1875 / 278 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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der Abschied bewilligt. Dürre, Sec. Lt. von der Inf. des 2. Bats. Landw. Regts. Nr. 15, mit der Landw. Armee'Uniform, Henne>eè, Sec. Lt. von der Inf. des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 16, als Pr. Lt. mit der Landw. Armee Uniform, Kuh fuß, Sec. Lt. von der Inf.

“des 2. Bats. Landw. Regt. Nr. 16, v. Oven, Sec. Lt, von der Kav.

des 2. Bats. Landw. Regts. Nr. 17, als Pr. Lt, Hamm ers<midt, Voormann 1. Sec. Lts. von der Inf. des 2. Bats, Landw. Regts. Nr. 56, als Pr. Lts, Klein, Sec. Lt. von der Inf. des 1, Bats. Landw. Regts. Nr. 57, der Abschied bewilligt. Bender, Sec. Lt. von der Inf. des 2, Bats. Landw. Regiments Nr. 29, Ko hs, Prem. Lieutenant von der Infant. dcs Res. Landwehr-Bats. Nr. 40, Ö ftler, Sec. Lt. von der Inf. des 2. Bats. Landw. Regts. Nr. 65, diesem mit der Landw. Armee-Uniform, Pilgram, Sec. Lt. von

der Kav. desselben “Bats. Borchert, Hauptm. von der Inf. des 9. Bats. Landw. Regts. Nr. 70, mit der Unif. des Landw. Regts.

Nr. 5, der Abschied bewilligt. . Lambre<t, Pr. Lt. von der Zuf. des Meserve Landw. Bats. Nr. 73, als Hauptm. mit seiner bis- herigen Uniform der Abschied bewilligt. Rau, Sec. Lt, von der Res. des Drag Regts. Nr. 22, Jungé, Sec. Lt. von der Res. des Drag. Regts. Nr. 9, der Abschied bewilligt. Broglie, Sec. Lt. von der Res. des Inf. Regts. Nr. 113, der Abschied bewilligt. Casyers, Pr. Lt. von der Inf. des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 131, der Abschied bewilligt. Hering, Sec. Lt. v. d. Landw. des Eisenb, Bats., als Pr. Lr, Fisch er, Sec, Lt. vom Train des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 71, der Abschied bewilligt. Berlin, 16. November. Frhr. v. Rotenhan, Rittm. a. D., zuleßt Pr. Lt. von der Ref. des 2. Garde-Drag. Regts., die Erlaubniß zum Tragen der Landw. Armee-Uniform ertheilt. Berlin, 18, November. Keferstein, ©ecc. Lt. a. D., zuleßt bei der Inf. des Res. Landw. Bats. Nr. 85, die Anst-llungsberechtigung für den Civildienft verliehen. ;

Beamte dex Militär-Verwaltung, Durch Verfügung des Kriegs-Ministeriums. Den 5. November. Rambeau, Nef. Magazin-Rendant in Hofgeismar, als Proviantmeister ad int. nah Neu - Breisach, Greßler, Meyer, Proviantamts - Controleure in Neisse resp. Diedenhofen, als Res. “Magazin-Rendanten na Hofgeismar resp. Perleberg, Gerlach, Schreier, Proviantamt Gontroleure in Colberg resp. Glogau, nah Glogau resy. Neisse, Bormann, Depot-Magazir.verwalter in Mühlhausen i. Th.,, "nter Beförderung zum Vroviantamts-: Controleur nah Diedenhofen, Tiedke, Depot-Magazinverwalter in Perleberg, nah Mühlhausen i. Th. ver- seßt. Gensert, Roßarzt vom Kür. Regt. Nr. 5, zum Ober-Roßarzt beim Hus. Regt. Nr, 12 ernannt. Den 10. November. Liedt>e, Zahlm. Aspirant, zum Zahlm. beim Jäger-Bat. Nr. 1 ernannt. Den 11. November. Buchwald, Zahlm. vom Füs. Bat. Gren. Regts. Nr. 11, zum 2. Bat, Juf. Regts. Nr. 51, O>el, Zahlm. vom Füs. Bat. Inf. Regts. Nr. 63, auf scinen Antrag ¿um Füs. Bat. Gren. Regts. Nr. 11 verseßt. Stauch, Zahlm. Aspirant, zum Zahlm. beim Füs. Bat. Juf. Regts. Nr. 63 ernantt. Den 14. November. Stenzel, Zahlm. vom Füs. Bat. Inf. Regts. Nr. 59, zum 1. Bat. Gren. „Regts. Nr. 6 verseßt. Grosche, Zahlm. Aspiraut, zum Zahlm. beim Füs. Bat. Juf. Regts. Nr. 59 ernannt.

Nachweisung der beim Sanitäts-Corps pro Monat Oktober 1875 eingetretenen Veränderungen. Gestorben. Den 5, Oktober... Dr. Kapp, Assist. Arzt vom Inf. Regt. Nx. 111.

In der Kaiserliczen Marine.

Offiziere 2c. Ernenuungen, Beförderungen und Versetzungen. Berlin, 11. November. Rosentreter, Van- selow, Pr. Lis. vom See-Bat., Behufs Uebertritts zur Land-Armiee, von der Marine ausgeschieden. v. Platen, Pr. Lt., bisher im Inf. Regt. Nr. 66, mit seinem hisherigen Patent im See-Bat. angestellt. v. Heyking, Sec. Lt. im See-Bat, zum Pr. Lt. befördert. Berlin, 18. November. Mens ing I1L. Kapitän-Lt., zum Korv. Kapitän, Klausa, Tirpiß, Büchsel, Sa, Lts. zur See, zu, Kapitän- Lts, Jaes<hke, Galster I1, Schmidt, Unter-Lts, zur See, zu Lts, zur See befördeit. Böhlau, See-Kadett, behufs Uebertritts zur Landarmee, von der Marine ausgeschieden. Stieber, Unter- L, zur Sée von der 2. Matrosen-Div., unter Rangirung hinter Unter-Lt. zur See Frhr. v. Lyn>er, ein vom 16. Dezember 1871 Q. 2. datirtes Patent sein Charge verliehen. Darmer, Fel- berg, v. Rente ll, Lis. zur See der Seewehr, zu Kapitän-Lts. der Seewchr befördert. Hoffmann, Unter-Lt. zur See der Seewehr, vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 63 der Ab\chied bewilligt.

Nichtamlliches.

Frankreich. (Monatsübersicht für Oktober.) Der Präsident der Republik führte am 1. Oktober in einem t inisterrathe den Vorsiz, in welchem die Streitfrage zwishen dem Vize-Präsidenten des Kabinets, Buffet, und dem Finanz- Minister Leon Say bezüglih der Aufnahme der von dem Letzteren in Isle-Adam gehaltenen Rede in das „Journal offi- ciel“ zu Gunsten des Leon Say's entschieden und das Einverneh- men zwischen den beiden Ministern wiederhergestellt wurde. Der Finanz-Minister, welcher in der erwähnten Rede gesagt hatte, die Majorität der Nationalversammlung vom 24. Mai 1873 sei glü>licher Weise aufgelöst, erklärte in einer zugleich mit dem Morilaut der Rede in dem amtlichen Blatte vom 2. Oktober veröffentlichten Zuschrift, er habe mit dieser Behauptung nur die Veränderung konstatiren wollen, welche fih in der Scheidung der verschiedenen Fraktionen der Nationalversammlung in Folge des Votums über die konstitutionellen Geseße habe vollziehen müssen. Dagegen habe er in keiner Weise seine Kollegen, welche der früheren Majorität angehört und wel<he sich jeßt um die Regiezung geschaart hätten oder no< \haaren würden, verleßen wollen. Die Regierung müsse auf eine große konstitutionelle konser- vative Partei rehnen, um die Verfassung zur Anwendungzu bringen. Um ähnlichen Vorkommnissen auszuweihen, hat der Prä- fident der Republik angeordnet, daß künftig außerhalb der Kam- mer feine ministeriellen Reden gehalten werden sfollen, über welche nicht vorher ein völliges Einverständniß erzielt worden sei. Auch die Präfekten wurden aufgefordert, bei den landwirthschaftlihen Versammlungen keine Reden mehr zu hal- n und, wenn mögli, sogar auf die Betheiligung an denselben zu verzichten.

Im Uebrigen wurden au< im Monat Oktober viele außerparlamentarishe Reden gehalten. So \spra< Jules Simon bei der Krönung der Rosenjungfrau zu Puteaux über die Volks\{hulen und für obligatorischen, unentgeltlihen Unterricht. Thiers hielt in Arcachon bei Bordeaux eine Rede, in welcher er erklärte, daß er die Re- publik für fest begründet halte. Auch stehe Fränkrei<h durchaus nit isolirt unter den Nationen Europas, sondern fönne infolge der der Erhaltung des Friedens zugewendeten Absichten der europäishen Kabinete auf diejenigen Sympathien renen, die auf der Politik der Nichtintervention beruhen; die Politik der Nichtintervention E die Politik der Zukunft. Rouher und Roaul Duval sprachen ihrerseits, der eine auf Korsika, der andere in Rouen, im bonapartistishen. Sinne. Der Erstere hob mit be- fonderem Nahdru> das Recht der Verfassungsrevision hervor, gedachte in einer Rede zu Bastia rühmend der Handelspolitik des Kaiserreichs und erklärte im Gegensaÿ zu Thiers, daß er an den Erfolg der Republik niht glaube. : :

Der Prinz von Wales kam auf der Reise nah Brindisi und Indien am 12. in Paris an, ftattete dem Präsidenten einen Besuch ab und fuhr am 13. weiter. Der Prinz Napoleon ¿raf am 7, na<h längerer Abwesenheit wieder in Paris ein.

An Stelle Ali Pascha's wurde Sadyk Pascha zum Bot- \<hafter der Pforte bei der frarzösishen Regierung ernannt. Am 9. Oktober fand im Elysée die Feierlichkeit der Ueber- gabe des Barets an den Kardinal-Erzbishof von Rennes, Migr. Brossais Saint-Marc, durh den Marschall Mac Mahon t Der Erzbischof hielt am 183. seinen festli<hen Einzug in ennes.

General Chanzy, der sich zu Anfang des Monats in Pa- ris aufhielt, hatte häufige Unterredungen mit dem Präsidenten der Republik über Reformen in der Verwaltung und Organi- sation Algeriens.

Das amtlihe Blatt vom 16. publizirte die Ernennung Wel <he's zum Präfekten von Lyon an Stelle Ducros', wel- <er zum Direktor der algerishen Angelegenheiten im Ministerium ernannt is, ferner die Ernennung von drei neuen und die Ber- sezung von sieben anderen Präfekten.

Die vom Kriegs-Minister eingesezte Kommission hat ihre Aufgabe, einen Gesezentwurf über die Beförderung in der Territorial-Armee auszuarbeiten, beendet, Das „Journal officiel“ vom 1. Oktober publizirte die Ernennung von 7 neuen Divisions- und 17 neuen Brigade-Generalen an Stelle von ebensovielen Generalen, wel<he gestorben waren oder ihren Abschied genommen hatten. Das Arsenal in Brest wurde am 21. dur< ein großes Feuer {wer geschädigt. Man \chäßte den Schaden auf eine Million Franken, Auf dem Linien- \chiffe „Magenta““ vom Panzergeshwader bra<h am 31. Oktober im Hafen von Toulon Feuer aus, in Folge dessen das Schiff in die Luft flog; von der Besazung werden 6 Mann vermißt.

In der lehten Sizung des ständigen Aus\<husses der Nationalversammlung vow 14. Oktober theilte der Minister Buffet mit, die Regierung habe die Absicht, sofort nah dem Wieder- zusammentritt der Kammer das Wahlgeseß auf die Tages- ordnung zu seßen. Er zeige dies vorher an, damit gleih alle Deputirten von Anbeginn pünktli<h auf ihren Plägen seien. Die Deputirten der Linken trafen in Folge dessen, obwohl die Session der Nationalversammlung erst am 4- November be- ginnen sollte, bereits gegen Ende des Monats Oktober in Paris ein und hielten am 24. ihre erste Fraktionsversammlung. Au<h die anderen - Parteigruppen traten bald darauf zu Vorbesprehungen über die Wahlgesehvorlage zusammen. Die beiden Wahlmodi, welche den Gegenstand der Debatte im Ministerium und unter den verschiedenen Fraktionen der Nationalversammlung vildeten, waren die Departements- Abstimmung oder scrutin de liste, und die Arrondissements- Abstimmung oder scrutin uninominal. Nah dem einen Ver- fahren hat jedes Departement, nah Maßgabe seiner Bevölke- rungszahl, eine gewisse Anzahl von Abgeordneten zu wählen, wobei jeder Wähler eine entsprechende Anzahl von Kan- didaten zu bezei<hnen hat; na<h dem andern hat jedes Arron- dissement einen Abgeordneten zu wählen. Ein Vermittelungs- vorshlag dagegen, welcher von Antonin Lefèvre-Pontalis und 93 anderen Deputirten ausging, wollte, daß jedes Arrondissement für 100,000 Köpfe oder einen Bruchtheil davon Je einen Ab- geordneten wähle. Mit dem Tode des Deputirten der Rechten, Dezanneau, am 8. Oktober, ftieg die Zahl der ledigen Sitze in der Nationalversammlung auf 24. ;

Am 6. Oktober begannen im erzbischöflihen Palast zu Paris ‘die Versammlungen der Erzbishöfe und Bischöfe, unter deren Leitung die Pariser katholishe Universität gebildet werden soll. Die Universität Lille erfreute sih einer Do- tation von gegen 1 Million Fres. Seitens der Geistlichkeit der Erzdiözese Cambrai. i i

Das in Ajaccio auf Korsika erscheinende Journal „L'E<ho“ wurde wegen eines gegen die Regierung gerichteten Artikels vom Straßenverkauf ausgeschlossen, die gerichtliche Verfolgung gegen das genannte Organ eingeleitet und der Maire von Ajaccio, Forcioli, welcher in der Uniform eines Re- serve-Offiziers an einer politischen bonapartistishen Demonstration theilgenommen hatte, seines Postens enthoben. i

Das Amtsblatt veröffentli<hte am 31. Oktober die Taxen für die Francatur von Briefen aus Frankreih na< dem Auslande gemäß den Bestimmungen der Berner Konvention.

Die Verhandlungen zwischen Frankreich und Italien über den Handelsvertrag wurden bis auf die \<ließlihen Forma- litäten Gu beiderseitiger Zufriedenheit beendigt. Dagegen verwarf der landwirthshaftlihe Kongreß in Rheims in einem Schreiben an den Handels-Minister die Aufrehterhaltung der Handelsver- träge und verlangte an ihrer Stelle ein Zollgeseß.

Durch den Fall der Course der tür kishen Fonds wurden viele kleine Rentner und Börsenspekulanten benachtheiligt.

Den Ertrag der Weinernte {äßt der „Moniteur“, troß dem dur< Reblaus und Uebershwemmung angerihteten Shaden, der mindeftens 6 Millionen Hektoliter beträgt, auf 75 Millionen Hektoliter. Indessen soll die Qualität, außer in der Champagne,

‘wo das Gewächs ausgezeichnet ist, ni<t überall der Quantität

entsprechen. L : Nach dem amtlichen Ausweis des Erträgnisses der direkten

und indirekten Steuern für die ersten neun Monate 1875 haben die indirekten Steuern in dieser Frist die Voranschläge des Budgets um 69,580,000 Fr. und das Erirägniß der ent- \spre<enden Periode von 1874 um 99,830,000 Fr. überstiegen, Der Uebershuß über die Voranshhläge betrug für Enregistrement 12,155,000, für Einfuhrzölle 11,440,000, für Getränke 28,270,000, für Tabak 19,323,000, für Briefportos 4,250,000, für Eisen- bahnfrahten 2,394,000, für Zündhölzhen 138,000 Fr., wogegen die Steuer auf Stearin und Kerzen um 2,199,000 Fr., der Zol] auf Kolonialzu>er um 4,530,000 Fr., die Salzsteuer um 3,936,000 Fr. hinter den Voranshläßen zurü>blieb. Die neue Steuer auf die beweglihen Werthe übertraf hinwiederum die Ansätze des Budgets um 2,755,000 Fr.

Neichstags - Angelegenheiten.

Berlin, 25. November. In der gestrigen Sißzung des Deutschen Reichstages nahm in der Diskussion über den Etat des Reihs-Eisenbahnamtes der Bundesbevollmäch- tigte Präsident Maybach nah dem Abg. Stumm das Wort :|

Meine Herren! Der Hr. Abg. Dr. Lasker hat dem Unbehagen Ausdru> gegeben über die bisherigen Resultate der Wirksamkeit der dur< das Geselz vom 27. Juni 1873 für das Auffichtswesen über die Eisenbahnen eingeseßten Reichsbehörde. In dem Gefühl dieses Unvbe- hagens stimme i< vollständig mit ihm überein; nicht minder theilen dieses Gefühl mit mir diejenigen Herren, welche berufen sind, die Geschäfte des Amtes mitzubearbeiten. Wir wver- kennen durhaus nicht, daß die Erwartungen, wel<he man an die Schöpfung dieser Behörde geknüpft hatte, uicht erfüllt, wenig- stens zum großen Theile nicht erfüllt sind. Aber, meine Herren, worin beruhen die Gründe hierfür? Die Erwartungen waren viel- leicht zu hoh gespannt. Jch bitte Sie, erinnern Sie si der Strö-

mungen und der Stimmung, unter deren Hzrrschaft das Gesetz zu

Stande kam. Damals gingen die Wogen der Speküiation no< hoch! es waren Vorgänge eingetreten, wel<e eine starke, kräftige Aufsicht über das Eisenbahnwesen erforderlich erscheinen ließen; man glaubte, eine folde Aufsicht, eine unparteiishe, wirksame Aufsicht in einer Reichsbehörde zu finden. Jch bitte Sie aber auch; si< zy erinnern an die Debatten, welche über das Geseß gepflogen wurden, Schon damals wurden die großen Schwierigkeiten nicht verkannt, welche der Wirksamkeit einer solchen Behörde entgegenstehen. Eine Sinekure, meine Herren, ist für keinen Einzigen von uns die Thätig- keit in diesem Amte, ich darf Jhnen vielmehr die Verficherung geben, daß diese Thätigkeit eine aufreibende, überaus anstrengende und au niht immer dankbare ist. Es bedarf des fris<esten Muths, der na- tionalen Begeisterung, um das Ziel fest im Auge zu behalten, welches troy aller Schwierigkeiten erreiht werden muß; i< meine das Ziel, unsere deutshen Eisenbahnen zu den großen nationalen Verk-hrs- stre>en zu machen, wozu sie die Verfassung eben gemacht schen will, Wird weiter gefragt: was hat denn das Eisenbahnamt in all der

zu erwidern: es hat zunächst die vornehmste Aufgabe, die ihm ge- stellt war, si< mit dem Entwurf eines Reichs-Eisenbahngeseßes zu befassen, zu 1ôfen gesuht. Nach der Sammlung des nöthigen Ma- terials hat es einen Entwurf aufgestellt, hat ihn publizirt und zur A E INi der verbündeten Regierungen mitgetheilt; es hat darauf die Ausstellungen gegen diesen Entwurf entgegengenommen, einen neuen Geseßentwurf ausgearbeitet und wiederum zur öffentlichen Diskussion gestellt. Die Ziele, welhe beide Gesegentwürfe si stell- ten, waren in dieser Weise, wie es schien, nicht zu erreichea. Jh habe mir neuli< au Anlaß der Interpellation des Hrn. Abg. v. Minni- gerode bereits mitzutheilen erlaubt, daß die anderweite Bearbeitung des Geseßes in Angriff genommen sei. Jch habe dabei die Bemer fung gemacht, welche der Hr. Dr. Lasker al2 eine myste:iöse An- deutuag aufgefaßt hat, daß der Entwurf dieses Gesetzes vielleicht in anderer Weise, auf anderer Basis aufzustellen sei. J< will heute hinzufügen, daß die Schwierigkeiten, welche bei der Bearbeitung eines solhen Geseßes sich Heraus8gestellt haben und welche sowohl auf dem politischen wie auf dem wirthschaftlichen und finanziellen Gebiete liegen, eine Lösung anderer Art, als sie bisher versuht war, vielleiht nöthig machen werden, Die Anforderungen des wirthschaftlichen Gebiets, meine Herren, stehen vielfa< im Widerspru<h mit denjenigen Anforderungen, welche die begründeten Rü>sichten auf die Finanzlage der Einzelstaaten, welche Staatsbahnen besißen, wie auch der Privatv1hnen aufnöthigen Es wird si empfehlen, eine Verständigung zwischen diesen Interessen zu versuchen. Der näheren Andeutungen darüber, wie diese. Verstän: digung zu erzielen sein möchte, muß ih mich für jeßt enthalten. Wena dann gefragt wird: was hat das Reichs-Eisenbahnamt weiter geleistet ? so erlaube i< mir zu erwidern, daß es sih bemüht hat, den Vorschriften des Geseßes vom Jahre 1873 gemäß zunächst für die Verwirklichung - der verfassungsmäßigen Vorschriften zu forgen, welche in Wirksamkeit gesezt werden können, ohne daß vorher ein organisches. Geseß erlaffen ist. Es sind zu dem Zwe>e ein Be- triebsreglement, ein Bahnpolizeireglement, eine Signalordnung ausgearbeitet. Man hat verjuht, einheitliche Betriebseinrich- tungen, wenn au<h nicht überall diftatorish, fo do<h- im Wege der Empfehlung in verschiedenen Punkten dur- zuführen, Man bat ferner sih eine sehr eingehende Kontrole des Tarifwesens angelegen sein lassen, und daß das keine Kleinigkeit it, wollen Sie daraus erschen, daß im August d. J. die Zahl der Tarife auf den deuts<en Eisenbahnen si< auf ca. 1357 belief. Verände- rungen dieser Tarife ereignen sih alle Tage. Will das Reich eine Kontrole darüber üben, so muß es sie kennen, und es bedarf einer greßen Zahl von Arbeitskräften, um nur auf diesem Felèe kurrent zu bleiben. Das Reichs-Eisenbahnamt hat sich bemüht darauf hinzu- wirken und einzuschreiten, wo es nöthig gewesen ist, um die ordnungs- mäßige Publikation der Tarife, eine gleihmäßige Handhabuxzg der Tarife zu erzwingen. Es hat ferner seice Bemühungen auf .die Her- stellung angemessener Fahrpläne, auf anshließende Züge, auf Einrich- tung direkter Expcditionen gerichtet, und es hat bekanntlich si< mit der Herstellung eines einheitlichen Tarifsystems eingehezd befaßt. Es hat Über die bauli<hen Konftrufktionen, über die Ausrüftung mit Be- trieb3mitteln auch für die Zwe>e der Lantesvertheidigung fich cingchende Joformationen verschaffen und dahin wirken müssen, daß, wo Mängel bervortraten, diese beseitigt würden. Es würde zu weit gehen, das Detail anzuführen, welches alles in Folge dieser Geschäftszweige, wenn ih sie so nennen darf, hat in Scene gesezt werden müssen, Ich bitte Sie zu bedenken, daß wir 25 Bundesregierungen und 63 fouveráne oder quasi souveráne Eisenbahnverwaltungen habey, mit denen wir in Korrespondenz stehen. Es hat die Thätigkeit dez Reichs- Eisenbahnamts weitec ausgedehnt werden müssen, bem Geseßze von 1873 gemäß, auf die Abhüife von Beschwerden, die bei ihm angebra<ht waren. Die Zahl der Beschwerden, die in diesem Jahre bereits angebracht find, beläuft fi<h auf über neunhundert; dieselben machen zum Theil eie sehr eingehende Be- handlung nothwendig und erstre>en sih oft auf Gebiete, die eixe weit- läufige Korrespondenz erst erfordern. Ich darf sagen, zu meiner Be- friedigung und Genugthuung, daß gerade über die Behandlung diefes Gegenstandes dem Reichs-Eijenbahnamte aus den verschiedensten Kreisen die Anerkennung nicht vorenthalten ist. Die Behörde Hat si bemüht, Ue“elstänte zu beseitigen, es ist’ ihm dies au<h in vielen Fällen ge- glü>t, wo es die Befugniß dazu hatte, in anderen Fällen hai seine Empfehlung, seine Einwirkung genügt, um offenbaren Mißständea abzuhelfen. Wenn es nicht hat weiter gehen können, so bitte i< zu bedenken , daß ihm dau die Machtmitiel fehlen. : Meine Herren! Es ift sodann weiter bemängelt worder, daß eigentlich doch- kaum eine * Seranlassuxg vorliegen möchte, unter jolchen Verhältnissen cine Vermehrung des Personals des Amtes eintreten zu lassen. Die zur Diskussion stehenden beiden Positionen des Etats seßen sih zusammen aus zwei Theilen. Der eine Theil bezwe>t die Bewilligung desjenigen Personals, wel<hes nothwendig ist, um dle gegenwärtigen Geschäfte fortzuführen. Es soll die Stelle eines vortragei den Raths geschaffen werden, um den als Hülssarbeiter bezeils ange- stellten Regierungé-Rath in eine solche Stellung einrü>en zu laffen dér bisberigen Usanze und auch seinen berc<tigten Hoffnungen ge mäß. Die Stelle eines anderen Hülfsarbeiters ist nothwendig, weil ein solcher {on gegenwärtig diätarish beschäftigt werden muß, ver- möze des Geschästsumfanges des Amtes. Und, meine Herren, daß dieser Geschäftsumfang nicht so ganz unbedeutend ist, bitte i, dar aus zu entnehmen, daß die Zahl der Ges<häftsnummera sich jeßt nahezu auf 13,000 beläuft und gegen das Vorjahr eine Zus nahme nahweist von gegen 52 Prozent. Mit dem andern Theil - der Stellen, welche beantragt sind, {oll allerdings einem anderweitigen Bedürfnisse entgegengekommen werden. Bei der vorjährigen Berathung des Etats des Reichs-Eisenbahnamtes wurde von dem Herrn Abg. Wölfel der Wunsch ausgedrüd>t, daß man zur Bestellung von Reichseisenbahn-Kommissarien übergehen möge. abe darauf erwidern müssen, daß dieser Gedanke bereits erwogen, indessen zur Zeit zur Ausführung no< nicht reif erkannt fei, weil es eben an einer geseßlichen Grundlage für die Wirksamkeit folcher Beainten fehle. Jn diesem Jahre versuchten wir auf audere Weise dem Bedürfnisse zu entsprehen. Wir haben gefühlt, daß es für die Reichs- Aufsichtsbehörde mißli< i}, wenn sie fi zu sehr * der Proxis entzieht. Sie muß nothwendig mit dem ras< fortschreitenden CEntwi>elungsgange unseres Eisenbahn wesens, mit den Bedürfnissen des Verkehrs vertraut bleiben, sie muß ees mit diesen behalten, fie muß auc Fühlung behalten mit den ünschen d¿r Eisenbahnyerwaltungen selbst. Es ift nothwendig, für ihre Zwe>e vermittelnd einzutreten für das Verständniß ihrer Anord- nungen. Unsere Eisenbahnen sind heute Patienten, fie sind nervós reizbar, und man muß auf diesen Zustand Rü>ficht nehmen ür sofern wenigstens, als man das, was vielleicht einer späteren Zel ohne Schaden vorbehalten werden kann, verschiebt, und die Ausführung der Anordnungen selbst so bewirkt, daß den Eisenbahnen diese Aut führung möglichst erleichtert wird, ohne den Zwe>k zu gefährden. Endlich aber, meine Herren, haben wir nöthig Personen, wel<€

Zeit gethan? fo habe i< darauf, um?7niht in das Detail zu gehen, |

j auch die Ausführungen der Anordnungen des Reichs-Eisenbahnamtes

k oniroliren. Fine jel<e Kontrole haben wir zur Zeit nit. Wir fin auf den guten Willen der verbündeten U Nin, e uns ja bisher au nicht gefehlt hat, und auf den guten Willen der Œisenbahnverwaltungen. Ob jedoch dieser gute Wille immer ausrei- chend fein wird, um die Reichsrezierung zu vergewissern, daß die An-

ordnungen immer in ihrem Sinne ausgeführt werden, bleibt dahin-'

geftellt. Immerhin hat si<h das Bedürfniß gefunden, in diesem Sinne eine Abhülfe zu schaffen. Wir Haben! gedacht, daß die Reichs-Eisen- bahnkommission gewissermaßen als ambulante Beamte fun- giren, die an denjenigen Ort si<h begeben, wo das augen- bli>klihe Bedürfuiß es erheis<t, sei es zur Aufklärung, sei es zur Ermittelung, zur Kontrole, Wir müssen weiter bei unscren Einrichtungen ni<t blos an uns denken, sondern au mit den Einrichtungen in den wichtigeren Nachbarländern vertraut bleiben, wollen wir von den Fortschritten profitiren, die dort gemacht werden. Das ist der Zwe> der Vermehrung der Kräfte, der in deu Motiven zum Etat nur kurz hat angedeutet werden fönnen. Jch bemerke dazu, daß von den drei in wirklicher Vermehrung der gegenwärtigen Stellen zu freirenden Rathsstellen die eine für einen te<nis<en Rath und die zwei anderen für administrative Räthe bestimmt sind.

Nun, meine Herren, die Aufgaben des Reichs-Eisenbahnamts werden au< in Zukunft ebenfalls nicht leiht sein. Es existirt ja vielfa die Ansicht in unserem lieben Vaterlande, als wenn die ein- zelnen Ciseubahnsysteme gewissermaßen Jnseln bilden, welhe nur vermittelt einzelner Brü>en mit den Nachbarinseln in Verbindung stehen. Man will von dieser Seite dem Neiee eine Aufsicht nur insofern gestatten, als sie sich in akademishen Grenzen bewegt und auf eine kontemplative Oberaufsicht sih beschränkt. Meine Herren, cine folhe Aufsicht liegt meines A nicht in den Absichten dieses hohen Hauses, und ein Geseß auf solcher Grundlage Ihnen vorzu- legen, dazu können wir uns nicht entschließen. Jch bitte Sie, meine Herren, geben Sie, indem Sie uns die Mittel bewilligen, neue Kräfte für unsere Aufgaben zu gewinnen, die si<h dazu eignen, durh ihr Votum uns zu erkennen, daß Sie unsere Bestrebungen unterstüßen Und, wenn es sein muß, auch mit aller Macht hinter uns stechen wollen.

Der Etat für die A Reichsheeres auf das ahr i;

Der für das nächste Jahr aufgestellte Etat ergiebt gegen das Vorjahr einige Aenderungen, welhe wir nachstehend zur Darstellung bringen wollen.

: Fortdauernde Ausgaben.

__ Die Zahl der höheren Truppenbefehlshaber wird um einen General-Lieutenant und einen General-Major vermehrt werden. Der Erstere ist für die in Meß zu formirende Kavallerie - Division bestimmt und erhält cinen Stab, wie ihn „die beiden anderen, bei Garde und XII Armee-Corps bestehenden Kavallerie-Divisionen {on besißen. Die besonderen Verhältnisse des Bezirkes des XV. Armee- Corps machen die Formirung dieser Division nothwendig, und mag hierbei darauf hingewiesen werden, daß die beiden anderen großen Militärftaaten, Rußland und Frankreich, überhaupt dauerud formirte Kavallerie-Divisionen besißen.

_ Der General-Major is für die in Berlin zu formirende märkische Landwehr-Brigade bestimmt. Es soll dur< die Schaffung dieser Brigade der Commandeur der 11. Jnfanterie-Brigade entlastet werden, welchem neben der Ueberwachung der Kontrole des Beurlaubten- standes und der Mobilmachungsvorbereitungen in 4 Landwehr-Ba- taillonsbezirken und seinen Obliegenheiten als Truppen-Commandeur, auch no< der Bezirk Berlin unterftellt ist. Hier stehzn allein 1:00 Offiziere und 60,000 Mann in Kontrole, an der Musterung nehmen 30—40,000 Mann Theil. Deshalb soll der Bezirk Berlin von der 11. Infanterie-Brigade abgezweigt werden und einen eigenen Brigade- Commandeur erhalten.

_ Bei den Gouvernements und Kommandanturenu sind für später insofern Aenderungen in Aussicht genommen, als die Gou- verneurstelle von Rastatt na< Cöln übertragen und dort ein 3. Kom- mandant ernannt werden soll, Rastatt dagegen einen Kommandanten I, Klasse erhalten wird, während der 2. Kommandant eingeht.

Die ‘seit dem Jähre 1871 von 3- auf 5 JInfanterie-Bataillone und 1 Fuß-Artillerie-Bataillon gefsteizerte Besaßung in Spandau, welcher binnen Kurzem noc< ein 6. Jnfanterie-Bataillon hinzntkten wird, hat dazu geführt, die Erhebung diefer Festung zu einer Kom- mandantur I. Klasse zu beantragen, da sih neben den Trupven dort no< eine große Zahl von Behörden, militärischen Etablissements, te<aischen Justituten 2c. befindet.

Diesem Titel des Etats ist no< eine besondere Denkschrift bei- gegeben, wel<he, aus Veraulassung des Reichstagsbeschlusses vom 11. Dezember 1874, die etwaige Eutbehrlichkeit von Kommandanten- stellen 2c, prüft und nah eingehender Erörterung aller einschlägigen Verhältnisse zu dem Resultat kommt, daß die zur Zeit bestehenden Kommandanturen 2c. fortbestehen müssen mit Ausnahme der von Königstein, welhe künftighin nur als Kommandantur II1. Klasse be- stehen bleiben sell, und Cassel, welche als künftig wegfallend bezeich- net werden.

Bei dem Generalstabe sind 3 Stabsoffiziere als Eisenbahn- linien-Kormamissare neu auf den Etat gebraht. Dieser Ansaß moti- virt fih dur<h die Komplzirtheit des militäris<en Transportwesens, und durch die hieraus sich ergebende Nothwendigkeit, die im Kriege als Linierkommandanten fungireaden Offiziere bexeits durch ihre Frie- dersstellung «zu- diesen Funktionen vorzubereiten. Da zunächst no< Erfahrungen über die zwe>mäßigste Art dec Beseßung dieser Stellen zu gewinnen sind, so find vorläufig nur 3 solche angeseßt.

Die Stellen der Ingenieurgeographen follen aus Militärbeamten in solche für Civilbeamte umgewandelt und ihr Einkommen erhöht werden, da cs na< den gemachten Erfahrungen ni<ht mehr mögli< ist, ein tüchtiges, zuverlässiges und tehnish durgebildetes Personal zu gewinnen, wenn ni{ht den Anforderungen mehr entsprecheuze Ver- gütungen gewährt werden.

In der Organisation der Bezirks-Kommandos ' sind umfassendere Aenderungen in Ausficht genommen worden. Die Bezirks-K-mmandos Berlin, Côln und Breslau sollen in Landwehr-Regimenter zu resp. 4, 2 und 2 Bataillonen umgewandelt und die Stellen der Regiments-, fowie Bataillons-Commandécure von aktiven Offizieren wahrgenommen werden. Die Bataillons - Con:mandeure sollen an Stelle der Adjutanten inaktive Haupileute erhalten, welche im Kriege event. ihre Funktionen übernehmen. Die große Zahl der-zu kontrolirenden Offiziere und Mannschaften, der schnelle Wechsel der Bevölkerung und die Ansdehnung des Ersatzgeschäftes erheischen diese Umformung. Um die Beförderung der erheblichen Zahl von Dienstbriefen bei den erwähnten drei Bezirks. Kommaudos innerhalb der Garnisonorte durh die Post zu ermöglichen, find gleihfalls 2700 M. in Ansaß gebraht, da die fernere Besorgung derselben dur< Mannschaften unthunlih erscheint Neben den {on er- wähnten 8 neuen aftiven Stabsoffizierstelen sollen abèr noch bei 49 anderen Bezirks-Kommandos solche geschaffen werden. Diese Maßregel soll dem bei einer etwaigen Mobilmachung jedenfalls her- vortretenden Mangel an Offizieren abhelfen, welche zur Führung von Regimentern und Bataillonen befähigt sind. Die Abgaben, welche die Linientruppen bei einer Mobilmachung den Ersaß-Besaßzungs- truypen zu leisten haben, sind so groß, daß eine fernere Shwächung derselben dur Abkommandirungen nur auf Kosten ihrer Leistungs- fähigkeit stattfinden könnte. So sollen denn diese Offiziere im Frieden bei dèn Bezirks-Kommandos verwandt werden, bis fie zum Regiments» Commandeur ihrer Anciennetät nah herangerü>t sind, im Kriege aber ge Uebernahme von Trupyenkommandos verfügbar gemacht werden. Bei dem 1. Badischen Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 wird, ebenso wie bei den Garde-Fnfanterie-Regimentern, ein Stamm für die Land- wehrformation geschaffen, da dieses Regiment, aus dem ganzen Bezirk des

X1V, Armee-Corps rekrutirt, ein eigenes Landwehr-Regiment nicht besißt.

Für die Förderung der Interessen der Militäranwärter soll nunmehr in jedem Corpsbezirk einem Landwehr-Bezirkékommando die Bearbei- tung der Versorgungéangelegenheiten übertragen werden. Für diese Thätigkeit sind Zulagen an den betreffenden Commandeur und dessen Adjutanten, sowie die Zutheilung eines Schreibers speziell für dicsen Zwe>k in Ausficht genommen.

Erhöhungen der Cadrezahl resp. Etat3erhöhungen der Truppen sind zunächst dur< die Formirung eines min Eis en. Bataillons und damit eines Eisenbahn-Regiments ver- anlaßt. Dieselbe ift geboten fowehl zur Heranbildung eines im Eisenbahnbaudienst geshulten ausreihenden Beurlagubtenstandes, als au< zur Abgabe der nothwendigften Cadres an die zahlreichen Kriegs- eisenbahnformationen. Behufs Innehaltung der cefeiiiiben Friedens- präfenzstärke erfelgt eine Verringerung der Etatsftärke sämmtlicher Garde- und Linien-Kavallerie-Regimenter um 2 Mann und 2 Pferde pro Ekcadron. Dagegen erscheint nunmehr die fernere Anrehuung von 300 Einjährig-Freiwilligen ni<ht mehr angängig, weil dur eine solche Verringerung der Zahl der geshulten kriegstüchtigen Pferde die gebotene Marschbereitshaft der Kavallerie in unzulä)siger Weise herab- gedrü>t würde.

/ „Zur ¡Sokis fer al vo4 5 reitenden Bat- erien ist bereits für den Frieden die Verstärkung ihrer bespann Geschüßzahl von 4 auf 6 erforderlich. | N tis

__ Um dies in der Zahl der Mannschaften auszugleichen, werden die übrigen Feldaktheilungen, sowie die me>lenburgishen Batterien besonders in ihrem Etat herabgeseßt, jede reitende Batterie erhält 4 Pferde weniger. Der Wahk- und Arbeitsdienst des großen Waffen- plaßes Metz erheisht eine Verstärëung der dortigen Jnfantecie-Be- saßung. Da für eine Verlegung nah Meß JInfanterie-&ruppentheile nicht verfügbar fizd, kann die gebotere Verstärkung nur durch eine Erhöhung des Fricdensetats der in Meß garnisoniren- den preußischen Bataillone des 42. und 45. Inf anteric-Regi- ents auf 680 Mann erfolgen. Aehnliche Verhältnisse bedingen die Erhöhung der in Met, Straßburg und Diedenhofen garnisonirenden preußischen Fuß-Artillerie- Compagnien. Dagegen werden sämmtliche Infanterie- und Jäger-Bataillone um je 2 Mann, die med>lenburgi- La eie bisher eine höhere Stärke hatten, um 50 Mann ver- ringert.

Die Zahl der Reitpferde bei den Trainbataillonen foll um 3 per Compagnie erhöht werden. Diese Maßnahme ist zur Ausbildung der Mannschafïten um deswillen nothwendig, weil der zeitige Pferdestand des Trains der Anzahl der Mannschaften nicht entspricht. Diesem Mehrbedarf steht der hon oben erwähnte Minderbedarf an Pferden bei der Kavallerie gegenüber.

__ Bei der Offizier-Reitschule setzte der Etat bisher nur 10 Premier- Lieutnantsgehälter für die Lehrer aus. Weun auch das Gehalt von 9 Rittmeistern 1. Klafse und 5 solchen 11. Klasse_ {on bisher gewährt wurde, so geshah dies aus Ersparnissen. Dem“ist nun dur< Etati- firung der betreffenden Stellen ein Ende gemacht.

Um jüngere Kavallerie - Offiziere im Aufklärungsdienst zu unterweisen, sind besondere Uebungêreisen beabsichtigt und der ent- sprehende Betrag in dem Titel „Tagegelder“ in Ansatz gebracht worden. Für die Remonten hat fi<h die Erhöhung des bisherigen Derchschnittspreises von 600 # um 55 4 als nothwendig heraus- gestellt, ebenso war die Errichtung no<h eines Remontedepots in der Provinz Preußen auf der Domäne Liesken bei Bartenstein beabsichtigt, weil für die in der Provinz Preußen angekauften Pferde die dort be- stehenden Depots nicht mehr genügen, sih auch dort die Erhaltung der Pferde notorisch am billigstea herstellen läßt.

Bei den Militärbildungs8anstalten beansprucht zunäGst das Kadettencorps einige Mehrausgaben. Diese re<tfertigen sich durch die Durchführung des Nermal.Etats für Gymnafien am Ber- liner Kadettenhause sowie des Normal-Etats für Progymnasien an den Provinzial-Kadettenhäusern. Ebenso hat der Mangel an Civil- erziehern, von denen zur Zeit die Hälfte manqguirt, zur Beantragung einer Gehaltsaufbesjerung für dieselben geführt, da andernfalls geeig- nete Persönlichkeiten nah den gemachten Ecfahrungen niht gewonnen werden können

Bei der Oberfeuerwerkers{<ule wird eine Erweiterung auf 240 Süler projektirt, welhe Zahl in Anbetracht dér zahlreichen Abgänge bei dem Fenerwe:köpersonal und dem - zeitigen großen Manquement unumgänglich nothwendig ist, um den beuöthigten Er!aß sicher zu stellen, zamal no< eine niht unbeträ>ßtlihe Steigerung des Bedarfs zu erwarten steht, sobald der gegeuwärtig in der Ausführung begriffene Um- und Erweiterungsbau einzelner Festungen vollendet ist.

Aehnliche Verhältnisse bedingen die Erhöhung der Kopfftärke der Compagnien deèr Untero ffiziershulen um 1 Sergeant, 20 resp. 15 Füfiliere.

Im Militärgefängnißwesen if insofern eine Aenderung beabsichtigt, als die bisherigen 24 Stellen, welche je zur Hälfte für Hauptleute II. Klasse und Premier- Lieutenants bestimmt waren, nun zu je 4 von Hauptleuten I. und I1. Klasse und Premier- Lieutenants wahrgenommen werden foll Die Vorstände der Festungégefängnisse und die Führer der Arbeiterabtheilnngen haben einen beshwerlihen und verantwortungévollen Dienst. Sie wérden aus der Zahl der nicht niehr felddieustfähigen Offiziere entnommen und haben keine Aussicht auf Weiterbeförderung. Um daher brauchbare Kräfte für die bezeich- neten Stellungen zu gewinnen und in denselben zu erhalten, erscheint die angestrebte bessere Dotirung der Stellen ebensowohl geboten, als auch der Billigkeit entspre<hend. JInteressant dürfte es shließli< sein, daß nunmehr die Staatsbrieftaubenzuht der Oberleitung eines sach- kundigen Direktors unterstellt werden soll, welcher proviforish pro 1876 versuchsweise engagirt wird. Im Ganzen sind für die Zwe>ke dieses Instituts, dessen Stationen sich in Straßburg, Met, Cöln, Mainz und Würzburg befinden, 9600 F. ausgeworfen.

Einmalige Ausgaben.

___ Dieselben sind zunächst veranlaßt dur<h die Uebungen an Mann- schaften der Landwehr mit dem Gewehr M. 71, sowie dur die Heranziehung des 3, Garde-Negimeuts z. F. und des 4. Garde- (Grenadier-Regiments Königin zu den Herbstübungen des Garde- Corps. Eine andere einmalige Auëgabe erwächst durch Beschaffung einer cisernen Eisenbahnbrü>e für das Eisenbahn-Regiment. Dieselbe ist vom Ober-Baurath Stern zu Karlsruhe vorgeschlagen, vom preußi- schen Handels. Ministerium gevrüft, als richtig konstruirt anerkannt, und bat den Zwe>, zerstörte Eisenbahnbrü>ken auf das \{nellste und sicherste im Kriege erseßen zu können. Seitens des Großen General- stabes wird dieser E: findung die höchste Wichtigkeit beigelegt und deren Beschaffung behufs Ausführung praktischer Versuche für durch- aus geboten erachtet.

Der Reft der einmaligen Ausgaben wird wescntli<h dur< Neu- bauten in Anspruch genommen.

Wir heben daraus zunächst den Neubau der Kaserne für zwei VInfanteric-Bataikllone in Aachen l)ervor, die biëher benußten Marien- thaler- urd Prinzenhofkasernen sind theils so baufällig, theils leidén fie an folchen Mängeln, daß"thre fernere Benußung niht mehr angän- gig erscheint, doch läßt sih erwarten, daß der Erls6s für die bisher be- nußten Grundstü>e den Preis für Neubau de>en wird. Neue Gar- nisorlazarethe sollen in Düsseldorf und Vockenheim bei Frankfurt a, M. erbau! werden; das erstere ist baufällig, bes<hränkt und un- günstig gelegen, die Verlegung des leßteren von Frankfurt na< Bocken- heim ist dur< die Dislocirung der Frankfurter Garnison nach Bo>tn- heim geboten, do<h 1äßt fi< auch hier erwarten, daß der Verkaufspreis des alten für den Neubau genügen wird.

Die Anlagen enthalten, soweit fie m<t schon in der vorstehenden Bespre<hung Erwähnung gefunden haben, zunächst no< Bemerkungen üter die Rationen, welche Offiziere und Beamte für ihre Dienst- pferde erhalten.

Sie kommen zu dem S{luß, daß wenn ene Reform des bis- herigen Systems bezüglih der Fouragegewährung etwa in der Art eintreten sollte, daß eine Verabfolgung von Rationen ganz oder theil- weise nur nah Maßgabe der unterhaltenen Dienstpferde stattfände dies »ur unter gleichzeitiger Enlschädigung für die anderweiten viel- fa sehr drü>enden Kosten der Pferdeunterhaltung geschehen könnte.

Als Beleg hierfür sind von einem Divisions- und einem Brigade- Commandeur Berechnungen aufgestellt, wonach der erstere innerhalb 10 Jahren eine Ausgabe von circa 5000 Thlr. Gehalt, der lestere innerhzlb 5 Jahren einen baaren Verlust von 4000 Thlr., den Ver- kaufserl883 eingerechnet, erlitten hat. Zugleich ift eine Nachweisung der am 15. Juli c. im Besiß der niht regimentirten rationsberech- tigten Offiziere 2c, befindlih gewesenen Pferde und dex etatsmäßigen

Rationen derselben beigefügt. Die übrigen Anlagen enthalte - | richten über die Verwaltung/ der Meinöntedeliots y s

Die Etats für das Königlich fächsis<e und Königlih würt- tembergis<he Reichs-Mlitärkontingent find nah denfelben Prin- zipien aufgestellt, wie der preußische. So fiuden wir in Sachsen gleichfalls die Echößung der Zahl der bespannten Geschütze bei einer reitenden Batterie auf 6, für eine größere Herbstübung find die er- egen Kosten in Ansaß gebra<t. An Neubauten ist eine Ka-

erne für zwei von Pirna na Dresden zu vexrlegende Eécadrons des

Garde-Reitez-Regim.nts, sowie für das von Meißen na< ODreèden zu verlegende Jäger-Bataillon Nr. 13 beabsichtigt.

Die Stadt Meißen vermag dxs Bataillon niht mehr in Bürger- quartiecen unterzubringen, und an die Stelle der Garnison von Pirna wird die Feidartillerie-Abtheilung aus Radeberg treten, deren dortige Garnisonverhältnifse außerordentlich {wierig find.

In Württemberg sollen gleihfalls vier Bezirkskommandos dur< aktive Stabsoffiziere beseßt werden und auch hier find die Kosten für eine große Herbstübung sowie zur Theilnahme des Fußartillerie- Bataillons resp. einer Pionier: Compagnie an einer Belagerungs- und Armirungs-Uebung auf den Etat gebraht. Diese letztere i¡t wegen der Gleichmäßigkeit in der Ausbildung unerläßlich.

An Neuvauten finden wir nur ein Lazareth zu Gmünd, da das zeitige räumlih beshräukt und baufällig ist.

_— Dem Reit êtage ist der Entwurf eines Gesetzes, be- treffend die Abänderung von Bestimmungen des Stra f- geseßbu<s für das Deutsche Reih vow 15. Mai 1871 umd die Grgänzung desselben vorgelegt worden. Wir werden den Entwurf morgen veröffentl ichen.

Landtags- Angelegenheiten.

Konitz, 24. November, (W. T. B.) Bei der heute stattge- habten Wahl von zwei Abgeordneten für den E LOS bezirk Koniß-Schlochau wurden der Gutsbesißer Leo y. Czar- linsfi (Pole) und der Ober-Regierungs-Rath a. D. Osterrath (klerikal) gewählt.

Statistische Nachrichten.

Die neueste Nummer (93) der „Baugewerks-Zeitung* enthält gelegentli<h einer Besprehung des Entwurfs eines Ortsfstatuts für Berlin über die Anlegung neuer Straßen interessante Angaben darüber, wie in Berlin mit der Ausdehnung der Statt der Grundwerth im Centrum der Stadt, wie in der Peripherie ge- ntiegen. Da heißt es: „Erst seit die alte Stadtmauer gefallen, kennt nian Unter den Linden Preise von 3000 bis 7000 Thlr. für die Quadratruthe, und für die leßten Straßen der alten Stadt und ersten der Vorstädte sol<he von 600—800 Thlr. für die Qu.-Ruthe. Für die Brunnenstraße hinter der Jnvalidenstraße sind 60—120 Thlr. bezahlt worden, als die Häuser dort entstanden, und verlangen heut, seit der Gesundbrumen zur Stadt gehört, die Be- sißer von der Pferdebahn für das nie zur Bebauung bestimmte und verwendbare_ Bürgerfteigterrain als angemessenen Wgrth 300—800 Thlr. die Quadratruthe. Selbft in der Badstraße, wo man vor 15 Jahren das beste Bauterrain mit 25 Thlr., und A>erland, das beut Bauterrain ist, mit 5 und 6 Thlr. kaufte, sind BVürgersteigs- flächen, seit eine Sand-, Kolonie-, Gesellshafts-, Justusstraße u. \. w- mchr bestehen, mit 150 Thlr. die Quadratruthe bezahlt.“

Land- nund Forftwirth\schaft.

Wie dem „Frankf. Journ.“ aus dem Rheingau unterm 16. d. M. geschrieben wird, ist diz Weinlese jeßt fast überall im Gange; leider ift das Wetter aber so unbeständig, daß sie fih sehr in die Länge zichen dürfte. Wenn auch die Qualität der Trauben in Folge der leßten warmen Regen faft überall gewonñnen hat, und man sich in dieser Hinficht von dem großen Vortheile der Syät-Lefe wieder einmal re<t überzeugen kann, so hat andererseits die Quantität dur< die mit dem Regen verbundenen, oftmals starken Stürme der leßten Lage an manchen Stellen niht unbeträchtlih eingebüßt. Ein Glü>E nur, daß es eine sol<e Menge gegeben hat. Wird für den weiteren Berlauf des Herbstes tro>eneres Wetter, so werden in den beften Tagen gewiß köftliche Auslesen erzielt werden.

Sto>holm, 22. November. Wie „Ulricehamns Tidn.* aus vollkommen zuverlässiger Quelle een fann, sind die dem Distriktêrichter Lillierooth auf Gärdsbo gehörigen Kartoffek- länudereien von dem Coloradokäfer in großem Umfange angè- griffen wbrden.

Gewerbe und Handel.

Der Aufsibtsrath der Schultheißs\chen Brauerei- Aktien-Gesellschaft hat in seiner leßten Sißung beschlofiex, der. bevorstehenden Generalversammlung die Vertheilung eiuer Dividende von 10 % unter die Aktionäre in Vorschlag zu bringen; zugleih wird beantragt werden, behufs Erweiterung der Brauecrei-Anlagen das Grundkapital um 300,000 f zu vergrößern.

Die außerordentliche Generalversammlung der Chemnitzer Werkzeugmaschinen-Fabrik, vormals Joh. Zimmer- mann in Chemniß, vom 24, November hat den Rüd>kauf von eigenen Aktien im Betrage von 600,000 Thlrn., behufs Reduktion des Stammfkayitals, beschlossen: Die dur<h den Rü>kauf gewonnenen, nahezu eine Viertel Million Thaler repräsentirenden Beträge follen aus\<{liezli< zu Abschreibungen verwendet werden.

Paris, 24. November. (W. T. B.) An der heutigen B örfe war das Gerücht verbreitet, daß die Verhandlungen wegen des Ab- \{lusses einer Konvention mit Peru wieder aufgenomméên seien.

Verkehrs-Anstalten.

Die Bahnlinie Görliß-Reichenbah wurde am 19. d. M., wie die „Schles. Ztg.“ berichtet, von einem Unfall betroffen, der eine momentane Sperrung der}elben zur Folge hatte. Es 1öôste sich nämwlih iu dem unmittelbar vor der Stadt befindlichen, etwa 18 Meter tiefen Felseinscbnitt in den sogenaunten Weinbergen, eine ungeheure Erd- * und Felsenmasse von den steilen Seitenböswungen ab und stürzte auf den Schienenweg, denselben an der betreffenden Stelle zum Theil vers{üttend uud versperrend. Der Einsturz erfolgte Freitag Abend, glüd>licherweise no< zeitig genug, um den leßten, «egen 11 Uhr von Reichenberg aus hier eintreffenden Zug no< davon be- nachrichtigen zu können. Der Zug hielt daher vor der verschütteten Stelle; die Passagiere mußten aussteigen, die Stelle zu Fuß um- gehen und dann an der anderen Seite derselben den dort bereit \tchenden Hülfêzug besteigen, der sie bis an den Bahnhof weiter bes förderte. Troß der sofort begonnenen Abräumungsarveiten war es auch geftern im Laufe des Vormittags noch nicht gelungen, die herab- geftürzten Erd- und Felêmassen ganz zu beseitigen und die Bahn wieder völlig freizulegen. Unter den Fe!smassen befanden fih Blê>e von solher Größe und Schwere, daß zu ihrer Fortshaffung umfassende Sprengarbeiten nöthig wurden. Felzt ist der regelmäßige Verkehr auf der Linie wieder hergestellt, s Nach den Protokollen der Donaufchiffa hrts-K om- mission liefen im Jahre 1874 aus der Donau 1692 Swiffe mit 514,519 Tons aus, gegen 1878 Schiffe mit 533,659 Tons im Vor- jahre. Aus Deutschland kamen 1874 7 Schiffe mit 4,890 Tons gegen 4 Schiffe mit 1683 Tons in 1873. Liverpool, 24. November. (W. T. B.)- Der fälliger Dampfer von der afrikanis<hen Westküste, „Ethioypia“, ist an- gekommen. Baltimore, 24, November. (W. T. B.) Der Dampfer des norddeutshen LUoyd „Ohio“ ist heute eingetroffen.

New-York, 24. November. (W. L. B.) Der Dawpfer „Denmark* der National-Dampfschiffs Compagnie (C. Messingsche

Linie) ist hier, angekommen,