1900 / 78 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

und reihen Melodienfluß zusammen, und das Werk mußte noth- wendigerweise bei der glänzenden Wiedergabe, welche den Inhalt ‘in vollfommenster Weise zum Ausdruck brachte, einen tiefen Eindruck binterlassen. Im ige: ras Gegensaß dazu stand die Suite von Rameau mit ihren \{lichten, ansprehenden Weisen. Der leßte Say mußte wiederholt werden. Ginen würdigen Abschluß des interessanten Konzerts bildete Beethoven's Duverture zu „Egmont“. Fn der Sing-Akademie gab Fräul:in Gstelle Liebling eben- falls am Donnerstag ein eigenes Konzert, in dem der Violoncellift Herr Fames Liebling die itwirkung übernommen hatte. Fräulein Liebling's sehr hoher Sopran erfreut N eines großen Oktaven- Umfanges, die Kopfstimme ist zwar nar klein, aber wohlgebildet und spricht sehr leiht an. Besonders zart und duftig behandelt die Sängerin das Piano; aber durch zu häufige Verwendung dieser Nuance und eine ganz willkürlihe Gestaltung des Rhythmu3 erhält ihr Gesang etwas Monotones. Die Tempi wurden fast alle vershleppt; das nahm den vorgetragenen Musikftücken das Charakte- ristishe. Wirklich tadellos gelang nur „An die Nachtigall“ von Fr. Schubert, wzlch28s Lied der Stimmlage der Sängerin besonders an- gevaßt ift und eine ganz freie Auffassung verträgt. Die Sängerin gab jedoch in allen Vorträgen Beweise ihres Talents und der großen Koloraturfähigkeit ihrer Stimme. Herr James Liebling vermochte, davon ganz abgefehen, daß sein Instcument ver- stimmt war, für sein Spiel kein Interesse zu erwecken. e Mio Leidig zeigt? in ihrem an demselben Tage im Saal echstein veranstalteten Konzert eine nur kleine Stimme, nicht ge- nügend au2gebildeten Vortrag und noh zu wenig entwideltes musilkali- \ch{e8s Empfinden. Der mitwirkende Geiger, Herr Cavallery, er- freute dur einige mit gediegenem Können ausgeführte Violiafoli.

Am Freitag spielte im Saale Bechstein Fräulein Gisella Gros8z eine Anzahl von Klavierftüken von Schumann, Beethoven, Brahms, Chopin u. A., welche geeignet waren, die Vizelseitigkeit der Konzertgeberin in vortheilhaftem Licht zu zeigen. Fräulein Gros8z liebt es, die Farben etwas stark aufzutragen; si? entwidelt oft cine überrashende Kraft, da sie aber dabei das Pedal wenig gebraucht, fo klingt ihr Klavierton leiht etwas herb. Die Rhapfodie und das Scherjo von Brahms fügten sich dieser Spielreife am besten; doch versteht die Künstlerin auch zart und gesang- rei zu spielen, wie sie besonders in den Beethoven'shzn Variationen und im Vortrage des As-dur-Waljers von Chopin bewies. Der Saal leerte si erst, nachdem noch die zweite ungarische Rhapsodie von Liszt als Zugabe gespendet worden war. Im Beethoven- Saal gab zu derselben Zeit Fräulein Gisella von Pászthory einen Klavier - Abend, der einen günstigen Eindruck hinter- liez. Fräulein ron Pászthory spielte mit feinem Vere ständziß und gutem Ausdruck; ¡u einem wirkli fünstlerischen Erfolg aber fehlte ihrem Spiel noch die reŸte Klarheit und ibrem Ans{lage die nöthige Modulationsfähigkeit. SHhumann's „Carneval“ gelang ihr recht befriedigend, nah defsen Vortrage die SON dar sas auh beifallsfreudig ihrer Anerkennung Aus-

rudck gab.

Am Sonnabend veranstaltete Herr August Hensel im Saal Bechstein einen Liederabend, dessen Ertrag für das Haydn-Mojzart- Beethoven-Denkmal b:stimmt war. Das Programm enthielt eine bunte Auswahl selten gehörter Werke. Nicht alle Nummern gelangen dem Künstler gleich gut, am besten jedoh „Was glänit der helle Mond“ von Sinding, der „Erlkönig*“ von Loewe und eine interessant gestaltete Komposition „Mittagsstunde" von Karl Kämpff. Das zahl- reicher als fonst ershienene Publikum spendete so lebhaften Beifall, daß si der Sänger zu mehreren Wiederholungen veranlaßt fah. Herr Bente ein musikalis feinaebildeter Künstler, verfügt über eine in allen

egistern ausgealihene Stimme, die namentlich in der Tiefe gut an’vricht ; dagegen läßt die Aussprache des Textes zuweilen zu wünshzn. Im Beethoven-Saal gab an demselben Abend die Pianistin Fräulein Marie Gerdes unter Mitwirkung dec Sängerin Fräulein Lilienthal ein Konzect, das durch das Berliner Symphonie- Orchester (Direktion: Zimmer) mit der „Hebriden*-Daverture von F. Mendelsfohn eingeleitet wurde. Den Mittelpunkt des Programms3 bildeten zwei Klavierkonzerte mit Orchester: in C-moll (op. 11) von Chopin und in G-moll von Mendelssohn, welhe von Fräulein Gerdes mit angemessznez, natürlicher Empfindung, mit modulationsfähigem, gesangreicem Anschlage und anch mit der nöthigen Kraftentfaltung sowie mit gut entwickeltec TeHnik vorgetragen wurden. Die Zuhörer nahmen ihre Leistunzen freundlih auf und kargten niht mit lauten Beifalisbezeugungen. Fräulein Lilienthal, deren Sopranstimme niht groß, aber ganz wohlflingead

packenden, kontrastierenden Motive weben si im einem “muste klaren

ift, fand fich mit dem Horrase einiger Lieder, dem deutliche Text- aussprahe und verständige Auffassung nahzurühmen find, gut ab, während si2 ih mit dem Rezitatio und der länger nicht* aus Mozart's Oper „Die Hochzeit des Figaro“ oóne Zweifel zu viel zugemuthet hatte. Das Berliner Symphonie- Occhester lôste seine Aufgabe in anerkennenswerther Weise. Der zweite povuläre Lieder-Abend von Anna und Eugen Hil dach hatte, gleihfalls am Sonnabend, den Saal der Sin - Akademie dicht gefüllt. Das Programm bot eine reihe Anzahl Duette für Sopran und Bariton, sowie Lieder für jeden der beiden Kon- zertierenden. Durch Beifall am meisten ausgezeichnei wurden Ferdinand Hiller's shwermüthiges Lied „Abschied“ (ged. von I. A. Eichendorff) und das s{helmishe „Zwiegespräh“ (ged. von L. Pfau). Der ver- ständnißvoll charafterisierte Vortrag ver ergreifenden Komposition von R. SHumann „Die rothe Hanne“ (ged. von Chamisso) brachte dem ftler ein lautes, durchaus verdientes Bravo ein. Auch die eist- reie Wiedergabe des ernsten Gedichts von Justinus Kerner ‘Auf das Trinkglas eines verstorbenen Freundes", komponiert von demselben Meister, kennzeihnet- den wohlgeschulten Sänger und bot auch dem Pianiften Henry Pusch willkommene Gelegenheit zu fein ange- {hmiegter, poetish durhgeführter Begleitung. In dem mzelancholishen Gediht „Alte Laute“ (ged. von Justinus Kerner, kompontert von R. SHumann) erfreute der Sänger nameatlich dur bas wunder- voll verballende Piano in der dritten Strophe, wäbrend das folgende Lied desselben Meisters, „Aufträge“ (ged. voa Ch. L’'Ézre), das animierte Publikum zu einem dreimaligen Hervorruf begeifterte, für den der Sänaer dur eine Zugabe dankte. Unter den folgenden fünf Liedern für Sopran traf die Sängerin am glückli@sten den harafteriftishen Ton in dem reizenden Wiegenlied „Denke mal!“ und dem niedlichen „Der Traum“ (ged: von Victor Blüthcen), beide kompoaiert von Henning von oß. Hervorzubheben it \{chließlich noch, daß die wirkangs8vollen 4 „Auf dem Zaun“ Herrn Hildach auch als geistreichen Komponisten und durh- ebildeten Klavierspieler ins vortheilhafteste Licht egten. r Baritonist Herr Hjalmar Arlberg hatte zu aleihec Stunde im Saale der Hohshule für Musik einen Volkslieder- Abend veranstaltet, welcher sehr gut besuht war und dem Sänger Gelegenheit gab, sein tühtiges Köanen, seinen warmen Vortrag und seine hervorragende Begabung für die verschiedensten Spracidiome zu zeigen. Das mit großem Fleiß und Geshick zusammengestellte Programm auf welhem Herr Arlberg au als Uebersezer finischer, norwegischer und s{chwedisher Texte vertreten war, umfaßte Volkslieder von sieben Nationen. Den meisten Beifall fanden aber doch die deutschen Weisen, sowie ein irishes Lied, welches dur feine \{chône, einfahe Melodie und den stimmungsvollen Vortrag des Sängers befondes gefiel und da capo verlangt wurde. Mit vielem Humor trug Herr Arlberg die Lieder „Guten Morgen, liebes Lieferl“ und „Od Moder, ich well en Ding han“ vor. Die mitwirkende Meizo-Sopranistia, Fräulein Jeanne Golz, zeigte, nahdem sie eine anfänglihe Indisposition überwundea hatte, von neuem ihre \{chöône Begabung für ausdruck3vollen Voctrag. Fräulein Marie Bruno führte die Begleitung am Klavier mit großer Feinfühligkeit aus. :

Lieder „Lenz® und

Das Deutsche Theater bereitet als leßte Neuaufführung dieser Spielzeit das dreiaktige Shausviel „Winterschlaf“ con Max Dreyer vor, das am Sonnabend, den 7, April, zum ersten Male zur Darstellung kommen foll.

Im Berliner Theater wird Biörnson's Schauspiel „Ueber unsere Kraft“ morgen (29. Abonnements-Vorstellung) und am Sonntag Abend wiederholt.

Das Sqchiller-Theater wird noch vor den Osterfeiertagen eine Neueinstudierung von Ibsen's Drama „Brand“ bringen. In der morgigen Vorstellung wird Ecih Shlaikjer's Trauerspiel eHinrich Lornfen* zum erften Mal wiederholt.

Fm Theater des Westens tritt in der heutizen Aufführung von „Cavalleria rusticana“, welhe Oper von der General-Inten- dantar der Königlihen Schauspiele für Herrn Rothmühl’s Gaftspiel freigegeben wurde, Fräulein Thea Dorré als Santuzza auf. Die Künstlerin hat erft vor einigen Monaten in Elberfeld unter Mascagni?s Leitung diese Partie gesungen, Donizetti's Oper „Die Regiments- tohter“ wird den Abend beschließen.

Die „Berliner Liedertafel" (Chormeister: A. Zander) gieót am 2. April in der Philharmonie ein Konzert, in welchem der Königlihe Sänger Herr Rudolf Berger und das Phil- harmonishe Orchester mitwirken werden. Ss Vortrag gelangen u. a. Chöre von Schubert, Shumann, Reinhold Becker und Bruch.

Arie „O fäume

Am 3. April findet in Saal Bechstein ein Konzert zum Besten des Hauspflegevereins Charlottenburg ftatt, zu welhem u. A. ihre Mitwirkung zugesagt haben: Frau Professor Marie Blanck-Peters Gesang), räulein Ilse üller- hartung R, räulein Gisella von Pá9zthory (Klavier). Billets sind: bei Bote u. Bock erhältlich.

Mannigfaltiges.

Berlin, den 29. März 1900.

Die Abtheilung Berlin der Deutschen Kolonial, Gesellschaft veranftaltet am 2. und 9. April im großen Saale des Künstlerhauses (Bellevuestraße 3) Vortrags-Abende. In der ersten Versammlung wird Herr Dr. Lenschau über „Die Noths wendigkeit deutscher Kabelverbindungen“ sprehen, in der zweiten, am 9, April, Herr Dr. Passarge über „Die Schußtruppe in Kamerun“ FEDERT Gäste, Damen und Herren, sind in betden Versammlungen willkommen.

Ein neuer theoretischer Kursus der Stolze’ shen Fah- stenographie wird am 3. ril von dem ftenographishen Bureau des Abgeordnetenhauses eröffnet. Nähere Angaben enthält ein Prospekt, der beim Portier (Prinz Albrechtstraße, Haupt- portal) in Empfang geaommen werden kann.

Der Postkarten-Verlag von Otto Seiffert Nahf. (Berlin W. 8, Friedrichstraße 75) hat zum 1. April, dem Tage des Fnkrafttretens der neuen Reihs-Postordnung, Ansichtskarten mit von der Reichsdruckerei eingedruckter, neuer 2 &§- Marke berstellen lassen. Die Darstellungen auf diesen Karten zeigen die Porträts JFhrer Kaiserlihen und Königlichen Majestäten, des Fürsten von Bismarck, Ansichten von Berlin 2. in ca. 50 verschiedenen Mustern,

Die Abschieds-Vorstellung des Zirkus Albert Shumann ist auf Donnerstag, den 12. April, festgeseßt worden. Bis zu diesem Tage bleibt die Ausftattungs-Pantomime „Doctor Faust* in der bekannten Besetzung der Hauptrollen auf dem Spielplan.

München, 29. März. (W. T. B.) In Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit des Prinz-Regenten, der Prinzen und der Prin- zessinnen des Königlichen Hauses sowie der Spiyen der Be- bôrden wurde heute Vormittag das neue, der Münchner Künstlergenossenshaft gehörende Künstlerhaus feier- lih eröffnet. Der Präsident der Kunstakademie, Bildhauer Ferdinand von Miller übergab namens der Baukommission das Ge- bäude an die Künstlergenofsenshaft, deren Präsident, Mor Franz von Lenbach, das Künftlerhaus übernahm, dem Prinz-Regenten {ür die Förderung dieses Bauwerkes dankte und der steten Kunslpsilege der Wittelsbacher gedahte. Die Ansprache {loß mit einem Hoh auf Seine Königliche Hoheit den Prinz-Regenten. In seiner Erwiderung gab Höcbstderselbe der lebhaften Genugthuung über die langjährigen Bemühungen Ausdruck, welhe nun zur Vollendung des Künstlerhauses gerührt hätten, trank aus dem von dem Erbauer des Hauses, Professor Gabriel Seidl gereidten Ehrenpokal auf die Münchner Künstlershaft und trat sodann einen S iridrait durch das Haus an. Musik und Gesang begleiteten die eierlichkeit.

Glasgow, 28. März. (W.T. B.) Auf der North British Eisenbahn stießen in einem Tunnel zwischen Queen Street und Charing Croß zwei Arbeiterzüge zusammen. Drei Per- sonen find todt, sie5zehn verleßt.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten, Zweiten und Dritten Beilage.)

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Pirkus Schumann. Im eleganten, renovierten

Wetterberiht vom 29. März 1900,

Stationen.

8 Uhr Morgens.

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Uebersicht der Witterung.

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Zwischen einem von der Biétcayasee nah Schottland reichenden Hohdruckgebiet und dem höchsten Luftdruck über Jnnerrußland liegt der Luftdruck über Zentral- Europa gleihmäßig vertheilt, während das Barometer im Gebiet ciner sich von Süd-Gurcpa in einem Aus- Iläuf-r nah Westrußland crstreckenden D pression am

niedrigsten _steht._ Scnee gefallen ift, dauert das

kalte, heute

In Deutshland, wo stellenweise

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Süden vielfach heitere, im Nordwesten neblige Wetter bei s{wahen Winden meift aus nördlichen Richtungen.

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Deutsche Seewarte.

Theater. Königliche Schauspiele.

baus. 83, Vorstellung. Tanuhäuser uud der Sängcerkrieg. auf Wartburg. Romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. Anfang 7# Uhr. Preise der Pläyz: Fremden- Loge 12 #, Orchester- Loge 10 #4, Erster Rang 8 X, Parquet 8 #, Zweiter Rang 6 4, Dritter Nang 4 4, Vierter Rang Sißplaß 2 A 50 4, Bierter Rang Steh- plaß 1 # 90 S.

Schauspielhaus. 88. Vorstelung, Sonder- Abonnement B. 12. Vorstellung: Auf Aller- bôchsten B:-fehl: Dic Nibelungeu. Ein deutsches Trauerspiel in 3 Abtheilungen von Friedri Hebbel. Zweiter Abend: Dritte Abtheilung: Kriemnhild?s8 Tue Ein Trauerspiel in 5 Aufzügen. Anfang (F T.

Sonnabend: Opernhaus. 84. Vorstellung. Mignon. Oper in 3 Akten von Ambroife Thomas. Text mit Benußung des Wolfgang von Goethe'’shen Romans „Wilbelm Meifter's Lehrjahre“ von Michel Carrs und Jules Barbier, deutich von Ferdinand Gumbert. Ballet von Paul Taglioni. Anfang 7# Uhr.

Schauspielhaus. 89. Vorstellung. Die Tochter des Erasmus. Schauspiel in 4 Aufzügen von Eraft von Wildenbruh. Anfang 7F Uhr.

Freitag: Opern-

Deutsches Theater. Freitag: Schluck und Jau. Anfang 7# Uhr.

Sonnabend: Wenn wir Todten erwachen.

Sonntag, Nachmittags 25 Uhr: Fuhrmann Henschel. Abends 7} Uhr: Der Probe- Ttandidat.

Berliner Theater. Freitag (29. Abonnements- Vorstellung): Ueber unsere Kraft.

Sonnabend: Freilich

Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Göß von Berlichingen. Abends 7F Uhr: Todtentauz. Uebex unsere Kraft.

Schiller-Theater. (Wallner-Theater.) Frei- tag, Abends 8 Uhr: Hinrih Lornsen. Bürger- liches Trauerspiel in 3 lufzügen von Erich Schlaikjer.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Gebildete Menschen.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Macbeth. Abends 8 Uhr: Fröschweiler.

Theater des Westens. (Opernhaus.) Frei- tag: (28. Freitags-Abonnements-Vorstellung): Gast- spiel des Königlichen Kammersängers Herrn Nicolaus Rothmühl und der Mad. Thea Dorró. Cavalleria rausticana. Hierauf: Die Regimentstochter.

Sonnabend: Volksthümliche Vorstellung zu halben Preisen: Uudine.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen : Der Freishügz. Abends 75 Uhr: Leht?es Gast- {piel des Königlichen Kammersängers Herrn Nicolaus Nothmühl. Die Jüdin.

Lessing-Theater. Röfß’l. Sonnabend: Als ich wiederkam

Freitag: Im weißen

Neues Theater. Swiffbauerdamm 4a. Frei- tag: Im Exil. Schwank in 3 Akten von H. von Anderten und B. Wolff. Anfang 7# Uhr.

Sonnabend: Jm Exil.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr : Zu halben Preisen : Hofgunft.

Refsidenz-Theater. Direktion : Sigmund Lauten- burg. Freitag: Die Dame von Maxim. (La dame de chez Maxim.) Schwank in 3 Aften von Georges Feydeau. Ueberseßt und bearbeitet von Benno Jacobson. In Scene geseßt von Sigmund Lautenburg. Anfang 74 Uhr.

Sonnabend und folgende Tage: Die Dame von Maxim.

Sonntag, Nahmittags 3 Uhr: Bet bis über die

älfte ermäßigten Preisen: Der Schlafwagen-

outroleur.

Thalia - Theater. ODresdenerftraße 72/73. Freitag: Im Himmelhof. Große Ausftattungs8- vosse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Jean Kren und Alfred S{önfeld. Musik von Mar Smidt. Anfang 7# Uhr.

Sonnabend und folgende Tage: Jm Himmelhof.

Konzerte.

Philharmonie. Freitag, Anfang 7# Uhr: IIL. (leiter) Lieder- und Balladen-Abeud von Eugen Gura.

Zirkus Renz, Karlstraße. Freitag, Abends präzise 74x Uhr: Doctor Fauft. Romantisc-phantasftische Handlung in 3 Abtheilungen von Hof-Balletmeister A. Siems. Außerdem: Die mehrfah prämiierten springenden Hunde des Mister Wilkes. Das Kartenspiel von deu Trakehner NRapphengsten. La balancçoire, ? Rappbengfte. Ja Salon, 4 Rapphengste. Sardinia. Nicht der Hahn, son- dern das Pferd im Korbe. Young Short, engl. Vollblut-Schulpferd und die Bulldogge 2c. Sämmi- liche Original-Dressuren des Direktors Albert Schu- mann. Ein musikalishes Eutrée von 60 Damen. Ferner Aufireten der neu engagiterten Kunstkräfte, sowie sämmtlicher Clowns und Auguste mit ihren neuesten Späßen.

Sonntag (vorleßter Sonntag): 2 Vor- stellungen. Nachmittags 34 Uhr: Zum legten Male: Im Weihnachts. Bazar. Avends 73 Uhr: Doctor Fauft. Nachmittags ein Kind frei.

Donnerstag, den 12. April: Unwider- ruflig legte Vorstellung. Schluß der ersten Saison.

N E E j Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Ilse Meyer mit Hrn. Max Frhrn. von Münchhaufen (Berlin). i

Verehelicht: Hr. Leut. Otto Beck mit Frl. Helene Dreier (Bremen).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Landrihter Dr. Paul Hirsh (Berlin). Eine Tochter: Hrn. Pastor Horter (Waldenburg i. Schl.). Hcn. Dbver- förster Förstec (Jeltsh). :

Gestorben: Hr. Oberstleut. a. D. Victor Michaelis (Wilmersdorf-Berlin). Hr. Geheimer Kom merzienrath Felix Friedheim (Berlin). Hr. Geheimer Sanitätsrath Dr. Jasckowiz (Berlin). Fr. Oberin von Schwanewede (Kloster Wen- nigsen). Hrn. von Brockhusen Sohn Claus Henning (Lawaldau). Hrn. Paftor Cochlooius Tochter Margarethe (Reesewiß).

E

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Orudck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlag Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Zehn Beilagen

(einschließlich Börsen-Beilage).

M 78.

Erfte Beilage

zum Deutschen Reichs-Anz

eiger und Königlich Preußis

Berlin, Donnerstag, den 29. März

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

chen Staats-Anzeiger.

1900.

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13,30 13/30 13,20 13,20 14,00 14,40 14,10 14,00 13,80 13/40

13,50 15,40

eizen 14,00 14 29 15,093 14,00 14,40 14,40 14,25 14,40 14,00 14,90 14,65 14,69 13,90 14,75 14,30 14,30 13,89 14,009 16,52 15,80 16 50 14,70 14,00 14,20 14,00 16,60

oggen. 13,50 13,40 13,40

13,00 13,90 13,00 13,00 13,40 13,90

12,80 13,10 12,70 12,80 13,70 13,70 13,45 13,50 14,09 14/50 14,20 14,10 13,80 13,40 14,20 14,80 14,30 15,50 15,40 13,40 14,00 15,20 13,20 13,40

erfte. 12,50 13,40 13,30

12,00 12,50 14/00

12,10 12,50 13,50 13,50 13,55 12,60 14,80 13,80 16,10 14,00 14,00 17,00 15,29 15,50 14,80 14,00 13,30 15,30

afer. 12,00 12,80 12,50 14,50

14,00

12,003 12,70 12,00 12,00 11,80 12,00 12,00 12,009

24. 3. 24. 3.

24. 3. 26, 3. 16. 3. 21. 3.

21. 3. E

21. 3. 97. 3. 21. 3.

S, P,

Pra I O Log D