1831 / 185 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Wir haben o wenige und #6 ohnmäshtige Feinde, daß sle feiner Berücksichtigung I Vg Re Rei indessen bewacht sie, als wáren sie zahlrei und ftark. enn wir aber von unseren Feinden nichts zu besorgen haben, so haben wir von uns selbst viel zu fürchten für den heiligen Enthusiasmus unserer Vaterlands- liebe und der Liebe für Freiheit und National- Ehre, die uns zu den Waffen riesen. Euer edles Betragen indessen und Eure Mäßigung nah dem Siege werden allen Nationen der Welt zum Muster dienen. Verdunkelt den Ruhm nicht au< nur duc< den min- desten Fle>en und fahret fort, Euch gegenseitig mit weisem und großsinnigem'Rath beizustehen. Das nun freie Brasilien wird zeigen, daß es ganz anders ist, als es bisher zu sehn schien. Das Gesey beginnt unter uns zu herrschen ; achtet seine Macht und die sie ausübenden Behörden und überlaßt es leyteren, für ge- segliche Abhúulfe zu sorgen. Wir sind frei, laßt uns auth gere<t sehn. Heil der Brasilianischen Nation! Heil der Verfassung! Lange lebe der verfassungsmáßige Kaiser Dom Pedro 1, * Fm Palast der Regierung, den 13. April.

Marquis de Caravellos.

Nicolao Pereira de Campos Vergueiro.

Francisco de Lima e Silva,

Visconde de Gonimi,“

Die leyten in England eingelaufenen Nachrichten aus Rio Raneiro gehen bis zum 26. April und aus Bahia bis zum 3. Mai. Diesem zufolge, war an beiden Orten die Ruhe völlig wiederhergestellt, und man hoffte, sie fortdauern zu sehen. Am 3, Mai, hieß es, würden die Brasilianischen Kammern zusam- menfommen, um Alles fest zu begründen. Einige der vor der Revolution aktiven Minister, welche sie dur< ihr unkfluges Be- tragen und ihre Unpopularität beschleunigt hatten, waren um Zjáährigen Urlaub eingekommen, in der Absicht, wie hinzugefügt wird, si< nah Frankreich zu begeben. Man hat ihrem Gesuche sehr gern gewillfahrt. Jn Bahia waren alle einheimische Kauf- leute, die man von dort verwiesen hatte, wieder zurückgekehrt, und die Geschäfte gingen wieder ihren früheren Gang.

Die provisorishe Regierung hat im Namen des Kaisers ein Dekret erlassen, in Folge dessen allen Brasilianischen für politi: he Vergehen angeklagten und verurtheilten Fndividnen, so wie allen desertirten Soldaten, verziehen wird.

Eine Note des. Kriegs-Ministers und drei amtliche Procla- mationen an die Truppen und an das Volk fordern zu öffentli:

#9

derjenigen Stadttheile in Danzig, in welchen während der 4

(RRSIIRENRSE S G T P E CS :AC T H T T N R S T T I

<en dem Allmächti gtücklichen Erfolg au tion unter dem Banner ug den Rath hinzu, daß e igung zurückfehre und seine

en darzu p mit dem die Wieder-

1138

del, Gewerbfleiß und Künste richte. Columbien.

Nord-Amerikanische Blät Niederlage der

den die vollständige

daneta, als der einzigen ‘no militairishen Partei in Colu der

Hoffnung der Einwohner der hergestellt zu sehen.

unter Anderem: „Wir vernehmen, daß zwungen worden is, den Oberb

fehr des Prasidenten Mosquera,

zu übergeben. bestätige.

tei zur ersten

gen nur die Unterdrückung des Desp Vaterlandes und die Herrschaft der Gesetze, ‘“

seines

Berlin, 4. Juli, seiner ausgezeichnetsten m lust erlitten. Se. Excellenz der Staats Stein ist am 29. Juni Abends um 6 Uhr, nah einem 4tägigen Brustfieber, zu Capp

Se. Maj. der- König von

efehl in Bogota, dem Vice-Präsidenten Cahcedos daß sich diese Nachricht ein aufrichtiger Freund von der liberalen Par-

Zu wünschen wäre es, Der Präsident Mosquera ist der Freiheit, Ohne persönlichen Ehrgeiz, Magistratur berufen, bezweckten seine Anstrengun- potismns, die Unabhängigkeit

A n 1-0 Pi

{hen Krone zu verleihen geruht,

Ueber die (lebthin bereits erw der bei Höxter zu erbauenden MWeserbrücke, wird unterm 8ten d, von daher folgendes Nähere gemeldet : Seitdem die Wege um uns her- um, die sonst wüst und öde lagen, in treffl wandelt worden, fühlte man lebhaft den Y

in dieser Gegend, um die hen Provinzen des Staats auf

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enberg verschieden. Baiern haben dem Professor Rauch das Ritterkreuz des Civil - Verdienst- Ordens der Baier-

#

Eo lere O uw: 0

i

wn Wochen vom 28. Mai bis incl. den 25. Ju

vorgekommen sind.

bringenden Dankgebeten sür den Vereinigung der Na- der Verfassung gekrönt worden ist, und in jeder zu seiner früheren Beschäf- Aufmerksamkeit auf A>erbau, Han-

ter bis zum 1. Juni mel- Generale Montilla und Ur- < übrigen einflußreichen Chefs der mbien, und die daraus geschöpfte Republik, Ruhe und Ordnung wie- Fm Kingston Chronicle heißt es General Urdaneta ge- bis zur Rück-

Das Vaterland hat abermals in einem Staatsmänner einen empfindlichen Ver- -Minister Freiherr vom

ähnte) Grundsteinlegung zu

iche Kunstsiraßen ver- ‘angel einer Brücke Verbindung der östlichen und westli- der geradesten Linie nach dem

Mittel-Rhein zu vollenden und so d industriellen Thätigkeit überall zu 5u eróúffnen. Auf die V ten von Vincke wurde der

ser, und umgaben stein zum Segen bereit

von Metternich trat vor an die Wichtigkeit dieses Momeuts, die Bedeutung und Absicht dieses vielversprehenden Wey und an die Pflihten des Dankes gegen Alle, die dafür mi wirkt und es unterstüßt hatten. Bei dem Schlusse seiner Ry

feierlihen Anrede

die

Tiefe, in welcher der

lag.

denselben und erinnerte

„Ueber dir, geweihter Stein, ertönen die Worte: Heil

Stadt, Heil der Obrigkeit, Heil dem Vaterland, Heil, Heil y

serem König !“/ ergossen st

„Heil unserem König ; es lebe unser Köuig!‘/ Musik ertö Kanonenschüsse donnerten, und die Fahnen der Bürger: Comp nieen umwehten den Plaß; von den Thürmen der Stadt weckte das \{<öne Geläute sämmtlicher Glocken zu feierlih Gefühlen, die jedes bedeutende Unternehmen immer beglei sollen, während die Werkmeister des Baues dem Landrath y übrigen anwesenden Beamten die rosenumfkränzten Kelle y Hammer darreichten, um nach geheiligtem Herkommen die {

gung des Grundsteins zu

< tausend Stimmen in den Jube|

vollziehen.

Das Publikum wird hierdurch benachrichtigt, daß die Bi i

er fröhlichen Gewerblust y Hülfe zu kommen und Yj erwendung des Herrn Ober-:Präsi Bau einer solhen Brücke (an | námlichen Stelle der seit dem Jahre 1673 unter Marschall renne zerstörten Brücke der Stadt Höxter) Allerhöchsten d enehmigt, und der Fonds überwiesen, den der Gemeinsinn

ürgerschaft dur< Beiträge und Hülfsleistungen nach ihren ringen Kräften zu vermehren si< gern beeiserte. Nach al vielfah geschehenen Vorarbeiten versammelten sih gestern A 5 Uhr die Bürger der Stadt mit ihren Vorständen und unzählige Menge von Menschen auf dem re<ten Ufer der ß Gru Der verehrte Herr Land m ej

be

Preußische Stag

t$- Zeitung.

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189.

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wtr der U eA R 4M A pie rar iS GUOAMAL 5 010 Mw Me E A T L AaRa I S IR I C I B E A R S A A E A R L Fe E T L RLEA =— me “are S e —- f) T S

Amtliche Nachrichten.

Aronit 9e TELts,

Se, Majestät der König haben dem Oberst- Lieutenant und Chef der 19ten Jufanterie-Regiments-Garnison-Compagnie, von Pag trhan, den Nothen Adler-Ordeh dritter Klasse zu verlei- en geruht, | y Se, Königl. Majestät haben dem Land- und Stadtgerichts- ssessor Müller zu Nordhausen den Charakter als Justiz-Rath Allergnädigst ertheilt.

Donnerstag den 7ten Juli, Nachmittags um 4 Uhr, wird die Königl. Akademie der Wissenschaften, zur Feier des Leibnizi- hen Jahrestages, eine öffentliche Sigung halten.

-P'ub-l.i kan dum. Die Justructionen vom 5. April und 1. Yuni laufenden Jahres segen die Bestimmungen fest, unter welchen Umständen

sammlung Nr. 3 vom 1. Juli d. ab von der Luisen-Straße Mind Verhältnissen ein Ort von der Cholera für inficirt oder der

27 nah der Karls- Straße Nr. 32 verlegt, und daß die Bi sammlung Nr. 14 in der Brüder -Straße Nr. 25, welche y

Jnfection für verdächtig zu erflären ist, und welche medizinisch-

polizeiliche Maaßregeln an diesen Ortschaften zu ergreifen sind, um

12. Juni d. geschlossen wurde, an einen anderen Jnhaber idie Berschleppung und weitere Verbreitung der Krankheit zu verhü-

gegaugen und am 1slen d Berlin, den 3. Juli Stadt-

. M. wieder eröffnet worden ist,

1831. Post - Expedition.

g 1i Cholera-Kranfke, Genesene und Verstorbene, und zwar wie viel,

: ; »+ [Jn der Niederstadts%., d Ju den Militair- | Jn Neufahrwasser Ju der Altstadt | In der Rechtstadt | Jn der Vorstadt F nd Langarten In denAußenwerken Lazarethen Fund Weichselmünde er- | gene- | gestor: | er- |gene- |gestor-} er: | gene- gestor: er- | gene- |gestor-f er- | gene- |gestor:} er: | gene- |gestor:} er- gene- | gestor: franft | sen ben [franfkt| sen | ben \fkranft| sen | ben |[franft| sen | ben ifranft| sen | ben franft| sen | ben üfranft| sen | ben in der Woche P er \ N é nl S NMEDO G V R A E: E I E FORBIOATIIRI K H ORDIE E Ma SABORL I T (5000 O S F L v2 H H A E R S HbRSR d B RÉS B FEMATEIAA 24 “A A 300, BAEDR AERP E M S E I S Mh | S | R Ÿ s [fel £ [elf |e|fe|ElelEle {le Eee Ee Ee e Zee E Es Ee Zee Zee E S (E(S| E ZE(Z (E S E NTE(Z (E (S E STE S (E S E (SZIE (S (E (E STE 2 (S2 (E205 S 52 (52 S Zee ee ers 2/8 e S2 ls E E EISFE S EIS E E E EIE E LELEIZ E ZIE 1E S [S EIE E BLE E EIZTE Zl E E E E E E E E E EAEN D E "R E T SANEADORAHEEIT A T Din. Er vom 28. Mai bis 4. Juni a9 7] 1l 1 27| 2 « [s 2 Fefe (ee) Us elt 4 3111 3/9] ¿Toll 2e le rets vom 6, bis 11, Nuni « « « 1 46/17| 4/-2/.35/154/6| 4/5 js (G Ms p Us A Es A A Os p Le M ore vom 12. bis 18. Zuni . . . | 50/25] 4| 4| 42/18} 8} -| 3/-| 4/1 M04 p M0» 1e] 8 O P S N vom 419. bis 25. Juni . . . | 55|28| 7| 4] 46117120| 2 31 - 14 Mo) Q 1e 1320201 6] 31 2/17] 2 6| - e242 “. T] me v c 1 | el.) Cy —TAOTTT16 111150143136 31 Gl - [211 3] 6| 3/1 11-1 31 U 71 4-1-1 6 3ST 91 91 588) 2021| « | 3] - [13] « [1] 1 1 -| 9/ 1 Summa - 1180177 [16(111150[43136] 3| 6] - [211 3] 6] 3| 1 L | |- | 9] 20 A 193 09 9 24 9 1 4 11 - M A 2 3 19 42 1 10 460 dieser Zeitung geshah des von mehreren Sei- | lich, des gegen den angeste>ten Theil von Gallizien bestehen: | \{einli<feit zu hoffen, daß Böhmen durch die dreifache

Xn Nr.

ten hierher gemeldeten Umstandes Erwáhnung, daß in Niga

funfzehn bei dem Oeffnen eines Ballens Hanf be- sháftigte Arbeiter plöylich von der Cholera befal- len seyen. Wir erhalten gegenwärtig nachstehende amtliche Mittheilung hierüber : „Riga den 11. Juni a.St, 1831. Zur Vermei- dung einer leicht zu gewinnenden irrigen Ansilht über die, in Maaren überhaupt, insbesondere aber im Hanf, verbreitet seyn sollenden Anste>ungsstoffe sehen wir uns veranlaßt, dem obi- en Gerüchte, als durhaus unbegründet, amtlich zu- widersprechen,

indem si hier ein solches Ereigniß durchaus nicht zugetragen hat.

Bürgermeister und Rath der Kaiserlichen Stadt Riga und im Namen derselben F, F. Rolßenn wortführender Bürgermeister.“

Xun Nr. 174. dieser Zeitung waren die Namen der ‘in Danzig an der Cholera verstorbenen Personen der höheren Stän- de, nebst den hierher gemeldeten Ursachen ihrer Erkrankung, mit- getheilt worden; wir nehmen feinen Anstand, als Berichtigung jener Angaben, die nunmehr von dem nächsten Vorgeseßten im Einverständniß mit den Hausgenossen des verstorbenen Salz- Controlleurs Klos\{< eingesandte Versicherung : „daß der Klos\{ niht in Folge des Genusses starker Geträuke , vielmehr an zu übermäáßigem Genuß des Wassers und an aus wahrem Nmitseifer nit unterdrücfter und zuleßt in Cholera ausgearteter Diarrhoe verstorben ist‘“ ebenmáßig hier aufzunehmen,

Ans Dresden vom 29, Juni wird (in der Leipziger

eitung) gemeldet: ,, Das Resultat der von der Jmmediat-

Kommission dur< Absendung eines ihrer Mitglieder in Prag eingezogenen Erkundigungen is} sehr beruhigend. Es wird

————

Königliche Schauspiele.

Dienstag, 5. Juli, Fm Schauspielhause. Zum Erstenmale: Keichtsinn und Liebe, oder: Täuschungen, Lustspiel in 3 Abthei- limgen, von Bauernfeld. Hierauf: Die Pagen des Herzogs von Vendôme, Ballet in 1 Akt, von P. Taglioni. i Mittwoch, 6. Juli. Jm Opernhause. Auf vieles Begeh- ren: Yessonda, Oper in 3 Abtheilungen, mit Tanz; Musik von

L. Spohr. : : Donnerstag, 7. Juli. Im Schauspielhause. Zum Ersten- male: Die Frauen von Elbing, romantisches Schauspiel in 4 Abtheilungen, von E. Raupach. Königstädtisches Theater, Dienstag, 5. Juli. Der Diamant des Geisterkönigs, iel in 2 Akten. M Büitiwos - 6. Juli, Bis Mitternacht, Posse in 3 Akten, ierauf, zum Erstenmale : Die lustigen S<miede-Gesellen, oder : B efoppte Meister, fomishe Kinder- Pantomime in 1 Aft; Musik von C, T, Ebers, Fn Scene geseßt von Herrn Tescher,

Zatt-

näm: |

den dóppelten

15. und 16; Juni dié Gränze zwische

Militaix-Cordons ungeachtet ,

durch besonders instruirte Wächter, we

das Militair unterstüßt werden sollen, bewacht. Hauptstraßen sind Kontumaz-St | der Wiener Straße: in Hof, Silberhöfel bet Saazer Straße der Säazauer Hof, Zittau.

zwischen Leitomischel und

übertreten, ohne der U Die Pásse der an dem Personen, Waaren und Thiere werden visirt; die, 1 haben, werden unter Esforte und Anwen: en Vorsichtsmaaßregeln in die Kontumaz: welches etwa aus Gallizien Bestimmungen un-

fimg noch nicht unterlege1 dung der sonst erforderlich Station gebracht. Auch das Militair, , muß si< diefen

1ter

nach Böhmen verseßt wird

terwerfen. Das Jglauer-Mährische Kreis- den, fein Wanderbuch, keinen Paß c. aus Polen, Rußland oder Gallizien nah Böhmen zu instradiren; wenn dennoch Personen, Waaren 2c. aus den genannten Gegenden ‘nah Böhmen fkom- men sollten, so werden sie, eben so wie Paßlose, fontumazirt, Die Wirksamkeit dieser Anstalten hat si<h bereits gezeigt, denn am 20. Juni sind mehrere Polen aus Subkowiß, Reizew und Tardowiß mit einem mit Zwillich und anderen Waaren belade- | nen Wagen angehalten worden ; sle befinden si<, da sie kurz vor der bewirkten Gränzsperre den Solafluß passirt waren, mithin noch feiner Kontumaz unterlegen hatten, sammt Pferden, Waaren und in dem Kontumazort Silberhöfel und werden dort nach onach mit größter Wahr-

Wagen,

dem Pest-Reglement behandelt. És ist f

Berin er

Amtl. Fonds - und Geld-Cours-Zeltel, (Preufs. Cour.)

ationen errichtet ,

B ö r:s8e.

Den «4. Juli 1831.

auch noch seit dem n Böhmen und Mähren l<e nöthigen Falls dürch

An den drei

und zwar an Jglau; an der und an der Brünner Straße

Niemand darf die Gränze suchung unterzogen worden zu seyn. Mährischen Cordon bereits untersucten welche einer Prü-

Amt ist veranlaßt Ìwor-

8, - Schuld - Sch. Pr. Engl. Anl. 18 Pr. Engl. Anl. 22 Pr. Engl. Obl. 30 Kurm. Obl. m. 1. C. Neum. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Oblig. Königsbg. do.

Elbinger do.

Danz. do. in Th. VVestpr. Pfandbr.

Ostpr. Pomm.

Sechlesische Rkst. C. d. K.- u. N. Z.-Sech. d.K.- u. N.

Holl. v

Neue

Friedri

[Z/.\Brief.| Geld. Ur

4 | 904 | 895

5 | 992 | 994 51965 |

4 | 802 | 804

4 | 882 |

4 885 4915|

4| 81 43| 921 | ia J O _—

4 | 935 |

4 | 965 |

Grosshz. Pos. do.

Discon

d Kur- u. Neum. do.| 4 4

Ptandbrt!. | 4 Pfandbrf.

do.

ollw. Duk. dito chsd’or. . O e T

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106 54 D

181

192

13; 4

auch ferner werde geshügt und durch die. vereinigten Maß geln der K. K. und der hiesigen Negierung das Einschly

der Cholera auf diesem werden. Der Gesundheitsz friedigend. Das Gerücht daß cin Viehtreiber aus und namentli nach La plöblich -erfranft, in einige heit für die Cholera erfa1

Wege auch fernerhin werde vetrhl ustand in Böhmen ist übrigens völli , welches sih kürzli<h verbreitet h Polen dur<h Böhmen nach Sat walde bei Löbau, gekommen, das! n Stunden gestorben und die K mnt worden seh, ist eben so unw

als ein auderes, daß der Halbhüfner Böttger in dem Pu} \chen Gränzdorfe Gröden von dieser Krankheit befallen wol Denn der bei einem Viehhändler in Diensten gewesene, je{t| storbene, junge Mensch, Namens Michalk, is nicht aus Pl

sondern aus Sagan, einem völlig unverdächtigen Ort, nh mnd ist nicht von der Cholera, von webt

walde gefommen Kraukheit sich au< nicht

an Apoplexie, in Folge eines nicht völlig ausgebildeten Sd lachs, au< nicht erst fürzlih, sondern {on vor mehreren )

chen, verstorben. Der H

wahrscheintich in Folge eines eingeklemmten Bruchs entstand

Entzündung erkrankt. Es

blikum durch dergleichen freilih nit ganz zu vermeidende Gerl

nicht ángstigen lasse, son wenn, aller angewendeten den hiesigen Landen sich

Fall in denselben sich ereignen solite, die Kommission feinenl

enbli> anstehen werde, die g /

Aus

ein Shmptom gefunden hat, \dt

albhüfner Böttger aber is an til ist sehe zu wünschen, daß sich das} dern sich überzeugt halten möge, Vorsicht ungeachtet, die Cholera d nähern oder wirklih ein bedenlll

s zur allgemeinen Kenntniß zu bring!

rtige Börsen.

London, 27. Jani.

3prac. Cons. 83.

NEUESTE

P aris, 28, Juni. 5proc. neue Anleihe der 5porc. Span.

Paris, 29, Juni. Franfkfurt a. M.,

RSEN-NACIIRICHTEN,

5proc- Rente 86. 30. Z3proc, 57 120 Mill, 87. 5proc, Neapol. |

Rente perp. 51.

Zproc. Rente 59. 70, 1, Juli. Oesterr. Zproc. Metall, 7

79%, A4proc., 68è, 687, 2Z3proc. 42. 1proc. 18. Br. Bank:Al

1212. 1206. Partial: Obl. 1143. 114.

Poln. Loose 422, Br.

Loose zu 100 Fl.

Redacteur Fo

hn. Mitredacteur Cottel. I

Gedruckt hei 4. W. Hay".

j 10 Tagen für unverdächtig erflärt werden, wenn nämlich inner- halb dieser Zeit sich feine Spuren von der Krankheit oder von

Îten, Diese größtentheils auf die Verhütung der Einschleppung Îder Cholera über die Gränzen des. Preußischen Staates “berech: P neten Maaßregeln und Anordnungen fiuden au<, nachdem die I Kranfheit bereits in Danzig ausgebrochen, und für den Fall, Ï daß sich selbige in anderen Ortschaften des Preußischen Staats } gleichfalls. zeigen sollte, ihre Anwendung. Nun treten folgende, N lediglich für das Inland geltende, besondere Bestimmungen ein: ; 1) Ist der inficirte Ort dur<h einen Militair - Cordon un- Ï mittelbar oder sammt der nächst umliegenden Gegend abgesperrt,

Ÿ so sind die Ortschaften inuerhalb des Cordons für inficirt, S anßerhalb der Sperre hingegen für unverdächtig zu erklären. Ï Nur für den Fall, daß die Sperre nicht sogleich vollzogen und Ÿ ein Verkehr mit Menschen oder Waaren zwischen dem inficirten N Orte und der nächst umliegenden Gegend mittlerweile stattgefun- F den hat, fann die an den Cordon nächstangränzende Gegend bis

zur Entfernung von 3 Meilen vom angeste>ten Orte erst nach

lde plöblichen Erfrankungs- und Todesfällen daselbst gezeigt

aben.

9) Hat feine Cernirung des angeste>ten Ortes stattgefun-

den, fo ist zwar die ganze Gegend, im Umfange von 10 * teilen

insofern für verdächtig zu erklären, als die für verdächtige Orte vorgeschriebenen Maaßregeln nah der Jnstruction über das bei der Annäherung mud dem Ausbruche der Cholera zu beobachtende

Perfahren ohne Weiteres in Vollziebung zu seven sind; nur soll

) es zur Erleichterung des Handels und des Verkehrs im Junern

Ÿ des Landes erlaubt seyn :

2, Den Reisenden durch jene Orte, welche drei Meilen von dem angeste>ten (inländischen) Orte entfernt liegen, insofern erstere aus einer von der Cholera noch befreiten Begend fommen, un- gehindert ohne jedoch daselbst zu fibernachten pasfiren zu fönnen.

þ, Den Einwohnern und Fremden eines mindestens 3 Meilen von der inficirten Gegend belegenen Ortes die Entfernung von demselben und die Reise in ganz unverdächtige Ge- genden zu gestatten, auch sie allenthalben frei und unge- hindert passiren zu lassen, wenn sle sich mit einem Gesund- heits - Atteste der Sauitäts- und Orts-Behörde, welches nach den weiter unten (sub 3) zu gebenden Vorschriften ertheilt werden fann, zu legitimiren im Stande slnd.

e. Mit der Versendung der Waaren und Thiere ist auf gleiche Weise, wie mit den Menschen, zu verfahren.

Zu diesem Behuse haben

3) diejenigen Sanitäts - Kommissionen der einzelnen Orte und Bezirke, welche innerhalb der Entfernung von 3— 10 Mei- len vom angeste>tten Orte liegen, die Befuguiß, den Einwohnern und Fremden ihres Ortes und respektiven Bezirks Gesund- heits:Atteste alsdann auszustellen, wenn weder am Orte selbst oder in dessen unmittelvarer Umgegend si< Spuren der Krank- heit zeigen, noch derjenige, welcher ein solches Attest nachsucht, der mindesten Verdächtigfeit unterliegt. Diese Gesundheits-Atteste sind im Allgemeinen in derselben Form, wie die diesfallsige Be: fanntmachung vom 5. April sie für das Auslaud vorschreibt, auszustellen, von jedem Mitgliede der Orts-Kommission zu unter-

zeihnen und von der Orts-Polizei-Behörde zu fontrasigniren. Nur Atteste, in welchen keine Regelwidrigfkeiten vorkommen und die mit den gehörigen Unterschriften und Visis versehen sind, föónnen zur Weiterreise als gültig betrachtet werden. Da übri- gens den Orts - Kommissionen durch die hierüber erlassenen Jn- sirnctionen es zur strengsten Pflicht gemacht ist, über den Gesund- | heitszustand der Bewohner ihres Ortes oder Bezirkes mit un- ablässiger Aufmerksamkeit zu wachen , dieselben mithin jederzeit hiervon auf das genaueste unterrichtet sehn mti}en, so sind die

einzelnen Mitglieder der Orts - Kommission auch für die Richtig-

feit und Gefahrlosigkeit der von ihnen hierüber auszustellenden Atteste und resp. Reisepässe persönlich verantwortlich. Befindet sich am Abgangsorte des Reisenden keine zur Aus-

| flellung von Gesundheits-Attesten befugte Orts - Kommission, so

ist: die Polizei-Behörde des Orts berechtigt, dem Reisenden eine Legitimations - Karte oder wenigstens eine Bescheinigung anszu- siellen, mit welcher'er' si<h Behufs des Empfangs eines Gesund- heits-Attêstes bis ¡ti Siße der Orts:Kommission verfügen kann. Berlin, den 17. Juni 1831, Der Chef der zur Abwehrüng der Cholera niedergeseßten i Fmmediat - Kommisfion, v. A 16

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Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

: Fran ci; Paris, 28. Juni. Se. Majestät der König sind am 24sten Abends um 67 Uhr in Belfort eingetroffen. Vor dem Thore dieser Stadt hatte die Einwohnerschaft zwei Triumphbogen er- richtet, unter welhen Se. Majestät von dem Maire an der Spiye des Municipal-Rathes empfangen wurden. Die ganze Stadt war ‘festlich ges<hmücit und aus alien Fenstern weheten dreifarbige Fahnen. Der König hielt zu Pferde, unter dem Iu- bel einer ¡ahllosen,aus der gesammten Umgegend herbeigeströómten Menge, seinen Einzug. Bevor Se. Majestät sich na< der Mai- rie begaben, wo Jhre Wohnung bereitet war, musterten Höchst- dieselben etwa 5000 Maun an National-Garden und Linien-Trup- pen und besichtigten die Forts, \o daßSie erst um 92 Uhr in Ihrem Absteige - Quartier eintrafen. Hier machten sofort die Behörden ihre Aufwartung, worauf die vornehmsten Beamten zur Königl. Tafel gezogen wurden. Um 105 Uhr wurde, der Wohnung des Monarchen gegenüber, ein Feuerwerk abgebrannt, weiches Se. Ma- jestät selbst anzuzünden gèruheten. Höchstdieselben beehrten sodann no< einen Stadt-Ball ‘mit Jhrer Gegenwart, auf dem Sie bis 115 Uhr verweilten. Der Moniteur theilt die Re- den mit, womit der Stadt - Rath, das Handels - Gericht und das Civil- Tribunal von Belfort Se. Maj. begrüßten. Der Präsident dieses leztern äußerte unter Anderem: „Weise Geseye, Fnstitutionen, wie sle den Bedürfnissen des Landes entsprechen, dies ist ohne Jweisfel die erste Bediagung unserer gesellschaftli- <en Wohlfahrt; Frankreich besißt bereits die wesentlichsten Elemente dazu in seinen Gesezbüchern und in der Charte, die gewiß bald die Entwickelungen erhalten wird, deren sie fähig ist.‘ Der König erwiederte: „Jch wünsche ledhaft Alles, was die ge- seßli<he Ordnung befestigen kann. J verlange die Unabhängig- keit der Zustiz-Beamten, damit sie die zur Bollziehung der Ge- sepe erforderlihe Kraft haben. Einen uicht geringern Werth lege Jch darauf, daß unsere Jnstitutionen cousolidirt werden ; aber Ich gestehe Jhnen, es hat Mich einigermaaßeu gewundert, daß sie diese Institutionen nur als Elemente bezeihnen. Der übrige Theil Fhrer Rede beweiset Mir, daß dies eine bloße Un- achtsamfeit war. Unfere Fnstitutionen sind dergestalt entwickelt, sie beruhen auf so dauerhaften Grundlagen, daß, was noch zu thun übrig bleibt, Mir nichts im Vergleiche zu dem zu seyn scheint, was bereits geschehen ift, Diese Fnstitutionen sind es, die im RYuli rühmlich vertheidigt wurden; sie snd es, die die Nation sh so erhalten will, wie sie dur die von Mir bes<wo- rene Charte von 1830 geheiligt worden sind, und Jch werde Mich zu ihrer Bewahrung der ganzen Autorität bedienen, womit die Nation Mich bekleidet hat.‘ Auch von den in Mühlhausen gehaltenen Reden theilt der Moniteur nachträglich noch einige mit. Wir geben hier iy einer Rücüberseßung, wenn auch nicht wörtlich, do<h dem Gedanken nach, diejenige Antwort, die Se. Majestät in Deutscher Sprache den Mitgliedern des Handelsge- richts von Mühlhausen ertheilt haben: „Jh wünschte wohl, úFhre Rede, ganz wie Jch fühle, beantworten zu können. Allein es fehlen Mir die Worte, um Jhnen das, was Jch empfinde, auszudrücken. Sie haben si<h zum Echo aller Meiner Gesin- nungen gemacht. Jch verlange für Frankreich dasselbe, was, wie Ich sehe, au<h Sie verlangen: eine wahre Freiheit, nicht jene trügerische Freiheit, unter welcher alle Geseye und Bürgschaften eingeftellt und eine Revoiutions- Regierung organisirt wurde, der hrteste und erniedrigendste Despotismus, der je auf irgend einem Lande gelastet hat, und von dem Jch wohl sprechen darf, da Nh Zeuge und Opfer desselben gewesen bin. Und glauben Sie ja nicht, daß, wenn das Andenken an jene Zeit Mich noch jeßt mit sol<her Bitterkeit erfüllt, das Mich persönlich betroffene Unglück hieran Schuld ist; Jh bewahre dieses Andeuken bloÿ wegen der Uebel, die Frankreich - zu erdulden gehabt hat. Ich habe den Thron nur angenommen, um das Land vor der Rückkehr dieser Uebel, des MNesultats aller Täuschungen und, gesteheu wir es, aller Hintergehungen, die hinter einander von so vielen volfsthümlichen oder anderen Regierungen angewandt worden sind, um die Nationalfreiheiten in der eiteln Hoffuung umzustürzen, daß dadurch ihre Existenz gefristet oder fonsolidirt werden würde, zu bewahren, Was Mich betrifft, so kenne i< nur ein Mittel, wie eine Regierung sich befestigen fann: weun sie nämlich die Bolfsfreiheiten achtet und unaufhörlich darauf bedacht ist, sle zu beschüyen und auf- recht zu erhalten; wenn sie ofen und rediich zu Werke geht, ge- re<t gegen Jedermann if und si<, mit einem Worte, beständig von jenem Gefühle leiten läßt, das der {ome Deutsche Aués- dru: Aufrichtigkeit so trefflich bezeichnet, Dies sind die Gefühle, die Mich stets beseelt haben; es freut Mich, daß Jh

s

habe, sondern auch um

leihtsinnigen Köpfen, die sih als souverain betrachten zu konnen nen, und die sich nicht scheuen, durch das Verfolgen ihrer Tätu-

seven, Noch! einmal, nux: um dies leutere vor solchem Unglücke zu bewahren „bin: Fch gekommen, Kem- Opfer fällt Mir zu \{wer, wo es: sih um das Heil Meines Landes und seines gan- zen fünstigen- Schicksals handelt. Jhm werde Fch, bis zu Mei- nem leyten: Athemzuge,, alle: Meine Augenblicte widmen , und nichts ist: geeigneter, Mich in. Meinen Bemühungen zu ermuthi- gen, als die Mir: von Jhnen ausgedrückten Gesinnungen.“

Der Messager. des Chambres enthielt. in seiner gestern Abend erschienenen Ausgabe Folgendes: „Sechs Uhr Abends. Man versichert daß: ein von Petersburg augekommener Courier

die Antwort auf den

sie Ihnen in JFhrer Sprache habe ausdrücken fönnen, nicht bloß | um Fhnen zu beweisen, daß Jh diese Sprache nicht verlernt thnen zu zeigen, daß Fch den Geist, der | die guten Elsasser auszeichnet, fenne und zu schäßen verstehe, Jch | weiß, daß dieser Geist zu, verständig und ausgebildet ift, um si | durch eitele Declamationen irre führen zu lassen, glei einigen |

glauben, weil wir das Prinzip der Bolts-Souverainetät anerken- |

\{<ungen die Zukunft unseres {önen Vaterlandes aufs Spiel zu |

Schritt mitgebracht habe, den die Französ-'

E ——— Dg -

sische Regierung gethan hat, um dem Blutvergießen in Polen Einhalt zu thun. Alles láßt hoffen, daß eine so wichtige Unter: handlung zu Resultaten führen wird, die für die Politik und die Humanität glei erfreulich sind.‘ Der Moniteur wie- derholt diesen Artikel mit Berufung auf den Messager.

Der durch den Tod seines Vaters zur Pairs-Würde erhobene Graf von Montalembert, einer der Redacteure des Avenir, er- klärt in einem Schreiben an den General-Prokurator des hie- sigen Königl. Gerichtshofes, daß er zu dem auf heute anberanm- ten Termine nicht erscheinen werde, da jeßt nur“ der Pairshof sein Forum seh. Die des gleichen Vergehens mit dem Grafen Montalembert, nämlich der ungeseglichen- Eröffnung einer Frei- schule, angeklagten anderen beiden Mitarbeiter des Avenir, Herr de Coux und Abbé Lacordaire, haben dem General:Prokuratoc ebenfalls angezeigt, daß sie, um jede den Rechten ihres Kolle« gen nachtheilige Diskussion zu vermeiden, nicht vor Gericht ers scheinen würden.

In sämmtlichen Legionen der hiesigen National-Garde sind O zur Unterstüßung der brodlosen Arbeiter eröffnet

orden.

Das Journal du Commerce meldet: „Die hier leben- den ausgewanderten Spanier haben eine Denkschrift abgefaßt, worin folgende zwei Fragen entwickelt werden: Erstens. Haben die constitutionnellen Spanier das Recht, gegen die Gewaltth(s tigkeit, womit sie dur< die Armeen Ludwigs XVU]. ihrer Fn- stitutionen und Mehrere unter ihnen ihrer Güter und ihres Va- terlandes beraubt worden sind, Neclamationen zu erheben? Zwei- tens. Wenn dieses Recht festgestellt wird, welches Mittel wird dann das wirfsamste seyn, um es geltend zu machen? Nach- dem die Versammlung die in der Denkschrift auseinandergez seßten Gründe erwogen, erfannte sie an, daß es nothwendig sey, eine Kommission zu ernennen, welche die nöthigen Schritte thun nund Maaßregeln treffen soll, um eine Genugthuung zu erlangen. Es wurde daher ein provisorisches, aus den Herren Estrada, v. Castellar, Valdes, Ochoa, v. Llinas, Mendez de Vigo, Pinto, Ceruti und Paz Gomez bestehendes Comité ernannt, mit dem Auftrage, die Beschlüsse der Versammlung zur Kenntniß aller in Frankreich, England, der Schweiz, Algier und Gibraltar bes findlicher Spanischer Flüchtlinge zu bringen und dieselben aufs zufordern, sieben Personen zu wählen, welche eine die Spanischez Ausgewanderten repräsentirende Kommission bilden sollen.“

Aus Cherbourg wird vom 22sten d. M. gemeldet: „Ein hier eingelaufenes Lootsenboot aus Hâvre, der „Saint-Pierre““, ist vorgestern Abend auf der hohen See der Englischen Kriegs- Sloop „„Dear-Lary‘/ aus Portsmuth, die von Lissabon nah Lonso von segelte, begegnet. Der Capitain dieses Schiffes {rieb anf das Portefeuille des Lootsen mit Bleistift folgende Nore: „Bei meiner Abfahrt von Lissabon ließ Dom Miguel ein Linienschiff von 74 Kanonen, 4 Fregatten und 7 Korvetten uud Briggs

ausrüsten. Die Mönche haben ihm das nöthige Geld vorgeschoss sen. Als ich den Tajo verließ, kommunizirte ih mit der Frans

zösischen Fregatte „Sirène“/, deren Besehlshaber mich benachrichs tigte, das Französische Geschwader habe bereits 36 Portugiesis%e Schiffe gekapert; am Bord des einen dieser Schiffe befinde sich der Gouverneur der Capverdishen Fnseln. Der Capitain des ¡„Dear- Larh‘/ hatte, als er diese Nachrichten gab, Lissabon sciz sieben Tagen verlassen. ‘‘ '

Einem vom Daily-Advertiser mitgetheilten Schreiben aus New-Yorf vom 1. Juni zufolge, hat si< Bonpland nah erhaltener Freiheit am 8. Febr. d. J. nah dem Parana-Flusse ges wendet und ist am 15ten desselben Monats in Borja angekon1s men. Dieser berühmte Naturforscher beabsichtigte, das Missionss land zu besuchen, das linfe Ufer des Uraguay zu dur<wandecn und sih dann von Corrientes nah Buenos - Ayres zu begeben. Der Uraguayh oder Urugay ist ein großer Strom, der, unter dzm 26sten Grade südliher Breite in Brasilien entspringend, fi oberhalb Buenos-Ayres mit dem Paraguay verbindet und den Plata-Strom bildet, nachdem er 250 Lieues s{önen und fruGtbaz ren Landes durchflossen. Die Ausforshung der Ufer dieses Stro- mes dur< Bonpland wird für die Wissenschaft von erfreulichen Resultaten sehn,

Großbritanien und FXrland.

Parlaments - Verhandlungen. Fm Oberhause wurde am 28. Juni eine von Lord Melbourne eingebrachte Bill, in Bezug auf die Verwaltungs-Weise der Lord-Lieutnants in den Grafschaften, zum erstenmale verlesen. Als darauf der Herzog von Buccleuch eine von mehreren Edelleuten, Grunds besißern 11. #. w. der Grafschaft Forfa- in Schottland unterzeich- nete Bittschrift gegen die Reform-Bil! überreichte, machte Lord

Duncan bemerflih, daß die in der Grafschaft Forfar Behufs -

Abfassung jener Bittschrift zusammenberufene Versammiung von Notabeln der Majorität nach die in der Petition ausgesprochenen

| Ansichten keinesweges getheilt habe ; vielmehr hätten von den an:

weseuden 84 Jndividuen 60 ein von ihm (Lord Quncan) vor- gesch!agenes Amendement zur Belobung der gegenwärtigen Misz nister genehmigt. Die vorgelegte Bittschrift seh daher nur als der Ausdruck der Minorität anzusehen, Schließlich sagte der Lord auch noch Einiges zur Entschuldigung der bei einige Wah- len in Schottland vorgefallenen Tumulte, was eine Érwiederimng, von Seiten des Grafen von Haddington zur Folze hatte. îm Unterhause überreihte Herr Hume eine, voi Handwerkern und Mitgliedern der politishen Union kommende Bittschrift gegen diejenige Parlaments -Afkte, in der Bittschrift Castlereagh- Akte genannt, [welche die ‘Freiheit, der Presse be- schränkte. Capitain Goxd'on sagte, er ‘habo- zwar' nichts gegen die Entgegennahme diesex Bittschrift, wiewohl sie: von einer nicht anerkannten Gesellschaft komme , doch {tolle er ‘atf diejezuigen Druckschriften über.» dereu - Unterdrückung ‘Beschwerde geführt werde, aufmerksam machen Es gehörten dazu „des armen Mannes Wächter‘“/ und z,der: Republikaner‘, - zwei Flugschriften, die das allertollste Zeug enthielten, das, jontalsaugerhalb Wed: lams zu Tage gefordert. worden. Man spréhe’- darin von den Herren William Guelph, „Grey und Brougham, | die man mit Karl X, und Polignac vergleiche 5 es erde darin g-fagt, nan

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