1834 / 124 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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und es si<h daher für verpflichtet halte, so lange in seiner Zu- rúéhaltung zu beharren, bis das Resultat der Untersuchung be- kannt seyn würde.

Das Lokal der patriotischen Gesellschaft zu Chalons E n ein Kassechaus verwandelt worden; es heißt jeßt das Café La- fayette.

Auf dem Théatre français seßt Dlle. Plessis ihre Debüt- Rollen mit ganz ungemeinem Beifall fort und man ist jezt nicht mehr in Zweifel darüber, daß sie eine wúrdige Nachfolgerin der Dlle. Mars werden wird.

Großbritanien und Jrland

London, 27. April. Der Gouverneur von Jamaika, Lord Mulgrave, ist von dort hier angekommen. Das Schiss, an des- sen Bord er si<h befand, hatte die Insel am 14. Februar ver- lassen, bringt aber keine erhebliche Nachricht mit.

Die’ Bill zur Verbesserung der Armen - Geseke ist nun im Dru erschienen „- und es geht daraus hervor, daß das Armen- Departement aus 3 Personen unter dem Titel von Armen-Kom- missarien für England und Wales bestehen soll. Es kann Eide abnehmen, die Vorlegung von Papieren und Dokumenten for- dern und Personen , die sich gegen seine Autorität vergehen, zu einmonatlicher Gefängnißstrafe verurtheilen. Es soll ein eigenes Siegel führen und 9 Assistenten nebst Secretairen und andern Beamten ernennen dürfen. Die Verwaltung der Armenpfiege in ganz England und Wales (die Summe der jährlich erhobenen Armen- Steuer beträgt 6 Millionen Pfund) joll ganz von den Kommissarien ausgehen, deren Sache es seyn wird, die Vor- shriften und Bestimmungen in Bezug auf die Armen, die Ar- beitshäuser und dergleichen zu erlassen ; kurz, das Departement wird eine so ausgedehnte Macht haben, wie ein Staats-Sckre- tariat, mit gèse6gebenden Befugnissen, mit den Privilegien eines Gerichtshofes und mit einer enormen Summe bereits erhobener Steuern zu seiner Verfügung.

Der Spectator sagt: „Die Tage der bärgerlichen Herr- lichkeit {hwinden dahin, sind vorüber, um nie mehr zurückzu- zukehren. Selb der Lord-Mayors-Tag soll seines Glanzes be- raubt werden. Herr Charles Pearson, dieser schonungslose Feind von pomphafter Pracht und Festgelagen, von Schildkrôtensuppe und Hopfenbier, brachte vorigen Montag in der Versammlung des Gemeinderaths einige Beschlüsse in Vorschlag, die von leß. terem einstimmig angenommen wurden, so daß wir dieses Jahr einen so núchternen Lord-Mayors-Tag und o kurze Ceremonien haben werden, wie es der eingefleischteste Nüglichkeitsraensh nur irgend wünschen kann. Zweifelsohne verhält es sich so, wie Herr Pearson sagte, daß das Volk es nicht länger dulden werde, h um so kindischer Alefanzereien willen besteuern zu lassen. Sonsft ließ man sich ein ziemliches Theil von übertriebenen Pomp gefallen und lachte darüber, bloß weil die Bezahlender nicht daran dachten, daß es ihr Geld sey, welches herhalten müsse, um den Aufwand der Lord-Mayors und Aldermen zu bestrei- ten. Jeßt aber fangen die Leute an, von Allem die Kosten zu berechnen, vom Palast bis zur Kartosfel hinab, und sie fönnen einen Krieg wie ein Abendbrod nicht wohlfeil genug bekommen.“

In der Times liest man: „Es ging in der leßten Zeit an der Börse ein Gerücht, welches seit einigen Tagen noch mehr Glauben fand, daß zwischen der Bank und der Regierung Maß- regeln im Werke seyen, um die Reduction der 4procent. Consols auszuführen, die sich auf nicht mehr als 10 bis 11 Millionen Pfund belaufen ; sie sollten, hieß es, in 31 procent. Obligationen verwandelt werden. Eine solche Maßregel würde eine jährliche Ersparniß von 50,000 Pfund zu Folge haben. Alles, was uns an dieser Sache Sicheres zu seyn scheint, ist, daß einige der bedeutendsten Kapitalisten diese Operation sehr anempfohlen haben.“

Der Globe sagt: „Ohne daß wir es über uns nehmen.

wollen, die Gerüchte in Bezug auf einen Traktat zur Ordnung der Angelegenheiten auf der Halbinsel zu bestätigen oder zu be- streiten, halten wir es für schr wahrscheinlich, daß dieselben nicht ungegründet sind.‘

Man vermuthet, daß die Lissaboner Regierung den Traktat, welcher mit Hinsichr auf die Pacificirung von Portugal zwischen den Regierungen von England, Frankreich, Spanien und ‘Por- cugal abgeschlossen worden und am 24sten dur< einen Courier von hier nah Lissabon abgefertigt worden seyn soll, binnen 8 oder 10 Tagen ratificirt wieder zurücksenden werde.

Das Königliche Schiff „Columbia“ ist aus dem Mittellän- dischen Meere in Portsmouth angelangt. Den mit demselben eingetroffenen Nachrichten zufolge, lag die Englische Flotte in Malta vor Anker, und in Griechenland herrschte vollkommene Ruhe. Das Schiff war am 18ten in Cadix eingelaufen, und soll von dort aus die Nachricht mitgebracht haben, daß eine große Anzahl Truppen Befehl erhalten hätte, in Portugal einzurücken, welchem Befehl bereits theilweise Folge geleistet worden sey; fer- ner, daß die Spanische Regierung die Cortes -Bons anerkannt, und den Inhabern derselben 3 pCt. Zinsen habe anbieten lassen. Die leztere Nachricht hat jedoch hier nicht viel Glauben gefun- den und wird den mancherlei unverbürgten Gerüchten beigezählt, die seit einigen Tagen in Bezug auf die Pyrenäische Halbinsel an- der hiesigen Böôrse im Umlauf waren.

Der Arbeiter-Verein in Derby hat sich aufgelöst, weil seine Fonds nicht mehr ausreichten, um den Gesellen, die aus ihrem Geschäft ausgetreten waren, Unterstüßungen angedeihen zu las: sen. Die Arbeiter geben sich nun alle mögliche Múhe, um von den Fabrikanten wieder in Brod genommen zu werden, indem se vorshúß6en, daß sie nur verführt worden seyen.

In einem aus Capo Corso auf der Goldküste hier ein- gegangenen Privat-Schreiben eines Engländers heißt es: 27 D Afrikanische Reisende Lander befindet sich jeßt hier und erfreut sich der besten Gesundheit. Er hat eine Art von Niederlassung gegründet , die wahrscheinlich nah einiger Zeit die Kosten seiner Expedition einbringen wird; indeß ist die Sache doch immer noch zweifelhast. Er wird sich noch einmal dahin begeben und dann nach England zurückkehren.‘

Man kann ‘jeßt von hier nach Amerika für den wohlfeilen Preis von 30 Shilling befördert werden.

Belgien.

Brüssel, 29. April. Der Herzog Ferdinand von Sach- sen-Gotha und der Fürst von Leiningen sind vorgestern von hier nah London abgereist.

Folgendes is der wesentliche Jnhalt des durch Herrn Vi- (ain X. an den Senat erstatteten Berichts über die Eisen- bahn: Der Berichterstatter trug auf die Annahme des Ent-

wurfs, so wie er durch die Repräsentanten - Kammer votirt wor-

den, und ohne irgend eine Modification an. Nachdem er einige allgemeine Betrachtungen über die Vortheile dieses National- ¡nternehmens dargelegt und dessen politische und commercielle Wirkungen dargethan hatte, prüfte er kurz die zwe>dien- lichste Ausführungsweise der Bahn. Obgleich er als Grund- salz anerkennt, daß das Konzessions - System sehr oft den Vor-

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zug verdiene, und daß die gemachte Erfahrung, vorzüglich in England, zu dessen Gunsten spreche, \o nimmt“ er doch keinen Anstand, zu erklären, daß in Hinsicht der großen Verbindungs- straße, womit man das Land beschenken will, ganz besondere Umstände obwalten. Um den vorgesteckten Zweck zu erreichen, muß man vor Allem im Stande seyn, den Betrag der Zölle so niedrig zu stellen, als unsere Nachbarn dies können. Die Regierung allein kann sich dieses Resultat versprechen ; sie würde sich dasselbe nur durch Opfer verschassen kônnen, wenn sie zum Privat- Interesse ihre Zuflucht nähme. Es wúrde úÚbrigens un- klug seyn, einer Gesellschaft ein Unternehmen zu úberlassen, das

auf unsere Zukunft einen so entscheidenden Einfluß ausúben und zur Befestigung unserer Unabhängigkeit beitragen muß, indem es unsere Handels - Verbindungen mit Deutschland enger knüpft und dessen Interessen mit den unsrigen verschmelzt. Er glaubte, daß unsere Eisenbahn jener Hollands den Rang ablaufen werde. Das Terrain in Belgien ist súr den Bau viel günstiger ; es erfordert ni<ht lange Abwege, und wir werden nicht, wie unsere Nachbaren, Ueberschwemmungen ausge- seßt seyn. Die verschiedenen Theile des Entwurfs haben fein Hinderniß im Schooße der Kommission gefunden.

Nach dem Univers religieux belaufen sich die Zubscrip- tionen für die fatholische Universität in Belgien schon auf zwet Millionen Fr.

Nach dem Jndependant hat die Regierung, nachdem sie den Beweis erhalten, daß Herr Castillon in Belgien naturali- sirt sey, den Verweisungs-Befehl gegen denselben zurückgenommen.

Der Major Schavaye is gestern in Freiheit geseht worden, da die Untersuchung nichts zu seinen Lasten ergeben hat.

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Kopenhagen, 26. April. Am 20sten d. Morgens ging von Aalborg zur See ein Transport von dem zum K. Kriegs» dienste ausfommandirten Scevolke von 120 Mann, unter Kom- mando des Capitain - Lieutenant Bluhme, nach Kopenhagen ab. Sie sollen theils zu dem Kreuzzuge in der Nordsee, theils auf den zur Station bei den Westindischen Fnseln bestimmten Kriegs- schiffen verwandt werden. Seit 39 Jahren isi von Aatborg kein so starker Transport abgegangen.

Nach der Veterinair - Zeitung befinden sich im Königreiche und in den Herzogthümern gegenwärtig im Ganzen 190 Vollblut-

‘Pferde. Die Anzahl der Halbblut-Pferde wird am Schlusse d.

F. nach einer approximativen Berechnung auf 4000 Stück an- geschlagen.

Deut Man O

Dresden, 1. Mai. Jm Verfolg der Berathungen der zweiten Kammer über das Ausgabe-Budget suchte der Ab- geordnete Dr. Wiesand das Interesse der Kammer auf die UnterstÜßgung der Landwirthschaft zu lenken, die sich in Sachsen ohne die nöthige Förderung von Seiten des Staates besinde, indem er bemerkte, daß man 64,600 Rthlr. für die Künstler, Fa- brikanten und Gewerbtreibenden bewilligt habe, während dage- gen zur Beförderung der landwirthschaftlichen Jndustrie und zur Unterstüßung der Landwirthe in dringenden Fällen der Noth nichts geichehen scy. Er stellte demgemäß die beiden Anträge: 1) im Verein mit der ersten Kammer in der Schrift darauf anzutragen, daß in den Magazinen, in welchen für Rech- nung des Staats Getraide gekauft wird, nur inländi- hes Getraide gekauft werde, und 2) eine Summe von 25,000 Rthlr. theils zur Unterstüßung der durch Unglúcks- falle, Wolkenbru<h, Viehseuche und dergleichen betroffenen Landwirthe, theils zur Ermunterung und Belebung der land- wirthschaftlichen Jndustrie zu bewilligen. Dieje Anträge fanden Unterstühung und wurden der dritten Deputation zur Begut- achtung zugewiesen. Die Kammer ging hierauf zum Depar- tement der Finanzen über, und bewilligte den Normal-Etat fúr dasselbe mit 68,998 Rtÿlr., zugleich jedoch als transitdrischen Mehr-Bedarf die Summe von 8110 Rthlr. Der Etat der Forsk- Akademie und des landwirthschaftlichen Lehr - Instituts zu Tha- randt belief sih auf 8772 Rthlr., die mit einem Vorbehalt be- willigt wurden.

Kassel, 25. April. (Schwäbischer Mertur) Die Einführung der Kur-Hessischen Scheidemünzen, der Albus- und Groschen-Stücke, zu ihrem vollen Nominal - Werthe, d. h. zu einem Werthe, der dem des Preußischen Courants gleichkommt, obgleich sie nicht, wie dieses, tm 21-Gulden-Múünzfuße, sondern in einem geringeren, dem 22-Guldenfuße, ausgeprägt sind, in sámmtlichen Kur-Hessischen Landen, mithin auch in den ‘Provin- zen Hanau und Fulda, während sie bisher nur im eigentlicher Hessen gangbar ivaren, kommt nun zur Ausfülzrung.

Die Aufhebunz der bisher für die Provinz Hanau und die Kreise Fulda und Hünefeld wegen ihrer besonderen Eigenthüm- lihkeiten bestandenen eigenen Finanz - Kammer und deren Verei- nigung mit der Finanz- Kammer zu Kassel, wird mit dem An- fange des nächstkommenden Halbjahres zur Vollziehung kommen. Das sämmtliche Personale, das hei dem Hanauer Kammer: Kol- legium angestellt sich findet, wird nach Kassel versekt.

Vor einigen Tagen hat der Ban des neuen Stände-Hauses, wozu die Summe von 120,000 Rthlr. bewilligt worden ist, be- gonnen. Jn der nämlichen Straße wird auch das Gebäude für die seit einigen Jahren hier bestehende und bereits sehr blühende polytechnische Schule aufgeführt werden.

Darmstadt, 29. April. Se. Königl. Hoheit der Groß- herzog haben den Prinzen Emil von Hessen zum ersten Präsi- denten der ersten Kammer der Stände ernannt. :

In der heutigen vorbereitenden Sigung der zweiten Kam- mer der Stände wurden zu Kandidaten fúr die Prásidenten- Stellen gewöhlt die Abgeordneten : Advokat Emmerling, Frhr. v. Gagern, Advokat Glaubrech, Advokat Hesi, Advokat Langen, Advokat Schmitt.

Man erfáhrt aus glaubhafter Quelle, daß diejenigen Urkun- den, welche der Schwedische König, Gustav Adolph, im 30jäh- rigen Kriege im Mainzischen Gebiete, namentlich in Miltenberg, Aschaffenburg, Steinheim 2X., hinwegnehmen und nach Stock- holm bringen ließ, dort noch vorfindlich sind. Es is Hoffnung vorhanden, diese, für die Wissenschaft und alte Geschichte wich- tigen, Urkunden wieder zu erlangen. Der durch seine Verdienste um die vaterländische Geschichte rühmlich bekannte Großh. Hess. Hofrath und Historiograph Pr. Steiner is, wie man vernimmt, für diesen Zweck bereits eisfrigst thätig.

Frankfurt a. M., 24. April. (Allg. Zeitung.) Ueber die Verhandlungen in Biberich erfährt man, daß, da die Anträge des Königs der Niederlande von den frühern zur Oeffentlichkeit gekommenen wenig verschieden waren, der Herzog von Nassau auch bei seiner ersten Erklärung beharrt hat, und der Holländi- he Bevollmächtigte sich veranlaßt geschen hat, im Haag um neue Jnstructionen zu bitten. Es ist nun schwer vorauszusehen, welche Weisung dem Freiherrn v. Reeden zukommen wird; man

t unseres Monarchen, chateler Volkes ent- denn dieses zwiefache Gut- Bundes nicht ohne Einfluß bevollmächtigte, Über die Schweizer - Bund walt derselbe uns Sein feter- ls und unter keiner Be- Lern trennen zu wollen, und was uns >Éliche Unterthanen eines Hauses leben m Fahrchundert nicht aufge- eiten des Landes zu vermeh- den unsere Verfassung aufrecht er- e wollen nie unsere Etde brechen. \ der Zwietracht, die gus unser en muß, gehoben werd ¿eite der beiden von uns gema Fe nachdem Neuc

geheiligte Wor

sten sicht einerseits das gehe Wille des Neu

dex unveränderliche U muß die Schweiz wissen, die Verfügung des

Souverain uns Verhäitnisses zu dem

zu treten, hat t, Sich ntiema

Verhandlungen doch zu einem glücklichen und die Bevollmächtigten sich nicht cher Punkte übereingekom- weitigen Unterhandlungen die Ausgleichung Streitigkeiten wenigstens Die Bevollmächtigten Oesterreichs und ‘Preu- ge gemacht haben, welche annehmb timmung erhalten dürften. i die Beendigung der Dif;

glaubt aber, daß die Ende führen kdnnten , trennen werden, als bis man über gewisse men if, die bei ander der Belgisch - Hollän erleichtern würden.

s sollen Vorschlä nen, und die agnati\che ZUs cinmal geschehen, dann könnte man für ferenzen mit Belgien gute Hoffnung schöpfen Vor wenigen Tagen ist von unserm Lan Räppell, cine große Sendung Naturalien, Abyssinien, im besten Zustande hier angekommen.

. April. „Es sind uns//, erzählt der Rhein- den Versuch, den Dr. Wirth gewaltsam zu be, F omburg und F

andererseits

ährend unser eung unseres

[b in Verhandlun prechen wiederho von den Neuchate so wollen wir als glü eben, welches seit mehr als eine den Wohlstand und die

dischen Territorial -

dsmann Herrn Dr. hauptsächlich Soll also der er ganz eigenthümliche en, so fann dies nur geschehen, {ten Propositionen L dren wird, ein thä- werden auch alle Klagen a wärtigen Mongrchen verursacht. elegenheiten feinen Einfluß d man wird uns ferner nicht den Vorwnrf mache, durch welches der Einfluß des Auslandes hweizer Conföderation geltend machen Argwohns, freund- itigen Jn-

lung hervorge indem wir die hrung bringen. Ytiualied des

Speyer, 2 Bayer, uber freien, mehrere Nachrichten aus Zweibrücken , Kaiserslautern zugekommen, welche wir, in so fern die i mit einander übereinstimmen, unsern Lesern mittheilen wellen, Es war am 22. April, Abends 11 Uhr, als Pr. Wirth in F einer Kutsche, begleitet von dem Gendarmerie -Lieutenant Neu: mann und einem Brigadier, von Zweibrücken abfuhr, um in [F das Central - Gefängniß nach Kaiserslautern, zur Absißzung sei E ner ihm zuerkannten zweijährigen Zuchth Wie es scheint, wurde das Amts - Geheimniß von denn, als die Kutsche, der Nacht, eine Stunde diesseits Homburg, F an dem sogenannten Bruchhof anlangte, sprang auf einmal ein Individuum hinten auf die Kutsche, sol in dieselbe ab, wodur< Dr. Wirth in o die Kugel beim Durchfahren dur< Wagens, wie natürlich, ihre Kraft ver: loren hatte, so wurde der Getroffene nur „stark blau davon ge | Dr. Wirth soll nun dabei gegen Hrn 1: „Diese Kugel war für Sie bestimmt, Herr Kaum war dieser Schuß gefallen, \o griff, wie die f erdorbener Kandidat der Theologie aus Zwei den Pferden in die Zügel, und suchte | hen derselben die Kutsche zum Fall zu brin : gen, was ihm jedoch nicht gelang, da Her blicélich aus dem Wagen sprang und den Frevler bel über den Arm hieb. der Brigadier frant und

Bundes zit seyn, ferc Verbindung mit einem aus Wir werden dann auf dée Bundes - An«a ¡r haben, un das Werkze sich in den 2

ug zu seyn, Beschlüssen der S mehr werden dann an die Stelle des ehungen treten, wel ruhen , und die Gefühle der Eint en von Neuem erwachen lung, die Neuchatel ci zu einein Mißbehagen- unter moralisches Fnteresse erblicken. - Wiederherstellung unseres 1 wie hei dem Schritte, den wir zu thun denn wir bezwe>en keineëweges - liere, welche derselben aus ih- Diese Vortheile bestehen eines Tecritoriums/ Kriegszeiten Der erste dieser Vortheile wird der den, daß das Neuchateler Territorium lität niht ausgeschlossen s den Anord-

he auf cinem gegense racht und des Wohlwol- Aufhebung der zweideu- inimmt, und in der Forträumung den Bundes-Gliedern muß Ein anderes guter Vernehmens zur Con- beabsiczti-

ausitrafe, abgeliefert F zu werden. ¡rgend einem treul gegen 1 Uhr in

osen Diener verleßt ; der Ursachen

und feuerte cin Pi: f den Rücken ge [f tion habet icht vor Augen, matcriellen Vortheile ver t Neuchatel erwachsen.

troffen wurde. Da jedo

n binteren Thei Schweiz die den hinteren Theil des M U N . Neumann geâu F in der Húlfe , dié

Bunde leisten dadurch garantirt wer von den (Zränzen der wird: die anderen Vort nungen erfol

ßert haben :

Schroeizer Neutr heile werden nothwendig au 3 Bundes und unsere eigene Wohlfahrt der Fndusirie und der Schweizer auf unserm n wir die Wohlthaten der Frei- sn aufcecht zu erhalten, Landes erhôhen, indem sie am Tage zu der von uns gemachten ererscits dürfen nicht in erther Vortheil ent- Repräsentanten zu haben; allein dieser Verhältniß zu un- Argwohns und Mißtrauens x von dem Vertrauen, der Freund- Mit - Staaten

Sage geht, ein v Namens Kurz,

durch rasches Í gen, welche. de durch rasches Umdre die Verhältnisse des Handels, e, fo wie die Niederlassung ft, ¡0 rwoisse äßen, um nicht 2 Mohlfahrt unseres Es scheint also flar

r Neumann augen: mit dem S6 In demselben Augenblick hatte auch die Kutsche mit der Drohung an Dr. Wirth, F verlassen , ihn zusammenschießen würde. Gendarmen sahen si<h nun von einer Rotte von circa 16 Individuen mit Flintenshüssen begrüßt, wovon. einer Herrn Neumann i lezenz; zwei Schüsse flogen dem und fünf dur<h den Mantel.

durchlôöchert, Hr. Neumann,

der Durchfuh Grund und, Boden betri heit zu gut zu {a die durchaus nur die die der Priv liegen, daß Proposition n Abrede stellen, indem wir fortan agufhdren we er Staaten Siß und Stimme 1ehr für uns, sobald das

eute begründen. der Bund durch die Annahme ur gewinnen kann. daß uns dadurch ein schäßen ohne den erden, unter den Brigadier dur<h den Tschake Auch des Lieutenants Mantel

der Schiveiz Yortheil war keiner 1 serem S0U wurde, denn nur so lange wt und dem Wohlwollen

verain ein Gegenstand des

am rechten Arm verwundet, faßte den Säbel mit der linken Hand, verseßte dem Kandidaten Kurz noch einen Hieb in die Seite und einen andern 1 den Anstrengungen der beiden Braven, wovon einer, wie citung sehr nav fagt, „sich zur Wehre örderbande in die Fiucht fuhr man nun mie dem einen Pferde weiter; indeß dauerte es nicht lange, sv geschah, von einem 1, welche jedoch gli re es dieser zweiten len, weil das

und ebenfalls

Berathun- Schwetzer Voltes i unserem Schritte leitet, ist lar, Wichtigkeit des

iber den Kopf, und ¿F : E

wir haben sie mit al- ] Hegenstandes zu ver- “Nückhalt sind wir verfahren und leben daß unsere Mit- Staaten in Rücksicht auf Wenn sîe, wie wir dies nicht anders isrige wünschen

die uns be ler Offenheit und ohne die behlen, dargelegt. der sicheren Hoffnung, uns eb¿n so handelt ben mögen, das Wohl der SthWüciz und das ut \9 mufi unser Vorschlag ihre Zustimmung erhalten. Die im Monat Seytcmber 1833 vom großen Rath gegebenen eisen deutlich genug, daß die Diskussion über unsere hältnisse nothwendig i, und berechtigen uns zu den wie wir, die Unmöglichkeit eli- ande länger noch zu beharren.

die Neue Speierer Z sesen wollte,““ die \chnell es gehen konnte, herab, ein zweiter Angriff mit Flintenschüsset und bezweclen , licher Weise Niemand trafen; ohuehin Bande nicht leicht gelungen, den Wagen einzuho eine Pferd durch das Schießen durch einen Streifshuß berührt,

fiructionen beo scheu gemacht, Fddevativ-s

in gestrecftem Gailopp davon Zie ebet jo gut,

dem gegenwärtigen Zit ergreifen die Gelegenheit u

* (Bgitertteur, 00 cir ol Schweiz. | S S S Se. Majestät der König habenf

und zu 8 Jahren Gefäng! theilten Kern und Mentha zu begnadigen geruht" Constitutionnel enthält folgendes (auch b n verdffentliches) Schreiben F Neuchatel an die verschiedenen Kantone di! odificirung der bisherigen Fddera

den 9. April 1834 Neuchatel, 26. April.

die beiden vom Kriegs-Gericht zu giebt," liest man (

nißsirase verur !

Der hiesige reits von anderen Schweizer Blätter der Regierung zu Schweiz in Bezug auf die M tiv-Verhältnisse :

„„Getreue und werthe Verbündete. von dem in Kenntniß geseht, was wir unter dem demselven erdfneten, und die souverainen Regierung tone werden, wie nicht zu bezweifeln st Gutachten abgeben. die uns zu diesein Schritte vermo wie das, was demselben vorangi schon die Wichtigkeit desselben di nanderzuseßzen, wenn wi »e bescelt wären, Über eine hrt, uns mit unsern Verbündeten zu That viel dara

| N gedenkt eine Reise nach ¡im Sabiner Gebirge, zu machen, um das bekannte Benedikt lange Zeit gelebt

[9 Aptil. S ubiaco , Kloster S. Benedetto, wo der heil. 1 besuchen; es wurde schon in früheren Zeiten häufig von den Päpsten zum Ziele einer

Die Versuche der Päpstlichen Regierung, im ganzen Staate Fin Gewicht und Maß einzuführen, haben nun seit länger als einem Jahre zu keinem Resultate geführt | in den Provinzen auch den besten Willen haben, #) stoßen sie überall auf ein Haupt-Hinderniß: das Geld fehlt, und man will den Einwohnern keine Ausgaben machen, welche am Ende doch als eine Abgabe betrachtet werden. standes muß einer besseren Zukunft Überlassen bleiben, wenn nicht noch vorher die Vorschläge einer Gesellschaft angenommen werden, die sich erboten hat, unter Bedingungen, die nicht drúf- fend seyn sollen, dieses Geschäft zu übernehmen. ministration hat diese Verschiedenheit manche Unannehmlichkeiten, und sie hat schon in fruheren Jahren Versuche gemacht, die aber wegen der entgegensteheaden Privat-Interessen nicht durch- Man hat in Bologna und den Dele- gationen anderes Gewicht und Maß, als in der Mark Ankona, ß wieder von diesen beiden abweicht. Perugia hat Maß und Gewicht mit Toskana gemein. __ Die Regierung hat cinem Manne, der sich bei mehreren Gelegenheiten als treuen Anhänger der Päpstlichen Regierung (Papalino ) bewiesen hat, das Recht ertheilt, auf dem hicsigen Fruchtmarkte alle Körbe, die zu diesem Geschäfte nöthig sind, geaen eine gewisse Miethe zu liefern. pflichtung, den Plalz rein zu halten und dafür zu sorgen, daß Diese Gunstbezeugung hat un- ter der dort verkchrenden Menschen-Klasse manches Murren er- regt; doch . sind sie zufrieden, daß Einer aus ihrer Mitte und kein Reicher zu dem Posten gekommen ist.

Gestern starb hier der durch eigene Schriften und Uebersez- zungen im Fache der Heilkunst bekannte Dr. Robbi aus Leipzig nach einjáhrigem Leiden an einer Brustkrankheit. E

Neapel 18/5 Pri:

Mallfahrt gewähir.

Der Vovoxk hat Eu 26fsten v. M Weun die Beamten eht, unverzüglich über dies

Obgleich die Beweggründe ten, Euch eben so genügen! bekannt sind, so würde doch un e Pflicht auferlegen, sie Euch v! x nicht überhaupt von dem n Angelegenheit, die-unser

Mittheilung ihr

Die Abhülfe diescs Uebel-

Neuem guseî türlichen Wunsck innersten Fnteressen berù Außerdem liegt unserer Mit-Stagaten lichen Blätter nicht ver überzeugt seyen, daß nicht

! ran, daf; die Meinun Fúr die Ad-

durch die gehässigen Fnsinuationen der dent"

fälscht wird, und daß u

allein unser eigenes Jnteresse, sonde"

dem feierliche Schr! Denn wenn wir, i"

t sind, daß un}

uns in der nsere Verbündete

den wir zu thun beschlossen haben SUUHFT. erden FANIEN, Mehrzahl unter Euch , der Ansich Bunde nicht lange mehr ohne Gefal so sind wir doch gleich wol.

daß auch unser für dasselbe auch gestalten mag des Wohlwollens nit

Verein mit der gegenivärtiges für die Ruhe der von dem lebhaftesten Wunsche dur ges Verhältniß wie sich 9iuspicien der Freundschaf ermangeln möge. umstdßliche Wahrheit, Unton beruht, einer Union, und Uebereinkunft herbeigeführt ist, Gemeinschaft unserer wesentli der gegründet ist jedoch auch der Schweizer theilt, als cines monarchischen - unterworfenen | tion von Reyubliken durchaus

Verhältniß zum so wie das Römische Schweiz bestehen kann, chdrungen/,

t und des gegenseitigen eine, von allen Schweizern anerkannte, u <t des Bundes lediglich in d die nicht bloß äußerlich durch f sondern in der vdlligen inne FInteressen besteht. die Ueberzeugung, welche die Maiok daß die doppelte Stellung Neuch! dem Scepter eines auswärtig

daß die Ma Er hat dagegen die Ver-

keine Zänkereien dort vorfallen.

und früh Verwirrung Stellung Bestand h

zweideutig hetrübende So lange diese doppelte die Eintracht in der Schwetz zu befe wird stcts zum Vorwand für neue Bew d der Zankapfel seyn, den man mitten aten wirft, um Trennung und Doppel - Stellung wird immt} F cs mit)

herbeiführen kann. wird es unmöglich seyn, ünsere politische Existenz 1 dienen; sie wir trächtig verbundenen Sta wirrung hervorzuru fort von Neuem Mißtrauen und nicht wünschenswerth, daß man allemal aus dem Wege schaf? giebt es nur zwei Mittel in guf seine Dberhoheits - sclbst, mit Aufhebung Republik und bloß als C muß im Gegentheil seine als thâtiges Mitglied des

Hypothesen -

gung brachte,

/ Le Durch ein Königl. Dekret ist ein neues Regulativ sür die diesseitigen Konsuln im Auslande fest- Jn den ersten Artikeln dieses Regulativs heißt s U ) Unsere Konsuln erster und zweiter Klasse, so wie der Vice-Konsul in Bona, sollen auf den Vorschlag Un- seres Ministers der auswärtigen Angelegenheiten einzig und allein unter Unsern Königl. Unterthanen gewählt werden. Die- selben müssen das 25ste Lebensjahr zurückgelegt haben. vorerwähnten Konsuln dürfen weder direkt noch indirekt ein Behufs späterer Ernennung zu den vakant werdenden Konsulaten, sollen mehrere junge Leute,

j u bestehen haben, einen vorbereiten- den Unterricht in den nôthigen Wissenschaften erhalten und, nach dem Beispiele der diplomatischen Alumnen, zu Konsular- | hatte, ihn so verrathen und verlassen würde. Nun ist die Sache

gesekt worden. l l es unter Anderem : fen, denn unsere O Unwillen erregen. die Ursache der Zwietrach ein - fs Um aber zu diesem Ziele zu (‘f Entweder muß uns Rechte. verzichten und Neucha!! rhishen Verfassung Kanton konstituiren; o schaft als Schweizer - Kanto

Von diescn Y anton Luzern in Ant ite ausführbar. Der Verwirk{\"

und Wege. seiner mona M Handels - Geschäft betreiben. Schweizer- der dasel

die ein doppeltes Examen

Bundes aufgeben. deren Alternative bereits der K

is jedo<h nur die zwe

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Alumnen ernannt werden, die sodann vorzugsweise zu den erle- digten Posten gelangen.

S yanten.

Madrid, 19. April. Folgendes ist das Wesentlichste aus dem (gestern unter den neuesten Nachrichten erwähnten von der hiesigen Hof-Zeitung mitgetheilten Bericht, den der Briga- dier San Juanena aus Guarda in Portugal unterm 16ten d. an den General Rodil erstattet hat: „Jch hatte alle Maßregeln getroffen, um im Fall des Widerstandes mit Gewalt in die Stadt einzudringen. Jch fand jedoch kein Hinderniß, obgleich die wich- tigsten Anhdhen und die Mauern des Schlosses mit Schildwa- hen der Portugiesischen Garnison besest waren. Da ich alfo sah, daß ich nichts zu fürchten hatte, jo rücête i< ohne Weiteres ein. Die Jnfanterie folgte mir eine halbe Stunde spâtet. Jch fand feine von Dom Miguels Behörden mehr vor; alle hatten die Flucht ergriffen, selbst der Bischof. Jch suchte auf der Stelle Nachrichten Über den Prätendenten und seine Gefolge einzuzie- hen, und ich hôrte, daß der ‘Prätendant gestern Abend um 7 Uhr in großer Eil in der Stadtangekommen war; er hatte den Tag mit Zu- rústungen zu seiner heutigen Abreise hingebracht, und als er erfuhr, daß ih um 8 Uhr Abends zu Pincio angelangt sey, machte er sich augenblicklich mit seiner Familie zu Fuß na< Castello-Branco auf den Weg. Einige Reiter folgten ihm, und sein aus 500 Mann, worunter 80 zu Pferde, bestehender Anhang vereinigte sich mit ihm um 3 Uhr Morgens. Um 11 Uhr \<lugen die Wagen mit all seinem Gepäck dieselbe Richtung ein. Der Cha- rakter der Personen, die ih hierúber befragte, ließ mich an der Wahrheit der Aussage nicht zweifeln, und ich befahl daher der Schwadron der Königin, den Wagen nachzuseßzen; dies geschah um 5 Uhr Abends, nachdem ich dem Befehlshaber die nôthigen Instructionen ertheilt hatte. Bis jest haben wir drei Kutschen des Prätendenten, 3 Packwagen, 2 Druckereien, einen Theil von einer sehr interessanten Korrespondenz erbeutet ; lektere übersende ih Jhnen; Sie werden darin einige Briefe des Ex - Generals Moreno finden, die von den vevrbre- cherischen Plänen desselben eine Vorstellung geben; außer- dem fiel uns no<h eine Menge der Familie des Prâätenden- ten und dem Bischofe von“ Leon zugehdriges Gepäck in die Hände. Da ich dies Alles aver selbst noch nicht gesehen habe, so kann ih Jhnen keine genaue Beschreibung davon machen. Ich theile Jhnen nur ein Verzeichniß von verschiedenen auf- gefundenen Gegenständen mit; darunter befinden sich drei für Silbergeschirr bestimmte Koffer, deren Jnhalt aber schon von den Soldaten des Prätendenten selbst gesiohien worden war; sie hatten eine Strece Weges wieder zurü>gemacht, um diesen Dieb- stahl zu begehen. Jhr Benehmen gegen ihren eigenen Herrn bewei|k, wie sehr die Anhänger des Prätendenten na<h Plünde- rung dúrsten. Unter den gefundenen Dokumenten sind auch ei- nige Briefe von der Gemahlin des Dot Carlos, welche die Drin- zessin während ihrer leßten Trennung von einander an ihn \chrieb; sle zeugen von den Schre>en und der Verwirrung, die in den leßten Tagen in dieser Familie geherrscht haben músen. Wenn morgen frúhß die Schwadron der Kömgin nicht zurückgekehrt ist, so werde ic) auf derselben Straße die Elite- Compagnieen des Cafsilischen Regiments abfertigen und bis zum Empfang näherer ZJnjtructionen von Seiten Ewr. Excellenz hier verbleiben. “Denn außerdem, daß ih das Einrücken einer Bri- gade úber los Alfogures erwarte, um den Weg von diesex Stadt nach Castello-Branco abzuschneiden, wie Sie es mir in Jhrem Bericht angedeutet haven, gedenke ich auch, alles aufgefangene Bepáck von hier nah Ciudad Rodrigo adzuschicken. Ich muß Ew. Excellenz benachrichtigen, daß ich die Gegenstände, über die fein Inventarium aufgenommen werde“ konnte, mit meinem Petschaft werde versiege!n lassen, denn ¿s würde zu viel Zeit erfordern, das ganze Gepäck zu untersuchen.“

Unter den Nachrichten, die das Journal des Dé-

bats in seinem nevesten Blntte aus Madrid vom 19. Apriïi

‘auzer dem gestern Mitgetheilten) no<h Folgen- ves: „Andere offizielle Berichte, außer dem Úber die Affaire von Guarda, hat man nicht úber die Expedition nah Portugal. Doch heißt es, daß es zu einem Gefecht zwischen den Migue- listen Und einem Spanijchen Corps gekominen sey, in dem fich vorz"glich das Regiment der Provinz Vallado!id avsgezeichnet gabe. Bis jekt hatten die Portugiesischen Detaschements an der Gränze die Spanier in ihren Unternehmungen nicht gestdrt; aber die Expedition des Ober-Generals Rodil wird cinen ernst- hafteren Charakter haben, als die früheren, und Dom Miguel ndchte wohl schon daran gedacht haben, ihr einigen Widerstand entgegenzusezen.““

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Kahira, 5. März. (Allgemeine Zeitung.) Jch habe Sie seit geraumer Zeit ohne Nachrichten von mir çelassen, weil ¡h wenig bemerfkenswerthe mitzutheilen hatte. Seit meiner Rückkehr aus Syrien hat sich hier nichts Jnteressantes zugetra- aen, Alles geht seinen gewöhnlichen, schleppenden Gang; die Kaufleute klagen wie früher, und so viel ich verstehe, immer mit mehr Grund über die Abnahme des Handels und ‘die stets wachsenden Bedrückungen von Seiten der Regierung; die armen Einwohner erliegen unter den ungeheuren Erpressungen, Und durch die fortwährenden Rekrutirungen wird das Land immer mehr entvölkert ; kurz, es sieht in diesem Lande schr traurig aus. Die Aerndten aller Arten von Landes-Produkten werden jäh: lich gerin- ger; mehrere sind gänzlich aus dem Handel verschwunden, weil inan dem Ackerbau zu viel Hände entrissen hat; die Einkünfte der Regierung nehmen folglich ab, und es wird ißr unmöglich, ihre ungeheuren Auszaben zu bestreiten. Ihre Finanzen sind gänz- lich ers<dpft, und es fann nicht lange fo fortgehen; Mehmed Ali is ein zu hellsehender Fürst, um nicht bald energische Maßregeln zu ergreifen, seinem Lande wieder aufzuhelfen. Uebrigens befindet sich derselbe seit geraumer Zeit hier, mehrere der in Alexandrien residirenden Europäischen Konsuln haben ihn hierher begleitet; nun \chi>en sie sich zur Rückkehr an , der Pascha selbs wird sich zu Anfang nächsten Monats nach Alexan- drien begeben. Die Französischen und Englischen Konsuln haben dem Pascha vor einiger Zeit Reclamationen wegen der Angelegenheiten Kandiens gemacht, worauf er sogleich seinem dortigen Statthalter Befehl gegeben haben soll,- die Vertwiesenen zurücfzurufen und ihnen ihr confiscirtes Eigenthurn zurükzustel- len. Man is hier allgemein der Meinung, daß, wenn jene bei- den Konsuln gleich anfänglich bei Ausbruch der Unruhen in Kan- dien dem Pascha energische Vorstellungen gemacht hätten, da ihnen die Befehle, die er Déman Pascha gegeben, gewiß nicht unbekannt geblieben, der blutigen Katastrophe vorgebeugt worden wäre. Die Nachricht von der Flucht Osman Nurradin Pascha's hatte Anfangs einen unangenehmen Eindruck auf den Vice-König gemacht, wie konnte er auch erwarten, daß ein Mann, den er zu ‘einem so hohen Range erhoben, dem cer sein ganzes Zutrauen geschenkt

ganz vergessen, oder scheint es wenigstens. Ganz unerwartet faßte der Pascha vor Kürzem den Entschluß, keine Polen mehr in seiner Armee anzustellen, ja ihnen das Landen in Alexan- drien nicht zu erlauben und die bereits in Aegypten befindlichen zu entfernen. Man glaubt, der Pascha habe diese Maßregel auf die Nachricht, daß 400 Polen aus Frankreih ankommen sollten, getroffen. General Dembinski nahm in Folge dessen seinen Abschied, entsagte dem ihm noch ufommenden Gehalt, und reiste nah Alexandrien ab, um nach î

ren. Der Pascha hat befohlen, jedem Polnischen Offizier 1500 hiesige Piaster (400 Franken) zu seiner Rúckreise auszuzahlen. Fbrahim Pascha, welcher aus Syrien erwartet war, fommt vor der Hand nicht, seine Hieherkunft ist auf unbestimmte Zeit ver- hoben; seine Gegenwart in Syrien scheint unumgänglich noth- wendig, da die Einwohner nichts weniger als zufrieden mit der neuen Regierung sind. Jn Aleppo wurde vor einiger Zeit eine Verschwörung entdet, welche die Hinrichtung von ungefähr 20 Personen zur Folge hatte.

rankreich zurü>zufeh-

0100p. Berlin, 4. Mai. Jn der gestrigen Sißung der geogra-

phischen Gesellschaft trug der zeitige Direktor derselben, Herr Professor Ritter, den Jahres-Bericht über die Leistungen, die Thätigkeit und die Veränderungen der Gesellschaft vor. Herr Major Blesson las über das eigenthümliche Verschwinden und Wiedererscheinen der Maas oberhalb Neufchateau. err Pro- fessor Walter gab einen Bericht über Frôöbel und Heer's geo- graphisches Journal, wozu Herr Geheime Rath Dr. Lichten - sein mehrere Bemerkungen machte, und dann einen Bericht über v. Siebolds bedeutende Schäße zur. Kenntniß von Japan, welche derselbe an Ort und Stelle gesammelt hat, erstattete. Herr Professor Zeune überreichte sein Werkchen: der Seeboden um Europa, 1stes BruchstÜk, und von dem Herrn Verfasser war eingegangen: Handbuch der Geographie von C. v. Bülow, welche Geschenke mit Dank empfangen wurden. Mehrere neu erschienene Karten wurden zur Ansicht vorgelegt.

Am Laufe des verflossenen Jahres sind im Regierungs:

Bezirk Magdeburg 764,881 wilde und 90,820 veredelte Obst- baum - Stärame angepflanzt, und außerdem 46,083 wilde Stámme veredelt worden. Am meisten hat sich bei diesen Baum - Pflanzungen der zweite Ferichowsche Kreis ausgezeich- net, in welhem allein 600,000 wilde und 6000 veredelte Stámme angevflanzt wurden.

Berichtigung. Jm gestrigen Blatte der St. Zeit.

S. 499, Sp. 3, Z. 9 sind hinter ,, Ereignisse‘ die Worte: „erlittenen Verluste// einzuschalten, S. 501, Sp. 2, 3. 3 v. U. statt „erkannten“/ l. „verkannten““.

In den ersten drei Monaten des laufenden Äahret selben Zeitraum des vorigen Jahres, allein unter den Nubrifen SOHLE, Accise und Stempel, ein Einnahme - Plus von überhaupt 360,000 Liv. Sterl. sattgefunden.

Haupt -Momente

neuerer Finanz - und Polizei - Gesezgebung des Auslandes, so

weit selbige den Handel betrifst. VIli.

Berlin , 30. April 1934.

Großbrittannien. Daß unter der gegenwärtigen Verwalt

Bedeutendes geschehe für die Brirtischen Finanzen, mag selbst von Gegnern nicht in Abrede gestellt werden. Wenigstens ist es Thatsache, daß die Ausgaben sich vermindern, obgleich man für tostbare Sec- rüstungen, wie für den Ankfanf fostbarer Kunstschaße Geld übrig har: jene Vermiuderung hat unter dem jetzigen Ministerium, zufolge anit- licher dem Unterhause vorgelegter Nachweisung, 1,322,000 Liv. Sterl. (beinahe 10 Mil. Thaler) betragen. Eben so sehr aber ist es Thar- fache, daß die Einnahme sich vergrößert, obglei Ziveige ganz aufgegeben, bei anderen die Tarife ermäßigt 1

ch manche Einkommen orden sind. gegen den-

f.

V es hat

Srankreich. Daß sich hier die Staa s-Ausgabe mindere, läßt

sich wohl kaum behaupten : doch scheint die Einnaÿzme auc hier mt Steigen zu seyn: wenigstens haben die Abschlüsse der indtekten Scencrn

S

für's erse Quartal d. Ï. gegen dasseibe Quartal von 1832 einen Ueber- chuß von 4,927,000 und gegen dasselbe von 1833 einen Ueberschuß ven 803,000 Fr. ergeben.

Bei der neuesten Ministerial - Organisation sind die Attributionen

des Handels-Minisierxiums, durch Königl. Ordonnanz vom 6. April d. Ï., folgendermaßen festgestelit worden :

Vorbereitung und Präsentation der Zoll - Gesetze:

Beischaffung und Veröffentlichung statistischer Dokumente über Gegenstände des Haudels, des Getwerbfeißes und des Ackerbau?s:

Instruction aller Forderungen und Reclamationen, welche die Antvendung der Zoll -Geseze, oder die Vrotection des Französischen Handels im Auslande betreffen: : © Rermwealtung und Organisation der Handels-Kammern und der Raths - Kammern für Künste und Manufakturen :

Entwerfung und Handhabung der Realoments für Gewerhb- treibende ;

Ertheilung von Erfindungs- Vatenten :

Approbation und Statutirung der anonymen Gesellschaften, der

Assekuranz- Compagnieen und der Sparkassen:

Anlage von Messen u1d Märkten ;

Polizei der Lebensmittel; Aufsteliung der Listen von Haudels Netablen; Ernennung von Wechsel - Agonten und Mäkkern (mit Ats nahme der Wechsel -Agenten zu Paris, welche beim Ressort des Finanz - Ministeriums verbleiben); -

Organisation und Zusammenseßung der Raths - Kammern der Gewerb - Verständigen ;

Verwaltung der Maaße und Gewichte ;

Konservatorien und Schulen für Künste und Gewerbe;

Schafereien, Thierarznei- Schulen :

Königliche Gestüte :

Vertheilung der Aufmunterungen für Handel, Gewerbe und Ackerbau ; :

Liquidation von Fischerei - Prämien ;

Kolonisten - Unterstüßung ; -

Unterstüßungen für Abgebrannte und Hagel - Beschädigte ;

Quarantaine - Sachen ; .

Bade - Anstalten; Organisation und Vorsitz des höchsten Handels- Raths, der Spezial - Raths - Kollegien des Handels , des Aerbaues und der Manufakturen, und des Ober - Sanitäts - Raths.

Die durch Verordnung vom 25. Oktober 1816 bestimmten For-

malitäten und . Fristen beim Woll - Transit, als überflüssig geworden durch die seitdem stattgefundene Einrichtung von Entrepots im În- nern, sollen vom 1. Juli d. J. ab wieder wegfallen.

Von der Douanen - Administration ist eine neue Plombirungs-

Methode für Zuker- und Tabacks - Fässer angeordnet, von welcher man Sicherheit genug hofft, um der bisherigen Nochwendigkeit vollständioer Réerification des Inhalts \olcher Fäffer künftig überhoben zu seyn. Eine Beschreibung der neuen Methode cnthält das Journal du Commerce Nr. 5796.

Das Projekt des neuen Zoll -Geseßes ste>t noch unerledigt in dn

Büreaux der Deputirten-Kammer. Jumittelst ist die öffentliche M i- nung demselben feinesröeges günstiger geworden. „Die Ersceinung dieses Entwurss‘/ sagt der Handelsstand von Havre in einer Adresse