1831 / 332 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

eben gedachten Regierungen die Abfassung der in dem Kurfürsten- thume einzuführenden organischen Bestimmungen und der damit in Verbindung stehenden reglementairen Bert aergen und Jn ftructionen sofort erfolgen und zugleich ein vollsiändiger Organisa- kionsplan für die gesammte Zoll - Verwaltung des Kurfürsienthums Hessen entworfen werden, welcher mit Berücksichtigung der Lokal- Verhältnisse insbesondere die Anzahl, Lage und Beseßung der Haupt- und Rebenzoll-Aemter, auch die Bestimmung der Grânz- Bezirke und Zollstcaßen, ingleichen der Städte, in welchen Pakbdfe oder Nie- derlagen Unbcetélrelee ausländisher Waaren seyn sollen, nebs den Regulativen für dieselben, so wie die Anordnung der Gränzbewa- ung, enthalten wird. e ait d : Y Art. T je H Mis Kurfürsilih Hessischen Landestheilen bleiben vorläufig aus dem gemeinsamen Preußisch - Hessischen Zollverbande aus : ; i ]

E A erse Kreis &chmalkalden bis dahin, roo im Preu-

Fischen Kreise Schleusingen unter Theilnahme der zunächst an- gränzenden Gebiete die Zoll- Verfassung regulirt seyn wird:

b) die Grafschaft Schaumburg bis zur Vollendung der bereits im Werke begriffenen Vervindungsfstraße innerhalb des Preußischen und Kurhessischen Gebietes.

Es soll jedo< schon jeßt den Einwohnern der beiden eben gedachten Kurhessischen Landestheile zur Erleichterung ihres Verkehrs mir den îm gemeinsamen Zol= Verbande liegenden Provinzen gestattet seyn, ihre rohen Produkte, so wie die bloß aus dort erzeugten Stoffen ge- fertigten Waarcn, ganz abgabenfcei über die Zoll - Linie einzuführen. Hinsichtlich der ihrer Lage wegen no< jeßt vom Zollverbande aus- eschlossen bleibenden Königlich Preußischen und Großherzoglich Hes- ischen Landestheile bewendet es bei den Anordnungen, die wegen ihrer crleihterten und begünstigten Verbindung mit dem Hauptlande bercits bestehen. 4 i

Art. 5. Etwaige künftige Abänderungen der die Erhebung des

slles betreffenden geseßlichen oder reglementairen Bestimmungen,

Mllesondee auch des S P nur R NEgO E en der betheiligten Staats-Regierungen verfügt werden. 7 "ort. 6. *Sinstchtlich des het den Zoll - Erhebungen in Kurhessen ur Anwendung kommenden Maaßes und Gewichts, bestcht bereits In Wesentlichen Uebereinstimmung mit dem reußischen Maaße und Gewichte, und wird die erforderliche völlige Gleichförmigkeit dersel- ben von Seiten der Kurfürstlich- Hessischen Regierung, durch ange= mcssene Anordnungen , bewirkt werden. Die hierzu führenden Ver- gleichungen und Berichtigungen werden unverzüglich stattfinden, auch sollen, so weit solches durch Me, nicht fofort zu besciti= gende Verschiedenbciten und durch die Abweichung des Großher- oglich - Hessischen Maaßes und Gewichts ndthig wird, Reductions- Ofeln S Ren A0 den vorkommenden Zoll- rhebungen zum Grunde zu legen sind. : Pre T In Absicht des Münz - Systems bedarf es einer Veränderung um deswillen nicht, weil schon ießt der Kurfürst- lih Hessishe Münzfuß in seiner Silber - Einheit dem König- lich Preußischen nah Schrot und Korn gleich steht. Es wird daher bei allen Zollstätten des gemeinsamen Zollvereins das Kurhessische Silber-Courant bis zu ¿ Thalersitücken herunter gleich dem Preußi- schen und leßteres în seinen durch das 2 D vom 30. Sept. 1821 bezeichneten Theilstü>ken glei dem Kurhessischen angenommen, auch bei der Vergleichung des einen wie des anderen gegen das Großherzogliche Hessische Geld die beim Anschlusse des Großherzog- thums bereits kund gemachte Vergleichungs - Tabelle ebenmäßig an- ewendet werden, #9 daß der für dfe Kurhessischen Zollstätten auszuar=- eitende Tarifnurin den Bruchtheilen des Thalers, wegen der dort gelten- den Eintheilung des leßteren in 1 Stücke, voi dem Preußischen

ichen kann. h j G 7 8. Verträge Über die Aufnahme anderer Staaten in den Zollverband, oder De mit Staaten, welche an Kurhessen râtzen, könne nur unter Zustimmung sämmtlicher hoher fontra- Bircive Theile abgeschlossen werden. Die Kurfürstl. Hessische Re- gierung erklärt es hierbei als ihren eigenen Absichten und Wünschen entsprechend, daß mit anderen Deutschen Staaten Zoll-Vereinigungs- Verträge auf der Grundlage des gegenwärtigen Vertrages abgeschlo#z sen werden, und wird zu Verträgen dieser Art, vorausgeseßt, daß den ferner beitretenden Staaten keine größere Vortheile eingeräumt roerden, als die hohen kontrahirenden Theile sich durch gegenwärtigen Vertrag gegenseitig zugestanden haben, gern ihre Zustimmung geben. Auch ertheilt dieselbe im voraus ihre Einwilligung 2 Zoll- oder Handels-Verträgen mit Staaten, welche Kurhessen ni ht angränzen, unter der Vorausseßung, daß hierbei die Fnteressen Kurhessens zu- gleich mit wahrgenommen werden und die durch dergleichen Ver- träge erlangten Vortheile mit auf diesen Staat übergehen.

Art. 9. Mit dem 4. Fan. 1832, wo der gegenwärtige Vertrag in Aus- führung gebracht werden soll, tritt rücksichtlich des Handels und Verkehrs zwischen Preußen und dem Großherzogthume Hessen einerseits und Kur- hessen andererseits die Freiheit und rüksichtlih der Einnahme an Zöllen die Eemevase ein, wie beide in den folgenden Artikeln näher bestimmt werden.

) y (Fortseßung folgt.) A Im Laufe des gestrigen Tages gelang es nicht, den (ge-

ftern gemeldeten) Brand im Fnnern der Cockerillschen Fabrifkge- bäudes hierselbft ganz zu dämpfen. Die dort befindlich gewesenen vielen brennbaren Stoffe, hatten das Fetter zu {nell na< allen

—RE fp D Em

Bekanntmachungen.

Gerichtliche Vorladung. Auf dem, von den verordneten Curatoren der von Usedom Tegziter Verlassenschaft erneuerten Antrag ist zun! Versuch des Ver- - faufs der dazu gehörigen, im Berger Kreise und Rappinschen Kirch- spiel belegenen Güter Tegziß und Teschviz, mit deim in deuselben begriffenen Ee en Fs und Damdahn cum pertinent., €it maliger Termin au | ca den 13. Dezember d. J., Morgens 10 Ubr, angesezt. Diejenigen, die zu diesem Ankauf Gertuge Haben, wer- den hierdur< vorgéladen, in praefixo sich vor dem Königl. Hofae- richt cinzufinden, ihren Bot zu Prorokoll ¿zu geben und dei befun- dener Zureichlichkeit den Zuschlag zu gewärtigen. Daß die Aëlie- ferung Trinit. 1832 erft stattfinden, daß die Verkaufs-Bedingungen auf hiesiger Kanzlei , und bei dem Syndicus Dr. Bratdeunburg in Srralsund eingesehen werden können, und gegen die Gebühr ab- schrifclih zu ‘erhalten fichen; so wie endlich, daß von Usedom Tezigzer Creditoren sich zur Erklärung Über den Zuschlag persdulich, oder durch genügsame Bevollmächtigte alödann auch einzufinden haben , darin wird die frühere Bekanntmachung wiederholt, und Legtere auch auf das daselbs angedrohere Präjudiz aufs neue gestellt. Datum L den be Vie 1831. M eann onigl. euß. Hofgeri von Pommern un ugen.: E P R E von Möller, Director.

Edictal-Citation.

, Der am 22. November 1796 in Kieslingëwalde geborne, vor- malige Schul-Adjuvant Anton Elsler, welcher im Jahre 1811 aus dem Stockhause in Glay entwichen is, und seitdem von seinem Leben und Aufenthalte keine Nachricht gegeben hat, so wie dessen unbekannte Erben und Erbnehmer werden hierdur< aufgefordert, sich innerhalb 9 Monaten und spätestens in dem

am 10. September k. J., Vormittags 11 Uhr, in der Kanzlei zu Kieslingêwalde anstehenden Termine schriftlich oder E le zu melden, und weitere Anweisung, entgegengesezten Falls ader 11 genwätrrigen; daß er Br tode frfsârs und Das zurücte

Allgemeiner Anzeige

1744

Seiten hin verbreitet, und es war das völlige Ausbreuneu der inneren Räume nit zu verhüten. In der Macht gegen 1 Uhr geriethen die dort befindlichen Oel - Borräthe in Brand, wodurch die Flammen von pat genährt und so bedeutend wurden,

aberinals Feuerlärm entstand. : - 10 Tia Eli, vom 23, Noy, meldet die dasige Zeitung : ¿Der Rhein ift plóglih von dem niedrigen Weosseïstaude von 5 Fuß 2 Zell, worauf er am ten l. M. no stand, bis auf 18 guß 7 Zol Kölner, oder 17 Fnß 5 Zoll Beriner Maaß, welce der Pegel heute Morgens 8 Uhr zeigt, anzeswollen, vond ijt zu erz warten, daß die Wasserhöhe in weniz Tagen no< viel bedeuten- der werden wird, weil auf der Mosel und am Oberchein viel Schnee gefallen war, der bei der wäcrmern Witrerung und darch die anhaltenden starken Negengusse rash ge; <molzen ist, Ein Theil der Weifte ift schen übers<hwemmt, und wird diefe Ueber- s<hwemmung in diefem Anugenbl>, wo so aßerordeutlich viele Waaren hier angekommen siud, cine bhöLft nachtheilige ¡und uin angenehme Storuog verurjachen. Heute Nachmittaas 4 Udr be- trägt die Rhembdhe bereité 20 Fuß 2 Zoll Beiliner Maaß. -— Maa hört von vielen Ungalticken, welche S ¡urn tind hohes Wasser in den leßten Tagen anzerihtet habe. 23:8 jelzt ist uns Folgendes vekanut geworden: Die große RNheinmüble zu Bonn ist in der Nacht vom 20st¿n auf deu 21sten gesuufen und liegt unter Wasser zu Wesseungen, Sch:ffer Beilmeh-r verlor bei R'magen im Sturm einen Matiosin. Zu Wellmich ist ein Kibn mit 6 Menschen zu Griude gegangen und feiner gerettet worden. Das Schiff der Witwe Steuz hat bei Boppard den Mast und das ganze Oberdach verioren, uad war das Schif lange in großer Gefohr. Zu Camp slad von einem Floß 4 Knechte duch die Wellen weggespúult worden. Wir müssen be- fürhten, no< s{limmere Nacvrichten zu erhaiten.“ i

Kehnliche betrübende Nachrichten giebt auc die Q felder Zeitung; sle meldet aus Elberfeid vom 23fien d. : „Auf einen am Sountag hier uud in der Umgezend gefallenen Schnee, der auf den benachbarten Bergen fast eine Höhe von 2 Fuß ez- reichte, erfolzte vorgestern ein höchst fiarker Regen, der anhal- tend bis heute Voriiittag fortdauerte und {on vorgestern eine etwaize Wasserhöhe hervorbrachte, die bis gestern am Abend und um Mitternacht eine uie gefannte Höhe erreichte und cinen großen Theil dur Stadt, besonders im Mittelviertel derselben, so uuerivartet 1nd piößlich fibers<hwemmte, daß ein be- trächtliher Schaden an den in den Borhäusecn und Kel'ern be- findlichen Waaren- Vorräthen und Lebens- Bedürfnissen da? u: hervorgegangen, ganz befonders da, wo eine etiva niedrige Lage der Gebäude obwaltet, Ein Theil der Hofauer- uud der Kipp- dorfer-Straße, der Thomashof, Altemarkt, die Müzlenstraße, die Fuhr, die Wallflraße, das Mäuerchen, ein Theil der Herzogs- und fast die ganze Auer - Strafe waren tibers<hwemmt, und ia vielen Häusern firömte das Wasser in die nuteren Etagen durch die Fenfteröffüungen. Hieit man die Wasserhöhe am 8. Mz 1823, ‘wo so!che an dem hier an der Zsiäuder Brücke befindlichen Pegel 9 Fuß 3 Zol über den kleinsten Wasserstand hatte, für die bedeutendste, so erreichte solche gestern Abend die Höhe von 10 Fuß an nämliher Stelle. Nach einer anderen Beobachtung ist der gestrige Wasserstand no< um 4 Zoll höher gewesen, ais im Jahre 1729 im F:ubjahr, wo nach einer aiten Aufzeichnung die Wukper den höchsten Standpunkt gehabt haben soll. Leider uahm der Wupperstrom ou< dieses Mal sein Opfer. Ein 19jähriger raver Färber - Geselle, mit seinen Kameraden in dem Bernfs-Gescäste sehr thâtig am Spülen des Garns, flürzte, wahrsheiuli< vom Schwindel ergriffen, in die tobende Fluth und verschwand in dem námlichen Augenblick. Vielleicht hat der Rhein seine Leiche, getrieben durch die höchst ungefilime Fluth, aus der Wupper schon aufgenommen, In ei- nem der hiesigen Sammtgemeinde nahen Bach soll ein benach barter Polizei-Angestellter ebenfalls in den Fluthen desselben sei- nen Tod gefunden haben. ‘‘

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Ch olexa:

der Refidenzftadt Berlin waren M | i erkr. genes. geftorb. Bestand

bis zum 27, Nov. Mittags 2210 784 1394 32 Hinzugef. bis zum 28, Nov. Mittags 1 L - 32 Bis zum 28, Nov. Mittags Sümma 2211 785 1394 32

Hierunter sind vom Militar 34 17 Lts 58 Ju ihren Wohnungen werden behandelt 10 Personen, in den Hospitälern 22

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gelassene Vermögen seinen nächsten bekannten legitimirten Erben ausgeantwortet werden wird. Habelschiverdt in der Grafschaft Glaß, am 26. October 1831. Das Neichsgräflich Wilhelm v. Magnissche Gerichrs- Amt der Herrschaft Kieslingêwalde.

Literari\<e Anzeigen.

Bei G. Reimer in Berlin ift ers<ienen: :

L. Ties Novellenkranz. Taschenbuch für 1832 Mit 7 Kpfen. aus Tieks Goenov2va, gezeichuec von W. Hensel, in Stahl ge- siochen von E. Nauch. Preis 25 Thl / 4

Inhalt: 1. Der Jahrmarëtr. Il. Der Herensabath. (

Wenn gleich dies Taschenbuch als das spátefie enter seines Gleichen ers.veint, so wird es doch hoffentlich seines Inhalts und seiner Ausjèatcung wegen nicht in die letzte Reihe gestelit werden, und selbsi auch da noch freundliche Aufn1hme finden, wo es ver- spâtet hingelangen, d. h. den Zeirvunki überschreiten solite, welcher herfömmlich für die Erscheinung der Taschenbücher besteht. Auch von dem erfien Jahrgauge diesès Taschenbuchs sind noch Exemplare zu erholten; der Preis dessciben ist 2 Thl. ; beide Jahruânge ¿u- saminen fosten jedoch nur 4 Thl.

Ferner iff im herabgeséßren Preise ‘noch zu erhalten: : Wilh. Waiblingers Tascheabuch aus Îralien und Griechenland.

Zwei Jahrgänge mit Kupfern. 1 Thl. 5 sgr. i

Taschenbuch der Sagen uad Legenden, mit Kupfern nach P. Cornelius Zeichnungen. Zwei Jahrgänge. 1 Thl.

Bei demselben Verleger ist zu haben: : Palmblätter. Erlesene morgenländishe Erzählungen,

gesammelt von J. G. Herder und Liebesfind. A4te Auflage, besorgt von F. A. Krummacher. 4 Bändchen. 3 Thl.

Der Verkaufspreis der friheren Auflagen dieses Büchleins auf geringem Druckpapier war 27 Thl ; diese neue, auf {hönem Papier gedru>te, mit 12 Kupfern versehene und sauber gehefiere i| dem- nach nur um ein Geringes theurer.

Im Verlage der unterzeichneten Buchhandlung ersien kürz- Lid); “und ist in állen Buchhandlungen, in Berlin durch di? Stuhr?

H:

(ede: in Elbing dutch Hartmann u haden:

Nu Hamburg slnd vom 25—26. Novbr. Z Personen ez

nft enesen und 3Z gestorben. D il e ph E 12ten bis zum 20ften Nov. kei Erkranfungsfall erfolgt; am leßtgedachten Tage wurde jedo wieder eine Frau von der Cholera befallen, wel<he auch in de folgenden Nacht gestorben is. Von den am t18ten in der Be handlung verbliebenen 8 Personen ist eine genesen. D demnach in Lüneburg (bis zum 22sten Nov.) im Ganzen 7; Personen erk:anft, 18 genesen uud 44 gestorben; in der Bi.

Nov. keine neue Fälle sl< ereignet, und findet sich sonach, ausey zu Lüneburg, kein Cholera- Kranker mehr im Königreiche.

Verltuer B.02 de.

Deu 28, November 1831. (Frenfas. Cour]

Amil, Fonds. 0d Geld-Coura-Zettol.

R N Gelpr. Piundbei.| 4 | 254 Pom, Ptandbr 157. K ar- üu. Neun.do, 1054 mc litesisgche du, R Rbs.C du N L-Beh.d.K.-u N.

T7. Prie. | bele 244 j 932. 1905 [19

L 11095 897 8:7 34 937

St.-Seclul4-Seh., Pr: Bugl. Az! 18 Per Engl. Aul. 22 Per Engl. Obl. 30 Rurm. Oh m.LC. Amk Iut.Sch. di Gerl, Gladt-Obi. äAönigsbse. do.

Elbinger do.

Danz. do, in Th, Wes! i, Piondb,

(toss!z,Pos.da. |

99 60

Ù 250 Wee

Holl vallvww. (Duk.

Neur dito, c Friediiched'or. c 6 IISCONÍO

351 971 9s

A Ja | Raa

Answärtige Börsen * Amsterdam, 23. Novemi:er. J v Niederl. wirkl, Schuld 387. Ausgesetzte do. 14. Kanz-Billeta 1 proc. Anl, von 42 Mill, 844. Oesterr. S5proc. Metail. 825: Russ, (vol 1:24) 91. Neap. Falc. 725 Span perp. 464. Hamburg, 26 Novenwber. j Oesterr. 5proc. Metall. 81. 4proc. 77. Bonk - Actien 1131} Russ. Engl. Anl. 933, Holl. von 1831: 843, pr. Dez. &53. Vi 627. Poln. 1121. |

Königliche Schauspiele, Dienstag, 29. Nov. Im Opernhause: Wallensteins Lager Schauspiel in 1 Aft, von Schiller, Hierauf: Ottavio PinelliÞ großes pantomimisches Ballet in 3 Abtheilungen, Musik yo Grafen Galleuberg. (Dlle, Therese Elsler, vom K. K. Theate am Kärnthner Tdore zu Wien, wird die Partie der Giulett und Dlle, Fannh Elslerc, von demselben Theater, die der Ama lie ausführen.) Buk der Pläge: Ein Plas in den Logen des ersten Ran ges 1 Rthlr. 10 Sgr. 2c. l : Mittwoch, 30. Nov. Im Opernhause: Die Piccolomini Schauspiel in 5 Abtheilungen, von Schiller. (Neu einstudirt, Donnerstag, 1. Dez, Im Opernhause: Wallenfteins Tos Trauerspiel in 5 Abtheilungen, von Schiller. (Neu einstudirt,

Königstädtisches Theater. Dienstag, 29, Nov. Zum erftenmale wiederholt: D Staatsgefangene, Posse in 2 Akten. Hierauf: Das Blindekuh Spiel, Tableau, nah einem Bilde von Wilkie; arrangirt v

{

Zum Beschluß: Der Ftaliänishe Markischreier, Tablcau vot

Her:n Roller. A

NEUESTE BŒRSEN - NACHRICHTEN,

Paris, 22. Nov. Z5proc. Rente pr. compt. 96. 10. l caur. 96. 15. 3proc, pr. compt. 69. 65. fin cour. 69. 70. Iproc Neap. pr. compt, 82. 15. fin cour. 82, 30. 5proc. Span. perp. 58

Frankfurt a. M., 25. Nov. Oesterr. 5proc. Metall. 87 áproc. 775. G. 21proc. 453, proc, 204, Br. Bank - Actie 1355. G. Part. - Obl. 127, Loose zu 100 Fl, 1761, Poln Loose 58, B.

Redacteur Fohn. Mitredacteur Cottel. | —— e I

Y)

Dreußif

Masnotschinzi) Überhaupt vorgeschrieben ist, in Erfüllung. 20)

chen a

Blasche, B. G., die göttlichen Eigenschaften in ihrer Einheit, und als Prinzipien der Weltregierung dargestellt. gr. 8vo. 15 sgr. Dessen philosophische Uunñserblichkeitêlehre. Oder: Wie offen- bart sich das ewige Leben. gr. 8o. 1 Thl. j Desberger, Dr., Encyclopadie der Staarslehre und die Leht- anfalten von der objectiven Seite aufgefaßt. 8vo. 4 sgr. Dessen Megisiologie oder philosophisches Wissen und Lehren in Beziehung auf Staatöwirthschaft. 8vo. 4 (gr. Jahrbücher, aligemeine, der Forst - und Jagdkunde, heraus gegeben vom Freiherrn von Wedekind und S. Behlen, 38 und 43 Hefr. Auch mit dem Titel: / 4 U Zeitschrift für Forst - und Jagdwesen, mit besonderer Rüfsicht auf Bayern; herausgegeben von Dr. E. F. Meyer, fortgeseßt vou S. Behlen. Neue Folge. Vierten Bandeh, 13 und 28 Heft. gr. 8vo. à 25 sar. 6 : Änstruktion für Forstwirthschafts-Einrichtung; insbe- sondere für Herstellung der Forfibeschreibungen , Wirthschafts- pläne und Wirthschafcs -Controlle- Bücher im Königr. Bayern, mit einleitenden historischen Bemerkunzen. gr. 8vo. 1. Thl. Krause, G, C. L., Bodenkunde und Klassification des Bodens nach seinen allgemeinen physischen Eigenschaften, nach seinen speciellen Beñandtheilen und besonderen Eigenschafcen und nach seinen Kulturverhältnissen. 8vo. 1} Thl. j Dessen, über Gesezgebung der Gemeinheitetheilung, oder Erör- terungen der Prinzipien, auf welche die Gesezaebung für die Gemeinßheitêtheilung und Ab!ösung der passiven Berechrigungen beim Landbau nah Vg S erngen t rationellen Wirth- chafi begründet werden muß. 8vo. gr. etr A. v., Zeichnungen aus dem Leben und der Ver gangenheit. 8vo. Velinpap. 12 Thl. - h, t Spangenberg, Forftmeister v., über die Lustjagd der Vorzeit: Nach Esparron u. A. gr. 8vo. 10 sgr. y Viarda's Blick in die Zukunft, oder die Kunst des Karten legens, der Chiromantie und Geomantie, nebst gründlicher Anweisung zum Nativitätstellen durchs Heroskop. Ein gese schaftlicher Scherz von Conradin. 2te Aufl. 16mo. Druckpap- & Thl. Velinyap. elegant in Futteral £4 Thl.

d (bet 1831. Gotha, im Novetti Flinte t s<è Buchhandlung!

Es sf.

handlung blieben 7, In den übrigen von der Cholera errei gewesenen Hannövershen Orten haben vom 18. bis zum 21>

pir - Rath im Palast

imnáß, wird einstweilen, lements hinsichtlich ur Pflicht gemacht, Bürger derjenigen Stadt, wo sle eingeschrieben sind, in dem Jilden-:Abgaben weniger betragen,

hrer Gemeinde an Abgaben fúür enossen zu entri<ten haben,

att der schriftlichen Angaben in den Zollämtern , mündliche bei

(rshiedenen Russischen

2? nah anderen Häfen Englands, hen und 7 na< Jrländischen Häfen, 1 na der nsel FJerset,

sosto>, 24 nah Anmistecdan,

ftadt - Magistrate oder

Herrn Roller. ‘Dann folgt: Der Hagelschlag, Lustsp:el in 1 Ali) Ockonomie- Verwaltung in den Gemeinden der Freijassen wird

hen oder anderen Stände der Russiichen Gouvernements, gegen

jroldie, auf sie nicht ausgedehnt ;

Allgemeine

Preußis<he Staats-Zeitung.

ed ae ea Penn T5: anm a ams E

L Berlin, Mittwoch den 30m November.

1831.

"DAE D D A T V E M I E U ‘e E“ LEEEN BUEE u «L \SEO HON: ORER aCEEMA: 202 I d ddt efi e A V Et A enes mte 1 d A Âm ¿o - 4 4. ban 1ER « DEI T eee E A

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Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Durchgere ist: Der Königl. Zranzösishe Kabinets-Courier [liot, von St, Petersburg kommend, nach Paris.

Fraufrei d,

Pairs: Kammer. Sißung vom 21, Nov. Zu An: fang dieser Sizung verlas der Präsident ein Schreiben des Gra- fen v. Tournon, worin dieser der Kammer anzeigte, daß sein ge: \{<wächter Gesundheits - Zusiand ihn nôthige, den Winter unter einem stidliheren Himmelsstriche zuzubringen, und daß er sl{< \o- na< außer Stande sehe, an den ferneren Berathungen der Kan: mer Theil zu nehmen. Hiernächst theilte der Prásident der Versammlung 1) den ihm von dem Präsidenten der Deputirten- Kammer zugefertigten Gejey - Entwurf über die Verbannung der vorigen Dynastie und 2) ein Schreiben des Hrn. C. Périer mit, mittelst dessen dieser die Königl. Verordnung einreichte, wodur 36 neue Pairs ernannt werden. Fa Bezug auf dieses leztere Schreiben bemerkte er, daß, da den neuernannten Pairs nicht die Ercihtung eines Majorats zur Bedingung gemacht worden seh, die Kammer bloß deren Alter und Charakter als gebos rene oder naturalisirte Franzosen zu untersu<hen habe : dem 77flten Artifel des Reglements gemäß wären bisher immer drei Pairs mit diesein Geschäste beauftragt worden , die in eine Kommission zufsammentráäten und noch im Laufe der Sigung selbst ihren Bericht abstatteten, worauf die Kammer, iusofern keine Reclamation stattfinde, die neuen Pairs sofort aufnehme nud zur Eidesleistung zulasse; fünf Pairs, fügte der Präsident hinzu, hätten ihm ihre Papiere bereits zugestellt, Zu Mitgliedern der betreffeuden Kommission wurden hierauf der Marqguis von Raigecourt und die Grafen Lanjuinais und von Vaudreuil erc nannt. —- Am Schlusse der Sivung berichtete noch der Graf Chollet über den Gesez-Entwurf, wodur na<trägli<h ein Ju- <uß zu den National-:Belozuungen veriangt wird. Am fol: genden Tage erwartete die Kammer die Mittheilung des neuen 23sten Artikels der Charte in Betreff der Pairie.

Zeitungs-Nachrichten, Ausland.

Rufland,

St. Petersbura, 19. Nov. Se. Majeftät der ®aiser (ben den Wirklichen Staatsrath und Kammerherrn A. Gedeo- off, mit Beibebaltung seiner gegenwärtigen Functionen als Com- zu Moskau, zum Ceremonienmeister des aiserlichen Hojes zu ernennen geruht.

Einem Allerhöchst destätizten Beschluß des Minister-Comité's bis zur Herausgabe eines neuen Re- der Jsraeliten, den jüdischen Kaufleuten an der Bezahlung der Abgaben sür die alle Theil zu nehmen, wenn die von ihnen zu entrichtenden als sle nah der Bestimmung die Aermeren ihrer Glaubens-

Zur Erleichterung für die Kaufmannschaft sollen bei der infuhr ausländischer Múnzen und bei der Ausfuhr derselben, folge eines Allerhöchst bestätigten Beschlusses des Reichsraths,

r Beslhtigung und udt seyn. Jm Verlauf dieses

Herausgabe ausländisher Münze ers

Deputirten-Kammer. Die Sibung vom 21. Nov. war dereits einige Stunden eröffnet, ehe die Bänke der áußers flen linfen Seite si< zu füllen anfingen, Die meiften Mitglie- der der Opposition hatten si{< námi:< in dem Lokale, wo ge- roöhnlich das áte Bureau seine Sivzungen hält, versammelt, um tiber die legte Pairs :Promorion einen Beschluß zu fassen. (S. weiter unten deu Artikel Pari 6.) Gleich nach der Vorlesung des Piotofolls verlangte Hr. Arago das Wort, um noch einmal den in der leyteren Sipung von dem Handels-Minister ihm gemach- ten Vorwurf zurückzuweisen, daß er seinen Bericht zur Motivirung der Proposition wegen Stiftung mehrerer FKwaft- und Gewerbez-Sczus- len ohne vorherige Genehmigung des Bervollkommnungs-Rathes, dessen Eigenthum dieser Bericht eigentli gewesen sey, abgestattet hade. Demnächst wutden die Berathungen über jene Proposition seibst fortgeseßt. Die Herren Giraud, Levêque de Pouiily, von Corcelles und Nobineau widersegten sh derselben. Sehr autführlich ließ sih darüber der Minister des offent- lichen Unterrichts vernehmen. Nachdem derseibe zu bewei: sen s< bemüht, daß der Vorschlag des Herrn Arago nur nach- ; theilige Folgen haben, dem Staate aber keine Ersparniß gewähs ren würde, fügte er Folgendes hinzu: „„Die Regierung, m. H., hat den ganzen Umfang Jhrer Pflichien erkannt. Um Ihnen

| | | zu beweisen, daß es uns an Anstalten zur Unterweisung der ar- itung der Gebühren und Obliegenheiten des betreffenden Standes, | ,; j 4 ; i den sie nach dieser Regel aufgenommen werden, einzutreten 405 deiteuden Klassen nicht fehit, mache i< Sie darauf aufmerksam,

“u Ad ; daß wir in diesem Augenblicke über 400 Schuien haben, in de- le nnte Schlachty, -Ver- ; : / 2 / / A age t iren Wel doleigl ‘er deten Dofaments- mie, nen, ee Fewedlide Untere zu veri ebenen Graden erthei hl an jene Versammlungen abgeliefert, von selbigen no<h nicht | wir + Mederdies desiben wir 4( lien Ljter Kasse des wes j 9 A s E se!se:tizen Unterrichtes und noch einige v:erzig Gewerde-Schulen,

i erfügung über | se j die unter der D rection des Hrn, K. Dupin stehen; endl bee

eft worden sind, werden bis zur schließlichen n ihnen inskünftige zukommenden Stand von jeder Kdrperstrafe i

sie in etwaigen Kriminalhdfen zu fâl= stehen in verschiedenen Städten des Landes, als in Nimes, Nantes,

Rheims, Nouen, Mülhausen, Mumpelaard u. a. no< Schulen,

l)genommen und die über in denen vor¡ugsweise diejenigen K

Jahres sind von Archangel 445 mit Waaren beladene Fahrzeuge ausgelaufen, d zwar 86 na London, 38 na< Liverpool, 54 nah Hull, 86 nach verschiedenen Schotti- ua< Guernsey, 9 na< Hamburg, 19 nah Bremen, 1 nach 7 na< Rotterdam, 19 nah ande: 4 nach dem Mittelländischen Meere,

na< den Vereinigten Staaten von

Niederländischen Häfen, na< Norwegen und 7 ord: Amecika.

Nachstehendes ist der S{luß der Mittheilung aus dem (ges 1 erwähnten) Kaiserl. Utas wegen der Sblacbty:

/-17) Jn Beschwerde- und Gesuchs-Sachen ftehen die Bärger und tisassen der wesilichen Gouvernements unter der NFurisdictton dex Kreis - Gerichte, in Grundlage allgemei- Verordnungen und mit Rücksicht auf ihren Wohnt thß und Ein- reibeort. Zu ciner deraillirten Eintheilung der inneren Polizei -

inanz - Minister Uns seine besonderen Vorschläge darlegen. ) Es. bleibt jedem bisher sogenannten Schlachta unverwehrt, hl jeyt, als au<h nah seiner E‘uschreibung in den Stand der teisassen oder Búrger, dem eigenen Wunsche gemdß in die städti-

iden Urtheile, wie bisher, vorläufig der Besidtigung des dirigiren- Künste und Gewerbe. gelehrt

Senates anheimgestellt ; andere Privilegien des Adels aber sind, e Anerkennung ihrer Ansorüche auf diesen Stand abseiten der werden, die einer jeden dieser Städte am meisten zusagen. Von diesen leyteren Schulen giedt es einige 20, von denen drei Vier-

l ; bei allen übrigen gehen die Aus- eee der Gerichtshdfe nach derselben Ordnung, die für Ee theile erft se:t der legten Revolution errichtet worden sind. Sie

ersezen hieraus, m, H., daß die Regierung es gewiß nicht daran fehlen läßt, dec gewerbtreivenden Klasse den denöthigten Unter- riht zu verschaffen. Es thut mir leid, daß Hr. Arago diese Re- sultate nicht gekannt hat; jedeufalls war es meine Pflicht , die Kanuner davon in Kenntniß zu seßen. F hade hiernach das Vertrauen, daß Sie, m. H,, unseren Bemühungen Gecechtigkeit widezfahren lassen und die Jhnen vorliegende Proposition ver: tagen werden.‘ Hr. Arago trat hierauf uo< einmal zur Vertheidigung seines Vorschiages auf und verlas zu diesem Behufe Bruchstücke aus einem lithographirten Gutachteu des Vervollfommnungs-Rathes über den gegenwärtigen Zustand der Gewerde-Schulen. Zwar bemerkte der Handels-Minister, daß dieses Gutachten nur súr die Mitglieder des gedachten Con: seils selbst besimmt gewesen seh. Da indessen einige Stimmen aus den Reihen der Opposition riesen, daß dies kein Grund seh, um das Aktenstli> der Kammer voczuenthaiten, so fuhr der Red- ner in seiner Mittheilung fort und wollte derselben no< Aus: züge aus einem in neuerer Zeit über den nämlichen Gegenstand an den König und den Minister des Xnnern erstatteten Berichte hinzufügen. „Jch muß mich wnuderu““, rief dec Graf v. Mon- talivet, „daß Sie sich im Besige dieses Aftenstückes befinden ; dies zeugt von einer großen Fudiscretion !‘/ Hr. Arago erwie: derte, der Bericht sey ihm von dem ehemaligen Polizei: Präfekten Hrn. Baude mitgetheilt worden ; indessen verzichtete er auf die Absicht, Auszüge daraus zu geben. Die Versammlung beschloß zuleßt, die Proposition des Hrn, Arago zu vertagen, was einer Verrver- fung ‘gleich gilt. —- Fett bestieg der Kriegs: Minister die Rednerbühne, um der Kammer einen neuen aus 5 Artikeln be- flehenden Geseg - Entwurf in Betreff der Pensionirung der wäh: rend der hundert Tage beförderten Offiziere, Unteroffiziere, Kor- porale und Brigadiers vorzulegen, die jeßt bereits in ihren Rang wieder eingeseßt sind oder späterhin noch eingeseßt wecden möch- ten. Der Minister gab bei dieser Gelegenheit die Gründe zu erkennen, die den König bewogen hätten , den von beiden Kam- mern angenommenen Geses: Entwurf wegen Anerkennung jener Grade nicht zu sanctionirxen,

leht sich von selbs, daß mit Einführung dieser Maaßregeln, kei- m der bisher sogcnannten Schlachty das Recht abgesprochen wird, 3 den Personenadel, mit Beibringung der Beweise, der allgemei=- ) Wege gemäß, nachzusuchen, bis dahin aber in dem Stan- , welhem sie kraft. dieses Ukases beigezählt worden, zu bleiben. Alle allgemeine Untersuchungen aber und Aus- telungen der Rechte und der Herkunft solcher Personen, dden von nun an aufgehoben. / Am Schlusse heißt es: ch Aufstellung dieser für die Organisation des aa figen Stan- der bisher Schlachty genannten Personen gegebenen Grundzüge en Wir, um ihnen mehr Mittel zu einer dauerbafteren Begrün- ing ihrer Lage an die Hand zu geben, dem Finanz-Minister gleich-

g aufgetragen, zu Anordnungen zu schreiten, wodurch denen, die i meisten Ländereien bedürftig sind, Erleichterungen dargeboten iden, in die inneren Gouvernements und in andere Theile Unse- Reiches sich Überzusiedeln Zugleich machen Wir den betrefen- 1 Ministerien zur Pflicht, die gegenwärtigen Vorschriften unver- lich in Wirksamkeit zu seßen und zu diesem Ende die von ihnen Erfüllung dieses summarischen Entwurfes für unumgänglich er- a detaillirteren Maaßregeln Unserer Bestätigung zu unter- tfen./

Odessa, 8. Nov. Das Dampfboot, „die Newa“‘, ift am d, M, mit verschiedenen Waaren, so wie mit Gold und Sil: t, von Konstantinopel hier angelangt. Seine Neise von dort ther dauerte nur 51 Stunden.

Se. Majeftät der Kaiser haben, wie die hiesige Zeitung det, einen Beschluß des Miniflerraths in Bezug auf das in t Provinz Bessarabien befindliche Salz beflätigt. Hiernach sol- 1 die Vorschriften hinsichtlich des Bessarabischen Salzes, wie t in dem von Sr. Majestát unterm 7. Juni 1830 bestätigten eschluß des Reichsraths festgeseyt sind, au< ferner in Kraft bleiben, und in Gemäßheit der erwähnten Vorschriften soll ir das zut Ackermann, so wie in den Entrepots gegenüber von 1 Douanen und Zoll: Barrièren am Duiester, befindliche und ! Transportation über den Duniester in das ÑAnnere des Reichs stimmte Salz der Accise unterworfen sehn. Was das im Vn- fen vou Bessarabien béfindlihe Salz betrifft, so unterlicgt es ner Accise,

E, Ce R e R R E R R: R at c Ae V ri O G E

;-Die Regierung‘, äußerte er, „is den Berathungen, die în die- ser Beziehung in beiden Kammern gevflogen worden sînd, mit dem lebhaftesten Interesse efolgt; ihre Ansichten über diesen Gegensiand hatten sich s<on früher durch Maaßregeln offenbart, die Fbnen, m. H., von uns zur Zeit mitgetheilt worden sind, und wodurch der Kdnig einer großen Menge von Offizieren die ihnen in dem Zeit- raume_vom 20. März bis 7. Fuli 1815 ertheilten Grade und Decos rationen zurü>gegeben hatte. Um indessen eine allgemeine Bestim mung in dieser Hinsicht eintreten zu lassen, schien es der Regiernng nothwendig, die darüber in den Kammern erhobene Debatte abzu= warten. Das Resultat dieser leßteren roar jedoch ein Geseß= Entwurf, dessen Ausführung mit den grdfiten Schwierigkeiten verknüpft gewesen wäre. Eine Anerkennung in Masse hât- te unangenehme Folgen gehabt: zum Beweise dessen sed es mir nur vergönnt, Sie darauf aufmerksam zu machen, daÿ der gedachte Entwurf gänzlich daräber _schwieg, wie es mit den bereits verstorbenen Militairs und ihren Wittwen , fernec mit denen - die scitdem aus freiem Willen in das bürgerliche Leber zurü>getreten sind, oder mit denen, die, nachdem sie eine Letbesstrafe erlitten, nicht füglich wieder in die Armee eintreten konnten, so wie endlich mit denicnigen gehalten werden solle, die, nachdem sie im Jahre 1815 ohne Anspruch auf Pension fn einen jeyt ni<ht mehr bestehenden Rang eingeseßt worden, auch gar nicht dabei interessirt siad, daß dieser Rang nachträglich noch atterfannt wird. Fndessen, m. H.- hat der König Jhren Wunsch verstanden und demgemäß Be=- fehl gegeben, daß der Gegenstand desselben, nach vorheriger gründ- licher Untersuchung der Ansvrüche aller Militairs aus der betrefen- den Zeit, erfüllt werde. Schon snd mebrere Verordnungen zu die- sem Behufe erlassen worden, und indem Maße, wie die ibrigea Nechtsan- sprüche verificirt werden, wird auch mittel neuer Verordnungen zu der sofortigen Tr gung neuer Patente geschritten werden. Der &d- nig schäßt sh glü>lih, daß der eigene limfang seiner Prärogativen ihm gestattet, Dienstleiitun en anzuerkennen, über welche die Krone mit Shnen völlig einerlei Meinung i|. Auch in Betref der Pen- itonen enthielt der von Fhnen angenomnene Geseh - Entwurf Be= stimmungen, bei deren Ausführung wir auf unübersteigliche Hinder-= nisse gestoßen wären, die mindestens ein neucs erläuterndes Gesceß nothwendig gemacht hätten. Der Kdnig hat uns demgemäß beauf- tragt, Jhuen in dieser Beziehung den gegenwärtigen Gesey-Entwurf vorzulegen. ‘/ ; G

Der Minister entwi>elie hieräuf in gedrängter Kürze die verschiedenen Artikel dieses Entwurfis, wonach die att liquzidiren- den Pensionen erft vom 1, August 1830 ab gezahlt werden sols len. Hierauf wurden die Berathungen über den Nech nungs- Abschluß für das Etats: Jahr 1829 wieder aufgenommen. Nach einer kurzen Debatte, an welcher der See-Miuister Theil nahnt, beschäftigte man si mit den einzelnen Artike!n dieses Bururdgets, das in der Ausgabe mit einer Summe von 1,0i4,914,432 Fr. und in der Einnahme mit einer sol<hen von 1,030,463,529 Fr. schließt, so daß ein Ueders<huß von 15,549,097 “Fr. verbleibt. Die 8 exsten Artikel gaben zu feiner erheblichen Debatte Anlaß. Als 9ten und 10ten Artikel wolite dec Graf vou Mosbourg einige Bestimmungen in-Betreff der Verwaitung der westliche Salzwerke und Salzgruben eingeschaltet wissen: nanrentiih verlangte er, daß die Compaguie, der diese Verwaltung in Entreprise gegeben worden, zur Zahlung der fontraft- mäßigen 1,800,000 Fr. jáhrli< angehalteu werde. Man ivird sich erinnern, daß diese dur< ein Geses festgestellte Summe inm Jahre 1825 von der Negierung eigenmächtig auf 1,200,000 Fr. ermäßigt wurde. Die Herren v. Mosbourg und Salverte hielten eine solhe Aushebung des Ri Gen Kontrafts für geseßwidrig. Der Königl. Commissair, Hr. Duchatel, verz theidigte dagegen das damalige Verfabren der Negierung, inden die Salz:Compagnie in großem Verluste gewesen sey und, wenn man ihr nicht eine Erlcichterung verschafft, das ganze Unterneh: men hâtte aufgeten müssen, o daß der Staat mit der jährlichen Nevenue zugleich das Kapital eingebüßt hätte, Am folgenden Taze sollte die Berathung fortgesetzt werdeu.

Paris, 22, Nov. Der König ertheilte gestern dem Prá- sidenten der Pairs-Kammer, Baron Pasquier, eine Privat - Ait- dienz und arbeitete mit dem Hande!s - Minister und dem Hrasi- denten des Minister:-Rathes.

Der Königl. Sächsische Gesandte bei der diesseitigen Negie- rung, Baron v. Könneriz, if von seiner Urlaubsreise hierher zu- rúckgefehrt.

Während der gestrigen Sikuung der Deputirten: Kammer versammelten sh ungefähr 80 bis 100 Deputirte der äußersten Linken und Nechten,, denen si auch einige Mitglieder aus den Centris angeschlossen hatten, in1 vierten Bureau, um s< darüber zu berathen, was man in Betreff auf die neuesten Verordnun: gen zu thun habe. Ueber das in dieser Verfanimlung Vorge: fallene berichten die Oppositionsdlätter Folgendes : „Herr Eusß. Salverte nahm den Borsig und ertheilte zunächst Hrn. Mérilhou das Wort: dieser bemerkte, die Kammer habe zroei Mittel, tum ihre Mißbilligung der Verordnungen an den Tag zu legen, näms- lih entroeder dur< eine Anklage der Minister, oder dur< eine Adresse an den König. Die Ankiage würde zwar tur die Na- tur der Beschwerde hinlänglich gerechtfertigt sehn, es sey aber besser, das Recht nicht auf das Aeußerste zu treiben und die Majoritát der Kammer zu \{onen. Herr Mérilhou \c<lita da: her vor, eire Adresse an den Konig zu entwerfen. Herr Odilouz Warrot theilte diese Ansic{t und trug darauf an, eine Kommission von fünf Mitgliedern zu erneunen, welche die Adresse abfassen und die Proposition in der Kammer niederlegen folle, - Herr Cabet wünschte, daß die Adresse, außer dem Tadel der Verordnungen, auch no< eine Darlegung der Prinzipien der Opposition ent: halte. Hr. v. Tracy war dagegen der Meinung, daß die Adresse sich ausschließili<h auf die ungejetßlihen Verordnungen beziehen msse. Auch Hr. Mauguin drang darauf, daß man {G in der- selben nur mit den Verordnungen bes{äftige, daß sle sofort redi:

irt und von der aus allen Nuancen der Opposition bestehenden

ersammlung unterzeichnet werde. Hr. Odilon-Barrot verlangte, daß der Prásident den im Skrutinium zu ernennenden fúnf Mit- gliedern der Kommission no< zwei Deputirte aus der Nüance hinzufüge, die ni<ht an dem Lointieishen Berein Thei“ nimmt. Nachdem diese verschiedenen Vorschläge angenonmer worden, ging man zum Skfceutininm uber, in welcheu

R A e d a G E A