1875 / 108 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Deutscher Reichs-Anzeiger

London, 10. Mai, Vormittags. (W. T. B.) Die Getreide- zufuhren vom 1, bis zum 7. Mai betrugen: Engl, Weizen 7334, fremder 38,258, engl. Gerste 339, fremde 4194, engl. Malzgerste 14,058 fremde —, engl. Hafer 248, fremder 57,677 Qrtrs, Engl.

Woche sind fast gleich mit der-korrespondirenden Woche in 1874, | 31. Warrants schwankten nur wenig. gaben aber schliesslich 1 sh. per Tons auf und werden 67 sh, Casza ‘per Tons notirt. Middlesbro- | 31, , Eisen ist meist unverändert. Hier sind bei kleinem Umsatz in Roh-

z Lübeoker Fener-Versloherungs - Gesellsohaft. Ord, Gen.-Vers, zu Lübeck.

Oeffentlilohbe Wasoh- und Badoe-Anstalten, Ordent],

Mehl 15,923 Sack, fremdes 3607 Sack und 12,747 Fass. Liverpool, 7. Mai, Nachm, (W. T. B.) (Baumwollen-Wochenbericht.)

Gegen- wärtige Woche.

Wochenumsatz 954,000

desgl. v. amerikan. .

degl. für Spekulat.

Export 6

wirkl. Konsum . .. » 9 unmittelbar ex Schif

Wirklicher Export .

Import der Woche .

Torre 4 a

davon amerikan. .

, ,” ,

eisen unveränderte Preise: gute und beste Marken Schottisches A. 4,80 à 5,40 und Englisches 3,70 à 4,10 pro 50 Kilogamm. Eisenbahnschienen zum Verwalzen 5,30 à 5,50, Walzeisen schwach, 11,50 à 12 und Kesselbleehe 14,20 à 16,20 pro 50 Kilogr. Kupfer fester, gute Sorten englisches und amerikanisches Kupfer 91 à 93 pro 50 Kilogr., einzeln theurer. Zinn ruhig, Banca 96 à 97 und prima englisches Lammzinn 93 à 94 pro 50 Kilogr., einzeln höher, Zink fest, ohne Umsatz, gute und beste Marken schlesischer Hütten- Zink 24,20 à 25,20 pro 50 Kilogramm, einzeln mehr, Blei stetig, Tarnowitzer, Harzer und Sächsisches 22,20 à 23,25 pro 50 Kilogr., einzeln besser, Kohlen und Koks angeboten, englische Schmiede- kohlen nach Qualität bis 80, Koks 63 à 72 pro 40 Hektoliter, schlesischer und westfälischer Schmelz-Koks 1,40 à 2,20 pro 50 Ki- logramm frei hier.

Weoeriinm, 10. Mai. An Schlacbtviek war anuígetriebsn, Rindvieh 2327 Stück, Schweine 5800 Stück, Schasgfrieh 13587 Stück,

Gen.-Vers, zu Berlin, Dentsohe Relohs- und Continental - Elsenbahnban- Gesellsohaft, Ordentl, Gen.-Vers, zu Berlin, Vesta, Lebens - Versloherungs - Bank anf Gegen- soltigkelt, Ordentl, Gen.-Vers, zu Posen ; s, Ins, in Nr.106. Ausezahlungen. Aaohener Diskonto-Gesellsohaft, 614 % Dividende ab 15, Mai E M. 60 „S per Aktie bei der Diskonto - Gesellschafi in erlin, Amsterdamer Bank. 6 % Dividende bei der Bank für Hande? und Industrie in Berlin. Essener Bergwerks - Verein „König Wilhelm“ 4 % Dirvi- e ab 15. Mai mit 24 M. bei der Diskonto - Gesellschaft in erin, Côlnisohe Rüokversloherungs - Gesellsohaft, Dividende von 30 M. per Aktie bei der Kasse in Cöln; s, Ins, in Nr. 106. Ausweiïse von Bankem ete. *ohweizerisohe Kredit-Anstalt in Zürioh, Bilanz per 31, De-

2, Juni Ie

Schwim. n. Grossbritannien RCOIL S C s i Es New-York, 8. Mai, Abends 6 Ubr. Waarenbericht, Baumwolle in New-York Orleans 15}, Petroleum in New-York 13, do, in

Mehl 5 D. ?5 C. Rother Frühjahrsweizen 1 D. 29 C. Mais (old mixed) 93 C. Zucker (Fair refining Muscovados) 84. Kaffee (Rio-) Speck (short clear) 12# C.

17}. Schmalz (Marke Wilcox) 15# C. Getreidefracht 6.

Kälber 1746 Stfick.

Rindvieh pro Cir. Schlachtgew. Bohweins pro Ctr. Schlachtgew. Hemmel pro 20-—28 Kilo,

Kälber: viel Zafuhr, Han tei

16}, do. Philadelphia 13,

EBerlim, 10. Mai. Fleischpreise auf ¿em Schlachtyviehmarkt

21—23 n

zember 1874; höchster mittel niedrigster 54 Mark. 48 Mark. 34—36 Mark, | s. Do S 93 »„ 46—48 ,„

gedrückt, nur Mittel-Preise bezahlt.

unrer Ins.

zember 1874;

24. Mai

Berlin, 7, Mai.

Wochenbericht über Eisen, Kohlen und | 25. Metalle von M. Loewenberg, vereidetem Makler und Taxator beim Königlichen Stadtgericht. Die Umsätze auf dem Metallmarkt blie- ; 4 ben vor wie nach auf das Nothwendigste beschränkt;, die Preise hielten sich in der beendeten Woche meist unverändert, Der Glasgower Markt ist ruhig, die Verschiffungen in der letzten R OTEESNRE A R T Ez STDi I S E S TRGET G T T SCCEKG K G G R M N T N MEZE A R R PIWS v

Vers. zu Dresden,

Berlin, «

Roheisen: | 31,

General=-Veraanartilung en. Hainiohen-Rossweiner

» Berliner Bergbanu-Gesellsohaft, Or. Gen. - Vers. zu

Harzer Werke zu Rübeland und Zorgo. Ordentl, Gen.-Vers, zu Blankenburg a, H,

É Diskonio-Gesellsohaft in Berlin.

zu Berlin ;-s. Ins. in Nr. 106.

Bilanz per 31.

Cottbus -

Eisonbahn. Ordentl, Gen.- | ber a. p ;

zember 187;

der Nr, 106. Status Pp

Ordentl. Gen.- Vers, | des Halleschen

Sohweizerisoho Ronten - Anstalt in Zürlch. schluss und Uebersicht des Geschäftsbetriebes in Preussen für 1874;

Côlnisohe Rückversloherungs - Gesellsohaft.

8, unter Ins, der Nr. 106, Rechnungs-Ab-

der Nr. 106.

Berliner Nord-Eisenbahn. Rechnungs - Abschluss per 31, De-

s, unter Ins: der Nr. 106.

Snmmäarische Dezember a. p;; s. unter Ins. der Nr, 106. Grossenhainer Eisonbahn. Bilanz per 31. Dezem-

s, unter Ins, der Nr, 106. Masseuor Gosellsohaft für Koblenbergban. Bilanz per 31, De-

s. unter Ins. der Nr. 106.

Tilsit-Insterbaurger Elsenbahn. Bilanz pro 1874; s. unter Ins,

er ult. April der Norddeutschen Grundkreditbank, Bankvereins (Kulisch, Kaempf & Co.), der Thüringi-

schen Bank ; s. unter Ins. der Nr. 106.

Königliche Schauspiele.

Dienstag, den 11. Mai, Opernhaus. (116. Vor- stellung.) Die Hochzeit des Figaro. Oper in 4 Abtheilungen. Musik von Mozart. Cherubin: e Reinmann, vom Herzoglichen Hoftheater in

essau, als Gast. Gräfin: Fr. v. Voggenhuber. Susanne: Frl. Lehmann. Almavivya: Hr. Salomon. Figaro: Hr. Krolop. Anfang halb 7 Uhr.

Schauspielhaus. (125. Vorstellung.) Dritte Vor- stellung zu ermäßigten Preisen: Maria Stuart, Trauerspiel in 5 Abtheilungen von Schiller. An- fang halb-7 Uhr.

Die permanent reservirten Billets haben keine Gültigkeit.

Mittwoch, den 12. Mai. Opernhaus. (117. Vor- stellung.) Auf Allerhöchsten Befehl: Satanella, Phantastisches Ballet in 3 Akten und 4 Bildern von Paul Taglioni. Musik von Pugni und Hertel. Frl. Beretta aus Mailand, als Gast. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. Keine Vorstellung.

Bera utmah ung:

Bei dem Verkauf der Billets für die Vorstellun- gen zu ermäßigten Preisen im Königlichen Schau- spielhause hat sich herausgestellt, daß von einer Person mehrere Meldekarten (oft bis zu 6 Stück) präsentirt werden. Hieraus läßt fich folgern, daß diese Meldekarten sich in den Händen von Händlern befinden. Es sind die Billetverkäufer deshalb ange- wiesen worden, Billets auf bewilligte Meldekarten nur dann zu verabfolgen, wenn von je einer Per- fon eine Meldekarte abgegeben wird.

General-Intendantur der Königlichen Schauspiele.

Wallner-Theater.

Dienstag: Zum 44. Male: Ehrliche Arbeit. Mittwoch u. die folg. Tage: Ehrliche Arbeit.

Yictoria-Theater,

Dienstag u. folg. Tage. (Der Garten i} ge- offnet.) Gastspiel der ersten Solotänzerin Signora Dorina Merante und des Balletmeisters und Solo- tänzers Mr. Gredelue. Die Reise um die Welt in 80 Tagen, nebs einem Vorspiel: Die Wette um eine Million, Ausftattungsftück mit Ballet in 5 Abtheilungen, 15 Tableaux, von A. D'Ennery und Jules Verne. Musik von Delli- mont. Jn Scene geseßt von Emil Hahn.

Anfang 6{ Uhr.

Friedrich-Wilhelmstädtisches Theater. : Winterbühne.

Dienstag: 25. Gastspiel des Herzoglich Mei- ning. Hoftheaters. Zum 4. Male: Die Berschwö- rung des Fiesco zu Geuua. (Fiesco: Hr. Nesper.)

Mittwoch: Dieselbe Vorstellung.

Sommerbühne,

Dienstag. Debut des Frl. Welly, vom K. Frei- !

stadt-Theater in Preßburg u. d. Hrn. Peppert, vom K. städt. Theater zu Olmüß. Zum 135, Male: Mamsell Bugot. (Demoiselle Lange: Frl. Welly, Ange Pitou: Hr. Peppert.)

Resìidenz-Theater.

Dienstag: Gastspiel des Herrn Theodor Schelper. gu 11. Male: Onkel Braesig. Lustspiel in 5

en.

Mittwoch: Dieselbe Vorstellung.

Krolls Theater.

Dienstag: Vor der Vorstellung: Kouzert im Sommergarten. Loere Zeisige, Antang O4; der Vorftellung 7 Uhr.

In BVorbereitnng: Der stolze Heinrih. Posse m. Ges. u. Tanz in 3 Akten von Jacobson u. Wil- ken. Musik von Michaelis.

Woltersdorfff-Theater.

Dienstag: Gastspiel der Frau Lotte Mende. Zum 4. Male: Die Nachtigall aus dem Väckerganug. Hierauf: Die Kunst, geliebt zu werden,

National-Theater.

Dienstag: Die Iournalisten, Lustspiel in 5 Akten von G. Freitag.

Mittwoch: Gastspiel des Fräulein E. Hennies und der Herren A. Bethge und W. Schneider vom E in Shwerin und der Frau E. Bethge-

ruhn. Wallenstein. Triologie von Fr. v. Schiller. Trauerspiel in 5 Akten von A. Frhrn. y. Wolzogen. Wallenstein: Hr. W. Schneider. Thekla: Fräul. E.

Marx: Hr. A. Bethge. Gräfin Terzky:

Belle-Alliance-Theater.

Der Sommergarten ist geöffnet. Dienstag und folgende Tage: Z. 6. M.: Vöse Zungen. Schau- spiel in 5 Aufzügen von H. Laube. Bei günstiger Witterung vor der Vorstellung: Concert im Sonmr- mergarten. Abends: Brillante Illumination der großen Promenade. Zur Nachriht: Sämmt- liche Familienbillets und Legitimationskarten verlie- gen mit dem 13. Mai c. ihre Gültigkeit.

A Hentacher Personal-Kalender.

18, FEai. 1686, Otto v, Guericke, Erfinder der Luftpumpe #. 1752. Joh. Friedr. Blumenbach, Naturforscher *, 1760. Joh. Peter Hebeìi *.

Familien-Nachrichten.

Meine Verlobung mit Fräulein Elsbeth von Puttkamer, ältesten Tochter der Frau Elise von Puttkamer, geb. von Sydow, beehre ih mich Verwandten und Freunden ergebenst anzuzeigen.

Berlin, den 9. Mai 1875.

Louis von Blanc, Kapitän zur See und Decernent in der Kaiserlichen Admiralität. [3438]

Ihre heute vollzogene eheliche Verbindung beehren sich ganz ergebenst anzuzeigen.

Burg bei Magdeburg, den 7, Mai 1875.

Hermaun Steinle, Iulie Steiule, geb. Haseloff.

Ihre am heutigen Tage vollzogene eheliche Ver" bindung beehren sih ergebenst anzuzeigen . Haarmanun, Gerichts-Affsessor, Eugenie Haarmann, geb. Strohn. Dortmund, den 5. Mai 1875.

| Am heutigen Tage starb nach mehrmonatlichem i Krankenlager meine liebe Frau

Ernestine Struck, geb. Pelissier. Berlin, den 8. Mai 1875.

Dr. Gtrudck,

Oberstabs- und Regiments-Arzt des Kaiser : Franz Garde-Grenadier-Regts. Nr. 2. Die Beerdigung findet in der Stille statt. E E A I C e L À as et in Aa Sa S R E E ES Gt

L A A S USA S Ex N

| Ml [3437] Heute Mittag ents{hlief sanft unser innigst- geliebter Gatte, Vater, Schwieger- und Groß- vater und treuer Bruder Alexander Haseloff im 62. Lebensjahre. Um ftilles Beileid bitten

die trauernden Hinterbliebenen. Burg bei Magdeburg, den 9. Mai 1875. Die Beerdigung findet Mittwoch, 104 Uhr Vormittags, statt.

Verlobt: Frl. Minna Elste mit Hrn. Premier- S Hans v. Donat (Halle a. S.

oen).

Verehelicht: Hr. Hauptmann und Compagnie- Chef Julius v, Poser mit Frl. Hedwig v. Rosen- berg-Lipinsky (Polnisch-Lissa). Hr. Lieutenant und Adjutant Pflugradt mit Frl. Hildegard v. Lilienthal (Greifswald).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Professor Dr, Waldeyer (Straßburg i. Els.). Hrn. Premier- Lieutenant v. Kummer (Mainz). Hrn. Haupt- mann Baron v. Rheinbaben (Aachen).

Gestorben: Hr. Cameral-Direktor a. D. Her- mann Bobertag (Polnisch-Weistriß). Hr. Re- gierungs-Nath a. D. Friedrih v. Wick (Bützow). Hr. Hauptmann und Compagnie:-Chef Wil- helm v. Gilsa (Marburg). Frau Dorothee v. Brandenstein, geb. v. Owstien (Goslar). °

Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen. Der unter dem 22. Februar 1875 hinter den Ar-

beiter und Knecht Friedrich Schulz aus Berlin in

der Beilage zum Staats-Anzeiger Nr. 48 de 1875

erlassene Steckbrief wird hierdurch erneuert, Fehrbellin, den 4, Mai 1875,

[

Der unter dem 30. Januar l. Is. hinter dem Diener ONO Velger von Dittfurth erlassene Steckbrief wird als erledigt zurückgezogen. Hanat,

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl. [3427]

Aufgebot eines verlornen Wechsels. Das unterm 7. September v. J. von uns er- lassene Aufgebot eines von Gebrüder Friedländer & Maas zu Berlin am 1. Dezember 1873 an eigene Ordre ausgestellten, auf Louis Gaab hier gezogenen, am 31. Mai 1874 hier zahlbaren Wechsels, der der Firma: Spinnerei St. Blasien zu St. Blasien ab- handen gekommen, wird dahin deklarirt, daß die Summe, über welche der Wechsel lautet, nicht 231 Thlr. 10 Sgr., sondern nur 224 Thlr. 10 Sgr. be- trägt; der Wechsel war vom Trassaten acceptirt, von der Ausftellerin am 19, Dezember 1873 an Gebrüder Großmann in Brombach, und unterm 30, Januar 1873 von diesen an die gedachte Firma Gebr. Fried- länder & Maas girirt.

Der unbekannte Inhaber dieses Wechsels wird aufgefordert, denselben dem unterzeichneten Gericht binnen 4 Wochen vom Erscheinen Dieses vorzu- legen, widrigenfalls der Wechsel für kraftlos erklärt werden wird.

Erfurt, den 1. Mai 1875.

Königliches Kreisgericht. T. Abtheilung.

[3416] FProciam.

| _ Erste Bekanntmachung.

Wenn die Testamentserbin den Nachlaß des am 2, September 1874 zu Borbye bei Eckernsörde ver- storbenen Premier-Lieutenant a. D. Emil En- gels, zuleßt Beam*en der Strafanstalt bei Rends- burg, nur sub beneficio legiset inventarii angetreten hat, so werden Alle und Jede, welche an den Nach- laß des verstorbenen Emil Engels Forderungen und Ansprüche irgend einer Art zu haben vermeinen, oder Pfänder von demselben in Händen haben, hierdurch aufgefordert, binnen 12 Wochen, vom Tage der leßten Bekanntmachung dieses Proklams an gerechnet, bei Vermeidung der Aus\{ließung von dieser Masse resp. des Verlustes der Pfandrechte, ihre Forderungen und Ansprüche resp. Pfandrechte beim unterzeihneten Amtsgericht rechtsbehörig anzumel- den, Auswärtige unter Bestellung eines hiesigen Aktenprokurators.

Nendsburg, den 4. Mai 1875. Königliches Amtsgericht. Abtheilung II.

c ¿ rz S 9, L

(834%] Subhastations-Patent.

Das der Frau Dr. Petersdorf, Theophania, geb. Adami , verwittwet gewesene Spranger, gehörige Hausgrundstück Hypotheken-Nr. 26 zu Neustadt- Muskau, enthaltend eine der Grundsteuer unter- liegende Fläche von 43 Ar 10 Qu.-Meter, veranlagt zur Grundsteuer mit einem Reinertrage von 1,65 Thlrn. und zur Gebäudesteuer mit einem Nußzungs- werthe ron 45 Thlrn. soll

am 5. Iuli 1875, Vormittags 9 Uhr,

an ordentlicher Gerichtsftele im Wege der nothwen- digen Subhastation versteigert und das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlages

am 7, Juli 1875, Mittags 12 Uhr,

an Gerichtsstelle verkündet werden.

Der Auszug aus der Steuerrolle, der Hypotheken- hein und andere das Grundstück betreffende Nach- weisungen, so wie die Kaufbedingungen, find in un- serem Bureau einzusehen.

Alle 2 In gon, welche Eigenthum oder ander- weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Hypothekenbuch bedürfende, aber nicht einge- tragene Realrechte geltend zu machen haben, werden aufgefordert, ihre Ansprüche zur Vermeidung der Ausschließung spätestens im Versteigerungstermine anzumelden. i Muskau, den 3. Mai 1875,

Königliche Kreisgerichts-Kommission. Der Subhastations-Richter.

Verkäufe, Verpachtungen, Submisfionen 2c.

Zum öffentlih meistbietenden Berkauf von un- gesähr 3000 R.-M, kiefern Kloben, 1200 R.-M. kiefern Knüppel und 2000 R.-M. kiefern Reiser I. steht auf Dienstag, den 18, Mai er,, Borur. 10 Uhr, in dem Nürnberg'shen Gasthofe hierselbst Termin an. Kauflustige werden hierzu mit dem Be- merken eingeladen, daß die Verkaufsbedingungen im Termine selbst bekannt gemacht werden und die Be- laufsbeamten angewiesen find, das Holz den sich meldenden Käufern auf Verlangen an Ort und Stelle vorzuzeigen. Hagenort bei Gr. Schliewiß, den

Meni Frau E. Bethge-Truhn.

den 8. Mai 1875, Der Untersuchungsriter.

A A L NIS E Z C R AN C U! PR A OEP A S AOCHNOL R SRCÀ

Zum Verkauf des früheren Chausseegeld- Empfangsgebäudes zu Schönfeld (zwischen Sandau und Schßbnhausen an der Genthin-Havel- berger Chaussee gelegen) is ein Licitationstermin auf Sonnabend, den 22. dieses Monats, Bor- mittags 11 Uhr, in unserem Amtslokale angeseßt.

Die Licitationsbedinqungen und. die bauamtliche Taxe können während der Dienststunden bei uns und der Steuer-Receptur Sandau eingesehen werden.

Burg, den 7. Mai 1875.

Königliches Haupt-Steuer-Amt. [3429]

[3442]

Eisenbahn B Bau- Abtheilung Belzig,

Die Lieferung von 5000 Kubikmeter gesprengten Feldsteinen zum Bau der Brücken und Durchlässe innerhalb der Abtheilung Belzig soll im Wege der offentlichen Submission vergeben werden, und habe ih diejerhalb auf Dienstag, den 1. Inni c., Bormittags 10 Uhr, in meinem Büreau, kleine Wiesenburgerstraße Nr. 122, Termin anberaumt, bis zu welchem schriftliche Offerten, versiegelt nnd mit der Aufschrift

Submissions-Offerte auf Lieferung von gesprengten Feldsteinen entgegengenommen werden.

Die Lieferungsbedingungen liegen in meinem Büreau zur Einsicht aus, können auf Erfordern auch abschriftlich gegen Erstattung der Kopialien bezogen werden.

Die Eröffnung der Offerten erfolgt im Termin in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten. Nach der Terminsstunde eingehende Anerbietungen bleiben unberücksichtigt.

Belzig, den 8. Mai 1875.

Der c. Abtheilungs-Baumeister. Kuhlmann.

[3444]

3 Sw Submission.

Die Ausführung der Arbeiten und Lieferungen (excl. Ziegelsteine) zum Bau eines Zoll-Revisions- Schuppens in Fachwerk mit Schieferbedachung von ca. 2600 Qu, -Meter Grundfläche auf Bahnhof Aachen Templerbend sollen in Submission vergeben werden,

Offerten find portofrei und mit entsprechender Auf- schrift versehen, bis zu dem auf Montag, den 24 Nai cr., Vormittags 12 Uhr, in unserem tehnischen Bureau auf Bahnhof Aachen | Marschirthor anberaumten Termin, in welchem die Eröffnung der Offerten in Gegenwart der er- schienenen Submittenten erfolgen wird, einzureichen. Zugleich ist im genannten Termin von denjenigen Submittenten, welche bei diesseitiger Verwaltung noch keine Unternehmungen ausgeführt haben, durch Quittung unserer Kommissions-Kasse der Nachweis über die Hinterlegung der in den Bedingungen fest- geseßten Kaution zu führen. Zeichnungen und Bedingungen können vor dem Termin hierselbst eingesehen, Leßtere auch ebenso, wie die Submissions-Formulare gegen Erstattung der Kopialien von unserer Kanzlei bezogen werden. Aachen, den 7. Mai 1875,

Königliche Eisenbahn-Kommisiou,

Die Kohlenpreise auf der fiscalishen Königs- grube bei Königshütte O,/S, werden vom 15, Mai cr. ab bis auf Weiteres betragen für 50 Kilo- gramm oder 1 Centner loco Königsgrube franco Waggon resp. Verladeplaß: U i €125 50 Rchspf. D 4 vi ed 50 4 Nußkohlen (doppelt gesiebte) O d Förderfohlen (Gemenge aus sämmt-

lichen übrigen Kohleusorten) . 37,5 N Ce ane 00 Grieskohlen (ungesiebte Staubkohlen) 17,5 U a e i e e O Königshütte, den 8, Mai 1875.

7. Mai 1875, Der Oberförster.

Königliche Berginspection,

und

Preußischer Staats-Anzeiger.

j Das Abonnement beträgt 4 A 500 &

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| Insertionspreis sür den Raum einer Druckzeile 39 1A 4 f E 2 l

e eriitites

“D a/ (2 L108. TESNEGLL A Ee? L (11

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Den Pfarrern Kühne zu Etgersleben im Kreise Wanz- leben und Sellin zu Blasewiß im Kreise Anclam, dem Steuer- Einnehmer Oppermann zu Nicolai im Kreise Pleß und dem Stadtrath und Kaufmann Korb zu Prenzlau den Rothen Adler-Orden vierter Klasse; dem Zahlmeister Scchlothauer beim 3. Garde-Grenadier-Regiment Königin Elisabeth, dem Gar- nison - Verwaltungs - Ober - Inspektor Geißler zu Wiesbaden, dem Garnison - Verwaltungs - Inspektor Sperling zu Brieg, den Haupt-Steueramts-Assistenten Rosenblatt zu Wesel und Christiani zu Trier, und dem Steuek-Empfänger Unger zu Berleburg im Kreise Wittgenstein den Königlichen Kronen-Orden vierter Klasse; sowie dem Erbscholtiseibesiger Müller zu Riegliß im Kreise Neisse, dem Scholzen Winkler zu Polnischwette des- selben Kreises, dem Schulzen Hinz zu Gischkau im Landkreise Danzig und dem Ortsvorsteher Hein zu Südlingen im Kreise Saarburg das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen.

D. D

Deutsches Neich.

BSLa nun t. m. a. U U: (i Die Versendung von Wild durch die Post betreffend.

An Wild, welches unverpackt mit der Post versendet wird, ist gewöhnli eine, mit der Aufschrift versehene, \o- genannte Fahne angebunden. Solhe Fahnen kösen fh in vielen Fällen während der Beförderung ab, weil dieselben entweder aus zu wentig haltbarem Stoffe bestehen, oder weil sie in ungenügender Weise befestigt worden find. Beim Verluste der Fahne ist aber weder der Abgangsort noch der Bestim- mungsort des Wildes ersichtlih, was zur Folge hat, daß dieses, bevor der Empfänger oder der Absender ermittélt werden kann, dem Verderben unterliegt.

, Das General - Postamt nimmt daher Veranlassung, den BVersendern dringend zu empfehlen, an unverpacktes Wild nicht Fahnen anzubinden, fondern um jedes Stück einen Strei- fen Leinwand zu legen, diesen durh Zunähen oder Ver- fiegeln gehörig zu befestigen und darauf die Aufschrift nieder- zuschreiben. ;

Die Postanstalten werden unverpacktes Wild, an welches Fahnen mit der Aufschrift angebunden sind, fernerhin zur Be-

förderung nur dann annehmen, wenn die Fahnen aus dazu ;

geeignetem Stoffe bestehen und so befestigt sind, daß ein zufäl- liges Abtrennen nicht vorkommen kann. Berlin W., den 8. Mai 1875. Kaiserliches General-Postamt.

Königreich Preufßen.

S e. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

Den Obergerichts-A}essor Wußy kowski in Dsnabrük zum Staatsanwalt in Hagen ; : i

Den bisherigen außerordentlihen Professor in der philo- \ophishen Fakultät der Universität zu Greifswald Dr. Franz Hugo Schwanert zum ordentlichen Professor in derselben Fakultät; und E

Den bisherigen Dirigenten des Schullehrer-Seminars zu Dillenburg, Georg Richter, zum Seminar-Direktor zu er- nennen.

Finanz-Ministerium. Der Steuer-Kommissar Werner zu Biedenkopf is zum Steuer-Inspektor ernannt worden.

Ministerium der geistlihen, Unterrihts- und Medizinal-Angelegenheiten. Der bisherige Bibliothek - Custos Lic. theol. Albert Kloepper zu Königsberg i.- Pr. ist zum außerordentlichen Professor in der theologischen Fakultät der Universität daselbst ernannt worden. j j

Dem Seminar-Direktor Richter is das Direktorat des Schullehrer-Seminars zu Dillenburg übertragen worden.

Der Seminarlehrer Shüßler zu Dillenburg is an dem dortigen Seminar als erster Seminarlehrer angestellt worden.

Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.

Der bisherige Baumeister Gustav Heinrih Theune in Breslau i} zum Königlichen Wasserbaumeister ernannt und ihm die neu creirte technische Hülfsarbeiter-Stelle bei der Oderstrom- Bauverwaltung daselbst verliehen worden. it

Der bisherige Königliche Werkstätten- Vorsteher Rinkler zu Frankfurt a. O. if als Königlicher Eisenbahn-Maschinen- meister bei der Niedershlesisch-Märkischen Eisenbahn mit dem Wohnsiße zu Sorau angestellt worden.

Bekanntma u nt. g Nach Vorschrift des Gescßes vom 10. April 1872 (Geseßz-Samml. S. 357) sind bekannt gemacht: 7 | 1er Allerhöchste Erlaß vom 1. Juli 1874, betreffend die Ucber- nahme des Betriebes der der Saal-Unstrut Eisenbahngesellschaft kon-

Berlin, Diensiag,

feht u Ki ti Ura

M Ale Post- Anstalten des In- und Auxlandes nehmen | | Lestellung anz für Kerliu außer den Post-Anfstatten auch die Expedition: SW. Wilhelmstr. Nr. 32.

|

den 11. Mai,

e Aa A die Nordhausen-Erfurter Eisenbahngesell- aft, durch die Amtsblätter a Königlichen Regierung zu Merseburg Jahrgang 1875, Nr. 14 S. 81. bis 84, ausgegeben den 3. April 1575, h der Königlichen Regierung zu Erfurt BOIARg 1875, Nr. 13 S. 76 bis 79, ausgegeben den 27. März 1875;

2) der am 21. August 1874 Allerhöchst vollzogene Nachtrag zum Statut des Carlowitz-Ransernek"Deichverbandes vom 6. Juli 1853 durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Breslau Jahrgang 1875, Nr. 12 S. 78/79, ausgegeben den 18. März 18759; :

3) der Allerhöchste Erlaß vom 7. Dezember 1874, betreffend die Aenderung mehrfaher Bestimmungen des n Zer SwWlesijhen Boden - Kredit - Aktienbank zu Breslau vom P TatS dur das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Breslau Jahrgang 1375, Nr. 14 außerordentliche Beilage S. 99 bis 105, ausgegeben den 2. April 1875; - d i G /

4) der Allerhöchste Erlaß vor: 13. Februar 1875, betreffend die Herabjeßzung des Zinsfußes von Prozent auf 4& Prozent für die- jenige Anleihe, zu deren Aufnahr. der Kreis Aschersleben durch das Privilegium vom 24. Januar ¿; 70 (Geseß-Samml. S. 128) er- mächtigt worden ist, durch das Suatsblatt der Königlichen Regierung zu Magdeburg Nr. 12 S. 123, ausgegeben den 20. März 18/5;

5) der Allerhöchste Erlaß vom 13. Februar 13795, betreffend die Genehmigung einer Kenderung, des “S. 47 al. 2. des Revidirten Statuts der Preußishen Bodenkredit-Aftienbank zu Bexlin, dur das Amis- blatt der Königl. Regi:zrung zu Potsdam Nr. 18 S. 137, ausgegeben den 30. April 1875; j D 5

6) der Allerhöchste Erlaß vom 15. Februar 1875, betreffend das der Stadtgemeinde Beclin verliehene Enteignungsrecht für die Anlage einer Wasserleitung, welche das Wasser aus an dem Ufer des Tegeler Sees anzulegenden Tiefbrunnen, resp. aus diesem See selbft eninimmt und mittelst der auf dem Charlottenburger Plateau zwischen der Spree und Westend anzulegenden Zwischen-Reservoire der Stadt Berlin zu- führt, durch das Amtsblatt der Königl. Regierung zu Potsdam Nr. 18 S. 135, ausgegeben den 80, April T8379; N

7) der Allerböchste Grl-ß vom 4. März 1875, betreffend die Auftösung der Berliner Nord-Eisénbahng.Fellschaft, durch die Amts- blätter

der Königlichen Regierung, zu Potsdam Nr. 16 S. 121, ausgegeben den 16, April 1875, :

der Königlichen Regierung zu Stettin Nr. 16 S. 79, auêgegeben den 16. April 13875, : i E

dexr Königlichen Regierung zu Stralsund Nr. 15 S. 93, ausgegeben den 15. April 1875; : : A A

8) der Allerhöchste Eu:cß vom 5. März 1875, betreffend die Ge- nehmigung des Sechsten Nachtrags zu dem Revidirten Reglement für die Landfeuersozietät der Kurmark Brandenburg und der Niederlausiß vom 15, Januar 1855, durch die Amtsblätter _ :

der Königl. Regierung zu Potsdam Nr. 14 S. 111, ausgegeben den 2. April 1875, : Ne A :

der Königl. Regierung zu Frankfurt a. d. O. Nr. 14 S. 96, aus- egeben den 7. April 1875; |

9) der Allerh 8chs}te Erl-ß vom 6. März 1875, betreffend die Ge- nehmigung des von dem zweiten Wenerallandtage der Neuen West- preußischen Landschaft aufgestellten Zweiten Nachtrages zu dem Statute dieser Landschaft vom 3. Mai 1861, durch die Amtsblätter 5

der Königl. Regierung zu Danzig Nr. 15 S. 79 bis 81, ausge- geben den 10. April 1875, j Z i

der Königl. Regierung zu Marienwerder r. 15 außerordentliche Beilage S. 1 bis 4, ausgegeben den 14. April 1875;

10) der Allerhöchste Erlaß vom 12. März 1875, betreffend die Verleihung des Enteignungsrechts bezüglih derjenigen Grundstücke, welche zur Ausführung der Kanalisirung der Saarstreck2 von Louisen- thal bis Ensdorf, sowie zu den dazu nothwendigen Bauten von Schleusen, Winterhäfen, Kohlenhalden und sonstigen zugehörigen Vauanlagen erforderlich sind, durh das Amtsblatt der Königl. Re- gierung zu Trier Nr. 15 S. 94, ausgegeben den 15. April 1875;

11) der Allerhöchste Erlaß vom 13. März 1875, betreffend die Verleihung des Enteignungsrehts bezüglich der zur Verlegung der Krummenweg-Werdener Staatöstraße in und um Kettwig an der Ruhr erforderlichen Grundflähen, durch das Amtsblatt der Königl. Regierung zu Düsseldorf Nr. 16 S. 167, ausgegeben den 10. April 1875; y

12) der Allerhöchste Erlaß vom 13. März 1879, betreffend das der Stadtgemeinde St. Johann im Kreise Saarbrücken verlichene Enteignungsrecht zum Zwecke Verbreiterung des dortigen Mühlen- weges durch das Amtsblatt der Königl. Regierung zu Trier Nr. 15 S. 94, ausgegeben den 15, April 1875; L

13) der Allerhöchste Erlaß vom 29. März 1879, betreffend das der Königl. Württembergischen Regierung verliehene Enteignungsrecht für die zum Zwecke der Ausführung der von Balingen über Ebingen nach Sigmaringen zu führenden Eisenbahn erforderlichen, in dem preußischen Staatsgebiet belegenen Grundstücke, durch das Amtsblatt der Königl. Regierung zu Sigmaringen Nr. 17 S. 76, ausgegeben den 23. April 1875.

Der „Oeffentliche Anzeiger“ der heutigen Nummer des y Reichs- und Staats-Anzeigers“ enthält:

1) Nt. 19 der Vakanzenlifte der bei den Behörden in den Provinzen Brandenburg und Pommern durch Militär-Anwärterx zu beseyenden Stellen;

2) Zusammenstellung der im „Deutschen Reichs- und Preußischen Staats-Anzeiger“ zur Beseyung angezeigten gegenwärtig vakanten Stellen;

3) Uebersiht der in der Zeit vom 3. bis inkl. 8, Mai cie „Deutschen Reichs- und Preußi-

\chen Staats-Anzeiger“ (Central-Handels-Register) publicirten Konkursbekanntmachungen,

Abends.

Nichtamtliches. Deutsches Neich

Preußen. Berlin, 11. Mai, Se. Majestät der Kaiser von Rußland machten im Laufe des gestrigen Nachmittags den Großherzoglich mecklenburgischen Herrschaf- ten im Königlichen Schlosse, den Prinzen und Prinzessin- nen des Königlichen Hauses, dem Reichskanzler Fürsten von Bismarck und dem General-Feldmarschall Grafen von Wrangel Besuhe. Um 5 Uhr erschienen Allerhöchstdie- selben in der Uniform Allerhöhstihres Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments im Königlihen Palais zum Fa- miliendiner. Dasselbe fand im blauen Speisesaale statt, und es nahmen daran Theil: Ihre Majestäten der Kaiser und König und die Kaiserin-Königin, Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog, die Großherzogin und die Großherzogin- Mutter von Mecklenburg-Schwerin, Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz, Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Carl, der Prinz und die Prinzessin Friedrich Carl, sowie die Prinzessinnen Marie und Elisabeth, der Prinz und die Prinzessin Albreht, die Prinzen „August und Wilhelm von Württemberg, Se. Hoheit der Erbprinz von Sah- sen - Meiningen, Ihre Hoheiten der Herzog Wilhelm und der Herzog Paul von Mecklenburg - Schwerin, sowie Se. Hoheit der Prinz Friedrih von Hohenzollern.

Der Kaiser und König, der Großherzog von Mecklenburg, der Kronprinz und die Prinzen des Königlichen Hauses, die Prinzen Wilhelm und August von Württemberg erschienen in den Uniformen Ihrer russishen Regimenter. / i i

Nah Beendigung des Diners begaben Sich die Beiden Kaiser nach dem Waliner-Theater, um dori der Vorstellung beizuwohnen.

Heute Vormittag fand zu Ehren Sr. Majestät des Kaisers -von Rußland in Potsdam Parade ftatt, welcher die Kaiserlihen Majestäten mit den Großherzoglich mecklenburgishen Herrschaften, \ämmtlihen Prinzen und Prinzessinnen des Königlichen Hauses und einer glänzenden militärishen Suite beiwohnten.

Ihre Majestät die Kaiserin-Königin besichtigte gestern die Blumen-Ausstellung des Charlottenburger Garten- Vereins. Heute begab Sih Ihre Majestät zur Parade nah Potsdam. Se. Majestät der Kaiser Alexander dinirte mit Beiden Kaiserlihen Majestäten im Königlichen Palais, wo Abends eine Thee-Gesellschaft stattfindet.

Soeben is} die amtlihe Uebersicht der Ge\häfts- thätigkeit des Deutshen Reichstages in seiner [T. Session der 2. Legislaturperiode vom 29. Oktober 1874 bis 30. Januar 1875 ausgegeben worden. Dieselbe (22 Druckbogen stark) hat der Geheime Kanzlei-Rath Happel, Bureau-Direktor des Deutschen Reichstages, mit bekannter Sorgfalt und Ueber- sichtlihkeit zusammengestellt. Das in tabellarisher Form aus- geführte Werk enthält in seiner ersten Spalte in alphabetischer Ordnung eine erschöpfende Aufzählung der einzelnen Gegenstände der Verhandlung, während die gzieite den Inhalt der zugehörigen Vorlagen , Kommissions- und Abtheilungs-Berichte, Anträge u. \. w. unter Angabe der ent- sprechenden Nummer der Drucksachen und Anlagen zu den stenographischen Berichten wiedergiebt. Die dritte Spalte weist die Sißungen nah, in welcher jene Gegenstände zur Verhandlung kamen, und führt die Redner auf, welche sih bei leßterer be- theiligten, unter Angabe der Seite der stenographischen Berichte, auf welcher ihre Reden stehen. Aus der vierten Abtheilung endlich ist zu ersehen, welhe Erledigung der 2c. Gegenstand ge- funden, Auf diese Weise bietet diese Arbeit niht nur das beste Sachregister zu den stenographischen Berichten, sondern au als selbständiges Werk in knappster Form die inhaltreihste Uebersicht der Thätigkeit des Reichstages.

Im ferneren Verlaufe seiner gestrigen Sitzung erledigte das “Haus der Abgeordneten den Gesezentwurf, betref- fend die Orden und ordensähnlihen Kongregationen der katholishen Kirche in dritter Berathung. Nach dem Abg. Thissen, der \sich gegen das Geseh aus\sprah, ergriff in der Generaldiskussion für den Entwurf noch der Abg. Windt- horst (Bielefeld) das Wort, der besonders die Frage der Ver- fassungsmäßigkeit hervorhob und nachwies, daß die Vorlage durchaus nicht verfassungswidrig sei. In der Spezialdiskussion \prahen zum §. 1 noch die Abg. Respondek und Windthorst (Meppen) gegen die Vorlage; die einzelnen Paragraphen wurden ohne Debatte unverändert genehmigt, und \chließlich in nament- licher Abstimmung das ganze Geseh mit 243 gegen 80 Stimmen angenommen. Schluß 45 Uhr.

In der heutigen (66.) Sißung des Abgeordnetenhau- ses, welher am Ministertische die Staats-Minister Dr. Kalt und Dr. Friedenthal, so wie mehrere Regierungs-Kommissarien, unter diesen der Unter - Staatssekretär Dr. Friedberg und der Ministe- rial-Direktor Dr. Foerster beiwohntén, wurde der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Erhaltung und Begründung von Shuÿ- waldungen, so wie die Bildung von Waldgenofsenschaften,

in dritter Berathung nah längerer Debatte unter Annahme meh-

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