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genannten Schiffe verfolge den Zwe>, die Bereitwilligkeit Oesterreih-Ungarns zu erkennen zu geben, mit den übrigen Mächten an dem gemeinsamen, im Jnteresse der Humanität und Zivilisation unternommenen Werkè mitzuwirken. Die Solidarität Oesterreih-Ungarns mit den anderen Mächten finde ihren Ausdru> in der dem Geschwaderkommandanten ertheilten Weisung, in allen auf die militärishen Aktionen bezüglihen Fragen im engsten Einvernehmen mit den anderen YAdmiralen vorzugehen.

Großbritannien und Frland.

Jn der gestrigen Sißung des Oberhauses richtete, nah einér Meldung des „W. T. B.“ aus London, -das Mitglied Wemyß an den Premier-Minister Lord Salisbury die Frage, ob es richtig sei, daß einer der britis<hen Militär-Attachés die Ansicht ausgesprochen habe, Großbritannien müsse sih für den Monat November berèit halten. Wemyß fragte weiter, ob die Lage in Europa weniger beunruhigend sei als - zur Zeit der Rde, welche Salisbury am 9. Mai in der Primrose-Liga ge- halten habe, und ob Lord Salisbury davon überzeugt s\ci, daß die Vertheidigungsmittel Großbritanniens dazu hinreichten, jeden Versuch einer Jnvasion hinfällig zu machen. Den Namen des bétreffenden Attahés zu nennen, lehnte Wemyß ab. Der Premier - Minister Lord Salisbury erwiderte, im Monat November sei nur ein Sternshnuppenfall zu erwarten. Was seine Rede vom 9. Mai betref, so habe er damals nur die Haltung der auswärtigen Mächte gegenüber Großbritannien auseinandergeseßt. Es sei durhaus richtig gewesen, zu sagen, daß die fremden Mächte Großbritannien gegenüber den besten Villen zeigten und nihts gethan hätten, " worüber Groß- britannien sih beklagen fönnte, und nichts in ihrer Haltung zu der Ansicht berehtige, daß sie Großbritannien übel ge- sinnt seien. Er habe damals erklärt, daß in manchen Theilen der Erde in den Organen der öffentlihen Meinung Anzeichen vorhanden seien, die in Großbritannien zu Bedenken Anlaß geben müßten. Seine (des Redners) Absicht, als er die Aufmerksamkeit seiner Landsleute auf diesen Stand der Dinge gelenkt habe, sei die gewesen, seine Landsleute da:an zu erinnern, daß sie fh nicht zu sehr auf die korrekte, wohlwollende Haltung der auswärtigen Regierungen verlassen, sondern daran denken sollten, daß \chließli<h die Regierungen von den Gefinnungen des Volks, das sie regieren, beeinflußt würden, und daß, wenn diese Gesinnungen feindlich seien, die nöthigen Schlüsse daraus gezogen werden müßten. Er habe damals nicht auf irgend eine unmittelbare Gefahr oder auf die - Nothwendigkeit eines unverzüglihen Vor- gehens, sondern nur darauf hingewiesen, daß die Ver- mehrung der Verkehrsmittel jeder Nation Pflichten auf- erlege. Soweit seine (des Redners) Kenntniß gehe, sei das Vertheidigungs\system Großbritanniens so wirksam wie je zuvor; die Regierung glaube deshalb aber nicht, von der Pflicht entbunden zu sein, über die Organisation zu wachen und zu veisuchen, jede Verbesserung einzuführen, welhe die Er- fahrung anrathe. Die Regierung werde fortfahren, das Ver- theidigungssysiem auëzubauen, sie weise die Behauptung zurü, daß sie nicht die nöthige Sicherheit gegen die Möglich- feit einec erfolgreihen Jnvasion geschaffen habe, die nur von Napoleon einst geträumt worden sei und jeßt von kciner fremden Macht mehr auch nur für möglich gehalten werde. Wenn Wemyß Gründe für die Möglichkeit einer Javasion anführen könne, so möge er es thun; wenn er es aber nicht könne, fo erweise er seinem Lande: durch die beständige Wiederholung oa Befürch- tungen und unbegründeter Verdächtigungen keinen Dienst. Lord Rojebery sührte aus, die Lage der Dinge möge sh seit Lord Salisvury's Rede gebessert haben, aber nicht überall; denn niemand kônne den Fuß auf den Kontinent seßen, ohne

u bemerken, daß Großbritannien von einer Atmosphäre von eindschaft umgeben sei, wie sie die Geschichte des Landes niemals aufzuweisen gelsabt habe. Lord Salisbury's Versicherungen seien niht überzeugend. Der Rednex habe niemals den Höchst- kommandierenden Wolseley im Hause gesehen, um den Ver- sicherungen der Regierung Gewicht zu verleihen. Eine einzige Erklärung Woiseley's, daß die Nation für alle Zufälle vor- bereitet sei, würde mehr überzeugen als tausend Reden in der Primrose-Liga. Einige wenige beruhigende Worte, begründet auf Erfahrung und Kenntniß der B:reitshaft Großbritanniens für Eventualitäten, die in diesem oder im nächsten Jahr cin- treten könnten, würden ein hoher Troft sein. Der Staats- sekretär des Kriegsamts Marquis of Lansdowne bemerkte, abgesehen von der großen Armee in Süd-Afrika, seien in Groß- britannien selbst mehr Leute unter den Waffen, als Bara>en für fie vorhanden seien. Kimberley sprah si<h gegen die Zumuthung Lord Rosebery's aus, daß der Oberbefehlshaber e Ben Jou Armee über politishe Argelegenheiten im Hause rechen Jolle. i Dem Unterhause legte gestern der Parlaments-Sekretär des Kriegsamts Wyndham einen Nachtrags - Etat von 111/, Mill:onen Pfund Sterling vor, wobei er bemerkle, daß hierin die Ausgaben bis Ende Februar 1901 eingeschlossen seien und daß von der ganzen Summe auf China 3 Millionen entfielen. Für den Krieg in Sud-Afrika habe das Parlament bisher 531, Millionen bewilligt. Die Regierung verlange no< 81/, Millionen; aber in dieser . Summe seien auh schon die leßten Ausgaben von 2650 000 Pfund für die Heimbeförderung der Truppen cingeschlossen, d. h. sowohl für den Nücktransport der indishen und der Kolonialtruppeæ, als auch der 135 000 Mann Reichstruppen. Zur Zeit ständen 223 000 Mann in Süd-Afrika, von denen 189 500 Mann Reichstruppen seien. Nach dem Kriege edenke man 45 000 Mann in Süd-Afrika zu belassen. Der Keldmarschall Lord Roberts wünsche allerdings nur, daß Ein- rihtungen zur Unterbringung von 30 000 Mann getroffin würden; aber die Regierung würde es gern sehen, wenn etwa 15000 von Kolonial- oder Reserve-Mannschaften in Süd- Afrika ihren dauernden Wohnsiß nehmen würden. U diisem Zwecke seien besondere Gratifikationen von 2950 Pfund ins Auge gefaßt, von welher Summe jedem Manne 5 Pfund geschenkt und jedem Reservisten ein Anzug ge- liefert werden solle. 7440000 Pfund des Etats seien direkt für Kriegszwe>e bestimmt, somit würden si< die in vier vecilebeucn Posten bewilligten Kriegskosten nun- mehr insgesammt auf 61 Millionen Pfund belaufen. Die übrigen 35 000 Pfund seien zur Errichtung von Bara>en in © Khartum bestimmt, um dort Reserven von Vorräthen und Munition anzulegen. Jm Laufe der Debatte bemerkte

Prit<hard Morgan, er habe aus glaubwürdigster Quelle die Nachricht, daß der britishe und alle übrigen fremden - Gesandten in Peking am 24. d. M.

am

x Leben“ gewesen seien, und rihtete an die Regierung ie

Anfrage, ob sie hiervon Kenntniß habe. Der

Parlaments-Sekretär des Auswärtigen Amts Brodri> er- widerte, die Regierung habe keine neuen Nachrichten aus China erhalten. Die Befehlshaber der Truppen der Mächte hätten no< nit gegen Peking vorrü>en können, doch schienen die Vorbereitungen zum Vormarsch nahezu beendigt. zu sein. Der Nachtrags-Etat wurde mit 87 gegen 12 Stimmen an- genommen. :

Frankreich. \

Gestern wurde in Paris ein Ministerrath abgehalten, in welchem, dem „W. T. B.“ zufolge, der Minister des Aeußern Delcassé die chinesischen Angelegenheiten besprah und miitheilte, er habe den französis<hen Konsuin in China völlig freie Hand gelassen bezüglich dec Maßnahmen, welche zum Schuße der fran- zösischen Staatsangehörigen sih als nothwendig Set en fönnten. Der Admiral Courrézolles ‘sei ermächtigt worden, nah dem Eintreffen neuer französisher Kriegsschiffe in Taku dieselben nah Bedarf in die verschiedenen Häfen Chinas zu entsenden. Ferner theilte Deicassé mit, der Plaß für cine Kohlenstation in Maskat sei ausgewählt, und es werde ein Transportshif mit Kohlen dorthin abgehen.

Türkei.

Der Sultan beauftragte, wie „W. T. B.“ aus Kon- stantinopel erfährt, den serbishen Gesandten Mijatowits<, dem König Alexander seine Glükwünsche zur Verlobung zu übermitteln.

Dänemark. __ Die Prinzessin Christian von Dänemark is, nah einer Meldung des „W. T. B.“ aus Kopenhagen, gestern Abend von einem Prinzen glü>lih entbunden worden.

Amerika.

Aus Washington meldet das „Reuter he Burcau“, daß die Vereinigten Staaten von Amerika es abgelehnt hätten, der Anregung der Chinesen, gegen Auslieferung der Gesandten nah Tientsin die militärischen Operationen gegen Peking zu suspendieren, zu folgen.

Die Regierung und die Aufständischen in Columbien haben, wie der „New York Herald“ aus Panama vom gestrigen Tage berichtet, einèn Friedensvertrag unterzeichnet, in wel<hem die Aufständischen si bereit erklären, alle Waffen, Munition und Schiffe auszuliefern. Die Regierung gewährt Allen, die am Aufstand theilgenommen haben, Amnestie und gestattet ihnen, ihre Säbel zu behalten. Den Ausländern, welche auf seiten der Aufständischen gefohten haben, wird gestattet, in ihre Pee zurü>zukehren. Die politis<hen Gefangenen sollen freigelassen werden ; die Erregung in der Stadt läßt nach.

Asien.

Der Gouverneur von Schantung Yuan-Schi-Kai meldet, dem „Reuter hen Bureau“ ufolge, telegraphis<h nah Schanghai, die fremden Gesandten in Peking seien am 24. Zuli wohlbehalten gewesen und mit Lebensmitteln versorgt worden. Nach einer Meldung des „Daily Expreß“ aus Schanghai vom 26. Juli hat Li- Hung-Tschang erklärt, die Gesandten seien shon auf dem Wege nah Tientsin, wo sie am Sonntag eintreffen sollten. Li-Hung-Tshang habe die Nachricht erhalten, daß der Prinz Tuan getödtet worden sei. Die Boxer seien in der leßten Zeit in zwei Parteien gespalten ge- wisen. Die eine habe die Mandshus niéderwerfen und die Ming-Dynastie wieder aufrichten wollen, diè andere fei für den Prinzen Tuan eingetreten. Jn einem verzweifelten Kampfe außerhalb der östlichen Thore der Stadt sei die Partei Tuan’s geschlagen worden und der Prinz Tuan selbst gefallen.

Jn der Provinz T\<hili sind nah amtlichen cinesishen Berichten 18 Missionare niedergemeßelt worden. Chinesen in der Stärke von 10 000 Mann haben nördli von Peitsang eine befestigte Stellung eingenommen. Sie werden dajelbst von russisher Kavallerie beobachtet.

Ein Mitglied der englischen Baptisten-Mission telegraphiert, der „Times“ zufolge, aus Sinang-fu nah Schanghai, daß die Christen in der Provinz Schensi niedergemegelt und fünf Aus- länder getödtet worden seien. Hilfe sei dringend nöthig. Serte melden die e Konsuln in Schanghai und

ankau unter dem 25. d. M. nah Paris, in Szetshwan seien zwei <ristlihe Niederlassungen geplündert und in Kiang-si die Niederlassungen der Lazaristen in Brand geste>t worden. Der Vize-König habe Maßregeln zur Wiederherstellung der Ordnung getroffen. ‘Nach einem Telegramm des amerikanishen Konsuls Goodnow in Schanghai berichtet das dortige Zollamt au< von Ruhestörungen, die am 26. Zuli in Yünnan vorgekommen seien. i

Aus Canton meldet das „Reuter he Bureau“, daß die als „Dreifaltigkeits-Bund“ bekannte Geheimgesellshaft einen Angriff auf den Stadttheil Scha-mien plane und das Ge- fühl der Unruhe in Canton zunehme. Jn Canton seien überall Plakate befestigt, in denen die Bevölkerung aufgfordert werde, si<h zu erheben, die cincsishen Beamten und die Fremden zu tödten und den Stadttheil Scha-mien zu plündern und niederzubrennen. Der Führer eines cinesishen Transport- dampfers, der in Canton Kohlen einnimmt, erkläre, er fahre unverzüglih nah Schanghai, um Li-Hung-Tschang zurü>zu- holen. Der Kreuzer der Vereinigten Staaten von Amerika „Buffalo“ und der britishe Kreuzer „Mohawk“ feien, ersterer aus Colombo, leßterer aus Au>land, in Canton ein- getroffen.

Ueber die Kämpfe und Maßnahmen zum Schuße der Russen in der Mandschurei und den angrenzenden Ge- bieten liegen dem „W. T. B.“ zufolge in St. Petersburg die nachstehenden weiteren Meldungen vor: Ein Telegramm des Generals Grodekow aus Chabarowsfk vom 926. d. M. berichtet: Am 22. d. M. erreih‘e eine 200 Mann starke Kolonne des Gencrals Sacharow den Posten Lauschi am linken Ufer des Sungari. Der Dampfer „Gazimur“ er- öffnete das Feuer gegen die Wälle, die Chinesen ver- theidigten si< mit ui.regelmäßigem Schießen und flohen shließlih gegen Norden. Die Truppen des Generals Alexejew wurden drei Werst nördlicher ausgeschifst. Jn den Ecd-

wällen fand man einige Gewehre, eine Menge Papiere, Do- fumente und Siegel. Die Wälle des e Lauschi wurden N die Bauten verbrannt. Die Bewohner des Dorfes

juti, oberhalb von / Lauschi, flohen. Das Eigenthum des zu dem Dampfer „Odessa“ gehörenden Bootes wurde geraubt Die Chinesen flohen von Vanlichon in der Richtung auf Sjansin; es wurde eine Kosaken : Sotnie entsandt, um

das Dorf Godzen zu entwaffnen; sie fand das Dorf leer. Die

Stadt Aigun steht in Flammen. Die dortigen cinesishen Stellungen wurden mit Geschüßen und mit Jnfantzrie be- seßt. Der Konsul in Kuldscha meldet, daß der Sicherheit wegen die Post im chinesishen Gebiete nur am Tage gehen werde. Die Beziehungen zu dezn Chinesen scien zufrieden-. stellend. Jn Sujdun herrshe mehx Unruhe als in Kuldscha. Den Kirgisen sei befohlen worden, sih am Jli-Flusse zu sammeln. Die Kalmüen von Vartalinsk seien kriegsfertig ausgerüstet. Der General Selivanow theilt unter dem 23. d. M. mit, daß die Kosakenbevölkerung im Amur-Gebiet und die Zivilbevölkerung im Primorskischen Gebiete hinlänglih bewaffnêt und mit Paironen versehen seien. Ein Telegramm des Generals Maziews ki vom %6. Jali berichtet: Der General Orlow in Abagaitui befahl am 23. d. M. der Kompaznie der Shußwache, vorzu- rü>en, und den Ingenieuren der cinesishen Bahn, sogleich die Arbeiten von der Grenze aus vorzunehmen. Das Veochne- Vedinskische Regiment wurdenahdem Dalai-See dirigiert, Eine weitere Depeschz des Generals Maziewski vom 24. Juli meldet, daß am 23. d. M. die erste Truppenverstärkung aus Zabajtalsk in Blagowjestshensk eingetroffen sei; die übrigen Truppen seien eilig|t nah Srjetensk dirigiert worden. Nachrichten, welche dem russishen Finanz-Minister dur<h den Jungenieur Sviagin von der Station Pogranitshnaja vom 25. Juli zugegangen sind, besagen: Das östlihe Detachement hatte ein S bine mit den Chinesen bei dem Fort Echo, bei welchem die Chinesen 200Mann verloren. Ein Pulvermagazin mit dem Artilleriezubehör wurde in die Luft gesprengt. Unter den Chinesen herrs<t eine Panik; die Arbeiter und die Einwohner fliehen. Alle Be- amten befinden sich dagegen in ihren Stellungen. Der Eisen- bahnverkehr von Grodekovo bis Mureni ijt frei. Gegen 10000 cinesishe Arbeiter sind geflohen; der Eisenbahn- verkehr mit Charbin is gestôrt. Das Organ für Handel und Manufaktur meldet: Jn dem russisch - mandshurë- schen Detachement wird der R an Munition stark “be- merkt, weswegen eine weitere Bewegung der chinesischen Truppen zweifelhaft ist. Nah den Bewegungen unserer Truppen is die Jsoliecung der im Norden operierenden chinesishen Truppen von den im Süden operierenden mögli. Aus Dshalinda wird berichtet, daß fünf Dampfschiffe den Amur abwärts bei Albasin das Korps des Generals Subbotits<h na< Blagowjeslshensk transportieren. Ein Telegramm des Chefs dec Staatsbarkfiliale in- Blagowjestshens? vom 22. Juli meldet: Nach sieben- tägigem,* andauerndem Schießen hat in der vergangenen Nacht ein Dampfer Munition aus Chabarowsk gebracht. Gegenwärtig wird ein stärkeres Feuer unterhalten. Eiñn Telegramm desselben Beamten aus Blagowjestshens? vom 23. Zuli besagt, daß die Gefahr der Beschädigung des Kassen- gewölbes groß gewesen, gegenwärtig aber vorüber sei. Das kleine, ihm zu Gebote stehende Detachement könne im Verein mit 2 Freiwilligen die Stadt halten, bis Verstärkung eintreffe. f

Afrika.

Der Feldmarschall Lord Noberts meldet, dem „W. T. B.“ ufolge, aus Pretotia vom 27. Juli: „Die Generale Fron und Hutton segten die Verfolgung des Feindes am 25. Zuli fort. Der erstere überschritt den Oliphant - Fluß und konnte Middelburg, sowie den Feind sehen, der si< in einer Entfernung von 7 Meilen in großer Unordnung längs des -W-:gs nördlih von der Eisenbahnlinie zurüc>zog, welcher dur Reiter und Wagen auf mehrere Meilen versperrt war. Es war unmöglich, den Feind dann weiter zu verfolgen, da der Rest der Tcuppen- macht no< westli<h vom Oliphant - Fluß stand und der Regen in Strömen floß. Der Regen dauerte bei heftigem Ostwind die ganze Nacht an. Unter den Maulthieren und den Dihsen ist die Sterblichkeit groß, die Haltung der Mann- schaften ist vortrefflih. Hunter beseßte Fourisberg, wo er die Gaitin des Präsidenten Steijn und mehrere britische Gefangene antraf. Der General Broadwood überwacht no< Christian Dewet, der mehrere hohe Hügel in der Nähe von Reißburg, 7 Meilen südli<h vom Vaal, beseßte. P. Dewet, ein jüngerer Bruder Christian's, ergab si<. Der General Lord Methuen rü>t nah Potschefstroom vor.“

Nach einer Meldung des „Reuter'shen Bureaus“ aus Balmoral (östlih von Pretoria) traf der General Fren< auf seinem Marsche nah Osten südöstli<h von Balmoral“ auf 2000 Buren, welche jedo bei scinem Herannahen geflohen seien. Die Buren sagten, ihr Feldzugsplan sei, den Kleinkrieg bis zur Präsidentenwabl in den Vereinigten Staaten von Amerika fortzuseyen, da ihnen N versprochen worden sei, falls dort die Demokraten fiegten.

Aus Maseru wird demselben Bureau vom 26. Juli berichtet, daß der General Rundle gegen die Buren vor-

gerü>t sei und den Kommandonek cingenommen habe. Der

Feind ziehe sich na< Fourisberg zurü>. Die Engländer folgten ihm, um ihn zu umzingeln. Unter den Truppen herrshe viel Fieber. Es seien mehrere Todesfälle vor- gekommen. j

Der „Daily Mail“ wird aus Leribe berichtet, daß si am 25. Juli in Fi>sburg 200 Buren ergeben hätten.

Nr. 32 des „Centralblatts für das Deutsche Reich“, herausgegeben im Reih3amt des Innern, vom 27. Juli, hat folgenden Inhalt: 1) Koansulat- Wesen: Ermächhtizung zur Vornahme von Zivilstandsakten ; Entlassung; Exequatur-Ertheilung. 2) Finauz-Wesen: Nachweisung der Einnahmen des Reichs vom 1. Apcil bis Ende Juni 1900. 3) Marine und Stwiffabrt : Erscheinen cines weiteren Heftes der Entscheidungen des Dover - See- amis und der Seeämter. 4) Polizei- Wesen: Ausweisung von Ausländern aus dem Reich3gebiete.

Nr. 30 der „Veröffentli<hungen des Kaiserlichen Gesundheitsamis“ vom 25. Juli hat folgenden Inhalt: Gesundheitsstand und Ganz der Volkskrankheiten. Zeitweilige Maßregeln gegen Pest. Desgl. geaen Cholera. Desgl. gegen

oden. Aus dem Berwaltungéberiht des Magiftrats der Stadt

anzig, 1899. Gesepgebung u. st. w. (Deutsches Reich.) Arzneibu<h. Geheimmittel gegen Pflanzenkrankheiten. (Preußen.) Medizinische Doktorwürde. Tollwuth. Nahrungsmitteichemiker. Entschädigung dèr. Medizinalbeamten. Aerztliche Ehrengerichte. Thermometer. (Reg.-Bez. Münster.) Trichinen (Mét>lenburg- Swerin.) Schweineseuhe. (Shweiz. Kanton Thurgau.) Leichen- bestatiung. (Frankceich.) Mineralwässec. (Türkei.) Suß- po>tenimpfung. Gang der Thierseuhen im Deutschen Neiche, 15. Jult 1900. Deuishe Viehquarantäne-Anftalten, 1. Vierteljahr 1900. Desgl. in den Niederlanden 1898. Zeitweilige Maßr:g ln gegen Thierseußen. (Deutsches Reih. Preuße. Berlia. Reg. Bezirke Bromberg, Liegniß, Hildesheim, Bay?rn, Württembeca, Eghpten, Uruguay.) Berhandlungen boa geseßgebznden Körperschafter,