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politischen und sozialen Veränderungei, die jene Erfindungen hervorgebracht haben, nur noh begreiflicher machen. Das erste Jahrhundert des Dampfes \{<ließt ab mit einem Bestande vou ca. 200,000, über die ganze Erde zerfireuten Dampfmaschinen aller Art von mehr als 12 Millionen Pferdestärken, die der stetigen Kraft von ca. 100 Millionen fleißigen, arbeitsamen Menschen entsprehen. ‘Wer vermag zu behaupten, daß ein zweites Jahrhundert nicht ähnliche Siege über die Natur zu ver- geihnen habe? Wie viel besser hat man niht Metalle, Steine, Thon, Glas, Holz und andere Stoffe zu verarbeiten gelernt, seitdem die rohesten Werkzeuge und Vorrihtungen zur Ver- edlung derselben zu den vollkommensten Arbeitsmaschinen und Apparaten ausgebildet worden sind! Registrirt ja do<h die neuere Industriegeschichte bereits eine ganze Reihe hoher und höchster Triumphe der Mechanik: den Jacquard- oder Muster-Wehb- stuhl und den Maschinen- oder Kraft-Webstuhl, denen \i< in geistreiher Erfindung und segensreiher Wirkung die Kämm- maschine, der mehanishe Strumpfstuhl, die Sti>kmaschine, die Nähmaschine, die Walzen-DruEmaschine, die Papiermaschine, die Schnellpresse, das Walzwerk, der Dampfhammer u. st. w. würdig anreihen,

Leider aber ‘befindet \si<h die Kenntniß der Ausrüstung der Völker mit Waffen des Friedens nöch sehr in der Kindheit, und nur erft in neuester Zeit haben insbesondere England und die Vereinigten Staaten von Amerika angefangen, ihr eine größere Beachtung zu \{<enken und ihre Gewerbestatistik au<h auf die sorgsame und umfassende Ermittelung der Arbeitsmaschinen und Werkzeuge zu erstre>en.

In Berü>sihtigung der hohen Wichtigkeit internationaler Kenntniß solher Ausrüstung hat, auf deutsche Anregung, der internationale statistische Kongreß unlängst angegeben, nah welhen Formen und Grundsägen die Gewerbestatistik in den einzelnen Kulturstaaten, behufs übereinstimmender Erhebung und leichterer Vergleihung ihrer produktiven Kräfte, aufgemacht werden möchte. Die am 1. Dezember d. I. in Deutschland be- vorstehende Erhebung bewegt fih ganz in diesem Rahmen.

Es sollen hierdur< die Haupt-Charakterzüge der kleinen und der großen Industrie, sowie die gegenwärtige te<hnis<he und soziale Bedeutung“ jedes einzelnen Industriezweiges er- mittelt werden. In Erfahrung soll gebra<ht werden, wie viel Per- sonen beschäftigen fich mit der Beschaffung vonNahrung, Kleidung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, kurz mit allem Dem, was der Mens zur Lebensnothdurft und Annehmlichkeit gebraucht, und in welcher sozialen Stellung befinden sie sih hierbei, d. h. find die Personen selbständige Gewerbtreibende, oder Gehülfen, oder Lehrlinge, oder au< nur gewöhnliche Tagearbeiter ;" welchen Altersklassen gehören die unselbständigen Gewerbtreibenden an, stehen sie allein oder sind fie verheirathet u. \. w. Wissen will man, wie und wiesehr die gewerbfleißige Bevölkerung von den in Umtriebs- und Arbeitsmaschinen dienstbar gemachten Naturkräften unterstüßt wird ; in welhen Gewerben der Großbetricb und in welchen anderen der Kleinbetrieb vorherr\{t ; ob lokale oder technische Umstände nothwendig hier mehr die eine, dort mehr die andere Unter- nehmungsform bedingen, und in wel<hem Maße der Reichthum ober die Armuth des Bodens und andere natürlihe Faktoren einen Aufshwung oder aber einen Rücgang der Produktion in den einzelnen Provinzen, Bezirken, Kreisen und Orten des Staates bedingen u. \. w.

Aus den Antworten auf einige wenige Fragen, welche theils in den Zählkarten, theils in besonderen Gewerbe-Fragebogen an die selbständigen Gewerbtreibenden werden gerihtet werden, läßt sih die Belehrung über alle diese wissenswerthen Punkte \{öpfen. Wenn Jeder, der eine solhe Karte oder einen solchen Fragebogen erhält, der Auskunft, um die er ersucht wird, nur einige Aufmerk- samkeit widmet und dabei namentli<h dessen eingedenk is, daß jede Antwort ein Baustein ist zu einem unvergänglichen Kultur- denkmal unseres Volkes und unserer Zeit, \o is niht daran zu zweifeln, daß der in Preußen von der amtlichen Statistik \{hon so oft vertrauensvoll betretene Weg der direkten Befragung der Bevölkerung au bei der diesmaligen Aufnahme zu einem guten Ziele führen, und daß das große nationale Werk einer deutschen Volks- und Gewerbezählung in Preußen eben \o trefflih gelin- gen werde, wie in irgend einem anderen deutschen Staate.

Es wird nicht verabsäumt werden, Einzelnen, welchen die Beantwortung der gestellten Fragen Schwierigkeiten bereiten sollte, mit Rath und That zu Hülfe zu kommen. Daß dies Seitens der Behörden, welche die Aufnahme leiten, und Seitens der Zählungskommissionen, welche fie ausführen, geschehe, versteht si< von selbs, Aber auch die zahlreichen, bei- nahe 80,000 Mitglieder zählenden Gewerbe- und ähnlichen Ver- eine im Lande sind ersu<t worden, insbesondere der Gewerbe- gählung dieses Jahres ihre guten Dienste zu Theil werden zu

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lassen. Mehrere sehr bedeutende Vereine dieser Art find jetzt \hon bereitwilligst auf dieses Ersuchen eingegangen. Nicht min- der darf wohl au von den Zählern, dur deren treue und umsichtige Hülfe die Zählung von 1871 so gut gelungen ist, im Jahre 1875 ein Gleihes erwartet werden, Nehmen \si< au no< die Presse - und das Vereinswesen im Allgemeinen der Sache thätig und förderlih an, dann wird das Königlich preu- ßische ftatistishe Bureau \{on wenige Monate nah der Auf- nahme im Stande sein, in Zahlen die industrielle Machtstufe zu bezeihnen, welhe das preußische Vol? gegenüber den übrigen gewerbtreibenden Völkern einnimmt, Königliches! statistishes Bureau. Dr. Engel.

Die Publikationen der deutshen Ge im Jahre 1874. Ï

Auch im verflossenen Jahre haben die zahlreichen historischen

Vereine, welche in den verschiedenen Landschaften Deutschlands, im Norden wie im Süden, bestehen, eine erfreuliche Thätigkeit entwi>elt und dur<h Herausgabe von Urkundèn, Chronifen und Abhandlung-n zur Belebung und Förderung der vaterländischen Spezialgeschichte wesentlih beigetragen. Alle jene, in den ver- schiedenen Vereinsscriften veröffentlichten Abhandlungen werden aber, insofern sie geschichtlihen Inhaltes sind, in dem demnächst erscheinenden „Jahresbericht über die historische Literatur“ des Deuschen Reichs und seiner Fürstenhäuser“ aufgeführt werden. Aus diesem Grunde beshränken wir uns darauf, in Nachstehen- dem nur auf einige Arbeiten, die ein allgemeineres Interesse beanspruchen dürften, aufmerksam zu machen, “In der philosophis{<-historis<en Abtheilung der Abhandlungen der Schlesischen Gesellschaft für vaterländis<he Kultur wird vom Archivrath Dr. Grün- hagen „Dr. Sam. Gottl. Scholyß's Schweidni her Tagebuch aus dem erften \{lesishen Kriege“ mitgetheilt. Dieses Tagebuch, das vom 1. Januar 1741 bis zum 14. Iuni 1742 reiht, schildert das erjte Fahr der \<hlesishen Kriege, wo in der dem Kriegs\chauplaze nahe gelegenen Stadt Schweidniß die beiden nah den beiden Konfessionen gruppirten Parteien ' einander arg- wöhnis< beobachteten, Die Schilderung ist lebendig, aber dabei immer maßvoll und macht dur<gängig den Eindru> großer Zu- verlässigkeit; das Tagebuch berihtet über das Auftreten Fried- ris 1]. in Schweidniß, über die Zeit nach der Mollwißzer Schlacht, dann die Tage größter Spannung im Anfang August, wo der ôsterreichishe Feldherr Neipperg, aus seinem Lager bei Grottkau aufbrechend, dur einen Flankenmarsh das preußische Heer zu umgehen und Schweidniz zu bedrohen Miene machte. Ueber die Einnahme des Städthens Zobten am 31. Iuli dur die Oesterreicher enthält das Tagebuch eine genaue Schilderung nah den Berichten von Augenzeugen, ebenso über die Huldigung der Stadt Schweidnig.

Der 9. Jahrgang der „Ges\schichtsblätter für Stadt und Land Magdeburg“ bietet neues Quellenmaterial über die Geschichte des 30 jährigen Krieges dar. Staatsarchivar Dr. Göße veröffentliht „Stimmen von Zeitgenossen über die Katastrophe Magdeburgs im Jahre 1631.“ Der Auffaz bringt zunächst ein im Idsteiner Staatsarchiv verwahrtes Schreiben an einen Studirenden in Herborn über die Zerstörung Magdeburgs, welches die Entstehung der großen Feuersbrunst darauf zurü>führt, daß die Bürger ihre Häuser aus Desperation selbs in Brand geste>t hâtten. Der Verfasser, Protestant, hat die Nachrichten darüber auf eir.er Reise von Leipzig nah Frankfurt a. M. erfahren. An das S reiben \<{ließen \i< die Artikely von 3 bisher unbe- kannten Zeitungsblättern (Frankfurtern und holländischen) an, welche unmittelbar nah der Einnahme Magdeburgs erschienen. Dr. Holstein theilt die eigenhändig geschriebenen Berichte des Magdeburger Bürgermeisters Otto v. Gueri>e über seine Ge- sandtschaftsreisen von 1642—1646 mit. Dieselben find weit reih- haltiger, als die in Hoffmanns Biographie O. v. Gueri>e's ge- gebenen Berichte und zur Kenntniß der Geschichte des 30 jährigen Krieges und ihrer diplomatischen Verhandlungen von Wichtigkeit. Pastor Winter liefert außer Mittheilungen über die Städte Schönebe> und Salze im 30 jährigen Kriege, welhe den Akten der dortigen Rathsarchive entnommen find, besonders werthvolle gleichzeitige Aufzeihnungen des Pastors Möser aus Staßfurt über die Ereignisse des Krieges, soweit sie Staßfurt und die weitere Umgegend betrafen. Dieselben reihen bis zum Jahre 1639 und sind mit seltener Genauigkeit und Ausführlichkeit abgefaßt. Der Zug des Königs Gustav Adolf von Schweden im Jahre 1631 ist von Möser meistentheils \päter nachgetragen.

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Besondere Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger. 7 44 vom 10. November 1875.

N “Inhalt: Chronik des Deutschen Reiches.

4 Zum 10, November.

“Wesen und Bedeutung der Volks. und Gewerberäblung am

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Chronik des Deutschen Reiches.

15. August. Nachdem der vormalige Bischof von Pader- born, Dr. Martin, sih aus der ihm auf Grund des Reichsgesetzes vom 4. Mai d. I. zum Aufenthalt angewiesenen Stadt Wesel ohne Erlaubniß entfernt hatte, wird derselbe durh eine Ver- fügung der preußischen Minister des Innern und der geistlihen 2c. Angelegenheiten der preußischen Staatsangehörigkeit verlustig

erklärt.

19. August. Hermann Ebel, Professor für vergleichende Sprachforshung an der Universität Berlin, stirbt zu Misdroy.

29. August. Eröffnung der Sizungen des lustitat de droit international im Haag.

29. ‘August. Der Kronprinz des Deutschen Reichs trifft zur Inspizirung des XU[. (Königlich württembergischen) Armee-Corps in Stuttgart ein.

Der bayerishe General der Infanterie z. D., Baptist von Stephan, stirbt.

Eröffnung des Provinzial-Landtages in Düsseldorf.

30.—31. August. XVI, Hauptoersamml'ung des Vereins deutscher Ingenieure in Aachen.

31. August. Der Königlich sächsische Geheime Hofrath Dr. Oscar Peschel, ordentlicher Professor an der Universität Leipzig, stirbt.

1. September. Die Reichstags-Kommission zur Vorbera- thung der Entwürfe eines Gerichtsverfassungsgesezes, einer Straf- prozeßordnung und einer Civilprozeßordnung nebs Einführungs- gesehen, tritt nah mehrwöchentlicher Ruhepause in Berlin wieder zusammen.

1.—4. September. München.

XXII, Generalversammlung der (römischen) Katholiken Deutschlands in Freiburg.

2. September. Feier des nationalen Fesitages in allen Ge- genden des Deutschen Reichs. Festmahl zu Ehren des Kron- prinzen des Deutschen Reichs im Rathhause zu Augsburg.

2.—T7. September. Der Kronprinz des Deutschen Reichs in- [pat das 1. bayerische Armee-Corps. Feldmanöver bei Schroben-

ausen.

9. September. 6. Verbandstag des \ächsis{h-anhaltischen Feuerwehrverbandes in Zerbst.

AVI. volfkswirthshaftli<her Kongreß in

Zum 10. November.

Der lebhaften Theilnahme für biographische und memoiren- artige Publikationen hervorragender deutsher Männer verdanken wir neuerdings zwei literarishe Gaben, die unter den Titeln: „D. Martin Luthers Tischreden und Colloquia*)“ und „Geschäftsbriefe Schillers **)“ erschienen find. 2

Am 10. November, dem Geburtstage der beiden Männer, deren Andenken sie gewidmet sind, möge auf beide Bücher die Aufmerksamkeit der Freunde der deutschen Literatur hingelenkt werden.

In den „Tischreden D. Martin Luthers“ bietet der un- genannt gebliebene Herausgeber den Lesern ein Werk dar, das zwar nicht seinem Inhalt, wohl aber der Auswahl und Anord- nung nah den Werth einer neuen Publikation beanspruchen darf.

i Von Freunden, Hausgenossen und Gästen des deutschen Reformators wurden die bei mannigfachen Gelegenheiten von ihm geführten Gespräche zunächst nux als Erinnerungen an ge- meinsam mit ihm verlebte Stunden aus dem Gedächtniß auf- gezeichnet. In der Absicht Luthers lag eine Veröffentlihung derselben durchaus ni<t; es i vielmehr sein ausdrü>li<h aus-

*) „D, Martin Luthers Tischreden oder Colloquia so er iu vielen Jahren gegen gelahrten Leuten, auh fremden Gästen und jeinen Tischgesellen geführet, in Auswahl für das deutshe Volk.“ Berlin. Verlag von F. Berggold. 1876. 5

**) „Geschäftsbriefe Schillers“. Gesammelt, erläutert uud her- ausgegeben von Karl Gödeke. Leipzig, Verlag von Veit u. Comp. 1875.

1. Dezember d. J. Die Publikationen der deutshen Geschichtsvereine im Jahre 1874. I.

gesprochener Wunsch, daß man „nicht etwas herausgeben möchte von seinen Gedanken, so man entweder bei seinem Leben mit List entwendet und gestohlen oder welhes, wenn er todt sei, {on vorher Jemand mitgetheilt worden sei.“ Bei der Bedeu- tung seiner Persönlichkeit aber und bei der Verehrung, deren Luther genoß, konnte es nit fehlen, daß jene hierhin und dort- hin zerstreuten „Colloquien“ denno< gesammelt und gedru>t wurden. Das Bild des Mannes, seines Charakters und semer Denkweise hat dadur so viele lebensvolle Züge gewonnen, daß der Vorwurf gegen Diejenigen, die wider Luthers Willen fehl ten, sih in aufrihtigen Dank verwandeln muß.

Kaum ein Gebiet des geistigèn Lebens bleibt in diesen ge- legentlichen Reden unberührt, und wenngleich es selbstverständ- lih ist, daß uns keineswegs durhweg ihr genauer und ursprüng- liher Wortlaut erhalten blieb, so offenbaren fie doch in ihrer gesammten Betrachtungsweise und in der eigenthümlichen Fär- bung des Ausdru>s das innerste Wesen des Mannes, das bei ihrer Lektüre in unmittelbarer Lebendigkeit vor uns wiederersteht. Durch die hier und da unterlaufenden irrthümlichen, der ganzen Zeitperiode angehörigen und erst dur spätere Forschung berich- tigten Anshauungen kann dasselbe für den Kundigen ebenso wenig entstellt werden oder an seiner seltenen Größe verlieren, wie dur die dem heutigen Geshma> gegenüber allerdings oft allzu derb erscheinende Sprache, die niht minder in dem Charakter des Jahrhunderts begründet ist, dem Luther angehörte. Für die von Grund aus gesunde, urwüchsig kräftige Art des Mannes bezeichnend i die stets frische, bald gemüthvoll ernste, bald scherzend humoristishe Einkleidung der Gedanken, die den Tischreden ihr bestimmt ausgesprochenes individuelles Gepräge und damit ihren besonderen, die Zeit ihres Ursprungs weit über- dauernden Reiz verleiht.

Als eine <arakteristishe Probe ihrer Ausdru>sweise mag hier das Lob einen Plaß finden, das Luther der von ihm innig geliebten Musik ertheilt: : i

„Der \{önsten und herrlihsten Gaben Gottes eine ist die Musica. Der i} der Satan sehr feind, damit man viel An- fehtungen und böse Gedanken vertreibet. Der Teufel ‘erharret ihr ni<ht. Musica i} der besten Künsten eine. Die Noten machen den Text lebendig, Sie verjagt den Geist der Traurig- keit, wie man am Könige Saul fiehet.“

rMusica ift das beste Labsal einem betrübten Menschen, dadur das Herze wieder zufrieden, erqui>t und erfrischt wird; wie der sagt beym Virgilio: Tau calamos inflare leves, ego dicere versus; Singe du die Noten, so will ih den Text singen.

Mufica if eine halbe Disciplin und Zuchtmeisterin, so die Leute gelinder und sanftmüthiger, sittsamer und vernünftiger machet.“

V tf habe ih allzeit lieb gehabt. Wer diese Kunst kann der ift guter Art, zu Allem geshi>t. Man muß Musicam von Noth wegen in Schulen behalten. Ein Schulmeister muß fingen können, sonst sehe ih ihn niht an. Man soll s junge Gesellen zum Predigtamt niht verordnen, fie haben sih denn in der Schule wol versucht und geübet.

„Die Mufica i eine \{<öne herrlihe Gabe Gottes, und nahe der Theologie. Ih wollt mi< meiner geringen Musfica niht um was Großes verzeihen. Die Jugend soll man stets zu dieser Kunst gewöhnen, denn fie mat feine geschi>te Leute.

Mit gleih warmer Begeisterung preisen die Tischreden zu wiederholten Malen das fromme und tugendsame Weib, das „ein seltsam Gut, viel edler und köstlicher als eine Perle“ ist. Von dem Ehestand aber sagt Luther in einem der \{önsten Gespräche: : : E

„Ah, lieber Herr Gott, die Ehe ift nit ein natürlih Ding, sondern Gottes Gabe, das allersüßeste und lieblichste, ja keuschefte Leben, uber allen Côlibat und allein, ohne Ehe, leben, wenn es wol geräth; da es aber au übel geräth, so ists die Hölle. R Doch, wenn diese drey Stü> im Ehestande bleiben, nehmlih Treu und Glauben, Kinder und Leibesfrüchte, und Sakrament, daß mans fur ein heilig Ding und göttlichen Stand hält, so ists gar ein seliger Stand. y :

Ach, wie herzlih \ehnete ih mih nah den Meinen, da 0 zu Schmalkalden todtkrank lag! Ih meinete, ih würde Wei