1875 / 116 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Rotterdarnu, 19, Mai. (F. T. B.)

Der heatige Ablauf der von der niederländischen Handelsgesell-

schaft abgehaltenen Kafffee-Auktion von 82,556 B.

nach den einzelnen Sortirungen zusammengestellt und im Vergleich

zu den Taxen wie folgt:

Taxe

Ballen. Cts

| Zusammensgstellung, |

Weizen nominell williger. Mebl unverändert. Java-Kaffee war Waarenbericht,

Ablauf

| mixed) 91 C. Zucker Cts,

17. Schmalz (Marke

2,488 Java Preanger hellbraun bis hochgelb .|72 à 75 382/ » Vlank 65 7,138) Tjilatjap blank etwas | gelb. . „607 à 9,892| Patjitan blass und blass grünlich 584} à 2,806 Dank 8A 7,073 blass bis blass grünlich 56 à 323 D E Go 4,954 Westindische Art grünl, 56 à 561 7,255) Tagal blass grün etwas Weis8 . 99 Solo gut grünlich . O4 à Passaroean gut -grün grünl, , „Dot à 56 » grün und grünlich. . 541 à 551 » ‘grau . A 1 M 1,047| Palembang und ordinär 514 à 5,343|B. 8. und Diverse . -— 82,996 Ballen Java-Kaffee, Alles verkauft.

64

99

96

Packungen unter 100 Ballen sind bei der Taxe nicht in An-

merkung genommen. Left, 19, Mai. Paterson & Comp.)

Getreidemarkt.

Reif Ei. E AROS I M I M: C5 LOMEE S R MAETM T SOIEE I T T Ä C Königliche Schauspiele.

Freitag, den 21. Mai. Opernhaus. (125. Vor- stellung.) Der Troubadour. Oper in 4 Akten. Musik von Verdi. Ballet von Taglioni. Luna: Hr. Beck, vom Landestheater in Graz (leßte Rolle), Manrico: Hr. Peschier, theater in Coburg, als Gäste. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. (134. Vorstellung.) Vierzelnte Vorstellung zu ermäßigten Preisen. Die Her- maunusschlacht. Drama in 5 Akten von H v. Kleist. Für die Bühne neu bearbeitet von R. Genée. An- fang halb 7 Uhr.

Wegen Erkrankung des Hrn. Döring kann die angekündigte Vorstellung: Faust, nicht stattfinden.

Die permanent reservirten Billets haben keine Gültigkeit.

Sonnabend, den 22. Mai. Opernhaus. (126. Vor- stellung.) Fünfzehnte Vorstellung zu ermäßigten Preisen. Mit aufgehobenem Abonnement. Die Zauberflöte. Oper in 3 Abtheilungen von Schikaneder. Musik von Mozart. Pamina: Frl. Reinmann, vom Herzoglichen Hoftheater in Dessau (leßte Rolle), Tamino: Hr. Landau, vom Kaiserl. concessionirten Theater in Straßburg i. E., als Gäste. Anfang halb 7 Uhr. j

Die permanent reservirten Billets haben keine Gülligkeit. j

Schauspielhaus. (135. Vorstellung.) Sechszehnte Vorstellung zu ermäßigten Preisen. Donna Diana. Lustspiel in 4 Abtheilungen nach dem Spanischen Tue Augustin Moreto, von West. Anfang

x: j

Die permanent reservirten Billets haben keine

Gültigkeit.

Wallner-Theater. Freitag: Zum 78. Male: Ultimo. Frl. Bredow). ! Sonnabend; Zum 54, Male: Ehrliche Arbeit. !

j l

(Debüt des .

Yictoria-Theater. j Der Garten is} geöffnet. Freitag und folgende : Tage: Gastspiel der ersten Solotänzerin Signor ! Dorina Merante und des Balletmeisters und Solo- tänzers Mr. Gredelue. Die Reise um die Welt in 80 Tagen, nebst einem Vorspiel: Die Wette um cine Million, Ausftattungsstück mit Ballet in 5 Abtheilungen, 15 Tableaux, von A. D'Ennery und Jules Verne. Musik voa Dellimont. In Scene ¡ geseßt von Emil Hahn. Anfang 64 Uhr.

Friedrich-Wilhelmstädtisches Theater. Winterbühne.

Freitag: 35, Gastspiel des Herzoglich Meinin- gischen Hoftheaters, Der eingebildete Krauke. / Vorher: Zwischen den Schlachten. |

Sonnabend: Der eingebildete Krauke. Vorher: Esther, !

Sommerbühne. !

Freitag: Der Carneval in Nom.

Sonnabend: Der Wildschüzt.

Residenz-Theater.

Freitag: Zum 54, Male: Mousieur Alphonse, Schauspiel in 3 Akten nach Alex. Dumas fils, Hierauf: Flitterwochen, Lustspiel in 2 Akten von Bahn. t

Sonnabend: Benefiz für Frl. Julie Kroessing. Unter freundliher Mitwirkung der Fr. Auguste Schoenfeld vom Stadttheater zu Nürnberg, des Frl, M. Janisch, sowie des Hrn. Franz Reinau vom Herzoglichen Hoftheater in Meiningen. Zum 150. Male: »Fernande“, Lebensbild in 4 Akten von V. Sardou, (Fernande: Frl. M. Janisch. Clotilde: Fr. Schoenfeld. André: Hr. Reinau. Georgette: Frl. Kroessing. Tomerot: Hr. Keppler. Roqueville : Hr. Schoenfeld. Bracossin: Hr. Reck- mann. Frau von Brionne : Fr. Baumeister).

Krolls Theater.

Freitag: Der stolze Heinrich. Vor und nach der Vorstellung Concert und brillante Beleuchtung des Sommergartens. Anf. 54, der Vorst. 64 Uhr.

Woltersdorff-Theater.

Sreitag: Gastspiel der Frau Lotte Mende und des Frl. Lange, 7, Auftreten der englischen Balletgesellshaft des Hrn. H olzer und Frl. Spinci. De lütt Heckenros. Hierauf: Aenunchen vom Hofe. Zum Schluß: Die schöne Galathea (Ballet),

Sonnabend: Z. 1. M.: Nachbar Bismarck. Z. 1, M.: Nur Borsichtig!

Fremde Zufahren der Woche: Weizen Gerste 411, Bohnen 286, Erbsen —, Hafer 362 Tons. Mehl 2610 Sack.

vom Herzoglichen Hof- |

\ zeige, daß meine liebe ; heute von einem ges nden kcäftigen Mädchen glück- | gerichts zu Berlin sp

Getreidefracht 6.

Orleans 15}. Petroleum in New-

unverändert,

New=York, 19, Mai, Abends 6 Ukr. Banumwolle in New-York 16}, do, in New- Tork 12}, do, in Philadelphia 122 Mehl 5 D, 25 C. Rother Frühjahrsweizen 1 D. 27 C. Mais (old (Fair refining Muscovados) 8. Wilcox) 15} C.

Gerste 1 sh, billiger, Hafer

(W. T. B.)

Kaffee (Rio-) Speck (short clear) 124 C,

734 à 754 67 à 671

62 à 643

59 à 624 594 à 602 57 à 59 63+ à 634 156 à 57}

55 à 551 554 à 561

064 à 57 947 à 58 932 à

M8 à

fallene Coupons mit 48 4 39 in Berlin,

Berlin,

Gladbaoher dende ab 1. Juli Nr, 114.

31. Mai

55S 0. JUNL 98 ner). Ordentl, Berlin.

(Von Cochrave

Wilhelmshütte, 2944,

Pack i e Vers. zu Berlin,

Ot E RR E A

j Natioual-Theater. | Freitag: Im Wartesalon 1, Classe. Die sühtigen. Ein delicater Auftrag.

mit? Vor und nah der Borstellung : Gartenconcert.

Wer ißt Großes

| Belle-Alliance-Theater. ¡¿ SBreitag: Zweites großes ausgeführt von dem Musikcorps des Kaiser ¿Frauz

Garde-Grenadier-Negiments, unter persönl. Lei- | lung des Königl. Musik-Direktors Hrn. Saro und | unter Leitung des Kapellmeisters | Nichards |

der Hauskapelle Hrn. Sternagel. Hierzu z. 8. Male: Wanderleben. Abends: Brillante Illumination des prachtvollen Sommergarteus durh mehr als 8000 Gasflammen, Kasseneröffnung 5 Uhr, Anfang des Concerts 6 Uhr, der Vorístell. T4 Ubr; Gewöhnliche Preise. Entrée (inkl. 30 Pf. 5 Sgr.)

Sonnabend: Neu einstudirt: "Die 3 Staats- verbrecher, Intriguenlustspiel in 5 Akten von Dr. I. B. v. Schweitzer.

Veritscher Persenal-Kalenter.

21, F ai. Kurfürst Moritz v. Sachsen stiftet die Fürsten- schule zu Pforta. Ernst Benjamin Salomon Ranpach *. Immanuel Bekker *. v. Lancizolle #,

Familien-Nachrichten. Allen Verwandten und Freunden die ergebene An- rau Helene, geb. Thiele,

1549.

1784. 1785. 1871,

lih entbunden ist. Münster i./W., den 18. Mai 1875. Bode, Provinzial - Steuer - Secretair.

Verlobt: Frl, Anna Gräfin v. Reichenbach mit Hrn. Lieutenant und Adjutant v. Liers (Schôn- wald). Frl, Marie v, Köller mit Hrn. Ritt- meister v. Podewils (Schwenz).

Verehelicht: Hr. Geh. Registrator Arthur von Rauchhaupt mit Frl, Elisabeth von Nibßsche (Berlin). Hr. Rechtsanwalt A. öSranz mit Frl. Anna Gebhardt (Guben-Sorau).

Geboren; Ein Sohn: Zezschwiß (Dresden). Eine Tochter: Oberprediger Dr. Schulze (Labes), richter Theodor Schmieding (Dortmund).

' Gestorben: Hr. Kreisgerichts-Rath Wilhelm von

Schlegel (Neurode). Hr. Konsul Carl Fried- rih Heyse (Swinemünde). Hr. Oberst-Lieute- nant a. D. Carl Freiherr von Cramm (Braun- \{chweig). Frau verw. Superintendent Clara Weickhmann (Thorn). Frau verw. Oberst Krodcker, geb. von Cosel (Breslau).

Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.

Stekbriefs Erledigung, Der hinter den|Kassirer" früheren Schlächtergesellen Wilhelm Glaser wegen wiederholter Unterschlagung in den Akten G, 149 jeßt 323 rep. de 1869 unter dem 17. April erlassene Steckbrief wird hierdurch zurückgenommen. Berlin, den 10, Mai 1875. Königliches Stadt- gericht, Abtheilung für Untersuhungssahen. Kom- mission II. für Boruntersuchungen.

Subhastationen, Aufgebote, Vsr- ladungen u. dergl.

[407] Subhastations-Patent.

Das dem Sthornsteinfeger-Meister Herrmann Gustav Ludwig Rehlaff gehörige, in Alt-Schöne- berg, an der Sedanstraße Nr. 34 belegene, im Grundbuch von Alt-Schöneberg, Band ŸY! Blatt Nr. 465 bezeichnete Grundstück nebst Zubehör soll

den 9. Iuni 1875, Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstraße 25, Zimmer Ier, 12 Ul Lese der nothwendigen Subhastation öffentlih an den Meistbietenden versteigert und dem- nächst das Urtheil über die Ertheilung des Zusch!ags den 10. Iuni 1875, Vormittags 12 Uhr, ebenda verkündet werden.

Das zu versteigernde Grundstück is zur Grund- steuer, bei einem derselben unterliegenden Gesammt- Flächenmaß von 3 Are 61 Q.-M. nicht, dagegen zur Gebäudesteuer mit einem jährlichen Nußungswerth von 750 Æ. veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle und Hypothekenschein, imgleichen etwaige Abschätßun- * gen, andere das Grundstü betreffende Nachweisungen und besondereKaufbedingungen find in unserm Bureau. einzusehen.

Auszahlungen.

RussIsoh-Hopesohe 4 « Certifioate. H bei Anhalt und Wagener Nachflg.

Zeitzer Elsenglesserel und Masohinenban - Gesellsohaft, 9 % Dividende ab 1. Juli mit 15 Chemlsohe Fabrik zn Hoelnriohbshall. 15 M. ab 1, Juni bei Moritz Löwe & Co. und Platho & Wolf in

Fenerversloherungs - Gesellsohaft, bei Delbrück, Leo & Co, -in Berlin; s, Ins. der

General-Veraammlungen.

Berollna, Häuserbau-Aktlen - Gesollsohast. Anusser- ordentl. Gen, - Vers. zu Berlin; s, Ins,

AKtien-Gesellsohaft Gaskronen- und Zinkindustrle und ausserordentl. Gen.-VersammIl. zu

Magdeburger Weohsler- Liqu. Gen.-Vers. zu Magdeburg,

Leipziger Rüokversioherungs-Gesellsohafst. Ordentl, Gen. - Versamml. zu Leipzig.

Aktien - Gesellsohaft s0binenban und Eisengioesserel.

Eifer- |

Doppel-Concert, |

Theater |

Am 13. Februar cr. ver-

A. bei J. F, A. Zürn in Berlin,

9% Divide-nde mit 60 A Divi- m. Nr: 114

Wasser - Anlagen,

für Gas-, (Sohäfer & Hansoh-

und Diskonto-Bank in

für Ma- Ordentl. Gen-

| Alle Diejenigen, welche Eigenthum oder anderweite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das aber niht eingetragene Realrechte geltend zu machen haben, werden auf-

Hypothekenbuch bedürfende,

| gefordert , dieselben zur Vermeidung

| spätcstens im Versteigerungsiermine anzumelden,

Berlin, den 30. März 1875.

[2408]

Preelama

Auf dem im Grundbuche vou Teltow Band IIL,, Bl. Nr. 105 verzeichneten, dem früheren Bauerguts- besißer Wilhelm Grabow gehörig gewesenem Grund- | stücke standen in Raub. III, 130 Thlr. 6 Pf. nebst 6 Prozent Zinsen

Nr 7

dem 20. Oktober 1860, 2 Thlr und 13 Sgr. Provision nebst d Exekution und Eintragung für I. G. Asch zu Berlin aus der

wider den Eigenthümer und den Schankwirth L. Bethge folge Verfügung vom 5,

Grundstücks ist diese Forderung in Thlrn, 11 Pf. zur Hebung gelangt

vorgelegt ist, zu einer Spezial-Masse genommen worden.

Auf den Antrag des den unbekann

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j | ; | î i | j l f t

Hrn. Hauptmann von j Hrn. Hrn. Kreis}

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| |

an die vorbezeichnete Spezial-Masse tend machen wollen, hiermit bei dem Subhastationsrichter des Kö;

in unserem Gerichtsgebäude,

Zimmer Nr. 19,

meidung der Präklusion anzumelden. Verlin, den 27. März 1875.

Zimmer

Königliches Kreisgericht. Der Subhastationsrichter.

Ediftalcitat ion.

[1265]

Der Gastwirth Theodor Thielscher zu Neudek

1 O

hat gegen den Oekonom Georg Nitsche, früher in | Kattowiß, aus einem auf leßteren gezogenen und an- geblih von demselben acceptirten Wechsel d. d, Neu- dek, den 26, August über 250 Thlr. = zahlbar drei Monate a dato an die Ordre des Aus-

stellers Theodor Thielscher, in Gle Gleiwißer Diskonto-Bank, dieserhalb 7 M Protestkosten, am 20. Januar unterzeihneten Gerichte die

mündlichen Verhandlung if ein Term den 18. Iuni cr.,, Bormittags

_Franes); bis ult, April

Königliches Kreisgericht. Der Subhastations-Rihter.

vom 9. November 1860 in dess M Nat ck/ t : Z c . S W. Bethge zu Tel'ow richts anstehenden Termine \chrif1lich ; | v Januar 1861 eingetragen. Bei der Subhastation des verpfändeten

Niemand mit Ansprüchen auf diese Forderung ge- meldet hat, auch das Hypotheken-Dokument nicht

ten bestellten Kurators werden alle Diejenigen, welche aufgefordert, dieselben

testens in dem auf den 4. Juui cr., Bormittags 11 Uhr,

anberaumten Termine bei Ver-

l net Wechselklage erl)oben. | Zur mündlichen Beantwortung derselben und weitern

Kündigungen und Verleozungen.

Behufs Armortisation ausgelooster resp. gekün - digter Stücke der Rentenbriefe der Provinz Brandenburg, Rentenbriefe der Provinz Preussen, SOUIRDTIO der Herzoglich Gothaisohen Ablösnngs- aSsS0 s, uuter Ins. der Nr. 114.

Ausweise von Banken ete.

Woohen-Uoberslohten per 15. cr. von 16 deutschen Zettelbanken ; s, unter Ins. der Nr. 114,

Berliner Pferde - Bisenbahn - Commandit - Gesellsohaft anf Aktien, J. Lestmann & Co. Bilanz per 31, Dezember a, p. nebst; Gewinn- und Verlust-Konto; s. unter Ins, der Nr. 114.

Gladbaoher FPouer - Versloherungs - Gesellsohaft. Jahres- rechnung per 1874 und Bilanz per 31, Dezember 1874; s, unter Ins. der Nr. 114.

Frankfurter Allgemeine Rüokversiohernngs-Aktion-Bank zn Frankfurt a. 0. Geschäfts - Abschluss per 1874 nebst Bilanz ; s. unter Ins. der Nr, 114. i

Wiaeralhelita= Klatte.

Berllu - Stettiner Eisenbahn. Im Aprl: Stammbah'n: 942,997 M (-+ 90,200 M), bis ult, April Mindereinnahme von 57,307 M, Stargard-Cöslin-Colberg 296,171 M. (4- 50,647 A), bis ult, April Mebhreinnahme 90,647 Æ; Cöslin - Danzig 142,211 M. (+ 26,608 Æ), bis ult. April Mehreinuahme 41,175 M; Vorpommersche Zweigbahnen 25,826 A E 18/160 M), bis ult. April Mindereinnabme 410 M; Angermünde-Sch Sédt 12,120 A (+ 1190 #); bis ult, April 4909 A MErtinahm s

Bergisoh - Märkisohe Elsenbahbn Im April: 4,506,483 M (+ 384,051 A6), bis ult, April 17,240,795 M (4 1,601,787 A6) ; Ruhr - Sieg - Visenbahn 596,789 M (+ 165,901 6), bis ult. April 2,341,460 6 (+4 635,601 é); s. Ins. in Nr. 114.

Sohwelzerisohe Contralbahn. Im April: 975,(00 Frs, (+ 42,507

3,337,000 Frs. (— 27,424 PPYS); im Sißungssaale Nr. 13 des unterzeichneten Gerichts anberaumt, zu welhem der Verklagte 2c. Nitsche hierdurch öffentlich unter der Verwarnung vorgëladen wird, daß bei seinem Ausbleiben gegen ihn in con- tumaciam verfahren werden wird.

Gleiwiß, den 19. Februar 1875. Königliches Kreisgericht. L. Abtheilung.

[1130] Ediftal-Citation.

_ Zufolge Antrages seines Vaters und seiner Ge- ° shwister wird der jeßt verschollene, am 26. Septem- ber 1827 zu Düsseldorf geborene Wilhelm Etwin Adalbert von Goerßtßke, vor scinem im Dezember 1862 erfolgten Abgange nach Amerika Premier- Lieutenant im 7. Brandenburgischen Fnfanterie-Re- giment Nr. 60, und werden dessen etwa zurüdckgelas- jene unbekannte Erben und Erbnehmer aufgefordert, fih vor oder spätestens in dem

am 30, Dezember 1875, Bormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Kreiëgerichts-Ratl) Knoenagel in dem Instruktions-Zimmer Nr. 14 dcs unterzeichneten Ge- oder persönlich zu melden und dase/bs# weitere Anweisung zu er- wartcn, widrigenfalls der 2c: v. Goerßbke für todt erklärt und sein Nachlaß den sih meldenden und legitimirenden Erben ausgeantwortet werden wird,

Königsberg N./M., den 9. Februar 1875, Königliches Kreisgericht. T. Abtheilung.

[1127]

Es ist auf Todeserklärung folgender in unbe- kannter Abwesenheit lebender Personen angetragen:

1) des Leinewebers Ioseph Weber zu Kirch- worbis, welcher nah Anzeige der Ertrahenten im März 1861 nach Amerika ausgewandert und seit Februar 1862 von seinem Aufenthalte und Leben keine Nachricht gegeben haben soll,

2) des Ackerknechts Christian Boening aus Holungen, welcher nah Anzeige des Extrahenten vor 20 Jahren nach Amerika ausgewandert sein und seitdem von seinem Aufenthalte und Leben keine Nachricht gegeben haben soll,

9) der Harfeuspielerin Marie Abicht aus Hundeshagen, welche nah Angabe der Extrahenten im Jahre 1857 nach Rußland gegangen fein und seitdem von ihrem Aufenthalte und Leben keine Nach- rich gegeben haben soll.

Diese genannten Personen, sowie deren etwaige Erben und Erbnehmer werden hierdurch aufgefor- dert, sich vor oder in dem auf

den 20, Dezember 1875, Borm. 11 Uhr, vor dem Herrn Kreisgeri{ts - Rath gahrenholßt, an hiefiger Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 15, anbe- raumten Termine entweder \chriftlich oder persönlich zu melden, widrigenfalls sie für todt erklärt und | thre Verlassenschaften den sich meldenden und legiti- mirenden Erben, und in Ermangelung folher, dem | Fiskus werden auêgeantwortet werden.

der Präklusien

seit . Protestkosten en Kosten der den Kaufmann N Gextenntnisse en Prozeßsache zu Berlin zu- Höhe von 141 und, da sich ad depositum ten Interessen-

Ansprüche gel-

liglichen Kreis-

straße Nr. 25,

(00 M

iwiß bei der owie wegen } 1875 bei dem

Worbis, am 21. Januar 1875. T, Abtheilung.

in auf

11 Uhr,

Königliches Kreisgericht.

Verschiedene Bekanntmachungen.

[3760]

PTIedrIc WilbelS Bleiche

Aktien-Gesellschaft zu Bielefeld. Die Herren Aktionäre werden gemäß S. 15 des Statuts zu der am

=Dck. Mai ev., Abends G6 Uhr,

im Lokale der hiesigen Handelskammer stattfindenden

ersten ordentlichen

General-Versammlung

hierdurch eingeladen. T 1) Geschäftsbericht. 2) Bilanz-Vorlage

as eL-VEDnUuUn E

und Ertheilung der Decharge an den Aufsichtsrath.

Wegen der Legitimation der stimmberechtigten Aktionäre wird Gut. 9, 19 des Statuts mit dem Bemerken Bezug genommen, daß ein Mitglied der Direktion eine Stunde vor Beginn derx Versammlung in dem bezeichneten Lokale anwesend

sein wird, um den Nachweis Bielefeld, den 192.

(C. Ag. 179/5,)

Mai

über den Vesiß der Aktien entgegenzunehmen.

LOTO. Der Aufsichtsrath.

O. Brune, Vorsitzender.

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E Ee r A R E E can D U R E r E N E B E E MIEN

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L As E E E R E

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Deutscher Reichs-Anzeiger

und

Staats-Anzeiger.

M Das Abonuement beträgt 4 « 50 f

für das Vierteljahr.

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Mai,

R: ————————_——_————————_——————

zl D @& E... - —D- S --

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

Dem deutshen Konsul Freiherrn von Lichtenberg zu

Ragusa den Königlichen Kronen-Orden dritter Klasse zu ver- leihen.

I E:

@ Berlin, 21, Mai, Se. Majestät der König von Sachsen ist heute

«

Nachmittag nah Dresden zurückgereist.

Deutsches Neich. Se. Majestät der Kaiser und König haben aller- gnädigst geruht: : Dem Posft-Fuhrunternehmer, Kommissions-Rath Eduard Güter bock in Königsberg i. Pr. den Charakter als Geheimer Kommissions-Rath zu verleihen.

Königreich Preufßen.

Auf den Bericht vom 7. Mai d. Is. will Jch dem beigefügten, in Folge von Beschlüssen der Calenberg-Göttingen-Grubenhagenschen und der Hildesheimschen Landschaft aufgestellten ì

vierten Nachtrage zu den Statuten der vereinigten

landschaftlichen Brandkasse zu Hannover auf Grund des Geseßes vom 6. Februar 1871 (Gesetz-Sammlung Seite 90) Meine Genehmigung hierdurch ertheilen.

Berlin, den 10. Mai 1875.

Wilhelm. Gr. Eulenburg. An den Minister dés Innern. Vierter Nachtrag zu den Statuten für die vereinigte landshaftlihe Braudkaffe zu Hannover. _ :

(cfr, Gesez-Sammlung für Hannover von 1862 Abthl, L. Seite 103

und von 1863 Abthl, L Seite 317, §19. 399547: Prenstischo (R456. Sammlung von 101 äte 3 und von 1872 Seite 89; Amtsblatt

für Hannover von 1872 S. 281 und 347.) S

Einziger Artikel. Die beiden ersten Absäße des F. 6 Dat Geseße vom 17. Juni 1862 (Hannoversche Geseß-Sammlung Abthl. i Seite 103), betreffend die Calenberg-Grubenhagensche Brandverfiche- rungsanstalt und vom 14, Juni 1863 (Hannoversche Geseß-Samm- lung Abthl. I. Seite E, Ae a Hildesheimsche Brandver- ih gsanstalt, lauten fortan wie folgt: a O Ee R ab Ergänzung des Betriebsfonds nicht er- forderlichen Mittel der Anstalt bilden den Reservefonds derselben.

Die Mittel des Reservefonds sind bei inländishen Staatskredit- oder städtishen Kassen verzinslih zu belegen. Jedoch könñen dje- selben bis zu einem Drittel des Gesammtbetrages auf Privatgrund- stücke mit pupillarischer Sicherheit ausgeliehen werden.

Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten. Dem Betriebs-Ingenieur G. Seemann zu Berlin is unter dem 19. Mai d. I. ein Patent auf eine N E und 1g für Eisenbahnwagen : R ain binet Vos an gerehnet, und für den

Umfang des preußischen Staats ertheilt worden. Justiz-Ministerium.

Der Notar Hofmann in Daun is in gleicher Amts- eigenshaft in den Friedensgerihtsbezirk Lebach, im Landgerichis- bezirk Saarbrücken, mit Anweisung seines Wohnsitzes in Lebach, verseßt worden.

Beschreibung nachgewiesene

Nichtamtliches. Deutsches Neic.

sien. Berlin, 21. Mai. Se. Majestät der ai N König wurden heute Vormittag 84 Uhr durch Se. Majestät den König von Sachsen zur Besichtigung der kombinirten Garde-Infanterie- Brigade abgeholt. Gegen 11 Uhr kehrten Beide Majestäten vom Kreuzberge zurü. Se. Majestät der Kaiser und König begleiteten Se. Majestät den König Albert nah dem Königlihen Schloß und begaben Sih von dort nad) dem Palais. Hierauf empfingen Se. Majestät den zum wers mandanten von Königsberg ernannten General von A hörten die Vorträge des Geheimen Kabinets-Rath von Wil- mowski und des Ministers Freiherrn von Schleiniß.

L aiserlihen und Königlihen Hoheiten der A Li E ‘die Kronprinzessin find gestern Abend von Venedig nach Verona abgereist. Vor der brin wurde Höchstdenselben vor dem Hotel ein Ständchen E Der Kronprinz und die K@nprinzessin erschienen an den Fenstern und wurden von der versammelten Volksmenge mit N Enthusiasmus begrüßt. Die Musik \pielte die preußische Vo 18- hymne. Gegen 10 Uhr bestiegen Ihre Kaiserlichen e E lichen Hoheiten die Gondel und begaben Sich im Mel Ae großen Zahl von Gondeln zum Bahnhofe, wo M N zur Begrüßung anwesend waren. Der Kanal war M ) E galishe Flammen erleuhtet. Die Abreise erfolgte um i:

5

| Alle Post - Austalten dex In- und Auslandes nehmen | |/ Bestellung anz; für Berlin außer den Post-Anstalten auch die Expedition: S.

Zouyelmfstr. Nr. 32.

den 21.

Majestäten der Kaiser und König und der König von Sachsen nahmen gestern, wie bereits ge- meldet, bei Sr. Königlihen Hoheit dem Prinzen August von Württemberg das Diner ein, an welhem aych Jhre Königlichen Hoheiten die Prinzen Carl und Friedrih Carl, sowie der Prinz Wilhelm von Württemberg, das Allerhöchste Gefolge, der \äch- sishe Gesandte v. Nostiß-Wallwiß, der zum Ehrendienst kom- mandirte General der Infanterie Freiherr v. Loën, der General- Feldmarschall Freiherr v. Manteuffel, der Kriegs-Minister von Kameke, mehrere andere Generale 2c. Theil nahmen. Abends be- suchten Beide Majestäten das Opernhaus.

Heute Vormittag fand vor AlUlerhöchstdenselben auf dem Tempelhofer Felde ein Excerciren der kombinirten Brigade des vierten Garde-Regiments z. F. und des Kaiser Franz Garde- Grenadier-Regiments Nr. 2 statt. Später wurde bei Sr. Ma- jestät dem König von Sachsen in Allerhöchstdessen Wohnung im Königlihen Schlosse ein PDéjeuner dinatoire eingenommen. Nachmittags um 3 Uhr 45 Minuten erfolgte auf dem Anhal- tischen Bahnhofe die Abreise des Königlichen Gastes.

Der Aus\chuß des Bundesraths für Handel und Verkehr, sowie die vereinigten Aus\hüs}e für Handel und Ver- kehr und für Recznunzswesen, hielten heute Sizungen.

Im weiteren Verlauf der gestrigen Sizung des Herren-

h auses ergriff nah der ausführlihen Rede des Staats-M'= nisters Dr, Falk und na einigen persönlichen Bemerkungen der Herren Graf Rittberg und v. Kleist-Reßow, der Baron Senfft v. Pilsach das Wort, um nah Hinweisung auf die Wich- tigkeit des Gesezes, welhe eine eingehende Durchberathung def\- selben erfordere, den Antrag zu stellen, die Vorlage an eine besondere Kommission zu verweisen. Dieser Antrag wurde mit 64 gegen 16 Stimmen abgelehnt. Nachdem noch Graf v. Lands- berg - Vehlen fsich gegen das Geseg ausgesprochen, wurde die fi geschlofjen und der Gesehentwurf in folgender Fassung

isfusfion uu es yr V WLUJLIHUI Uln Ct,

„Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. verordnen, mit Zustimmung beider Häuser des Landtags Unserer Monarchie, was folgt: :

Einziger Artikel:

Die Artikel fünfzehu, jechszehn und achtzehn der Verfassungs- urkunde vom 31. Januar 1850 find aufgehoben. L

Urkundlich unter anlerer Höchsteigenhändigen Unterschrift beigedrucktem Königlichen Infiegel.“

i Hierauf wurde die Sißung um 37 Uhr auf heut vertagt.

In der heutigen (21.,) Plenarsißung des Herren - int die 2 191 Uhr vom Präsidenten Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode eröffnet wurde, und der am Mis- nistertish der Vizepräsident des Staats-Ministeriums, Finanz- Minister Camphausen, der Minister des Innern Graf zu Eulen- burg, der Justiz - Minister Dr. Leonhardt und der Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten Dr. Falk, sowie als Regierungs-Kom- missarien der Ministerial-Direktor Dr. Förster und Geh. Regierungs- Rath Barth beiwohnten, wurde dem Hause zunächst Mitthei- lung gemaht von dem Eingange einer statistischen Nahweisung über die Zahl der Kreisverbände innerhalb derjenigen Provinzen, in welher die Kreisordnung in Wirksamkeit getreten ist. Dann trat das Haus in die Tagesordnung, deren erster Gegenstand die erste Berathung des Gesegzent- WULfs, : VeLLerrend die Vermögensverwaltung in den fkatholishen Kirhengemeinden, bildete. An der Generaldiskussion betheiligten fih die Herren Graf Zur Lippe, Frhr. v. Landsberg-Dssenbeck und v. Kleist-Rehow, die gegen die Vorlage sprachen, sowie der Regierungskommissar, Ministerial-Direktor Dr. Förster. In der Spezialdiskussion wur- den bis zum Schluß des Blattes die §8. 1 und 2 ohne Debatte unverändert genehmigt.

- In mehreren Zeitungen, insbesondere in der ySranfkfurter“, Bolia, it Mdaabirae Zeitung“, findet sih wiederholt die Behauptung aufgestellt, daß im Ressort der Justiz-Verwa [t ung die Stellen in größeren Städten grund\äßlich nur an Wohl- habende verliehen würden. Diese Behauptung wird auf eine Acußerung gestüht, welche der Justiz-Minister im Pause der Abgeordneten bei Gelegenheit der Berathung des Iustiz-Etats gethan haben soll. Jene Aeußerung enthielt aber gerade den entgegengeseßten r Dieselbe lautete nah den {stenographi- Beri vörtlih: E i häufig 8 daß cine große Konkurrenz stattfindet unter rihterlihen Beamten bei Beseßung von Stellen in grö-

ßeren Städten, wo sih eine Universität oder ein Gymasium befindet. Ift es nun niht eine ganz richtige Erwägung für den Minister, unter denjenigen an sich gleih qualifizirten und in der Anciennetät niht sehr auseinandergehenden Personen denjenigen zu wählen, dem seine Vermögensverhältnisse dies wünschenswerther machen ? Der reiche Richter kann seine Kinder nah Gymnafialstädten \hicken, aber für den Richter, der nicht wohlhabend ist, ift es von großem Werthe, daß er an einen Gymnasialort verseßt wird FY Hierauf is denn auch bereits in einer Entgegnung der „Norddeutshen Allgemeinen Zeitung“ Nr. 56 und der „Magde- burger Zeitung“ selbst in Nr. 109 aufmerksam gemaht und es ist deshalb nit verständlih, wie Zeitungen dieser urkundlich feststehenden Sachlage gegenüber immer von Neuem derartige wahrheitswidrige Behauptungen aufnehmen können.

und

Abends.

Ein Verein, der statutenmäßig keine Einwirkungen auf öffentlihe Angelegenheiten bezweckt, nimmt den Charakter eines politischen resp. öffentlihen Vereins an, wenn die geshäftsfüh- rende Thätigkeit seines Vorstandes eine Einwirkung auf politische resp. öffentlihe Angelegenheiten bezweckt. Die Handlungsweise des Vereinsaus\{chu}ses ist nur dann als eine vom Vereine nicht ausgegangene' anzusehen, wenn der Nachweis geführt wird, daß jene Handlungsweise im Widerspru mit dem Willen des Ver- eins steht. Diese wichtige Entscheidung wurde vom Ober-Tri- bunal in der strafgerichtlihen Untersuhung gegen den Ver- waltungsaus\huß des katholishen Borromaeus-Vereins zu Bonn in der Sizung voms. April d. I. gefällt. Der Verwaltungsaus\{huß dieses Vereins, der statutenmäßig sich nicht mit einer Einwirkung auf öffentlihe Angelegenheiten zu befassen hat, hatte eine An- zahl von Schriften verbreitet, deren Inhalt ein politischer ist, und speziell die kirhlihe Gesezgebung des Staates und das Verhältniß zwischen Staat und Kirhe zum Gegenstande der Erörterung macht, Schriften, von denen mehrere dur geriht- lihes Urtheil ihres strafbaren Inhalts wegen verboten waren. Die Mitglieder des Verwaltungs-Aus\{husses wurden in Folge dessen vor den Polizeirihter in Bonn unter der Beschuldigung vorgeladen, daß fie als Leiter eines öffentlihen Vereins eine Uebertretung des §. 2 des Vereinsgeseßes sih haben zu Shul- den kommen lassen, und auch demgemäß verurtheilt, indem der Richter annahm, daß für die Feststellung des Charakters eines Vereins nicht der Inhalt seiner Statuten, sondern die nah außen tretende Thätigkeit seines Verwaltungsorgans maßgebend fei. Dieser Anficht trat das Berufungsgericht (Zuchtpolizei- kammer in Bonn) bei, sprach jedoch die Beschuldigten frei, weil es zweifelhaft war, ob die Auss\chußmitglieder bei der Verbreitung der gedahten Schriften im Sinne des Vereins gehandelt haben. Auf den Kassations - Rekurs des Ober- Prokurators fassirte das Ober-Tribunal e E Nt Er- kenntniß und nermies_ die Sache zur Gde eite ndlung

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E anderas Berufungogetia e zue unter Anderm aus, „welches die Angelegenheiten -des Bereins besorgt und leitet, in welhem daher auch die Thätigkeit des Vereins erkennbar in die Aeußerlichkeit tritt, können für jene Beurthei- lung niht {hon aus dem Grunde als rechtlich bedeutungslos ecsheinen, weil dasselbe nah Inhalt der Statuten zu derartigen Handlungen der Zustimmung eines anderen Vereinsorgans be- durft hätte. Vielmehr if es lediglih als eine innere, seinen freien Entschließungen anheimgegebene Angelegenheit eines Ver- eins zu betrahten, ob und inwieweit er seine Organe und ih selb an die formellen Saßungen der Statuten binden will. Die im vorliegenden Falle festgestellte Handlungsweise des Ver- waltungs-Aus\chusses würde niht {hon wegen der Möglich- keit, daß sih derselbe rücksihtlich einer Abweihung von den Statuten mit cinen Auftragsgebern in Widerspru seen könne, sondern nur dann als eine vom Vereine selbst ausgegangene, von ihm zu vertretende und für ihn ver- bindlihe niht anzusehen fein, wenn aus dem Inbegriffe der Verhandlungen die Ueberzeugung geschöpft werden müßte, daß der Ausschuß niht den gegenwärtigen Zwecken des Vereins ent- sprehend, sondern gegen dessen Absichten gehandelt, eine Thä- tigkeit entfaltet hätte, rücksihtlich deren seine Mitglieder wegen des zwischen ihnen und dem Willen des Vereins bestehenden Widerspruches nicht mehr als leitende oder ausführende Organe des Vereines betrachtet werden dürften. Wollte man der inneren statutenmäßigen Organ:fation des Vereins eine weiter greifende rechtlihe Tragweite beilegen, so würde es ganz in die Willkür der Vereine gestellt sein, dur beliebige, den wahren Zweck des Vereins verhüllende Bestimmungen der Statuten und durch eine ebenso beliebige Vertheilung der Vollmahten und Befug- nisse verschiedener Organe fih der im Vereinsgeseße für die politischen Vereine vorgeschriebenen Kontrolle ganz zu entziehen und seinen Vorstand, obgleich fich durch dessen Handlungen die Wirksamkeit des Vereins bethätigt, von jeder strafrechtliGen Ver- antwortlichkeit für Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen des Vereinsgeseßes zu befreien.

Se. Durchlaucht der Fürst Carl zu Carolath- Beuthen is gestern Abend hier eingetroffen, um nah vollendetem 30. Jahre seinen Siß im Herrenhause einzunehmen.

Der Kaiserlih rusfische Feldmarschall Fürst Baria- tinsky passirte gestern Abend, zunächst von Frankfurt a. M. kommend, Berlin, um sh nah St. Petersburg zu begeben. Der Kaiserlih rusfishe General-Adjutant Baron Wrangel, welcher ih mehrere Tage hier aufgehalten hatte, is heute früh nah Homburg abgereist.

S. M. Schiffe „König Wilhelm“, „Kaiser“ und „NLOnpPpeinz- I S. M. Aviso „Falke“ find am 19. d. Mts. in Wilhelmshaven, S. M. S. „Hansa“ an demselben Tage in Kiel in Dienst gestellt.

Der Thierarzt erster Klasse Rothamel zu Neukirchen ist zum kommissarischen Kreisthierarzt für den Kreis Gelnhausen ernannt worden.

Oppeln, 19. Mai. Die Königlihe Regierung hat an-

läßlih der Ruhestörungen im Beuthener und Kattowißer Kreise in deutscher und polnischer Sprache eine Bekanntmachung