1900 / 52 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Eine Kollektión von Landschaften Etienne Moreau-Nelaton's

Hermann Wolff in Unterhandlun

Lebrt uns einen talentvollen Maler aus der Rihtung Pifsarro's kennen, im biesigen Königlichen Opernhau

defsen Bilder dur< Isolierung gewinnen dürften. Der gflciomosi füble und belle Ton, in dem fie gehalten sind, legt den uns< nad

Unterbrehung dur< Gegensäßlihes nahe.

Theater und Musik. Im Königlichen

Herr Lieban.

Ernft's deutshe Komödie „Jugend von heute“ zum

bekannten Besegung zur Aufführung.

am Donnerstag, den 1. März, Abends Ubr, im 1866 bezw. Hinterbliebene Gefallener mit 61931 / und

In der Neuen Ae Opern-Theater statifindenden Wohl - | aus den Lustspiel - Novität | bezw. unter Mitwirkung der | bezw.

thätigkeits -

orstellung gelangt die „Im Elternhaus*" von W. Karca

Opernhause geht 3009. Male Georges Bize!’s Oper „Carmen Rothaujer in der Titelrolle in Scene. Den Don Joss singt Herr Philivp, den Moralòs Herr Berger, den Gtcamillo die Fraëquita Frau Herzog, die Mercòdes Fräulein Dietrich, die Micaëla Fräulein Weitz, den Zuniga Herr Krasa, den Dancairo

mit Fräulein

Herr Hoffmann,

Kassen der 9%

In Weimar is der Violincellist und Komponist Professor Bronzen von Lewin-Fun>e, Volkmann und Franz | Leopold Grüßymacher, Großherzogliher Konzertmeister am M egner, sowie kuanstgewerbliche Arbeiten von Bernhard Wenig | dortigen Hoftheater, gestern gestorben.

vervollständigen die, wie immer, reihhaltige und anregende Ausftellung. | 1835 zu Deffau geboren, wurde zunächst von seinem Vater, später von

C. Drechsler und dann von seinem älteren Bruder ausgebildet. gehörte eine Zeit lang dem Gewandhaus-Orchefter in Leipzig und seit | kollegium zu diesem Zwe> die Aula der neuerbauten dem Jahre 1876 der Kapelle des Hoftheaters in Weimar an. Seine morgen zum | Kompositionen fanden viel Anerkennung.

Manuigfaltiges. Berlin, den 27. Februar 1900.

Die Victoria-National-Invaliden-Stiftung bielt heute f pro Person. Im Königlihen Schauspielhause gelangt morgen Otto | im Abgeordnetenhause ihre 32. Jahresversammlung ab. Nach dem 9. Male in der | dabei erstatteten Bericht hat die Stiftung im verflossenen Jahre aus der Kasse der Zentralverwaltung 708 Invaliden des Krieges von

amilien mit 42360 A, amilien mit 104291 4 unterstüyt, d. s. 231 Personen

auH ift ein erneutes Gastspiel | Herr Pr. Julius Lohmeyer aut seinen Humoresken vorlesen. a

e geplant,

Gr war am 4. September

künstleris

olgt am

Zweigvereine 759 Personen insgesammt 1467 Personen

rogramm des Abends is somit aus\< Inhalts. Einlaßkarten siad in den Buchhandlungen von Amelang Moe Bee Unte 126), Lazarus (Friedrichstraße 66), Speyer u. Peters Ünter den Linden 43) und Trautwein (Leipzigerstraße 8) zu haben.

Dichter- und Komponisten-A bende n iller-Theaters werden jeßt au nacdem der dortige Magistrat und das Königliche Prov

eßli<h humoristishen

dem Muster des in Schöneberg ua, inzial- uls

Hohenzollern-

Schule“ (Reformgymnasium) zur Verfügung geftellt haben. Mit der eitung dieser Volksunterha

steller Herr Victor Laverrenz und die bekannte Rezitatorin Frau

Margarete Pix betraut worden. Künstlerishe und literarishe Kräfte

ersten o p haben ihre Mitwirkung zugesagt. Die Gröffnung er-

ountag, den 4. März, Abends 7 Uhr, mit einem „Goethe-

bend“. Das Eintrittsgeld beträgt einshließli< Garderobe 40 4

tungs-Abende sind der Schrift-

————

Kießling's Neuer Verkehrsplan der südwestlichen Vororte von Berlin (Maßstab 1: 20000, se<dsfarbig; Verlag von Alexius Kießling in Berlin SW., Kleinbeerenstraße 26; Pr. 1 46) erschien soeben in zweiter Auflage. Neu eingetragen find darin: ter völlig geänderte Schöneberger Bebauungsplan zwischen Charlottenburg und Südringbahn, das in den Potsdamer Ringbahnhof einmündende

Damen Schramm, Sperr und der Herren Vollmer und Herßer zum ersten | bezw. Familien und 5195 M weniger als im Vorjahre. Von der | neue Gleise der Anhalter Bahn mit der neuen Haltestelle General

Male zur Aufführung. Das Stü> ift vom Regisseur in Scene geseyt. Außerdem finden musikalische un Vorträge der Damen ODestinn, Lieban - Globig, Geßner, sowie der Herren Knüpfer, Heinrih Grünfeld, Dessau und ausgabt worden. Davon haben Wellhof statt. Ferner wird der amerikanische Klaviervirtuose Mr. Ernest | obere Militärbeamte 363 720 M, Hinterbliebene von folchen

Huteson eine eigene Komposition, „Walkürenritt", vortragen. Die 758710 Æ#, invalide Mannschaften 1331 182 und Hinter-

Georg Droescher | Gesammtsumme entfallen 44 751 A auf Invaliden und 59 540 6 auf d deklamatorishe | Hinterbliebene Gefallener. Seit dem Bestehen der Stiftung sind Sommerstorfff- | aus dem Zentralfonds 4454452 M4 für Unterstüßungen ver-

Preise der Plâge sind: 6, 5, 4, 3, 2, 1,50 und 1 A Der Biklet- | bliebene von folhen 2 090 849 4

verkauf findet spielhauses ftatt

Theater des Westens nicht nur vershiedene Neuengagements ab-

gli<h am Tageskassenschalter des Königlichen Schau- | flossenen Jahres beliefen ih bei der Zentralstistung auf 73 457 4; ihnen standen nur 26 658 4 Einnahmen gegenüber, darunter 22 846 4 Direktor Max Hofpauer hat für die kommende Wintersaison im | an Zinsen. Zur De>ung der Ausgaben mußten somit 46 789 4 dem Vermögen entnommen werden, das sich von 693 623 auf 640 824 M

erhalten Offiziere und

Die Gesammtausgaben des ver- Saßnit,

ape-Straße, der neue Botanishe Gärten und’ das Kreiskrankenhaus ei Dablem, ferner alle inzwischen neu entstandenen Straßen, öffent- lichen Gebäude und Verkehrslinien in sämmtlichen von erlin bezw. Charlottenburg südlich bis Zehlendorf, Groß-Lichterfelde und Marien- felde belegenen Vgprorten.

27. Februar. (W. Der \<wedis<he

T. B. Postdampfer „Rex“ ift heute früh 4 Uhr "ei didtem Nebel und stark nord-östlihem fünf Frauen vom Personal (Kühenmädcen u. #. w.) sind beim

inde bei Lohme (Rügen) gestrandet. Die

geschlossen, sondern sh auch bereits eines Theiles der beliebtesten | verringerte. Den höchsten Vermögensstand hatte der Zentralfonds im Landen ertrunken. Die übrige Besaßuna, die Passagiere und die

Mitglieder seines derzeitigen Gnsembles versichert, an defsen Spiße | Jahre 1870/71 mit 2683 971 A Seitdem hat Jahr für Jahr eine au< fernerhin die Herren Kapellmeister Sänger und Ober-Regisseur Verringerung stattgefunden, die sih im Jahre des höchsten Bedarfs, Ehrl bleiben. Gbenso wird das in_ dieser Saison so günstig ein- 1881/82, auf 120 397 M4 belief. Mit Einshluß des Vermögens der

geführte Programm, Spieloper und Operette umfassend, unverändert | 95 Zweigvereine (516 473 A6) verfügt die Stiftung zur Zeit: no<h

beibehalten.

as Repertoire von Grmete Novelli is für die erften sieben Abende seines Auftretens im Lessing-Theater folgendermaßen zu- sammengeseßt: am 8. März das Schauspiel „Papa Lebonnard“ von Versammlung, an der au< der Ober-Präsident Dr. von Bethmann- G. Delavigne; am D theilnahm, unter dem Vorsiß des Landes-Direktors der Provinz randenburg, Freiherrn von Manteuffel, ein Provinzial-Aus\huß

J. Aicard; am 9. März „Ludwig X1." von

70. März „Die bezähmte Widerspenstige" von Shakespeare; am 11. März „Kean“ von A. Dumas (Vater); am 12. März „Das neue | für die Mark Brandenburg des Deutschen Flotten-Ver- M eins gebildet. Einstimmig wurde beschlofsen, sb mit dem bereits be-

Drama“ von Tamajo y Baus; am 13.

„Kaufmann von

am 1. März.

In Anton von Perfall's vieraktigem Luftspiel „Ein Atelier- ärz, im Neuen | schenke der Firma A. Haak, Jena,

Es 1 wel<es am Freitag, den 2

ärz die „Aulularia® des Plautus in Verbindung mit dem „Burbero benefico“ („Der wohl- stehenden Haupt-Aus\<uß für Berlin und die wollerde Murrkopf“) von C. Goldoni; am 14. März Shakespeare’s | In den bereits bestehenden Vorstand für Berlin wurden seitens der Venedig®. Am Shlusse fast jeder dieser Vor- Vertreter der Mark Brandenburg die Herren Landes-Direktor Frei- stellungen wird Novelli einen oder zwei jener [uftigen Monologe | herr “von Manteuffel und Landrath von Treskow- Nieder- sprechen, in denen er mit Coquelin dem Aelteren rivalisiert, oder auch statt dessen eine jener einaktigen Possen anfügen, die seine Spezialität find. Der Vorverkauf für die ersten sieben Vorstellungen beginnt

über 1 163 497 4

barnim abgeordnet.

Gestern Nahmittag hat \i< hier in einer zahlrei besu(ten

geht hoh.

Ausstellun

für das „Astronomishe Museum“,

Post befinden si no< an Bord. Der Raketenapparat von Lohme ist unterwegs, da man mit Booten niht an das gestrandete Schiff herankommen kann. Das Schiff liegt sehr s{<le<t, die See

Dresden, 26. Februar. (W. T. B.) Die hiesige Marine-

wurde beute Nachmittag 2 Uhr in Anwesenheit

Seiner Majestät des Königs von Sachsen, Ihrer Königlichen Hoheiten der Prinzen Georg, Friedrih August und Albert, sowie des diplomatishen Korps, der Admirals Hollmann und Anderer feierli< eröffnet. Der Vor- sißende des Landesausshusses von der Planiß hielt die Gcöffnungs- ororte zu vers<hmelzen. | rede. Seine Majestät der König besihtigte mit großem Interesse die Ausftellung und spra si anerkennend über dieselbe aus.

Hamburg, 27. Februar. (W. T. B.) Der auf der Orient-

A reise befindliche Schnelldampfer „Auguste Victoria“ der „Ham- L _| burg-Amerika-Linie* traf nah \{<dner, ruhiger Fahrt gestern Morgen

An dem morgen Abend 8 Uhr tattfindenden 34. Beobahtung3- | 8 Uhr, von Alexandrien kommend, in Jaffa ein; die Landung der Abend des Vereins von Freunden der Treptower Stern- warte sollen die astronomischen Neuigkeiten bespro<en und die Ge-

taats-Minister, der Generalität, des

Passagiere ging in vorzügliher Ordnung von statten. Sofia, 26. Februar. (W. T B.) Infolge heftiger Schnee-

heater zur Ecstaufführung gelangt, wird die weiblihe Haupt- | ein Normal - Thermometer und mehrere Spektralröhren, vor- | fälle sind seit drei Tagen die telegraphis<hen Verbindungen

rolle der Isa von Frau Nuscha

Am 18. März findet etne Matinóe ¡um Besten des Flotten- | die Beobachtung des vereins ftatt. Zur Aufführung gelangt ein Märchenspiel in fünf | Refraktor ausgefüllt. Außerdem werden vom Vorsitzenden weitere Akten ,„Tawas der Zar“ von Mea Reichard. Me die Hauptrollen | Mittheilungen über die

etverkauf beginnt am | Sonnenfinsterniß am 28. Mai d. I. gemaht werden. Die ge

sind erste Kräfte gewonnen worden. Der Bi 1. März an der Theaterkafse.

Der zweite Lieder - Abend von Johannes und Julius Röntgen, der für morgen Abend in der Sing- | Für Mittwoch, den 14. März, Mittags 12 Akademie angeseßt war, muß wegen ftarker Indisposition des Herrn | Mitglieder des Vereins eine Akademie) ver- | Museum in Auéësicht genommen. re Gültigfeit.

Madame Melba, die in Monte Carlo erkrankt war, ift wiederhergeftellt und wird bis zum 20. März in Monte Carlo | findenden

. dann kehrt die Künstlerin nah Deutschland zurl>, um Presse“ seine Mitwirkung zugesagt hatte, ist dur< Er- Wegen eines | krankung verhindert, fein Versprehen zu halten. An seine Stelle it Herr Alexander Mos zkow

Messchaert auf den 7. März (ebenfalls in der Sin \<hoben werden. Bereits gelöfste illets behalten

eine Reihe von Verpflihtungen zu absolvieren. zweiten Berliner Konzertes steht die Sängerin mit der Konzertdirektion

ih

ußze-Beermann dargestellt. gelegt werden. Der Schluß „Orion* - Nebels mit dem Riesen-

eplante lihe Leitung der Gxpedition hat

Mess\chaert | nommen. Auch Nichtmitglieder können an der Sees theilnehmen.

Vortrags - Abend

Herr Dr. Julius Stinde, der für den am Donnerstag ftatt-

des Abends wird durch

von bier na< dem In- und Auslande gestört.

Expedition zur So atung Le Nach S<hluß der Redaktion eingegangene

die Firma Carl Stangen über-

is 2 Uhr, ist für die

rung dur< das Kaiserliche Poft- | Grafen von

des Vereins „Berliner

(Fortseßung ski getreten. Neben ihm wird

der Königin in Windsor

Depeschen.

London, 27. Februar (W. T. B.) Der Gesandte Graf Wolff -Metterni<, Haßfeldt Vin Begl vertreten wird, hat gestern

a

welcher den deuts<hen Botschafter

ein Beglaubigungsschreiben überreicht.

des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

—— ——_—— —_— E E L E E E:

E Ra T —————————————————————————————————————————— -—— e —- aaten ———————————— E ————————————————————————————————————————

Wetterbericht vom 27. Februar 1900, 8 Uhr Morgens.

| Î

Wind. Wetter. |

Stationen.

Temperatur in 0 Celsius 59G. =49%R.

Bar. auf 0 Gr u. d. Meeressp. red. in Millim

Blalsod. . . | 758 Christiansund Kopenhagen . bede>t Sto>holm . bede>t Haparanda . | 770 Nebel

halb bed. bede>t

—A=I=J DND 909 02 09

l]

do

Cork Queens- town ... | 759 bede>t beded>t

750

Cel: CDE Dunst ylt ....| 754 bede>t

Pethura ¿l 70D Nebel winemünde | 754 wolkig

Neufahrwafser| 759 wolkig

Memel . .. | 761 bede>t

ON Q O bd p J

A

De L COD bede>t ünster Wstf.| 754 wolkig Karlsruhe . . | 757 wolkig 756 wolkig 757 Regen 754 Regen ev: TD8 heiter Wien .... | 757 Nebel Breslau . .. | 759 bede>t

Je d'Aix .. | 754 |W beded>t Nizza . ... | 760 |O 2\halb bed. Triest .. .. | 761 still|halb bed.

/ Uebersicht der Witterung.

Die Witterung West-Europas feht unter dem Einfluß einer flahen Depression, wel<e am Kanal die niedrigsten Barometerstände aufweist. Am höchsten it der Luftdru> über Nordskandinavien. Bei <waten, im Norden östlichen, im Süden westlichen

inden i} in Deutshland das Wetter trübe und mild; in Süddeutschland i} reihli<h Regen gefallen; ganz Deutschland if frostfrei, nur zu Memel liegt die Temperatur noch etwas unter Null.

Deutsche Seewarte.

m E S

Theater.

Königliche Schauspiele. Mittwo: Opern- haus. 56. Vorstellung. Carmen. Oper in 4 Akten von Georges Bizet. Text von Henry Meilhac und

WOL N NID-Y

b b 1e C0 > DO V! 1 H C0 DD I b DO N

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O P RIIOoNO

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Ludovic Halóvy, na< einer Novelle des Prosper Mórimée. Anfang 7# Uhr.

Schauspielhaus. 59. Vorstellung. Jugend von

eute. Eine deutshe Komödie in 5 Auszügen von

tto Grnst. Anfang 7$ Uhr.

Donnerstag: Opernhaus. 57. Vorstellung. Kain. Musikdrama in 1 Aufzug. Dichtung von Heinrich Bulthaupt. Musik von Gugen d’Albert. Ratbold. Oper in 1 Akt. Dichtung von Felix Dahn. Musik von Reinhold Be>er. Vergifßzmeiunicht. Tanzmärchen in 1 Akt (3 Bildern) von Heinrich Regel und Otto Thieme. Musik von Richard Gold- berger. Anfang 7#$ Uhr.

<hauspielhaus. 60. Vorstellung. Der Eisen- u Historishes Schauspiel in 5 Aufzügen von osef Lauff. Anfang 7 Uhr.

Deutsches Theater. Mittwoh: Der Probe- fandidat. Anfang 7# Uhr.

Donnerstag: Hedda Gabler.

Freitag: Der Probekaudidat.

Perliner Theater. Mittwoh: Harold.

Donnerstag: Libufsa. Freitag (25. Abonnements-Vorstellung): Harold.

Schiller-Theater. (Wallner-Theater.) Mitt- woh, Abends 8 Uhr: Fröschweiler. Schauspiel B L von Hans von Wenyel und Ferdinand

unkel.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Probepfeil.

Freitag, Abends 8 Uhr: Fröschweiler.

Theater des Westens. (Opernhaus.) Mitt-

woch: Der Zigeunerbarou.

Donnerstag: Der Zigeunerbaron.

Cen (24. Freitags - Abonnements - Vorftellung) : er Bärenhäuter.

Sonnabend: Volksthümlihe Vorstellung zu halben Preisen: Der Barbier von Sevilla, Die schöne Galathee.

Sonntag, Nachmittags: Zu halben Preisen: Der Freischütz. Abends: Der Zigeunerbarou,

Lessing-Theater. Mittwoh: Als ich wieder- fam...

Donnerstag: Im weiften Rößl, Freitag: Als i< wiederkam .

Neues Theater. S{iffbauerdamm 4a. Mitt- woh: Nackte Kuust, Schwank in 3 Akten von Georg Lehfels. Anfang 7# Uhr.

Donnerstag: Nackte Kunst,

Residenz-Theater. Direktion : Sigmund Lauten- burg. Mittwoh: Zum 50. Male: Die Dame von Maxim. (La dame de chez Maxim.) Schwank in 3 Akten von Georges Feydeau. Ueber- seßt und bearbeitet von Benno Jacobson. In T nh gesezt von Sigmund Lautenburg. Anfang

r.

Donnerstag und folgende Tage: Die Dame vou Maxim.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei bis über die

lfte ermäßigten Preisen: Der Schlafwageu-

outroleur.

Thalia - Theater. Dresdenerstraße 72/73. Mittwoh: Im Himmelhof. Große Auestattuns- pofse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Iean Kren und Alfred Swönfeld. Musik von Max Schmidt. Anfang 7# Uhr.

Donnerstag und folgende Tage: Jm Himmelhof.

Konzerte.

Saal Bechstein. Mittwoch, Anfang 7# Uhr: LI. Klavier-Abend von Gertrude Peppercorn.

Beethoven-Saal. Mittwoh, Anfang 8 Uhr:

Vortrags-Abeud von Julie und Jlse Müller- hartung (Gesang Deklamation).

Römischer Hof. Mittwo<, Anfang 8 Uhr: Konzert von Lisa Burgmeier.

Pirkus Schumann. Im eleganten, renovierten irkus Renz, Karlstraße. Mittwoch, Abends präzise L Uhr: Außer 10 der besten Nummern des Repertoires: Doctor Fauft. Romantish-phan- tastishe Handlung in 3 Abtheilungen vom Hof- Balletmeister A a g. Siems. 1. Akt: Jm Studier- zimmer des Doktor Faust. Jm Reiche der Liebe. 2. Alt: Ein Schützenfest im 16. Jahr-

undert. 3. Aft: Die Herzogin von Parma. er Hexensabbath auf dem Blocksberge. Faust's Hölleufaghrt.

I P E Familien-Nachrichten.

Verlobt: Marie Ron von Werthern mit Hrn. Leut. Ernst von Bo>k und Pola<h (Detmold). Frl. Margarethe Mach mit Hrn. Rittergutsbesißer Malther Arnold (Vessin—Reitz). Frl. Elisabeth von Rochow mit Hrn. Leut. anfred von Kobylinski (Golzow—Brandenburg).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberst Frhrn. von Lyn>er (Charlottenburg). Hrn. Major Adolf von Carlowiß (Dresden). Hrn. Oberst- Leut. Senfft von Pilsah (Dresden). Hrn. Oberleut. Friß von Papyri (Züllichau). Gine Tothter: Hrn. Friy von Wichelhaus (Shönwiß O -S.). Hrn. Rittmeister von Nathusius A Hrn. Vicco von Voß (Branden- urg).

Gestorben: Hr. Ober-Zeremonienmeifter, Wirk- lider Geheimer Rath v. Mebsch-Reichenbah (Dresden). Hr. cia mad), er und Rittmeister a. D. Gberhard von Alten ( legow). Hr. Amtsrath und Rittmeister a. D. W. Maaß Kenzlin). Hr. Mitter gut von Treuen- els (Möllexbe>). Hr. Wirklicher Geheimer

ath D. Dr. Ludwig Wiese (Potsdam). Hr. Vize-Präsident a. D. Franz von Lu>wald (Gbers- walde). Hr. Staatsrath Carl Frhr. von Otter (Sto>bolm). Fr. Pauline von Korßfleish, geb. von Talatzko (Hannover). Verw. Fr. Dorothee von Sch b geb. von SIRMSE Berlin). Marie Gräfin von der Schulenburg-Bodendorkf, geb. von Hymmen (Bodendorf).

- Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Dru> der Norddeutshen Buchdru>erei und Verlags- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Neun Beilagen

(einshließli<h Börsen-Beilage), sowie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des öffent- lichen Anzeigers (einschließli< der unter Nr. ® veröffentlichten Bekanntmachungen), PetvoltenD Kommanditgesellschaften auf Aktien und engesellschaften, für die Woche vou

19, bis 24. Februar 1900,

zum Deutschen Reihs-Anz

M 52.

Erste Beilage

Berlin, Dienstag, den 27. Februar

I L A

eiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

1900.

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Qualität

gering

mittel gut Verkaufte

Marktort

niedrigster M

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner höchster iva bhöcster

Menge

niedrigster | höchster Doppelzentner M. M é

t. c

E —————————

Durchschnitts- P ür 1 Doppel- Durs, zentner preis

M. M.

Außerdem wurden

am Markttage (Spalte 1)

na< überschläglicher

Schätzung verkauft

dem Doppelzentner

(Preis unbekannt)

Am vorigen Markttage

C e S 13,60 O C 15,40 Sl L U a es e 12,00 S s o ae A 13,60 Löwenberg . . . I L 14,10 s See 13,60 O e L —- O e a aa O 14,30

E B a ea O ate de 12,20 D el e vin s oe e E 12,70 Strehlen i. Shl. „6 12,09 C 12,90 Dl S C e, 13,50 Ga e e a O 12,70 A e o de e A 12,60 E E e 0 Ae 14,20 idt s e D e o 14,20 S A ee 13,20 e Se e L Boe 13,40

E E 11,30 Sto O e E R S 11,00 Strehlen i. Shl. „ooo 11,00 Sa e e ea e i: 11,60 P 11,00 e a e 12,00 E a c Ls 16,00 SeIdeliheimM » s As 15,40 Wine Cas SCDIENG C S E S 14,60

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R Le Cie E e a E O 11,50 E O 11,10 C 11,20 S l oe L L 11,30 n E 13,00 S s E E S 10,80 E E o M Ee S E 11,60 c A Ee 13,20 Es A Ds 13,20 Hiengen . E R A A j H e a e Es 13,72 T Anklam . e S Ie Glogau . 12,40

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Weizen.

13,80 14,00 14,20 14,40 14,60 15,50 15,50 15,60 15,60 15,70 12,00 | 13,20 13,20 14,40 14,40 13,80 14,20 14,40 14,80 15 00 14,10 14,60 14,60 15,10 15,10 13 60 13,80 13,80 14,00 14,00 -— 16,40 16,60 14,30 14,40 14,40 14,50 14,50

R en. 9 4290 13,20

12,80 13,00 13,20 12,90 12,90 13,00 12,80 13,60 13,60 13,10 13,20 13,50 13,70 13,90 13,30 13,40 13,40 12,70 13,20 13,20 13,70 13,70 12,60 12,80 12,80 13,00 15,00 14,20 14,40 14.40 14,60 14,60 15,00 16,00 16,29 13,20 13,30 13,30 13.40 13,40 13,40 13,50 13,50 13,60 13,60

Gerste. 11,50 11,70 11,90 | 12,30 12,30 1150 | 11,80 12,00 12,40 12,80 11,00 12,50 12,50 14,00 14,00 12,00 12,60 13,09 13,60 14,00 11,00 12,00 12,00 13,00 13,00 12,00 12,50 12,50 12,75 12,75 16,00 16,34 16,40 16,60 16,60

12,40 12,60 12/80 12.80 12.00 12.80

15,40 16,02 16,02 16,40 16,40 r 15,89 16,60 14,60 14,72 14,72 14,84 14,84

Hafer. 13,00 —— 11,80 11,90 12,00 11,30 11,30 11,40

11,69 11,60 12,00 12,00 11,50 11,70 11,90 12,10 12.30 13,00 13,20 13,20

12 50 11,70 11,20

11,60 11,20 11,20

11,60 11,80 11,80 12,C0 12,00 105 13,20 13,52 13,60 13,80 13,80 36 13,20 13,36 13,36 13,80 13,80 28

ies ige 13,00 13,20 23 13,72 14,16

fis 12,80 12,80 9

| 1170 | E S 10,80 | 11,10 11,10 11,60 | 11,60 | | | |

14,16 14,66 14.66 21 12,40 f in 12/50 1250 dis

H s Die verkaufte Men e wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. De C 1 f O e Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nit vorgekommen ift, ein unkt (.) in den leßten se<8s Spalten, daß entsprehender Bericht fehlt.

Preußischer Landtag,

Haus der Abgeordneten. 32. Sißung vom 26. Februar 1900, 11 Uhr.

Einziger Gegenstand der Tagesordnung ist die erste Be- ie des Gesegentwurfs, betreffend die Waarenhaus- teuer.

Vize-Präsident des Staats-Ministeriums, Finanz-Minister Dr. von Miquel:

Das hohe Haus wolle mir gestatten, diesen vielumstrittenen Gefeß- entwurf mit einigen Grläuterungen einzuführen, die namentli< den Zwe> haben, die grundsäßlihe Stellung der Staatsregierung zu dem Entwurf zu klären und andererseits manche Mißverständnisse, die fi namentli in der Presse und in den Beschlüssen verschiedener Versammlungen gezeigt haben, zu zerstreuen.

Meine Herren, dieser Gesetzentwurf {tellt eine Novelle zur Ge- werbesteuer dar. Die Gewerbesteuer ist heute eine Kommunalsteuer. Ste wird erhoben von den Kommunen; die Kommunen sind bere<tigt, die Gewerbesteuer zu einer Realsteuer, den besonderen lokalen Ver- hältnissen der einzelnen Kommunen gemäß, umzugestalten. Die Staats- regierung if der Ueberzeugung, daß es niht möglich ist, cine den vershiedenartigen Verhältnissen in den einzelnen Kommunen ents» sprechende generelle staatliche Gewerbeordnung, die auf alle Kommunen paßt, herzustellen, fie hat daher die Kommunen na allen Richtungen hin anzuregen gesucht, ihrerseits ihren besonderen Interessen und Ver- bâältnifsen gemäß die allgemeine Gewerbesteuer umzugestalten. Wir haben das nit nur gethan, indem wir durch die Provinzialbehörden die Kommunen auf die Nothwendigkeit folcher Maßregeln hinwiesen, darauf, daß die staatliche Gewerbestener vieclfah für die Kommunen garniht pafse. Wir sind so weit gegangen, den Kommunen nach Möglichkeit diese Umgestaltung zu erleichtern, indem wir namentli Musterstatuten den Kommunen gegeben haben, welche sie bei fol<en Umgestaltungen zu Grunde zu legen hatten. Der Erfolg ist aber im Großen und Ganzen ein sehr geringer gewesen (sehr wahr !), im Großen und Ganzen haben die Kommunen versagt, namentlich auf dem vorliegenden Gebiete. Allerdings in gewissen Landestheilen, beispielsweise in Rheinland und Westfalen, baben die Kommunen mit Erfolg die großen Betriebe, die die großen Vortheile von den Kom- munen und ihren Maßregeln haben, andererseits den Gemeinden große Lasten zufügen, durh Umgestaltung der staatlihen Gewerbesteuer, 3. B. dur< Belastung der großen Betriebe, nah Maßgabe des geshäftlihen Personals herangezogen, und in dieser Beziehung sind die Ergebnisse durchaus zufriedenstellend, sie sind anerkannt als gere<te Veranlagung niht bloß von den Kommunen und den kleinen Besitzern, sondern selbst von den großen Betrieben, die zugeben

mußten, daß in dieser Beziehung die allgemein staatlihe Regelung in der Gewerbesteuer ni<ht genüge.

Hier aber auf diesem Gebiet ist eigentliß von den Kommunen bisher mit wenigen Ausnahmen fo gut wie ni<hts ges<ehen. Man hat bei den. großen Interessengegensäßen, die auf diesem Gebiet vor- handen sind, und bei den großen Verschiedenheiten in der volkswirth- \haftlihen Auffassung auch keine erheblihe Hoffnung, daß diese Ver- hältnisse sih in Zukunft ändern würden. Wir haben genug Klagen von den Kommunalbehörden, welhe dringend wünschen, der Staat möge doch eingreifen. Aber sie haben fast nirgends fih gesagt, daß dies eigentlih mehr eine Aufgabe der Stadtverordneten-Versammlungen wäre als der allgemeinen Gesetzgebung.

Andererseits, meine Herren, haben wir in der leßten Zeit eine rapide Entwi>kelung der Verwendung des Großkapitals in Detail- ges<häften gesehen, niht bloß dem Umfange, sondern au< der Zahl der Betriebe nah. Von den großen Städten ist diese Entwickelung in die kleineren gegangen. Die Klagen über eine ungerehte Be- steuerung bezw. über einen ungenügenden Schutz, den der Staat gegen eine solhe für die kleinen Betriebe ruinôse Entwickelung gewähre, sind immer heftiger geworden.

Nicht bloß bei dem großen Intereffe, welches an si< der Staat an der Erhaltung ver Mittelbetriebe hat, welhe auf eigenem Kapital und eigener Arbeit in ihrer Verbindung beruhen, sondern namentli bei dem Interesse, welhes der Staat an einer möglichst gere<hten Veranlagung der Steuer hat, haben wir uns \{ließli<, wenn au< nicht gerade gern denn wir hätten das lieber den ‘Kommunal- behörden überlassen entschlossen, mit einer ftaatlihen Geseßz- gebung einzugreifen, welche obligatoris<h für alle Gemeinden wirken sol. Das hat au<h no< den Vortheil, daß das Bedenken gegen das kommunale Einschreiten, welches darin liegt, daß eine Kommune fürchtet, gegenüber der anderen Kom- mune, welche sol<he Maßnahmen nit ergreift, in Nachtheil zu kommen, beseitigt wird; es is ein Vorzug, den die allgemeine Gesetzgebung gegenüber der partikularen Geseßgebung der Kommunen hat.

Sie sehen hieraus \{on, daß für uns im Vordergrunde steht eine gere<te, dem Umfang und der Bedeutung, den Ausgaben, die den Gemeinden erwachsen, und den Vortheilen, die diese Betriebe von den Gemeinden haben, entsprehende Besteuerung.

Meine Herren, man hat dem Entwurf vorgeworfen, er widersprehe der Reich8geseßgebung; denn er greife willkürli<h einzelne Betriebe heraus zu einer übermäßigen Besteuerung und habe vielleicht die Absicht, zu einer gänzlihen Vernichtung dieser Großbetriebe zu führen. Wenn Sie \ih den Entwurf ansehen, so werden Sie sih überzeugen, daß das keineswegs der Fall ift. Ich bin persönli< der Meinung, daß es höht bedenklich ift, soziale Umgestaltungen ledigli< durch die

14,15 14,30 10 2 800 14,00 14,00 :

469 13,80 13,80 254 16,50 ; 432 14,40 14,40

1759 13,03 12,96 826 12,90 13,00

3 300 13,20 13,00

1088 12,80 12,80 130 14,40 14,26 275 15,20 16,60 564 13,27 13,11

2 029 13,50 13,50

168 11,99 11,95 | 2 000 13,18 } 1883 |

286 12,42 1242 | 712 16,30 16,44 | 3 842 16,00 16,21 | 6 337 16,20 16,27 6 904 14,75 14,68 |

128 12,75 12,79 237 11,84 11,91 |

1175 11,75 11,75

1239 11,80 11,80 19. 2. 492 13,50 13,49 19. 2. 372 13,30 13,34 19. 2. 297 13,10 13,16 19. 2. 298 14,19 14,00 19. 2.

64 12,80 E E 260 12,44 12,40 23. 2.

Der Dur(hschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berehnet.

Gestaltung der Steuerverfafsung herbeiführen zu wollen. (Hört, hôrt! bei den Nationalliberalen.) Das fann zu sehr bedenklihen und, möchte ih sagen, endlosen Konlequenzen führen. (Sehr wahr! bei den Nationalliberalen.) Aber, ih bin wohl der Meinung, daß eine Steuerverfassung, welhe s\teuerliche Gesichtspunkte verfolgt, eine Gleichmäßigkeit der Belastung bezwe>t und zuglei<ß dur die Gerechtigkett der Besteuerung sozial nüßlihe Folgen hat, in jeder Weise erlaubt ist (sehr richtig! rets) und mit der Reichsgeseßgebung ni<ts zu thun hat. Es giebt ja eine nationalökonomishe Anschauung und wir stoßen auf dieselbe bewußt oder unbewußt; zum theil ste>t sie no< in uns felbst —, welche der Ansicht ist, daß Konzentration der Betriebe, Verbilligung der Waaren, Steigerung der Reinerträge stets der größte Fortschritt ist, den die Gesellschaft mahen kann (hört, hört! Links), und daß nichts geschehen darf, um eine folche Entwi>lung zu hindern. (Hört, höôrt! links.) Ja, „hört, hört!“ (Heiterkeit) Meine Herren, unsere ftaatli<he Besteuerung beruht auf diesem Prinzip; sie besteuert Personen, ni<ht Sachen, nah der Leistungs- fähigkeit, nah den Reinerträgen, die sie einnehmen. (Sehr richtig!) Wir haben diesen Grundsaß auf die Kommunalsteuern nicht anwenden können; das wäre auch gänzli fals< gewesen. (Sehr richtig! rets.) Dort heißt es niht bloß: welche Leistungsfähigkeit hat der Steuer- verpflichtete, sondern in welhem Verhältnisse stehen seine Besitzungen und Betriebe zur Kommune? (Sehr richtig! re<ts.) Hier handelt es si<h nit bloß um Leistungsfähigkeit, sondern um Leistung und Gegenleistung.

Meine Herren, au i< bin der Ansicht, daß mit diesem Sah: jede Erhöhung des Reinertrags ist cin Fortschritt, großer Miß- brau getrieben wird. Gewiß können Fabrikbetriebe billiger arbeiten als der Handbetrieb; aber bei dieser Vergleichung darf ni<t außer Acht gelassen werden, daß oft der Handbetrieb sonst werthlose Zeit werthvol maht. Wenn ein Korbflehter auf dem Lande allerdings mehr Zeit gebraucht, um einen Korb herzustellen, als wenn ein solher Korb fabrikmäßig hergestellt wird, fo wäre do die Zeit des Handarbeiters verloren gewesen und völlig werthlos, wenn er zu dieser Arbeit ni<t übergegangen wäre. (Sehr richtig! re<ts.) Der Werth der Hausarbeit, der Winterarbeit, wo sonst gar keine Arbeit is, wird bei dieser aus\{ließli<en Berücksichtigung des höchsten Reinertrages vielfa verkannt.

Aber wir sind ja hon neuerdings dazu übergegangen, dieses Prinzip der Verschiedenheit der Leistungsfähigkeit der Betriebe selbft auf die Verbrauhsabgaben möglih\t weit anzuwenden. Ich führe in dieser Beziehung als Beispiel unsere Branntweinsteuer an. Hätten wir 100 Millionen Mark neue Steuern von diesem Gewerbe verlangt und einfa<h eine gleihmäßige Steuer von allen Betrieben erhoben,

E E E Es S Mil R E E E A T E R C R A O A E R RSC S A: STORB A T BBE E N E I

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