1900 / 77 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

R M da E -

Eine gestern abgehaltene, sehr zahlrei besuhte Versammlung der hicsigen Tischlermeister, Holzindustriellen 2e. nah getheilt worden war, daß im Einverständniß mit den Arbeitern fünf, aus je 18 Mitgliedern bestehende Kommissionen, uñd. zwar für jede Branche der Holzindustrie eine besondere Kommission, bereits.

einstimmig an: „Die: freien - Vereinigung des Medea*; Dounerstag, ‘den 12. April È Sonnábend. den 14. Aprik: „Medea“; Sonntag, ‘den 1 April F

ewählt seien, folgende Resolution eutige Generalbersammlung der

entralverbandes der Bautischler, der Ladeneinrichtuigsbranche olzbearbeitungsfabriken, usstand auf G

sowi des Vereins der Fraisereiestger und esgleihen der Telephonbranche erklären den Einigungsprotokolls für beendet. . Für den Fall,

wider Erwarten einzelne Betriebe \perren, beziehungsweise die Arbeit nit wieder aufnehmen, behält sh die freie Vereinigung vor, sofort geeignete Gegenmaßregeln zu treffen.“ (Vergl. Nr. 76 d. Bl.)

Ein neuer allgemeiner Ausstand if in Berlin, zufolge, in der Linoleum- und

Quust und Wissenschaft.

Die „Acadómis de médsecine* zu

von Bergmann in Berlin zum auswärtigen Mitglicde gewählt.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Maßregeln.

Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche unter N in d/- vieh ist dem Kaiserlihen Gesundheitsamt gemeldet worden vom März, der Ausbruch und das

Swhlacht-Viehhofe zu Mainz am 27. Erlöschen der Maul- und Klauenseuhe unter

Shlacht-Viehhofe zu Nürnberg an demjelben Tage,

Verkehrs-Anstalten.

Bremen, 27. März. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer „Heidelberg“, n. Ost-Asien best., 24. März in Yokohama,

Treppenläufer-Industrie aus- ebrochen, Die Arbeiter sind mit bedeutenden Forderungen an die rbeitgeber herangetreten, welche jedoch nicht bewilligt wurden.

m, nachdem mit- Stuart“;

rund des

daß die Arbeiter Das Schiller-Theater

der „Voss. Ztg.“

Paris hat, wie

Absperrungs- handlung von Bote und

Heilig-Kreuz-Kirhe aus.

R TR ie Vou | De MTERR, den 5. April, statt.

“Stolberg*, n. Brasilien beft., 25. Märi in Antwerpen, „Hamburg“, P A Kammerherrn

n. Ost-Asien bestimmt, 26. März in Southampton n. Genua fortges. „München“, n. New

angekommen,

28. März. (W. T. B.) Dampfer „Bremen“, v. New York kommend, 26. März v. Southampton n. Bremen abgeg. Der Dampfer

überbringt 180 Passagiere und volle Ladung. „Königin Luife“, v, | Wr Ergänzung, theils zur Vermehrung des bereits dort be- gt 4750: Pasing L hg Sanitätspersonals dienen. Die Pflegekräfte sind,

außer einem ehemaligen Sanitäts-Sergeanten der Shußtruppz, aus der Genossenschaft freiwilliger Krankenpfleger im Die beiden Aerzte sind die Herren Dr. Strehl aus Königsberg i. Pc.

Australien kommend, 27. März in Antwerpen, Ost-Asien best., 27. März in Shanghai angekommen. Hamburg, 27. März. (W. T. B.) Hamburg -Amerika- Linie. Damvfer „Pennsylvania*, v. Hamburg über Plymouth n, New York, 26. März v. Boulogne fur mer abgeg. amburg n. Westindien, 26. März in Havre angekommen. „Bolivia“ 6. März v. St. Thomas über Havre n. Hamburg abgeg. „Sardinia“, v. Portland n. Hamburg, und „Arcadia“, v. Philadelphia n. burg, 27. März Cuxhaven paff. „Silesia“, v. Ost-Afien n. burg, 26. März v. Havre abgeg. „Hamburg“, n. Ost-Asien beft.,

96. März in Southampton angekommen.

Theater und Musik.

Im Königlichen Opernhause wird morgen „Der Bären- häuter“ von Siegfried Wagner mit Herrn Grüning in der Titelrolle

zum sechsten Male gegeben. Im übrigen [autet die rau Herzog; Teufel: Herr Knüpfer; der Fremde : apellmeister Dr. Muck dirigiert.

Im Königlichen Schauspielhause begiunt morgen auf

Allerböchsten Befehl die Gesammt-Aufführung von

deutschem Trauerspiel „Die Nibelungen“ mit dem ersten Abend: „Der ehörnte Siegfried“ und „Siegfrieds Tod“. Die Beseßung lautet: önig Gunther: Herr Arndt ; Hagen Tronje: Herr Molenar; Dankrwarkt :

Les Heine; Gieselher und Gerenot: die Herren Serger und R. Arndt; iegfried : Herr Mat-

kowsfy; Üte: Fräulein Abih; Kriemhild : grauen Poppe; Brunhild: Arnauld; ein Kaplan: Herr

olker: Herr Keßler; Rumolt: Herr Winter;

R Lindner; Frigga: Fräulein von außneck.

York und Baltimore beft., 926. März Lizard paff. „Sönburg“ v. Brasilien 26. März in Lissabon

angek. und Reise ißung des Zentral-Comi

vaal stattgefunden Aerzten und fünf männlichen

„Weimar“, n. | findlichen

„Flandria“, v. und Dr. Sthamer aus Le

Dampfer „Herzog“, welcher

am-

Besezung: Luise: R Bachmäîin.

riedri Hebbel?s

einberufenen Konferenz der

I,

Wetterbericht vom 28. März 1200, Uhr Morgens.

[sius C SUOR.

Stationen. Wind. | Wetter.

Temperatur in 0 Ce

Bar. auf 0 Gr u. d. Meeres\p red, in Millim.

ls

Belmullet . . | 758 |N b \olki Aberdeen . . | 7566 |WNW 3shalb bed. Christiansund | 731 |OSO dö\sRegen Kopenhagen . | 755 |SSO 2sbedeckt Stockholm . | 760 |\NNO 4sbedeckt aranda . | 764 till|wolkenlos t.Petersburg| 762 |SW_ 2 bededckt

Cork Queens-

town ., « | 799 5\heiter 751 |S 3\Regen 754 1\balb bed. irvaiai t 000 1¡Schnee Brun c l 5T0D 1/heiter

winemünde | 754 1|Dunst Neufahrwafser| 755

1\wolkig Memel . . . | 756 2|Nebel

Eer eli vil 00 1/Nebel ünster Wstf.| 752 1\wolkenlos Karlsruhe . . | 759 4|bebedckt Wiesbaden. . | 7955 1/beiter 7592 |\NW 5Schnee 755 il |Duust 754 |NO 2\bede 751 [S 3\bedeckt

IMOWRMRHROOOPR [P O i h s O

E 1\bededckt Fle d'Air . . | 758 |S 1|bedeckt In io l A ftill|bedeckt Triest .… . . | 754 |O 1ibedeckt

Uebersicht der Witterung.

Der Luftdruck is gleichmäßig vertheilt, am höchsten über Rußland und Shweden, am niedrigsten über Südengland, wohin ein Minimum von ordroesten her seit geftern Abend vorgedrungen ift. In Deutsch- land, wo vielfah Schnee gefallen i, dauert das kalte, im Nordwesten vorwiegend heitere, sonst meist irübe, ruhige Wetter fort.

Deutsche Seewarte.

E E Theater.

Königliche Schauspiele. Donnerstag: Opern- haus. 82, Vorstellung. Der Bärenhäuter. In

bi N P | 3 J 3 O pk pi

hk

3 Akten von Siegfried Wagner. Anfang 74 Uhr. Preise der Pläße: Fremden- Loge 12 #4, Orchester- Loge 10 M, Erster Rang 8 4, Parquet 8 M, Zweiter Rang 6 #, Dritter Rang 4 , Vierter Rang Sigplay 2 4 50 4, Vierter Rang Steh- play 1 # 50 4.

Shauspielhaus. 87. Vorstellung. Auf Aller- böten Befehl: Die Nibelungen. Ein deutsches Trauersviel in 3 Abtheilungen von Friedri Hebbel. Erster Abend: Erste Abtheilung: Der gehörnte Siegfried. Vorspiel in 1 Aufzug. Zweite Ab- tbeilung: Sieger s Tod. Ein Trauerspiel in 5 Aufzügen. Anfang 7F Uhr.

Freitag: Opernhaus. 83. Vorstellung. Tann- häuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. Anfang 7# Uhr.

Schauspielhaus. 88. Vorstellung. Sonder- Abonnement B. 12. Vorstellung: Auf Aller- höchsten Befehl: Die Nibelungen. Ein deutsches Trauerspiel von Friedri Hebbel. Zweiter Abend : Dritte Abtheilung: Kriemhild’s Rache. Ein Trauerspiel in 5 Aufzügen. Anfang 7F Uhr.

Deutsches Theater. Donnerstag: Wenn wir Todten erwachen. Anfang 7# Uhr.

Freitag: Schluck und Jau.

Sonnabend: Weun wir Todten erwachen.

Berliner Theater. Donnerstag: Amphitryou. Todtentanz.

Freitag (29. Abonnements-Vorstellung): Ueber unsere Kraft.

Sonnabend: Freilicht.

Schiller-Theater. (Wallner-Theater.) Donners- tag, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Hinrich Lornsen. Bürgerliches Trauerspiel in 3 Aufzügen yon Erich Schlaikjer.

Freitag, Abends 8 Uhr: Hinrich Lornsen.

onnabend, Abends 8 Uhr : Gebildete Meuschen.

Theater des Westens. (Opernhaus.) Don- nerstag: Der Zigeunerbarou.

Freitag : (28. Freitäags-Abonrnements-Vorftellung) : Vorlegztes Gastspiel des Königlthen Kamtnersärigers / Nicolaus Rothmühl und Gastspiel dèr Mad. Thea

Der Spielplan für das Gastspiel von Adele Sandrock im Der Berliner Theater“ ist fol ender Mieaag den 3. April: „Maria f Vereins": für Ber klin 8. und.SO. veranstaltet am Freitag, den e VEoras, Donna den | 30. März, Abends. 8/ Uh, im Etablissement von Buggenhagen (am

lpril: „Arria und } Modrißpla§) eine Lebe S eda ie Peer Korvetten Ÿ

Í i tän'à. D. Rüdiger ‘Uber „Ane endes Reichs und Sti 5

Mittwo ,” den 11, April: | Flotte* sprechèn! wird. Der- Eintritt A frei, Tée Vers

Mittwoh, den : 4. April: 5. April: „Maária Stuart“; Sonnabend, den 7. Messalina“; Sonntag, den 8. April: 10. April: ¿Arria und Mefsalina“;

ril:

(Tegtes Gastspiel): „Der Hüttenbesitzer“. Der Vorverkauf hat-\an der Tageskafse des Berliner Abegers Mean, die erste Auffüh ; “bringt morgen die erfte Aufführung“ ] ¿igenacti b ich von „Hinrih Lornsen“, bürgerlihem Trauerspiel in drei Aufzügen von genartiger und genußreiher, da \ gl Erih S@läaikjer, in folgender Beseßung der Hauptrollen : Hinrich" WinigliGen SPau pte S Me De, N s Goethe's ein- Lornsen: Ferdinand Gregori; Wittwe Lornsen: Agnes a v Le Ie, MOTLEIURA Hansen: Marianne Wulf; der alte Hansen: Leopold Thurner; Gl ll H? Jatper Eirtan: Marx Pategg; Pastor Iversen : Julius B A Anr eb Meer m alta- eater gelangt am Sonnabend die Ausla ung8- posse „Im Himmelhof“ zum 100. Mal zur Aufführung. Das Stü Stück ‘in einer so auserwählten Mollenheteyana hervorrief, war wird, bis das Ensemble Ende April sih zum Gastspiel nah Hamburg und Hannover begiebt, ununterbrochen auf dem ‘Spielplan bleiben. erzchuteundleßteSymphonie-Abend der Königlichen B Len O W G Ss Me O „W. T. B.“ meldet, den Ge Medizinalrath Professor Dr. | „Sonnabend, den 12. April D FN e Generarprove dau B 5 en Geheimen Medizinalrath Professor am Donnerstag, den 12. April, Abends 7# Uhr, statt, Zur Auf- führung gelangen : die Ouverture zu „Je-ssonda“ von Spohr, die un- vollendete Symphonie in H-moll von Schubert und die neunte Symphonie mit Chören von Beethoven. Der Biltetverkauf zu der Generalprobe findet ae, Dan O 6 Uhr in der Hof-Musikalten- od statt. Am morgigen Donnerstag fällt das Kirchenkonzert in der Das nähste Konzert fiadet am

Mannigfaltiges.

Berlin, den 28. März 1900.

er dem Vorsiß des Vizz - Ober- B. von dem Kaésebeck abgehaltenen tóás der Deutschen Vereine ach Erledigung geschäftliher An-

In der am 19. d. M. unt

vom Rothen Kreuz wurde n gelegenheiten zur Kzantniß_ dec Bersammlung gebracht, daß die Bildung einer Se E leteiag N für Trans- at. * Diese

a1 pzig, Assistenten der dortigen chirurgischen Universitäts-Polikliniken, Die Reise erfolgt von Neavel ab mit dem | Je Hamburg am 14. d. M. verlassen’ hat. alli Eine große Sendung an Lazareth-Material, Wein und Konserven geht 8 gleichzeitig mit dieser Abordnung über Neapel nah dem Krciegsshauplaßz ab. Die von dem Zentral-Comité dem englischen Rothen Kreuz für die Unterbringung von Krankea zur Verfügung gestellten Döter- {hen Baracken (Firma Cúhristovh u. Unmack) haben, wie des weiteren mitgetheilt wurde, die größte Anerkennung in Bezug auf ihre Brauch- barkeit gefunden. Das engliih2 Rothe Kreuz hatte deshalb den Wunsch ausgesprochen, in den Besiß dieser Baracken zu gelangen und dieselben nunmehr käuflih erworben zur Errichtung eines vollständigen F N in tatt 0A S O, u E ae Süd- \ rifa zurücktransportierte Verwundete Aufnahme nden follen. : 4; : Der Antrag auf weitere Subvention der Genossen]haft freiwilliger ist die Expedition Besser nicht gefährdet. Krankenpfleger im Kriege wurde genehmigt.

In der sh anschließenden Sihung des preußischen Zentral-Comités fand eine Besprehung der Berathungsgegen- stände ftatt, welche die Ten ung der zum 27. März hierhec

j Vorstände der Provinzial - Vereine vom Rothen Kreuz bilden sollten. Die übrigen Verhandlungsgegenstände betrafen interne Verwaltungsangelegenheiten, namentlich Anträge dei Provinzial - Vereine Brandenburg, S{hleswig, der Rheinprovinz und Posen. Hieran {loß sich eine Sißung der Depot-Kommission.

‘Deborah"; Dienstag, den“ f Kapitän à. D.

April: “„Arria und Mefsalina**

Werner: Anna

den Fabrice.

Abordnung besteht aus zwei Pflegekrästea und foll theils

Bezirks-Aussch{uß des

6

Berliner Presse“

ein außerordentlich lebendiger und tiefer. einer Vorlesung beijuwohnen, sondern fühlte si dur die fein ab- getôönte, emvfindungsvolle Wiedergabe wor eine besonders charafteristisch trat die Rolle der jedem Wort ‘\prach die herzensfrische Jugend, aus jedem ‘Ton klang das Liebekerwachen “dieser hin- So wurde allein durch die Meisterschaft der n, welhes fast verkörpert vor den Zuhörer trat. Begeisterter Beifall des zablreih ershtenenen Publikums dankte daher au zum SHbluß der Künstlerin und ihren um den Grfolg nicht - minder verdienten Partnern.

versezt. Gani Marianne he:vor; aus

gebenden Frauenseele. Rede ein Bild geschaffen, -

Meldung über die Erö

bö4stsich über das Interesse,

lauÿht bestens danken. Geheimer Kabinetsrath.“

Der gestrige, leyte Vortragsabend ‘des -,Vereing m Arhitektenh‘ause’ war ein ganz besonders Frau N iemann-«Raabe, sowie die

Der Eindruck,

Breslau, 27. März. (W. T. B.) Auf die Seiner Majestät dem Kaiser und König von dem Ober-Präsideâten erstattete ffauag der hiesigen Marine-Aus stellung ging dem Herzog zu Trachenberg folgendes Télegramm zu: i

„Seine Majestät der Kaiser und König haben Gurer Durchlaucht Meldung von der Eröffnung der unter L L HA Jhrer König- lihen Hoheit dec Ecbprinzessia von Sach|e Marine-Aus\tellung huldvollst entgegenzunehmen geruht und Aller welches die Breslauer Bürgerschaft dem patriotischen Unternehmen *zuwendet, fehr gefreut. Seine Majestät -- lassen der Ausstellung guten Fortgang wünschen und Eurer Durd- Auf Allerh öchstea Befehl : von Lucanus,

„Deutschen Flotten-

bra Frau Niemann-Raabe las die Marianne, eine ihrer an,

Ludwia * den Wilhelm ‘und Herr Pobl den das anmuthige Goethe’ sche Man _ wähnte nicht

scenishe Au!führung

n-Meiningen stehenden

Kriege ausgewählt.

Bern, 28. März. [lehnte heute mit großer ' welche die Beschränkun der Militärausgaben auf eine be- stimmte Summe jährlich, sowie die Einschränkung der Aus- aben für das Heer überhaupt und die Abschaffung der Armeec-Korps-Manöver verlangten.

Kamerun, 27. März. (W. T. B.) Die Gerüchte über den Tod des Hauptmanns von Besser und die Vernichtung einer Expedition bestätigen sich niht. Soviel hier bekannt,

Nach Schluß der Redaktion eingegangene

Depeschen.

W. T. B.) Der Nationalrath ehrheit vershiedene Anträge ab,

(Fortsezung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten

und Zweiten Beilage.)

A

Dorró. Cavallería rusticana. Hierauf: Die Regimentstochter.

Sonnabend: Bolksthümliche Vorstellung zu halben Preisen: Der Freischütz.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Der Freischüz. Abends 7# Uhr: Gastspiel des Köntzlihen Kammersängers Nicolaus Nothmühl. Die Jüdin.

Lessing-Theater. wiederkam

Freitag: Im weißen Rößl.

Sonnabend: Als ih wiederkam

Donnerstag: Als ich

Neues Theater. S{iffbauerdamm4a.Donners- tag: Im Exil. Schwank in 3 Akten von H. von Anderten und B. Wolff. Anfang 7# Uhr.

Freitag: Jm Exil.

Sonntag, Nacchmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Hofgunst.

Residenz-Theater. Direktion: Sigmund Lauten-

burg. Donnerstäg: Die Dame vou Maxim. (La dame de chez Maxim.) Schwank in 3 Aften von Georges Feydeau. Uebersezt und bearbeitet von Benno Jacobson. In Scene gesezt von Sigmund Lautenburg. Anfang 74 Uhr.

Freitag und folgende Tage: Die Dame von Maxim.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei bis über die Hälfte ermäßigten Preisen: Der Schlafwagen- Controleur.

Thalia - Theater. Oresdenerftraße 72/73. Donnerstaa: Jm Himmelhof. Große Ausftattungs- vosse mit Gesang und Tänz in 3 Akten von Jean Kren und Alfred Scönfeld. Musik von Max Sckchwidt. Anfang 74 Uhr.

Freitag und folgende Tage: Im Himmelhof.

Pirkus Schumann. Im eleganten, renovierten irkus Renz, Karlstraße. Donnerstag, Abends vräzise 4 Uhr: Elite-Abeud. Gala-Prográmm. U. A. :

Die mehrfach gten Hunde des Mister Wilkes. Ein zehner-Zug, ausgeführt von 16 Rapphengfsten. Zur Beachtung: Das noh von niemandem ausgeführte Hohsteigenlassen von 16 Hexgsten zu gleiher Zeit ohne Hilfe von Stallmeisteri. Bombardier, das

einzig exiftierende Soldaten exzerzierende und

euerpferd. Die über lebende Pferde springenden

delhirsce 2c. Sämmtliche Oriainal-Dressuren des Direktors Albert Shumann. Ein - musikalisches Entrée von 60 Damen, sowie die neu engagierten Kunstkräfte. Zum Schluß: Doctor Faust. Romantisch-phantastishe Handlung in 3 Abtheilungen von Hof-Balletmeister A. Siems.

Donnerstag, den 12. April: Unwider- ruflich legte Vorstellung. Schluß“ der ersten Saison.

A eil

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Marie Louise Gräfin von Bernstorff mit Hrn. Leut. d. R. Wilhelm ‘von Ztumpfeld-

Daskow (Beseritz). Frl. Frieda von Opypeln-

Bronikowski mit Hrn. Paul Langenheim (Wies- baden-Davos). ¡Of Vereheliht: Hr. Legations - Sekretär Frietrih Karl von Erckèrt mit Frl. Tila Dorothee von

Levetzow (Berlin).

Geboren: Eine Tochter: Hrn. Fredy Grafen Perponcher (Berlin). Hrn. Distrikts-Kommifsar und Oberleut. a. D. Max Wolff (Filehne). Hrn. Oberleut. Boleslaus von Kucikowski (Dessau). Hrn. Kaiserl. Bankvorstand Schulß (Bonn).

Gestorben: Hr. Ober-Forstmeisier a. D. Otto Fr%r. von Wangenheim (Gotha). Hr. Ritter gutsbesißer und Hauptmann a. D. Arthur ern0 (Hages . Wollin). Hr. Erster General- a

astssvadikus a. D, Geheimer Regierungsrat? Carl Hübner (Breslau), Hr. Ober-Stabsari 1. Kl. Dr. Gustav Hartmann (Breslau). —- % Rittergutsbesißer und Landesältester Fried Wilbelm von Debschiß (Kos&perndort). V). Ottilie Steinmeister, geb. Menne (Bünde i. bad Fr. Professor Bianca Bobertag; geb- Mar (Breslau).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Oruck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags- Anstalt, Berlin R Wilhelmstraße Nr. 32,

Zehn Beilagen (eins{hließlih Börsen-Beilage).

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

¿77

Berlin, Mittwoch, den 28. März

1900,

R D I E I I

Amlliches.

Deutsches Reich.

Ausführungsbestimmungen zur Fernfprechgebühren- Ordnung.

rund des § 10 der Fernsprechgebühren-Ordnung u oienbes 1299 (Reichs - Geseybl. S. 711) wird

folgendes bestimmt: 1, Bedingungen für die Benußung der Anlagen.

1. Die Dienststunden der Vermittelungsanstalten werden durch je Telegraphenverwaltung festgeseyt.

r die Herstellung eines Haupt- oder Nebenanschlu}ses h Va di orechntb oder an eine öffentliche Fernsprechstelle der die Verlegung seiner Fernsprestelle beantragt, hat vor er Herstellung des Anschlusses oder vor der Ausführung der Verlegung nah näherer Bestimmung der Telegraphen-Verwal- ung die hriftlihe Genehmigung des Eigenthümers zur Ein- eihrung der Leitungen in das anzuschließende Gebäude und zur Finrihtung der Sprechstellen in dem Gebäude beizubringen. Die Genehmigung hat sich auh auf die Anbringung aller Vor- ¡tungen (Gestänge, Stüßen u. \. w.) zu erstrecken, welche ur Herstellung, Fnjtandhaltung und. Erweiterung des Tele- qraphen- Und Fernsprechneßes erforderlich sind. Die Beibringung dieser Genehmigung des Eigenthümers i} Bedingung für die Herstellung oder Verlegung e Fernsprehanschlusjes.

Die Verlegung eines Fernsprehanschlusses innerhalb des Gereihs desselben le fann verlangt _ werden, \o- fern den vorbezeichneten Vorausseßungen genügt ist. Die Ver- legung in den Anschlußbereih eines anderen Fernsprechneßes

ist nicht zulässig.

Der Theilnehmer haftet für die von ihm selbs oder von Inderen verschuldeten fowie für alle durh Feuer verursachten Beschädigungen des Fernsprechanshlusses und seines Zubehörs sowie für alle dur Diebstahl entstehenden Verluste innerhalb der Grenzen des angeschlossenen Gebäudes.

Die Telegraphen-Verwaltung hat das Recht, die Einstellung des Fernsprechbetriebs zeitweise ganz oder für gewisse Gattungen von Nachrichten anzuordnen. : A

Bei nicht pünktlicher Zahlung der Gebühren, bei miß- brâuchliher Benußung des Fernsprechers, bei eigenmächtiger änderung der technischen Einrichtungen oder bei vo: säßlicher Beschädigung der Einrichtungen durch den Theilnehmer, dessen Angehörige, Hausgenoßsen oder Dienstleute, bei Einschaltung von selbjtbeshafften Apparaten ohne Genehmigung der Ver- waltung, bei der Ansch!ießung von Nebenstellen ohne Vorwissen der Verwaltung sowie bei ungebührlihem Benehmen der den Anschluÿ benußenden Personen gegenüber den Beamten der Lermittelungsanstalt steht der Telegraphenverwaltung das Recht zu, den Fernsprechanschluß obne Kündigung aufzuheben. Die Aufhebung befreit den Theilnehmer weder von seiner Ver- tretungsverbindlichkeit nah Nr. 4 noch von der Verpflichtung zur Gebührenzahlung bis zum Ablaufe des unter Nr. 8 fest- geseßten Zeitraums.

6. Die Telegraphenverwaltung haftet nicht für den durch die Einstelung des Betriebs, durch Betriebsstörungen oder durch unrichtige Nahrichtenübermitteäung entstehenden Schaden.

Besondere Telegraphenanlagen zur unmittelbaren Ver- bindung von Wohn- oder Geschäftsräumen derselben Person oder von Wohn- oder Geschäftsräumen verschiedener Personen sowie Nebentelegraphenanlagen zum unmittelbaren Anschluß eines Wohn- oder Geschäftsraums an eine Telegraphenanstalt werden für Rechnung der Telegraphenverwaltung auf kürzere Entfernungen hergestellt, sofern davon feine erheblichen Schwierigkeiten für den Telegraphen? oder Fernsprehbetrieb ju erwarten sind. Die besonderen Telegraphenanlagen und die Nebentelegraph-naulagen werden entweder zu Morsebetrieb dder zu Fern}prechbetrieb eingerichtet. H ie Bestimmungen unter Nc. 1 finden auf Neben- telegraphenanlagen, die Bestimmungen unter Nr. 2 bis 6 auf bisondere Telegraphenanlagen und auf Nebentelegraphenanlagen finngemäß Anwendurg. Soweit für eine besondere, nicht zu ôffentlihen Zwecken dienende Telegraphenanlage die Benußung tines Verkehrswegs erforderlich ist, hat der Antragsteller die Genehmigung des Wegeunterhaltungspflihtigen beizubringen. An welche Telcgraphenanstalten die Nebentelegraphen- anlagen anzuschließen sind, bestimmt die Telegraphenverwaltung, in deren Ermessen es auch steht, eine Nebentelegraphenanlage von der einen Telegraphenanstalt abzuzweigen und an eine andere anzuschließen. Die Anlagen dürfen nur durch den Inhaber oder die zu linem Hausstand oder seinem Geschäft gehörigen Personen nußt werden. Anderen Personen darf der Jnhaber die Be- ung weder gegen Bezahlung noch unentgeltlich gestatten. Le Ein unmittelbarer Verkehr zwishen mehreren an dieselbe ä legraphenanstalt angeschlossenen Nebentelegraphenanlagen "det nicht statt. Í An Orten, an welchen si eine Fernspreh-Vermittelungs- qrialt oder eine öffentliche Fernsprechstelle befindet, werden tbentelegraphenanlagen zu Fernsprechbetrieb nicht errichtet. O bei Telegraphenanstalten, an welche Nebentelegraphen- Nadel zu Fernsprehbetrieb angeschlossen sind, Fernsprech- tinittelungsanstalten oder öffentlihe Fernsprecstellen ein- e\dtet werden, wird oie Nebentelegraphenanlage zu Fernspreh- deb in einen Ferrsprehanshluß umgewandelt.

Die Ueberlassung der F:rnspcehanschlüsse geschieht zu- chst auf die Dauer cines Jahres, die der Nebentelegraphen- auf 10° auf 5 Jahre, die der besonderen Telegraphenanlagen Ma Zahre vom ‘Tage der Uebergabe ab. Fällt der End-

t des Zeitraums nicht mit dem Ablauf eines Kalender-

p

vierteljahrs zusammen, fo dauert die Ueberlassung bis zum Ablauf des Vierteljahrs.- Erfolgt nicht drei Monate vorher eine schriftlihe Kündigung, fo dauert die Ueberlassung weiter auf uvbe\timmte Zeit unter Vorbehalt ciner dreimonatigen, nur zum Ende eines Kalendervierteljahrs zulässigen christlichen dae

Die Bestimmung im zweiten Absaße des 8 3 der Fern- \sprehgebühren-Ordnung wird hierdurch nicht berührt.

Der Telegraphenverwaltung bleibt vorbehalten, die Ver- pflihteten bei Todesfall des Jnhabers der Anlage, bei Ver- eung des Wohnsitzes oder des Geschäfts an einen anderen Ort, bei Aufgabe des Geschäfts oder aus anderen erheblichen Billigkeitsgründen auf Antrag hon vor Ablauf der Ueber- lassungsdauec aus ihrer Verbindlichkeit zu entlassen.

Für Ausstellungen und ähnliche Veranstaltungen können Fernsprechanschlüsse mit kürzerer Ueberlassungsdauer als 1 Jahr hergestellt werden. Die Bedingungen und Gebühren für solche Anschlüsse werden von der Telegraphenverwaltung festgeseßt.

IT. Gebühren.

9.

Bei Fernsprechanschlüssen, welche in der Luftlinie weiter als 5 km von der (Haupt-) Vermittelungsanstalt entfernt sind, wird eine jährliche Zuschlaggebühr erhoben, welche

bei einfachen Leitungen . - « -**

bei Doppelleitungen .«ch+* O für jede angefangenen 100 m der überschießenden Leitungs- länge beträgt. Diese ist nah dem nächsten ohne Aufwendung besonderer Kosten für die Herstellung der Leitung benußbaren Wege zu messen, auch wenn die Leitung thatsählih auf einem Umwege geführt wird. j i

Bei Fernsprechanschlüssen, welche in der Luftlinie weiter als 10 km von der (Haupt-) Vermittelungsanstalt entfernt sind, wird für die überschießende Leitungslänge außerdem ein Baukostenzushuß erhoben, welcher

bei einfahen Leitungen . . - 10 é,

bei Doppellelltn e 15 y für jede anagcfang-nen 100 m der nach der wirklihen Länge gemessenen Leitungsstrecke beträgt.

,

10.

Für die Benußung besonders fkostspieliger Leitungen wird neben den sonst fälligen Gebühren eine auf volle Mark auf- wärts abzurundende jährliche Zuschlaggebühr von 10 Prozent der Mehrkosten erhoben.

Die jährliche Zuschlaggebühr für die Anbringung und Instandhaltung eines zweiten oder mehrerer Wecker auf dem- selben Grundstücke wie die Sprechstelle beträgt

für i@en Weder A ee 3 M

Für die Anbringung und Instandhaltung eines zweiten Mikrophons werden jährlih 5 H erhoben.

Für besondere Weker anderer als der in der Telegraphen- Verwaltung gebräuchlichen Art sind neben einer Jahresgevühr von 3 M. die Selbstkosten der Beschaffung, Anbringung und Instandhaltung zu erstatten. Für die au Verlangen der Theilnehmer angebrachten zweiten Fernhörer sind ebenfalls die Selbstkosten zu erstatten. Diese besonderen Wecker und Fern- hörer gehen in das Eigenthum der Theilnehmer über.

12.

Die Gebühr für eine Verbindung zur Nachtzeit innerhalb desselben Fernsprechneßes beträgt 20 S. /

Jn Fernsprehneßen ohne Nachtdienst beträgt die Bausch- gebühr für vorher angemeldete Verbindungen zwischen den- selben Theilnehmern

monatlich . 1 M HŸ, vierteljährlich . A O

13.

Bei Benußung der öffentlichen Fernsprechstellen beträgt die Gebühr für cine Verbindung von niht mehr als drei Minuten Dauer

i Ortövertébte. c le h e e ES 10 S, im Nachbarorts- und Vorortsverkehre .. . 20

Für Gespräche im Fernverkehre werden die im S 7 der

Fernsprehgebühren-Ordnung festgeseßten Gebühren erhoben. 14.

Die Gebühr für die Aufnahme von Nachrichten dur die Vermittelungsanstalt zum Zwecke der Weiterbeförderung beträgt 1 „Z für das Wort, mindestens 20 S. Ueberschießende Beträge sind auf die nächste höhere durch 10 theilbare Summe abzus- runden. Für die Weiterbeförderung durch die Post, „dur Eilboten oder Telegraph werden außerdem die tarifmäßigen Gebühren erhoben; Stundungsgebühren kommen nicht zum BMoEe E

ie Gebühr für das Zusprechen eines angekommenen ane an den Theilnehmer beträgt ohne Rücksicht auf

die Wortzayl 10 F.

Bei der Verlegung von Fernsprechstellen werden erhoben für Verlegungen innerhalb desselben Raume bei einfachen Leitungen . e -+ + o 4 M, bei Dopyelleitungen ..ch * + eco R für Verlegungen innerhalb desselben Grundstücks bei einfachen Leitungen L bei Doppelleitungen: . o ee 10 77 für Verlegungen nah anderen Grundstücken g

bei einfachen Leitungen . . . - -+ bei Doppelleitungn ....-- + + n

Ast die neue Stelle weiter als 10 km von der (Haupt-) Vermittelungsanstalt entfernt, so ift für die außerhalb der Enifernungsgrenze von 10 km herzustellende neue Leitung der Baukostenzushuß nah Nr. 9 auh dann zu zahlen, wenn die frühere Stelle ebenfalls außerhalb jener Entfernungs-

grenze lag. é Die Gebühr für die Aufhebung von Fernsprechanschlüssen vor Ablauf der U-tberlassungsdauer beträgt für jede Fernsprechstelle 16 M

Daneben ist für abzubrechende Gestänge und Leis- tungen der der nicht abgelaufenen Ueberlassungsdauer

entsprechende Theil der Herstellungs- und Abbruchskosten zu erstatten. Diese Beträge bleiben unerhoben, wenn die Ueberlassungs- dauer zu dem Zeitpunkte, bis zu welchem die fortlaufenden G-bühren für den Fernsprehanshluß im voraus entrichtet sind, abgelaufen ist. s

Für die Herstellung und Unterhaltung von besonderen e A G und von Ct beie Uar CPOMGHLAOEN werden erhoben für jeden Apparat bei Anwendung von Morse-Apparaten bei Anwendung von Fernsprechern jährlih. Wenn mehr als 2 dieser Apparate m Verbindung geseht werden können, wird für jeden Apparat eine jährlihe Zuschlaggebühr von 10 H erhoben. Für jedes ante Kilometer Verbindungsleitung

‘werden erhoben

bei einfahen Leitungen an Holzgestänge bei Doppelleitungen an Holzgestänge . . « - -- e bei einfachen Leitungen an eisernem Gestänge 45 äh s Doppelleitungen an eisernem Gestänge . .. 7d jährlich. Die Leitungslänge ist nah dem nächsten ohne Aufwendung besonderer Kosten für die Herstellung der Leitung benußbaren Wege zu messen, auh wenn die Leitung thatsählih auf einem Umwege geführt wird. O Die Bestimmungen unter Nr. 10, 11, 15 und 16 finden auf besondere Telegraphenanlagen und Nebentelegraphen- anlagen entsprehend Anwendung, die Bestimmungen unter Nr. 14 gelten für Nebentelegraphenanlagen mit der Maßgabe, daß für die Beförderung der Nachrichten zwischen der Tele- graphenanstalt und der Nebentelegraphenstelle mittels der Ver- bindungsleitung besondere S nicht erhoben werden.

Die Gesprähsgebühr für eine Verbindung von nit mehr als 3 Minuten Dauer beträgt im Nachbarorts- und Vor- ortsverkehr 20 S.

Die Bauschgebühren für Verbindungen im Vorort3- und Bezirksverkehr, die Gebühren für die Benuzung von Fern- leitungen zur Nachtzeit und für die A der Verbin- dungsleitungen nah dem Ausland, unbeschadet der Bestim- mungen im Artikel 52 Abs. 3 der Reichsverfassung, werden von der Telegraphenverwaltung festgeseßt und bekannt gemacht.

Die Zahlung von Bauschgebühren im Vororts- und Be- zirksverkehr berehtigt nur den Theilnehmer selbst und die zu seinem Hausstand oder zu seinem Geschäft gehörigen Perjonen, die Verbindungsleitungen innerhalb des Vororts- oder Bezirks- neßzes ohne Zahlung von Gesprächsgebühren zu benußgen. Für die Benußung durch andere Pecsonen ind Gesprächsgebühren

zu entrichten. 19. uß,

Soll ein Fernsprehanschl eine besondere Telegraphen- anlage oder eine Nebentelegraphenanlage im Laufe eines Visrteljahrs in Betrieb genommen werden, so is die G:bühr für die Zeït bis zum Ende dieses Vierteljahrs am Tage der Uebergabe der Anlagen fällig. Í i

Die Baukostenzuschüsse, die Kosten für Weder besondere: Art und für zweite Fernhörer sowie die Kosten für die Ver- legung und die vorzeitige Aufhebung der Anlagen find vor der Ausführung der Arbeiten zu entrihten. _ |

Im übrigen werden die Gebühren, welche sich nicht viertel- jährli vorher feststellen lassen, sofort nah der die Gebühren- erhebung begründenden Handlung fällig. ; l

Der Jnhaber cines Fernsprechanschlusses, einer besonderen Telegraphenanlage oder einer Nebentelegraphenanlage ijt Schuldner sämmtlicher für die Benußung der Anlage zu ent- rihtenden Gebühren. Er hat die von der Telegraphenver- waltung in Rehnung gestellten Gebühren zu bezahlen, vor- behaltlih seines Rechts auf Nükforderung im Falle der nach- gewiesenen Unrichtigkeit.

Wenn eine ohne Verschulden des Jnhabers eingetretene Unterbrehung eines Fernsprechanschlusses, einer anderen Telegraphenanlage oder einer Nebentelegraphenanlage, nachdem sie zur Kenntniß der Telegraphenverwaltung gelangt ift, [länger als vier Wochen fortdauernd bestanden hat, so wird für diese Zeit eine Gebühr nicht erhoben.

Für die Dauer der Schließung-eines Fernsprechanschlusses, einer besonderen Telegraphenanlage oder einer Nebentelegraphen- anlage nah Nr. 5 wird eine Gebühr nicht erhoben.

ITIT. Schlußbestimmungen. 21.

Die vorstehenden Bestimmungen treten mit dem 1. April 1900 in Kraft. Die über die vorhandenen besonderen Tele- araphenanlagen und Nebentelegraphenanlagen geschlossenen Verträge bleiven bis zu dem Zeitpunkt in Geltung, zu welchem fie durch Kündigung gelöst werden können. Die Telegraphen- verwaltung ist jedoh befugt, die Anwendung dieser Bestim- mungen auf vorhandene besondere LeeON enanlagen und Nebentelegraphenanlagen auf Antrag der etheiligten [hon zu einem früheren Zeitpunkt zu I

Auf den inneren Verkehr von Bayern und den inneren Verkehr von Württemberg finden diese Bestimmungen keine Anwendung.

Berlin, den 26. März 1900.

Der Reichskanzler. In Vertretung: von Podbielski.