1834 / 113 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

in der Wohnung des Herrn Gendebien, che noch Jemand, mit

Ausnahme einer Magd, aus dem Bette war. Die Gendarmen kraten ein, und ließen zwei der ihrigen an der Thüre, um sie p bewachen. Sie erklärten, daß sie Herrn Cabet suchten. E i M ihnen gesagt, hatte, daß er vorgestern abge- ; stellten sie einige Nachsuchu E si g suchungen an, und zogen sich uch der Pole Lelewel hat Befehl erhalten, Belgien bin- nen 24 Stunden zu verlassen. Jm Ganzen sind bis jet 37 Personen aus dem Königreiche verwiesen worden.

Ungeachtet in der Stadt vollkommene Ruhe herrscht, durch- streifen Infanterie- und Kavallerie- Patrouillen die Stadt die ganze Nacht durch.

In Löwen brachen vorgestern Abends lebhafte Streitigkei- ten zwischen den Soldaten des zweiten Linien- und dén Jägern des ersten Regimentes aus, welche jedo durch das kräftige Ein- schreiten des Generals Brias beigelegt wurden.

Portugal.

Lissabon, 6. April. Die hiesige Chronica enthält ein Dekret wegen Organisirung der National-Garde und die Nach- richt von der Einnahme von Castello Branca, der Hauptstadt von Nieder-Beira. Die Nachricht von dèr Einnahme von Va- lença do Minho scheint voreilig gewesen zu seyn, da der Kriegs- Minister, welcher der Königin am 4. April, als sie ihr funfzehn- tes Lebensjahr erreichte, einen officiellen Rapport über die Kriegs- Operationen abstattete, die Einnahme aller Stádte am Minho, mit Ausnahme von Valença meldete.

Die Stadt Monte-Alegro in Tras-os-Montes hat sih am Sten d. für Donna Maria erklärt. |

Der Admiral Napier befindet sich jeßt hier und is damit beschäftigt, Land-Truppen zu organisiren. Die Constitutionnel- len stehen bis an die Brücke von Amarante, die Méiguelisten auf der andern Seite derselben. Der Admiral beabsichtigte eine zweite Expedition, und zwar nach den zwischen Porto und Pe- niche befindlichen Häfen, die noch im Besiß der Miguelisten sind.

Porto, 10. April. Hier is folgendes Bulletin erschienen: Zwei Tausend Mann Spanischer Truppen sind jezt in den Nor- den von Portugal, in der Nähe von Chaves, beim Verfolgen einiger Karlistischer Banden eingerückt und haben ein Migueli- stisches Corps, unter dem General Rgymundo, auf welches sie stießen, gänzlich zerstreut, nachdem sie demselben scine gesammte Artillerie außer 2 Geschüßen abgenommen hatten. Man erwar- tet, daß noch eine Division mehr gegen Süden hin einrücken wird, doch sind darüber noch keine officielle Berichte eingetroffen.“

S UULC i

Konstantinopel, 20. März. Am 29, Chaban begab sich der Großherr nach der Moschee des Sultan Bajazet, wo er den Gottesdienst verrichtete und zugleich seine Zufriedenheit Über die in der Stadt herrschende Ordnung und über die“ Haltung der aufgestellten Truppen zu erkennen gab. Hierauf begab sich Se. Hoheit nach dem Palaste des Seriasker, wo der General - Gou- verneur, Seriasker Chosrew Mchmed Pascha, die schmeichelhaf- testen Lobsprüche erhielt. Der Sultan blieb sodann den Tag Über im Palaste des Seriaskers und kehrte erst des Abends nach seinem Palaste von Tscheragan zurück. Während des Rama- sans haben Se. L noch mehrere Mal die Gelegenheit wahr- genommen, den Truppen und ihren Befehlöhabern die höchste Zufriedenheit zu bezeigen. Unter Anderm begab sich der Sul- tan einmal zu den Bataillonen, die bei dem Palaste des Serias- fers aufgestellt waren, und verweilte einen Theil des Tages un- ter ihnen.

Jn dem eben erschienenen Tewdschihat (Ernennungs-Liste der Pascha’s) bemerkt man wiederum folgende Bestätigungen: „„Jbra- him Pascha im Gouvernement von Abyssinien, im Sandschak von Dschedda und in den Functionen eines Scheiks ul Harem von Mecka; Mehmed Ali Pascha im Gouvernement von Da- maskus, Aegypten, Aleppo, Safed, Sayda und Beyruth, sowie von Tripolis in Syrien.‘ :

Der ehemalige Großwesir Jzzet Mehmed Pascha, der zum Gouverneur von Karahissar- Sahiß ernannt worden, hat einen Geschäftsträger bei der Pforte in der Person des Pulverfabri- ken: Direktors Said Mahib. Effendi angestellt, welcher von Sr. Hoheit bestätigt worden.

Der bisherige Geschäftsträger Mehmed Ali's ist mit Tode abgegangen und an dessen Stelle, mit Genehmigung des Sul- tans, Kiamili Sadé Mustapha Nasif Efendi zum „„Geschäfts- träger des Gouverneurs von Aegypten und seines Sohnes Ibrahim Pascha ‘/ bei der Hohen Pforte besteilt worden.

Der Moniteur Ottoman enthält nunmchr einen amtli- chen Bericht Über die Dämpfung des Aufstandes in Bagdad (dessen nähere Mittheilung wir uns vorbehalten ).

Griechenland.

Das Journal d’Odessa meldet, daß, nach Berichten aus Griechenland, die Chioten die Griechische Regentschaft ersucht hät- ten, ihnen den Hafen Piräeus von Athen einzuräumen, um da- selbst eine Stadt zu erbauen, unter der Bedingung, daß die Regierung die Pflasterung und Reinigung des Hafens Über- nehme, und daß sie denselben auf eine gewisse Anzahl von Jah- ren zum Freihafen erkläre.

Anla di;

Berlin, 23. Arril. Das Königl. Ministerium des Jn- nern und der Polizei hat nicht allein die Statuten des in Münster bestehenden Westphälischen Kunst-Vereins genehmigt, sondern dem Vereine auch die Rechte einer Corporation inso- fern bewilligt, daß er befugt seyn soll, auf seinen Kollektiv - Na- men Verträge einzugehen, so wie Grundstücke und Kapitalien zu erwerben und zu veräußern.

Jn dem Clemens - Hospitale zu Münster wurden wäh- rend des Jahres 1833, 695 ‘Personen aufgenommen und bchan- delt, von denen 605 als Genesene entlassen wurden, 42 starben und 48 beim Jahresschlusse in der Behandlung verblieben. Die Ausgaben beliefen sich, mit Einschluß der Arzeneicn auf 4563 Rthir.

Im Regierungs - Bezirk Bromberg wurden im Laufe des vorigen Jahres 16,174 Kinder geboren, und cs starben 13,462 Judioiduen, woraus sich ein Zuwachs der Bevölkerung von 2712 Scelen ergiebt. Unter den Geburten waren ‘222 Zwil- lings- und 6 Drillings-Geburten. Unter den Gestorbenen befan- den sich 47 Personen, die ein Alter von mehr a!s 90 Jahren el- reichten. Getraut wurden im vorigen Jahre 4272 Paare. Der gesammte Regierungs-Bezirk hatte am Schlusse des vorigen Jah- res cine Bevölkerung von 324,587 Seelen.

terer A? Zane ——

460

; Kontgliche Oper.

Damit man nicht hinsichtlich unserer musikalischen Anzeigen, Er- wartungen hege und Forderungen mache, welche zu erfüllen wir weder berufen noch im Stande sind, so sey es verstattet, ein für alle- mal zu bemerken: daß wir weder einen vollständigen Tagesbericht Uber alle musikalischen Ereignisse geben, noch das Technische um- ständlich erörtern, noch die Beurtheilung der einzelnen Künstler zu unserer Haupt - Aufgabe machen wollen. Gern Überlassen wir dies Alles den Männern, welche sich hierüber seit langer Zeit als Sach- verständige ausgesprochen haben, und bitten nur um die Erlaubniß, Ereignisse von besonderer Wichtigkeit hervorheben und daran aller- hand Betrachtungen anreihen zu dürfen.

« Jede Aufführung des Don Fuan kann man indessen wohl eher für ein wichtiges Ereigniß halten, als das Einstudiren cines halben Dußend unbedeutender, oder geradehin schlehter Opern. Mit die- ser Ansicht ftand ohne Zweifel die Stimmung in Verbindung, welche sich vorgestern im Publikum hinsichtlich zweier Mitspielenden zu gleicher Zeit in Lob und Tadel kund gab. Wir sind weit entfernt, eine Erklärung dieses entgegengeseßten Bezeigens, in Leidenschasten, Vor- urtheilen und unechten Nebengründen zu suchen; vielmehr erschien uns Beides, nur von zwe! verschiedenen Standpunkten aus, ganz natür- lich und angemessen. ' Die Tadelnden hielten nämlich daran fesi: daß man auf dem ersten Operntheater Deutschlands und bei Aufführung eines der größten Meisterwerke, die hôchsten Anforderungen machen könne und solle; daß Übertriebene Nachsicht und übereiltes Lob die Sänger verderbe und das Publikum immer mehr herabstimme; und daß die Direktoren (durch Erscheinungen solcher Art beruhigt) es zuleßt für übecflüssig halten dürften, die zurückgegangene Oper wie- der guf die frühere Höhe zu heben. Man solle die Aufführung des Don Juan, wie sie noch vor wenig Fahren von Blume, Bader, der Schulz, Milder, Seidler u. A. flaltfand, nicht vergessen, nicht durch Lobhudeln des Mittelmäßigen, jene größeren Verdienste in den Schatten stellen und den Anfängern Veranlassung geben, sich für vollendete Künsiler zu halten. :

So die Tadler; wogegegen die Lobenden wohl folgende Betrach- tungen ansteliten: Das Vergangene lasse sich mcht dur sete Acu- ßerungen der Unzufricdenheit wiederherstellen, und neben der gerech- ten Verehrung der früheren und größeren Lal nte, dürfe, 1a solle man es danfbar anerkennen, soba d die gegenwärtig auftretenden Künstler durch Fleiß und Anstrengung ihre Mittel zu reinigen und zu verstärken suchten. Wenn also in dem vorliegenden Falle einer jungen Künstlerin Beifall zu Theil geworden, so scy hiermit keines- wegs gesagt, daß im Vergleich mit threr hochverdienten Vorgänge- rin, der Mad. Milder, nichts zu wünschen übrig bleide; sondern nu!, daß jene Künstlerin seit der leßten Aufführung sehr ldbiich das Vor- bild einer wahrhaft dramatischen Sängerin benußt und sch bemüht habe, ihren Bewegungen mehr Leben, ihrem Vortrage größeren Aus- E ihren melodischen Figuren mehr Gleichheit und Weichheit zu geben.

Beide Theile des Publikums hatten also, unseres Erachtens, nach Maßgabe ihres Standpunftes Recht, und Künstler wie Direktoren mdgen gleichmäßig das Lob und den Tadel berücksichtigen. Nicht oft genug kann man indeß dgrauf zurückkommen, daß jeder, welcher die Búhne betritt, das allererbärmlichste Geschäft Übernimmt, sofern er entweder von Natur nicht über die kleinste Nebenrolle emporsieigen kann, oder (hei grdßeren Anlagen) vergißt, daß die Kunsi ein hdclst edler und wichtiger Beruf sey, welcher die größten und unablässig- sien Anstrengungen erfordert. : l _ Sagen wir es nux rund heraus: gar viele junge Schauspieler und Schauspielerinnen, Sänger und Sängerinnen - lassen es an einer Hauptsache fehlen, dem Fleiße! Die anfängliche Nachsicht des Publikums, von welcher wir eben sprachen, gilt den Eingebildeten und Lässigen für cinen genügenden Beweis des größten Verdienstes, und der innern Eigenlicve kommen dann Väter und Mütter, Muh- men und Bascn, Verehrer und Verehrerirnen nah Kräften zu Húlfe, bis das langmüthige Publikum die Geduld verliert, der Beifall in Schweigen übergeht, und die kurze Lanfbahn mit Trom- meln und Zischen endet. Zu Gesellschaften und Zerstreuungen aller Art, haben die Anfänger und Anfängerinnen immer Zeit: von echt musikalischer Schule und Acbeit ist hingegen kaum mehr die Rede. Zum Beweise, daß wir nicht ungerecht sind, oder übertreiben, mödge hier eine Stelle aus Bontemps’ Geschichte der Musik Play finden, welche erzählt, wie Birgilio Mazzocchi, (Kapellmeister an der Peters- kirche zu Rom) în der ersten Hälfte des 17ten Fahrhunderts, seine Schüler in Gesang und Musik beschäftigte :

„Cine Stunde des Tages wurde zur Uebung schwerer Passagen angewandt, eine andere zum Triller, und wieder eine andere zum Singen vor dem Spiegel, in Gegenwart des Meisters, um sich gute Geberden und Stellungen beim Gesange anzugewöhnen. Nachniit- tags wurde ein Theil der Zeit dem Studium der theoretischen Musik gewidmet, indem man eine Stunde ih beschästigte, zu çinem Canto lermo cinen Kontrapunft zu schen, und in einec andern die Erklâ- rungen der Regeln des Kontrapunkts aus dem Munde des Meisters zu hdren und sie sogleich mit der Feder in Aus- übung zu beingen. Jn einer dritten Stunde beschäftigte man sh mit Lesen. Die übrige Zeit des Tages wurde zur

Ucbung auf dem Fiügel oder zur © ompotition eines Psalms, ciner |

Motette, Kanzonctte, oder eines Liedes angewandt, je nachdem die Kräfte des Schülers weit reichten. An dent Lagen, da es den Schü- lern erlaubt war auszugehen, pflegten sie außerhalb der Po:ta ange- lia, zindchsst dem oute mario, wo ein Echo war, zu singen, wo ihnen dann das Echo ihre Fehler wieder hdren ließ. Zu anderer Zeit fanden sie sich in den Kirchen ein, und /hôrten entweder die Musik mit an, oder wurden dabei angestellt, worauf sie, nach ihrec Zurückkunft in das Kollegium, ihrem Meijter Rechenschaft von dem geben mußten, was sie bemerft hatten./

Als Donna Anna hat Madame Schrôder-Devricnt bei der vor- gestrigen Aufführung des Don Fuan, in den Scenen, wo (Gesang und Handlung gleichmäßig hervortreten, sich wiederum des höchsten Lobes würdig gezeigt, und Überhaupt jenen Charaïter in der allein richtigen Weise aufgef1ßt, worúber wir cin andermal zu sprechen gedenken. Daß die große Arie des zweiten Aftes ihrer Natur und Singweise minder zusagt, wußte die Künstlerin so gut, daß sie dit- selbe weglassen wolite, und sih nur durch viele Gegenvorstelungen von diesem Vorsaße abbringen ließ. Allerdings greift iene Arie gar nicht in den Gang der Handlung ein, und kdnnte insofern füglich wegbleiben , oder mlt einer andern vertauscht werden; allein da das Adagio von Mad. Schrdôder-Devrient meisterhaft vorgetragen wird, und der einzige Stein des Anstoßes in einer hochliegenden Figur von wenigen Taften besteht, so würden wir diese unbedenklici) ge- ändert haben. Denn wie weit Mozart davon entfernt war , solchen Figuren cinen Úbertriebenen Werth und ein unverleßbhares Ansehen beizulegen, geht schon daraus hervor, daß er im Belmonte und in der Zauberfidte ganze Arien mit besonderer Rücksicht auf die Ge sangfertigkeit einer bestimmten Sängerin ‘schrieb. Gern würde er also, um einer Künstlerin wie Madame Schrdder- Devrient willen, fleine Abänderungen vorgenommen, oder sle bevollmächtigt haben, jene Figur ganz ihrer Stimme anzupassen. :

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Meteorologische Beobachtung.

Morgens | Nachmitt. | Abends | Nach einmaliger O UD [2 Ur: 10 Uhr. j} Beobachtung.

Eg. i 336 50 Gar. 336 49 “par./336 5 5 Par uftwärn R | 0 U 07 M i S i Sl auounte Q 4 M2 Fli ß päárme 7,0 ® R.

1834. 22. April. [Quellwarme 6,5 ® R.

it - 32° R.+ 339 R. 4,1°R.

N 88 pCt. 80 pCt. 87 pCt. Bodenwärme 6,0 ® R Werler...) Degen. Regen. ube L L

Wind .…..| NW. N. n S S Wolkenzug j _ j: M | e Niederschlag 0, 0 6 2 "Rh.

Auswürtige Börsen, Amsterdam, 18. April. ; Niederl. wirkl. Schuld 494. 58 do. 9514. Ausgesetzte Schuld Kanz- Bill. 22,5. 438 Amort. 89. 328 12, Oesterr, 962, Prämien-Scheine -—. Russ. (v. 1831) 954. 58 Span. 633. 32 491 4 N L N) 18. April. a f ons. 903. Belg. 9982. Span. v. 1821 332. 55 Holl, 953. 2219 Portug. 71. Bras. 72. is 40 Mex. v. 1825. 397. Coln N St. Petersburg, 15, April. D Hamb. 3 Mon. 94. Lond. 3 Mon. 105. Paris 3 Mt. 1111 C gin.

Rub. 359. Kop. Wien, 418. April,

58 Met. 973, 48 88. 278 514. Bank-Actien 12405. Eoose zu 4100 F, 201 z. E 5

Könéiglihe Schauspiele.

_ Donnerstag, 24. April. Jm Opernhause: Die Schleichhändly

Lustspiel in 4 Abth. Hierauf: Die Benefiz-Vorstellung, Lustspiel in 1 Aft und in 5 Abth.

IÍIm Schauspielhause: 1) Le mariage de raizon, vanudeyvill en 2 acles, par Scribe. 2) La prémière représentalion de, La Dugazon. vaudeviile nouveau en 1 acte, par Scribe,

On taa des Sea ter

Donnerstag, 24. April. Graf Schelle, Posse in 3 Akte von L. Angely. Hierauf: Vorstellung des 12jährigen Burtoy (in Englischer Sprache): Ein Tag nah dem Jahrmarkt, Pes mit G sang in 1 Aft.

V7: Þ 17, Treu,

Part, 0h

R,

Zeueste Nachrichten. _ Paris’, 17. April, Die als Gerichtshof konstituirte Pair, Kammer trat gestern zu eineë geheimen S:zung zusammen, um ühy die Jnstruirung des Prozesses gegen die Theilnehmer an den Unry hen zu Lyon, Paris und St. Etienne zu berathschlagen. Nachdey der General: Prokurator, Hr. Martin, und sein Substitut, H, Franck. Carré, ihre Reguisitorien gehalten, erließ der Pairs- Hof nag einer ziemlich langen Berathung, einen Beschluß, wodurch de Präsident, Baron Pasquier, zur Einleitung des gedachten Pry zesses ermächtigt wird. Außer ihm bilden der Herzog Decazt, der Marschall Mortier, die Grafen Bastard, Portalis und yy Montalivet, der Baron Tréville, Herr Girod und der Pri dent Faure die Jnfskructions-Kommission. Es waren in dicsy Sißung 153 Pairs zugegen.

Die Deputirten-Kammer genehmigte in ihrer gestrige Sihung den Geseß-Entwurf über die sogenannte Veteranen; Kasse der ehemaligen Civil-Liste mit 202 gegen 75 Stimmny, Hiernächst ergriff der Minister des Jnnern das Wort, un auf den Grund der leßten Unruhen einen Zuschuß von 400,00 Fr. auf sein diesjähriges Budget zu verlangen, welche Summ unter die verivundeten und die Familien der gebliebenen Mili tairs und National- und Munizipal-Gardisten vertheilt werd soll. Am Schlusse der Si6ung beschäftigte sicly die Versam lung mit dem Gese6-Entwurf wegen der Vertheilung der Jnt essen von den von der Republik Haiti gezahlten Entschädigungs Geldern. :

Die heutige Sibung konnte, da die Mehrzahl der Depu tirten dem Leichenbegängnisse des jungen Baillot beiwohnte, ers gegen 3 Uhr eröffnet werden. Zunächst erfolgte die Annahme des eben erwähnten Geselz -Entwurfes wegen der Zinjen de Haitischen Entschädigungs - Gelder mit 216 gegen i6 S timmen, Sodann beschäftigte die Versammlung sich mit dem Gesel Eut wurfe Úber die Majorate, worin die Pairs. Kammer eine wil

tige Veränderung VorgoMmonnic ate Der este Al fel: „Jede Errichtung von MWMajoraten it hinführo U térsagt““, ging ohne - welteres durch, Der zweite Ai

dagegen: „Alle zu Majoraten konstituirten Privat- Güter wer den fortan unter folgenden Ausnahmen zur freien Verfügun ihrer gegenwärtigen Besißer gestellt ‘/, den die Pairs - Kamme also verändert hatte: „Die aus Staats - oder rivat - Gütern errichteten Majorate sollen nach wie vor, unter den bei der Cr richtung festgesegten Bedingungen, von ihren Eigenthümer fortbesessen und vererbt werden“, wurde verworfen und di obige Abfassung beibchalten. Der ganze Geselz - Entwurf, de jeßt zum zweitenmale in die Pairs-Kammer wandern muß, ginz sodann mit 208 gegen 23 Stimmen durch. Wahrscheinlich wi?) er fúr diese Session ruhen.

Der Deputirte Herr Baillot, Vater des Compagnie - Chess bei der hiesigen National-Garde, der kürzlich an den erhaltenen Wunden gestorben ist, hat die Pairs-Würde erhalten.

Herr Boulay von der Meurthe, Requetenmeister im Staats Rath, ist mit einem Auftrage der Regierung von hier nach Lyon abgereist.

Die Lyoner Zeitungen sind heute noch nicht angekommtt, und man sieht daher noch immer offiziellen Nachrichten üb den dort stattgehaöten Kampf entgegen. Auf Privatwegen ha man erfahren, daß am 15ten Vormittags die Rothkreuz - Vet stadt noch zu unterwerfen war.

Eine Depesche des Präfekten des Rhone-Departements m det, daß Herr Beaume, der Präsident der Gesellschaft der Me schenrechte in Lyon, verhaftet worden ist,

Der Constitutionnel berichtet: „Briefen aus Lyon l folge, befindet fich unter den in dieser Stadt verhafreten Perso nen auch ein Sohn des Herrn von Bourmont, so wie der Kon mandant des „„Carlo Alberto‘‘/, Herr Sarda, der die Herzogin von Berry an den Küsten der Provence ans Land sehte.“

Den Zeitungen von Grenoble zufolge, hat daselbs am 12ten d. große Aufregung stattgefunden; man suchte Wasen aufzutreiben und wollte die Sturmzlocke läuten; diese Versucht wurden aber durch die Anstrengungen der ruhig gesinnten Büv ger vereitelt.

Nach Briefen aus Bedous in Aragonien vom {lten d, wäre in der Umgegend von Tortosa eine bedeutende Jnsurre( tion zu Gunsten des Don Carlos ausgebrochen, und auch it Aít- Castilien oll es sehr unruhig seyn. Der General Eepeletà sollte Aragonien verlassen und sich nah Barcelona begeben, un dort den General-Capitain Llauder zu ersezen; an seine Stell wúrde, hieß es, der chemalige Ober-Polizei-Jntendant von Ma drid, Don Manuel Latre, als General-Capiain nach Aragonien fommen.

Heute {loß 5proc. Rente pr. compt. 103. 90. lin cou! (04ck Ggproc Dr. CoOMmpDE 7 OUUN Cour, T7, 60 OUS

deap. pr. compt. 94. 40. fin cour, 94. 50. 5proc. Span. 66. Zproc. do. 404. 5proc. Belg. 97. 5proc. Röm. 952.

Frankfurta. M., 20. April. Oesterr. 5proc. Metall, 98% áproc. 837. Bank - Actien 1506. ‘Part. - Obl. 1383, G. Loose zl 100 Fl. 207. Br. Preuß. Präm.-Sch. 544. Holl. 5proc. Obl. 9i G, O Loose 622, Span. 5proc. Rente 622. Zproc. do. petp- 414. Dr.

Redacteur Cottel.

Ge¿rudt bei A. W. Hay. Beilagé-

fi a, L R Leder En 5s iets:

N 2 E

E R i C i E

Der jüdische Lehrer

haben soll,

zirke, im D Gerichts zu seit mehreren Jahren gewohnt hat, am 20.

dessen Erbe is, und wer-

verstorben.

Es if nicht bekannt, wer

en deshalb desselben Er

deren etwai

offentlich ad terminum den 17. Dezember Me r dem Deputirten des Gerichts,

Escherhaus vorg laden, um si:h als Erben auszuweisen. dient den N ch. eischeinenden zur Warnung,

n, welcher in diesem Termine sich alé

Dabei

| daß demjen

R E N S

E ae E

D a E ESS L D LRAE

Erbe legitimir hen angenommen, freien Di po Ycáclusion si nahe Erbe, a anzuerkennen un | weder Rechnungélegung, Nußungen

mit dem,

ige

zu for

sicion ve

alle diejenigen, ( | b- Ansprüche zu haben vermeinen, so wie ge Erben oder nächste Verwandte hierdurch

1834, Morgens 40 Uhr,

t haben wird, für den rechtmäßigen Er:

ihm als

was aledann nocch dén, zu begnügen verbunden sen (oll. Nieheim, den 21.

Déeécemb

Kdnigl. Preuß. Land-

EdiCtal- Sia 00 91. April 1789 hierselb geborne Gott:

Der am

(gez) H i

liéb Jhlow, Sohn des

«hlow hierselbst, ift im Í eschickt worden, | Leben und Aufenthalt keine Nachricht ge-

Vorspann von seinem

geben. Derselbe, ov Erben werden fter hierdurch aufgefordert, spätestens in dem auf

Vormittags 11 Uhr,

stehenden Termine [ch1

* den und weitere Anwei falls der Gottlieb Jhlow ;

sein Vermögen den sich bereits gemeldeten nächften

Erben zuaësprochen werden sol.

dén 13. October 1833.

s ; Schönflies, ß. Land- und Stadtgericht.

Königl. Preu

S

Edt Cal Lad Uns.

Ja

wie d

daher auf den Antrag | si binnen 9 Monaten und

2 U n Der

Auf Autrag der Abwesenh

1) der vormalige Bataillon des 17ten 1 ments, gebürtig aus Bressen im Kreise Schwe, da derselbe seit seinem Vershwinden im Juli

vom

1sten

Untcerof

1823 aus der hiesigen

von sich hat hören lassen ; : 9) der (eit n 35 Jahren vershollene Schreiner Friedrich Meyer aus Dinslacken - erwaige unbefann mit aufgefordert,

Obra, Bomfter Kroises Gostiyaéfa, und deren l werden hierdurch aufaefordert, in dem auf Dien! C Februar a Herrn Landgerichts: Rath v. Forestier, in un-

vor dem

serem Gerichtélofal anberaumten Termine personlich odér dur geseßlich zulässige wozu ihnen beim Mangel der gen Justiz-Commissarien in Vorschlag gebracht werde! als solche gehorig zu legicimiren, 42% Thlr. bestehende Nachlaß als Herrenloses Gut dem

EdiCtal- CEtraci on Die unbefannrea Erben der am 5 Jui 1820 zu verstorbenen Wittwe Anna v. Erben oder nâächfte Verwandte

Fisco anheim fallen wird.

Meseriß, den 10. März

Königliches Preuß

Bekann¿èmachun

In Folge Auftrages des

gerichts in der A hat Unterzeichneter Tausend Stück zu neter Eichen, in dem Forsthau Stadt Graetz einen Termin auf den 27. Mai d. I-/ Vormittags um 9 Uhr anberaumt, mit dem Bemerken eingeladen werden, ( ten dié Erlegung" einer Caution von 500 Thlr. in Courant odex in Posenschen Pfandbriefen er den 3. April 1834.

Der Kduigl. Landgerichts-Rath Kaulfuß.

Posen,

Das hiesige Hospital „, mehreren zur hiesigen bedeutende Ländereien besessen , l t bei der allhier obshwebenden Specialseparation auf der städtischen Feldmark „i von 1342 Morgen und tung, worunter sch 4110 Wiesenflächen befinden, wir haben zur bessern die a ehemaligen Kämmer

geh

S Stadt, 1

Bekanntmachung, Sanct Spiritus ‘/ hat auf Stadt gehörigen Feldmarken für welche demselben

eile von Wusterhaujen a. d. D., 15 Meile

157

rigen Wohn- und Wirt

rabfolgt und der nach erfolgter ch etwa erst meldende nähere, oder gleich lle seine Handlungen und Ditposi.ionen d zu übernehmen schuldig; von ihm noch Ers: der gehobenen dern berechtigt, sondern sich lediglich

schriftlih oder persönlich zu mel- sung zu gewärtigen, widrigen-

te Erben- und Erbnehmer hier- sich spätestens in termino den 42. Febr. C835, Vormittaas 10 Uyr, an der hiesigen Gerichtsftelle zu melden, da dieselben sonst für todt erklärt werden sollen. Wesel, den 5. April 1834. Königl. Preuß. Laud-

Mallow , | den, zu erscheinen, und sich

13834.

dministrationésache von Opalenica, zum öffentlichen Verkauf von Ein Schiffösbauholz und Stabholz geeig- se zu Lassowkó bei der

März c.

welche an dem Nachlasse Herrn Assessor

solchen der Nachlaß zur

von der Ervschafc vorhan- er 1833.

und Stadtgericht. llebrand.

verstorbenen Ackerbürger hre 1807 nach Cüstrin auf und hat seit dieser Zeit

essen ‘etwanigé unbekannte seiner Geschwi-

guí 1834, hiesigen Gerichtsftube an-

für todt erklärt, und

Kaehne.

eité-Curatoren werden: ficier Christian Bohlmann Änfanterie-Regi-

Garnison keine Nachricht

so wie deren

und Stadtgericht.

S9

entweder Bevollmächtigte, Bekanntschaft die hiesi- Wolny und Roefiel

widrigenfalls der aus ishes Landgericht.

L hiesigen Königlichen Land-

wozu Kauflustige

[Ruthen Acker und H

Beilage zur Allgemeinen

Allgemeiner Anzeiger

Bekanntmachungen.

Edictal Caro

Joseph Kohn, welcher früher in gusfisch Polen domicilirt und, veiheirathet gewesen und daselb einen leiblichen ehelichen Sohn zurückgelassen ist zu Poembsen, im hiesigen Gerichts-Be- epartement des Königlichen Ober-Landet- Paderborn, Provinz Westphalen, wo er

raumt, zu welhem wir Pachtungslustige unter dem

Bedingungen täglich und zwar in den Geschäfrsftundeu

daß zum Bie forderlich ift.

enseité Stolpe‘/ ein Plan tz Morgën und 146 (Ruthen angewiesen worden i, und Bewirthschaftung dieses Plans ei-Erbpachtêvorwerk Stolpe hschafts-Gebäude acquirirr. Es soll nun dies \o entstandene Vorwerk des Sanct

piritus - Hospitals, welches & Meile von hiesiger

461

ae A A E L Er E E

at hs aua ie ea Bas E C a A

ertb e Led tbr ed trmen t rerer terr tS Add a a: E

von Neustadt a. d. D. und 3 Meilen von Neu-Ruypin belegen is, von Johannis d. J. ab auf 18 Jahre ofent-

haben wir einen Termin auf 9 : den 5. Mai c., Vormittags 10 Udr, y in der Sessionsstube des hiesigen Rathhauses ande-

Bemerken hierdurch einladen, daß die Verpachtunas- [6

nicht gehalren sein, ja sogar zu den Urbarmachungs- Kosten einen baaren Zuschuß von 200 Thle. von un? gezahlt - erhalten soll, so wie, daß eine Caution iur}! uncer gewissen WVoraussezungen verlangt ioird. Sollten Pachtungélustige das zu verpachtende Voriverk u besichtigen wünschen, so haben wir die nöthigen Beranftaitungen getroffen, daß dergleichen Wünschen

werden fann. Kyritz, am 26. März 1834. De Daa at

tion des in der Freien Standes- Herrschaft Militsch be- legenen, zum Fidei-Commiß-Verdande Militsch gehöri- j: agen Ritterautes G:ebline verfügt worden. Die Sub- |i haftarion:-Taxe dieses Rittergutes aus dem Jahre 1829 beträgt 42,541 Thlr. 15 sgr. 4 pf. C

peremtorisch n stehen

n 2 L am 28 Ul! 41894, am. 3 November

Vormittags 10 Uhr, vor unserer Gerichtêëstelle an.

Die aufgenommene Taxe fann bei dem Königl. Ober-Landesgerichte zu Breslau, so wie bei uns einge- schen werden. Militsch, den 25. November 1833. H Reichsgräflich von Maltzan Standesherrli- ches Gericht.

Cle

S di Cal La du na: Die beiden Milchmanns -Söhne Georg und Jacob Helmberger von hier, von welchen der erstere vor un- gefähr 30 Jahren als Goldschmieds-Geselle vermuthlich nach Preußen sich auf die Wanderschafc beg:ben, der let- tere aber als Soldat des Königl. 1|en leichten Ju- fanterie-Regimenrs, den Russischen Feldzug mitgemacht hat, und in den Regiments - Listen seit 1813 als ver mißt vorgetragen ist, haben seitdem von ihrem gegen- wärtigen Aufenthalt oder Leben hierorts nichts mehr befannt gemacht. , Es wérden daher dieselben oder ihre allenfallsiae Descendenz hiermit aufgefordert, binien 6 Monaten vom Tage der aegenwärtigen Ausschreibung an, sich. hierorts um so sicherer zu melden, oder ihre Ansprüche | auf deren hier anliegendes Vermögen genügend nach- zuweisen, als außer dessen diese Vermißtcu als ver- Zune erflárt, und ihr Vermögen gegen Kautions- eistung an ihre nächsten Verwandten ausgefolgt wer- den würde. Den 24. Jänner 1834. : Kdnigl. Kreis- und Stadtgericht München.

Net emen t. Nachdem die Königl. Oberamts - Regierung zu Bu- dissia in Sachen, das von dem Landesältrefsten Hans Rudolph von Megtradt auf Uhyst in seinem am 26. Februar 1721 bei dem vormaligen Ober- Amte des Markzgrafenthums Oberlausitz niederaelegten ud am 10. Juli 1721 publicirten Testamente gestiftete, die Summe von 4000 Thalern und die davon fällig wer- denden Zinsen umfassende AO L eee gus h¿- trefend, auf Ancrag des für diese Stiftung in der Person des Adoocat Christian Traugort Lehmann zu Budiísin bestellten Acrors, sämmtliche Fideicommiß- Anwärter, und also auch diejenigen, weihe an das mit der Stiftung verbundene Universitäts-Stipendiun Ansprüche zu haben vermeinen, theils um den jetzt an der Reihe stehenden Genußberechtigten mit juridischer Gewißheit auézumitteln, theils um deren Ansichten über verschiedene andere, das Fideicommiß betreffende Punkte und Angelegenheiten zu vernehmen, mittelf zu Dresden , Leipzig, Löbau, Berlin, München und Weimar, auch am hießgen Königl. Schlosse, öffentlich ausgehangener Edictal - Citation - Patente, dergestalt, daß dieselben i

den zwölften August 1834, Vormittags um 9 Uhr, auf allhiesigem Schlosse an Deputation -Srelle der Königl. Oberamts - Regieruna | vor dem hierzu deputirten Rathe geseßlich erschetnen, und ihre etwanigen Rechte und Ansprüche auf den Genuß des von Mezradtschen Fideicommisses, untei der Verwarnung, daß sie außerdem damit präcludiret und derselben, so wie der ihnen etwa zustehenden Rechtswohlthat der Wiedereinsezung in den vorigen

gen und besheinigen, demnächst si weiterer Verhand- e in dieser Angelegenheit géwärtigen, auch hierauf in dem

zum neunten September 1834 angeseßten *nrotulation-Termine die Acten durch Ein-

lich meistbietend verpachtet werden. Zu diesem Zwecke] Langenbernëdorf bei Zwickau, cin Sohn des vormali-

seine S(hyhmacherge{!l nach Franffurt a. M. in die Fremde

Leben u Aufenthalte einige Nachricht nicht erlangt

in unsrer Registratur eingeschen werden können. Zuswerden konnen. L

diesen höchst annedmlichen Bedingungen gehört nun| Da au dessen etwanige Leibes -Erben unbekannt auch, daß der Pächter, da der zu verpachtende Plan! sind, derselbe tedoch einizes Vermogen, wozu eine, zu einem großen Theile uncultivirren Boden enczäit, n 96 N 11 gr. 52 pf. bestehende, und auf den in dem ersten Pachtjahre einen Pachiz:ns zu zahlon [ict A9 Gottlieb N

D oiforrd GSEITErTEIN

pothefaris

!ßen, cines Bru ßens zu Langenbe Erbes des Edictal - Norladung angetragen worden: {0 hat man 1ach vorheriger Meldung bet v1s jederzeit genügt A ten des zeit ;

den verscholl:nen Gorifried Malß, und für den F ansheinlich eingetretenen Ablebens desselben, dessen| A H M E Leibes - Erben, Bekanntma cbuta Srben oder aus einem andern Rechtégrunde auf des

Es ist die Fortseßung der notdwendigen Subhaña-| Ubwesendeu I L

per edictales peremiorisch{ch, und uiter

habenden näwiten Ei!

Die drei Bietungs - Termine, von deaen der legte so wie allerseits D i idi den Rechtswolilthat der Wiedereinsezung in den vo-|; rigen Stand für verlustig werden erachtet werden, auf;

r 1834, ¿um Erscheinen aa hiesiger Amtsstelle, auch Beibrin- dem Justizrathe Cleinow an | | Legu ( gung ihrer Ansprüche vorgeladen, niht weniger

Es hat der Meist - und Bestbietende, wofern nit . den 3. November 1834, aeseuliche Umstände eine Ausnahme zulassen, den Zu-|zum Jrrotulations-Termine, so wie | schlag zu gewärtigen. Ï dent 31, Dezember 1834, |

zur Bekantitmachung des eingeholten Urthels oder ver-

talicn bei Einem Wohllöbl. Magistrate zu Frankfurt |; 3 vet Í Grundstü? ansäßig gewesen, sich gewendet, der von gerichten zu Dresden, Leipitg, Schneeberg und Alten- [d

richten zu Langenvernsdorf ‘auéhangen, hiermit zur

welden wir zum Licitations-Termine beßimmt haben,

Stand für verlustig werdèn erachtet werden , vorbrin- |

Preußischen Staats-Zeitung F 1132 _ für die Preußischen Staaten.

jeugen, wie sie zum Fortbetriebe der Manufaetur unentbehrlih ju achten,

dert worden, und liegen die : Taxen bei dem Justizanite in Wermedorf zur Einsicht vor.

Se tal-Sitatioó t Gottfried Malß, geboren am 8. Februar 1716 zu

V4 N mou Michael

Sunderhaufin

hiestzer Gegend

en Bovergutsbesiters Narien 2

Malßens und daselbst, is in fort, und alsiso

I e + Ui P ili 2, Ge

(ugend aus

egangen, und hat seit seinem Weggange von dessen

versicherte Anforderung gehört, zurückge von Seiren der Deéccndenten Georg Mal- su

n A,

assen, und

vVOrI

rn und Cons, als práfumtiven abwesenden Gottfried FVialß auf des legtern

unterzeichneten Justiz-Umtes in Gemäß- Nandats vot1 13. November 1779, |g Fall des (g

e l k , Ben NO(DTE C

des so wie alle diejenigen, wele sonst als Ubi haben vermeinen, v dey V

¿chlaß Ansprüche zu

5 è M 5 uß, Ui Fau

G E L odt erflart und ben werde verabfolgt, die sonsti- |;

und I!

zen Erben

vrgeladene der ihnen etwa zustehen-

Den 10 S erem er 1894,

zung ihrer Legitimation, und Anzcige und Bescheini-

abfaîten Amrsbescheides anberaunit. i S3 wird daher solches, und daß die erlasscnen Edic-

am Main und ¿zu Würzburg bei den Wohllöbi. Stadt-| hurg, (owohl an hiesger Amtsstelle und bei den Ge: |x

Teachachtung bekannt gemacht. Justiz-Amr Zivickan mit Werdau im Kdnigl. Sächsis. Erzagëbirae, den 18. März 1834. Königl. Sachs. Kammer-Commissions-Rath und Ju- stiz-Amtmann der Aemter Zwickau und Werdau, Ritter des Civil - Verdienst - Ordens

Garten.

E Ein Königl. Sachstt. Hohes Finanz-Ministerium hat |;

anliegende Beschreibung ein Mehreres besagt, im Wege der Verfteigerung veräußern zu lassen.

n Folge uns hierzu ertheilten Auftrags bringen wir solches, und dap die Verfteigerung

den Achiehnten August 1834,

an Amtsstelle im Schlosse zu Wermsdorf mit Vorbe- halt der Auswahl unter den Licitanten und überhaupt mit Vorbehalt hoher Genehmigung erfolgen werde, piermit zur dfentlicien Kenntniß.

Es werden daher alle diejenigen, welche besagtr Steingut-Manufactur zu erkaufen gesonnen sein möch- ten; eingeladen, an den gedachten Orte und Tage deé Vormittags lich einzufinden, ihre Erwe-b- und Zah- lungsfähigfeit nachzuweisen und des Licitationsverfah- rens s zu gewärtigen.

Der Acquirast besagter Grundstücke hat auf selbige 54 voVgangbare Steuer-Schocke und sieben Groschen zu 1 Ouatember an ordentlichen Steuern zu überneh- men, überdies gber der Auflegung besonderer, nach} Maaßgabe des Fäbrikbetriebes und der Stattfindenden | Benuzung zu regulirender Gewerbéquarembecr sich zu) versehen; auch ist er gehairen die Manufactur in ihrem ganzen Complere nux als Stéingut-Fabhrik zu benutzen, j ven nicht zu einer deri etwaigen Benusung die Genehmigung des L

Hohen Finanz. -Ministerit ertheilt vird. j Weitere Auskunft über die einschlagenden Verhält-| nisse iff nicht allein beim Amte Mustschen sondern auch bei erwähnter Manufactur selb zu erlangen, und wird noch bemerfr, daß mit dem Acquirenten auch | wegen der Waarenvorrathe und Activ- Forderungen | eine besondere Unterhandlung Stattfinden kaun. j Uebrigens sind die Subhastations - Patente nebft der| Beschreibung bei den Wohllöbl. Justiz - Aemtern zuj Dresden, Leipzig und Chemnis auch bei dem Wohlldbl. Stadtgerichte zu Zittau so wie bei hiesigem Amte öffentlich ausaezangen. L : | Arnt Mußschen zu Wermédorf, den 19. Marz 1834. Die verordneten Commissarien von Welck, Bachmaun, Pfotenhauer, Kühn Befchreidun'y.

Die zum Verkauf gestellte Manufactur liegr neben; dem Königl. Jagdschlosse zu Hubertusburg , ohnvweit | Wermsdorf, 9 Stunden von Leipzig entfernt, und bii-| det ein von dem Scâlosse getrenntes, in sth selbft ge- schlossenes Ganze.

(S4 a » G: mot Ug ¿ Sie besehet aus zwei Haupt 7, ¿ivêi großeren undi

zeihnung der Folien, wie sons, in vdllig completten und spruchreifen Stand seßen und endiich den ahten December 1834.

bei der Königl. Oberamts-Regierung hierselb der Be- fanntmahung eines Bescheides gewärtig sein sollen, vorgeladen und denselben dabei die Bestellung Bevoll- mächtigter am hiesigen Orte zu Annahme künftiger Ausfertigungèn und Erlasse aufgegeben worden; 0d | wird solches auch hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

Budissîn, den 7. Februar 1834. S

Königl. Sächsische Oberamts-Regierutg

mehreren Ffleinecen Nebengebauden, welhe mit Zie- geldachung versehen und meist in gutem Stande stnd

An unbebauten Räumen ge“dren dazu ein großer Holzhof und verschiedene Gartenpläne, deren Flächen: Änhalt gegen cinen Acker beträgt.

Sämmtliche Gebäude mit Einscbluß der eingebauteu Brennöfen, die verschiedenen son| noch oorhaadeneu, äußern Vorrichtungen und nußbaren Näume find von den Sachverfändigen zusammen auf 8890 Thlr. 16 gr., die vorrâthigen Gipsformen, unter Berücksichtigung ihrer Gangbarkeit nach einem durchs&nittlichen Ge- wichtsbetraze anf 312 Thir. 12 gr. und die übrigen

des Markgrafthums Oberlausis.

Inventarienstücke an Vieh, Geräthschaften und Werk-|

Ka M Gorhloikora Nou Ua Ls E l O ay ves Außen dicibens, Der 2! wéêtende fu i Megierunag,

1 Vermdgen den ih legitimirt [Ansprüche und Forderungen zu liquidiren und’ geltend

tercssenten aber ihrer Ansprüche I am

zur Pflegung der Güte und Treffung (sowohl zur Angabe und Bescheinigung threr F0: rungen vorgeladen worden sind, zvr Publikation eines Präclusiobescheids, wegen der Außengebliebenen aber

bes{loss:n, die Steingut-Manufactur zu Hubectuéburs) urthels sammt dazu gehdrigen Gebäuden und Räumen, wie sie |terminlich anberaumt worden ist, als wird solches un- stehen und liegen, auch Inventarienstücken, wovon die! ter Beziehung auf die bei dem Wohlldbl. Stadtge- richte zu Leipiig, ferner bei einem Wohlldbl. Stadt- magistrat zu Hamburg, Altona und hiesigen

hierdurch öfentlih bekannt gemacht.

ür auf 889 Thlr. 14 gr. Ma dieéfallsigen speciellen

Die umliegende Gegend it übrigens reichhältig än lchen Thonarten, welhe ch zur Bereitund des

Steinguts eignen, und überhaupt die Manufactur von der Beschaffenheit , daß ihr Betrieb von dem neues Besißer ohne Unterbrechung fortgeseßt werden kann.

Edi eal C Am 27. Februar 1825. starb hier die verwittwete

n ( b Malÿen und Christian Friedrich |Majorin Wiihelmine von Cornberg, geb. von Cospoth, zu Langenvernidorf zugehöricen Gütern hy-|mit Hinterlassung eines unbebeutenden Vérridgens.

Da deren Kinder und Intestat-Erben, worunter ein nter Vormundschaft stehender Enkel“ sich befindet, die

schollenen Gottlieb Mal-! Fheilung der Verlassenschaft beabsichtigen, und zu die- sem Behuf auf den Erlaß von Edictalien, wegen Er- mittelung etwaiger Ansprliche und Forderungen, ange: tragen haben; s werden olle Diejenigen, welche an jenem Nachlasse aus dem

einen oder andern Rêéchts- runde evwvas fordern zu können vermeinen, hierdurch eladen, in den angeseßten Terminen,

den 2 April, z den 17. ann im} d. J., unbeschadet der Ferien- den 29: Ntili

on welchen der leßtere peremtorish is und bis 4 Uhr

rwarnuna,| Nachmittags ansteht , vor der unterzeichneten Landes-

Vormittaas 9 Uhr zu erscheinen, ihre

u machen, oder zu gewärtigen, daß se davon ausge- chlojen, und diase Präclusion durch einen i

5. August d. Ï., unbeschadet der Ferien, u erdffnenden Bescheid, zu dessen Anhörung dieselben ugleich hi-rdurch aufgefordert werden, ausgesprochen

werden tvird.

Cóthen, am 4. März 1834.

Herzogl. Anhalt. Landes-Regierung daselb f.

von Renthe.

a teras

Edictal - L0oU nd Nachdem der Kaufmann Franz Lartermann, vormals 11 Leipzia, anjeßt in Altona, an welchen leßtern Ort

derselbe im Jahre 1828 von hier aus, wo er damals

ulezr sich aufgehalten, auch bis jezt noch mit einem

em Wohllöbl. Stadtmagistrat zu Altona uus gemach- en Anzeige zu Folge allda in Concurs verfallen, \ol-

chemnah aber au) von uns zu dessen in hiesigen Landen befindlichen Vermögen der Parcicular-Concurs- Prozeß erdffnet und zu dem Ende dessen sämmtliche hefannte und unbekannte Gläubiger auf

August 1834 5 eines Vergleich ihrer Forde-

dn LS

der 15. September 1834,

lo wie zur Inrotulatíon der Akten und nah Befinden

ur Versendung derselben zur Einholung eines Locationé- der 10. November 1834

zu Frankfurt an der Oder, zu Orts aushângenden Edictaliem

Kleinzschocher, den 22. Februar 1834. Herrl. Förstershe Gerichte allda. D. Rüling G.-D.

Demnach die gerichtlich bestätigten Rathsfreunde der Wittwe Emma Dikelmann, geb. v. Albanus, bei Eis

! em Wohledlen Rathe um Nachgabe cines Proclama-

tis ad convocandos creditores des verftorbeneu Ehe- manns ihrer Curandin, weiland hiesigen Kaufmanns Wilhelm Dickelmann gebeten, und ihnen solches auch nachgegeben, dieselben aber zu dessen Bewirkung und Ausfertigung an ein Edles Waisengeriht verwiesen worden, als werden von einem Edleu Waisengerichte Alle und Jede, welche an dem Nachlaß weiland hie- sigen Kaufmanns Wilheim Dickelmann einige Anfor- derungen zu haben vermeinen, hiermit aufgefordert : sich innerhalb sech3 Monaten a dato dieses affigirteo Proclamat1is und spätestens den 8. Augüft d. M au poena praeclusi bei Einem Edlen Waisengerichte oder desselben Kanzelei zu melden, und daselb| ihm Fun»

|damenta crediti zu exhibiren, widrigenfalls selbige, nach

Erspirirung, sothanen Termini praefixi, mit ihren An- gaben nicht weiter gehört noch admittirt, sondern ipso sacto praecdludirt sein sollen. Wonach