1900 / 74 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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übersehen werden kann, über den Zweck der beabsichtigten Prüfung hinaus. i

Damit beurtheilt werden kann, ob die Vermögensstücke, von welchen Abschreibungen stattgefunden haben, in der Bilanz zu niedrig bewerthet und deshalb die zu den Abschreibungen verwendeten Beträge ganz oder theilweije als steuerpflihtig zu behandeln sind, müssen allerdings die Gegenstände, um deren Bewecthung es sich handelt, bekannt sein und nöthigenfalls von den Steuerpflichtigen bezeichnet werden. Zu diesem Zwecke wird aber, soweit die fraglichen Objekte wie z. B. die Grundstücke niht ohnehin bekannt sind, namenilich für alle Gegenstände von geringerem Werth ihre summarische Angabe, etwa nah Gattung und Zahl, ge- nügen. Keinenfalls ist es zu billigen, wenn eine die Steuer- pflichtigen in so hohem Maße belastende Anforderung von vornherein gestellt wird, ohne daß anscheinend auch nur der a ri gemaht war, auf einfahere Weise zum Ziele zu gelangen.

Zu weit geht ferner das Ersuhen um Angabe des An- \chaffungs- bezw. Herstellungspreises der einzelnen Betrieb 3- gegenstände. Denn nah der Rechtsprechung des König- lihen Oberverwaltungsgerichts (vergl. Bd. VII Seite 139 ff. der Entscheidungen) kommt es bei der Prüfung der Ab- schreibungen nicht auf die Einzelbewerthungen, sondern nur auf die durch die Abschreibung bewirkic Werthverminderung der cinzelnen Posten der Bilanz an. ;

Sie wollen nah diesen Gesichtspunkten die Vorgänge prüfen und die Vorsißenden Jhres Bezirks auch für etwaige ähnliche Fälle mit entsprehender Weisung verfehen.

Berlin, den 14. März 1900.

Der Finanz-Minister. von Miquel. An den Herrn Vorsizenden der Einkommensteuer- Berufungs-Kommission in Arnsberg.

Abschrift erhalten Sie zur Kenntnißnahme und Beachtung. Berlin, den 14. März 1900. Der Finanz-Minister. von Miquel. An die sämmtlihen Herren Vorsißenden der Ein- 7 G A S a A (außer Arns- erg).

Justiz-Ministerium.

Verseßt sind: der Amtsgerihtsrath Schlüter in Neu- stadt i. W.-Pr. an das Amtsgericht in Danzig und der Amts- rihter Leyendecker in Kirhen an das Amtsgericht in Wiesbaden.

Die Versezung des Landgerichtsraths Steubing in Limburg als ÄAmtsgerichtsrath nah Wiesbaden ist zurück- genommen.

Dem Landgerichtsrath Rave in Altona und dem Amts- gerihtsrath Crusen in Hannover ist die nachgesuchte Dienst- entlassung mit Pension ertheilt.

Dem Fabrikdirektor Ziegler in Oberhausen ist die nach-

esuhte Entlassung aus dem Amt als Handelsrichter bei dem Landgericht in Duisburg ertheilt.

Ja der Liste der Rechtsanwälte find gelöscht: die Nechts- anwälte Justizrath Nauen in Rosenberg i. W.-Pr. bei dem Landgeriht in Elbing, Dr. Coerrens bei dem Landgericht in Koln, Splettstoeßer bei dem Amtsgericht in Driesen und Buddenberg bei dem Amtsgericht in Nienburg.

In die Liste der Rechtsanwälte sind eingetragen: der Rechtsanwalt Mayer aus Stettin bei dem Amtsgericht in Anklam, die Gerichts-Assessoren Arthur Burchard bei dem Landgericht T in Berlin, Dr. Walter Weber bei dem Land- geriht in Altona und der frühere Gerichts-Assessor, Bürger- meister a. D. Hahn bei dem Amtsgericht in Schönau.

Der Notar, Justizrath Andreas Schaefer in Köln, die Rechtsanwälte, Justizrath Wachendorf in Aachen, Krüger in Köslin und Alfred Jahn in Rudolstadt sind gestorben.

Ministerium der geistlihen, Unterrichts- und i Medizinal-Angelegenheiten.

Bekanntmachung.

Das Alte und Neue Museum, die National- Galerie, das Museum für Völkerkunde und das Kunstgewerbe-Museum sind während der Monate April bis September an den Wochentagen mit Ausnahme der Montage von 10 bis 4 Uhr, Sonntags und an den zweiten Feiertagen der hohen Feste von 12 bis 6 Uh- für das Publikum geöffnet.

Berlin, den 21. März 1900.

General - Verwaltung der Königlihen Museen. Schöne.

Im Jnseratentheil (Dritte Beilage) der heutigen Nummer des „Reihs- und Staats-Anzeigers“ wird eine Urkunde, betreffend die Genehmigung der Ausgabe von Shuld- verschreibungen der Stadt Remscheid auf den Jn- haber bis zum Betrage von 4500000 M, veröffentlicht.

Die Personal-Veränderungen in der Armee 2c. befinden sich in der Ersten Beilage.

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 24. März.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten, wie „W. T. B.“ meldet, heute Vormittag die Vorträge des Kriegs- Ministers, Generals von Goßler, des General-Jnspekteurs der u6-Artillerie, Generals Edlen von der Planit, des General- n{pefteurs des Jngenteur-Korps, Generals Freiherrn von der oly, des Chefs des Generalstabes der Armee, Generals Grafen von Schlieffen unh des Chefs des Militärkabinets, Generals von Hahnke,

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Jhre Majestät die Kaiserin.und Konigin empfingen

heute Mittag um 12 Uhr im Königlichen Schlosse die nah

SAUBIEa abgehende dritte Sanitäts-Abordnung vom Rothen reuz.

Jhre Königliche Hoheit die Prinzessin Heinrich von Preußen hat nachstehenden Firmen in Kiel das Prädikat als Hoflieferanten gnädigst verliehen:

dem Handshuh- und Kravattenfabrikanten Emil Wriedt,

den Modewaarenhändlern Adolph Kruse und Martin Möller, Jnhabern der Firma Kruse u. Möller.

Jn der am 22. d. M. unter dem Vorsiß des Staats- Ministers, Staatssekretärs des Jnnern Dr. Grafen von Posadowsky-Wehner an Plenarsißung des R undédra tis wurden der Gesetzentwurf, betreffend die Fest- stelung des Landeshaushalts-Etats von Elsaß-Lothringen für 1900, in der Fassung der Beschlüsse des Landesausschusses und der Geseßentwurf über die Konsulargerihtsbarkeit in der Fassung der Beschlüsse des Reichstages angenommen. Dem am 30. Dezember v. J. zu Berlin zwishen dem Reih und Oesterreich-Ungarn abgeschlossenen Uebereinkommen zum Schuße der Urheberrehte an Werk:n der Literatur, Kunst und Photographie sowie der Vorlage wegen Genehmigung des neuen Statuts der Schlesischen Bodenkredit-Aktienbank zu Breslau wurde die Zustimmung ertheilt. Außerdem wurde über verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt.

Heute hielten die vereinigten Ausschüsse des Bundesraths für Zoll- und Steuerwesen und für Rehnungswesen, die ver- einigten Ausschüsse für Zoll- und Steuerwesen und für Justiz- wesen, sowie die vereinigten Ausschüsse für Zoll- und Steuer- wesen und für Handel und Verkehr Sißungen.

Im Monat Februar d. J. haben 993 Schiffe (gegen 1122 Schiffe im Februar 1899) mit einem Nettoraumgehalt von 152 141 Registertons (1899: 135938 Registertons) den Kaiser-Wilhelm-Kanal benußt und, nah Abzug des auf die Kanalabgabe in Anrehnung zu bringenden Elblootsgeldes, an Gebühren 81976 # (1899: 72745 A) entrichtet.

Der Kaiserlihe Gesandte in Belgrad, Wirkliche Geheime Nath Freiherr von Waecker-Gotter hat einen ihm Aller- höchst bewilligten kurzen Urlaub angetreten. Während der Abwesenheit desselben fungiert der etatsmäßige Legations- Sekretär der Kaiserlichen Gesandtschaft Graf von Schwerin als Geschäftsträger.

Baden.

Seine Großherzogliche Hoheit der Prinz Maximilian von Baden hat d, wie die „Karlsr. Ztg.“ meldet, gestern in Wien mit Jhrer E Hoheit der Prinzefsin Marie Louise von Cumberland verlobt.

Großbritannien und Frland.

__ Jn der gestrigen Sißung des Unterhaujes erklärte, wie „W. T. B.“ berichtet, der Unter-Staatssekretär des Kriegs3- amts Wyndham, daß die von den britishen Truppen in Süd-Afrika verwandte Gewehrkugel Marke 2 sei; dieselbe sei eine massive Kugel. Die Kugeln Marke 5 würden eingezogen und seien von ben britishen Truppen nie verwandt worden, eufvwéhin hätten die britishen Truppen Dum-Dum-Kugeln gebraucht. Auf die Anfrage Dillon'’s, ob es niht Thatsache sei, daß die Marke 4, d. h. Expansivgeschosse mit hohler Spitze, hin- aus3gesandt worden seien, erwiderte Wyndham, das könne nicht der Fall sein ; Marke 4 sei die offizielle Kugel, welche die ursprüngliche Garnison am Kap gehabt habe, aber sie sei ein- gezogen worden und im Feldzuge nie in Verwendung gewesen. Auf Dil lon's Frage, ob sich nicht eine ungeheure Anzahl Patronen der Marke 4 in den Händen der Truppen befänden, erklärte Wyndham, daß diese Patronen eingezogen worden seien; auf Dillon’'s weitere Frage, ob fie nah England zurückgeschafft worden seien, erwiderte Wyndham, das wisse er niht. Bei den Verhandlungen über die Kostenvoran- \chläge für den Zivildienst stellte Farell den Antrag, die jeßige Fürsorge für Universitätsbildung, soweit sie die Katho- liken in Jrland betreffe, für unzulänglich zu erllären und zu verlangen, daß den Katholiken Erleichterungen hinsichtlich der Universitätsbildung ohne gleichzeitige Verlegung ihrer religiösen Gefühle zu sichern seien. Der Erste Lord des Schay- amts Balfour sprah sich warm für den Antrag aus und erklärte, scin Aeußerstes thun zu wollen, um das Land für seine Anschauungen zu P, Der Antrag wurde mit 177 gegen 91 Stimmen abgelehnt.

_ Der brasilianische Gesandte in London de Souza Correa ist gestern gestorben.

Frankreich.

Der Senat hat, wie „W. T. B.“ meldet, gestern die Vorlage, betreffend die Neform des Gerichtswesens in Egypten, angenommen und die für die einstweilige Unter- bringung des Théâtre Fcançais im Odéon und für den Wiederaufbau des Theaters geforderten Beträge bewilligt.

Die Deputirtenkammer nahm einen Geseßentwurf an, worin die Verwaltung Madagaskars ermächtigt wird, eine Anleihe. im Betrage von 60 Millionen zum Bau einer Eisenbahn von Tananarivo nah Tamatave aufzunehmen. Der Deputirte Ferrette interpellierte über das gleichzeitige Bestehen der zwei von der französishen Regierung fsubventionierten französishen Handelskammern in Brüssel. Eine dieser Kammern, deren Vorsigender Rolland sei, stehe in offenem Kriege mit dem französishen Gesandten Gérard. Der Minister des Auswärtigen Delcassé erwiderte, die Handelskammern seien Privatgesellshaften; die Regierung könne nit verhindern, daß deren zwei in einer Stadt beständen; aber die Regierung habe nur diejenige sub-

ventioniert, deren Ehrenvorsizender der Gesandte Gérard

sei. Der Handels-Minister Millerand spra si gleichfalls dafür aus, daß die Handelskammer, d) ide Rolland sei und die sih geweigert habe, sich den Behörden, die

R verträten, zu fügen, niht subventioniert werde errette zog darauk seine Jnterpellation zurü. 4 widerung auf ‘eine Jaterpellation über die Dekoricrung eini

Industriellen mit dem Kreuz der Ehrenlegion En der Handéle Minister Millerand die von diesen Personen geleistet

Dienste hervor und nahm die einfahe Tagesordnung R welche darauf von der Kammer mit 271 gegen 226 Stimmen genehmigt wurde. I

Ftalien. Jn der gestrigen Sißzung der Deputirtenka

wurde, wie S T. B.“ meldet, nah Eng rer Debatte ter Antrag des Deputirten Ferri, betreffend die Vorfrage Pun zweiten Theil des Antrags Cambray-Digny, weldhee ih auf das Jnkrafttreten der Abänderung der Geschäfts ordnung bezieht, in namentliher Abstimmung mit 939 gegen 116 Stimmen abgelehnt. Der Deputirte Pantang eantragte die Zurückstellung der Vorlage und begründete seinen Antrag in längerer Ausführung. Es entstand ein lebhafter Zwischenfall, als er cine motivierte Tagesordnun beantragte und die Einberufung der Konstituante zur Reform der Verfassung verlangte. Der Präsident entzog hierauf unter dem Beifall der Rechten und dem Lärm der äußersten Linken Pantano das Wort. Pantano sprach gegen das Vorgehen deg Präsidenten ynd verlangte die Entscheidung der Kammer, welche dur Aufstehen und Sigenbleiben das Verhalten des Präsidenten billigte. A entstand ein abermaliger, sehr [lebhafter Zwischenfall dadurch, daß die äußerste Linke gegen die Gültig: keit der Abstimmung Einspruh erhob, da der Antrag der äußersten Linken auf vorherige Feststellung der Beschlußfähig: keit des Hauses unberücksichtigt geblieben sei. Der Deputirte Pantano wollte aufs neue sprehen. Der Präsident untersagte den Stenographen die Aufnahme seiner Rede Pantano aber fuhr, unter dem Beifall der äußersten Linken und dem Widerspruch des übrigen Hauses, zu reden fort. Darauf unterbrah der Präsident unter lebhaftem Beifall der Rechten und des Zentrums die Sißzung. Vei Wiederaufnahme derselben forderte der Präsident den Abg, Pantano auf, den Beshluß der Kammer zu achten und den regelmäßigen Gang der Verhandlung nicht zu stören, Pantano bestand, unter dem Beifall der äußersten Linken und großem Lärm des Zentrums und der Rechten, darauf, sprechen zu wollen. Der Präsident hob nun, unter lebhaftem Bei fall der Rechten und des Zentrums und unter großer Erregung der Kammer, die Sißung auf und erklärte neuerlich und feier: lih vor dem Lande, daß das Verhalten der äußersten Linken den regelmäßigen Geschäftsgang der Kammer störe.

Schweiz.

Im Nationalrath stellte gestern Fo o3-Schaffhau einen Antrag auf Revision des Münzgeseßes gu der Einführung der Goldwährung.

Türkei.

Einer Meldung des Wiener „Telegr. Korresp. - Bureaus“ aus Konstantinopel zufolge, sind am Donnerstag in U esfüb die Abberufung des Vali Hafiz Mehmet Pascha und die Amnestie amtlich verkündet worden. Jnfolge dessen ist eine vollkommene Beruhigung eingetreten.

Bulgarien.

Ueber die Vorgänge bei der Protestversammlung gegen die neue Zehntsteuer, die am 20. d. M. in Varna stattfand und bei der es zu blutigen Zustammenstößen mit der bewaffneten Macht kam (\. Nr. 71 d. Bl.), theilt „W. T. B.“ noch Folgendes mit: Die Versammlung bestand aus 1500 Bauern, die nahher mit Stöcken und Steinen die vor der Präfektur auf- gestellten Gendarmen und Truppen angriffen. Diese gaben Feuer; 9 Personen wurden getödtet und 11 verwundet.

Schweden und Norwegen.

Der Zeitung „Verdens Gang“ zufolge hat, wie dem „W. T. B.“ aus Christiania mitgetheilt wird, die Linke des Storthings am Donnerstag beschlossen, noch in dieser Session einen Gesezentwurf, betreffend die Ueberführung der Konsulatsabgaben an die norwegische Staats- kasse, anzunehmen.

Dänemark.

Der Finanz-Minister Hörring hat, dem „W. T. B." zufolge, gestern dem Folkething einen Gesezentwurf, be treffend die Aufnahme einer 31/5 proz. Staats-Anleihe von 12 Millionen Kronen, vorgelegt, welche größten? theils zu Eisenbahnanlagen zu verwenden sind und zu einem Mindestpreise von 931/, Proz. zum Verkauf gelangen sollen, Die Anleihe soll in 60 Jahren amortisiert werden.

Amerika.

_ Aus Ottawa wird dem „W. T. B.“ gemeldet, der Finanz-Minister habe in der Budgetaufstellung Mittheilung über die günstige Lage Canadas gemacht, da dic Ein- nahmen für das am 30. Juni 1899 abgelaufene Etatsjahr 46741 249 Dollars betrügen. Die Regierung sei nicht im stande, dem Gesuch zu entsprehen, eine Prämie auf Rüben zucker zu zahlen, shlage aber vor, die Maschinen für dié Fabrikation des Rübenzuckers auf die Liste der zollfreien Waaren zu segen. Der Minister habe feraer cine Resolution vorgelegt, welche bestimme, daß vom nächsten 1. Juli an_ der Vorzugstarif von 25 Proz. zu Gunsten der Einfuhr britischer Waaren auf 331/z Proz. erhöht werden solle.

Asien. i Dos „Reuter'she Bureau“ meldet aus Yokohama, die jap anische Regierung habe beschlossen, das Verlangen der kforeanishen Regierung, daß alle japanishen Polt ämter in Korea zu \chließen seien, abzulehnen. Afrika. Der „Times“ wird aus -Lourenço Marques L 19. März gemeldet: Feauia werde die plöglihe A sendung portugiesisher Truppen nah der Grenze pt Transvaal damit erklärt, daß in Gasaland Unruhen e ebrochen seien. Es heiße, daß eine Abtheilung Eingeborener i ransvaal in Gasaland eingefallen und mit cinem großen N dort in Streit gerathen sei. Der Gouverneur sei außer ias gewesen, den Aufstand niederzuwerfen, und habe dringend nd Verstärkungen gebeten. Eine Abtheilung Infankerl? eat Kavallerie mit zwei Kanonen sei theils auf dem Wasserwegt- theils mit der Bahn dorthin abgesandt worden. d, daß Das „Reuter'she Bureau“ meldet aus Kroon a2 G die Freistaatburen in großer Anzahl urüdckehrten. "úrden gierung verharre in entshlossenem Widerstande. Es w seien Kommandos in großer Anzahl mobilisiert. Die Burgher

entschlossener denn je. Eine Proklamation sei erlassen worden,

( der Präsident Steijn die Burgher auffordere, w Me ruse zum Militärdienst Folge zu leisten, den Engländern dem einer Weise zu helfen oder die Waffen niederzulegen, in n sie-nicht durch eine dringende Nothwendigkeit dazu ge- i sein sôllten. Jeder, der diese Vorschriften mißachte, e als des Hochverraths s{huldig, den s{hwersten Strafen L Kriegsgerihts unterliegen. : Die „Times“ meldet aus Buluwayo vom 19. d. M., ß sih der Oberst Plumer nah einemzheftigen Artillerie- da f auf 9000 Yards Entfernung am 16. März unter P puhe der Dunkelheit nordwärts von Lobatsi zurück- Y ogen habe und sich jeßt bei den Crocodile Pools befinde. gel Mus Warrenton vom 22. d. M. erfährt das „Reuter’sche Bureau“, die Buren hätten Klipdam und Windsorton ge- zumt und die Fähren bei Riverton und Windsorton y rsenkt. Der Vaalfluß sei jezt nur durch Schwimmen zu Therschreiten. Nath einer wéiteren Depesche vom gestrigen Tage hätten die Buren am Donnerstag ein leb- haftes Gewehrfeuer auf die Brückenwahe gerichtet, welhes von den Engländern gelegentlih erwidert worden sei; die Artillerie sei niht in Thätigkeit getreten. Augenscheinlih werde dem Uebergang über den Fluß ein er- bitterter Widerstand entgegengeseßt werden. Jn Warrenton sei die Nachricht eingegangen, daß die Farmer an der Nordwest- Grenze des Freistaats, welche bereits in ihre Heimstätten

urüdckgekehrt waren, zurückbeordert worden seien und den

Befehl erhalten hätten, fich über den Fluß nah Transvaal geben.

B “Pasfelbe Bureau berichtet aus Maseru vom 22. d. M, die Buren seien in den leßten Tagen mit einer sehr großen Menge von Wagen von Smithfield und Wepener in der Richtung auf Ladybr and gezogen. Es dürften dies die Streit- träfte sein, welhc von Norwalspont, Bethulie und Stormberg zurückgegangen sind und jet nordwärts marschieren.

Nach einer Meldung aus Bloemfontein vom 22. d. M. ist der General French mit einer Kavallerie-Brigade und be- rittener Infanterie in Tabanchu, pen Bloemfontein und Ladybrand, eingetroffen und hat die eliographishe Ver- bindung mit Maseru eröffnet. /

Aus Barkly East liegt die Meldung vor, daß die Ab- lieferung der Waffen seitens der Aufständischen nur langsam vor sich gehe. Man glaube, sie versteckten dieselben. Der frühere Landdrost und seine Beamten seien unter Bedeckung na Kapstadt gesandt worden. i i :

Der Gouverneur der Kapkolonie Sir Alfred Milner ist gestern in Dordrecht eingetroffen.

Amtlih wird gemeldet, daß während der am 16. d. M. zu Ende gegangenen Woche in Ladysmith 13 verwundet ge- wesene Offiziere wieder in aktiven Dienst getreten scien. Fn derselben Woche seien an Krankheiten in Kimberley 18, in

Ladysmith 15 und in verschiedenen Theilen der Kap-

folonie 22 Mann gestorben. Bei Warrenton seien am 18. März 4 Mann verwundet worden.

Parlamentarische Nathrichten.

Die Berichte über die gestrigen Sizungen des Reichs - tages und des Hauses der Abgeordneten befinten" sich in der Ersten und Zweiten Beilage.

Dem Hause der Abgeordneten if der Entwurf eines Geseyes, betreffend die Erweiterung des Stadtikreises Stettin, nebst Begründung zug?gangen.

Nr. 13 des „Eisenbahn-Verordnungsblatts“, heraus- gegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 19. März, hat folgenden Inhalt: Allerhö#ster Eclaß vom 30. Jinuar 1900, betr. einen Nachtrag zu der Verwaltungsordnung für die Staatseisenbahnen. Erlasse des Ministecs der öffentlihen Arbeiten: vom 7. März 1900. betr. Béfoldungsdienstalter vormaliger Wartegeldempfänger ; vom §8. März 1900, betr. Nachzahlung von Gehaltszulagen; vom 9. März 1900, betr. Ueberführung von Wagenwärtern in den Zug? begleitungsdiens; vom 10. März 1909, betr. Verlängerung der Frist für die Vollendung des Baues einer Eisenbahn von Nordhausen über Jlfeld nah Wernigerode mit einer Abzweizung nach dem Broten; vom 13, März 1903, betc. Eisenbahn-Hauptwerkstätte in Stendal ; vom 13. März 1800, betr. Unterstüßungsfonds b c und d des Etats; vom 15. März 1900, betr. Grrihtung einer neuen Eisenbahn-Betricbs- inspektion in Angerburg und Auflösung der Eisenbahn-Betriebs- inipektion Allenstein 4. Naghrichten.

Statistik und Volkswirthschaft.

Tabacks-Produktiioz im deutschen Zollgebiet.

Das erste Heft des Jahrgangs 1900 der „Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutshen Reichs“ enthält unter der Uebecschrift „Der Taback im deutschen Zollgebiet“ eingehend: Nahweise über den Anbau des Tabaks, Ein- und Ausfuhr von Tabak und Tabackfabrikaten, Pie Ertrag der Tabadabgaben im Erntejahr 1898 und den neun

ahren. O

Mit Taback bebaut und abgeerntet wurden im Jahre 1898 inner- balb des deutshen Zollgebiets 17 652 ha (gegen 21567 ha 1897, 22076 ha 1898, 21154 ha 1895). Die Ernte an trockenen, dah- reifen Tabackblättern hat betragen 32,559 t oder 1,85 t auf 1 ha (gegen 2,10 t 1897, 2,10 t 1896, 2,30 t 1835).

Als Ursachen des erheblihen Rückganges des Tabackbaues werden vauptsälich die unbefriedigenden Verkaufspreise der 97er Ernte und e Mangel an geeigneten Arbeitskräften bezeichnet. Zur Verminderung êr Anbaufläche hat auch der Umstand beigetragen, daß viele bereits die Dee Pflanzer dur ungünstige Witterung beshädigt wurden und ie Pflanzer zum theil genöthigt waren, das bepflanzte Feld umiju- vflügen und mit anderen Früchten zu bebauen, j d Die Ernte war nah Beschaffenheit meist nur mittelmäßig und er Menge nah geringer als in den leßten Jahren.

V Die Verkaufspreise waren in Norddeutschland etwas besser als im ahriahre; auch in der Pfalz hatten si die Preise gegen die Vor- Dal, etwas gehoben, was zum theil wobl den Bemühungen der via ier Tabalverkaufsgenossenshaft, einer Vereinigung von Tabal- d e zuiuschreiben ist. In anderen Gegenden waren aber die für po 1898er Taback erzielten Preise noch geringer als die des 1897er 75 g udses. Für das ganze Zollgebiet if ein Durchschnittspreis von p M für einen Doppel-Zentner dachreifen Tabaks ermittelt worden, Mo % der 97er und 80,4 4 der 96er Ernte. wied ie Ein- und Ausfuhr von unbearbeiteten Tabackblättern hat sich Bei v gesteigert, ebenso die Ausfuhr von entrippten Tabackblättern. Verg Tabackfabrikaten zeigen Ein- und Ausfuhr keine wesentlichen lor g erungen gegen das Vorjahr. Der Werth der Einfuhr ist auf Vozj Millionen Mark berehnet- gegen 111,4 Millionen Mark im Matte der Werth der Ausfuhr ist dagegen von 5,3 Millionen (im Jahre 1897) auf 6,6 Millionen Mark geftiegen,

Die Tábackfteuer hat einen Ertrag von 13,0 Millionen Mark, der Eingangszoll vom Taback 53,1 Millionen Mark ergeben. Nah Abzug der gezahlten Ausfuhrvergütungen verblieb ein Reinertr2g von 65,8 Millionèn Mark oder 1,20 4 auf den Kopf der Bevölkerung.

Für den Durchschnitt der leuten drei Jahre berechnet sich der ¡ährlihe Verbrau an fabrikationsreifem RohtabaX auf 1,69 kg für den Kopf ver Bevölkerung. :

Swiffsgunfälle an der deutshen Küste.

Das 1. Heft des Jahrgangs 1900 der „Vierteljahrshefie zur Statistik des Deutschen Reichs“ bringt eine Abhandlung über die Sciffsunfälle an der deutschen Küste während des Jahres 1898, d. h. über diejenigen zur amtlihen Kenntniß gelangten Unfälle, von denen Siffe an der deutshen Küste selbst, auf dem Meere in einer Ent- fernung von niht mehr als 20 Seemeilen von der Küste oder auf den mit dem Meere in Verbindung \tehenden, von See- schiffen befahrenen Binnengewässern im Jahre 1898 betroffen wurden. Derartige Unfälle sind im Ganzen 345 gezählt, welche (béi 113 Kollisionen zwischen je 2, 6 zwischen je 3, 2 zwischen je 4 und 1 zwishen 5 Schiffen, sowie 1 Zusammenstoß mit einem Krieas\chiff) 430 Sthiffe betrafen. Die Erhebungen der vier vorher- gebenden Fahre hatten ergeben für 1897 383 Unfälle und 520 betrofene Schiffe, für 1896 351 Unfälle und 464 betroffene Schiffe, für 189% 391 Unfälle und 529 betroffene S@iffe und für 1894 854 Unfälle und 463 betroffene Sghiffe. Die Unfälle zeigen demnah von 1894 auf 1895 eine starke Zunahme, 1896 eine crheblide Verminderung, 1897 eine nit unbedeutende Ver- mehrung und 1898 ¡wieder eine größere Abnahme. Nach der Zahl der betroffenen S@hiffe hai das Jahr 1895 alle übrigen übecragt. Im all- gemeinen nimmt mit dem Anwahfen des Schiff3verkehrs in den deutschen Häfen, wodurch sih hauptsäßhlih die steigende Zahl Schiffszusammen- itôße erklärt, die Zahl der Unfälle an der Küste zu, doh wirken in den einzelnen Fahren auth besonders ungünstige Witterungsverhältnisse, fo in den Jahren 1894, 1895 und 1898 {were Stürme mit, die Unfälle zu ver mehren. Von den betroffenen Schiffen sind im Jahre 1898: 71 (1897 : 43; 1896: 51; 1895: 74; 1894: 50) gänzlich verloren gegangen, 263 wurden theilweise beschädigt, 144 blieben unbeshädigt, und von 2 Sthifen ist über den Au3gang des Unfalls nichts ermittelt worden. Der Verlust an Menschenleben (42) ift der geringste im ganzen fünfjährigen Zeitraum. 2r Durchschnitt der vier Vorjahre ift um 17 größer als die Verlustziffer des Jahres 1898, welhe \sih auf 0,59 0/6 aller an Bord gewe}enen Perfonen (soweit deren Zahl bekannt war) gegen 0,58 %/ im Vorjahre, 0,61%/o, 1,12 9/6 und 0,75 °/o in den Jahren 1896, 1895 und 1894 berechnet. l

Von dec Gesammtzahl der nahgewiesenen Schiffe sind 1898 127 gestrandet, 2 gefentert, 24 gesunken, 258 in Kollision geratben und 69 wurden voa Unfällen anderer Art betroffen. 145 Unfälle er- eigneten fh im Oftseegebiet (1,81 auf je 10 Seemeilen Küstenstrecke), 900 im Nordseegebiet (6,78 auf je 10 Sz-emeilen Küstenftrecke). 327 der betroffcuen Schiffe fuhrea unter deutscher, 152 unter fremder Flagge, während von 1 SWiff die Nationalität nit ermittelt wurde. Unter den infolge der Unfälle gänzlih verlocen gegangenen Schiffen befanden sich 49 deutshe und 22 fremde Swiffe.

Vecunglückungen (Totalverluste) deutscher Seeschiffe.

Veber die Verunglückungen (Totalverluste) deutsher Seeschiffe in den Jahren 1897 und 1898 sind in dem neuesten „Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutschen Reihs* einige Zusammenftellungen ver- öffentlicht. Hiernah sind 1897 (die Angaben füc 1898 sind noch nicht vollständig) 74 deutsche registrierte Seeschiffe mit einem Raumgekbalt von 34 044 Reg.-Tons brutto und 28 037 Reg.-Tons netto verloren gegangen, und zwar find 34 gestrandet, 1 gekentert, 15 gefunken, 7 infolge von Zusammenstößen, 4 infolge schwerer Beshädigungen ver- unglüdckt, 1 verbrannt und 12 vecschollen. Dabei büßten von 716 an Bord gewesenen Menschen (682 Mann Besaßung und 34 Pafsagieren) 195 Personen (194 Mann Besatzung, 1 Passagier) ihr Leben ein. Fm Vergleich zum Bestande der registrierten deutshen Seeschiffe am 1. Sanuar 1897 beträgt der Swiffsverluft im Laufe des Jahres 2,01 9/0. Dagegen bezifferte sich der Verlust in den Jahren 1896, 1895, 1894 und 1893 auf 2,37 9/0, 4,15 9/0, 3,24 °/6 und 3,35 %/e des

Schiffsbestandes am Anfang des betreffenden Jahres. Für die Schiffs:

besaßzung berechnet sih das Berlustverhältniß derart, daß in den Fahren 1897, 1896, 1895, 1894 und 1893 1 Mann von je 210, 225, 107, 154 und 150 Seeleuten, welhe auf deutschen Schiffen dienten, verunglüte.

Zur Arbeiterbewegung.

Zum Auséstante der Berliner Holzarbeiter berihten hiesige Blätter, daß der Vergleihsvorshlag, der am Mittwoh in einer Ver- fammlung vonVertrauensmännern des Holzarbeiterverbandes angenommen worden war, von drei am Donnerstag abgehaltenen Versammlungen, an denen etwa 6900 Arbeiter theilnahmen, abgelehnt wurde, während die Vertreter der Arbeitgeber gestern erklärten, daß fie vorbehaltlos8 den vom Einigungsamt vorgeschlagenen Verglei annehmen und fich au in Bezug auf die Auslegung der einz-lnen Pankte bedingungslos 8 des Einigungsamts unterwerfen, (Vergl. Nr. 73 d. Bl.

Der Ausftaud in dec Kostümbranche hierselb umfaßt nah dem Bericht der Lohnkommission 120 Swneider, Bügler, Stepper und 180 Schneiderinnen und Hilfsarbeiterinnen. Gestern wourden wiederum WBerhandlungen mit den Meistern angeknüpft (vergl. Nr. 70 d. Bl.). : .

Die Leipziger Tapezierergehilfen haben, der „Lpz. Ztg.“ zufolge, der Innung und den einzelnen Arbeitgebern folgende Forde- rungen vorgelegt: Mindeststundenlohn von 45 -Z (bisher 40 - und weniger), im übrigen 10 9% Lohnerhöhung, sowie höhere Vergütung für besonders gute Arbeiter. :

Aus dem böhmisch - mährischen Ausstandsgebiet W. T. B.* vom gestrigen Tage, daß in einer zu Nürschau abge- haltenen Versammlung von Delegirten der Ausständigen und der Bergverwaltungen die bedingungsloîie Wiederaufnahme der Arbeit de- \chlofsen wurde. Heute früh si1d sämmtliche Bergleute angefahren. Der Ausstand der Bergleute in Pilsen und Rokiga ist gleihfalls beendet. (Vergl. Nr. 72 d. Bl)

meldet

Kunft und Wissenschaft.

Aus Paris meldet „W. T. B.*, daß in der gestrigen Sißung der „Académioe des inscriptions et belles-lettres“ der Professor Sena rt über die Feier der Berliner Akademie berichtete und mit besonderer Genugthuung hervorhob, welch herzlicher Emvyfang den Delegirten des Instituts von allen Seiten in Berlin bereitet worden fei,

Land- und Forstwirthschaft. Ernte-Ergebnisse in Oesterreih im Jahre 1899.

Nah den im österreihischen Ackerbau-Ministerium zusammen- gestellten amtlihen Daten über die Ernte-Ergebnisse im Jähre 1899 entfiel, wie die „Wiener Zeitung“ meldet, von der gesammten Acker- landsfläche der cisleithanishen Reichshälfte im Ausmaß von 10636 872 ha auf den Anbau von Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Mais ein Areal von 6 307 779 ha, d. i. 59,3 %/e. Dasselbe vertheilte si auf die fünf Körnerfrüchte, wie folgt: Weizen lieferte auf einer Anbaufläthe von 1072100 ha 18159008 bl im Gewiht von 13562320 Mteter- Zentnern, d. i. durhschnittlich pro Hektar 16,9 b1 im Gewicht von 12,6 Meter-Zentnern; Roggen ergab auf einer Anbaufläche von 1841259 ha 30897 629 hl im Gewicht von 21635 7895 Meter- Zentnern, durchs{nittlich pro Hektar 16,8 h1 im Gewicht von Î1,8 Meter-Zentnern; Gerfte ergab auf einer Anbaufläche von 1189415 ha 242068411 bl im Gewiht von 15 927376 Meter-Zentnern, durhchshnittliÞ pro Hektar 20,3 11 im Gewicht von

13,4 Meter-Zentnern; Hafer lieferte auf einer Anbaufläße von 1 868 674 ha 44219722 hl im Gewicht von 20785 081 Meter- Zentnern, durGschnitilich pro Hektar 23,7 h1 im Gewicht von 11,1 Meter-Zeñtnern; Mais ergab auf einer Anbauflähe von 336 331 ha 5139024 hl im Gewicht von 3 652 170 Meter-Zentnern, 2 AIGIGanE pro Hektar 15,3 h1 im Gewicht von 10,9 Meter- entnern.

In den die Berichte der land- und forstwirthshaftlißen Sach- verständigen bei den Kaiserlihen Vertretungen im Ausland enthal- tenden Beil ag en zu den Nrn. 1 bis 9 (1900) der „Mitthei- lungen der Deuts@en Laadwirthschafts - Gesellschaft“ behandelt der Sachverständige in Sydney eingehend die Landwirth- schaft Australiens, der Sachverständige in Bukarest den ungarischen Wein- bau seit der Einniftung der Reblaus, die Aussichten des Spiritushandels in Numänien, die Pflanzenshädlinge daselbst und die Urbarmachung des Donaudeltas; der A in St. Petersburg berichtet über die Land- und die Merino-Schafe im östlichen Rußland und der Sadverständige in Buenos Aires über den Aerbau, die landwirth- \chafilihen Geräthe und Maschinen, den Werth des Grundbesißes und die Weizenerute von 18399 in Argentinien, sowie über die Bienenzucht in Chile.

Verdingungen im Auslande.

Niederlande.

9. April, 114 Uhr. Miaisterium für Wasserbau, Handel und Gewerbe: Lieferung von Steinkohlen für die Dampfwassermühlen an dem Arkelsden Dam und ¡zu Ameide, zu den Werken des Merwede- und des Zederik - Kanals gehörig, für 1900. DVerdingungsHeft Ne. 73 liegt nach dem 26. März im genannten Ministerium und bei den Provinzial - Verwaltungen zur Einsiht aus und ist bei den Gebr. van Cleef, Spui 28a, im Haag er- hältli%. Auskunft ertheilen der Hauptingenieur van Hooff daselbft, der Ingenieur Kempees und der Aufseher La Fontyn, beide zu Go- rinem, und die betreffenden Reihs-Maschinisten zu Arkelshen Dam und zu Ameide. L :

5. April, 12 Uhr. Verwaltungs - Kommission der Gemeinde- Gasanßast zu Winschoten: Lieferung von 15 000 11 englischen oder westfälisen Gasfoblen für das Jahr 1900/1901. Auskunft ertheilt der Direktor der Gasanftalt.

Belgien. :

11. April, 12 Uhc. Börse in Brüssel: Lieferung verschiedener Gegenstände und Materialien, als: Kalk, Gips, Zement, Schiefer, Farben, Pinsel u. #. w., zur Instandhaltung der Gebäude der Gruppe Brüssel-Nord. Lastenbeft Nr. 23. Angebote bis zum 7. April.

4. Mai, Mittags. Gouvernement provincial in Mons: Legung von Wasserleitungs-Röhren in der Gemeinde Gouylez-Piéton. 16 490,04 Fr. Kaution 500 Fr. Angebote bis zum 2, Mai.

Bulgarien.

Kreis-Finanz-Präfektur in Sofia: Lieferung Voranschlag 45 220 Fr. Kaution 2261 Fr.

Dänemark.

30. März, 1 Uhr. Staatsbahn-Verwaltung (Maskinafdelingens Kontor), Colbjörnsensgade 6 II in Ropenhagen: Lieferung von un- ase 65500 t Kohlen für Lokomotiven. Bedingungen an Ort und Stelle.

3. April, 12 Uhr. Staatsbahn:Verwaltung (Maskinafdelingens Regnskabskontor), Aarhus: Lieferung von 127 000 kg Stangen- eisen, 14000 kg Winkelèisen, 1800 kg halbrundem Eisen, 700 St. Eisenplatten, 44 000 kg s{chwedishem Stangeneisen, 20 000 kg Feuer- rosteisen, 1200 St. Bekleidungsplatten, 400 St. Bekleidungsplatten aus verzinkiem Eisen, 1050 St. Rauchbrennerplatten, 1500 St. Unterlagsplatten für Puffer. Bedingungen und Formulare an Ort und Stelle.

3. April, 1 Uhr. Staatsbahn-Verwaltung (Maskinafdelingens Kontor), Colbjörnsensgade 6 II in Ropenhagen : Lieferung von Subenen, für die Betriebsjahre 1900—1905, Bedingungen an Ort und Stelle.

5. April, 10 Uhr. von Schmiermaterial.

Verkehrs-Anftalten.

Laut Telegramm aus Köln (Rhein) hat die zweite englishe Post über Ostende vom 23. März in Köln den Anschluß an Zug 31 nach Berlin über Hildesheim wegen \{hlechten Wetters auf See nicht erreicht.

Bremen, 22. Märi. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer „Kaiserin Maria Theresia“ 21. März v. Bremen in New York, „Kaiser Wilhelm I1.“ 21. März v. New York in Alerandrien angek. „Preußen“ 21. WVärz v. Neapel n. Ost-Asien abgeg. „Darm- stadt* 21. März v. Bremen in New York angek. „Saale“ 21, März y. Southampton n. New York, „Hannover“ 21. März v. Baltimore n. Bremen abgeg. E

24, März. (W. T. B.) Dampfer „H. H. Meyer“ 22, März v. New York über Southampton n. d. Weser abgeg. „Roland“, n. Baltimore best, 22. März Kap Henry passiert. „Oldenburg“ 92, Märi Reise v. Genua n. Southampton fortges. „Prinz-Regent Luitpold®“ 23. März in Sydney, „Dresden“, n. Ost-Asien best, 93, März in Suez, „Weimar“, n. Ost-Asien best, 23. März in Hongkong angek. „Barbarossa“ 22. März Reise v. Fremantle n, Colombo fortges. „Werra“, v. New Yo:k kommend, und „Ems“, n. New York best., 23. März in Neapel angek. eKöntgin Luise", v. Australien kommend, 23. März Gibraltar passiert.

Hamburg, 22. März. (W. L. B.) amburg-Amer ika- Linie, Dampfer „Allemannia“ 20. März in St. Thomas angek. „Francia* 21. März v. St. Thomas über Havre n. amburg abgeg, „Afsyria*, v. Hamburg n. Baltimore, 21. März Cuxhaven passiert. „Sibiria“ 21. März in Hongkong E: Hamburg“ 21. März v. Bremerhaven n. Antwerpen, „Alejia®“ v. Saigoa, „Savoia* 21. März v. Non n. Singapore abgegangen.

924. März. (W. T. B.) Dampfer „Auguste Victoria“ 93, März v. Genua n. New York abgeg. „Fürst Bismarck*“, v. New York n. Hamburg, 24. März Dovec paff. „Graf Waldersee“ 23. März in New York angek. „Pcetoria“, v. New York n. Ham- burg, 23. März Dover pa. „Valdivia“ 23. März in Hamburg angek. „Valencia*, v. St. Thomas n. Hamburg, 24. März Cux- haven pass. „Flandria“, v. Hamburg n. Westindien, 23. März in Grimsby, „Hercyata“ 23. März in Castletown angek. „Polaria“ 23. März v. St. Thomas über Havre n. Hamburg abgeg. „Lady Armstrong* 23. März in Boston angek. „Adria“ 23. März v. Phila- delphia und „Bulgaria“ 23. März v. Baltimore n. Ham- burg abgeg. „Sicilia®“ 23. März in _ Montevideo, „Georgia“ 93. März in Genua, „Serbia“ 24. März in Hongkong angek. „Sarnia* 24. März Quessant Creach passiert.

Theater und Musik.

Belle-Alliance-Theater.

Gin „Wiener Operetten-Theater*", bei dem sämmtliche Rollen mit Damen besegt sind, hat neuerdings auf diefer Bühne sein Gastspiel eröffnet. Die Leitung liegt in den Händen des hier bereits bekannten Herrn Gothov Grüneke, wel@er zuglei au Textdihter und Komponist der zur Aufführung gelangenden Stücke ist. Bisher gingen „Zigarettenmädhen“ und „Studentenftreih" in Scene, zwei Operetten: von denen die erfte den Strike in etner Zigarrenfabrik, die leßtere die Verlegenheiten eines ausgepfändeten, leihtlebigen Studenten behandelt. Obwobl der Inhalt an und für sih, namentlich im ersten Stü, recht dürftig ist und auch die Spielgewandtheit noch Manches zu wünschen läßt, so wird jedoch der Gindruck sofort ein günstigerer, wenn der Gesang in sein Recht tritt. Dieser bewegt fih in an- sprechenden, leichten Melodien, welche, recht geschickt und geschmackvoll zusammengestellt, mit frishen, klangvollen Stimmen und exaktem

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