1899 / 299 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Theater und Musik. Königliches Opernhaus,

i burtstag Karl Maria von Weber's sollte

Der roe ite Aufsühe d Oper . Euryanthe“ festli räulein A des S Mrt eet ei O dafür

derung des elplans eintreten mußle:

Ta S have fh Auch diese Vorstellung hatte sih nicht da Fräulein Hiedler hatte und ohne

i die hundertste Aufführung der R nèrbés: Allein eine starke Indisposition Pr Vertreterin der Titelrolle,

Oer Be E ohne große Schwieri bisher au ftets d Ds dur<h eine andere Sängerin

feiten ermöglichen lassen, fe Partie der Agathe gesungen

und fübrte sie mit einer Sicherhe musikalischen wollen, ob sie etne besonders geeignete

erkennung für ihre Rettungsthat nicht fehlte.

der Soffiten herab

Vorbereit der Bühne verblieben war, Fei E A ‘fo mehr Freude an den musikalischen

die unter Kapellmeister Strauß? kundiger

afür konnten sie aber um Sc{önkeiten der Oper haben,

Führung einen so glatten Verlauf nabm, als set die

niht unverhofft einges<oben worden.

m Königlichen Opernhause werden morgen Leoncavallos F H rio: Herr Sylva; Nedda: Frau Herzog; Tonio: Herr HosFmann) „Cavalleria rusticana“ (Santuzza: Fräulein

Oper „Bajazzi“ err Bulß; Beppo: aêcagni’s Oper

Herr Lieban; Silvio:

inn; Turiddu: Herr Sommer; Alfio: Herr Berger ; Lola: Bedi ucia: S cin Pohl) geg: ben. Kapellmeister Schalk dirigiert. Nachmittags 34 Uhr findet eine Kinder-Vorstellung statt. Zur

Humperdin>s Kapellmeister änsel:

Aufführung gelangt Engelbert „Hänsel und Gretel“ unter

in folgender Besegzung: mann; Gertrud: Fräulein Kopka.

den Hauptrollen.

Zweiter Rang 2,50 4; Dritter Rang 2 #; Vierter

1 4, Stehplayß 959 „. Im S Tien Schauspielhause

Lindau's Lusispiel „Der Herr im Hause" unter Mitwirkun Tayma und der

Sandow, Hauténer,

Damen Schramm, Boettcher in Scene.

Kraußne>, Keßler und

m Deutschen feiertagen sowie am Schaujpiel „Der Probekandidat“ mittagen werden am und am 27. „Die Weber* gegebea. s: Weihnachtsfeiertag bestellten Billets nüssén bis den 23.,, Vormittags 11 Uhr, abgeholt werden, dieselben anderweitig verfügt wird. eine beitere Novität vorbereitet: der Schwank

in Scene gehen foll.

Im Shhiller-Theater ist der Spielplan für die Feiertage

zte Mittwo< und Donnerstag nächster Woche folgender- sowie für den Mittwoch g A C oe: „Nora“ ; Dienstag, „Das Käthchen von Heilbronn“, Mittwoch, den 27. Dezember, Nach- Orleans* (kleine Preise), Abends: „Jn

den 25. Dezember,

VRIDEN LIENSTICDE:, Ra A Ls f Ube:

„Der Ritter von Zalamea“, den 26 Dezember, Nachmittags: Abends: „Die Grofßstadtluft“; mittags: „Die Jungfrau: von Behandlung“ ; Carlos” Abends: „Cyprienne“.

Wetterberiht vom 19. Dezember 1899, 8 Uhr Morgens.

|

Wind. |

fius o =4N

Stationen. Wetter.

in 0 Cel

Temperatur

Bar. auf 0 Gr. u. d. Meeressp red. in Millim

NW OSO OSO SO 782 |S

762 |SSW 766 |OSO halb bed. 768 “|O Dunst 770 |OD bede>t 770 |SO Nebel 773 |OSO bede>t 778 |SSO halb bed. 781 |OSO wolkenlos

766 |NNO bede>t 767 |O wolkenlos 767 |NO bede>t 769 ¡O beded>t 769 |O Schnee 771 |OSO bede>t 4 A DED beded>t Breslau . . . | 763 |SO bedect

Fle d'Aix . . | 761 |ONO 2lbededt

Uebersicht der Witterung.

Das die höchsten, 785 mm übersteigenden Baro- meterstände über Rußland aufweisende Hochdru>- ebiet bede>t fast ganz Europa, wo nur der Westen rankreihs wie der Britishen Inseln von De- pressionen beeinflußt worden. Bei“ schwachen südöst- lihen bis östlihen Winden if das Wetter in Deutschland trübe und ‘tro>en, im Westen vielfach neblig; von Jütland bis Schlesien liegt die Tempe- ratur dem Gefrierpunkt nahe, während im Nord- osten, Westen und troß Zunahme der Temperatur besonders im Süden vielfa starker Frost herrscht. Deutsche Seewarte.

H R P E E R C QNDN S R I R I R I B T Ret haleT ir nt Theater.

Königliche Schauspiele. Mittwoch: Opern- haus. Nachmittags 34 Uhr: Kinder-Vorstellung. Hänsel und Gretel. Märchenspiel in 3 Bildern von Engelbert Humperdin>k, Text von Adelheid Wette. Die Puppenfee. Pantomimisches Ballet - Divertissement von Haßreiter und Gaul. Musik von oseph Bayer. . Kleine Preise. Aufgeld wird niht erhoben. Die Billets tragen die Bezeichnung „Reservesay Nr. 18". Dienst-

J n

Blaksod Christiansund Kopenhagen . Sto>kholm . Haparanda .

Cork Queens- R Cherbourg . E eo s E ss mburg . winemünde Neufahrwasser Memel .

S Münster Witf. Karlsruhe Wiesbaden. . München Chemniß .…. Berlin

Mea wolkig bede>t

bede>t bededt

772

I —I 05 A _

|

Regen

EEI |

L E E

pru bk bund bk Ct G O0 C0 O3] 00 O! D pi pt hi C) O DDOOP-Y

-

erseyt werden mußte. estinn hatte mit kühnem Wagemuth diese Aufgabe übernommen it dur, die ihren gesangli<hen und a Deoi N Lei diese 2%. n B unidefncbin zu

, eser Gelegen aber ein müßiges Beginnen, be Darst-llerin der Agathe t; 0 i lebhafter und verdienter An- genügt festzustellen, daß es thr an flte Die Besegun der ü « Fräulein Dietrih (Aennchen), Herr Kraus (Var), rb Vebbiinaee Walbary u. s. w r die bekannte vortreffliche. fer die sieben Schre>nisse der Wolfs{hluht und den imposanten

ü erfall, d onst in dieser Scene von der Höhe L Sten ben Sit lian Lie Zuschauer bei der Kürze der

Strauß? [el Reil, Pete Herr Bahh

‘tel: Frä ietcih; Hexe: Fräulein Reinl; Peter : Herr DaM- Gretel: Fräulein Dietcich; Hexe: F Hierauf folit tas Va lei „Die ; * mit den Damen Dell’Era, Urbanska und Delcliseur in Sap ole Preise der Plätze: Erster Rang und Parquet 4 4;

geht morgen Paul

Theater gelangt an den beiden Weihnacht8- Mittwoch nächster Woche Abends Max Oreyer?s zur Aufsührung; an den Nach- 2%. „Fuhrmann Henschel“, am 26. „Johannes Die für den ersten und zweiten zum Sonnabend, widrigenfalls über Für den Sylvesterabend wird „Der Vielgeprüfte“ von Wilhelm Meyer-Förster, der am 31. Dezember zum ersten Mal

Donnerstag, den 28. Dezember, Nachmittags: (erste Klassiker-Vorstellung für Schüler und Schülerinnen),

1 Ballet von Paul Taglioni.

Richard Skowronnek's neues zur Aufführung. Das wiederholt. be- L ers,

n leßter in Scene. De pérsönlih beizuwohnen.

Abends aufgeführt wird. bekannt gegebenen fleinen Kindervorstelung „Hänsel und

Fräulein

Es woûre

eine neue dreiaktige Berliner in Scene.

An den

a

entgegengenommen. Fetertags gelangen zu verzihten.

Nachmittagsvorstellungen Borstellung

und | Bernhard Jregang,

Professor Marie Frau

Märchenspiel Leitung

Rothauser ;

ang Sihßplay findermeute, ward am Sonnabend

der erren

die Sonderstre>e

Sauen und 16 Ueberläufer,

4 Hirsche und 45 grobe Sauen. Das 4 I einigen Graden Kälte sehr günstig.

„Don

und reipläge haben feine Gültigkeit. E E 74 Ühr: 265. Vorstellung. Bajazzi. (Pagliacci) Oper in 2 Akten und eircm Prolog. Musik und Dichtung von R. Leoncavallo, deuts von Ludwig Hartmann. Cavalleria rusticana. (Bauern-Ehre.) Oper in 1 Auf- zug von Pietro Mascagni. Text na< dem âleih- namigen Volksftü> von G. Verga.

Schauspielhaus. 287. Vorstellung. Der Herr im Hause. Lustspiel in 4 Aufzügen von Paul Lindau. Anfang 74 Uhr. -

Donnerstag: Opernhaus. 266. Vorstellung. Wil- helm Tell. Große Oper in 4 Akten von Rossini. Text nah dem Französishen von Theodor Haupt. Anfang 7# Uhr.

Schauspielhaus. 288. Vorstellung. Schlaraffen- laud. Märchenshwank in 3 Aufzügen von Ludwig Fulda. Die zur Handlung gehörende Musik von Ferdinand Hummel. Anfang 7#$ Uhr.

Deuisches Theater. Mittwoch: Der Probe- fkaudidat. Anfang 74 Uhr.

Donnerstag: Der Probekandidat.

Freitag : Der Probekandidat.

Berliner Theater. Mittwoh, Nachmittags 3 Uhr: Frau Holle. Abends 7} Uhr: Zaza.

Donnerstag: Der Pfarrer von Kirchfeld.

Freitag (15. Abonnements-Vorstellung): Frau Holle. Anfang 7 Uhr.

Schiller-Theater. (Walner-Theater.) Mitt- woh, Abends 8 Uhr: Cyprienne. Lustspiel in 3 Aufzügen von V. Sardou und E. de Najac, be- arbeitet von O. Blumenthal. i

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn.

Freitag, Abends 8 Uhr: Nichts.

Theater des Westens. (Opernhaus.) Mitt- woh, Nachmittags 3 Uhr: Kinder - Vorstellung: Schneeweißchen und Roseuroth. Abends 7x Uhr: Der Zigeunesrbaronu.

Donnerstag: Der Zigeunerbaron.

Freitag (14. Freitag-Abonnements-Vorstellung) : FOE H E Ee Piccaluga und Herrn

uan Luria: oletto. Ea, tahwittags 3 Uhr: Kinder-Vor- stellung: Schneeweifßichen und Rosenroth. Abends A4 T A Borstellung zu halben Preisen: Zar un mmermaun.

SLAA Nachmittags 2F Uhr: Kinder-Vorfstellung. Schneeweifichen und Rosenroth.

Viel Lärmen um

Lessing-Theater gelangt am ersten Weihnachtsfeiertage In na Listsptel „Der Tugendhof“ erstmalig Stü wird am Am zweiten Weihnachtsfeiertage wird das Lustsptel „Als ih wiederkam“ von Oscar Blumenthal und Gustav Kadelburg geaeben. m Neuen Theater geht Victor Lóon's dreiaktiges Volks- ü> „Die lieben Kinder“ als nächste Novität am Freitag erstmalig Der Verfasser i} in Berlin eingetroffen, um den leßten Meer] M Ara S 2 es ustspiel „Ein unbeschriebenes Blatt“ wiederholt, wel<hes au an den ves Weihnachts-Feiertagen sowie am Mittwoh nächster Woche orgen Nahmittag wird abermals bei den Preisen (Parquet und I. Rang 1 4) als berglod everholt antomime „Die Zauberglo>e" wiederholt. j F Im E Tia Tbeater begeht das Repertoirestü> „Der Play- major“ morgen das Jubiläum seiner .100. Aufführung. Ain tag wird es zum A Sf, O da am Freitag das Theater wegen Generalprobe ges{<lofen bleibt. a k j Aus\tattungsposse mit Gesang und Tanz Die Novität hat den Titel „Im bestellungen zur Premidre und zu den Wethnachtsfeiertagen werden täglich Nachmittagen des ersten und zweiten bedeutend ermäßigten Preisen (Parquet-Fauteuil 2 46, Parquet 1,50 G) „Nora® und „Kean“, in Max Behrend vom Schiller-Theater, zur Ausführung ; können Billets schon heute bestellt werden. Am Mittwoch nächster Woche wird die Kindervorstellung „Im Zauber- bann der Weihnacht“ zu ganz kleinen Preisen wiederholt.

Am Donnerstag, den 21. Dezember, Abends 7 Uhr, findet in der Heilig -Kreuz- Kirche (am Blücherplay) ein konzert statt, und zwar der 159. Orgel-Vortrág des Organisten Ihre Mitwirkung haben zugesagt: Frau lan>-Peters (Sopran), Herr Professor und König- liher Kammervirtuose Struß (Violine) und die Konzertveretnigung „Madrigal“ (ein Vokal-Doppelquartett) unter Leitung des Königlichen Musikdirektors Herrn C. Mengewein. Der Eintritt ist frei.

: Jagd. Offizieller Stre>ken-Rapport h

der Königlichen Hofjagden in der Göhrde am Freitag un

E Ao nabe, den 15, und 16. Dezember 1899. Die Jagd begann am Freitag Nachmittag gegen 2 Uhr mit einer im abgestellten Distrikt am Waschkabel angelegten Suche der Sau- Bormittag gegen 10 Uhr mit einer gleihen Suche an der Leopolds-Jn mittags gegen 3 ey u Sitte ohem Zeuge verrihteten Hauptjagen.

M Die Gesammtftre>e dieser 3 Jagen ergab 62 Hirsche, Wild, 278 grobe Sauen und 43 Ueberläufer.

Seiner Majestät des Kaisers und Königs 15 Hirsche,

2 Stüù>k Wild und 98 grobe Sauen, Seiner Hoheit des Herzog-Regenten .Johann Albrecht von Me>lenburg - Schwerin 7 Hirsche, 1 Stük Wild, 8 grobe

Seiner Durchlauht des Fürsten zu Schaumburg-Lippe Wetter war der Jagd bei nicht zu hoher Schneelage und

Mannigfaltiges. Berlin, den 19. Dezember 1899.

Die Berliner Vereine der Kaiser Wilhelms-Stiftung und der Viktoria-National- heute im Rathhause ihre Jahresversammlüung ab. Der Verein der Kaiser Wilhelms-Stiftung, der sh der Invaliden aus dem Kriege von 1870/71 annimmt, hat im leßten Jahre 211 Invaliden und

Mittrooc<h nä<ster Woche

nahmen betrugen.

in Verbindung mit der

1866 annimmt,

Donners- Am Sonnabend geht dann Himmelhof“. Vor-

Scene geseßt von auch für diese

Fubiläums- bei.

dabei ums Leben.

Zwickau, 18. Dezember. J1 Nacht ist in Lauter ein Haus abgebrannt; fünf Personeu kamen

177 Wittwen mit 6230 4 einmalig und 77 Invaliden, 109 Witiwen und 22 Angehörige mit 20 877 4 laufend unterstüyt; er hat fo uit seine Ne e s P ausgedehnt und für diese 27 107 4 auf gewendet, d. \. se V , Die Geschäftsbedürfnifse erforderten 3586 4, sodaß i d lnd 30 693 M verausgabt wurden, 5688 44 mehr ß inde

Personen mehr, aber 1050 X weniger als im

els die Gin-

Unter diesen Einnahmen befinden fih 12000 «

als Beitrag der Stadt Berlin und 9000 4 Zuschuß von der Haupt, stiftung, die Mitgliedecbeiträge brachten 3753 M, über 1000 mi als im Vorjahre. Der Bestand des Vereins, der no< 34 000 A betragen hatte, verringerte sh von 11250 auf 5562 « Für das neue Geschäftsjahr hat die Haupt unter Berück sihtigung der ungünstigen finanziellen Laae des Berline

Zuschuß auf 11 000 4 erhöht. Der Verein der Viktoria-National, Snyaliden - Stiftung, der si< der Invaliden des Krieges von

1895

r Vereins den

unterstüßte im leyten Jahre 24 JInya-

liden und 25 Wittwen einmalig mit 970 und 22 Invaliden, 43 Wittwen und 3 Angehörige mit 8961 4 laufend, insgesammt also 117 Personen mit 9931 #4, gegen 104 Personen und 9857 A im Vorjahre. Den Gesammtausgaben in Höbe von 11 429 ä ftanden 10 202 M Einnahmen gegenüber, darunter 6000 G Beitrag der Stadt und 2000 46 Zuschuß der Hauptstiftung. Der Bestand verringerte ih von 12213 auf 10985 4 Vorsigender beider Vereine it der Stadtrath Hübner.

Die zwanzigste Unfallstation, und zwar für den Stadt: theil Gesundbrunnen, is am 17. d. M. in dem Hause Bad, straße 67, auf dem Grundstü>k der Gregory'shen Brauerei, durch die Direktoren B. Knoblau<h und Max Schlesinger eröffnet worden, Dem Einweihungsakt wohnten Vertreter der Behörden, der zahl, reihen Fabrifetablifsements der Gegend und der übrigen Bürgerschaft Die Station wird dur< Herrn Dr. Ludwig Opet geleitet, Besondere Einrichtungen sind auch in dieser Station für die Auf, nahme von bewußtlosen Personen vorgesehen worden.

(W. T. B.) In der vergangenen

London,

sel fortgeseßt und endete Nach- Breeser Grund auf Rothwild in

67 Stüd Davon entfallen auf

hätten, welche nicht London,

veröffentlichen Tugela- Flusse.

vor.

lügel bildete,

JInvaliden-Stiftung hielten Artillerie vom

Nedvers Buller j 15. d. M. früh 4 Uhr in der Richtung auf den Tugela-Fluß Der Kampf war lang und erbittert. Hart, welche den linken Flügel bildete, übershritt den Tugela am Mittag, mußte aber infolge der großen Anzahl der feind- lihen Geshüße und des mörderischen Feuers des Feindes wieder Figel bil Der Brigade Hildyard, welhe den rechten

Bajonnet zu nehmen ;

Nach Schluß der Redaktion eingegangene

Depeschen.

19. Dezember. (W. T. B.) Die „Daily

Mail“ meldet aus Naauwpoort, daß die Buren am Freitag die britishe Stellung am Vaalkop mit Artillerie * beschossen

darauf geräumt worden sei. Die britischen

Geschüße hätten an den Standort des großen Burengeschüßes Pecingeceidt . seien nah Arundel zurü>gegangen.

Die britische Artillerie und Kavallerie

19. Dezember. (W. T. B.) Mehrere Blätter Einzelheiten über ein neues Gefecht am Nach denselben rü>te der General Sir mit seiner ganzen Streitmacht am

Die Brigade

gelang es, die Ortschaft Colenso mit dem die Brigade mußte aber, da ihr die Feinde vernichtet wurde, ebenfalls zurückgehen.

(Fortsezung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten

und Zweiten Beilage.)

Lessing-Theater. Mittwoh: Als ich wieder- E

Donnerstag: Zum Besten des Gustav Freytag- Denkmals: Die Journalisten.

Freitag: Als ich wiederkam .

Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a. Mitt- woh: Ein uubeschriebenes Blatt. Lustspiel in 3 Akten von E. von Wolzogen. Anfang 7# Uhr.

Donrerstag: Ein unbeschriebenes Blatt.

Freitag: Zum ersten Male: Die lieben Kinder. Volksstü> in 3 Akten von Victor Lóon.

Sonnabend: Die lieben Kinder.

Belle - Alliance - Theater. Gastspiel des „Shlierseer Bauern-Theaters“. Mittwoh, Abends 8 Uhr: Jägerblut. s

Donnerstag: 's Liserl vou Schliersee.

Residenz-Theater. Direktion : Sigmund Lauten- burg. Mittwoch: Bush und Reichenbach. Schwank in 3 Akten von Heinrih Lee und Wilbelm Meyer-Förster. Regie: Hermann Werner. Vorher : Die Richtige. Komödie in 1 Akt von Thilo von Trotha. Regie: Gustav Ri>kelt. Anfang 74 Ubr.

Donnerêtag und folgende Tage: Busch und Reichenbach. Vorher: Die Richtige.

Nachmittags-BVorsteUungen an den Weihnachts- Feiertagen zu halben Preisen: Montag, den 25. d. M., Dienstag, den 26. d. M., Mittwoch, den 297. d. M.: Der Schlafwagen-Countroleur. Der Vorverkauf hat begonnen. Etne Vorverkaufs- gebühr wird nicht erhoben.

Thalia-Theater. Dresdenerstraße 72/73. Mitt- woh: Vorleß‘e Aufführung. Zum L100. Male: Der Platmajor. Gesangsposse in 3 Akten von SFean Kren und Alfred S<önfeld. Musik vor G ustav Wanda. Anfang 7} Ubr.

Donnerstag: Zum leßten Male: Der Platz- major.

E wegen der Generalprobe für die Novität

eschlossen. 5 Sonnabend, Abends 74 Uhr: Zum ersten Male : Novität: Jm Himmelhof. Große Auésstattungs- posse mit Gesang. und Tanz in 3-Aften von Jean Kren und Alfred S<hönfeld, Musik von Kapell- meister Max Schmidt.

Konzerte. Saal Bechstein. Mittwoh, Anfang 7# Uhr:

Pirkus Alb. BZchumann. Im eleganten, renovierten Zirkus Renz, Karlstraße. Mittwoch, Abends präzise 74 Uhr: Extra-Vorftelkung. Zum Schluß: Großes Ritterschaustü>k aus dem 14. Jahr- hundert: Der schwarze und der weiße Ritter mit fämmtlihen Einlagen.

Sonntag: Nur eine Vorstellung. Anfang 5 Uhr. Ende 8 Uhr. In diefer Vorstellung: Reich- haltiges Programm wie sont in zwei Vorstellungen. Revue jämmtlicher Artiften und großes Ritter- \<haustü> aus dem 14. Jahrbundert: Der schwarze und der weiße Nitter. Troßdem in dieser Vor- stellung ein Kind frei auf allen Pläßen.

Montag, den 2%., Dienstag, den 26.,, Mittwoh, den 27. d. M.: Je 2 große Vorstellungen: Nah mittags 34 Uhr und Abends 74 Uhr. Nah- mittags 34 Uhr: Extra einstudiert: Jm Weih- nachtsbazar. Große Weihnachts - Ausfstattung- pantomime, dargestellt von 80 Kindern -im Alter von 3—5 Jahren und 100 Personen. Abends 74 Uhr: Großes Rittershaustü>k: Der schwarze und der weise Ritter.

H R S E R S E E T A S R E A R R

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Carola Rosentreter mit Hrn. Leut. Ernst Grafen Yor> von Wartenburg (Berlin— Schwedt a. O.). Frl. Anita Reimer mit Hrn, Regierungs - Assessor Dr. jur. (Berlin).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Landrath Dr: Schreiber (Wongrowiß). Eine Tochter: Hrn. Major Frhrn. von Brand (Straßburg t. Els.). Hrn. Hauptmann Wilhelm von Sydow (Berlin).

Gestorben: Hr. Kammerherr, Oberstleut. und Landrath a. D. Richard Herwarth von Bitten feld (Berlin) Hr. Bürgermeister a. D. Heinri Reiche (Charlottenburg). Verw. Fr. Oberförster Emilie Schmidt, geb. von Preeßmann (Potsdam). Frl. Elisabeth von Barby (Wiesbaden). Frl. Jenny von Frankenberg und Ludwigsdorf (Neisse). Hrn. Professor Dr. Georg Cantotr Sohn Rudolf (Halle a. S.).

E 1

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin,

Dru> der Norddeuts<en Buchdru>kerei und Verlags rue der Nord deutsNen SBilbelasteaße Ne. 33,

Zehn Beilagen (etnshließli< Börsen-Beilage),

di ltsangabe zu Nr. 6 des öffent lrbes An Rtees (Kommarnditgesellschaften auf

Klavier. Abend von Filippo Jvaldi.

ür die Woche R LE Vis A6 Dezember 1899,

Ernft Kleiner

s ;

zum Deulschen Reichs-Anz

M 299.

Erste Beilage

Berlin, Dienstag, den 19. Dezember

Amilliches. Königreich Preußen.

Auf Zhren Bericht vom 30. November d. J. will Jch die wieder beifolgende Neue Saßung des Landschaftlichen Kredit- Verbandes für die Provinz Schleswig-Holstein hierdur< Landesherrlih genehmigen. | zifug

Berlin, den 6. Dezember 1899.

A je Ad 1 Ld M e)

E d

L WilhelmR. _Freiherr von Hammerstein. Schönstedt.

“An den Minister für Landwirthschaft, Domänen und W # Forsten und den Justiz-Minister. Et ini

as Neue Saßgung i ars des Landshaftlihen Kredit-Verbandes für die Provinz Schleswig-Holstein. 4 *

A A R E S Et V ME A S I S 4A TTRAS L AURZAD

S 1. Ÿ i Name, Zwe>, Siß und Rechte des Verbandes. S

Unter dem Namen „Landschaftlicer Kredit - Verband für die Provinz Schleswig-Holstein“ hat si< cin Verein von Grundbesitßzern der Provinz Schleëwig- Holstein gebildet, um nah den Bestimmungen dieser Pa den RNealtredit für ihre Besißungen zu vermitteln.

Der Siß des Verbandes ist Kiel. Der Erwerb von Grundstücken ist ihm nur soweit gestattet, als es si< um die Sicherung einer Forderung oder üm die Beschaffung eines Geschäftshauses handelt.

Der Verband is eine mit Korporationérechien ausgestattete öffent- lie Kreditanstalt, welcher das Recht zusteht, zur Beschaffung der zur Beleihung des Grundbesißes ihrer Mitglieder erforderlihen Baar- mittel auf jeden Inhaber lautende Schuldverschreibungen unter der Benennung „Pfandbriefe des Landschaftlichen Kredit-Verbandes für die Provinz Schleswig-Holstein“ auszufertigen.

Grwerb der Mitgliedschaft.

Als Mitglied des Verbandes kann jeter Besißer eines in der Provinz S@leswig-Holstein belegenen landroirthshaf1lih oder forst- wirthshaftlih benußten Grundftü>s aufgenommen werden, welches nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 11. Februar 1870, betreffend die Ausführung der anderweitigen Regelung der Grundsteuer in der Provinz Schleswig-Holstein, G.S. S. 85, einen Reinertrag von mindestens 50 4 gewährt.

Die Meldung ¿zum Beitriit geshicht bei der Direktion des Ver- bandes unter Einreichung eines Auszugs aus dec Grundsteuer- Mutterrolle und einer vollständigen, beglaubigten Abschrift desz Grundbuwblattes über die zu beleihendven Grundstüd>e unter Beifügung einer gehörig beschecinigten Nahweisung der auf denselben ruhenden ôffentlihen Lasten.

Ueber die Aufnahme enischeidet die Direktion. Gegen deren Ent- scheidung ift Berufung an den Verwaltungsrath gestattet, welher dann endgültig entsheidet. Bei der Aufnahme wird ein Eintrittsgeld von 1 Æ für jedes empfangene Taufend der verlangten Darleßnsumme erhoben. Dem Verwaltungsrath steht die Befugniß zu, diese Gebühr allgemein zu ermäßigen oder ganz außer Hebung zu seßen.

Der Erwerber eines mit Pfandbriefen na< den Bestimmungen dieses Statuts belieheney Grundstü>s ist bei Vermeidung der Folgen des $ 24 Nr. 8 Aa verpfliwtet, dem Verbande beim Erwerbe des Grundstü>ks3 in einer gercihtli< oder notariell oder von dem Syndikus des Verbandes beglaubigten Urkunde beizutreten und die persönliche Verbindlichkeit für die auf dem Grundstücke haftende Pfandbriefschuld zu Übernehmen. Diese Urkunde ist na< geshehener Aufforderung und Mittheilung einer Satzung binnen 14 Tagen der Direktion des Ver- bandes einzureihen. Die Zahlung eines Eintrittsgeldes kann in diesem Falle nit verlangt werden.

#8 Pflichten der Mitglieder im allgemeinen.

Jedes Mitglied ist verpflichtet, eine auf dasselbe gefallene Wahl als Mitglied oder Stellvertreter zum Verwaltungsrath oder Kommissar desfelben anzunehmen, wenn es in gleiher Weise nicht bereits einmal thätig gewesen ist. Für Grundbesißer, welhe zuglei Beamte sind, gilt diese Bestimmung nur insoweit, als eine Verweigerung der vor- geseßten Behörde riht im Wege steht.

| $4. : Verlust der Mitgliedschaft.

Der Austritt aus dem Verbande erfolgt auf Antrag, sobald das

Mitglied die dem Verbande gegenüber übernommenen Verbindlichkeiten

vollftändig gel3#| hat, dur Erklärung der Direktion oder im Falle

des $ 24, 8 A auf Anordnung derselben, und zwar im leßteren Falle, nachdem das Rechtsverfahren über die Erfüllung der saßungs- und vertragsmäßigen Verpflihtungen beendet ift.

Bei Veräußerung eines mit Pfandbriefen beliechenen Grundflü>s erlisht die persönlihe Verbindlichkeit des Mitgliedes bezüglih des veräußerten Grundstü>s, sobald die im $ 2 Abf. 4 vorgeschriebene Urkunde von dem Besißnachfolger der Direktion eingereiht worden.”

Mit dem Austritt find alle Nehte an dem Vermögen des Ver- bandes erloschen.

Verroaltung im allgemeinen. Die Angelegenheiten des Verbandes werden unter Aufsicht der Königlichen Staatsregierung geleitet, beziehungsweise kontroliert dur die Direktion, den Verwaltungsrath oder defscn Kommissare und die Generälversammlung. Als Geschäftsjahr des Verbandes wird das Kalenderjahr bestimmt,

S 6. Direktion.

Die Direktion hat ihren Sit in Kiel. Sie besteht aus drei von dem Verwaltungsrath als erstes, zweites und drittes Mitglied ge- wählten Mitgliedern, von denen eins in der Negel zugleih Mitglied des Verbandes sein foll und ein anderes (der Syndikus) die Befähigung ¡um Richteramte besien muß. Außerdem werden vom Verwaltungs- rath drei Stellvertreter gewählt, welhe in Fällen der Behinderung von Mitgliedern dieselben in voraus zu bestimmender Rethenfolge zu vertreten haben. Der Stellvertreter des Syndikus muß gleich diesem ¡um NRichteramte befähigt sein. :

Das Protokoll über die Wahlverhandlung ift notariell oder ge- rihtli<h aufzunehmen. Cine Ausfertigung desselben wird der Direktion ¡u ihrer Legitimation erthei!t.

Die Mitglieder der Direktion und deren Stellvertreter werden dur den Königlichen Kommissar Seiner Majestät dem Könige zur Allerhöchsten Bestätigung Paget

Das erste Mitglied der Direktion wird dur< den Königlichen Kommissar eidlih verpflihtet und verpflichtet seinerseits die übrigen Mitglieder der Dircktion und die sonstigen festen Beamten des Ver- bandes dur< Handschlag an Eides statt. Es führt in den Sitzungen der Direktion den T ea und wird in Fällen seiner Behinderung dur das zweite, bei dessen Behinderung dur das dritte ordentliche Mitglied vertreten.

Die Namen der Direktoren und deren Stellvertreter werden seitens der Königlichen Staatsregierung dur den Reichs-Anzeiger und das Amtsblait des Regierungsbeziks Schleswig bekannt gegeben.

Die Höhe des Gehalts der Direktoren, - die Zeitdauer und die Bedingungen ihrer Anstellung bestimmt der Verwaltungsrath, welcher ebenfalls die Gehälter, die Zeitdauer und die Bedingungen der An- stellung der von der Direktion anzunehmenden sonstigen Verbands- beamten festseßt. i

T E 2]

D S E De Aa p Mez Du Ara woa ca DER N B

(S7; S Syndikus. O (f *# Dem Syndikus, im Falle zeitweiliger Behinderung desselben seinem Stellvertreter, steht das Recht zu, in allen Angelegenheiten, welche ben Verband berühren, Verträge und Verhandlungen mit der Kraft und Wirkung von öffentlihen Urkunden aufzunehmen und aus- zufertigen oder zu beglaubigen unter Beidrü>kung des Syndikats- Siegels. Diese Urkunden haben die Eigenschaft notarieller Urkunden. Aus ihnen findet dié geri<tlihe Zwangsvollstrekung nah Maßgabe der Vorschriften über die ZwangsvoUstre>ung aus notariellen Urkunden statt, Der Syndikus führt als Siegel das Siegel des Verbandes mit dem Zusaße „Syndikats-Siegel“.

In den Fällen der $S 664 und 665 (8 726 Abf. 1, $8 727 bie 729, 738, 742, 744, S 745 Abs. 2 und $ 749 neuer Fassung) der Zivilprozeßordnung is die vollstre>bare Ausfertigung nur auf An- ordnung des Königlichen Amtsgerichts zu Kiel zu ertheilen.

8&8, Verfahren bei Dienstvergehen.“

Diez Direktionsmitglieder und die vom Verwaltungsrath be- stätigten Beamten des Verbandes können unter den Bedingungen, welche das Gese vom 21. Juli 1852, betr. die Dienftvergegen dec nihtri<terlißen Beamten (Ges.-Samml. S. 465), vorschreibt, auch wider ihren Willen und der Vertragsbestimmungen ungea<htet aus ihren Aemtern entlassen bezw. von denselben suspendiert werden. Die Suspension hat bei Mitgliedern der Direktion der Königliche Kommissar mit Vorbehalt der Beshwerde an den Minister für Land- wirt¿f<aft, Domänen und Forsten, bei den fonstigen Beamten die Direktion zu verfügen.

Das Verfahren auf Entlassung wird bei Mitgliedern der Direktion von dem Köntglihen Kommissar oder von einem dur< ihn zu be- stellenden Kommissar nah den Formen des gedahten Gesetzes geleitet und die Entschetdung dur den Minister für Landwirthschaft, Domänen und Forsten getroffen. Bei den sonstigen Beamten ift die Direktion die leitende und entscheidende Behörde; auf den Rekurs entscheidet zunäcst der Verwaltungsrath, in leßter Instanz der Königliche Kommissar.

Zur Festscßung von Ordnungsstrafen im Sinne des $ 15 des in Absay 1 angeführten Gesetzes sind befugt der Minister für Land- wirthschaft, Domänen und Forsten gegen die Mitglieder der Direktion, und die Direktion gegen die übrigen Beamten des Verbandes. Gegen die Straffestsezungen der Direktion ist Beshwerde an den Königlichen Kommissar zulässig. Geldbußen dürfen für den einzelnen Fall die Summe von einhundert und fünfzig Mark nicht übersteigen.

8 9. Geschäftsführung der Direktion.

Die Direktion verwaltet und leitet die Angelegenheiten des Ver- bandes und vertritt denselben au< in denjenigen Fällen, in denen die Gescte eine besondere Vollmacht fordern.

Die Direktion ist bes{lußfähig bei Anwesenheit von drei Mit- gliedern, darunter mindestens eines ordentlihen. Ihre Beschlüsse werden nah Stimmenmehrheit gefaßt.

Bei ihrer Geschäftsführung hat die Direktion die thr vom Ver- waltungsrath ertheilten Anweisungen zu beobahten und den Beschlüssen desf\elben Folge zu leisten.

__ Gegen dritte Personen hat jedo< eine Beschränkung der Befug- nisse der Direktion, den Verband zu vertreten, keine re<tli<he Wirkung.

Schriftliche Erklärungen der Direktion erfolgen unter der Unter- \{rift: „Die Direktion des Landschaftlihen Kredit-Verbandes der Provinz Schleswig - Holstein“ und bedürfen, um re<tsverbindli< zu sein, der Vollziehung dur zwei ihrer Mitglieder, darunter mindestens cines ordentlichen.

z 8 10, Zusammenseßung des Verwaltungsraths.

Der Verwaltungsrath besteht aus 9 Mitgliedern. Jedes Mit- glied des Verwaltungsraths muß zuglei<ß Mitglied des Verbandes oder geseßliher Vertreter eines folhen fein und einen Grundbesiß haben oder vertreten, auf welhen für den Verband eine Pfandbriefschuld, und zwar bei 4 Mitgliedern von mindestens 20000 (6 und bei 5 Mitgliedern von- mindestens 10000 # entweder eingetragen ift oder eingetragen werden kann.

Die Mitglieder des Verwaltungsraths werden dur< die General- versammlung auf 6 Jahre gewählt. Alle 2 Jahre {heiden 3 Mit- glieder aus und werden dur< die Wahl der Generalversammlung erseßt.

Die Nethenfolge des Austritts bestimmt sich na< der Dauer der Zugehörtgkeit zum Ausschusse.

Die Ausgeschiedenen find wieder wählbar.

Alljährli<h wählt der Verwaltungsrath aus seinen Mitgliedern einen Vorsigenden und für denselben einen Stellvertreter, sowie aus der Zahl der Mitglieder des Verbandes 3 Stellvertreter sür den Fall der Behinderung eines seiner Mitglieder und bestimmt die Reihenfolge, in welcher dieselben einzuberufen sind. Zu Stellvertretern für die Mit- glieder des Verwaltungsraths sind nur diejenigen Mitglieder des Ver- bandes wählbar, die zu Mitgliedern des Verwaltungsraths gewählt werden können. ü

8-11. Aufgaben des Verwaltungsraths.

Der Verwaltungsrath kontroliert die Geschäftsführung der Direktion und die gesammte Verwaltung des Verbandes.

Er ift namentli verpflichtet :

1) jährlih mindestens einmal die Kassenführung des Verbandes dur< zwei seiner Mitglieder prüfen zu lassen, die Rechnung der Direktion abzunehmen und dieser nah Erledigung der erhobenen Ein- wendungen Entlastung zu ertheilen;

2) der Generalversammlung jährli< einen von der Direktion zu erstattenden Rechenschaftsberiht vorzulegen und diefen auszugsweise in den für die Bekanntmachungen des Verbandes bestimmten Zeitungen zu veröffentlichen;

3) alle Anordnungen zur Ausführung der Satzung zu treffen;

4) die Geshäftsanweisungen für die Direktion zu erlassen ;

5) die Taxgrundsätze festzuseßen und

6) über die gegen die Direktion und andere Beamte des Verbandes eingehenden Beschwerden zu entscheiden.

Er hat das Recht :

das Gebiet des Verbandes in Bezirke einzutheilen und innerhalb anal einzelne seiner Befugnisse dur< Kommissare ausüben zu assen.

S 12; Sitzungen des Verwaltungsraths.

Der Verwaltungsrath versammelt sich jedes Jahr mindestens ein- mal regelmäßig und außerordentli, so oft der Vorsißende, drei seiner Mitglieder oder die Direktion es verlangen. Die Direktoren nehmen

eiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

1899.

theil, soweit es fih ni<t um Berathungsgegenstände handelt, welche die persönli<hen oder dienstlihen Verhältnisse der Direktion oder einzelner Mitglieder derselben betreffen.

Die Einladungen zur Versainmlung erfolgen von dem Vor- fißenden dur besondere Einladungsschreiben mindestens 14 Tage vor- her unter Mittheilung der Tagesordnung. Die richtige Behändigung der Einladungsschreiben muß entweder dur< Poftzustellungsurkunde oder dur< vollzogenen Post-Ablieferungsshein oder dur ein sonst in glaubwürdiger Form voll;ogenes Empfangsbekenntniß bescheinigt sein. Tag und Stunde des Zusammentritts, sowie die Tagesordnung find dem Königlichen Kommissar mit;utheilen.

__ Der Verwaltungsrath is bes<lußfähig, wenn mindestens 5 Mit- glieder, bezw. Stellvertreter und unter diesen der Vorsißende oder, im Sall seiner Verhinderung, dessen Stellvertreter anwesend sind.

_In den Sizungew des Verwaltungsraths wird ein Protokoll geführt und von 3 Mitgliedern, einschließlih des Vorsitzenden oder dessen Stellvertreters, unterzeichnet.

Das Protokoll derjenigen Sißung, in welher über Ertheilung der Entlastung und Wahl der Direktoren resp. deren Stellvertreter Beschluß gefaßt wird, muß von einer Gerichtéperson oder einem Notar geführt werden.

8 13. Vergütung für die Mitglieder des Verwaltungéraths.

Die Mitglieder des Verwaltungsraths bezw. deren Stellvertreter erhalten kein Gehalt, sondern nur Diäten und Reisekosten. Die Höhe derselben bestimmt die Generalversammlung. Dieselbe is auch befugt, für die Geschäfte des Vorsißenden tm Verwaltungsrath eine an- gemessene Vergütung festzuseßen,

8 14. Theilnahme an Generalversammlungen.

Die Generalversammlung besteht aus den sazungsmäßig berufenen Mitgliedern des Verbandes. Eine Vertretung behufs Theilnahme an der Generalversammlung ist gestattet :

den Ehefrauen dur< ihre Ehemänner ;

unter elterliher Gewvalt stehenden Personen dur< ihre Väter oder, wenn die elterlihe Gewalt dezr Mutter zusteht, durch einen Bevollmächtigten der Mutter;

Bevormundeten dur) ihre Vormünder; ‘mehreren Besitzern eines mit, Pfandbriefen beliehenen Gutes, Wittwen und ledigen Frauenspersonen dur einen Bevollmäwtigten ;

juristishen Personen und solhen Personen-Mehrheiten, welche, ohne die Eigenschaft einer juristis<en Perfon zu besißen, doh Rechte erwerben und Verbindltzkeiten eingehen können (z. B. Handelsgesellshaftea), dur ihre gefeßlihen Vertreter und, falls sie nur dur die gemeinschaftlihe Erklärung zweier oder mehrerer Vertretec verpflihtet werden können, ebenfalls nur dur< Bevollmächtigte.

__ Mitglieder des Verbandes, die einer dieser Kategorien angehören, können nur. in der Person ihrer zulässigen Vertreter in der General- versammlung erscheinen und ihre Nechte wahrnehmen.

__ Die Vertreter haben, insoweit ihre Legitimation niht bekannt ift, diese dur beglaubigte Urkunden darzuthun.

Kein zum Erscheinen in den Generalversammlungen Berechtigter hat mehr als eine Stimme.

_Die Direktoren nehmen mit berathender Stimme an der General- pv: theil. Soweit fie jedo< Mitglied er des Verbandes sind, steht ihnen, abgesehen von denjenigen Gegenständen, an benen sie betheiligt sind, au< Stimmrecht zu. ($ 34 Bürg. G.-B.)

L S 15. Befugnisse der Generalversammlung.

Die Generalversammlung hat, außer über die in dieser Sazung ausbrü>li< ihr zugewiesenen Gegenstände, nur über Anträge E zu fassen, welhe den dem Verwaltungsrath und der Direktion na dieser Satzung zustehenden Befugnissen niht zuwiderlaufen.

S 16. Tágung der Generalversammlung.

Die ordentliche Generalversammlung findet alljährlih in der ersten Hälfte des Jahres statt; cinÈ® außerordentliche nur, wenn der Verwaltungsrath folhe für nothwendig erahtet, oder wenn ste von 20 oder mehr Mitgliedern . des Verbandes, wel<he mindestens seit einem Jahre demselben angehören, bei dem Verwaltungsrath unter Angabe des Zwe>kes und der Gründe \{hriftlih beantragt wird.

Der Tag der Generalversammlung wird dur< den Vorsißenden des Verwaltungéraths mittels Einrü>kung in die für die Veröffent- lihungen des Verbandes bestimmten Blätter ($ 32) unter Mittheilung der Tagesordnung mindestens zwei Wochen vor dem Versammlungs- tage bekannt gemaht. Alle für die Tagesordnung bestimmten Anträge müssen spätestens bis zum 15. Januar dem Vorsitzenden des Ver- waltungsraths eingesandt fein.

Der Verwaltungsrath is nur verpflichtet, sol<he Anträge von Verbandsmitgliedern auf die Tagesordnung zu seßen, welhe von min- destens 20 Mitgliedern, die feit einem Jahre demselben angehören, gestellt sind. Die Mitglieder des Verwaltungsraths sind jedo< ohne weiteres A I OIEE

Tag und Stunde der Generalversammlung sowie die Tagesordnung find dem Königlihen Kommissar mitzutheilen.

Die Generalversammlung it, fofern niht der Fall des $ 34 vor- liegt, beschlußfähig, wenn mindestens 10 Mitglieder des Verbandes, darunter 5 Mitglieder des Verwaltungsraths bezw. Stellvertreter und hierunter der Vorsißende oder dessen Stellvertreter, anwesend sind. Im Falle der Beschlußunfähigkeiï wird zur Erledigung derselben Tagesordnung etne neue Generalversammlung anberaumt, welche dann ohne Nücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beshlußfähig ist, wenn nur 5 Mitglieder des Verwaltungsraths bezw. Stelloertreter und hierunter der Voisißende oder dessen Stellvertreter anwesend find.

In den Generalversammlungen führt der Vorsitzende des Ver- waltungsraths oder dessen Stellvertreter den Vorsitz.

Ueber e Verhandlung der Generalversammlung ist ein Protokoll von einem Nichter oder Notar aufzunehmen und von dem Vorsißenden nebst zwei anderen Verbandsmitgliedern, wel<he die Generalversammlung on s des Vorsigenden bei Beginn der Sitzung ernennt, zu voUztehen.

8 17. Wahlen und Beschlüsse.

Sämmtliche Wahlen erfolgen dur< Stimmzettel. Sowohl zu den Wahlen, wie zu Beschlüfsen des Verwaltungsraths und der Ian ist absolute Stimmenmehrheit der Anwesenden erforderlich. Ergiebt bei Wahlen die erste Abstimmung keine absolute Stimmen- mehrheit, so wird zur engeren Wahl untcr den Gewählten in der Art geschritten, daß bei jedem Wahlgange derjenige auss{heidet, welcher die wenigsten Stimmen erhalten hat. Haben zwei oder mehrere eine gleihe Anzahl von Stimmen erbalten, fo entscheidet das Loos, wer von ihnen auf die engere Wahl zu bringen oder, wenn es si<h um den leßten Wahlgang handelt, als gewählt zu betrachten ift. : Bei Beschlüssen der betreffenden Versammlung entscheidet im Falle der Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden.

mit berathender Stimme an den Sißungen des Verwaltungsraths

Die Abwesenden sind an die Beschlüsse der Anwesenden gebunden.