1831 / 342 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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e R A0 R A

nistrirten zu handel, wenn wie int ihrem Namen det vot uts schcidenden braven Truppen den aufrichtigfien und herzlichsten Dank bezeugen für den Schuß, den ihre Anwesenheit, wach der vâ- teclichen Absicht unseres verehrten Monarchen, der durch die Un- ruhen im benachbarten Auslande bedrohten Landesgränze ge- währt har, durch den jede Stdrung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit von außen her glücklich abgewendet und dar Fort- gang eines friedlichen Zustandes auf das erfreulichste gefichert worden is. Wir sind dexr allscitigen Anerkennung Seitens unserer Administrirten gewiß, daß die mit der militairischeu Eig- quartirung an sich verbundene Beschwerde ihnen während des bis- herigen Cantonnements durch das ruhige- freundlihe und moralisch gute Verhalten der Truppen und durch die Bereitwilligkeit der Mannschaften in Hülfsleistungen bei ländlichen und häuslichen Ar- beiten auf cine angenehme Art erleichtert worden; und wir zweifeln gar nicht, daß bei den bequartirt gewesenen Gemeinden eine wohl= wollende Erinnerung an das dadurch Kas freundliche Ver- hältniß stets erhalten werden wtrd nsererseits rechwen wtr cs uns aber zu einer angenehmen Pflicht, wohl dem Herma Divisions- Commandeur, als den úbrigen Herren Commandeuren der yerschiede- nenTruppentheile, fürdie stete Bereitwilligkeit in genieinschaftlicher Aus- führung der während des Truppen- Cantonnements îm dentlichen Interesse nothwendig gewordenen Maaßre eln, unseren aufrichtigsten Dank hiermit öffentlich zu erkennen zu geben - indem das zur Pflicht gewordene gemeinschaftliche Bestreben, zur Erreichung der wohlthä- tigen Absichten Sr. Majestät des Königs, dem Lande, mit möglich- ster Schonung der Einwohner, während der hier auf der Gränze bestandenen s{<hwierigen Verhältnisse - vollständigen Schuß und St- cherheit zu gewähren , darin so große Unterslüßung gesunden hat. Achen, den 2. Dezember 1831. :

Königliche Regierung. “/

,, Achen, den 1. Dezember 1881. An Eine Königl. Hochldbliche Regierung hierselbft. :

Indem die unter meinem Kommando fiehende 7te Division, dem Allerhöchsten Befehl gemäß, den diesscitigen Regierungs-Bezirk verläßt, sehe ih es als eine unerläßliche Pflicht an, Einer Hochldb- lichen Regierung die Gefühle der Dankbarkeit auszudrücken, von denen ih und die mir untergebenen Truppen für die gastfreundliche Aufnahme erfüllt sind, die wir in dem Verwaltungs - Bezirk Einer Hochldblichen Regierung gefunden haben. Wie der 14 monatliche Aufenthalt in dieser Provinz nur dazu beigetragen hat, unsere Ach- tung und ganze Zuneigung für dessen Einwohner immer fester zu begründen, so wünschen wir, daß das Bestreben, uns ein ehratides Andenken bei denselben zu stiften, nicht ohne Erfolg geblieben seyn môdge.— Für die Bereitwilligkeit, mit welcher Eine Hochkdbl. Regierung sowohl, als die Herren Landräthe und Ortsvorsteher, edem Hedúrfniß der Truppen unter mehr oder minder schwierigen Umständen ge- núgt haben, fühle ih mich zu besonderem Danf vervfliÖhtet, und Eine Hochldbliche Regierung wird die Bitte gewiß gern erfüllen, das Organ unserer Erkenntlichkcit bei den Wohlderselben unterge- benen Behörden zu seyn. Wir verlassen diese Provinz mit den lehhaftesten Wünschen für das dauerüde Glück ihrer Bewohaer. Mödge die Liebe und Treue für den theuren König und sein erha- benes Haus, ein Gefühl, in dem wir uns immer und überall b gegnet haben, auch in der Entfernung das Band bleiben, das uns brüderlich verbindet.

Der General - Major und interimistische Divisions- Commandeux, v. Thile.‘

Aus Stettin wird gemeldet: Bei einem Wasserstande von 13: —21 Fuß sind im Monat November in deu Swine- münder Hafen 94 beladene Schiffe, unter diesen 91 Preußen, und Z beballafiete Schiffe, eingegangen. Ausgelaufen slud 30 beladene Seeschiffe, einschließli 20 Preußen und 16 geballafiete Schiffe. Die Haupt-Einfuhr bestand in Kaffee, Zucker, Färbeholz, Hanf, Heringe, Leinsaat, Hanföl und Thran, Talg und Wein. Ausges führt wurden namentli Schiffsbauholz, Stabholz und Bohleu, neóft einigem Getreide und Hülsenfcrüchten, Jun allgemeinen if der Getreide-Verkehr, besonders mit Roggen, in Stettin sehr bec deutend gewesen, da die guten Preise und der eingetretene Froft die Zufuhr aus Hinterpommern und einem Theile Vorpommerns

sehr vermehrte und erleichterte.

Cla,

Fn der Residenzstadt Berlin waren erkr. genes. geftorb. Bestand bis zum 7. Dez. Mittags 2226 815 1404 7 Hinzugek. bis zum 8. Dez. Mittags 2 4 1 7

Bis zum 8. Dez. Mittags Summa 2228 816 1405 i Hierunter sind vom Militar 35 18 i s Jn ihrer Wohnung wird 1 Person behandelt, in den Hos- pitälern befinden si< 6. n Magdeburg waren erfranft genesen gestorben Bestand bis Um 3 U 7 224 346 1 hinzugek, vom 4. bis 7. Dez. 3 3 2 5 H N P M A: E P T A A E E E A La

Summa 580 227 3483 5 Darunter Militair 51 28 22 1

Xn Stettin waren erfr. genes. gestorb. Bestand. bis zum Z. Dezember 367 113 251 S

Hinzugek. vom 4. bis 7. Dez. - s - Z

: Summa 367 113

In Elbing sind erfr.

í bis zum 30, November 430 Ausbrüche der Cholera sind bemerkt:

_ Regierungs-Bezirk Kbnigsberg.

Kreis Mohrungen, in der Stadt Mohrungen, am 16. November, in Pachollen und Prothenen/ bis zum 2s. Nov. Kreis Friedland, in der Stadt Bartenstein, am 30. Nov., in Bôtchersdorf, am 23. Nov. Kreis Gerdauen, in Karls- hof und Groß Gnie, am 22. Nov. Kreis Rastenburg, in Wolfshagen, Dorf Drengfurth und Baesla>, bis zum 25. Nov. Kreis Ortelsburg, in Beutnersdorf, Rogalla und Theerwisch, bis zum 29. Nov. Kreis Fischh ausen, in Ka- porn, am 21. Nov. Fn Pillau und Preußisch Holland hat die Cholera ganz aufgehört.

251 3 gen. geft. Vest, 140 Wo 1

“mee Eren

Fn Hamburg slnd vom 5. zum 6, Dez. 2 Personen er- rankt, 4 genesen und 2 gestorben.

Fn Wien sind vom 1flen zum 2ten d. vom Civilftanmde 7 erfranft, 11 genesen und 4 gestorben.

Der Prager Zeitung zufolge, ist die Cholera, nachdem sie befanntlich hon seit mehreren Wochen in anderen Theilsn Böhmens, namentli<h im Königgräter Kreise, sich gezeigt hatte, nunmehr au< in Prag selbst ausgebro<hen. Eme Kund- machung des Guberniums vom 12ten November enthält die daselbft getroffenen Anstalten, Die Leitung derselben is der K. K. Stadthauptmannschaft übertragen worden. Vom 1ften Dezember an werden 3200 arme Menschen unentgeltlich mit Rumforder Suppe täglich versorgt; in allen Stadttheileu sind warme Zimmer, wo man si< umsonst aufhalten kann; auch sind sehr beträchtliGe außerordentlihe Beiträge eingegangen. Wenn man alle im Lande errichtete Spitäler, die von den Herrschaften errichtet und unterhalten werden, mitre<hnet, \o if

C A e M Rv d A U E E t t N E ne 2 y r Pg E R et R S go Se Bt: nipiyon: ¿A

1784

fast eine Million Fl. Conv. : M. zusammengekommen; wohl no< me hat sich die Wohlthätigkeit so gezeigt! Der Doktor Sfulsfi macht in der Warschauer Zei tung in Bezug auf die Heilung der Cholera Folgendes be- fannt: „Fndem ih mich in diesem Jahr in der Stadt Opato- wek mit Heilung der Cholera beschäftigte , rihtete ic mich nah den dur< den Drucé bekanut gemachten Heilmitteln; aber da ich bemerkbe, daß dieselben in ihrer Anwendung mehr oder min- der mit Schwierigkeiten verbunden, nit schleunig genug zu be- werkftelligen und nicht immer erfolgreich waren, so griff ih zu einem auderen leiht anzuwendenden und auszufthrenden und in seiner Wirkung unfehlbaren Mittel. Es besteht aus Pillen vou nachstehender Tomposition : R. Tartari stibiati subtilissime pulverisati

Op tebaici ana dr. 1,

Gun. res, Asaefoctidae gr. À,

Aa pilulae No. 601 D S. :

ungen Leuten von 12 bis 29 Jahren wird eine Pille in

Wasser oder Wein, älteren werden anderthalb oder zwei gege- ben; es wird ein wenig Rothwein nachgetruufen,

r

ch hade in meiuer Praxis die Erfahrung gemacht, daß diese Arzenei nicht nur bei solchen, die sl< in der exsten Station der Cholera be: fanden, sondern auch bei denen, deren Glieder, Hände, Füße und Augeulieder {on die Todtenbleiche angenommen hatten, die günstigste Wirkung that. Die Kosien des genannten Mittels betragen ni<t mehr als 4 Gulden (20 ge. Preuß. ), und man fann damit 40 Cholera- Kranke retten. ‘“ : Nachrichten vom 31, Oktober zufolge, hat die Cholera in dem ganzen Gouvernement von Tauris vollig aufgehört. Die Behörde hat zur öffentlichen Keuntuiß gebracht, daß seit dem 4. Öktober fein einziger verdächtiaer Fall mehr vorgekommen ist, Ebolera- Lite ace (Fortseputg.) i Schneller, als wir es gehofft, wird uns die Gelegenheit, in un- seren Berichten fortzufahren, und zwar nicht durch die Fortseßung der bisher beurtheilten Petersburger ‘Mittheilungen, die wir noch

erwanten, sondern durch cine an unserem Orte selvsi eben erschienene

Schrift unter dem Titel: l 5 ¿Die Frage über Kontagiosität oder Nicht-Kontagiosttät der Asa- tischen Cholera, wisseuschaftlich erörtert von r. A. W. von

Stosch , Leibarzt JFhrer Königl. Hoheit der Kronprinzessin von

Preußen, Ritter U. st._w./ : Menn die hier crörterte Frage in den meisten Werken Úber Epilde- miecen nur beiläufig vorkommt, wenn ihre Beantwortung mit went- gen kategorischen Worten ‘angegeben oder selb in den seltenen zweifclhaften Fällen, ohne großen Werth darauf zu legen, als un- entschieden hingestellt wird, so is durch ein sonderbares Zusammen= roirken von Uniständen bei der Cholera gerade sie zur Hauptsache geworden, und es will uns bedünten, als ob gar viele unserer ge- feiertsten Aerzte nur darum über die Cholera Überhaupt schweigen, weil sie über jene nit reden wollen. Die Sache der Wissenschaft darf nie zu einer persönlichen gemacht werden, und einen Frrthum nicht eingestchen wollen, weil man dadurch dessen Wahrhett zu ver- theidigen hofft, heißt die Augen schließen, um nicht gesehen zu wer- den. Bedenft man aber überdies die große Wichtigkeit, welche die Bejahung oder Verneinung jener Frage fúr den Staat hat , eine Wichtigkeit, welche eben jenen schweigenden Herren am wenigsten unbekannt seyn dürfte, so müß es von desto größerem Fnteresse seon, einem als Arzt wie als Schriftsteller geachteten Manne in seiner Entwickelung dies@ Gegenstandes zu folgen. Diese ifi nun, ganz wie es. der Titel verspricht, wissenschaftlich gelei- vet. Richt nah äußerlichen Thatshen der erscheinenden Ver- breitung will dex Verfasser den Streit schlichten, da. sonst beide Par= teien ihre Erfahrungen mit gleichem Rechte, mit gleicher Hartnäckig- beit geltend machen, sondern das Feststellen des pathologischen Ver- hältnisses der Cholera zu den anderen kontagidsen Krankheiten, die Bestimmung ihres nosologischen Standpunkftes Überhaupt sollen die Bafi der ganzen Untersuchung seyn. Hierdurch is jeder Persôn- lichkeit der Weg versperrt, denn nicht weil der Verfasser dte Ver- breitung dur< Anste>œung mit Augen gesehen oder die Nichtansick= kung durch Versuche erprobt , bestätigt oder läugnet er sie, sondern er entwickelt scine Ansicht Über die Natur der Krankheit, und sich dann guf die bekannten und anerkannten Gesche der Pathologie der rufend, führt er die Beantwortung der sich gestellten Aufgabe auf dem gebahnten Wege der Erkenntnisse über das Zustandekommen und Verbreiten der Kontagion leiht herbei. Fs nun jene Ansicht, welche nicht als ein vereinzeltes Dogma hingestellt und so auf den Werth einer Hypothese reduzirt wird, sondern durch alle Hülfsmittel der patho- logischen Analogie und Semiotik eine große Realität gewinnt, wahr, so müssen auch ihre Folgerungen sich bestätigen, und die all« gemeine Anerkennung der hier aufgestellten Säße dürfte dem noch bedrohten Theile Europas viele Opfer ersparen, welche die Regie- E bis jeßt der Abhaltung iener Seuche vergeblich gebracht

gven.

Die Details der Erdrtecung der Anste>ungsfrage in vorliegen- der Schrift den Männern von Fach empfehlend, geben wir hier die Säße, in wel<e der Verfasser die Resultate seiner Untersuchung zu- sammenufaßt, im Auszuge : :

[) Die Astatische Cholera ist eine epidemische Krankheit. Sie hat wahrscheinlich ihren Ursprung in einem gestörten Verhältniß des, die Gesundheit des Menschen bedingenden, tellurishen und atmo- fohäârishen Prinzips , daher sie nicht einmal miasmatisch zu nennen ist, weil sie vielleicht gar keinen positiven Krankheits\toff vorausseßt, sondern oin rein negatives Krankheitsprinzip. e

2) Die genannte fosmische Bedingung für das Entstehen der Senche entwickelt sich an jedem Orte freithätig, nicht pldtlich, son- dern nah und nach; hald mehr, bald weniger intensiv: daher die Vorboten der eigentlichen Epidemie, daher die Uebergangsformen, daher der Umstand, daß der Ausbruch nie durch einen Erkrankungs-, sondern nur dur< einen Todesfall bezeichnet wird; Todesfälle aber entfüchen erfi, wenn der epidemische Heerd cinen gewissen Grad von Fntensität erreicht hat

3) Die Cholera verbreitet si< demnach niht dur<h Verschlep- vutig von Orr zu Ort, dic dafür oft angegebenen Gründe beruhen mei anf irrthümlichen Thatsachen oder stnd Scheingründe.

4) Die Cholera bietet nicht die geringste Analogie mit den ci- gentlichen ëxontagidsen Krankheiten; alle charakterisirende. Kennzei- chen lchterer fehlen ihr.

5) Eine Analogie mit den miasmatisch- kontagidsen Krankhei- ten is| ebenfalis nicht vorhanden. :

6) Ste gehört in die Nerven- Krankheiten und hat als solche eine eigenthümliche Kontagiosität, welche aber nur uncigentlich \o genaunt werden kann, da die Uebertragungsart nur durch sinnlichen oder psychischen Eindru>k vermittelt wird (wie z. B. das Gâähnen).

7) Alle in dem epidemischen Heerde der Cholera lebende Men- sehen werden nach ihrer Constitution mehr oder weniger von thr er- griffen, empfangen daher die Opportunität zur Krankheit, die dann durch jeden nachtheiligen Einfluß wirklich zu Stande kommen kann.

3) Die Vermeidung dieser nachtheiligen Einflüsse sichert am besien gegen die Krankheit. E :

9) Fs diese selb| entstanden, so läßt sie sich durch ¡we>mäßige Mittel în den meisten Fällen wieder unterdrücken.

Zum Schlusse fügt der Verfasser, als Folgerung seiner Ansicht, Folgendes hinzu:

1) Alle und jede Sperre is unnüß, darum aber auch zugleich in doppelter Beziehung schädlich, erstens weil sie viele Menschen erforder, zweitens weil sie den Staats-Schaß durch die positiven Ausgaben und dur den gehemmten Verkehr erschdpft. i

2) Die Lokalsperren leisten, statt die Krankheit abzuhalten, ihr den besten Vorschub.

3) Die Maaßregelit der Regierung gegen die Cholera müsq lediglich auf den Schuß der Fndividuen gerichtet scyn, und dig"

kann auf dreierlet Weise geschehen. a) Dadurch, daß alles die Gemüther Aufregende vermieden wi

die populären Schriften mit den übertriebenen Schilderung demnach streng verboten und nur d} ndthigen Vorsichts-Maaßregeln gegen das Erkranken allgem}!

der Krankheit müssen

bekannt gemacht werden.

b) Dadurch, daß man die ärmere Klasse in den Stand seßt, je} Vorsichts - Maaßregeln zu ergreifen, daß man ihr geräumizf

Wohnung, gesunde Nahrung, warme Bekleidung verschafft.

e) Dadurch, daß man die ünbemittelte Klasse mit den ersten Z(} chen der Krankheit und mit den ersten Hülfsleistungen bekan} macht und dafür sorgt, daß das hierzu nöthige DENO, ft QIEIE

in Bereitschaft sey.

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—,

Befanntmachung.

Die von dem hiesigen Kunsihäudler L. D. Jacoby (unt dem Z0sten v. Mts. vorläufig, zu} angekündigte öffentlihe Ausftelluns seiner zu verloosenden bedeutenden Samenlung von Kunftgegn}Þ flánden beginnt Sonntag den 1lten d. Mts. um 11 Uhr u} Wochen hindur<, Sonnt} vou 11 bis 2 Uhr, Montag, Dienstag und Mittwo< adi

Der Eintrittspreis beträgt 5 Sz} für die Person, und is dessen Betrag unverfürzt als Beitr] ¡ur Anschaffung von Feuerungs - Material für die gesammt Zur Besorgung des Ei Ausstellung haben die Herren Armen - Kommission mit danken

den Linden Nr. 35.) unter Besten der Armen,

wird drei hintereinanderfolgende

von 11 bis 3 Uhr fortzeseßt.

Armen unserer Hauptstadt gewidmet. nahme - Geschäfts bei dieser glieder der 12ten und 13teu werther Bereitwilligkeit sl vereinigt. Berlin, den 7. Dezember 1831. Die Armen - Direction.

Berliner. DOrga e. Den 8. Dezember 1831.

A mítl. Fonds- und Geld-Uours-Zettel (Preuft. Cou

7 Ericf. eld.

Ostpr. Plandbri. Pomm. Piandbr. 1052 Knur-u.Neum.do. 1054. Schlesische do. 106 REkst.C.d.K.-u.N.|- Z.-Sch.d.K.-u.N. 59

St.-Schuld-Sch. | Pr. Engl. Anl. 18 Pr. Engl. Anl. 22 Pr. Engl. Obl. 30 Karim.O0b m.1.C. Nmk,Int.Sch, dt. Berl, Stadt-Obl. Königsbg. do,

Elbinger do.

Danz. do. in Vh. VWestpr. Pfandb. Giosshz.Pas.do.

Wechsel

94 Holl. yollw. Duk. S Neue dito. 197 97 Friedrichsd'or . 131 381 Disconto 3

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Cours.

Amaterdamo E E ES E Nondon ... 0 E s

Kurz

3 li. 6 26k 2 Mt. 814 2 Mt 104 2 Mt. 104 2 E 991 8 Tage |102x 2 M 1035 3 Woch. _— Kurz

VWien in 29 Xr

Augeburg .....« Breslau

Leipzig

Franksurt a. M. WZ Petersburg BN. ....... Va

Aue Warte Börsen.

Niederl. wirkl. Schuld 49. Kanz-Billets 155. 42 Mill. 872. Oesterr. 5proc. Metail. 85. Neap. Falc. 734. Span. perp. 47.

Hamburg, 6. Dezember. Oesterr. 5proc. Metall. 854. Aproc. 763. Russ. Engl. Anl. 934. Russ. Anl. j Dän. 624- W arschau,. 4. Dezember. Pfandbriese 861 Fl. Partial-Obligationen 348 FI. sign. 1794— 181 Fl. Wien, 3. Dezember, 5proe. Metall. 873. proc. Ti. Part. - Oblig. 1295. Actien 1164.

Königliche S<hausviele, Freitag, 9. Dez. Jm Opernhause : Zum erstenmale : umgeworfenen Wagen, na< dem Französishen von E. Blum.

(Dlle, Therese und Fauny Elsler werden hierin tanzen

gen. | Sonnabend, 10. Dez. Im Opernhause: Hamlet, Pr

Preu/s.Co Brief.| Gd S: 146 | F 2 E [4 153x -}. 2 Mt. 1525 H M

6proc. Anl.

Amsterdam, 3. Dezember. Russ. (von 18#3) f

Russ.

r. Brief Gd 9E

| in dieser Sißung die Ausnahme und Vereidigung des neu er-

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Dr RE I A 0AM M E

Bd e/ nz

Amtliche K vo-n k

Nachrichten. dep Tages

Reuter zun Regierungsrath 1

dri ch geruht. j

Des Konigs Majeftät haben den bisherigen außerordent- lihen Professor in der medizinischen Fakultät der Universität zu Bonn, Proscftor Dr. Weber, zum ordentlichen Professor in der gedachten Faftultät zu ernennen geruht, |

__ Angekommen: Der Kaiserlich Oesterreichishe Kabinets- Courier Schiller, von Wien.

Durchgereisi: Der Kaiser! Russische Feldjäger Ossipow, als Courier von Moskau kommend, uber den Haag nah Varis.

Zeitungs-Nachrichten. / Lan O

Fran Vere. Maires Nammer, Sibung vom 1. Dez.

u U S

Nachdem

nianaten Pairs, Grafen Perréganux, erfolgt, ernannte der Prä- R L aid é Nus éi ubt D s Lea É nis sident, mit der Zustimmung der Kammer, zwei Kommissionen

Ÿ zur Prüfung der beiden Gefeß-Entwürfe wegen der Peusiounairs

| zwei Konimisssonen zur Prüftu

Nor j ino (Vent! - Nils t s O 5 S od Dio N o e D:2E

der ehemailgen Stvil- Liste und wegen des Kredits der 500,000

Fr. für die remden Auswanderer, - Gleichnmäßig wurden noch 1g verschiedener Geseß - Entwürfe

Ÿ von örtlichem nteresse gewählt. Der Handels-Minister Ÿ legte sodann zwei von der Deputirten-Kammer beceits angenom-

und der Graf vou la Vi

| mene Gesetze vor, wodurch die Departements des Aveycon und

der oberen Vienne zur Ausschreibung einer außerordentlichen Steuer für den Straßenbau ermächtigt werden sollen. An E N 1O, tone jet der Bericht tiber das Sesez wegen Bertheilung des Neserve- Fonds der Bank; der Graf Mollien stattete denselben ab und stimmte sür die Annahme des Entwur: fes. Am Schlusse der Sißaug würden uoch die 5 Geseß-Ent- würfe von örtlichem Futerese, worüber der Morquis v. Catelan

Billegontier am 29\ten v. M. berichtet hat-

ten, sinstimmig uad ohne irgend eine Debatte angenommen.

M Hrn. v.

fomishe Oper in 2 Abtheilungen, Musik von Boyheldif Hierauf: Das Schweizer-Milhmädchen, Ballet in 2 Abtheil}

von Dánemarkf, Trauerspiel in 5 Abtheilungen, von Shakespe( ;

Im Schauspielhause: 1) Le Boa. 2) La famille Riqu bourg. 3) Coraly. Dans la seconde piéèce Mr. Closel re

plira le róle de Riquebourg, dans la lroisième celui de Tf

ton, et Mad. Robert St. Romain celui de Coraly. Sonntag, 11. Dez. Oper in 3 Abtheilungen, (Mad. Fischer: Julia. im ersten und im dritten Afte dieser Oper tanzen.)

Königstädtisches Theater. Freitag, 9. Dez.

mit Ballets,

von Theodor Hell, Hierauf: Graf Schelle, Posse in 3 Aff

von L. Angely.

E NEUESTE BŒRSEN - NACHRICHTEN, Paris, 2. Dez. Z5proc. Rente pr. compt. 96.

cour. 96. 25. 3proc. pr. compt. 69. 80. sin cour. 69. 95, 5p!

Neap. pr. compt. 82. 20. fin cour, 80. conp. détaché. Sp len des N Kräften stand, um demselben ein Ziel zu iehen.

Span. perp. 581.

Frankfurt a. M., 5. Dez. Oesterr. 5proc. Metall. 8GL. Aproc, 7711. 774, 21proc. 454. 1proc. 205. B, Ba Actien 1376. 1373. Partial: Obl, 1281. 1275. Loose zu 100 1774, G. Poln. Loose 574, B.

Redacteur Fo hn. Mitredacteur Cottel. erer G E Ewe ernenne

Jm Opernhause: Die Vestalin, gr Musik von Sponti Dlle, Therese und Fanny Elsler wer}

F

s

h Fortsezuug der Beraihungen über das Strafgesebuch. 3 Bersammiung war Tages zuvor bei dem 18ten Artikel sichen ge-

: im Jahre 1822 die Bank - Actien u f j j

Iamb. Cert. 87}. Polo. 114 c r j i | fessors Mittermaier aber

Deputirten-Kammer, Sibung von 1. Dezen1ber.

Die

C

blieben, der dahin geändert werden follte, daß nicht bloß die

| lebenslängliche Zwangsarbeit, foudern auch die lebenélängliche

Festungsstrafe die bürgerlice Todes- Erkfläruug nah si ziehen solle. Dieser leßteren Bestimmung widerschte si< Hr. v. Vati- mesnil, als einer überflüssigen Strenge, die allmälig ans dem Straf - Kodex gäuzlich verschwinden müsse. Hr. Laiilandier unterstüßte diese Aufsicht und berief sich dabei auf das Beispiel Baierns, wo bei dex Entwerfung eines neuen Straf-Geseßbuches vurgezliche Todes - Erflärung aufangs eben- werden sollen, auf den Antrag des Pro- i als eine mit der Mildermg der Sitten unverträgliche Strafe verworfen worden seh. Hr. Réagilier- Dumas wies darauf hin, daß, wenn der bürgerliche Tod nicht die Folge der lebenslänglichen Festuuzsstrafe wäce, man uo ein neues Geseß würde erlassen müssen, um zu bestimmen, aüf

G

nor ol T hoh oh Alto VLUL Ui il

falls habe

welche Weise die Güter solcher Gefaugenen administrirt werden j F sollten, Bu

Nachdem noch die Herren v. Numilly und Parant

| für und Hr. Merlin wider die Beibehaltung der bürgerlichen | | Todes-Erkiärung gesyrochen hatten, wurde das Amendemeut des dagegen aber cin anderes des |

Batimeéuil verworfen, Hru. Parant folgenden Juhaits augenommen: „Doch ist die Regierung besugt, dem zur Deportatión oder zur lebenslänalichen

seiner bürgerlichen Rechte zu gestatten. ‘“ des Strafgeseßbuches wurden alsdann in folgender Weise gean: n Art. 17. De zur Feftungsfträfe Verurtheilten wer- den in irgeud einer auf dem Kontinental- Gebiete des

des gelegenen Festung, die der König mittelst einer VBer- ordnung näher bestimmt, eingesperrt; sle können, den po- lizeilihén Reglements gemäß, mit den im Jnmcreu so

wie auch außerhalb befindlichen Personen kommunizireu. Art. |

20. Die Festungéstrafe auf Zeit darf nicht geringer als 5 und nicht höher als 20 Fahre seyn.“ Der 67e Artikel des Straf- geseßbuches wurde bloß dahin geändert, daß für junze Leute un- ter 16 Jahren, insofern sie mit Ueberlegung gehandelt,

benslängliche Festunasftrafe in eine 10—20jährige Zuchthaus- flrafe verwande!t werden solle, Nachdem noch in einigen ande-

F ren. Artikeln des Strafgeseßbuches, in denen disher die Strafen

Der Staatsgefangene, Posse in 2 Aft

der Deportation und des Prangers fizurirten, diese - resp. durch lebenslänaliche oder mehrjährige Festungsftrafse und durch die bür: gerliche Degradation erseßt worden, unterbrah der Finanz:

y Minister die Diskussion wegen einer amtlichen Mittheilung.

(8 l i R Ea (28 9 23 i É

Gedruckt bei A. W. Hayn, |

| nicht daran Schuld.

¡Wir kommen‘, so hoh er an, „um von Jhnen, m. H., die Autorisation zur provisorischen Forterhebung der Steuern für das erste Quartal des künftigen Fahres zu verlangen. (Laute und att- haltende Unterbrechung.) Funig durchdrungen von den Nachthei- len des Provisoriums, haben wir Alles gethan, was in unseren i ) Sie werden si< erinnern, daß das Budget von 1832 gleich nach der Eröffnung der diesjährigen Session vorgelegt wurde. Wenn die Prüfung dessel- ben sich bis heute verzögert hat, so i| mindestens die Regierung Die Rothwendigkeit allein kann das Provi- sorinm rechtfertigen; diese Nothwendigkeit aber ist vorhanden. Ge- wisse Ausgaben des künftigen Fahres müssen schon im Laufe dieses Monates regulirt werden: eben so läuft mit dem 1. Fanuar unsere Ermächtigung ux Forterhebung der Steuern ab. Es leuchtet ein, daß bis dahin das Budget von beiden Kammern nicht votirt seyn

i : P F E 3 j 5 s

Tres pn L

C, lla Ce z É S puto 7 , î Des Konigs Majestät haben den Assessoc Ludwig Frie- Nllergnädigst zu ernennen |

! überflussige Strafe, die bei dem Bubifkum 1

- 2 | » H o H R C Do rnv t! O A j G} Lyon reichen nur dis zum 29, Vou, Festungs strafe Berurtheilten die Ausübung aller oder eines Theils | So T E e

Die Artikel 17 und 20 !

DIC 102 |

28 U P E. B A A A T E E M E e

Sonnaben

ben Ma Des ener

kant, und die Pflicht gebietet uns daher, den Mangel eines Budgets |

bis zuni 1. April durch die Forderung eines provisorischen Kredits zu er- seßen. Für die Einnahme sollen die Bestimmungen des Budgets

Grundsteuer, die nur für 1 Jahr bewilligt worden waren, zur Norm Dtenen. Was den von uns verlangten Kredit betri}t, jo beläuft skch derselbe für alle gewöhnliche und außerordentliche Ausgaben des nächsten Quartals auf 360 Millionen Fr. Wir bitten Sie, hicraus nicht zu schließen, daß sonach die Gesammt- Ausgabe für das nächste Fabr 1440 Millionen betragen werde, denn die Ausga- ben in jedem Quartale bleiben sich nicht gleich; so kostet z. B. die Verzinsung der 5procent. Rente im Monate März allein über 80 Millionen. Fm Uebrigen kann ja ein provisorischer Kredit die Ver- waltung nie zu einem Mißbrauche berechtigen. Wir schlagen Jh- nen vor, zu crélären, daß die Ministec gehalten seyn sollen, si< in- nerhalb der Gränzen des für 1832 angelegte Budgets zu verschließen. Unseren Kredit in Schaßkammerscheinen wünschen wir bis auf 250 Mill. crhèht zu sehen. Dieser Betrag is uus bet der Lage des Schaßes durchaus norhwendig. Wir ergreifen übvigens diese Gelegenheit, um Jhnen Úber den Zustand unsere? Finanzen die befriedigendsten Zusicherungen zu geben. Die Erhevöutig der direkten Steuern hat, ungeachtet des Widersiandes , den ste an manchen Orten gefunden, keine wesentliche Zögerung erlitten, und was die indireften Steuern betrifft, so läßt uns Alles“ für die zweite Hälfte dieses Fahres einen Ueberschuß über die Abschäßungen des Budgets erwarten. Gestärkt durch das allgemeine Vertrauen, gewinnt der öffentliche Kredit täg- lich eine größere Ausdehnung, und die Landes-Valuten werden un- ter Bedingungen, von denen man bisher noch kein Beispiel hatte, negociirt. Diese glü>lichen Resultate sind die Frucht des zwischen den großen Staatsgewalten bestehenden Einverständnisses. Durch die Mitwirkung , die Sie, m. H.,/ der Regierung gelichen haben,

! sind Sie eben o sehr den Finanzen förderlich gewesen, als Sie

die dfentliche Ruhe und Ordnung gesichert haven.

: ¿Der Minister theilte hierauf uo den Gesc-Entwurf selbfi mit, dex sofort an die Bureaus verwiesen wurde. Die Bera- thung über das Straf - Gesebbucy wurde jeßt wieder aufgenom: men. Eine lebhafte Debatie wurde durch die von ver Kommis- fion bei dem 22sten Artikel in Vorschlag gebrachte Aenderung her- deigesführt. Es soll danarh den Usslsenhöfen in Fällen, wo ein

urtheilten zu verfügen. Die Herren Salverte und Felix Néal verioarsen die Ausstellung als ‘eine grausame und vollig i e, ei Jublifum nue ein Gefühl des Yorns oder des Mitleids sür deu Missethäter errege. nichts Uebles nachsagen lasse; es gehe - damit, wie mit den teuern, die ebenfalls vou allen Seiten angefochten würden, doch aber, wie die Strafen, zur Erhaltung des Staats unumgänglih uöihig wären; wo von der praftishen Gesebgebung die Rede seh, da dürfe mau si< ni<t mit eitlen Theorieen beschäftigen, sondern müsse vor Liliem das Ja- teresse der Gesellschaft berücksichtigen; man solle ja nicht vergef- sen, daß dur< den der Berathung vorliegenden Geseg: Entwurf der Straf-Kodex ohnehin bedeutend gemildert werde; eine lider- triebene Nachsicht föunte leicht die s{hädli<sicn Folgen haben. Ziemlich in derselben Weise äußerte sl< Hr. Dupin d. Aelt. ; wenn, bemerkte er, der Nichter es mit einem Manne zit thun habe, von dem seine innere Ueberzeugung ihm sage, daß demset- den no< ein Rest von Schamzgesühl beiwohne, so werde er oh- néhin die vffentlihe Auéestellung nicht gegen ihn verfügen. Die Versammiung erkläcte s{< hierauf für die Beibehaltang dieser Strafe, entschied sich jedo< zuglei, nah dem Antrage des Herrn Vatout, dafür, daß die Ausftellung auf Minoreune und 70jáhrige Greise nigzt anwendbar seyn solle, Der Vorschlag,

| auch die Weiber davon auszunehmen, wurde verworfen. Dagegen |

soll die Ausstellung solcher Offizianten stattfinden dürfen, die sich duch Bestechüriyca zu irgend einer amtlicen Handlung, wenn diese auch an sich erlaubt wäre, haben bewegen lassen. Nach- dem noch einige andere minder erhebliche Bestimmungen ange- nommen worden, wurde die Fortsekung der Berathung bis auf den folgenden Tag ausgeseßt.

Paris, 2. Dez, Die Nachrichten des Moniteur aus „Die Stadt! #& {reibt der Práfeft unter diesem Datum, „ift ruhig, die Fabrikanten haben ihre Läden wieder geöffnet, die Arbeiter sind zu ihrer Ar- beit zurücégefehet, in den Theatern wird seit zwei Tagen wieder

I | gespielt; Jeder geht seinen Geschäften nach.“ „Die Lyoner“/,

fügt der Moniteur hinzu, „schen mit einer von allen Klassen der Einwohner getheilten Ungeduld dem Einzuge des Prinzen entgegen, wovon wir unfehldar bald Kunde erhalten müssen.‘“ Der Précurseur de Lyon meldet unterm 29. Nov. : „Zwei Werkmeister sind, wie man versichert, gestern nah Paris gereist, um der Negierung diejenige speziellere Auskunft über den wahren Stand dex Dinge zu geben, die

Anch heißt es, Hr. Périer habe cinen seiner Privat-Freunde (Hrn.

Lanaier) mit dem confidentiellen Auftrage hierher gesandt, ihm über | ibe | zu beshüßen, was ihnen Gefahr bringen fönne.

dic Personen und Thaïsachen Bericht zu erstatten. Ein päni- \<er Schre>en vor Brandfiistig herrschte auch heute wieder in der Stadt, mit eben so wenig Grund, als an den vorigen Ta- gen; in ganz Lyon ift nun kein Kellerlo< und keine einzige Oeff- nung in Mannshöhe mehr zu finden, die nit sorgfältig ver- mauert wären. Die National-Garde is wieder organisirt und

versieht, obgleich sie die Uniform no< ni<t wieder angelegt hat, |

do<h den Dienst mit großer Thätigkeit; starke Patrouillen mar- \chiren Tag und Nacht durch alle Stadtviertel,“ Der Cour- rier de l’Ain und die Gazette du Lyonnais, melden aus Trevoux vom 28sten: „Der Herzog von Orleans ist, von den Kriegs - Minister degleitct, gestern Abend hier eingetroffen und im Hotel de l’Enrope abgestiegen; mit ihm augekommenue Telegraphen- Beamten sind auf einen der Thürme des alten Schiosses posftirt worden, um den Telegraphen voa St., Bonnet zu beobachten; in der Nacht kamen mehrere Couriere an den Prinzen an; heute früh um 7 Uhr war er im Begriff, na< dem Lager des General Roguet abzugehen, und die Pferde waren bereits angespaunt, als eine telegraphische Depesche ihn bestimmte, zu bleiben, Eine Lyho- ner Deputation, Herrn Boisset, den Adjunkten des Maire, an der

5 q (7 . î 1 S 4 > if 20 von 1831, mit Hinweglassung jedoch der 30 Zusaz-Centimen zu der ! Mee M Tagner Vel woanto/

g g , g , f ¿j Schivadr drien es Tag er 7 Megiment! ; Zt

| dem zu Gray sind unterweges, 2

| Eftaffette im Ministerium des Junecn

ihr etwa no< mangeln möchte. } | Bürgern die Waffen in die Hand gegeben

Spiye, wurde in den Morgenftunden vor den Prinzen über die Unterredung, weicher au<h der in der Nacc

' 1 verlautet nichts, Demnächst wurden die verschiedenen Behörden dem Prinzen und dem Kriegs- Minister vorgestellt; Nachmittags machten beide dem General Saint- Geniez einen Besuch, den seine in Lhon genen Wunden an das Bett fesseln. Der General

welcher Mittags wieder na<h seinem Lager abging, ließ vorher folgenden Tages - Befehl aa die National - Garden der Departements des Ain, der YJsère , der der Saone und Loire anschlagen: „Jch begreife Unwillen, den Jhr übec die uuheilvolle Lyoner A empfindet ; er gereiht Eurer Vaterlandsliebe und En

heit für die Ordnung und die Regierung zur Ehre;

Euch ruhig, seyd aber stets gerüstet, die- väterlichen Regierung zu unterftüben ; sie ist ni<t gesonnen, die L

dulden. Die Freunde der Orduung und der Geseze, die

ten, die wahren Franzosen werden nicht ohne S

(Gez.) Graf Roguet.‘“ Durch einen anderen,

und 29stté Division gerichteten, Tagesbefehl befiehlt de

ral dem im Loire - Departement fomaandirendez Boudinhon, den Oberfteun des 49sten: Fufantez : ments verhaften zu lassen, weil derselbe sl< hberausae men hat, ohne Auftrag als Parlamentair nach

gehen und dort wegen des Einrückens seines Negimeuts zu unterhandeln; bei dieser Gelegenheit hat er Proclamationen

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DITIZ

empfan-

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e:la}sen, welche die Fnteressen der Lrmee und des Königl, Dien- stes fompromitticen fönnen. Der Oberst, der bis zu tveitereu Entscheidung des Kriegs-Ministers in das Gefánpuiß von Mout- brison gebracht werden soll, hat, dem Vernehmeuú nach, die Flucht ergriffen. -— Am 29, Nov. hielten der Herzog v, Orleaus uud der Kriegs-Minister eine glänzende Revue über- die Lager zit Rillieux versammelten Truppen. und National - S

kehrten Abends nah Trevoux Q

S artet CTN 4 À Flle I UD

| nah Limmoneft, auf der Straße nact

Fndividuum zur Rekiusion odex zur Zwangsarbeit verurtheilt j den. Ein Theil der Truppen st

wird, freistehen, eine 1stündige ösfeutlicze Nusstellung des Ver- | e ? N l Q | çon, ift na< dem Hauptquartier becufen worden ; é

| Kommandant von Lyon, werden. Zahir | der Saône angekommen und

len. Der Genera! Graf Morand, Plag:- Kommandant

h aln C a Le Di gs 4 Yan Pu ll d 4 Dc S R » S , œejauçon jendei :

Lhon gesammelt. mit emem WBataillon

A1 O Von e)

Macht in Lyon einrücken, um all

me zu Unruhen ersti>en zu können. von Bourg ist die Aufforderung erganç zu mobilisirenden Abtheilung beizutreten. Compagnie hat sich erboten, zu marfc pagnie von Macon hat den Herzog von

genfalls mit dem Heere gegen Lyon marschiren zu di Prinz hat dieses Anerbieten angenommen, und 250 Mau vou der dortigen National-Garde slnd modii gemacht worden. ; Maire von Lyon, Herr Prunelle, ist am 28, Nov. dort aug fommen. Das anhaltend trübe Wetter hat au< in

des heutigen Tages jede telegraphische Mittheilung umnöglic macht, und bis um 5 Uhr Nachmittags war

alc 110/59)

Die Zahl der vom 21sten dis zum 27sien i Stadtlazareth gebrachten Verwundeten vom Ci beirug na< amtlihen Angaben nur 237, wovo1 waren und 217 si< no< in Behandiung befanden,

Den Oppositions-VBlättecr lge, | an der Saône unter den Fenstern Hotels Herzog von Orleans und der Marschall Soult reise durch diese Stadt wohnten, gerufen: stern! Fort mit den Verordnungen ! ‘‘

Der Präsident des Minister: Raths hat ges lihe Práfekten ein Rundschreiben erlassen, wor! Belehrungen aufmerksanr mat, welcze für die Regieri den Lyoner Ereignissen hervorgegangen sehenz dieselbe neuen Grund gefunden, von den Beamten die samkeit und uners{ütterlihe Festigkeit Muti jeßt die erfte Psliht der Beamten. Unuter der jeßige rung sehen den gegründeten Beschwerden sv viel Wege geöfßj sih hörbar zu machen, daß ein Auffianòd, um. diescibeu i stüßen, nie gerechtfertigt werden föune. Auch. die N músse sich dur< die Lyoner Vorfalle f Bestimmung seh, niht uur in den &

Friedens mit dem Gewehr im j vornehmlich in der Stunde der Gefahr dereit der Behörden zu folgen. Deun der Geseßgeder habe,

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das Besikthum, den Gewerbfleiß und die L

seines Cirfulars ermahnt Herr Périer die Präfekten, den nter

| ihnen ftehenden Beamten dem Geiste dieses Nudschreibens au- | gemessene Verhaltungs - Befehle vorzuzeichnen

und von ihnen Gehorsam, Diensteifer und Besonnenheit zu verlangen, nanie1t- lih aber feines der in ihre Hände gegebenen Mittel der Autori- tät unwirksam werden zu lasen.

Die neun Bureaus der Deputirten- Kammer haben geftern die auf eine gánzlihe Aenderung des Wahl-Syftems abzweckende Proposition des Herrn Berryer (S. das gestr. Bl. d. St, J) einstimmig verworfen, .

Der Minister des öffentlichen Unterrichts hat an die Prä- fekten ein neues Rundschreiben erlassen, welches die Beförderung des Volks-Unterrichts zum Zwecke hat,

Geftern wurden vor dem hieslgen Assisenhofe die Verhand- lungen in dem Diffamations-Prozesse gegen den National und die Tribune beendigt. Der erfte Zeuge, welcher in dieser Sißung verhört wurde, war Herr Foudras, Chef der Abtheilung für all- gemeine Polizei im Ministerinm des FJnnuern;, er erïlärte, daß; er am 14. Juli, da das Gerücht von Anwerbung der Arbeiter dês

A Er U T AIEAE E N S A ra T EERADA S O L SE M

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