1875 / 305 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

und Koks, 126 Kil. Torf, 6550 Km. und 1,111,629 Kil. Brennholz. Summa 156,142 Hekt. und 43,073,415 Kil. Steinkohlen, Braun- Fohlen und Koks, 17,242 Km. Torf, 38420 Km. und 1,111,629 Kil. Brennholz; ausgeführt: zu Wasser 9420 Hekt. Steinkohlen, Braunkohlen und Koks, Km, Torf, Kil. Brenn- olz; auf den Eisenbahnen 67,921 Hekt. und 2,462,950 Kil. Stein- ohlen, Braunkohlen und Koks, Kil. Torf, 77,553 Kil, Brenn- Holz. Summa 77,341 Hekt. und 2,462,950 Kil. Steinkohlen, Braunu- Fohlen und Koks, Kil. Torf, 77,553 Kil. Brenuholz. In dem Zeitraum vom 16. bis 50. November cr. eingeführt: zu Wasser $0,392 Hekt. Steinkohlen, Braunkohlen und Koks, 16,485 Km. Torf, 37,993 Km. Brennholz; auf den Eisenbahnen 161,549 Hekt. und 42,538,285 Kil. Steinkohlen Braunkohlen und Koks, 718 Km. Torf, 6944 Km. und 1,448,503 Kil. Brennholz. Summa 241,941 Heft. und 42,538,285 Kil. Steinkohlen, Braunkohlen und Koks, 17,203 Km. Torf, 44,937 Km. und 1,448,503 Kil. Brennholz; ausgeführt: u Wasser 23,232 Hekt. Steinkohlen, Braunkohlen uad Koks, Km.

orf, Km. Brennholz; auf den Eisenbahnen 47,864 Hekt, und 4,291,670 Kil. Steinkohlen, Braunkohlen und Koks, Km. Torf, 10 Km. und 17,325 Kil. Brennholz. Summa 71,096 Hekt. und 4,291 670 Kil. Steinkohlen, Braunkohlen und Koks, Km. Torf, 10 Km. und 17,325 Kil. Brennholz.

Die Sachverständigen-Kommission der Berliner Fondsbörse hat alle vercideten Makler dur Cirkular ange- wiesen, in der Folge keine sogenannten Minuscourse mehr zur

Berlin, den 28. Dezember 1875.

Der entseßlißze Unfall in Bremerhaven, welcher hundert Menschen das Leben gekostet und eine nicht geringe Anzahl von Anderen dauernd zu Krüppeln gemacht hat, is in der leßten Woche in, den öffentlihen Blättern au<h vom juristi- {hen Standpunkte aus erörtert worden. Das beleidigte Rechts- gefühl wendet sich an die Kenner des Strafrehts, um zu erfahren, welche Sühne das Geseh über eine so grauenhafte Unthat, wie die jüngst verübte, verhängt. Die Antworten, welche Rechtskundige auf diese Frage ertheilt haben, lassen fi<h folgendermafen zu- \ammenfafsen.

I. Eine todeswürdige Strafthat liegt nah der bestehenden Gesetzgebung nicht vor.

Das Vorhaben des sogenannten William King Thomas, dur< den künstli<hen Mechanismus eines Uhrwerks zu genau vorher berehneter Zeit die Explosion, und damit die Zerstörung des Schiffes auf hoher See herbeizuführen, ift nit vollendet worden. Was geschehen im Verg!eih zu dem beabsichtigten, das ge- ringere Unglü> is ohne und wider den Willen des Thomas eingetreten: „Ih habe Pech gehabt,“ äußerte er gleichgültig an M Tage, an welchem er vor den ewigen Richter berufen wurde.

Es kommt also nur der Versuch eines vorsäßlihen Ver- brechens in Frage,

zunächst der explosiven Brandstiftung (8. 311 in Ver- bindung mit $. 306 Ziffer 2 des Strafgesezbuches), welche mit Zuchthaus bis zu 15 Jahren bedroht ist. „Das ver- suchte Verbrechen ist nach $. 44 milder zu bestrafen, als das vollendete.“ Das Strafmaß dürfte also in diesem Falle 15 Iahre Zuchthaus nicht crreihen; sodann des Mordes (S. 211 Sl G B).

In leßterer Hinsicht müßte indeß festgestellt werden, daß der Vorsat des Thomas darauf gerichtet gewesen ist, Menschen zu tödten. Die bloße Gefahr des- Verlustes von Menschen- leben, au<h wenn sie no< #6 wahrscheinlih is, macht die vor- säßlihe Brandstiftung nicht zum Morde. Ein Vertheidiger des Thomas würde voraussichtli<h geltend gemaht haben, daß die Abf icht des Letzteren auch erreicht worden wäre, wenn sämmt- liche Insassen des Schiffes dasselbe etwa wegen Seegefahr oder aus einem anderen Grunde vor der Explosion verlassen

ätten. 5 Der Versuh des Mordes wird mit Zuhthaus von 3 bis zu 15 Jahren bestraft ($. 44 Abs. 2).

Il, Bei der vorstehenden Darlegung ist vorausgeseßt, daß zu der Zeit, als die Explosion erfolgte, das Uhrwerk bereits in die Kiste mit dem Dynamit-Inhalt eingeseßt und auf- gezogen gewesen ist. Ob dies erwiesen oder erweislih sei, steht mit Rücksicht auf die no< im Gange befindliche Untersuhung zu Bremerhaven, zur Zeit nici t authentisch fest.

Nimmt man den Thatbestand, wie -er gegenwärtig vorliegt, oder da es sih um eine Be strafung des Thomas selbst nicht mehr handeln kann seht man den Fall, daß bei einer ähn- lichen Frevelthat die fraglihe Prozedur no< nicht erfolgt sei, so würde der Unternehmer wegen Versuch eines Verbrechens nit zu bestrafen sein; er würde unsäglihes Unglü> nur ver- brecheris<h vorbereitet haben, und das steht dem Strafgeseh gegenüber Jedermann frei.

Ein „Versu“ liegt vor, oder richtiger: der Vers uh ift (nah $. 43 Str. G. B.) erst dann strafbar, wenn der „Ent- \{luß, ein Verbrehen oder Vergehen zu verüben, dur Hand- lungen, welche einen Anfang der Ausführung dieses Ver- brehens oder Vergehens enthalten, bethätigt“ ist.

Das Verladen der mit Sprengstoff gefüllten, nah dem Plane des Verbrechers aber dur die Verbindung mit dem in

Gang geseßten Uhrwerk zur Explosion no< nicht hergerihteten

und noch nicht geeigneten Kiste stellt si<h nur als Vorberei- tungs handlung dar, ebenso wie Beförderung na< Bremerhaven.

vorgeschritten.

Die vorzeitige absi<tswidrige Explosion is nur dur

die Füllung der Kiste und ihre

Das Verbrechen selbst sollte ins Werk gesezt werden dur<h den Ablauf des Uhrwerks: ohne leßteres auf den Dynamitbehälter einzurihten und in Gang zu seßen, ist der Thäter zur Ausführung des Verbrechens nicht

Notiz zu bringen, sondern in jedem Falle, wo si< sol<he Course im Handel herausstellen, der Sachveiständigen- Kommission davon Mit- theilung zu machen, um geeignete Beschlüsse herbeizuführen.

Aus Wien wird gemeldet: Die Administration der Donau- Dampfschiffahrts-Ges ellschaft hat beschlossen, auf das Fahreserträgniß der Gesellschaft eine Abschlagtzahlung im nä@sten Januar nicht zu leisten.

Die Dividende der Bank von Fran kreich beträgt abzüg- li< der Steuer 100 Francs.

Wien, 28. Dezember. (W. T. B.) Für die Aktionäre der Südbahn ift zum 27. k. Ms. eiae außerordentliche General- versammlung ausgeschrieben. Den einzigen Gegenstand der Tages- ordnung bildet die cventuelle Ratifizirung der zwischen der Südbahn und der italienischen Regierung in Basel abgeschlossenen Konvention. În der gestrigen Generalversammlung der Aktionäre der Juden- burger Eisenwerke wurde der Geschäftsberiht verlesen, in welchem fonstatirt wird, daß die am 30. Juni c. abgeschlossene Bi- lanz einen Verlust von 375,665 Fl. mit Inbegriff der Abschreibungen ergiebt, und daß der Verwaltungsrath au< im nächsten Jahre feine

Besserung erwartet, *“

Paris, 28. Dezember. (W. T. B.) Die Inhaber von Obli- gationen der türkischen Anleihen von 1863 und 1865 werden dur eine im „Journal offiziel“ veröffentlichte Bekanntmachung be- nabrichtigt, daß die Einlösung des am 1. Januar fälligen Halh-

jahrs-Coupons mit 15 Frs. vom 3. Januar k. J. ab erfolgt,

folgt nahstehend ein Verzeichniß der als vermißt angegebenen

Schiffsleute von der Mannschaft des. verunglü>ten Fahrzeuges: Nr. 1. Otto Tramniy, 4. Offizier, ( Nr. 2. Dch. Bening, Zahlmeister,

Nr. Jürgen Schaur, Matrose,

Nr. Anders Johannsen, Matrose,

Nr. Hinrih Kofsen, Matrose,

Nr. O. B. Neubert, Matrose,

Nr. H. Naue, Junge,

Nr. 98, Arendt, Junge,

Nr. Fr. Syward, Heizer,

Nr. H. König, Heizer,

Nr. E. Grommisch, Heizer,

N E. Langner, Heizer,

Nr. F. Goldau, Heizer,

Nr. I. Käser, Heizer,

Nr. E. Wilde, 2. Koh,

Nr. Geo. Schaper, Steward.

Mit demn 1. Januar 1876 soll die Herausgabe täglicher MWetterberihte von Seiten der Deutschen Seewarte ihren Anfang nehmen. Nach dem Organisationsplan fällt diese Aufgabe der dritten Abtheilung des Instituts zu, welche sih mit der Küsten- meteorologie, der Wettertelegraphie und den Sturmwarnungen zu beschäftigen hat. Erklärlicherweise haben gerade auf diesen Ge- bieten die Vorbereitungen cine etwas längere Zeit in Anspruch ge- nommen, da es si< hier niht allein um die Einrichluyg der Centralstelle, sondern um die Organisation eines weitverzweigten Systems, um die Errichtung, Beseßzng und Ausrüstung einer ganzen Reihe von Beobachtungéstationen und Signalstellen an der Küste, um die Anknüpfung von Verbindungen mit auswärtigen meteorolo- gis<hen Instituten u. |. w. handelte. Gegenwärtig sind nun die Vor- arbeiten soweit gediehen, daß mit dem ersten Tage des neuen Jahres die Ausgabe regelmäßiger Witterungsberichte beginnen kann. A

Ueber die Art derselben macht die „Wes. Zta." folgende Mit- theilungen: Täglich sollen zwei Berichte erscheinea. Der erite, der am Morgen zu:ammengestellt wird, soll die deutschen Stationen, Rieder- lande und Dänemark, umfassen. Er wird in tabellarisher Form den Stand des Barometers, des Thermometers, die Stärke und Richtung des Windes, die Witterung u. A. enthalten und ähnlich eingerihtet, aber reihhaltiger sein als die jeßt in den Zeitungen veröffentlichten meteorologishen Berichte. Dre Reibenfolge der Stationen wird eine audere sein und eine bessere Uebersichtlichkeit gestatten, welche leßtere bei der gegenwärtigen Anordnung bekanntlih schr viel zu wünschen übrig läßt. Die am Nachmittage jedes Tages einlaufenden Telegramme werden dann in einem zweiten Berichte zusammengestellt. Die Absicht ist, beide Be- richte in der Regel. zusammen und zwar am Nachmittage zu expe- diren, doc kann in besonderen Fällen auch eine getrennte Expedition stat! finden. ;

Später wird dann den täglichen Berichten eine Wetterkarte bei- gegeben werden, welche auf zwei Blättern die hauptsächlichen meteo- rologishea Daten übersihtlih zur Anschauung bringt. Auf dem ersten Blatt follen der Barometerstand, der Wind na< Richtung uad Stärke, die Bewölkung, auf dem zweiten die Temperatur, die relative Feuchtiszfeit u. |. f. zur Darstellung gelangen. In den Kar- ten werden hauptsächli< die auswärtigen Telegramme verarbeitet werden. Die regelmäßige Herauégabe dieser Wetterkarten wird “jedoch, da nech einige Vorarbeiten zu erledigen find, vorausfichtli<h erjt von Mi:te Januar an erfolgen können,

Es licat ferner im Plan, außer diesen täglihen Berichten nah dem Schlusse jides Monats cinen kurzgefaßten Ueberbli> über die Wiiterung des ganzen Monats zu geben. Diese nah dem Muster dir amerikanischen und dänischen Monatsübersichten zu entwerfenden Berichte dürften cinem großen Theil des Publikums besonders zu- sagen, weil sie niht bloße Anhäufurgen tro>ener Zahlen kringen, fondern überfichtlih und allgemein verständlich gehalten werden sollen.

Bestellungen auf die Wetterberihte und Karten nimmt der Se- kretär der Geographishen Gesellschaft zu Hamburg, Herr L. Friede- rihsen (Land- und Seekartenhandlung, Admiralitätsstraße 3 und 4), entgegen, bei dem au< die Abonnementsbedingungen zu erfahren sind.

Berlin is au in diesem Jahre zu Weihnachten mit seinem „Adreßkalender*“ bez, „Wohnungs-Anzeiger“, wie das umfangreiche Buch gewöhnlich genannt wird, beschenkt worden. Das „Berliner Adreß bu h“, wie der rihtige Name lautet, erscheint für das Jahr 1876 in seinem achten Jahrgange. Es ist, wie seit seinem Anfange, redigirt von A. Ludw ig, der bereits unter den früheren nominellen Herausgebern die Seele des Unternehmens war. Dru> und Verlag

find gegenwärtig in den Händen dec Sozietät der Berliner Bürger-

|

und daß von demselben Zeitpunkte ab auch die am 27. v. Mts. aus- geloosten türkischen Obligationen eingelöst werden.

Paris, 28. Dezember. (W. T. B.) Die Einlösung der am 1. Sanuar fälligen Halbjahrscoupons der türtshen An- leihen von 1863 und 1865 wird zur Hälfte in Baar, zur Hälfte in auf den Inhaber lautenden Certifikaten erfolgen, die später umzu- tauschen sind.

Nach Mittheilung der „B. Börs. Ztg.“ „ist dem Stuttgarter Comité ¿ein Telegramm zugegangen, dem zufolge der Januar- Coupon der South-Missouri- Bonds voll eingelöst wird.

VerLlehrs:-Anfstalten-

Am 24. Dezember wurde nun au< die 8 Kilometer lange Zweigbahn Zwota- Klingenthal der Chemniß-Aué-Adorfer Eisenbahu dem Betriche übergeben. “Damit ist die gesammte 120 Kilometer lange Bahn betriebsfähig hergestellt. Am 1. Januar 1876 tritt ein erniedrigter direkter Tarif für den Güterverkehr zwischen den Stationen der Chemnitz-Aue-Adorfer Bahn und denen der König- lich säcbsishen Staatsbahnen in Kraft. Ferner werden ebenfalls vom neuen Fahre an die sämmtlichen Stationen und Haltestellen der Babn dem allgemeinen Staats- und Privatdepeschenverkehr nach Maß- gabe des Reglements vom 11, Mai 1873 eröffnet sein.

Triest, 25. Dezember. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Vest a" ist heute Morgen 8 Uhr mit der ostindischen Ueberlandpost aus Alexandrien hier eingetroffen.

Zeit von aht Wochen hergestellt werden muß, bei aller Sorgfalt nicht fehlerlos sein kann; fie bittet daher alle Interessenten, derartige Frrthümer ihr baldmöglihst behufs demnächstiger Berichtigung im Nachtrage und künftiger Vermeidung freundli<st mitzutheilen .

Der bisher beigefüg‘e Nachweis: Charlottenburg 2c. 2. wird den Abonnenten im Laufe des Januar unentgeltli<h nachgeliefert und kann gegen Vorzeigung dex Quittung in der Expedition der Berliner Bürger-Zeituny in Empfang genommen werden.

Am 23. d. M. i ein beklagenswerthes Unglü> auf der niederen Themse bei London, Gravesend gegenüber, vorgefallen. Dort liegen au verschiedenen Punkten die. drei Lehrschiffe „Goliath“, „Chichester* und „Arethusa" vor Auker, in welchen arme ‘Knaben aus London zum Seemannsfache herangebildet werden. Es find dies ge- wissermaßen s{wimmende Armenschulen, fämmtli<h ausgediente höôl- zerne Kriegs|chife. Der „Goliath*, ein Schiff von 3000 Tonnen Gehalt, mit 400 Lehrknaben an Bord, ist gestern früh gänzlih ab- gebrannt. Das Feuer scheint in den Lampenräumen aus- gebro<en zu sein, woselbst die gesammten, mit Petroleum gespeisten Schiffslampen jeden Morgen gepußt uud gereinigt werden. Ein Knabe, sagt man, habe eine Lampe fallen lassen; das etroleum sei ausgelaufen und habe si< entzündet, und beinahe im u sei das Schiff in Flammen gehüllt gewesen. Jn der wildesten Unordnung flürmten die Knaben auf das De>, sprangen über das Bcellwerk und hielten sich in den Ketten fes. Manche wurden hier müde, anderen mo<te der Rauch der Flammen, welche der starke Süd- westwind heftig anfachte, zu arg werden, andere wieder trauten sich genügende Schwimmkraft zu, um an das Land zu kommen, und so fielen oder sprangen viele ins Wasser. Manche kamen glü>li< an das Ufer; dasselbe gelang den beiden Töchtern des. Commandeurs, Marinekapitän Bourchier. Viele indessen s{heinen umgekommen zu sein, was nicht zu verwundern is, wenn man bedenkt, daß die jüngsten Knaben nur 7, die ältesten 14 Jahre alt sind. “Die Boote des „Goliath“ wurden flott gemacht, ließen si indessen ni<ht gebrauchen. Die Boote der „Arethusa* und des „Chichester“ kamen in einer Flottille ay, und vor- beifahrende Schiffe nahmen einige der Knaben auf. Der Leßztè, der das Schiff verließ, war der Commandeur; er hat starke Brandwunden davon get:agen. Die meisten Flüchtlinge suchten in dem nahen Uferort Grays eine Zuflucht, wo sie au< gastfreundlihst aufgenommen wurden. Die Be- wohner kamen ihnen entgegen und nahmen ste in ihre Häuser, in Schule, Kirche u. #. w. auf. Alle Kessel wurden gleich aufs Fener geftellt, um den armen Kleinen Frühstü> zu bereiten, au< wurden ihnen be- reitwilligst Kleider, wie sie gerade zu Händen waren, zur Verfügung gestellt. Eine Musterung ließ si< ni<t vornebmen, weil viele Kna- ben weiter weggeführt worden sind. Einige sollen auch çanz und gar davon gelaufen sein, Zwei Leichen sind an das Ufer geshwemmt worden, und au< der Schullehrer Webster soll ertrurken fcin. Man hofft, da: es. bei diesen drei Verunglückten bleiben werde. An eine Rettang des Schiffes war nicht zu denken. Am Abend schien es nichts mchr als eine riesenhafte rothglühende Kohle zu sein.

Das Dorf Hellikon im Fri>thal (Kanton Aargau, Bezirk Rheinfelden) ist, wie, die „Basler Nachrichten" melden, am ersten Meihnachtsfeiertage von einem {weren Unglücksfall betroffen worden. Im dortigen Schulhause war ein Weihnachtsbaum aufgestellt worden, unter der Last der auf die Weihnachtsfeier harrenden Menschenmenge brach das Treppenhaus zusammen und haben dabei 72 Per- sonen ihr Leben cingebüßt, 36 Personen Körperverleßungen erlitten,

Die südlihen Inseln der Philippinen-Juseln-G ruppe insbesondere die Provinz Albaya auf Luzon sind laut telegraphischer Nachriht aus Madrid vom 28. von einem fur<htbaren Orkan heimgesu<t worden, bei wel<hem gegen 250 Persónen das Leben ein- gebüßt haben. An 3800 Anfiedlerwohnungen sind zerstört, die Ernte und eine große Anzahl von Viehheerden ist vernichtet.

Theater.

Nationalt heater. „Zwei Waisen". Schauspiel in 4 Akten und 7 Bildern, nah einer Novelle aus dem Amerikanischen vou G. Scerenberg. Man muß bei der Beurtheilung dieses Stü>es von dem Begriff eines „Schauspiels“ oder felbst einer dramatischen Arbeit durchaus abseken, da es lediglih auf die Schaulust und die Wirkung äußerliher Effekte berebnet is. Es handelt fi< um 2 Mädchen, die, im Waisenhause zusammen erzogen, sich in \<westerliher Liebe zugethan find. Mit dem 18. Jahre aus dem Waisenhause entlafsen, werden sie von einander getrennt, und“ nunmehr führt der Verfasser ibre wechselnden Schi>sale in Bildern vor. Man kann auf die Stärke der Effekte s{<ließen, wenn man weiß, daß die eine der bei- den Waisen blind is. Hr. Direktor Buchholz hat Alles auf- geboten, das Stü angemessen auszustatten, was ihm au r. <t wohl gelungen is, Gespielt wurde sehr brav, besonders machen si Frl. Wally Hermann und Frl. Leish, die HH. Conried und Fellenberg wobl verdient. Das

zum Deulschen Reichs-An

DODS.

Königreich Preußen.

4%iges vormals Nassauishes Staatsgauleben von 7,200,000 Fl. d, d. 30. September 1862.

Bei der am 1. d. Mts. stattgefundenen neunten Verlo Partial-Obligationen des unter Bermatticlung des Baatbeuos Bt i von Rothschild u. Söhne in Frankfurt a. M. negoziirten 4% igen vormals Nass. Staatsanlehens von 7,200,000 Fl. d. d, 30. Sep-

. tember 1862 sind nachverzeihnete Obligationen gezogen worden :

_A. Zur Rü>zahlung auf den 1. April 1876. Litt. N. à 100 Fl. Nr. 1333 1343 1353 1363 2006 2469 2579 39530 3760 3911 4361 4371 4381 4391 4401 4432 4891 5352 5362 9382 5392 95441 5451 5562 5572 und 5641 -— 26 Stü über 2600 Fl.

S A 14 9. itt, O. à 200 Fl. Nr. 183 513 735 767 1446 582

1709 8 Stü> über 1600 Fl, P 2742 M. 86 S. Es

Nr. 2 272 605 615 675 914 924 934 1255

N,

1895 2459 2 19 Os 52 479 2702 3201 3231 3782 4027 4202 5233 5243 5 5563 6163 6251 6349 6774 6836 6978 7167 7291 7368 7398 7701 7712 und 7951 395 Stü> über 17,500 Fl, = 30,000 M4 : Litt. Q. à 1000 Fl. Nr, 72 82 140 167 298 308 963 990 1226 und 1236 10 Stü> üter 10,000 Fl. = 17,142 e 86 _sS. Summa 79 Stü> über 31,700 Fl, oder 54,342 M 86 5.

_B. Zur Rü>zahlung auf den 1. Oktober 1876. Litt, N, à 100 Fl. Nr. 216 246 256 670 680 690 700 747 1189 1198 1561 1571 1581 1591 1601 1691 1701 1711 1721 1731 2985 3224 3234 3244 3401 5372 5632 und 5642 28 Stüd> über

O S N M. _ Lit, O. à 200 Bl. Nr. 174 194 292 395 405 601 800 1270 und 1594 10 Stô> über 2000 Fl, = 3428 M 57 D E : Litt. P. à 500 Fl. Nr. 690 775 785 980 986 996 1000 1239 1321/2016 2026 2351 2925 2975 2999 3026 3029 3046 3384 3971 3981 5073 5083 5165 5175 5235 5821 6369 6440 6872 7318 7351 73958 7361 und 7983 35 Stü> über 17,500 Fl. = 30,000 6” __ Litt, Q à 1000 Fl. Nr. 278 288 437 447 601 777 1151 1421 1505 und 1910 10 Stü>-über 10,000Fl. = 17,142 Æ 86 Summa 83 Stü> über 32,300 Fl. oder 55,371 Æ 43 S. Die Inhaber dieser Obligationen werden hiervon mit dem Be- merken benachrichtigt, daß fie die Kapitalbeträge, deren Verzinsung nur bis zum betreffenden Rü>zahlungs-Termine exfolgt, sowohl bei dem Bankhause M. A. von Rothschild u. Söhne in Frank- furt a. M., als auch bei der Königlichen Regierungs-Haupt- kasse in Wiesbaden, sowie bei jeder Königlichen Regie- rungs- Hauptkasse, bei der Königlichen Staats\hulden- Tilgungskasse in Berlin, der Königlichen Kreiskasse in Fra nkfurt a. M. und den Königlichen Bezirks-Haupt- ka ffen in Hannover, Lüneburg und Osnabrü> gegen Rü>- gabe der Obligationen mit den dazu gehörigen, nah dem 1. April 1876 fälligen Zinscoupon Ser. I. Nr. 8 nebst Talon resy. bei den pr. 1. Oftober 1876 verloosten Obligationen unter Beifügung des O N une. ? Die Geldbeträge der etwa fehlenden, unentgeltlih zurü>zugeben- den Zinscoupon3 werden an dem zu zahlenden Kapitale zurübehalten. Soll dic Einlösung von dergleichen Obligationen weder bei dem vorbenannten Bankhause, no< bei der Königlichen Regierungs-Haupt- kasse in Wiesbaden, oder der Königlichen Kreiskasse in Frankfurt a. M., sondern bei einer der anderen Kassen tewirkt werden, so sind die be- treffenden Obligationen nebs Coupons und ‘Talons durch diese Kasse vor der Auszahlung «an den Unterzeichneten zur Prüfung einzusenden, weshalb diese Schuldverschreibungen einige Zeit vor dem Rü>zahlungs- Termine eingereiht werden können.

Verzeichniß der .in früheren Verloosungen gezogene Í noch nicht eingelösten D bUaationen s 1! A am R ns 0s N. Nr. 656 666 und 4247, : ü>zahlbar am 1, ober 1873, Litt, N, e 19 58. C IEA 1060 Gs und 6138. m E

üd>zablbar am 1, April 1874. Litt, N, Nr. 2 :

und Ran Pi og 1769. y Es M01 i üd>.ahlbar am 1. Oktober 1874 Litt, N. Nr. 1349 2280 3957 Litt, O. Nr. 595. Litt. P, Nr. 855 1197 2573 3978 und 4519. Rü>czahlbar am 1. April 1875. Litt. N. Nr. 342 352 762 772 782 792 822 852 862 1340 und 2589, Litt, O. Nr: 511 816 934.

M Inserate für den Deutschen Reichs- u. Kgl. Preuß. Staats-Anzeiger, das Central-Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Inseraten - Expedition des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußisheu Staats-Anzeigers : Berlin, 8. N, Wilhelm-Straße Nr. 32.

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In Folge mehrfa<h an uns ergangener Anfragen nehmen wir Veranlassung, über die- |

1, Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen,

2, Subhastationen, Aufgebote, u, dergl,

3, Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ete,

4. Verloosung, Amortisation, Zinszegzhlung B, s, Ww, von öffentlichen Papieren.

Erste Beilage

28. Dezember

Litk. P. Nr. 259 1141 1429 2936 3569 3579 397 C M: Litt, S Nr. 385 509 und Man L are tudzahlbar am 1. Oftoker 1875. Säwmtli üd;ah auf diefen Termin gezogenen Obligationen. E Ane MAGaljan

Wiesbadeu, den 23. Dezember 1875. Der Regierungs-Präsident. von Wurmb.

L, L Statistische Nachrichten.

__ Die ncueste Nummer des Justiz-Ministerialblattes veröffentli die statistische Uebersicht über die Se Baftavcr Lun der Justizbehörden im Jahre 1874 in den alten Provinzen mit Einschluß der Rheinprovinz. Nach derselben betrug das am Schlusse d:s Jahres vorhandene Beamtenpersonal bei den Gerichten in dea alt- ländishen Provinzen 3471 etat8mäßige Rithter, 237 Beamte der Staatsanwaltschaft, 83 diâtaris<h beschäftigte und 34 unbesoidet Assessoren, 1407 Referendarien, 7974 Subalternbeamte, 3668 Lokn- schreiber, 4461 Unterbeamte und 1578 Rechtsanwalte, Notare Advokaten und Adookat - Anwalte, zusammen 22,913 Per- sonen, wovon guf das Ober - Tribunal 138 Personen mit 69 Nichtern, auf die Appellationsgerihie in den Pro- vinzen Brandenburg, Pommern, Preußen, Schlesien, Posen, Sachsen und Westfalen 1450 Personen mit 332 Richtern, auf die Gerichte erster Instanz in denselben Provinzen 19,919 Personen mit 2796 Richtern, und auf die Gerichte im Departemeut Cöln 1396 Per- sonen mit 274 Richtern entfallen. Bei den Gerichten erstex Instanz mit Ausschluß des Bezirks des Appeklations-Gerichtshofes zu Cöln, waren 1,537,587 Civilprozesse anhängig, darunter 464,575 Bagatell- 76,915 Injurien-, 79,933 Wechsel- und Merkantil-, 199,245 andere gewöhnlihe Prozeß-, 3987 Konkurs-, 15,054 Subhastationê-, 5839 Ehe-, 17,976 andere _ besondere Prozeß-, 58,069 Mandate in Mandats- und 615,994 in Bagatellsahen. Fast sämmt- lie Prozeßarten haben gegen das Jahr 1873 zugenom- men, z. B. die Znjuriensachen um 987, die Koukur3-, Liquidations- und Prioritätêsacen um 481, Ehesachen um 57 Nummern. Gegen

j das Jahr 1872 dagegen zeigt si<h eine Abnahme verschiedener Prozeß-

aften. Die Vormundschaftsfachen beliefen ih auf 236,143 und die Nachlaßsachen auf 21,552. Handlungen der freiwillige: Geribtsbaus keit wurden 260,982 vorgenommen, Dieselben lafsea eben so wie die zu bearbeiten gewesenen 1,622,420 Grundbuchsahena im Verg!eich zum Jahre 1873 eine ni<t unbedeutende Steigerung des Verkehrs er- kennen. Auch die Eintragungen in Handels: und Schiffsregister haben eine Stcigerung !gegen das Vorjahr erfahren. Die Zahl der Eintragungen in die Handelsregister belief si< auf 8756, gegen 7844 in 1873. Die Zahl der eingeleiteten Untersuchungssachen wegen i Cal us ien Les N Gerichten erster Instanz . Côlsn) im Jahre i 2,077, im Jahre 187 und im Jabre 1874 120,400; A i Aae derselben statt. Was die einzelnen Gattungen der Verbrechen und Vergehen anlangt, so stiegen in ‘den Jahren von 1872 bis Ende 1874 Majestätébeleidiguna von 134 auf 254, Wider- stand gegen die Staatsgewalt von 4787 auf 5912, Verbrechen und Ver- gehen gegen die öffentliche Ordnung (darunter Belttelei, Land- streiherei und Arbeits\heu) vos 9201 auf 12,237, Münzverbrechen und Münzvergehen von 76 auf 93, Meineid von 659 auf 767, falsce Anschuldigung von 250 auf 384, Vergehen, welche sih auf die Re- ligion beziehen, vou 90 auf 103, Verbre<hen und Vergehen in Bezie- hung auf den Perfonenstand von 18 auf 87, Verbredéen und Bergehen gegen die Sittlichkeit von 1262 auf 1671, Verleßung der Chre von 4384 auf 7078, Verbrehen und Vergehen wider das Le- ben von 591 auf 836, Körperverlezung von 9906 auf 13,206, Ver- brechen und Vergehen wider die persönliche Freiheit von 368 auf 673, Diebstahl von 42,503 auf 44,739, Unterschlagung von 4029 auf 4743, Raub von 204 auf 205, Erpyressung von 87 auf 152, Hehlerei und Begünstigung von 922 auf 1045, Betrug von 2284 auf 2544, Untreue von 32 auf 56, Urkundenfälshung -von 684 anf 770, Bankerott ven 233 auf 353, strafbarer Eigennußz und Verleßung fremder Geheimnisse von 2371 auf 2573, Sachbeschädi- gung von 3479 auf 3945, gemeingefährliche Verbrechen und Ver- gehen (vorsäßlihe und fahrlässige Brandstiftung) von 877 auf 1168, Verbrechen und Vergehen gegen die Post-, Steuer- und Zoll- geseße von 2751 auf 3437, andere Verbrehen und Vergehen, auf welche besondere neben dem Strafgeseßbuhe geltende Strafgesete

mithin fand eine Zunahme

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Deffentlich er Anzeig én. } Inserate nehmen an: die Ünnonccata S

5, Industrielle Etablisssments, Fabriken und

orladungen Grosshandel, Literarischs Anzeigen, Theater-Ánzeigen. Familien-Nachrichten, /

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D 8. 9,

6, Verschiedene Bekanntmachungen,

| In der Börsen- beilage.

zeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Dienstäg, deu

zur Anwendung kommen, von 1988 auf 3677. Eine Ábuabme

zeigt sih nur beim Zweikampf, bei den Amtsverbrechen ;

gchen und beim vierten und ferneren Holzdiebstätle. E Nene pi die Uebertretungen und Holzdiebstähle hinzu, so haben im Jahre 1874 im Ganzen 737,111 Untersuchungen ftattgefunden. Die du die Presse begangenen strafbaren Handlungen stiegen von 133 im Jahre 1872 auf 171 im Jahre 1873 und auf 302 im Jahre 1874 Wegen Hoch- und Landeëverrathes war im Jahre 1874 feine Unter- suchung anhängig. Von den Prozessen wurden 78 Prozent, von den Untersu<ungen 86 Prozent beendigt. Bei den betreffenden Appellations - Gerichten der alten Provinzen (excl, Cöln) waren anhängig 35,683 Civilprozesse, 43 Prozesse gegea ehemals Reichsunmittelbare, 14,646 Untersuchu: gen, 810 Lehns- 470 Fideikommiß- und 338 Stiftungssachen. Unerledigt blie- ben am Jahres\clusse 9220 Civilprozesse und 2236 Untersuchungen ——-Beél deu Gerichtöbehörden im Bezirk des Appellationsgerichtshofes zu Cöln waren anhängig in erster Jnstanz 187,825 Civilprozesse, von denen 3 Prozent unerledigt blieben, 9612 andere Spruchsachen, 159 848 Vormundschaftêsachen, 20,623 Familienrathsversammlungen, und an Untersuhungen 608 Verbrechen, 13,704 Vergehen, 158,659 Uebertretungen und 40,768 Holzdiebstähle, zusammen 213,739 Untersuchungen von denen nur 1 Prozent unerledigt blieb. Dazu kommen no< 2004 Eintragungen in das Handelsregister (gegen 2202 in 1873). In zweiter Insianz waren anhängig 965 Civilprozesse und 1492 Zuch;polizeisahen, und beim Appellationsgerichts- hof in Cöôln 1658 Civilprozesse, 149 andere Spruchsachen und 922 Untersuchungen. Das Ober-Tribunal endlich hatte 7160 Re- ferate und 1341 Beschwerden zu bearbeiien, so daß auf jeden der etatsmäßigen 62 Räthe 115 Spruchsachen und 22 Beschwerdesachen im Durchschnitt famen. Schließlich ist no< zu crwähnen, daß bei der Staatsanwaltschaft 268,040 Sachen anhängig waren, von denen Bi M anna de Anklage führten. Die Ober-Staats-

altihaft hatte 17,339, die Staatsanwaltschaft bei -Tribunc 2488 Sachen zu bearbeiten. O

Einer dem „Centralblatt für die gesammte Unterri - tung in Pieußen“ Nr. 108 von 1874 D Nee e URT Lan Königlichen Lehrer- und Lehrerinnen-Seminare entnehmen wir, daß im gesammten Staate gerade 100 derartige Seminare be- standen, darunter 5 Lehrerinnen - Seminare, je ein evangelisches in den Provinzen Brandenburg und Sachsen, 1 bezw. 2 katholische in Posen und Westfalen. Auf die Provinz Preußen fallen 13 Seminare unter ihnen 4 kathol:sche, auf die Mark Brandenburg 10, sämmtli < evangelis<, auf Pommern 8 (evangelisch), auf Posen 6, darunter 2 cvangelishe, auf Schlefien 17 (10 davon katholisch), auf Sachsen 1C (1 katholis), auf Schleswig-Holstein 4 (sämmtlich evangeli\), G Da nneDer é (1 L R auf Westfalen 7 (3 evangelisch), auf en-Nafsc , auf die Rheinprovin i A )einp z endli<h und Hohenzollern 10

(Nat. Z.) Am 1. Oktober d. J. betrug die Feuervers i e- rungésumm<- sämnmtliher Grundstüd>e Berlins “äs I Büchern der Heuer-Sozictät 1,462,404,200 4 gegen 1,296,356,475 M des Borjahrs; fie ist also re<t beträchtli<, nämli< um rund 66,000,000 M gestiegen. Versichert waren Häuser im Werthe von 1,457,845,200 6 zum einfachen Feuerkassen-Beitrage, Mühlen, Theater Gebäude bei Gasbereitungs-Anstalten u. |. w. im Werthe von 647,000 zum doppelten Beitrage, Gasbereitungägebäude im Werthe von 3,231,300 46 zum vietfahen Beitrage und Theater, Lohmühlen Gasbereitungs-Ansftalten u. sw. im Werthe von 680,700 4. zum sechéfachen Beitrage. Die größte Feuerversiherungësumme weist von Den einzelnen Stadttheilen die Louiseustadt mit 315,000,000 4 auf dann folgt die Friedrichstadt mit 163,000,000 und das Spandauer Revier pueeban mit 154,000,070. Am 1. Oktober 1872 betrug die gesammte Feuerversiherungêsumme nur «rund 981,000,000 und ver- E Ls alfo in drei Jahren um 481,000,000, das heißt um mehr als 90%,

Die Frequenz der Universität Straßburg {ließt na dem soeben ausgegebenen Personalverzeihniß mit 707 Bren as darunter 105 Elsaß-Lothringer, 303 Preußen, 39 aus Bayern. Unter den außerdeutschen Ländern ist am zahlreihsten die Schweiz mit 37, 2OUs Sg mit is E qus s vertreten. Nordamerika )at nicht weniger a gesandt. as Lehrerpersonal der fünf Fa- fultäten ist auf 86 angewachsen. E N

tion von Rudolf Mosse in Berlin, Breslau, Chemnitz, Cóéln, Dresden, Dortmund, Frankfurt a.M,, Halle a.S., Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Straß- burg i. E., Stuttgart, Wien, Zürich und deren Agenten, sowie alle übrigen größeren Aunoucen-Bureaus,

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2) Außerdem liegt von dem quartaliter in einer Auflage von circa 11,000

jenigen Einrichtungen, wel<he wir Behufs möglichster Verbreitung. der im Deutshen Reihs- und | Exemplaren erscheinenden „Postblatt“ allein (ohne den Reichs-Anzeiger) stets eine bedeutende

Königlih Preußischen Staats-Anzeiger Fol-endes mitzutheilen :

_… 1) Der Reihs- und Staats-Anzeiger liegt in den bedeutenderen Hotels und größeren offentlihen Lokalen Berlins sowohl, als in denen der größeren Städte Nord- B Slddeutitlens, außerdem aber in allen Bahnhofs-Reftaurationen der bedeutenderen Kreuzungspunkte der deutschen

Eisenbahnen aus.

: Es ift dem Publikum hierdur< die Gelegenheit geboten, von dem Inhalt des Deutschen Reichs- und Königlich Preußishen Staats-Anzeigers selbs und des mit demselben e dirt Ds „Central-Handelsregisters für das Deutsche Reich“

abgedru>ten amtlihen wie Privat-Anzeigen getroffen haben, | Anzahl von Exemplaren (ca. 4500) bei sämmtlihen Verkaufsstell i ' 6 . en von - lands zur Einsicht des Publikums aus. | 9 N R N

Das 3) In dem Reichs- und Staats-Anzeiger wird regelmäßig Freitags eine Uebersicht über die in der Vakanzenliste für Militär-Anwärter enthaltenen erledigten Stellen adcatiEE, 9

An diese Ueberficht {ließt si< eine Zusammenstellung der durh den Deutschen Reichs- und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger publizirten anderweit kiten Stellen A e

Periodis\< bringt der Staats-Anzeiger außerdem Zusammenstelungen von den ¡n dem-

Publikum bezeugte dur lebhaften Beifall seine sowie des „Postblatts“

jederzeit M Pa Ad selben bekannt gemahten Konkurs-, Subhastations- und Submissions-Terminen, Domänen- und

sonstigen Güter-Verpachtungen.

Verzeichniß von Eisenbahn-Stationen, in deren Bahnhofs-Reftaurationen der Deutsche Reihs- und Königli j i i i i i E Æ- j Z : : eihs- und Königlih Preußische Staats-Anzeiger, soweit uns dieselben bekannt sind, ausliegt. “Wir ee u cu Me L ecbindung fh obwohl es 151 Stationen nahweist, keinen Anspru<h auf Vollständigkeit hat, da wir hier nur diejenigen Eisenbahn-Stationen anführen können, mit

ag- Eisenach. Insterburg. Pforzheim.

een, Berlin (Potsd.- Cöthen. alen. deburger Bahnhof).|Colmar. Elmshorn. Kattowiß. inneberg. Eydtkuhnen. Kiel. lauen i./V.

Altena. Bingen Const Altenburg. Bitter feld Cottbus èôni i Altmünfterol. Bochum. Crailsheim. ¿ Ferareers MSP S clibain d V Bonn. i: Crefeld. rankfurt a./M. Kreuz. Reichenbach i d./L gugermünde, Braunschweig. rankfurt a. /O. Lehrte. Reichenbach i./V. j Veicoui. (Bromber ibu Cenis 22 i i; l iegnig,

Farmen, Bruchsal. j riedri@dhafen. Löbau Rottreil.

men (Ritter8hau-|\Calw. ulda. Lübe>. Saarbrüd>en Bei Carlsruhe. Glauchau. Lüneburg. Saarburg. : Bauen Cassel. Görliß, eilbronn. Magdeburg. Saargemünd. ehen Chemnitz. elmftadt. Mainz. Saarunion.

¡ Coblenz. ren. ; olzminden. Mannheim. Schleswig.

Cöln, Düsseldorf. Hadersleben. usum. Mergentheim. Schlettstadt.

Berlin, im Dezember 1875. Expedition des Deutshen Reihs- und Königlih Preußishen Staats-Anzeigers.

Zeitung, F. Beutner. D. Collin. Wie immer, umfaßt das ge- cenwärtig 152 Bogen starke Werk vier Theile. Der erfte enthält das alphabetische Verzeichniß der Einwohner Berlins mit Angabe ihres Standes und ihrer Wohnungen, einschließli sämmtlicher kauf- männischen Firmen; der zweite bietet das Verzeichniß sämmtlicher Häuser Berlins mit Angabe der Eigenthümer und Miether, sowie der Querstraßen, welche jede Straße begrenzen und dur<s{<neiden. Den dritten Theil bildet ein Verzeichniß der Einwohner Berlins nach ihren Beschäftigungen und Gewerben; im vierten Theil endli finden wir eine sorgfältig bis in die jüngste Zeit vervollständigte Uebersicht des Königlichen Hauses und Hofes, der Deutschen Reichs-, preußischen Staats-, Provinzial- und städtishen Behörden, Anstalten, Gesell- schaften und Vereine. Als gern geschene Beigaben werden die Käufer und Benußer die na< amtlihen Quellen bearbeitete fah- und zeitgemäße Abhandlungen über den Verkehr des Publi- fums mit der Post und die Zusammenstellung der hauptsäch- lichsten Bestimmungen für die Annahme und Beförderung der tele- graphishen Korre-pondenz bei den Deutschea Telegraphenstationen begrüßen. Ebenso sind cine kurze Statistik Berlins, sowie ein Führer dur< seine Sehenswürdigkeiten beigegeben; au die beliebtcn Pläne sämmtlicher größeren Th ater fehlen diesmal nicht. Namentlich aber wird der neueste Plan von Berlin und nä<hster Umgebung allgemein will- kommen sein. Die Redaktion des Adreßbuches verhehlt sich nicht, daß ein Werk fo sprôdex, aus lauter Einzelheiten und Zahlen be- stehender Natur, das troy seines bedeutenden Umfangcs in der kurzen

Fahrlässigkeit verursaht, und da sie den Tod von Menschen zur Folge gehabt hat, ist fie nah $. 222, 309 Str. G. B. höchstens mit Gefängniß bis zu drei Jahren zu ahnden.

Abgesehen hiervon würde die Handlungsweise des Thomas nah $. 367 Ziffer 5, bez. 6 ihm wegen „Uebertretung“ eine Geldstrafe bis zu 50 Thlr. oder Haft bis zu 6 Wochen zu- gezogen haben. :

Wenn man davon ausgeht, daß das Geseh der im Volke lebenden gemeinsamen Rehtsüberzeugung Ausdru> geben \oll, so wird im Hinbli> auf den allgemeinen Absheu vor dem Uebelthäter, welher um des Erfolges einer betrügerischen Spekulation willen Hunderte von Menschen einem gräßlihen Tode preiszugeben bereit war, gefragt werden müssen, ob die in Geltung befindlichen Strafbestimmungen für Fälle, wie der vorstehend besprochene, auf der Höhe des öffentlihen Bewußtseins stehen ? Und wird diese Frage verneint, so wird au< die Verpflichtung anzuerkennen sein, das Strafgesey mit den fittlihen Gefühlen und, der Rehtsanshauung des Volkes in Einklang zu setzen.

Zufriedenheit.

Das Stadttheater ist am ersten Weil;znachtsfeiertage unter der Direktion des Hrn. Rosenthal mit der Posse „Jn Sachen Coulon contra Vauradieux“, na< Les Tezreurs de Mr. Du- plessis, von Alfred Hennequin, wieder eröffnet worden. Die heite1e Posse, die früher {hon im Friedrih-Wilhelmstädtischen Theater mit Beifall gegeben worden ist, erzielte bei dem ausverkauften Hause einen durbs{lagenden Erfelg, um den si< von den Darstellern namentli Hr. Fritsche und Frl. Gerber verdient gemacht haben. Auch die Herren Höffler und Panzer, sowie die Damen Frl, Walden, Montegri uind Schröder verdienten den ihnen ge\pendeten Beifall. Hr. Crelinger hat sih als Regisseur bewährt. Das Stü> wird si voraussihtli< längere Zeit auf dem Repertoire erhalten.

Der Hofkünstler Hr. Bellachini wird seine Vorstellungen im Saaltheater des Königlichen Schauspielhauses am 30. d. Mis. schließen. Am Neujahrétage beginnen in denselben Räumen Hrn. Böttchers Soiréen.

Redacteur: F. Prehm.

Verlag der Expedition (Kessel). Dru> W. Elsnet,

Drei Beilagen (einshließli< Börsen-Beilage).

agen. agenau. agenow. alberstadt. alle, amburg. amm, anau. annover. ansdorf. Harzburg. eidelberg.

Schneidemühl. Siegen. Sigmaringen. Stargard ‘i./Pomm. Steele. Stendal. Stettin. Straßburg. Stuttgart. Thale.

Thorn. Tondern. Trier. Tübingen. Ulm.

Unna.

Weißenburg. Werdau. Wiesbaden. Witten, Wittenberg. Wittenberge. Worms. abern, ittau. 2wyi>kau.,

Meß. Ju M.-Gladbach. Minden. Mühlheim a./Rnhr. Mülhausen. Myslowiß. Neumünster. Neustadt E./W. Neuß. Niederbronn. Offenburg. aur Wald. Oldenburg. Oschersleben. Osnabrü>, Pasewalk.

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Berlin:

Zur Vervollständigung der in Nr. 294 des „Reichs- Anzeigers“ veröffentlichten Lifle - der bei dem Schiffbru<h des Dampfers „Deutschland“ geretteten und vermißten Personen