1875 / 148 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Sn einer am 23. in Glasgow abgehaltenen Versammlung von Eisenhütten- und Kohlengrubenbesißern wurde, der „A. A. C.“ zufolge, die gedrückte Lage des Eisen- und Kohlenhandels in Erwägung gezogen, aber kein Beschluß darüber gefaßt. Die Lage des Handels verursacht dem „Manchester Guardian®" einige Unruhe. Die nun den Grubenarbeitern gezahlten Löhne find beträchtlich ver- ringert worden; und viele, die, angelockt durch die hohen Löhne, vor einigen Jahren ihre alt:n Berufe verließen, find zu denselben zurück- gekehrt. Jn einigen Theilen des Landes vertauschen gelernte Berg- leute die Zeche mit der gewöhnlichen Tagelöhnerarbeit. Eine Anzahl Kohlengrubenarbeiter hat auc das Land verlassen, und einer Schäßung nach giebt es in Schottland jeßt zum mindestens 5000 Grubenarbeiter weniger, als zur Zeit, da der Durchschnittslohn 10 Schillinge per Tag betrug. Die Kohlengrubenbesier von Cannock Chase haben ihren Arbeitern eine Lohnherabseßzung von 3 Pence per Tag ang fündigt; die Maßregel, die in 14 Tagen in Wirksamkeit treten soll, betrifft 5000 Personen.

Verkehrs-Anstalten.

Die Eröffnung der Strecke Löhne-Vienenburg findet, wie die „Neue Hann. Ztg.“ mittheilt, nun bestimmt am 30. Juni

d. J. statt:

Aus Detmold, 22. Juni meldet das „Reg. u. Anz.-Bl.“: Gestern Nachmittags fanden sih auf Einladung des hiefigen Magi- sirats einige Abgesandte der Städte Lemgo, Horn und Salzuflen ein, um gemeinschaftlih die Arrangements für das Hermanns-Fest im August d. I, namentlih wegen Unterbringung der Festtheilneh- mer, zu besprechen. H | R

Die genannten Deputirten gaben ihre Bereitwilligkeit zu erkennen, auch in ihrer Stadt Vorkehrungen zu treffen, daß dort Gäste Unter- fommen finden fönnten, besonders für den Fall, wenn die Ouartiere in Detmold beseßt sein sollten. Von den Herren aus Lemgo wurde außerdem noch hervorgehoben, es sei ihre Absicht, an die nah Norden und Westen zu gelegenen benachbarten Gymnasien zu schreiben, die Lehrer und älteren Schüler zur Theilnahme an der Festfeier aufzu- fordern, sowie diese dann zu ersuchen, die Nacht vom 15. auf 16. August (sowie auch ev. die folgende Nacht) in Lemgo Ouartier, welches sie beschaffen würden, zu nehmen und am leßtgenannten Tage, Morgens früh gemeinschaftlih mit den Lemgoer Festtheilnehmern nah Detmold zu marschiren. E i

Nach diesen einleitenden Besprechungen wurde vom Bürgermeister Dr. L. Heldmann kurz über die Vorbereitungen, welche vom Hermanns- Vereine und der Stadt bezüglich des Festes bis jeßt in Detmold ge- troffen seien, referirt und das Programm Über die Vorfeierlichkeiten mit dem Bemerken mitgetheilt, daß leßteres binnen Kurzem zur öffent- lihen Kenntniß werde gebracht werden.

Aus diesem Programm heben wir Folgendes hervor: Am 14. August Morgens findet, in Anwesenheit des ganzen 6. Westfälischen Snfanterie-Regiments Nr. 55, die Enthüllung des Kriegerdenkmales statt, vorausgeseßt, daß dieses bis dahin vollendet ist. Am 15. August gegen 7 Uhr Abends trifft Se. Majestät der Kaiser, auf dem Wege von Schieder her, hier ein. Soviel bis jeßt bekannt geworden, erfolgt eine besondere Begrüßung des Kaisers auf der Grenze des Landes und der Stadt niht. Um 9 Uhr Abends dagegen wird ein Fadckelzug zu Ehren des Kaisers veranstaltet. Der Festtag, 16. August, wird durch eine Reveille und durch eine Gesangproduktion des hie- sigen Gesangvereines und aller der Vereine, die sich diesem ange- \chlossen haben, und zwar vermuthlich auf dem Marktplaße, eröffnet. Morgens 9 Uhr läßt Sich der Ralser das Regiment auf dem Schloß- plade vorführen. Während dieser Zeit bleibt der Schloßplaß, des beschränkten Raumes wegen, 'ge\hlofsen; indessen versammeln sich die gesammten Festtheilnehmer auf dem Kaiser-Wilhelmsplaße, um den Festzug zu ordnen. Der Zug wird etwa nah zwei Stunden am Denkmal anlangen. Die offizielle Feier geht dort dann nach der vom Hermauns-Vereine publizirten Festordnung vor fich.

Aus den Vorbereitungen zur Aufnahme und zum Unterbringen, sowie zur Beköstigung der Xestgenossen dürfte aus dem in der Sißung gegebenen Referate Folgendes bemerkenswerth fein: /

Außer in den Wirthshäusern der Stadt wird für eine Restau- ration in der am Schloßplaßze gelegenen Fürstlichen Reitbahn, sowie in verschiedenen großen, an dem Kaiser-Wilhelmsplaße errichteten Zelten Sorge getragen. Auf der Grotenburg werden sich in dem dortigen Wirthshause und den daneben hergestellten ver- schiedenen Zelten und Buden Erfrishungen vorfinden. Schäßt man auch die Zahl der Festtheilnehmer auf über 20,000 Perso- nen. so dürften doch die Einrichtungen zur Befriedigung der leiblichen Bedürfnisse hinreichend sein.

Von dem Wohnungs-Comité find die zu beschaffenden Quartiere festgestellt. i

Es fônnen danach in Detmold gewährt werden:

in öffentlihen Gebäuden an Massequartieren ppt. 2000;

in zur Disposition gestellten Privathäusern an Massequartie- ren ppt. 1000;

an Betten in Privathäusern ppt. 1200.

Außerdem sind von den Bewohnern der Stadt für die bei ihnen {hon angemeldeten Verwandten und Bekannten reservirt ppt. 2000 Quartiere.

Ganz außer Betracht gelassen sind die herrschaftlichen Gebäude, die der Fürst zur Aufnahme seiner hohen Gäste herstellen läßt, und die Wirthshäuser, in welchen die Räume den Aufsuchenden parat ge- halten werden.

Gemachter Mittheilung nach sind incl, der gemeldeten Turner bis jeßt an ppt. 2000 Meldungen auf Quartiere beim Wohnungs- Comité erfolgt, so daß, wenn man die reservirten Quartiere auch ganz außer Betracht läßt, doch immer noch hinlänglich Quartiere frei find. Gelangt die Absicht der Turner, sich selbst, wenigstens theil- weise, Baracken zu bauen, zur Durchführung, fo sind alsdann ppt. 1000 Quartiere von den {on angemeldeten wiederum diéponibel.

Um die Massequarticre einigermaßen auszurüsften, sind 5000 Decktén und 5000 Strohsäcke vom Militärfiskus erbeten. Man er- wartet täglih die genehmigende Zusage und dann das Eintreffen der Sachen, werauf die Herstellung der Lagerstätten geschieht. Jn Rückfsicht des Umstandes, daß zur Zeit diese Angelegenheit noch nicht erledigt is und der Kostenaufwand dafür noch nicht feststeht, läßt fich nit angeben, wie hoch sich der Betrag für jedes Massequartier stellt. Es sei übrigens bemerkt, daß der Preis nur die Seltstkosten umfassen wird. Die Kosten für die übrigen Quartiere, die dem Comité zur Verfügung gestellt find, werden billigmäßig festgestellt werden.

Der Vertreter des Amts Detmold bemerkte dann noch, daß dem Amte in den zu seinem Distrikte gehörigen, ganz in der Nähe von Detmold gelegenen Ortschaften ca. 500 Quartiere zur Verfügung gestellt seien; ausgeschlossen hat sich nur, mit einzelnen Ausnahmen, das Dorf Hiddesen (es scheiat, als ob hier die Privatspekulation sich der Sache bemächtigt hat; wir hoffen, daß auch die dortigen Be- wohner noch zuleßt etwas Gastfreundschaft zeigen und weniger an ihre Taschen denken werden)

Ein jer großer Theil der Festtheilnehmer, namentlich derer aus dem lippishen Lande, wird vermuthlich nur am eigentlichen Festtage in Detmold verweilen; nach obigen Mittheilungen is daher wohl anzunehmen, daß die übrigen Gäste genugsam Unterkommen finden werden, zumal, nah der vorerwähnten Besprechung, in den anderen lippischen Städten, die ca. 1 Meile von Detmold entfernt liegen, gleichfalls Vorsorge für Beherbergung getroffen wird. Es dürfte indeß nöthig sein, daß die - Anmeldungen für Quartiere reht bald er- folgen, um Alles gehörig besorgen zu können. (Die bis jeßt erfolgten Anmeldungen werden s\ofort erledigt und beantwortet werden, fobald der Militärfiskus dem vorerwähnten Gesuche stattgegeben hat.)

Zum Schlusse theilte das Transport-Comité noch mit, daß ihm ca. 500 offene Wagen zur Verfügung gestellt seien, um die Fremden von den Bahnhöfen Blelefeld, Herford, Schieder nah hier zu \chaf- fen; auch in Beziehung auf einen gewünschten Wagenplaß dürfte die

In der zweiten Hälfte des Mai wurde bekanntlich zwischen der Pforte und Frbr. y. Hirs ein Uebereinkommen getroffen, da- hingehend, daß die Differenzen bezüglich diefer Eisenbahn-Ange- legenheit einem Sciedögericht unterbreitet werden. Die türkische Regierung wählte Server Pascha und Odian Effendi, Frhr. v. Hirsch den Grafen Prokesch-Osten und Professor Dr. Kremer zu Schieds- richtern. Allein diese Vereinbarung führte nicht zur Ausgleichung der

orhandenen Differenzen. Aus Pera, 15, Juni, schreibt man hierüber er „A. Allg. Ztg.*: „Nachdem die | ais die Ernennung einex schieds- richterlichen Kommission zur Ausgleichung der Differenzen zwischen der Re- gierung und dem Freiherrn v. Hirsh genehmigt hatte, und die von bei- den Theilen ernannten Schiedsrichter ihre Arbeit anzutreten im Begriff waren, erhob plöblih die Pforte neue Schwierigkeiten. Laut des von beiden Theilen angenommenen Kompromisses sollte die Entscheidung der Schiedsrichter inappellabel sein; so oft unter den vier Schieds- rihtern über eine Frage Stimmengleichheit stattfand, follte ein Ob- mann ernannt werden und binnen einem Monat seine Entscheidung ab- geben. Falls einer der Schiedsrichter durch Krankheit oder Tod an der Weiterführung der Arbeiten verhindert würde, sollte derselbe binnen acht Tagen durch ‘einen anderen erseßt werden. Der Ministerrath hat nun diese Punkte entweder ganz aufgehoben oder modifizirt; die Pforte verlangt, daß der Schieds\pruch appellabel sei, und zwar vor einem türkischen Gericht; ferner hat sie die Frist gestrihen, binnen welcher

Die internationale Telegraphenkonferenz in St. Petersburg revidirte in ihrer neunten Sißun« am 21. Juni die Nedaktion der in den früheren Sißungen abgeänderten Artikel des Dienstreglements. Nachdem die betreffenden Modifikationen und Er- gänzungen angenommen worden, schritt die Konferenz zur Berathung des Berichts der Kommission (für Ausarbeitung des Reglements) und prüfte die Bestimmungen: 1) über die Direktion der Telegramme in den Fällen, in denen die Route vom Absender angegeben oder nicht angegeben ist ; 2) über die Beförderung von Telegrammen, wenn Linien- \törungen eingetreten sind, mit der Poft oder auf irgend eine andere Weise: 3) über die nochmalige Uebergabe von Depeschen, welche auf Umwegen oder mit der Poft befördert worden sind; 4) über das An- halten eines Telegramms auf Wunsch des Absenders; 5) über die Zu- stellung der Telegramme von den Adreßstationen an die Adressaten. Sodann zu dem Abschnitt des Reglements „über Telegramme beson- derer Art“ übergehend, beschränkte sich die Konferenz in dieser Sibung 2 i Prüfung der auf vorher bezahlte Antworten sich beziehenden Artikel.

Dem Bericht des Kunstvereins sür Pommern zu Stettin, dessen Protektor Se. Majestät der Kaijer und König ist, entnehmen wir über seine Wirksamkeit in den Jahren 1872 und 1873, daß die Aus- stellung des Jahres 1873, trodem die Wiener Welt-Auéstellung setbst- redend eine große Zahl hervorragender Bilder an sih zog, wiederum reich an bedeutenden Leistungen gewesen ist. Namentlich hatte das Stadtmuseum von Danzig eine Anzahl {öner Bilder, darunter eine Winterlandschaft von E. Hildebrandt, bewilligt. Zur Beschaffung eines Kursbildes (Motiv aus der neueren vaterländischen Ge- \chichte) haben wiederholte Verhandlungen mit Prof. Camp- hausen stattgefunden; der Künstler hat die Offerte auch angenommen, indeß die in Aussicht genommenen Skizzen noch niht einsenden können. Der Wunsh, in Stettin eine permanente Kunstauéstellung eröffnen, oder wenigstens vorübergehend einzelne hervorragende Kunstwerke zur Ausstellung bringen zu können, bat sich wegen Raummangels nicht verwirklichen lassen. Allerdings ist im leßten Jahre eine solhe Ausstellung (der Abundantia-Bilder von Makart) dadurch ermöglicht worden, daß dazu ein Saal des Stadtgymnafiums vorübergehend vom Magistrat bewilligt worden ist, Einen s{snen Zuwachs hat das städtishe Museum durch die Kupferstihsammlung des verstorbenen Professor Calow erhalten, wie denn überhaupt in den leßten Jahren sich 1n Stettin eine lebhafte Steigerung des Interesses für die Kunst kundgegeben hat. Zahlreiche und bedeutende Kunstwerke find durch dortige Kunstfreunde zum Theil auf Grund befonderer Bestellung zum Theil fertig angekauft worden. Bei Gelegenheit der Kunftausstellung find außerdem 22 Oelgemälde für im Ganzen 3168 Thlr. von Privatpersonen gekauft worden. Zur Verloosung find dur den Kunstyerein 47 Oelgemälde und 2 Marmor- platten, mit Blumenftücken bemalt, zum Preise von 5750 Thlr. er- worben worden. Die Zahl der Vereinsgenossen hat sich auf rund 1200 erhalten. Die Vilanz {ließt bei einer Einnahme vou 11065 Thlr, mit einem Kassenbestande von 2496 Thlr. ab. Der Vorstand besteht aus den HH. Ober-Bürgermeister Burscher, Stadtrath Bod, Stadtrath W. Meister, Kaufmann Paulsen, Rathszimmermeister G. Schulz, Archidiakonus Schiffmann, Major Roese und Kaufmann Keddig. Der Jahresbeitrag beträgt pro Loos 2 Thlr.

Das seit etwa drei Monaten am Münsterthurm in Straßburg circa 50 Fuß unterhalb der Spiße an der sogenannten Laterne angebrachte Gerüst is seit etwa einer Woche, nachdem die Reparaturen an dieser Stelle beendet, entfernt worden. Zur Zeit ist man damit beschäftigt, die Schäden an der sogenannten Laterne, dicht unter dem Kreuz, auszubessern. Nit Beendigung dieser Arbeit wird der obere Theil des Thurmes vollständig wieder hergestellt sein.

Das Programm für den 5, württembergischen Feuer- wehrtag in Gmünd, zu dem mchr als 3000 Gäste angemeldet sind, liegt jeßt vor. Am Sonnabend Abend is Empfang der Gäste und Abendunterhaltung, der Sonntag schließt Berathungen, Auf- stellung von Geräthen, Festzug, Feuerwehrübungen und ein Banket in fich, der Montag ist der Prüfung der ausgestellten Geräthe und den Sehenswürdigkeiten der Stadt und Umgebung gewidmet.

Das Soolbad Wittekind, unfern von Halle a. S. ge- legen, ist {hon im 9. Jahrhundert zu Carl des Großen Zeiten in Auf- nahme gewesen. Aus alten verbürgten Urkunden ist nämlich ersicht- lich, daß dieser Kaiser, nachdem er den Sachsenherzog Wittekind be- zwungen und dessen Länder seiner Herrshaft und dem Christenthum unterworfen, den gleichnamigen Sohn dessel- ben für die im -Kriege gegen die Wenden geleisteten Dienste mit dem Gebiete von Giebichenstein, welches eine Stadt genannt wird, zu der in den frühesten Zeiten das heutige Thal Wittekind gehörte, und dem kenachbarten Dorfe Dobresole von den alten wendishen Worten dobre (gut) und s0le (Salz) dem heutigen Halle belehnt hat. Von diesem Wittekind hat der alte Sauerbrunnen seinen Namen er- und behalten. Auch eine Urkunde Kaiser Oito's I, erwähnt denselben. Später ging indeß die Kenntniß des Ortes, wo die Quelle sich befunden, wteder verloren, und felbst, nachdem ein Kanzlist aus Halle 1705 die Quelle wieder entdeckt hatte, und sogar ein Brunnen- und Gradir- haus erbaut worden war, wurde sie bald wieder vergessen. Erst der jeßige Besißer, Kaufmann Thiele, wurde auf den Werth der Quelle wieder aufmerksam und am 30. Juni 1846 konnte die Bade-Anstalt eröffnet werden. Dieselbe besteht aus zwei großen Gruppen von Baulich- feiten. Die erste, auf dem etwas höheren Terrain gelegen, enthält in einem zweistöckigen Gebäude, dessen obere Etage zu Wohnungen für Kurgäste eingerichtet ist, einen {önen Konversationssaal mit Flügel, Zeitungen, Journalen, Spielen 2c. Daran reihen sich in fort- laufender Linie in einem 140 Fuß langen, einstöckigen Gebäude, sechszehn Badezellen, in der Mitte vom Inspektionslokal unterbrochen, welches gegen Süden von einer mit Glasdah und Schlingpflanzen überdeckten Veranda bei s{chlechtem Wetter als Brunnenpromenade zu benußen umgeben ist, Den rechten Flügel dieser Gruppe bildet ein dreistôöckiges Wohnhaus mit einer Anzahl Wohnungen, die sämmtlich mit Balkons versehen sind” Die innere Einrichtung des eigentlichen Bades darf in jeder Hinsiht als ebenso behaglich, wie zweckmäßig bezeichnet werden. Zu der zweiten Gruppe gehören die Trinkhalle, das Brunnen- und Maschinenhaus, die Siederei des

ein etwa austretendes Mitglied zu ersetzen sei, so daß es in dem Belieben der Parteien steht, durch Verzögerung oder Aa s der Nachwahl die Entscheidung unmöglich zu machen; ebenso hat sie die Frist von einem Monat gestrichen, binnen welcher der Obmann feine Entscheidung abzugeben hat, und außerdem die Bes stimmung, daß, so oft die Kommission sih über irgend einen Punkt nicht einigen kann, ein Obmann zu ernennen ist, dahin abgeändert, daß erst nah Diskussion sämmtlicher Fragen ein Obmann zu er- nennen sei. Endlich verlangt die Pforte, daß die ganze Angelegenheit nach türkischen Gesetzen erledigt werden solle, Die von Seiten des Frhrn. v. Hirsh ernannten Mitglieder der Kommission, die Herrn von Profkesch-Osten und Dr. Kremer, find daher auch schon in voriger Woche (11. Juni) zurückgereist. Die Baukompagnie und die Betriebs- kompagnie haben gegen die türkische Regierung protestirt, und Frhr. v. Hirsch reist heute nah Europa zurück.*

Trie st , 26. Juni. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Aurora“ ist mit der ostindischen Ueberlandpost heute früh aus Alexandrien hier eingetroffen.

Liverpool, 25. Juni. (W. T. B.) Der fällige Dampfer „Cotopari“* is mit der Post vom 2, d. vom Kap der guten Hoff- nung hier eingetroffen. i

bad der Theresienstiftung. In der Trinkhalle wird mittelst einer Pumpvorrichtung die Soole unmittelbar frisch aus der Quelle zum Genuß verabreicht. Die Quelle felbst liegt 42 Fuß tief und wird die zu den Bädern erforderliche Soole mittelst einer Dampfmaschine nach den N geführt und erwärmt. Das russishe Dampfbad erhält die erforderliche Temperatur von den durch die Soole erzeugten Dämpfen. Es besteht aus dem eigentlichen Badezimmer, das Bade- wannen mit Brause- und Douche - Vorrichtungen aller Art éent- bält, und dem sogenannten Schwitzzimmer, welches mit Lager- stellen versehen is, die durch Vorhänge abzuschließen sind. Seitwärts dieser Baulichkeiten und von denselben durch den großen Ges(llschaftsplaß und Fontaine getrennt, liegt nach Wetten ein großes, massives und dreistöckiges Gebäude, darin eine größere Anzahl Wohnungen für Kurgäste, sämmtlihe Restau- rations-Räume und der Kursaal, in welhem während der Saison Table d'hote, Bälle und gesellshaftlihe Reunions stattfinden. Die Preise der Bäder stellen sich im Abonnement für reine Sool- bäder auf 4 und 5 Thlr. im Dutzend, für solche mit Brom und Iod enthaltender Mutterlauge, oder mit Eisen-, Stahl- und Schwe- felzusaß 5 und 6 Wle. im QDubend, ®* Sool - Elektro» magnetishe 5 Thlr. im Dußend, Sool-, Dampf-, Douche- bäder 6 Thlx. im Dutend. Eine Trinkkur an der Quelle wird mit 15 Thlr. berechnet; Badegäste haben dieselbe frei. Die Resultate von Wittekind entsprechen denen von Kreuznach, Reichen- hall, Is{l, Nauheim, Elmen, Kösen und Kolberg, besonders bei Lei- den des Hâut-, Drüsen-, Knochen-, Schleimhaut- und MNervensystems, namentlich im Gebiete der hierher gehörigen dysfrasischen Krankheiten. Näheres hierüber enthält die bei A. Friße in Halle erschienene Schrift : Dr. Grâfe, das Soolbad Wittekind in Giebichenstein bei Halle.

Rach in Paris am 25. Juni, Abends, eingegangenen Nachrichten sind in Toulouse bis jeßt 215 Leichen von bei der Ueber scchwems- mung umgekommenen Personen aufgefunden worden. Die Verhand- lungen zur Bildung von Unterstüßungs-Comités find hier im Gange, Der Präsident Mac Mahon und die Minister Buffet und de Cissey find gestern Abend nah Toulouse abgereist.

TYhéatér.

Die Operngesellshaft des Krollschen Theaters be währt einen höchst anerfkennenswerthen Fleiß. Fast jeder Abend” brachte bisher mit Ausnahme weniger Wiederholungen ein neues Werk ; Mozart, Weber, Lorßing, Flotow, Boieldieu, Halévy, Donizetti, Rossini, Verdi, waren mit solchen vertreten. Die Aufführung der „Zauberflöte“ von Mozart war eine besonders wohlgelungene, Namentlich war das Zusammenspiel hervorzuheben. Frl. Goldberg erwies fi in der Rolle der Königin der Nacht als eine wohlgeshulte Koloratursängerin von ansprechenden Stimmmitteln. Hr. Richter (Tamino) i} im Besiß einer sympathishen Tenorstimme, Hr. Baumann sang mit kräftigem und edlem Baß die beiden Sarastro-Arien. -— Jn „Lucia von Lammer- moor von Donizetti erwarben neben Frl. Goldberg (Lucia), die si mit der gesanglich und dramatisch s{chwierigen Wahnsfinnsscene recht gut abfand, der Edgardo des Hrn. Grisa und der Heinrih Usthon des Baritonisten Hrn. Goldberg den meisten Beifall. Jn der Titelrolle des „Tell“ (welche gegenwärtig Hr. Carlo übernommen hat), bewährte sich Hr. Thelen als ein beachten8werther dramatischer Sänger, Frl. Ledwinka (Mathilde von Habsburg) als eine tüchtige Kolo- ratur\ängerin und Hr. Staubesand (Arnold) als ein wohlgeschulter Tenor von einnehmendem, wenn auch sehr zartem Organ. Jn der „Jüdin®* yon Halévy ragte die Leiftung des Hrn, Bau- mann (Kardinal) hervor. Hr. Grisa (Eleazar) erschien stimmlih in den dramatischen Stellen seiner Partie wirksamer, als in den lyrishen. Die Großherzogliche Hofopernsängerin Frl. Erl aus Darmstadt sang die Titel- rolle. Die Partie des Leopold war mit Hrn. Schürmann recht gut besetzt. Am Mittwoch kam Rossini’'s „Barbier von Sevilla" zur Aufführung, in welcher sich Hr. Carlo als Figaro und Hr. Zieh- mann als Basilio durch Humor auszeichneten, während Frl. Linée die überaus anspruhsvolle Parlie der Rosine mit guten Stimmmittelnn nach Kräften auszufüllen bestrebt war. „Figaro's Hochzeit“ gab am Donnerstag dem Darmstädter Gaste, Frl. ‘Erl, als Gräfin Gelegenheit, mehr als früher hervorzu- treten. Frl. Ledwinka konnte ihr wohlklingendes angene) mes Organ für die Partie der Susanne passend verwerthen, während demjenigen des Hrn. Ziehmann (Figaro) die rechte künstlerishe Tonbildung ab- geht. Hr. Goldberg repräsentirte den Grafen in angemessener Weise; Frl. André (Cherubim) erwies sih als ein tüchtiges, junges Talent, von dem sich Gutes erwarten läßt.

Am Sonntag wird nach mehrjähriger Pause wieder Lorßing „Undine“ zur Aufführung kommen, Die Hauptpartie der Oper wird Frl. Hecht, die sich bereits als Zerline im Don Juan, sowie im Waffenschmied die Gunst des Publikums errungen hat, singen, und die besten Kräfte des Perscnals in den anderen Partien der Oper mitwirken. Doppelkonzert vor, während und nah der Vorstellung wird, wie sonst, die Unterhaltung im Garten bilden.

Das Woltersdorff-Theater schließt, unter der jeßigen Leitung seine Thätigkeit am 28. d. M, um dann nach einigen Tagen unter dem neuen Direktor seine Pforten aufs Neue zu eröffnen, An den beiden leßten Tagen, also Sonntag und Montag, werden die beiden beliebten Repertoirstücke „Die blaue Dame“, Operette von Max Wolf, und „Ein unverdorbener Jüngling“, Pofse von E. Jacobson, gegeben werden. Hr. Kommissions-Rath Woltersdorff hat den Er- trag der am Montag stattfindenden leßten Vorstellung unter seiner Direktion dem Unterstühungsfonds der Berliner Presse bestimmt.

Hr. Riccordi, der Verleger der Kompositionen Verdi's, hat, wie die „Wiener Ztg.“ mittheilt, für die vier Aufführungen des Requiems und die zwei Aufführungen der „Aïda" im K. K. Ho f- operntheater zu Wien einen Betrag von 17,000 fl. erhalten. Für die „Aïda*-Vorstellungen bezog Herr Riccordi fix 3000 fl., von den Einnahmen des Requiems die Hälfte nah Abzug der Vormerk- gebühren. Die ersten drei Aufführungen des Requiems ergaben ein Erträgniß von 24,000 fl, das der letzten Aufführung gegen 6100 fl, das der beiden „Aïda“-Vorstellungen 16,800 fl. Im Ganzen betragen die Einnahmen der italienishen Vorstellungen 47,500 fl, wovon 30,000, fl. dem Operntheater bleiben.

Redacteur: F. Prehm. Berlin! Feriag der Expedition (Ke1sel). Druck W, Elsner.

Fünf Beilagen

Wittekind-Mutterlaugen-Badesalzes, der Wasserthurm mit den großen

baldige Anmeldung erwünscht sein,

Reservoirxs, das russishe Dampfbad, das Schwefelbad und das Armen-

(einschließli Börsen-Beilage}

Erfte Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

AZ 14S.

Berlin, Sonnabend, den 26. Juni

Personal-Verändernugen. É Königlich Preúßische Armee. [flziere, Portepee-Fähnriche Ernennungen, Beh roe ft: e Im stehendeu Heere Ems, 15, Juni. v. Brandenstein. i

Enel im Großen Gen. Stabe, der Rang A Mac n en e Kalinowski, Oberst-Lt., aggreg. dem Gren. Regt. betale e der Führung dieses Regts., unter Stellung à la suite E t eauftragt. raf v. Moltke, Pr. Lt. vom Hus. Negt. A d en N, aggregirt. v. Heimbrachts, Pr. Lt. vom Hus. : G p: 16, Unter Belassung in seinem Kommdo. als Adjut. der gendorff, See U E O E Nr. 13 verseßt. v. Lan- [, LL Du}. Negt. Nr. 16, zum Pr. Lt. befördert arbenés, Pr. Lt, vom Inf. Regt. Nr. 5 S in e uma ie der 39 Inf. Brig E S Rear Nr. 44, Emmi, Pr. Lt. vom Inf Regt. Nr. 55 - Belassung Ber va uy Adj. A Inf. Brig, ae E He P MUEO r, Sec. L. vom Inf. Regt. Nr. 13, unter Beförder } zum Pr. Lt., in das Inf. Regt. Nr. 55 verseßt oten, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 42, als Adjut. A 59, uf Bis Fou! mandirt. v. Bremen, Sec. Lt. vom Jäger-Bat. Nr. 2, unter Be- E zum Pr. Lt, in das Gren. Regt. Nr. 11 verseßt. Frhr. M E Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 15, behufs Information S Da E S E D e Ute kommandirt. : 6, . Lt. i; «Urt. Bat. Nr. 14, unter Stellun à la suite des Fuß-Art, Regts. Nr. 15, Tornow, Sec. L i Fuß-Art. Regt. Nr. 5, unter Stellung à la suite viflalben, nd Cie via Il, Sec. Lt. vom Feld-Art. Regt. Nr. 20, unter Stellung à la m e des Fuß-Art. Regts. Nr. 5 zu Direktions-Assistenten bei den ecnischen Instituten der. Art. ernannt. Lüdemann Hauptm u. Battr. Chef vom 1. Garde-Feld-Art. Regt., unter Stell. à la suits dieses Regts., nah Württemberg, behufs Verwendung als Adjutant beim Gen. Kommdo. des XIII. Armee-Corps, kommandirt. Tichel- mann, Zeug-Hauptmann vom Artillerie-Depot in Glogau, ein Patent 7 seiner Charge verlichen, Jahnke, Zeug-Lt von der Gewehrfabrik in Spandou, zum Zeug-Pr. Lt., Galley Zeug- O, vom Art. Dep. in Breslau, zum Zeug-Lt., befördert Nu hl, Oberst und Abtheil. Chef im Kriegs-Ministerium, und erger, Major vom Stabe des Ingen. Corps und Ingenieur vom Plaß in Thorn; von der Stellung als Mitglieder der Prüf. Komm des Ingen. Corps entbunden. Peters, Obersi-Lt. vom Stabe des íIng. Corps und fommandirt zur Wahrnehmung der Geschäfte eines Abtheil. Chefs im Ingen. Comité, und Srhr. v. Rössing, Haupt- v von der 1. Jngen. Inspekt. und-Comp. Chef im Garde-Pion. E zu Mitgliedern der Prúf. Komm. des Ingen. Corps ernannt L hevalier, Major vom Stabe des Ingen. Corps und Festungs- Bau-Direktor in Feste Boyen, zum Ingen. vom Platz in Wesel er- nannt. v. Spankeren, Hauptm. von der 1. Ingen Inspekt unter Verseßung zum Stabe des Jngen. Corps, zum Major be- fördert. Graffunder, Hauptm. von der 1. Ingen. Inspektion unter Verseßung zum Stabe des Ingenieur - Corps “und Er- nennung zum Festungs - Bau - Direktor der Feste Boyen, zum Major befördert. Creuzinger, Pr. Lt. von der 1. Jngen Qn|pekt. und vom Garde-Pion.Bat., unter Entbindung von dieser Stellung, Nemißtz I, Pr. Lt. von derselben Inspekt., zu Hauptl. Driesel, Sec. Lt. von derselben Juspekt., zum Pr. Lt,, Franß, Pr. Lt, von der 2. Ingen. Inspektion, zum Hauptm.,, Mudra E U Sec. Lts. von derselben Jnspekt.,, zu Pr. Lts., Fiedler, Pauptm. von der 3. Jngen. Jnspekt. und Ingen. vom Plat in Saarlouis, unter Verseßung zum Stabe des Ingen. Corps zum Major, Beseler, Sec. Lt. von der 4. Ingen. Inspekt., zum Pr Et, befördert. Geisler, Pr. Lt. vom Train-Bat. Nr. 6 unter Verseßung in das Train-Bat. Nr. 1, zum Rittm. und Comp. Chef Erhardt, Sec. Lt. vom Train-Bat. Nr. 2, unter Verseßung in das Train-Bat. Nr. 6, zum Pr. Lt., befördert. v. Livonius, Pr. Lt. aggreg. dem Drag. Regt. Nr. 14, unter Beförderung zum Rittm und Comp. Chef in das Train-Bat. Nr. 3 verseßt. Moers, Sec. Lt vom 2. Garde-Feld-Art. Regt., unter Stellung à la suite des Regts., zur Lehr-Batterie der Art. Schießschule verseßt. Gustke, Hauptm. und Batterie-Chef im Feld-Art. Nr. 5, unter Stellung à la suite des Regts., zum Chef der Lehr-Batterie der Art. Schießschule ernannt. Gescher, Unteroff. vom Feld-Art. Regt. Nr. 8, v. Normann char. Port. &aähnr. vom Feld-Art. Regt. Nr. 9, zu Port. Fähnrs, befördert. v. Krüger, Major à la suite des Feld-Art. Regts. Nr. 10 und Chef der Lehr-Batterie der Art. Schießschule, als etatsmäß. Stabsoffizier in das Feld-Art. Regt. Nr. 24 versetzt. Burandt, har. Port. Fähnr. vom Feld-Art. Regt. Nr. 16, Dol, v. Bed e-

dorf\, Gefreiter vom Feld-Art. Nr. 19, zu Port. Fähnrs befördert. Meyer, Hauptmann à la suite des Feld - Artill. Regts. Nr. 19 und etatsm. Mitglied der Art. Prüf. Komm., als Battr. Chef in das Feld-Art. Regt. Nr. 5 verseßt. Scholtz Hauptm, vom Feld-Art. Regt. Nr. 20, unter Stellung à la suite des Regts., zum etatsmäß. Lehrer an der vereinigten Artill. und Jngen. Schüle ernannt. Thoncke, Sec. Lt. von demselben Regt., zum Pr. Lt. befördert. Knoll, Sec. Lt. à la suito des Feld-Artill. Regts. Nr, 21 und von der Lehr-Batterie der Artill. Schießschule unter Beförderung zum Pr. Lt. in das Feld-Art. Regt. Nr. 23 ver- seßt. Mertens, Pr. Lt. vom Feld-Artill. Regt. Nr. 23, zum Hauptm. und Battr. Chef, Groos, Pr. Lt. von demselben Regt und fommandirt als Adjut. bei der 3. Feld-Art. Inspektion, zum

Hptm., Wiethaus, Sec. Lt. von demselben Regt, zum Pr ‘Lt befördert. Mauve gen. v, Schmidt, Major und 1tôm. Stabs. Offiz. vom Feld-Art, Regt. Nr. 24, als Commandeur in das Feld-Artillerie-Regiment Nr. 10 verseßt Mogilowski, Major à 1a suite des Garde-Fuß-Artillerie- Regts. und Artill, Offiz. vom Plaß in Cüstrin, als Bats Sommbdr. in das Fuß-Art. Regt. Nr. 2 verseßt, Sonnenberg, Major und etatsmäß. Stabsoffiz. im Fuß-Art. Regt. Nr. 2, unter Stellung à la suite des Regts., zum Artill. Offiz. vorr Plaß in Cüstrin ernannt. Steuer, Hauptm. und Comp. Chef von demselben Regt., unter Stellung à la suite desselben zum Direktions-Mitglied und Lehrer an der Ober-Feuerwerkershule ernannt. Meyer, Pr. Lt. vom Fuß-Art. Bat. Nr. 9, unter Verseßung in das Fuß-Art. Regt Nr. 2, zum Hauptm. und Comp. Chef, Schilling, Sec, Lt. von demselben Bat., zum Pr. Lt, v. Erdtmann, Sec. Lt, à la suite des Fuß Art. Regts. Nr. 4 und .von der Lehr-Comp. der Art. Schießz- \hule, zum Pr. Lt. befördert. Jung, Pr. Lt. von demselben Regiment, zur Dienstleistung bei einer Milit. Intendant. kommdrt. Kehl, Hauptm. vom Fuß-Art, Regt. Nr. 5 und Art. Offiz. vom Plaß in Glogau, unter Verseßung “als etatsm. Stabsoffiz. in das Fuß-Art. Regt. Nr. 2, zum Major befördert. Engelhardt, Hauptm. d la suite des Fuß-Art. Regts. Nr. 5 und Direktionsmitglied und Lehrer an der Oberfeuerwerkershule, unter Entbindung von diesem Verhältniß, als Comp. Chef in das Fuß-Art. Regt. Nr. 8 verseßt. Böttcher, Hauptm. à la suite des Fuß-Art. Regts. Nr. 6 und etatômäßiger Lehrer an der vereinigten Art. und Jngen. Schule, zum catöm, Mitgliede der Art. Prüfungs-Kommission ernannt. v. Skopnik, 9auptm. und Comp. Chef vom Fuß-Art. Regt. Nr. 6, unter Ver- seßung in das Fuß-Art. Regt. Nr. 5, zum Art. Offiz. vom Plat in Glogau ernannt. Schlüter, Sec. Lt. vom Fuß-Art. Regt. Nr. 7, in das Fuß-Art. Regt. Nr. 2 verseßt. Thomé, Pr. Lt. vom Fuß-

Nr. 4, zum Hauptm., Arnoldi, Pr. Lt. à la suite des °

Regts. Nr. 8 und von der Lehr-Comp. der Art. Scbiebihule ane Verseßung in das Fuß-Art. Regt. Nr. 6, zum Hauptm. und Comp Chef, Stein, Sec. Lt. vom Fuß-Art. Regt. Nr. 8, zum Pr. Lt. be» fördert. Schimmelpfennig, Pr. Lt., bisher in der See-Art. Abtheil,, mit seinem bisherigen Patent im Fuß-Art. Regt. Nr. 4 an- geftellt. Saltgeber, Scheeben, Thron, Feuerwerks-Lts. von der 4. Fuß-Art. Brig., Knipping, Schaefer, v. Rozanski Feuerwerks-Lts. von der 3. Fuß-Art. Brig.,, Seidel, Feuerwerks-Lt. von der 1. Fuß-Art. Brig., zu Feuerwerks-Pr. Lts. befördert. i / Ems, 10 uur Marchtaler, Königl, Württemberg. Oberft nd Conmmazdeio, des „Vero - Art. Regts. Nr. 29, mit dem

ange eine rig. Commdòrs. ) « Art. 8 atiacir g em Stabe der 2. Feld - Art. Injpekt. ms, 19, Juni. vy. Gélieu, Oberst-Lt. vom Inf. Nr. 94, mit der Uniform dieses Regts., sowie mit S eines Regts. Commandeurs zu den Offizieren von der Armee verseßt. v. Perbandt, Oberst-Lt, beauftragt mit der Führung des Inf.- Regts. Nr. 18, v. Seeckt, Oberst-Lt., beauftragt mit der Führung des Inf. Regts. Nr. 55, Einecke, Oberst-Lt., beauftragt mit der Führung des Inf. Regts. Nr. 30, v. Pl öh, Oberst-Lt, beauftragt mit der Führung des Inf. Regts. Nr. 77, v. Passow, Oberst-Lt. beaustragt mit der Führung des Inf. Regts. Nr. 16, v. Wülcknit, Oberst-Lt, beauftragt mit der Führung des Füs. Regts. Nr. 33, von Schmidt, Oberst - Lt., beauftragt mit der Führung des Füs. Regts. Nr. 37, v. Melchior, Oberst - Lt., beauftragt mit der Führung des Inf. Regts. Nr. 114, zu Commandeuren der betr. Regtr. ernannt. Graf zu Ysenburg-Büdingen u. Philipps eich, Oberst-Lt. vom Kaiser Alexander Garde-Gren. Regt. dem Regt. aggregirt. v. d. Knesfebeck, Major vom Gren. Regt. Nr. 6, in das Kaiser Alexan- der Garde-Gren. Regt. verseßt. v. Loefen, Hauptm. und Comp. Chef im Gren. Regt. Nr. 6, zum Major, vorläufig ohne Patent, v. Piper, Pr. Lt. von demselben Regt., zum Hauptm. und Comp. Chef, v. Borcke, Sec. Lt. von demselben Regt., zum Pr. Lt. beför- dert. Mieth, Sec. Lt. vom Gren. Regt. Nr. 12, als ältester Sec. Et in das Gren. Regt. Nr. 6 verseßt. v. Rhaden, Hauptm. und O R E zum Major befördert. v. b- 8, m., bisher im See-Bat., mit seinem bisher. Comp. Chef im Inf. Regt. Nr. 94 angestellt. ritte wiSns Ems, 22. Juni. v. Balluseck, Major und Abtheil. Commdr. im 2. Garde-Feld-Art. Regt., unter Stellung à la suits dieses Regts., zur Dienstleistung als Adjut. bei dem Chef der Artillerie General- D eiter Prinzen Carl von Preußen, Königliche Hoheit, kom- T

An der Reserve und Landwehr.

Ems, 15. Juni. Altmann, Sec. Lt. von der Reserve des Train-Bats, Nr. 3 und kommdrt. zur Dienstleistung beim Train- Dat. Nr. 9, im stehenden Heere, und zwar als Sec. Lt. im Train- Bat. Nr. 9 mit einem Patent vom 7. Mai cr. angestellt. Menzel, Pr. Lt. vom Train des Res. Landw. Bats. Nr. 35, zum Rittmeister befördert. Wallau, Vize-Feldw. vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. e Wi De Lt. Ur Ne, g Feld-Art. Regts. Nr. 27, Vester

c. Lt, von der Fuß-Art. des Res. Landw. Bats. Nr. 36 ; E Pelet \. La ats. Nr. 36, zum Pr.

Abschiedsbewilligungen.

GtE: T9: er En stehenden Heere.

__ Ems, 12. Juni. ramnißt, Pr. Lt. vom Gren. Negt. Nr. mit s{lichtem Abschied entlaffen. P E

1875,

Ems, 19, Juni. Shönfel der, Kadet, Wall mann, Matrose Gr. v. Bernstorff, Erckenbrecht, Rüt. v. Msller, “bts a Kadetten, Arenhold, Matrose, Emsmann,. Kadet, Oesterrei, Ober-Matrose, Brüssow, Janns, Mandt, Sonntag, Gercke, Me, Dirks, v. Colomb, Sommerwerck, Klincksieck, ! ey er, Kadetten, sämmtlich zu See-Kadett.n befördert Baffy Lt. zur See der Seewehr vom 1. Bat. Landw. Kegts. Nr. 45, der Abschied bewilligt. v. Lübbers, Hauptm. und Comp. Chef vom See-Bat., behufs Uebertritts zur Landarmee, aus der Marine aus- geschieden. v. Tyßka, Pr. Lt. vom See-Bat., zum Hauptm. und R v. Lossau, Sec. Lt. von demselben Bat., zum Pr. Lt.,

s Land- und Forstwirthschaft.

__ Eine sorgfältige Schäßung des Umfanges und S diesjährigen amerifanischen Dai wolliatit en verd Gie das New-Yorker „Commercial Chronicle“. Dieselbe giebt das be- pflanzte Areal auf 9,251,471 Acres an, d. i. 34 Prozent mehr, als in 1874, Sollte die Ernte aus diesem Areal fih als \{chlecht erweisen wie in 1871—72, so würde der dieéjährige Ertrag sich auf ca. 3,974,000 Ballen, d. h. um ca. 276,000 Ballen geringer, als im vorigen Jahre stellen ; aber wenn sie sih als gut erweisen sollte, würde die Ernte 4,580,000 Ballen liefern. Mit Bezug auf den Stand der Bie U O N n befriedigend, und das „Chronicle“

zu, daß es seit dem Kriege keine günsti s O ar A riege keine günstigere Saat gegeben

Gewerbe und Handel.

__ Der Geschäftsbericht der Oftpreußishen Südbahn ent- hält folgende Daten: In 1874 wurden A 722,862 A incl. Militär, 12,824,205 Ctr. Frachtgüter und 208,455 Ctr. Vieh gegen 652,085 Personen incl. Militär, 7,877,243 Ctr. Frachtgüter und 254,979 Ctr Vieh im Vorjahre. Die Gesammteinnahmen des Jahres 1874 belaufen sih auf 1,506,806 Thlr. gegen 931,775 Thlr. des Jahres 1873, so daß das Jahr 1874 eine Mehreinnahme von 979,031 Thlr. = 61,71% nachweist. Von der Gesammteinnahme pro 1874 fallen auf den Personenverkehr incl. Ncbenerträge 278,611 Thlr, auf den Güterverkehr incl. Viehbeförderung 1,179,050 Thlr. und auf verschiedene Einnahmen 49,144 Thlr. Die Ausgaben be- tragen 758,739 Thlr. oder 50,385 % der Brutto-(Finnahmen, und zwar fommen auf die allgemeine Verwaltung 54,009 Dhir: ; auf die Bahnverwaltung 245,856 Thlr. und auf die Trcansöportverwaltung 452,874 Thlr. Der Rein- ertrag der Bahn beziffert sich auf 748,067 Thlr. und gelangt in fol- gender Weise zur Vertheilung: Es werden verwendet zur Verzinsung der Anleihe von 6,400,000 Thlr. 5% Obligationen 314,540 Thlr. zur Amortisation der 5% Obligationen I. und II. Emission 31,800 Thlr., „zur Dotirung des RNeserve- und Erneuerungsfonds pro 1874 162,798 Thlr., zum Erneuerungsfonds à Conto der rückständigen Rück- lagen 46,614 Thlr., für die neu beschafften 250 Stück bedeckten Güter- wagen 23,061 Thlr., Dividende auf 4,500,000 Thlr. Stamm-Prio- ritäts-Aktien 157,500 Thlr. und für Remunerationen pro 1874 und N et Bag Es 1875 12,752 Thlr. Von dem Obli- gationen-Kapital im Betrage von 6,400( ) d i Id Are a s g ,000 Thlr. find bereits

In der Generalversammlung der Dortmunder Afktien- brauerei vormals Herzberg & Co. wurde konstatirt, daß das am 29. April cr. mit den Vorbesißern getroffene Abkommen dur Zeichnung der Grundschuldbriefe perfekt geworden sci. Es wurde

Ems, 15, Juni. v. Pannewiß, Oberst und Comm é

Gren. Regts. Nr. 6, in Genehmigung seines Abscbiedsgeiuces: als Gen. Major mit Pension zur Disp. gestellt. v. Papen, Rittm. und Comp. Chef im Train-Bat. Nr. 1, mit Pension der Abschied be- willigt. Blumenbach, Oberst-Lt. und Commdr. des Feld-Art. Regls. Nr. 6, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches, als Oberst mit Penf. und der Regts. Unif. zur Disp. geftellt. Fiedler, Major und Battr. Chef im Feld-Art. Regt. Nr. 9, mit Pens. u. d. Unif. des Feld-Art. Negts. Nr. 6, Kühne, Major und Abtheil. Commdr. im Feld-Art. Regt. Nr. 10, als Oberst-Lt. mit Pens. und der Regts Unif, der Abschied bewilligt. Stausebach, Port. Fähnr. von dem- selben Regt.,, zur Reserve entlassen. Kaunhoven, Major und Abtheil. Commdr. im Feld-Art. Regt. Nr. 15, als Oberst-Lt. mit Pens. und der Unif. des Feld-Art. Regts. Nr. 1, Schulz, Major und etatsm. Stabsoffiz. im Feld-Art. Regt. Nr. 15, mit Pens. nebst Ausficht auf Anstellung im Civildienst und der Regts. Uniform, Bra uns, Sec. Lt. vom Fuß-Art. Regt. Nr. 7, der Abschied bewilligt. Orlowski, Sec. Lt. vom Fuß-Art. Regt. Nr. 1, behufs Uebertritts zur Marine, aus der Land-Armee ausgeschieden. _ Ems, 17. Juni. Frhr. v. Rei2wiß, Hauptm. a. D,, zuleßt Comp. Chef im Inf. Regt. Nr. 20, der Charakter als Major verliehen Heydenreic, Sec. Lt. vom Ulan. Regt. Nr. 7, mit Pension nebst Aussicht auf Anstellung im Civildienst und der Armee-Uniform der Abschied bewilligt. Henschel, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 42 und Kuhnen, Zeug-Pr. Lt. vom Art. Depot zu Cöln, beide mit 1chlichtem Abschied entlassen. :

Ems, 19, Juni. y. Winterfeld, Oberst vou der Armee, mit Pension und der Uniform des Hus. Regts. Nr. 2, der Abschied be- willigt. Walter I, Sec. Lt. vom Jnf. Regt. Nr. 117, als halbinvalide mit Pension ausgeschieden und zu den beurlaubten Offizieren der Inf. des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 7 “übergetreten. v. Katkler Pr. Lt. a. D., zulegt Sec. Lt, im Inf. Regt. Nr. 45, die Erlaubniß

etatsm. | Abtheilungs- |

Art. Regt. Nr. 8, unter Belassung in sei L : Br S, g in seinem Kommdo. als Adjut. der 2, Fuß-Art. Inspekt. und unter Verseßung in das Fuß-Art. Regt.

zum Tragen der Uniform dieses Regts. ertheilt.

An der Veserve und Landwehr. Ems, 15. Juni. Jüngling, Pr. Lt. von den Pion. des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 1, der Abschied bewilligt. Ku hnke Sec. Lt. von der Ref. des Train-Bats. Nr. 1, behufs Uebertritts in Königl. Württemberg. Dienste, der Abschied bewilligt. Krause Sec. Lt. von der Fuß-Art. des Res. Landw. Bats. Nr. 33, als. Pr. |

Lt. mit der Landw. Armee-Uniform, Bartels, Pr. Lt. von der Fuß- | H | Scholling.

Art. des Res. Landw. Bats Nr. 40, als Hauptm. mit der Landw Armee-Uniform, Starck, Pr. Lt. von der Feld-Art. des 2. Bats. Landw. Regts. Nr. 60, Keibel, Pr. Lt. von der Feld-Art. des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 81, diesem mit der Landw. Armee- Uniform, der Abschied bewilligt.

Beamte der Militär-Verwaltung. Durch Verfügung des Kriegs-Ministeriums,

Den 11, Juni. Horn, Zahlm. vom 1. Bat. Kaiser Franz Garde-Gren. Regts., der Abschied bewilligt,

Den 14, Juni. Foerster, Geh. Kanzlei-Direktor und Geh Kanzlei-Rath vom Kriegs-Ministerium, auf seinen Antrag mit Pension in den Ruhestand verseßt. Hoffmann, Geh. exped. Sekret. und Rechnungs-Rath vom Kriegs-Ministerium, auf seinen Antrag mit Penfion in den Ruhestand verseßt.

In der Kaiserlichen Marine, Offiziere 2c. Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen.

Ems, 15. Juni. Schimmelpfennig, Prem. Lt. von der See-Art. Abtheil., behufs Uebertritts zur Land-Armee aus der Ma- rine ausgeschieden. Orlowski, Sec. Lt., bisher im Fuß-Art, Regt. L O seinem bisherigen Patent in der See-Artillerie-Abtheilung

ellt.

ferner beschlossen, das Aktienkapital auf die Hälfte, die Summe von 450,000 Thlrn. zu reduziren und der Verwaltungsrath auf sieben Mitglieder erhöht. Neu hinzugewählt wurden die Herren A. de Gruyter aus Ruhrort, Rob. Schmidt aus Hagen, W. Feltmann aus Rotterdam und Julius Brand aus Dortmund. Die Revision der Statuten toll vom Verwaltungsrath vorbereitet werden und ein neu ausgearbeitetes Statut in der nächsten ordentlichen Generalversamm- lung zur Vorlage gelangen. i

Nach dem Geschäftsbericht der Saal-U1 -Eisen- bahn schließt die erste Betriebe is don ‘ver C (14. August) bis ult. Dezember 1874 reit, mit einem Defizit ven 13,172 Thlr. ab. Die Einnahme der Bahn betrug während dieser Zeit 44,316 Thlr., die Ausgabe 57,488 Thir. Da die Einnahmen ilt den ersten fünf Monaten des Jahres 1875 nur circa 110,000 M betragen, o steht auch für das laufende Jahr mit großer Wahrschein- lichkeit eine Unterbilanz zu erworten. Die Verzinsung der an die General-Entrepri\ zum Course von 76% übergebenen 800,000 Thlr Priorit: ijt somit unmöglich, ebenso wie die Bezahlung von Bau- A für die Zeit wm 1. Januar bis 14. August 1874. In der

anz figuriren noch 51,026 Thlr. [ F riet 19 hlr. gestundete Forderungen der Ge-

VerLehrs-Anstalten-

Die Nr. 48 der Zeitung des Vereins Deutscher Eisen- bahn - Verwaltungen hat folgenden Inhalt: E A Srübiabr 1879 in Bau begriffenen Bahnlinien (Fortseßung). Die Eisenbahn Greiberg - Mulde - Brüx. Verein Deutscher Eijenbahnverwaltungen Generalversammlung in Bremen. Bergish Märkische Eisenbahn, Be- ftätigung6urkunde, betreffend den Nachtrag zu dem Statut. Oester- reihisch Ungarische Korrespondenz. Kgl. Württembergische Staatseisen- bahn (Gütertarifsystem). Posen-Kreuzburg, Stand des Baues. Ber- lin-Hamburger Eisenbahn, Hamburger Pferde: Eisenbahn, Geschäfts» berihte pro 1874, Waagthalbahn. Turrau-Kralup- Prager Eisen- bahn, Theiß-Eisenbahn, Ungarishe Wenbahn, Geschäftsberichte pro 1874. Der Sommerfahrplan der Königlich Ungarischen Staatsbah- nen. Ausland: Französische Südbahn, Geschäftsveriht pro 1874 Einnahmen der Russishen Eisenbahnen pro Januar 1875. Jassy- Ungheui-Kissenev-Bahn. Eisenbahnen in Klein-Asien, Amerika (Ka- nadishe Pacific - Eisenbahn). Juristishes Urtheil des Reichs-Ober- Dandelésgerichts vom 28, November 1874 i. S. Hessishe Ludwigsbahn c D i Literatur: Theorie und Praxis des GlleabcteeieE von Schmeidler. Zur Lehre von den garantirten Eisenbahnpapieren, von J. v. Strombeck. Vffizielle Anzeigen. Beilage: Die Transportmittel der Eisenbahnen, von Dr. G. Stürmer (Schluß). Die Chemiß-Ko- motauer Eisenbahn. Königlich Uagari|he Staatsbahnen, Güter- und Personenverkehr pro 1874. Kartell - Uebereinkommen der Ungarischen Eisenbahnen. Literatur: Das Geseß über die Enteignung von Grund- eigenthum von Langerhans. Das Geseß über den Markenshuß von Kortkampf. Betriebsüberficht der Königlih Sächsischen Staats- und der in Staatsverwaltung befindlihen Privat-Eisenbahnen vom Monat April 1875. Offizielle und Privatanzeigen.

Der „Klagenfurter Ztg.“ wird aus Ob er-Draub 20. d. M. Abends berichtet: „Die Drau hat bei einem Wasser stande von 7 Schuh 6 Zoll über Null am 20 d. M,, Vormittags, den Eisenbahndamm vei der Station Nikolsdorf durchbrochen; vngefähr die Hâlfte der Drau fließt rückwärts des Eisenbahndammes und findet ihren Abfluß in das alte Bett durch die Oeffnung der eingestürzten Cisenbahnbrücke, über die Nifkolsdorfer Laue, durch die Ghrilka utte Lauen, die Eisenbahnubrücke, durch den Durchlaß gegenüber Etting und dur einige Durchbruchstellen im Bahnkörper selbst. Die Aerarialstraße ist an dret Stellen überfluthet auf circa 600 Klafter Gesammtlänge; die kärntnerishen Drau-Uferbauten sind unbeschädigt geblieben, Der Verkehr mittelst Eisenb1hn und Wagen ift derzeit zwischen Ober-Drauburg und Nikolsdorf unmöglich.“ y