1834 / 41 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

glaubwürdige daf er gern er habe ersi öge noch nicht sierben so gewaltige Selbsi- duch langen Umgang mit Hauser Wesen desselben und seinem utgeheuern Tode im unglauhlichsten Widerspruch. Resultate der Section so ganz n Zeugnissen widersprechen, #0 wird es sich mit den andern von Hrn. nicht zusicht lngaben Über die Re- pessex verhalte. gegen Herrn v. Lang derlichen Widersprüche ich jelb| ßKeht, und die von Geistes und Ucbercilung zeu- Herx v. Lang1/bes tion normalmäßig bcsundener zle al3 Gefangencr unmöglich-

nach einer Bemerkung desselben Arztes, ihm gehört zu haben, n es keinen Kricg gäbe; ngen und 17 ordes durch eine

samkeit neue Aussichten. werben Aufmunterung und Unterstüßung. Wahrheit, daß ein gutes Finanzwesen eine der Haupt -Grundlq, gen des Bestehens der Staaten if. Verbessern und unterstüben wir den Landbau und den Gewerbsleiß. Dann werden wir, ‘im Erzeugnisse, uns die aneignen, die jen; Das Privat- Interesse

die dortige Ruccolte lassen ein noch weit geringeres Resultat et- ex versichern, warten, als selbst mit den Briefen vom 2. September gemeldet a!s den Zoil- Listen von Kalkutta war der Ertrag dez Indigo - Acrndten in Ostindien (N und Madras ausgenomineh) :

Fahre 18 4 circa

Bereiten wir allen erlaubten Ge,

die Küche, und bemächtigten sich zunächst aller Lebensmittel. Die Erkennen wir die

Wache eilte herbei, war jedoch nicht stark genug, und die Meu- terer sollen sogar den Soldaten die Bajonette weggenommen haben. Die Gendarmerie mußte herbeigerüfen“ werden, und erst nach vieler Mühe gelang es, sich der Wüthendsten zu bemächti- gen, die sogleich in Ketten gelegt wurden.

Aus Bre st meldet man vom 3!sten v. M. : der hiesigen Rhede ein Boot der Brigg „Cuirassier‘/ umgeschla- És befanden sh in demselben 22 Personen , unter denen Acht Personen sind ertrunken ; unter densel- ben der Hochbootsmann, der ans Land fuhr, um Hochzeit zu machen. Seine Verwandten und Freunde hatten alle Vorberei- tungen getroffen, und erwarteten den Bräutigam mit Ungeduld, als die Wellen ihnen seinen Leichnam zuführten.““

Der National meldet aus Toulon vom 26. Januar, daß die ‘auf der: „Malouine‘/ befindlichen Polen von diesem Schiffe nach der „„Circé‘“ gebracht worden und nah Oran unter Segel gegangen seyen.

ßerung von verden G wenn Fahren zu leben angefa ic die That des Selbftm g mit dem ga n weichlich - felgetnt und Abscheu vor dem Hrn. v. Lang's chte_ ugekfommenen ärztliche bt seyn, d \ Einsicht gerichtlicher Akten im Tone der Gewißheit gemachten 2 er gerichtlichen Untersuchung nicht schon, um ein Recht des Mißtrauen: zu begrúnden, die sein Aufsaß mit | bedenklichen Unklarheit des derselbe geschrieben sevn muß. daß Hausers „bei der Sce Vorgeben , lange in etner Hdhie, lebt zu hahen, als cine absolute Unmdgi und dennoch giebt er an, Hauser habe Er behauptet, Hauser sey den Knaben eincs Bettler= lassen, „um seine Täu- Nürnberg zu begin- Phantasie mit

Nach Auszúgen

Austausche gegen unsere seits des Meeres hervorgebrachr werden. nuß sich hier mit deim allgemeinen verschmelzen. Die Nothwen; digkeit gebietet au, daj die Staats-Ansid Finan System zu cinein Ziel zufammentwirken.

¿¿Gses vom 1. März 1850 muß uns als Richtschnur die nenz es vejcunmr unsere gegen}eitigen Verpflichtungen. Vorschläge zu Geseßzen über die Bank und die Verantwortlichkeit ihrer Be; vollmächtigten werden J i ,

„Gestern ist auf Berichte Úber die ten Und das ötnanz;;-

Das Münz - Bestim, | die Vermuthun

mehrere“Offiziere.

G T E V

hnen vorgelegt werden.

D UQ_MME M. W

Vergessen wir daß das Volt Prúfungs - Rechtes zuy fennen, das den Verwaltern eines Kapitals eingeräumt ist, wel; ches die Grundlage des Werthes des umlaufenden Papiergeldes und endlich, daß die Gescke, das Reglement un Bestimmungen für die Bank deutlich, einfach, leicht zu vollzie; hen, und deshalb unverbrüchlich seyn müssen. —— Mie erfüllen wir unsere Pflichten geaen Uns kelbst besser, als wenn wir unz erinnern, das die Nachkommen die Früchte unserer Bestrebungen Das irdische Ziel des einzelnen Menschen : ben erwartet dagegen die Natio: Menn demnach der Mensch für sich arbeitet, arbeitet er der er angehört. Als Jg

einem Viertet - Jahrhundert Jhre Grundsäße be äußerte Jch gegen ; es nicht die Ausdehnung eines Staates allein sey, die des sen Kraft und Selbitständigkeit bilde, fondern auch se ne*Ge- jetze, sein Handel, sein.„ÄArbeitsfleiß, und vor allen sein Natio; h wiederhole Jhnen jest diese Wahrheiten. Uebereinstimmung zwischen Meinen und JFhren Ansichten hat dein Vaterlande die erhaltene F bereitet, deren Früchte es mehr als 22 Jahre hindurch geärndtet, Selbständigkeit, Friede und freundschaftlich: Verbindungen inm Aeußern; Stille und Gehorsam gegen die Geseze im Innern: das ijt das Gemätde, das die vereiniaten Reiche Schweden und Norwegen jet für Curopva darstellen. ten die Seanungen des Allmächtigen hernieder und bleibe Jh nen, gute Herren und Schwedische Männer! fl und jedem insbesondere mit aller Königl. Gnade und Geneigr heit stets wohlgewogen.

ne Angaben

e e ail berechtigt Ausdehnung f Än der gestrigen Sikung der Ne- präsentanten - Kammer wurde die Berathung úber das zanz- Ministeriums fortgesest.

Der Jndependant widerspricht der von einem Franzdsi- {en Blatce gegebenen Nachritht, daß der Doktor Coremans zum Belgischen diplomatischen Agenten bei der Schweizerischen Eidgenossenschaft ernannt worden sey, und behauptet, daß bei der Regierung nicmals davon die Rede gewesen.

Die Nachricht, daß das

Brüssel, 4. Febr.

Bewegung ge erfennen laßen““, ewdbhnlich breite Leber gehabt. wesen und hält ihn für Bayern, der dicsen ver und Lügenkünste auf eigene Firma in dennoch sagt er, man habe der Grafen-Fdeen angeste> fen entlaufenen Gaun Graf oder Prinz !!

Großbritanien und Arland.

London, 1. Februar. Der Herzog von Wellington ist dîe- ser Tage mit dem Pferde gestürzr und hat sich an der Stirn bes<ädiagt.

Vorigen Montag wurde eine Deputation der vori Nottingham, an ihrer Spihe die Herren Hugh Hunter und William Howitt, welche abgesandr war, um dem Grafen Grép eint Denkschrift in Bezug auf die Kirchen - Reform zu Îbétreicen/ von dem Parlamnents-Mitglied für jene Stadt, Lord Duncaünon, bei dem Premier-Minister eingeführt, und hatte cine Üntérredüng mit Lekterem, die ungefähr cine und wovon Folgendes der wesentlichste! Anhalt ist: Als der Graf Grey die Denkschrift empfing, \agte er, daß er laube, sie den Denkschriften übereinstim- men, welche die Minister kürzlich von den Dissenters aus vetschiedenen Orten rojederté, daß Se. Herrlicht

Budget des

: ¡in Nieder: arndten- werden.

Dissenters der Tod;

„seine alberne le , als wenn man dem, setnem ätte in den Kopf schea tdnnen, Dazu kommt der Wid ¿ mehrere der Berichte des Herrn v. Lang, deren bloß in Zweifel zu zi | ürdigkeit Herrn v. Lang wenig Personen zugekommenen Angaben arer Mann aus Ansbach unter Ar Aufsaß dúrfte zur Ehrenrettung Ha Besichtigung des Plaße Jahres erfolgte, unmi d eine Entdeckutig von Fußtr t möglich gewesen ift, d zerfloß Thatsachen, die in A nd die daher auch Heren v. Lang nicht sodann, daf dem im Beutel n nach den glaub: en) ein ganz unrichtiger Sinn untergelegt Zettels if n-< all dem bisher d mix sonû befannt Gewor- es cuch ganz genau erzählen fonnen, Dem Hauser die Mühe zu er- woher ich fomme Fch komme e Hierin fin-

ein fortdauernd zen-Begängniß des Herrn Du- long;, und’ die darauf folgende Nacht ruhig abgelaufen sey, langte am Sonntag Mittag durch eine Taube in Antwerpen an.

die Gesellschaft, eripru tf Richtigfet ehen, mit den mir von an=- ens nicht nachzu-

So schreibt cin derem Folgendes: /; users noch dieses s, wo die That ttelbar darauf itten im Schnee da derselbe nyc nsbach Jeder- unvefannt gefundenen Billet ‘digîen Nach-

Schweden und Norwegen. » branúge,

Heute aegen 2 Uhr, nach der Reichstags - Predigt, verfügte sich Se. Majestät der König im vollen Ornate, mit der Krone guf dem Haupte, in Begleitung der Prinzen und Prinzessinnen des wo die drei Stände und ein zaßlreiches Publikum versammelt warén, und von Sr. Königl. Hoheit dem Kronprinzen die naci)- stehende Erdffnungs-Rede verlesen wurde:

„Wohlgeborie 2c. Gute Herren und Schwedische Männer! Seit Jhrein legten Beisammenjeyn haben starke politische Et- s{ürterungen Europa aufger Rußhe beider vereinigten Königreiche unter allgemeine Ordnung und das Recht be Unisicht der Negierungen hät bisher inehrere béfürchtete Aus- ' halten und Menschenblut is ge- Lassen Sie uns bofen, daß ein ungestdrter Friede immer mehr die Interessen der Nationen verbinden wird; er bietet dem Wirkungskreise Aller zu große Entwickelung dar, um auf das Spiel gesezt zu werden, und das Recht der Menschheit fordert Ausgleichung der Ansichten, Vereinigung der Denfweisen. Einige Provinzen, hauptsächlich die nördlichen, haben durch Die “allgemeine Wohlthätigkeit hat die Bestrebungen der Regierung untertünt Und beigetragen, den drükendsten Bedürfnissen abzuhelfen. gendèn Arc dürfen sich jedoch. nicht erneuern, gewisser vorbeugenden Maßregeln wird gewiß famkeit in Anspruch nehmen, wie es fortwährend die meinige auf sich zieht. Die Seuche der Cholera hat dieses Königreich bedroht , ijt aber durch des Höchsten \{üßende Gnade abgewen- PBelche Meinunas- Verschiedenheiten auch über die ánste>ende oder nicht ansiecerde Eigenschaft dieser Landplage geführt worden, habe Jch doch den Zweifel für hinreichend gehalten, um nd- thige Vorsichts-Mazßregeln zu befehlen und ins Werk zu segen, -— Die Ihnen vorzulegende Darstellung von dem, was si in der Verwaltung des Königreiches zugetragen, giebt Aufklärung über die Grundsäße, welche die Richtung und den Gang der' Regierung bestimmt haben. Der geheime Ausschuß, den Jch z1usammenzuberufen ge- sonnen bin, wird Gelegenheit haben, fich näher über die thätige Anwendung dieser Grundsäße unter den ungleichen Konjekturen, die wir gchabt haben, zu unterrichten. besserung in unserer gesellschaftlichen Ordnung muß, um wahr- haft nüßlih zu werden, einer ruhigen werden und von den Lehren der Erfaßrung ausgehen. Grund - Geselze men vor ;

Viertelstunde dauerte : TORA j Stockholm, 30, Jan.

den Lang' schen zu erwiedern am 14. Dezember vo nicht vorgenommen später deswegen nich nämlichen Ab mann wiß. U bleiben konnte; (Hausers Handschrift r:chten ntcht Der Fnhalt d darúber ins Publikum denen folgender: „Hauser wird es wie ih aussche und woher ich bin will ich es Euch selber sagen, von der Bayer F< will Euch sog det Hr. v. Latig eine nicht habe ermov Vorausseßung zu erkennen, den werde, in welchem er k ¿f Es ist ganz derselbe Hohn, mit welchen „Laßt Euch's von deim wer scin Mdrder isi!‘ JFmypfnarben entde>t. soll man denken, daß H hon geimpft worden war anden waren, wufte mat? aspar Hauser pas. ich Narben der Jimpfung.“

werdè wohl so ziemlich î j Hauses in den Reichssaal, seyn: daß die / D IIOWTEt el )e und die ungestdrte Ordnung eit nach Durchlesung der Denkschrift besser ‘als sie im Stände scyn würde, dies zu entscheiden, denn die Nottinghamer Dissenters hätten sich nicht danach gerichtet, wat andere Dissenters gethan, sondern ‘für sich selb Überlegt, was ihre Pflicht wäre, Und das hätten ste ‘offen ergriffen ; indeß ließe es sich mit wenigen Worten zusamimenfassen, was fie gethan; fie hätten ünt Treinung von Kirche und Staat gebeten. Graf Grey sagte, das thue ihm leid; der Ausdru? eines soiches Wun- sches, der die Zetsèdrung- der Staats. Kirche zum Zweck habe, würde die Ministerin Verlegenheit scken, beide Parlaments-Häuser in Al- larm briñgen und das Land aufregen ; ev wünschte, daß sie sich mit Beseitiglüing der auf ihnen lastenden Beschränkungen mit Hin- sicht auf dié Trauungen, Beerdigungen Und dergleichen Ritual- Sachén begnügt hätten, dein in dieser Hinficht wären er und feine ‘Kollegen sehr geneigt, sie zu unterstüken. daß fie reht guc wüßten, “wie schwierig diese Sache für die Minister sey, daß sie daher au< die von Sr. feit ausgesprochenen Ansichten nicht überraschten ; jest wéeder das Parlament noch {chlag kühner “Maßregeln daß es nur Sache der Dissenters sey, zu beurtheilen, ob ( sie achteten die Ansprüche und Meinungen Änderer, hätten aber auch das unbezweifelte den Tag zu legen; es wárde heißen, die engen Und selbstischen Standpunkt aus Abstellung einiger persönlichen Be- s<hrántungen nahsuchen wollten, und sie hielten es für „das Beste und Weiseste, ja für ihre heilige Pflicht, gions-Freiheit zu ihrem Standp

Die Vorsehung schüßte die Ich rufe über Jhre Arb:i dem Schirm der, die | wahrenden ‘Gesekze. Allen sámmtlih es gefundenen Gekommenen un brüche von Unruhen zurückge spart worden. j eutschland. Die erste Kammer hält jest, nach den neuerdinas von ihr getrossenen Bestimmungen, wöchent: lich drei Sessionen, und-ging am 28jten v. M. zur Berathung Über das Gese, die Jmmobiliar-Brandversicherungs-Anj|talc betreffend, über, nachdem jie in ihrer vorhergehenden Sizung dem ihr vor gelegten Entwurf des abgeänderten Straf Gesezbuches für die Königl. Sächsischen Truppen ihre Zustimmung gegeben hatte, [ Die Allgemeine Zeitung theilt nachstehenden von Herrn Professer Daumer in Nürnberg , dem ehemaligen Pflegevater Kaspar Hausers, mitgetheilten Aufsaß zur Widerlegung des bekannten Artikels des Herrn v. Lang nit: Gegen den am 4. Januar 1534 in mehrer:n Blättern ans Licht getretenen Aufsaß des Heern Geheimen Raths Ritters v. Lang über meinen ehemaligen Pflegesohn Kaspar Haujer und dessen tragiches Lebensende erlaube ich mir f lgenze Bemerkungin. l denreich zu Ansbach hai mtch benachrichtigt, daß aus der Laut, Richtung und Tîefe der Wunde, schei. lich hervorgehe, daß Hauser sle sich nicht sclv| habe beibrin- gen tdnnen, was durch den von ihm ( Heren Dr. H.) hierübec zu er wartenden Bericht außer Zweifel geseßt werden würde. mir mitgetheilten Gutachten Hrii. De. Alberts, Landgerichts- Arztet zu Ansbach, erklärt es derselbe für höchit wahrscheinlich, daß dit, mehrere der wichtigsten, zur Forts zung des Lebens nothwendigen Dr- gane verleßende Stichwunde, dur) welche Hauser ohne daß eine besondere Leibes - Beschaffenheit Hausers oder zafällige äußere Um stände dic Tddtlichkeit derselben begründet hätten das Leben ver- lor, ihm durch eine fremde, geubtc Hand zugejügt worden scy. Ue- ber die Beschaffenheit des Juitrumentes, mit welchem ste zugefügt worden, giebt Hr. Dr, Albert als mit vdlligster Gewißheit nachweis- bar ai, daß es eines der gefährlichsten Yiord-Werkzeuge, ein sogenanne tes Banditenmesser gewesen scyn müsse, welches zweischueidig und {vißîg und mit eineni passenden Griffe versehen rar. Munde Hrn. Dr. Heidenrcichs ferner schreibt mir ein Freund, daß Thatsache vorhanden seyen, welche selbst die Aussagen Hausers úbder zeiten früheren Zusiand uad die fcúheren ärztlichen Gutachten in Betreff der abnormen Lebetisart, die derselbe geführt, auf eine auss fallende Weise bestätigen würden; dasselbe entnehnie ich aus den Schreiben einer andeën iehr g!'aubwürdigen Person, welche cine Ab- handlung Herrn Dr. Hcidenreichs úber Hausers Verwounduitg , T Letchen - Oefnung ven i Fournale für Chirurgie und Walter erscheinen wird. C

ischen Gränze Ramen sagen. M. L. O./ Hierin daß man den Haujer -— chr in jenen Worten die stande fîn-

Dresden, 4. Fevruar. ogar meinen Betheuerung (!!)-, Es ift vielm daß man Hauser in einem Zu cine Auskunft mehr werde geben können. 1 Don Juan zu scinen Ver- Todten sagen, der muß am „Auch haben sich‘, sagt Hr. Was soli man davon den- auser, che er weggeschaft und , weiter nichts. übrigens längs, wie 16 erhellt, wo es heißt: „An ‘Fortseßung

Febr. Gestern stand Dr. Wirth vor Angeklagt , die K. Regierung des Regierung, mehrere auswärtige Re- Personal beleidigt zu haben, wurde er sirafe verurtheilt. gegen ihn

y j den roollen !! Herr Howitt Miß - Aerndten gelitten.

folgern sagt :

besien wissen -

v Lang, --alte ken?// Davon éing.sycr-t wurde, Fmpyrnarben vorh aus Feuerbachs K beiden A men zeigten sich

Zweibrücken, 2. dem Appellations - Gerichte. Rhein Kreises, die K. Staa gierungen und das Richter- in erster Jnstanz zu zwei Jahren Gefängniß Da nun aber eine neue Kriminal - Untersuchung Bayerischen Gesetzen während die- Zuchtpolizei-Sachen zurückgehalten t Wirth ein Cassations, Gesuch ein.

Besorgnisse dieser drin-

das. Land den Vot- und das Bedúrfniß Ansbach, 4. Febr.

diese Maßregeln Recht, ihre eigenen an det worden. Sache von einem schr f nehmen, wenn sie bloß um Hecr Hr. Hets

die ganze Reli- an welcher Haujer sagrb, augen-

unkte anzunehmen. Graf Gre y te, was sie denn eigentlich wollten; er könne nichr cinsehen, über sich nah Entfernung jener Beschränkungen die Dissenters noch zu beschweren haben würden; ob fic è Institution ganz abgeschaf}t sehen wollren. tete, das eben sey ihr Zweck, ihr Wunsch, denn sie könnten nicht einsehen, wie sie von allen Beeinträchtigungen und Beschwerden eine solche Jnstirution bestehe, da es ungerechte Unterscheidungen und Herr Hunter fügte hinzu, Se. Herr- lichkeit brauche si< nicht zu verwundern, daß sie gegen die erbittért wären; die ganze Zeit über, wo die Minister mit Durch- Reforin - Bill im Oberhause beschäftigt gewesen, om zu hemmen gehabt, einen Strom, Prälaten furchtbar angeschwollen sey ; und in denselben Verhältniß, wie die Freunde bürgerlicher und re- ciheit init den Ministern sy! hältniß sey ihr Unwille gegen jene Grey erwiederte, dies sey eine Sal den größten Grund zu klagen hätten er. ein für allemal sagen, daß ev sich jedem Versuch, Kirche anzutasten, aufs kräftigste widerseßen werde; e und wolle mit thr stehen und fallen,

eingeleitet ist, Und nach den Rhein- ser verhandelt wird, die den müssen, so legte Vi, Sache wurde daher bis auf Weiteres ve Der Bijouterie- und Quincaillerie wegen Verkauf von Dolchen durch bezirksgerichtliche 6 Tagen Gefängnißstrafe verurtheilt worden. Frankfurt a. M. Unsere Stadt besikt 1) die ausgebreitete und auf st dfentliche Kranken - Anstalt de Krankenhaus für fremde Die stitut des Armen - wärtig 212 Köpfe, worunter 1 und das vor einigen Jahren erst eines der welche unsere Stadt zieren, aus den Vermächtnisse aufführen Versorgungs-Haus, gleichfalls dur erflossener Zeit bedeutend erweitert, Bärger untergebracht, aften und gepflegt werden ; 5) das Jrrenhaus, verbunden mit die weibliche Versorgungs - An- n- Klosters; die durch Geld- emmt sind, durch unve An diese ôffentliche milde va 12 bis 13 mitunter sehr ftungèn und Unterstüßungs-Anstalten, un- enfenberg\sche Stiftung obenan Bürger- und Privat:-Stif- nstalt der niederländischen Gemeinde; 3) die Son- Armen- Anstalt; 5) die 6) der Armen - Kasten Gemeindez 7) der Armen- Geineinde; 8) die (die freilich einer Befôrderung Asraelitischen Glaubensgenossen ; x JFsraelitijcher Bür- 12) die Jsrael. Frauen- 3) der Verein zur Holzvertheilung an sen s{hdnen milden Anstalten verdient derung nüßlicher Künste und welche erst seit nd eine“ allgemeine Unterrichts- tags-Schule für Handwerker und r Handwerks-Geselle digen Wissenschaften unent- Dieselbe Gesellschaft hat e Sparkasse und Ersparniß- Anstalt

tiva diè Religion als Staats- Herr Howitt antwo- Jede bezwe>te Ver- befreit seyn sollten, so lange Prüfung unterworfen - Händler Habry, ist so lange auch immer noch : s Urtheil zu reilichkteiten geben müsse. beobachtenden dieje müssen zur Richtschnur für beide gemein- sekgebende Staats - Gewalten

(Schwäbischer Mer- gegenwärtig an Wohlthärigkeits- arke Fonds begründete s Hospitals zum heil. Geist, oder 2) das Jn- in welchem sich gegen- 96 Kinder und- 16 Diensthoten prachtvoll-

, 1. Februar.

Schweden seiner Selbstständigkeit verpflichtet ij Schwedén haben ihre nationalen Eizgenthümlichkeiten und Ge- wohnheiten; allein es wäre ungerecht, ste für gleichgültig gegen anderer Vblker Beifall oder Glück zu holten, wenn schon sie nichr alle ihre Lehren annchmen.

schon einen Grad aligemeiner Kult: tionen si< rúhmen dürften, úber alle Klassen der Gesellschafr verbreitet. Freiheit if eben so uralt, als der Köntigs-Thren. Unsere ruhniret- hen Erinnerungen gehen bis in die Nacht der Vorzeit zu- Allein dieser Ruhm, nicht ohne Selbstständigkeit erhalten werden; diese steht wie- im genauesten Zusammenhange der Macht, welche der Unabhängigkeit Die Erfahrung aller Zeiten zeugt davou wohntesten Völker in: den Ansivengungen Abér Staaten, welche die Krafr der Waffen gegründet hat, kön- nen nicht bestehen, wenn nicht ihre Einwohner, sich ihres Ur- sprunges erinnernd, stets bereit sind, wieder zu den Waffen zu Unser Kriegsheer, däs vom Volke ausgeht, und mit den fünf Klassen der Landes-Bewaffnung über ist, fann nicht anders als Vertrauen einsiödßen, denn es lebt Fs stüzt sich dieses Vertrauen so- wohl auf die Denkweise des Heeres, als auf das Bewußtseyn gen Jnteresse. Meine Proposition Über den Zu- stand unò Bedbarf des Staats-Haushaltes wird geben werden. Die außerordentlichen Anschlà lichen Ausgaben des Reichsstaatès getrenar. Jch habe sie alle in den Gränzen der schon bestehenden Mittel zu beschränken gesucht. Erwä- gen Sie géwissenhaft das Bedürfniß dieser, für die zukünftige Si- chevfeit und den Bestand des Königreiches so nothwendigen An- In ‘der Ruhe des Friedens muß eine Regierung den Beévollmächtigtén des Volkes ohne Rückhalt den Utnfang aller Be- {wetden vör Auzen legen. Diese zu beseitigen, wird für Sie, gute Herren und' Schwedische Männer! wegen des glücklichen Zustandes unserer Finanzen, sehr leicht seyn. der Regéierúng und der Volks-Repräsentation ist, jedem Bürger den friedlichen Genuß seiner Rechte und die ungestdrte Benuz- zung seines Eigenthums zu sichern, Î wenn die repräsentative Münze nicht einen bestimmten Werth Eilen wir daher, denen, Erhaltung

bringung der i il e einen mächtigen Str der durch den Einfluß der

Reichs - Ständen und das

die Erhaltung | nsiboren und Arbeiter ;

und Waisenhauses,

npathisirt, in demselben Männer gestiegen. )e, worüber sie, die Minister, ; aber dessenungeachtet müsse

sten und grdzten Gebäude, Fonds der ihm zugeflossenen reichlichen lassen konnte ; 3) das Gebäulichkeiten in jüngst v in welches scywächliche und hochbejahrte auf das Sorgfältigste unterh allgemeinen Almosen - Kasten ; der Anstalt für Epileptische; 6) alt des St. Katharinen- und Weißfraue Hülfs- Kasse, mit welcher rechtliche Bürger, mangel in ihrem Gewerbe gel; Geld-Vorschüsse Untersü6zung erh Stifcungen reihen si bedeutende Privat-Sti ter welchen die ausgebreitete S steht, Und die ein medizinisches Jnstitut und ein Veisassen: Hospital in sich vereinigt. 1) die Unterstüßzungs-A Gemeinde; 2) die der oberländischen

detshausische“ Stiftung; 4) die katholische Administration des- Slipeundii panpen der evangelisch-reformirten Deutschen Kasten der evangelis{)-rLeformirten Französischen verschiedenen Wittwen und Waisen - Kasten Erweiterung bedürften); der Handwerke 10) der Verein zur Ausstattung hiesige die Fsrael. Männer- und

Das Schwedische Volk hat r erreicht, dessen wenige Na- Bortheile dieser Kultur sind Die Schwedische

Augenheilkunde ler ech | &s haven sich hiernach eigenthümlich Beschaffenhiiten der Leber, der Galle und des Gehirns ergeben, di! agu Hausers lange Einkerkerang, seinen langen Genuß bloßen tivot- fenen Brodes und die Zurückhaltung sciner gesiigen Entwickelung hin- weisen. Auf Hausers ungewöhnlich grote Leber kommt auch Herr Pr. älbret in dem oben angeführten Gurachten zu sprechen, inden: er sat: die bei Hauser bemerfte Bergrdßerung dec Leber, die nicht als das Wei der iúngsten Zeir odee der Verleßung betrachtet werden fônue, gibt den wichtigen Beleg für Haujers lange Etespercung, uud zivar il sißender Lage, wuüs durch cine analoge Erscheinung bi Thiere Es sey nämlich befannt, daß ber Thie r cien Bewegung berautt würden, eine Vergtd- ßerung der Lebermasse künstlich erzeugt werden könne, wie die Ju- den beweisen, welche, um eine grdßere Gänseleber zu eryalten, dit (Gäise in einem engen Raum einzuschlicßen pflegen. von Lang's als völlig gemwichtlos

er gehdre zu der Kirch es überhaupt Staats - IÎnttitution ; der Freiheit, kann und eb müsse tibchinäls bedauern, daß die Notting- tese ihren Wünschen“ so weit gingen; wênn sie sich auf die von ihm berührten änkt hätten; es würde dies ein ve

hamer Dissenters in Anwendung würde er es gesehen haben, ungen beschr abt * und vielleicht cinen Schritt weite die Nottinghamer Dissenters etwa glaubten, daß daß: die Dissenters

rnünftigeres r geführt ha-

daß auch die kriegge- des Krieges ermüden.

Ansehen geh das - gan si ; seiner abgeneigt ; wenn

derungen wahrschei lamente Ler

nachgewiesen werden bne. < nun noch et! ren, wean fle der sretein . beistimmen

Meinung nach’, und auch viele Dissenters seyen ihr sie zu” weit lich eben s wie die Sabbath: Bill vomPar- Die Deputation“ dankte“ darguf Sr. it, dieer ihr und ihren Wün- für je6t weiter keinen Auftrag Hände des Grafen- Grey nie- daß die Dissenters die persdn- ehrèn wetden, so wie sle daf

dás Land Die anderen

100,000 Mann hinreichen,

tungen sind: unter seinen Mitbúrgern. :

edeutung, wie hic auch in Herci v. Lang? scheint, zue AecFfung des Publikums langsam *) slver beigevracht, is ohnehin eine Annal,me, dexen Ungereimtheit in die Augen leuá)- tet, und dafür, daß Hauser sich habe ermorden woüen, ind nicht die geringsten Wahrsche!nlichkeits-Gründe vorhanden. sorgen - und fummerfreie Lage konnte ihn in keiner Hinsicht zu el nem solchen Schritte der Verzweiflung treiben; seine Gesundheit wal in den! lebten Zeiten ungetrükt; Spuren von Wahnsinn haben dite welche mit ihm umg:ngoen, den mir zu:efommenen Nachrichten z"- / ] Mir selb stelite er fich. erst im le‘g- tei H;rbsie/, bei mehreren Besuchen- als einen nunmehr gj gesunden, muntteren, lebensfrohen, mit heiteren Hoffnungen et- ; 1 ci __ Herx Dr. Albert bezeugt, daß sich Hau- ser während seines Aufenthalts zu Alushach einer guten Gesundheit Erst drei Tage vor Hausers Verwundung hatte Ht: Dry: Albert Gelegenheit/ Hauser in einem geselligen Zirkel hein Tanze „in seiner gewdhnlichen kindlich-kindischen Unbefangenheit“ und mit einer Heiterkeit zu sehen, die nicht glauben läßt, daß e! mit Gedanken zum Selbsimord umgegangen. Roch einen Tag spä-

worfen werden. Berichterstattung ct-

für“ die Aufmerksamke und sagte , daß. sie Denkschrift in- die n; Übrigens glaube sie, sichten des edlen Grafen ts erwarten.

eren Rothschild haben di Mächte negociir

des gegenseiti Ihnen jeßt über-

ze sind von den ordent- Seine gal!

lichen Ad

selbe seiner ei unter den

e Zinszahlünz für die un- te Griechische Anleihe an-

folge, nicht an ihm bemerk. gerstdchter; 11) Kranken: Kasse, so wie 1 Israel. Arme. hier noch die Gesellschast zur Befôr deren Hülfswissenschaften angefüh dem Jahte 1816 hier besteht, Atistalt gründete, die die Sonn die Gewerbe-Schule umfaßt, in welcher jede oder Lehrling in den ihm nothwen geltlic)hen Unterricht erhalten kann. auch im Jahre Jahre 1826 eine zweite

rer Garantie der drei

emer Zeitung liest man: Die am 23. d. Außer die

d Margate aus Kalkutta“ vom 2. Sept. ein- die sehr geringe“ Ausbeute der Jndigo- < Briéfe úber Bombay aus Kalkutta vollkommen beskätigt. —— Der Ertrag wird äßt, beinahe nur die Hälfte 40 Zahren erinnert man sich Uebershwemmungen in den oberen Pro- als die, wélche im August daselbst skatt- tgillirte Nachrichten von Tirhoot über

In der Br

V füllten Menschen dar. úber Cape Town /

Die erste: Pflicht f zu erfreuen gehabt. Lt AWaterdat;

erndte S hat 9 vom 9. September nicht über. 75,000 einer guten Aerndte. Leiner jo, verheerenden vinzen von Ostindien, gefunden haben, und de

„Maunds g Allem matgelt Gedeihen,

etwas besikzen, d O was sie erworben, zu Oeffnen wir dem Fleiße, der Thätigkeit und Spar-

1822 die zinstragend

°) Daß die Wunde nux dur einen raschen , kräftigen Stoß in Einem Zuat allgemeine

beigebracht worden eyn könne, behauptet Hr. Dr, Albert agusdrü in den oben angeführten Gutachten. L Gu H

I

richter, deren empfehlungswerthe Wirksamkeit sl< seit díe- sen wenigen Jahren auf das Räühmlichste erprobt hat. Bei allen diesen Wohlthätigkeits - Anstalten muß es gewiß Jedermann nicht wenig Wunder nehmen, daß die Ver- armung unter den hiesigen niederen Ständen gegenwär- tig dennoch so groß ist, und mit jedem Tage so zunimmt, daß zum Theil die Unterstüßungen denselben nur sehr spärlich zu- kommen, zum Theil sie au< gar nichr unterstüßt werden kôn- nen, obschon die Anstalten reichlich bedacht werden. Es ist unrichtig, was dieser Tage dffentliche Blätter berichteten, daj neuerdings in der Nähe der großen Eschenheimer Gasse ein sogenannter Kanonenschlag (Petarde) gelegt worden sey. Cin armer Fuhrmann beabsichtigte, unter seinem Wagen sizend, sich durch einen Pistolenshuß das Leben zu nehmen, auf welchen Schuß jedo<h die Mannschaft der in der Nähe befindlichen S&8a- chen {<nell unter das Gewehr trat. Man erfährt, daß dieser Tage unjere Kirchhofs-Kommission beschlossen hat, au< auf dem Friedhofe unserer Vorstadt Sach- senhausen ein Leichenhaus, mit dessen Bau unverzüglich begon- nen werden soll, zu errichten, der innern Einrichtung nach ganz demjenigen ähnlich, welches im Jahr 1825 mit so wohlthätigen und nothwendigen Bedürfnissen zur Verhütung des schre>lichen Schicksals, lebendig begraben zu werden, für unsere Stadt selbst hergestellt wurde. Unserem Wissen nach besteht gegenwärtig ein in den Einrichtungen dem unsrigen ähnlicher Friedhof in Deutsch- lang nur noch in Weimar.

Oesterreich.

Wien, 3. Februar. Se. Majestät der Kaiser haben Al-

lerhdchstihren Kämmerer und Ober - Hofmeister Jhrer Majestät der Erzherzogin, Herzogin von Parma, Karl Grafen von Bom- belles, zum Geheimen Rath ernannt. Die Handels-Zeitschrift von und für Ungarn ent- hlt folgende Korrespondenz: Nachrichten: „Komorn, 25. Ian. Die benachbarte Jnsel Schütt (Czallóköz) gleicht jeßt einem Meere, da der Damm der großen Donau in einer Strecke von Z00 Klaftern ganz zerrissen ist, und der ungebändigte Strotn dieselbe ganz überschwemmt hat. Die niedrig gelegenen Ddörfer, wie Csiczo, ma, Groß- und Klein-Keszi, Nagy- und Ersek-Lél stehen ganz unter Wasser, und die Einwohner halten sich unter dem Dache auf. Die von der Fluth der Donau zurückgedrängte Waag hat sich aber über das Mattrhäusfeld (Mátiúsfölde) er- gossen, welches gleichfalls einem Meere gleicht.‘ „„Kolocsa, 20. Jan. Unsere Stadt ijt seit dem 6ten d. M. ganz von Was- ser umgeben, unsere Gassen sind in schiffbare Kanäle verwan- delt, und wir sind ganz von andern Ortschaften abgeschnitten. Der Schaden wird unberechenbar seyn, zumal da wir den. uns durch die Ueberschwemmung im Jahre 1830 verursachten Scha- den nocly nicht verschmerzt haben.“

S<weiz.

Ueber die jeßt beendigte Didzesan- Konferenz von 7, eidge- ndssischen Ständen zu Baden im Kanton Aargau, theilt der Er- zähler von St. Galien, nach vorausgeschickter Darstellung der jeit Z Jahren in der Schweiz stattoefundenen ultramon- tanischen Umtriebe, welche zu derjelben die Veranlassung ga- ben, folgende Nachricht mit: „Nicht mit Reform des katholi- schen Kirchenwescns in der Schweiz hatte es. die Konferenz zu thun: Daß die Reform Bedürfniß sey, mißkennt zwar Nie- mand, der den Abstand vieler kirchlichen Einrichtungen mit der Bildungsstufe eines beträchtlichen Theiles des Volkes zu beur- theilen sich die Mühe gab. Wenn die Reform aber glüken und eingreifen soll, so muß sie aus dem Schoße der Geist- lichkeit aufsprossen, und ihre Aufgabe ist sie zunächst. Hinge- gen ist es der Staats - Behörden ‘Pflicht, jene hierarchische Ord- nung wieder einzuführen, die dem Lande geraubt worden, und die sih in der Aufstellung eines selbstständigen Metropoliten, zum Schus und zur Leitung der Didzesanen wie der Bischdfe, selbst gegen Rdmische Anmaßungen, verwirklicht, und gleich- zeitig das Staats - Gebiet von kirsichen Ucberschreitungen zu \äubern. Erfreulich ists, zu berichten, daß alle Glieder über das Recht einig waren, von Rom einen Metropoliten zu for- dern, und den Antrag zur Aufstellung eines solchen ihren Ständen zu empfehlen. Sie sahen es als Verlegung der Kir- chen - Geseßze selbst an, daß die Schweizerischen Bisthümer dem Römischen Stuhl unmittelbar unterworfen sind. Reiflich ward auch die Frage erdrtert, ob ein Schweizerischer Metropolit auf- gestellt, oder aber der erzbisthümliche Verband in cinem aus- wärtigen Staate gesucht werden wolle. Die Versammlung ent- schied sich für Ersteres, um dem Grundsaße der. Nationalität nichts zu vergeben, und da das Bisthum Basel aus. verschiede- nen Gründen si<h am Besten zum Erzbisthum eignet, so fiel die Auswahl auf dieses, dem fonach die übrigen Schweizerischen Bis- thmer einzuverleiben seyn würden. Die übrigen Berathungs- Gegenstände waren : die Verhältnisse der Nunziatur; die Abhal- tung der Synoden; Aufrechthaltung der bischdflichen Jurisdie- tion; Verfügungen über das landesherrliche ‘Placet; Vollziehung von Urtheilen kirchlicher Obern; die Meatrimonial-Fragen mit Ein- schluß der gemischten Ehen ; das Aussichts-Recht úber die Semi- nar-Anstalten und die Prüfung der angehenden Geistlichen ; die Eidesleisung der Geistlichkeit; Maßnahmen gegen Ucbertragung von Patronat-Rechten an kirchliche Behdrden; ebenfalls gegen Schmäíerung der Rechte des Staats in Beseßung der Lehrs\tel- len; Verhälcnisse der Regular-Orden, namentlich Unterstellung dcr- selben unter dic bischdfliche Gewalt; Reduction der Feiéërtage und Beschränkung des Fastengebotes. Vier Tage lang, vom 2?stten bis 25iten, beschäftigte sich die Konferenz mit umsichtiger Erdrte- rung aller dieser Gegenstände, über die sofort dann angemessene Antráge an die pacticipirenden Stände vorbereitet wurden, #o oft die Konferenz Grund und Bedürfniß vorhanden sah. Die vollständige Verdffentlichung wtrd der ganzen Schweiz bewcisen, da dabei das Beste der Kirche wie des Staates bezwe>t wurde, daß die Konferenz die alleinige Absicht hatte, eingeschlichene Miß- bräuche zu heben, und sich jeder auffallenden oder beunruhigen- den Neuerung sorgjam enthielt.“

Der Schwäbische Merkur schreibt aus der Schweiz vom 1. Februar: „So eben eingetroffene Handels - Nachrichten; aus dem Westen lassen den Ausbruch von Unruhen in Chambery besorgen, bei welchen sich die Truppen theilnahmlos verhalten haben sollen. Jst das Gerücht wahr, so läßt sich mit demselben vielleichr in Verbindung bringen, was dffentliche Blätter aus Bern melden. Nachschrift. Abends 7 Uhr. Etwa 30 Deutsche Studenten haben , wie die Polen, die Richtung aus Bern nach dem Waadt und Wallis genommen. Die Waadt- ländische Regierung hat Truppen aufgeboten. Vor Ankunft der- selben {oll es den Polen, mit Hülfe von Einheimischen , gelun- gen seyn, durch und an den Ort ihrer Bestimmung zu kommen. Die Befüúrchtung vor Verhaftungen habe, sagt man, den Aus-

bruch, auf den Manches vorbereitet war, befördert. | Die Al{gemeine Schweizer Zeitung meldet, daß

man aus Savoyen die Nachricht von ähnlichen verbrecherischen Ereignissen zu- erwarten habe, wie sie am 3. April v. J. in Franf- furt a. M. vorgefallen seyen.

Spanien.

Die Hof-Zeitung enthält eine Königliche Verordnung, welche die Verstäréung der Armee zum Zweck hat. Nach Jnhalt derselben sind die General - Capitaine der Provinzen, die Direktoren und Jnspecteure der verschiede: nen Waffen-Gattungen ermächtigt, der sreiwillia in die Jufanterie-, Artillerie - Regimenter eintreten will bis die fúr den Kriegsfuß vorscl

Madrid, 25. Januar.

von jest an jeden Spanier, und Kavoallerie- , in den Militair-Dienst aufzunehmen, )riftsmäßig festgeseßte Zahl voll der Eintretende die vorge- Die Dauer dieses freiwilli-

ist, jedo unter der Bedingung, daß schriebenen Verpflichtungen erfüllt. gen Dienstes ist auf 4 Jahre bestimmt.

Dem Vernehmen nach würde nächstens eine neue nung der Amnestie erscheinen und danach allen Spanischen Flüchtlingen, ohne Rücksicht auf ihre früheren Handlungen, die Rückkehr in ihr Vaterland erlaubt werden. j

Der Graf von Toreno, der noch vor Kurzem exilirt war, ist an die Stelle des Grafen von Colombi zum Spanischen Bot- schafter in Paris ernannt worden.

In diesen Tagen hatte der Graf von Toreno die Ehre, der Königin die Glückwünsche der Provinz Asturien darzubrin- gen. Jhre Majestät empfing den Grafen mit großer Freund- lichkeit und Herablassung.

Der General Sarsfield ist von einer bedeutenden Unpäßlich- keit wiederhergestellt und bleibt in Madrid. San Fernando ist noch immer gefährlich krank, und seine Freunde weifeln an scinem Aufkommen.

Der hiesige Englische Botschafter erhielt in diesen Tagen durch einen Courier Depeschen aus Portugal, welche die unbe- dingte Weigerung Dom Miguels, in die ihm gemachten Vor- schläge zu willigen, enthalien.

Es is je6t stark die Rede von unverzüglicher Organisirung der hiesigen Stadt-Miliz, als erste Maßregel, die man dem neuen Ministerium zu verdanken haben solite.

Beim Kriegs - Ministerium sind folgende Berichte aus den Provinzen eingegangen: „Der General - Capitain von Valencia meldet unterm 12. Januar, daß der ehemalige Capitain der Kö- niglichen Freiwilligen, Don Mathias Santes, in der Umgegend des Fle>kens Viver in einem sehr rauhen Gebirgsstrich von der beweglichen Kolonne des von Don M Majorcaschen Regiments gefangen genommen worden. Der General - Capitain von Arragonien berichtet, daß Carnixer's und Montaner's Bande durch die unermüdliche Thärigkeit der Trup- pen der Königin gänzlich zersprengt ist, am 7. Januar auf dem Gebiet von Huesca gebildet hatte, ist ebenfalls geschlagen worden.“

Folgendes ist die mehrerwähnte Proclamation , welche der General-Capitain Llauder am 1áten d. M. in Barcelona erlassen hat: „Als ich mich gestern zu Espamaguera befand, erfuhr ich zu meinem tiefen Bedauern, wa in dieser Hauptstadt vorgefallen. nung nichr gestdrt; es hatten sich Gruppen auf dem Plaß vor dem Palast gebildet, und diese ungesetlichen Zusammenrottun- gen wurden durch hinterlistige Stimmen herbeigerufen-, die im: mer die Sprache führen, welche sie für ihre ausschließlichen Pläne am passendsten finden. Die Weisheit dieser loyalen Bevölkerung reiht hin, um eine so seltsame Versammlung zu beruhi d JFhr Vorwand war die Einsezung der Sub-Dele- die Aufmunterung der êffentlichen Jndustrie; ieser Stadt

Der Herzog von

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zu zerstreuen. gaten für wohlbekannten Agenten, welche der Usurpator in d besoldet, hatten gehosst, unter der Masse der fo treu ergebenen Einwohnerschast Schrecken zu verbreiten, in dem Glauben, daß es der Authorität, welche bis jeßt dergleichen verbrecherische Bemühungen unterdrückt hat, an Kraft fehlen und daß und Energic Maske aber Unruh: stif- sie werden nicht ungestraft den friedfertigen und arbeitsamen Einwohner dieser doch nicht unterlassen, von

sich verbergen Interessen der Stadt zu nahe treten; sie werden je dieser Gelegenheit Nutzen zu ziehen, denn es soll eine strenge Maßregel getrofsen werden ; übrigens aber ist ihre Täuschung die súßeite Belohnung des Vertraucns, das ich stets Weisheit und die edle Sympathie des Landes ge|egzt Um diese Uebel zu entfernen, fest entschlossen, die Ordnung 6e in dieser Provinz aufrecht zu er- uverainin Donna Jsobella il. Anstrengung unterlassen, Leben aufopfern, meine Landéleute

Jch thue daher hiermit kund, daß jede zahlreiche Zu: ottung auf irgend einem Punkt dieser Stadt zu unge- Stunden augenblicklich zerstreut werden soll, und (che man als Theilnchmer an solchen Versammlungen ollen der betreffenden Bchdrde überliefert und sogleich Da dieje Pro-

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und die Herrschafc der Gese halten und die Rechte unserer So zu unterstüßen, ich werde dem Vertrauen

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entsprechen,

wöhnlichen alle. die, wi ergreift, \ nach den bestchenden Geseßzen gerichtet wetden. clamation die leite Aufforderung zur Beobachtung von Pjiicht und Ordnung ihre Gesellen oder Dienstboten n den dem Vorwande,

Meittern , Arbeitstunden unter oder jener Versammlung Theil . widrigcnfalls sollen sie bestraft werden, besonders wenn sie, sobald sie jenes nicht vermeiden kdnnen, die Polizei nicht davon benachrichtigen. bin bereit, jede Besorguiß zu verscheuchen, und mit dem hner die difentliche Ruhe aus

aufrichtigen Beistande der Einwo Dieses Vertrauen hat mir

allen Kräften aufrecht zu erhalten. niemals gemangelt, und ihm verdanken wir das Verschwinden vieler Uebel; es wird mir unter der Negierung unserer Souve- rainin Zsabella 11. und unter der V:rwaltung ihrer erhabenen zige Gedanfen laut verkündet und die

Mutter, die zuerst hochher Vaterlande sich ent-

den Foctschritten der Civilijation in unserem nden Hindernisse gebrochen hat, auch in Zukunst ver- Sie wird unsere Lopalität belohnen und uns eine auf unsere alten Geseze, die mächtrigste Stüue des Throns und die sicherste Bürgschaft für seine Festigkeit und Gerechtigkeit, ge- egierung gewähren.“ E

Die Maskenbälle und das neue die ausschließlichen Gegenstände des hiesigen Gesprächs. Dieser Tage hieß es, wiewohl man wenig daran glaubte, das Finanz- Ministerium, welches jeßt nur interimistisch besest is, werde d:m Direktor des Tilgungs - Fonds, Herrn Fontagud Gargollo, ) Le6terer ijt ein großer Gegner einer auswärtigen Anleihe, und man meint, er werde das Ministe- rium nur unter der Bedingung annehmen, daß eine solche nicht stattfände, und daß man im Jnnern von Spanien die Mittel suche, das ungeheure Defizit in den Finanzen zu de>en. Auch spricht man von ciner Veränderung in den hohen Milicair - Behörden

gegensrelle

gründete R i Ministerium sind jeßt fast

definitiv verliehen werden.