1831 / 180 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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¡tÉcÄf l i}én und Rechten des i i j treitfráfté | sprechend, auch den Wünschen, Befugnis

lênfa, andererseits die no< immer sehr bedeutenden S SGeendi- | freien Schweizers zusagen. Streben

Besseren und Zeitgemäßen nicht auf halbem Wege | ben, soll es wirken I An 5 Rg terlandes, so muß ein frästigeres ZU|a1 D Í selben Bundes erstehen, damit der Bundesstaat aus den engen

Gränzen der Halbheit u , Î einem áhten und festen Nationalgelsl, aus dem allein wahrhafte

des Feindes uns jet feine schnelle und günstig t: A G = ; da aitßerordeut- gung unserer Sache versprechen, ohne F Porte 14K

liche Maaßregein angewandt, außerordentlich ih erfolglos er- werden, welche, wenn sie vereinzelt werden, f ) Een {öpfen möchten, so beschloß ich, meinen BorsOas L er neuen den gegenwärtigen Umständen anzupassen Un? D die Reichs- Form beim Marschallsstave einzureichen. Wel! Ie dieses Monats tags- Kommissionen, denen er shou am Anfang L aeaile zur Untersuchung überwiesen wurde, P E R unterwerfe dringenden Geseg - Entwürfen zu sehr be) A l! Ls die Koms: O ene E e Drang L ganzen Nation, missioneu es prüfen, hiermit der F ; A C

e Mrigina für ‘mie der beste Fingerzeig sehn ry E es ferner unterfiüben oder zurüuehmen soll, da i L GLE 0 liebe, sondern Liebe zun! Mitariguee css mir E

Der Hauyt - Fnhalt diefes Geseg - Entwurfes „ist O | Das Königreich Polen wird ais im AROE nes O nen Aufstandes in Masse besiudtich erklärt, Dts R its- nahme, der zu den Waffen tauglich ift, wird verpflichtet, sich auf irgend eine beliebige Weise auszuri sten. Jeder L Stadt - Yrásident , der bei Gesundheit Ms Krästen isi, sol | h an die Spige der Bauern oder Städte-Bewohner stellen, die M Kriegsdiensi fähig und mit Senjeu, Pifen, Nexten, A n und Dreschflegeln versehen sind. Greise, Kinder und Weiber bei dem heimathlichen Heerd zuctickgelassen werden, die

vllen i A s H en übrige Bevölkerung aber soll so viel Lebensmittel, als sie bedarf, auf mit Rindvieh bespannten Wagen mit sich nehmen

einde entgegeuziehen. Die Wojewodschaft Krakau i es Wojewodschaft Sandomir und mit diejer vereint ins Lubliushe eindringen; die Kalischer follen ne Plozk sche tund Masowiscze und dann zusammen 1 die Wozewod- \chasten Podlachien und Auzustowo einructen und o, zur Seite der Linien - Trnppen, den Feind immer weiter zurück- drángen uad ihn entweder, indem sle ihn von allen Seiten um- geben, völlig aufreiben oder, wenn üdtziel n v Wojewodschaft zu Wojewodschaft bis zu den äußersten Granzen des alten Polens verfolgen. Die Bevöikerung des Mosaischen Glanbensbefenntnisses soll, wenn sle mit gleichem Eifer und mit gleicher Hinaebung in Masse an diesem Zuge Theil nimmt, ent: weder das Bürgerrecht oder besondere ihrer Nation am meien eiatráäaliche Privilegien erhalten, wie es nach gemeinsamer Uedber- einfunft für das Zweckmäßigste erachtet werden würde. Die Banern follen &rund-Eigezthum erhalten, aber ohne Beeinträc- tigung des Privat - Eigenthums. Die Art und Weise der Éin- theilung dieser Ütassen in Kolonnen und Notten, ihre Organisa- tion! und die Ausführung der ganzen Bewegung soil der Natio- nal: Regierung, dem Generalissimus und dem Patriotismus aller olen anheimgestellt werden. 0 60 E “Das Blatt ‘AdecttaPoten macht cinem Landboten Borwüirse derüber, daß er in der Kammer erflárt habe, in der Schlacht bei Osirolenka hätte bloß der Adel sein Blut vergossen und sich sgezeichuct. / E a der Staats-Zeitung fordert ein Bürger den Munis zipal:Rath auf, vorher Re<hnung úber die Berwendung der frü- heren Kollefte zur Bewaffnung und Uniformirung von LUruppel, welche über eine Million Gulden betcug, abzulegen, ehe man die neu geforderten Beiträge zur Organisation eines Bataillons und einer Compagnie Jäger einziehe, damit die Bewohner Warschau?s do<h wüßten, wem sle für die treffliche Sparsamkeit Dank \{ul- dig seyen. .

n der Polnischen Zeitung heißt es, daß vor furzem einer der vermögendsten Jfraeliten, unter dem Vorwande , die Räder im Auslande zu gebrauchen, scine 3 Milliouen Gulden betragenden Kapitalien in Gold und Silber aus Warschau fort: geschaft habe; die genannte Zeitung fordert die Regierung auf, denselben fesinehmen zu lassen, als Landesverräther dem Arm der Gerechtigkeit zu überliefern und sein Geld zum Besien des Staats in Beschlag zu nehmen. :

S Warsebauer Kurier wird eine Schrift : „„Bemer- fungen über die Dienfiboten und Tagelöhner der Hauptstadt 9arshan‘/, angekündigt, worin die Unzulänglichkeit der bisheri- gen Einrichttingen des Gesinde:Bureaus nachgewiejen und Verbes- serungen vorgeschlagen werden, „Aus dieser Schrift“, heißt es, „geht hervor, daß jenes Bureau binnen 4 Jahren ein Einkom: men von 446,875 Fl. hatte; davon wurden verwandt für die

Bedürfnisse des Bureaus 342,679 Fl, für das Institut zu St. Lazarus, das Arbeitshaus und das Justitut für sittlih verwahr- lose Kinder 42,962 Fl. und 46,000 Fl, auf Hypotheken ausge- liehen. An Gehaltszuschüssen erhielten der Vice-Präsident 5000 Fl, ‘der Generals Secretair 3000 Fl. , der Polizei-Adjunkt 1200 Fl, u. a, m. Zu geheimen Ausgaben empfing der Vice-Präsident $000 Fl. Der Verfasser {lägt nun vor, daß die Inspection über die Dienstboten den Bezirks- Kommissarien unter Leitung des Municipal - Amts und der Kontrolle von Búürger- Comités

übergeben werden solle.“

Dánemarfk.

Kopenhagen, 21. Juni. Bon der in Folge des Königl. Pa- tents vom 6ten April 1818 zur Bestimmung des Quartalkurses angeordneten bestandigen Kommisston ift der Cours, nach welchem Reichsbaukzettel in den Monaten Fuli, August und Sept. 1831 in allen Bezahliugen in Silber, die in Folge des bemeldeten Pa- teuts mit NReichsbaukzetteln gemacht werden fönnen, zu 2067 gegen 1009 Spec. oder 200 Nbthlr. Silber bestimmt, so daß 1 Nothlc, in allen vorkommenden Fällen mit 1 Rbthir. 3 Sch. in Neichébankzetteln und Zeichen bezahlt werden kanu.

WeutMW!l ano.

Altona, 23. Juni. Die von den hiesigen Eintoohnern gehegte Hoffnung, daß Se. Maj, der König Jhren Aufenthalt in unserer Stadt noch um einen Tag verlangern würden, it leider unerfüllt geblieben, da der Plan der Reise zu bestimmt war, und diefen Morgen haven Allerhöchstdieselben Altona wie- der veclassen und die Reise nah Kiel fortgeseßt, woselbst Sie

wenn er sich zurückzieht, ibn von L

wártigen Staaten I R L, die Fahrhunderte hindur das u- eschwächte Eigenthum unserer i : Wu) S dafür E fich L allen Gauen der Eidgenosseuschaft die öffentliche Meinung laut aus, ie die 11 unserer neuen Staatsverfassung niedergelegt ist, even so hat sich auch die Nothwendigkeit dafür vei unserem großen Rathe kräftig ausgedrückt. 1 1 : ochmoh l: geboren das ergebenc Ansuchen richten, all sämmtliche eidgeuo}}l: \ce Stände die Einladung ecgehen lassen zu wollen: 1hr / die bevorstehende ordentliche Tagsaßung abiuordnenden Gesandten über die Art und Weise Justruction zu ertheilen, 1 hwe zerische Bundesverfafsung revidirt tund eiue fräftigere dem 250hl | der aanzen Schweiz zusagende Ceztralisation hervorgernfeu wer: | den föónne? und mit dieser Litte veroiuden wir deu LUusdruck | vollkommenster Hochachtung, wobci wir uns beiderjeitig dem gott- | lichen Machtschuye bestens anenipfehlen. Mai 1831. Staats-Schreiber :

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rathe durch das Organ einer aus seiner Mitte abgeordneten De-

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rung zurücfzewiesen wurde, üibernahnmen nelierdings bis zu den náchislens eintretenden verfassungsmnäßizen Wahlen ihre früheren Stellea, und nachdem der Feldzug mit einigen Verhaftungen sein Ziel erreicht hatte, fehrte das Expeditions - Bataillon heute

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paguieen scheinen bestimmt zu sehu, | ilen | Garnisonsdienst zu versehen, vermuthlich bis der 1 furzein ein- zuleitende Untersuchungs - Prozeß über den tigny geschlossen seyn wird.“

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fen die unbedingtesten Unterwerfungen ein; die Ortsbehörden, j

aus Kroaten bestehen. < Noth und dem Geldmangel, der Stadt {wer wird,

Niemand, daß unter den gegenwärtigen Umständen cine vollige und augenblickliche Räumung der Legationen durch die sremden Truppen Gefahr bringen und den ruhigen Fortgang der Berbes- serungen, die man sich verspricht, von neuen aufhalten fonute. Die Thatsache, daß an verschiedenen Oesterreichischen Truppen verlassenen Orte1 gebrochen sind, ser Gefahr.

Klassen viel Elend herrscht, giebt es natürlich viel Mißvergnügte. Kaum war die Notification des Kardinals Bernetti wegen Ein- seßung befan] n während der Nacht an die Mauern Drohbriefe gegen diejeuigen angeheftet wurden, welche die ihnen angebotenen Stellen annch- men würden. V |

dadurch oder dur< sonstige persönliche Gründe vewogen worden ist, diese Stelle auszuschlagen, weiß man nicht gewiß. Erleich- terung der {hweren Lasten, welche alle Klassen, die niederen, drücken, und ungestörte Geschäfts - Id thätigfeit sind es, was unseren Provinzen | einer plöblichen Stockung sih ueuen Lebens zu ersreuen und die

| fh bestärfen und man die Ueberzeugung gewinnen würde,

1118

Soll aber dieses Streben nach dem ehen blei-

1d Frommen des gesammten Va- fen der Glieder des-

si< erhebe zu einem starken Ganzen, zu

f 3 j ie Wohlfahrt für Zeitgenossen , i

und umfassende Vaterlandsliebe, die Bohl} M A L A E unnd e wut erblühen kann und welcher jene Achtung der aus: fprüche auf das Bertranen der Nation gebracht hab, d / : i Q Oer Boston- Zeitung heißt es: „Lie neuesty

Aîtvordern wax. Daß dem also

und so wie dieser Wunsch in

Bon ihm beauftragt, sollen wir au Ero, Hochwoh!- ihren auf

wie die Schwei-

j Frauenjeld, den 25. | Der Präsident des kleinen Rathes: Morell. Der Meorikofer.‘‘ Î

Bern, 20. Juni. Aus Sitten vom lten d. wird ge- |

meldet: „Das Einrücken der bewaffneten Macht und die erniî- hafte Haltung derselben in Martiguh : unbengsamen Gemüther bezwungen, welche biéher dem mahnen- den Zuspruch und den obrigfeitlichen Proclamatiouen unzugáng: lich waren. 1 Felditi und die dem Anschein nach schlagfertige Stellung des seit jemer 0 eb ; 1E L rer Wichtigkeit immer medr anerfaunnt.

aud die

(L A)

haben nunmehr

Die mit brennender Lunte aufgepflanzten Feldftucte infunst auf dem Hauptplage vou Martignh unter Zelten laer 2 en Bataillons waren ganz geeignet, der lezten von dem Laud-

utation an die hartnäckigsten der Ruhestörer erlassenen Nussor erung einen erwünschten Erfolg zu verschaffen. Unverzüglich lie-

eren furz vorher ängstlich eingereichte Entlassung von der Negie-

Bloß zwei Com-

ierher zucü>, um morgen aufgelöst zu werden. N Ur

hier einstweilen eine

Aufstand von Mar-

Stati en Bologna, 18. Juni. Unsere Stadt ist noh

on den Oesterreichischen Truppen beseßt, welche größtentheils Wenn schon es, bei der herrschenden die Kosten

úr die Besazung allein zu tragen, so verhehlt sich andererseits doch

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faum von den Kaiserl. wieder Unruhen aus- spricht nur zu sehr für das Vorhandenseyn die- Die Gerüchte von neuen Unruhen, die hier m Werfe seyn sollten, waren wahrscheinli<h übertrieben, vohl aber nicht ohne allen Grund. Wo unter den niederen

des neuen Verwaltungs - Raths bekannt geworden, als Ob der zum Prolegaten ernannte Graf Davia

am meisten aber Gewerb- Noth thut, um uach

tiefen Wunden, welche die Vorgänge der legten Monate dem Of- fentlihen und Privatleben geschlagen haben, zu heilen. Die Nachrichten von den Vorschlägen, welche, dem Vernehmen na, Sr. Heiligkeit von den Gesandten der großen Mächte hinsichtlich der in der Verwaltung des Kirchenstaats künftig vorzunehmenden Verände- rungen gemacht worden sind und bereits die Pápsil, Genchmigung erhalten haben sollen, haben daher die allgemeine Erwartung rege gemaht. Eine Reform der Justiz- und Municipal-Verfaf-

rivisegien der Bank der Vereinigten Staaten; er tyi fh dei Plan vor, éine National: Geld - Aristokcatie zu bij den, und erhebt si<h besonders gegen seinen Entschluß, iy Widerspruch mit seinen eigenen öffentlich eingestandenen Grund, säßen, als Kandidat für die nächste Prásidenten - Wahl aufzutn ten. Nachdem Herr Miller erklärt, daß die angeführten Gründ die Partei des Präsidenten zu verlas} fügt er hinzu, daß dessen ganze NBerwaltung, seiner, des Schr General Fackfson um alle An}

ihn bestimmt hätten,

bers, Ansicht nah,

Briefe aus Paris melden, daß Aussichten vorhandeu sind, vy der durch den König der Franzosen eingeseßteu Kommission zy Untersuchung der Amerikanischen Ansprtiche au Frankreich, einy dem Amerikanischen ] die baldige Abmachung dieser Anzelegenheit erwarten zu konnen,

N Î ein baares Kapital von 240,039 Umlauf für den Betrag von 1,017,910 Dollars,

lenz, ist gesiern früh un1

den

Juteresse günsiigen Bericht und Überhauy

Die im Bezirk ven Columbien besicheuden 9 verschiedeny

Baukeu besaßen zusammen, nach deu lebten amtlichen Berichtus Dollars und hatten Noten 1

Fn Hani Nachrichten aus Stettin zufoly

Zuni.

Berlin, 29.

hat der Staat uad insbesondere die Provinz Pommern ein großen und schmerzlichen Verlust erlitten; der Wirkliche Gehein Nath und Ober-Präsident von Pommern, Herr Pr. Sack Exc 12 Uhr daselbst mit Tode abgegangnsi

Der in Görliß wohnende Herr von Schrickel hat y

Ehren feiner verstorbenen Ehegattin der dortigen Elementarschi 500) Rihlr, und der Armen- und Waisenhaus- Kasse 300 Rth|

geschenkt.

Aus Achen wird gemeldet: Durch die Thätigkeit

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zu heben ;

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N Paris, 23. Juni. Ÿ Abends wohlbehalten in Kolmar eingetroffen.

beiden Schul -Fnspektoren Liely und Küches beginnt jeßt uf | Sczulwesen auch in den Land-Gemeinden des Kreises 10 | die Sommersd rden ebenfalls in f : Ffrançgais Hrn, die Sommersculen „werden, eben\ F folger des General Guilleminot in Konstantinopel.

Allgém

einé

reußishe Staats-Zei

[Ung.

Nf 180.

Berlin, Freitag den 1a Fuli.

BRÉZOS T C gee grnane

1831.

A AE

Amtlihe Nachrichten.

Mog Le TALCL

| Abgereist: Se. Exc. der Königl. Schwedische General-Lieu- Ï tenant und Mitglied des Conseils, Graf von Löwenhjelm,

[0

5 nah Karlsbad.

Zeitungs-Nachrichten.

Ausland.

Franfkreidch.

Se. Majestät der König sind am 21sten

(S. unten den Artifel Straßburg.)

| Der Courrier srançais neunt Hrn, Perceval als Nach-

<1

{ Herr von Saint - Aulaire der Sohn is mit Depeschen nah

* E) F Rom abgegangen. Der Minister der auswärtigen Angelegeu- Ï heiten erhielt gestern dur< einen Courier aus dem Haag Depe-

C0010: 0M

Die Sperre des Danziger Gebiets auf der in gen Blatte dieser Zeitung näher angegebenen Linie vor dem Eintreffen der dazu fommandirten Truppen gestellte Wachteu von Landienten gehandhabt worden. Den leuten Nachrichten aus Gallizien zufolge, is die Ch lera bis Jaroslaw auf der Chaussee von Lemberg nah K fau vorgedrungen; dagegen hat sich die Nachricht ihres Erst nens im Tarnower Kreise nicht bestätigt.

Der Dresdner Anzeiger enthält folgende Befkanntn dung der wegen der Maaßregeln zu Abwehr der Cholera geol neten Lokal - Kommission, vom 2sten Juni: „Es sind in d lezten Tagen in zwei Preußischen Gränzdörfern bei Großenhz zwei Personen erkrankt und gestorben uud haden, weil bei ihud nach der Anzeige einer ärztlichen Perfon daselbst, Erbrechen u Diarrhoe stattgesunden, ‘die Nusmerksamkeit der dortigen nigl. Sächsischen Behörden erregt. Die angezeigten ubri Symptome der Krankheit dieser Perfonen sind aber, nah d Auss\pruche der darüber befragten Herren Hof- und Medicini räthe allhier, von der Art, daß durchaus nicht eine der A hen Cholera ähniiche Krankheit, sondern nur eme Unterlei entzundung vorhanden gewesen sehn kaun. Unterzeichnete Kot mission finder sich verpflichtet , das Publikum hiervon zu bend richtigen, damit die hiesigen Einwohner nicht duxch falsche | rüchte und dur< die Anfunft von Fremden aus dorti Gegend zum bevorstehenden Fahrmarft si< in Unruhe (l lassen.‘

dent gest ist - bere dur al

Schauspiele.

Fm Schauspielhause : Fmprot) I. Abtheilung: 1) D

Königliche Donnerstag, 30. Juni. tion von Herrn Dr. Langenschwarz. ; gz: 4) türe. 2) Mündlich - epische Fmprovisation in drei bis vier schiedenen Bersarten, von Hrn. Dr. Langenschwarz. (Died gaben'zu den Dichtungen können aus dem Gebiete der Geschit Philosophie und Phantasie genommen werden. Es wird ersu re<t viele Stoffe, sowohl ernsten als humoristischen uh auf fleine Blätter geschrieben, in die an der Kontrolle des S spielhauses aufgestellten Vasen zu legen.) Il, Abtheilung: Kammerdiener, Posse in 4 Abtheilungen, von Leitershf 1II. Abtheilung: 1) Große Shmphonie, neu fomponirt vom nigl. Kammer-Musikus Herrn H. Rieß. 2) Lyrische Jmbpr! tion des Hrn. Dr. Langenschwarz. Derselbe wird drei Gel zugleich an drei Schreiber laut diftiren, und, während er bed dig unter ihnen wechselt, einen vierten Stoff selbst nieder beu, wozu in die zweite Vase recht viele Stosfe erbeten wi! 3) Humoristische Jmprovisation in Sächsischem Volks: Dil! von Hrn. Dr. Langenschwarz.

sung, eine geregeltere Verwaltung des Schayes und der Staats- \hulden, Abschaffung einiger, Erleichterung vieler Abgaben, Auf- hebung der Monopole und endlich die Zulassung der Laien zu den oberen Staatsámtern , die bisher nur im Besiße der höhe- ren Geistlichkeit waren, werden als die wichtigsten Punkte ge- nannt. Es is außer Zweifel, daß dur folche Verbesserungen alle no< verborgene Gährungsstoffe weggeräumt werden, das Bertrauen in die milden und väterlichen Absichten der Os der heilige Vater ,- dessen wohlwollende persönliche Gesinnungen allgemein befannt sind, die Bedürfnisse des Bolfs erfaunt hat und den Aufang seiner Regierung auch zu dem einer giüictlicen Epoche für seine Unterthanen machen will, “Nicht blof auf die diesseitigen Provinzen solien sich diese wichtigen Beränderunzen beschränken, sondern si< auch auf die Mark, die Delegationen,

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das Patrimouio di San Pietro und die Hauptstadt erstre>en.

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.

noch diesen Abend eiuzutreffen beabsichtigen,

Mainz, 24. Juni. Die hiesige Zeitung meldet: „Am 99ften d, N. fam die Herzogin von Berry, im strengsten JFn- focnito, mter dem Namen einer ‘$ráäfin von Sagana, im hie- sigen Gasthofe zur Stadt Paris an, und seßte heute ihre Reise

weiter na<h Mannheim fort. ‘“ S0 wt: 11.

Zúür<, 22. Juni, Der fleine Rath des Kantons Thur- gau bat folgende Zuschrift bei dem hohen Bororte eingereiht:

„Die neueste Zeit, so rei an mannigfachen Ergebnissen, bat au< in unserem engeren Vaterlande ihre Rechte geübt. Beinahe in allen Kantonen der Schweiz hat si< die Ordnung der Dinge umgefialtet; neun volksthümlihe Verfassungen sind ins Ecben gemetien, die, so wie den Unforderungen dex Zeit ent-

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Nero- York, 19. Mai. Cin an das Pnblifum gerichtetes Schreiben des Richters Miller, eines allgemein hochgeschäßten und sehr einflußreichen Mannes, der zeither zu den Häuptern der Jacksouschen Partei gezählt wurde, hat großes Aufsehen er- regt. Der Verfasser spricht si nämlih unumwunden gegen den dermaligen Präsidenten gus und wirft ihm namentlich seine Maaßregeln gegen die Judianer in den südlichen Provinzen, fo wie sein Verfahren in Bezug der großen Shsteine der inneren Verbesserungen und des Zoll-Tarifs, vor; er beschuldigt ihn fer- ner, daß er unausgeseßt Angriffe auf die Unabhängigkeit der Richter mache ; bezeichnet seine Diensternennungen als unpassend und spricht von einem Mißbrauch seines Vorrechtes bei Anstel- lung von Beamten; ni<t minder tadelt er die Opposi-

Königstädtisches Theater. ; Donnerstag, 30. Funi. Graf Ory, komische Oper ‘in 2 ten: Musik von Rossini. (Dlle. Vio wird vor ihrer Url reise hierin zum legtenmale auftreten.)

Auswärtige Börsen. 27 Juli

Hamburg, j Oesterr. 5proc. Metall. 824. à 4; proc. 705. Bank -ÀA Hamb. Uert. 87

1047. Russ. Eog!. Anl. 884. Russ, Aul SUZ, Poln S6

London, 24. Juni. Dras. 51. Russ. 92

Mex. 40. Port. 48

3Zproc. Cons. 821.

Wien, 241. Juni. 4 M 5proc. Meta!!, 80,7. Aproc. 69. Loose zu 100 FI. 1544, P O Jie 1 144.

E E

NEUESTE BŒRSEN“-N ACEHRICKHTEN,

Paris, 23. Juni. 5proc. Rente lin cour. 83. 85. sin cour. 60, 55. 5proc, nette Anleihe ‘der 120 Mill. 88. 75. 5 Neapol. lin cour. 69. H5proc. Span. Rente perp. 524

Frankfurt a. M., 26. Juni. Desterr. 5proc. Metall, áproc. 692, G. 2proc. 425. 1proc. 135. Br. Bank - A 1230. Partial: Obl. 1152. G. Loofe zu 100 Fl. 1563. Pol compt. 423. 425.

Redacteux Fohn. Mitredacteur Cottel. N P E Pa

tion des Prásldenten gegen die erneuerte Bestätigung der

Gedru>t bei A. W, Hay!

À hen, deren Jnhalt von höchster Wichtigkeit seyn soll.

: Der Kaiser Dom Pedro ist am 21sten d. in Rotten ange- fommen, und wollte, wie es hieß, unter dem Namen eines Her- zogs v. Braganza, über Calais nach London reisen ; die Kaiserin ist einstweilen in Cherbourg geblieben.

Dem Temps zufolge hat die Regierung auf den Antrag des Práfekten des Dep. des Herault die Organisation der Na- tional-Garde in Montpellier einstweilen suspendirt.

Seit vorgestern werden auf den hiesigeu Mairicen die Juli- Decorationen an die Jnhaber vertheilt, welche den vorgeschriebe- üen Eid leisten.

Der Präfekt der Niederen Loire und der Maire von Nantes sollen ihren Abschied genommen haben,

Die Mission, die das in der Nacht vom {14ten auf-den 15ten d. M. nach Toulon zurückgekehrte Dampfboot „Sphinx““ zu verrichten hatte, ist auf eine so merkwürdig rashe Weise be- werksielligt worden, daß es nicht uninteressant seyn möchte, uo<< einmal darauf zurückzukommen. Das Schiff verließ die Rhede von Toulon am 10ten um 2 Uhr Nachmittags; am 12ten um 2 Uhr Morgens lief es in den Hafen von Civita - Vec- wia ein. Der Capitain und no< ein anderer Offizier nahnien, nachdem sle einige Stunden der Ruhe genossen, Post- pfetde, und langten um 4 Uhr Abends in Rom an, un dem dortigen Französischen Botschafter die für ihn beftimmten Depe- hen, die mittelst des Telegraphen von Paris nah Toulon ge- langt waren, einzuhändigen. Dieser traute seinen Augen kaum, als er cine Verfügung ans Paris las, die nur 50 Stunden alt war. Ju vier Stunden fonnte er bereits die verlangte Antwort daranf ertheilen. Die Ueberbringer benußten diese Zeit, um die Merkwürdigkeiten der Stadt zu beshauen. Um 8 Uhr, nach ingenommenem Mitagsmahle, kehrten sle nah Civita-Becchia zu- r, wo sie am 13ten gegen 6 Uhr Morgens eintrafen. Um 11 Uhr ging das Schiff wieder unter Segel und am 14ten um Mitternacht traf es auf der Touloner Rhede ein, von wo aus um folgenden Morgen um 4 Uhr die Depeschen mittelst des Te- legraphen na< Paris befördert wurden. Junerhalb 110 Stunse den hatte man also bereits in Paris Antwort aus Rom auf ein dorthin erlassenes Schreiben.

Der Constitutionnel enthielt gestern einen langen Artikel iber die Jtaliänischen Angelegenheiten, worin er von einer an- geblichen Randnote des Französischen Botschafters in Neapel, Marquis von Latour-Maubourg, als Antwort auf ein Schreiben pra, das die Chefs der Fnsurgenten in Bologna im Januar d. J. an ihn gerichtet hatten, um ihn über das Berhalten Frank- cihs für den Fall einer Revolution in der Romagna zu befra- jen, Diese Antwort sollte ein oder zwei Tage vor dem Aus- ruhe der Revolution in Bologna eingetroffen sehn und also ge- lautet haben: „Franfreih wird si<, dem von ihm aufgestellten hstem gemäß, für das Princip der Nicht-Einmischung in allen Fällen und unter jeder wohlorganisirten Regierung verbürgen. ““ Das gedachte Blatt gab ferner in jenem Artikel zu ver- ehen, daß der Französishe Geschäftsträger in Florenz, Herr von Ganay, um dieselbe Zeit den Bolognesischen Jusurgen- en den Schuß Frankreichs verheißen / gehabt habe; daß dem Grafen Sebastiani die Sprache dieser beiden diplo-

"Wmatishen Agenten nicht unbekannt gewesen sey, und daß er

dur< die Nicht - Abberufung derselben ihr Betragen stillschwei- gend gebilligt habe. Jn Bezug auf diese verschiedenen Angaben agt heute der Moniteur: „Wir find zu der Erklärung ermäch- igt, daß alle diese Behauptungen fals< sind. Herr von Latour- Maubourg hat niemals eine Randnote zu einem ihm übersandten Schreiben gemacht; Herr von Ganay hat niemals im Namen der Französishen Regierung irgend ein Versprechen abgegeben ; brigens wurde damals Frankreih in Florenz auch nicht von Herrn von Ganay, sondern von Herrn de la Noue reprásentirt ; ndlih hat au< der Minister der auswärtigen Angelegenheiten don den Jnsurrections-Plánen in Bologna vorher durchaus keine Kenntniß gehabt; erst durch die That selbst ist er davon unter- ihtet worden. “/

Die Königl. Akademie der Wissenschaften wird am 27sten d, M. in ihrer öffentlichen Jahres - Sipung zur Bertheilung der dreise schreiten ; Baron Cuvier wird bei dieser Gelegenheit Lob- eden auf die verstorbenen Mitglieder der Akademie, von La- d und Vauquelin, und Professor Arago eine solche auf Volta alten,

Paris, 21. Juni, Die Juli-Revolution hat, wie n allen Elementen des politischen Lebens, so au< in dem hiesl- jen Yournalismus eine Umwälzung hervorgebracht, die sih mit edem Tage nach verschiedenen Richtungen hin konsequenter durch- führt und dem sle verfolgenden Beobachter ein eben so belehren:

des, als betrübendes Schauspiel darbie

Ihnen in Nachstehendem eine gedrängte Charakteristik dec Haupt- Organe der hiesigen periodischen Presse zu U E Ministerium Polignac waren die Journale der Hauptstadt in den

Händen zweier Parteien, deren eine si

Blättern, der Gazette de France, der Quotidienne und dem seit

der Nevolution wieder eingegangenen

gegenüber bildeten die Opposition das Journal des Débats, der Constitutionnel, der Courrier français, das Journal du Commerce, der Temps, der Messager des LYNares und der damals unlängst lls eine dreitägige Nevolution den Sturz des Polignacschen Ministeriums und mit ihm den des

erst aufgetretene National.

Thrones entschieden hatte, verstummten

tidienne, den Unwillen des Volkes sürchtend und erschüttert durch

den furchtbaren Ausgang des von der

ternehmens, auf einige Tage, und traten erst dann wieder auf, als ihnen von der damaligen Regierungs - Kommisston der Allmáälig belebte si< aufs

benöthigte Schuß zugesichert wurde. neue ihr Muth; sle erhoben ihre Stinu

timität und greifen jeßt die neue Ordnung der Dinge und den

jeßt regierenden Qweig der Bourbonen

an, womit die ultraliberalen Blätter ihre republikanischen Ansich- Die Gazette verfolgt ihren Hauptzwe>, den Umsturz der neuen Dynastie, nach zwei Systemen der Polemik.

ten proclamiren.

Das erste besteht darin, daß fle einersei

timitát, andererseits das der Volks-Souverainetät aufstellt, um beide na< ihren Resultaten zu beurtheilen; jenes habe Frankreich funfzehn Jahre der Wohlfahrt und Ruhe im Junern und des Ansehens im Auslandéè gegeben, durch das lebtere aber sey das Land um

beides gebracht worden ; die Erfahrung zei

stere das erhaltende und shtißende, das legtere aber das zerstörende und alle Interessen Preis gebende Princip sey. Aus dem Gegensabe und Kampfe dieser beiden Systeme sucht die Gazette alle Er- \heinungen der Gegenwart zu erklären, und findet die Quelle aller Hindernisse und Schwierigkeiten, welche der jeßigen Regierung entgegentreten, darin, daß diese ihren Ursprung der Volks-Souve-

rainetát verdanke; die Rettung des Sta

einzig und allein von der Wiederherstellung des monarchischen Princips, d. h. von der Thronbesteigung Heinrichs V, zu hoffen ; dies sind die Grundgedanfen des politischeu Raisounemenuts der

Gazette, die sie n den mannigfachsten

steht; fle entwickelt in dieser Dialektik allgemeiner Principien eine

Konjequenz und ein Talent, die selbst kennung finden. Diese haben ihr aber

ste vergesse, daß die von ihr vertheidigten Grundsäge, so wie sie

dieselben durchgeführt wissen wolle, in tion und den Untergang eines Thrones

vergebens entgegnet sie, die Schuld dieses Resultats liege allein an der Unfähigkeit des Ministeriums Polignac, denn sle selbst

seh häufig die Rathgeberin desselbeu gewes finde

des 25sten Juli in seiner ganzen V

Ein zweiter Weg, auf welchem die Gazette ihre Zwecke verfolgt, ist, daß sie auf die Grundsäge der ultraliberalen Blätter eingehet

und, nahdem das Princip der Voltks-S

gestellt worden, auch die fonsequente Durchführung desselben ver- langt und jede gemäßigte, auf eine Vermittelung der Extreme abzwecende Maaßregel der Regierung auf das Hestigste angreift ; sie hat dabei das vollflommene Bewußtseyn, daß jenes Princip

mit einer monarchischen Regierungsform wendig zur Nepublik führen muß.

meidlihen, die Nückkehr der vorigen

Durchgangspunkt, und je toller es daher in Frankreich hergeht, desto náher glaubt sle si< auch ihrem Ziele.

ihren Muth bewundern ; denn sollte die

ans Nuder kommen, so sind gewaltsame Reactionen gegen die Wenn es der Gazette darum das Ansehen einer parlamentarischen oder po- \{mälern, so

Karlistische Partei vorauszusehen. zu thun ift, litischen Notabilität zu

heren Schriften und Reden derselbe1

mit den jesigen Ansichten und Handlungen dessen, dem sle sha- Diese Taktik hat fte beson- ders häufig, und wie sich nicht läugnen läßt, mit Erfolg gegen die Defktrinairs angewendet. Die Quotidienne, unter dem Ministerium Villèle Organ der vom Grafen v. Labourdounahe geleiteten Fraktion der äußerslen rechten Seite der Deputirten- Kammer und als solches entschiedene Feindin jenes Ministers und der Gazette, hat si< später mit dieser ausgesöhnt und ver- | folgt feitdem dieselben Zwecke; was ihr an Talent des Raisonne- | ments abgeht, sucht sle durch Heftigkeit und Ungebührlichfeit im Ausdrue zu erseben, weshalb der Hauptredacteur derselben, Hr. v. Brian, seit der Revolution fast ununterbrochen im Gefäng- Mit bei weitem mehr Geschik und Geist wurde

den will, im Widerspruche stehen.

niß gesessen hat. | die Quotidienne früher von Michaud, chihte der Kreuzzuge, redigirt. m alten Neigungen behalten; sle ist noch eine eben so große

N

einen ur einzige aufrichtige Vertheidiger derx netten

riershen Verwaltung (seiner ni<ht würdige Bundesgeno}en be- sißt es an dem Nouveait Fournal de Paris und dem Messager

des Chambres); auf der andern Seite

der neuen Opposition:

in der Mitte shwanken hin und her der tutionnel. Das Fournal des Débat

Blatt z der jepige Haupt - Redacteur desselben, Herr Bertin der

Aeltere , begleitete 1815 Ludwig XVIII,

dort an der Nedaction des Moniteur Theil.

scheiden des Vicomte von Chateaubriand

sich der Plan zu den verhängnißvollen Verordnungen

Die lebtere hält sie daher auh, wie alle ihr gleichgeslnnten Rohalisten, für einen unver-

Freundin der Jesuiten, wie vordem. Unter den Blättern, welche unter dem Polignacschen Mini- sterium eine dichte Phalanx der Opposition bildeten, is seit der | Yuli - Revolution ein entschiedener Bruch eingetreten. Auf der Seite steht das Fournal des Débats, der erste und fast der

den Courrier français, das Journal du Commerce, den - National, die Tribune; zwischen beiden Extremen

tet, Fh will versuchen, Unter dem in den drei ministeriellen"

Universel aussprach; ihr

die Gazette und die Quo-

Negierung gewagten Un-

ne zu Gunsten der Legi-

mit derselben Hestigkeit

ts das Princip der Legi-

ge also, daß nur das er:

ats ift nah ihrer Ansicht

Formen einzukleiden ver-

bei ihren Gegnern Aner- andererseits eingewendet,

Franfkrei<h eine Revolu- zur Folge gehabt hätten; en und in ihren Koltnnen

oliständigfeit ausgeführt.

ouverainetät einmal auf-

unvereinbar ist und noth-

Dynastie vorbereitenden

Man muß hierbei jeßige Opposition jemals

hebt sie aus frü- 1 Stellen heraus, die

dem Verfasser der Ge- | übrigen hat sle ihre eben fo scheinheilig und

Dynastie und der Pé- sehen wir die Journale

Temps und der Consti: s ift ein alt-:rohalistisches

nah Gent, und nahm Seit dem Aus-

——

Villèle trat es zur Opposition über, bewahrte aber seine Anhäng- lichfeit an die Bourbonen und wollte uur den verderblichen Ein: fluß der Emigranten-Aristokratie und des Klerus bekämpfen, weil es die Gefahren voraussah, die dem Königthume drohten. Mit besonderer Wárme und Energie sprach es seine Besorgnisse über die Folgen jenes Einflusses am 9, August 1829, also einen Tag nach der Ernennung des Ministeriums Polignac, in einem durch den Prozeß, den es si{< dadur zuzog, “at (i geworde- nen Artikel aus, der mit dem Ausruf Vloß: ¿„Unglükliches Frankrei<h! Unglücklicher König! ‘/ Nur zu bald sind diese pro- phetischen Worte des Journal des Débats buchstäblich in Erfül- lung gegangen. Durch den Uebertritt dieses Blattes zur Oppo- sition wurde diese sihtbar geadelt und gehoben, indem es ihr einflußreihe Noyalisten , wie Agier und Delalot, und berühmte Staats-Redner und Gelehrten, wie Chateaubriand, RoyerzKollard, Guizot, Villemain u. A. m. zuführte. Daher auch der unversöhnliche Haß der Gazette gegen das Journal „der Abtrünnigen““, wie sle es nennt. Seit der leßten Revolution hat sich das Journal des Dé- bats offen der neuen Dhnastie angeschlossen, obschon es ihm s{wer geworden ist, seinen Schmerz über den Sturz des älteren Zweiges der Bourbonen zuunterdrücken und es gewtinscht hätte, daß man nicht so weit gegangen wäre, Wie früher, so sleht das Journal des Débats auch jeßt noch das einzige Heil für Frankreich in einem dur die Verfassung temperirten Königthume, und in dem innigen Ver- eine der drei Grund-Elemente des Staats, des monarchischen in der Person des Königs, des axistokratischen in der Pairs- und des demofratis<hen in der Wahl- Kammer. An Adel und Auf- richtigkeit der Gesinnung, an Ziexlichkeit und Feinheit im Style, so wie an Sorgfalt-in der ganzen Redaktion hat dieses Blatt von jeher unter den* hiéfigen Journalen unübertroffen dagestan- den. Der Messager des Chambres, der unter dem Mi- nisterium Martignac gegründet, und damals von Herrn Labiche, jesigemt Direktor einer Abtheilung im Ministerium des Junern geleitet wu-:de, hat seitdem an Ausehen verloren; in seiner Ta- gespolemit ift er ministeriell, wogegen er da, wo er selbstständig auftritt, so leiht alle Haltung und sogar allen Anstand ver- liert, daß er auf Achtung nur wenia Anspru. machen darf. Das Nouveau Journal de Paris enthält in einem gemäßigten und verständigen Sinne geschriebene Artikel, die ihm aus dem Ministerium des Jnnern eingesandt werden; es ist aber ohne Einfluß und Ansehen. Bedeutender in jeder Be- ziehung ist der Temps. Dieses, im Oktobec des Jahres 1829 unter „dem Patronate einiger siebenzig Deputirten der linken Seite und des linken Centrums entstandene, Blatt hatte si< na< seiner Angabe im April 1831 bereits nahe au 10,000 Abonnen- ten erworben. Gründer und Haupt-Redacteur desselben is Herr Jacques Coste, ein höchst talentvoller Publicist. Unter dem Villèleschen Ministerium gab er eine Zeit lang die geistreich ge- schriebenen tablettes universelles heraus und hat in neuerer Zeit sich von dem Vorwurf zu reinigen gesucht, dieselben an Hrn. von Villèle, den er darin angegriffen hatte, verkauft zu haben. Der Temps erkennt das Talent und die Energie des Herrn Ca- simir Périer an und sucht ihn an der Spive der Verwaltung zu erhalten, wünscht aber eine Modification der übrigen Mitglieder derselben und is namentlich ein heftiger Gegner des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten. Da er ferner den Ruf uicht aufgeben will, ein Blatt der linfen Seite zu seyn, so polemisirt er von Zeit zu Zeit gegen einzelne Maaßregeln der Verwaltung. Seinen Culminationspunkt hatte dieses Blatt vielleicht unter dem Ministerium Laffitte erreiht, wo es in einer Reihe von Artikeln die Frage über Krieg und Frieden, die damals an der Tagesordnung war, mit anusgezeichuetem Talente behandelte, Auch enthielt es damals unter dem Titcl: „Questions politi- ques“ einige Aufsäße des Abbé von Pradt, worin die tiefen Wunden, welche die Revolution dem gesellschaftlichen Zustande geschlagen, mit großem Scharfsinn aufgede>t wurden. Auch der Constitutionnel ist niht mehr unbedingt als ein Opposi- tionsblatt zu betrachten; in vielen Fragen tritt er auf die Seite des Ministeriums oder nimmt, wenn er si< nit bestimmt aus- sprechen will, an der Tagespolemik gar keinen Antheil; überall zeigt er sl geneigt, das Ministerium zu unterstüßen, insoweit dies ge- schehen fann, ohne mit der Opposition ganz zu brechen, von der er wegen seines s{wankenden Charakters wiederholt angegriffen worden ist. Einen vollkommen trostloseu Anblick gewähren die eigentli= <en Oppositionsblätter, die jeden Morgen mit erneuter Wuth das Ministerium angreifen und dabei voi Brundsáäbßen ausgehen, die unter jeder Staatsform, selbst unter der republikanischen, subver- siv zu nenneu wären. Alle Nüancen, durch welche diese Blät ter srüher von einander unterschieden waren, sind jest vers<wun- den und sie streben vereint nah einem Ziele, dem Umsturze des Bestehenden. Die beiden lteren unter ihnen, das Journal du Commerce und der Courrier français, gehen in ihrer leidens<aft: liheu Verblendung so weit, daß sie oft ihre bessere Ueberzeugung unterdrücken und si< s{<ämen, etwas Gutes an der Verwaltung anzuerkennen. Das erstere Blatt enthält, seinem Titel gemäß, häufig Aufsäte über Finanzen und Handel, die einer gewissen Autorität genießen; doch selbst hierin läßt es sh zuweilen von der Gewohnheit seiner shstematischen Opposition gegen den jeßigen Finanzminister verleiten und tadelt anerkannt gute Maaßregeln desselben, so z, B. neuerlih die Ausstellung der Renten au porteurz; gründlicher ist sein Tadel in den zahlreichen Auf- säßen, worin es das Französsshe Zoll - Shstem bekämpft. Der Courrier français hat seine besten Mitarbei- ter, die Herren Keratry,- v. Pradt und Benjamin Constant ver- loren, und is seitdem nur um so zügelloser. Der National náchst der Tribune vielleicht das liberalste von allen hiesigen Blättern, und für welches früher der jebige Staatsrath Thiers mit Feuer und Geist geschriebene Artikel lieferte, steht mit Hrn. Odilon-Barrot in Verbindung und wird jegt von Hrn. Carrel einem begabten, aber höchst exaltirten Manne, redigirt. Wegen des wilden Ungestüms, womit der National geschrieben is, wird dieses Blatt besonders von der Jugend viel gelesen und übt auf diese den verderblichsten Einfluß. Die Tribune, zu welcher Pro-

aus dem Ministerium

fessor Daunou, Deputirter von der äußersten Linken, in Beziehun-

S E B A I R T D.

f gr nE 4 S - ate