1834 / 123 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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{rift besagt: „Gr, Goerschen den 2. May 1813” gewidmet und enthält eine Andeutung dieser Schlacht, welche die anlassung zu Scharnhorst's Tode wurde. Der verwundete E wird von zwei Kriegern unterstüßt,

das Gefolge vorwärts winkt, wo eine Victoria den Kriegern an

der Spike eines Scepters das eiserne Kreuz vorträgt. Angrei- fende, fämpfende, zurückweichende und L ake Krieger füllen den Raum aus. Das Denkmal des Sarkophags is an den Een mit dem eisernen Kreuze in Lorbeerkränzen geschmückt. In den breiten Räumen dazwischen sind die Inschriften des Denkmals. An der Vorderseite die Widmung: „„Scharnhorst, die Wasfen-Gefährten von 1813.” hard David von Scharnhorst, K. P, General-L. Ueberreste wurden im Jabre 1826 von Prag hieher gefühut, um unter diesem. seinem Andenken gestisfteten Denkmale zu ruhen.” An dem oberen Ende: „Geboren d. 12. Novbr. 1756. zu Haemelsee in Hannover.” An dém unteren Ende: „Bei Gr. Goer- schen verwundet, an dieser Wunde gestorben zu Prag d. 98. Juni 1813.” Das ganze Denkinal, etwa 14 Fuß hoch, bildet eine ansehnliche und s{ône Masse auf dem leider etwas entlegenen Kirchhofe und würde jedem andern ‘Plaße eine schône und bedeutende Ausshmückung gewährt haben. Es wäre zu wünschen, daß es die Veranlassung würde, die Umgebung des Kirchhofs durch Baumpflanzungen und dergleichen mehr auszu- shmüccken, um für das Monument einen besseren Hintergrund zu gewinnen.

Von Seiten des Elb-Musik-Vereins wird an den Tagen des 28., 29. und 30. Mai d. J. ein Musikfest in Magd e- burg veranstaltet werden.

Im Reg. Bez. Oppeln wurden im verflossenen Jahre 37,853 Kinder, und zwar 19,318 Knaben und 18,535 Mädchen geboren , worunter 429 Zwillings - und 4 Drillings - Geburten. Die Zahl der Gestorbenen belief sich auf 30,287, so daß im v. J. 7566 Menschen mehr geboren als gestorben sind. Im Jahre 1832 ist die Gesammt - Bevölkerung des Reg. Bez. Oppeln auf 725,543 Seelen angenommen worden. Da nun im v. J. 7566 Personen mehr geboren als gestorben sind, so würde der Reg. Bez. gegenwärtig, insofern die Aus- und Einwanderungen das Verhältniß nicht ändern, 733,109 Einwohner zählen. Getraut wurden“ im verflossenen Jahr 8612 Ehepaare, d. i. 376 Paare mehr als im Jahre 1832,

Ver- |

während |

Auf der Rúkseite: „Ger- |

Seine |

498 Meteorolo e Beobachtung. Paris, 26. April, gishe B ch g 52 Rente pr. compt. 104. 50. fin. cour. 4104. 60. 38 pr. compt, 1834. Morgens Ae | Abends Nach einmaliger 78, 40. fin cour. 78. 45. 52 Neap. fin cour. 95. —. 55 Span, |- 1. Mak. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung. perp. 74. 32 44. Cortes-Obl. 285. Ausgesetzte Span. Schuld 151 f | Lu. . (334, s 7 Par.|335,1 a 336, 1 4 Par fQuellwärme 6,7 ® R. | Luft 9,3 ®°-R. 09M. [-4-141/2 * M ¿ : / | 1 Eh Ir E R Vel Flußwärme 11,0 ° R. Königliche Schauspiele, : Dunstsättg.| 93 pCt. 50 pCt. 80 pCt. [Bodenwärme 8,9 ® R. __ Sonnabend, 3. Mai. Im Schauspielhause : König Konra- Wetter | halbheiter. | halbheiter. | halbheiter. b sdüng. 0,105" Rh. | dn- historische Tragödie in 5 Abth. und einem Vorspiele, von N 2 | WSW. A | WSW. Sf E 5 S Raupach: Wolkenzug | W. E Niederschlag 0. E E = R ———— Königstädtisches Theater.

Den 2. Ma

Berliner

E Sonnabend,

i 1834.

Oper in 2 Akten, nach dem Französischen, Musik von Herold und Halevy.

Ludovic, der Korsikaner, komische

3. Mai. ner, fomisd von Friedrich Genée, |

[Zf.\Brief.|Geld.}

Amtl. Fonds- und Geld - Cours- Zettel. (Preufs. Cour.) E D D I P O A E E R M E ck Bi. A 6 Loi ‘As V E P CE P A

[Zf. Brief. [G eld.

St. - Schuld - Seh. | 4 | 99 | 981 [IGrosshz. Pos. do.| 4 | |101# M Pr. Eagl. Anl. 13.| 5 (1038 | fOstpr. Pfandbr. | 4 | | 997 Pr. Engl, Anl: 224 5 |\ =— Pon. C0: 4 [1061 | ZU Lande: | Pr. Engl, Obl. 30.| 4 | 94 | 931 IKur- u. Neum. do.| 4 e 11 Sgr. M A e Rthlr. | Präm.Sch.d.Seeh.| | 555 551 JSchlesische do.| 4 [106 S Ggr. F Pf.; kleine Gerste | Kurm. Obl. m. I. C| 4 | 982 | 975 [Rkst.C.d.K.- u. N.|—| 675 | 674 | auch 20 Sgr. S | Neum. Int.Sch. do.| 4 | 98 | |Z.-Sch.d.K.u.N.|—| 674 (674 | 4 A D | Berl. Stadt-Obl. | 4 | 98F | g E A V Königsb. do. | 4 (98 | Holl. vollw. Duk.|— | 174 | 9 Pf-; O S Elbing. do. 41! | 97 Neue do S 181 22 Sgr. 6 Pf.; Hafer 22 Danz. de. in Th.|—| 37 tFriedrichsd’or . . |— | 132 | 137 N L Westpr. Pfanâbr.| 4 11002 | (Disconto... .. S 4 Eingegangen sind

Auswärtig Amsterdam

32 do. 443. Cortes 265.

52. 682.

Br. Bank-Actien 1520. 1518.

204. Br.

693. 69x. 32 do. perp. 445. 447. Hamburg,

Engl. 101. Russ. Holl. 935.

Span. 38 41. 43 487.

Niederl. wirkl. Schuld 504. 58 do.

Frankfuri a. M., 29. April, Oesterr. 52 Metall. 99,17. 98156. 48 894. 894. 246 922. 15 29x. Part.-Obl. 1384. Loose zu 100 Fl.

Holl, 52 Obl. v. 1832 945. 94%. Y Preuss. Präm.-Sch. 545. 543. do. 48 Ani. 924. G. 55 Span. Kente

Oesterr. 52 Met. 93. 48 do. 8&7

30. April. | Bank - Actien 1250. Russ. Met. in Hamb. Cert. 944. Freuss.

Präimnien-Scheine 41082. Poln. 124. Dän. 715. Hoil.

Das Schocck Centner Heu 1 R

e Börsen. |

27. April l 96. Kanz-Bill. 225. Span.

Poln. Loose 623.

Der Scheffel

52 935, 212 49.

Eingegangen sind 199

(s{lechte Sorte) 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf. , auch

vom 25. April bis 1. Mai 1834. Das Faß von 200 Quart nach Tralles 54 pCt. oder 40 pCt, . Richter gegen baare Zahlung und Branntwein 18 Rétbl-c., auch 16 Ntblr. ; 14 Rthlr. 22 Sgr. 6 Sgr. , auch 14 Nthlr.

arft-Preise vom Getraide.

Berlin, den 1. Mat 1834. Weizen 1 Rthlr. 9 Sgr. 6 Pf.; große Gerste 26 22 Sgr. 6 Pf.; Hafer 24 Sgr., auc Wispel 10 Scheffel.

Weizen (weißer) 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf./ auc

N: rei

E T a,

13 Sgr. 9 Pf., auch 1 Rthlr,

und 1 Rthlr. 5 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 3 Sgr.

26 Sgu. 3 Pf. , auch 25 Sgr.; kleine Gerste Sgr. 6 Pf./ auch 21 Sgr. 3 Pf.; Erbsen

1185 Wispel 14 Scheffel. Mittwoch , den 30. April 1834.

1 Rthlr. 10 Sgr.

Stroh 11 Rthlr., auch 8 Rthlr. 15 Sgr.; der f

b l auch 20 Sgr. Branntwein-Preise

sofortige Ablieferung: Korn:

Kartoffel - Preise vom 21 bis 30 APvil 15 Sgr., auch 19 Sgr.

1834.

Redacteur Cottel. ——— —————MAECEGIZZSR A R

(edruckt bet A. W. Hayn.

E s is ane

Allgemeiner Bekanntmachungen.

Bekanntmachung In dem Depositorio des unterzeichneten Königlichen Ober-Landesgerichts befindet sih ein Testament, wel- ches von dem ‘frühern Graf von Herzbergschen Regi- ments - Gerichte in das hiesige Depositorium gelangt

und mit der Ueberschrift :

,, Testament des Herrn Hauptmanns von Putt-

fammer, Commandeurs der Leib-Esfkadron. Depositum ad acta castrensia, den 15. Mârz 1775.

N Engelke.‘ so wie mit einem Abdrucke des ehemaligen von Po- meiskeshen Negimentssiegels versehen ifi. Da dieses Testament bereits länger als 56 Jahre uneröffnet ge- blieben ist, so werden in Gemäßheit der Vorschriften des Allg. Landrechts Thl. 1 Tit. 12 $. 218 sequ. alle diejenigen, welche ein Interesse bei der Eröfuung des Testaments haben, hierdurch aufgefordert, binnen 6 Monaten die Publication desselben in Antrag zu brin- gen, widrigenfalls das gedachte Testament, um zu er- sehen, ob darin Vermächtnisse zu wohlthätigen Zwecken gemacht sind, ohne Weiteres von Amtéwegen eröffnet und sodann wieder verfiegelt und asservirt werden wird.

Marienwerder, den 27. März 1834. : Königl. Preuß. Ober - Landesgericht.

April 1834.

Bekanntmachunsg.

Da der Definitiv-Abschluß der Theilung des Nach- lasses der am 26. September 1825 zu Freienstein ver- storbenen verwittweten Frau Hauptmann v. Winter- terfeld, Agnes Henriette Albertine, geb. v. Winter- feldt, bevorsteht; so werden sämmtliche unbekannte Gläubiger der Erbschaftsmasse O aufgefordert, si innerhalb dreier Monate, spätestens aber in dem am 31. October d. I./, Vormittags 10 Uhr, hier- selbst| anberaumten Termine bei dem unterzeichneten Commissarius mit ihren Ansprüchen zu melden ; widri- genfalls die Theilung des Nachlasses abgeschlossen wird, und die etwanigen Gläubiger sh in Gemäßheit des $ 141. Th. I. Tit. 17 A. L. R. nur an jeden Erbeu ur seinen Antheil halteu können.

Stift Heiligengrabe , den 14. April 1834.

Jm Auftrage des Königl. Churmärkschen Pupillen-

Collegiî. ; Dr. Louis,

ten werden.

Edictal-Citation.

Auf den Antrag der Geschwister Nießmann aus Bo- densee, namentlich: Antonie, verehelichte Heitcam zu Sindau, Elisabeth, verehelichte Schlüter zu Nordheim, D Nießmann, Förster zu Küllstädt im Preußischen,

herese, verehelichte Jung zu Berenshausen und des Carl Anton Nießmann zu Bodensee, wird der seit mehr denn 10 Jahren abwesende :

Joseph Nießmann aus Bodensee, hiesigen Amts, hierdurch edictaliter vorgeladen, am 5. November d. J., Mittewochs nah dem 23. Sonntage Trinitatis des Morgens um- 9 Uhr, am hiesigen Amte, entwe- der in Person oder durch einen hinreichend legiti- mirten Bevollmächtigten zu erscheinen, widrigenfalls derselbe im Nichterscheinungsfalle für todt erklärt, und dessen bisher unter Curatel geftandenes Vermögen an seine nächsten Intestat - Erben ausgeantwortet werden soll. Daneben werden alle Erb-Änteressenten des ab- wesenden Joseph Nießmann gleichfalls edictaliter vor- geladen, im anberaumten Termine entweder in Person oder dur genugsam Bevollmächtigte zu erscheinen, und ihre an denselben etwa habenden Erbansprüche geltend zu machen, widrigenfalls sie damit präcludirt werden (ollen.

Catlenburg-Sindau, den 24. Januar 1834.

Königl. SREEI E N P H ags vorsGes

m

von Könemann.

n S

gen an:

(L, S.)

Edictal Cin Auf den Antrag des Büdners Baumann zu Loften, wird in der Sache desselben, wider den Hauslehrer Rettich zu Moidentin, wegen einer Schuld von 200 Thlr. N. 2., der leßtere, welcher ih seit Anfang des Monats Februar d. I. oon Moidentin, seinem bishe- H rigen Wohnorte, heimlich entfernt, hierdurch edicta- liter und peremrorisch vorgeladen, sich am 5. Juli d. J., Morgens 10 U vor dem hiesigen Amts-Gerichte zu gestellen, widrigen- falls er der Klage für geständig erachtet, und demge- mäß verurtheilt werden soll. : Amt Mecklenburg - Redentin zu Wismar, den 16

E Anits-

Bekanntmaqunsg.

Da der Pacht der Oekonomie der Freiherrl. von Hardenbergischen Güter Schlöben mit Rabis, an der Hauptstraße von Weimar nach Altenburg, 2 Stunden von Jena, 1 von Roda, 5 von Eisenberg, 4 von Cahla, 7 von Gera gelegen, mit nahe an 1000 Acker Feld zu ungefähr 360 Scheffel Einsaat, anpassendem Wiese- wachs, vollständigem Inventarium an Vieh, Schiff und Geschirr, einer Schäferei von zwölf bis achtzehn- hundert Stück, ganz neu erbauter baierischen Brauerei, und nach Preußischen Grundsäzen eingerichteter Bren- nerei, IJohanni 1835 sih endigt; so wird hiermit zu einer neven Verpachtung auf 9 12 úFahre ein Ver- strichs - Termin. ,

auf Donnerstag den 12. Juni l. J. 1834. angeseßt, zu welchem sich Liebhaber mit den erforder- lichen Zeugnissen verschen in dem Schlosse zu Schld- ben einfinden, ihre resp. Gebote abgeben und des Zu- {lags gewärtigen wollen. . Die Pachtbedingungen können von Anfang Mai an jederzeit bei der unterzeichneten Behörde eingesehen oder gegen Entrichtung der geringen Copialgebühren empfangen, auch jede sonftige Auskunft daselbs erhal-

Haus Schlöben, den 21. April 1834. Hochadel. Hardenberg. Gerichte daselbft.

M R L N E C

Literarishe Anzeigen.

Friedrih's des Großen Leben. Mit Stahlstichen und Holzschnitten, in 4 Lieferungen. cheible’s Buchhandlung in Stuttgart erscheint und es nehmen alle Buchhandlungen auf die- ses interessante Geschichts- und Bilderwek Bestellun-

ricdrich der Große, Sein Leben und Wirken; gedrängten Gade des siebenjährigen

ur Leser aller Stände, ied Vei besten Quellen historisch

von ¿ Theobald Chauber. Des größten deutschen Helden und Staatömannes, Friedrichs des Großen, Wirken nah Innen und Außen, allen Ständen in einem lebenskräftigen Bilde nahe zu tellen, wahr, scharf gezeichnet und ohne Uebertreibung, ist der Zweck dieses Werkes. Wie Friedrich als Selbst- herrscher die Îdee des Staats in si auffaßte, wie er fie darstellte, nach Jnnen als Gesetzgeber, nach Außen als Staatsmann und Feldherr; wie er, der Willkühr feind, in fester Hand des Staates Zügel hielt, sein Volk heranbildend zu selbständiger Theilnahme an den großen Weltereignissen ; wie er, anftrebend zum Ideale des monarchischen 1 ; | Nachwelt, soll hier eine trene Schilderung in gemein-

din, E : E

Anzeiger für die Preußishen S faßlicher Sprache zeigen. Noch lebt im Volke Frie-[5 drichs thatenreiches Leben, und die geniale Richtung seines Geistes, der entscheidend in der Schlacht, weise

im Nath, volksthümlih mit dem Volke war. Nicht als kalter Geschichtschreiber wird der Verfasser seinen

ericht.

Friedr. August Fritsche, Dir.

König von Preußen.

nebst einer

rieges.

biographisch bearbeitet

rincips, einwirkte auf Mit- und

tage bewundert und geliebt im Andenken des Volkes

lebt. i Auch die Geschichte des denkwürdigen stebenjährigen Krieges, der ruhmvolle Vorbote der Kraft, welche Preu- Fen später in einem noch größern Maßstabe zu entfal- ten berufen war, wird in gedrängter Darstellung, mit steter Hinweisung auf den Alles belebenden Geist des großen Konigs, werden.

Gebildeten aller Stände zugänglich seyn, da der Ver-|l

fasser c für die Gel obwohl alle Quellen sorgfältig benußt sind.

e

elden schildern, sondern so wie derselbe noch heutzu-

den Lesern hier vor die Augen gerückt Die Sprache des Werkes wird einfach, edel, den für das Volk, nicht für die Gelehrten schrieb,

Vorstehendes Werk erscheint in vier elegant bro- hirten Lieferungen, deren jede 8 bis 9 Bogen stark ist und 9 ggr. Sachs, oder 114 sgr. Preuß. kostet.

Es fostet demnach das vollitändige Werk, welches 32 bis 36 Bogen stark seyn wird, im Subscriptions- Preise nur 1 Rthlr. 12 ggr. Sächs, oder 1 Thlr. 15 sgr. Preuß. Der Ladenpreis, welcher nach Ers e|- nen der dritten Lieferungeintritt, wird um die Hälfte erhöht. Alles, was dée eben fesigesekte Bogenzahl übersteigen sollte, liefern wir unentgeld-

10 Exemplare ein Frei-Exemplar : . Das Ganze i| mir vier und zwanzig Vignetten (von I. Neuer auf's geschmakvollsie in Holz gravirt) geziert, welche im Texte selöst eingedruckt werden. Diese Hol¡schnitte stellen den großen Konig in den wichtigsten Momenten seines Lebens, seine und der Helden jener Zeit Großthaten während des siebenjäh- rigen Krieges dar. Die erste Lieferung enthält über- dieß Friedrichs des Großen Bildniß (zu Pferde) und ein sehr sionreih_ componirtes Titerblatt, beide von H. Pinhas in Stahl gestochen. Die zweite, dritte und vierte Lieferung werden mit den Bildnissen Schwerin's, Ziethen's und Blücher's, von Brückner in Leipzig schr {chön in Stahl gestochen, geziert scyn. S

Das Format des Werkes if ein großes Oktav. Pa- pier und Druck sind schdn, des Gegenstandes würdig, so daß diejenigen, welche mit der typographischen und artistischen Ausstattung nicht zufriedeu seyn zu können g'auben, ihrer Subscriptions - Verbindlichkeit von uns enthoben werden.

Hugo’s Geschichte desFKaisers Napoleon, in franzöósisher Sprache, höchst elegant und correft. In 5 Lieferungen à 6 ggr. Sächs., oder 72 sgr. Preuß. mit 30 von J. Neuer zierlih in Holz geschniitenen, im Texte selbs eingedruckten Vignetten. In demselben Verlage erscheint: S Ore de lempereur. N O rédigée d’après les notes et dictées de l’empereur lui-méême; et les écrits de MM. Las-Cases, Bertrand, Montholon, Gourgaänd, Antomarchi, Lavalette, Rapp, Savary, Meneval, Fain, Bourienne, Thibaudeau, Real, Bignon, Fleury, de Cha- boulon , etec.z les mémoires, rapports, ouvrages mualitaires des Maréchaux Berthier, Soult, Macdonald, Davoust, Gouvion- Saint- Cyr, Suchet, Grouchy: des Généraux Mathieu-Dumas, Vorhin, Pelet, Belliard, Reynie, Miot, Chambray, Ségur , Marrot, etc. par A. Hugo, ornée de 30 vignettes,

par Charlet S Es erscheint diese französische Ausgabe in Octav,

zu diesem Zwecke fi Ausgabe in den Besiß b wollen. Es eignet sich sehr für Schulen u nem Geschenke für die Jugend.

wo nur tiefes Gefühl und erleuchteter Geschmack Anf klang finden! Durch sein jüngstes Werk: e diff Pilgrimme des Rheins“, tritt be raschende Art mit uns, Deutschen, in ein neues, inn? ges Verhältniß. Deutscher Boden isff der Schaupl* der Handlungen, deutsche Sagen der Gegenstand d F reizenden Episoden und was mehr sagen will ein ® (o hochpoetische Auffassung der zartester Lebensverhält nis deutsche Tiefe und Innigkeit des Gefühls, wi wir hier nur bei deutschen Dichtern finden, bezeichn(" das Ganze und werden ihm die Herzen aller Deu!

chen im gleichen Grade gewinnen, wie ste eins di

Lieblingen unserer Nation, einem Bürger, einel

taaten.

Kartoffel - Branntwein E

broschirten Lieferungen. Im Mai 1834 verläßt dit |“

erste Lieferung die Presse, und sofort monatlih eine. Der Preis jeder Lieferung is 6 ggr. Sächs. , oder * 72 sgr. Preuß. Die erste Lieferung it mit Napo-* leons wohlgetroffenem Bildnisse in ganzer Figur, in Stahlstich ausgeführt , geshmüdckt. V Des interessanten historischen Gegenftandes und de reinen blühenden Stoles wegei, wird diese franzostshe Ausgabe der Geschichte des großen Mannes vorzuglih auch allen denen willkommen seyn welche im Ueber: sezen- vom Französischen ins Deutsche sich üben und e für cine unbedeutende monatli obigen {dnen Werkes N setzen ad {u elf

(Zu Aufträgen empfiehlt sh C. F. Plahn in Ber in, Iâgerftraße Nr. 37.)

e Süubseriotions- Ane de: Pfennig- Ausgabe von E. L. Bulwer's geistreichsem, neuestem Werke: Die Pilger des Mens: Aus dem Engl. von Dr. Le Petit. 4 Bdchen. mit 6—8 Stahlstichen. f

Conv. = 27 Kr. Rhein.

S

Schiller, einem Goethe zuflogen ¡Die beigegebenen den Engl. Originalien gal

gleichen Stoahlstiche, führen uns den Schaupl(

der romant. Sagen näher vor und sind eine ho. ( i aus sicherer Quelle verlautet, beabsichtigt er die Anlegung von mch-

Ausführliche Prospekte liegen in allen Buchhand) * reren Ackerbau-Schulen und landwirthschaftlichen Muster-Meiereien

(ungen (in Berlin, Posen, Bromberg und Gnesen l * noch von sachkundigen Oekonomen sollen ausgesucht werden, da-

Zierde des Werkes.

E. S. Mittler) vor. Leipzig, April 1834.

E. S. Mittler, Stechbabn No. 3) zu haben: wie dem Staats- und Privatrechte gegenübed in 2 Theilen gr. 8vo. 21 Bogen. geh.

I. Theil: die Homöopathik vom Standpunkl

IT. Theil: die Homöopathik vom Standpunkt

sachen und Belegen die Hauptsätze der neuen Lehr s0 unpartheisch geprüft haben, als vorstehende. Durc dies VVerk wird ds den Laien, wie insonderheit def

gründliches Urtheil zu fällen.

mit scharfer eleganter Schrift und höchst correkt, in

tritt er auf übe

Behörden, möglich gemacht über den VVerth der Hof möopathik und die Forderungen ihrer Anhänger ev

Se

4

Amtlihe RachritGhten. Kronik es Tas

Se. Majestät der König e dem Lieutenant Eduard von |

Waldenburg die Kammerherren-Würde zu verleihen geruht.

Se. Majestät der König haben dem Rektor am Dom-Gym- nasium zu Naumburg, Professor Wernsdorf, den Rothen Adler-Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.

Des Königs Majestät haben die bisherigen außerordentlichen Professoren in der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität, Dr. Hecker und Dr. Jüngken, zu ordentlichen Professoren in der gedachten Fakultät zu erneanen und die für sie ausgefer- tigten Bestailungen Allerhöchstselbst zu vollziehen geruht.

Im Bezirke der Königl. Regierung zu Danzig ist der Kandidat Heinrich Rudolph An- drié zum Pfarrer in Wernersdorf gewählt worden.

Abgereist: Der General-Major und Kommandant von Wittenberg, von Brockhusen, nah Wittenberg.

Beitungs- NaG Lite n: Ulan h

N U (a nd:

__— St. Petersburg, 26. April. Morgen über gcht Tage tritt die Feier unserer heilizen Osterwoche ein, wozu für die während ihrer Dauer hier gewöhnlichen Volksbelustigungen auf dem Admiralitáts-Plaze Baracken für die mannigfaltigen Vorstellungen der Gaukler und Polichinells, Schaukeln und Rutschberge in Menge aufgeführt werden. Die Witterung ist seit mehreren Wochen hier heiter und trocken, aber bei den anhal- tenden Nordost-Winden für die vorgerückte Jahrszeit noch unge- mein rauh und kalt. Jn der Osterwoche beginnt wieder nach einer siebenwöchentlichen Unterbrechung die Eröffnung der Thea- ter; gleich darauf soll hier mit großem Kostenaufwande die schon seit mehreren Wochen von unserem Deutschen Opern-Personale flei- big einstudirte erste Aufführung der Oper: Robert der Teu- fel, stattfinden. Wie man vernimmt, werden in Beziehung auf das am 29sen d. , während der Charwoche, einfallende Ge- burtsfest bes Thronfolgers Großfürsten Alexander, an“ welchem Tage dieser erlauchte Sprößling unseres erhabenen Kaiserhauses sein 17tes Lebensjahr und die Epoche seiner Majorennität antritt die glänzendsten Festlichkeiten und Lustbarkeiten in der darauf

folgenden Osterwoche statthaben, an welchen alle Stände aus der zahlreichen Bevölkerung unserer Kaiserstadt Theil E nehmen werden. Zeder wird bemüht sein, diesen füx

Rußland so denkwürdigen Festtag auf die würdigste Weise in scinen abgesonderten Kreisen ‘zu feiern - Nach hier

Î eingegangenem Schueiden aus Wilna soll es in dieser Y Centralstadt der Russisch - Polnischen Gouvernements im | Laufe dieses Winters überaus vergnúgt hergegangen seyn.

Format, zu den bisher erschienenen Taschenausg. passend Ausfattung ganz e E i 2 / Subscript. - Preis für das Bändchen zu 7 Bogen un lich. Sammler erhalten von jeder Buchhandlung auf N C E jedes 6 ggr. = 72 sgr. 28 94 $1

X df d

# abhaltende Land - Adel bei.

Ein Gesellschafts-Vergnügen reihte sich dem andern an, so ging es ununterbrochen bis zum Beginn der Fasten; hauptsächlich trug dazu der allgemein verehrte General - Gouverneur von Wilna , Fürst Nikolaus Dolgorucky, bei, in dessen Hause die

Erstes Bändchen erscheint Anfanas Mai. [F Meisten Und anziehendsien gesellschaftlichen Abend-Cirkel stattfan- Bulwer, dieser leuchtende Stern am Horizon# der Novellistif, ist uns von Neuem aufgegangen, un ¡war glänzender, bezaubernder, als je! Schon lang wird Bulwer bewundert, geliebt von allen Nartonei

den. Viel trug auch zu dem brillanten Cyklus der dortigen Lust- barfeiten der im Februar seinen Provinzial-Landtag in Wilna Bei demselben sah man, dem ihnen von oben herab gegebenen Jmpulse folgend, Polen und Russen in der freundschaftlichsten Kordialität vereinigt. Auch vergaß man dabei keinesweges der durch die gegenwärtige allgemeine Landesnoth den Brodmangel härter als sonst bedrückten Armen , für welche ansehnliche Beisteuern der Milde gesammelt wurden. Es werden von der Regierunz und mehreren vermö- genden Partikuliers jeßt die umsichtigsten und zweckmäßigsten Maßregeln eygriffen, damit der Ackerbau in Rußland bald- möglichst einen größeren und vervollkommneteren Betrieb als bisher gewinne, damit ein fünftiger Getraide- Mißwachs seine Bewohner nicht wieder so unvorbereitet, so entblößt von allen Reserven, von allen übrigen landwirthschaftlichen Nessour- cen und Ersaz-Mitteln, treffe, wie der vorjährige. Von unserm

© für die Begründung gemeinnúsiger vaterländischer Unterneh-

.

L. Hanewald's Verlagshandlung.

So cben ist in Hanewald's Verlagshandlung &* schienen und in allen Buchhandlungen (in Berlin bf

Die Homöopathik der gesunden Vernunft, /

| mungen so unermúdet besorgten Finanz - Minister, Grafen Can- krin, geht?auch in dieser Beziehung die erste Anregung aus. Wie

in den entlegnern innern Provinzen, wozu die geeignetesten Orte

mit das Landvolk hier durch praktischen Unterricht die den Lokal- Verhältnissen anpassenden neuern und vollkommnern Methoden der landwirthschaftlichen Industrie kennen lerne. Ein ähnliches Institut hat bereits die Gräfin Stroganow auf ihrem im Gou- vernement Nowgorod belegenen Landgute Marina begründet, auf dem jeßt, nächst ihren eignen, zwanzig fremde junge Bauern von den Gütern der benachbarten Gouvernements durch prakti-

© chen Unterricht in den verschiedenen landwirthschaftlichen Zwei-

2

T Professor Schmal

des Staats- und Privatrechts beleuchtet. ge

18 ggr. = 225 sgr. 0

Trotz der vielen Schristen über diesen Gegenstan dürfte doch keine durch Zusammenstellung von That

der gesunden V ernuntt. geh. 18 ggr. = 225 88" : gen ausgebildet werden.

| eingeweiht werden soll.

ildet Ein gleiches Etablissement legt jest der an der Universität D A f die Landwitcdlhuee attabivie auf einem nahen adlichen Gute bei Dorpa an, das am 14. Mai, an Thaers Geburtsfeste, zuerst öffentlich t i Professor Schmalz is zur Begründung und glücklichen Ausführung dieser für die Ostsee-Gouvernements gewiß sehr gemeinnüßigen Unternehmung einer der geeignetesten Männer, denn er war nicht nur viele Jahre in Sachsen, sondern lvl über 20 Jahre in Ostpreußen praktischer Landwirth mit N glücklichsten Erfolge. Diese Anstalt wird nicht nur mit N ußen von den Unterricht suchenden jungen Landwirthen Lief-, Ehst- und Kurlands, sondern auch von denen Ostpreußens

Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

Weil:

Sonnuzag. den 4ten Mai

icd zA

L Mur: G Iz fa —————— _——

wegen der großen Uebereinstimmun Kli i

mi dem E, Ostpreußen wt: g des Klimas von Liefland esucht werden föônnen. Um sich ganz seiner neuen wichtigen Stiftung widmen zu können, Seabt ta Professor A die Sommer-Monate jeden Jahres an derselben zu verbringen, seine akademischen Vorlesungen in Dorpat aber regelmäßig vom Ende Septembers bis Ende Aprils zu halten. Mit dem ersten Juli dieses Jahres wird auf unmittelbaren Betrieb der Regierung eine landwirthschaftliche Zeitung, die erste dieser Art

in Rußland, zweimal wöchentlih in Russischer Sprache hier

erscheinen, jede Nummer einen Bogen stark im Quartfor

für das ungewöhnlich wohlfeile Sas s zwei Rubel Sil ber jährlich, um ihre Zugänglichkeit dem Landvolke so viel als möglich zu erleichtern. Jhre Tendenz wird auf die möglichste Förderung und Vervollkommnung des Ackerbaues im Umfang des ganzen Russischen Kaiser - Staats gehen ; zu dem Ende wird sie den neuesten fortgehenden Bestand aller Zweige der landwirthschaft- lichen Kultur, sowohl im Reiche selbst, als in den ihm zunächst angrän- zenden auswärtigen Staaten , vorzüglich D E umfassen. Demoiselle Sabine Heineferter weilt schon seit mehreren Wo- chen zum Vergnügew aller Freunde der Kunst in unserer Resi- denz. Jhre zwei ersten Konzerte in unserm neuen St. Michaels- Theater waren, der enorm hohen Preise aller Pläße wegen, nur sehr schwach besucht. Am 19ten d. hatte ihr drittes Konzert im

Lokale der philharmonischen Gesellschaft zu herabgeseßten ‘Preisen |

AaN P sich, dieser Ursache wegen, eines sehr zahlreichen Sanne Paris, 26. April. Der Herzog von Orlé | ie: der nah Meudon eee S i Die beiden, kürzlih der Deputirten, Kammer von dem Kriegs - Minister vorgelegten Finanz -Geseß - Entwürfe geben dem Temps zu folgenden Betrachtungen Anlaß: „Zwei Gründe werden für die Forderung einer Summe von 36 Millionen an- geführt; erstens hält man es für nothwendig, die Armee um 00,000 Mann zu vermehren, um die Ruhe im Lande aufrecht zu erhalten; und zweitens wil“ nan das Heer durch diese Er- hôdhung für seine Dienstleistungen in Lyon und Paris gewisser- maßen belohnen. Dieses Geständniß ist in der That seltsam: man verlangt also eine Conscription gegen das Land. Was ist hiernah aus den Versprerhungen geworden, die man uns noch kürzlich gab, daß dem Reiche der Dajonette endlich das Reich der Gesebe folgen werde? Es möchte wohl das erste Beispiel seyn, daß eine Repräsentativ-Regierung la.1t eingesteht, daß sie sich bloß auf die Armee stüßen könne. Aber der Kriegs - Minister geht noch weiter; er giebt geradezu zu verstehen, daß die Kammer unge- reht handeln würde, wenn sie ihm die verlangten 36 Mill. ver- weigerte. Einerseits hält man also dem Lande die Armee als ein Schrekbild vor, und andrerseits will man dem geseßgeben- den Körper gewissermaßen ein Votum aufdringen. Bald wird es dahin fommen, daß man die ganze Armee in die Kammer verseßt. Der vierte Theil dieser le6tern ist schon militairisch, und man versichert, daß bei den nächsten Wahlen die meisten Kan- didaten des MinisteriumsOffiziere seyn würden. Wenn wir dem Landé diesen Wink geben, so geschieht es wahrlich nicht in der Absicht, die Armee zu verdächtigen, denn sie selbst ist ein Theil der Nation, den wir in keinerlei Weise verlezen wollen; aber es hat uns nothwendig geschienen, auf diese Tendenz der Regierung hinzu- weisen. Uns genügt nicht der naive Trost des Mémorial Bor- L die e national sey; V ob es nicht gerade die 2 ¿Heere wären, mit deren Húl s i zum Diktator macht.“ : U e E Der Messager enthält Folgendes: „Das Ministerium ist, wie man versichert, entschlossen, aus der Bewilligung oder Ver- weigerung der verlangten außerordentlichen Zuschüsse zur Vermeh- rung der Armee eine Kabinets-Frage zu machen. Man erzählt, daß Herr Thiers dies dem Baron Lepelletier d’Aulnay auf das bestimmteste erklärt habe, als derselbe sich mit ihm über diesen wichtigen Gegenstand unterhielt. Der genannte Depu- tirte versprach dem jungen Minister seine Zustimmung zu den verlangten Zuschüssen, in so weit sie sich auf 1834 bezödgen; aber er bestritt die Nothwendigkeit, sich für das nächste Jahr zu einer Ausgabe zu verpflichten, die durch fernerweitige Er- eignisse sehr leiht unnü6 werden könnte. Er führte auh an, daß die gegenwärtige Legislatur gewissermaßen inkfompetent sey, um Zuschüsse für eine Zukunft zu bewilligen, über deren Bedürfnisse die künftige Kammer sih aussprechen müsse, und er gab die Hoffnung zu erkennen, daß das Mini- sterium in dieser Session nicht auf den zweiten Theil des Ent- wurfes bestehen werde. Herr Thiers, weit entfernt sich diesen Gründen zu unterwerfen, zeigte auf sein Portefeuille, und ver- sicherte , daß er es augenblicklich niederlegen würde, wenn die Kammer dem Ministerium jenen Beweis ihres vollständigen und unbeschränkten Vertrauens verweigerte. Als Herr Lepelletier d Aulnay Über dieses Ustimatum des jungen Ministers erstaunte, ließ sich Herr Thiers in Erläuterungen Úber unsere poli- tische Lage ein, und gab die peremtorische Erklärung ab, daß eine Armee von 360,000 Mann der Regierung un- umgänglich nôthig sey. Er sagte, daß, obgleih er erst seit drei Wochen Minister des Jnnern sey, die Verwaltungs - Be- richte uber die Lage Frankreichs ihn hinlänglich von der Noth- wendigkeit einer achtunggebietenden Armee zur Aufrechthaltung der Regierung Überzeugt hätten. Von allen Seiten verlangten die Präfekten. Streitkräfte, um die Mißvergnügten im Zaume zu halten. Wenn man Lyon behaupten wolle, müsse die Garni- son bedeutend vermehrt werden. Der aufgeregte Süden erfordere eine beständige Aufsicht, und die Hauptstadt könne nicht von Truppen entblößt werden. Ungefähr mit diesen Farben hat- Herr Thiers das Gemälde des Landes entworfen, und seinem N ge- genüber behauptet, daß eine Armee von 360,000 Mann kaum hín- reiche, um einer so drohenden Lage gewachsen u (Dn Nachstehendes is die von den Abgesandten der Stadt Lyon an die Mitglieder der Deputirten-Kammer percheilte Note:

von den Litthauern und Russen |

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„Kaum von den Schrenissen des Bürgerkri j

Lyon beeilt, eine S N nach Paris T A auftragt ist, bei der Regierung eine Ents deutenden Verwüstungen nachzusuchen, tägige Schlacht angerichtet worden sind. fúllt eine heilige Pflicht, indem

hat sih u schicken, welche be- ädigung fr die be- welche durch eine sechs- L D Dan er- ne he ) le die Grunde des Rechtes der Billigkeit auseinanderseßt, auf welche sich die A der unglücklichen Stadt, deren Organ sie ist, stüßen. Die Last der im Laufe jener beklagenswerthen Ereignisse auf einige Bür- ger drücken zu lassen, ist ein so ungerechter und gehässiger Ge- danke, daß er wohl Niemanden in den Sinn kommen kann. Es bleibt uns daher zu untersuchen, ob der Text der Geseke die Ver- antwortlichkeit für die lezten Unglücksfälle in Lyon der Kommu- ne oder dem Staate aufbürdet. Nach den Worten des Ge- seßes vom 10ten Vendemiaire Jahr IV,, ein Geseh des Zornes und der Strafe, welches die Nachlässigkeit, die Unthätigkeit, die Feigheit züchtigt, ist jede Kommune für die Vergehen verant- wortlich, welche mit offener Gewalt auf ihrem Gebiete durch be- waffnete oder unbewaffnete Volkshaufen begangen werden. Wenn also die Kommune von Lyon für die Verwüstungen, welche jet ihren Boden bedecken, verantwortlich seyn soll, so múßten diesel- ben durch aufrührerische Volkshaufen begangen worden seyn; dem ist aber nicht also z jene Verwüstungen sind ausschließlich das Re- sultat der militairischen Vertheidigung; es is die militairische Vertheidigung, die auf eine unumschränfte Weise über die zu er- greifenden Maßregeln abgeurtheilt hat; sie ist es, welche die nu- merischen Kräfte der Garnison durch Kugeln, Kartätschen und Feuersbrunst erseßt hat; sle is es endlich, die an die Stelle der ihr fehlenden Bataillone eine furchtbare Artillerie geseßt hat. Und wie könnte das Gesez vom Vendemiaire auf die Stadt Lyon anwendbar seyn? Wodurch hat sie die Strafe verdient, welche jenes Geseß den - Kommunen auferlegt, die den Unord- nungen nicht Einhalt thun? Welche Vorwürfe können ihren Magistrats-Personen gemacht werden? Mögen die Beamten der Regierung sagen, worin die Municipal - Verwaltung die obere Behörde nicht unterstüßt habe, um den Sturm zu beshwören. Mögen sie sagen, ob die Municipal- Beamten, durch eine kürz- lih erlassene Verordnung eines Theils ihrer polizeilichen Befug- nisse beraubt, die Macht hatten, die Elemente der Unordnung mit denen eine große Stadt angefüllt ist, aus Lyon zu entfer- nen. Will man die Bürger anklagen ? Jhnen irgend einen Vor- wurf zu machen, ist noch unmöglicher. Die National-Garde existirt nicht in Lyon; die Entwaffnung der guten Búrger is vollständig gewesen, und wenn den angestellten Nachsuchungen Waffen ent- gangen sind, so konnten sie sih nur in den Händen der Aufrüh- rer befinden, denen an der Verheimlichung derselben gelegen war Und wie hätten die Einwohner von Lyon sich verständigen können, um zur Vertheidigung der Ordnung mitzuwirken? Waren sie nicht auf das Vollständigste von einander getrennt? War es ihnen nicht bei Todesstrafe verboten, sih in den Straßen zu zei- gen, ihre Thüren, ihre Fenster zu öffnen? Die Kommission spricht hier keinen Tadel gegen diese strengen Maßregeln aus die aber jedenfalls, wenn auch im“ Interesse der Vertheidigung, nothwendig die Bürger von jeder Verantwortlichkeit befreien. Man kann nicht einwenden, daß der Aufruhr die Ursache der in dem Inter- esse der Vertheidigung begangenen Verwüstungen gewesen sey und daß also die Verantwortlichkeit auf die Kommune zurüffallen músse Das Gese vom Jahr IV. sagt nichts dem Aehnliches. Jenes Gesebß is, wie gesagt, lediglih ein Straf-Gesebß; man kann da- her die Bestimmungen desselben weder ausdehnen noch ershwe- ren; eine solche Ausdehnung und Erschwerung würde außerdem hôchst ungerecht seyn, da sie denjenigen, der weder handeln noch hindern fonnte, der weder über die ertheidigung noch úber die Unfälle, welche sie herbeigeführt, etwas vermochte, verantwort- lich machte. Die Kommune von Lyon ist also für die Ereignisse des Monats April auf keinerlei Weise verantwortlich; es kann über diesen Punkt kein Zweifel obwalten. Wen muß aber, nach den Worten der Gesetze, jene Verantwortlichkeit treffen 2 Die Kommission nimmt keinen Anstand zu sagen: den Staat und den Staat allein. Das Geseß vom 14. August 1793 erklärt in seinem ersten Artikel, daß das Vaterland die Bürger für die Verluste, welche sie durch das Eindringen des Feindes in das Französische Gebiet oder durch die Verwüstungen, welche die Ver- theidigung erheischen“ dürfte, erlitten Haben oder erleiden wür- den, entschädigen werde. Ein Geseß vom 6ten Frimaire Jahr lI enthält die Bestimmungen über die Liquidirung der erlittenen Schäden und stellt die Art und Weise der Entschädigung fest Endlich befiehlt ein Gese vom 10ten Messidor Jahr Il. als Bürgschaft für die Anwendung des Prinzips, daß keine defini tive Entschädigung für die durch die Invasion und Verwüstun- gen des Feindes erlittenen Verluste anders, als durch ein De- kret gezahlt werden solle. Unzählige Geseße und Verordnungen haben jene Grundsäße in Anwendung gebracht, und kürzlich noch sind dieselben auf Verwüstungen angewendet worden, - die eine Folge des Bürgerkrieges und eines inneren Kampfes gewesen waren. Das Pes vom 30. August 1830 sagt im zweiten Arti- kel, daß alle Personen, deren Eigenthum in Folge der ruhm- würdigen Ereignisse der Tage des 27., 28., 29, Juli gelitten

hätten, auf Kosten des Staates entschädigt werden z ten. Ruhmwärdige Tage für die Armee And aber Ran diejenigen, wo sie die Anarchie besiegt hat, und nicht

ohne Erröôöthen stät sich die Kommission auf den * Geseße, um eine Entschädigung zu erhalten, u Mh L e der Billigkeit so laut erheischen. Die Anarchie hatte Frankreich hatte der Civilisation den Krieg erkiärt. Lyon war das Schlacht- feld, wo der Kampf zur Entscheidung kam, und dem Staate ge- bührt es, die Verluste zu erseßen, welche Lyon in dem Interesse des Eigenthums Aller und der Institutionen des Landes erlitten hat. Nein, die zu Grunde gerichteten Bürger können nicht ih- rem eigenen Elende überlassen bleiben; nein, sie können nicht auf diese Weise ihres Eigenthums beraubt werden.

? Sie de Unglücke preisgeben, welches sie getroffen hat, hieß Verzweiflung und inneren Empörun L a d De Regierung kommt es zu, jene Entschädigung, welche die Billig-