1875 / 276 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

möchte ih Sie biit, U A, das ne< d. "f große Vortheil hat, daß es die Besteuerung

deæ Minister-Präsident kann nicht einen Nahtwächter er,enüén, éë hat immer nur zu bitten, zu bes<wören und zu verw,tteln, wenn Meinungsverschiedenheiten find, aber zu sagen hat er Tgen gar nichts. Zu eincr so undankbaren Rolle, wie die eines M mister Präsidenten în einem kollegialis< wirkenden Ministerium if würde ih mi, wenn i nicht gewohnt wäre, aus alter Anhänglis-feit mi< den Wünichen meines Königs Und Herrn zu fügen, unte; keinen Umständen weiter hergeben. So undankbar, so machtlos, so ohnmächtig und dabei doch so s{<wer verantwortlih ist diese Rolle. Verantworilih kann man eben nur sein für das, was man selbst freiwillig thut; ein Kollegium ist für nihts vecantwortlih, au< dic Majorität nicht, sie ist später nicht aufzufir.den. Man sagt, der einzelne Refsort- Minister sei da verantwortli<. Wo ist aber ein Ressort fo geson- dert, daß es nicht der Mitwirkung von zweien und dreien anderen zur Durchführung seiner Maßregeln und Plane brauchte, die es aber vielleicht nicht gefunden hat! Die ganze exantwortli<hkeit wird eine fiftive, wenn fie einem Kollegium gegenüber geltend gemacht werden toll, ganz abgesehen davon, daß wir abstimmende Kollegien nachgerade im Reiche genug haben, den Bundesrath uud Reichstag nicht blos, sondern sämmtliche parlamentarische Einrichtungen, Es ist gewiß sehr be- quem, ein Kollegium beschließen zu lassen und zu sagen: das Ministerium hat bes<lossen, anstatt zu sagen: ih, der Minister, trete ein. Fragt man ein Kollegium: wie ist das eigentli< gekommen? fo wird Feder achselzu>.nd es anders erzählen, wenn das Beschlossene miß- glüdt ift, Niemand wird verantwortlich fein. Bei der Kollegial- verfassurg daß dabei s<neller und dursihtiger gearbeitet wird, das wird Niemand einräumen, der beide Sachen mit dur<hgemacht bat \<on die Repl:ken und Dupliken und Quadrupliken und Quintuvliken unter verschiedenen Ministern, wo keiner entscheiden Fann, als daß man s<ließli< zu dem Auskunftsmittel eines Konseils unter Vorsiz Sr. Majestät, wozu do<h sehr selten und sehr \{<wer geschritten wird, greift würden wir nie im Stande sein, hnen das Reichsbudget zur reten Zeit vorzulegen, auch in diesem Jahre niht, wenn wir niht das Entscheidungsrecht eines allein ver- antwortlihen Kanzlers hätten. Nur Einer kann verantwortlich sein, die Andéren können nur dafür verantwortlich sein, so weit fie dur< die fanzleris<he Verantwortlichkeil niht gede>t sind, und ih verstehe die Verantwortlichkeit der Minister nicht in der Weise, daß ich in jeder ein- zelnen Branche die Einzelheiten damit glaubte de>en zu können; ih glaube, nur dafür verantwortli<h zu sein, daß an der rihtigen Stelle die richtigen Personen, achtbar und Fkundig ibres Geschäfts, sind, und daß äußerli<h erkennbare prinzipielle Fehler, namentli< solche, auf die der Reichstag aufmerksam gemacht hat, nicht dauernd einreißen. Für Einzelheiten kann ih nicht ver- äntwortlih sein, sondern da muß jeder Reichs-Minister denn wir haben deren und werden deren, wie i< glaube und wünsche, mehr bekommen das Auswärtige Amt, die Marine, die Eisenbahn- behörde, wir haben neuerdings die Post und Telegraphie kurz und gut, es kann fih ja ausbilden, und i< wünsche z. B. dringend, daß die Verwaltung von Elsaß-Lothringen in derselben Weise selbständig gestellt wird; i< kann in die Details der Landesverwaltung noch viel weniger hineinsehen, als in die Details der Reichs-Ministerien wenn die personalen und anderen Fragen si<h überwinden laffen, so bin i< der Erste, der den Tag mit Freuden begrüßt, wo meine Neräntwortung auf das Maß des wirkli< dem Lande verantwort- liheu Premier-Ministers reduzirt wird, und ih neben mir einen in erster Linie dem Kanzler und dur< den Kanzler dem Lande, in den niht dur< den Kanzler gede>ten Phasen au<h direkt dem Lande verantwortlichen Minister für Eljaß-Lothringen sehe, ih will das ni<ht weiter analysiren. J<h will nur sagen, daß Sie die Sachlage nicht ri<tig beurtheilen, wenn Sie glauben, daß meine Abwesenheit leichter zu verde>en oder zu vertreten wäre, wenn ein fkollegiales Ministerium bestände, oder daß die Geschäfte dabei irgend etwas gewinnen würden; das Reich würde an der raschen Aktionsfähigkeit, die es jeßt befißt, an der ein- heitlichen Festigkeit verlieren; die Reichsexekutive denn etwas an- deres ist ja nicht auf Seiten des Kanzlers und des Kanzkeramts nach der ursprünglichen Verfassung würde in sich gespalten, ge- lähmt und uneinig werden, und auch für die Zeit, wo ih ni<t mehr im eigenen Interesse diese Rechte vertreten werde, möchte ih meine Herren Kollegen und die Mitglieder des Reichstages dringend warnen, von dieser sehr nüßlihen Einrichtung, die der eines englishen Premier - Ministers entspricht, ni<t abzu- gehen. In Preußen ist es die Konglomeration von aht Ressorts, deren jedes einen unabhängigen Staat bildet, und es wäre vielleicht ni<ht \{<limmer, wenn jede der elf Provinzen ihren Minister hätte, wie es früßer Minister von Schlefien gab, und diese miteinander zu berathen und zu beschließen hätten. Daß wir vielleicht nc< ni<t so s{limm ständen, als bei dieser Todttheilung des Staates in Nefsortstaateu, wo jeder einzelne si<h auf seine auéscließli<e Ver- antwortlichkeit berufen kann, in der That aker Niemand verautwortlich ist uzd kein Ressort in das andere hineinsehen kann, verzeihen Sie, wenn ih weitläufig werde in diejer Sache, aber „weß das Herz voll ist, davon geht der Mund über“, davon kann ih feine “Ausnahme machen. Aber wenn i< für Darlegung einer Steuerreform auf das nächste Gesetz insoweit Übergreifen kann, so wünschte ih, daß au< die Stempyelabgaben gerechter vertheilt werden, wie es dur< jene Vorlage zum ersten Male versu<ht wird. Es ift von Allen, au< von denen, die niht Grundbesiß?r find, anerkanntes B-dürfniß; die jeßige Befteu-rung alles desjenigen Verkehrs, der den Grundbesiß betrifft, mit Stempeln ift ja erstaunli< ungere<t im Vergleich mit der, welche“ die mobilen Kapitalien in allen Geld- geschäften, dem Ankauf von beweglihen Sachen, Quittungen und der- gleichen zahlen. Wenn ih für den Verkauf eines jeden Immobile ein-volles Prozent geben muß; wenn -ih bei der Verpachtung eines Gutes die ganze Pachtjumme vorweg, wenn ih auf dreißig Jahre verpachte, die im Jahre 1905 fällige Rate {on jeßt im Jahre 1875 verstemnpeln muß, als wenn sie baar auf den Tisch gezahlt würde: so sind das Ungerechtigkeiten, die den Grundbesiß treffen, die bei der Ríform remedirt werden. Jn diefer Richtung wird also das dem- nächst folgende Stempelgeseß Jhnen eine Abzahlung, ein Entgegen- kommen liefern. Und ih möchte Sie bitten, aus diesen Erörterungen alle Fragen der Macht und in Folge dessen der Verstimmung zu ent- fernen und allein mit sa<li<er Prüfung der Sache näher zu treten. Sie haben aus der Rede des Hrn. Finanz - Ministers, wie ic Fôrcte, zum Theil entnommen, als läge ihm wenig daran, daß die Vorlagen dur<gebraht würden. Jh kann Sie versichern, und er wird Ihnen gewiß die Verficherung auch geben, daß das ein Jrrthum ist. Er hat sagen wollen, was i< eben auh sage: wenn Sie diesen unseren wohlgemeinten Versuch, die ersten Schritte auf der Steuer- xeform zu thun, ablehnen, ja, so find Sie allerdings in Ihrem Rete, wir können nichts machen, als das ruhig einste>en und sehen, wie wir uns helfen, uud das nächste Mal werden wir wieder kommen, bis Sie die Ueberzeugung haben, oder bis si< unsere Ueberzeugung änder.“ _ oder andere Personen ans Ruder treten, oder bis ie bewilligen, was wir glauben im FJuteresse des Landes fordera zu müssen. Jh sage nur deshalb, daß von Empfindli«, keiten, Kabinetsfragen und dergleiWen bei dieser Gelegen- heit niht die Rede scin.kann. Es ist Jhre Sache, die Steuern so aufbringen zu helfen, wie es dem Lande am nüßlichsten ist, und wena Sie nicht unserc © Meinaug sind, so müssen wir uns mit der Hoff- nung trôsten, daß f s künftig werden wird. Also in diesem Sinne zunächst das Geseß für die Bierbesteuerung

für Nord- und Süddem <land einander annähert, und daß es der

erste Schritt und zwar in der Ver/assung vorgesehene Schritt is auf der Bahn einer künftigen G.eichstellung, die zwar uo< immer nit zu erreichen sein wird, so lange der norddeutsche Verzehr im Biere

dem süddeutschen nicht gleihkoutmt die Süddeutschen haben eine sehr viel p Gi gas weil in Süddeuts{land viel mehr

Bier getrunken wird pro Kopf, es ijr aber au< sehr vfel besser. Ich glaube, daß die Eelébune, Pér Steütr vielleicht zu besserent Bier

führen wird, und daß die elende Flüssigkeit, 7e in Norddeuts<land

zum Theil unter dem Namen Bier gegeben wird, die Steuer gar nicht werth sein wird, gerade so wie früher bei der S<hlachtsteuer- -

verpfli<tung in den Städten kein \{le{te3s Fleish auf den Markt kam, weil es die Steuer nicht lohnte. Ih gebe mih also der Hoff- nung bin,-daß die Steuer das Bier nicht vershle<tern wird, sondern im Gegentheil die Steuerzahler den Ernst des Geschäfts einsehen und ein besseres Bier als bisher brauen werden. Jn dieser Hoff- nung bitte ih Sie, das Geseß anzunehmen.

Nach dem Abg. Dr. Lucius erklärte der Bundesbevollmäch- tigte Vize-Präsident des Staats-Ministeriums Finanz - Minister Camphausen:

Meine Herren! Ich habe den Vorzug entbehrt, die Rede des Herrn Vorredners vollständig zu vernehmen, ih bin fo eben auf diesen Plaß zurü>gekehrt und höre, daß Bemerkungen über meine neulihe Aeußerung wegen des Bankdiskonto gefallen sind. Darin wurde ein harter Tadel und eine harte Anschuldigung der Bank- verwaltung gefunden, während i< nichts ausgesprochen habe und nichts habe aussprechen wollen, als daß i< eine Herabseßung des Bank- disfonto für nahe bevorstehend hielt, und i< kann Jhnen mit- theilen, nah der Mittheilung, die mein Nachbar mir gemacht hat, daß diese Herabseßung heute erfolgt ist Dabei der Bankverwaltung einen befonderen Vorwurf zu machen, is mir entfernt nicht in den Sinn gekommen und hat mir ni<ht in den Sinnen kommen fönnen. Es war vollständig richtig, a unsere Bankverwaltung Ende Sep- tember zur Erhöhui.g des Diskonto auf den ungewöhnlichen Saß von 6% überging, der übrigens im Vorjahre ungefähr um dieselbe Zeit au< hatte gewählt werden müssen. Diese Diskontopolitik hat dem Lande große Vortheile verschafft, fie hat dazu geführt, die Wechselkurse angemessen zu stellen; fie hat dazu geführt, in Verbindung mit früheren Schritten Gold ins Land zu führen und unsere Goldmünzen im Lande zurü>behalten. Wie in dieser neulichen einfa<hen Aeußerung eine große Anschuldigung gegen die preußis<he Hauptbank hat gefunden werden können, ist mir ge- radezu unverständlich. *

Dann habe i< aus den Drum tes des Herrn Redners nocb entnommen, daß er, glaube i<, indem- i< einmal bei einer früheren Verhandlung darauf hingewiesen habe, daß die große Majorität des Reichstages den Schritt mitgethan habe, daß ih damit hätte meine Verantwortlichkeit dem Reichstage gegen- über ablehnen wollen. Nein, meine Herren, ih bin mir nicht allein und ih habe das übrigens {on öfter ausgesprohen nicht allein vollständig meiner Verantwortlichkeit an dieser Maßregel wegen Einführung der Goldwährung bewußt, fondern, meine Herren, ih bve- trachte das unter den wenigen Dingen, die mit zu Stande zu bringen mir vergönnt gewesen ist, als eine der wichtigsten Maßregeln und hoffe, in später Zukunft mit Stolz darauf zurü>Ltli>en zu dürfen troß aller Nsörgeleien und Anfechtungen, die diese große Maßregel in unserem Vaterlande gefunden hat.

Endlich, meine Herren, s{<licße ih aus dem Umstande, daß diese Bemerkungen an die- Steuervorlagen angeknüpft werden, als wenn muthmaßlih der Redner wohl auêgesprohen haben möchte, ih hätte diese Steuervorlagen im Stiche gelassen und ih {übe dem Reichstag die Verantwortlichkeit bafür zu. Aber, meine Herren, wie ist das nur möglih na< den Darlegungen, die ih neulih gemaht habe, nach den Darlegungen, wo ih auseinandergeseßt habe, daß re vera das Reich im Jahre 1875, wenn die Bere<nüngen des Reichskanzler-Amts- Präsidenten ritig sind, mit einem Defizit von 40 Millionen Mark gewirthschaftet hat, daß das Reich in der Lage sei, in dem Etat pro 1876 Zu- schüsse aus den früheren Jahren für den Betrag von 32,368,000 4 einstellen zu können; daß, wenn man si< blos die Aufgabe stellen wolle, ledigli<h und allein füc das Jahr 1876 zu sorgen, dann, wie Jeder, der zu rechnen versteht, zugeben muß, dur<h Verwendung des muth- maßlichen Ueberschusses von 1875 von 14 Millionen- Mark die Mög- lichkeit gegeben wäre, vor der Hand ohne die neuen Steuern zu ret zu fommen; daß i< dann die Darlegung gemacht habe, daß ih ein solches Verfahren für eine vexkchrte und ungesunde Stenerpolitik betra<ten würde; daß wir uns heute zu vergegenwärtigen haben, wie obne diese Vorlage der Steuergeseßze und ohue deren Annahme wir dem Jahre 1877 in der Weise entgegengehen, daß wir auf ein Defizit von nahezu 50 Millionen Mark uns gefaßt machen müffen, auf 46 bis 50 Millionen Mark; und daß diese Summe nur insoweit er- mäßigt werden wird, als etwa die Veranschlagung der Steuern und Zölle um einen ‘mehr oder weniger echeblihen Betrag hinter der Wirklichkeit zurü>bleibt; daß i< meinerseits glaube und hoffe, die Wirklichkeit werde den veranschlagten Betrag etwas Üütersteigen, daß i< aber niht clauben und nicht hoffen kann, so sehr ih es au< wünschen möchte, daß diese ‘Steigerung irgendwie dazu dienen kann, die Lücke auszufüllen und dann nothwendig zu einem Ecsaß dur< Steuern gegriffen werden muß; nachdem ich dann ferner dargelegt habe, wie der Vorschlag wegen der Biersteuer zu einer weiteren Ausführung der Bestimmungen der Neichsverfassnng führt, und wie der Vorschlag wegen der Bötsensteuer als ein durchaus gere<ter und in jeder Zeit annehmbarer zu be- trachten sei: meine Herren, wenn Sie eiue sol<he Darlegung als ein Aufgeben der Vorlage betrachten, wenn Sie einec folhen Dar- legung gegenüber meinen, ih wollte mi< von der persönlichen Ver- antwortlichkeit zuü>ziehen dann, meine Herren, muß ih Jhnen sagen, daß i< diese Auffassung niht ganz verständlich finden würde.

Die Diskussion über den Gesehentwurf, betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwe>e der Telegra- phenverwaltung, leitete der Bundesbevollmächhtigte General- Postdirektor Dr. Stephan wie folgt ein:

Meine Herren! Die Anleihe, die Ihnen zur verfassungsmäßigen Beschlußnahme vorgelegt wird, bildet eigentlih nur den leßten Theil- betrag einer Kreditbewilligung, welhe im Prinzip s{<o4 im Jahr: 1874 ftattgefunden hat. Es wird dem hohen Hause erwünscht sein, einen kurzen Ueberbli> darüber zu erhalten, wie die bisher bewillig- ten Gclder verwendet worden find, und welche Absichten der Regie- rung in Beziehung auf die Anwendung derjenigen Summen bestehen, die den Gegenftand dieser Anleihe ausmachen.

Rach dem dem hohen Hause vorgelegten Organisationsplan für die Veivollklommnung der Telegraphenanlagen war für die 3 Jahre 1874—1876 eine Vermehrung der Telegraphenstationen um 647 vor- gesehen worden. Es sind nun eingeri<htet im Jahre 1874 217 Sta- tionen, im Jahre 1875 215 Stationen, zusammen 432 mit 5,626 Kilo- meter Linien und 42,498 Kilometer Leitungen. Nah den Voran- schlägen für das Jahr 1876, welche vor Kurzem festgejzellt worden sind, um rechtzeitig mit den neuen Arbeiten beginnen zu können, ist es die Absicht, in dem kommenden Jahre 208 Stationen zu erridten, Es würde das mit den 432 errihteten Stationen zusammen die Zahl von 640 ergeben, gegenüber von 647, welhe in den Organisations- plänen für diese 3 Jahre vorgesehen waren. Das ift eine sehr kleine Differenz, die mehr als reihli< ausgeglichen wird durch die nie feh- lenden Anträge auf Errichtung neuer Telegraphenstationen von solchen Orten, die si< ‘dieser Verkehröwohlthat no< nicht er- freuen. Es sind Reden angelegt worden ein ziemlich kostspieliges Kabel üter Spiekeroog, Langeoog, Norderney und ein zweites an der Weser von Fedderwassersiel nah dem Wefer- leu<htthum. Rückftändig is die Anlegung eines pneumatischen Systems in Berlin zur Beförderung der Stadttelegramme und —be- hufs Beschleunigung der Bestellung der von außerhalb eintreffenden Telegramme, sowie der eiligen Stadtpostbriefe. Die Sum- men, die bisher verausgabt siad, ershôöpfen den bewil- ligten Betrag tis auf etwa 2,200,000 A Diese Summe soll zum heil verwendet werden für die Anlegung des unterirdis<he«# Röhrensystems in Berlin, und zwar ist eine Röhren- leitung von 28 Kilometern in Ausficht genommen, welche in zwei br: fai eingetheilt wird, jede von eiwa 11—12 Kilometer. Die

efórderung innerhalb dieser Kreise wird in je 15 Minuten statt- finden, in der Weise, daß, ausgehend von den 4 Dampfmaschinen,

dié in den einzelne: Theilen der Stadt aufzureUen sind, mit zu-

zu dagegen dur< Verdünnung der Luft, die Fortbewegung erzielt wird. Es ist die Absicht, einen Zug von jz 10 Wagen alle 15 Minuten durch diese Kreise abgehen zu lassen, welcher {sedes- mal etwa 200 Telegramme, beziehungsweise Stadtpostbriefe befördern kann. Wenn der Verkehr mehr zunimmt und die Einrichtung in einer ausgiebigen Weise benußt werden sellte, so steht kein Hinderniß im Wege, diese Leistungen zu vergrößern. Ungeachtet dcs Jateresses nun, welches sich an diese Einrichtung knüpft, und des Nußeas, den si die Verwaltung davon verspriht, is dieser Plan aber doch der untergeordnetere Theil der für das nächste Jahr beabsichtigten neuen Einrichtungen. Die wichtigste derselben ist ein Versuch im Großen, eine unterirdishe Linie herzustellen und zwar auf der Stre>e von Berlin bis Halle, wo an jetzigen G:stängen sih bereits 31 Lei- tungen befinden und der Zeitpunkt mit Sicherheit vorauszuschen ift, zu welchem es heißen wird: bis hierher und nit weiter. Die Mängel ter oberirdishen Leitungen find im Allgemeinen wohl bekannt. Ungeachtet der Aufwendung alles mens<- lihen Scharffinnes, ist es no< nicht gelungen, eine ober- irdische Leitung, die stets vieler Stüßpunkte bedarf, dergestalt zu isoliren, daß ein Stromverlust nicht eintritt, und sich Nebenschließungen bilden, abgesehen von der noch ni<t erwiescnen Ausstrahlung in die Atmosphäre. Der Stromverluft ist fo bedeutend, daß “bei eiuer 60 Meilen langen obericdishen Linie mitunter nur no< ein Viertel der ursprünglißhen Stromstärke vorhanden ift, und unter er- s<hwerten Umständen die Verständigung mitunter vollständig aufhört. Ferner ma<ht fi<h der Tewperatureinfluß bei dem erheblichen Ausdehnungsfoëffizienten des Eisendrahtes in dem Maße geltend, daß bei einem Unterschied von 10-Grad Néaumur der tiefite DurWgang des Drahtes zwischen je 2 Strangen, also auf die Entfernung von 75 Meter si< um zwei Zehntel bis drei Zehntel Meter verändert, wodur< Drahtberülhrungen und Drahtbrüche hers beigeführt werden. Die Stürme der leßten Woche, nament- li<h in der Nacht vom 10. und 11. November, haben viel-s fah ganze Linien gestört und dadurch, daß die ‘Gestänge um Theil auf die Bahn geworfen worden sind, au<h den Bahnbetrieb stellenweise gehindert. Es war die telegraphisch e Verbindung gestört nach Amsterdam, Brüffel, Paris, Mailand, Stutt- gart, München, Frankfurt, Côln und vielen Zwischenorten, und un- geachtet des löblihsten Eifers unserer Telegraphenbeamten und ihrer intelligentesten Anstrengungen hat es do< auf einzelnen Stre>en mehrerer Tage bedurft, um die Verständigung wieder herzustellen. Es find dadur<h dem Handel und Verkehr empfindliche Nachtizeile ver- ursa<t worden, die ih nicht näher zu bezeichnen brauche, und es kann unter Umständen eine Gefahr für das Vaterland aus diefer Gebrech- lichkeit des s<nellsten Verkehrsinstruments hervorgehen. Wir treten jeßt in den Winter, und dieser bringt für die Telegraphie wicderum anderweite Gefährdungen; es kommt vor, daß dur< den Rauhfrost die Drähte mit schr di>en Eiskrusten, mitunter ‘vis 6 Zoll di> be- legt werden, fo daß der Draht zwischen zwei Stangen eine Last von 3000 Pfund zu tragen hat, der er natür- lich niht gewachsen ist. Jm Sommer hinwiederum find es die Einflüsse der atmosphärishen Elektrizität, welche zum Theil unmittelbar dur< Blißshlag, zum Theil dur< Erregung von Induktionsftrömen in den Leitungen das Telegraphiren ers<weren und unter Umständen ganz verhindern, zumal die Apparate wegen der nöthigen Sicherheit der Beamten bei nahen und {weren Gewittern ausgeschaltet werden müssen. Zu diesen allgemeinen Ursachen gesellen fih eine ganze Reihe von Anlässen zu muthwilligen, fahrlässigen und zufälligen Störungen der oberirdischen Leitungen. Die Acachniden- Art, welche Ihnen Allen unter dem Namen „flicgender Sommer“ bekannt ist, zieht ihre Fäden im Spätsommer durch die Telegraphen- leitungen mit einer Ungenirtheit, als ob die ganze Tele- graphenanlage eigentli<h nur ihretwegen da sei. Wenn sich dazu Nebel gesellt oder sonstige atmosphärishe Nieder- schläge, so entstehen Drahtberührungen und Nebenschlicßungen, Ae den Betrieb ershweren und unter Umständen selbst verhindern önnen,

Nun, meine Herren, um diesen Uebelständen der oberirdischen Leitungen nicht ausgeseßt zu sein, hat man s<on längst für richtig erkannt, daß unterirdishe Leitungen anzulegen seien. Es gebührt den Männern, wélche in unserem Vaterlande die Telegraphie zuerst ein- gerihtet haben, das Verdienst, daß sie dies mit vorausshauendem Bli> erkannt und in den Jahren 1848—18149 unter sehr s{wierigen Verhältnissen den damals, man kann fagen, heroishen Ent» \hluß gefaßt haben, die Hauptlinien im ganzen Staate mit unterirdishen Leitungen zu versehen. Leider waren ihre hin- gebenden Anstrengungen ni<ht von Erfolg gekcönt. Unser be- rühmter Landsmann, Dr. Werner Siemens - hat in einer Anfang der funfziger Jahre erschienene Schrift die Gründe dieses Mißlingens sehr eingehend dargelegt. Aber ge:ade aus dieser Darle- gung kann man die Beruhigung \{öpfen, daß die Wissenschaft und die Technik jeßt so weit vorgeschritten find, um mit Zuversicht die Herstellung unterirdischer Leitungen auf größere Entfernungen unter- nehmen zu können. Die Hauptursachen des damaligen Mißlingens waren die, daß man die Drähte bloß mit Guttapercha umhülit in die Erde gelegt hatie. Die Eigenschaften des Gutiaperha waren no< nit genau genug gekannt, man hatte blafiges Material ge- braucht, nnd man kannte vor allen Dingen no< uicht. di! vorzüglichen Maschinen, um das ifolirende Material konzentris< na< allen Richtungen hin glei<hmäßig um den Leiter herumzupressen, chne den Draht zu beshädigen. Sodann hatte man den Draht zu wenig tief unter die Erde gelegt, und zwar auf nur 13 Fuß, während es doch bckannt ist, daß die Nagethiere bis auf 2 Fuß Tiefe gehen; fobald das Kabel ticfer gelegt wird, also ciwa einea Meter, sind die Drähte vor diesen äußeren Beschädigungen ges{üßt, zumal die Kabelscele mit einem \tarkèn Panzer von galvanisirtem Eisendraht umgeben wird. Bezüglich der Vulkanisirung der Guttapercha lagen auch no<h nicht genügende Erfahrungen vor; man hatte die Schwefelung bei zu hoher Temperatur versucht und kannte die richtigen Mischverhältnisse sowie die Entwässerung der Guttapzr<a nicht genug; es trat Bildung von Schwefelkupfer ein, welches die Isolirung zerjiörte. Alle diese Diuge find jeßt genau bekannt; die Wissenschaft ist Herrin dieser wider- strebenden Elemente geworden, und wir befinden uns, Dank der ve:voll- fommneten Technik, jeßt in der Lage, nach dicser Richtung hin vollkommen beruhigt einen g:oßen Versuch, wie er ihnen vorgeschlagen wird, unter- nehmen zu können. Das Einzige, was noch näher zu erforschen blieb und den Anlaß gegeben hat, daß der Reichskanzler in diesem Sommer eine Kommission von Telegraphente<huikern na<h England gesandt hat, um von den dortigen Erfolgen Kenntniß zu nehmen, find die sogenannten elekiris<hen Ladungserscheinungen. Bei jedem Kabel zeigt sih, da man dasselbe mit einer Leydener Flasche vergleichen kann, die statishe Induktion wirksam, es bilden sich die sogenannten Rü>ströme, die das Telegraphiren ers<weren und unter Umständen verhindern. Es kommt nun darauf an, die Wirkungen dieser Rü>kftrömung zu neutralisiren, was si< zum Theil {on erreichen läßt, indem man das Kabel abwe<selnd mit Batterie und Erde verbindet; besondere Justrumente, wie z. B. der Submarin-Taster von Siemens und der Switch dienen in neuerer Zeit zur Entladung der Kabel unter Anwendung von galvanischen Strömen entgegengeseßter Richtung. Manche Er- \cheinungen dabei werden allerdings no< nicht vollkommen beherr]<{t. Indeß lautet der Bericht der Kommissiox, die vom Herrn Reichs- fanzler na<h England entsendet worden i}, immerhin so günstig, daß wir mit vollemFVertrauen an die Herstellung dieser längeren unterirdischen Leitung gchen können, die ih immerhin vorsihtshalber als einen Versuch bezei<nen muß, von dem ih aber hoffe, daß die vielfahen Anstrengungen, die darauf gerichtet find, ihn in jeder Be- ziehung gelingen zu machen, do< mit Erfolg gekrönt sein werden. Sollten wir dieses günstige Ergebniß erlangen, dann wird der Zeit- punkt gekonimen sein vielleicht im Herbst des nächsten Jahres einen Plan im Großen aufstellen zu können über die allgemeine Ausdehnung der unterirdis<hen Telegraphenarlagen auf den Haupt- straßen; und es wird dann der Erwägung zu unterbreiten sein, ob und wie weit nah A Be der obwaltenden finanziellen und sonsti- gen Verhältnisse ein solcher Plan für das ganze Gebiet der Reichs-

sammengepreßter Luft, in der Richtung na< den Dampfmaschinen | telegraphie zur Ausführung gebra<t werden kana,

Dcin Abg. Grumbreht entgegnete der General-Postdirektor pr. Stephan: _ : E

Meine Herrén! So dankbar ih dem Hr. Vorredner für die Ber-

¡erung am Slß seiner Rede bin, daß er mit seiner einflußreichen

iimme die Bewilligung dieser Anleihe unterstüßen werde, so ver- anlafsen mi do<h die Ausführungen, die er die Güte hatte voran- zuschi>en, no< dazu, das Wort zu nehmen, Freilih, wenn i< nur den Finanzcharakter dexr BVirkeh1sinstitute im Auge haben würde, daun hätte i< eigentli<h alle Ursache, dem ge- ehrten Herrn Vorredner auch für diese Ausführungen dank- har zu sein; denn es fam mir manchmal so vor, als ob ex in Vertheidigung der Finanzinteressen eigenili< Hier von diesem Tisch aus spräche, anstatt aus der Mitte des hohen Hauses. Indessen ich glaube doch, daß mir die sonstigen Ansichten des ver- ehrten Herrn Abgeortneten zu gut bekannt sind, um mi< mit ihm stets auf ein und demselben Boden zu wissen, wenn es sih darum handelt, die Wohlihaten der Verkehréinstitute so weit wie möglich auszudehnen und sie gerade au) den Kreisen und Orten zu Theil werden zu lassen, die wegen ihrer Lage in ohnehiz shwierigen Ver- hältnissen si< befinden,

Einen Widerspru<h möchte i< nur dagegen einlegen, den Tele- graphen mit für den Börsens<windel verantwortlih zu machen, ihn gewissermaßen als „Mitgrüzder“ hinzustellen. Man könnte das von jeder anderen nüßlichen Erfindung sagen, die dem Verkehr dient; denn alle sind fie zeitweise mißbraucht worden oder haben mitunter Unheil herbeigeführt, und vor allen Dingen würde dies z. B. vom Gelde selber gelten, bezüglih dessen man wohl fragen könnte, ob es mehr zum Nußen oder zum Schaden ge: eiht. Wenn wir aus solchen Gründen jene Erfindurgen nicht weiter verbreiten wollten, so kämen wir auf Roufseausche Grundsäße; da wir aber hier die praktischen Bedürfnisse einer großen Nation zu vertreten haben, so möchte i< mir erlauben, auf die Bitte zurü>zukommen, die Absicht der Regierung, das Telegraphen- nes so weit wie mögli<h auszudehnen, möglichst zu unterstüßen, und sie nicht einzushränken. Darin gebe i< allerdings dem geehrten Herrn Vorredner vollkemmen Recht, daß cine Quelle dcs Defizits der Telegraphenverwaltung, eine der Quellen will i< lieber sagen, in der Vermehrung der Stationen gelegen hat; aver, meine Herren, in der Art, wie bei dieser Vermehrung verfahren worden ist. Denn dur< das Bestehen zweier Verwaltungen für im Grunde ein und dasselbe Geschäft hat eine größere Anzahl von Veauten, ein doppelter Bedarf von Räumen und Werkzeugen unterhalten werden müssen, wodur die Ausbreitung des Neßes viel kostspieliger gewor- den ist, als es mit Rü>sicht auf die Reichéfinanzen zu ertragen ge- wesen wäre. Diese Mißstände find ja allg-mein bekaunt, und fie haben eben zum Entschluß der Regierung geführt, einen anderweitigen, von Sr. Majestät Allerhöch genehmigten Organisationsplan für die Verwaltung des Telegraphenweseus aufzustellen. Jch glaube, daß die angebahnte und bereits in großm Maßstabe dur<geführte Ver- einigung der Telegraphenanstalten mit den Poststationen die finan- ziellen Bedenken, die der Herr Abgeordnete geäußert- hat, wesentlig abzushwächen, wenn ni<t garz zu beseitigen geeignet ist. Wir wollen und dürfen mit der Vermehrung der Zahl der Stationen nicht innehalien, meine Herren, zumal” wir, wie i< glaube, darin no<h erheblih zurü> sind hinter manchen anderen en beispielsweise hinter der Schweiz, Belgicn,

merika und England. N Die Unteniriiwden Leitungen in den Städten betreffend, so will es mir scheinen, daß der geehrte Herr Vorredner, indem er diese sehr fostspieligen Anlagen befürwortet, mit sich etwas in Widerspruch ge- rathea ist; denn dur< diese schr theuren Anlagen würde dem Tele- graphenverkehc ein entsprechender Nußen ikgendwie ni<ht erwadsen ; wir haben Städte, in denen die unterirdische Leitung 10- bis 20,000 Thlr. fosten würde, während doch die bestehende Leitung auf den Straßen ganz gut funftionirt. Wenn ich no< daran erinnere, daß 3. B. in Amerika überhaupt keine unterirdische Leitungen in den Städten fih befinden, daß unter andereu in New-York, wo do<h_ au< einige Menschen wohnen, die re<ht empfindlih find gegen öffentliche Einrichtungen, welche ihnen unbequem * scheinen, * die sehr zahlreichen Telegraphcn- leitungen an großen Masten, die in den Straßen aufgepflanzt sind, si hinziehen; daß ferner in der Schweiz, z. B. in Basel sämmtliche Leitungen Über die Häuser hinweggeführt sind, allerdings unter großem Entgegenkommen der Einwohner, und daß in Frankreich vielfa ein Gleiches der Fall ist so kann ih nur bedauern, daß das bei uns anders liegt. Der Deutsche ift im Allgemeinen weniger eutgegen- fommind gegen die Unternehmungen der Regierung, er hat in dem Bewußtsein seiner individuellen Freiheit zunächst die Empfindung eines gewissen Widerstrebens gegen die Regierungs-Anlagen, wie maa es auderwärts niht in dem Maße findet; es scheint in ihm aus der absoluten Zeit her cin Rückstand des Begriffs von dem „Nat>er von Staat“ wie es Welker einmal genaunt hat, zurückgeblieben zu sein. Wic hab:n das vielfältig erfahren, uamentlich bei einzeluen Städten, die noch in neuester Zeit einer so Überaus nüßlihen Einrichtung wie dem Telegraphen Schwierigkeiten bereiten. Ich jehe nicht cin, wes halb sehr bedeutende Summen dafür verwendet werden sollen, um Stadt-Telegraphenlinien, die vollkommen funftioairen, in unterirdische zu verwandeln, blos darum, damit die thätigen Spazi:rgänger den unangenehmen Anbli> einer Telegraphenstange es fragt sich, ob es feine unangenehmeren Anbli>e für die Spaziergänger in manchen

die Wohlthaten des Instituts der Telegraphie zukommen _ zu lafsen, | und wun mir das auf eine sparsame Weise gelingt, so hoffe ih, daß wir Beide dann völlig zusammenstimmen werden, und daß der Krebs, den der Herr Abgeordnete geglaubt hat in der jeßigen Telegraphie zu sehen, fi in einén Vogel verwandeln wird.

Nach dem Abg. Liebkneht nahm der Großherzoglich sächsische stellvertretende Bundesbevollmächtigte Geheimer Finanz - Rath Dr. Heerwart das Wort:

Meine Herren! Jch hatte gehofft, von der besonderen Stellung der kleizen Landeöstaaten zu der Steuervorlage hier s<hweigen zu fônnen, weil der hohen Versammlung eine Vorlage des Bundesraths und nicht der Antrag einzelner Regierungen vorliegt, und weil diese Vorlage, wie ih hinzufügen darf, auf einem eistimmigen Beschluß des Bundesraths beruht. Allein die Stellung meiner Regierung zu dieser Vorlage ist einer solchen RNe:he von Mißverständnissen aus- gesetzt worden, daß ih n:<t umhin kann, in später Stunde no< das Wort zu ergreifen. j Zunächst möchte i< dem Herrn Abg. Windthorst erwidern, daß seine Befürchtung, es könnte dur< die Erhöhung der Brausteuer und durch die Einführung einer Vörsensteuer in den thüringischen Staaten wegzdminiftrirt werden, mix vollständig unerklärlich ift, und daß er sowohl wie seine politis<hen Freunde, welche ein selbst- ständigercs Leben der Einzelstaaten wünschen, in dieser Beziehung nichts besseres thum können, als diese Vorlage anzunehmen, die uns ermöglicht, eine freiere und selbftändigeie Finanzverwaltung in den Einzelstaaten aufre<t zu erhalten. Denn, meine Herren, ein Gesichts- punkt, der noch nicht genügend hervorgehoben wurde, ift der, daß den Einzelstaaten dur die Reichsverfassung die Gesehgebung über die Verbrauchssteuern entzogen ist, sie also niht in der Lage fiud, für ihre eigenen Finanzen ein befriedigendes Berhäliniß zwischen den in- direkten Steuern und dem Theile des Budgets, der durch direkte Steuern aufzubringen ist, herbeizuführen; sie sind vielmehr in dieser Beziehung vollständig an das Reich gebunden, welches dafür meines Erachtens die Verpflichtung hat, sie in dem Bestreben zu untersiützen, ein rihtiges Verhältniß in diesen Steuerarten her- zustellen. :

Jch kann ferner ni<ht umhin, no< auf einige Aeußerungen des Hrn. Abg. Ricter zurü>zukommen, die er in der vorgesirigen Sißung gethan hat, und die ebenfalls bewzisen, wel< unrichtigen Anschauun- gen die Stellung, insbesondere der thüringishen Regierungen ausge}eßt gewesen ist. Jch muß mir zu diesem Zwece erlauben, einige Saße aus seiner Rede zu wiederholen. Er hat gesagt: d

Nun verweist man uns auf die kleinen Staaten. Jch finde es allerdings hart, daß Staaten, die wescntli<h von Heclzhauern, Ziegel- brenuern und Haufirern bewohnt sind, dasselbe an Matrikularbei- trägen aufbringen sollen, wie wohlhabende Staaten. Man braucht aber vur Nachlässe zu gewähren, wie das {ou vor dem Jahce 1871 gesehen ist, und die Herren Hanseaten mittelst Zuschlägen eiwas stärker heranzuzichen. JIedenfalts handelt s sich um einen Betrag von 100,000 Thalern oder Mark, wie man sie in Kollekten für Nothleideade aufzubringen pflegt. Eine solhe Rücsicht kann uicht die Achse für die Finanzpolitik eines großen Reiches abgeben. Das sceint allerdings der weimarise Minister gemeint zu h ken, als er die Initiative im Bundesrath zu beiden Steuer- vorlagen ergriff, denn i< fann ni<t annehmen, daß er nux aus - Gefälligkeit - die - Kastanien für den Reichs- fanzler aus dem Feer holen wollte. Ich meine übrigens, daß es mi: dieser anderweitigen Gestaltung der Matrikulavbeitcäge gar nicht sol<e Eile hat. An die norddeutschen Staaten, also auch an die Kleinstaaten sind ja in den Jahren 1873 und 1874 125 Millioneu Thaler aus der Kriegskontcibution zur Vertheilung ge-

fommen und diese Vertheilung ist nah Maßzabe der Matrikular- beiträge erfolgt. Damals haben sich die Kleinstaaten über diejen VBertheilungsmodus nicht beschwert, während i einen innern Grund zu demselben nicht zu erkennen vermochte, denn di? Kleinstaafen haken zu den Kriegsfosten gar uichts beigetragen; fie haben in Felge ihrer früheren Kriegêverfassurg nit eimnal im NBerhältniß der Bevölkerung3zahlen so viel Mannschaft stellen können, als Preu- ßen. Die Kleinstaaten haben das Unrecht des gegenwärtigen Ver- theilungêmaßstabes für cine Reihe von Jahren im Voraus ver- gütet befommen. L j Meine Herren! Ih überlasse es zunächst dem Herrn Abgeord- neten, si< mit der Bevölkerung dieser alten Kulturstätten Deutsc- lands darübec auseinander zu jeßen, daß er fie in dieer Versamm- lung als eine Bevölkerung von Holzhauern, Hausirern und Ziegel»

wüßte, welhen Antheil die thüringishen Regimenter an den Erfolgen des Krieges gehabt haben. Mit welchen Opfecn dies gcschet,en ift, bezeugen die Denkmäler der Gefallenen. Es ist mir also vôllig unerfindlich, wie man behaupten kann, es habe der Krieg den thüringishen Staaten nichts gekostet. Jh muß also die Behauptung, daß man uns auf die Kriegsentshädigung als eine Vorautvergütung verweisen könnte, zurü>kweisen, und gegen die Annahme, als ob es si< gewissermaßen um ein Geschenk bei derselben gehandelt habe, protestiren. h: Meine Herren! Diese Steuervorlagen find allerdings ursprüng- lic angeregt worden von den kleineren Bundesstaaten; ih nehme gar feinen Anstand, das zu konstatiren, und bedauere nur, daß an diefen Ursprung hier besoudere Diskussionen geknüpft worden find. Aker ih möchte Ihnen doch zu erwägen geben, ob_es niht mit Rü>sicht auf die Nothwendigkeit, in den einzelnen Staaten ein rationelles Verhältniß herzustellen zwischen den indirekten Steaern, zwischen dem- jenigen Theile der Staatsbedürfnissz, die dur direkte Steuern auf- zubringen find, in der Pflicht des Reich?s liegt, die Einzelstaaten in diesen Reformbestrebungen zu unterftüßen. Ñ Ich empfehle Ihnen aus diesem Gesichtêxunk.e n:<mals die Annahme der Vorlagen.

Statistische Nachrichten.

Nr. 42 u. 43 der Statistishen Correspondenz (heraus- gegeben von Dr. E. Engel in Berlin) hat folgenden Inhalt: Die Schiffêunfälle an der deutschen Küste in den Jahren 1867—1873, Oesterreichs Bergwerks-, Salinen- und Hütten-Produktion im Jahre 1874. Belgiens Handel im Jahre 1874 Die französische See- fischerei im Jahre 1874. Eine Volkszählung in Brasiüen.

In den exsten 10 Monaten betrug na< den englischen Handels-Ausweisen 1875 1874

3,890,489 8,496,778

2,563,554 1,594,411 486875 602/547 616112 965,447

16,031,849 16,588,838

1,004,998 1,153,151 1,741,616 1,331,883 1,074,169 1,416,661 777,881 *611,341 60,732 86,756 39383 123,550 178,231 158,613

der Export von fünf Artikeln aus Deutsch- land na Cngland . . 2 2 Es waren u. A. betheiligt: Roggen und Weizen . Mehl . é S O Import von 24 Artikeln aus England M Deut a A Es waren u. A. betheiligt : Rohe Baumwolle aus englischen Kolonien Wolle Do DO do. Kohlen und Koks Gs L Roheisen und Rohftahl . Konstruktionseisen . ; Eisen- und Stahlschienen Reifen und Platten E e Röhren und sonstige Eisen- und Stahl- ; L 267,730 253,246 C R 436,595 378,730 Wollene Manufaktur: Waaren. . . . y 1,296,722 1,113,080 Gemischte do e L E CROS Laa 1 E3 sind für 393,711 £ mehr aus Deutschland aus- und 556,989 £ weniger in Deutschland eingeführt worden.

Land- und Forftwirthschaft.

Die Ernte im Regierungsbezirk Köslin fann im Durch\chaitt hödstens als eine Mittelernte bezeichuet werden. Der Weizen ist zwar gut gerathen, dagegen der Roggen nur mittelmäßig, die Gerste noch dar- unter, der Hasec sogar fast überall {le<t. Heu und Klee sind wie- der ret gut gerathen. Der Ertrag der Kartoffel, das Hauptlebens- mittel der ärmeren Klassen, ist uur ein mittlerer. Dazu kommt, daß das s<le<te Wettec im Oftober die Aufnahme derselben - sehr ver- zôgerte, fo daß der Ende des Monats eingetretene Froft viele Be sißer größerer Güter in der erst halv vollendeten Ernte üUder- rashte. Die no< in der Erde befindlihe Frucht ist so beschädigt worden, daß sie selbst zur Spiritusbrennerei fich faum in größeren Massen wird verwerthen lassen. Die Obsternte war ergzie- Lig; indeß wird der Obstbau im Bezirk nur nevensächli<h betrieben, Unter den Wiede:käuern hat im 3. Quartal d. J. fast im gaazen Regierungsbezirk die Klauenseuche epizootisch geherrs<t und dadu:< die Besiß:r, obschon nur wenig: Fälle tödtlihen Ausgang hatten, bedeutend geschädigt. Auch unter den Pferden ift in mehreren Krei-

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brennern hingestellt hat, Es wird ihm dies um }o leichter werden, als er früher selbst einen Theil dieser Bevölkerung vertreten hat.

Sodann möchte i< mi< besonders gcgen die Auffassung ver- wahren, als ob die thüringiswen Staaten zu den Kriegskosten nichts

1866 bis 1871 die thüringishen Staaten ihre Zölle und Berbrauhé- steuern in der Tasche behalten, oder häben sie keine Matrifularbei- träge gezahlt? Man sagt: ja, sie haben Nawhlässe g:habt. Das ift allerdivgs richtig; indessen waren diese nur dazu be- stimmt, den schwierigen d forderungen des Norddeuts{en Buades zu erleichtern und

ihrer Leistungsfähigkeit cbenso stark herangezogen gewe]en, wie die

Städten giebt, man könnte das Geftänge zur Befriedigung des ästhetishen Bediufnisses ja auch {ner herstellen nicht empfiaden. Ich finde im Gegensaß zu dem geehrten Herrn Vorredner, daß das Geld sehr viel besser dazu angewendet wäre, den vielen kleinen Drten

übrigen Angchörigen des Bundes. Oder haben die Bevölkerungen

eine geringe Kenntaiß der Kriegsgeschichte belanden, wenn man nit

beigetragen haben. Meine Herren! Haben denn von den Jahren |

Neberzang zh den stärkeren An- |

sie sind auch in der Zit, in welcher fie die Nachlässe hatten, nah |

| an dem Kriege selbst ni<t Theil genommen? Es würde in der That |

sen die Robkcankheit zu Tage getreten. Ebenso wenig „ist es bis jeßt gelungen, die Räudekranfkh-it der Schafe, die hon seit mehreren Jahren berrs<t, troß aller Wachsamk-it der Polizeibehörden zu L seitigen. Die Schuld trifft namentlih kleine Leute, welhe forz!os | ibre franfen Schafe überall weiden und dadur<h den Anste>ungéstc | verbreiten. N In den Hohenzollernschen Landen ergzben bei günstizen Erntewectter in den Monaten August uud September die Halm- früchte ein im Allgemeinen mittleres Erträgniß, dagegen waz die Odbist- und Fütterernte dur<hweg gut und reihli<. Viele Kleefelder konnten dreimal gemäht werden, so daß dadur der durh das regneci\he Wetter im Juli sehr beeint-ächtigte Ausfall der Heuzrnte einiger | maßen aufgewogen wird. Anh die Kartoffeln haben dur dies Mitterung gelitten und zeigen Spuren der Krankheit. Der Gejundh:i;g, | zustand der Hausthiere war im dritten Quartal d. J. im Allgemeinen eyt. —————————————

5 ¿*

U É: ild E

E /2I nserate füx den Deutschen Reic{s- u. Kal. Preuß. E Staats-Anzeiger, das Central-Handelêregifler und das oftblatt nimmt an: die Inseraten-Expedition des Dentsgzen Reichs-Anzeigers uud Königlich Preußischen Staats-Anzeigers:

S S Wi : . 32 4, Verloosung, Amortisation, Zinszahlung Berlin, 8.W. Wilhelm-Straße Nr. 32 J E E n Lena Papjarou,

® ® 62) Ee ; 5 Sryedition é | Él Î é 89 - Sf 4 | Suserate nehmeu an: die autorifirte Annoucen-Xxpedition von Rudolf Mosse in Berlizx, Bresiau, Chemniß,

Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen, 5, Indnstrielle Etablissements, Fabriken und Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen

u. de’ gl 3, Verkäufe, Verpachtangen, Sut1mnissionen ete,

Gro-shandel,

, Literariscle Anzeigen, . Theater-Anzeigen. , . Familien-Nachrichten. /

. Verschiedene Bekanntmachangen,

1 In der Börsen- | beilage sa s

Cöln, Dresden, Dortmund, Frankfurt a. M,, Halte a. S, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, ZStraß- burg i. E., Stuttgart, Wien, Züri und deren Agenten sowie alle übrigen größeren Anuoucen-Bureaus,

Subhaftationen, Aufgebote, Vor- laèungen u. dergl.

(9185) Subhastations-Patent.

Das der BValiner Nordend-Aktien-Gesells®aft in Liquidation zu Berlin gehörige, in der Feldmark

Nieder-Schönhausen an den Wegen von diesem | [9184] Subhastations-Patent. Ran

Das Zeh Nan e ilrriin beleg gehB- rige, in Zehlendorf an der Dorfstraße belegene, un | a2 j i 1 | eh Band 1, Bl. Nr. 41, } Carl Gustav Klose eingetragene, jeßt dessen Erben, den

Wu vas Don JOLendop, a E ' | minorennen Geschwiitern Klose, Anna Marie Emilie, Theodor Hugo Adolf, Theodor Hugo, Martha Louise Marie, Pauline Elise Agnes, gehörige, in Hoheu- Schönhausen belegene, im Grundbu von Hohen- | [9186] Sszhausen Band 1V. Nr. 110 verzeichnete Gruud-

Dorfe na< Rosenthal und Blankenfelde belegene, im Grundbuche ven Nieder-Schönhausen Band IV. Bl. Nr. 170 verzeichnete Grundstü soll

den 4. Ianuar 1876, Bormittags 11 Uhr,

i ihtsf i traße 25, Zimmer | verzeichnete Grundstü>k nebst Zubehör, soll an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstraße S) den ia Zannar 1876, Vormittags 1l ur êffentliG an den Meistbietenden versteigert, und an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstr.25, Zummer Ir. 12, â il üb ie Ertheilung des | im Wege der nothwendigen Subhastation öffentlich an demnächst das Urtheil über die h 9 den Meistbictenden versteigert, und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags den 15. Ianuar 1876, Bormittags 12 Uhr,

i i> ist zur Grund- ! ebenda verkündet werden. : DOs De E eondeie Das zu versteigernde Grundstü> ift zur Gruad-

Nr. 12, im Wege der nothwendigen Subhastation

Zuschlags den 5, Jaunar 1826, Bormittags 11 Uhr,

ebenda verkündet werden.

steuer, bei einem dersclben unterliegenden Gefammt-

70 Aren mit einem Reinertrag von | steuer, bei einem Gesammt-Flächhenmaß von 10,70 ita rg rio Str ats Aren nicht, dagegen zur Gebäudesteuer mit einem

1,64 Thlr. veranlagt.

etragéne Realre _werd l t

aufgefordert, diejelben zur Vermeidung der P-äklusion | R-alrehte geltend zu machen haben, werden aufge-

spätestens im Versteioerungétermin anzumelden. fordert, dieselben zur Vermeidung der Präklufion \pätcstens im Versteigerungstermin anzumelden,

Berlin, den 30, Oftober 1875. en, wel l d

as : Königliches Kreisgericht. weite, zur Wirkfamkeit gegen Dritte der Ein-

Der Subhastations-Nichter.

Berliù, den 24. Oktober 1875. Königliches Kreisgericht. Dex Subhastations-Richter.

rfe j î - : N tato Nhichrift des (6 A 6lnttes <te geltend zu machen haben, werden Hypothekenbuch bedürfende, aber niht eingetragene rolle und beglaubigt? Abschrift des Grundbuchbla

stü> nebst Zubehör soll

Auszug aus der Steuerrokle und Hypothekenschein, jährlichen Nußungswerth ven 252 F veranlagt, Zuschlags

ingleichen etwaige Abshäßungen, andere das Grund-

uszug aus der Steuecrolle, und Hypothekenschein,

stüc betreffende Nachweisungen und besondere Kauf- | ingleichen etwaige Abschäßungen, andere das Grypnd- | ebenda verkündet werden.

bedingungen sind in unserm Bureau V. einzuschea.

weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung

uüd betreffende Nachweisungen und besondere Kauf-

iejeni izenthum oder ander- | bedingungen find- in unserm Bureau V. einzuschen. u ) r A ien, mee Lis Alle Diejenigen, welche Eigenthum oder anderweite, Flächenmaß von 33,41 Aren mit

in das Hypcthekenbu<h bedürfende, aber nicht ein- * zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das |' von 4,71 4 veranlagt. Auszug

Subhastatioas-Pateut.

Das auf den Namen des Handelsmannes Adolf | zumelden.

den 19. Ianuar 1876, Bormittags 12 Uhr, i f, Delbrü an hiefiger Gerichtsstelle, Siiinéestraße Nr. 25, | Ne. 1, belegene, im Grundbuch von Deutfch-Rixdcrf

Zimmer Nr. 12, im Wege der nothwendigen Subha- Band XY. Bl. Nr. 522 verzeichnete Grundstü tion 6ffentli<h an den Meistbietenden versteigert, nebst Zubehör soll und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des

den 20. Ianuar 1876, Bormittags 12 Uhr,

ingleichen etwaige Abschäßungen, andere das Grundo

sttü> betreffende Nachweisuygen und besondere Kauf-

bedingungen sind in unserm Bureau V. einzusehen. Alle Diejenigen, welhe Eigenthum oder ander-

tragung in das Guundbu<h bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte geltend zu macen haben, werden aufgefordert, dieselben zur, Vermeidung der Präkiufion spätestens im Versteigerungs-Termin an-

Berlin, den 12, November 1875. Königliches Kreisgeri. Der Subhastations-Richter.

Subhastatious-Patent. Das dem Seifenhändler Ludwig Herrmann Abend- roth gehörige, in Deutsch-Nixdorf, Delbrückir.

den 9, Fetruar 1876, Vormittags 11 Uyr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstraße 25, Zimmer 16, im Wege der nothwendigen Subhastation öffent- lih an den Meistbietenden versteigert, und demnächst

Das zu versteigernde Grundstü> ist zur Grund- | das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags steuer, bei einem derseiben unterliegenden Gesammt-

den’ 10. Februar 1876, Bormittags 11 Uhr,

einem Reinertrag | ebendoit verkündet werden. E aus der Steuer-| Das zu versteigernde Grundftü> ist zur G:cunds-