1875 / 290 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

A,

_ Amerika. Washington, 8. Dezember. (W. T. B.) Mit der Botschaft des Präsidenten ist gleichzeitig die mit Spanien geführte diplomatische Korrespondenz, aus- \{hließli<h der auf die ¡jüngsten Verhandlungen bezüglichen Akten- stüde, vorgelegt worden. Dieselbe is in dur<haus freund\chaft- lihem Tone gehalten. Zum Schug der amerikanis<en Bürger in Liberia hat ein Panzerschiff die Ordre zum Aus- laufen erhalten. In seinem Jahresberiht an den Prâfidenten über den Stand der nordamerikanis<hen Bundesarmee giebt General Sherman deren Stärke auf 1540 Offiziere und 24 031 Mann an. Diese Truppen \ind organifirt in 5 Regimenter Artil- lerie, enthaltend 270 Offiziere und 2504 Mann, 10 Regimenter Kavallerie, 422 Offiziere und 7206 Mann, und 25 Regimenter Jnufanterie, 848 Offiziere und 11,000 Mann. Außerdem giebt es 3321 Rekruten, Ueberzählige und nicht zur Linie gehörige Offiziere. Während des verflossenen Jahres fand die Ärmee ihre Hauptbeschäftigung in dem Indianexrlande.

(A. A. C.) Aus Buenos Ayres bringt der Poft- dampfer „Senegal“ bis zum 11. v. M. reichende Nachrichten. Die Journale dieser Stadt beschäftigen sich angelegentlih mit paraguitishen Angelegenheiten, welche eine der Politik der Argentinishen Regierung günstige Wendung genommen haben. Dr. Acebal wurde als Repräsentant der Regierung von Buenos Ayres na< Asuncion gesandt, und Dr. Derqui hatte fich nah Buenos Ayres begeben, um dort die Re- gierung von Paraguay zu repräsentiren. Eine außerordentliche Session der Legislatur ist einberufen worden. Die Regierung von Peru hatte ihre freund\chastliche Vermittelung zwischen der argentinis<hen Republik und Chili zur Lösung der patagonischen Grenzfrage angeboten, Nach Berichten aus Montevideo vom 11. v. M. dauert die Revolution in Uruguay fort. General Latorre, der Kriegs-Minister,

Erfte Beilage : zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Slaals-Anzeiger.

7 290. Berlin, Donnerstag, den 9. Dezember 1875.

d L hr des fre Landwirthschaft zuzuführen. Ich habe ganz etwas anderes vernom- men, A darauf verzihten müsse, in Zukunft \o viele und fo wohlfeile Arbeiter zu haben, wie früher, und daß, weil man L verzichten müsse, es darauf ankomme, der Landwirtbschaft auf mechanischem Wege das zu ersetzen, was ihr auf dem Wege nens

licher Kraft verloren gegangen war und was sie niht wiederbekommen konnt». : S R

Der Herr Abgeordnete für Dels meint, die Eisenindustrie würde gegen die v Einfuhr der landwirthschaftlichen Maschinen nichts einzuwenden gehabt haben. Jh weiß das ni<ht, es kann das je aber, meine Herren, daß das nit geschehen ist, hatte durchaus nich

seinen Grund in kleinen Zollabfertigungss<wierigkeiten, die darin liegen könnten, daß man Theile landwirthschaftliher Maschinen von denjenigen anderer Maschinen nicht unterscheiden könnte das Me eine Schwierigkeit gewesen, die aber gehoben werden konnte lon ern das lag im Eisenzollsystem selbst. Durch das Ensemble der D zôlle, wozu ja die Maschinenzölle mitgehören, find ges{üßt, berehtig

ges<üßt so lange der eine es ist, i es der ee auh ni<t blos die Hochôfen und S sondern au< Maschinenfabriken und namentli<h die Ga landwirthschaftliher Maschinen, und da schien es denn 4 F dings ein Widerspruch in si zu sein, wenn man das Eisen, g tus

die landwirthschaftlichen Maschinenfabriken aus dem Matiane ezie- hen müssen, besteuerte und die fertigen landwirthshastlichen : g nen aus dem Auslande zollfrei eingehen ließe. Wenn der Hr. Ab- geordnete für Oels meint, sein Interesse an der vorliegenden Frage sei geringer geworden deshalb, weil man den Zoll für Roheisen auf

daten waren mit Remingtongewehren bewaffnet, hatten eine Mi- trailleufe bei fi<h, und wurden von einem Engländer befehligt, Es sollen au< mehrere franzöfishe Offiziere bei ihnen sein. darunter einige von den Pariser Kommunarden.* Ratib Pascha, der Oberbefehlshaber i er ägyptishen Armee, ist von Kairo am 5. d. abgereist, um den Befehl über das ägyptische Expeditionscorps in Abessinien zu übernehmen.

(A. A. C.) Mittelst des am 6. d. in Liverpool ange- kommenen afrikanishen Postdampfers „Volta* hat Mr. D. Chi- nery, der ehemalige Chargé d'Affaires von Liberia in London, Mittheilungen über den Krieg am Cape Palmas erhalten. Der Spezial-Kommissar Payne, welcher fih im Auftrage der Regierung nah Cape Palmas begab, berihtet, es sei wenig Zweifel vorhanden, daß die Unzufriedenheit und Feindseligkeit der Greboes \<on beträchtli< bes<hwihtigt worden sei, und man

glaubt, daß die Rebellion zu einem \hleunigen Ende gebracht | Fund, den Dr. W. Vollmer in Stuttgart gemadt, besteht in einer A Der pas Paragraph des von dem Spezial- | großen E von Bri E A L S G ommissar erstatteten Berichts empfiehlt, daß die Regierun von Pr. George Smi esinde , vehufs neuer Aus gra- i j : aben Liberia ihre Herrschaft auf alle Fälle behaupten solle lien German ju eran OVE// Um den dazu erforde M Komo e eimnis, sehr ungern den Beschlüssen zugestimmt, n Ferm u er en. l ; : 3 i Praktische C rbtterunan aus den Gebieten dez welche im Haufe im Begenias Die et Siz preußischen und gemeinen Civil- und Prozeßrechtes von Vorlage gefaßt worden E ‘äuß Rüsichten davon abgehalten Dr, Sonnenshmidt, Ober-Tribunals-Rath. Berlin 1875. Carl waren deshalb au dur keine a Sederiüinia aufdrängte, in ernft- Heymanns Verlag. Diese Veröffentlihung einer Bearbeitung die Frage, welche fi, c: arin B Ms Erscheinungen welche seit dem von Rechtsfällen, wel<he theils älteren Datums aus dem gemeinen hafte Erwägung zu es Juli 1873 in der Eisenindustrie hervor- Civil- und Prozeßrechte, theils aus der neueren Thätigkeit des Ver- Erlasse des Geseß2s vom {. Lebe das im Jahre 1873 erlassene fassers vom Königlichen Ober-Tribunal genommen sind, bietet eine getreten waren, ein ads Ae diese Ueberzeugung gewonnen, so Fülle interessanten Materials. Besonders sind es zwei bei dem Obex- Geseß ¿u ändern. Hätten Augenbli> besonnen haben, mit einer Appellationêgerihte zu Greifswald und beim Königlichen Ober-Tri- würden sie sich nicht e fe! Wide sih durchaus nicht dur bunal entschiedene Fälle aus dem sog. Vokalfideikommisse, die aus- Vorlage vor Sie zu tre 6 g urvdhalten lassen, sie habên aber führlich R Waden) und on Inhalt in gus Mi die Materie 1 E Ee R S WAC CAGÓnH ER i es gemeinen Erbre<ts einen besonders praktischen We leihen. iese Ueberzc I En i lei 0 M 2 Die Nr: 5 e Stan Ne Saab ie Oa | Menn ih auf die Gesichtäpunkte, die für uns dabei leitend ge

W. E. Forster, Thomas H. Huxley, John Tyndall, Anthony Trollo Max Müller, Robert a Anna _Jsabella Thaterey, Sans Martineau, J. E. Böhm, Samuel Sp lding. Die goldene Me- daille trägt auf der Vorderseite ein Medaillon Carlyle’s, und auf der Kehrseite die Worte „Zur Erinnerung : Dezember 4. 1875“. Professor Dünzer berihtet in der „Ksöln. 3tg.“: „Nah einer Mittheilung Über die erste Sißung der philologis<-historishen Gesellschaft in Würzburg machte Hofrath Prof. Dr. Urli<s in derselben Mittheilung über einen anziehenden Fund, den er im Sciller-Arhiv zu Greifenftein ob Bonnland gemx<t. Eg ift das Bruch stü > eines Tagebuches (?) des unglü>lihen Dichters Reinhold Lenz, das dieser 1775 für Goethe geschrieben. Es hat sih zufällig in Schillers Papieren erhalten, dem Goethe es 1797 milgetheilt hatte. Daß es der Charakteristik von Lenz iu „Dichtung und Wahrheit“ zu Hrunde liege, kann nur sehr uneigentli<h wahr sein, da diese 15 Jahre nach Schillers Tode geschrieben wurden, aus dessen Händen es seit 1797 nicht mehr kam. Ein anderer wichtiger

ahres die Einfuhr des fremden Eisens no< weiter abgenommen es nämlich, wenn ich unrihtiger Weise vorausseße," daß die Ein- fuhr des vierten Quartals dieses Jahres ebenso groß sein wird, wie die Einfuhr im Durchschnitt der drei ersten Quariale. Diese 0E ausseßung ist unrichtig, weil bekanntlih von Eisen im vierten Quartal jedes Jahres weniger eingeführt wird, als in den nor gehenden Quartalen. Also auch diese neuesten Ecmittelungen haben ergeben, daß die Betheiligung des Auslandes an der N Iorgung ee deutshen Marktes gegenüber dem Gesammtverbrauh und gegenuber der inländischen L vers<hwindend klein ift. L | Bei solcher Lage der Sache kam es weiter auf die Frage an: wás fann ein Zoll von 10 Groschen dieser Lage gegenüber G Man kaun die Frage umgekehrt stellen und sagen: was eet ie jeßige Lage sein, wenn die Ewinfuhr fremden Eisens überhaupt ver- boten wäre? Und da, glaube ih, wird die Antwort eines jeden QD- - kundigen die sein: die Lage, wie sie jeßt ist, würde ganz genau NA e sein mit dem Verbot und mit dem jeßigen Zoll. Es ist ja N er Großindustrie, wie die Eisenindustrie, bei einer so weit Ge en Industrie der Faktor für das Wohlergehen der einzelnen Eta E ments nicht die Einfuhr vom Aueland, sondern die inländische Kon ur- renz. Darin hat der Hr. Abgeordnete für Oels volifommen "Recht, daß, wenn in so gedrüëften Zeiten, wie sie jeßt sind und sein wür- den, auch wenn die Einfuhr fremden Eisens absolut verboten ware, die ganz natürlihe Tendenz dahin geht, daß die großen, gut e ten, besser situirten Werke die kleinen todt zu machen suchen, "n den Ausdru> zu gebrauchen, mit anderen Worten, daß sie, die im Besiße großer Kapitalien, im Besiße großer Erfahrungen, im Besiße sehr

Neichstags - Angelegenheiten.

i ; mber. Ju der Sihung des Dentschen

e S M. nahm in der Diskussion über die etitionen in Betreff der Eisen- 2x. Zölle der Präsi- dent des Reichskanzler-Amts, Staats-Minifter Dr. Delbrü>, nah dem Abg. v. Kardorff das Wort: E u Meine Herren! Erwarten Sie von mir E M s / irgend wie über Kompromisse brs U E Ra La gierungen sind ein Theil des dama An

L S Ae REES e E

Die Nr. 95 des „Amts-Blatts der Deutschen Reichs- Post-Verwaltung* hat folgenden Inhalt: Verfügung: vom 2. Dezember 1875. Errichtung von Kaiserlichen Ober-Postdirektionen in Minden in Westfalen, Bromberg und Aachen.

C Ra ma aer R E Lt) e: I S R

Vereinswesen.

Der unter dem Protektorate Jhrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Friedrich Carl stehende Preußische Frauen- und Jungfrauen-Verein hat heute Morgen in den Parterre- sälen des Köniolichen Justiz-Ministeriums seine alljährlihe Wei h- nahtsausftellung eröffnet. Die Gaben der Liebe find von den

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(Lts T RLEBO E Ketd c D

S tet M) Air g tra f ne L ntg

haber ernannt worden. ihre eigenen Noten zu ersegzen.

Afrika. Aegypten. Der ,

einen Brief, der einige nähere Mittheilungen über die Niede r- lage der ägyptischen Truppen in A bessinien enthält.

Es heißt darin: „Die ägyptischen

stationirt waren, rü>ten in das abessinishe Gebiet ein und mar-

scirten in der Richtung auf Tigre.

kommen über ihre Bewegungen unterrichtet, ließ fie in die GEng- pässe von Gondet eindringen, umzingelte sie dort, und die ganze

ägyptishe Truppe wurde niedergema wie groß ihre Anzahl war, send. Drei Mann find allein entko enthauptet worden. Kapitän Arendrup, und Beliebtheit,

Entde>ungsreisender begleitete, \o

Massaua, ein Neffe von Nubar Pascha.

Berliu, den 9. Dezember. Wissenschaftlicher Kunstverein.

Die S ißung am 17. Novemb Schunaase's, des am 17. Mai zu Ehremnitgliedes des Bereins, gewidmet. Jahre 1798 zu Danzig als Kind wohlh geboren. auf großen Reisen,

turienten:Examen bestanden hatte,

werd-r Beschäftigung fand. 1825 mach Jtalien. Als ihm im Jahre 1828 de glicder schmerziihe Verluste bereitete, ichüttert, daß er {wer erkrankte

Nachdem

Künstler wie W. v. Schadow, brandt Sohn, Sthirmer, I jelbe namentlich an Immermann, gaaz besonders an Schirmer an.

seinen seinen Kunftsinn übte er mächtigen Einfluß aus.

_ Bou seinen der Kunst,

mit denen er von nun

war, zeugten die im Jahue 1834 erschienenen „Niederländischen Briefe“, die den Beweis lieferten, von wie hohen und allgemeinen Gesichtspunkten aus er das Kunstleben eines Volkes und einer Zeit Unter den \{riftstelleris{en Arbeiten der folgenden Jahre sind namentli hervorzubeb-n die «historischen

zu beurtheilen im Stande war.

Erläuterungen zu Ludwig Schwa im Jahre 1840 herauskamen. 1843 er berühmten „Geschichte der bilden

troffenes Meisternerk, mit wel<em er die (Fpohe der modernen Nach wiederholten Reisen na Frankrei und Jtalien kam er 1848 als Ober-Tribunals-Rath nach Berlin, welches damals ein Mittelpunkt kunstwissenschaftlicher Bestrebungen

Kunstgeschichte einleitete.

war. An Männer wie Kugler, Wag Schorn, Soßmann, die damals in schloß er sih an, während andererseits sfi<h um ibn gruppirte.

verein, in welhem tie

chaft erwählt wurde.

lich war, sagte seiner \{<wädli<hen Gesu wenig zu, Nachdem er im Jahre 1855 erfrankt war und si<h nur langsam von

1857 penfioniren und begab sih in Begleitung seiner Frau in ein milderes Klima und siedelte endli<h na< Wiesbaden über, woselbst

er unter vorsihtiger S<onunz feiner \{

warten lange der Wissenschaft zu erhalten verstand, bis er im Mai diefes Jahres in Folge eines Schlaganfalls in den Armen seiner sanft ents{lief. widmete er sich auss{hließli<h kunstwissenshaftlihen Studien. seinen zahlrci<en Arbeiten ist für größere Kreise die wichtigste die

Gattin {nell und

neue, sorgfältigst durhgesehene Ausgabe

denden Künste“, die ihn bis an den Abend seines Lebens beschäftigte, und die er unter Beihülfe jüngerer Gelehrten bis auf einen fleinen Unter den Freunden Schnaase's, die über ganz

Rest bewältigte. Deutschland verbreitet sind, hat si ein Altmeister ein seiner würdiges Denkmal migung Sr, Majestät des Kaisers

auch der wissenschaftliche Kunstverein eine q

Die Maua-Bank hatte begonnen, das nationale Papiergeld aus dem Verkehr zu ziehen und es durch

aber es waren mindestens zweitau-

Die Expedition war befehligt von einem einem \{<wedishen Offizier von Verdienst der als einer der Ersten gefallen ist; mit ihm ist au<h ein Graf Zichy getödtet worden, der

Seine Jugevd verlebte er in glänzender Weise, zum Theil die er mit seinen Eltern ins Ausland mate. Nachdem er im Jahre 1816 (ua dem Tode seines Vaters) das Abi- bezog er die Universitäten Beriin und Heidelberg, um si juristishen Studien zu widmen. Fehrte er in seine Heimat zurü>, woselbst ex in Danzig und Marien-

und später auf Verwendunz feiner Freunde mit Nü>sicht auf seine Gesundheit an den Rhein verseßt wurde. er uno in Marienwerder zum Rath ernannt worden war, fam er als Prokurator an das Landgericht zu Düsseldorf. Hier blühte damals ein interéssartes und reges Kunsstleben, in dessen Mitte Lessing, Bendemann, Schrödter und von Dichtern Immermann und Friedri v. Uecbtriß standen.

n diesem Kreise war Schnaase bald heimisch, und

sriedr. v. Uechtritz, Durch sein scharfes Urtheil und bald in

Dem Wissenschaftlihen Kun st- genannten {loß si< au< Schuaase anz; seine Autorität in demselben war fo bedeuteud, daß er bald zu cinem der Vorsitzenden in dieser Gesell- Auch die Kunstakademie ehrte ihn, indem fie ihn im Jahre 1855 zu ihrem Ehrenmitgliedé eraannte. der Aufenthalt in Berlín seinen wissenschaftlichen Arbeiten sehr förder-

ist im Berliner der Seite Kuglers ein Plaß für die S{naase's angewiesen worden. Die zur Herstellung derselben erfor- derlihe Summe wird dur cine Sammlúng aufgebracht, zu welcher

war zum Ober-Besehls-

Moniteur Universel“ bringt

Truppen, die in Massaua

Der König Johannes, voll-

<t. Man weiß nicht genau,

mmen , die andern sind alle

die Expedition als wie der Gouverneur von Die abessinishen Sol-

er war dem Andenken Karl Wiesbaden dahingcschiedenen K. Shnaase wurde im abender und angesehener Eltern

Uls Furift

te er seine erste Reise nach r Tod mehrerer Familicnmit- wurde er davon fo sehr er-

Hübner, Hilde-

\{<loß si der- Lessing und

diesem Kreise einen Arbeiten auf dem Gebiete an unausgesezt beschäftigt

nthalers Werken“, welche schien der «síe Band seiner den Künste“, ein unüber-

gen, Gerhard, Hotho, voller Manueskraft standen, eine Reihe jüngerer Kräfte

Männer verkehrten, Während ndheit das Klima der Stadt

an eixem {weren Halsübel demselben erholte, ließ er sich

wachen Kräfte sich über Er-

verschiedensten Seiten auf das Reitblichste eingegangen; die Höchste Protektorin hat selbs einen Tisch mit kunstreichen Gegenständen aus- gestattet, die auf Höhftihrer Reise in Jtalien eingekauft sind. Ein brernender Weihnachtsbaum versest das Publikum, das auf den reich beseßten Tafeln eine große Auswahl passender Geschenke findet, mitten in die frôbliche Festzeit hinein; eine Wanderung durch die prächtigen Räume, in Denen auch ein Buffet nicht fehlt, fesselt dur< den Glanz und das prächtige Arrangement der Ausstellung. Ihre Königs- lihe Hoheit die Prinzessin Sriedri<h Carl beehrte bereits heute Vormittag die Auëêstellung mit Höchstihrer Gegenwart und befahl zahlreiche Einkäufe, Der Besu<h Fhrer Majestät der Kaiserin-Königin war für heute Mittag 2 Uhr angesagt. Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Am Sonrabend, 11. September, Abends 7 Uhr, findet in Poppenberg's Lokal, Charlottenstraße 37, die Versammlurg der Juristishen Gesellschaft zu Berlin statt. Auf der Tages- ordnung steht der Vortrag des Hrn. Stadtrichters Dr. Rubo über die Novelle zum Deutschen Strafgeseßbuche.

ZuThomas Carlyle?s 80. Geburtstag, am 4. d. Mts., ist demselben von englischen Gelehrten, Dichtern und Künstlern eine Glückwunschadresse nebst ciner goldenen Medaille übersandt worden, wel<he eigens zu Ehren des Ereignisses geprägt worden. Die Adresse trägt die Unterschriften von 120 Celebritäten der Wissen- haften und Künste, unter ihnen Tennyson, Charles Darwin,

Kasse beigesteuert hat. Die Vorlage für diesen Abend hatte Hr. Kunsthändler E. Quaas übernommen. Derselbe legte eine soeben erschienene neue Serie aus „Henschels Skizzenbuch“ vor. Wenngleich si< der Künstler in dieser Serie in einigen neuen Moti- ven versucht hat, so liegt do< der Schweryunkt seiner heiteren Kunft in jenen amusanten Scenen des Straßenlebens, dur<h welche seine erstea Serien fo allgemeines Aufsehen erregten. Auch in der vor- liegenden Serie sind derartige Scenen mit einem Humor vorgetragen,

der sih von jeder Gemeinheit fern hält und einen reinen fünit- lerishen Genuß gewährt. Wenn einige Mitglieder der Gesellschaft, die ansübende Künstler sind, hervorhoben, daß in dieser Serie sogar ein Forts{ritt, wenigsteus was die Zeichnung betrifft, zu finden fei, so vermochte dies nur das Lob Zu erhöhen, dessen | sich diese Vorlage zu erfreuen hatte. Interessant waren

einige Bemerkungen aus der Geschäftspraris, welche Hr. Quaas bei dieser Veranlassung mittheilte. Demnach scheinen die einzeinen Blätter aus „Henschels Skizzenbuch" in einer Weise verkäuflih zu sein, wie dies bei einer ähnlichen Publikation wohl s{<werli< jemals der Fall gewejen ist; wenigst:ns kônate man dies daraus \{ließen, daß allein in dem Geschätite des Hrn. Quaas in einem Jahre für 4830 M. dieser Blätter vcrkauft wurden.

Am Mittwoch Abend eröffnete Dr. Zenker in den Räumlichkeiten des unter seiner Leitung stehenden mifroskopishen Aquariums einen Cyklus von populär-wisseuschaftlicheu Vorlesungen mit cinem Vortrag über das Mikroskop und seine Anwendung, dem ein äußerst zahlreiches Publikum beiwohnte. Redner gab zunächst eine an- schauliche Beschreibung des Mikcoskopes, das, gleich den aftronomishen Teleskopen, das Objekt dem Beschauer verkehrt zeige, und ging sodann dazu Über, die für die Vergrößerungsgrade maßgebenden Gesichts- punkte zu erörtern. Für die Vergrößerung vor Allem entscheidend sei die Bildweite. Bei einer vier- bis achtfachen Vergrös- ßerung betrage die Entfernung des Objektes vorm Apparat 1 bis 2 Zoll; je näher das Objekt tritt, desto bedeu- tender werde die Vergrößerung, die - außerdem no< dur die dem Auge des Veschauers zunächst angebrachte Lupe erhöht werde; betrage die Bildweite beispielsweise !/24 Zoll und vergrößere die Lupe 10 fa, fo werde das Objekt 1200 mat vergrößert erscheinen. Redner zeigte zum Schluß noch eine Anzahl Mifroskope vor und zeigte ihre innere Einrichtung, sowie die Art und Weise, wie das Objekt an- gebracht und unter günstige Beleuchtung gestellt wird. Die Vor- lesungen werden zunächst wöchentlich, später, wenn mögli, täglich ge- halten werden und bezwe>en vornehmlich, eine erhöhte Kenntniß der Naturwissenschaft in die Kreise unserer Bevölkerung zu tragen.

Aus Stuttgart, 7. Dezember, wird berichtet: Gestern Abend fand unter dem Vorsiß Sr. Königlichen Hoheit des Herzogs Eugen von Württemberg eine Sißung des Centralcomitész zum V, deut- shen Bundessch ießen statt, um das finanzielle Ergebniß des Schichßens festzustellen. Nach einer von Hrn. Over-Bürgermeister Dr. Ha veranlaßten und von ihm vorgetragenen Zusammenstellung betragen die Gesammteinnahmen etwa 535 000 H, die Gesammt- auègaben etwa 555,000 #, so daß fih eine Unzulänglichkeit von etwa 20,000 Æ, ergeben würde. Da Garantiescheine im Betrag von 360,000 Æ gezeichnet sind, so wird auf je 100 Garantiezeichnung ein Betrag von 6 M. entfallen. Die defi- „nitive Abre<hnung und Revision wird baldigst erfolgen, nachdem die Arbeit des Schieß-Comités und die Bauabre<nung vollends abge-

Nach seiner Pensionirung |

Von seiner „Geschichte der bil-

Comité gebildet, um ihrem zu errichten. Mit Geneh- useum an Aufstellung einer Büste

ngemessene Summe aus seiner

wi>elt sein wird. Juteressiren dürfte es, daß für Entrée über 70,003 M eingenommen wurden. Der Verkauf von Geträuken hat 17,000 (6 Nußen abgeworfen; die Baukosten werden sich auf 250,070 M ftel- len. Das Sthieß-Comité hat 270,000 K eingenommen, und die Preise eingeschlossen 150,000 & verausgabt.

Aus Rom, 4. Dezember, wird geschrieben: Die anhaltenden Regengüsse haben an verschiedenen Punkten des Königreichs Unheil angerihtet, Bei Groffeto ist der Eisenbahnverkehr auf der Linie Rom- Livorno unterbrochen, und von Pifa wird berichtet, daß der Arno mit einer Ueberschwemmung droht. Die Maremmenbahn ift en Cecina und San- Vicenzo unterbrochen; auch in der Provinz Salerno haben die Regengüsse großen Schaden angerichtet; zwischen Salerno und Cave ist die Eisenbahnverbindung unterbrochen, und in Amalfi

Preis preuß.

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Die jung das kofth

Jagd, Fischerei und Naturkunde, herauëgegeben von W. Königl. Oberförster (Leipzig, Verlag von Schmidt &

Freiherr von Drofte-Hülehoff. VI. : Ober-Forstmeister Rowland. Erlebniß auf der Auerhahnbaiz, mit zwei Illustrationen.

liche Störungen erlitt. den Straßen, und die Omnibusse Doppelte und Dreifache auf. Erst gegen Abend hörte es auf zu schneien, und dann trat Thauwetter ein, welches gegenwärtig anhält.

der berühmte Schachspieler, hoffnungslos

Im Wallner -Theater S@wank „Der Lieutenant und nicht der Oberst von Louis von Saville neu cinstudict in Scene gehen. seiner Zeit, troß der günst:gen Aufnahme und Kassenerfolge, wegen des plôößlichen Kontraktbruhes des Frl Nissel unterbrochen werden,

jugendliche

Stü, als Novität gegeben Male mit entshiedenem Erfolge und vor vollen Häusern.

Am Freitag, 19. November, wurde Schillers Drama „Kabale Liebe“ in türkischer Ueberseßung auf dem türkischen Theater in Pera gegeben. richten geht hervor, nands zu spielen hatte, sehr {le<t spielte, hatte; dagegen wurde die Luise sehr gut dargestellt, einige Feh

oder weniger gut gegeben, jedoh wird hervorgehoben, daß einige Dar- [teller sih geberdeten, als wäre es eine Oper und fein Drama.

der einzige Verleßte bereits

Vize-Oberjägermeister von Meyerin>, Jagdstreitiokeiten von Bârenjagd in Ungarn ‘vom

VerLehrs-Anftalten-

Der Fortschritt der Bohrung am Gotthardttunnel wäh- rend der leßten Woche betrug auf der Seite von Göschenen 12,20 M, bei Airolo 5,65 #4, total 17,65 4, mithin durhs{nitili< per Tag

Die schwierige Situation wegen der Zerklüftung des Felsens elbe geblieben, wie leßte Woche.

Die Gotha-Ohrdrufer Eisenbahn wird, wie die eB. Börs.-Ztg.“ mittheilt, Verkehr übergeben

nicht vor dem 1. Mai a. f. dem öffentlichen i en werden. Der Betrieb geht in die Hände der gischen Eisenbahn-Gesellschaft über. Die erfte Probefahrt von

Gotha nach Georgenthal fand am 27. v. M. statt. London, 8. Dezember. Verbindung mit Japan nnd China ift jeßt glei<falls wi e- der bergeftellt. Aus Ostende fehlen -die drei leßten Posteu.

(W: L. B) Dis telegraphische

ew-York, aud” der

8. Dezember. (W. T. B.) Der Dampfec National - Dampfschiffs - Compagnie

(C. Mesfingsche Linie) ist hier eingetroffen

Anf der Insel Sardinien ift die Eisenbahnverbindung zwischen

Tiso und Scala und zwischen Safsari und Djzieri unterbro<en. Fn der Provinz Navennx retten die Bauern aus Furt vor Po - Ueber- shwemmungen nah höher gelegenen Orten,

wo sie sih der Gefahr

ausgeseßt glauben, Hab und Gut. Auch in Rom haben wir

das Wasser in den niedriger gelegenen Stadttheilen.

ndon wurde am 6. d, Mts. von einem heftigen S<nee- er heimgesuht, dur< welches der öffentliche Berkehr wesent- Droschken bewegten fih nur fehr spärlich in s<lugen ihre Fahrpreise um das

ottland nimmt der Winter an Strenge zu.

In vielen Ort- liegt der Schnee 6—8 Fuß hoc.

»

Am 8. d. Mis. stieg, „W. T. B.* zufolge, der Ballon „Unis

unter der Leitung Godards und- des Obersten Laubat in

Paris mit im Ganzen 8 Pecsonen zur Vornahme wissen\schaftlicher Unterfuchungen auf, zerriß jedo< in eir Höhe von 230 Metern und stürzte zur Erde.

Fünf Personen sind mehr oder minder \<wer

Amerikanischen Blättern zufolge befindet si< Paul Morphy,

1 4 wahnsinuig in einer stalt in New-Orleans.

Theater.

wird am Freitag der dreiaktige

Das Stü> mußte

ird jeßt an Stelle der leßteren Frl. Arndt die Liebhaberin vielen. Die ‘übrigen Hauptrollen

sich in Händen der Damen Carlsen, Berg, Walther-

Troft und der Herren Lebrun, Kurz, Kadelburg, Schmidt,

er und Neuber. Den Schluß des Abends wird der beliebte Schwank bilden „Papa hat's erlaubt* mit den Damen r, Löffler, Carlsen und den Hercen Helmerding,

Kadelburg, Wilken in ihren bekannten Glanzrollen. Im Residenztheater zu München wurde am 29. v. M.

Sara Sampson* von Lessing, ein 125 Jahre altes

und am 4. d. M. wiederholt, beide

Aus den darüber veröffentlichten Be- daß der Schauspieler, welcher die Rolle Ferdi- weil er ni<ts memorirt nur rügte man

ler in der Aussprache. Die anderen Rollen wurden mehr

Circu3 Salamonsky war

in seiner Sonnabend- ng der Schauplaß eines

Unfalles. In der von

der Gesellschaft aufgeführten „Ungarischen Hetbsagd wurde eine der mitwirkezden Damen, als dieselbe über ein hohes Treppengerüfte seßen wollte, von ihrem Pferde abgeworfen,

das in den Zuschauer- ang, einen jungen Mann verleßte und sih selbst die Rippen Wie wir vernehmen, ist Niemand beschädigt, und auch

: in der Wiedcrherftellung asen e Dame ist ebenfalls ohne Schaden geblieben, dagegen hat are Pferd getödtet werden müssen.

Berlin:

find mehrere Häuser eingestürzt, wobei 12 Person:n den Tod gefunden

Redacteur: F. Prehm. Veriag der Expedition (Ke}je 1). Drei Beilagen (eins<hließli< Börsen-Beilage),

Dru> W. Elsner.

H. Nitsche, L l Günther, 3 f. halbjährl.), enthält: Jagdbare Säugethiere vom Kskigl.

e , jeßt mit möglichster Kürze eingehe, so s{!>e ih voraus, Del eth dabei einer Erörterung der Frage enthalte, die im Fahre 1873 zu erörtern war und die jeßt um chrn Theile von dem Hrn. Abgeordneten Me. Dele ppa er aufgenommen worden is, nämli< der Frage, ob es ata haupt für uns richtig ift, Eisenzölle zu haben oder M K Diese Frage liegt in der That und lag für uns nicht vor, es e s< für uns nur darum handeln, und ih glaube, es kann si au na alledem, was bisher hier verhandelt worden ift, für das Pa vur darum handeln, ob eine Veranlaffung vorliegt, das damals j lassene Gese, den eingebrachten Anträgen entsprechend, zu suspendi- ren. Dies ist die einzige Frage, mit der wir uns zu beschäftigen haben. 1 j E L 5s ist für uns so wenig wie für irgend jemand einen Aug: blid> O eiLaft gewesen, daß sich die Eisenindustrie in einer Krisis befindet, in einer Krifis, welche, und ih sage das ganz ofen, G G0 feineêwegs als abgeschlossen ansche, von der ih no< E A stimmtheit sagen kann, daß fie*ihren Höhepunkt erreicht hat. eier Thatsache gegenüber, hatten wir uns zu vergegenwärtigen e 165 zunächst, daß die Erscheinung, die bei der deutschen Eiseaindu trie her- vorgetreten war, keine vereinzelte war, daß sie eine G N welhe bei der Eiseaindustrie in der gesammten E Welt mehr oder weniger fühlbar hervertrat. Es ist völlig zweifellos, daß die Zustävde in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Belgien \{limmer sind als bei uns, daß fie E England nit besser sind als bei uns, und daß sie in Frankre: allerdings günstiger liegen a!s bei uns, allein keineswegs so rofig, wie das vielfach behauptet wird. Diese Erwägung mußte yon selbst darauf führen, daß es ganz allgemein wirkende Ursachen gewesen sein Ten, die diese allgemeine Erscheinung hervorgebra{ht haben und s ae sih dann freili<h au<h ohne viele Ermittelungen und ee gla Mühe das Ergebniß, daß wir es zu thun ‘hatten N tin Piodukte der ungemein lebhaften wirthschaftlichen ed ‘0m g, welhe si< unmittelbar na< dem Friedensschlusse entwi>c hat. Diese ungemein lebhafte wirthschaftliche Bewegung ging damals dur ganz Earopa, sie war feineswegs auf U ON besdrönkt. Jn Deutschland traten für die Eisenindustrie E rior dere Motive hinzu, es waren während des Krieges die Eisen N in unglaublicher Weie in Anspru<h gerommen worden, man 20 e nit Zeit gehabt, sowohl für die nus des Bahnkörpers n als für die Ergämung des verbrauchten Betriebsmaterials zu sorgen. a Betriev8material war innerhalb und außerhalb Deutschlands in nyr dentlichem Maße in Anspru genommen, die Bauthät1gkeit en t und mit dem Friedents<lusse trat ein ganz außerordentlich starker : E darf nah Eisen ein. Jch bin dethalb weit entfernt Ane LeBIE gen Unternehmern, welhe in Folge dieses massenhaften A e Bedarfs ihre Etablissements erweitert haben, in der wg kara sie hätten es mit einem dauernden Zustande zu thun, den va giras des Schwindels zu machen ; das fällt mir nicht im Entferntesi S Y Sie haben spekulirt auf Grund einer Korjunktur, die as A Me Dauer und in ihrem Umfange M A E B Folgen einer in dieser Rich i i E anatta, Daß d:m nun so ist, daß es die Industrie selbft eit, welche dur< eine nur den vorübergehenden Verhältnissen Angepay e Auédebnung si in die Lage geseßt hat, in Deutschland sel st De zu produziren, als der augenbli>liche und vielleicht A MEE E rere Jahre nachhaltige Bedarf A DaT E fta ‘ros ewescn sein, zu sagen: tragt die Folgen el verungl Hulation setbst. / E Warei in Bezug auf die vorliegende Frage eve wobl allgemeine wirthschaftlihe Rü>ksichten in Betracht zu, d und zwar in erster Linie die von dem Herrn Abgeordneten ir O hervorgehobene Rüdsicht auf den Beftand der Eisenindustrie sel U i Hier drängt fi nun die Frage auf, welches wird, soweit E Verhältnisse im Voraus übersehen lassen, gegenüber der augen r, lihen Lage der Erfolg sein, wenn nah Ablauf von f Vierteljahren die Eisenzölle wegfallen, Um diese Hrage zu beantworten, Fonnten wir allerdings nur zurü>gehen 8! e Erfahrung der Vergangenheit, wir konnten nur zuru ge vg auf die Thatsachen, die uns bekannt find und die vorliegen, un (28 ergab es sih denn, wenn wir auf di- Erfahrungen der Stg agene zurü>gingen, daß ungeachtet wiederholter sehr erheblicher Zo ren f guigen, Zollermäßigungen, die zum Theil für Ee L e viel erheblicher waren, wie der levorstchende We-fall der iz e schen, daß troß aller dieser Umstände die deutsche Gijeas aa s davon entfernt zurü>zugehen, sih vielmehr in einer U an En Weise gehoben hat, Es war ferner in Betracht zu gie ei Vie Thatsache, daß die Einfuhr von ausländishem Eiten der] Sen Arten, wie sie igt no< mit Zoll (belegt sind, in a That verschwindend klein ist Wenn ih hierbei Bezug A die Ecgebnisse der deutshen Kommerzialstatistik, so will ih a E übergehend bemerken, daß der Hr. Abgeordnete ae Boa, S der Kommerz'alstatistik, wie mir scheint, niht richtig Serntist Gen Ec mmut an, daß, wenn in den Nachweisungen des S at Den Amts als Eingang in der Provinz Westfalen verzeichnet nas j G n so viel Centner, in die Provinz Westfalen nicht mehr ne ge kommen sind, als diese Menge. Dies beruht auf einem Ju zu h Daéjenige Eisen, was z B. über Emmerich eingeht und für Bochum bestimmt is, wird bei der Rheinprovinz H i geschrieben, in der Proyinz Westfalen wird es M aua ' aber es geht ein in der Rheinprovinz. Ich bemerke dieses bei äufig, weil allerdings, wenn man fich dieses Verhältniß nit perhegen- wärtigte, der Schluß nahe liegt, daß die Kommerzialstat1sti As rihtig sei. Nun, meine Herren, ist in dem Bericht Jhrer E mission das Tableau vorgelegt, das sih auf die Einfubr E if L waaren bis zum Schluß des vorigen Jahres bezieht. Jch a s den Ergebnissen der ersten drei Vierteljahre dieses Jahres n N vorgerü>ten Zeit will i< Sie nicht mit Aufzählung der Zah e müden für die einzelnen Objekte a1s Ercänzung das allgem

cher Arbeitsfräfte sih befinden, im Stande sind, billiger das Eisen E als ihre Konkurrenten, und daß, wenn die Lage so ist, daß weniger Eisen verlangt wird, als auf dem Markte, sie diese ihre ünstigere Lage ausnugen, : : i a E Gs nene Gran, was die Lage der einzelnen Werke bere, so hat dec Hr. Abgeordnete für Bochum Bezug genommen g e gedru>te Uebersicht, die, wie i< glaube, in den Händen der meisten Herren ist und auf die ih do< mit ein paar Worten eman muß. Es ist das eine Zusammenstellung der Bilanzen einer angen Reihe von Aktiengesellschaften, die in der Eisenindustrie arbeiten, für 1874 und oder, je nah Umständen, für 1874/75. Ich Ee diese Uebersicht so an, wie sie ist ih kann nit übersehen, 9 d richtig ist oder nit, ih gehe von ibrer Richtigkeit vorläufig ans, 2 diese Uebersicht ergiebt, daß cine große Anzahl von Werken mit Ber u gearbeitet haben. Nun, meine Herren, würde aber, wie ich glaube, wenn man mit diesèr Uebersicht irgend etwas machen will, no< zweier E dazu gehört haben, was nicht darin ist: erstens die Bezeichnung is Datums der Entstehung der einzelnen Gesellschaften. Eine Anzahl Be selben find, wie bekannt, älteren Datums; von der Mehrzahl ist mir - 7 heres nicht bekannt; denn meine Kenntniß der einzelnen Sen eS geht niht so weit. Die Namen verschiedener dieser Ge G schaften führen mi< dahin, daß es Unternehmungen E die früher in den Händen einzelner Unternehmer waren, Ne wahr1heinli< im Jahre 1871/72 in die Hände von Me ten gekommen find. Meine Herreu, wenn Sie das O einec tol<en Gesells<haft wir wissen ja Alle, das war nicht 0 die Eisenindustrie, wo solhe Geschäfte gemacht wurden, P OLe auch viele andere einer Gewinn- und Verlustbere<nung 41 See legen wollen, so ist das, für die Taschen der Aktionäre rets vo : fommen richtig, aber für das Allgemeine, für Ihr Thema fo gt E aus ni<ts. Sodann wäre aber ein nothwendiges Komplemen e gend-s: die Bilanzen von 1871, 1872 und 1873. Es giebt ja e Sndustrie in der Welt, die die Prätenfion machen Tann, daß sie nur günstige ¿Jahre haben “wollte, daß M: cin Jahre haben wollte, wo sie mit g'oßem Gewinn Ee A die fetten Jahre folgen die mageren fjeit Pharaos Zeit bis gur und die günstigen Jahre hat ein verständiger Fabrikant und ein E stöudiger Aktionär es find vielleicht nur wenige zu S Ï ) Reserven zurü>zulegen für die ungünstigen Zeiten; diejes Komp a wäre für die Bedeutung der vorliegenden Ae ttng, ga 3 absolut nothwendig; denn man würde daraus vermuth ih F schen, daß eine erheblihe Anzahl der Unternehmungen , 4 le jeßt hier mit Verlust arbeitend dargestellt sind, in L Man hergegangenen drei Jahren so großen Gewinn LONaS err daß sie, wenn sie die nöthigen Reservefonds zurügeleg B n mit großer Leichtigkeit den Verlust dieses Jahres würden getrag Ta T dafür danke ich Der Hr. Abgeordnete für Bo<hum hat und afür danke, ihm D Uebersicht, die vorgelegt ist, na< einer Seite N. De vielleibt bedenklihste Wirkung genommen. Es ist in dieser E angeführt und ih nehme auch an, daß es richtig ist wieviel r u auf den betheiligten Werken entlassen sind. Der Hr. Abgeordnete e der Kenntniß der Verhältnisse, die er besißt, und mit der N 7 liebe, die ihn ausgezeichnet, gesagt: diese Arbeiter, wie fie p Deutschland herangezogén waren für die Werke, so E E pie nach ihrer Heimath zurü>gegangen, und, meine Herren, g E S denn, daß diese Arbeitec, die in ihre Heimath zurü>g A E gen sind zum Theil im Besiße von Ecsparnissen, “in uer Heimath der Armenpflege zur Last fallen? Nicht e eit entferntesten. Es fehlt bei uns fkeineswegs an gege Eo zur Arbeit, und ein tüchtiger Arbeiter, der în jeine Heimath zur kehrt und kleine Ersparnisse besißt, findet Unterkommen genug. rührt Meine Herren! Diese Erwägungen haben uns dahin ate by doch sehr bedenklih zu sein, eine Aenderung in dem e S s vorzuschlagen. Indessen Sie standen doh au< nit a As S ten wohl Alle darüber einig, daß die Höhe der Eisenpreile in r ah S 1871, 1872 und 1873, die ja die große Blüthe der B du e Erscheinung brachten, für das Allgemeine do<h sehr beden Li e z Der größte Theil S A E ves isenfoasumenten, und daß eîne voruber O i Att Theil der deutschen Nation zu recht erheblichen Mcten führen mußte, das ift A dem azetnns S empfunden worden, weil er si leine S diele nicht so klar bewußt iïc; aber für die Nation im e ee Er abenvermehrung sehr fühlbar, und ih muh die Uedberzeug L Ta, daß F doch M Me e Ee HE S ceBlentin ju Unglü> ist, wenn wir die Zeit di Ei i i Feilauten Preise überstanden haben. Es find dabei Me A zen, die Dag aen, L E e ti i O r er minder großem Maße, aber betheiligt weg. C ie nicht E werden, worauf eigentli<h die e N welche die verbündeten Regierungen zu ihrer Vorlage vom e 873 veranlaßt haben. Sie waren keineswegs und o Mats ae betonen mit Bezug auf die Aeußerung des Hrn. Abgeor G m. rae Oels fie waren keineswegs aus einem idealen Fanatismus für L e L Meldandel Pen edri borsétdgen wordek Mctive, mögen sie gedru>t oder S in ffa in, davon irgend wie die Rede war, das entscheidende i pee damals lad in der Ueberzeugung, daß die Zeit FALMMTE e wo ohne Gefährdung des Bestehens der Eisenindustrie E Rae Konsumenten und vor allen ae Der, L GEIIGS ihr e. Das war der Grund, 1 : V R auf die Verhältnisse der Landwirthschaft ingen V ist das, weil der Hr. Abgeordnete für Oels nah E LS gu Verhältnisse niht ganz richtig dargestellt hat. Jch habe bei de

hier no< mit |

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i i n und Unterredungen aus landwirthschaftlichen Ailen t ne gie ey daß man der Eisenindustrie die Arbei-

Resumé bemerken, daß in den ersten drei Quartalen des laufenden

ter mißgönnt, daß man diese ihr wieder entziehen wollte, um sie der

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cingeine —+_DAß : 1 Ta Iafiak müssen Aufhören der Eijenzölle, das haben wir uns gefallen laî A ER weil wir das Geseg tel, quel anzunehmen hatten, wie es ae x Reichstage hervorgegangen war, wenn wir nicht überhaup f os am Herzen liegende Frage begraben wollten; unsere Schuld ist das also nicht.

die gesammte handelspolitishe Stellung ) e: Es t lilo, daß im Ganzen aus denselben Ursachen jeßt dur< Europa ein protektoris<her Zug geht. e pr Momente überall hervorgebra>t haben, fie auch in anderen A PRVALaETa Ge

ternehmungen etwas weiter gegangen, al . i erf iebugegn ale die Kräfte reichen, und da ist s eine ganz natürliche Erscheinung, die gar die wir îin den

6 dann ehoben habe, der zum Komp!ement des Systems gehöre, t müßte er irie von seinem Standpunkte aus jene Konsequenz an erkennen, die ja au< nur ein Komplement des Systems der Eisen-

ô ift. - , M Meine Herren! Es ist die Rede gewesen von dem unglü>lichen

Momente, der gewählt fei für Sr net tcA der Eisenzólle mit Rü>sicht auf das Ablaufen der Handelsverträge. L ; Ae zu A eti wir haben diesen Moment nicht gewählt, wir haben Ihnen vorgeschlagen, die Eiscnzölle i denke, es war am 1, Oftober 1873 —- avfzuheben, also eine Reihe von Jahren Vor dem Ablaufe der Handelsvertcäge. Daß das jeßt unglülicherweise

Da habe i< nun

aber

daß die Handelsverträge, nicht alle, Le

- ällt H L e o zusammenfällt deren Ablauf zusammenfällt mit

j 2zi i uerung der Handelsverträge und auf Sn Beziehung auf die Erneuerung E E A e

Es i gs ganz cs fommt das überall aus denselben Ursachen er, Die

i ide Ueberentwi>elung der Eisenindustrie D aS Leben, "baben eine ähnliche Entwi>elung Es ift überall in den als jeßt der Bedarf erfor-

niht zum ersten Male jeßt auftritt, leßten 3 is 30 Jahren wiederholt er- lebt haten, daß dann zunächst die Gene, die der einzelne Unternehmer empfindet, weil der Absatz nicht so kulant geht, wie fe ees möchte daß die abgebürdet wird in der Agitation für En er Zölle. Wir sehen das jeßt fast De in Cure: ) agg pati Regierungen, in richtigerer Erkenutm) der Sache, Hanz: E p es sind, dieses Tendenzen die Zügel schießen zu ana. I dieser Situation hat aber, wie ich glaube, die vor UEIE Frage eine Bedeutung, die eigentli<h über g a Kreise hinausgeht. Darüber können wir uns Alle O einen Augenbli> täuschen, wenn wir jeßt . das Geseß für n es ist mir einerlei, wie viel Jahre, 2, 3, 4, D suspendiren, so if das vielleicht nicht in der Empfindung R Ee e aber in der Empfindung der übrigen Well weiter 6, als das \ i i mit anderen Worten, die Verlassen einer bisher betretenen Bahn, mit D Saa i agen und wir können die entgegengeseß e Emp ng ads vil uns nihts die D Bas gar, ar My ! i ieder dn S zoll au ( : umgekehrt, es schreibt wieder de-n Schu zoll a ene B pnen. i n, damit geben wir allen Denjenigen Wass j Blake N ien im Auslande, E vet L ias faufen, die wünschen, die Zolle, die stl / aben, e lichst in Ie Höhe zu gg dg N Den a Se me V vermuthe, diesen Tentenzen im anzen ni )0 ata j 2 i eine Macht wie Deutschland auf der Bahn um ¿ j That die Widerständssübigreit ganz auge E E s möchte wohl zu erwägen geben, ob nicht. ein - j E A Si d itionen gefaßt wird, nachher ret \<hwer emp ( wetden E ea ves Meleaibslleainbusieie E Ste n Thie: Si schei ichts mit der : Sie haben an sih anscheinend gar nich E L ie Dinge liegen nicht so einfah. Denn, was man Bezug D Aa k wichtigen Artikel A Eisen thut, hat seine Rüd> \<hlä nche andere Industrien. j : 2 in Pg ay ermm für wae ag Pap auv me ne un i ie es bes i bexrlieferten Gesetze blicben, wie es beschlossen ift, o überliefert s EEs ä Nuslande. Nein, meine Herren, das thy gebundenen Händen dem Aus L B D A i nd gar nihi. Jndem wir es dabet lasjen, 2a L qaunar 1877 die evange a E tages E L ies ß wir diesem oder jenem unserer Nachbarn gegenuder, ¡eN E amen nicht geneigt ift, L E Ha ju V e me E im nächf ahre die Eisen:ôlle n! i eilen L bis dahiu für Aa ies ie ] ir lauben, daß bei einex Bes- Dond, aus E O A ages. <licßli<h uns auch nicht geniren Haro T Be as f u machen, während, wenn nun werden, von diesem Mittel Gebrau zu machen, dow diefes “erfte eren Seite gesagt wird: ja, reservirt do s N E: ih offen sage: das ist keins! Wenn pi E dies 2E wei Fahren geschehen, beschlossen haben, die Eisenzölle m t beben und jeßt sagen es könnte das ja nur bis zum 1. Ja nuar 1877 sein, wo wir das Negoziationsmittel behielten wir wollen es uns no< vorbehalten, ob wir die Aufhebung n 1, Januar 1877 eintreteten L Tut au U eie She i s glauben würde, wir hätten unjere An Bas ert? und das wäre do< nothwendig, um uns das Negoziations i rhalten. N : i h A aneite Dient Es ift von den acqui:-à-caution die I Hte Es ist das eine Frage, ne e gs eneins E Dan 68/69 go r vollkommen unabhängig ist. ir haben in } 1 i E Ssil i Ü ts-à-caution verhandelt, un der französis<hen Regierung über die aqui n L i i t ohne Einfluß diesex Ber niht ohne Erfolg. Es ist vielleiht nich deer n i i der acquits-à-caution, sowei handlung im Jahre 1870 das Regime Ber eiti, wideenn t feühie es uns drü>te, reduzirt worden auf das beste y E e Citta in der Art, wie es jeßt no< für Roheisen V aus ters isen, Eisenbleche und dergl. bestand. Ih e ed allerdings uta Rragien bio g Tr wicttische N tis Aer Be liegen lassen, weil in der That das pra M U Bel wos, So lange “wir den EingangGel hatten, war f n Af daß sie nicht so s<hlimm ist, beweist die einfache e bin I N aotleingen kein Theil der Eisonindustrie so gu geht und in so normalem Zustande sich befindet, wie die Eisengießerei,