1900 / 55 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Neu in Angriff genommen sind die Pfarrhausbauten in Rada- jewiß und Groß-Loßburg, sodaß mit diesen im Ganzen 17 Pfarrei- gehöôste hergestellt sind An Shulbauten kommen im abgelaufenen Jahre 10 neue hinzu. Einschließlih der aus dem Vorjahre fertig f stellenden Bauten wurde an 20 Schulen gearbeitet. Im Ganzen

ellt fih die Zabl derselben auf 98. Endlich sind noch 11 Gemeinde- häuser (Armenhäuser, Sprißzenshuppen, Leichenhalle) neu hergestellt. pu die in Janowit eingerichtete Gartenbauschule sind die nöthigen ulichen Einrichtungen mit Wohnung für den Lehrer neu geschaffen.

Zur Vergebung an einzelne Ansiedler wurden im leßten Jahre gebaut: 15 Kruggebäude, 18 Wohnhäuser, zum theil mit Stall, 24 Ställe, zum theil mit Scheune, und 59 Sheunen. Die große Zahl der Scheunenbauten findet darin ihre Erklärung, daß man ih

angesihts der steigenden Holzpreife genöthigt sah den vorausfißhtlichen Bedarf der Ansiedler an Stweunen durch frübzeitigzgen Ab- {luß mit einer größeren Holzfirma, mit welcher ein Ein- heit8spreis pro Quadratmeter Swheunengrundflähe vereinbart wurde, zu deken. Das Geschäft hat ih bis jeßt glatt abgewickelt. Nicht bloß die Holzpreise, sondern auch die Arbeitsl8hne und sämmtlihe Baupreise befinden si in fortgeseßt steigender Bewegung. Es haben \fich deshalb die meisten Bauten im abgelaufenen Jahre um 12—15 9/9 theurer gestellt wie früher.

Umbauien und Reparaturen an alten Gutsgebäuden find, ab- eseben von der laufenden Unterhaltung, mehrfach vorgekommen, z. B. n Dembowalonka, wo die Brennerei mit neuem Dachstuhl versehen ift, in Topolno, wo das Gutshaus den fehlenden Abpußz erhalten hat, in Groß - Liniewo, wo die alten Kruggeböfte baulih ergänzt sind, ferner in Czystoleb, Kludzin und Oftrowo. Besondere Fürforge wurde der Unterbringung der Gutsarbeiter ju- gewendet, Die steigende Leutenoth wird voraussihtlich bald zur Fn- angriffnahme von Bauten für Saisonarbeiter führen. Es werden Entwürfe hierfür vorbereitet. Auh wird die Schaffung von guten Arbeiter-Miethswohnungen innerhalb der Ansiedelungen ins Auge ge- faßt, um deuts: Arbeiter heranzuziehen, welche die Kundschaft für den Grwerb der kleinen Anstiedlerstellen abgeben follen, w?nn deren erste Erwerber bei fortshreitender Bereicherung größere Stellen er- werben, also etwa vom Käthner zum Bauern heranwachsen.

Anfiedelungsgeschäft. .

Das Arsiedelungsges{chäft hat weiter während des Berihtsjahres egen das Vorjahr an Ausdehnung zugenommen. Es is gelungen, n einer Anzahl von Gebieten des westlihen Deutschlands, die beson- ders geeignetes Ansiedlermaterial besitzen, bisher aber nah Posen und Westpreußen einen Zuzug nicht geliefert hatten, das Interesse für die Ansfiedelungssace zu wecken, In bisher nit erschlossenen Theilen der Provinzen Hannover und Sachsen, im Großherzogthum Olden- burg, den thüringishen Fürstenthümern und dem bayerishen

Franken sind durch Bestellung von Vertrauensmännern und Ver- breitung der Kenntniß von den den Ansiedlern gewährten Vergünsti- gungen durch die Lokalpresse Beziehungen angeknüpft worden, die shoa jeßt zur Verstärkung des Ansiedlerzuzugs durch neue Elemente beigetragen haben, in Zukunft aber noch weit größere Erfolge erwarten lassen. Aus dem Ausland if ein weit stärkerer Zuzug deutsher Rück- wanderer wie im Vorjahre zu verzeihnen, wobei befonders ins Gewicht fällt, daß der diesjährige Zuzug [kopitalskräftiger ist als der bisherige. Diejentgen Theile Westfalens und ne welhe bisher die größte Anzahl Ansiedler geliefert aben, weisen im Berichtsjahr eine glei hohe Steigerung der Ansiedlerfrequenz wie im Vorjahre niht mehr auf. Es ist dies als Anzeichen dafür zu betrachten, daß für diese Gegenden augenblicklih die Grenze einer ohne wirths{chaftliße Störungen erträglihen Abgabe- fähigkeit an brauchbarem Ansiedlermaterial nahezu erreiht sein dürfte, namentlih da eriwiesenermaßen auh die überseeishe Auswanderung kleinerer Besißer niht aufgehört hat. Auch matte ih in diesen Landestheilen ansheinend zumeist auf seiten des Großgrundbesizes und namentlich des großbäu-rlihen Besißes ein f\teigendes Unbebagen gegen den angeblihen Abzug von Kleinwirthen, insbesondere der abhängigen Heuerlinge, nah’ den Ansiedelungsprovinzen bemerkbar, das si wohl aus der Beunruhigung der Arbeitgeber über den allgemein empfundenen Mangel an landwirths{chazftlichen Arbeitskräften erklärt, aber die Königlihe Ansiedelungskommission mit Unreht für diesen einseitigen Mißstand verantwortlih macht, wie die in der Vorlage unter der Ueberschrift: „Abstammung, bezw. Herkunft der Ansiedler“ gegebenen Zablen bew:isen. Bei dieser Sachlage muß die Ershließung neuer Gebiete für die Heranziehung von Ansiedlern angestrebt werden, und diesem Bedürfniß wird, wie im Bericßtsjahre, so auch für die

Zukunft mögli Rechnung zu tragen sein.

Die Anfragen Ansiedelungslustiger haben sh auf 3246 gegen

3191 im Vorjahre belaufen, darunter befinden fch Anfragen

a aus der Provinz Sachsen . L L UAOD G s L O S S Dab A E LDR CSOR S s C LEE E Ss ; Nheinprovinz und Hessen-Nafsau. . 77 b. aus den deutschen Einzelstaaten zusammen . . , . 365 e. aus dem Auslaade C a BIG __deutsche Nückwanderer.

Vs9a den Anfragenden haben auf Aufforderung Fragebogen üver ihre persönlihen Verhältnisse eingesandt 1649 Bewerber gegen 1371 im Vorjahre.

Die Zahl der abges{losenen Punktationen betrug im Berichts- jahre 966 gegen 787 im Jahre 1898, 463 im Jahre 1897 und 275 im Jahre 1896. Dazu kamen 118 Punktationen, die unerledigt aus dem Vorjahre übernommen sin», weil am Jahres{chlufse die Er- mittelungen über die Persönlihkeit der Bewerber und fonstige Vor- fragen noch nicht abgeshlossen waren, fodaß im Ganzen 1084 Punktationen zum Austrag standen. Davon sind 249 durch Ver- fagung des Zuschlages seitens der Ansiedelungskommission sowie dur Abstandserklärungen seitens der Bewerber ausge\hieden und 166 un- erledigt in das Jahr 1900 übernommen. Der Rest von 669 Punk- tationea hat im Berichtsjahre den Z1shlag erhalten können, womit fih die Zahl der gültigen Vertragsabshlüfe gegen das Vorjahr um eht fo 9%, gegen 1897 um 8209/6 und gegen 1896 um 250 9/9 er-

öht hat.

Aus den angebenen Zahlen ergiebt ih einerseits, daß vie Anzahl der Zuschlagsertheilungen im Vergleich mit dem Vorjahr niht in demselben Maße zugenommen hat, wie die Zahl der Punktationen, andererseits, daß eine fteigende Anzahl Punktationen unerledigt in das nächste G-shäftéjahr hat übernommen werden müfsen und daß die Zahl der Rücktritte zugenommen hat. Der Grund für diese Erscheinungen eint hauptsächlih darin zu ltegen, daß die westdeutschen Bewerber, die die Kaufpunktationen regelmäßig vor dem Verkauf ihrer beimath- lihen Anwesen shließen, bei dem Flüssigmachen ihres Vermögens auf Schwierigkeiten stoßen, die wohl zumeist in den hohgespannten Forde- rungen der Eigenthümer liegen, die in den Ansiedelungsprooinzen mözlihft viel Land erwerben wollen. Auf der anderen Seite wird fiherlich auch die kaufende H1nd in der alten Heimath versuchen, durch Zögern die Preise der 4bwanderer zu drücken.

Hierdurch werden viele Ansiedelungslustige gezwungen, von den ges{lofsenen Kaufpunktationen zurückzutreten, oder doch wenigstens ihren Zuzug nah den Ansiedelungéprovinzen zu vershieben. Es kommt hinzu, daß ein erhebliher Theil der Punkiationen im Herbst nah Einheimsung der Ernte geschlossen wird, was zur Folge hat, daß die Käufer sih nicht eher zur Anzahlung, die der

ushlagsertheilung voranzugehen hat, entschließen, als bis

e neuerdings von den Ernteaussihten für das nächste Jahr überzeugt habe4, Diese dem vorsihtigen Charakter der bäuerlihen Bevölkerung entsprehende Aengstlichkeit findet sich zu- meist bei denjenigen Ansi-delungslustizen, die aus Gegenden ftammen, aus welhen breher kein Zuzug stattgefunden hat, denen daher der Zu- spruch hier hon anfässiger und mit ihrer Lage zufriedener Landsleute fehlt, der für den Bauern immer die wirksamste Empfehlung bleibt Diejenigen Ansiedelungsbewerber dagegen, die dur Briefe früher angezogener Landsleute herbeigezogen find, brängen naturgemäß ausschließlich nach

solhen Situationen, in denen fie unmittelbaren Anschluß an ihre \hon ansässigen Landsleute finden. Die auf Rathschläze älterer, gutsituierter Ansiedler zurückzuführenden Wünsche dec « neuen n wanderer gehen begreifliherweise aegenüber der AnsiedelungKommiision oft sehr weit und lafsen fh häufig in dem Rahmen der vorhandenen Theilungspläne nit befriedigen. Hierdurch werden umfangreihe Um- arbeitungen der Theilungspläne nothwendig, die folgzrihtig die Zu- \{lags8ertheilung veriöôgern. -

Mag nun die Steigerung der Zuschlagsertheilungen um 64 Stü, d. i. um 119%/6 gegen das Vorjahr, an und für sh nicht als erheblich angesehen werden können, fo ift solher Auffafsuna entgegenzuhalten, daß dem Ziel der Heranziehung frishen deutschen Blutes aus anderen Landestheilen als den Anfiedelungsprovinzen, j:6t näher gekommen ist, als jemals früher. /

Der Prozentsaß der Käufer, die niht aus den Provinzen West- preußen und Posen ftammen, einshließlich der Einwanderer aus dem Auélande, ift nämli auf 75 %/o gegen 62%, im Vorjabre gestiegen und der Prozentsay der aus den Provinzen Posen und Westpreußen stammenden Käufer von 3809/9 auf 2509/6 von der diesjährigen Be- siedelung8anzabl gefallen.

i E Zuzug vertheilt ch auf die einzelnen Landestheile, wte f\olgt:

aus Shleswig-Holftein . . 1 Ansiedler

L O L A L

G C ee L TRET ONHUNDIOnE s a tee O e A C) C S s O D C C s u LELIA Königreich Württemberg .. .. 17

Ÿ Bem T De o O Ge G e e B LOE O S Ca

sonstige deutsche Reichsangehörige . . . 65 deutshe Rückwanderer aus dem Auslande 72 L

Darnach sind bis zum 31. Dezember 1899 als Stellenland ver- geben: 61 468,6235 ha mit einem Werthe von 42 419 159,14 4 zu Eigenthum oder Pacht an 3616 Ansiedlerfamilien. Dieses Areal vertheilt sich neben etwa 64 in Einzelhöfen oder kleinen Gruppen belegenen Stellen auf rund 130 neue d-utshe Dorfschaften, von denen 92 vollständig b-siedelt und politis zu Landgemeinden organisiert sind.

Mithin entfallen durchs{chnittlih auf eine Ansiedlerstelle 17 ha im Preise nach den fiskalishen Anrehnungs- oder Selbstkost:n- werthen von 11731 Æ, das ma§t 690 #4 für 1 ha. :

Das an Ansiedler verkaufte Areal von 61468 ha giebt allein kein genaues Bild von der Veränderung, die durch das Besiedelungs- ge\châäft in dem Grundstückzlager der Ansiedelungskommission ein- getreten ist. Das Anßiedlerareal umfaßt vielmehr nur 76 9/9 der ges» fammten verwendeten Flächen, während 249/96 = rund 19 000 ha für die anderw’iten, auf Seite 10 und 11 der vorjährizen Denkschrift näher bezzeichneten Zwecke benöthigt wurden. Von dem Gefammterwerb von 130 899 ha haben demna bereits rund 80000 ha = 62 9/0 Verwendung gefunden. Die Normalansiedelung besteht aus 35 Wirthen mit 600 ha Stellenareal und einer Gesammtfeldflur von etwa 660 ha. Sie ist nah jeder Richtung hin leistungsfähig und verbürgt ihre national eigenartige Erhaltung mit ihrer Einwohnerschaft von 210 bis 309 Köpfen, die auf mehr als das Doppelte steigen kann, bis eine Bevölkerungsdichtigkeit ecrciht ist, wie sie die Nachbarprovinz Stlesien aufzuweisen hat. i

Es stammen von den 3616 Ansiedler familien :

1) aus den Provinzen Posen und Westpreußen. . 938,6 9% 2) ‘aus audèren Ländestheilt L L wn 0EA zusammen

Ihre Seelenzahl ist auf 22 bie 24 000 zu s{hägen. G

Der diesjährige Verkauf von 669 Stellen bedeutet eine Be- gebung von rund 10709 ha Stellenareal an 669 Familien, alfo ein- {ließli eines Zuschlags von 10% für Wege, Dotationen und Vor- behalte, einen Besiedelung8sumfang von etwa 118 qkm.

Auf folher Fläche stehen nach beendeter Besiedelung etwa 22 Landgemeinden mit 669 neuen Höfen, mit 22 Shulen, 3 bis 4 Kirchen nebst Pfarreien, 22 Armenhäusern, deëgl Sprißzenbäusern und 22 Krügen, darin sin) wenigstens 8 Naiffeisen’she Darlehnskassen, 3 bis 4 Produktivgenossenshaften und 3 landwirtschaftliße Vereine thätig.

Beaufsichtigung der Ansiedler und Genossenschaften.

Die wirth\chaftliße Entwickelung der Ansiedler ist auch in diesem Berichtsjahr in erfreuliher Weise fortgeschritten. Der Eingang der fisfalishen Gefälle ging noch glatter vor si, ale im Vorjahr. Das Gesammtsoll an fällizen Renten und Pachten für das Jahr 1886 bis 1899 beträzt nämlich nach Abzug der in den Vorjahren ge-

währten Erlasse: 2970625 M 14 S

das Gesammt-Ist E ¿29607286 98

also is ein Rest am 1. April 1899 VELDIIEbE O L S 9893 A 21 S

der um 4443 Æ, also um 31% geringer ist, wie der Rest von

14341 A 07 S am 1. April 1898. Vas ergiebt einen Rest von 0,33 9%/% des dermaligen Gesammt-

100,0 9/0

folls. Diese Reste aus Vorjaéren baben \ih bis zum 1. Oktober 1899 auf 1944 # 24 4 verminde't; es sind namentlich kurzfristige Stun- dungen der Aprilzahlungen 1899. Erlasse haben nicht stattzefunden.

Am 1. Januar 1900 waren N-ste an nicht eingegangenen, zu- meist gestundeten Renten- und Pathtbeträgen in H3be von 3288 #4 99 K vorhanden, d. h. 0,011 % des Gefammtfolls der Jahre 1886/87 bis 1. April 1899, während am 1. Januar vergangenen Jahres 3400 6 43 4 Reste verblieben waren.

Ebenso find die Zablung?n für das laufende Nechnunasjahr bisher gut eingegangen. Bei einem Halbjahres\oll am 1. Oktober 1899 in Höhe von 373 094 A 66 S gegen 312 811,74 A im Vorjahre find zur Zeit nur rückständig 1940 4 28 - gegen 2802,81 Æ im Votjahre d. h. 0,52% des Halbjahres)ols gegen 0,89 9/6 im Vorjahre; daran sind 24 Ansiedler betheiligt.

Auch in diesem Berichtsjahre hat eine Umwandlung von Renten- in Pahtansiedler niht stattgefunden, dagegen hat ein Pächter tnner- halb der Pachtzeit seine Stelle zu Eigenthum erworben. Die Stellen von 10 Pächtern find nach Ablauf der Pahtzeit als Rentenstellen vergeben worden. ;

Innerhalb des Zeitraums seit Bestehen der Ansiedelungékommission bis 1. Januar 1900 sind zwangsweise verkauft 5 Ansiedlerstellen. Bei 20 Stellen sind im. Interesse der Rentenansiedler, die ihre Betriebs- A AMETE hatten, die Rentengutsverträge in Pachtverträge um- gewandelt.

Das Genofsenschaftswesen in den Ansiedelungen hat sih im Laufe des Berichtsjahres in befriedigender Weise weiter entwickelt. Es sind jowohl eine Reibe neu gegründeter Genofsenschaftea zu den bestehenden hinzugetreten, als au die bestehenden Genossenschaften an Mitglieder- zahl erheblih gewachsen und dadurch in die Lage gekommen, ihren Betrieb entsprehend zu vergrößern. :

Neu begründet is insbejondere eine Kornhaus- und Mühlen- genossenschaft in Gorzykowo, eine Brennereigenossenschaft in Tarnowo, drei Molkereigenossenshaften in Tarnowo, Wilhelmsau- Wreschen, Bobrau, zwei Eierperwerthungêsgenosseashaften in Wyganow und Janowitß und endlich eine Genoffenschaft zum Ankauf und Betrieb eines Dampforeschsages in Czeluëcin. Vielleiht gelingt es dieser jüngsten genofsensha!tlihen Bildung, die unwirthschaftlihen An- shaffungen von Dreschgöpeln in iedem Hofe zu hintertreiben.

Die Kornhausgenofsenshaft Janowit beabsihtigt, die gepachhtete Anlage zu Eigenthum zu erwerben. Der Umsaß im Kornhau!e stieg von 33 976 Zentnern im ersten Geshäftsjahr auf 65 489 Zentner im

zweiten. Die durhschnittliche täglihe Milchlieferung stieg bei der genossen-

\chaftliizen Molkerei zu Janowitß von 4000 im Vorjahre auf rund

Färsen zum Preise

6000 1, bei der Molkerei Wyganow von 2509 auf nahezu 5000 1, bei der Molkerei Libau von 800 auf 4090 1.

Zum Shluß des Berihhtsjahres waren demnach im Anft:delungs- gebtete 21 landwirthschaftlihz Produktiogenofs-n\haften vorhanden. Außerdem bestanden 3 Kaufhausgenossenshazftzn, 15 Drainage- Netten, 39 Darlehnskassenvereine und 14 landwirths{aftlihe

¿reine.

Im Herbst 1899 sind unter Mitwirkung der Königlichen An- siedelungskommission zwei landwirthschafilihz Winterschalen, eine in Janowitz und eine in Neuzedliß eröffnet worden, welhe in erster Linie für die geeignete im kleinwirthshaftlichzn Betriebe“ verwerth- bare Anleitung und Fortbildung des Ansiedlernahwuchses bestimmt find.

Finanzielles Ergebniß abgeshlossener Besiedelungen.

In der Denkschrift sind au die Ergebnisse der Besiedelung der Güter Zedlißwalde, Zerkwitz, Kobissau, Alt- Bukowißz, Waldowken, Malvenkamp, Klondau, Wiesensee, Morgenau nachgewiesea, die eine Sadloshaltung des Fiskus bei setnen Gefammtaufwendungen ein- \chließlich der Kosten für Regelung der Gemeinde-, Kirchen- und Schulverhältnifse von 2,34 9/6 ergeben. .

Werden die Kosten für die erstmalige Regelung der Gemeinde-, Squl- und Kirhenverbhältnisse noch von den Gesammtaufwendungen abgeseßt, so tritt eine Schadloshaltung des Fiskus von 2,51 ®% ein.

Maßregeln zur Hebung der Rindviebzuht in den An- siedelungen.

güter verkauft worden aa Ansiedler bis jeßt 655 Stück Kühe und

von zusammen . ...,, 132592,50 M, Wwotauf bis Jet e e a e 181 T1394 abgezahlt sind.

Im Berichtsjahre sind von den verkauften R:ndern 3 Stück an Tuberlulose einzegangen. Gemäß Abzahlungs8»vertrages war Fiskus dabei mit einem Schaden von zusammen 497,83 Æ betheiligt.

Versorgung der Ansiedler mit Obstbäumen.

Um bei den Anxsiedlern das Interesse zur Anl-gung vou Obst- gärten wach zu rufen, bezw. aufrecht zu erhalten, wurden hnen auch in diesem Jahre, wie in den früheren Jahren, Obstbäume unter günstigen Bedingungen geliefert. Jeder Rentenarsiedler hatte für den einzelnen, im Durchschnitt 1,25 #6 kCostenden Obstbaum nur einen Betrag von 40 F zu zahlen, während den Restbetrag und die Transportkoften Fiskus trug. Die für die Pacht-, Pfarc- und Schulstellen, sowie zur Wegebepflanzung nöthigen Bäume werden völlig unentgeltlich geliefert.

Die Höchstzahl der dem einzelnen Ansiedler unter diesen Bedin- gungen gelieferten Bäume beträgt 40. Die Lieferung wird auf zwei Jahre vertheiit.

Inêgesammt wurden in diesem Jahre 11 145 Obstbäume geliefert und zwar von Lieferanten aus den Arsiedelungsprovinzen, den Pro- vinzen Schlesien und Brandenburg.

Auf fahgemäße Pflege und Behandlung der Obstbäume wird nah den Berichten der Gut8verwalter fast überall große Sorgfalt verwendet.

In Janowiß, dem Mittelpunkte eines großen Ansiedelungs-. gebietes, ist eine Obstbaumschule mit Musteranlagen von Baum- und Beerenobst, sowie Mustergemüsegärtnerei eingerihtet worden. - Die Baumschule hat bereits 8000 gut gedeihznde Veredelungen mit braudh- barsten Dbstsorten aufzuweisen und wird später voraussihtlich jährlich 20 000 junge Osftbäume liefern können. Der Lehraätrtner ertheilt in den Ansiedlergemeinden Anweisung in Pflanzung, Yfl-ge, Schritt der Obstbäume, giebt Obstbauunterricht an der landwirthschaftlien Wnter- \ch@ule in Janowit und soll später auch praftishe Obstbaukurse für Ansiedler leiten. Die Neigung zum Obstbau if überall, wo eine fachverftändige Anleitung ertheilt wurde, in merkbarer Zunahme, auch für den Gemüse- uad Beerenanbau erwacht lebhaftes Jateresse. Bei arößeren Obstbaumpflanzungen auf den Ansiedelungsgütern foë dem Lehrgärtner die U:berwachung der Arbeiten überwiesen werden, um Mißferfolgen, wie folche fonst bierbei leiht vorkommen, vorzubeugen.

Nebergang von Anfsiedlerstellen an die zweite Hand.

Derartige, durch freiwilligen Vertrag herbeigeführte Besißz- wechsel sind i:n Berichtëjahre 90 zu zählen, wovon 6 Fälle Pacht- stelien betreffen.

In 23 Fällen hat sich der Wechsel innerhalb des engsten Familienkreises zwischen nahen Verwandten vollzogen.

Es läßt sih auch in diefem Berichtsjahre zumeist niht mehr mit Sicherheit ermitteln, welhe Gewinne erzielt, oder ob Verluste ein- getretzn sind, denn zuverlä!size Angaben hierüber find in den meisten Fâllen niht gemaht worden.

Mit wenigen Ausnahmen hat die abgebende Hand Anftrengungen gemacht, um wieder bei der Königlichen Ansiedelungskommission und ¡war in der Negel auf neuausgelegten größeren Ansiedlerstellen anzu- kommen. Daraus läßt sfi entnehmen, daß das mit dem Fiskus gemachte Geschäst für den Ansiedler ein günftiges und daß namentlih die Aus- bildung des nackten Grundstück3 zum Stellenanwesen, d. i der eigent- lihe Besiedelungsvorgang, mit feinen Freijahren und fonftigen fis- kalishen Vergünstigungen geroinnbringend war, denn anderenfalls würde eine iederbolung der unbequemen Bau- und Stellen- ausrüffungsarbeiten nicht unternommen werden.

Es gewiunt daher den Anschein, als ob sich eine Spekulation auf wiederholte Ausbeutung der Ansiedelungévortheile herausbilden wollte, die niht ohne Bedenken ist. Abgesehen von dem fozialpolitisch uner- wünschten „Trekken“ der Ansiedler von einer Stelle auf die andere, ist zu beforgen, daß Begehrlichkeit mit steigender Arsiedelungépraxis die Mittel und Wege findet, um bei der erstmaligen Ginrihtung ihrer Höfe die Inanspruhnahme der Hilfe und Gefälligkeiten seitens der fisfalishen Gutsverwaltungen bis ins Ungemefsene zu steigern.

Es wird Sache einer vorsichtigen Leitung der Stellenbegebung fein, solhen gewerbsmäßigen Trekkern den Weg zu verlegen.

Der Uebergang in die zweite Hand ist im allgemeiuen nit zu beklagen, weil die Grwerber immer fkapitalkräftiger find als die Verkäufer.

Finanzlage.

Die Gesammtausgaben des Ansiedelungsfonds seit dem Fahre 1886 betrugen Ende Dezember 1899 rund 126 Millionen, die Gin- nahmen rund 25 Millionen, die Nettoausgaben mithin rund 101 Millionen Mark.

Da die Gesammtausgabe am S{hlufse des Etattjahres 1898/99 Pete aa E L e e bie Gesan E d o A 2244815542 „, fo ergiebt sich, daß das laufende Etatsjahr {hon tet rund 13} Millionen Mark Ausgaben und 24 Millionen Mark Einnahmen auszuweisen hat, also mit einem Umsay s{hließen wird, der bisher noch nit erreiht wurde,

Im Abzahlungsgeshäfte sind aus den Heerden der Anfiedelungs- -

M DD

Dritte Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Freitag, den 2. März

1900.

Literatur.

Mit dem BittspruH „JH bin Dein, Hilf mir!* aus dem 119. Psalm als Titel ershienen im Verlage von Eugen Strien in Ee a. S. „Lebensworte für die Pilgerfahrt auf Erden tur steten

rinnerung an den Tag der Konfirmation“, verfa5t von H. Friedrich, Divisionspfarrer der ersten Garde-Infanterie- Division. Der Inhalt der beiden erften Abschnitte ist ‘der Vorbereitung auf die heilige Kommunton und dem Tage der Konfirmation gewidmet; der letzte, „Fn Freud unv Leid“ betitelt, aber ertheilt in Anknüpfung an Worte der Heiligen Schrift Rath und Trost für die verschiedensten Lebenslagen, Das ge- fällig ausgestattete Büchlein (mit Goldschnitt gebunden, Pr. 3,50 46) eignet sih vornehmlich ¿zum Konfirmations-Geschenk.

Deutsche Wald- und Waidmannsfpyrüche in Neimen. Fe isaunmeggel von M. Freißerrn Knigge-Leveste. Neudamm,

s von I. Neumann. Pr. geh. 3 #4 Déte Jägersprahe, die fo viele uralte Wurzeln unserer Sprach? enthält, hat fch dur Jahr- hunderte von Geschle@t zu Geschlecht fast unverändert fortgepflanzt, und mit der Jägersprahe hat auß manSer kernige Jägerspruch und . mancher treffende JIagdreim den Wesel der Jahre über- dauert. Neben dem Waidwerk, da3 die deutsche Poesiz in fel- tenem Maße beeinflußt und bercihert hat, war es der deutsche Wald, dem manches begeisterte Loblied erkiungen i und roh immer erklingt. Der Verfasser hat sich nun die dankenswerthe Aufgabe geftellt, alles, was in der deutschen Poesie in kurzen Neimen, was im deutschen Sprichwort zum Preise des Waldes und der Jagd gesungen und gesagt worden ift, zu sammeln. Wenn die vorliegende Sammlung, wie er selbst gesteht, auch keinen Anspruch auf Voll- zähligkeit machen kann, fo ift es ihm doch gelungen, mit großem let und dank einer bedeutenden Belesenheit 1020 Reime und prüche zusammenzubringen, die ec nah folgenden Gesihtëpunktèn geordnet hat: „Der E und der Wald; Der deutshe Jäger, sein Wild und sein Hund; L ad der Jagd; Der Sonntagtjäger; Jäger- kalender aus alten Jagdbüchern; Vermischte Sprüche.“ Die Samm- Tung, welche in einem gut auszcstatteten Bande vorliegt, dürfte jedem Waidmann und Freunde des deutsen Waldes und der deutschen Jägerei eine willkommene Gabe fein.

„Der Mautner Flank*, „Der zweiteSchuß“, „Der gol- dene Samstag“, „Heimkehr “. Vier Erzählungen von Marxi- milian Schmidt. 89 304 Seiten. Preis geh. 1,50 #4, in elegantem Leinenband 2,25 4. „Verlag von Enßlin u. Laiblin in Reutlincen. In der ersten Eczählung diefes Bandes, welhe am Dreisessel- gebirge und in der Passaucr Gegend spielt, giebt der Dichter eine leben8vole Schilderung von dem verwegecnen Treiben der Schmuggler und ihren Kämpfen mit den Grenzwähtern. Die handelnten Per-

„fonen sind treffend charakterisiert, und ein tiefer sittliher Ecnst

weht dur das Ganze. Auch in der Erzählung „Der goldene Samstag“ liest man von Shmugglern und Paschern, die zweite spielt zwischen Förster und Wilderer, „Heimkehr“ aber ist eine rührende Familtengeschichte. Auch in. diesen kleineren nooellistis&en Gaben bezwäkrt Maximilian Schmidt feine Kunst als Erzähler. Das vorliegende Buch bildet dea 8. Band der ôfter erwähnten, woh!feilen Gesammt-Ausgabe von Maximilian Sÿmidt's SHriften, welche im obengenannten Verlage ersheint (s Bände, Pr. eleg. geb. 17 M). Von Emile Zola’s Roman „Der Zusammenbruch“ „La débâcle“), in welchem ein großartig angelegtes und in den etails kunftooll ausgeführtes Gemälde des deutsch-französishen Krieges von 1870/71 entrollt wird, veranstaltet die Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart eine illuftrierte Ausgabe. Die Zeichnungen haben die Künstler Adolf Wald, Fritz Berger und Christian Speyzr geliefert. Die soeben erschienene ecste Lieferung beweist mit den darin enthaltenen, sehr arafteriftishen und lebensvoll-n Proben, die zum theil farbig eee ia L hain wohl Pru waren. In 29 Lieferungen n dur([hnitilich 32 Seiten zum Preise von 40 oll diese rei E e S aben werden. S O Zu dem von der Liebel’s{chen Buchhandlung hierselbst verlegten, erft kürzli angezeigten Buche „Der Krieg in Süd-Afrika“ vou Alfre» Müller, Oberleutnant im 1. Hanseatish:n Infanterie- Regiment Nr. 75, ersicn soeben ein zweiter Theil (Pr. 2 4) mit folgendem Inhalt: „Der Ocanje-Feldzug Stormberg und Coles- berg Der Tugela-Feldzug“. Eine Uebersihtskarte des füd- afrikaniscken sowte eine solhe des westlichen Kriegsshauplayes nebst mebreren Skizzen und \onstigen Anlagen erleichtern das Verständniß. Die Ansftellungsverhältnisse der Jnhaber des Zivilversorgungsscheins bei den Kommunalverbänden im Königreih Preußen. Von Witows ki, Geheimem Regie- rung3rath im Reihs-Versicherungsamt, Vorsißzzndem des „Ausschusses zur Beobahtung und Pflege der Anfstellungsverhältnisse. der Militäc- anwärter“ im „Kaiser-Wilhelm-Dank, Verein der Soldatenfceunde“. Berlin W., Verlag des „Kaiser-Wilhelm-Dank“. (Handbücherei für Militäranwärter. Abtheilung I. : Verforguna9wefen, Heft 1.) Preis 1,20 6 Der für die Interessen der Uaterosfiziere und Militäranwärter unermüdlich thätige Verfasser hat in dieser Schrift mit liebevolèr ingabe an den Gegenstand das gesammte, ihm von den Landes- auptleuten und Land¿s8-Direktoren zu diefem Zweck zur Verfügung gestellte Material verarbeitet und dadurch eine fühlbare Lücke in der einshlägigen Literatur au?gefüllt. Nah etner belehrenden Einleitung über den Begriff und den Geschäftsumfang der staatlichen _ Verwaltungsbehörden in den Provinzen sowie der Kommunalverbände wird im erstzn Theil das Gesetz, betreffend die Besezung der Subaltera- und Unterbeamtenstellen in der Verwaltung der ommunalverbände mit Militäranwärtern, vom 21, Juli 1892, mitgetheilt. Der zweite Theil giebt dann ein Gesammtverzeihaiß der den Militäranwärtern im Dienste der preußishen Provinzial- verwaltungen, der Hohenzollernschen Landes-Kommunalzerwaltung und der Kommunalverwaltung von Berlin voibehaltenen Stellen, Der dritte, wichtigste Theil endli enthält auf 144 Sciten eine übers tlihe und’ klare Zusammenfafsung der beionderen Bestimmungen ei den einzelnen Behörden, mit genauer Angabe der Anftellungs- verbältnisse (Gehalt, Alters¡ulagen, Aufrückungsfristen, Wohnungs- u Eu: er In Su ett gd Die Schrift wird sih n bet der Stelleawahl als zuverlä i apo an doe eriveisen. ! R. R —, le vekannte illustciecte Berltaer Zeitschrift „Sport im Bild G welche im vorigen Jahre bei Gelegenheit der Münchener Sport-Ausftellung dur Verleihung der goldenen Medaille für hervor- ragende Leistungen auf dez Gebiet der Sportliteratar ih eine be- sondere Avs¡eihnung für ihre Verdienste um die Entwickelung des deutsch2zn Sports erworben hat, ist jegt in das sechste Jahr ibres Be- ftehens eingetreten. Die beiden neuesten Nummern 3 und 4 der Zeitschrift, welche uns voritegen, enthalten wieder eine Fülle interefsanten Stoffs. Nr. 3 bietet ein Bilo des berühmten Hengstes „Gaftfreund“, im Besiß des Königlichen Hauptgestüts Gradiß, Aufnahmen des ver- storbenen Herzogs von Westminster, John Porter's, des Trainers des Herzoglichen Stalles, und Mornington Cannon's, des ersten Iock-:ys des Herzogs. Blättert man dann weiter, fo gelangt man z4 etnem mit iwölf Jüustrationen versehenen, fesselnden Artikel über den Atbleten Sandow und seine Trainiershule für körperliche Ausbildung. Bilder von süddeutschen D Baan Ba, sowie einige Motorwagen- typen bilden den luß. Nr. 4 enthält u. a. drei der neuesten photozraphishen Poiträts Seiner Majestät des Kaisers und Königs auf der Jagd; von besonderem Jateresse ist die Momentaufnabme Seiner Htajejtät auf dem Anstand. Ferner findet- man mebrere

und Jagdbilder.

Handlung. Dem

„Bundesrath", die Sylve|terfeier

Hôöer, gelangt in diesem Heft auf

tischen Universalmaßstab u. s.

Vie englishe Regierun

Bedingungen jene Aus

von Jnteresse sein.

fuhr von roher Karbolsäure

Fabriken im Ausland, zu

könnte.

messen ist.

doppelten Betrage des unterzeihnen muß.“

des Vorjahrs.

Einfuhr.

Baumwolle, ungefärbt und gefärbt kg Branrtwein uad Sprit in Fässern Liter à 50 9% Mist aler At 6 KS E tv S Düngestoffe Le E Häute und Felle, niht zubereitete, nicht zur Pelzwerkbereitung . . , E O P SRES Fis aller Arb ps is Maschinen, Werkzeuge und Theile

E s e Reden

G Sport in der en illustrierter Aufs Rechnung. Weitere Beiträ genöisishe Ereignisse, wie die Beschlaznahme des deutshen Dampfers : ( im Könialih-n Schlosse zu Berlin, den Felsensturz_ bei Amalfi, das Eisenbahnunglück bei Kalsdorf, immer mit bezüglichen Bilderbeigaben. Mehrere Porträts und sooftige Abbildungen bi-ten interessante Aufschlüsse über die bevorstehende Weltausftellung. Verschiedene Illustrationen, insbesondere au die vorzüglich ausgeführte farbige Kunstbeilage, jängitoergangene lustige Zeit des Karnevals Bezua. der Berliner Gesellschaft, betitelt E des Lebens“, von P. O. ö ( en Höhepunkt der Entw während die Novelle „Das Geheimniß der White Sh ut: effeltoollen Abschluß fizdet. Von besonderem Werth endlich Rubrik neuer Eifindungen und Patente von ciner großen Anzahl fahmäanischzr Alle Welt“ în dieser Abtheilung fortlaufend B teresszntesten tchuishen Neuigkeiten, so z. B. di ginelle Schaceshmelzmaschine, einen ¿weckmäßigen Pflug, einen prak- w.

jenes Verbot betroffenen Substanzen, mit Ausnahme der Herstellung von E munition oder Aehnlichem, bestimmt sind, in jeder beliebigen Menge stattzugeben. D:m Antrag auf Ge l fuhr müssen in jedem Falle folgende

1) Eine rehtlich bindende Eckläc Käufers (d. h. Fabrifanten), daß das Rohmaterial für be- sondere (in dem Shriftstük zu erwähnende) 3 und weiter verarbeitet werden -soll, und ni welche Art, die es für die Feinde Englands verwendbar machen

Frankreihs Koks-Ein- und Ausfuhr im Jahre 1899 stellte im Vergleich mit dem Vorjahre, wie folgt: 1899 in Tonnen . . , 1428610 Ausfubr .. . 63970 62 180 (Nah Industries and Iron.)

Spezialaufnahmen von den interrationalen Eishockcy-Wettspielen in Davos, bei welchen \sich die Berliner Mannschaften auszcihneten. Endlich bietet die Nummer noch einen rei ilustrierten Artikel über Italiens Nationalsptel Pallone und mehrere vorzüglihe Lawn-Tennis-

Das soeben erschienene 16. Heft VI Jahrgangs der illuftrierten Familienzeitshrift „Für Alle Welt“ (Deutsches Verlag3bhaus Bong u. Co., Berlin W.; Preis des Vierzehntagshefts 40 4) führt seine Leser in verschiedenen, durch Abbildungen erläuterten Artikeln nah dem Goldlande Transvaal, um dessen Besi Buren und den Engländern mit so großer Auch der groß angelegte Roman „Ünter dem vierfarbigen Banner“ von Nudolf Wagener, der in diesem Hefte seinen Anfang nimmt, spielt in Transvaal und verbindet in glücklicher Weise Aftualität und spannende glishen Armee trägt ein rei ge behandeln andere zeit-

Handel und Gewerbe.

l at das zu Beginn di Zahres erlassene Verbot der Ad etg va Ka Lt p dur eine Verordnung abgeändert, die unter bestimmten s fuhr wieder gestattet. deutshe Fabrikanten werden die nachstehenden Bestimmungen

„Betreffs des Ausfuhrverbots von Karbolsäure u. \. vom 11. Januar 1900 sind der obersten | O Customs) von d-m Schaßamt neue gangen, die sie in den Stand

2) Die obige Versicherung muß von der eigenhändig ge- shriebenen oder untersiegelt-n Erklärung des zuständigen britischen Konsuls oder Vize-Konsuls begleitet sein, daß der Unterzeichner der Ecklärung eine achtbare und vertrauens- würdige Person ist, deren Angaben voller Glaube beizu-

3) Eine scriftlihe, vor einem Zollbeamten abgegebene Erklärung des Exporteurs, daß die in den obi stücken (1 und 2) aufgeführten Thalsahen nach defi Wissen und Gewissen angegeben worden sind.

Die Zollbeamten werden davon alle Gesuche wegen Ausfuhr der obigen Artikel in jedem Falle der obersten Zollbehörde vorgelegt werden außerdem jedesmal der Exporteur eine Bürgschajtsurkunde im erthes der auszuführenden Waare

in Kenntniß geseßt, daß

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten «Nachrichten für Handel und Jndustrie“.) Notizen über den Kohlen- und Kokshandel. Belgiens Einfubr an Koks betrug im Jahre 1899: 298668 t gegen 180590 t im Vorjahre; die Aubfuhr an 1009 164 gegen 878 135 t im Jabre 1898. Die Türkei bezog in den ersten elf Monaten 1899: 460291 t Koblen aus Großbritannien gegen 466 029 t in de

1898 1 374 590

Scch{wedens Außenhandel im Jahre 1899.

Ueber die Gin- und Ausfuhr Shwedens während des Jahres 1899 liegen bisher nur summarishe Angaben vor, welche die Veengen der eine und auszeführten Gegenstände darftellen, ohne indessen auh die Werthe derselben (mit allziniger Ausnahme der Maschinen und Weikieuge) aazugeben. Hiernach gestaltete fih der Außenhandel, unter Berüksichitgung der hauptsählihsten Waarengruppen, wie folgt:

Einfuhr.

1898 1899 18 923 000 15 871 000

2 392 500 2 756 500 51 013 C009 36 206 009 10 083 090 11 927 000

152155000 1014 329 000

5 187 000 5 675 000 27 416 090 23 519 000 1 273 090 1 426 000

18 247 000 21 952 000

gegenwärtig zwischen den rbitterung gekämpft wird.

nehmen auf die Der Roman aus

icklung,

ihren t ist die aus allen Ländern. Uaterstütt Mitarbeiter, erstattet „Für eriht über die in» e8mal über eine ori-

säure

Für

Zollbehörde (Board of 1 Anordnungen zuge- eßen, Anträgen auf Aus- oder von anderen, durch l die für chemische irgend welhem Zwecke, xplosivstoffen, Kriegs- stattung der Aus- Papiere beigefügt sein: ung des ausländischzn

wecke gebraucht cht auf irgend

en Schrift-

müssen, und daß

Koks stellte si auf

m gleihen Zeitraum

sich

Robe und T Mena 1898 1899 #9 enen und Stangeneisen . , k 110 857 000 : Fossile oder mineralische Oele, ge- n R reinigt E E 59 744 000 69 911 000 Papier aller Art 2 033 090 2015 000 Pavptermasse . f 434 300 982 000 alz i, B 905 090 920 020 Butter, natürli@e und künstlihe kg 1 965 000 1 586 000 Zudcker, raffiaiert und unraffiatert , 508 000 12 632 009 Syrup und Melasse ¿ 16 683 090 13 835 000 Getreide . N 262 144 000 340 645 000 Mehl. .. Vis S 8 360 000 22 765 000 Steinkohlen und K, .... h 31 554 000 40 300 000 Talg : 4 396 000 5 955 090 Theer, außer Steinkohlentheer 1419 000 2 473 000 Taback, uabearbeitet 3 959 000 3 670 000 Wolle, ungefärbt und gefärbt . 3 434 000 4 108 000 Wein aller Art in Fäfsern . . 2 005 000 3 313000 Bea aller Art in aaderen Ge- E le E 561 070 639 000 Gewebe, seidene aller Art . , 148 900 154 300 n baumwollene aller Art . 1 840 000 1 767 000 Y wollene aller Art, .. 2 0689 000 2 071 000 ¿ leinene aller Art . ., 611 000 675 000

1898 1899 39523 009 22 571 000 17 051 000 9 504 000

3 248 0090 2 502 000

3 369 000 3 686 000

Fische, frische 4 Ce E A Speck aller Art Häute und Felle, nicht zubereitete, niht zur Pelzwerkdereitung. , Maschinen, G.rätbschaften, Werk-

deuge und Theile davon . . Kronen 7308 000 8 693 000 Eisen und Eisenwaarn ,,, kg 9295006000 311 162000 Cis « 14398720090 1627 908 000 0 A - 49 797 000 45 635 000 B Art a En 000 39 446 000 j L L 59000 209 7690 Butter, natürliche und künstliche , 23 130 500 20 693 600 Hafer L 2 000 38 939 000

S 9 000 39

Theer außer Steinkohlentheer . , 3 296 000 2 256 009 Bauholz, Grubenftüßen, Papter-

__ holz, Planken und Bretter . cbm 6 043 500 6 179 500 S ; kg 15 905 000 17 381 000

Im Jahre 1898 betrug der {chwedis&e Außenhandel

vorliegenden Bewerthungen 800 158 000 Rene L überftie ia Außz?nhandel des Vorjahres um 34 Millionen oder 4,4 %. Auf die Einfuhr entfiel-n 455 249 000 Kronen oder 58,9 9/9 und auf die Aus- fuhr 344 909 000 Kronen oder 43,1%/% Der Einfuhrwerth ist seit dem Jahre 1879 um 46,9 Millionen Kronen geftiegen und der Aus- fuhrwezrth um 13,3 Millionen Kconen herabgegangen; es ergiebt f also für Schweden eine wenig günstige Handelsbilanz. Es ift jed zu berüdsihtigen, daß die gefteigerte Cinfuhr bauptsächli auf den Bezug von Rohstoffen, Maschinen und anderen Hilfsmittelu für die Produftion und den Transport und zum geringeren Theil auf den Import von Verbrauchsgezenständen zurückzuführen is. Die Ver- miaderung der Ausfuhr wird als eine Folge der Aufhebung des Z vischznreichgeseß:8, des Handelsvertrags zwishen Schweden und Itorwégen angesehen; denn während im Jahre 1897 der Werth der nah Norwegen ausgeführten Gegenstände 20 639 000 Kronen betrug war er im Jahre 13898 auf 5 549 000 Kronen gesunken. An der Einfuhr Schwedens waren bhauptsählich Deutschland zuit 158 059 000 Kronen, Großbritannien mit 139 144 000 Kronen und Dänemark mit 58 614 000 Kronen, an der Ausfubr in erster Linie Gr9ßbiitannien mit 148 649 000 Kronen, darauf Deutschland mit 49 568 000 Kronen und Dinemark mit 43 446 000 Kronen betheiligt. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Konsuls in Stockholm.)

Tägliche Wagengestellung für Koble d an der Nuhr und in Obersten As

An der Ruhr sind am 1. d. M. aeftellt 135 s jeitig gestelt feine Wagen. M i a n ershlesieaz sind am 1. d. M. gestellt 5 s

zeitig gestellt 2 Wagen. geen L730, -abds, vedit

Berlin, 1. März. Marktpreise nah Ermittelu Königlichen P R (Höchste und niedrigste Preise) pa Doppel-Ztr. für: *Weizen 15,10 M4; 14,00 /6 * Roggen 14,10 A; 13,80 M *Futtergerste 14,00 4; 13,00 A Hafer gute Sorte 15,00 4; 14,20 A Mittel-Sorte 14,10 4: Is 40 M geringe Sorte 13,30 4; 12,60 A Richtstroh Sitze de —,— h Heu —,— di M Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00 M; 25,00 A *Speisebohnen, weiße, 45,00 A; 25,00 A **Linsen 70,00 4; 30,00 # Kartoffeln 7,00 M; 5,00 A Rindfleish von der Keule 1 kg 1,60 M; 1,20 M dito Bauchfleis l kg H 1,00 A Cchweinefleish 1 kg 1,60 M; 1,10 A Kalbfleisch 1 kg 1,70 M; 1,00 A— Hammel eis 1 kg 1,60 M; 1,00 M Butter 1 kg 2,660 #4; 2,00 (4 Eier 60 Stü 6,00 Æ; 3,00 A Karpfen 1 kg 2,20 M; 1,20 G Aale 1 kg 2,80 A; 1,40 6 Zander 1 kg 2,50 M; 1,00 A Hechte 1 L RL ho 190 d Bude Pur Na d S

1 ; 1, Diele Kk ; E 60 Stü 12,00 ¿%; 3,00 A S d Me * Ermittelt pro Tonne von der Zentralstelle der - wirthschafskammern Notierungsstelle D und Ante g Bo RLN Um für den Doppelzentner.

* Kleinhandelspreise.

Die Einnabmen der Neuen Berliner Omunibus-Akti Ges ellshaft beliefen sch im Monat Fedruae 2000 136 144,70 Æ gegen 145 610,35 A in demselben Monat des Vor- r DIEA Q R L Mh Unger. Auch die Mindereinnahme iat r wir itens (Seite Bette etl eitens der Gesellshaft durch das meift Jn der gestrigen Sizung des Aufsichtsraths von eLudw. Loewe u. Co, Uftien-Gesellschaft“ legte die Direktion, den vg Ah M gagctauiee Selästeiage vor. Es wurde beschlossen, : ellung etner Dividende von 24 9/0, i f A @. S zu stein. (0 0e N RIRNTG, E O er Sewinn-Sldo der Bank für Süddeutschl Darmstadt beträgt nah dem Aufsihtsraths-Bericht e deg E Ie jahr 4 L L eun die Zahlung einer Divi- d; Di L j s enn wid : ur die Aktie 16,50 4, in Auésicht ge In der geftrigen Aufsihtsrathésißung der Deut ü - seeishen Bank wurde die Bilanz für das Sabe 1800 vera,

welche einen Nettogewinn von 1 408533 „46 gegen 1 358 426 A im