1875 / 305 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

an Geld entwedcr direkt an mich

Zimmer 27, gelangea lassen zu wollen.

Ueber die eingehenden Gaben

quittirt werden. Berlin, den 27. Dezember 1875. Der Polizei-Präsident. von Madai.

Summarische Uebersicht über die Zahl der Studiren- Friedri<h-Wilhelms - Uni- MWintersemester 1875/76.

A” Im Sommersemester 1875 find immatrikulirt gewesen 1724.

den auf der Königlichen versität zu Berlin im

Davon sind abgegangen 465. Es ‘find demna find in diesem Semester gekommen 884. Die matrikulirten Studirenden beträgt daher 2143. fultät zählt: Preuß i juristish2 Fakultät zählt : Preußen 706, Nicht 207. Die medizinische Fakultät zählt : Preußen Summa 263. Die philosophische Fakultät z

dem Zeugniß der Reife 616, b. Preußen mit dem Zeugni

reife na< $. 35 des Prüfungs - Reglements c, Preußen ohne Zeugniß der Reife nah $. 88, Summa 705. d. Nichtpreußen 206.

1) Eleven des Friedrich - Wilhelms attachirte Unterärzte von der Armee

Hören der Vorlesungen Bau-: Akademie

der mithin 4105.

einsenden, oder an dén Po- lizei-Rath Caspar im Präsidial - Bureau, Molkenmarkt Nr. 1,

wird feiner Zeit öffentlich

en 137, Nichtpreußen 25,

36 desselben Reglements Summa 911. diesen immatrikulirten Studirenden hören die Universitätsvorlesungen : - Instituts 138, 2) ( medicinis<-<irurgishen Akademie für das Militär und bei derselben 48, Summa 186. find außerdem bere<htigt: 1) Studirende der 906, 2) Studirende der Berg-Akademie 98, 3) Stu- dirende der Gewerbe - Akademie 600, 4) Eleven des landwirthschaft- lichen Lehr-Instituts, welhe im Besitze des Berechtigungsscheins zum einjährigen Militärdienst find 6, 5) remurerirte Schüler der Akademie Künste 6, 6) Von dem Hrn. Rektor ohne Immatrikulation zu- gelassen 160, Summa 1776. Die Gesammtzahl der Berechtigten ist

eblieben 1259. Dazu esammtzahl der im- Die theologische Fa- Summa 162. Die preußen 101, Summa 174, Nichtpreußen 89, ählt: a. Preußen mit der Nicht- vom 4, Juni 1834 1, B, Außer Eleven der

C. Zum

Die heutige Köm iglich

Uebersicht der in der Zeit v

24, Dezember cr. im „Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger“ (Central-Handels-

register) publizirten Konkursbekan

Nummer des „Deutschen Reiths- und Preußischen Staats-Anzeigers“ enthält in der Central-Handels-Register-Beilage:

om 20. bis infkl.

ntmahungen.

Nichtamtliches. Deutsches Ne Preußen. Berlin, 28. Dezember,

Kaiser und König empfingen heute den Polizei-Präsidenten die Vorträge des Chefs der Adnii-

von Madai und nahmen ralität, General der Infanterie von Majors von Albedyll entgegen. Ie Miet gestern im

Stosch,

Se. Kaiserliche

dungen entgegen und empfing um

walde. Nachmittags 4 Uhr besuchten die

Herrschaften mit Höchstihren sämmtlichen ftellung im Cirkus Salamonsky. Abends 74 Uhr woÿnten Ihre Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin dem

Kaiserlichen

Concert in der Sing-Akademie bei.

Diejenigen Personen, Kaiserin - F aus Veranla}su IJahreswechsels ihre Karten am Schulenburg abzugeben.

Der Bundesrath hat in seiner

bes<hlofsen ,

Fabrikation von Bleizu>ker und Bleiweiß

wein unter denselben Maßgaben und Kontrolen zu vergüten unter wel<hen nah dem Bundesrathsbe\{luß vom 31. März 1870 die steuerfreie Verwendung des Brannt- weins zur Alkaloiden-Fabrikation zugelassen ist, jedoch dabei zu

bezw. zu erlassen,

bestimmen, daß die zuvorige Denaturirung 1 Kilo Kampher auf je zu erfolgen habe. Ferner hat \<lo}sen, bezüglich

1) Gehen Südfrüchte wenn diese inneren bestehen, für dieselben und wenn fe in <en bestehen, eine der tarifmäßigen

eine Schachteln, zusäßlihe Tara

werden. 2) Gehen Südfrüchte in Sächen,

Körbchen oder Kistchen ohne äußere Ums erstere nur die sogenannte zusäßliche Tara 109/7 zu gewähren, ebenso darf 3) au in wel<hen die äußere Umshließung Verwiegung entfernt wird, für die oben bezeihneten inneren Umschlie müßige, sondern nur die zusäßliche T 4) Auf Südfrüchte, welche in durchaeshni

eingehen, findet die tarifmäßige Faßtara Anwendung.

Der Ausschuß des Bundesra

Verkehr trat heute zu einer Sigzung zusammen.

Mit dem 1. Ianuar k. I. ‘tritt

S. 43 des Bankgeseÿes in Kraft,

tretung in $. 56 bedroht ift.

Das Verbot findet jedo<h auf H welhe \s< den im S. stellten No Statuten geändert haben.

Die Bezeichnung dieser lezteren Banken wird, dem $. 45

des Bankgesezes entsprechend, mittelst ein

die Kaiserin-Königin war Krankenhause Bethanien. Abends fand im König- lihen Palais eine kleine Abendgesellschaft statt.

und Königliche Hoheit de” Kronprinz nahm gestern Vormittags einige militärische Mel- 12 Uhr den diesseitigen Ge- sandten am Königlich sächsischen Hofe Grafen Solms-Sonnen-

welhe Ihrer Majestät der

[lü>wünsche darbringen möchten, haben ihre 31. d. M. bei der Ober-Hofmeisterin Gräfin von der

Sibkung vom 20. d. M, vom 1. Januar k. I. ab die Steuer für den zur

1000 Liter Spiritus zu 50%

der Bundesrath in derselben Sißung be-

der Taravergütung für frische un getro>- nete Südfrühte (Nummer 25 h. 1 und 25 h. 2a.) in dop- pelter Umschließung na<stehende Bestimmungen zu in inneren Umschließungen ei, \o kann, Umshließungen in Säkchen óder Bällchen zusäßliche Körbchen

Tara für die äußere Umschließung bewilligt

der Südfrüchte vor der fofern niht Nettoverwiegung eintritt,

wona<h die Noten der Privat-Notenbanfken außerhalb desjenigen Staates, welcher der Bank die Befugniß zur Notenausgabe ertheilt hat, zu Zah- lungen nit gebrauht werden dürfen, ein Verbot, dessen Ueber- des Bankgeseßes mit Geldstrafe bis zu 150 A

diejenigen Banken keine An- 44 des Bankgesezes aufge- rmativ-Bedirgungen unterworfen und demgemäß ihre

i ch. Se. Majestät der

fowie des General-

Kronprin zlichen Kindern die Vor-

ng des eintretenden

verwendeten Brannt-

des Branntweins mit Tralles

treffen:

Tara von 2 9%, oder Kist- von 10 9% neben

Bällchen, Schachteln, ließung ein, so is für von 2 beziehungsweise in denjenigen Fällen,

ßungen nicht die tarif- ara gewährt werden. ttenen (halben) Fässern

ths für Handel und

die Bestimmung des

Reichskanzlers in den nächsten Tagen erfolgen. Nach den bis überhaupt be- 8. 44 unter-

jezt vorliegenden Nachrichten stehenden 32 Privat-Notenbanken folgende dem worfen :

haben si< von den

1) die Städtische Bank in Breslau, 2) die Kölnische Privatbank, 3) die Danziger Privat-Aktienbank, 4) die Provinzial-Aktienbank in Posen, 5) die Hannoversche Bank, 6) die Frankfurter Bank, 7) die Sächsische Bank in Dresden, 8) der Leipziger Kassenvereiu, 9) die Chemnigzer Stadtbank, 10) die Bayerische Notenbank in München, 11) die Württembergische Notenbank in Stutt zart, 12) die Badische Bank in Mannheim, 13) die Bank für Süddeutschland in Darmstadt, 14) die Kommerzbank in Lübed>, 15) die Bremer Bank. Die Noten dieser fünfzehn Banken werden sona<h dem Ver- bote des $. 43 nit unterliegen, vielmehr im gesammten Reichs- gebiete umlaufsfähig bleiben, wobei indessen zu beachten ist, daß die auf Thaler, beziehungsweise auf Gulden, lautenden Noten dieser Banken, ferner die 90-Mark-Noten der Bremer Bank zur Einziehung aufgerufen find und mit Ablauf des Jahres 1875 präfludirt werden. Nur bei der Danziger Bank und bei der Kölnischen Privatbank läuft die Präklusivfrist über den Schluß dieses Jahres hinaus , nämli bei der ersteren bis zum 31. Ja- nuar, bei der legteren bis zum 1. April künftigen Jahres. Das Notenausgabere<t der überwiegenden Mehrzahl der oben nit aufgeführten siebzehn Privat-Notenbanken wird nah den bereits vorliegenden oder für die nächste Zeit in Aussicht gestellten Erklärungen der betreffenden Bankvertretungen dur Verzicht erlöshen. Es gilt dies von folgenden dreizehn Banken : 16) Ritterschaftlihe Privatbank in Stettin Köniarei 17) Bank des Berliner Kassenvereins önigreih 18) Kommunalständische Bank in Görliß - Preußen. 19) Leipziger Bank (Königreich Sachsen). 20) Weimarische Bank (Großherzogthum Sachsen). 21) Oldenburgische Landesbank (Großherzogthum Olden- bu 92) Mitteldeutsche Kreditbank in Meiningen (Herzogthum Sachsen-Meiningen), 23) t zu Gotha (Herzogthum Sahsen-Coburg- otha), 24) Anhalt-Dessau'she Landesbank in Dessau (Herzog- thum Anhalt), 25) Thüringische Bank in Sondershausen (Fürstenthum Schwarzburg-Sondershausen), 26) Geraer Bank (Fürstenthum Reuß j. L.), 27) Niedersächsishe Bank in Büceburg (Fürstenthum Schaumburg-Lippe), 98) Lübe>er Privatbank (Hansestadt Lübe),

Ob diesen lehteren Banken noch

99) die Magdeburger Privatbank Königreich

30) die Landgräflih Hessishe Landesbank | Bee

i in Homburg v. d. Höhe Preußen,

und‘ 31) die Rostoker Bank (Großherzogthum Me>lenburg- Schwerin), e

hinzutreten werden, ist ungewiß, da diese Banken eine bestimmte Erklärung über ihre Stellung zum Bankgesez bisher nicht ab- gegeben haben. :

Die von den auf ihr Notenrecht verzichtenden Banken (Nr. 14—28) ausgegebenen Noten, undzwar \owohl die auf Thaler, als die auf Mark lautenden —, find oder werden demgemäß zur Einziehung aufgerufen. Bis dahin, daß die zur Einziehung bestimmte Präklusivfrift abgelaufen sein wird, dürfen die Noten dieser Banken, dem $. 43 des Bankgeseßzes ent- sprehend, nur innerhalb des Gebietes desjenigen (in dem obigen Verzeichniß vermerkten) Staates, wel<her die Bank konzessionirt hat, zu Zahlungen verwendet werden.

Letzteres gilt ebenfalls von den bis 31 genannten Banken.

Eine Bank, nämli

32) die Braunschweigische Bank hat ihr Notenausgaberecht beibehalten, ohne si< den in 8. 44 des Bankgeseyes aufgestellten Normativ-Bedingungen zu unter- werfen. Die Noten dieser Bank bleiben daher innerhalb des Herzogthums Braunschweig im Umlauf; außerhalb dieses Ge- bietes is eine Verwendung derselben zu Zahlungen nah $. 56 des Bankgesehes strafbar.

Die Verwaltung des Postwesens im Lübeckschen Staatsgebiet geht vom 1. Januar 1876 ab auf die Kaiser- lihe Ober-Post-Direktion in Hamburg über.

Jn der Untersuchung gegen den Redacteur R. wegen Veröffentlihung der päpstlihen GEncyclica über die Maigeseße in dem von ihm redigirten Blatte wurde der Angeklagte vom Appellationsgeriht zu H. freigesprohen, weil es sich bei der Veröffentlihung um die Reproduktion eines historischen Doku- ments handle, welche, weil ohne jede auf Anerkennung oder bei- fällige Beurtheilung bedeutende Bemerkung erfolgt, nur als ein objektiver Beitrag zur Tagesgeschichte angesehen werden könne, und weil eine Zeitung, welhe ihre Verpflihtungen gegen die Leser erfüllen wolle, ih kaum einer fsol<hen MRe- produktion enthalten dürfe, und zwar um so weniger, je bedeu- - tungsvoller und wichtiger das Dokument \ei. Das Ober- Tribunal erklärte. jedo<h in der Sizung vom 9. Dezember d. I. diese Ausführung für unbegründet. „Die Auffassung“, führt das Erkenntniß des Ober Tribunals unter Anderem aus, „na< welcher die Veröffentlihung der Encyclica, deren Inhalt nah der Feststellung des Appellationsrichters gegen das Straf- gese verstößt, um deswillen straflos sein soll, weil dieselbe als historishes Dokument angesehen werden möchte, entbehrt jeder geseglihen Grundlage.

_— Der General-Major von Krenski, à la suite der Armee und Commandeur der 13. Artillerie-Brigade (Königlich Ia ift - mit Urlaub von Ludwigsburg hier ein- getro}sen.

Der General-Major z. D. Direktor der Gewehrfabrik zu Spandau, Wohnsiß genommen.

Kiel, 27. Dezember. (Kieler Ztg.) Die Korvette „Arcona ift gestern Morgen gegen 11 Uhr nah mehrjähriger Abwesenheit in den Kieler Hafen wieder eingelaufen. Die Korvette hatte in der Nord- und Ostsee shweres Wetter auszuhalten, so daß fih

Noten der unter Nr. 29

von Schaeßzell, zuleßt hat hierselbst| seinen

i München, 25. Dezember. Se. Majestät der König wird si<h Mitte der Woche nah dem Linderhof begeben, bis nah dem Neujahrsfeste dort verweilen und dann wieder für einige Wochen in Hohenshwangau Aufenthalt nehmen. Aus Anlaß der Einführung der Reichswährung wurde die Arznei- taxordnung für das Königreih Bayern vom 10. Oktober 1872 einer Revision unterzogen. Die neuen Taxbestim- mungen haben die Genehmigung Sr. Majestät des Königs erhalten, werden im Gesez- und Verordnungsblatt heute publizirt und haben mit dem 1. Januar 1876 in Wirksamkeit zu treten. Zugleih hat Se. Majestät das Staats-Ministerium beauftragt, die Arzneitaxe alljährlih mit Rücksicht auf die inzwischen einge- tretenen Veränderungen der Materialpreise, sowie für die er- zielten Bereicherungen des Arzneischazes einer Revision zu unter- stellen und deren Ergebniß zur öffentlihen Kenntniß zu brin- gen. Für die nicht pragmatis<h angestellten Beamten und Bediensteten der Königlichen Verkehrsanstalten ist ein neues Strafreglement erlassen worden, das mit dem 1. Januar 1876 in Wirksamkeit zu treten hat.

Baden. Karlsruhe, 25. Dezember. (Köln. Ztg.) Eine landesherrli<he Verordnung vom 16. d, wel<he am 1. Januar 1876 in Wirksamkeit tritt, betrifft die Aenderung der Vor- und Familiennamen. Danach bedarf die Ver- taushung des bisherigen Familiennamens mit einem andern oder die Annahme no< eines ferneren Familiennamens einer besonderen Erlaubniß , welche unter Angabe der Gründe bei dem Justiz-Ministerium nachzusuchen ist, welhes das Gesu<h nah Vernehmung des Amtsgerichts, des Standesbeamten sowie der Ortspolizeibehörden prüft und dessen einmalige Be- fanntmahung dur< den „Staats-Anzeiger“ und die „Karlsr. Ztg.“ wegen etwaiger Einsprachen während dreier Wochen be- \hließt. Das nah A-lauf dieser Frist zugelassene Gesuch wird gleichzeitig dem Standesbeamten abshriftlih zugefertigt, um die Namensänderung am Rande des Geburtsregisters zu vermerken. Zur Aenderung der Vornamen genügt die Anzeige bei dem Amtsgerichte, welhes, wenn kein Anstand obwaltet, die Aende- rung im Bezirksverkündigungsblatte veröffeniliht und dem Standesbeamten zur Vermerkung mittheilt.

Sachsen-Weimar-Eisenach. Weimar, 23. Dezember. Nah der Ausführungsverordnung zum Reichsgeseß über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschlie- ßung steht dem Staats-Ministecium, Departement der Justiz, die Leitung und Oberaufsicht über die Ausführung des Gesetzes zu. Seitens desselben ist für die Standesbeamten des Groß- herzogthums eine Instruktion erlassen worden, nah der \ih niht nur die Standesbeamten, sondern au die mit der Auf- ficht über diese betrauten Einzelrichter beziehentlih Civilg-richte zu rihten haben. Sodann wird no< bestimmt, daß zum Zwe> der Ueberwachung der Standesbeamten die Einzelrichter sih nit auf Prüfung der nah dem Iahres\hluß einzusendenden Neben- register zu beschränken haben, sondern von Zeit zu Zeit, nament- lih im ersten Jahre der Wirksamkeit der neuen Geseßgebung, Revisionen der Geschäftsführung der einzelnen Standesbeamten ihres Bezirks im Allgemeinen und an dem Sitze der Standes- ämter in ihrem Bezirke vorzunehmen haben. Aus den In-

Bayern.

eamten ausdrü>li<h vorgeschrieben wird, bei der Eheschließung

Alles zu vermeiden, was bei den Betheiligten die Meinung her- vorrufen könne, als fei mit Einführung der bürgerlichen Che- \{hließung die kirhlihe Trauung überflüssig geworden.

Sachsen-Coburg- Gotha. Der Speziallandtag des Herzogthums Coburg ist nah Erledigung der ihm gemachten Vorlagen wieder vertagt worden. Von den berathenen und vereinbarten Gesetzen sind im heutigen Regierungsblatte ein Gesey über die für gerihtsärzt- lihe, medizinal- oder fanitätspolizeilihe Verrichtungen zu währenden Vergütungen und eines über die Entrihtung und Beiziehung der Staats- und Domanialeinkünfte und weiter no< eines erichienen, wel<hes auch den Gemeinden die Befugniß ein- räumt, bei Beitreibung fälliger, liquider Forderungen nach deren Größe normirte Fordergebühren zu erheben.

Anhalt. Dessau, 24. Dezember. Der Erbprinz Leo0- pold und Prinz Friedri<h sind von München, #o wie der Erbprinz und die Erbprinzessin von S<hwarzburg- Sondershausen von Sonders|ausen gestern hier eingetroffen.

Belgien. Brüssel, 24. Dezember. Am 18. d. M. fand ein Bankett der belgischen Liberalen in Lüttih statt, zu welchem der Anlaß aus dem energischen Vorgehen des Bürgermeisters Piercot in der Prozessionsangelegenheit entnom- men war. Bei diesem Bankett hielt der Abg. Frère-Orban, der langjährige Führer der liberalen Partei, mit lebhaftem Beifall empfangen, eine bemerkenswerthe Rede, die wir ihrem

wesentlichen Inhalte nah hier wiedergeben: : Nachdem der Redner zunächst für den ibm bereiteten \ympathi- \{hen Empfang gedankt und erklärt hatte, warum er, obwohl an glän zende und ausregende Festlichkeiten niht gewöhnt, es für seine Pflicht gehalten habe, bei jener Feier zu erscheinen, fuhr er fort: : „In Erinnerung daran, daß seit 37 Jahren einige meiner Freunde und ih mi: Ausdauer die Prinzipien aufrecht gehalten haben, welche gegenwärtig eine glänzende Rechtfertigung erfahren, hat man mir die Ehre erwiesen, mir den Toast auf den geehrten Bürger“ meister von Lüttich, Hrn. Piercot, zu übertragen, wel<er, inden er der priesterlihen Anmaßung einen Zaum anlegte, die unvtl jährbaren Rechte der Gewalten, die, vur< die Verfassung geweiht, die Gewähr der öffentlichen Ordnung find, zur Geltung gebracht hal. „Die Gelegeaheit war günstig, jenen Kundgebungen und Manifesta tionen eine ruhige, feste und entschiedene Haltung entgegen zu ]eßen, welWt unter dem Scheine religiöser Uebungen und kirchlicher Akte das Vor re<t für si< in Anspruch nahmen, si< von dem gemeinsamen Rec! frei zu machen, Manifeftationen, wel<he im Grunde nur AufreizungŸ! zum Bürgerkriege, und der Art waren, daß sie uns dem Auzlandt

gegenüber bloßstellten. / s ¿ Es ift sehr bemerkenswerth, daß die Partel,

„Meine Herren! j s pas welche gegenwärtig an der Regierung is, immer fühnere Anjprul den auswärtigen Reg!

macht, deren erster Erfolg der ift, uns mit rungen in Konflikt zu bringen. R

„Die Presse dieser Partei, die Anordnungen ibrer Bischöfe 2, die Reden der Abgeordneten, welche eine dur den Klerus fanatisit, Waählershaft in die gesehgebenden Versamulungen geschi>t greifen unablässig auswärtige Mäehte an. Durch nachgiebiges Einlenfel durch Entschuldigungen und dur< Nichtanerkennung der Schritte, ihrs eigenen Partei, der Hirtenbriefe ihrer Bischöfe, der Reden ihrer eige" Freunde, bemühen - sich unsere Minister, so gut e den Sein guter Bezichungen zu den auswärtigen Regierung?n ? wahren und die Gefahr, mit der uns die flerifale Partei bd zu bes<wören. / A

„Aber von Tage zu Tage verlieren wir mehr und mehr rie P

pathien der Völker. Diejenigen von Jhnen, deren kommer? ille odf

er Bekanntmachung des

ihre Ankunft um einige Tage verzögerte.

industrielle Geschäfte fie mit dem Auslande in Verbindup g bring?

atte regt selb mag hervorgehoben sein, daß dem Standes- ,

Coburg, 24. Dezember.

$

worden ist Lage, wel<e uns in dieser Beziehung {on bereitet „Vom politis<hen Standpunkte aus erfüllt mi< diese Lage mit großer Unruhe; denn die Sympathien bia Völker an die Existenzberechtigung der kleinen Staaten. Was will denn eigentlich diese Partei, welche uns dem Auslande gegenüber bloßstellt und uus B O i N es p uns in ihren Pilgerfahrten, in ihren n, r irtenbriefen, in ihrem ichte, in i

Feldgeschrei , . . « den Papst-König! Y As E

„Was heißt das, meine Herren, „der Papst-König*“ ® Das will sagen, daß irgendwo ein Staat beftehen soll, in welhem man auf die unbeschränkteste und entschiedenste Weise die. Grundsäße des Syllabus in Anwendung bringt, ein Staat, welcher den anderen zam Borbilde dienen soll; das heißt, daß dieselben Grundsäße, welche im Kirchen- staate herrschten, auf alle auderen Staaten und besonders auf diejenigen der sogenannten fatholishen Welt ausgedehnt werdeu

llen.

„Jst dieses Regiment etwa nur eine bloße Einbildung, ein der Dis- Tussion und der Kontroverse C OAS Cegenstand, welcher vor der Welt keine Proben gezeigt hätte, und auf welchen man für die Völker große Hoffnungen setzen könnte? Nein, wir haben dieses Regiment in Thätigkeit gesehen; wir haben während des leßten halben Jahrhunderts seine Doktrinen in allen ihren Theilen in An- Wen h

er Redner zeigte an dem Beispiele des früheren Kirchenftaats

E von Zen Papiêmus Aen, Und tou: die , daß es, wie bisher, au<h in Zukunf

geachtet bleiven werde. ven y 2 R

Dann sagte er weiter:

„Der Kampf, welchen wir gegenwärtig zu bestehen haben, hat keinen anderen Zwe> als den, unerhörte und unbegreifliche An- maßungen zu bekämpfen, welche darauf ausgehen, an die Stelle rer Einrichtungen, welche wir genießen, diejenigen zu schen, welche in dem Kirchenstaate so allgemein verurtheilt worden sind.

„Die Situation, meine Herren, ift seit 1870, seit der Vez kün- digung des Dogmas von der päpstlichen Unfehlbarkeit ein- viel s<wierigere geworden, als vorher. Bis dahin exi- stirte in dem Schooße der fatholis<en Partei eine dur die soziale Stellung ihrer Mitglieder und dur< ihre JIntelli- genz und Bildung wichtige und angesehene Fraktion. Sie nannten fh liberale Katholiken und wollten die Prinzipien der modernen Gesellschaft mit ihrem riligiösen Glauben vereinbaren. Seit der Verkündigung der Unfehlbarkeit des Papstes sind fie verfolgt und umstellt, wie Mild, und verurtheilt als verderbte und gefährliche WM-nschen. Sie sind heute vernichtet, und, nachdem dieser erste Erfolg erreicht war, ist in ganz jüngster Zeit ein Angriff gemacht worden, ein direkter Angriff gegen eine unserer ver- fassungsmäßigen Garantien, welche auch die Freiheit des Gewissens wahren. Die Kühnheit hat Erstaunen erregt; die Einen haben Folge geleistet und geglaubt, daß der Ruf gehört werden müsse; Andere, die übrigens treu find und sich erheben werden, wenn die Stunde ge- kommen jein wird, haben erklärt, da}; derselbe unzeitig sei. Die Ge- wandten, die A haben exklärt, daß man die Worte der ene S tanden habe.

„Meine Herren! für uns liegt darin ein deutlicher Fingerzeig, eine Warnung, welche wir nicht verkennen dürfen : 2 f jeßt e wiesen, daß zu einer gegebenen Stunde auf ein Zeichen des Papst-s, auf einen von ihm gegebenen Befehl, eine große Partei, welche im Lande besteht, bereit ist, sih gegen unsere Verfassung und gegen die Freiheiten, welche sie gewährleistet, zu erheben !

__yDies ist die große Umwandlung in der uns bislang gebotenen inneren Lage des Landes, die i< hiermit kennzeichne.

„Der Unterricht, die Predigt, alle Mittel der Agitation und der Beeinflussung sind auf dieses Ziel gerichtet. Mir haben also unserer- seits wichtige - Pflichten zu erfüllen. Wir haben das zu organisiren, was i< die nationale Neriheidigung zu nennen wage, welche zuglei ein Werk der Erhaltung und des Fortichrittes sein wird; denn fie wird zum Ziele haben, die fonstitutiozcllen Grundsäße aufre<t „zu erhalten und zu entwi>eln,

eas Zufaumenwirken aller guten Bürger, das Zusmmen- wirken allec wohlgesinnten Leute wird zur Bollendung die- ses Werkes nothwendig sein. Keine Unterftüßung ist gering zu schäßen. Das Werk wird langwierig, arbeits- und mühevoll sein, es wird uns zu erbitterten und oft erneuten Kämpfen verpflich- ten. Das muß man si< wohl vergegenwärtigen, um nicht die Jrr- thümer von geftern zu begehen und für morgen JIllusionen zu hegen. Einige bilden sih ein, daß, wenn der Kilerikalismus aufgehört hat zu regieren, er todt je; sie wundern si<h, daß er nicht begraben worden ist. Sie wundern si< no< naiver, daß er wieder aufer- standen ist.

p Die flerikale Macht ift eine zu gefährlihe Macht, als daß man sie leiht zu Fall bringen könnte; es gehört dazu Kampf, Muth, Aus- dauer und Beharrlichkeit. Der Kampf ist ein großer, shwieriger und mühsamer, die Gefahr, ih sage, die Gefahr ist greß!

„Nun wohl! erheben wir uns ?u der Höhe der Gefahr und zei- gen wir uns, indem wir kleinliche, nebensächliche Zwistigkeiten bei Seite seßen der gcoßen_ Sache, welhe wir zu vertheidigen haben, würdig. Unser Feind rüstet fih, um uns niederzushmettern, ex will überall der Herr jein, Er will der Herr sein in der Familie, in der Stadt und im Staate.

„In der Familie, um dort das Herz der Frau gegey den Mann zu erregen, damit die Gattin die Spionin und die Angeberin ihres Gatten werde, damit sie seine Gedanken und Handlungen hinterbringe, damit sie anzeige, welche Bücher er liest, und welche Zeitungen er empfängt.

o Der abscheulihste Dru> wird auf fie ausgeübt, um fie zu zwingen und dahin zu bringen, diese unsittlichhe Handlungt weise anzuwenden. Wenn sie Widerstand leistet, wird sie, ih weiß nicht welche religiöse Strafe treffen, vor der sie Furcht hat und von der sie bis in ihre Kinder bedroht sein wird, Wenn sie nachgiebt, wird sie weiter auf diesem Wege getrieben werden, auf die Gefahr hin, ihren Gatten zu demüthigey, wenn nicht zu entehren, bis sie ihm das Versprechen entrissen , seinen Sohn dem Unterrichte der Jesuiten zu überliefern.

„Cr will der Herr in der Stadt sein, niht um den Frieden hineinzuiragen, sondern um dort den Krieg zu predigen, um Zwie- tra<t unter den Bürgern zu erregen, damit er na< Belieben seine Bataillone auf unseren Straßen und öffentlichen Plägen entfalten, dort seine Musterungen * vornehmen und seine Truppen an den Kampf gewöhnen könne, damit er, das Kreuz in der einen und den Syllabus in der andern Hand, das fanatisirte und unwissende Volk zur Schlacht aufreizen könne, um der Welt die Seguungen des viel gerühmt!en Systems zu verschaffen, in der Erwartung, daß wir felbst es uns auferlegen sollen.

„Er will f erner der Herr im Staate sein, um mit seinem Geiste die Verwaltung, den Unterricht, das Heer und sogar die Justiz zu vergifteu, damit der Papst keinen Widerstand mehr finde, sobald er einen Befehl giebt, damit sein Ruf uicht mehr un- beachtet bleibe, sobald er das Kommando geben wird, auf unsere Ver- fassung Sturm zu laufen, um an ihre Stelle das zu seßen, was Priejter und Mönche, Fanatiker und Blinde heut zu Tage „das wahre Gefeß der christlichen Gesellschaft" zu nennen wagen.

„Der Feind wird uns, so hoffe i<,-weder eingeschläfert, noch ent- waffnet, no< auch, ohne Zweifel, getrennt finden.“

Großbritannien und JFrland. London, 25. De- zember. Der Prinz von Wales kam auf seiner großen indi- sen Tour am 28. ds. in Calcutta an. Ueber seinen Empfang daselbst wird dem Reutershen Bureau gemeldet: Der Prinz von Wales wurde hier mit großer Feierlichkeit empfangen. Der Gouverneur von Bengalen reiste Sr. Königlichen Hoheit bis nah Diamond Harbour entgegen und begleitete ihn heute (Donnerstag) um 4 Uhr nah Calcutta. Eine Deputation der obersten Re- gierung, bestehend aus den Sekretären der Departements für

innere, auswärtige und militärishe Angelegenheiten, sowie Ad-

jutanten mahten dem Prinzen um 45 Uhr ihre Aufwartung. [ Staaten denke niht im Etitferntesten an irgend welche Annexion,

Se. Königliche Hoheit begab fih, begleitet von den Mitgli seines Gefolges und dem Gouverneur von Bengalen, 2 Bord der Gala-Barke und landete um 4 Uhr 35 Minuten in Prin- ceps Ghaut unter den Salutshüssen der Batterien der Forts und der Flotte. Der Vizekönig von Jndien, um- geben von seinem Stabe, empfing Se. Königliche Hoheit und eine Deputation der angesehendsten europäischen und einge- borenen Einwohner, an deren Spitze \si<h der Präsident des obersten Gerichtshofes befand, überreichte eine Bewillkommnungs- adresse, auf welche der Prinz eine passende Erwiderung ertheilte. Dann begab er sih nah der Landungsbrü>e, wo ihm der Vize- König den Oberbefehlshaber der indis<h.n Armee, den Ober- rihter von Bengalen, den Bischof, die Mitglieder des Raths des Generalgouverneurs, den Brigade-General und die ein- geborenen Fürsten und Häuptlinge, darunter die Maharajahs Scindiah, Holker, sowie die Rajahs von Cashmir und JIeypore vorstellte. Dann wurde ein Zug gebildet, und der Prinz begab fi<h nah dem Gouvernementspalast, wo er um 5 Uhr 45 Nis- nuten eintraf. Der Aufzug war sehr glänzend und bewegte sich über den Maidan dur ein Spalier von Truppen und eine ungeheure Menschenmenge. Der Zusammenfluß von Zuschauern war sehr aroß, und über 10,000 Schulkinder sangen die eng- lische Volkshymne. Die Stadt ist zu Ehren des Prinzen glän- zend ges<hmü>t. Der Herzog von Edinburgh übernimmt im Frühjahr das Kommando des gepanzerten Thurmschiffes r um den vorgeschriebenen aktiven Dienst zu eisten. Canada. Aus New-York wird unterm 23. d. gemelde

daß die Behörden von Montreal 1500 Arbeitern Beschäfti:

gung verschafft haben.

__ Frankreich. Paris, 25, Dezember. (W. T. B.) . Wie die „Agence Havas“ erfährt, hat der Marschall-Präsident an den Minister Buffet anläßlih feiner in der gestrigen Sißung der Nationalversammlunsc gehaltenen Rede ein S <reiben gerichtet, in welchem er ihn beglü>wünsht, weil er in derselben die wahren Konservativen klar gekennzeichnet habe, an welche die Regierung fich wende und welhe \si<h vorzugsweise und aus- \{hließli< den Interessen Frankreihs wièmeten und die Einigkeit in den o eti erhalten würden. ;

926. Dezember. (W. T. B.) Wie die „Agence Havas“

meldet, hat Thiers die Kandidatur für die S ioewat im Departement Be!fort angenommen, eine Kandidatur in jedem anderen Departement aber abgelchnt. : 27. Dezember. (W.T. B.) Die Wiederaufstellung der im Mai 1871 zerstörten Statue Napoleons 1. auf der Ven- domesäule is heute erfolgt. Eine in Montmartre abgehaltene Arbeiterversammlung hat einen Arbeiter as Kan- didaten für eine Senatorstelle im“ Departement der Seine aufgestellt.

Versailles, 27. Dezemtver. (W. T. B.) National- versammlung. Bei Beginn der heutigen Sizung wurde zu- nächst ein Antrag auf Dringlichkeit für die Berathung des Preßgeseßhes genehmigt. Nachdem hierauf die Versammlung in die Berathung des Preßgesezes eingetreten war und der Justiz-Minister Dufaure und der Herzog von Broglie für dasselbe gesprochen hatten, wurde der erste Artikel, betreffend die Be- ftrafung von Angriffen gegen die konftitutionelen Geseze und gegen die Regierung der Republik, mit großer Majorität angenommen. Im weiteren Verlaufe der Sizung kam es zwishen den Depu- tirten de Valon (Bonapartist) und Jules Favre zu heftigen Auseinandersezungen wegen der Haltung des Leßteren bei den Friedensunterhandlungen im Jahre 1871. Hierauf wurde Ar- tikel 2 des Preßgesezes angenommen und die Weitcrberathung auf morgen vertagt. j

Spanien. Madrid, 26. Dezember. Die amtliche Zei- tung veröffentlicht eine Königlihe Verfügung, nah welcher jedes in Cuba landende Schiff feine Ladung erklären und seine Papiere vorweisen muß, widrigenfalls es einer sehr hohen Geld- buße unterliegt. Nach Berichten aus San Sebastian vom 26 haben die Carlisten eine neue Batterie auf der Höhe des Arrathairt errichtet uud die Beschießung wieder aufgenommen. Am 22. oder 923. Dezember is es dicht an der Grenze zu einem Kampfe zwischen den Regierungstruppen und den Carliften ge- kommen, wobei eine Anzahl Geschosse auf französisches Gebiet niederfielen und dur<h eines derselben in dem französischen Dorfe Biriaton eine Frau getödtet wurde. Die Belagerung von Hernani segen die Carlisten eifrig fort. Am Donnerstag feuerten sie aus zehn Geschüßen, welche sie auf den die Stadt beherr- henden Höhen an verschiedenen Pläßen aufgepflanzt haben, 700 Geschosse in Hernani hinein. Im Fort Santa Barbara wurden vier Mann getödtet und neun verwundet; desgleichen ward die Einwohnerschaft von mehreren solcher Unglücksfälle betroffen. Am Freitag sind von San Sebastian NVerstärkungcen nah Hernani abmarscirt. 7

__ Barcelona, 26. Dezember. (W. T. B.) Das hiesige Ms Schloß is dur<h eine Feuersbrunst verheert worden.

NußlaudD und Polen. St. Petersburg, 25, Dezember. Das gestrige Bulletin über den Gesundheitszustand der Groß- fürstin Maria Nikolajewna lautet: „Ihre Kaiserliche Hoheit die Großfürstin Maria Nikolajewna verbrachte den ersten Theil der Nacht, in Folge des tro>enen Huftens, unruhig. Um 4 Uhr Morgens verfiel Ihre Kaiserliche Hoheit in einen- ziemlich festen Schlaf.“ Abgesandte aus Kofkand haiten den Matschinsens-Stamm in dem der russishen Herrschaft unter- worfenen Bezirke von Zarefehan zur Empörung aufgestachelt. Am 2. Dezember nahmen die Aufständishen in den Bergen eine feste Stellung. welche der Kapitän Arenderenko nicht zu stürmen vermochte. Sofort wurden Hülfstruppen abgesandt. Am 11. nahm der Oberst Iaffinowits<h die Bergpässe von Oburdan mit Sturm und {lug den Feind, der allein 300 Todte auf dem Wahlplagze ließ, zurü.

; Amerika. Washington, 26. Dezember. (W. T. B.) Die zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko geführte diplomatische Korrespondenz ift nunmehr veröffentlicht worden. Aus derselben geht hervor, daß der amerikanische Ge- sandte im Sommer d. I. an die Regierung von Mexiko das Ersuchen stellte, den amerikanishen Truppen zu gestatten, den Rio grande zu überschreiten, um die mexikanishen Banden an der fortgesegten Verleßung des amerikanischen Gebietes zu ver- hindern, Die Regierung von Mexiko habe si< indessen geweigert, diesem Ersuchen Folge zu geben und der amerikanische Gesandte darauf erklärt, daß, wenn die mexikanishe Regierung nicht im Stande wäre, derartige Verlezungen des amerikanischen Gebietes zu verhindern, die amerikanischen Truppen unter Um- ständen gezwungen sein könnten, die Marodeure bis auf mezi- fanishes Gebict zu verfolgen. Die Regierung der Vereinigten

aber es sei ihre Pflicht, ihre Unterthanen zu \{hügen,

__ Asien. China. Mr. Hart, der General - Inspektor

<inesishen Seezölle in Peting,, meldet in einem an Lens ee kretär in London gerichteten Telegramm die Ernennung von Chen-Lan-Pin und Jung-Heng zu Gefandten des <inesi- schen Reiches bei den Vereinigten Staaten. Der Ae ta Ia Telegraph“ meldet den am 8. November R cen, es amerikanis<hen Gesandten in Peking,

Afrika. Aegypten. (W. T.\B.) Nach einer aus Kairo

eingelangten Meldung i Prinz H Abessinien abgegangen. Prinz Hassan am 25. d. M. nah

Nr. 42 des Amtsblatt der« Dent i<s s ' f<hen ReibSs- Telegravhen-BVerwaltung hat folgenden Inhalt: a Un Bom 20. Dezember. Einziehung der Eindriitelthalerstü>e deutschen Gepräges. Vom 21. Dezember. Einziehung und Vezrnichtung der auf Thalerwährung lautenden Telegraphenfreimarken. Bescheidung vom 21. Dezember: Berfügung des Kaiserlichen General-Postdirek- L S Ea sämmtliche Kaiserliche Telegrapheu- i E reffend Grundlageu für die Abr Ü A geu für die Abrechnungen über Tele-

Statistische Nachrichten. Der Magistrat zu Braunschweig hat soeben eine Ueber- \siht über die Verwaltung der städtischen Angelegen- heiten während des Jahres 1874 veröffeatliht. Wir entnehmen derselben folgende Zablen: Bei d-x Landes-Brandverficherungs- anstalt rearen städtishe Liegenschaften mit 27,480,000) Thir. bei auswärtigen Gesellschaften Gebäude mit 3,36 ,,00 0Th!r., Hausgeräthe 2., "mit 33,898,000 Thlr. versichert. Die Zahl der Wobnhäuser betrug 3850, Die Schulden der Stadt beliefen fich auf 282,000 Thlr., bie ausstehenden Forderungen auf 318 045 Thlr. Ein Anleben beim Leihhause von 150,000 Thlr. ift gänzlich, und von eixem zweiten zu 260,000 Thlr. find 40,000 Thlr erhoben. Die Stadtkasse hatte eine Einnahme von 353,054 Thlr., eine Auëgabe von 272,738 Thlr. Die Gasanstalt hatte einen Üeber- {uß von 15,845 Thlr. ; zum Bau eines neuen Gaëwerks waren e N I ah T E Sa {leß mit einem Be- 12, lr. Die städtischen Schulen waren L von etwa 6000 Kindern besucht. E S

O Der Polyte<hnishenSchule in Stuttgc ire im laufenden Wintersemester 460 Zuhörer, von denen 4 Würlteen berger, 206 Nicht-Württemberger sind. Rechnet man dazu noch 360 an den Vorlesungen theilnehmende Hospitanten, so erziebt sih eine Gesammtzabl von 820 Zuhörern. Von den 206 Nicht-Württem- bergern gehören 106 Staaten des Deutschen Reiches, £9 anderen europäi <en Staaten und 11 außereuropäis<hen Ländern an. Im Einzelnen fommen auf Preußen 44, die S1weiz 36, O«sterreich- Ungarn 24, Bayern 17, Rußland 16, Nordamerika 10, Baden und Hamburg je 9, Hessen- 2nd England je 6, Sachsen 5, Jtalien 4 Med>lenburg und Elsaß-Lothringen je 3, Braunschweig, Lippe-Detmold e {e s N On Sachsen-Meiningen, S<warzburg-Sondershau)en, Lübe>, Holland, No Spani

L ; Holland, Norwegen, Spanien

Kunft, Wissenschaft und Literatur.

Sn dem Nachlasse des jüngst verstorbenen General-Laud=- \{aftsraths Dr, Rodbertus befindet fd cia größeres E ôöfonomisches Werk, welches gewissermaßen als cine Zusammenfassung seiner Forschungen uud Erfahrungen auf diesem Gebiete betrachtet werden darf.

Baron Siegmund Kemeny, der Gründer des „Pesti Naplo“, bekannt als politischer und belletristischer S S O garns, ist am 22. d. M. auf seiner in Siebenbürgen gelegenen Be- sißung Peszte Kamaras gestorben.

Die „Moskauer Zeitung“ sagt gelegentlih der Nachricht von dem am 20. Dezember“ erfolgten Tode des Historikers Michael Pogodin, daß die russi\he Geschichte sein-n Namen nicht vergessen werde. Kaum findet fich ein Werk über russishe Geschichte ‘ein Universitätédiéput oder eine literarishe Kontroverse auf diesem Ge- D O ut theilgenommen. Er ftarb am Schreibtisch mit der Feder in der Hand, mit welcher er die Thaten Peters d ; Cie aufzcichnete. Hand, < Thaten Peters des

7 E Karrikaturen - Sammlung des Mal Cruikshank ist in den Besiß der Direktion der neuen angab N Dee an Westminster, London, übergegangen nd wird in der Kunstgallerie des Prachtgebä ine dauern R sinden i Prachtgebäudes eine dauernde

_— Mit der soeben auêgegebeaecn Nr. 1 vom 1. Januar 1876 tritt „Die Natur, Zeitung zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntniß und Anschauung für Leser aller Stände“ (Organ des „Deutschen Humboldt-Vereins*), herauêgegeben von Dr. Ule und Dr. Carl Müller (Halle, G.Schwetschke' scher Verlag), in den 2. Jahrg. der Neuen Folge, den 25. der ganzen Neihe, ein. Redaktion und Verlagéhandlung find bedacht, theils treffliche Aufsäße, theils tüchtige fünitlerische Lei)tungen au<h ferner zu bieten Es beweist dies auch die vorliegende Nummer, welche cine effektvole Original- zeichnung von Heinrich Leutemann, afr:fkanishe Elephanten vom Steppenbrand umschlossen, enthält.

Getverbe und Sandel.

Der Kätalog der deutshen Aussteller auf der Welt- Ausstellung in Philad elphia (1876) ist soeben ershienen. Derselbe weisj in 6 Abtheilungen 913- ausstellende Firmen na< und zwar in der erstén Abtheilung (Berg- und Hüttenwesen): 43 Fi: men, in der zweiten Abtbeilung (Fabriken): 391 Firmen, in der dritten (Erziehung und Wissenschaft): 219 Firmen, in der vierteu (Kunst): 48 Firmen, in der fünften (Maschinen) 49 Firmen, in der se<sten Abtheilung (Land- wirthschaft): 163 Firmen. Wir kommen auf den Katalog noch ein- mal zurü>.

Jn dem Zeitraum vom 1. bis 15. an Brennmaterial in Berlin eingeführt: Zu Wasser 50,660 Heft. Steinkohlen, Braunkohlen und Koks, 18,960 Km. Terf, 27,172 Km. Brennholz; auf den Eisenbahnen 147,844 Hekt. und 38,861,190 Kil. Steinkohlen, Braunkohlen und Koks, 106 Km. Torf, 4694 Km. und 750,384 Kil, Brennholz. Suma:a”198,504 Hekt. und 38,861,190 Kil. Steinkoblen, Braunkohlen und Koks, 18,666 Kin. Torf, 31,866 Km. uud 750,384 Kil. Brennholz; ausgeführt: zu Wasser 19,646 Hekt, Steinkohlen, Braunkohlen und Koks; auf den Eisenbahnen 41,883 Hekt. und 2,329,190 Kil, Steinkoh en, Brxauu- kohlen und Koks, Kil. Brennholz. Summa 61,5929 Heft. und 2,329,190 Kil. Steinkohlen, Braunkohlen und Koks, Kil. Brennholz. Jg dem Zeitraum vom 16. bis 31. Oktober cr. ein- geführt: zu Wasser 40,170 Hekt. Steinkohlen, Braunkohley. und Koks, 5773 Km. Torf, 30,820 Km. Brennholz; auf den. ' Eisen- bahnen 173,717 Hekt. und 44,062,910 Kil. Steinkohlen, Brau'akohlen und Koks, 3462 Km. und 1700 Kil. Torf, 1398 Km. und 611,508 Kil. Breanholz. Summa 213,887 Heft. und 41,062,910 Ki. Stein- fohlen, Brauuk-hlen und Koks, 9235 Km. und 1700. Kil. Torf, 32,2918 Km. und 611,508 Kil. Brennholz; ausgeführt: zu Wasser 12,560 Hekt. Steinkohlen, Braunkohlen uvd Koks; auf den Eisenbahnen 45,192 Hekt. und 2,965,600 Kik, Steinkohlen, Braunkohlen und Koks, Kil. Brennholz. Summa 57,752 Hekt. und 2,965,600 Kil. Steinkohlen, Brav.akohlen und Koks, Kil. Brennholz. Fn dem Zeitraum vom ‘1, bis 15. Novembey cr. eingeführt: zu Wasser 47,624 Hekt. Ste’ nkohl'en, Braunkohlen und Koks, 17,116 Km. Torf, 31,890 Km. Brrennlyolz; auf den Eisen- bahuen 108,518 Hekt, und 43,073,415 il, Steinkohlen, Vraunkohlen

Oktober cr. wurden