1876 / 24 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Stü> starken und extraft sogenannten Handelsh lien Forstrevier

Zum meistbietenden Berkauf von circa 2200 arken Kiefer-Nuthölzern ölzern aus dem König- Alt-Christburg, ist Termin auf Mittwoch, den 9. Februar 1876, E reihli<er Menge in d

14 Uhr, im Gasthause zur burg anberaumt, wovon Kau

merken in Kenntni in der Nähe,

baren Wafserst 24 S

[473]

[723]

Zeit der Ziehung,

19, Oktober 1856, 1863, 1864, 1865. 1866. 1871.

17

8. 7. 19, 13,

21.

24,

REICHSSCHULDEN-TILGUN [724] Nummern der Billette der 2, 410/, Anleibe, welche bis zum J

Bekanntmachung.

S RER auf Ag Aeu angen, p leserung vor 2000 ungeschälten kiefernen | Angebote in Gegen ‘i Bi oder tannenen Telegraphenstangen von 8,5 Meter x A A A: SUOA JEIMIENEIN, MIEN Länge und mit der Rinde am Zopfende 17 Cm. stark, soll für den Ober: P burg

werden,

Diese Stangen sollen auf Kosten der Post- und Telegraphenverwaltung in einer von ihr in der Nähe des Waldreviers, aus welchem die Stangen ent- nommen werden, zu errihtenden JImprägnir- Anstalt wit Kupfervitriol à la Boucherie impräguirt werden.

an

1872. 1873.

Zeit der Ziehung,

18, März 1871

22. 17

1872 1873

raße lagern.

den

No. No |

124

J E | | No. No. |

der

| Serien,

268 257 364 380 305 394 433 390 21 290 297 491 911 44

141

189 998 320 330

403

| |

| |

A

des

|

der

Serien. |

75 401 39 194 243 421 446 9 65

ostdirekftionsbezirk Straß- Mindestfordernden vergeben | sichtigt. Die Auswahl unter den Bietenden, welche bis einshließli< an ihr Gebot

Stadt Berlin in Chrifst-

sind bis zum 182,

welchem Termine

j Die väheren Bedin fliebhaber mit dem Be- | des Unterzeichneten au ß _geseßt werden, daß die Hölzer zum. Theil unmittelbar an der flöß- Alt - Chrisiburg, den

Erstattung der Schrei Bee Lagn us ße la i „Submission au ie anuar 1876. Königliche Oberförsteret, Araphenstatgzen für die Ober-Postdirektion n Straßburg i. /E.“

Februar c., 12 Uhr Mittags, neten portofrei einzusenden, die Eröffnung der eingegangenen

e mit der

an den Unterzeich

tenden erfolgen wird. Angebote, welche später eingehen oder den gestell-

ten Bedingungen nicht entsprechen, bleiben unberü>-

zum 11. März d. I,

gebunden bleiben, wird vorbehalten, Straßburg i./E., den 15, Januar 1876. Der Kaiserliche Ober-Postdirektor. Zshüschuer.

Verloosung, Amortisation, Zinszahlung u. \. w. von öffentlichen Papieren.

REICHSSCHULDEN-TILGUNGSCOMMISSION,

: | ST, PETERSBUERG. Nummern der Billette der 1. 43/6 Anleihe, welche bis zum Jahre 1876 gezogen, aber zun Auszahlu des Kapitals noch nicht vorgestellt worden sind.

Den ca. 1 Hektar großen Plaß dazu ferer unentgeltli< herzugeben. Derselb leihte An- und Abfuhr sein und reines, ms

hat der Lie-

r geftatten, mögli<st eben glidst fließendes Wasser in er Nähe haben. gungen find in der Registratur Lgelegt und können au gegen bgebühren bezogen werden. Bezeichnung :

ferung von Tele-

| Nummern der Billette,

| 13,089. | 12,549. | 18,260. 19,320. | 14,941 & 14,942. 17,610, 17,643, 17,644. 99.670. 19,903. 19,912. 1,003. | 14,210. ! 14,510. | 23,847. | 27,679, 27,703. | 9,112, 2,114. 2,130 bis 2,134. 9,155. 6,864. 6,870, 6,871. 6,877, 6,

a QPDO:

14,559.

14,572, 14,577, 14,590, 14,591, 14,597. | 15,636.

| 15,658.

|: 10,123.

| 16,126, 16,130.

| 16,133, 16,137, 16,140, 16,144, 16,151, | 16.165, 16,168. j | 20,736, 20,740, 20,742.

| | | |

| 20,765 bis 20,768, 20,772, 20,777 bis 3

| 20,785, 20,787, 20,790. | 21,886, 21,891, | 21,904, 21,914, 21,917, 21,918, 21,925, | 21,928. | 21,929, 21,947, 21,948, 21,949. | 24,604 bis 24,657, 24,661, 24,662, | 24,666. | 24,669, 24,677 bis 24,679, | 24,689. 24,692, 24,698 bis 24,700. | 24,965.

24,681,

29,681, 25,683 bis 25,689, 25,691, 29,712. 29,713, 25,720, 25,721, 25,725.

392, 6,895, 6,898. 6,903 bis 6,905, 6,908. 9,238, 9,243, 9,244, 9,246 bis 9,248, 9,251 bis |

24,972 bis 24,974, 24,978, 24,983 bis 24,985. | 24,995, 25,009, 25,010. 25,015 bis 25,021. 29 664, 25,667.

| Werth der Billetto,

1000L./500 L. |100 L

[736]

v. Js., welcher die Genehmigun

tung etwa vorkommender Städte: 1) Wiesbaden, 2) Idstein,

von 1876) abgedru>te Ne im Allgemeinen bemerkt, einkommen beziehen: a, pensionsfähiges Ge welcher bei der Pensionirung mit dem Dur

Ii kof mien | Or a 4 i Go D Far | |

Anstcllung bewerben wollen, werd

| o

[718]

Nicht verbraucter Theil der

Prâmie für 55,608,655

ST. PETERSEBURG.

Kapitals noch nicht yvorgostellt

Nummern der Billette.

4151,

936702,

987 bis 589,

16091 bis 16098. 20946, 20951,

38708, 38792, 38793. 41295.

49, 50.

3127, 3128, 3148. 3200.

9001 bis 9004, 9052, 9071 bis 9073.

24144, 24145, 24151, 24157.

45033, 45054, 45060, 45065, 45066. 45084 bis 45086, 45096 bis 45098. 47503, 47506, 47511, 47526 bis 47529, 47536, 47548, 47549.

47714, 47732, 47765, 47767, 47798. 99362, 99389, 55390, 55400.

96067, 56073, 56082, 56090, 56097, 56100.

9901 bis 100C0. 10501 bis 10600. 19401 bis 19590. 20101 bis 20200, 20501 bis 20600, * 20701 bis 20800, , 34701 bis 34800, 36101 bis 36200. 46601 bis 46700. 99301 bis 59400,

Im Ganzen

(SKOMMISSI

ahre 1876 gezogen, aber zur worden sind. | Werth der Billette.

|[1000TL.1500 L [100 L.

Auszallung | Ab die statulenmäßige resp. contraciliGe Tantiè

fließen nach dem vierten Statuten-

B! J D N fa CO | s Go do O5. ara] mm

Per Grund-Kapital in 1000 Stü> Actien à

[734] Preußische Ceutral-Bodenkredit-Aktieng esellschaft.

Die definitiven Stü>e der 44 0/, unkündb Central - Pfandbriefs - Anleihe von 1875 hnen von jeßt ab gegen Einlieferung der Interiméêscheine in Empfang genommen werden; den Interimsscheinen ist ein Verzeichniß beizufügen. Jn Berlin erfolgt der Umtausch in unserem Geschäftslokal „Unter den Lindeu 34“ in den Stunden von 9 bis"12 Uhr Vormittags. Die auswärts wohnenden Subskri- benten können si< wegen Vermittelung des Um-

taushes au<h an die bet i Ee < ie betreffende Zeichnungsftclle

Berlin, den 27. Januar 1876.

Die Direktion.

v. Philip3boru. Bossart. Herrmann,

Urter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 29. Dezember 1869 werden die urbekannten legitimirten Inhaber darüber die unverzinslichen Schuldbeträge der ehemaligen Salzbergzewerk schaft Teudiß-Kößschau am 10. Januar 1825 ausgestellten Anerkenntnisse nochmals . hiermit aufgefordert, die Anerkenntniss? binnen vier Wochen bei dem unter- zeichneten Oberbergamte einzureichen, woselbst die Tilgung der no<h s\{webenden Schuldbeträge der obigen Gewerkschaft erfolgen wird. Halle a. S,, den 19. Januar 1876. Königliches Oberbergamt.

Verschiedene Bekanntmachungen.

[781] Bekanntmachung.

Die Rektor- und 1, Kuabenlechrerstelle an den

Le D100 e U g S Jahrescinkommen on M. einschließli er Dienstwohnu i zu Ostern 1876 vakant. S

Bewerbungen werden bis zum 15. Februar cr.

schaften besißt, erfolgen soll.

sind der Meldung beizufügen. Scehauseu i. d. Altm., den 24. Januar 1876.

Der Magistrat. Buch.

[70 Deutsche Union-Bauk.

Nachdem der außerordentli<hen General-Ver- sammlung vom 14. d. Mts. die Auflösung ias Gesellschaft beschlossen und die Eintragung dieses Beschlusses in das Handelsregister unterm gestrigen Tage erfolgt ift, bringen wir dieses biermit in Ge- mäßheit des Art. 243 des Allg. Deutsch. Hand. Se R, Den A a fordern glei<- elttg die Glaubiger unserer Gesellscha N bei uns zu aben j l

Berlin, den 25. Januar 1876.

Deutsche Union-Bank in Liquid, Hopetziy. G. Siemens, EE. W alli. E. Toch,

E Görlißer Acticu-Brauercei. n Stelle des aus dem Verwaltungsrat - schiedenen Stadtrath Herrn C. Schiedt "in Görlis ist der Fabrikbesißer Herr Guido Oswald Hags- E in Görliß in den Verwaltungsrath gewählt orden, à Cto. 220/1 IV. Görxliß, den 24, Januar 1876. 2 Es Der Verwaltungsrath

der Görlitzer Acticn Braucreti, vou Wolff-Liebstein.

2) den Ober- und Untertaunuëskreis; 3) Ober- und Unterlahnkreis;

4) Ober- und Unterwesterwaldkreis : 9) Villkreis und Kreis Biedenkopf.

Wiesbaden, den 24. Januar 1876.

Beseßung der Wegebaun-Juspektor-Stellen

A in Nassau. ufolge Gesezes vom 8. Juli v. Js. und Besclusscs des Kommunallandtags vom 22 „Venehmigung der Herren Ressort-Minister erhalten hat, wird die Ver R E A eig pin a die Leitung des sorstigen Wegebauwesens im Bezirk des B Derbandes zum 1. Juli d. J. von den k ändif ber iverdén 1nd: ind U dileai Set e Su bak ¿ en Tommunalständischen Organen übernommen 1) für den Stadtkreis Wiesbaden, Landkreis Wiesbaden und Rheingaukreis ;

erwaliung und

ebildet worden :

Als Wohnsiße der diesen Baubezirken vorstehenden Wegebau-Insyekioren, we a Hochbauten des Kommunalve gebau-Inspekioren, welchen auh, die Lei-

rbandes übertragen werden kann, find bestimmt die

| 3) Diez, 4) Hachenburg, 5) Dillenbucg. Mit Bezugnahme auf das im Amtsblatt der Königlichen Regierung dahier vom 13, d. Mets. (Nr.!2 g'ement über die Verwaltung des Wegebauwesexs im Kommunalverbande wird daß die Wegebau-Jnspekioren kommunalständiswe Beamte find und als Dienst- ee Bitte ett s b. Wobnungögeldzuschuß 300—600 M, der : YImtiSbeirag von 490 Æ zur Anrce<nung kommt; c. Bureau- fosten-Entschädigung 1500 4; d, bei allen Dienstreisen ü i i iâte isekosteuvergütu l P v0 Bunge, streisen Über eine Meile Diäten und Reisekostenvergütung Bautechniker, welche die ration n „Kreisbaumeisier besißen und \i< um eine l „erden ausgesordert, ihre Meldungen unter Beifügung der erforderlichen Zeugnisse und Nachweisungen über frühere Beschäftigun i is Mär j Üntericichneten A h s{äftigung, Dienstalter 2c. bis zum 1, März d. Is. an den 3 Die bereits eingelaufenen Meldungen bedürfen nit der Erneu h, fo i erwähnten Nacbweisungen no< nit erbracht sind, der Vie Seneneraag, 19adars Mz: olera, bie Der Landesdirektor des A ERERNNERBEE Ferbandes im Regierungsbezirk Wiesbaden. rth.

Einnahme,

Rückversicherung

Police-Gebühren . Zinsen, Agio 2c.

L

Ausgabe.

Vergütung auf 1146 angemeldete Schäden abzüglih Rü>oersicherung . . Provision und fonftige Emolumente der General-, Haupt- und Special- —_ Agenten, sowie jammtlihe Verwaltungs- incl, Schaden-Tarkosten Reserve für nah Absc{luß liquidirte Kost

Bevollmächtigten

Bilanz.

Activa.

An Sola:- Wecseln der Actionaire . Lombard-Forderungen ,

Wechseln im Portefeuille

Debitoren. .

Passfva.

Reserre-Fond

Tantième der Direction uad des Bevollmä tigten COIDIDENDe aus 1D 5 5 E E

Berlin, den 1. Januar 1876.

Warschauer, Güterbho>. D

Im Ganzen

u l der, in der vorjährigen Bilanz zurü>gestellten Reserve für nah Abscluß liquidirte Kosten, mögliche Ausfälle E tue A Versicherungssumme abzüglih Ristorno und

en, möglihe Ausfälle 2c.

me der Direction und des |

: Von den fomit verbleibenden Dem Vi en-Nachtrage Nr. Ta, in den Reservefond 50% kommen zur Vertheilung als Dividende auf 1000 Stü> Actien à 99 M.

| | E Rechnung über den Rescrvesond. | Bestand desselben laut vorjähriger Bilanz . | Aus dem diesjährigen Nebers<husse treten hiuzu

Also gegenwärtiger Bestand

Kassenbestand und Guthaben bei der Bank des Berliner Kassen-Vereins

Uebergangs-Conto (no< zu vereinnahmende Stückzinsen 2c.) ;

1009 Thlr.

Reserve für nah Abfluß liquidirte Kosten, mögliche Ausfälle 1< Reserve flir drei ne< niht abgehobene Hagel-Entschädigungen aus 1875 177/23

Vierundvierzigster Abschluß Berliner Hagel-Assecuranz-Gesellschaft von 1832.

für das Jahr 1875.

M 8 1,753/89 j 700,392/05

E 8,340/20 R, 31,931/07

742,417/21 378,090/83

150,607'68

3,086/40 | —_ 931,778/91 also Reingewinn 210,638 30

| 12.638 30 99,000 _| 198,000 99,000)

j —_——

Summa wie oben 198,000!

79,500 |— 99,000 /— | | 178,500

|

2,400,000 490,000 /— | 363,874 48

33,446 46

i 4,488 04

1,586 95

R

3,000,000! 178,500 3,080 40

12,638/30 99,000| [—1 3,293,395 93

Berliner Hagel - Assecuranz-Gesellshaft von 1832. T O TESEL

Ed, Rieß, H. Zwicer.

A. Herz. Bevollmächtigter.

entgegengenommen, indem wir bemerken, daß die Be- seßung entweder mit einem pro rectoratu geprüften Theologen oder mit einem Philologen, der die facultas für neuere Sprachen, Literatur und Naturwifsen-

Zeugnifse, so wie ein selbftges\{rieb ener Lebenslauf,

¿ 24,

In. dieser Beilage werden bis auf Weiteres außer den geri

1) Patente,

Dritte Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 27. Januar

2) die Uebersicht der anstehenden Konkurstermine,

3) die Vakanzen - Liste der dur< Militär-Anwärter zu beseßenden Stellen,

4) die Uebersicht vakanier Stellen für Nicht-Militär-Anwärter,

9) die Uebersicht der anstehenden Subhastationstermine,

6) die Verpachtungstermine der Königl. Hof-Güter und Staats-Domänen, sowie anderer Landgüter,

Der Inhalt dieser Beilage, in wel<er au die im $.

eirem besondéren Blatt unter dem Titel

<tlihen Bekanntmachungen über Eintragungen und Löschungen in den Handels- und Zeichenregistern, sowie über Konkurse veröffentlicht:

7) die von den Reih8-, Staats- und Kommunalbehörden ausgeschriebenen Subinissiorstermine, 3) die Tarif- und Fahrplan-Veränderungen der deutshen Eisenbahnen,

9) die Uebersicht der Haupt-Eisenbahn-Verbindungen Berlins, A n

19) die Uebersicht der bestehenden Postdampfschiff-Berbindungen mit transatlantishen Ländern,

11) das Telegraphen-Verkehrsblatt.

6 des Gesetzes über den Martenshuÿ, vom 30. November 1874, vorgeschriebenen Bekanutmachungen ver ffeniliht werden, erscheint au< in

Seuntral-Handels-Register für das Deutsche Reih. x: 30)

Das Central-Handels-Register für das Deutsche Reich kann dur alle Post-Anstalten des In- und Auslandes, sowie dur<h Carl Heymanns Verlag, Berlin, 8W., Königgräterstraße 109, und alle Buchhandlungen, für Berlin au< dur< die Expeditiont SW, Wilhelmstraße 32, bezogen werden.

es E S SLRLLS f TSR-

Die Verfolgung des Ne<ts aus Artikel 29 der W-c<<hselordnung, von dem Acceptanten in Be- treff der acceptirten Summe im Wege des Weh sel- prozesses Sicherstellung zu fordern, kann zum

Erwerbe des Pfandrechts au ciner vom Berechtigten

speziell tezeichneten Sache des Verpflichteten führen, ur Erreichuug dieses Zwe>kes bedarf es aber eines P touberan prozessualishen Verfahrens: entweder -der auf Pfaadbestellung gerichteten Exekutionsvollstre>ung oder der Anstrengung eines besonderen Prozefses. Unterläßt der Berechtigte, die Pfandbestellung beson- ders zu beantragen, so werden zwar Vermöüzens- objefte dez Acceptanten mit Arrest belegt, ohne daß jedoch der Wechselgläubiger ein Pfandrecht erwirbt. Der Wechselgläuviger kann demna<h, wenn der Acceptant in Konkurs verfällt, aus der bloßen Sicherstellung seiner Forderung kein Vorzug8recht vor den übrigen Gläubigern herleiten, (Eckenntniß

des Reihs-Oberbhandelsgerichts, Ill. Senat, j

vom 23. Dezember 1875.)

Die Verleßung der übernommenen Verpflichtung, ein Konkurrenz-Geschäft nicht zu etabliren, gewährt, im Geltnngsbereiche des gemeineu Rechts, dem Lbenachtheiligten Kontrahenten ein Ret auf

Schadenersaß uud auf Schließung des widerre<tli< Aus ven Bestimmungen des j Handelsgeseßbuchs, betreffend den Prokuristen und î Handlungsbevollmächtigten, welche für eigene Rech- j nung oder für Rechnung eines Dritten Handels- | geschäfte machea (Art. 56 und 97), läßt si cin all- | | Schuhmacheralen und Sattlerorte liefern besonders

eröffneten Geschäfts.

gemeines, au<h auf Fälle der vorliegenden Art an-

zuwendendes handelsrechtlihes Prinzip nit ableiten. ? Reichs - Ober - Handels- i gerichts, II. Senat, vom 22. Dezember 1875). j „Nach beutigem gemeinen Recht“, führt das Eckennts- } niß des Reichs-Ober-Handelszerichts aus, „kann ! zweifellos Verurtheilung zu der vertragsmäßigen | L . ; j vôrderst mittelst der Maschinenscheere in Stücke von | doppelter Länge der herzustellenden Nadel (Schafte)

(Eckeuntuiß des

Leistung resp. Unterlassung des Geschäftsbetriebes selbst verlangt werden. Es ift auch bis in die

neueste Zeit von den höchsten deatschen Gerichts- ; hôfen anerkannt worden, daß ni<t nur auf das; Geldinteresse, sondern auch auf die verspro2zene Un- ! i zwischen zwei Stahlplatten gerade ri<htet. Alsdann

terlafsung felbs|st geklagt und erfannt werden könne

und resp. auf Verlangen des Klägers e:kannt wer- | den müsse. Es ist auh nit zu verkennen, daß der !

Kläger in vielen Fällen ein großes Interesse daran haben kann, ni<t auf das Interesse beshränkt zu sein, sondern die versprochene Unterlassung selbst for-

dern zu können, da er im Falle jener Beschränkung ; schon prozessualish insofern eine ungünstigere, {wie- | rigere Position hat, als er eine gengue Liquidation ;

des Schadensbetrages aufstellen und dessen Beweis übernehmen nuß, und als selbst bei der freiesten Stellung des Richters bezüglih des Beweises und

der Quantifizirung des Schadens in vielen Fällen | das zuerkannte Interesse den wirklichen Schaden doch i Es kann allerdings ; die Frage aufgeworfen werden, ob nicht das ! ) t C ) | ; während si? früher durh Menschenhände verrichtet

nicht vollständig ausgleicht.

Handelsgeseßbbu<h den Grundsaß adoptirt habe, daß nur das Geldinteresse in Fällen der vorliegen» deu Art gefordert werden dürfe. Art. 56 verbietet nämlich dem Prokuristen und Handlungsbevollmäch- tigten, füc eigene Re<hnung sowohl als für Re<nung eines Deritten Handelsgeschäîte zu - machen. Ferner verbietet Act. 96 dem Gesellschafter, in dem Han- delszweige der Gesellschaft für eigene Rehnung oder für Rechnung eines Dritten Handelsgeschäfte zu machen, sowie an einer anderen gleichartigen Gesell- haft als offener Gesellschafter Theil zu nehmen. Als Folgen der Zuwiderhandlung gegen diese Ver-

bote statuiren Art. 56 und 97 die Verpflichtung zum ! Scadensersaß und das Recht Derjenigen, zu deren |

Gunsten das Verbot erlassen ist, die von dem Kontra- venienten geschlossenen Geschäfte als für Rechnung des Prinzipals resp. der Gesellschaft geschloffen anzu- sehen. Dagegen ist dort niht ausdrü>li<h gesagt, daß auf Unterl+\sung des Verbotenen pro fuaturo geklagt werden könne. Allein einmal erscheint es be- denflih, daraus, daß das Leßtere ni<t ausdrücklich im Gesche für zulässig erklärt worden ift, folgern zu wollen, daß es habe für unstatthaft erklärt wer- den sollen. Außerdem dürfte es ni<ht unbedenklich sein, aus den Spezialbestimmungen der Art. 56, 97 ein allgemeines, au<h auf Fälle der vorliegenden Art anzuwendendes handelsrechtlihes Prinzip ableiten zu wollen. Auch aus partikularrehtli<hen Beschrän- fungen des Rechts (vergl. Preußisches Allgemeines

Landrecht Thl. 1. Tit. 5 $$. 408, 409) auf die ver- tragsmäßige Leistung rejp. Unterlassung felbst zu klagen, lassen fi<h keine Folgeruugen auf eine Befei- tigung des fraglichen deuts<hen Gerichtsbrauchs, welcher namentli< au< im $. 162 des jüngsten Reichsabschieds Anertennung gefunden hat, ableiten.“

ImGewerbeverein zu Crimmitschau hielt am 21. Dezember v. J. Hr. Kaufmann Gustav Böhme einen Vortrag über: „Nähnadelfabri- kation“, dem wir nah der „Sächs. Gew.-Ver.-Z h Folgendes entnehmen: Nachdem der Vortragende

einleitend einige Vergleichungépunkte zwishen Näh-

nadel und Stahlfeder angegeben hat, erwähnt er, daß die Stahlfeder einige 30 Hände und Maschinen, die uo einfachere Nähnadel sogar ca. 100 pasfiren muß, ehe Beide für den Gebrauch fertig. find, und daß hierin der Grund zu den äußerst billigen Preijen

beider Jndustrieprodukte zu suchen ist,

den Nadeln verrichtet und fie dann behufs Weiter-

| werden nun in der Mitte zerschnitten, das stumpfe | Ende breit geschlagen oder gepflö>t, hierauf eine

| lichst parallele Lage gebracht worden, daun gehärtet | und angelassen worden find, erfolgt das Scheuern

| sie mit Lagen von feinem Sand oder Schmirgel pa-

Das Central-Handels-Register für das Deutsche Reich erscheint in der Regel tägli, -- Das Abonnement beträgt 1 A 50 H für das Vierteljahr. Einzelne Nummern kosten 29 H

Insertionspreis für den Raum einer Dru>zeile 80 4,

In England find Reddith und Umgebung, in 3) Textil- und Bekleidungs-Industrie. 4) Leder- und | 3. September 1869 übertragene Aufsichtsbefugniß

Deutschland Rachen und Burtscheid, Iserlohn und Altona, Nürnberg und Schwabach Hauptfißze der | Nähnadelfabrikation. Frankreichs Nähnadelfabri- | kation ist nicht so bedeutend, als die Deutschlands oder gar Englands. In Reddith uud Um- ; gegend, wo die Fabrikation der Nähnadeln zuerst ' im Großen betrieben wurde, bestehen über 70 Fa- briken, die gegen 8090 Menschen beschäftigen, jährlich 10,000 Ctr. Stahl verarbeiten und 409) Mill. Näh- nadeln im Gesammtwerthe von 1 Mill. Pfd. Sterl. ; erzeugen. Die Arcbeiterzahl in Deutschland beträgt

‘ungefähr 400); die Gesammtproduktion beläuft sich :

auf 2000 Mill. Stü>, und der Werth derselben auf : 3 Mill. 4. Die feineren Sorten werden in Nürn- ! berg und Aachen, die gröberen in Jserlohn crzeugt. i Die Blüthe der Nähnadelindustrie hängt weniger i von dem Rohmaterial, als von der Geschi>klichkeit der Arbeiter in diesem fpeziellen Judustriezweige ab. ; Die Kunst, {nell und gut zu arbeiten, erlangt der !

| Arbeiter aber besonders ?adur<, daß er immer nur ;

eine ganz geringfügige, genau begrenzte rbeit an

bearbeitung dem. nächsten Übergiebt. Es giebt eine sehr große Anzahl verschiedener Nähnadeln und an- j

dere verwandter Gegenstände aus Stahl, und als i zw valt t _De | z. B. Mehl, Nudeln, Pfefferkuchen, Cigarren, Spiel-

ein charafteristishes Zeichen großer Arbeitstheilung ist es zu betrahten, daß in England besondere Fa- briken für Herstellung von Fischangeln bestehen, während in Lachen und Jserlohn dieselben zugleich in den Nähnadelfabrikeu mit verfertigt werden;

Remscheidt, Solingen, Schmalkalden und Steyer. Das Material der Nähnadel ist meistens Stahl- draht, für ordinäre Sorten mitunter au< gewßhn- licher Eisendraht, dec dann im Laufe der Fabr kation in Stahl verwandelt wird. Die aus 90 bis 190 Windungen bVestehenden Drahtbündel wecd:n zus

|

zerschnitten, welhe man dann ia Bündeln zu je 9—6900 Stü, die dur eiserne Reifen zusammens- j gehalten werden, {wach glüht und dur<h Walzen

erfolgt das Anspitzen der Schafte an beiden Seiten auf si< sehr schnell drebenden Schleifsteinen, wobei der Arbeiter 40 -50 Schafte zu gleicher Zeit auf den Schleifsteia bringt und in Folge dessen im Stande ist, tägli<h 15,000 anzuspißen, Durch eine Brust- wehr genießt der Arbeiter hierbei den nöthigen Schuß gegen den dzr Lunge \{ädli<en, beim Tro>enschleifen sich entwi>elnden Sandstaub und gegen die Folgen eines Zerspringens des Schleifsteines. Die Schafte

Vertiefung und in dieser das Oehr ausgeha>t und die Rinnen am O-?hre, in welche sich beim Nähen der Faden legt, hergestellt. Die leßteren Arbeiten geschahen in neue- rer Zeit durch geeignete Maschinen , sog. Fallwerke, |

wurden. Hierauf wi:d jede Nadel an ihrem stumpfen | Ende durch Feilen oder Schleifen von allen Raußeiten befreit. Nachdem nun die Nadeln durch eigenthüm- lihes Schütteln in einer blehernen Mulde in mög-

und Poliren derselben. Zu diesem Behufe werden

rallel auf einer starken Leinwand ausgebreitet, das ganze mit Rüböl dur<feuchtet, dann in Pad>ete, die bis F Mill. Nadeln enthalten, zusammengerollt, diese fest verbunden und 20 bis 30 Stü> sol<er Ballen auf einmal in die Scheuermühle gebraht, wo sie unter starkem Dru>e 12 bis 18 Stunden lang hin- und hergewalzt werden Hierauf nimmt man die Nadeln aus den Ballen heraus, entfernt das ihnen anhaftende Rüböl und den Sand, dur< Bewegung in einer großen rotirenden Trommel, welche Sägen- spähne, die das Del aufnehmen, enthält und giebt ihnen auf diese Weise zuglei<h die erste Po- litur. Dieses Scheuern und Poliren geschieht mit immex. feineren Mitten, zuleut - mit Kleie und Zinnasche, z-hn Mal nah einander und währt mindestens 8 Tage. Dann werden die Nadeln gewaschen, getro>uet, fortirt, in gleiche Lage gebracht, die ODehreuden no< einmal_ ange- lassen und die Spißen nachgeschärft. Die Schluß- arbeiten bei der Nadelfabrikation find endlich die glatte Ausrundung des Nadelöhrs (Drillen), aber- maliges Poliren (Brauniren) und das Anbringen einer leiten Vergoldnng oder Hervorrufung einer blauen Anlauffarbe am Nadelkopfe, worauf die Verpa>ung erfolgen kann, Zu diesem Zwe>e müssen die Nadeln abgezählt werden, was dur das Zähl- lineal, welches 25 oder 100 Furchen von der Größe, daß nur eine Nadel in jeder derselben Plaß hat, enthält, mit äußerster Schnelligkeit und Sicherheit geschieht, in neuester Zeit aber au< dur<h eine ganz selbstthätige Zählmaschine vollbracht wird.

Fabrikanten-Adreßbuch des Königreichs Sachsen 1875 u. 1876. Dresden. L. Badts Verlagsbuchhandlung. 1875. Die „Sächs. Gewerbe- Ver.-Z.“ äußert sih über dieses Buch wie folgt:

Das Buch ift zunächst - in 6 Serien eingetheilt;

| Kreishauytmanuschaften geordnet, und in diesen kom- | (mit Voranítellung der Kreishauptftadt). Die jedem Orte zugehörigen Adressen folgen ebenfalls in (nit ¿immer ganz streng innegehaltener) alphabetischer

; jahr, die Zahl der beschäftigten Arbeiter 2c. ange-

| der Industrie-Erzeugnisse aufzustellen,

Kautshuk-Jndustrie. 5) und 6) Holzindustrie; mathe- matische, physikalische, <irurgiihe und musikalische Instrumente, Uhren und deren Bestandtheile. Inner- halb jeder Serie ist das Material weiter nah den

men die Ortschaîten in alphabetisher Reihenfolge

Ordnung. Bei vielen Firmen ift das Gründungs-

geben.

Von der ganzen Eintheilung wollen uns am wenig- sten die bezeichneten 6 Serien zusagen. In Wi-klich- keit sind es gar nur 5, da eine vollständig: Zusammen- fassung der fünften und se<sten (wofür gar kein Grund ersichtlich ift) faktis< vorliegt, während nur durch die Ueberschrift gesagt wird, daß dieser Ab- schnitt 2 Serien umfaßt. Wären die Leßteren aber auch auseinander gehalten, so kann die Eintheilung do< noch nicht genügen, Indem es nämlich dein Herausgeber, wie es scheinen will, darauf anfam, fein Material in möglihst wenige Kapitel zu sondern, hat er einer Mlafstttzirunga _sammtli<Ger ZIndustrie- zweige gar sehr Gewalt angethan. Sind denn

1 } j

karten, Papierhülsen und Düten, Briefcouverts, Buchdru>arveiten, Ziegel 2c. Erzeugnisse der „<hemi- hen Industrie"? Gehört die Anfectigung der Bürsten und Pinsel, der Kämme und Drechsler- waaren, der Regen- und Sonnenschirme, der Holz- und Blechspielwaaren, der Kinderwagen und Kinder- gewehre, der Kartonagen und Meerschaumartikel 2c. zur „Leder- und Kautschuk - Industrie"? Wer wird Thon-, Porzellan-, Marmor- und Glaswaaren unter den Gegenständen der Holz-Industrie su<hen. Eine passende Eintheilung der Branchen oder

mag allerdings fürManchen seine Shwie- riaretten ven. Hatte der Bersasser des Buches aber an eine gegebene (z. B. an die für die Berichte der Handels- und Ge- j werbekammern gewählte oder an die, welche das Central-Handelsregister bei Zusammenstellung der Fabrikmarken be- nußt) sich angelehnt, so wäre das besjer gewesen. Freili<h mit 5 oder 6 Kapiteln ists nicht abzuthun. Auf alle Fälle sollten aber die gleichen Fabrikate immer nur unter einer Ueber- \hrift zu suchen sein, (also Steinzeug-, Glas-, Spiegel-, Porzellanwaaren nicht ia der 2. und 5. Serie 2c.) :

In Bezug auf die äußere Einritung machen sich um ein \<nelles Orientiren und bequemes Nach- \hlagen zu ermöglichzn, was bei einem Adreßbuche von großem Werthe ist no< folgende Wünsche geltend: 1) Es wäre von Nutzen, wenn die spezia- lisirte Angabe des Inhalts der einzelnen Serien nicht auf den Titelblättern der Leßteren gegebea, sondern glei<h am Anfange des Buches zu finden wäre. 2) Daß auf jeder Seite oben die betreffende Serie verzeichnet wucde, is praftis<h. Die Angabe der | ersten und leßten Firma hat dagegen keinen Werth; | dafür könnte besser die Kreishauptmannschaft (wenn au<h uur dur< einen Buchstaben oder eine Ziffer), ; sowie der erste und leßte Ort der Seite benannt werden. Ganz besonders vortheilhaft für den Ge- brau des Buches müßten endli<h 3) auch ein Branchen-Register (na< Art des zum Inseraten- ! theile gehörigen, wenn auch ohne Angabe der Firmen), sowie ein Octsregister werden. S

Trotz aller dieier Mängel deren Ecwähnung nur zu einer Prüfung bez. Berü>sichtigung bei einer zu hoffenden Neuauflage des Buches erfolgt is bleibt das Adreßbuch ein sehr anerkennenswerthes Unternehmen. Produzenten uad Konsumenten werden dem Herausgeber für seine siher niht unbedeutenden Mühen, dur< welche es gelungen ift, eine so reiche Anzahl von Adressen zusammenzustellea, dankbar sein, und das Buch selbst wird vorausfichtli< viel zur Benußung kommen und darf dazu bestens einpfohlen werden.

(H. C.) In der am 7. d. abgehaltenen ersten Sißung der Hamburgischen Gewerbekammer wurde die Wahl der Vorsitzenden für das Jahr 1876 vorgenommen. Nachdem dec im ersten Wahlgange wiedererwählte Hr. Ed. Schmidt unter Berufung auf seine Abwesenheit als Neichstagé-Abgcordneter abge- lehnt hatte, wurde im zweiten Wahlgange Hr. G. J. Herbst zum Vorsitzenden, sodann Hr. D. Steinert zum Stellvertreter desselben erwählt. Die Wahl eines Abgeordneten in die Bürgerschaft fiel auf Hrn. L. Hartmann. Zur Beschlußfassung ges langte ein an die beeidigten Sachverständi- gen der Kammer zu richtendes Rundschreiben, worin dieselben ersu<ht werden, zur Verhütung etwaiger Anfechtung ihrer Gutachten die Begutach- tung rechtzeitig abzulehnen, falls sie zu einer der Parteien in verwandtschaftlichem oder nahem ge- \häftlihen Verhältniß stehen, sowie ein an den Vorstand der Verwaltungsabtheilung für Handel und Gewerbe zu rihtendes Ecsuhen um Vermitte- lung einer Auskunft darüber, welcher der seit dem 1, Januar neu eingerihteten Abtheilungen der Po-

diese sind bezeichnet: 1) Eisen- und Metall-Indusftrie,

Bergbau und Hüttenwesen. 2) Chemische Industrie.

lizeibehörde die leßterer, zufolge Verordnung vom

hinsichtlih der gewerblichen Jnnungen (inêbefondere S8. 88, 89, 95 der Gewerbe-Ordnung), sowie die Entgegennahme der Anzeigen zugewiesen worden ift, welche laut Bekanntmachung des Senats vom 16. Januar 1865 hinsichtlich des Beitrittes gewerblicher Hülfsarbeiter zu Krankenkassen an die Polizei- behörden zu rihten find. Zur Mittheilung gelangte u. A. ein Etsuchen der G-\sammtkommission für Hebuyrg der sächsishen Spielwaaren-Jndustrie in Dresden, betr. Vermittelung des Ankaufes japanischer Spielwaaren für die in Sachsen zu gründenden Mustersammlungen von Spielwaaren.

Die Prager Handelskammer hat aunläßli<h des Abschlusses neuer Handelsverträge mit Deutsch- land und Frankrei<h beschlossen, die Regierung zu er- suchen, überhaupt bei Vereinbarung folcher Verträge auf keine Zolltarifsstipulationen einzugehen.

Ueber den Handelsverkehr Bosniens und der Herzegowina mit Deutschland im Jahre 1874 entnehmen wir dem Pr. Hand. Arch, Folgendes : i

Dem deutschen und sstecreihischen Handel wird es bezüglih manwer Artifel jeßt \{<wer, die Kon- kurrenz mit englischen und französischen Firmen dur<h- zuführen. Die für das Innere der europäischen Türkei bestimmten, von Deutschland und Desterreich gelieferten Artikel nehmen ihren Weg meist die Do- nau abwärts bis Semlin, von dort die Save auf- wärts bis Brood und von leßterem Orte bis Se- rajevo per Fvhre, Die von Cngland und Frank- reih für dieselben Gegenden importirten gleichen Artikel wurden bisher auf dem ungefähr ebznso kost- spieligen oven angegebenen Wege Triest-Sissek-Brood hierher befördert, so daß bezüglih derselben eine Konkurrenz Seitens deuts<er und österreichischer Häuser wohl mögli< war, jeßt aber werden die be- treffenden englischen und französis<hen Waaren über Solonik und Mitrovißa an ihren Bestimmungsort expedirt und sind, hier angekommen, mit weit went- ger Unkosten belastet, als die von Serajevo anlan- genden deutshen und österreihis<2zn Artikel, für welch leßteren fih daher ein höherer Verkaufspreis ergiebt, als für die ersteren, Sobald die mehr- erwähnte Bahnlinie ihre Fortsezu :g dur< Bosnien bis an die öôsterreihishe Grenze erhielte, Tönnten auch deutshe und österreihishe Häuser ihre Artikel mit verhältnißmäßig geringen Transportspesen bis in die innecn Gebiete der europäishen Türkei ge- langen lassen und die Konkurrenz mit englischen und französischen Firmen wieder aufnehmen. :

Die nachfolgenden Aufjtellungen geben das Detail der im Jahre 1874 aus Deutschland nah Serajevo eingeführten Waaren. Rauchwaaren, ungefährer Werth: 50,000 Æ#, Bezugsquelle: Leipzig. Wirk- waaren 10,000 #, Sachsen, Elsaß. Webewaaren 35,000 M, Sachsen, Elsaß. Cisenwaaren 20,00) Æ, Reinpreußen. Bronze- und Messingwaaren 10,000 A, Rheinpreußen. Nürnberger Artikel 40,000 4, Bayern. Blechwaaren 1000 4, Bayern, Württemberg. Stahl- waaren 1009 #, Bayern, Rheiupreußen. Schwarz- walder Uhren 1300 #4, Baden. Seife 1900 Æ, Sachsen, Bayern. Stearinkerzen 3000 4, Bayern. Gold- und Silberborten 25,000 Æ, Nürnverg, Frankfurt a. Main, Hannover. Porzellan- und Stein- gutwaaren 3000 , Sachsen, Bayern. Kautschu>- waaren 100 M, Leipzig. Seidengewebe 20,090 Æ, Leipzig, Wachsleinwand 350 Æ, Leipzig. Spiel- waaren 1890 #, Sonneberg bei Koburg. Tuch 90,000 Æ, Sachsen, Preuß. Lausiß. Zusammen 313,450 M

Die vom Bayerishen Gewerbemuseum zu Nürnberg herausgegebene Zeitschrift „Kunst und Gewerbe enthält in Nr. 4: Die Bedeutung der Chemie im Gewerbe, Vortrag, gehalten im Baye- rishen Gewerbemuscum. Von Dr. N. Kayser. Nürnberg: Zeichenunterriht in Amerika. Mün- chen: Zur Jubiläuméausstellung des Kunstgewerbe- Vereins. Berlin: Die Organisation der Unter- richtsanstalt des Gewerbemuseums. Für die Werk- stati: Galvanische Verni>kelungen. Kleine Nach- rihten: Die Ausgrabungen in Olympia. ZYeit- schriften. Erklärung zur Beilage: Ehrenkarte des Bayerischen Gewerbemu]eums. i

In Nr. 5: Die Bedeutung der Chemie im Ge- werbe. Vortrag, gehalten im Bayerischen Gewerbe- museum. Von Dr. R. Kayser. (Forts.) Nürn- berg: Geschenk an das Bayerische Gewerbe-Museum. Berlin: Künustgewerblihhe Vorbilder. Das märkishe Provinzial - Museum. Bremen: Das tehnisce Institut der Gewerbekammer. (Schluß folgt). Für die Werkstatt: Ueber das Färben des Goldes unter Mitwirkung von Brom, Von Rudolph Wagner. Aus dem Buchhandel: Wilhelm Hoff- manns Spitßen-Muster-Bv<h. Herausgegeben vom K. K. sösterreihishen Museum für Kunst und JIn- dustrie, Kleine Nachrichten: Papierzeitung. Deutscher Architektenverein. Der Musters<huß in Oefterreih, Frauenarbeit, Niederländisches Museum. Zur Philadelphia-Ausstellung. Denkmal für Thorwaldsen. Erklärung zur Beilage: Rococo- verzierungen von E. Frhr. v. Loeffelholz. cid