1900 / 39 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Halle a. S. Dr. M. Maercker und Professor Dr. C. Albert unter Mitwirkung von Dr, W. Swneid-wind und Administrator C. Spallek. Es kommen darin zume| Düngerfragen zur Behandlung; die angestellten Versucbe erstreckten sich nicht nur auf alle wichtigeren Getreide- und Falten, sondern au auf die Zuckerrübenpflanze. Weitere Mittheilungen informieren über die Grgebnisse von Fütterungs- versuhen zur Erprobung praktischer Verhältnisse. Daß die Versuche einwandfrei ausgeführt wurden und die Folgerungen daraus ent- sprechend der modernen Forshung Berücksichtigung fanden, dafür bürgt der Name des Lieiters der Versuhswirthshaft, des Professors Dr. Maercker. Der Praktiker wird in diesen Arbeiten viel Lehrreiches

finden.

Aus Koblenz wird berichtet: Die Weinernte ist in vielen Moselorten beffer, als erwaitet worden, ausgefallen, niht so gut am Rhein und an der Nahe; vor allem im Kreise Neuwied war der Herbst außerordentli gering. In Kreuznach und in Ahrweiler jollen Weinbauschulen auf Kosten der Kreise und der Provinz errihtet werden; während in Kreuznah die Eröffnung der Schule bereits am 1. April bevorsteht, is zur Ecöffnung derjenigen în Ahrweiler noch kein Termin bestimmt.

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern z¿usammengeftellten „Nachrichten für Handel und Industrie.)

Die Gesammteinnahme der russischen Eisenbahnen vom 2 1. Januar bis zum 1. September 1899.

Die Gesammteinnabmen der russischen Eisenbahnen im August 1899 betrugen 42 350 689 Rubel, wovon 41 073 119 Nubel auf die Bahnen des europäishen und 1277 570 Rubel auf diejenigen des asiatischen S entfallen; in dem entspreheúden Zeitraume des Vorjahrs bezifferten sh die Einnahmen auf 39 986 441 Rubel und zwar im europäishen Rußland auf 38577 177 Rubel und im asiatishen auf 1 409 264 Rubel. Die erzielte Mehreinnahme rührt hiernach aus\ch{ließlich aus den Bahnen des europäischen Rußlands her und vertheilte sich auf die im Staatsbetriebe und auf die im Privatbetriebe von Eisenbahngesellschaften befindlihen Bahnen. Die arößten Mehreinnahmen brachten die Jekaterinen-, Kursk-Charkow- Sebastopoler, Wladikawkazer, Moskau - Kasaner, Rjazan-U-al und Südoftbahn. Jm asiatishen Rußland hat sih die Gesammteinnahme vermindert sowohl auf der mittelasiatischen, als au auf der fibirischen Eisenbahn. i j /

Der gewöhnliche Güter- und Personenverkehr belief fih im August 1899 auf 560 752 000 Pud gegen 501 322000 Pud und 8 648 962 Personen gegen 8 398 145 Persoaen im August 1898.

Vom 1. Januar bis zum 1. Sept: mber 1899 erfuhren die Ge- _ sammteinnahmen im Vergleich zu demselben Zeitraum des Vorjahres auf den Hauptbahnen und den Lokalbahnen des europäischen Ruß- lands eine Steigerung um 4,47 9% und auf den asiatischen Bahnen cinen Rückgang um 349%/9 Der Personenverkehr ift fowohl auf den europäischen, als avch auf den asiatis&en Bahnen gestiegen. Auf den ersteren wurden befördert 56 826 358 Perfonen gegen 53 765 226 im Fahre 1898, auf ten leßteren 721 384 Personen gegen 658 215 Per- sonen. Der Güterverkehr betrug 4 175 605 000 Pud im europäischen und 38 334 000 Pud im asiatishen Rußland gegen 3949 911 000 und 40 738 000 Pud im Vorjahre. Die Ausdehnung des Eisenbahn- nezes hat sich bis zum 1. September von 39 280 Werft auf 44103 Werst gesteigert. Während des Monats August sind folgende, dem regelmäßigen Verkehr übergebenen vier Theile der Moskau- Kiew-Voronesser Eisenvahn hinzugekommen: Motkau—Bojanék nit 355 Werft, die Kalugaecr Zweigbahn mit 14 Werst, die Avzweigung nah der Stadt Shizdra mit 9 Werst und die Ab: weigungen in Moskau und Bojansk mit 16 Werst; außerdem is auf dem Theile Michajlowka—Zmijewka der Moskau-Kuréker (Fisenbahn ein zweites Geleise von 27 Werst Länge in Betrieb genommen worden. (Nach

dem Russischen Finanzherold.)

Die Ergebnisse dèr russischen Branntweinproduktion bis zum 1. September 1899.

Im europäischen Rußland find im August des BetriebEéja1hres 189971900 98 278 Vedro wasserfreien Spiritus gegen 95 579 Bedro im MBetriebsjahre 1898/1899 und 93 316 Vedro im Bet iebéjahre 1897/1898 hergestellt worden, mithin mehr 2699 Vedro oder 2,8 °/o und 4962 Vedro oder 5,3 9%. Seit Beginn der Kampagne erreichte die Produktion eine Hôhe von 591562 Vedro gegen 170 620 Vedro im Fahre 1898/1899 und 171 957 Vedro im Jahre 1897/1898, die Mebrproduftion beträgt sonach 420 942 Vedro oder 246,2 9% und 419 605 Vedro oder 2449%%. Die Zahl der am 1. September in Betrieb gewesenen Fabriken ist um 6 höher als im vorigen Jahre 46 gegen 40.

Die sämmtlichen registrierten Spiritusvorräthe beliefen ih am 1. September 1899 auf 7 186 017 Vedro, gegen 8785 334 im Jahre 1898/1899 und 8 220 324 Vedro im Jahre 1897/1898, sie waren also um 1599317 Vedro oder 18,2% und um 1034307 Vedro oter 1,690 geringer als zu demselben Zeitpunkte der beiden vorans gegangenen Jahre. (Nach dem Russischen Finanzherold.)

Rosenöl aus dem Kaukafus.

S&on seit Jahren macht die Verwaltung der Reihsdomänen im Kaukasus verschiedene Versuhe mit autländifhen Nuytflanzen. So hat sie z. B. in Tshalwa in der Nähe von Batum große Thee- plantagen angelegt, die sehr gute Resultate und den Beweis lieferten, daß an verschiedenen Stellen des öftlihen Ufers des Schwarzen Meeres mit Erfolg der Theeftrauh angepflanzt werden kann. Im vorigen Jahre wurden aus Koasanlyk in Bulgarien junae Rojen- sträucher verschrieben und in Kachetien im Gouvernement Tiflis an- gepflanzt. Dieselben baben alle sehr gut angenommen, stark aus- ges und gaben schon im e:stzn Jabre einen ungemein reichen

rtrag, nämli von einer Dessjatin fast ein Pfund Rosenöl und eine Menge Rosenwasser. Die Analyse des Rosenö's ergab ein glänzendes Resultat. Es erwies ih. daß das kaukasishe Rofenöl dem bulgarishen nit nur niht nachsteht, sondern dasselbe noch be- deutend übertrifft. Jofolge dessen hat die Domänenverwaltung im laufenden Jahre neue Pflanzungen angelegt. Da man in Kawetien dur langjäbrige Beobachtungen festgestellt hat, daß Hagelschlog erst nach dem 15. (27.) Mai eintritt, und die Ernte der Rosenblätter {hon Mitte April gesammelt wird, so_ist der jährliche Ertrag völlig gcsichert. (S. Petersburger Zeitung.)

Die Baumwollernte in Turkefstan

‘ist im Jahre 1899 nah den Berichten des Aerbau-Minifteriums ret \chwach auëgefallen. Es wurden kaum 500 000 Pud von geringer Qualität geerntet. (St. Petersburger Zeitung.)

Kohleneinfuhr Italiens über die Häfen von Genua und Savona im Jahre 1899.

Die Kohleneinfuhr Italiens, welche innerhalb dir erften elf Monate 1899 4 537 306 & betrug und gegen den gleihen Zeitraum des Vo1jahres ein Mehr von vngefähr einer halben Million Tonnen aufweist, hat namentli auh, soweit sie über die Häfen von Genua und Savona gegangen ift, eine erheblihe Steigerung erfahren.

Während im Laufe des Jahres 1898 nur 2122618 t Kohlen über den Hafen von Genua eingeführt wurden, betrug die Einfubr im Fabre 1899 2 356 046 t. Hiervon entfällt der bei weitem größte Theil (2 335 613 t) auf englische Kohle.

Die Gründe dieser vermehrten Kohleneinfuhr sind im wesent- lihen in der allgemeinen Zunahme der wirth\s{chaftlihen Entwickelung Ober-Ftaliens zu suchen. Daneben kommt auch die durch den Krieg Englands mit den Südafrikanishen Republiken hervorgerufene Stei- gerung der Kohlenpreise in Betracht, welche die Konsumenten ver- anlaßt hat, von den günstigen Preisfäßen der in der Regel auf das Pan L abgeshlofsenen Kontrakte nah Möglichkeit Nutzen zu ziehen. z

Die englis@e Kohle, welche zu Anfang des Monats Januar 1900 in Genua 46 Lire kostete, ist gegen den Durchschnittspreis des Jahres 1898 um 15 Lire aeftiegen.

Bei diesen Theuerungsverhältnissen hat sich die Kohleneinfuhr aus den Vereinigten Staaten von Amerika, wo die Tonne Kohlen. 10 Shilling kostet, zu denen ungefähr 16 Shilling Frachtkoften hin- zutreten, wesentli geboben. Es sind bereits mehrere Dampferladungen aus Amerika in Genua gelöscht worden, und eine große Menge Kohlen soll sich von dorther noch unterwegs befinden. (Nah einem Bericht des Kaiserlihen General: Konsuls in Genua.)

Portugal.

Zollfreie “Einfuhr von Swiffsbaumaterialien. Auf Grund einer in dem Etat8gesey von 1897 ertheilten, dur das Gefeß vom 26. Juli 1899 bestätigten Ermähhtigung hat die portugiesische Regierung unterm 28. Dezember v. I. eine Verordnung erlassen, wona die zur Reparatur von Schiffen eingeführten Materialien Zollfreiheit genießen sollen und bereits véerzollte, von Händlern für zu reparierende Sch ffe gelieferte Gegenstände Anspru auf Rückerstattung des erlegten Zolls erbalten. ; Ÿ

Die Vergünstigung bleibt auf den Hafen von Lissabon beschränkt, weil fie darauf berehnet ift, fremde havarierte Schiffe zur Vornahme ihrer Reparaturen heranzuziehen, wofür nur in Lifsabon die erforder- lihen Einrichtungen (Trockendocks 2c.) vorhanden find.

Außenhantel der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1899,

Die vom Statistishen Bureau des Bunde3-Schaßamts veröffent- lihten Angaben über die Handelsbeztehungen der Vereinigten Staaten zum Auslande während des Kalenderjahres 1899 bestätigen, daß, wie erwartet, der Außenhandel 1899 zum erften Male in der Handels- geschichte dieses Landes die Werthziffer vo1 zwei Véilliarden Dollars erreicht hat. Thatsächlich ift diefe Werthgrenze fogar noech überstiegen worden; denn die amtliche Statistik giebt den Werth von Ein- und Ausfuhr zusammen auf 2075 321 201 Doll. an. Für die leßten zehn Jahre stellen sih die Werthziffern wie folgt:

1899 ,, .. «. 2075321261 Doll.

1898: ae e L S9ODIOTIA 1897 .. . . . 1842304274 G e LDOTAIGTOZ 189% .. . . . 1628529 483 1808 «E NDOLAEE L 1 D A ed 1892 . . . . . 1857680610 1 A T G O 1890 1 647 139 034

Nur 1823 überstieg der Werth der Waarencinfuhr den der Waarenauésfuhr, und zwar um 18 735 728 Doll.,, während tin den übrigen Jahren die Handelebilanz zu Gunsten der Vereinigten Staaten die folgende war :

A 475 652 021 Doll.

1899 . E 10S a a) c ORODSUSIS

1E So e o D AIS SEO 100 eie ohe D IOO T S9S 1B e o O O0 S9 1E S d ABTIADOOO 18322. . . . . :¿ 202875 686 E e 4 ais. e MODOSGIS 1890 . es O DODISATO

Somit hat das Land während der letzten zehn Jahre an das Ausland für 2 330 164 926 Doll. mehr Waaren geliefert als vom Ausland bezogen. In derselben ¿ebn Jahren hat sih der Außen- handel der Vereinigten Staaten dem Werthe na um 25 9/9 erweitert, eine gewiß erftaunlih shnelle Entwickelung.

Die Werthziffern der Waareneinfuhr und Ausfuhr der Vereinigten Staaten für die lehten fünf Jahre sind die folgenden :

Einfuhr A nsfuhr Doll Doll

; oll. 180A Lee o QOO SOEG2O 1275 486 641 18988. .. . , . 634964448 1 255 546 266 1E s e o ARNDID2IO 1 099 709 045 1 a0 s GOBTDTODOO 1 005 837 241 1895 . 801 669 347 824 860 136

Während somit die Waareneinfuhr im Jahre 1899 die des Vor- jahres im Werthe um 165 000 000 Doll. überstiegen hat, kam sie der Einfuhr des Jahres 1895 nahezu glei. Die Waarenautfußr war dagegen 1899 dem Wertbe nah nur um 20 (00 000 Doll. größer als die des Vorjahres, fie übertraf jedoch die Ausfubr des Jahres 1895 vm über 450 000 000 Doll. U-berhaupt war die Waarenausfuhr der Vereinigten Staaten im letzten Kalenderjahr die größte bisher erreihte.

Bezüglich der Edellmetall- Bewegung liegen für die beiden legten Jahre folgende Ziffern vor: Gold

old.

Einfuhr Ausfuhr Doll

¿ Doll. 1E d L LOCDOS 45 379 411 I d aue: D LODDOS 16 194954 Silber. 1 L BOSECDAI 53 484 680 1898 2e 2D IBEO60 53 797 104

Ueber die Ausfuhr ia den fünf hauptsächlichsten Auésfuhrgruppen des Landes: Broistoffe, lebende Thiere, Pcovisionea, Baumwolle und Mineral-Oel liegen für das letzte Kalendeijahr folgende amilie Ziffern vor. Die Ausfuhr dieser Artikel bewerthete sich 1899 ins- gesammt auf 712 031 925 Doll., was gegen das Vorjahr eine Abnahme um 77 964 082 Doll. erseben läßt, infofera 1898 die Ausfuhr der genannten Erzeugniffe einen Werth von 789 995 103 Doll. erreichte. Die Ahnahme entfällt hauptsählih auf Brotstcffe und Baumwolle; von ersteren sind 1899, im Vergleich zum Vorjahr, für 49 330 090 Doll. und von Baumwolle für 41 000 000 Doll. weniger zur Autfubr ge- langt. Auch lebende Thiere weisen eine Minderautfubr im Werthe von 4 000 (00 Doll. auf, wogegen an Provifionen für 4000 000 Dol. und an Mineral-Oel für 12 000 000 Doll. mehx auëgefübrt worden ist. Die Einzelziffera sind die tolgepnen: ias

9 189

Doll Dell. 308 7573683 259427 283 32 300 966 28 326 642 163 947861 168203 835 Baumwolle . 932437865 191691916 Mineral-Del. 52 551 048 64 982 249 : Zusammen 783995 103 712031 929 Ein Vergleich der Ausfuhr der beiden leßten Jahre in den Haupt- arten von Brotstoffen läßt folgende Zifeen ertehen:

5

1899 Gerste, Bushel 4459319 16 934 092 Mais, Bujbel +205 394 239

Brotstofse .. Lebende Thiere . Provifionen .

L 204 422 687 Maismebl, Fässer . . . 848 125 861 712 Hafer, Bushel. , . . 5 49 883 912 41 003 588 Hasermehl, Fässer . . . . 81293 232 62146 615 Roggen, Bushel. . . . , 15642240 4 868 331 Weizen, Bushel . . .. , 147953 394 108 672 047

Die Ausfuhr an Rind- und nefleish bat zugenommey, ebenso auch die von präserviertem Rindfleish. Geringer war de lebtjährige Ausfuhr, im Vergleich zum De an Speck, Sdhinkey Schmalz und Käse, wogegen in der utter-Auéfuhr anfehnlit i bessere Resultate erzielt worden sind. Die Einzel!ziffern sind d

folgenden:

1898 1899 Rinder-Produkte: nd Deroiers L B ADO DOD 48 895 070

Es . 267 083 714 320 453 781 Gesalzen . 47 786 128 44 892 776 Talg 92 346 437

S{weine-Produkte:

S6 552 736 185 Schinken …… . . . . . 218203189 209368261 Schweinefleish . . . 1367205888 153772432 SŸmalz 721775966 672430818 Oleomargarine ..... 9737473 4519 482 Oleo (Oel). . . . . 136302718 139 792 998

26 582 108

Mil{-Produkte: Bu 14 658 836 33 899 884

Käse 38 759 416 Die amilie Statistik über die Baumwoll-Ausfuhr des leßten Jahres läßt für die vier erften Monate der Saifon 1899 bis 1900, im Vergleih zu den vier leßten Monaten des Jahres 1898, eine Zw nahme des durchs{nittlihen Ausfuhrwerths um 1,7 Cents pro Pfund ersehen. ALODOE erreichte die Baumwoll-Ausfuhr von Anfang Sep, tember bis Ende Dezember 1899 einen um etwa 20 600 000 Doll, geringeren Werth, als in der entsprechenden Zeit des Jahres 1838, Enaland allein hat 1 224 268 Ballen im Werthe von 5 146 000 Doll, weniger erhalten, Deutshland 370 070 Ballen weniger, Frankceih 50 000, Belgien 10 000, Italien 21000, Rußland und Spanien j? etwa 190920 und andere europäische Länder haben 21500 Ballen weniger erhalten als 1898. Dagegen war die Baumwoll-Ausfuhr nah Carada um 13 000 und nah Japan um 73 000 Ballen größer.

Die Ausfuhr an Mineralöl is 1899 im Vergleih zum Vorjahr der Menge nach um 35 460 000 Gallonen zurückgeblieven. LTroydem repräsentierte fie einen um 12430 090 Doll. größeren Werth, und zwar infolge ansehnliher Preiserhöhung des Leuchtöls, obgleich difer Artikel allein der Menge nach ia dec Ausfuhr eine Abnahme von nabezu 40 009 000 Gallonen aufweist, wie aus der nahfolgenden Auf-

tellung ersichtlich: 1898 1899

Gallonen 114915 032 117 683 997 17 026 628 17 904 015 761 152 107 724 562 993 i 63 968 341 69 329 188 A aim a o S 29 418 454 21 544 278

Zusammen -. . 986480610 951024441

Bemerkenswerth ist noch, daß die Gesammtausfuhr über New York zwar andauernd zunimmt, daß aber die Getreide- nnd Mehl» auéfuhr, die früher fast auéschließlich über New York erfolgte, mit diefer Steigerung nit gleichen Schritt hält und fh immec mehr anderen atlantishen und den Golf-Häfen, wie Boston, Baltimore, Philadelphia, New Orleans, Newport-News und Galyefton, zuwendet.

- (Nah der New Yorker Handelszeitung.)

. 618 625 546

Kaliforniens Obsiernte.

Kalifornien erntete im Jahre 1899 5 520 000 Pfund Feigen gegen 4 780 000 Pfund im Jahre 1898 und 3250000 Pfund im Jahre 1897. Die Pfirsih Ernte wird nah dem „San Feanciëco Trade ournal“ auf 28 300 000 Pfund geshägt gegen i0 960 000 Pfund im Fahre 1898 und 27 150 009 Pfund im Jahre 1897. An Aprikosen find 1899 7 000 000 Pfund geecntet worden gegen 8 240 000 Pfund im Vcerjahre und 39125 000 Pfund im Jahre 1897.

Brasilien.

Verbrauchs\teuern. Dur Gesez vom 14. November v. Js, find in Brasilien die Verbrauchtsteuera neu geregelt. Dieselben kommen auch auf die aus dem Ausland eingeführten Artikel zur Anwendung und werden im allgemeinen durch Beibringung von Stempelmarken entrihtet. Der Verbrauchssteuer unterliegen: Taback und Taback- fabrikate, Getränke, Zündhölzer, Salz, Schuhwerk, Kerzen, Parfümerien, pharmazeutishe Spezialitäten, Essig (au Gisiziäure), Kon- serven. Spielkarten, Hüte, Schirme, Mufseline (bengalas) und Gewebe aus Wolle und Baumwolle. Die Verbrauchësteuer be- trägt u. a.: für Liqueure und feine Schnäpse (Klasse 9, Nr. 130 d Zolltarifs) 600 Reis für das Liter oder 400 Reis für die ganze und 200 Reis für die halbe Flasche; für Absinth, Brandy, Cognac (Klasse 9, Nr. 131 des Zolltarifs) 249 Reis für das Liter, 160 Reis für die ganze und 80 Reis für die halbe Flasche; für untergähriges Bier 75 Reis für das Liter, 50 Reis für die ganze und 25 Reis für die halbe Flasche; für Essig 30 Reis für das Liter, 20 Reis für die ganze und 10 Reis für die halbe Flasche; für Eisigsäure 500 Reis für das Kilogramm; für Konserven 25 Reis für die Büchse von 250 g und darunter; für Haarfilzhüte 500 Reis, für Seidenbüte und, Klapphüte 2000 Reis und für Wollhüte 200 Reis pro Stü; ges für Frauen und Mädchen unterliegen je nach dem Werth einer Ver- braussteuer von 200 bis 2000 Reis, ebenso Parfümerien und pharma- zeutishe Spezialitäten von 20 bis 1000 Neis pro Stück. (Diario official vom 19. 11. 1899.)

Einfuhr von Waaren mit Etiketten in portugiesischer Sprache. Gemäß Artikel 45 des in den Vereinigten Staaten bon Brasilien unterm 14. Nooeaber v. J. erlaffenen Verbrauchsfteuer- gesetzes ist es verboten, im Ausland hergestellte Waaren, die mit Etiketten ganz oder theilweise in portugiefisher Sprache versehen sind, in Brafilten cinzuführen, ausgenommen, wenn die Waaren Portugal hergestellt oder die Gtiketiten für brafilianishe Fabriken be- stimmt sind. t

Dur ein Rundschreiben des brasilianis@en Finan¡;-Minifters vom 17. dess. ‘Mts. ist jedoch die Einfuhr von Waaren mit Etiketten in portugiesisher Sprache noh bis zum 30. Jani d. J. gestattet worden.

Philippinen.

Waarenwerthe für die Erhebung der Lösch- und Hafengebühr. Im Artikel 19 des für die Philippinen erlaffenen provisorishen Zolltarifs ift die Zablung der spanischecseits 1896 ein- geführten Zuschlags-Abgabe von 80/6 ad valorem und 100% des Einfuhrzoûs als Auslade- und Hafengebühr beibehalten. (Deutsch:s Handelsarchiv 1896 I, S. 750.)

Die ursprünglihe spanishe Waaren-Werth-Tabeile if jest in englisGer Ueberseßung und Neubearbeitung erschienen. (Translation of Values according to the Official Gazette of Manila. No. August 27, 1896. With corrections. 1899.)

Die Nummern der einzelnen Positionen der Tabelle sind darin abweihend vom spanischen Original mit den Nummern Zolltarifs in Uebereinstimmung gebracht. Diese Anordnung hat piel- fae Umstellungen in der ehemaligen Reihenfolge sowie mehrfa Zusammenfassungen und Trennungen von Einfuhrartikeln zur Folge gehabt, indessen sind diese Aenderungen unwesentliher Natur.

F; der spanischen Tabelle waren die Werthe in Pesetas aus- geworfen; jegt ift die Umrehnung in Pesos erfolat. Die Weitd festsezungen siad fast überall die gleichen geblieben. Wesentlich erhôt ist nur Position 253: „Liqueure und sonstige Alkoholfabrikate“ von 1 auf 109 Pesos für das H.fktoliter.

(Schluß in der Dritten Beilage.)

Die Kobleneirfuhr über den Hafen von Savéna stieg von 506 893 & im Jahre 1898 auf 659446 t im Jahre 1899,

Weizenmehl, Fäfser . 16515 405 18 476 444

. geringe Sorte 13,20 4; 12,50 A Richtstro

Dritte Veilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

M : 39,

Berlin, Montag, den 12. Februar

1900.

Handel und Gewerbe, - (Schluß aus der Zweiten Beilage.)

Konkurse im Auslande. Galizien.

Konkars ist eröffnet über das Vermögen des Leib Haber in Podhajce mittels Beschlusses des K. K. Kreisgerichts in Brzezany vom 5. Februar 1900 No ez. 8. 1/1909. Provisorisher Konkurs- masseverwalter : Advokat Dr. M. Fischler in Podhajce. Wakhltag- fahrt (Termin zur Wabl des definitiven Konkurämasseverwalters) 16. Februar 1909, Vormittags 10 Uhr. Die Forderungen sind -bis A D g E e g Se ei

uidterungstagfa min zur Festftellung der Ansprü , Apr 1900, Vormittags 10 Uhr. t s N y Rumänien.

g. Pecenik u. S. Grünberg in Galayß. Anmeldung der

Forderungen bis 7. Februar 1900. Termin für die Verifikation:

17. Februar 1900. sac Berner in Galaß. Anmeldung der Forderungen bis

J 16. Tr 1900. Termin für die Verifikation: 3. März 1900. del Natansohn in Galay. Anmeldung der Forderungen bis 12. Februar 1900. Termin für die Verifikation: 24. Fe-

bruar 1900. Serbien.

Nikola Philippowitch u. Wassilije D. Stojanowit, Kaufleute in Alexinaß. Anmeldetermin: 10. März 1900. Ver- handlungstermin: 12. März 1900.

# Bulgarien.

Das Kreisgeriht von Sofia hat über das Vermögen des Kauf- manns Maxim Sachakow und des Bauholzhändlers Lambri Pop Alexiew, beide zu Sofia, den Konkurs verhängt.

Täglihe Wagengestellung für Koblen und Koks an der Ruhr und ta Oberschlesien.

An der Ruhr find am 10. d. M. gestellt 16 116, nit reŸt- ¡eitig gestellt keine Wagen.

In Oberschlesien sind am- 10. d. M. gestellt 6070, nit ret» zeitig geftellt 25 Wagen.

Berlin, 10. Kebruar. Marktpreise nah Ermittelungen des Königlichen DOEE S (Höchste und Mere Preise.) Per Doppel-Ztr. für: *Weizen 15,20 M; 14,00 A *Roggen 14,30 4; 13,70 M “Futtergerste 13,00 #; 13,00 Hafer, gute Sorte 15,00 4; 14,20 A Mittel-Sorte 14,10 A. ÿ 13,30 A

400 M; 3,66 M Heu 6,80 4; 4,10 4 Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00 6; 25,00 6 **Speisebohnen, weiße, 45,00 A; 25,00 M *Linsen 70,0 M; 30,00 A Kartoffeln 7,00 M; 5,00 A Rindfleish von der Keule 1 kg 1,60 4; 1,20 Æ dito Bauchfleish dw 1,20 MÆ; 1,0 A Schweinefl:ish 1 kg 1,60 M; 1,10 M Kalbfleisch 1 kg 1,80 4; 1,00 4 Hammelsleisch 1kg 1,60 M; 00 A Butter 1 kg 2,60 4; 2,00 4 Eier 60 Stü M; 3,00 M. Karpsen 1 kg 2,20 ; 1,20 A Aale 1 kg : 1,40 A Zander 1 kg 2,50 M; 1,00 A Hechte 1 kg M; 1,00 A Barsche 1 kg 1,60 #; 0,80 s Stleie kg 2, L L Bleie 1 kg 1,40 4; 0,80 (A Krebse 60 Stück 12,00 4; 3,00 M

* Ermittelt pro Tonne von der Zentralstelle der preußischen Land- wirthshafskammern Notierungsstelle und umgerehnet vom Mole us für den Doppelzentner.

** Pleinhandelspreifse.

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Ausweis über den Verkehr auf dem Berliner Shlahtviehmarkt vom10. Februar 1900. Zum Verkauf standen: 4986 Rinder, 1388 Kälber, 7383 Schafe, 9459 Schweine. Mark t- preise nah den Ermittelungen der Preisfestsezungs-Kommission: Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 kg S lachtgewiht in Mark (bezw. für 1 Thile, in Pfg.): Für Rinder: Ochsen: 1) vollfleishig, au8gemästet, höchsten Shlachtwerths, höchstens 7 Jahre alt, 61 bis 65 ;

2) junge fleisdiae, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 57 bis

61; 3) mäßig genährte junge und. gut genährte ältere 55 bis 56; 4) gering aeaen edes Alters 50 bis 54. Bullen: 1) voll- leishige, höchsten chladtwerths 59 bis 63; 2) mäßig genährte ngere und gut genährte ältere 54 bis 58; 3) gering genährte 50 is 53, Färsen und Kühe: 1) a. vollfleishige, ausgemästete Färsen höchsten SGtatmert bis —; b. vollfleishige, aus- gemästete Kühe höchsten Schlachtwerths, böhstens 7 Jahre alt 93 bis 54; 2) ältere ausgemästete Kühe und weniger gut ent- widelte jüngere 51 bis 53; 3) mäßig genährte Färsen und Kühe 48 bis 50; 4) gering genSrie ärsen und Kübe 44 bis 46. Kälber: 1) feinste Mastkälber (Vollmilhmast) und beste Saugkälber 72 bis 74; 2) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber 65 bis 62; 3) geringe ugkälber 55 bis 60; 4 altere gering genährte Kälber (Frese 45 bis 50. Schafe: 1) Mastlämmer und Jüngere Masthamme §1 bis 64; 2) ältere Cme 55 bis 60; 3) mäßig genährte mmel und fe (Merzschafe) 49 bis 54; 4) Holsteiner Nieverungs- fe bis —, auch pro 100 Pfund Lebendgewiht bis „#4 —Sch{weine: Man zahlte für 100 Pfund lebend (oder 50 kg) mit 2 % Tara-Abzug: 1) voleisGiee, kernige Schweine feinerer Rassen und deren Kreuzungen, höchstens 14 Jahr alt: a. im Gewichte von 220 bis 3C0 Pjqund 46 bis —; b. über ‘300 Pfund lebend (Käser bis —; 2) fleishige Schweine 44 bis 45; gering entwielte 40. is 43; ferner Sauen und Eber 41 bis 43 4

Berlin, 10. Februar. (WochenberiYt für Stärke, Stärke- fabrikate und Hülsenfrüchte von Max Sabersky, Berlin W.) Ia, Kartoffelstärke 192—204 A, -Ia. Kartoffelmebl 19}7—20{ M, Ila, Kartoffelmebl 164—18 M, Feuchte Kartoffelstärke (Fracht-

ät F 10,50 M, gr Syrup, 22—22} M4, Kap.-Sycup

—23 M, Érport 233—244 M4, Kartoffelzucker gelb 22—22i , Kartoffelzucker ap. 23{4—24,6, Rum-Kuleur 36—37 &, Bier-Kuleur 35—36,46, Dextrin gelb u. weiß [a. 26—27 4, do. selunda 234—244 4,

‘jenftärke (Teinft.) 36—37 #4, (großft.) 37—38 #, Hallesche und Sélesishe 39—40 #4, Schabestärke 33—34 6, Reisstärke (Strahlen) 9—50 M, do. (Stüden) 47—18 M, Maisstärke 30—31 #4 Viktoria - Erbsen 20—23 #(&, Kocherbsen 17—19 A, grüne Erbsen 18—20 , Yultereeblen 134—144 4, inl. weiße Bohnen 18—20 4, Flachbohnen 19—21 4, Ungar. Bohnen 18—18{ M, Galiz - ruf. ohnen 164—174 4, große Linsen 34—42 #4, mitt! 0. 28—32 M, Heine do. 22—26 4, weiße Hirse 20—22 #, gelber Senf 24—32 4, Hanfkörner 20—22 „#6, Winterrübsen 214 bis d h, Winterrays 22—224 #, blauer Mohn 45—483 M, weißer p #8—52 46, Buchweizen 14—16 #4, Wicken 133—14 #4, Pferde- anen 134—14 M, Mais loko 105—103 #4, Leinsaat 23—-24 , 1g mel 54—58 ôn inl. Leinkuhen 16F—17 Æ, do. ruff. do. A8 «6, Rapskuchen 12}—13} #, Ia. Marseill. Grdnußkuchen

—16} 4, Ia. doppelt gejiebtes Baumwoll - Saatmehl 58—862 °/g

s{lempe 14—15 „G, Maishlemp?e 133—14 4, Malzkeime 82 bis 9 4, Roggenkleie 10—10} M, Weizenkleie * A tale per 100 kg ab Bahn Berlin bei Partien von mindestens 10 000 kg.)

Vom Berliner Pfandbrief-Fnstitut d Ende Januar 1900 18879300 A 37 Au 21 642000 p 4 9/0 ige, 45 780 300 M 44 9%/oige, 9728 100 A 5 V/oige alte Pfand- briefe und 16194500 M 39/!ge, 47136100 A 3E9%%/%ige und 1191900 A 49°/oige neue, zusammen 160 462 200 A Pfandbriefe auêgegeben worden, wovon noch 9 203 409 M ige, 7 859 700 M 4 °/oige, 7 543 200 A 44 °/oige, 1377300 Æ 5 °/oige alte Pfand- briefe und 15853 800 Æ 39/oige, 46500100 A 3E %ige und 1191900 M 4°/oige neue, zusammen 89 520 400 # Pfandbriefe von den Grundftückseigenthümern zu verzinsen sind. Es find in der Zeit vom 1. Februar 1898 bis Ende Januar 1900 165 Grundstücke mit einem Feuerkafsenwerth von 29 256 825 4 zur Beleihung mit neuen Berliner Pfandbriefen angemeldet worden; von den darauf erfolgten Zusicherungen find noch niht abgehoben 9 692 900 A

Der „Deutsche Beton- Verein“ hält am Freitag, den 16., und Sonnabend, den 17. Februar, Vormittags 10 Ubr, im kleinen Saale B des Architekten: Vereinshauses hierselbst, Wilhelmstraße 92, seine d Sidi A P P ab. 6

om ubrkohlenmarkt beri®tet die- in Essen er- scheinende Wochenschrift „Glückauf“: Im M nat Januar j ift die Förderung gegen den Dezember außerordentlih gewachsen und hat etwa 10 000 t arbeitstägliÞh mehr betragen als im Januar 1899, Gbenso ift der Versand sehr viel größer gewesen als im Vormonat und hat etwa denselbrn Umfang erreiht wie im Monat November, der die bisher höchsten Versfandziffern aufgewiefen hatte. Troy dieser ungewöhnlich hohen Leistung if eine Erleichterung der Marktlage noch nicht eingetreten. Mit dem ungewöhnlichen An- steigen der Nachfrage hat selbst ie sebr gesteigerte Förderung nicht Schritt zu halten vermocht. Das Koblensyndikat hat infolgedefsen ‘auh im vergangenen Monat nicht alle Anforderungen befriedigen können. Alle Anträge auf Lieferung nah Punkten außer- halb des Absagzgebietes, besonders nah dem Auslande, die infolge der herrshenden allgemeinen Kohlennoth in Oesterrei, Frankreich, Italien u. \. w. in großer Menge einliefen, sind sämmtlich abgelehnt. Die Rheinschiffabrt ift im Januar d. JI., der Jahretzeit ent- sprechend, in vage eN Betrieb gewesen, nur gegen Ende des Monats traten infolge der durch das Hochwasser behinderten Ver- ladung in den Häfen einige Störungen auf. Die Vorräthe am Ooer- rhein sind e: zum fleinften Theile wieder ergänzt, doch wurde der Koblenmangel bisher dort niht sebr stark empfunden. In Gas- kfoblen hielt das allgemeine Drängen auf Lieferungen an, ebenso bestand die Knapvheit in Gasflammkohlen unverändert weiter. Auch bei den Fettkohlen war keine Erleichterung der Marktlage zu bemerken. Besonders empfindlich machte sich der Mangel an Koks- kohlen bemerkbar. Auf dem Koksmarkt hat au im Berichtêmonat, tros einer Meehrprodufktion von 6s 9/9 gegen den Januar 1899, die starke Nachfrage nicht ganz befriedigt werden können. Die Vorräthe auf den Hütten sind überall unbedeutend. Der Absay an Breh- und Siebfofs blieb der Jahreszeit entsprehend günstig, Für das Jahr 1900 liegen Gesammtlieferungs - Verpflichtungen in Höhe von 7 379 385 & bor, sodaß über die Koksproduktion des laufenden Jahres fast vollständig verfügt ift. In Magerkohlen trat im Berichts- monat keine Abschwächung der sehr lebhaften Nachfrage ein. ‘An Briquets wurden im Januar 125 185 & (Betheiligungsziffer 119 870 t) abagefeyt, gegen 101 810 & (98355 t) im Januar 1899. Die von den Zechen für das Jahr 1900 angemeldeten Briquetmengen sind seit einigen Wochen vollständig ausverkauft.

Vom rheinish-westfäli|chen Koblenmarkt berichtet die „Köln. Ztg.“ : Die Lage des Kohlenmarktes hat sich wentg verändert. Der f: ühere scharfe Koblenmangel hat jüngst etwas na- gelafsen. Die Absatz fern für Januar weisen gegenüber dem Vorcr- jahr abermals eine beträhtlih2 Steigerung auf. Der Hauptantheil enttällt jedoch auf den Selbstverbrauh der Zehen. Die Verladungen nach den Rheinhäfen waren ziemlih umfangreich, die Verschiffungen auf dem Rheine felbst indessen häufizen Schwankungen unteiworfen. Mit der Erneuerung der Ende März ablaufenden Hâändlerverträge ift das Syndikat jetzt beschäftigt. Die Abschlüsse mit den Werken sind arößtentheils bis zum 1. April 1901 bereits verlängert worden. Die Preigaufs@läge (1 „G die Tonne für Förder- und bestmelierte Koblen, 1,25 A für Stücke und Nüsse fowie 2 die Torne für Kokeskohlen) entspreben den ftark gestiegenen und Heständig noch fteigenden Selbstkosten. Das Ausfahrgeshäft rubt: infolge des starken SFnlandsbedarfs nunmehc fat ganz, Was die einzelnen Sorten anlangt, so müssen die fortgeseßt in größerem Um- fange begehrten Mehrlieferungen in Gaskohlen abgelehnt werden. Ebenso bleiben in Gasflammkohlen die Lieferungen hinter den Anforderungen dauernd stark zurück. Dasselbe gilt binsictlich der Fettkohlen, für die die Lage immer schwieriger wird. Koks8- fobhlen baben au weiterhin den Hütterw-rken etwas reih- licher zugeführt werden können; die verfügbaren Mengen genügen indeß noch in keiner Weise. Für Magerkoblen und Eßkohblen ist die günstige Marktlage unverändert. Auch ift in Briquets der Begehr so rege geblieben, daß die'Fabriken den Ab- ruiungen niht pünklih nahzukommen vermögen. Die stärkste Nach- frage berrscht indessen anhaltend in Koks. Troß der boben Grieugung von folhem bat der Mangel erst wenig nachgelafsen, und die Hoch- ofenwerfe befinden sh noch in steter Verlegenheit. Die Wagen- gestellung und die Abfuhr von den Zechen war auch in den verflossenen beiten Wochen im allgemeinen eine durhaus geregelte.

Die Einnahmen der Lübeck- Büchener Eisenbahn betrugen im Monat Januar 1900 provisorisch 396 865 # gegen _387 174 A im Monat Januar 1899, mithin mehr 9691 M

A dreßbuch für Postkartenhersteller und -Verleger sowie für Fabrikanten / von Posikarten-Alben. Verlag von Otto Sei ffert Nachf. in Berlin W., Friedrichstraße 75. Preis 2 M —. Mit der Herausgabe dieses Adreßbuhs wird einem Bedürfniß ent- sprochen, das sich auf dem Postkartenmarkt längst füblbar gemacht hat. Das Buch enthält ein nahezu vollständiges Adrefsenmaterial von etwa 1500 Fir- men, die sih entweder mit der Herstellung oder mit dem Verlag von Ansitékarten befassen; außerdem sind etwa 50 Fabrikanten von Postkarten-Alben sowie cine Reihe von Agenten aufgeführt. Eine besondere Bedeutung für den Postkartenhändler hat dieses Adreßbuch infolge des Umstandes, daß die Posikarten-Hersteller und Großrverleger darin ihre Sondergattungen von Anfichtekarten angegeben haben und die tehnuiich-:n Gebiete näher bezeihnen, auf denen sie bei der Herstellung von Karten in erster Linie leistungsfähig find, fodaß jeder, der Karten anfertigen lafsen will, aus dem Adreßbuch zu entnehmen vermag, an wen er sih zu wenden hat. Auch viele Ver- leger haben dic Kartengattungen angegeben, die sie vectreiben. Das gesammte Adressenmaterial ift üdersihtlih nach dem Alphabet der Orte geordnct, sodaß tas Bu als ein zuverlässizer Wegweiser auf dem Poftkartenmarkt und allen oftfarten-Interessenten, ir8besonde.e S ry Ladengeschäften dieses Fahes, als Nachschlagebuh empfohlen werden kann.

Breslau, 10. Februar. (W. T. B.) Sluß-Kurse. Schles. 9/o L.-Pfdbr. Litt. A. 96,45, Breslauer Diskontobank 119,40, “Breslauer Wechslerbank 107,70, Kreditaktien —,—, Schlesischer Bankverein En

3t—144 4, helle getr. Biertreber 11—114 „4, getr. Getreide-

Breslauer Spritfabrik 172,00, Donnersmark 254,99, Kattowityer

244,25, Oberschles. Eis. 139,00, Caro enscheidt Akt. 180,50, Oberschles. Koks 165,00, Oberschles. D Le, Opp. Zem 179,75, Giesel Zem. 177,50, L.-Ind. Kramsta 164,00, Schles. Zement 231,00, Schl. Zinkh.-A. —,—, Laurahütte 277,90, Bresl. Oelfabr. 83,50, - Koks-Obligat. 98,00, Niederschles. elektr. und Kleinbahn- ejellichaft 88,75, Cellulose Feldmühle Kosel 171.00, Oberschlefische ankaftien 115,009, Emaillierwerke „Silesia* 156,00, Schles. Elektr.- und Gasgesellschaft Läitt. A. 126,00 Br.,, do. do. Litt. B. “V Mcabes 10. Feb agdeburg, 10. Februar. (W. T. B, uckerberiht. Kornzucker exkl. 88 9%/0 Rendement 10,50—11,00. L N n L 75 9/9 MRendement 8,50—8,70. Rubig. Brotraffinade I. 24,00, Brotraffinade IL. 23,75. Gem. Raffinade mit Faß 23,87:— 24,2%. Gem. Melis I. mit Faß 23,25. Fest. Rohzucker I. Pro- duft Transito f. a. B. Hamburg pr. Februar 10,15 Gd., 10,174 Br., e i R pr. o La bez., 10,15 Br., . Augu ; e: 10; r., pr. Oktober-Dezember 9,47 V A Br. Ruhig S y / E rankfurt a. M., 10. Februar. (W. T. B.) SMhluß- e. Lond. Wechsel 29,493, Pariser do. 81,383, Wiener T Rate 39% Reichs-A. 88,60, 3 9% Hessen v. 96 86,00, Italiener —,—, 3% port. Anl. 23,40, 50%/% amort. Rum. 95,00, 49/6 ruf}. Konf. 99,70, 49/0 Ruf}. 1894 99,60, 4%, Spanier 68,39, Konv. Türk. 23,10, Unif. Egypter 105,80, 5 9/6 Mexikaner y. 1899 98,90, Reichsbank 155,00, Darmstädter 146,50, Diskonto-Komm. 196,10, Dresdner Bank 165,39, Mitteld. Kredit 116,70, Nationalbank f. D. 146,40, ODest.- ung. Bank 126,50, Oeft. Kreditakt. 238,50, Adler Fahrrad 212,10, Allg. Elektrizität 259,00, Schuckert 239,90, Höchst. Farbwerke 388,50, C R er fr Ha Laurahütte 277,00, Lom- arden 27,60, Gotthardbahn 142,00, ittelmeerb. 98,70, 4 Diskontobank 119,50, Privatdiskont 313/15, gar Effekten-Sozietät. (Schluß.) Oefterr. Kredit-Aktien 238,10, ranzosen —,—, Lomb. —,—, Ungar. Goldrente —,—, Gotthardbahn 41,90, Deutsche Bank 213,49, Disk.-Komm. 196,20, Dresdner Bank —,—, Berl. Handelsgef. —,—, Bochumer Gußst. 273,90, Dort- munder Union —,—, Gelsenkirchen 210,20, Harpener 227,20, Hibernia —,—, Laurahütte 276,00, Portugiesen —,—, Jtalien. Mittelmeerb. ——, _Schweizer Zentralbabn 144,70, do. Nordostbabn 93,90, do. Union 79,709, Italien. Méridionaux. —,—, Schweizer Simplonbahn 87,70, Mexikaner —,—, Italiener 94,40, 3 9/9 Reichs-Anleibe —,—, Schutert 239,65, Breslauer Diskontobank 119,30, Spanier 68,70, Das o. Feb n,*10. Februar. (W. T. B.) Rübs3l loko 56,00 pr. Mai 54,80. y i A

Dresden, 10. Februar. (W. T. B.) 3% Sächf. Rente 87,10, 3# 9/0 do. Staatsaxnl. 98,50, Dresd. Stadtani. v. 93 95,50, Alg. deutshe Kred. 199,50, Berliner Bank —,—, . Dresd. Kreditanstalt 125,50, Dresdner Bank 165,00, do. Bankverein 120,00, Leipziger do. 176,00, Sächsischer do. 135,25, Deutsche Straßenb. 155,00, Dresd. Straßenbahn 175,00, Dampfichiffahrtë-Ges. ver. Elbe- und Saalesch. 144,00, Sächs. Böhm. Dampfschiffahrts-Ges. 265,00, Dresd. Bau- gefellss. 220,00. 10 Gas B

_ Leipzig, . Februar. (W. T. B.) S@&luß-Kurfe. 3 9% Sächsische Rente 87,00, 34 9/0 do. Anleihe 98,50, Sesterreibisde Banknoten 84,60, Zeiger Paraffin- und Solaröl-Fabrik 133,50, Mansfelder Kuxe 1293,00, Leipziger Kreditanstalt - Aktien 199,00, Kredit- und Sparbank zu Leipzig 121,75, Leipziger Bank-Aktien 175,75, Leipziger Hypothekenbank 136,00, Sächsische Banks Aktien 135,00, Sächsische Boden- Kredit-Anftalt 127,00, Leipziger Baumwollspinnerei-Aktien 174,00, Leipziger &ammgarn-Spinnerets- Aktien —,—, Kammgarnspinnerei Stöhr u. Co. 176,00, Wern- hausener Kammgarnspinnerei —,—, Altenburger Aktienbrauerei —,—, Zuckerraffineriz Halle-Aktien 115,00, „Kette“ Deutsche Elb- shiffahr1s - Aktien 86,00, Große Leipziger Straßenbahn —,—, Leipziger EGlettrishe Straßenbahn 124,50, Thüringisl)e Gags- Gesellschafts. Aktien 252,00, Deutsche Spißen-Fabrik 225,00, Leipziger Elektrizitätswerke 116,00, Sächsishe WoUgarnfabrik vorm. Tittel u. Krüger 155,75, Elektr. Kleinbahn im Mansfelder Bergrevier 93,50.

Bremen, 10. Februar (W. T. B.) Börsen-Sc{lußberichr. Naffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierung der Bremer Petroleum- Börse.) Loko 8,45 Br. Schmalz. Fest. Wilcox in Tubs 33 &, Armour fhield in Tubs 33 Z, andere Marken in Doppel- Eimern 333—84 4. Speck. Sehr fest. Short clear middl. loko 324 „4. Reis sehr fest. Kaffee fest. Baumwolle ruhiger. Upland middl. loko 464 &. TabaÆ. 380 Paden Java.

Kurse des Effekten - Makler - Vereins. Norddeutsche Wollkämmerct und Kammgarnspinnerei-Aktien 183§ bez. Norddeutsche Lioyd-Aktien 124 Gd. Bremer Wollkämmerei 312 Gd,

Hamburg, 10. Fevruar. (W. T. B.) Schluß-Kurse. Hamb. Kommerzb. 122,15, Bras. Bk. f. D. 164,75, Lübeck-Büchen 160,50, A..C. Guano-W 110,50, Privatdis?ont 33, Hamb. Padetf. 127,75, Nordd. Lloyd 125,00, Trust Dynam. —,—, 30%/9 Hamb. Staats- Anl. 87,00, 34% do. Staatsr. 100,25, Vereinsbank 171,00, 6% Chin. Gold-Anl. 104,00, Schuckert —, Hamburger Wechslerbank 125,50, Breslauer Diskontobank 119,60, Gold in Barren pr. Kilogr. 2790 Br., 2786 Gd., Silber in Barren pr. Kilogr. 81,75 Br., 81,25 Gd. Wechselnotierungen: London lang 3 Monat 20,34 Br., 20,30 Gd., 20,324 bez., London kurz 20,525 Br., 20,484 Gd., 20,504 bez., London Siht 20,54 Br., 20,90 Gd., 20,52 bez., Amsterdam 3 Monat 168,10 Br., 167,70 Gd., 168,00 bez., Oest. u. Ung. Bkpk. 3 Monat 83,55 Br., 83,25 Gd., 83,50 bez, Paris Sicht 81,60 Br., 81,30 Gv., 81,46 bez., St. Petersburg 3 Monat 213,50 Br., 213 Gd, 213,5 bez, New York Sicht 4,22 Br., H “f 4,21 bez., New York 60 Tage Sicht 4,184 Br., 4,14} Gd.,

U ez. Getreidemarkt. Weizen behauptet, holfteinisher loko 147— 150. Roggen behauptet, mecklenburg. loko neuer 140—144, russischer loko tubig, 106. Mais fest, 984. Hafer stetig, Gerste fest. Nüböl fest loko 53. Spiritus stetig, pr. Febr. 204, pr. Febr.-März 208, pr. März-April 19#, pr. April-Mai 193. Kaffee behauptet, Umsaz 3000 Sack. - Petroleum anregungélos, Standard white loko 8,35.

Kaffee. (Nachmittagsberiht.) Good average Santos pr. März 374 Gd., pr. Mai 38 Gd., pr. September 383 Gd., pr. Dezember 394 Gd. Zudckermarkt. (Schlußbericht.) Rüben - Rohzudcker I. Produkt Basis 88 9/6 Rendement neue Usance, frei an Bord Ham- burg pr. Februar 10,124, pr. Márz 10,074, pr. Mai 10,12, pr. August 10,30, pr. Oktober 9,50, pr. Dezember 9,90. Stetig.

Wien, 10. Februar. (W. T. B.) (Schluß-Kurse.) Oester- reihishe 41/5 %/0 Papierrente 100 00, ODesterreihishe Silberrente 99,90, Oesterreihishe Goldrente 99,20, Oesterreihishe Kronenrente 99/65, Ungarishe Goldrente 98,99, do. Kron.-A. 94,25, Oesterr. 60er Loofe 13800, Länderbank 118,25, Oefterr. Kredit 237,75, Union- bank 156,00, Ungar. Kreditb. 189,00, Wiener Bankverein 136,75, Böhm. Nordbahn 158,00, Buschtiehrader 307,00, Elbethalbahn 125,75, Ferd. Nordbahn 299,50, Oefterr. Staatebahn 136,90, Lemb.- Czernowit 144,60, Lombarden 24,90, Nordwestbabn 119,75, Pardubiger 84,00, Alp.-Montan 273,50, Amfterdam 200,50, Berl. Scheck 118,16, Lond. Scheck 242,25, Pariser Scheck 96,224, Napoleons 19,25, Mark- noten 118,15, Rufs. Banknoten 255,50, Bulgar. (1892) 86,50, Brüxer —,—, Prager Eisenindustrie 594 C0, Hirtenberger Patronen- fabrik —,—, Bau- und Betriebsgesellshaft Litt. A. 140,00, Litt. B.

135,00, Berl. Wechsel —,——, Lond. Wechsel 242,35.

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