, wenn das nicht geschieht, sich nach Malta begeben und. im Herbst nach | England zurückkehren. Am lezten Sonnabend (den 16ten) er- | hielten die „Ariadne‘/ von 28, „Dispatch‘“ von 18, der „Nau- tilus‘““ von 10 und der „Savage‘“/ von 10 Kanonen Wefehl, | shleunigst in See zu gehen und die verfiegelt mitgegebenen wei- teren Verhaltunzs - Befehle auf der Höhe von Point- Lezard zu öffnen, Nach Einigen sind diese Schiffe nach Lissabon, Porto bder Cadix bestimmt, un die Britischen Interessen in jenen Ge- géuden zu hüten; nach Anderen würden sie nach dem Norden

ter erhalten müßte.

füllt habe.

man von ihnaeu verlangt. Frage, die si<h die Minisier denn auch gefallen lassen mußten.

M.1.6: dia 1:10 0,-€

Wenige Tage müsseu aber nun entscheiden. Die Verhandlungen am vergangenen Freitage waren merkwür- dig; man mußte auerkennen , daß die meisten Westindischen Ko- loniecu die vom Parlamente im Jahre 1823 zur Verbesserung des Zustandes der Sklaven ausgesprochenen Wünsche nicht er- d Die Regiecntng schlug deswegen als ein vorläufi- ges Zwanzsömittel vor, daß man ihr gestatten möge, auf die Produkte der widerspenstigen Kolonicen so lange eine besondere Steuer zu legen, bis sie diejenigen Geseße gemacht haben, die Doch da fie ihren Plan nicht ins Reine- gebracht , bestand die Opposition auf eine Bertagung der

Brüssel, 20, April. Ais der Oberst Borremans aus dem

für die Erfüllung dieses Zwecks und der an Einkünfte getknüpf- ten Pflichten mitzuwachen, begründe, dergleichen Grundsäße- \cheinen in England no< ganz fremd und unbefkfanut zu seyn. Bei dem abstracten Gefichtspunfkte des Privat-Rechts hier- uber stehen zu bleiben, ist aber zu. sehr in dem Vortheite der Klase, die im Parlamente überwiegenden Einfluß hat, dadurch mit dem Ministerium, das die hohen und einträglichsten geistli- <en Stellen zu vergeben hat, zusammendängt und die jüngern Söhne oder Brüder, die, da der Grundbesiß in England im Allgemeinen nur auf den altesten Sohn übergeht, ohne Vermö- gen gelassen werden, dur solche Pfründen zu versorgen das Ju- teresse hat. Dieselbe Klasse soll au< nah der Reform-Bill ihre Stellung im Parlamentèé behalten, sogar noc< erweiterù; es is daher sehr problematish, ob sie für iht Fnteresse, in Rücfsicht auf die Reichthümer der Kirche und ihr Patronat, etwas zu be- sorgen habe. ‘4

(gestern erwähnten ) Verhör in einem Wagen fortfuhr, sah er fich bald von einer Volksmas}se umringt, die ihm unter Geschrei und wiederholten Steiziwürfen nachfolgte, wobei ein begleitender Gendarme ‘und, wie es heißt, auch der Oberst selbst, verivtn- det ward. Dieser richtete darauf später folgendes Schreiben an den Regenten: „Mein Herr Regent! Der von dem Volke ge- machte Versuch, mich zu ermorden, bestim:nt mich, zu erklären,

Die Besorgnisse tiber eine Reform cines solchen Zustandes der Englischen Kirche haben alle Ursache, sich besonders auf ihr Etablissement in Jrland zu erstrecken, welches seit mehreren Jah- ren, vornehmlih im Betriebe der Angelegenheit der Emancipaz tion, die für fih nur die politische Seite betraf, fo heftig ange- griffen worden ist. Die der katholischen Kirche, zu der befannt- lich die Mehrzahl der Jrländischen Bevölkerung gehört, daselbst

segeln. Auch das Schiff „„Actaeon‘/ von 26 Kanoneu, angevlich nah dem Mittelländischen Meere bestimmt, legte vor einigen Tagen aus dem Hafen, um in kurzen mit der Kriegsschaluppe ¡„¡Philomele““ in See zu gehen.“ f Ms Lord Anglesea wurde vou seiner Reise im Junern täglich in Dublin zurlik erwartet. Ein dortiges Blatt sagt, daß diese

nung in die Worte zusammenzufassen: Es muß ein Ende ge- macht werden. Dies ist der Gedanke und das Intereffe Aller. Die Wahlen sind vor der Thür, und wenn Frankreich eine neue Kammer haben wird, deren Kompetenz niht mehr angegriffen werden farn, dann werden wir uns alle sagen: „Es muß an- gefangen werden.“

Amendement des Geueral Gascobne, das von Hrn. Sa dlér lebhaft unterstüßt ‘wurde, widerseßte sich Lord Althor» (det F Kanzler der Schaßkammer) auf das entschiedenste. Er exltárte | das Amendement für eine Machination , welche die Bill unter: graben und es den Ministern unmögli< machen wolle, damit | weiter vorzuschreiten. Da, nachdem fi< 7 Mitglieder über das

die Herren Hume, Lhttleton tind Alderman Waithman abseiten des Volkes von Lancashire, Staffordshire und der We- ber von Spitalfields gegeu die Behauptung des Herrn Hunt, | daß sie gegen die Reform-Bill gleichgültig geworden seyen, pre- tesüirt und versichert hatten, daß sie vielmehr den Ministern re<1 danfbar dafür seyen, erhob sich Lord John Russell, unm den Au-

MEUISAE SORAL 2 U E S O Sin R Bi P E ETE%

nen Fr. Sprocentiger Renten in das große Buch eingetragen und

» Einer Königl. Verordnung vom 26. März zufolge, die erst in der neuesten Nummer des Geses-Bulletin3 befaunt gemacht wird, sollen, dem Geseye vom 5. Fan. d, J. gemäß, 3 Millio-

eine gleiche Summe Zprocentiger Renten aus dem B gemeinsamen Fe lgungs-Fands gestrichen E e An der gesirigen Börse unterhielt man fich viel über den wahrscheinlichen Preis, zu welchen die neue Anleihe abgeschlossen werden dürfte, Den meisten Glauben fand die Angabe, daß das vom Finanz-Minister gestellte Minimum 84 Fr. sey, und daß die Herrn von Rothschild und Aguado, die einzige submittirende Com: pagnie, nur 82 Fr. 10 C, bieten werden. Heute ist bekanntlich der

öffentliche Termin, an wel<em die Anulcil Meistbi G Gde L soll. < ie Anteile dem Meistbietenden

In Abwesenheit des Großslegelbewahrers wird der iee

trag zu machen, daß das Haus in einen Aus\{uß zur Begutach- tung der Reform-Bill üibergehe. Vorher entwickelte er angekün- digtermaßen die Verändertmgen, welche die Minister in dieser Bill vorshlügen, Jm Eingange seines Vortrages sagte er: „Es seh mir vergönnt, die Lage der Sache, in der sie si jeut befin- det, mit der zu vergleichen, in der sie sih zur Zeit befand, als ih den Gegenstand zum ersten Male hier vorlegte. Die NReforn1- Maaßregel ist jest mit dem Beifalle des Volkes besiegelt, zu desen Besten sie in Vorschlag gebracht wurde. Ein Beweis von der allgemeinen Gunst, welche die Bill beim Volke gefunden hat, ist eben die Bemerkung des ehrenwerthen Mitgliedes für Pre- flon (Herrn Hunt), daß es der Presse ganz unmöglich sey, die Maaßregel nicht zut vertheidigen, indem sie, wenn sle es nicht

vorgeschlagene Amendement hatten vernehmen lassen, die Anzah! derjenigen, die darüber sprehen wollten, no< ni<t erschöpft wat, so wurde auf den Antrag des Lord Althorp beschlossen, die Fortsekung der Disfussloir auf den náchsten Tag zu verschieben, Das Haus vertagte sih um halb 2 Uhr.

Jn der Sitzung des Unterhauses vom 19. April wurde die am vorigen Tage abgebrochene Debatte liber das Amendement des Generals Gascoyue fortgeseßt. Es ließen sl{ nicht weniger als 21 Nedner in Bezug auf die Fcage verneh- men, worunter Mehrere, wie namentli<h Sir Robert Wil- son, zwar für die Reform-Bill - sprachen, doch der Meinung des Generals beistimmten, daß die Zahl der Englischen Parlaments-

tháte, ihre Leser verlieren würde, (Hört, hört!) Mit Veranüse gen weèise ich ati< auf die außerordentlich große Zah! ven Bitte

Vertreter nit vermindert werden e, Hr, O°Connell trat gegen die vom Generai Gascohne in Bezug ‘auf Arland gema!

Reise mehr zur Aufrechthaltung der Ruhe in Jrland beigetragen habe, als alle seit 50 Jahreu in Kraft geseßte Zwangs-Maaßregeln. Die Eimvohner und Besucher des Badeortes Cheitenham haben dem hiesigen, zur Erleichterung des Elends in Irland be- stehenden Comité cinen Beitrag von 250 Pfd. eingefendet. Jn einer Versammlunz der Weber von Spitalfields, die vor einigen Tagen stattfand, wurde ein Beschuß gefaßt, der einen formlichen Protest gegen die Aeußerung Hercn Hunt's im Par- lamente enthält, daß die genannteu Weber der Neform entge- gen seyen. L ; Zehn Dörfer in der Nachbarschaft von Boston haben im Laufe dieser Woche Bittschristen zu Gunsten der Reform einges- ‘sendet; sie waren mit zahlreichen und ahtungswerthen Unters

{riften versehen: auf acht derselben hatten sich alle Gessiliché ey verschiedenen Kirchsplele unterzeichnet

daß ih mich anßerhalb meines Gefängnisses dem Urtheilsspruche des hohen Gerichtshofes nicht stellen werde; uttr in meinem Ge- fängniß werde i< mein früheres Betragen rechtfertigen ; das Beispiel des unglülichen Gaillards in Löwen, Voortmans in Gent und das Betragen der Menschen, die mich angefallen ha- ben, macht meinen Entschluß unerschütterlich. Jch ivage es, zu hoffen, mein Herr Regent, daß Sie meine Borstcht billigen und demgemäße Befehle ertheilen werden.“ Der hiesige Belgische Verein hat eine Proclamation an die Bewohner von Brüssel erlassen, iu welcher er sle zur Ruhe und Achtung gegen das Ge- seß ermahnt, unter dessen Schuß der Oberst Borremans stehe.

*) Daß diese Vermuthung ringetroffen, ergeben die Varlamentse Verhandlungen vom 19ten:

ehemals gehörigen Güter, die Kirchen selbst, die Zehenten, die Verpflichtung der Gemeinden, die Kirchen - Gebäude in bauliche Zustande zu erhalten, die Utenfilien des Got- tesdiensites, auch den Unterhalt der Küster u. #. f. zu beschaffen, alles dies ist fraft des Eroberungs-Rechtes der katholischen Kirche gènomnien und zum Eigenthume der anglikanischen gemacht wor- den. In Deutschland hat der dreißigjährige Krieg vor mehr als anderthalb hundert Jahren und in neuerer Zeit die vernünf- tige Bildung mit sich geführt, daß einem Lande oder einer Pröò- vinz, Stadt, Dorf die der Kirche ihrer Bevölkerung gehö- rigen Güter belassen worden sind, oder daß atif andere Weise für das Bedtirfniß des Kultus gesorgt worben ist, Selbst die Türken haben den hnen unterworfenen Ehristen-