1831 / 362 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

der Wissenschaft und des Vermdgetts umfassen. Wenn diese Motive Bure Kommisston zur Annahme der Kategorieen bewogen haben, #0 at dieselbe dagegen keinen Grund auffinden können, um die în dem Paragraphen - welcher die 3000 Fr. an direkten Steuern zah- lenden Bürger betrifft, enthaltene Beschränkung zu billigen, durch welche der Grundbesißer, wie groß auch sein Vermögen seyn mag, von der Kandidatur zur Patrie ausgeschlossen wird, wenn er nicht zum Richter bei einem Handels-Tribunale ernannt worden oder nicht sechs Jahre in einem General-Conseil gesessen hat. Vielleicht ift es auch zu bedauern , daß der von der Kommission der Deputirten-Kammer angenommene Census von 5000 Fr. Steuern nicht die Sanction der Majorität erhalten hat, sondern von ihr auf 3000 Fr. herabge- seßt worden is. Wir waren sogar geneigt, Jhnen die Wiederher- ftellung des ersteren Census vorzuschlagen, Überlegtett aber, daß ‘der: nach der Ansicht Mehrerer unter uns ohnehin schon zu enge Kreis der Kañdidaturen dadurch noch mehr beschränkt werden würde. Auch hat man uns bemerklich gemacht, daß 3000 Fr. in einem großen Theile Frankreichs einen ziemlich bedeutenden Grundbesiß reprâ- sentiren, ‘und daß die Zahl der Grundbesißer dieser Klasse sih für gänz Frankreich kaum auf 3000 belaufen wird, wenn man diejeni- gen * davon ausnimmt, welche die anderen Bedingungen zur Kandidatur ni<t in si< vereinigen; ohnehin ist diese Sum- me das Setchsfache des Vermögens, welches das Gescß von dem Grundbesißer verlangt, um in die Kämmer der Volks- Répräsentanten * zugelassen zu werden. Wie dem auch 4 und welche Summe Sie au feststellen mdgen, so. sind wix der Ansicht, der Grundbesiß enthalte in si< selbs so viel Garan- tieen und hahe seiner Natur nach so viel Rechte, repräsentire #0 viel Fnteressen,.daß män weiter nichts von ihm zu verlangen brauche. Wir würden es erklärlicher gefunden haben, von den Beamten cis nen Census zu: verlangen, als den Grundbesigern die Bekleidung von Functionen zur Bedingung zu machen, die bisweilen mehr ein Béweis der Begünstigung, als der Fähigkeit sînd; besonders wür- den wir dies bei den absehbaren Beamten erklärlich gefunden has ben, die hon am Tage nach ihrem Eintritte in die Pairs-Kammer das Amt verlieren kdnnen, das ihnen die Thore derselben gedfffnet hat. Jhre Kommission {hlägt Jhnen daher vor, in dem $. 21 die am Schlusse befindliche beschränkende Bedingung zu streichen. Wie die Charte von 1814, so seßt auch der vorliegende Entwurf der Anzahl der Mitglieder dieser Kammex keine Schranken. Diese Be- siimmung ist im Schoße Fhrer Kommisston heftig bekämpft worden ; mehrere Mitglieder derselben glaubten, daß. mat nach Aufhebung _der Erblichkeit unmöglich der Krone das Recht lassen kdnne, die Zah der Pairs ins Maaßlose zu vermehren und durch den Mißbrauch, den sie mit diesem Rechte treiben kann, die ganze Jnstitution zu vernich- ten. Dieses Recht, sagten sie, besteht. allerdings seit-sehzehn Fah- ren, und welcher Gebrauch auch davon gemacht worden {eyn mag- man kann behaupten, daß die Anzahl, bis zu welcher die Kammer ohne Uebelstand vermehrt werden konnte, nicht überschritten wor- dent ist; aber die Erblichkeit bildete ein Gegengewicht gegen dieses Recht. der Krone. Js nun dieses Gegengewicht gegen mißbräuch- liche Ernennungen nicht mehr vorhanden, so, würde die Kammer ‘bald: aüfhdren, eine Gewalt zu seyn, und zu eiuer bloßen Kommis- sion werden, eine Gefahr, vor der man besonders erschri>kt, wenn man bedenkt, welche richterliche Befu my die Charte der Pairie ertheilt. Allerdings könnte die Beschr nkung dex Anzahl große Uebelstände nah lich ziehen, wenn die Gränze #0 eng gezogen würde, daß die bestiminte Zahl leicht erreicht werden könnte; wenn man sie aber z. B. auf die Anzahl der Deputirten (also auf das Doype- pelte:der jeßigen Anzahl der Mitglieder deri Pairs-Kammer): bestimm- te, welche Schwierigkeiten würde-man dann noch zu befürchten haben? Die Majorität Jhrer Kommission fand in. dieser folgenreichen Neue- rung mehr Gefahren, als in der gegenwärtigen Bestimmung der Charte. Man kann zuvörderst sagen ,. daß der: Mißbrauch, mit der jeßigen Bestimmung, welche die Anzahl der Pairs undbeschränkt läßt, bei einer wichtigen Gelegenheit so weit getrieden worden sey, daß man hoffen dürfe, er werde in Zukunft uicht wiederholt werden. Der Mißbrauch war in der That so groß» daß er seine Abhülfe in sich selber trug. Großentheils der Ernennung der 76 Pairs, welche der Zusammenberufung der Wahl- Kollegien im Fahre 1827 voran- ging; verdankte man den Sieg der constitutionnellen Prinzipien bei den denkwürdigen Wahlen jener Zeit, ein Sieg, welcher zeigt, worin das wahre Heilmittel gegen dic Gefahr, die man befürchtet, liegt, und der zugleich beweist - daß diese Gefahr keine wirkliche ist. Da- egen würde die Beschränkung der Anzahl. der Pairs eine ungeheure Zefahr mit si< führen. Wenn diese Zahl einmal. vollsiändig, wäre, wie würden die Königliche Gewalt und selbst die andere Kammer sich gegei die Anmaßungen der Pairie vertheidigen kdnnen? Die Charte hat in ihrer Voraussicht das Gleichgewicht zwischen den dret Staats - Gewalten durch die Abwägung- der Mittel zur Wirksamkeit und zum Widerstande erhalten, die sie jeder dexselben egeben. Die Deputirten-Kammer hat die Bewilligung dexr Steuern in_ihrer Gewalt und kann allein durch dleses Mittel den Anmaßun- gen der Krone,, widerstehen: Die Regierung kann die Machtüber- \hreitung der. Wahl - Kammer mit einem Aufrufe an--das, Land er- wiedern und cine feind]ihe Majorität in der, Pairs-Kammer durch die Ernennung neuer Pairs brechen. Jst: aher die bestimmte Zahl von Pairs ‘erreicht, welches Mittel der Bekämpfung bleibt dann dem Throne und dem Lande gegen diese Majorität, #0 aufrührerisch sie auch sey mag, no< Úbrig? Der König und die Deputirten- Kammer müßten entweder sich von ihr Geseße vorschreiben lassen, oder sie müßte gewaltsam gebrochen werden. Kann man bei einer solchen Alternativc no< unentschieden bleiben? Wir {lagen JFhnen daher vor, mit dem vorliegenden Entwurfe zu erklären, daß die Zahl der Pairs auch ferner unbeschränkt seyn soll. Ein Pa- ragraph des Entwurfes besagt,- das die Bedingungen dex Fâ- higkeit zur Pairie dur< ein Gesey sollen modifteirt wer- den tdnnen. Diese Beftimmung sten uns in ihren, Folgen so wichtig, daß wir sie zum Gegenstande ernster Prüfung machten. Es giebt in der Geseßgebung der Völker nur ein oberstes: Gelen _¡nâmlich das der gemeinsamen Wohlfahrt und der Nothwendigkeit. Das Geseß, welches die Gesellschaft- zum Untergange: verurtheilte, würde kein Geseß, sondern der Umsturz aller Geseße seyn, Nur dgs Geseh der gesellschaftlichen Erhaltung, is seinem Fine nah, welches das der naturlichen Vertheidigun ist; unveränderlich;; dies ses Prinzip steht, für die Staaten wie für dic Judividuen über allen übrigen. Das Geseß muß daher siets die Mittel in sich: haben, die Bedürfnisse des Landes zu befriedigen; es kann nicht sich und noch weniger dic Zukunft binden; es bindet Alle, Unterthanen und Für- fien, den Kdnig wie die Nation, nur sich selber nicht, denn dadurch würde es sih außer Kraft schen. Ohnehin' würds. es ein vergeh- liches Unternehmen seyn, wenn dle ti aid die Zukunft binden wollte: welche Gewalt vent sie, die länger lebte, als sie selbst? Eine Gesehßbestimmung, welche die umge Gesetze fesseln wollte, würde also leer und nichtig seyn und eben so zwedlos, als eine Bestimmung die dem künftigen Geseße eine Autorisation er- theilen wollte, deren dkeses nicht bedarf; sie würde ohnehin, wie im vorliegenden Falle, den Uebelstand haben, daß: sie-ein Geseh, das nicht beschränkt werden darf, di beschränken, und ein Grund- Prinzip, dessen Erhaltung von Wi tigkeit ist, zu vernichten schiene. Die Majorität Jhrex Kommission hat aber geglaubt, dieses Recht und dieses Frl esu der Zukunft seyen so unbesireithar, daß man von einer allerdings überflüssigen/ aber eben darum gefahrlósen Be- timmung keine Anwendun guf die ersteren werde machen kdnnen, und \{<lägt deshalb vor, dieselbe beizubehalten: Hiermit , m. H: ist die Aufgabe Jhrer Kommission zu Ende, und. die Jhrige beginnt. Gern hâtten wir Fhnen dieselbe durch Vorlegung. cines. wentger unvollsiändigen Ergebnisses unserer Arbeiten erleichtert. Wenigstens sind wir aber Úberzeugt , diese erste Prüfung “des; Entwurfes. mit. demselben Geisie der Versbhnung und Unheigennüsßlgkeit, der auch ore Berathungen leiten wird, angestellt zu haben. Wenn „unser nsichten getheilt waren, so hegten wir doch, wie dies: auch, hei Fhnen der Fall seyn wird, den einstimmigen: Wunsch,„ daß diese- wichtigen und feierlichen Debatten der leßte Nachhall von Er-

1878

drterungen seyn möchten, welche so viele Juteressen einan- der gegenübergefent und \o viele Leidenschaften aufgeregt haben. Nie war der Einklang aller ehrenwerther Gestnnungent nothroendi- ger als jeßt. Wenn es die Pflicht der Bürger ist, jeder in seinem Wirkungskreise die Regterung in ihrem schwierigen Berufe zu un- terstúzen , \o ist diese Pflicht nach einer iener großen politischen Erschütterungen, welche Throne umwerfen und das gesellschaftliche Gebäude, ja den Boden selb, auf dem es steht, auf lange Zeit ershüttern, doppelt gehbieterish. Nicht immer is dann das usam- menwirken aller Freunde der Ordnung hinreichend, um die Gesell- schaft in ihre Fugen zurü>zubringen und der Regierung die Kraft zu geben, deren sie bedarf, und die fie nur durch das Vertrauen der Gutgesinnten erhalten kann. Dieses Vertrauen i| sie besonders von derjenigen der yarlamentarischen Gewalten zu erwarten berech- tigt, deren spezieller Beruf ‘es is, zu erhalten und zu vertheidigen, u unterstüßen und zu befestigen. Sie werden, m. H. dieses Man- at der Versbhnung: und Stabilität erfüllen. Das Land fühlt das Bedürfniß, zwe>lose Kämpfe zwischen der Vergangenheit und Ge- genwart beendigt zu schen, Kämpfe, dîe schon zu lange dauern und für die Gegenwart wie für die Zukunft gefährlich sind; es fühlt das Bedúrf- niß, jenen unheilvollen Spaltungen ein Ziel zu seßen, die dem Par- teihaß Nahrung geben und den Feinden der Ordnung und des Eigenthums verbrecherische Unternehmungen gesiatten, die zwar glücklicherweise unterdrü>kt worden find, aber deren Wiederholung nur durch die Eintracht der guten Bürger verhindert werden kann. Wie au< Jhr Beschluß ausfallen mdge, m. H, er wird, wir zwei- feln nicht daran, wenn er Jhnen von solchen Gesinnungen einge-- geben wird, in allen Gemüthern die Ueberzeugung erwe>en, daß Sie eine große Pflicht erfüllt haben.“/

Fn der Sigung vom 22. Dezbr,, zu welcher sh etwa 150 Mitglieder eingefunden hatten, berichtete zunächst der Graf von Portalis über den der Kammer vorgelegten Gesey - Ent: wurf wegen der Verhaftung der Schuldner. Sodann begannen die Berathungen über das neue Pairs - Geses. Auf der Mini- sterbank befanden si< die Minister des öffentlichen Unterrichts, des Krieges, der auswärtigen Angelegenheiten und der Marine. Len Cas. Périer traf erst gegen Ende der Sigzung ein, Der erzog v. Coigny eröffnete die Debatte mit einer Rede wider den Entwurf. Er gab seine Verwunderung darüber zu erkennen, daß die Minister das Prinzip der Erblichkeit so leichthin aufge- geben hätten; eine der wesentlichsten Bedingungen der Reprâä- sentativ - Regierung sey die Unabhängigkeit der verschiedenen Staats-Getwalten ; sona< müsse man auch der Pairie die ihrige erhal ten, und dies sey unmöglich, sobald man ihr ihre eigentliche Stüste, die Erblichkeit, raube ; bei dem persönlichen Charakter des jegigen Königs glaube er, daß au< die Abschaffung der Erblichkeit dem Lande eben feine großen Gefahren bieten würde, man müsse aber auch an die Zukunft denfen. Das System der Kandidaturen {ien dem Redner eben \o verderblich für die Autorität des Königs, als die direkte Volkswahl. Nachdem derselbe noch die Beweis gründe, die man gegen die Beibehaltung der Erblichkeit vorge- bracht, zu widerlegen si< bemüht hatte, trat der Herzog von Choiseul zu Gunsten des Geseß-Entwurfes auf, den, meinte er, die Kammer annehmen müsse, wenn sie sih nicht selbst den Todesstoß versezen wolle. Nach ihm bestieg der Herzog von Fig-James die Rednerbühne. ¡Es is immer peinlich//, hob derselbe an, „wenn man von sich selbs sprechen soll; noch mehr aber, wenn man, wie bier, seine cis ene Sache zu vertheidigen hat. Bisher genossen wir bei allen ragen, die in dieser Kammer ecdrtert wurden, der unbeschränk« testen Freiheit und waren für unser Votum nur uns /- dem Lande und unserem Gewissen, Rechenschaft schuldig. Nicht \o heute; wix fiehen jeßt einer öffentlihen Meinung (um nicht zu sagen einein Volks - Geschrei) gegenüber, die, hon lange von der Presse dazu vorbereitet, sih gegen diese Kammer ausgesprochen und sie im Vor- aus verurtheilt hat. Diese erkünstelte Meinung hat sich rasch auch in die Wabl - Kollegien cingedrängt und scheint entschlossen, nicht nur bei allen Beweisen , die man thr gegenüberstellen könnte , taub u bleiden, sondern sogar in diesen Beweisen nichts als Aus= uchte zur Vertheidigung eines Privat - Jnteresse zu erblik- ken. Man darf es sth nicht verhehlen: noch nîe befand sich ein Staatskdrper in einer schieferen Stellung, als der un- srige; uns will man die Verantwortlichkelt für die Folgen eines Beschlusses aufbürden, von welchem Leben und Tod der Pai- rie abhängt. Gewiß darf man auf unsre Unecigennüßigkeit und un- sern Patriotismus renen; wenn ich aber auf so vte Schmähun- gen ein so großes Vertrauen folgen sche, so wird man es mir wohl nicht übel deuten, wenn ich dieses leßtere gleichsam als einen Fall- stri> betrachte, der uns ene wird, um die Volksleidenschaften auf= zuregen , falls wir das Geseßz verwerfen sollten, oder um uns in dec wahren dentlichen Meinung zu siürzen , insofern wir dasselbe an- nähmen. Andrer Seits wird das Falsche unserer Lage durch die seltsame Stellung, die das Ministerium selbsi in dkeser Sache ge- nommen hat, noch erhdht. Es ist geisam als ob man uns sagte: Piehen Sie si heraus, so gut Ste können; seyen Sie erblich oder nicht: seyen Sie Pairs, Senatoren oder gar ni<hts; Alles is gut, insofern nur das Gewitter, das sih Über Jhren Häuptern zu ent- laden droht, die Regierung nicht zugleich mit zertrümmert !// Im weiteren Verlaufe seiner Rede sprach der Herzog seine Ueberzeugung dahin aus, daß die Kammer in ihrer gegenwärtigen Zusammenseßung auch dle sirengste Untersuchung nicht zu scheuen brauche, indem kein Pair in derselben size, dessen Erhebung nicht der Versammlung zur Zierde gereiche; ex nannte in dieser Bezie- bag die Namen Montebello - Lanjutinais und Boissy d’Anglas. 11 könnte‘, sügte er hinzu, „diese Nomenklatur unendlich ver- arbßern, und zuleßt mit Demuth meinen eigenen Namen nennen, obgleich ich ni<t den lächerlichen Stolz besthe , die Ehre, seit 16 Jahren ein Mitglied dieser Kammer zu seyn, meinem persönlichen Verdienste beizumessen ; was ih bin, verdanke ih meinen Vorfah- ren. Zu einer für Frankreich unhecilvollen Zeit sah einex meiner Ahnen beständig den Sieg an scine Fahnen gefesselt und bezahlte zuleßt mit seinem Leben die Gasifreiheit, die sein zweites BVater- land ihm bewilligt hatte. Wohl weiß ih, daß in einer Zeit, wie die jeßige, Diénste, die vor hundert Jahren geleistet wor- den, nicht besonders hoh angere<hnet werden, und doch sollte das für Frankrei vergossene Blut immer zählen; die Kugel, die meinen Ahn, und diejenige, die den Herzog von Montebello traf, waren heide von Eisen und sollten also auch in der Wagschale der Gerechtigkeit des Landes beide von gleichem Gewichte seyn. Man beruft si< darauf, daß erbliche Funetionen ein politischer Unsinn wären und daß die Uebertragung des Rechtes, Geseße zu erlassen, von allen Privilegien das abgeschmackteste sey. Man hat dieses Raiïsonnement von allen Seiten beleuchtet und dies wundert mich nicht, weil die Republik dahinter ste>t. Jun der That, m. H, alle Erbrechte reichen s< einander die Hand; sobald also erst das Volk sich von dem Gedanken durchdrungen haben wird, daß es abge- \<ma>t sey, Geseße von Vater auf Sohn zu machen, wird man ihm auch eben so leicht beweisen können, daßes noch hundertmal abgeschma>- ter sey, von Vater auf Sohn des Rechtes zu genießen, die Gesebe voll- gichen zu lassen, im Ramen derselben Recht zu sprechen, die dfentlichen Le in eie en , die Land- und Seemacht zu befehligen, König en, die Republik is vor der Dhúr, Die Wähler bezeichnen die Pre ie als einen Heerd der Aristokratie. Napoleon und ydwig XVIII. waren der Meinung, däß die Belohnung für die dem Lánde geleisteten Dienste erblich. seyn müsse; die heutigen Doktoren behaupten aber, daß Beide hiexvon nichts verstanden hätten, daß man wohl“ die Thaler seines Vaters, ALBE AIAE VeeA RuUühm und den Lohn seiner Dienste erben könne. Dieser Gedanke ist würdig cines Zeitalters, in dem das Gold der einzige Göße isi, dem man opfert.

rblichkeit der Krone bang! nur noch an einem Fâ-

Wer also sein ganzes Leben hindurch ttur bemüht gewesen ist, seinen Geldkaften zu füllen, im Uebrigen aber sih um fein Land wenig oder gar nicht gekümmert hat, der kanti seinem Tode ruhig entgegensehen; er hinterläßt seinen Kindern ein sicheres Erbtheil. Wer dagegen sein Le- ben allein dem Staatsdienste gewidmet, seine Gesundheit dabei zugesegt, den Ruhm seines Landes höher als Alles gestellt hat und arm, abt mit dem Bewußtseyn dic Augen schließt, daß er den Ruf eines Eh- renmannes und eines guten Bürgers mit in die Grube nimmt, de hinterläßt seinem Sohne nichts, als die Dürftigkeit, wenn seine vbysischen Kräfte und andere Zufälligkeiten des Lebens ihn hindern, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Sicht man denn nit ein, daß, während man auf solche Weise dem Menschen die trôstende Hoffnung benimmt, in seinen Kindern fortzuleben, man ihm, seine ganze Zukunft verbittert, alle seine Täuschungen zerstôrt und in sei nem Herzen den fruchtbarsien Keim an hochherzigen und patrioti: \{<en Gesinnungen ersti>kt? daß man dadurch jene reine Flamme Vaterliebe, die Gott selbsi in unseren Herzen anzündete, für im: mer auslös<t? Dies wäre also das Resultat der Weisheit unseres vielbelobten Jahrhunderts? Auf diesem Wege wollt man zu jener Vervollkommnung des menschlichen Geschlechts gelangen, die man sich bei jeder Gelegenheit als Ziel vorste>t? Mq diente nur no< seinem Lande, um Geld zu erwerben, und macht aus dem Staatsdienste ein Handwer:? Muß bei einem #0 \calq Gedanken nicht der leßte Funke der Vaterlandsliebe erldschen ? Weh uns, wenn es jemals dahin mit uns kömmt! . Als Privilegiun verwirft man die Erblichkeit, und doch schicken die Hekren Deputit: ten uns zugleich ein Verzeichniß von dentlichen Aemtern und Wür: den, indem sie erklären, daß diese allein mit der Pairs - Würde yer: einbar wären. Wird hierdurh nicht ganz eigentlich ein Privilegiun begründet? Und beweist dies nicht. klar, daß man dasselbe der Pari nur entziehen will, um es anderswo wieder einzuführen? My hatte bisher eine Aristokratie der Pairie; man wird von nu an cine Aristokratie der Aemter haben. Jch sehe nicht ei was Frankreich dabei gewinnen wird. Der seltsame Wider: spruch, in den die Deputirten - Kammer bek dieser Gelegenhe| erathen ist, wird für mih immer etn unerklärliches Räths( leiben.// Rachdem der Redner es getadelt, daß das Land in Mast nicht über dasjenige, was nach der leßten Revolution Seîtens ur: befugter Deputirten geschehen, zu Rathe gezogen worden sey, unh nachdem derselbe die Meinung ausgesprochen , daß Frankreich nit schnellen Schritten der Republik entgegeneile , fuhr derselbe al fort: „Was mich betrifft, so erkläre ich hiermit, daß unsere Positiy mir nicht mehr haltbar scheint, und daß i< meinerseits entschl sen bin, wie auch diése Berathung ausfallen mdge- auf die Pai: wüúrde zu verzichten. Wollte man mich vielleicht fragen - warn ich solches nicht hon vor 17 Monaten gethan, so würde ich a worten, daß ih aus denselben Gründen, die einen Soldaten very lassen, im Augenbli>e der Gefahr seinen Posten nicht zu verl sen, auh den meinigen habe behaupten wollen. Fch bli} weil, wenn auch die Monarchie zu Grabe getragen war," f do<h noch ein Frankreich gab, an das meine Pflichten mi} banden. Wie innig man indessen au<h von demjenigen „. was mi} seinem Lande schuldig ist, dur<drungen seyn mag, so ist man au sich selbs etwas schuldig, und ih fühle, daß ich nicht länger i

einer falschen Lage bleiben kann, die hinführo aller Würde erma

gelt. Jn Frankreich vorzüglich muß man Über diese Würde eifd wachen, denn ohne sie kann man scinem Lande durchaus von keine Nußen seyn. Nach dieser Erklärung fühle ich mich leicht genu um noch einige Worte úber die uns vorliegende Frage hinzuzus en. Es is mir unbegreiflich, wie die Wähler-Klasse sich gegen d ogenannte Privilegium der Pairie erheben konnte, da doch zu Gu fien ihrer cin so furchtbares Privilegium begründet worden ift. Vi! 160,000 Bürger haben das Recht, zu 8,-000/000 anderen im N men des Geseßes zu sagen: // „Wir sind Alles, und Jhr (d) Nichts!‘ Ein zu 200 Fr. Besteuerter kann seinem N bar, der nux 199 Fr. 99 Centimes zahlt, zurufen: 71 7e Bu Du gehdr| nicht an meine Seite; zwar trennt uns nur eine ey zige Centime, aber dies i hinreichend, um eine eherne Mauer zu! schen uns aufzuführen; Du zahlt, ih ernenne Deputirte! //// B man will, leuchtet mir vollkommen ein ; 300 Pairs, deren Existt Euch ein Dorn im Auge is, wollt Jhr dur<h ein Gese abschaf ugleih aber 8 Mill. Franzosen, die Euch nicht gut genug dünk im Staube lassen. Und hierzu wünscht man si Gld, drüdt (N gegenseitig die Hand, umarmt sich, und úberall erschallt der Ri Es lebe die Gleichheit!/// Du armes Frankreich! wirst d denn nie die Augen dffnen? wirst Du es denn ewig zugeben , Charlatans Dich hintergehen und sih Über Dich lustig mach Will man beweisen, daß man aufrichtig die Gleichheit liebe, F lege man den Deputirten die Pflicht auf, das gehässige Wahl-M nopol abzuschaffen, damit hinführo jeder Bürger in den Genuß s ner politischen Rechte trete; alsdann wird man erlangen, was n so sehnlichst zu wünschen scheint ; Niemanden wird es mehr in \ Sinn kommen, die Privilegien dieser Kammer zu vertheidigen, 1 es wird endlich eine allgemeine Repräsentation“ der Jnteressen | Landes siatt der unächten geben, die wir in diesem Augenblicke | Dies war es, m. H., was i< Jhnen über die vorl gende Frage zu sagen hatte. Es war mir weniger darum zu thi einer Sache, die ih, nachdem die Regierung selbs sie Gitaeal für verloren betrachte, den Sieg zuzuwenden, als die ungere< Vorwürfe zurückzuweisen, denen diese Kammer schon so lange a geseßt gewesen is. Jch glaube, daß ich heute zum leßtenmale J Aufmerksamkeit und Nachsicht für keinen würdigeren Gegenstand Anspruch nehmen konnte; es ist das Lebewohl, das ich meinen legen sage. Wundern muß es mich aber, daß die natúrlichen Vi theidiger der Krone den Feind nicht schen, der sih binter ser Frage der Erblichkeit verbirgt; daß sie nicht erkennen, der Angriff auf diese Kammer zugleich ein Angriff auf Königthum und auf die gesammte Gesellschaft ist. Fa, m. H, ganzen gesellschaftlichen Gebäude droht der Einsturz, wenn ' Krone, die es beshúßt, und das Eigenthum, das die Grundl desselben ist, von einem und demselben Schlage getroffen werd Man sîegt heute über die Erblichkeit, morgen wird man Über ) Erbtheil siegen, und die Regierung wird außer Stande seyn, zu beschúßen, nachdem sie jene aufgegeben hat. (Beifall in eint Theile der Versammlung.) Schon sind die Gemüther von die Todes - Gedanken durchdrungen, und wenn der Keim des Repu? kanismus sich noch nicht vdllig entfaltet hat, \o fehlt es gewiß nl an Männern, die cifrig bemüht sind, ihn zur Mine u bringen, M ner, die um so gefährlicher sind, als sie sich vorl ust noch für Mo chisten ausgeben; ihre wahre Absicht bli>t aber bei jeder ihrer Handll gen durch; Überdies ändert man schwer seine Gewohnheiten, und wf man 15 Jahre lang Komödie gespielt hat, so thut man es auch {i anzes Leben hindurch. (Sensation.) Es giebt nur ein Mittel, l! 0 großen Drangsalen zu entgehen, und ih bin nicht der Erste, l es andeutet. Ein ehrenwerther Deputirter (Hr. v. Cormenin) | Jhnen bereits mit einer Kraft der Logik , die ich niemals errei! werde, gesagt , daß eine Appellation an das Land der einzige W des Heils sey. Jch kenne diesen Deputirten nicht, nicht einmal f Anschen, und hâbe nie in Verhältnissen mit ihm gestanden. S Ansichten sind nicht die meinigen, und wir gehen von zwei vOl entgegengeseßten Gesichtspunkten aus; indessen hindert dies nid daß man sih auf dem Wege zu einem gemeinschaftlichen Ziele gegne. Er hat mich überzeugt, ih gestehe es; warum hat nl au<h die Regierung seine Lehre benußt. Noch wäre es 0 dazu; . sie vertraue dem gesunden Sinne des Volkes. Hell könnten noch alle Steuerpflichtige frei ihre Wünsche und Hoff" gen aussprechen. Trüge die Republik den Sieg davon, #9 au ihre erste Sorge seyn, die Primar-Versammlungen zusam" zu berufen, aber nur eine einzige Meinung würde sih alsdann Sicherheit aussprechen dürfen, und es wäre weder die Jhrige, die meinige. Jch bin zu Ende. Gott mdge Sie aufklären un Frankreich retten! Dies war immer der erste Wunsch meines Ht ne: es ist der leßte, den ih von dieser Rednerbühne herab z1 "} ennen gehe.‘/ j

Meyolution aus

Tman \i<h

Auf diese Rede f je Tribune verließ, on Dreux-VBrézé,

Fourtarvel. und mehrerer anderer Pairs.

uswártigen An rgriff, bemerkte zuv hers set)

jen die ter:-Raths, \ der zu ‘bleiben,

ng hineinziehen und den

en, Dieser Vor Conseils habe einz m Auge gehabt. jon

igenen Beweisführung daß seine Wünsche und se nd einer anderen Dynastie,

vemerfte eine Stim den Eid der Treue

uhr der Minister fort, habe alle gegen das Prinzip der Volks-Souverainetät und gegen die Fuli- Ó der Geschichte eines Nachbarlandes ge\{öpf|t,

(ber dabei zweierlei harlande, England, a feststehe, Nahre hindur<h das

ut habe tellen seh. Mit de

{mlich mit der über die erbliche oder die lebenslängliche Pai-

je, habe der vorige derselbe allein in de Gesinnungen finde,

Nontebello habe sich auf dem Schlachtfelde ausgezeihnet, no<

he er gewußt, daß

lassen werde ; dasselbe sey mit allen Helden der alten und neuern Zeit der Fall; eine geistreiche Aeußerung des Marschall Mas-

sena finde hier ihre inem Ausländer ,

war und selbstgefällig die Verdienste seiner

Vaterland herzählt < Ihres großen

nen rühmen; ih

England berufe , dort zu einer Zeit

heute no< sehr zurü war, fest einer der drei geseßgebenden Gewalten des Repräsenta- R tiv-Staates unumgänglich nothwendig wäre, eine Zeit, no< von den Menschen entschiedene Frage seh. der Minister den der sie bei der Berathung über die Erblichkeit der Spezial-Mandate der Wähler gebunden gewesen seh, abzuweisen

daß

versucht, fuhr er fo

vorigen Reduer verurtheilte Prinzip der Volks-Souverainetät an, be- finde sich aber deshalb nicht in dem anarchischen Zustande, von dem der- selbe ein so schre>lihes Bild entwerfe; die Lyoner Ereignisse hätten viel- Ohnmacht der den Tag gelegt, indem weder die eine noch die diesen großen Aufstand zu benuyen verftanden hätte.

mehr die Naxtei an

Vendée, die man

\hildere, werde das Maaßregel gegriffen. fassung besonders getadelt, Îdas Wahlrecht vorenthalte , des allgemeinen Votums auf.

in dem politischen man ihm Glúck langen Jahren alle fiudire, erinnere si<

rehts sprechen gehört zu haben ;

gemeinen Votums ten Generalstaaten

befanit, aus welchen jeyt als das Resultat den wahren Ausdruck es seh bekannt, und welchen Einfluß sie auf das Schicksal des Landes ausgeübt

flanden hätten ;

hätten; Federmann

e sehen, auf die der Hof gar keine Rücksicht genommen habe. Ja, m. H. «t man uns gern zurückführen; und dur< wel<hes Mittel? Durch eine Appellation an ZRedner in diesem Punkte mit den Organen der ganz entgegen- geseßten Partei überein.

4d \o

sultat man nicht und neuer Vecwi

auf diese Maaßregel, Doch will ] ih halte einer so späten Stunde will i< Jhre Aufmerksamkeit nicht län-

wir sie. anklagen ,

ger ermüden, Da

tischen Theile seines Vortrages zu folgen hatte und die gefähr-

liche Seite desselbe

wage ih zu hoffen, die Kammer werde in dem Benehmen der

Regierung nur den Landes im Einklang

aH dem vorliegendenGesez-Entwurfe ihre Zustimmung ertheilen.‘

ach einer furzen

ließ der Graf Molé si< zur Vertheidigung der Ecblichkeit ver- nehmen; nicht, äußerte er, daß er sl< irgend einen Ecfolg von seinen Bewühungen verspreche; indessen seh \huldig, bei einer so wichtigen Nachdem der hecvorgehoben, die seiner Ansicht nach mit einer bloß lebenslänglichen Pairie verknüpft wären, {loß er in folgender Weise : „„Die Erblichkeit der Pairie ift nichtsdestoweniger in meinen bringlih verloren. Auch theile ih niht die Hoffnung derer, da glauben, daß man einst wieder darauf zurückkommen könne ; es ist nicht so leicht, ein Gebäude wieder aufzubauen, als es abzureißen, und eine Reparatur is unmögli<, wenn {hon die Grundlagen desselben untergraben sind. neu wieder auf, \o geschieht es nah einem anderen Plane, und der Himmel gebe, daß die künftigen nicht gezwungen werden mögen, die Dauerhaftigkeit des Gebäu- des um jeden Preis zu erlangen. ‘‘

auszusprechen.

die Berathung for Redner sind l Dreux-Brézé.

eine beißende und bittere tand der Gesellschaft und enthalte zuglei< einige Anklagen ge- Minister, namentli<h gegen den Prásidenten des Mini- der darin beschuldigt werde, er habe, um am Staats-

Ohnehin habe der vorige Redner, ein Mann Talent und aufrichtiger Gesinnung,

und zweitens,

mit der Juli-

zur - Vertheidigung des Prinzips der Erblichkeit auf

olgte eine lebhafte Bewegung. Als der Herzog

empfing er die Glückwünsche des Marquis des Herzogs von Mouchh, des Grafen von Der M inister der gelegenheiten, der nah ihm das Wort örderst, der beredte Vortrag des vorigen Red- Satire auf den jeßigen Zu-

die Pairs - Kammer in eine falsche Stel: Pairs die Pille vergolden wol- wurf sey ungere<ht ; der Präsident des ig und allein das Fnteresse des Landes

die Kammer vor seiner dur< die frühere Aeußerung gewarnt, sein Bedauern einer anderen Monarchie als der jeßigen, angehörten. (Hier me: „Und dennoch hat er Ludwig Philipp geleistet. ‘‘) Der Herzog v. Fib-James, \o seine Gründe und Beispiele

übersehen : erstens, daß in eben diesem Nach- die Volks-Souverainetát als politisches Dog- daß die Englische Revolution, die vierzig Land mit Unglück und Verwüstung heimge- Revolution gar nicht in Vergleich zu r eigentlichen Frage, um die es si< handle,

Redner si< nur wenig beschäftigt; wenn r Erblichkeit den Keim edler und großherziger so vergesse er hierbei die alte und neue Zeit.

er seinem Sohne die erblihe Pairie hinter-

Anwendung; dieser habe nämli< einst zu der auf seinen berühmten Namen fitolz Ahnen um das „Sie thun re<t, wenn Sie und der Verdienfte Jhrer Ah- Wenn

e, GeIagt : Namens aber bin selbst ein solcher Ahn. “‘

so dürfe man nicht übersehen, daß dasselbe gegründet worden, wo die Civilisation gegen und daß die Frage, ob die Erdlich-

weder von der Nachdem Deputirten-Kammer gemachten Vorwurf, Pairie durch

rt: allerdings erkenne Frankreih das von dem

Karlistischen und der republikanischen andere Ju der als eine der Willkür preisgegebene Provinz Gese geachtet und zu feiner willkürlichen Der Redner habe an der jeyigen Ver- daß man der Mehrzahl der Bürger und stelle alsdann die Ertheilung Dies sey offenbar ein Fortschritt Bewußtseyn des vorigen Redners, zu dem nshen müsse, denn er (der Minister), der seit parlamentarische Vorträge des Herzogs lese und nicht, ihn früher für die Ausdehnung des Wahl: offenbar habe derselbe des all- nur erwähnt, um auf die Trefflichkeit der al- aufmerksam zu machen; es sey aber allgemein Elementen diese Generalstaaten, die man des allgemeinen Votums und somit als der Gesinnung Frankreichs hinftelle, be- wie weit ihre Macht gereicht

wisse, daß sie nur das Phantom einer Regierung

{loß der Minifter, „in diese Zeiten möchte

das Volk. Merkwürdig genug stimmt der

Eine solhe Appellation, dessen Re- kennt, ist nur ein Mittel neuen Aufruhrs rrung, Aus diesem Grunde dringt man und aus diesem Grunde verwerfen ih die Absichten des Nedners nicht sle für gut und aufrichtig, Zu

i< dem vorigen Redner nur in dem dogma- so

n genugsam bekämpft zu haben glaube,

Wunsch, dauerhafte, mit den Bedürfnissen des stehende, Nuftitutionen zu gründen, erbli>en und

Entgegnung des Herzogs von Fiß-James

er es dem Lande Frage seine Meinung unumwunden Redner hierauf alle die Nachtheile

Augen unwieder- die

Baut man späterhin Bauherren dur unsere Fehler

Am folgenden Tage sollte Die zunächst eingeschriebenen

An werden. arquis von

1879

Deputirten-Kammer. änderungen antrug.

O gestrichen und an deren

mentar - Unterrichts nux verhindert trag des Hrn. C. Dupin wurde i

Thiers, Berichterstatter über das

in allen Reihen der Versammiung

Ministern verlangten Aufschlüsse.

\prochen, die si< glei nach der ten und wovon die eine verfassun lutionnair gewesen sey.

rückweisen; eben so wenig habe

Absicht gewesen,

Zeit mit ihm eine und dieselbe Nach dieser Erklärung trachten können. ebenfalls wegen eines persönlichen

erklärte

nissen während der drei Juli-Tag daß Alles,

gemißbraucht worden

,

was man für einen

und Alles umstießet, wesen, als wig Philipp,

kraft des National - Willens, fes, fraft der Juli - Revolution,

neral Facqueminot auf. Nachdem er das die öffentlihe Ruhe und gen sich bemüht, National-Gardisten sle im Dienste nicht pünktlich

die zu nihts Gutem

digungen , i i wo er Bürger trifft ,

Argwohne,

fies scheitern werden. Stolz auf nenen Vocwiirfen, die sie unr be ausgeseßt sehen, Rechaen auf ihren Chef.

sle umschlingt, j verdoppeln.‘ Herr Mauguin, not vernehmen ließ, meinte, daß,

würden, die Opposition ihrerseits

{huldigt , während Herr Dupin ftehen gegeben habe,

wollen. die sih in den drei Juli-Tagen zuruck, Sodaun wandte er \ih ter im Juli d. Y., in deren

Chefs der Stadt-Polizei Carlier

Assisen Vertheidiger des als Beklagter, keine Stimme

duld der Versammlung mit j

Oppositions - Mitglieder den cher zur Ordnung zu verweisen.

er sich schon seit aufrecht zu erhalten. Hr.

„Diese Parteilichkeit des

Gehör schenke, B brachte Hr. Mau die Versammlung au

Aufschlüsse, insoweit sle ter betrafen, zur

jeßt die Berathung wegen Abschaffung

úber die des Geseßes

erzog von Broglie und der

ren Staats-Beamten beginnen.

irgend einer revolutionnairen Handlung schuldig gemacht. Guizot erwiederte zu seiner Entschuldigung, es sey nicht seine der gedachten Kommission einen solchen Vor- wurf zu machen ; er habe nur darauf hinweisen wollen, daß diese Kommission von Anfang an die Revolution anders als er und seine Freunde verstanden habe; er ehre den Charafter und das Betragen des Marschalls, der (wenn er sich nicht irre) seit jener politishe Laufbahn verfolge. hätte man die Sache als abgemacht be- VJndessen bestieg jest no< Hr. Laffitte,

zur großen Beluftigung der Versammlung , gleihwie Herr Lobau das „„revolutionnair‘/ von sih abweise, er dasselbe für si< in Anspru< nehme. „„war Mitglied der städtischen Kommission,

Fch meinerseits fühle mich durch diese ift, gar nicht beleidigt , Unterschied zwischen den Revolutions- und den constitutionnellen Männern machen will, na< Beendigung einer Revolution auh ferner no< revolution- nair sehn, \ wäre er allerdings zu tadeln. nah den drei YJuli- Tagen, wo Ihr den Grundvertrag ändertet so verfassungsmäßig und quasi-legitim ge- hr solhes jeßt behauptet, sondern Heinrich V. gewählt haben. ryer: „Sehr wahr!/‘/) Das Recht Ludwig fraft der Souverainetät des Vol-

lipp eben so revolutionnair, als ich,“ Reihen der Opposition.) Nach dieser zur Vertheidigung der Betragen derselben in allen Fällen, wo Ordnung bedroht gewesen, zu rechtferti- auch dut< Zahlen erwiesen hatte, keinesweges den Vorwurf machen fönne, wáren, {loß er seinen Vortrag

mit folgenden Worten: „Fort also mit jenen gehässigen Beschul-

der Vertheidigung der Geseße und des Die National - Garde wird immer bleiben, war: eine eherne Mauer, an der alle Versuche des

lassen wollte, indem jener bei dem betreffenden Ministeriums gewesen seh,

ner sehr ausführli<h zu werden anfing,

< zuleßt in dem fast einftimmigen Debatte endlich geschlossen werde.

ruhig seine Rede fort, so daß der Lärm zunahm, den Prásidenten ersuchten,

sitions-Mitglieder können eden so gut verlangen, als die Deputirte der Centra!‘ uin seinen Vortra bex die von den * die angeblichen Anwerbungen der Tagesordnung überging. Proposition des Hru. v. ; über die Pensionirung der höhe-

1 Die S igung vom 22. Dez, eröffnete Herr Daunou mit einem sehr ausführlichen Berichte, worin er auf die Annahme des Geseb- Entwurfes über den Ele- mentar- Unterricht, jedoch mit zahlreichen und wesentlichen Ver- i Der Minister des öffentlihen Un- terrihts hielt es für um so dringender, daß die Kammer sich mit diesem Gegenstande baldmöglichst beschäftige, cls die Kom- mission alle Haupt -Beftimmungen des Entwurfs modificirt oder

Stelle ein System eingeführt

abe, wodurch , seiner Meinung nach, die Verbreitung des Ele:

werden rourde. Auf den An: nzwischen beshlo}en, den Tag,

an welchem die Berathungen über den gedachten Gesez-Entwurf beginnen sollen, ers späterhin näher zu bestimmen.

e Herr Budget, kündigte hierauf dem

Prásidenten an, daß er seine Arbeit am nächsten Montage im Schoße der Kommission und wahrscheinlich {on am folgenden Tage in öffentlicher Sißgung vortragen werde. Diese Anzeige erregte

große Zufriedenheit. An der

Tages-Ordnung war jett die Fortseßung der Debatte über die von den

Zuvörderfi verlangte indeß der

Marschall Lobau das Wort wegen eines persönlichen Faktums. Hr. Guizot habe námlih Tages zuvor von zweien Parteien ge-

leyten Revolution gebildet hät- gömäßig, die andere aber revo-

Was ihn (den Redner) betreffe, der damals Mitglied der ftädtishen Kommission - gewesen seh, o müsse er für seinen Theil die Bezeichnung: „„revolutionnair‘“ zu-

die gesammte Kommission sich

Herr

Faftums, die Rednerbühne und daß,

„Auch i<h‘“, äußerte er, habe an den Ereig- e Theil genommen und erkläre,

was in dieser Zeit geshah, revolutionnair war.

Bezeichnung, die so oft und verstehe nicht,

Mollte Femand

MWäret Jhr aber

so würdet Jhr nicht Lud- (Herr Ber- Philipps besteht

und sona< is Ludwig Phi- (Lauter Beifall in den Erörterung trat der Ge- National - Garde

daß man den daß

führen fönnen! Fort mit dem die si< gewissenhaft und redlich Gemeinwohles widmen! was sle uns bisher Factionsgeiz

ihre Bestimmung, wird sie die-

selbe unter allen Umftänden würdig erfüllen, sollte sie si auch

trüben, nicht aber entmuthigen,

Sie in dieser Beziehung auf sle, wie Beide haben {on Gelegenheit gehabt, sh zu zeigen, und das Band der Achtung und des Vertrauens, das wird ihre Kraft und ihren Muth nur noh

der sich na< Herrn Facquemi- wenn die Minifter sich oftmals

beshwerten, daß sie von der Rednerbühne herab angeschuldigt

dergleichen Anklagen nicht min-

der ausgeseßt sey; so habe no<h Tages zuvor Herr Guizot ihn und seine Freunde geradezu einer revolutionnairen Tendenz be-

d. Aelt. vor zwei Tagen zu ver-

die Opposition scheine dur< ihre Angriffe gleichsam absichtlich dem Kaufmannéstande Schaden zufügen zu Der Redner fam hierauf no<hmals auf die Ereignisse,

auf dem Rathhause zugetragen, zu den Anwerbungen der Arbei-

Beziehung er die beiden (gestern erwähnten) Schreiben des General - Advokaten Tarbé uud des

nicht als Gegen-Beweise gelten Prozesse vor den dieser aber, fönne. Da der Red- so fltieg die Unge- Augenbli>ke und machte Rufe Lust, daß die Mauguin seßte indessen während einige die Unterbre- Hr. Girod erwiederte aber, daß

haben

edem

Hr.

einer Viertelstunde vergeblich bemühe, die Ruhe Dubois forderte ihn auf, stl de>en oder die Sizüung ganz und gar aufzuheben; und da Hr. Girod hierauf keine Rücksicht nahm, eben

d bei sei Rechte \s<lbte , Nedbuer bet seine Mes Drásideaten ift \fandalós! Die Oppo-

< zu be-

so wenig aber den so rief endli< Hr. v. Ludre:

daß man ihnen Nur mit großer zu Ende, worauf inistern verlangten Arbei- Es sollte Cormenin

Fudessen war die Aufregung im

E a E L beab aid dez aar LitOdaE: Au OC L I B i U e adi

Saale so groß, daß anfangs Niemand einmal re<t wußte, wos von eigentlich die Rede sey, so daß die gedachte Proposition ohne irgend eine Debatte mit 263 gegen 15 Stimmen durchging.

Paris, 23. Dez, Der König ertheilte geftern dem Pair, Grofen von Saint-Aignan, so wie den Deputirten von Nantes, Privat - Audienzen. Der General Tiburtius Sebastiani, der mit einer Mission na< Brüssel ‘beauftragt war». äst vorgestern Abend hier ange- fommen. v Der Marschall Mortier ist aus Straßburg wieder hier eins getroffen. Der Präsident des Minister-Raths hat, wie man jeht aus den Provinzial - Blättern ersieht, am 18ten d. M. um 2 Uhr Nachmittags folgende Depeschen an die Prásekten der Departcs ments abgehen lassen: „Jch habe geftern den beiden Kammern eine Mittheilung über den Verfolg der Lyoner Eccignisse und über den gegenwärtigen höchst befriedigenden Zustand dirser Stadt gemacht. Diese Mittheilung wurde von beiden Kammern sehr nt aufgenommen und brachte in der Hauptsiadt die günstigste irkung hervor.‘

Der National will wissen, der Herzog voz Mortemart wolle nicht na< St. Petersburg zurückkehren und hade deshalb um seine Entlassung von dem Posten eines Botschasters am dox tigen Hofe nachgesucht. 2 Der Königl. Gerichtshof beschäftigte s<* gestern mit dem Prozesse der vor mehreren Monaten verhafteten Sthmeizer, welche damals für die Vendee angeworben worden sth “\slten; “unter mehr als vierzig Angeklagten hat der Gerichtshof zunächst aht freigesprochen ; der Königl. Prokurator hat gegen die Freilässung von fünf dieser freigesprochenen Schweizer Einspruch gethan."

Der Constitutionnel enthält den Anfang eines aus- führlihen Berichtes des Herrn Bouvier-Dumolard über die Lyoner Unruhen. In demselben Blatte motivirt Herr von Cormenin in einem ausführlichen Aufsatze seinen Vorschlag, die Civil - Liste auf 7 Mill. Fr. festzuseßen.

Die amtliche Zeitung für den öffentlihen Unter- rit versihert, daß von den 5000 Studirenden der hiesigen medizinischen und juristischen Fakultät höchstens 300 an dem vor ate Tagen stattgefundenen Volfksauflaufe Theil genommen aben. -

Aus Toulon wird unterm 17ten d. M. geschrieben: „Die Generale Savarh, Trezel und Trobriant sind heute hier anges kommen und werden si< in wenigen Tagen auf der Fregátte „„Arthemise““ einschiffen. Die Linienschiffe „Suffren““ und „„Ma- rengo‘’ und die Fregatten „Jndependante““ und „Victoire““ sind heute, mit einem Linien - Regimente und zwei Artillerie e"Come pagnieen am Bord, nach Algier unter Segel, gegangen. März {all Molitor is, nachdem er über die hiesigen Linientruppen und National: Garden Musterung abgehalten. und. die Festungswerke * besihtigt, wieder von hier abgereist, ‘“ L #

Großbritanien und Frland. :

London, 20. Dez. Ueber die erfolgte: zweite Lesung der Reform-Bill äußert sich die Morning-Posft folgendermaßen: „Die Vertheidiger der Constitution haben ein -gutes Treffen ge- liefert, und wenn sle auch für den Augenbli dur die Zahl der Advgesandten der Faction überwältigt worden sind, so is ihnen doch der endliche Erfolg gewiß. Die ungemeine Ueberlegenheit der Gegner der Maaßregel in der Diskussion hat besonders die öfents li<he Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Wir nehmen feinen An- stand, die Meinung auszudrücken, daß der durch. die siegreiche Debatte der beiden Tage auf das Land hervorgebrachte Eindruck der Art seyu wird, die Constitution von der Gefahr, in der sie so lange geschwebt hat, zu befreien. Die Mieglieder der revolutionnairen Verwaltung und die verpflichteten Mits- glieder des Unterhauses, welche ihre Sitze dur den Ver: kauf der Ehre, der Freiheit und des Gewissens erlangt haden, mögen no< immer den Ministern ankleben und na< thren Befehlen stimmen ihre Sache hat denno einen tödtlichen | Stoß erlitten, von dessen Wirkuùg ‘sle sl nie erholen wird. Wie matt, wie {<wa<, saal und geifilos waren -die apos logistischen Reden der ministeriellen Reduer , durch- weiche sie die zahlreihen und wichtigen Veränderungen -die mit „der Bill, der ganzen Bill, nichts als der Vil“ vorge- nommen worden sind, zu vertheidigen suchten, im Vergleich zu den früheren wilden nad ungeflümen Angriffen gegen die Con- stitution und gegen alle diejenigen, welche fühn genug wa- ren, - dieselbe zu vertheidigen, Das. Nachlassen- der Energie ‘in Bezug auf die Reform - Frage innerhalb des Parlamentes steht völlig im Verhältniß mit der Abspannung auße: halb des Hauses, Und welches war die eigentliche Frage, die am Sonntag Morgen dur< das Unterhaus entschieden wurde ? Daß es dem Grundsage der Bill beitritt, wird mau fas gen. Dies is nur unter der Bedingung wahr, daß die Bill fei- nen anderen Grundsay hat, als den eiufaheu Vorschlag, daß ir- geud eiue Reform- Maaßregel -wünsceiswerth ist, Weun der Ausschuß des Unterhauses eden so aufrichtig mit der gegenwärs tigen Maaßregel zu Werke geht, als es die Minister gethan ha- bén, indem sie die vorige Bill in die jeßige verwandelien, so diirfte er den Pairs eine Bill zusenden, die, wenn auch glei nicht nügli<h denn wir können es nicht einsehen, daß irgend eine Reform nüplih wäre doch so unschuldig wie möglich sehn würde.“

Der Courier enthält Folgendes: „Jn der Morning : Chro= nicle liest man einen Artikel über die Ursachen des Mißvergnügens, welches in Frland herrscht; wir bemerten aber dagezen, daß die Klagen der JFrläuder so zahlreich sind, daß auch die biste Negie- rung ihnen ni<t allen abhelfen fönnte. Mchr als die Hälfe der- selben find nifft wahrhaft begründet, aber da wirkliche Uebei vor- handen sind, \# wird es den Unruhefliftern, leicht, Unwillen gegen angebliche Mißbräuche zu erregeu; und es ft das beste Mittel, der Macht derer, welche ihren Vortheil bei der Fortdauer der Aufregung finden, Einhalt zu thun: wirklichen Uebela adzuhelsen uud dem Frlándishen Volke über die praftishe Wirkung eiuer Vermitte lung zwischen ihm und dem betrubten Systeni, unter weichem es so lange geseufzt hat, die Augen- zu öffnen, Die Ernennung eines Ausschusses zur Aufsuchung der besteu Mittel, um das Zehnten -System zu verbessern, is eine vortrefflihe Sache: aber es muß kein schlafender Ausschuß seyn. Weun wir die Verei- nigung mit Jrland befestigt zu sehen wünsczen, so mússen wir eben so eifrig darin sehn, das Gute zu thun und alle gerechte Ursache zu Beschwerdeu hinwegzuräumen, als es die Unruhe- stister sind, das Volk gegen die Geseße aufzureizen.““

Die Einwohner pon Macclesfield beabsichtigen, dem Parlasz mente eine Bittschrift. gegen die Einfuhr fremder Seidenwaaren vorzulegen. Im Jahre ‘1824, bevor die Einsuhr erläudt war, waren in Macclesfield 296,000 Weberfitihle in Bewegung, das,

egen is dies jet nuk mit 122,196 ‘tlhlez der Fall. Jm Nahre 1824 waren 10,229 Arbeiter beschäftigt, von denen Feder