1899 / 304 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Serbien. Aus Anlaß der Pe st gefahr bat der serbische Minifter des Innern In ir an < Met iden Polizeibehörden gerihteten Erlaß folgende Bestimmungen getroffen :

As

Aus Orten, welche von der Pest verseucht find, sind nah Serbien für die Ein- und Durchfuhr folgende Artikel verboten :

a. Grünzeug, Gemüse, frishes und tro>aes Obst, Butter, Kaimak, Käse, frisches und gepö>eltes Fleish, Schinken, Wurst, Salami, frische und gesalzene Fish, Kaviar, Brot, Mehl, Zwieba>, Reis, Kaffee, pas Kanditorwaaren nn) alle sonstigen frishen, eing-falzenzn oder onservierten Gezenstände, bestmnt zur N1hrunz für Mnn, Taba, roh und unbearbzitet, Kahlymvhe, alles Getreide, B11holz ;

b. rohe und g*gerbte Häute und F-ll2, Lederfutter, Korkftopfen,

ebrauhte Sitz, Lapp:n, Furda (Abfälle), Holzspäne und soastize Abfälle von vershiedenen Gew?-ben, Papier und Holz, mögen dieselben au<h dur< eine hydraulishe Presse in großen Ballen komprimiert sein; Baumwolle, Fla), Hxnf. Szide, wenn dieselben niht manu- fafturisiert sind; benußte Möblierungsgegenstände, Teppiche und Sti> reten; /

c. tro>:ne und gesaliene Därme, sowie au alle thierishen Ab-

fälle, Blut, Hufe und Klauen, Thtzrhörner und Geweih:, Kaochen, dern, Borsten, gewashene und ungewaschene Wolle, Leim, Gelatine; zin- und Oeltreber; Pfl inzengewebe. Hu, Stroh und gepreßtes Gras; Dünger und alle faulen organish?n Stoffe; d, Muster (échantillons) und Postp1>:te (colis postauzx); 6, alle den hier aufgezählten Tes G2genftände.

We'<?: Orte in der Türkei, in Bulgarien, Rumänien oder O-fterreih-Ungarn und Boênien nebft Hzrzegowina_ als verseuht zu betraten sind, wid im Falle tes Aurtretens der Seuche durh einen besonderen Akt und dur< Veröffentlihung im amtlichen Ocgan „Srpske Novine* bekannt gegeben ge

Von dem Tage des Auftretens der Szuhe in irgend einer der aufgezählten Gegenden ist folgendermaßen zu verfahren : :

1) Alle sub A genannten Handelsfendunzen werden für den freien Verk: hr in Serbien oder zur Durchfuhr nur dann zugelassen, wenn dieselben aus nihtverseu<hten Orten kommen oder wen1 sz 5 Tage vor dem ersten Pestfall aus den verseuchten Octen avg-sandt worden sind. In beiden Fällea ist hierfür die Beibringung einer rige Bescheinigung seitens der nächsten stzatlih:n Sanitäts-

ehörde des Aufgabeorts erforderli.

2) Das Passieren von R.isen>en nah Serbien und dur< Serbien ist zu Lande nur auf den E senbahnstce>:n :

a, Belgrad— Nish— Pirot; b. Belgrad— Nis<— Wranj1; c. Belgrad—Lapowo—Kragujewaß und zu Wasser nur auf den Stationen San, Obrenowaß (Saveufer) und Belgrad, Semendria, Dubrawitza, Gradischte, Golubaz, Negotin (Donauufer) zu gestatten. Die übrigen Grenzübergänge sind verboten.

Dem Einsteigen der Reisenden auf den Eisenbahn-Grenzstationen hat ein Bahn- oder Staatsorzt beizuwohnen. Da3 Z 1gspersonal bat über die Gesundheit der im Zuge bífindlihen Reisenden ernstlich Sorge zu tragen. Ueber alle verdahterregenden Beobachtungen ist sofort der S!ations. Chef und von diefem die Polizeibehörde derjenigen Orts, an welchem die Reisenden aus dem Zuge gestiegen sind, zu benawrihtigen. i

Dem Ausschiffen auf den Dampfschiffahrts\stationen hat stets ein Staats- oder Gemeindearzt des Ortes beizuwohnen.

Das Reiseger ä>, alte Kleider, gebrauhtes Umzugsgut und Bett- zeug unterliegen der Desinfektion auf den Grenzstaätionen.

Alle Re!senden, welche aus pestverseuhten Ortea kommen, unter- Pa einer vom Tage der Ankunft zu rehnenden zwölf- (12) tägigen

rztlihen Beobachtung in d:m Orte, wo sie abgestiegen sind. Die- selben haben das Ret der freien Beweg 11g in diesem Orte.

Um diese ärztlihe Beobahtung überall dort, wo Aerzte vor- handen sind, genau durhführen und das Verfahren der Gemeinde- gerihte dort, wo es keine Aerzte giebt, kontrolieren zu können, wird das Natsch?lnikat die Präfektur angewiesen, die Polizeiorgane längs der Eisenbahnfstre>en und auf den Dampfschiffahrts-Stationen längs der Save und Don1u zu beauftragen, über das Passizren der Reisenden aus den als vzrseuht gemeldeten Orten genau Kontrole zu führen. Z1 diesem Behuf haben dieselben, sobald an der Grenze Reisende an- langen, von jedem derselben genaue Angaben über den Oct und Tag ibrer Abfahrt nah Serbien und über den Ort und die Dauer ihres Aufenthalts in Serbien zu beshafffen. Regelmäßig jeden Tag haben, so lange die Seuche in den bezeihneten Staaten anbält, die ab- geordneten Polizeiorgane diese Angaben auf mözlihst kürzestem Wege derjenigen Kreis- oder Bezirks - Polizeibehörde zuzust:ll:zn, in deren Amtsbereih ein Reisender Wohnung genommen hat; leytere Behöcde hat die betreffenden Gemeindegerihte zu benachrichtigen,

Steigt ein Reiscnder in einer größeren oder klcineren Stadt ab, wo ein Arzt ist, so ist letzterer verpflichtet, sich am Vormittag jeden Tages persônli<h vom Ge}undheitsstand des Reisenden zu überzeugen; nimmt jedo ein Reisender in einem Orte Wohnung, wo kein Arzt vorhanten ist, fo it das Gemeindegeriht des Orts verhalten, am Vormittag jeden Tages seinem Bezirks Natschelnik, dieser wieder dem Bezirks- oder Kreisarzt über den Gesundheitsstand eines solchen Reisen- den Bericht zu erstatten. Diese Beobachtung des Gesundheits\tandes ist bei jedem 12 Tage lang, gerehnet vom Tage seiner Abreise nah Serbien, aus- zuüben. Sobald an einem Reisenden in dem bezeihneten Termin von 12 Tagen verdächtige Anzeichen der Erkrankung beo“ahtet wrden, so ist die zuständige Gemeinde- oder Staats-Polizeibehó de des Ortes verpflichtet, hierüber sofort an das Kreis. Natschelnikat Bericht zu er- statten, welches seinen Kreispt ysikus an den Oct des Thatbestandes zu entsenden hat, damit derselbe in Gemeirschaft mit einem Bezirks- oder Gemeindearzt des Ortes, falls ein solher vorhanden ist, die Natur der Krankheit feststelle und zwc>3 Heilung und Verhütung einer E der Seuche die weiteren zuständigen Maßregeln veranlafse.

Waggons mit ekcankten Personen find nicht über die Grenze zu lassen, sondern zurü> usenden. Desgleichen is au<h auf den Dampf- \chiffahrts-Stationen d2s8 Aus\chiffen von kranken Reisenden nicht zu gestatten. Ereignet sich im Z1ge ein verdächtiger Fall voa Er- krankung, so ist der Waggon mit dem Kranken auf der dem ersten Kreiskrankenhause am nächsten gelegenen Station zurü>k zu lassen und der Krake dem Octsarzte behufs welterer zufländ'ger Behandlung zuzuweisen; den übrigen Reisenden jede is das Fortseßen der Reise zu gestatten. Der Ersaßzanspru<h auf die Hospitalkonen für solche Kranken ift in gleiher Weise wie für soastize serbishe oder fcemde Staatéangehörige geltend zu machen.

Für inkorrektes Handhaben der hier dargebotenen Verordnungen sind Strafen laut Artikel 33. Punkt 2 des Gesetzes, betreffend die Wahrung der nationalen Gesundheit, vom 30. März 1831 in An- wendung zu bringen.

D,

Von Seeufern anlangende Reisende und deren Gepä>, gebrauhtes Umzugsgut und Bettzevg, alte Kleider, Muster (échantillons) und Ee (colis postaux) müssen ordnungtmäßige Ausweise darüber

aben, daß fie in den (hie:für) bestimmten Seehäfen Quarantäne und Desinfektion ausgehalten haben.

E,

Pilger, Avswanderer, Zigeuner, Landstreiher und überhaupt alle in Giuxpen reisenden oter die serbis<e Grenze übershreitenden Per- fonen sind zur Durchfuhr unter folgenden Bedingungen zuzulassen:

a. Die Durchfuhr dur Serbien kann nur gistattet wecoen auf der Stre>e: Semlin—Belgrad—Pirot—Zaribrod—Hebitschewo— Konstantinopel ;

d die Genehmigung kann unter folgenden Bedingungen ertheilt werden :

1) wenn über Tag und Ort der Ankunft ter Reisenden an der A Ente der Minister des Innern rechtzeitig benachrichtigt worden ist;

2) wenn die Reisenden auf der Reise thr besonderer Arzt begleitet ;

daß die Auswürfe der Reisenden nicht Während“ der Durchfahrt Serbien dürfen solhe Reisenden nirgends aussteigen, noh sich Die Direktion der serbischen kann erforderlihen Falls zur Sicherstellung dieser Verordnung das

) lhen Reisenden dürfen auf der Belgrader Station garaicht zurü>gehalten werden, auh darf man den Reisenden das Umfsteigen von einem Zug in einen anderen nicht gestatten; vtel- mehr müssen diese Reisenden in denselben Waggons weiter gehen. Gehen die Reisenden vo1 der Eisenbahn zum Wasserwege über, so d die Wazgons auf das Savegeleise zu leitzn und die Riijsenden fort in das bestimmte Dampfboot einzuschiffen.

c. Schiffe, welh? auf der Donau und Save fahren und R sende dieser Beschaffenheit führen, dürfen außerhalb der Belgrader Station nirgends am serbishen Ufer landen.

Waggons untergebra

längs der Strecke h allen können.

irgendwo aufhalten. taatsbahnen

lombieren der Waggons y Waggons mit so

(Fin Soldat, der , ist in der Kaserne an der Der Kranke und die ganze Kompagnie, zu

Lissabon, 26. Dezember. (W. T. B) hier von Oporto eingetrcffen i Beulenpest erkrankt.

welcher er gehört, wurden in das Lazareth gebracht.

Handel und Gewerbe.

Nach der Wochenübersicht der Reichsbank vom 23. Dezember aesammte Kassenbestand 772 639 000 (1898 : 843 689 090; 1897: 916 406 000) M, d. i. der Vorwoche gegenüber wenigzr 27 703020 (1898: Der Metallbestand von 743 263 000 (1898: 888 313 000) M allein hat abgenommen um: 18884000

787 934 000;

39 203 000 33 671 003) und der Bestand an Lombardforderungen mit: 93 202000 (1898: 85871 009; 1897: 96 133 000) A eine sol<he um 19105 000 (1898 um: 1897 um: 2 408 000) A ‘Auf diesen beiden Anlagekonten zusammen ist also ein Zufluß um 58 308 000 (1898 um: 2250500); 1897 um 42 079 000) A erfolat. . Die Position „Sonstige Aktiva" weist eine Vermehrung von. 1 747 090 4 auf.

1 167 674 000;

1899 betrug

4 722 000) A

12 147 000 ; 814 398 000;

4 319 000;

662 819 000) 19 682 000;

von 1028718 000

1897 uin: 2 823 000;

Auf passioer Seite zeit der 1 202 115 000 1897: 1131 974000) A der Vorwoche gegenüber einen Zugang um 58002000 (1898 um 55165000; 1897 um 52 253 0093) M, und die fonstigen tägli< fälligen Verbindlichkeiten (Giroguthaben) ersheinen mit 562 754 000 1897: 454216 0090) A um 1897 um 38 755 000) Æ niedriger.

umlaufenden Andere Produkte .

477 336 000 ; 26 629 000 (1898 um 831510000;

(Aus den im Reihsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.)

Ergebnisse der Retsernte in Jtalien. An Neis wurden geerntet

Lombardet .

Mittelmeer-

In ganz Jtalien 3 761 000 (Nach der amtlihen Statistik des italienischen Ministeriums für A>erbau und Handel.)

Ausfuhr der S<hwetiz nah den Vereinigten Staaten von Amerika in den ersten elf Monaten 1899,

Das \<weizerishe Handelsamtsblatt hat auf Grund der Mit- theil ingen, welhe ihm von den Konsulaten der Vereinigten Staaten zugehen, die Ausfuhr der Schweiz nah den Vereinigten Staaten in den Monaten Januar bis November 1899 im Verglei<h mit dem Vorjazhre na< Kategorien zusammengestellt, von welhen nachstehend die wichtigsten mit ihren Ausfuhcwerthen aufgeführt sind:

F Seidene und halbseidene Stü>waaren . 12315110 13583 2?9

Beuteltu<h aus Seide

Seidene und halbseidene Bänder . . S-?ide und Floretseide. . .. Stickereien

Baumwollene und wollene Gewebe , Stri>waaren

Strohgefl-chte

Uhren und Uhrenbestandtheile

B jouterie .

Musikdosen

Kurzwaaren

Häute und Felle

Anilinfarden . : Andere Farbstoffe und Chemikalien . .

* 96343168 38791371

Spirituosen ¿ Die Gesammtaukt fuhr zeigt einen Werth von 80 049 924 Frank?n

gegen 63 521 221 Franken im Jahre 1893, ijt also sehr erhzbl:<

Ausfuhr von Stahl und Eisen aus den Vereinigten Staaten von Amerika in den ersten zehn Monaten 1899.

In den mit dem Monat Oktober beendeten zehn ersten Monaten des laufenden Jahres erreichte die Ausfuhr an Stahl und Eisen aus den Verein'gten Staaten einen Werth von 86162258 $ über 19 Millionen D°-llars mehr als in der entsprehenden Periode des Vorjahres.

Diese Zunahme erklärt si< ni<ht allein aus der Preissteigerung der letzten Monate, sondern dieselbe zeigt sih auch in der Quantität und erstre>t sich auf fast alle hauptsächlihsten Aubfuhrartikel. hat die Aubfuhr von Stangeneisen, Stahlblehen und Stahlplatten geaen das legte Jabr um 1009/9, die von Drahtnägeln gar um 200 9/0, die von Stangenstahl um 30 9/9 zugenommen.

Die nachfolgende Tabellz zeigt die Auéfuhr der verschiedenen Stahl- und Eisenwaaren, soweit sh die Mengen nah Gewicht an- geben lassen:

219 085 962 109 304 669 58 963 146 56 583 657 21 847 935 18 283 889 12 050 354

134 842 261 48 450 492 42 4595 795 24 469 892 12 278 374 27 334 714

Ort Stahlble< und Platten Stahlstangen . Drahtnägel Stangeneisen . Geschaittene Näg*l. Eisenblehe und Platten

Noheisen

3) wenn die Reisenden in separaten und derartig konstcuierten

Struktureisen . ..

belle zeigt den Werth der hauptsächli i Die nächste Tabelle zeigt de h 40 d Osten Artikel:

D'llars , Dollars Maschinen . .. . « . « . 12797211 15293015 Baueisen....... ., 973424 73671 Metallbearkeitungfmashinen 474248 5 522864 Röhren und Montierungen 8 636 047 5 486 333 e R 2447930 4435077 Lokomottven . 4653849 4272850 Nähmaschinen . . . 2 620 196 3 261 399 Roheisen 2 093 046 2 860 439 Pampen und Maschinen 18091687 2466014 E'ektrishe Maschinen .. 1 934 474 24541510 Schreibmaschinen 1714325 2318011 Sonstige Fabrikate .. .. 9519905 8 796 :93 Man erwartet, daß in diesem Jahre die Auéfuhr von Eisen,

und Stahlfabrik ten aus den Vereinigten Staaten einen Werth von 100 Millionen Dollars erreihen und damit um 20 Millionen Dollarg größer sein werde, als in irgend einem früheren Jahre.

(New Yorker Handels-Zeitung.)

Außenhandel Uruguays in den ersten se<s Monaten dez Jahres 1899, verglichen mit den glel<hen Zeitabschnitten

der Vorjahre. Einfuhr 1897 1898 1899 Werth in Dollars ¿ 1263627 1475971 1240367

Nahrungsmittel, Z»realien und

Spezereiwaaren ... . . 1836918 2237593 2401965

Taba> und Zigarren . . 92 612 111 52l 123 300 QLUaNGAten. a ov ae oa 1408300 T8708 2033008 ete Kleider 439 182 743 541 730 747 S

shmaterialien und Masch:nen 2445036 83136235 3 046 789

Nerschtedeze Artikel . 1082683 1314096 1283216 Lebendes Vieh 477332 165809 1603781

Zusammen... 9271200 132043(2 12963763 |

Ausfuhr 1897 1898 1899 Werth in Dollars

Lebendes Vieh s 623 649 224 704 233 699 Shlä hterwaaren 16017486 14922467 19586571 Landwirthschaftlihe Erzeugnisse 684963 2953412 1622781

S 152 323 105 937 113 708 # Verschiedene Artikel 2790 i 507 2531 Schifföproviant 46 727 4? 029 45 842

Zusammen . , . 17527944 152026 216u0 1828

(Montevideo Times.)

Vorkommen von Glimmer.im Staate Säo Paulo. Im Quellz?biete des Jaq á, eines Nebenflusses der Ribetra,

welhe b i dem Hafen Jzuayó in das Meer müadet, ift ia einem Steinbruh anschzin?-nd wzrthooller Glimmer g fanden worden. Der Steinbruh liegt sowohl von Santos wie voa Sä) Paa!o etwa zwei Tazereisen entfernt und hat dur< den mittels C mnoes großen- theils \{< ffFoaren Jug1'á eine W iss:-cstraße na< dem Hiafenplaß

Fazuaps - Versuhswcis° ist ein grözzerer P sten vo" diesem Glimmer

na< den Vereinigten Staaten vo1 Amerika vecsh:fft wocdea, indeß \o4 infolge des daselbit besteheaden hoh:n Z»ls auf Glimmer die V-rsendung dorthin sih als unlohnend erwiesen haben. Gs heißt, daß Amerikaner wegen des glimmzrhbaltigen Trrratns in Unter- bandlung stehen. Eine von der Fandstelle entnommene Glimmerpla'te wurde dur< Sachverstäadiae auf ihre Vecwecthva:keit geprüft. Dabei ergab siv, daß diz Pcobe ein von Tcüozungen nah'zu freier, nur \{<w1< gefäcbter Kalizlimmer wir. Zuc Prüfung wurde die betreffende Platte in wei Stü>ke von 0,18 und 0,25 mm Dik? ge- spalten. Dise Stü>ke wurden nacheinander zwiihen zwei runde M-ssingsheiben von 50 mm Durchm ser gelezt, wel<? unter einem Dru> von 2 kg gegen etaander gepreßt und mit den Polen einer Accumulatorenvatitecie von 10090 Volt verbunden wurdea. Der zwish:n den M- ssingplatten lieg-nde Widecstand wurde unter Gli- minitrung des über die Oberfläche d:8 &limmecs fließ:nden Stroms nah dem Verfahren des direkten Ausshlags bestimmt. Der Wider- stand betrug bei 7090/6 Luftfeuchtigk-it und 239 0. nach einer Gleftri-

sieruag voa 3 Minuten für die 0,18 mm stark? Platte. . 481 009 Megohm, 0,2 u L 0G O00 Ú

Zur Bestimmung der D1rhschlazsspannunz wurde noh von dem zu prüfenden Glimmer cin Blatt von 0,05 mm D >e abzespalten und zwii|hen den erwähnten Me'siagelektroden der höchiten verfügbaren Gleichst:omspannung von 11 090 Volt a4sgeseßt. Das Glimmercblatt

wurde hierbei iht dur<s{lagen.

Aus der Probe ließ si ein fehlerfretes Stü> von 10x18 ecm} heraubshneiden. Für Jsolationszw->2 werden mit Rü>ksiht auf den hohen Preis großer Stüe selten Platten von mehc als etwa 15 cm

Länge und Breite verwendet.

Auf Grund diesec Ergebniss2 gaben die Sahv?rständigen ihrer Ansibt dahin Ausdru>, daß ein Material von d-n Eigenschaften und Abmessungen der ibnen zur Pcüfung vorgelegten Probe allen Anforde- rungen g?nügen dürfte, wel<he an Glimmer als Sfsolation8smaterial

zu stellen sind.

Auh bei Bernardo, unweit Säo Paulo, liegt Glimmer

zu Tage.

Vor Jahren sind ferner in Tahiras im Staate Goyaz Glimmer-

platten von 40 cm im Quadrat gewonnen und au< auszefüh

worden, das Unternehmen wurde aber als unrentabel wieder aufs gegeben. Entlich sollen ia Sao Paulo de Mariahó im Staal Minas Ger1es gute Glimmerplatten gefunden werden. (Nach Be

richten des Kaiserlichen Konsuls in Säo Paulo.)

Einfuhr von geblei<hten Baumwollwaaren und Anbal

von Textilpflanzen in Paraguay.

Gebleihte Bzumwollwaaren bilden cinen der wichtigstea Einfuhr artikel Paraguays. Unabhängig von launenhaften Veränderungen die dur die Mode bedingt werden, werden sie in Stadt und Land verlangt. Den Exporteuren wird in diesem Artikel, wenn sie nur | ges >t:r Weise dur<h Reisende oder Ausstellung von Mustern de

Boden bearbeiten, ein çü tiges Absayzgebiet geboten.

Unter den Baumwollfabrikaten werden, na der Reih:nfolge thre Bewer1hung aufgeführt, Estrella oder Star, Cometa de Bethlehoen! oder Comet of Bethlehem, La Libertad, Bramante E, Bramant Lavado Puro, Bramante Sin Egual, El Pensamento, El Espè cialidad, Economica, Monumento Gloria a Colon, Madra Estrella Lavado und Escarabajo als die gangbartten Gattung

gekauft, wobei das Anbringen einer Schußmarke mit religiöser * zeichnung den Kauf vielfa glatter von statien gehen läßt.

Ja der Qualität wird die beste Gattung Estrolla a 76 bîs 80 Fäden auf einen Quadratzoll englis< bergestellt mit A Breite von 354 Zoll und etner Länge von 20 Yuds = 18,29 1

(1 Zoll englii< = 2,54 cm, 1 Yard = 0,9144 m). In der Länge

ausmessung sagt den Dystailvertaufern der Kauf nah Metern fn meisten zu. Sie verkaufen die in Metern ausgem«ssene 24s

nah „Vara“”, einem spanischen Längenmaß, das kürze

, ted (1 vara = 0,866 m), und f<lagen untec Beibehaltung des Me ! preises füc 1 vara einen höheren Gewinn heraus. Der Detailvändl

bezablt 14 Doll. in Landeomünze (gegen 2 Doll. Gold) für u

Siü> von 20 Yards. Von Voctheil wäre es, die Waare in e Qualität zum Verkauf zu stell-n, welhe es dem Wiederverkäufer (f

mögliht, das Stü>k zu böhstens 1,75 bis 1,80 $ ia Gold zv halten (l $ in Gold = 419 M

Y s L „Comet of Bethlebem“ fostet das alei< große Stüd/15 Go

La Libertad“ aber, die 80 Zoll breit ist, 69 C.

Die Einfuhr von gebleihten Baumwollwaaren (betrug if

“_Qahre 1898 85 000 kg im Werthe von 68044 $ in Gold. Der Üinfubrzon beläuft sih auf 80 C. pro Kilogramm.

Die Bewohner Paraguay3 kaufen gern so billia wie möglich. Oabei soll die Waare gut aussehen und ih gut anfühlen. Für die abgetragen n e gewasheneu Stü>ke kaufen sie lieber ein neues, weil es eben q ist.

Die Waaren müss?n zusammengelegt (in Buchform) eingeführt werden. Die Handelömarke soll womöglih die ganze Vorderseite ausfüllen, in l¿bhaften Farben gehalten. Die Waaren sollen mit T ummwunden fein. Der gewöhnlihe Kredit beträgt ses

onate.

Die Baumwollxflanze wächst in Paraguay das ganze Jahr hin- dur. Land und Klima sind dem Anbau günstig. Die Dad wird nah der Ernte bis tief auf den Erdt oden abgeschnitten und entwi>elt sih darauf von neuem aus ihrer Wurzel heravs. Von Voitheil ift es, das Vaumwollfeld nah zwei Jahren umzupflügen und von neuem zu berflanzen.

Die Regterung von Paraguay bringt dem Anbau von Baum- wolle ein großes Interesse entgeg-n. Die Banca Agricola, ein Re- terungsinftitut, kauft die Baumwolle, sodaß der Farmer für seine

aumwolle ftets Absatz findet.

Von den Faserpfl1nzen Paraguays versprehen Sansaverde und Caraguata für die Zufunft von Bedeutung zu werden.

Vie erstere Pflanze is ohne Dornen und erleichtert dadur das Einsammeln. Ste is s{<warz, zeigt aber nah d:r Entfaserung ein weißes und seidenartizes Autsehen. Sie gedeiht am besten auf feu<htem Boden. Ihre Faser ift zu Seiden-Jmitationen sehr geeignet.

Caraguata wädst auf Bergen und grcd.iht kesser wild als in Kultur. Sie if dornenrei und bietet beim Einsammeln Schwicrig- keiten. Ihre Faser eignet sih zur Anfertigung von {weren Tauen. (Nach einem amerikanischen Konsulatsbericht. )

Bau einer Hauptbahn im Congostaat.

Die Regierung des Congostaats hat den Bau einer 1400 km langen Eisenbahn beschlossen, welhe das Innere des östlichen Congo- gebietes mit dem Meere ve1 binden wird. Die von Matadi (Stanley Pool) aus8zehende Hauptlinie wird (450 km) bis zur Hohebene Jturi führen, bon wo aus sie sih gabelförmig, in nördlicher N:-chtung bis zum Albet.Nyanza und gegen Süden bis zum CTanganika-See, und pwar nah beiden Richtungen bin in ei2er Gesammt!änge von 950 km. verzweigen wird. Die Kosten des Baues dies:r dret Linien eins{ließli<h der aus Europa zu beziehenden Oberbaumaterialien und der Fahrbetriebsmittel sind auf 170 bis 200 Millienen Franken veranschlagt. 8

Durch diese Linie werden die diht bevölkerten Gebiete von Oelle, Many-ma, Albert-Nyanza und Tançanika mit dem Congo verbunden, welcher | Lbst für die größten Dampfer und zu jeder Jahreszeit bis zu den Stanlyfällen schiffbar is. Der Export der Utrprodukte aus diesen an E überreihen Gebieten, sowie der Impo1t europäisber Erzeugnifse nah dorthin sihert die Rentabilität dieser Eisenbahnen, deren Bauausführung bei zur Genüge vorhandenen und wohlfeilen Arbeitsk1 äften im allgemeinen keinen besonderen Terrain- shwierigkeiten begegnen wird. (Nah dem österreichishen Handelsmuseum.)

Elektrische Anlagen in Australien.

Unternebmungen auf dem Gebiete d-r elektris<en Industrie gz- winnen in Australien von Jahr zu Jahr mehr an Wichtigkeit. Fn den größeren Städten werden die Pferdebahnen dur< elektrische Straßenbahnen erscht, und die Eielt-izität tritt als Beleuchtungs- mittel an die Stelle von Gas und Kerzenlicht.

Eine englische Gesell'<:f befaßt si< mit dem Bau einer elektrishen Straßenbabn in Au>kland (Neuseeland); ein aleih s Projekt besteht für Brisbz1ne (Queensland), für Perth (West- Australien) und flir Adelaide (Süd-Australien). (Schweizerisches Handelsamtsblatt.)

Zwangsversteigerungen.

Beim Königlichen Amtsgeriht 1 Berlin stand das Grundstü> Alt-Moabit 73, der Wittwe E. A. Globig gehörig, zur Versteigerung, Mit dem Gebot von 180000 4 blieb Prokurist Arthur Kube in Tho.n Meistbietender. Aufgehoben wurde das Verfabren, betri ff.nd die Zwangsver steigerung der nachbezeichneten Grundflü>e: Immanuel-Kirchslraße 10, dem Vaurermeister August Engel gehörig. Neue Roßftraße 6, der Frau Babette Lieber- mann, geb. Meider, gehörig.

Beim Königlichen Amtsgericht 11 Berlin wude das Verfahren, betrcffend die Zwangêversteigerung des zu Ahrens- felde belegenen Grundstü>3 (Bauerngut), dem Landwirth Gustav Roderjahn çehörig, aufgehoben.

Zwangsversteigerungen im Januar 1900.

Beim Königlihen Amtsgeriht 1 Berlin gelangen 13 Grundstü>e zur Verfleigeung; beim Königlihen Amt18s- eriht 11 Berlin 21, und zwar in Gr.-Lichterfelde 1, n Lankwig 3, in Hoben-Schönhausen 1, in Dalldorf 1, in Lichtenberg 3, in Wilmersdorf 4, in Weißensee 1, in Teltow 3, in Tempelhof 1 und in Zehlendorf 1 Grundftü>; in Charlottenburg 83, in Kalkberge-Rüdersdorf, Oranien- burg, Lu>kenwalde und Templin je 1 Grundftü>.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien An der Ruhr sind am 23. d. M. gestellt 12118, nicht re<t- zeitig geftellt 4630 Wagen. In Oberschlesien sind am 22. d. M. gestellt 6203, ni@t re<t- zeitig gestellt kine Wagen; am 23. d. M. sind gestellt 5407, nicht reht- zeitig gestellt 22 Wagen. ;

Berlin, 23. Dezember. Marktpreise nah Crmittelungen det Königlichen Polizei-Präsidiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Per Doppel-Ztr. für: *Weizen 15,00 46; 14/00 4 *Rogçen 14,70 M4; 13,80 *Futtergerste 14,00 4; 13,00 A Hafer, gute Sorte 15,20 4; 14,40 (A Mittel-Sorte 14,30 4; 13.60 4 geringe Sorte 13,50 4; 12,80 A Nichtstroh 4,66 4; 4,16 M Heu 7,50 46; 4€0 # Erbsen, gelbe, zum Kochen 49,00 M; 25,00 A **Speisebohnen, meine 45,00 A; 25,00 A *üin en 70,00 4; 30,00 A Kartoffeln 7,00 4; 5,00 A Rinofleish von der Keule 1 Kg 1,60 M; 1,20 A dito Baudhfleis 1 kg 120 4; 1,00 A Scweinefleish 1 kg 1,60 A; 1,10 4 —- albfleish l kg 1,70 Az 1,00 A mili lkg 1,60 A; 1,00 A Butter 1 kg 2,80 4; 2,000 A Gier 60 Stü> 6,00 M; 3,00 A Karpfen 1 kg 2,20 M4; 1,20 A Aale 1 kg 2,80 M; 1,40 A Zander 1 kg 2,50 4; 1,20 A Hette 1 k 00 D ie S gan M kg N d: A: Sdlelt

, t V VBlete 40 M; 0,80 A 60 Ee Le M; N Mh. M rmittelt pro Tonne von der Zentralstelle der preußischen Land- wirths<haftskammern Notierungsstele und a vom Polizei-Präsidium für den Doppelzentner. #2 Fleinhandelspreise,

Ausweis über den Verkehr auf dem Berliner Schlahtviehmarkt vom 23. Dezember. Zum Verkauf standen: 3527 Rinder, 1254 Kälber, 5002 Schafe, 9739 Schweine. Mark t- Prei e nah den Ermittelungen der Preisfestseßungs-Kommission:

ezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 kg la<htgewi<ht in Mark (bezw. für 1 A SÉLebt, Für R inder: Ochsen: 1) vollfleischig, ausgemästet, höchsten Schlahtwerths, höchstens 7 Jahre alt, 63 bis 67 ;

; genährte junge und gut genährte ältere 56 bis 57;

) Di ne ige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 58 bis m 4) gering genährte jedes Alters 62 bis 55. Bullen: 1) voll-

freisdbige, höchsten lahtwertts €0 bis 64; 2) mäßig üngere und gut genährte ältere 56 bis 59; 3) gering gen bis 54. Färsen und Kühe: 1) a. vollfleischi , ausgemästete Färsen va en Schlachtwerths bis —; þ. vollfleishige, aus- gemästete Kühe höchsten Schlachtwerths, höchstens 7 Jahre alt, 95 bis £6; 2) ältere ausgemästete Kühe und weniger gut ent- widelte jüngere 93 bis 54; 3) mäßig genährte Färsen und Kühe 50 bis 52; Q gering Bre ärsen und Kühe 46 bis 49. Kälber; l) feinste N ollmil<mast) und beste Saugkälber 79 bis 82; 2) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber 70 bis 75; 3) geringe En Er 60 bis 65 ; 4 [tere gering genährte Kälber resser 45 bis 53. Schafe: 1) Mastlämmer und jüngere Masthamme 60 bis 63; 2 ältere ieb R 92 bis 55; 3) mäßig genährte mmel und Schafe S chafe) 44 bis 50; 4) Holsteiner Stleberunal <afe bis —, au< pro 100 Pfund Lebendgewiht bis 4 Schweine: Man zahlte für 100 Pfund lebend (oder 50 kg) mit 20 9% Tara-Abzug: 1) vollfleishige, kernige Schweine feinerer Rassen und deren Kreuzungen, höchstens 14 Jahr alt: a. bis 49 ; b. über 300. Pfund lebend (Käser) bis —; 2) fleischige Schweine 46 bis 48; gering entwid>elte 43 bis 45; Sauen 41 bis 42 4 Berlin, 23. Dezember. (Wochenbericht für Stärke, Gtärke- fabrikate und Hülsenfrüchte von Max Sabersky, Berlin W.,) Ta. Kartoffelstärke 194—20 4, Is. Kartoffelmebl 195-20 d, Ila Kartoffelmehl 16—174 A, Feuhte Kartoffelstäke (Fracht- parität Berlin) 10,40 4, gelber Syrup 22 —224 M, Kap.-Syrup 22¿—23 #4, Export 234—24 4, Kartoffelzu>er gelb 22—22t M’, Kartoffelzu>er kap. 233—24 4, Rum-Kuleur 36—37 4, Bier-Kaleur 39—36 #4, Dextrin gelb u. wetß Ia. 26 —27 4, do. sekunda 237 —24k M, Weizenstärke (kleinst.) 36—37 M, (großft.) 37—38 4, Hallesche und S(lesische 38—39 M4, Schabeftärke 34—35 46, Reisstärke (Strahlen) 4I—60 #, do. (Stüden) 47—48 #4, Maisstärke 30—31 4 Viktoria - Erbsen 23—25 #4, Kocerbsen 17—19 M, grüne Grbsen 18—20 , Futtererbsen 13—14 #4, inl. weiße Bohnen 18—20 M, Flahbohnen 20—22 4, Ungar. Bohnen 18—185 M, Giliz, - ruff, Bohnen 167—17} 4, große Linsen 34—42 4, mittel do, 28—32 #4 fleine do. 22—26 M, weiße Hirse 20 —22 #4, gelber Senf 24—32 M, Hanfkörner 20—22 #4, Winterrübsen 22 big 224 #4, Winterraps 22}4—23 4, blauer Yèohn 45— 438 M, weißer do, 48—52 4, Buchweizen 14—16 „4, Wicken 13—134 4, Pferde- b hnen 14—14} 4, Mais loko 1(2—11 4, Leinsaat 22-24 M,

Kümmel 54—58 H, Ia. inl. Leinkuwen 16—164 M, do. ruf. do.

154—16 #, Rapskuchen 12—13 4, Ia. Marseill. Grdnußkuchen 154—16 M, Ia. doppelt gefiebtes Baumwoll - Saatmehl 58—62 9/ 133--14} Æ, helle getr. Biertreber 107—11 #, getr. Getreide- shlempe 14—15 (4, ‘Maisshlempe 134—14 4, Malzkeime 83 bis 94 #4, Roggenkleie 93—104 #4, Weizenkleie 94—10 4A (Alles per 100 kg ab Bahn Berlin bei Partien von mindestens 10 000 Kg.) Spiritu3markt in Berlin am 23. Dezember. Spiritus [oko ohne Faß mit 70 4 Abgabe wurde, der „Berl. BörieZtg

zufolge, von den Kursmaklern zu 47,6 46 gehandelt.

Der Verein der Berliner Grundstü>s8- und Hypo-

theken- Makler hat soeben seinen Jahresbericht für 1899 ver- öffentliht, der in großen Zügen ein Bild von ter baulih:n Ent- wi>elung Berlins und der Vororte in diesem Jahre giebt. Die Reichshavptfstadt stand in dem zu Ende gehenden Berichtéjahre unter dem Eixr fluß der sta:ken Entwi>elung von Industrie und Handel im Deutschen Reih. Ganze Häuserviertel wurden wieder zur Vergröße- rung bestehender oder zur Errihtung neuer Waarenhäuser erworben. Auh zahlreize neue Wohnhäuser sind ent- ftanden, welhe vielfa< den Besißer wechselten und dabei meist zu hoben P eisen verkauft wurten. Oft bildeten diese Neubauten die nothwendige Fclge des En!stehens der erwähnten Geschäftshäuser ; aber au sonstize industrielle Zwe>e und die Zunahme der Bevölkerung gaben zu folhen den Anlaß. Hierdurh steigerte sh die Nachfrage na< Cinzelbauftellen und Abbruh-Grundstü>ken nicht nur in Berlin, sondern au< in den Vororten. Dieser Umstand rezte wider die Spekulation zum Erwerb größerer, zur Parzellierung geeigneter Bau- stellen an. Die Umsäge in diesen waren während des ganzen Jahres von um fo größerem Umfang, als neben der Industrie au der Staat und die Stadt als Käufer auftraten. Das Baugeschäft und die Bau- thâtigkeit werden in dem Bericht daher als re<ht lebhaft bezeichnet, und als ein günstiges Zeichen für die gesunde Geschäftslage wird die stetige Abnahme der Zahl der Zwangsver steigerungen angeführt. Das Hypothekenges<äft war troy des hohen Standes des Zinéfußes ein sehr umfangreihes. Der Zinssaß für erftstelize Hypotheken in bester Stadtlage betrug bei den Hypothekenbanken und Versiverungsgesellshaften im ersten Semester 4 bis 47% im zweiten 4} bis 410%, in entfernteren Straßen und den Vororten 44 bis 43 0/4, Dabei verlangten die Institute 1 bis 2% Abschlußprovijion. Privatkapitalien wurden zwar im ersten Semester in mäßigen Beträgen noh zu ¿39% ausgeliehen, seitdem ist aber unter 40/), selbft bei Nachweis pupilarischer Sicherheit, kaum anzukommen, Außerdem ist das Angebot pon Privatkfapitalien ausnehmend <wa<. Baugelder erforderten einen Durchschnitts,insfuß von 5{—6F % bei 1—20% Abschlußprovision. Terrain-Hypotheken warcn nur auf allerbeste Objekte zu 54—6 9% bei mäßiger Beleihungsgrenze erhältilih. Das Geschäft in zweiten Hypotheken gestaltet sich immer mebr zu einer soliden Kapitalsan"age. Der Zinsfuß dieser Hypotheken stellte sich im allgemeinen j2 nah Lage und Güte auf 4}—5} °%.

In der am 21. Dezember cr. abgehaltenen Generalversamm-

lung der Wanderer - Fahrradwerke, vorm. Winklhofer u. Jaeni>ke in Schönau b. Chemniy wurde die bei der Dretdner Bank in Dresden und Berlin sowie deren Filiale in Chemniy und a dee E I in Schönau sofort zahlbare Dividende auf 8 9/6 estgeseßt.

Breslau, 23. Dezember. (W. T. B.) Sslaß-Kurse. Sles

34% L.-Pfdbr. Litt. A. 95,85, Breslauer Diskontobank 119 40 Breslauer Wechslerbank 107,45, Schlesisher Bankverein 147 03, Greslauer Spritfabrik 173,00, Donnersmark 227,00, Kattowiy r 219,75, Oberschles. Eif. 129,50, Caro Legenscheidt Akt. 181,00, Dveriles. Koks 172,00, Oberschles. P.-Z. 191.25, Opp. Zement 194 00, Giesel Zem. 194,00, L.-Ind. Kramjta 154 75, Schles. Zemer t 243 75, Sl. Zinkh..A. —,—, Laurahütte 252,50, Bresl. Delfabr. d3 00, Koks-Obligat. 97,50, Niederschles. elektr. und Kleinbahn-

ejellshaft 83,00, Cellulose Feldmühle Kosel 174,00, Slefis>e lektrizitäts- und Gasgefellshaft —,—, Obersehlesishe Bankaktien

116,00, Emaillierwerke „Silesia“ 152,00.

Magdeburg, 23. Dezember. (W, T. B,) Zu>erbericht.

Kornzu>er exkl. 88 9% Rendement 10,00—10,12}. Nachprodukte exkl. 75 9/0 Rendement 8,00—8,15, Still. Brotraffinade I. 23,b0, Brotrasfinade IT. 23,25, Gem. Raffinade mit Faß 23,37}— 24,00, Gem, WVelis 1. mit Faß 22,624— 22,75. Ruhig. Nobzu>er L. Produkt Tranfito f. a. B. Hamburg pr. Dez. 9,30 Gd., 9,40 Br., pr. Januar 9,35 bez,, 9,374 Br., pr. März 9,50 Gd., 955 Br. pr. Mai 9,674 bez.,, 9,65 Gd., pr. Oktober-Dezember 9,25 Gd, 9,35 Br. Stetig.

Frankfur1 a. M., 23. Dezember. (W. T, B.) S@luß-Kurse.

Lond, DeME 20,545, Mer do. 8100, Wiener do. 168 $0, 3%, Reichs-A.

bort. Änleihe 23,20, 59/0 amort. Rum. —,—, 49/6 russishe Konf. 98,50, 4% Ruff. 1894 99,00, 4%/6 Spanier 64,20, Konv. Türk. 22,12, Unif. Wgypter —,—, 59% Mexikaner 96,10, Reichsbank 159,50, Darmftädter 143,50 Diskonto-Komm. 191,40, Dresdner Gank 160,70, Mitteld. Kredi! 114 00, Nationalbank f. D. 145,50, Deft.-ung, Bank 154,50, Oefi, Kreditakt. 233 60, Adler Fahrrad 188,60, Allg. Elektrizit. 25409, Schudert 224,80, Höchfter Farb- werke 403,00, - Bohumer Gußstahl 260,10, Westeregeln 220,60, Laurahütte 252,60, Lombarden 30,00, Gotthardbahn 141,40, Mitt 99,80, Breslauer Diskontobank 117,60, Privat-

on

87,90, 3 9% Heffen v. 96 85,50, Italiener 92,50, 3 °/

Effekten-Sozietät. (Schluß.) Oesterr. Kredit-Aktien 234,90,

Net): Einnahme vom 11.—20. Dezember 890 661 Ea Een den entsprehenden Zeitraum des vorigen Jahres

90, Bra konv, Wer. 971

onv. Mex. “ieue 983 er Mex. 100, 49% 89er Ruf. 2. S. 98 4%/% Spanter 63}, Konvert, Türk. 214, 4 2% A Anl. d E d24, Sienda E e Sie E Incandesc neue , Rio Tinto neue i ont 63, 15 898er Chinesen 81. 5 D E

ranzosen —,—, Lomb. —,—, Ungar. Goldrente —,—, Gotthardbahn 4149, Deutsche Bank —,—, Disk.-Komm. 191,90, Dresdner Bank 161,00, Berl. Handelsges. 167,00, Bochumer Gußft. 260,70, Dort- munder Union —,—, Gelsenkirhen 195 40 Harpener 201,00, Hibernia —,—, Laurahütte 252,50, Portugiesen 23,30, Italien; LLttelmeerb. —,—, Schweizer Zentralbahn 142,50, do. Nordostbahn 93,30, do. nion 78,90," Italien, Méridionaux —,—, Schweizer Simplonbahn 84,90, Ptexikaner —,—, Italiener 92,70, 30% Reichs - Anleihe ——, Schu>ert —,—, Spanier 64,40, Türkenloose —,—, Allge- meine Elektrizitätögesellshaft —,—, Northern 73,40, Nationalbank “4 E, E O e P n, 23. Dezember. D, D, üböl Toko 55,00 pr. Mai 53,30, L A / / resden, 23, Dezember. (W. T. B.) 309% Sächs. Rente 85,30 34% do. Staatsanl. 97,80, Dresd. Stadtanl. v. 93 Boe Allgem. deutsche Kred. 196 50, Dresd. Kreditanstalt 129,75, Dréesöacr Bank 161 00, do. Bankverein 121,75, Leipziger do. —,—, Sähhsischer do. 137,50, Deutsche Straßenb. 156,50, Dresd, Straßenbahn 177,00, Da pl [S are Ges, ver. Elbe- und Saalesch. 150,00 Sähs.-Böhm. Daups|@iffahrts-Ges. 265,00, Dresd. Baugesellsh. 221,00. Letpzig, 23. Dezember. (W. T. B.) Schluß - Kurse. 839% Sächsische Rente 85,75, 34 9/6 do. Anleihe 97,80, Oesterreichische Banknoten 169,20, Zeitzer Paraffin- und Solaröl - Fabrik 126,00, Mansfelder Kuxe 1150,00, Leipziger Kreditanftalt-Aktien 196,60, Kredit- und Sparbank zu Leipzig 12309 Leipziger Bank-Aktien 17450, Leipziger Hypothekenbank 13900 Sächishe Bank- Aktien 138,50, Sächsishe Boden-Kredit-Anstalt 120,00, Leipziger Baumwollspinnerei-Aktien 176,50, Leipzizer Kammgarn Spinnereis Aftien 195,25, Kammgarnspinnerei Stöhr u. Co. 190,50, Wern- hausener Kammgarnspinnerei 57,00, Altenburger Aktien-Brauerei 214,00, Zuderraffinerie Halle-Aktien 109,00, „Kette“ Deutsche Elb- cifahrts - Aktien 83,60, Große Leipziger Straßenbahn 192,00, eipziger Elektrishe Straßenbahn 124,00, Thüringishe Gas- Gesells<afts-Aktien 256,00, Deutsche Spigen-Fabrik 216,00, Leipziger Elektrizitätswerke 116,00 Sächsishe Wollgarnfabrik vorm. Tittel u. Krüger 164 50, Elektr. Kleinbabn im Mansfelder Bergrevier 95,00, Bremen, 23. Dezember. (W, T. B.) Börsen-Schlupyber1ht, Raffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierung der Bremer Petro- leum-Börse.) Loko 8,45 Br. Schmalz, Fest. Wilcox in Tubs 307 &, Armour fhield tin Tubs 307 &, andere Marken in Doppel- Eimern 314—314 &$. Spe>. Fest. Short clear middl. loko 30} &S. Weis unverändert. Kaffee fes. Baumwolle stetig. Upland middl. loko 40 $. Tabad>. 81 Seronen Carmen. Kurse des Effekten-Makler-Vereins, 50%,/9 Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinneret-Akt. 205} Gd. Norddeutsche

Lloyd-Aktien 121# bez. Bremer Wollkämmerei 334 Gd.

Hamburg, 23. Dezember. (W. T. B.) Sthlup-Kurse. Hamb.

Kommerzb. 119,50, Bras. Bk. f. D. 165,00, Lübe>-B%ben 158,50,

A.-C. Guano-W. 108,70, Privatdiskont 64, Hamb. Patetf. 127,55, Nordd. Lloyd 122,00, Truft Dynam. 155,15, 3%/ Hamb. Staats- Anl, 86,10, 3F9/ do. Staatsr. 99,50, Vereinsbank 168,80, 69%/

. Chin. Gold-Anl. 10150, Schu>ert —, Hamburger Wechslerbank

11800, Breslauer Diskontobank 120,C0, Gold in Barren

pr. Kgr. 2790 Br., 2786 Gd., Silber in Barcen pr. Kgr.

80 00 Br., 79,50 Gd. Wechselnotiecungen: London lang 3 Monat 2921 Br., 20,17 Gd., 20,20 bez., London kurz 20,57 Br., 20,61 Gd., 20,54 bez, London Sicht 20,61 Br., 20,55 Gd,,

20,58 bez., Ämsfterdam 3 Monat 167,00 Br., 166,60 Gd., 167,00 bez., Oest, u. Ung. Bkpl. 3 Monat 166,40 Br., 165,80 Gd., 166,309 bez, Paris Sicht 81,15 Br., 80,85 Gd., 81,08 bez, St. Petersburg 3 Monat 211,75 Br., 211,25 Gd., 211,75 bez.,, New York Sicht 4,22 Bc., 4,19 Gd, 4,204 bez., New York 60 Tage Sicht 4,16 Br., 4,13 Gd., 4,15 bez,

Getreidemarkt. Weizen fill, holsteinisher loko 148— 152, Lnees st.l, med>lenburgisher loko neuer 144—148,

russisher loko ruhig, 108, Mais fill, 984. Hafer und Gerste ill, Rüböl fest, loko 51. Spiritus fill, pr. Dezbr. 201, pr Dezbr.-Jan. 20f, pr. Jan.-Febr. 20, pr. Febr.-März —. Kaffee nas, Es 2900 Sa>. Petroleum fest. Standard white ofo 8,35.

Kaffee. (NaGmittagsbeciht.) Good average Santos pr. De 2 Gd pr. März 33 Gd., pr. Mai 33} Gd., de Sept

344 Gd. Zud>ermarkt. (Shlußbericht.) Rüben - Robhzuder L. Produkt Basis 88 %/ Rendement neue Usance, frei an Tes amburg pr. Dezbr. 9,324. pr. Januar 9,35, pr. Februar 9,45, pr. März 9,524, pr. Mai 9,65, pr. August 9,85. Rubig.

Wien, 23. Dezember, (W. T. B.) (S<luß-Kurse.) Oester-

reibis<e 41/5%/, Papierrente 98,60, Oefsterreihishe Silberrente 98,30, Desterr. Goldrente 115,30, Desterreichishe Kronenrente 98,25, Ungarishe Goldrente 115,35, do. Kron.-A. 94,40, Oesterr. 60er Loose 136 00, Länderbank 231,00, Oefterr. Kredit 374,00, Unionbank 309,00, Ungar. Kceditb, 374 50 Wiener Bankverein 271,50, Böhmische Nordbahn 234 00, Buschtiehrader 601,00, Elbethalbahn 245,00, Ferd. Nordbahn 3049, Franzosen 320,00, Lemb.-Czernowiß 277,00, Lombarden 66 50, Nordwettbahn 236,50, Pardubigzer 193 00, Alp.-Montan 266 50, Amsterdam 100,20, Deutsche Pläße 59,10, Londoner Wechsel 121,50, Bes Wechsel 47,924, Napoleons 9,664, Marknoten 59,10, Russische

an?noten 1,273, Bulgar. (1892) 98 75, Brüxer 388,00, Tramway

—, Prager Eisen-Aktien 1167,00, Hirtenberger —, Bau- und Betriebs- gesellshaft Litt. A. 213,00, Litt. B. 206,00.

Getreidemarkt. Beizen pr. Frühjahr 8,14 GSd., 8,15 Br.

Roggen pr. Frühjahr 6,81 Gd., 6,82 Br. Mais pr. Mai-Juni 5,31 Gd., 5,32 Br. Hafer pr. Frühjabr 5,39 Gd., 5,40 Br. d

Ausweis der österr.-ungar. Staatsbahn erre Bildes i nder-

27. Dezember, 10 Uhr 50 Minuten Vormittags. (W. T. B.)

Ungarishe Kreditaktien 187,50, Oesterreichishe Kreditaktien 233,75, Pavierzen 13270, Lombarden 27,08, Elbetbalbahn 122,50, Oesterr,

avierrente 98,55, 4°%% ungar. Goldrente 96 41, Oesterr. Kronen- nleihe —,—, Ungar. Kronen - Anlethe 94,35, Marknoten 118,20,

Bankverein 135,00, Länderbank 115,75, Buschtiehrader Lätt. B, Aktien —,—, Türkishe Loose 127 75, Brüxer 391,00, Wiener Tramway —,—, Alvine Montan 267,50, Prager Eisenindustrie —. Bau- und Betriebs-Gesellshaft Litt. A. —,—, do. Litt. B. —,—.

Ausweis der österr.-ungar. Bank vom 23. Dezember. Ahs

und Zunahme gegen den Stand vom 15. Dezember. Notenumlau 683 987 000 Zun. 10111000, Silberkurant 106 994 000 Abu! 1 573 000, Goldbarren 383 715 000 Abn, 2 666 000, in Gold zablb. Wechsel 13 859 000 Abn. 4 256 000, Portefeuille 204 066 000 Zun. 21 (68 000, Lombard 29 978 000 Zun. 3 498 000, Hypotheken-Darlehne 148 133 000 Abn. 313 000, Pfandbriefe im Umlauf 145 490 000 Zun. 98 000, Steuerfreie Notenreserve 29 794 0C0 Abn. 16 892 000.

Budapest, 23. Dezember. (W.L. B.) Getretdemarkt. Weizen

loko fest, do, pr. April 7,99 Gd., 8,04 Br., pr. Okt. 8,05 Sd. 8,06 Br. Roggen pr. April 6,51 Gd., 6,53 Br. Hafer pr. April 5,08 Gd., 5,10 Br. Mais pr. Mai 1900 5,(3 Gd., 5,04 Br. Kobl- raps pr. August 11,80 Gd., 11,90 Br.

2 9/0 Konf. 98F, 39% Reihs-Anl 864, Preuß. 34 0 b af Gold-Anl. 837, 44 9/0 êufßi, R 28 L A Arg. A.

London, 23. Dezember. (W. T. B.) (S@hluß-Kurse.) Os

l, 89er Anl. 574}, 5 9% Chinesen 95}, 34 9% Egypter 96 do. 1C04, 34 2% R ees 62, Sal L 9% Rente 924 5 ole

Die Bank von England nimmt am 2. Januar 1900 Ange-

bote au auf 3 Millionen Pfund Sterling dreimonatiger, sehs- monatiger oder ¡zwöltmonatiger Shaßwec<hsel, wovon 2 Millionen zum Ersaß der am 6. Januar fälligen Schatwehsel und 1 Million gemäß dem dietjährigen Schwech E E R werden,

In die Bank flossen 127 000 Pfd. Sterl.