1900 / 42 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Die größte Einnahme weist das Ste: aerkapitel auf mit 59 864 308 4, denen nur eine Au8gabe von 749 #,00 (4 entgegensteht. Die Ueber- \chüsse der städtishen Werke, soweit dieselben der Stadthauptkasse zu ute kommen, sind im Kapitel, 11 enthalten. Der Etat für 1899 (loß in Einnahme und Autso abe mit 100523 807 M ab; der Etat für 1900 ift daher um 6 832 §36 M höher. :

„Die kommen'oe Pariser Weltausstellung“ \childerte estern in anregender ‘eise der ftellvertretende Reihskommifsar, Geheime Regierungsrat L-. wald den Mitgliedern des Vereins Berliner Kaufleute u¿d Industrieller und ihren Damen, die den großen Saal. des Kaiserhofs bis auf den leßten Platz gefüllt hatten. Einleitend betonte der Redner die Bedeutung untverselle: Ausftellungen, die sich keinesweg3, wie man oft meine, überlebt hätten, sondern im Gegentheil von um so größerer Bedeutung „geworden. seien, je mehr die ganze Tendenz der modernen Entwickelung dahin ziele, an Stelle des sinnlichen Grfafsens das äußere Ekennen, . an Stelle der Vorstellung die Anschauung treten zu laffen. fh der Redner alsdann der Pariser Ausstellung speztell zuwandte, gab er zunächst die Erklärung ab: es unterliege keinem Zweifel, daß die Pforten der Ausftellung sih am Oftersonntag, dem von An- fang an bestimmten Termin, öffnen und daß das gewaltige Unter- nehmen, wenn au nit bis auf den legten Nagel, fo doch zu etwa 99 9/0, für die deutshe Abtheilung vielleicht sogar noch mebr, fertig sein werde. Der Redner schilderte hierauf in großen Zügen das- Aus- \tellungsgelände, das dur das Hineinziehen der Seine noch an Reiz gewonnen habe, und wandte \ich dann spezieller der deutshen Ab- theilung zu. Unter den Bauten der „Straße der Nationen“ sei nah dem Urtheil der französishen Prefse der deutsche Pavillon weitaus der gelungenfste, jedenfalls sei die abfällige Kritik, die der Bau nur in Deutschland gefunden, nicht begründet. Eins werde man unzweifelhaft anerkennen müssen, daß der Bau echt deutsh sei, und wenn man auch am Aeußern einiges auszusezen habe, so sei jedenfals die innere An- ordnung ganz außsgezeihnet. Der Redner führte hierauf seinen Zuhörern die Bedeutung der deutschen Maschinenausftellung vor Augen, die allein einen Flähenraum von 10000 qm, also etwa 4 Morgen einnehme. Geradezu Bewunderung habe der auh die englishe und belgisch:2 Abtheilung bedienende Flohr’\che Krahn ge- funden, der 27} m weit Ane Auch in der Indusftriehalle werde die deutshe Abtheilung mit Ehren bestehen; in jeder Abtheilung fei jedes Stück mit größter Sorgfalt ausgewählt, und überall habe man zuglei erfolgreich versucht, der Ausftellung au einen künstlerischen Schmuck zu geben. Der Redner wies ferner auf die deutschen großen Spezialbauten des Marsfeldes hin, das deutsche Maschinenhaus und den deutshen Schiffahrtspavillon, und lenkte alsdann die Blicke der Versammlung auf die Invaliden-Fsplanade, wo ih die Bauten für das Kunstgewerbe befinden. Auch hier - sei deutscherseits alle Kraft angespannt worden, um das Beste und Eigenartigste vor- zuführen, was unser Vaterland aufweisen könne. Mit Recht habe man an dem Grundsay festgehalten, daß der Künstler der Be- stimmende sein solle. Die Tendenz sei hier im allgemeinen dabin ge gangen, daß man die Fahgruppen zwar nicht völlig zerstört, aber es doch vermieden habe, Massenartikel aufzuhäufen, und daß man andererseits auch dafür gesorgt habe, daß die Kunst des ftimmungs- vollen Interieurs vertreten sei. Endlich gedachte der Redner noch der Kunstausstellung und kam dana zu dem Gesammtergebniß, daß die Be- theiligung Deutschlands an der Pariser Ausftellung sich in Wirklichkeit als einenationale That darstellen werde. Die deutsche A aeg werde kein &Fahrmarkt sein, sondern hoffentlich dazu beitragen, daß die deutsche Ürsprungsmarke ein Ruhmestitel werde und Zustände verfchwinden, wie sie jeßt noch bestehen: daß deutshe Erzeugnisse unter fremdem Namen gehen müssen und daß die ausländischen Ab- nehmer unsern Fabrikanten die Beshickung der Ausstellung ver- bieten, weil se niht bekannt werden laffen wollen, daß die betreffenden Waaren deutshen Ursprungs sind. Der Redner {loß mit der Mahnung, daß der hoffentlih starke Zustrom der deutschen Besucher der Ausstellung, ungeblendet von dem Fremden, was sie sonst sehen, sih der heimishen Erzeugnisse in erster Reihe erfreuen und dazu beitragen möge, daß für deutshes Wesen und deutshes Schaffen dem Auslande immer mehr Verständniß erwachse.

Indem

A. F. Den zwölften Centenar - Vortrag hielt s Abend im wissenshaftlihen Theater der „Urania“ Herr Direktor Paul Spies über das Thema „Die Geschichte des elek- trishen Stromes“. Der Anfanz diesec Geschichte fällt nahezu mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts zusammen; denn vor Galvani's und Volta's Enatdeckungen kannte man nur die Reibungs - Mrgs: welhe wohl von Ladung und Ent- ladung wußte, aber ohne Vorstellung von dem war, was man später mit dem für die Fernwirkung eines angenommenen e sehr bezeihnenden Worte „Strom“ bezeichnete. Dieser

ame entstand, als Galvani seine Entdeckung an den zuckenden Frosch- schenkeln machte, welhes mehr historish merkwürdige als wichtige Experiment der Redner vorführte. Zwar gab Galvani seiner Entdeckung eine irrthümlihe Deutung, indem er die Frosh- \henfel als Quelle der Elektrizität ansah und in diesem Sinne von thierisher Elektrizität \prah, aber hon sein Land9- mann Volta ftellte gerade vor bundert Jahren die aus dem Experiment zu ziehende Lehre richtig, erkannte die Berührung vershieden-r Metalle als die Elektrizitätsquelle und konstruierte_ seine aus vielen Platten von Kupfer und Zink zusammengeseßte Säule. Als deren Pole durch Drähte verbunden wurden, war der erste Strom-Kreis gebildet. Noch in demselben Jahre that Davy einen wichtigen Schritt weiter, führte den Nahweis, daß chemishe Vor- änge bei Entftehung dicser Art von Elektrizität das eigentliche Agens eien, und vollzog als erster die Trennung des Wassers in seine Bestandtheile. Auf Davy ist auch der erste Versu mit elektrischem Licht zurückzuführen. Seine Veröffentlihungen erschienen 1806, und bald darauf entstand im Kopf eines Deutschen, Söllinger, der erste Gedanke des Fernshreibens mittels Elektrizität auf Grand der chemishen Zersezungswickung des elektrishen Stromes. Er wollte 24 Drähte anwenden, durh fie verschieden starke und verschieden lange, andauernde eleftrishe Strôme senden und aus deren Wirkungen -die 24 Buchstaben des Alphabets erkennen lassen. Ein anderer Deutscher, Schweiger, verbesserie diesen Vor- schlag; er wollte nur zwet Drähte anwenden und durch Kombinationen zweier verschiedener Wirkungen sprehen: eine später, wie bekannt, im Morfe’shen Alphabet verwirklihte Absiht. Do nicht auf diesem Wege follte die Telegraphie erfanden werden. Als 1819 der dänische Physiker Oerted die ungeahnten Beziehungen zwishen Magnetismus und Elektrizität entdeckte, da war der richtige Weg gewiesen, auf dem hon 1833 Gauß und Weber in Göttingen die ecste telegraphische Leitungzwischen Laboratorium und Sternwarte in Göttingen berstellten, nahdem inzwischen die beiden französischen Forsher Ampòre und Arago die Gesetze des Elektro-Magnetismus festgeitellt hatten. Es folgten nun praktishe Anwendungen des elektrischen Stromes der ver- \chiedensten Art in \{neller Folge aufeinander: die Galvanoplastik, die Elektrolyse in ihrer weitesten Gestalt, ebenso ch:mische Trennung, als Gee NVerbindung vermittelnd, das Telephon, das Schweißen auf elektrishem Wege u. \. f. Der Vortragende erläuterte diese Fort- schritte durch zahlreihe, wie immer aufs beste gelungene Versuße und ging dann über zu der mit der Aufftellun des Dynameo-Prinzips und der Erfindung der Dynamo-Maschine dur Siemens eingeleiteten großartigen Entwickelung e der nüßlihen An- wendung des elektrishen Stromes. Sehr anschaulich wurde die all- mählihe Herausgestaltung der Dynamo-Maschine bis zu threr gegen- wärtigen Vollkommenheit in Lichtbildern und dur begleitende Experi- mente dargelegt und zum Schluß der neuesten Lee des Starkstroms in seinen drei Formen, Gleichstrom, echsel- strom und Drehstrom, und der Verdienste Nicola Tesla?s dabei gedacht. „Trotz aller dieser großen Leistungen des 19. Jahrhunderts“, so {loß der Redner, „ist, was wir auf dem Felde der Elektrizität vor uns sehen, doh erst die Aussaat; die Ernte wird das ¿wanzigste Jahr- hundert einbringen. Hoffen wir, daß wir an ihren reifen Früchten uns Alle noch zu erfreuen haben werden !“

Die Freie Vereinigung für Flotten-Vorträge hatte estern wieder im Oberlichtsaale der Philharmonie einen zahlrei be- fudten Vortrags-Abend veranstaltet. Professor Dr. Sering sprach über „die Flottenfrage, die deutshe Handelspolitik und die Landwirthschaft“. Man meine häufiz, daß aus handelspolitishem Interesse eine Vergrößerung der Flotte kaum nöthig erscheine: der Kaufmann habe früher seine Waaren ein- und ausgeführt, warum folle er es niht au jeßt ohne Flottenvermehrung thun können. Wer fo

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rede, untershäße gewaltig die Tragweite unserer volkswirtb\{aftliGen a

Entwickelung; er vergesse, daß Deutschland infolge der Zunahme der Bevölkerung, der Steigerung der Bedürfnisse und der Fortschritte unserer Technik aus einem armen Binnenlande ein Seestaat en Ranges eworden sei, der wichtige handeläpolitishe Interessen zu vertreten abe. Daß eine solhe Vertretung cine starke Flotte erheische, lehre die Geschichte der leßten Fee: sowobl der amerikanis@-spanische wie der Transvaalkrieg hätten ihre Ursachen in rein wirths{aftliGen Interessen gehabt. Deutschland, dessen Territorium nur ein kleineg set, drâänge mit seiner Gntwickelung nothwendig nah Aben um dieser Bn aber entsprehen zu können, um die aus, wärtigen Absatzgebiete zu sichern und zu erweitern und um der mächtigen Konkurrenz im Osten und im Westen gewachsen zu sein, bedürfe es einer starken Flotte. Man habe behauptet, daß der wirthshaftlihe Verkehr ein gegenseitiger sei, man vergesse aber dabei, daß das Ausland unsere Erzeugnisse sehr wohl entbehren könne während wir den Import aus dem Ausland nicht zu entbehren ver: möchten. Jährlih brauhe Deutschland für eine Milliarde Erzeugnisse aus dem Auslande, die wic niht haben. Man rede oft von einer Schädigung der Landwirthschaft durch den ausländischen Import, aber fehr viele Waaren des Auslandes kämen für die Konkurrenz der Landwirthschaft gar niht in Betracht. Zum Schluß betonte der Redner nohmals, daß die Atgetuug der Flotte dringend geboten sei, um unsere Stellung im Kreise der Völker zu sichern.

Bremen, 14. Februar. (W. T. B.) Die Rettun gs stati on Curhaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettun Schiffbrüchiger telegraphiert: Am 14. Februar von dem au Scharhoern gestrandeten deutshen Fischerkutter „Pre- ciofus*, Kapitän Woldmann, drei Personen dur das Rettungsboot der Station „Elbleucht1chiff 2" bei Ostwind, \türmishem Schneetreiben und hohem Seegang gerettet.

Hamburg, 15. Februar. (W. T. B.) Dem Vorfißenden des Hamburgischen Landesausschusses des Deutschen Flotten- vereins, Bürgermeister Mönckeberg ist auf die an Seine Majestät den Kaiser gerihtete Kundgebung nachfolgende telegraphishe Antwort zugegangen:

Z habe Mich über den freundlihen Gruß der dort versammelt gewesenen Mitglieder des Deutschen Flottenvereins fehr gefreut und \preche dem Hamburgischen Landesaus\chuß für seine von Segeisteruns getragene treue Mitarbeit an der großen nationalen Aufgabe Meinen wärmsten Dank aus.

Wilhelm, I. R.“

Prag, 14 Februar. (W. T. B.) In Schmichow b sech8 Knaben auf dem Eise ein; drei von ihnen ertranken. M

London, 14. Februar. (W. T. B.) Aus aklen Theilen des Landes laufen Meldungen über das Wüthen eines heftigen Schnee- surms ein. An vielen Stellen sind die Wege nicht zu passieren, Ein heftiger Nordsturm auf der Nordsee hat längs der Küste beträcht- lihen Schaden angerihtet. Mehrere Schiffe ind gescheitert.

Paris, 14. Februar. (W. T. B.) In der vergangenen Nacht wüthete hier ein überaus heftiger Sturm, welcher überall Störungen hervorrief. Die tele graphischen Verbindungen mit der Schweiz, Oesterreich, England, Italien, Spanien und Portugal, mit Straßburg und Frankfurt sowie mit mehr als hundert Stationen in Frankreich sind unterbrochen.

Tours, 15 Februar. (W. T. B.) Ein heftiger Sturm ver- ursachte hier und in der Umgegend erheblihen Schaden. Mehrere Häuser sind eingestürzt.

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten, Zweiten und Dritten Beilage.)

Wetterbericht vom 15. Februar 1900, 8 Uhr Morgens.

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Stationen. Wind. Wetter.

Temperatur

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1) Nachts Schnee. 2) Gestern Regen, Nachts Schnee. 3) Nahm. Schnee.

Uebersicht der Witterung.

Die Depression, welche gestern über Belgien lag, ist mit abnehmender Tiefe ostwärts nah Rußland fortgesthritten, während ein neues tiefes Minimum westlich von Irland erschienen ist, wobei auf den Scillys das Barometer außerordentli stark gefallen ist. Am höchsten is der Luftdruck über Süd- fkandinavien. In Deutshlaud, wo fast überall grleder {lage stattfanden, ist das Wetter trübe und falt ; am Morgen herrsht, der äußerste Südwesten

ausgenommen, roftwetter. Deutsche Seewarte.

“U E I C A A Theater.

Königliche Schauspiele. Freitag: Opern- baus. 44. Vorstellung. Der Wildschütz, oder : Die Stimme der Natur. Komische Vper in

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3 Akten (Dichtung frei nach August von Koßebue). Musik von Albert Lorßing. Anfang 74 Uhr Schauspielhaus. 47. Vorstellung. Sonder- Abonnement B. 7. Vorstellung. Die Brautfahrt, oder: Kuuz von der Rosen. Lustspiel in 5 Auf- zügen von Gustav Freytag. Anfang 7# Uhr. Sonnabend: Opernhaus. 45. Vorstellung. Zum ersten Male: Kain. Musikdrama in 1 Auszug. Dichtung von Heinrich Bulthaupt. Musik von Eugen d’Albert. Häusel und Gretel. Märchen- spiel in 3 Bildern von Engelbert Humperdinck Text von Adelheid Wette. Anfang 7# Uhr. Schauspielhaus. 48. Vorstellung. Jugend von eute. Eine deuishe Komödie in 4 Aufzügen von tto Ernst, Anfang 7 Uhr.

Deutsches Theater. Freitag: Der Probe- fandidat. Anfang 7 Uhr.

Sonnabend: Schluck und Jau.

Sonntag, Nachmittags 2} Uhr: Johaunes, Abends 7{ Uhr: Der Probekandidat.

Berliner Theater. Freitag (23. Abonnements- Vorstellung): Libussa.

Sonnabend: Zum ersten Male: Harold.

Sonntag, Nachmittags 2} Uhr: Der Pfarrer von Kircchseld. Abends 7} Uhr: Harold.

Schiller-Theater. (Wallner-Theater.) Frei- tag, Abends 8 Uhr: Der zerbrochene Krug. Lustspiel in 1 Aft von Heinrich von Kleist. Hierauf: Amphitryon. Lustspiel in 3 Akten nah Moliòre von Heinrich von Kleist.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Fröschweiler.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhc: Das Käthchen von Heilbronu. Abends s Uhr: Freudvoll und leidvoll.

Theater des Westens. (Opernhaus.) Frei- tag (22. Freitags-Abonnements-Vorstellung): Der Väreunhäuter.

Sonnabend: Volksthümliche Vorstellung zu halben

reisen: Die Regimentstochter. Die s{chöne

alathee. :

Sonntag, Nachmittags: “Zu halben Preisen: Zar und Zimmermann. Abends: Der Zigeunuerbarou. (Zsupán: Herr R. Wellhof, als

Gaft.)

j Lessing-Theater. Freitag : |Als ih wieder- am...

Die drei Töchter des Herrn Die drei Töchter des Herru

Neues Theater. Swiffbauerdamm 4a. Frei- tag: Nackte Kunst, Schwank in 3 Akten von Georg Lehfels, Anfang 7# Uhr.

Sonnabend und folgende Tage: Nackte Kunst.

Sonnabend: Dupont.

Sonntag : Dupont.

Residenz-Theater. Direktion : SigmundLauten- burg. Freitag: Die Dame von Maxim, (La dame de chez Maxim.) Schwank in 3 Aften von Georges Feydeau, Ueberset und bearbeitet von Benno Jacobson. In Scene gefeßt von Sigmund Lautenburg. Anfang 75 Uhr.

Sonnabend und folgende Tage: Die Dame vou Maxim.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei bis über die

älfte ermäßigten Preisen: Der Schlafwageu-

outroleur.

Thalia - Theater. Oresdenerstraße 72/73. Freitag: Jm Himmelhof. Große Auósstattungs- posse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Jean Kren und Alfred Scönfeld. Musik von Marx Schmidt. Anfang 7F Uhr.

Sonnabend und folgende Tage: Im Himmelhof.

Konzerte.

Sing-Akademie. Freitag, Anfang 8 Uhr: Denen Bas von Eugen d’Albert und Hugo enter.

Saal Bechstein. Freitag, Anfang 74 Uhr: Ix. (leßter) Lieder - Abend von Fräulein Marcella Pregi.

Beethoven-Saal. Freitag, Anfang 8 Uhr: IL. (letztes) Konzert von Stanislaus Barce- wicz (Violine) mit dem Philharmonischen Orchester.

Architektenhaus. Freitag, Anfang 8 Uhr: Soirée von Anna Petterssou-Norrie.

Pirkus YPchumann. Im eleganten, renovierten

“g. Renz, Karlstr. Freitag, Abends präzise { Uhr: ala - Vorstellung. 10 der besten

Nummern und die neuesten Original-Drefsuren des Direktors Alb. Schumann. Zum Schluß: Doctor Fauft. Eine romantish-phantastishe Handlung in 3 Abtheilungen von August Siems. In Scene eseßt von Direktor Albert Schumann und Ho -Balletmeister A. Siems. Musik von eyer. Regie: Balletmeister Neisinger. 1. Akt: Jm tudierzimmer des Doctor Faust, Jm Reiche der Liebe. 2. Akt: Ein Schützenfest im 16. Jahr? hundert. 3. Akt: Der Hexensabbath auf dem Blocfêberge. Faust's Hölleunfahrt.

Sonntag: 2 große U Nachmittags 37 Uhr und Abends 7F Uhr. ahmiltags: Auf ailgemeines Verlangen: Im Weihnachts-Bazar, oder: Die Puppenkönigin. achmittags ein Kind frei. Abends 74 Uhr: Doctor Fauft, Der Billetverkauf für die unnumerierten Pläße für die Sonntags-Abend-Vorstellung findet erst Sonntag Morgen von 10 Uhr ab an der Zirkuskasse statt.

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Charlotte Freiin von Borke mit Hrn, Thankmar Frhrn. von Münchhausen - Steinburg (Merseburg—Steinburg). Frl. Bertha von Borries mit Hrn. Oberleut. August von Poten Bückeburg). Frl. Elisabeth voa Stammer mit rn. Leut. Hanskarl von Arnim-Peres (Dresden). Frl. Sophie von Zitewiy mit Hrn. Otto von Putaner (Berlin—Nippoglense). Frl. Luise ette mit Hrn. S neter und Leut. d. R. Paul Uecker (Schöneberg— Pofen).

Geboren: Ein Sohn: Hen. Oberleut. Ferdinand von Frankenberg - Lüttwiß (Hirschberg). Eine Tochter: Hrn. Leut. d. R. Ehrenreih von Knoblauch (Ofte: holz). Hr. Regierungs-Assefsor Gustav Adolph von Halem (Ottweiler). Hrn. Regierungs-Referendar Hoffmann (Minden i. W.),

Gestorben: Hr. Landgerichtsrath a. D. Rudolf Wendt (Erfurt). Hr. Major z. D. Frhr. von Eck@ardstein (Weimar). Hr. Hauptmann im

Fnvalidenh. Georg Fink (Berlin). Fr. Cäcilie

von Dewitz, geb. von Sommerfeldt (Dramburg).

Frl. Elise von Rüdgish (Breslau).

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Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlagb- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Neun Beilagen

(einshließli4 Börsen-Beilage)s

zum Deutschen Reihs-Anz

Erste Beilage eiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 15. Februar

1900.

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Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

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il Gerste.

12,00 13,80

12,80 12,50 14,09 12,10 13,50 13,93 14,30 13,95 12,80 13,60 14,00 14,15 16,80 15,20 15,10 14,80 14,00 13,50

Hafer.

12,09 12,00 12,40 14,25 14,00 12,80

11,80 11/40

11,00 11,40 11,50 11,40 11,50 11,90 11,00 11,70 11,20 13,00 13,67 13,20 13,20

14,00 13,80 14,46 13,70 13,20 12,60 11,60

olle Doppelzentner und der Verkaufswert

en für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende

12,00

12,20 13,40 14,50

13,20 11,80 12,00 12,00 11,40

11,80

11,50 11,50 12,20 11,60 11,95 11,40 13,10 13 67 13,20 13,60 12,69 14,29 14,00 14,70 14,09 14,00 13,00 11,90

14,00 14,00

14.39 14,40 14,6) 14,90 14 60 15,50 14,90 15,00 14 30

14,40 14,80 16,44 16,00 16,60 16,50 14 50 14.30 14,90

13,50 13,40 13,30 13,50 13,70

13,309 13,20 12/70 13,40

13,50

13,29 13,50 13 60 13,70 13.70 13 80 14 20 14,20 14,00 14,25 14,40 14,30 16,09 15,30 15,00 15,00 13,20 13,70

12,00 13,80

13,009 12,89 14 00 12,30 14,C0 13,90 14,30 14,20 13,00 13,60 15,00 14,15 17,00 15,60 17,00 14,80 14 00 14,50

12,00

12,20 13,40 14 50

13,20 12,00 12.40 12,09 11,40

11,80

11 70 12,00 12.20 11,60 12,20 11,60 13,10 14,00 13,60

13,60 13,60 14,40 14,20 14,70 14,0 14 00 13,00 12,10

2 600 189 268 422

95 795 198

3 499

14,00 14 60 14,30

14,24 14,03

14,0) 14,60 14,10

14,21 14,00

14,10 13,83

14,80 16,25

15,70 16,25

13,50

13,73 13,56 13,10 13,10 13,20 13,00

12,89 13,00

1400 |

13,87 13,75

14,20 |

14,40 13,98 14,75

12,90 12,83 13:40 13,77 13,50 13,33 13,79 13,57

| | |

E bE F DE LD D I Me

bO S D OL DO bS D

. .

No, dS dO bO D

auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.

res nicht vorgekommen ift, ein

unkt (.) in den leßten sech8 Spalten, daß entsprehender Bericht fehlt.

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