1900 / 2 p. 25 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Dienstag, den 2. Januar 1900. Nagrihten von allgemeinerem Futeresse für den Verkehr mit der Post und Telegraphie nebst Porto- und Telegrammgebühren-Tarif.

Das Postblatt erscheint vierteljährlich, in der Regel am ersten Tage des Vierteljahrs, und kann dur Vermittelung der Deutschen Reichs-Postanstalten gegen VPorausbezahlung von 1 Mark jährlich, sowie zum Preise von 25 Pf. für die einzelne Nummer bezogen werden.

ï gegangenen Karolinen, Marianen- und A O finden die Taxen | gestellten Dio E Hs gegen s E Taxe Eingetretene Neuerungen sind in Schrägschrift für die übrigen deutschen Schutzgebiete Anwendung. zugelassen, auch sind bei Postkarten Bilderschmuck u | Aufklebungen 9 Ban 4) Mit Brasilien ist ein neuer Packetdienst (direct unter Be- auf der BRückseite insoweit zulässig, als dadurch die Figenschaft nutzung deutscher Schiffslinien) eingerichtet worden. Für Post- | des Ver sendungsgegenstandes als offene Postkarte nicht beeinträchtigt 2 packete nack allen Staaten in Mittel- und Südamerika hat eine Er- wird und die aufgeklebten Zettel u. s. w. der ganzen Fläche nack i 1) Mit dem 1. Januar werden Postwerthzeichen mit einem „mässigung des Portos stattgefunden, namentlich für Postpackete befestigt sind, neuen Markenbilde eingefülrt. Gleichzeitig wird die Zahl der bis 1 kg. 8) Drucksachen in der Form offener Karten dürfen die Grösse arkemoerthe vermehrt; sie wird nach Fertigstellung sämmtlicher 5) Auf Postpackete und gewöhnliche Postfrachtstücke bis 10 4 der Formulare zu Post-Packetadressen nicht wesentlick überschreiten« Terthzeichen Freimarken zu 3, s, 10, 20, 25, 30, 40, 50 und nach Shanghai, Tientsin und Tsingtau können Nachnahmen bi 9) Eine Ersaßpflicht für Einschreibsendun B : i j gen übernehmen zur Zeit Ï80 Pf. zu 1, 2, 3 u. 5 M umfassen. 800 M entnommen werden. j _! noch nit die Vereinigten Staaten von Amerika, Argentinien, Dra- 9) In Marocco sind in den Orten Casablanca, Larache, Ma- | 6) Im Verkehre mit den Straits-Settlemerts und mehreren bri- | filien, von den Britisch-australishen Kolonien: Südaustralien, West- zagan, Mogador, Rabat, Saffi und Tanger deutsche Postanstalten | tisch-westindischen Inseln sind Briefe mit Werthangabe zugelassen. | gustralien und Tasmanien; Canada, die Cap-Kolonie, Gcuador, eingerichtet worden. 7) im inneren deutschen Verkehre sind die durch Kautschuk- | Guatemala, Natal, Oranje-Freistaat, Paraguay und Peru. 3) Auf Briefsendungen nach den in deutschen Besitz über- | buchstaben unter Verwendung eines Stempels oder Typenhalters her-

A. Briefsendungen.

Vorbemerkungen für den Verkehr des Weltpostvereius: | muß so beschaffen sein, daß der Inhalt leiht geprüft werden kann. kehr Deutschlands u. im Verkehr Deutshlands mit den deutschen 1) Verboten E E zu versenden: a. Mustersendungen Waarenproben dürfen keinen Handelswerth haben u. keine anderen Squßgebieten und mit Oefterreih - Ungarn nebst Liechtenstein u. Ì anbere Gegenstände, die für die Postbeamten Gefahren mit si handschriftl. Vermerke tragen, als Namen od. Firma des Absenders, Bosnien-Herzegowina sind au unfrank. Ginschreib-Briefe u. -Poftkarten bringen od. Korrespondenzen beschmußen od. verderben können; Ndresse des Empfängers, Fabrik- od. Handel8zeichen, Nummern, Preise | zulässig, doch müssen Einschreibsendungen gegen Rückschein stets frankirt b. explodirbare, leiht entzündl ie od. gefährliche Stoffe: | u. Angaben bzgl. des Gewichts, des Maßes, der Ausdehnung, ; werden. E Lebende od. todte Thiere u. Insekten. Ueber bedingte Zu- der verfügbaren Menge, der Herkunft u. der Natur der Waare. 5) Leitung der Briefsendungen. Für die Wahl des Bee T laffung von Waarenproben mit Glasfachen Flüssigkeiten Fetten, abs Drucksachen U. Geschäftspapiere, die an einer der Seiten eine fôörderung8weges ift bei Sendungen nach überseeischen Ländern im N färbenden Stoffen, lebenden Bienen, getrockneten od. Tonservirten | Ausdehnung von mehr als 45 em haben, od. nicht mindeftens theil- | Allg. die Bestimmung des Absenders maßgebend. Ist in der Aufs F Thieren geben d Postanst. Auskunft f weise frankirt sind, werden nit befördert. Druckfachen in Rollen- | der Sendungen Beförderungsweg vom Absender nicht angegeben, fo erfolgt E Ferner ist verboten, in gewöhnlihe_ oder eingeshriebene Brief- form, deren Durhmefser 10 em u. deren Länge 75 em nicht | Leitung nah den für d, Postanft. dieserhalb bestehenden Vorschriften. F poftsendungen einzulegen: "a. im Umlauf befindlihe Münzen; übersteigt, find zulässig. Waarenproben dürfen 30 ecm Länge, 20 cem 6) Schiffsbriefe. Sollen Briefe u. |. w. auf Wunsch des | þ. zollpflihtige Gegenstände; c. Gold- od. ¿he Münzen: | Breite u. 10 em Höbe, in Rollenform 30 em Länge u. 15 ew | Absenders mit Sthiffsgelegenheiten die zur regelmäßigen Post- * Edelsteine, S núEladen u. andere kostbare Gegenstände, Durchmefser nit überschreiten. Im inneren Verkehr Deutschlands u. | beförderung niht dienen befördert werden, so hat der Absender auf | wenn das Einlegen od Beförderung derselben durch Geseßgebung der im Verkehr mit den deutshen Schußgebieten sowie mit Oesterreih- | der Aufschrift den Nermerk: Schiff3brief“ (bei Versendung über betr. Länder verboten ift. Absender hat \ich unter eigener Berantwort- Ungarn nebst Liechtenstein u. Bosnien-Herzegowina sind Geschäfts- | hritishe Häfen „Privats Ship“) niederzushreiben, sowie den Abgangs- lichkeit zu unterrichten, ob die zu versendenden Gegenstände mit der papiere als Brief od. Packet zu versenden. hafen u. erforderlihenfalls das Schiff zu bezeichnen. Für Leitung Briefpost in die betr. Länder eingeführt werden dürfen. 4) Einschreibsendungen. Briefsendungen aller Art (Briefe, Post- | der Schiffsbriefe bleiben die Angaben des Absenders allein maßgebend. 2) Postkarten. Einfache Postkarten u, Postkarten mit Antw. | karten, Drucksahen, Waarenproben, Geschäftspapiere) können unter Sgiffsbriefe müssen frankirt sein. (Taxe wie bei Beförderung mit zul., Postkarten dürfen 14 ecm Länge u. 9 ecm Breite nit überschreiten. | Einschreibung abgesandt werden. Bei allen Einschreibsendungen kann regelmäßigen Postdampfern,) i 3) Drucksahenu, Waareuprobeu und Gejchäftspapieren | Absender Bescheinigung über Zustellung der Sendung an den Empfänger Die über Bremen od. Hamburg mittels Reichs-Postdampfer zu darf weder ein Brief, noch eine Mittheilung beigefügt werden, die die | Rückschein verlangen. Im Bereinsverkebr besteht für Ein- | befördernden Sciffsbriefe können unter Einschreibung versandt werden Eigenschaft eigentliher und persönlicher Korrespondenz hat. Verpackung | screibsendungen allg. Frankirungsiwang. m inneren Ver- | (Ginschreibgebühr 20 Pf.).

Tarif für gewöhnliche und eingeschriebene Briefsendungen.

: a, Innerhalb Deutschlands ohne Postanft. bei Vorausbezablung 60 Pf. Bei Eilsendungen nach | mit Dänemark 10 Pf.), für Waarenproben 10 Pf. Meiftgewicht der È und im Verkehr mit den deutschen Schußgebieten und Oesterreich- Oesterreih-Ungarn mit Liechtenstein u. na Bosnien - | Druckfachen und Geschäftspapiere 2 kg, der Waarenproben 350 g. j Ungarn einschl. Bosnien-Herzegowina*) und Liechtenstein. Herzegowina (nur nach Postorten zul.) ift d. Eikbestellgebühr Einschreibgebühr 20 Pf.; Rükscheingebühr 20 Pf. (Rück-

5 25 Pf. stets mit dem to im Voraus -ntrihten. Neb Boi Briefe { franfirt bis 16 8 19 Pf üer 15 g bis 250 g 20 Pf, | dieser Gebühr kann für Sendu as Md pre, aci Y Di a rifepee Dopuafiitipirr enger e Mat ris

d Emyv*änger im Landbestellbezirk - anfantirt bio 15 2 19 PE! über 15 bis 250 & 30 Pf. | eine Grgänzungsgebühr vom Empfänger E E Eilsendungen zulässig nah : Argent. Republ. (nur Buenos Aires,

, S - 1g gEoffarten (einfadhe) 5 Pi, unfrankirt 10 Pi mit Antwor b. ima Verkehr mit allen übrigen Ländern. Rosario, L e gujeftittien (nue St. Lucia), Chile, Bünemark (nur s : Z e : frankirt 20 Pf. | ¿- na Postorten u. mit Aus\{l. von Island, arder, Grönland), Groß- C e E E Lo g A0 De E T 30 Pr Vriefe | unfrankirt 40 Pf. | für je 15 g (ohne Meiftgewicht). | britanniea, Italien C eiber (nur e, MRaNE Siebe A Waar ben bis 950 E Pf ih 25,0—350 Ÿ Pf : Gegenüber Belgien, Dänemark, den Niederlanden u. der Schweiz | Greenville, Harper), Luxemburg, Montenegro, Niederlande, Parcs Ges Pa ftSD i g äßigt ‘Ta er iht lä, , im Grenzbezirk (30 km) ermäßigte Taxe für Briefe, u. zwar e Auen Portugal, Salvador (nur San Salvador), Sa Eins hreibgebühr 20 f. Rücks heingebühr 20 f frankirt 10 Pf., unfrankirt 20 Pf. für je 15 g. nur nach Postorten), Schweiz, Serbien, Siam (nur nah Poftorten) Eilbestellgebühr in eutschland für alle B efsendungen 20 E (einfahe) 10 Pf., unfrankirt 20 Ps., mit Antwort | u. Sierra Leone (nur im Bez. von Freetown).

(eins{chl. Postanwsg. u. Geldbriefe) na oftorien 25 Pf., nah Orten j Eilbestellgeld f. jede Sendung 25 Pf. vorauszu hlen; na À g Post P Drucksachen, Geschäftspapiere, Waarenproben 5 Pf. für | Orten ohne Po tant, (soweit ul werden d. üblichen Eilbestellge ühren,

E aao nach dem Sandschak Novibazar unterliegen den Taxen bes Welt- je 50 g, mindestens jedoch für Geschäftspapiere 20 Pf. (im Grenzverk. unter Anrehnung d. vorausgezahlten 25 Pf., vom Empf. erhoben.

Darif für eingeschriebene Briefsendungen mit Nachuahme. (Briefe, Postkarten, Druksacheu, Waareuproben, Geschäftspapiere.)

Vordbemerkungen. Der Betr der Nanah ist auf der Adreßseite der Sendung i der Währung des Bestimmungzslandes in Ziffern und in Bugstabden ben. Unmittelbar darunter müssen Name und Adresse des enders in lateinishex SHŸrift 7 deutlich niederzeschrieden se R S ul der morene wird der Cingzegons tes nach Abzug der tarifmäßigen En Ne m der Eintiepungsgebüyr von 10 Pf. dem Absender dur Nei Me lerie,

Meist- Meist- Tarif. Meist-

; betrag i ce; betrag Nort betrag Bestimmungsland. einerNach- d Bemerkungen. Bestimmungsland. einer Na- | gorto. | j Ein Bemerkungen. Bestimmungsland. einer Nah- Bemerkungen. nahme. j | nahme. gebühr. nahme.

F Deutschland (Reichs- | Zu Deutschland: | Dänische Antillen . | 360 Kron. Rumänien . 500 Fr.

“had Si vit "* | 800 Mark. Zuglei t st Fraukreicch mit Nonac Zu Italien: li ale vu uad aib min (Nachnahmen au auf Wenn die Ein- | Shweden . . - 720 Kron.

Postaien Briefen, ziehung in Me- | Schweiz . . . . + | 1000 Fr.

demPorto kommi u. Algerien. . - . | 1000 Fr. bühr A M0 f, FralienmitS. Marino

zur Erhebung. _U. Grythrea . 1009 Fr. Für Uebermitte- | Japan obne Formoja | 400 Yen lung des eingezo- | Luxemburg -_. ._. | 800 Mark.

enen Betrages ommt die ge- Niederlaude . E Guld. wöhnl.Postanwei- | Norwegen... 720 Kron. sungsgebühr zur | Oefterreih-Ungarn: Erhebung. a. Oesterrei mit Liechtenste . 1 1000 K. b. Ungarn « « « - 500 K.

R mit Madeira u. Azoren . « « «1 400 M

dungen. für die

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achen u. Waaren- angt wird, \o Tripolis (Afrik :

proben zul.) in der Aufschrift el, ti i‘ 1000 Fr. ein entspr. Zusaß

zu machen. Tunis. . . . . . | 1000 Fr.

Zu Oesterreich- | Türkei :

Üngara: a. Gonftantinopel ers Ctasüeibhriete Car Postamt.) | 800 Mark. reihishes Post- m

ahn. auch b, Beirut, Saloni amt“ od. „bureau

endungen.

__Das gewöhnliGe P o für die en

Belgien . . . . . | 1000 Fr.

Bosnienu- Herzegowina . | 1000 K.

Chile. . . . , , 100 Pesos. ur na beft. Orten.) Dänemark mit Faröer | 360 Kron,

20 Pfennig. 20 Pfennig.

Qu Türkei b.: em Bestim- mungsort ift der Vermerk „Oest

betreffenden betreffenden ewöhnlihe Porto effenden Sendungen.

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Das gewöhnliche pru für die

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20 Pfennig,

unfrankirt zul. und Smyrna de poste autri- (österr. Postanft.) | 1000 Fr. ree] hinzuzus gen.