1875 / 283 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Parta, 29. November, Abends 6 Uhr. (W. T. B)

Prodnktenmarkt. Mehl fest, per November 59,25, per Dezember 59,25, per Januar-April 61,25, pr. März-Juni 62,50. Rüböl steigend, per November 112,00, per Dezember 112,00, per Januar-Ápril 105,00, per Mai-August 99,00.

New-York, 29. November, Abends 6 Uhr, (W. T. B)

Waarenbericht. Baumwolle in New-York 132, do. in New-Orleans 124. Petroleum in New-York 124, do. in Philadelphia 124. Mebl, 5 D. 70 C. Rother Frübjahrsweizen 1 D. 37 G. Mais (old mixed) 76 C. Zucker (Fair refining Muscovados) 8. Kaffee ({Rio-) 20, Schmalz (Marke Wilcox) 13$ C. Speck (short clear) lit C. Getreidefracht 94

Auswelse ven Banken ete. » Surane Bank. Status vom 23. November; s, unter Ins. der N s ( Kündigungen undi Verleosungen. 5% Gbligatlonen dos Kroises Pr. Holland. Ueber Kündigung behufs Koavertirung in 414%- Obligationen; s. Ins in Nr. 281i. Gemeral-Versaammiungen.

6. Dezbr. Sohlesisohs Wollenwaaren - Fabrik Liegnitz. Die auf vorstehendes Datum einberufene ausserord. Gen,- Vers. findet nicht statt

14. 8 Fraohtsohbifffahrts-Gesellsohaft zu Dresden. Ausser-

ordentl. Gen -Vers. zu Dresden.

I a Sohlosisohe Verelusbank. Ausserordentliche Gen.- Vers. zu Breslau; s. Ins. in Nr. 281.

Rumänisohe Elsenbahnen, Aktien - Gesellsohaft.. AusSÆrordentl, Gen -Vers. zu Berlin,

S nRenalssance“, AEtien-Gesellsch für Holz-Indnustrie- u. Möbel-Fabrikation. Ausserord., Gen.-Vers. zu Berlin,

1 Bank des Berliner Kasseu-Vereius. Ausserordentl,

Gen.-Vers. zu Berlin; s. Ins. in Nr. 281. Auszahiungen,. Aktien - Branerel - Gesellschaft Friedrlohshöhe (vormals Patzenhofer), Divi¿ende pro 1874/75 mit 15 Mark pro Aktie bei

Hirschfeld & Wolf und Marcns Nelken & Sohn in Berlin,

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Bömigliche Schauspiete. Mittwoch, den 1. Dezember. Opernhaus. 248. Vorstellung. Die Maccabäer. Oper in 3 Auf- zügen, na< Otto Ludwigs gleihnamigem Drama von H. S. von Mosenthal. Musik von Anton Ru- binftein. Anfang halb 7 Uhr.

Schauspielhaus. 244. Vorstellung. Macbeth, Trauerspiel in 5 Aufzügen von Shakespeare, über- seßt von L. Tie>. Für die Bühne eingecichtet von Oechelhäuser. Anfang halb 7 Uhr.

Donnerstag, den 2. Dezember. Opernhaus. 249. Norstellung. Die Hugenotten. Oper in 5 Ab- theilungen von Scribe. Musik von Meyerbeer. Ballet von Paul Taglioni. (Frl. Lehmann, Fr. von Noggenhuber, Frl. Grossi, Hr. Salomon, Hr. E Hr. Niemann, Hr. Fricke.) Anfang halb 7 Uhr.

Schauspielhaus. 245. Vorstellung, Ein Erfolg. Lastspiel in 4 Aften von Paul Lindau. (Eva: Fr. Niemann.) Anfang 7 Uhr.

HFailner-Theater. Mittwoch: Zum 1. Male: Drei Buchstaben. Historisches Lustspiel in 5 Vfkten von Otto Girndt. Donnerstag: Zum 2. Male: Drei Buchstaben.

Yicteria-Theater. Direktion: Emil Hahn.

Mittwoch und folg. Tage: Gastspiel der ersten |

Sslotänzerin Sgra. Dorina Merante und des Ballet- meisters und Solotänzers Mr. Gredelue. (Mit dar<h-

weg neuer Auéftattung): Die Neise um die Welt in !

80 Tagen, ucbst einem Woriviei: Die Wette unx

cinc WVillion, Ausstattungsftü> mit Ballet 1 5 Abs theilungen, 15 Tatieaux, von 4. D'Enneru trd Sules Berne. Vusik voz Debillemont. Jn Scene gefeßt von Emil Hahn. Lufang 64 Uhr.

Friedrick-Wilhelnustödtisches Theater.

Miitwo: Cagl:ostro.

Donnerstag: DieFgledei maus.

In Vorbcreitung: Der Liebesring. Buffo-Oper in 3 Akten von W. F-llechner. Musik von R. Bial. Residenz-Theater.

Mittwoch: 15. Gastspiel der K. K. Hofschau- spiclerin Frl. Friede.ike Bognàr. Adriennue Lecouvreur. Drama in 5 Akten frei na< Scribe. Adrieune Lecouvreur: Frl. Boguàr.

Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.

Krolis Theater, Mittwoch: Weihnachts Lotterie. t saale. Im Neiche der Mode. Jm I. Verbin- dengssaale. Weihna@&ts-Lotterie, Jm 11. Ver- bindungssaale. Das Iahr. Im. Rittersaale, Die vier Iahreszeiten. Im Korbsaale. ) pol. Im Königssaale. Zum 5. Male: Wünsche und Träume. Im Tunnel vor, während und na<h der Vorstellung: Vorträge der Tyroler | Ste MORLEA: Conc. Anf. S, der Vorst. + Uhr. Donnerstag und d. folg. Tage. Weihnathts-Aus- ficluug. Dazu: Wünsche und Träume.

Foliersdari-Theater. Mittwoch: Zum 19. Male: Lreftshlösser. Posse mit Gesang in 3 Akten. (Josephine Grillhofer: Frl. -Iojcbphine Gallmeyer.)

Stadi-Theater, Direktion: Hugo Müller. Mittwoch: Elfriede. Der Raubmörder, Bet- ter riß. Donnersiag: Z, 1. Male: Pietro Micca, oder: Die Velagerunug von Turin, Drama von Do- menicus Lopez.

Im Römer-

Natienal-Theater.

Mittwoe<h: Gastspiel des Königl. Bayerischen Hoffchausvielers Hrn. Ernst Possart. Ein Fallisse- ment. Schauspiel in 4 Akten von Bijörnstjerne Björnson. Berent: Hr- Posfsart.

Donne: stag: Extra-Vorstellung. Die relegirten Studenten, Lustspiel in 5 Akten von R. Benedix.

elle-Alliance-Thenter.

Miitwech: Auf Verlangen: Die Mönhe, oder : Die Offiziere im Nonuneultloster. Lustspiel in 3 Akten von M. Tenelli. Vorher: Theodolinde. Lustspiel in 1 Aft von Schweitzer.

Donnerstag: Z. 9. M. Ein altes Hausmöbel. _ Freitag: Z. 1. M. Das Testameut des großen Kurfürsten, Schauspiel in 5 Akten v. G. zu Putt- liß. Kassenöffnung 64, Anfang der Vorstellung 7} Uhr. Eatree 50 Pf.

T

Saaltheater des Kgl. Schauspielhauses, Mittwoch, den 1. Dezember, 4 Uyr, ermäßigte Preise, 7 Uhr zweite Vorstellung.

Die Zauberwelt von VBellachüni, K. K. Hoffünstler.

Billets vorher Pafsage 12, im Cigarren- geschäft. Kasseneröffa. 3, resp. 6} Uhr. Donnerstag : Vorstellung.

Cireus Salamonsky,

Mittwoch, den 1. Dezember: Große Borstel- lung. Neues Programm.

Freitag, den 3, Dezember: Galla-Borstellung. Passepartout und freie Entrées ausnahmsweise ungültig.

Morgen: Vorstellung.

4. Salamenslay, Direfïtor.

Am Nord- !

DVeutscher Personal- Kalender, L Dezember. 1019. Dietmar, Bischof von Merseburg 7+. 1640 - George Wilhelm, Kurfürst v, Brandenburg +. 1709, Abraham a Santa Clara #. 1798. Christigan Garve 7.

Familien-Nachrichten.

Gestern Abend gegen 12 Uhr ents{lief seelig im Herrn in einem Alter von 75 Jahren am Gehirn- s<lage unser theurer, heißgeliebter Vater, der Kreis- geri<ts-Rath a. D. Carl August Steuer. Dies zeigen statt besonderer Meldung tiefgebeugt an

die hintecbliebenen Kinder und Schwiegerkinder.

Reppen, den 28. November 1875,

Am 28. November dies:s Jahres verstarb hier- selbst der Beigeordnete hiesiger Stadt, Kaufmann Herr Gustav Liese. Lange Jahre hiudurh<h hat derselbe, theils als Stadtoerordneter, theils als Rathmann, zuleßt als Beigeordneter, seine Kräfte dem Dienste der Stadt gewidmet, Wir verlieren in { ihm einen treuen Mitarbeiter, der stets bemüht war, bei forgsamem Haushalten mit den Mitteln der Stadt deren Bestes zu föcdern, und der stets wach- sam war, um Nachthcile abzuwenden. Wir werden ¡ thm imraer ein ehrendes Andenken bewahren. | Cöpveuid, den 28. November 1875.

Der Magistrat. Borgmann.

Die Stadtverordneten. C. Holm.

| Verlobt: Frl. Nina S(laaff mit Hrn. Paster Carl Wolff (Waren) | Verehelicht: Hr. Lieutenant Victor Strauß mit Fcl. Louise Schma>pfeffer (Breslau). Hr. Sürstli<h Pleßscher General-Direktor Dr. Gustav Riedel mit Frl. Hel:ne Sattig (Gsrliß). Hr. Kreisrichter Albert Buhlers mit F-l. Käthe Sat- tig (Görliß). Geboren; Ein Sohn: Hrn. Hauptmann von Wittenburg (Berlin). Eine Tochter: Hrn. Ässistenzarzt Dr. Adloff (Potédaw). Hrn. Kreis- gerihts-Rath Frhr. Hofer v. Lobenstein (Westend bei Charlottenburg). Brandt (Loitz). .— Hrn. Rittmeister und Esca- drons - Chef de Terra (Stendal). j Gestorben: Hr. Wegebau-Inspektor a. D. H Wischer (Meppen). Verw. Frau Regierungs - Rath Cäsar, geb. Zinamermann (Magdeburg). Frau Oberst Julie v. Werder, geb. y. Münchhausen (Genthin).

Stebriefe und Untersuchungs - Sachen-

300 Mark Belohnung! In der Nacht - vom 29. zum 26. November ist in der Stadt-Apotheke hierselbst ein Einbruch verübt und sind dabei gegen den die Nachtwache haltenden Lehrling Rudolph Roehr Gewaltthätigkeiten vecübt worden, Leßterer dur Schläge mit einem stump*en Jnftrument auf den Kopf \<hwer verleßt, liegt hoffnungslos darnieder. Es find gestohlen worden: a. Jn Kronen und Doppel- freuen 500 bis 600 Ihsr., b. 50 bis 60 Stü> Fünf- markscheine, e. 12 Hundertmarkscheine, d. 2 Thaler- rollen zu je 50 Thaler, e. 1 Thalerrolle mit 25 Thaler, f. 1 Rolle mit h-Thalcrstü>en,, 25 Thaler enthaltend, g. 2 Rollen zu 20 Thal.r i Einmark- stü>en, h, 4 oder 5 Rollen zu 10 Thaler in 1-Tha- lerstü>en, i. 1 Rolle zu 10 Thaler in /13-Thaler- stücken, (leßtere no<'‘ganz blank), k. circa 10 Rollen zu 3 Maxk in Zehnpfennigstü>en, 1 10—12 Rollen zu 1 Mark in Zweipfennigstü>en, m. mehrere Rollen zu 1 Mark in Fünfpfennigstü>en, n. mehrere Rollen zu 5 Mark in Einpfennigstü>en, 0. an ungerolltem Gelde in verschiedenen Sorten eine ni<ht zu bestim- mende Summe, p. Zwei Zinêcoupons Nr. 8 Serie 11. für die Vrioritätéobligalionen Litt. G, der Ober- | schlesischen Eisenbahn-Gesellschaft Nr. 3672 und | 11,299 über 11 Thlr. 7 Sar. 6 Pf. und resp. 2 | Tblr. 7 Sgr. 6 Pf., beide Coupons zahlbar am 1 Januar 1876, Die Geldrollen waren versiegelt und enthielten in Aufschrift den inneliegenden Be- trag in Mark ausgedrü>t und die Unterschrift Nie- feld. Von. Sachen des Lehrlings Roehr fehlt eine alte, zie:nlih große glatte Cylinderuhr mit stark ab- genußtem Goldrande, gravirt und im Gehäuse mit den Nummern 29772 und 71858, sowie am inneren Gehäusede>el mit dem Buchzeicßen R 28 verschen. An der Uhr befand si eine goldene, kurze, dreifein- gliedrige Kette mit blau emaillirtem Schieber, ein starker goldener Sicerheitshaken, an diefem eiu kleiner Schlüfsel und endli ein goldenes Medaillon in der Größe eines Zehnpfennigstü>es. Es fehlt ferner ein dem Röhr gehöriger gelvbbrauner Sommer- tuchro> mit 1<warz- und braunkarrirtem Parchent- fuiter. Die Art der Ausführung der Verbrechen läßt darauf s{ließen, daß dieselben von einer im Niefeld'shen Hause sehr bekannten Persönlichkeit verübt worden. Wer die Crmittelung des oder der Thäter herbeiführt, und den Verbleib des gestohle- nen Gutes nachweist, erhält obenstebende Belohnang. Glogau, den 28. November 1875.

Königliches Kreisgericht. I, Abtheilung.

Der Untersuchungsörihter Grospiet1<.

Verkäufe, Verpachtungen Submissionen 2c. E

Bekauntmachung, Das Domänen-Borwerk Klein-Lehmhagen

im Kreise Grimmen, 3 Kilometer von d.r Kreisstadt Grimmen entfernt, mit einem Areal von 282,050 Hectar, worunter

[9206]

260,192 Hectar A>er und 8,831 Hectar Wiesen, soll auf 18 Jahre, von Johaunis 1876 bis dahin

1894, im Wege des öffentlihen Aufgebots ander-

Hrn. Superintendent !

Grunde zu legende Pachtgelder-Minimum beträgt |

7500 Æ Die zu bestellende Pachtkaution ift auf den Betrag der einjährigen Pacht bestimmt und das zur Uebernahme der Pacht erforderliche Vermögen auf Höhe von 54,000 4 na<zuweisen.

Zu dem auf den 20. Dezember d. I., Boör- mittags 11 Uhr, im Lokale der unterzeichneten Regierung anberaumten Bietungstermine laden wir Pachtbeæœerber mit dem Bemerken ein, daß die Ver- pachtungs Bedingungen, die Regeln der Licitation und die Karte nebft Flurregister mit Aus\{luß der Sonn- und Festtage täglih während der Dienst- stunden in unserer Registratur eingesehen werden können, wir auch bereit find, auf Verlangen Ab- schriften der Verpachtungs- Bedingungen und der Licitationsregeln gegen Erstattung der Kopialien zu ertheilen.

Stralsund, den 17. ? ovember 1875.

Königliche Regierung.

[1991] Oberschlesische Eisenbahn.

Die Herstellung des eisernen Ueberbaues von 8 Stü>k Wegé-Unterführungen und Brü>en auf den Bahnftre>en Leobshüßz-Rasselwitz-Cosel und Neisse- Camenz, berechnet zusammen zu 52,548,5 Kilogramm Schmiede- und 2,600,1 Kilogramm Gußeisen, soll im Wege der Submission verdungen werden, Die Submissionsbedingungen, Gewichtsberechnun- gen und Zeichnungen liegen in unserem Central- Bureau, Abtheilung IIL,, hierselb, Teichstr. Nr. 18, zur Einsicht aus, von wo die Bedingungen auch gegen Erstattung der Kopialien bezogen werden können, Offerten sind portofrei, versiegelt und versehen mit der Aufschrift: „Submission auf Herstellung des eisernen Uevercbaues von Brücken der ELisenbahn- stre>dea Leobschüy - Nafselwitß - Cosel unb Neifse-Camenz“ bis zu dem auf Sonnabend, den 11. Dezember d. I., : Vormittags 11 Uhr, in dem oben bezeihneten Central-Bureau anberaum- ten Submissionstermin an uns einzureichen, wo deren (Eröffnung iu Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten erfolgen wird. Breslau, den 28. November 1875, Königliche Direktion.

[9394] Der Bedarf zur Anfertigung der Bekleidungs- 2c. Abfindung pxo 1875 bestehend in: grauer und blauer Futterleinwand, weißer Hosenleinwand, Drillich, Callicot zu Hemden und Unterhosen resp. fertige Hemden und Unterhofen, Futterflanell, Wachsdrillich, Futterkittai, Sohlleder, Fahlleder, Brandjfohlleder, Unteroffizier-Tressen, goldue, Nummerschnur, einjährig Freiwilligen-Auszeichnungsschnur, glatte Waffenro>-, Mantel- 2c. Knöpfe, Blei- und Hornknöpfe, Hosenschnallen, Müßenkokarden, Stiefeleisen und -Nägel, Sohlnägel, Halsbinden, Lederhaudschuhe für Unteroffiziere, Helme und Helmkokarden, Tornister, Feldwebel-Portepees, __ Unteroffizier-Säbeltroddeln, foll im Wege der Submission an den Mindestfor- dernden vergeben werden. Lieferungsofferten find / vis zum 15, Dezember 1875 möglichst unter Beifügung von Proben einzusenden. Die Submissionskoften sind event. pro rata zu tragen. Breslau, den 27. November 1875. Negimeuts-Bekleidungs-Kommission des 2. Schlesishes Greuadier- Regimeuts Nr. 11.

Subhaftationen, Aufgebote, Vor: ladungen u. dergl.

[7789] Bekanvtmachung. Vor einer Amtsdeputation follen die zur Kon- fursmasse der Firma: / E Weißeuborn & Brehme hier gehörigen, fatastermäßig also bes<hriebenen Grundbesißungen : Nr. 87. Kat. Hekt. 4 Ar 89 Qu.-Mir. Wohnhaus,

D A6 «„ Nebengebäude, O0 TL S DOE

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M00. L 0 HFabrifk- und Nebengebäude, M L r 93 Hof, O AT Garten, O 1 & 2 « desgleichen, Mr a O9 « Mühlgraben, Nr. 91. "y Es y 24 x 7 y Garten, Nr.1183e, 82 „69 Weidafluß,

usammen au 86,400 Reichsmark gewürdert, an xt und Stelle Donuerstag, den 6. Ianuar 1876,

Tro>en-, Tekartir-, Wollwash-, Spriß- und Spulmaschinen, ein Dampfkessel mit vollstän- diger Armatur, kapferne Kessel und Rohre, Scleifwalzen, eine Garnpresse, eventuell au< no< eine Dampfmaschine, 3 eiserne Pressen, eiserne Tro>kenrahmen, 2 Rauchmaschinen, 2 Walzwalken, 5 Schafwollkrempel- und 3 Vor- spinnkcempelmaschinen, 1 Wolf, 3 mechanische und 9 Handwebstühle, 4 Trans3versalscheer- und Largscheercylinder, 3 Vorreißkrempel- und 4 Feinspinnmaschinen 2c. meistbietend gegen depositalmäßige Baarzahlung. unter den im Termine bekannt zu machenden Be-- dingungen zum Verkauf gebracht werden. Kausfliebbaber, welchen die Besichtigung der zu versteigernden Gegenstände nah exfolgier Anmeldung bei uns jederzeit freisteht, werden hierzu eingeladen. Weida, am 24. September 1875. Großherzogl. Sächs. Justizamt. - Jobst.

Verloosung, Amortisation, | Binszahlung u. s w. von öffentlichen Papieren.

[9368] Bekanutmachung.

Diejenigen unserer Herren Aktionäre, welche bisher: ihre Aktien nicht voll eingezahlt haben, werden hier- dur< auf Grund der $8. 6 und 7 unserer Gefsell= \chafts- Statuten aufgefordert -

20 % der gezeichneten Aftien innerhalb 8 Tagen an unsere Kasse, Behrenstraße Nr. 14 parterre, zu leisten. Berlin, den 27. November 1875. Berliner Kommissions- & Lombard-Bank- Direktion. (àCt.1323/11) Randel. Zeising.

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Verschiedene Bekanntmachungen.

—— Bayris<hes Gewerbemufeunr.

Die Stelle des Kassiers, verbunden mit der Verwaliung der „Permanente: Auëstellung“ des Museums, ift neu zu besetzen.

Der Anfangsgehalt beträgt 1500 Reichsmark. Be- werbungen mit Nachrichten über bisherige Beschäfe- tigung und mit Zeugnissen belegt, sind an das Bay- rij<e Gewerbemuseum zu Nürnberg zu richten.

Nürnberg, am 27. November 1875.

Der Dircktor

des Bayrishen Gewerbemuseums. Stegmann. (N. ac. 183/XI.}

[9385] Vakante Försterst elle,

Die Kommunal-Försterstelle des Forstshubbezirks Niederscheidweiler, im Kreise Wittlich, mit einem jährlichen Diensteinkommen von 780 Æ baar und 14 Raummeter Derb- und 20 Raummeter Reiser- holz, ift vakant. Forstversorgungsberechtigte, wel<he auf diese Stelle reflektiren, werden erfucht, si< birnen drei Monaten à dato unter Vorlegung ihrer Atteste s{riftli< bei dem Unterzeichneten zu melden. Manderscheid, den 27. November 1875.

Der c. Bürgermeister.

[9193]

An die verehrl. Berwaltungen von Stiftungs-

und Bormundschafts - Geldern, Sparkassen,

Bercinskassen, sowie an alle Besißer von Werthpapieren.

17G.

Das unterzeichnete, seit 10 Jahren bestehende Bureau erlaubt fich hiermit, alle #esitzer von AmlehbensIcosen, Staats-, Stüdte-

2 ___ von Vormittags 10 Uhr an,

öffentli< auf das Meisigebot unter den aus den Akten, sowie aus dem am Amtsbrette aushängenden Subhasftationspateute ersihtlihen Bedingungen ver- steigert werden.

Zu derselben Zeit sollen au< die zur bisherigen

und Standesherrlichen Obligationen, #Wank-, Bahn- und Industrie-Actien, Eisenbahn « Prioritäten 2x. 2x. : c zum Abonnement für das Nah1<hlagen der betr. Werthpapiere während des Jahres 1876 einzuladen,

Bukskin- und Flanellfabrikgtion gebrau<ten Ma-

weitig verpachtet werden, Das dem Aufgebote zum

schinen und Geräthe, als:

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Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Sekretär bei der General-Kommission zu Stargard in Pommern, Kanzlei-Rath Teschendorff, den Rothen Adler- Orden vierter Klasse; dem pensionirten Steuer-Rezeptor Kunß zu Ahaus und dem Küster der Pfarrkirche St. Michael zu Aachen, Martineau, das Allgemeine Ehrenzeichen ; sowie dem Shrei- ner und Wirth Heinrih Wilhelm Schilling zu Velbert, im Kreise Mettmann, die Rettungs-Medaille am Bande zu ver-

leihen.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruhi: Den O ien Personen die Erlaubniß zur Anlegung

“der ihnen verliehenen nihtpreußiscen Ordens-Infsignien zu er-

theilen, und zwar: i E des Ritterkreuzes des Königlich sächsischen : Albrehts-Ordens: dem Stadtrath Adolph Prager zu Liegniß; des Ritterkreuzes des Königlih \{<hwedis<en Wasa? Ordens: dem Sgriftsteler Dr. Georg Horn zu Potsdam; ; des goldenen Verdienstkreuzes des Großherzogli < me>lenburgis<hen Haus - Ordens der wendischen Krone: dem Kur-Direktor Schuly-Leitershofen zu Homburg v, d. Höhe; / 4 des Ritterkreuzes des Ordens der Republik Sanz Marino: : . dem Kaufmann Max Emil Friese zu Berlin; fowie des Fürftlih lippishen silbernen Ehrenzeichens: dem Schuzmann Julius Banzer und dem Schußmann Eduard Münch, Beide zu Berlin,

Berlin, den 1. Dezember. hre Königliche Hoheit die Großherzogin-Mut- tér F Me>l.enb ura-Schwerin ist gestern Nachmittag hier eingetrofsen und im hiesigen Königlihen Schlosse abgestiegen. Se. Königliche Hoheit der Prinz Friedri der Niederlande ist gestern Abend undd Se. Königliche Hoheit der Großherzog von Sachsen heute früh wieder abgereift.

Deutsches Ne ich Das General-Konsulat der Republik Peru in Hamburg ist alfgehoben und somit das dem bisherigen General-Konsul Don Benjamin Alvarez Namens des Deutschen Reiches ertheilte Exequatur erloschen.

Elsaß-Lothringen.

Se. Majestät der Kaiser haben im Namen des Deutschen Reiches die von dem Herrn Bischof zu Straßburg vorgenommenen Ernennungen des Hülfspfatrers Eugen Andlauer zu Häusern zum Pfarrer in Cgisheim und des Hülfspfarrers Josef Hueber zu Siereny zum Pfarrer in Markirh, Bezirk Ober-Elsaß, zu genehmigen geruht.

18. Plenarsitzung des Deutschen Reichstages, Donnerstag, den 2. Dezember 1875, Mittags 12 Uhr. Tagesorouung: i Interpellation des Abgeordneten Wiggers. Zweite Be- rathung des Gesezentwurfs, betreffend die Abänderung des 8. 4 des Gesetzes über das Postwesen des Deutschen Reiches vom 98. Oktober 1871 auf Grund des Berichtes der V11. Kom- mission. Zweiter Bericht der Kommission für Petitionen.

Königreich Preufien. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Den bisherigen Rektor der städtischen Mittelshule zu Posen, Karl August Hielsher zum Regierungs- und Schulrath zu ernennen ; sowie : : Dem Wasser-Bau-Inspektor Julius Gottlieb Beu> zu Crossen a./O. den Charakter als Baurath; und j Dem Kaufmanne und Fabrikbesiger Heymann Pariser in Lu>enwalde, den Charakter als Kommerzien-Rath zu ver- leihen.

Auf den Bericht vom 3. November d. Js. will Ih dem zurü>folgenden Dritten Nachtrage zu dem Regulative vou 18. Juni 1866, betreffend die Emission verzinslicher Obligationen dur< die Provinzial-Hülfskasse für die Provinz Schlesien, aus- \<ließli<h der Overlausiz, hierdurh Méine Genehmigung er- theilen.

Berlin, den 10. November 1875. Wilhelm. Camphausen. Graf S eures: Dr, Leonhardt. Dr, Achenba<h. Dr. Friedenthal. R An die Minister der Finanzen, des Innern, der Iustiz, für Handel 2c. und für die landwirthschaftlihen Angelegenheiten,

B erlin, Mittwoch,

‘Dritter Nachtrag zu dem

Negulative vom 18. Juni 1866, betreffend die Emission verzins-

liher Obligationen dur<h die Provinzial-Hülfskasse für die Pro-

vinz Schlefien, aus\{hließlîi< der Oberlaufiß (Gesez-Sammlung von 1866 Seite 404 ff.).

Vergleicze T. Nachtrag vom 13. November 1871 (Gesez-Samm- lung von 1871 Seite 580).

II, Nachtrag vom 8. April 1874 (Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Breslau von 1874 Stü>k 19 Seite 215). Die von der Provinzial-Hülfskafse für die Provinz Schlefien

nah dem Regulative vom 18. Juni 1866 und den Nachträgen zu demselben vom 13. November 1871 und 8. April 1874 aus- zugebenden Obligationen der Provinzial-Hülfskasse find fortan in Apoints à 5000 2000 1000 500 200 und 100 6 Reichswährung auszufertigen. Die Direktion der Pro- vinzial-Hülfskasse hat nah Maßgabe des Bedürfnisses zu be- stimmen, nah welchem Verhältnisse die Ausgabe von Apoints der einzelnen Gattungen erfolgen soll. Es darf jedo< niemals mehr als 1/54 der ganzen Emission in Apoints zu 100 # ausgefertigt werden. Für die Ausfertigung der Obligationen und der dazu gehörigen Zinscoupons und Talons bleiben mit den hierna<h \i<h ergebenden Abänderungen die dem Regulative vom 18. Juni 1866 beigegebenen Formulare maßgebend.

Ministerium der geistlihen, Unterrihts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Der Regierungs- und Schulrath Hielscher is der König- lihen Regierung zu Arnsberg als etatsmäßiges Mitglied über- wiesen worden. i

An dem evangelischen Schullehrer-Seminar zu Loebau is der provisorishe Lehrer La>kner als ordentliher und Musik- lehrer definitiv angestellt worden. (

Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.

Die bei der Ostbahn angestellten Königlichen Eisenbahn- Bau- und Betriebs-Inspektoren: Sperl, Clemens und Wolff sind resp. von Insterburg nah Königsberg i./Pr., von Danzig na<h Bromberg und von Dirschau na<h Danzig, sowie die Königlichen Eisenbahn-Baumeister: Beil und Plathner resp. von Königsberg nah Dirshau und von Bromberg nah Cüstrin verseßt worden.

Dem ordentlichen Lehrer der Baukunst an der Königlichen polytehnishen Schule, Shuch zu Hannover, ist das Prädikat „Professor“ beigelegt worden.

Nichtamtliches. Deuntsches Ne ich.

Preußen. Berlin, 1. Dezember. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen heute die Monats-Rapporte der Leib-Regimenter entgegen, empfingen den kommandirenden General des XI. Armee-Corps von Bose und hörten den Vortrag des Chefs des Geheimen Civil-Kabinets, Geheimen Kabinets- Raths von Wilmowski. Demnächst empfingen Se. Majestät den Kaiserlich rusfischen Reichskanzler Fürsten Gortschakoff.

Beide Kaiserlihe Majestäten speisten gestern allein. Ihre Majestät die Kaiserin-Königin begab Sih gleih na<h dem Diner in das Augusta-Hospital, wo die kir<hlihe Einsegnung einiger Hospitalshwestern und die Einfüh- rung der Oberin ftattfand. : S j

Beide Majestäten besuchten Abends die Großfürstin Marie von Rußland, verwittwete Herzogin von Leuchtenberg, im Russi- {hen Botschaftshotel. Den Kammerherrndienst bei Ihrer Majestät haben übernommen die Königlichen Kammerherren Freiherr von Fürstenberg und Herr von Klin>owström.

Se. Kaiserlihe und Königlihe Hoheit der Kronprinz empfing gestern Vormittags 8 Uhr Se. Durch- laut den Fürsten zu Wied. Später nahm Höchstderselbe mili- tärishe Meldungen entgegen und besuhte um 12 Uhr mit Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzog von Sachsen-Weimar das National-Museum. Um 5 Uhr Nachmittags fand bei Ihren Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten ein Diner statt, an welhem Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin-Mutter von Me>len- burg-Schwerin, Se. Königliche Hohèit der Prinz Friedrih der ‘Niederlande, Se. Königliche Hoheit der Großherzog von Sachsen- Weimar, Se. Durchlaucht der Fürst und Ihre Königliche Hoheit die Fürstin zu Wied Theil nahmen. - Abends 84 Uhr empsingen Ihre Kaiserlihen Hoheiten den Grafen Stroganoff.

Durch die Ankunft des Kaiserlih Russischen Kanzlers, Fürsten Gortschakoff, ist in den lehten Tagen der diplomas

tishe Verkehr belebt worden. j 9 Fürst Gortschakoff, wélYer am 29. November Abends hier

den 1, Dezember, Abends.

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Die Ausschüsse des Bundesraths für Justizwefen üund für Handel und Verkehr hielten heute Sißzungen.

Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sihung des Deutschen Reichstages motivirte der Abg. Schulze-(Delißsch) seinen Antrag auf Gewährung von Diäten an die Reichstagsmitglieder mit der Behauptung, daß eine Volfs- vertretung niht müde werden dürfe, das für Recht Erkannte immer wieder vorzubringen. Der Abg. Thiel hielt die Ein- bringung des Antrages jeyt für inopportun, zumal das Ansehen des Reichstages ohne Diäten ein höheres fei. Ihm hielt der Abg. von Sauen (Tarputschen) entgegen, daß gerade jezt nah der neulichen Aeußerung des Reichskanzlers der An- trag habe eingebraht werden müssen. Auch der Abg. Windt- horst \pra<h \si< für den Antrag aus. Dagegen bekämpfte ihn der Abg. Dr. Kapp, weil die Diätenlofigkeit auf einem Kom- promiß mit der Regierung beruhe, der Parlainentarismus fi erst eine Stellung neben - den früheren Trägern der Staats- ideen erringen müsse, und weil die Diäten eine Prämie auf den Eintritt der Beamten in das Haus wären. Der Abg. Dr. Hölder bestritt das Bestehen enes Kompro- misses und suchte die Nothwendigkeit der Gewährung von Diäten darzulegen. Nach dem Schlusse der ersten Lesung {loß \ih der Antragsteller den Ausführungen seines Vorredners gegen den Abg. Dr. Kapp an, während der Abg. Dr. Beseler nah der Analogie englisher Parlamentspraxis gegen die Wiederholung des Antrages \prah. Seinen Ausführungen begegnete dec Abg. Windthorst mit Hinweis auf die Verschiedenheit der Verhältnisse beider Länder. Nah einigen persönlichen Bemerkungen wurde der Antrag Schulze in namentlicher Abstimmung mit 179 gegen 58 Stimmen angenommen. Schluß 34 Uhr. Nächste Sihung Donnerstag 12 Uhr.

Die Reihstags-Kommission zur Vorberathung der Entwürfe eines Gerichtsverfassungs-Geseßes, einer Strafprozeß-Ordnung und einer Civilprozeß- Ordnung nebst Einführungsgeseßen sezte in ihrer Sigzung vom 27. November die Berathung über _die-BVildung des Schöffengerihts fort. $. 28 des Entwurfs überträgt die Auswahl der Schöffen einem aus dem Amtsrichter, einem Staats- verwaltungsbeamten und aus fünf Vertrauensmännern gebildeten Aus\<hu}e. Die Ernennung dieser Vertrauensmänner überträgt der Entwurf dem Amtsrichter, do sollen die Landesgeseße au bestimmen können, daß die Wahl der Vertrauensmänner dur Selbstverwaltungskörper (Gemeinden, Kreise, Aemter) zu erfolgen habe. Dazu wurde ein Antrag dahin angenommen, daß überall da, wo in Deutshland aus Volkswahlen hervorgegangene bürger- lihe Vertretungen von Gemeinden, Aemtern, Kreisen oder der- gleihen Verbänden bestehen, die Auswahl der Vertrauensmänner dur< diese Organe von Selbstverwaltungskörpern erfolgen müsse, und daß nur da, wo sol<he Organe zur Zeit noch nit existiren sollten, die Auswahl nah den Vorschlägen des Entwurfs erfolgen sollen. Beschlossen wurde ferner, daß der Aus\huß nur bei Anwesenheit sämmtlicher im Geseße vorgeschriebener Personen stimmfähig sein soll. Zu $. 30 des Entwurfs wurde der An- trag abgelehnt, daß derjenige, der als Schöffe funktionirt hat, drei Iahre lang ni<ht mehr zu dem Amte gewählt werden soll. Auch der weitere Antrag wurde abgelehnt, daß das Vertrauens- männer-Kollegium die doppelte Anzahl von Schöffen, die für das Geschäftsjahr erfordert werden, wählen solle, und daß als- dann dur< das Loos eine Ausscheidung der Hälfte erfolgen foll. Zu $. 31 wurde der prinzipielle Antrag angenommen, daß die Landes-Justizverwaltung, welche die Zahl der pro Jahr erforderlihen Schöffen zu bestimmen hat, hierbei darauf Bedacht zu nehmen hat, daß ein Schösse alljährlih höchstens zu fünf Sizungen herangezogen werden darf. Dieser Beschluß, wel<her mit H. 20 Ziffer 2 des Entwurfs in Verbindung steht, bezwe>t, daß ein ständiger Wechsel in der Person der Schöffen stattfinde. In der Sizung vom 29. v. M. erledigte die Kom- mission zunächst den Rest des Titels über Organisation der Schöffengerichte ($8. 32 bis 45). Es war Streichung des 8. 35 beantragt worden, welcher eine Aenderung in der dur das Loos bestimmten Reihenfolge den Schöffen dann gestatiet, wenn der Anitsrihter zustimmt, und wenn ferner die in Hen be- treffenden Sigzungen zu verhandelnden Sachen no&, nicht be- stimmt sind. Der Antrag wurde indeß abgelehnt da man in dieser wörtlih dem badischen Rechte entnomme”,en und dort er- probten Vorschrift des Entwurfs durchaus Fine Schädigung des Ansehens und Vertrauens des Schöffe” gerichts erbli>te, wohk

aber die darin liegende Erleih!” rung für die Schöffen ni<ht entbehren wollte. Do®, wurde beschlossen, daß der Vorgang - aïtenkundig zu machen sei. $. 37 des

Entwurfs \<reibt vor, daß. wenn in einer Sizung die Haupt- {öfen ausbleiben uo au<h die nah der bci Beginn des Ge- \häftsjahrs ftattg,gbten Verloosung der Reihenfolge berufenen Schö} “iht {ar Hand find, zur Vermeidung von Vertagungen der An,ctsrib“er befugt sein soll, nah seiner Wahl Schöffen aus der Zahl ver Haupt- und Hülfsgeshworenen zu berufen, und daß.

angekommen mar, konferirte gestern Mittag mit dem Reichs- tortater, Fürsten Bismar>, welcher den Besu noch im Laufe des Nachmittags erwiederte.

Am Tage vorher halte der Reichskanzler den En"schen Botschafter Lord Russell empfangen und gestern den -Dester- | reihis<-Ungärischen Botschafter Grafen Kärolyi

afselbe der Fall sein soll, wenn wegen Dringlichkeit einer außer- ordentlihen Sizung keine neue Ausloosung nah $. 38 mehr ftattfinden könne. Diese Bestimmung wurde dahin abgeändert daß der Beizug aus den Hess Gesen na<h erer sofort vorzu- nehmenden Verloosung fstotfinden soll. Zu $8. 42 ‘wurde be-

| \{lofjen, daß, wenn die zur Verhandlung in ner Sizung ge-