1900 / 46 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

S E Z E S s s M Es aae E i ÉLAR H R t PEE E O IRIR S I HE d ct A L Gr M E

E t L enes a 2A fa

(ei) D R G L N V ahe S ICA A EDE T I :;- vor: t 1Edei

war ein markiger Vertreter des Normannenhberzogs Bren Sn den weiblihen Hauptrollen zeihneten si die Damen Frauendorfer und Hofer aus. Die kleinere, aber wihtige :Nolle des ¿der fh au als Regifseur , gut aufgehoben.

Mönches Wilfried war bei Herrn um die Aufführung verdient gemacht

Im Königlichen Opernhause

Oper „Die Stumme von Portici® in togeder De

Masaniello : Kraus; Fenella: » voriggy Phi Glvira: Fräulein Dietrich; LBittekopf. apellmeister trauß dirigiert

werdea Verdi's Opern „Othello“ und „Falftaff", L „Benvenuto Cellini* und Meyerbeer's Oper „Die Hugenotten“ wieder In lettgenanater Oper, welche seit längerer Zeit nicht gegeben wurde, wird Fräulein Hiedler

in den Spielplan aufaenommen werden.

zum erften Male die Valentine siagen.

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen Otto

Ernst's Komödie „Jugend von heute* gegeben.

„Sé&hluck und Jau“, Gerhart Hauptmann's Possenspiel. wird im Deutschen Theater am kommenden Donrerstag vorläufig zum legten Mal gegeben werden, da H:rr Rudolf Rittnec, 2 des Jau, am Freitag einen Urlaub. antritt. Nach der Rückkehr des Künstlers wird das Siück wieder auf dem Spielplan erscheinen.

Da die Weiterführung der Subskriptions-Konzerte im Neuen Königlichen Opern-Theater durh di- shwere Erkrankung des Unter- nehmers, Herrn Carl Loew?nstein, zur Unmöglichkeit gew der seiner Zeit gebildete Chor, bestehend aus:150 Damén- und Herren, unter Leitung seines Dirigenten Profefsocs R. L. Hermann entf loffen, hrung zu bringen. Das erste Konzert, am 13. März, bringt „Fauft’s Ve rdammung“ von Hector Berlioz. Der dur seine Grfolge bei dem Sängerfeft in Caffel ‘bestens bekannte Potsdamer Männergesangverein (Direktor : Musikdirektor M. Sebhardt) wird sih vollzählig an der Aufführung

im Monat März zwei große Chorwerke zur Auffü

betheiligen.

Am Dienstag, den 6. März, findet im Saal der Kriegs- Akademie (Dorotheenstraße) ein Wohlthätigkeits-Konzert zum Besten des „Schweizerinnen-Heims“ stait, zu dem Fräulein Willy Arendts (Alt), Fráu Rose Ettinger (Sopran), die (Bariton), en (Sp r ei s Bin und a 5

órardy (Violoncello re irkung zugesagt haben. arten : T gs L S Let find bei Bote u. Bock und bei den Vorstandsmitgliedern käuflich. estspiele hier anwesend ift, wird als türkishe Wahr sagerin tbätig sein.

Bei dem morgen, Mittwoh, Mittags 12 Ubr, in der Marien- Kirche stattfindenden Orgelvortrage des Musikdirektors Otto Dienel werden mitwirken: die Konzertsängerinnen Frau Agnes Meißner, Fräulein Marie Burand und Fräulein Hanna Kuschel, die Violinistin Fräulein Johanna Bernhard und Herr Robert Schwießel- mann. gee Aufführung gelangen Werke von Bach, St1 Haydn, Mozart, Schubert, Mendelsfohn u. A. Der Eintritt ift frei.

Herren . David Ffrangcon - Davies

Mannigfaltiges.

Berlin, den 20. Februar 1909.

Dem Iahresberiht des „Vereins zur Förderung der Kunst“, gegründet 1897 zur Pflege aller Kunstiweige und jur ideellen und materiellen Förderung der Künstler, ift zu eatnebmen, daß die Gesellschaft sich im vergangznen Jahre wiederum um 160 Mitglieder In den Vorstand sind neu eingetreten der Redakteur Professor Dr. Aifred Kiaar (ftellvertreten der Borsigender), Konzert-

vermebrt hat.

meister Bernhard Dessau, Musikdirektor Oito Walter Harlan, Shriftsteller und Theater, Felix Freiherr von Stenglin. aul Shultze-Naumburg, Maler Oito

ftüzungen und feste Stipendien gewährt wurden.

Wetterberiht vom 20. Februar 1900, 8 Uhr Morgens.

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| Wetter.

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Stationen. Wind.

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Cork Queens- E 4sbalb bed. | Gberbourg . 5\bedeckt D ai 5\bedeckt E Go Zi 3\bedeckt mburg . . 2\wolkigl) ! winemünde 6|bedeŒi2) | Neufahrwafser 4\bedeckt | Memel ..… . | 741 5|Rege1.3) | Münster Wstf.| 733 S|bedet | Karlsruhe . . | 740 Sjbededt | Wiesbaden. . | 738 4[bededckt | München . . | 743 6|Regen Chemniy .. | 741 2\Regen Berlin ...| 738 | |

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1) Geftern Regen. 2) Nachts Regen. Regen. 4) Gestern anh. Regen. : Uebersicht der Witterung. Ein sehr tiefes Minimum liegt über der Nordsee, auf seiner Südscite starke \üdlihe und \üdwestliche Winde verursachend, eine Theildepression lagert über dem Georgéfanal. Im Westen der Britischen JInseln ist das Barometer ftark gestiegen, dagegen über Norwegen stark gefallen. In Deutschland ist bei lebhafter Luftstrômung aus südlicher Richtun das Wetter trübe und ungewöhnlih mild; übera ift Regen gefallen. In Nord-Guropa hat der Froft erbeblih nagelassen. Ferttauer der miiden, windigen und jeuhten Witterung wahrscheinlich. Deutsche Seewarte.

ISHOORCSZ E R E I OE E T N E Theater.

Königliche Schauspiele. Mitwoh: Opera- haus. 49. Vorstellung. Die Stumme von Portici. . Große Oper in 5 Aafzügen. Musik von

10 3) Nachts

geht morgen Auber's eßung in Scene: abend "Gra; Alfonso:

Dramaturg am Shriststeller, Maler Feld, Ober-Regifseur lfred Halm und Verlagsbuhhändler Ludwig Blech. Die Finarnz- lage des Vereins ift eine gute, obwohl größere Beträge für Unter- Der Verein läßt egenwärtig mehrere Sänger, Maler, Schauspieler bei ersten Lehrern eranbilden. Vom nächsten Jahre ab joll auch eine koftenlose Vertretung (Agentur) ausübender Künsftler,die Tüchtiges leisten, erprobt und empfohlen find, eingerihtet werden. Auch ein Vertrieb \hrififtellerisher und

Arbeiten ul litten ist beabsuhtigt. solde ohne das Ver

bunden mit

Berlioz? Oper

mann u. A.

Graun) zur Aufführung. der Darsteller

orden ift,kat sih Frauenvereins

Saroazznen und Beduinen bringen.

Alfred

das Königliche Meteorolog

Stradella,

Schmidt, Dr. Lessing-

[arate am 9.

Auber. Text von Scrikte. Für die deutshe Bühne bearbeitet von Lichtenstein. Ballet von Emil Graeb. Anfang 7# Ubr.

Schauspielhaus. 52. Vorstellung. Jugeud von

eute. Eiae deutshe Komödie in 5 Aufiligen von

tto Eraft. In Scene gesezt vom Regisseur Georg Droesher. Anfang 7# Uhr.

Donneréttag: Opernbaus. 509. Vorftellung. Undine. Romantische Zauber-Oper in 4 Akten ven Albert Lorßing. Text nah Fougus's Erzählung trei be- arbeitet. Tanz von Emil Graeb. Anfang 7 Uhr.

Schaufpi:lbhaus. 53. Vorstellung. Kabale und Liebe. Ein bürgerlihes Trauerspiel in 9 Aufzügen von Friedrich von Schiller. Anfana 75 Ubr.

Der Vezfauf der Abonnemeznts-Billets für den 26. bis 28. Februar und den Monat März cr. findet am Sonnabend, den 24. d. M., von 10—1 Uhr in dgr Theater-Haupikasse ftatt. Es werden Billets zu

gnt und 29 Shausviel-Vorstelungen aus- gegeben.

Deutsches Theater. Mittwoch: Der Probe- kaudidat. Anfang 7} Uhr.

Donnerstag: Schluf und Jau.

Freitag: Der Probekandidat.

Berliner Theater. Mitiw5H: Zum 50, Male: Das Erbe.

Donnerstag: Das deutsche Jahrhundert.

Freitag (24. Abonnements-Vortitelluag): Harold.

Schiller-Theater. (Wallner-Theater.) Mitt- woh, Abends 8 Udr: Fröschweiler. Schauspiel in 4 Akten von Hans von Wentzel und Ferdinand Runkel.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Zum erften Male: Der Probepfeil.

Freitag, Abends 8 Uhr: Der Probepfeil.

Theater des Westens. (Opernhaus.) Mitt- woh: Undine.

Donnerstag: Der Zigeunerbaronu.

Freitag (23. Freitaas-Abonnements-Vorftellung) : Neu einstudiert: Der Postillon von Loujumeau.

Sonnabend: Volkstbümliche Vorstelluna zu halben Preisen: Die lustigen Weiber von Windsor.

Sonntag, Nachmittags: Zu halben Preisen : Undine. Abends: Der Zigeunerbaron.

Lessing-Theater. Mittwoch: Als ich wieder- kam... Donnerstag: Der Athlet, Freitag: Der Athlet.

anz neuen, den Künstler niht beschweren

Der Beitrag jähre insofern erma als v E Vollmitgliedschaft auch eine organ, , die auf 2 Æ& pro Quártal stellt. Auswärts beträgt der Jabres- N atel ie bs Abonnement des „Kunftwarts* allein, nämlih 12 A An interessanten Veranstaltungen siad für die näste Zeit geplant bezw. fehgelept für Ende in der Kunsthandlung einer Besichtigung der ausgestellten Kunstwerke E unter sahkundiger Führung); für Anfang März ein volksthümlicher Pietro: Pert | Abend (Besuch koîtenlos): „Gottsched-Feier“ (Vo! : emnäh Reichel, Rezitationen von Dichtungen - Gottiched's{er Zeitgenofsen, musifalish2 Vorträge). Am 18. und 19. März finden große Mufsik- aufführunaen mit dem Philbarmozaishen Orchefter und dem ver- ftärkien Otto Shmidt’shen Chor ftatt. Dirigenten sind Hofkapell- meifter Richard Strauß und Hans i Hofopernsänger Grnft Kcau3, Anton Siftermans, Alexander Heine- Von R. Strauß kommen die fy aphonishen Dichtungen „Gin Heldenleven“ und „Tod und Verklärung“, von Pfi Theil seines Musikdramas „Die Rose vom Liebesgarten“ (Text von ade März ift eia : „Moderne Regiefübrung“ durch den Regisseur Rudolf Lorenz- Halle, für April ein Vortraa mit Rejitationen über Mzeterlinck in Aussicht enommen, de8gleihen eine erste dramatische Aufführung des Vereins. Näheres ift dur die Geshäftsftelle (Klopftokftr. 21) zu erfahren. lem

Füc E

Der Billetverkauf zu dem Fest des Vaterländischen (Zweigverein Berlin) am Mittwoch und Donnerétag, den 21. und 22. Februar, geftaitet fich ungemein rege. Das diesjährige , Feft in der Levante“ wird aber auch eine Au®geftaltung erbaltèn, wie feines seiner Vorgän ständige dekorative Ausshmüduna a

ger. Zum ecften Mal ift ller Räume und der Bübne des Neuen Könialichen Opern-Theaters in Auesiht genommen, wie fie bisher nur die Alpenfeite kannten. Das Tanzzedicht „An den süßen W2ffs-rn“ wird einen Elfenreigen, einen Odaliskfentanz und ein Waffenspiel zwischzn Dasselbe ist von dem Universitäts- Tanzlehrer Zorn in Scene geseßt. Uater Leitung der Frau William Pape - wird ferner eine aus 24 Damen und Herren der Gesellschaft bestehende spanisch2 Gitana-Truppe, deren Mandolinen-Occhester von Herrn Reinhold Vorpabl dirigiert wird, mitwirken. räulein Johanna Balt, die zur Aufführung eines ihrer patriotischen

Ueker die Witterung im Monat Januar 1906 berichtet

{e Institut auf Grund der angestellten Beobachtungen Folgendes : Das neue Jahr leitete sich ziemlich un- freundlid ein; denn der erfte Monat desfelben brachte zwar meist milzes Wetter, aber viel Näfse und außerordentli wenig Sonnen- schein. Die Temperatur lag täzlih, mit Ausnahme der kurzen aber ftrengen Froftperiode um den 14., über dem Durchschnitt, sodaß auch das Moecnatsmittel fast überall ein zu hohes war, besonders im Süden, wo der Wärmeüberschuß 24? erreihte. Nur ber Küftensaum batte es größtentheils etwas zu falt. Die verbältnißmäßig bohe Temperatur ift einerseits den vorwiegend südlihen und roefilichen Winden ju verdanken, andererseits aber der sebr groß:n Bewölkung, welhe die nähtlihe Auéstrahlung und Abkäblung verhinderte. Die berr hende oieanisde Luststrômung brachte au) häufige Niederschläge, sodaß die meistea Octe mindesten3 20 Niedershlagätage verzeichneten. Daher wurde au allenthaldea die normale vielfad is das Doppelte bis Dreifache derielben gemessen worden. Swhnee fizl rit selten und bedeckte den Boden den größten Theil des Monats bindurch in mäßiger Höbe, in den Gebirgen bis zu 80 cm Mächtiakeit. Zu Neujahr berrshte bei {wahen südlichen Winden mildes, trübes Wetter, d2s in den nächsten anbielt, da eine flahe, von Westen heranrückende Depression zunächst noch weiter südliche Luftströômung veranlaßte. Als jene jedo% am 6. nah Osten abgezoaen war, drang von Norden ber vorübergehend ein Howdruckgebict herein, infolgedessen kalte, \üdöstlihe Winde einsezten und die Temperatur zum Sinken brahten. Allerdings er- _am 9. wieder eine Depression im Nordwesten beïtimmenden Einfluß auf die Witterung, sodaß es bei Regen- und Schneefällen

wurde im Berichts-

afen wurde,

ebruar ein Vortra"8-

von Keller u. Reiner (ver- sehr rasch: sie

eier* (Vortrag von Eugen e ( Tagen tro

ner, Solisten der Königliche

Vortrag über

eine voil-

Die Dithterin

niedrigem Luftdru Kälte aus Rußland herbeiführten. Am Monatss{luß war die Temperatur gerade normal.

eiwas wärmer wurde. Indeffen wanderte vom 11. an ein Maximum von Südwesten her langsam über Deutshland hinweg und vereinigte ih endlich mit der schon längere Zeit im Nordosten liegenden Anticyklone. Hierbei traten zuerst nördlihe, dann öôstlihe Winde auf, welhe bis ¡um 14. einen Temperaturfturz von 10 Grad im Tagesmittel verursahten. Vom 15. an aber wurden

im Norden vorüberziebende Minima maßgebend, die im Verein mit hohem Luftdruck im Süden vorwiegend westlihe Winde mit Regen: und Stneefällea hercbeiführten; die Temperatur stieg daher war um den 16. wieder normal und um den 23. bis zu 10 Grad zu hoŸ. Hierauf drevte de: Wind mehr nah Nordwesten und leitete wieder langsame Abkühlung ein, die was in den leßten völliger Umkehrung der Wetterlage fort

wieder

seßte, da bei im Süden und hohem im Norden öftlihe Winde

Im Zoologischen Garten hat die Sammlung der Reiber " it und Ibisse in den leßten Tagen mehrere bemerkenswerthe Bereiche- pner der erl? | rungen erfahren. melanopis) eingetreffen, fo genannt wegen ibrer s{chwarzzn Ge- sichtszeihnung. Sie sind ungefähr so groß wie der beilige Ibis, haben weißen, rostig übecflogenen Kopf und Hals, weiße Flügelzecken und auf der rostig-weißen Brust eine graubraune Binde. Der Rüden ift graubraun, die Flüzel und der Shwanz find {warz mit grün- Schimmer, der Bauch und die Swenkel dunkelbraun. Der roftfarbene Arflug ift auf dem Oberkopf besonders auffällig. Außer: dem sind noch zwei Schopfreiber (Ardeola comata) angekommen: kleine weiße Reiber mit ockerfarbigen Kovfs, Hals- und Schulter- federn, dunkelrcftbraunem Rüden, gelben Füßen und grünli-grazem SHnabel. Der Schopfreiber lebt im südlihen Guropa und in Nord- Yfrika und hat sih aub hon nach Süddeutschland verflogen.

Aus Patagonien sind zwei „Brillen-Ibifse“ (Ibis

Weimar, 19. Februar. (W. T. B.) In der biefigen Stadt- firhe fand heute die feierlihe Abordnung des von dem All- emeinen evangelisch. proteftantiszen Miisionsverein zum Mission in Tsingtau bestimmten Pfarrers Schüler ftatt. Der- selbe mird die Seelsorge für die deutsch - evangelische Ge:zeinde in Tsingtau und die dortize Garnison übernehmen. Der Feier wohnten als Vertreter des Staatssekretärs des Reichs-Marineamts der Kor- vetten-Kapitän van Semmern, sowie Vertreier der Großherzoglichen Staatsregierung und dec städtishen Behörden bi.

Pfarrer ter

gesehen, und worden.

Menge übertroßFen ;

gen noch

Neues Theater. Siffbauerdamm 4a. Mitt- woh: Nackte Kunst. Schwank in 3 Akten von Georg Lehfels. Anfang 7# Uhr.

Donnerstag: Nackte Kunst.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen:

oh unft, Lustspiel in 4 Akten von Thilo von

rotha.

Residenz-Theater. Direktion: SigmundLauten- burg. Mittwoch: Die Dame von Maxim. (La dame de chez Maxim.) Stwank in 3 Altten von Georges Feydeaun. Ueberscit und bearbeitet von Benno Jacobjon. In Scene gesé|t von Sigmund Lautenburg. Anfang 74 Uhr.

Donnerstag uad folgende Tage: Die Dame vou Maxim.

Sonntag, Nachmittags 3 Ubr: Bei bis über die Hälfte ermäßigien Preisen: Der Schlafwagen- Controleur.

Thalia - Theater. ODreêdenerftraße 72/73. Mittwoh: Jm Himmelhof. Große Ausftattungs- pvofse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Jean Kren und Alfred S&önfeld. Musik von Marx Schwidt. Anfäng 7# Ubr.

Donnerstag und folgende Tage: Jm Himmelhof.

Konzerte.

Sing-Akademie. Mittwoch, Anfang 8 Uhr: Lieder-Abend von Maria Luise Walter.

Saal Bechstein. Mittwoh, Anfang 74 Uhr: Klavier-Abend von Gertrude Peppercorn.

Beethoven-Saal. Mittiwoch, Anfang 8 Uhr: Lieder-Abend von Camilla Landi. Mitwirkung: L, van Waefelghem (Viola d’amour).

PBirkus Schumann. Im eleganten, renovierten Zirkus Renz, Karlstraße. Mittwoch, Abends präzise 74 Uhr: Große außerordentliche Vorstellung. 10 der besten Nummern des Programms. Direktor Albert Schumann mit seinen unerreiht da- stehenden Original - Drefsuren. Zum S@hluß: Doctor Fauft. (Beginn der Pantomime 9 Ubr.) Gine romantisch-phantastishe Handlung in 3 Ab- theilungen von August Siems. In Scene gelept von Direktor Albert Schumann und Hof-

Wahrscheinlich bleiben 1000 oder des Feindes bei von Colesberg zurückgezogen werden, um den von Westen her in den Oranje-Freistaat eindringenden britischen Truppen entgegenzutreten. britishe Patrouillen begegneten gestern denjenigen von Arundel; es hat sih herausgestellt, daß in dem Gebiet zwischen Hanover und Arundel keine Buren stehen.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene

Depeschen.

Arundel, 19. Februar. (Meldung des „Reuter'schen Bureaus“.) Jn dem Gebiet um Arundel stehen anjcheinend nur wenige Buren. Bei einer genommenen Nu gera wurden nur 600 Buren

am Sonnabend vor-

feine beobachtet 2000 Mann 10000 Mann

eitocm sind fast gar

Colesberg, währ.nd

Von Hanover Road Station kommende

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten

Beilage.)

Balletmeister A, Siews. Musik von Heyer. Regie: -- Balletmeister Reisinger. 1. Akt: Jm Studierzimmer des Doctor Fauft. Jm Reiche der Liebe. 2. Att: Eiu Schützeunfest im 16. Jahrhunde-:rt. 3. Akt: Die Herzogin von Parma. Der Hexensabbath auf dem Biockêberge. Faust's Hölleufaghrt.

E: C I U R E E C S E T a

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Helene Reichel mit Hrn. Vize- Konful Friedrih Shenke (Berlin). Frl. Clara Heiz ann mit Hrn. Forstassefsor und Oberleat. i. reit. Feldjäzerforps Kurt de Grab! (Köln— Paris). Frl. Johanna Heimann ‘mit Hrn. Oberleut. Ernst Frhrn. von Wilcieck (Köln— Thorn).

Verehelicht: Hr. Leat. Maths mit“ Frl. Char- lotte Beblig (Breslau). Hr. Oberleut. ¿. S. Graf Posadowsly-Webner mit Frl. von Wißleben (Berlin). Hr. Militär-Intendanturrath Georg Haeck:l mit Fil. Eugenie Korn (Straßburg i. Els.—Berlin.

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Diftrikts-Kom- missar Tkeodor von Gerdtel (Kröben). Hrn. Rittmeister von der Dccken (Grimma). Gine Tochter: Hrn. Leut. Klepper (Kosel, O.-S.) Hry. Hauptmann Wilbelm voa Ver'en (O —- Hrn. Grich von Helmolt (Göttingen).

Gestorben: Hr. Anton von Koenigsega-Karshau (Karschau). Hr. Albrecht von Motius (Börnen). Hr. Rittergutsbesißer Claus von Reden (Moréleben). Hr. Kommerzienrath Carl Drew'‘en-Lachendorf (Celle). Frl. Marie von Tresckow (Blankenfelde).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckterei und Verlags- Anstalt, Berlin SW., Wilhel#üistraße Nr. 32.

Neun Beilagen (einshließlih Börsen-Beilage),

sowie dic Inhaltsangabe zu Nr. 6 des öffent- lichen. Anzeigers (einschließlich der unter Nr. D veröffentlichten Bckanntmachungeu)- betreffend Kommanditgesellschaften auf

und Aktiengesellschaften, für die Woche vom

12. bis 17. Februar 1900,

Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Dienstag, den 20. Februar

1900.

M 46.

Berichte vou deutschen Fruchtmärkten.

gering

Qualität f

; mittel gut Verkaufte

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

Menge

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niedrigster | höhster | niedrigster | höhfter

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Bemerkungen. ©D

Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung,

ie verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf vo daß der betreffende Preis niht vorgekommen ift, ein Punkt (.

Weizen. 13,80 f! 14,00 14,20 | 14,40 14,60 12,00 f 13,25 13,25 | 1450. 14,50 13,80 f 1420! 14,40 f 14,80 15,00 1420 1 (1470| 1470 | 1520 | 1520 13,60 # 13,80 13,80 f? 14,00 | 14,00 15,60 î 15,50 j 15,50 16,00 | 16,00 12,90 î 13,20 | 13,60 14,20 | 14 90 15,00 ? 15/90: 1 15,50 f 16,00 | 16 00

Roggen.

12,50 12,80 13,00 | 13,30 12 60 12,80 13,00 | 13/20 12,80 12,80 | 13,60 | 13,69 1330 | 1250 | 1370| 1320 e it 1540 |- 1840 13,39 1230 f 1020| 13,90 1280 | 12,80 13,00 | 13,09 13,70 1370 } 1450 | 1660 14,26 1426 1 1640 | * 1440 A “A 1 M00 | 1680 1310 | 1040. 1 100. | 1870 13.70 13,70 1450 | 14,50

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12,80 | 14,08 | 13,93 16,00

1420 '

11,52 | 11,98 | 13,33 |

12,42 | 16,15 | 16,24 | 16,14 | 14,68 |

194 11,40 | 16.2. 875 11,80 | 16.2.

826 11,80 11,80 | 19.2. 475 13 57 1350 | 17,4 950 13,49 1360 | 1%

240 13,34 Ie L A 188 13,16 13,15 12. 2. 336 14,00 13,50 | 19.2.

535 13,38 13,57 19. 2 5

[le Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet. ) in den legten sechs Spalten, daß entsprehender Bericht feblt.

Parlamentarische Nachrichten.

Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Abänderung von Bestimmungen der Kreisordnung für die Pcovinzen Oft- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 13, Dezember 1872/19. Mr (Gesez-Samml. von 1881, S. Ï

_Dem Havse der Abgeordneten ist folgender Entwurf eines Gesetzes, betr: ffend die Abänderung der Kreisordnung für die fes östlihen Provinzen, zugegangen :

Artikel 1.

Durch Königliche Verordnung kann für einzelne Kreise nah An- börung des Provinzialraths bestimmt werden, daß von dem nah § 8s der Kreisordnung ‘für die Wablberehtigung im Wahlverbande der größeren ländlihen Grundbesißer maßgebenden Mindestbetrage an Grund- und Gebäudesteuer wenigstens die Hälfte auf die Grundsteuer entfallen muß.

Zugleich kann vorgeschrieven werden, daß dicjenigen Landgemeinden der betreffenden Kreise, welGe nah der legten allgemeinen Volks- ¿äblung mit Ausschluß der aktiven Militärperionen mehr als 6070 Ein- wohner zählen, als Städte im Sinne der Bestimmungen der Kreis- ordnung über die Zusammenseßung des Kreistags (FF 84 bis 114) zu gelten haben.

Artikel T1.

In den als Städte geltenden Landgemeinden sind die Kreistag-

Abgeordneten und Wahlmänner 104 der Kreisordnung) von der Gemeindevertretunz zu wählen

Artikel 111. : _ Wählbar zum Mitgliede des Kreistags und zum Wablrann ift im Wahlverband der Städte jeder Einwohner der im Kreise beiegenen Städte, welcher sih im Besitze des Bürgerrehts befindet, sowie j-des Gemeinteglied der als Städte geltenden Landgemeinden. (F 106 der Kreisordnung.) Artikel 19.

Sind bei dem Inkrafttreten der Königlihen Verordnung, durch welhe eine Vorschrift nah Artikel T Absay 2 diescs Gesetzes erlaffen wird, in ten betreffenden Kreisen eine oder mehrere Landgemeinden mit mebr als 6000 Einwobnera vorhanden, fo ist alsbald eine ander- weite Vertheilung der Kreiétags-Abgeordneten auf die einzelnen Wakhl- verbände und eine Neuwabl sämmtlicher Kreistags-Abgeordneten vor- ¡unehmen. 112 der Kreisordnung.)

Eine außerordentliche Revision der Vertheilung der Kreistags- Abgeordneten findet nicht statt :

) wenn cine Landgemeinde erft nach dem Inkrafttreten der

Königlichen Verordnung die in Artikel T1 Absay 2 bezeichnete Ein-

wobnerzahl erreicht ; 7 | ) wenn eine dem Wablverbande der Städte angetörende Land- gemeinde diese Einwohnerzabl wieder verliert ;

En wenn einer dem Wahlverbande der Städte angehörenden ndgemeinde die Annahme der Städteordnung geftattet wird.

Diesem Gesetzentwurf ist nahstehende Begründung beigegeben :

Zum Zweck der Wahl der Kreistags-Abgeordneten werden nah S 85 der Kreisordnung vom 13. Dezember 1872/19. März 1881 drei Wablverktände gebildet, und zwar

a. der Wahlvecband der größeren ländlihen Grundbefiger,

b. der Wakblverband der Landgemeinden und

c. der Wablverband der Städte

Die jedem Kreise nah Maßgabe seiner Bevölkerungsziffer zu- stehende Zahl von Kreistags-Abgeordneten wird auf diese drei Wahl- verbände nah folgeaden Grundsäßen vertheilt :

1) Die Zabl der städtishen Abgeordneten wird nah dem Ver- bâltnifse der städtishen und ländlihen Bevölkerung, wie das- selve dur die leßte allgemeine Volkszählung festgestellt worden ist, bestimmt. Die Zakl der ftädtishen Abgeordneten darf die Hälfte. und in denj:nigen Kreisen, in welchen nur eine Stadt vorhanden ift, ein Drittel dec Gesammtzahl aller Abgeordneten nit übersteigen.

) Von der nah Abzug dec ftädtishen Abgeordneten übrig bleibenden Zabl der Kreistags-Abgeordneten erhalten die Ver- bände der größeren Grundbesiß:r und der Landgemeinden ein jeder die Hälfte (S 89).

Der Wablverband der größeren ländlih:n Grundbesizer besteht aus allen denjenigen zur Zahlung von Kreitabgaben verrflihteten Grundbesizern, mit Einschluß der jaristishea Persoaen, Aktiengesell- {haften und Kommanditgesell chaften auf Aktien, w-lhe von ihrem gesammten, auf dem platten Lande innerbalb des Kreises belegenen Grundeigenthume den Betrag von mindestens 225 4 an Grund- und G-bäudesteuer entribten beziehungéwz-ise zu entrihten haben würden, wenn sie nah Maßgabe der Geseg? vom 21. Mai 1861 (Gesey- Samml. S. 253 und 317) zur Gruad- beziehungsweise Gebäudesteuer vzranlagt wären 86 Abs. i).

Dem Wablverbande der größeren ländlihe-n Grundbesißer treten diejenigen Gewerbetreibenden und Bergwerksbesiger hinzu, w:l{che wegen ibrer auf dem vlatten Lande betriebenen gewerblihen Unte:- nebmungen in den Klasszn L und IT- der Gewerbesteuer mit einem Steverbetrage von 3C0 ( veranlagt sind 86 Akf. 4)

Ueber die Enistehung8geschichte di:fer Bestimmungen ist Folgendes zu bemerken:

Der Bildung des Waklverbandes der größeren ländlihen Grund- besiger lag die Atsiét zu Grunde, dem bis dabin virilstimmberehtigten Eroßgrundbesit: in der Kreisvertretung den Einfluß zu erhalten, auf den er nah ]einer politischen, fozialen und wirtbs{aftlihen Be- deutung cin begründetes Anrechdt bat. In den K-reisordnungs- entwürfen der Jahre 1860, 1862? und 1883 war daher ein Grundstzuerreinertrag von 2000 Tkalern als Vorbedingung für die Zugehörigkeit zum Wablverbande des Großarundbefizes an- genommen, ein Ertrag, der zur Begründung des Gesus um Ver- leibung der Riiterguttqualität nahgewiesen werden mußte. Die Gebäudesteuer-Nußungswerthe waren nicht zur Berechnung gezogen, und 2s ruhte die Wablberehtigung auf den-einzelnen Gütern, niht auf der Zablurg von Realsteuern von dem gesammten in einer Hand befindlichen Grundbesiße. Nach dem Entwurfe von 1869 sollten dagegen alle diejenigen Grundbesißer wahlberechtigt sein, deren gesammtes, auf

dem platten Lande belegenes Grundeigenthum zu einem Grundsteuer- Reinertrage beziehungëweise Gebäudesteuer-Nußungêwerthe von zju- sammen mindestens 1000 Thalern veranlagt ift. Jn den Motiven war bemerkt: „E3 wird zugegeben werden müfsen, daß sih die Bedeutung des Grofgrundbesizes bei der heutigen Entwickelung der Verhbältnifse niht auss(ließ;lich nah dem landwirthschaftlichen Ertrage bemißt. Auch den Besigern größerer industrieller Etablissements wird ein erbößter Einfluß niht abzusprehen sein, und es wird sh nit leugnen lassen, daß si bei der gleihzeitigen Inbetra&tnabme des Gebäude- steuer-Nußzungêwerthes cin annähernd rihtigerer Maßftab für jene Bedeutung ergiebt, als wenn nur die Giundstenerreinerträge zur Berechnung gezogen wecden.“

Fn dem in der Session 1871/72 vorgelegten Entwurfe war an Stelle des Grundfieuerreinertrages und des Gebäudefteuernußungs8- wertbes von 1000 Thalern ein Grund- und Gebäudefteuerbetrag von 75 Thalern gesezt. Die von dem Abgeordnetenhause zur Vor- berathung dieses Entwurfs eingeseßte Kommission {lug eine Abänderung dahin vor, daß neben der Entrichtung eincs Mindest- betrages von 75 Thalern an Grunt- und Gebäudefteuer noch ein Land- besiß von weniastens 75 ha Größe nahgewieses werden solle, weil sonit der Begriff „Groß - Grundbesitz“ in der Provinz Sachsen ganz verloren geben werde. Dieser Vorschlag wurde im Plenum abgelehnt, weil die dem Entwurf beigefügte Nachweisung der wablber-chtigten Grundbesitzer ergab, daß in den Provinzen Vst- und Westpreußen, Posen, Schlesien, Pommern und Brandenburg kaum ein einziger von denjenigen Grundbesitzern, die 75 Thaler oder mebr an Grund- und Gebäudefteuer zahlten, weniger als 75 ha besaß, das Arealforrektiv also für diese Provinzen überflüssig gewesen wäre, während es in der Prooinz Sachsen cine arößere Zahl von kreistagsfähigen Nittergütern mit mehr als 75 Thaler an Grund- und Gebäudifteuer, aber mit weniger als 75 ha Fläche, ungerehtfertigter Weise von dem Grofß- grundbesiße autgeshlofsen aben würde. (Stenogr. Ber. S. 1430 ff.).

Von den Gewerbetreibenden 86 Abs. 4) war in den erften Kreisordnungsentwürfen nicht die vtede; sie sind erft bei den Be- rathungen des Hauscs der Abzeordneten über den Entwurf von 1869 in den Wabhlverband der größeren ländlihen Grundbesißer auf- genommen. j

Nach den vo'st-benden Ausführungen unterliegt es keinem Zweifel, daß die Wablberehtigung im Waklverbonde der größeren ländlichen Grundbsißger mit einem land- oder forstwirtbschaftlih ge- nußten Besiße von bestimmter Größe verbunden fein sollte, und daß die Entrichtung voa Gebäudesteuer bei der Berehnung der Steuer» summe von 225 M zwar mit in Betracht grzogen werden, für ih allein aber die Wablberehtigung nicht gewähren sollte. Ja dem § 86 Abf. 1 der Kreisordnung ift dieses jedoch niht zum Ausdruck gelangt; es feblt an ciner Bestimmung darüber, daß in der Steuer- summe von 225 #4 ein bestimmter Mindeftbetrag an Grundsteuer enthalt-n sein muß. Das ODber-Verwaltungëegeziht hat daber in einem Urtheile vom 8. Januar 1880 erkaant, daß nah dem Wort- laut des Gesehes auch ein Hausbesiz, von dem nur Gebäudesteuer zu entrichten ist, die Zugebörigkeit zum Wahlverbande der größeren

ländlihen Grundbesigec begründen fönne. Im Gegensaßze hierzu wurde in die sämmtlichen seit 1884 er-

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