1875 / 256 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Das Abounement beträgt 4 A 30 S für das Bierteljahr.

Insertionspreis für den Raum einer Aru>zrile 30 S j (J E I IEN M

M i!

K E

eis ¿ Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen

j D AFPER 2 j Sestelung an; für Berlin außer den Post-Anstalten E Y | auch die Expedition: 8, Wilhelmstr. Nr. 32.

./ 2 25G.

Se. Majestät der König haben Allergnädigft geruht:

Dem Kreisgerichts-Rath a. D. und Bürgermeifter Müller zu Cöslin den Rothen Adler-Orden dritter Klasse mit der Schleife ; dem praftishen Arzt, Kreisphyfikus Dr. Risler zu Ploen, dem Gymnafial-Oberlehrer a. D. Dr. Ho< zu Münstereifel im Kreise Rheinbach, dem Gymnasial-Oberlehrer a. D. Dr. Thisquen zu Bonn, bisher zu Münstereifel, dem Regierungs-Afe}sor a. D. und Bürgermeister Tappen zu Goslar und dem Oberförster a. D. Lange daselbst, bisher zu Sievershausen am Solling, den Rothen Adler-Orden vierter Klasse; dem Kreisgerihts-Direktor, Geheimen Justiz-Rath von Michels zu Soest den Königlichen Kronen-Orden zweiter Klasse; dem Schullehrer Tarée zu Grohn im Kreise Osterholz, dem emeritirten Schullehrer und Küster Vorwerk zu Schmarse im Kreise Züllihau und dem Kreis- boten Heyde zu Gelnhausen das AUgemeine Ehrenzeichen; \o- wie dem Weinbergsbesißer und Ziegeleiarbeiter August Ebert zu Senftenberg im Kreise Calau, dem Malergehülfen Georg Reichert zu Soldin, dem Bauermwirth Friedri<h Stu, dem Bauersohn Friedri<h Büttner zmnd dem Bauerfohn August Büttner, leztere Drei zu Niewi? im Kreise Lübben, die Ret- tungs-Medaille am Bande zu v“? hen,

Vebenócn {i S das Bud Se. Majestät der Könss vor Ablauf didigfi gerußt:

Dem Lehrer Engel ¿sisorishe Zustände & Bezirk Unter-

Elsaß den Königlichen Kro1{ungen zu bes!zuniäe zu verleihen. len Berichterstade für 1 Verzeity-»—

eshi>t, damit-ofern Relaÿe. legen können. pas Deutsí a gelangen s / Zu der vom Reichekanzleite de Le S Æ zum inter- nationalen Signalbuche ht D A „Amtlichen Liste der Schiffe der deutschen Kriegs® F „«üdelsmarine mit ihren Unterscheidungs - Sigunalen für S“ ist soeben der dritte Nachtrag erschienen.

Elsaß-Lothringen. Ber oatmagGung. 21. d. M. siattg-fundenen Ausloosung der auf 10, Juni 1872 (Gef. Bl. pro 1872 S. 171) _Landes-Obligationen folzende Nummern gezogen

Bei der am Grund des Geseßcs vom ausgegebenen elsaß-lothringischen der Serien 1872, 1873 und 1874 sind worden :

Serie 1872,

bligationen über 1000 Fr. Nr. 239 244 286 431 468

574 632 877 878 892 1067 1158 1245 1469 1521 1626 1709 2156

2180 2430 2432 2440 2543 2659 2676 3011- 3212 3305 3328 3370

3418 3479 3532 3575 3631 36839 3649 3665 3701 3762 3828 3832 4091 4351 4365 4607 4644, zusammen 47 Stü> über 47,0€0 Fr.

b, Obligationen über 500 Fr. Nr. 11 und 27, zusammen 2 Stü> über 1000 Fr.

c. Obligationen über 100 Fr. Nr. 15, 1 Stü> über 1(0 Fr.

a. O 2 _-

Serie 1873.

a. Obligationen über 1000 Fr. Nr. 4779 4841 5063 5110 5206 5324 5395 5523 5601 5626 5694 5905 6139 6185 6441 6491 6515 6534 6707 6769 6850 7140 7270 7275 7429 7506 7725 7799 8038 8431 8682 8805 8950 90920 96073 9133 9206 9382 9436 9460 9501 9566 9716 9735 9840 9913 10,212 10,215 710,538 10,542 10,709 10,900 10,952 11,076 11,314 11,329 11,532 11,757 11,818 11,860 12,219 12,238 12,422 12,569 12,578 12,621 12,732 12,899 12,969 13,025 13,386 13,551 13,636 13,649 13,689 13,707 13,780 13,939 14,023 14,100 14,123 14206 14,392 14,480 14,544 14571, zusammen 95 Stü> über 95,000 Fr.

b. Obligationen über 500 Fr. Nr. 47 67 68 97 115 165 192 28 224 und 242, zusammen 10 Stü> über 5000 Fr.

c. Obligationen über 100 Fr. Nr. 165 166 239 276 und 304, zusammen 5 Stü> über 500 Fr.

Serie 1874.

a, Obligationen über 1000 Fr. Nr. 14,721 14,751-14,817 14,902 14,997 15,045 15,107 15,342 und 15,416, zusammen 9 Stü über 9000 Fr.

b. Obligationen über 500 Fr. Nr. 467 und 473, zusammen 2 Stück über 1006 Fr.

e, Obligationen über 100 Fr. Nr. 336 und 498, zusammen 2 Stü> über 200 Fr.

Die Auszahlung des Kapitalbetrages der ausgeloosten Obliga- tionen erfolgt na<h S. 22 des oben bezeichneten Geseßes vom 2. Ja- nuar 1876 an gegen Rü>gabe der Obligationen und der dazu gehßs- rigen, no< nit verfallenen Zinscoupons (Nr. 8 bis inkl. 20 mit Talon). Der Betrag fehlender Zirécoupons wird am Kapital ge- kürzt. Die Verzinsung der autgeioosten Obligationen endet mit dem Schluß des laufenden Jahres. Die Einlösung der Obligationen wird dur die Bezirks-Hauptkassen in Straßburg, in Colmar und in Meß, sowie dur< die Ober-Postkassen in Cöln und Frankfurt a./M. bewirkt. Zuglei wird hierdur< bekannt gemacht, daß von den im Jahre 1873 und 1874 ausgeloosten Obligationen bis jeßt no< ni<t zur Einlösung cingereiht worden find die Nummern: 1838 4010 4184 4948 4956 5114 5411 64909 7216 8107 8109 8898 10,347" 10,655 11,441 12,075 12,096 12,487 12,590 12,611 13,184 13,190 und 13,352 à 1000 Fr., Nr. 7 19 75 und 126 à 500 Fr. und Nr. 8 23 32 40 41 64 und 138 à 100 Fr.

Straßburg, den 23, Oktober 1875. _

Der Ober-Präfident von Elsaß-Lcthringen. v. Moeller.

5043 5055 6082 6096 7219 7255

Berlin, Montag,

13,274 13,277 13,364-}-

4, Plenarsizung des Deutschen Reichstages Dienstag, den 2, November 1875, Nachmittags 1 Uhr.

Tagesordnung:

rste und zweite Berathung des Geseßentwurfs, betr. die Abänderung des $. 4 des Gesehes über das Posiwesen des Deutschen Reiches vom 28. Oktober 1871. Erste und zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Errihtung von Marf- steinen. Erste und zweite Berathung des Freundschafts-, Handels- und Schiffahrtsvertrages zwishen dem Deutschen Kaiser, Könige von Preußen 2c. im Namen des Deutschen Reiches und dem Freistaate Cofta Rica. Erfte und zweite Berathung des Gesezentwurfs zur Ausführung des Impfgesezes vom 8. April 1874. Erste und zweites Berathung des Geseß- entwurfs, betr. die Kosten der Unterbringung verurtheilter Per- sonen in ein Arbeitshaus. Erste und zweite Berathung des Gesezentwurfs, betr. die Abänderung des Dekrets vom 29. De- zember 1851 über Schankwirthschaften.

Königreich Preußen

Se. Majestät der König haben Allergnädigft geruht:

Den Regierungs-Rath Mersmann zu Stettin zum Ober- Regierungs-Rath ;

Den Regierungs-Afsessor Victor von Tepper-Las ki zum Landrath des Kreises Schlochau ;

Den bisherigen Appellationsgerihts-Rath von Lossow zu Bromberg zum Militär-Intendantur-Rath;

Den bisherigen außerordentlihen Professor an der Univer- fität zu Bonn Dr. Theodor Zin>e zum ordentlihen Pro- fessor in der philofophishen Fakultät der Universität zu Marburg; und

Den Oberlehrer am Pädagogium des Klosters U. L. Fr. in Magdeburg, Profeffor Dr. Alfred Eberhard, zun Direk- tor des Gymnasiums in DuishyrF zl eris

Dem ocrelsgétiis:Virbttac Xrausgaar M Marburg den Charafïter als Geheimer Justiz-Rath; sowie

Dem Gerichtskassen- und Deposital-Rendanten Kuß bei dem Kommerz- und Admiralitäts-Kollegium zu Königsberg i. Pr. den Charakter als Rehnungs-Rath zu verleihen; und

Der Wahl des Oberlehïers Dr. Schulze bei der Real- \<ule in Harburg zum Direktor derselben Anstalt die Allerhöchste Bestätigung zu ertheilen,

Kriegs-Ministerium. Der Militär-Intendantur-Rath von Lossow ist der Inten- dantur 1. Armee-Corps überwiesen worden.

Finanz-Ministerium.

Der Ober-Regierungs-Rath von Helmolt zu Danzig ist an die Provinzial-Steuerdirektion zu Münster verseßt und dem Ober - Regierungs - Rath Mersmann die Stelle des Ober- Regierungs-Raths bei der Provinzial-Steue rdirektion zu Danzig übertragen.

Dem Ober-ZoU-Inspektor Regierungs-Afefsor Triest zu Cleve -ift die Stelle êînes Mitgliedes der Provinzial-Steuer- Direktion zu Stettin übertragen worden.

Ministerium der geistlihen, Unterrichis- und Medizinal-Angelegenheiten. Der bisherige Gymnasiallehrer und kommissarishe Kreis- Schulinspektor Dr. Gregor Rhode in Falkenberg und der

:bisherige Seminarlehrer und kommissarische Kreis-Schulinspektor

Nikolaus Paftuszyk in Lubliniz find zu Kreis - Schul- inspektoren im Regierungsbezirk Oppeln;

Die bisherigen kommissarishen Kreis - Schulinspektoren Bernhard Zumloh in Dortmund, Hermann Schräder in Olpe und Joseph Schürholz in Brilon zu Kreis-Schul=- inspektoren im Regierungsbezirk Arnsberg ernannt worden.

Am Gymnafium in Marienwerder ift der ordentlihe Lehrer Guftav Hennig zum Oberlehrer befördert worden.

Der ordentliche Semirtarlehrer Jonas zu Exin is in gleiher Eigenschaft an das Schullehrer-Seminar zu Oppeln ver- seßt worden.

Ministerium des Junern.

Des Königs Majeftät haben die Zusammenberufung des Kommunallandtages der Hohenzollern - Lande zur Erledigung von Geschäften zum 14. November d. I. nah der Stadt Sigmaringen zu genehmigen geruht.

Abgereist: Se. Excellenz der Wirklihe Geheime Rath, Präsident des Reichs-Oberhandelsgerichts Dr. Pape.

L

Poliklinik für M er Eten in der Königlichen arité, Der klinis<e Kursus beginnt am 1. November. Meldungen tägli< von 12—1 Uhr. Unbemittelte erhalten fceie Arznei. Berlin, den 29, Oktober 1875. ; / Professor Dr. Heñoch, dirigirender Arzt.

den 1, November, Abends,

Nichtamiliches. Deutsches Neich.

Preußen. Berlin, 1. November. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen heute im Beisein Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen August von Württemberg und des Stadt=- Kommandanten, Generals von Neumann, militärishe Meldunger und später den Vortrag des Geheimen Kabinets-Raths . von Wilmowski entgegen.

Se. Kaiserli<he und Königliche Hoheit der Kronprinz begab Sih vorgestern Nachmittags mit dem Zuge um 4x Uhr von Potsdam nach Berlin, stattete Sr. Majestät dem Kaiser und Könige einen Besu<h ab und kehrte Abends 7F7 Uhr nah dem Neuen Palais zurü.

Wie wir vernehmen, find bei Gelegenheit des Besuches Sr. Majestät des Kaisers und Königs in Mailand die entsprechenden Einleitungen verabredet worden, um den zwischen Deutschland und Italien bestehenden engen Beziehungen dur< Erhebung der beiderseitigen Gesandtschaften zum Range von Botschaften besonderen Ausdru> zu geben.

Das Deutsche Reih würde demna<h künftig in Rom, wie bisher {hon in Petersbnrg, Wien, London, Paris und Kon= ftantinopel dur einen Botschafter vertreten werden.

In der Sizung des Bundesraths vom 30. v. M. wurde eine Nachweisung der den Bundesstaaten bis Ende Sepa iember d. I. überwiesenen Beträge an Silber-, Ni>el- und Kupfermünzen, und ein Antrag, betreffend die Registerführung über Postgüter bei den Zolbehörden, vorgelegt.

Aus\hußberihie wurden erstattet über die Gesehent= würfe, betreffend das Urßheberreßht an Kunstwerken, arm Mustern und Modellen und den Schugz der Photogra= phien; über den Antrag auf Verstärkung der Reichskassen=a scheine zu 50 4; die Errichtung von Reichsbank-Hauptstellen ; Die Gintvs: My der Sächsischen Bank. Statut-Aenderungen der Franfkfürter Bank; den Etlüoar5 eines Géstges übrr- ders Invalidenfonds und den Etat des Auswärtigen Amts.

Endlich wurde eine Reihe von Eingaben vorgelegt.

Der Ausschuß des Bundesraths für Iuftizwesen hielt gestern und heute Sizungen.

Am 27. v. Mts. ift in Heidelberg der Kaiserlihe außer= ordentlihe Gesandte und bevollmächtigte Minister am Königlich \{<wedis{<-norwegishen Hofe, Mitglied des Herrenhauses, Herc Friedrich von Eihmann, den schweren Leiden, wel<he ihn seit dem Mai d. I, an das Krankenlager fesselten, im 49. Lebensjahre erlegen, Der Auswärtige Dienst des Reiches verliert in dem so früh Verstorbênen einen Vertreter von außergewöhnliher Begabung, bewährtem Patriotismus und reicher, au< dur< wissenschaftlihe Leisiungen dargelegter Er- fahrung. Herr von Eihmann (Sohn des hochbetagten, hier lebenden Wirklichen Geheimen Raths und vormaligen Ober= Präsidenten Eichmann) gehörte seit dem Jahre 1848 der diplomatischen Carriere an und hat, na<hdem er längere Zeit in der politis<hen Abtheilung des preußishen Auëwärtigen Amts und namentli<h als Legations-Sekretär und Geschäftsträger in Konstantinopel mit Auszeihnung thätig gewesen, seit denr Jahre 1862 na<h einander die Posten eines Gesandten i Rio de Janeiro, Dresden, Konstantinopel und Sto>holm bea Fleidet. Zeichen der Allerhöchsten Anerkennung für seine aus=2 gezeihneten Dienste sind dem Verewigten wiederholt zu Theil gea worden ; im verflossenen Jahre wurde ihm bei Gelegenheit seiner Verseßung von Konstantinopel der Rothe Adler-Orden_ zweiter Klasse mit dem Stern verliehen.

Dur einén Cirkular-Erlaß vom 8. d. M. find der Finanz-Minifter und der Minister des Innern der von einer Bezir ksregierung ausgeführten Ansicht, daß der Gesellshaft N. die Erläubniß zur Ausführung von mimischen Dar= ftellungenausdemalten undneuen Testamente, nament lih aus der Lebens- und Leidensgeschichte Jesu, nah den bea stehenden Gesezen niht habe versagt werden können, nicht bei= getreten. Wenn auh die Ertheilung von Legitimations\scheinen zu gewerblihen Schauftelunga na<h $8. 55 ff. der Gewerbe-Ordnung vom 21. Juni 1869 nur in den im $8. 57 bez zeihneten Fällen zu verweigern is, so folgt na<h Ansicht der Minister doch hieraus niht, daß Diejenigen, welche einen Legi= timations\{ein zu Schaustellungen, insbesondere zu mimischen Darstellungen erlangt Haben, beliebige Darstellungen ohne alle Rückscht darauf, ob das Dargestellte sich feinem Inhalte nah in polizeiliher Beziehung zur Darstellung eignet, geben dürfen. Jn der unter dem 4. September 1869 erlassenen Anweisung zur Ausführung der Gewerbe-Ordnung vom 21. Juni 1869 sei (M. Bl. der inneren Verwaltung S. 202, im Eingange) darauf hingewiesen worden, daß die Gewerbe-Ordnung, indem fie die Berehtigung zum Gewerbe= betriebe grunbsäglih keinen anderen, als den von ihr ausdrüd>=a lih hervorgehobenen Beshränkungen unterwirft, niht beabsichtige, die Gewerbetreibenden von der Beachtung derjenigen Beschrän= kungen zu entbinden, wel<he fi< aus allgemeinen polizeilichen, theils in Gesegen, theils in Verordnungen der Behörden ent- haltenen Vorschriften ergeben, und die für Jedermann, er mag ein Gewerbe üeiben oder ni<ht, Anwendung finden. Dieser