1834 / 162 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

aufgegeben hat; dagegen weiß es diesctt Ausfall in andertt Welt- theilen zu erseßen, da seine Handels-Verbindungen in Amerika und na- mentlich in Asien mit Riesenschritten wachsen. Der neue Tarifder Nord- amerikanischen Union erniedrigt die Abgaben auf Wollen-Waaren, und seßt es fest, daß Merinos und die ans Kamm-Wolle verfertigten Zeuge künftighin zollfrei eingehn. Hiermit wächft der Absaß Englischer Ma- nufakturen, und nicht allein durch den vermehrten Bedarf jener Staaten selbs, sondern auch dadurch, daß Amerikanische Kaufleute Europäische Tücher für China suchen, um sie gegen Thee umgeben, dessen Verbrauch in den Freistaaten jährlich steigt, da ihnen derselbe, wie in England, Lebensbedürfniß geworden ist. Jn SúÚd - Amerifa hebt sich gleichfalls der Waaren - Bedarf mit der sch befestigenden Ordnung- und da die Haupt-Einnahmen jener Republiken (Peru, Bolivia, Chili) in den Douanen beftehn, und sie unzulängliche Ma- nufafturen haben, so gewinnen die Britischen Handels-Verbindungen auch hier durch heruntergeseßte 3dlle und mächtigen Schuß eine er- hôhte Thätigkeit. Umfassender noch is der Absaß Englands nach Asien, da es sich von Ostindien aus Neue Wege in das Funere dieses unermeßlichen Welttheils zu bahnen wußte. Das Fahr 1830 hat der Handels - Fndustrie Großbritaniens den seit einem Jahrhundert beschränkten China-Handel erdffnet, und leicht läßt sich crahten, daß England von den unmittelbaren Berührungen mit einem Staate von über 260 Milltonen Einwohnern , reichen Nußen zu ziehen verstehen wird. Die neue Bill der Ostindischen Compagnie A die lezten Hindernisse, welche dem Handel in Indien entgegen- anden, und vie Ausfuhr Europdischer Waaren, namentlich in Tü- chern, nim!at in schwunghafter Weise zu. Von dex Provinz Tenas- serim, welche von den Birmanen den Engländern abgetreten ward, haben Leßtere Handels-Verbindungen mit den Fürsten im Often von Birma und an die Gränzen von China angeknüpft. Direkte Ver- sendungen nah Canton reihen sich hier an, und der®Stempel der Ostindischen Compagnie auf Englischen Tüchern gilt durch gan China als Gewähr für die Güte der Waaren. Gegenwärtig i man beschäftigt, einen regelmäßigen Verkehr der Englischen Besiz- zungen mit den südwestlichen Provinzen von China einzuleiten , die Karavanen unter Englischen Schuß 4 stellen, und sich einen Handel anzueignen, welcher vor den Russtshen Ukasen seinen Weg von Deutschland durch Asien zu Lande nahm. Der Verkehr ins Jn- nere von Asien is gleichfalls beahtungswerth, und die Dokumente, welche das Parlament 1833 drucken ließ, beweisen, mit welcher Kraft und Beharrlichkeit England seine Verbindungen auch nach dieser Richtung auszudehnen weiß. Nicht minder ziehen die Handelssira- Fen nach Persien die Aufmerksamkeit der Engländer- auf sich; der Persische Meerbusen ward von Seeräubern gereinigt, und die Masse Waaren , welche vom Englischen Fndien aus jährlich nah Buschir und Bassora gehen, und von diesen Orten nach Jndien zurückgeführt werden, sind auf 17 Millionen Thaler berehnet. Diese Waaren o-= Fen auf Deutsche Fabrikate, welche durch die Levante kommen, und sih von Aleppo, Mosul und Bagdad über Syrien und Persien ver- breiten, und von hier aus thetlweise thren weitern Zug nach Fnner- Asien suchen. Jn dem so eben berührten Englisch - Asiatischen Verkehr sind Wollenzeuge, besonders Tücher, die gesuchteste Waare, U R E R pu N Baan auf cation úben, und wie dieses wiederum s Deutscher P A O / O e diese Andeutung besiehender Handels-Verhältnisse die Ue- berzeugung E welchen folossalen Umfang im le Bert der Handel mit Wollenzeugen einnimmt, so darf hierbei nicht Über- sehen werden, wie diese ausgebreiteten Beziehungen ihre ungeheuere Ausdehnung zum Theil der intensiven Steigerung der Fabrication und des Me der Stoffe selbs verdanken. Unser Zeitalter ist industriell, und das vorschreitende Maschinenwesen etwas Charak= teristisches desselben. Durch die außerordentliche Kraft-Ersparniß der Maschinen indeß werden menschliche Kräfte erhöht, die Kosten dev Hervorbringung vermindert, das Fabrikat selbs \{chdner, besser, man- nigfacher, dem Bedürfniß wie der Mode entsprechender, mit dem steigenden Luxus Schritt haltender, vor Allem wohlfeiler. Die natürlichfte Wirkung gesteigerter Fahrikagte bet verminderten Kosten ist die Vermehrung des Verbrauchs, deren unmittelbare Folge un- fehlbar der dringendere Bedarf des Werksto}s wird. : Hat demnach die Woll-Fabrication auf dem Wege der Vervoll- fommnung mit jedem Jahre umfassendere Fortschritte gemacht, so ward diese Steigerung dur ein Schritthalten intelleftueller Züch- tung unterstüßt und wesentlich bedingt. Wie bekannt, giebt es zwei Haupt - Raçen Merino s, sanftwollige und kraftwoollige, welche man mit Electoral und FJufantado zu benennen pflegt. Fn neuester Zeit versuchte sich die Kunst der Züchtung darin, die Vorzüge beider Racen zu verbinden, nämlich die Feinheit und Sanftheit der Elec- torals zu der Gedrungenheit und dem Kern *) der Jnfantado?s zu úgen. Unser unsterbliche Thaer sprach sich in einer sciner leßten Schriften (1825) Über die Oa dieser Strebniß, mit dem diesem großen Beobachter eigenthüm ichen Scharfblicke wörtlich da- hin aus: „„Jhrer Natur nach stehen sich Feinheit und Gedrungenheit einander entgegen, und in ihren höchsten Graden wixd man sie nicht zusammentreffen. Aber es giebt einen Punft, wo ste sich durch die Kunst der Züchtung vereinigen lassen ; einenPunft, wo Electa-Feinheit sich mit einem hohen Grade von O verbindet, Diesen unkt festzuhalten isff ohne Zweifel das Vortheilhafteste, aber dies ann nur durch eine mit großer Ueberlegung geleitete Paarung eschehen.“/ Scharfsinn und Beharrlichkeit fcierten hierin einen er- revlihen Triumph; das tersprünglich Widerstrebende ward ins Le- ben gerufen und gründete sich in einzelnen vorzüglichen Heerden zur eigenen Raçe , zum Kunft - Produkt. Und dieses Produkt (welches wir mit dem Namen „Deutsche Edelwolle// bezeichnen möchten, da dasselbe rein das Ergebniß Deutschen Fleißes, Deutscher Einsicht, Deutscher Beharrlichkeit) is eine Wolle, welche in engen regelmäßigen Bogen gleihfdrmig gewachsen, hochfein elastisch,

sanft, zart, dabei gedrungen, kräftig, ftumpf gestapelt ist; ein Stoff, welcher dem Fahbrifate Feinheit , Saniftbelt?

Leichtigkeit, Geschmeidigkeit , Halt, Ausdauer , und wo dies , wie

*) Die heutige Fabrication greift die Wolle in der Bearbeitun j S cutige 7 gre TWoile L eitung ungleich stärker an, alé ehemals, Kraft und Haltbarkeit werden daher Bedürfniß.

658

bei Tüchert, erforderlich, auch Undurchdrittglichkeit gewährt. Und nicht allein darum behauptet der Breslauer Wollmarkt n auf die- sen hierbei zurückzukommen) einen steigenden Weltruf, weil derselbe der früheste des Kontinents, uicht allein darum, weil derselbe dem Werthe und dem Umfange der Waare nah der Bedeutendsie des Erdenrunds, sondern vorzugsweise mit deshalb, weil eben jene Deutsche Edelwolle hier in größern Massen angetroffen wird, weil also hier das Fn- und Ausland seinen Bedarf in diesem Fndustrie- Erzeugniß umfassender zu befriedigen vermag. Vielseitig hdrten wir von den gediegensten Sachkennern das Urtheil fällen: daß, wenn man in Sachsen und in Märkischen Heerden auch Wollen gleicher Feinheit findet, ih dennoch Schlesische Edelwollen rüsitlih Oie E a Ar S in der Fabrication meist unerreicht en, den Leßteren in dieser Beziehung nur edle Wollen Mährens anzureihen wären. | aar i (Schluß folgt. )

Meteorologishe Beobachtung.

1834. | Morgens | Nachmitt. | Abends Rach einmaliger 10. Funt. | 6 Uhr. 2 Uhr. | 10 Uhr. Beobachtun, Luftdruck.… |332, 8 7 "'Par.|333, 4 8"'Par.|334, 0 1 "Par .Quellwä

Luftwärme 12,0 ° R. f R CPU A A O 7,29 R. Thaupunkt | 11,0°R. | 9,7°N. | 10/,8°R. lufwärme 15/1 °R. Dunfsisättg.| 92 pCt 60 yCt. | 86 pCt. Bodenwärme 12,7 ° R. Wetter... | heiter. | halbheiter. | heiter. Fxsdu / Wind... W. WSW. SW. Ausdünst. 0,077 Rh Wolkenzug SW. Niederschlag 0, 0 0 6 Rh.

Span. 731. 38 47.

Engl. 102. Russ. Holl. 953.

Span. 38 41. A8 5A.

Cons. pr. compt. 927. Holl. 58 974. 212 527. Russ. v. 1822 1064. Bras.

751.

London 3 Mt, 104. Amst. 3 Mt. 535.

204. Part.-Obl. 1378.

Präm. - Scheine 1163. Poln. 1313. Dän.

Auswürtige Börsen.

Klar Quo e O 5 Juni. __ Niederl. wirkl. 521, 52 do. 974. Ausgesetzte Schuld 17g Kand L E 208 Moi, OIL SLC L: S 1831) 972 Preuss. Prämien - Scheine 105. do. 48 Anl. 985.

Russ. (v. 1831) 975 Oesterr. 981. 5g

Hamburg, 9. Juni. Oesterr. 52 Metall. 100. 4g do. ‘92. Met. in Hamb. Cert. 97.

Russ. Preuss,

21.2 31,

Bank-Actien 1298.

72.

Holl. 52 95.

London, 6. Juni. Belg. 981. Portug. v. 1831 767. Griech. v. 1825 35, 34.

Span. 431, 32 461, 471.

Mex. 6g 443. Columb. 283. 3.

St. Petersburg, 3. Juni, / Hamburg 3 Mt. 98, Silber-Rubel 3585.

Paris 3 Mt. 1127.

i ; Wien, 6. Juni, 5g Met. 993. 45 907. Bank - Actien 1278 Lonse zu 100 FI. Neue Anleihe v. 1834 1131 à 114.

Donnerstag, 12. Juni.

in 2 Abth., von L. Angely.

Bellini.

Im Schauspielhause : Anaïs. prose, par Scribe.

Donnnerstag, 12. Juni. Kapellmeister Franz Gläser. heutigen Vorstellung gültig. Freicag, 13. Juniïi.

Akten, von J. Nestroy.

Eg T

Neueste N

|

Paris, 5. Juni.

Königliche Schauspiele.

; Im Schauspielhause : abend, fomishes Ballet in 1 Akt, A R rangirt und komponirt vom K.

Vorher: Zum Erstenmale wiederholt: Die Zwillingsbrúder, Posse

Musik ar- Kammer-Musikus H. Schmidt.

D Freitag, 13. Juni. Jm Opernhause: Die Familien Capu- letti und Meonteccdi, Oper in 4 Abth., M M d

Musik von

(Mad. Schrôder-Devrient: Romeo, als Gastrolle.)

( [ Pour le trosième début de Mlle, 1) La reprise de: Valérie, comédie en 3 actes ei en il 2) L’oncle rival, vaudeville en 1 acte. (Dans la première pièce Mlle. Anaïs remplira le rôle de Va- lérie, et dans la seconde, celui de Julie.)

G E ad, ; es Adlers Hor / komische Oper in 3 Akten, von K. von G N,

Musik vom

Wegen Heiserkeit der Dlle. Hähn i , c h . Hähnel kann die Oper „Norma“‘/ nicht gegeben werden; die bereits gelösten Billets bleiben zur

ag j Der böôse Geist Lumpaci oder: das liederliche Kleeblatt, Aoubie - Bui it E Musik von A. Müller.

achrichten.

Vorgestern Abends arbeitete der Köni

O ; E itete der Köônig | E E n den Ministern des Handels, der auswärtigen | Angelegenheiten und der Marine. Gestern Mittag begaben sich

Bekanntmachungen.

Stif, b ri e f.

Der des Verbrechens des Hochverraths verdächtige, unten fignalisirte, Studiosus juris August Hindemith aus Breslau, hat sich der gegen ihn eingeleiteten Cri- minal-Untersuchung durch die Flucht entzogen.

“Jm Auftrage des Königl. Kammergerichts ersuche

ich alle diesseitigen und auswärtigen Polizei-Behbrden

ergebenst, auf den 2c. Hindemith zu achten, ihn im

Betretungéfall festzunehmen und in die Gefängnisse der ausvoigtei hierselbst unter sicherer Begleitüng gegen rstattung der Koften abzuliefern.

Berlin, am 6. Juni 1834.

Der Untersuchungs - Richter, Criminalrath Damba ch.

Signalement des Hindemith. Name: August Hindemith, Stand: Studiosus juris, Geburtsort: Breslau, Alter: 23 Jahr, Größe: 5 Fuß

auf

(L. 8)

arts Edictal-Citation.

Auf den Antrag seines Curators werden der Ma- tròse Johann Michael Köhn, geboren den 8. Decem- ber 11777 zu Neu-Rothemühl, welcher im Frühjahr 1803 seinen damaligen Wohnort Eggesin hiesigen Amts in der Absicht verlassen hat, um in Stettin sih als Matrose zu verheuern, seitdem aber gänzlich verschollen ist, vder die von ihm etwa zurückgelassenen unbekann- ten Erben hierdurch vorgeladen, sich vor oder in dem

den 11. December d. I, Vormittags 10 Uhr hierselbst vor uns, anberaumten Termine persönlich oder s{riftlich zu melden, und weitere Anweisung zu O, egen A 2c. Köhn für todt erklärt, ein zurückgelassenes Vermögen seine i Exben ausgeantwortet werden wird. L Ueckermünde, den 23. Februar 1834. Kon. 0l: Preuß, ZU8sliz-Amt.

Wiebkfker.

7 Zoll, Statur : {lank, Gesicht: rund, Gesichtsfarbe : blaß, Augen : blaugrau, e fraus und dunkelblond, Stirm : breit, Nase: groß, Mund und Kinn: gewöhn- A Baxt: blond und schwach, Besondere Kennzeichen : ehlen.

„Zum Verkauf der Nathan Oppenheimschen Grund- stücke zu Charlottenburg, in der S oraifirae Nr. 98. und 29. und in der Schloßstraße Nr. 8, aus freier Hand, habe ih aufgetragenermaßen einen Termin auf den 25, Juni, Nachmittags 4 Uhr, in Charlottenburg,

Aligemeiner Anzeiger für die Prenßishen Staaten.

Spreeftraße Nr. 29, angeseßt, wozu ih Kauflusti i c b, ige mit dem Bêmerken einlade, daß die Grundka täglich

besehen werden fönnen. Berlin, den 24. Mai 1834.

Justiz -Commissarius Behrendt.

Literarische Anzeigen.

imtmerstraße Nr. 29, i eben erschienen und vit A L in allen B

Bei A. W. Hayn, handlungen zu haben :

„Aas Me he Städteordnung

- November 1808, mit den gesezlichen sow

2 reglementsmáßigen ergänzenden and l etudan FMMMLLGRN nebs der revidirten Städteordnung

mit den dazu gehörigen Verordnungen vom 17. März

1831, und einer Vergleichung beider. Von I. D. F.

Hofrathe.

Preis 17 Thlr.

I 4 j I ost-Reise-Handbuch von C. F. Jahn, Königl. Geheimen - Post- Reyvisor.

1933.

Rumpf, Königl. Preuß. 6te vermehrte Ausgabe.

Vierte veränderte Ausgabe, 45 Thlr,

Se. Majestät, begleitet von den Adjutante | von Montalivet, 2 Nevilly nach Beriailles. R r O E __ Der Moniteur berichtet: „Die Ratificationen des anf 22sten April zwischen den Regierungen von Frankreich, Groß, britanien, Spanien und Portugal algeschlossenen Traktats | sind am 31. Mai zu London ausgewechselt worden, und die Regierung Sr. Majestät hat die Ratificationen der drei andery Mächte empfangen.‘ (Man vergleiche hiermit die Sibung dez} Oberhauses vom 5. Juni oben unter Großbritanien, wona | diese Austauschung, wenigstens von Seiten Portugals, noch nic | stattgefunden zu haben scheint.) l

vorgestern von seinem Landgut zu Bellevue nach Paris i hatte gleich nach seiner Ankunft U Konferenz mit C1 Engl | hen Botschafter, Lord Granville; Abends konferirte er mi | Herrn von Rigny. Man glaubt, daß diese diplomatischen Un | terredungen auf die Angelegenheiten der Schweiz Bezug hatten, F

Der Marschall Gérard is von hier nach dem südlichen Fran rei abgereist. F

Man versichert, daß der Minister der auswärtigen Angele, F A Herr von Rigny, nächstens zum Pair erhoben wer: F

n solle.

General Mina wird im Laufe dieser Woche in ‘Paris (r; wartet, da er von seiner leßten Krankheit e Se ine : sobald das von der Königin Christine erlassene Amnestie : Dekt; F in London bekannt wurde, augenblicklih den Entschluß geäußen F haben soll, unverzüglich nah Spanien zurückkehren zu wollen, |

Der Minister des Innern soll bereits eine Anzahl von By richten über die Stimmung in den verschiedenen Departementz F mit Hinsicht auf die bevorstehenden Wahlen von den Präfekten E erhalten haben und nun diejenigen ‘Punkte kennen, wo die twe F nigste Aussicht auf Erfolg für die ministeriellen Kandidy

ten vorhanden ist. Da aber das Ministerium die nume rische Stärke der legitimistisch - republikanischen Partei noh niht hat ermitteln können, fo soll ihm die Allianz die

ser beiden Parteien große Besorgniß: erregen. Jndeß be F hauptet man, daß es, ungeachtet aller Versicherungen der legiti mistischen Blätter in Paris und in den Departements vom Ge gentheil, doch im Súden noch eine große Anzahl von Royalisten gebe, die sih weigerten, an den Wahlen Theil zu nehmen. : a ist F zu A des Generals Lafayette ver: F odtenfeier ruhig vorübergegangen; die ganze j E A O bi, E A E j : achrichten aus Toulouse vom 31. Mai zufolge, ist die s dieser Stadt, die durch einige Charivaris E | nachdem man ungefähr 20 junge Leute verhaftet hat, wiederher: gestellt worden.

Ein vom Moniteur míitgetheilter Bericht des Generals Voirol zeigt an, daß die Französischen Truppen in Algier eine F Expedition gegen die Hadschutas unternommen und sich diesen Araber-Stamm, nachdem sie ihm eine tüchtige Niederlage beige: bracht, gänzlich unterworfen haben. |

In diesen Tagen wird hier Don Manuel Gonzales Allende

Befehl gegeben habe, keinem Spanischen Karlisten | O in den an Spanien A Dept gestatten.

Herr von Rothschild hat die úber London hier bereits be fannte Nachricht von der angeblichen Einschiffung der beiden Prinzen Dom Miguel und Don Carlos heute früh auch übe Madrid erhalten, und man ziveifelt daher nicht mehr an der Authen- ticität derselben ; auch wird behauptet, daß Spanien nun nächstens von Portugal ein Hülfs-Corps von 19,900 Mann unter den Befeh- len des Generals Saldanha verlangen werde, um die Jusurrec tion in den Baskischen Provinzen zu unterdrücken. Ÿ zählt sich, daß Dom Miguel, ehe er Portugal verlassen habe, genöthigt worden sey, dem General Saldanha alle Kron- Kleine F dien auszuliefern.

Man etr: F

A E

Heute {loß 5proc. Rente pr. compt. 105. 95, fin cow, 106. 20. 3proc. pr. compt. 79. 15, fin cour. 79. 40. 5pro(. Neap. pr. compt. 95. —. fin cour. 95. 25. Conpon détaché 5proc. Span. Rente 745. Zproc. do. 451. Cortes - Obl. 327. Ausg. Span. Schuld 165 |

Frautfurta. M., 8. Juni. Oesterr. 5proc. Metall. 100; proc. 921. Bank-Actien 1561. Part. - Obl. 1397. G. Loose zu

109 Fl. 210. Preuß, Präm. -Sch. 57%. Holl. 5proc. Obl. 962 Poln. Loosc 657. Span. 5proc. Rente 724. Z3proc. do. perp.

N

Bs

E

l ap

vi iei mik

Nedacteur Cottel.

r a T CIRAAK S I I D Arr r m

Gedruckt bei A. W. Hatt

Inhalt:

I, Abschnitt. den Europäischen Staaten in Bezug auf die Be- F förderung der Reisenden etc. 5 ITL Abschnitt. Uebersicht der Münz-, VVegemaals- F und Gewichts-Verhältnisse in Europa. i Anhang, Die wichtigeren Reiserouten,

Darstellung des Postsuhrwesens in F

nserm Berl e e schei is e N ! Verlage erscheinen seit dem 24. Mai d. J: ommissions-Berichte der Großherzo Badischen evangelisb-protestantischen

General yhnode

; des Jahrs 1834. Diese Berichte können jest bei allen in- und auslân- dischen Wohllöblichen Post Fbörden bestellt und bezogen rden. Die Versendung geshieht bogenweise per Briefpost | (8 B fr a Großherzogtbum Baden Brant Y L E E im Buchhandel per Hf Karlsruhe, den i. Juni 1834.

n Dîe lich

R2

- -

Preis: geh.

| Controleur, Post - I idler-Orden vierter

“gleich zum

Künste am Zten d. "richt f ! "und Anerkenntnisse l "durch den Direktor der Akademie, Bei der Akademie als

Prämien erster Klasse. Die Maler und Zeichner Julius S Gilhelm Pohlke; “nand

i ha g

“George und Ï der Zeichner un " delleurs ) “Sanguinetti. ll. Bei der hiesigen 1 ‘vorigen Jahre 744 betrug, Die große silberne Preis-

h L in av Albert Ferdinand -Mertens,

" GVeißmäüller, S gen; Johann múnde, und R * Tischler, aus Ham

Chr. Fr. Müller’ sche Hofbuchhandlu 18 f:

Der Oesterreichische Botschafter, Graf von Appony, kay M 162, u

nrg E EIET E m T I I ERES S E E E x I R M MUREEZ O P A O-A M-W.“ E En O L E L L AR L ROE

Amtli Kro

Se. Majestät der König haben d

Ko

Der Justiz-Kom

Jn der M M. dem akademischen Senat zuerkannte Prämien

olgende von

s.

August Fis

onrad Albert

Ludwig

Gust

B der A Mai von Madrid abgereist ist und von Þ Ida n N ne Kittel, Graveurz E Seiden

die Sbiiide Ande i O, (POREn O I, E fünkev4 Friedrich Keyfs er, Wappenstecher ; Albert Sowald, Der hiesige Spanische Konsul 6 fat E * Maurer, sämmtlich aus Berlin, und Karl Wilhelm Friedri ch

die offiziell An Spanische Konsul hat seiner Regierung nun Ÿ Khne, Graveur, aus Charlottenburg.

ie offizielle Anzeige gemacht, daß das Französische Kabinet den 9) Die kleine silberne Preis-Medaille.

Fohann Fri

\ udwig Wilhelm T [helm Stülpnagel, Knopftnacher; Karl Friedrih Win- T felmann, "Parey, " chanifus ; mann J Bronceur, sämmtlich Eduard Bribke, * deus Ber

Gold ¿ Maurer ;

kes, de

3) Als a Karl August

* Cwald Florentin Krafft, Wilhelm Elsasser, Zeder sechs Hefte der Bußler

Simonsf\ohn,

ler, Seidenwirker, Johann

* nand Quappe, Mechanikus,

sämmtlich

Masberg, Stuben-

G

Tischler,

rich Bernhard

| Friedrih Knocke, Tischler i Benjamin Rei Ï B erhielten jeder Z Hefte desselben Werkes.

4) Der unter

Flor. Kraft, Formstecher, i Wilhelm Heink, Glasschleifer, aus Zechlin, wurden dur) dffentliches Lob ausgezeichnet.

ll}. Bei der

T welche 123 Schüler

Medaille: Frie Ferdinand S ch V er de

gen, welche 255 Schüler zählte und vorigen Jahre ertheilte © Th im, Kupferschmied, | Johann Alber | von der hiesigen fes: Vorlege-Blätter für M Liebmann, Gold-Arbeiter, N rungen, und Hei ' veits beide Medaillen besißt, wurde durch öffentliches Lob * ausgezeichnet. Alie vier sind au ; V, Bei der Kunst- und H I zig, welche 40 Schúler zählte, Gold- Arbeiter, die große silberne Tischler, und Karl

Reimsfeldï,

| erhalten die kleine silberne

find aus Danzig

V1, Bei der Kunsi -/ B ves lau, welche

1) Die Eduard K

Gebauer, Tischler, aus Groß-Bohrau.

*) Man vergl. den Bericht über die vorjährige Preis -Verthei-

lung der Afademi

Notar im Departement des Ober- Naumburg bestellt worden.

Pr Der Maler und Zeichner Theo uer und Modelleurs Karl Heinr Wolf. Prämien dritter Klasse. Die Maler und Zeichner Johann Heinrich Eduard Karl Lud d Kupferstecher Rudolph Herzberg; die Mo-

Theodor Karl Friedri ulius Rolle, Graveur;

Geschirr-Dreher, Friedrich Severin, Tischler, Ba Johann Matthias von der Sahe, urg.

Allgem

e104

C mrr ACrS Er I” T I E S A A E E S Pr S LE S Eu a I LEIR N I TIR E

che Nachrichten. if Ves Adr

em General-Postkassen- mmissarius Krohn zu Berlin, den Rothen Klasse zu verleihen geruht.

_——— ——

missarius Spangenber

g zu Suhl ist zu- Landesgerichts zu

Sik6ung der Königlichen Akademie der wurden nach abgestattetem Jahres - Be-

und den anwesenden Prämiirten als Vorsißbenden, überreicht : Schule für Künstler erhielten :

publicirt ,

chrader und Karl

der Bildhauer und Modelleur Ferdi-

cher. ämien zweiter Klasse. dor Rabuske; die Bild-

ih Gramzow und Karl

wig Ferdinand Kregenbrink;

Wilhelm Stürmer und Alexander Kunst- und Gewerk Schule, deren erhielten : Medaille. Formstecher ;

edrich Theodor Múller, Former; Karl heyssen, Goldschmied; Karl Wil- Wilhelm Theodor Friedrich Karl Wilhelm Groth, Me- ch Griese, Tischler; Her- Karl Leopold Gen s, aus Berlin gebürtig; Friedrich Ludwig Töpfer, aus Alt- Ruppin; Georg Ama- (., aus Rothenburg in Kurhessen; Peter“ aus Mittelbach in Rhein-Preu- aus Tanger-

Arbeiter; August

sg

ßerordentlihe Anerkennung. Wilhelm Hoppe, Formstecher ; Wilhelm desgleichen, und Ferdinand Steinmes, alle drei aus Berlin gebürtig, schen Verzierungen; Eduard old-Arbeiter, Karl Friedrich Gustav M ül- Heinrich Wilhelm Ferdi- Albert Eduard Mekenthin, aus Berlin; Karl Georg Wilhelm Maler , aus Perleberg; Johann Hein- Tischler, aus Magdeburg; Johann , aus Ellenberg, und August Instrumentenmacher, aus Tilsit,

n Prämiirten bereits genannte Wilh. Ew. aus Berlin, und Karl Friedrich

U

Engel, chenba d,

de

Bauschule in Magdeburg, zählte, erhalten die éleine silbernePreis- drich Me \ch, Maurer, aus Magdeburg, und wennigkte, Maurer, aus Esmsloh. Kunstschule zu Königsberg in Preu- auch dicómal das ihr im te, erhalten Karl Eduard diegroße silberne Preis-Medaille; t Strasburger, Maurer, ein Exemplar des technischen Deputation herausgegebenen Wer- aurer in 42 Abbildungen; Julius drei Hefte der Bußlerschen Verzie- h, Zimmermann, der be-

Kunst- und

Lob *) verdien

nrich August Klot

s Königsberg gebürtig. andwerks-Schule in Dan- erhält: Otto Julius Stüßer, Preis-Medaille; Johann Karl Ludwig Jäger, desgl., Preis-Medaille. ÄAlle drei Prämiirte gebürtig. è Bau- und Handwerksschule in 330 Schüler zählte, erhalten :

ße silberne Preis-Med Tischler, aus Breslau,

aille.

gro und Karl E.

eese,

L n D d rk R E E E E

große Medaille {on erhielt , erwähnt; auch verdient es Anerkennung, Gewerks- Klasse zeichnet hat.

M elix Ltt as.)

brzw Err E

aus Breslau; und

Maurer ,

3) August Knäbel, wurde

Berlin, den 10. Juni 1834. Königliche Akademie Dr. G.

Abgerei st: Der Pair

tigte Minister am hiesigen Hofe, ‘Marienbad.

sandte u

de los Rios, nah Baden- Baden.

9) Die kleine silberne Pre Ernst Hoffmann, Múühlenbauer, mann, Maschinist, Beide aus Pirna; Fra Maurer, aus Reichenbach; Morib Hahn, Schneeberg; Karl Meinicke, Alexander Fähndrich, Maurer, Bönsch, Maurer, Berthold Finck, Maurer, aus Berlin.

Maurer - Polier,

sich durch erfreuliche

von England, Königl. Großbritani-

he Geheime Nath, außerordentliche Gesandte und bevollmäch- Graf von Minto, nach

Der Königl. Spanische Kammerherr, nd bevollmächtigte Minister am hiesigen

Preußishe Staats-Zeitung,

¿n ut Ai

is-Medaille.

und Wilhelm Hof-

u Hoffmann, teinmeß, aus

aus Petrifau;

geln entgegen war. Doch hat sih darum meine persönlichen Charakter und die Bewunderun ordentlichen Kenntnissen und seiner tiefen

vermindert. mann, der sih zwar in seinen Ansichten irrte,

_ O P D M Ale M M m C M L I Aa A a aa Q T De L M A Cb C S D

Hochachtung für seinen , die ih seinen außer- insiht zollte, niemals

betrachtete*ihn stets als einen echten Staats- aber einen \o hel-

Jch

aus Oppeln; Julius | len Verstand besaß, daß er, wäre er am Leben geblieben, gewiß Karl Glü, Maurer; | seinen Jrrthum längst eingesehen und vermöge seiner Aufrichtig- Karl Kunze, Sclosser,/ feit auch bekannt haben würde. Jch wartete daher geduldig auf die natürliche Entwickelung der Ereignisse und auf die Resultate

aus Jacobskirch, der die mit dffentlichem Lobe daß diesmal die Bau- Fortschritte ausge-

der Künste. Schadow, Direktor.

außerordentliche Ge- Hofe, Chevalier

AuLtas

Paris, 5. Juni. tritt Herr Thiers als

„Kot Loire haben beschlossen, feine Fond Namens-Feier des Königs bestimmt eigenen Armen zu vertheilen.

lassen, an dessen Schlusse er,

den Gerüchts , erklärt, daß

zux er der

entfernen, als es ihm vollkommen

Kurzem mit seiner ganzen um in seinem Vaterlande Das Journal des Débats England, Frankreich, steren Mächten, meint

sel eine Repräsentativ - V nachdem eine solche aber einmal b nicht länger mit anschen können, Throne unaufhörlich mit der Anar so sey denn jene Convention zu da nun hierzu die vereinigten hinreichen würden, so sey die reichs als eine rein moralische zu eine Maßregel betrachte, die haupt\á gerichtet sey, die durch ihre Grund rer R einer direkten Theilnahme an den sem Theile von Eur sey ganz einfach zur Pacisicirung terzeichnet worden , und liefere zug es Angelegenheiten gäbe, die in Englands und Frankre

London ohne die Mitwirkung

Großbritanien Parlaments -Verhandlu zung vom 5. Juni. die im Jahre 1 citäts-Akte als höchst un Schifffahrt bezeichnet h lung der Britischen Rhederei daß in den frühesten Zeiten die

atte, ging

dargeboten habe, sondern gab zu, 111, der Handel in „Von da an“ hinter einander beschükt, bald vernachlässigt.

im Jahre 1651 gingen die durch die 13te und

Es war oft mein Schicksol, mit

e in der St. 3. vom 16. Juni 1833 Nr. 165,

durch jene häßenswerthen Geseße

Zeitungs-Nachrichten.

Frantre d

In dem hiesigen Kandidat des Ministeriums und Salverte als Kandidat der Oppositio ; Die Gazette de France bemerkt, daß eine Wahl-Reform nicht bloß von ihr, ßondern von noch §8 andern Zeitungen der auptstadt und von 60 Provinzial-Blättern verlangt würde, -und schmeichelt sich sonach, daß nicht bloß in der bevorstehenden Kammer, sondern in ganz Frankreich ne Wahl-Reform, kein Budget !“ Verschiedene Gemeinden im Departement der Maine und

Paris und Lyon Verwundeten herzugeben, sondern die für die

Der Marschall Bourmont hat unterm 31. v. M. ein Schrei- ben in die zu Genf erscheinende „„Europe centrale‘/ einrúdcken Widerlegung eines

so weniger die Absicht zumuthen köônne,

rúcézukehren, und er sich in der That vorgenommen habe, binnen Famile das seinen Wohnsiß außzuschlagen.

liche Lobrede auf die zu London abgeschlossene Convention zwischen Spanien und Portugal. der Verfasser dieses Aufsakes, völlig gleichgültig seyn können, ob auf der Pyrenäischen erfassung eingeführt werd

Stande gekonmen, die nichts weiter beabsichtige, als die Entfernung der beiden Prätendenten ; Kräfte Portugals und Spaniens Mitwirkung Englands und Frank- betrachten; Úbrigens habe man sehr Unrecht, wenn man den Abschluß des mehrerwähnten ertrage als

säße und durch die Formen ih- egierung noch mehr als durch

opa abgehalten würden; Spaniens

ichs geordnet werden könnten und dagegen auch andere vielleicht nicht minder wichtige Dinge in ! Oesterreichs, Rußlands und Preu- ßens abgemacht werden könnten 2c.

(Nachtrag. ) | 823 vom Parlament angenommene Zoll-Recipro- politisch und verderblich

; Geseke ein. Englische National - Politik der Schifffahrt keinen Schuß vermöge

daß bis zur Regierung Eduards allen Beziehungen ganz frei gewesen sey. , fuhr der Redner fort, „war häufigen Wechselfällen ausgeseßt : Im ersten wurde der Schuß auf Großbritaniens Seeleute ausgedehnt, und Maßregeln durch, welche späterhin 14te Akte Karls Il. seitdem stets als die Schifffahrts - Gesetze dieses Landes galten.

Meinung zu seyn , dessen Handels-Politik der Beibehaltung der

n d.

5ten Wahl- L err n auf.

der Ruf ertônen werde:

Unterstüßung der in

s zur

gewesene Summe unter ihre

umlaufen- Französischen Regierung um ihn von der Gränze zu freistehe, nah Frankreich zu-

Genfer Gebiet zu verlassen, enthält eine ziemlich ausführ-

Den beiden er- habe es Halbin- e oder nicht ; eliebt worden, hätten sie es daß zwei verfassungsmäßige hie im Kampfe lägen, und

chlich gegen diejenigen Mächte ihre geographische Lage von politischen Ereignissen in die- die Uebereinkunft und Portugals un- leich den Beweis, daß, wenn Wien ohne die Mitwirkung müßten,

20,100, und Jrland. i ngen. Unterhaus. Siz-

Nachdem Herr Young

für die Englische er in eine historische Darstel- Er leugnete nicht, ausschließlicher Privilegien

er mehrere Jahre bald wurde er Jahre Heinrichs VIII.

bestätigt wurden und

Herrn Huskisson verschieder

der L auch seine Nach fürchte ih doch, äußerlichen und nahm dann verschiedene Geseze in Bezug auf die Schifffahrt durch, daß die Schiffe von einem Engländer geführt, mit einer gewissen Anzahl Englischer Matrosen bemannt werden und nach Verhältniß der an Bord nehmen müßten, mene Ausbesserung eines A Kosten auf die Tonne betragen dürfe, er

Aber der Prophet ist niht mehr, und wenn sich folger an seinen Mantel gehangen haben, #0 daß es ihnen nur gelungen seyn möchte, sich der werthlosen Hülle zu bemächtigen.// Der Redner

Matrosenzahl eine gewisse Anzahl von Lehrlingen daß die in fremden Häfen vorgenom- Englischen Schifss nie mehr als 20 und daß die Rhe- hohe Abgaben zu zahlen hätten, ehe sie ein

sehr Dies Alles, sagte er, {ey

Schif} flott machen könnten. eine drúckende Last für die Rhederei. (Hört, hört!) Die frü- heren Gese6e, fuhr er fort , seyen viel gerechter gewesen; so sey z. B. verfügt worden, daß der Kohlenhandel und die Küsten- \chifffahrt nur von Britischen Fahrzeugen betrieben werden dürfe, daß keine Waare aus Asien, Afrika oder Amerika auf andern als in England erbauten Schiffen und daß keine Europäische Waare auf fremden Schiffen nah England eingeführt werden solle, außer wenn sie direkt von dem Ort, wo sie gewonnen oder fabricirt worden, hergebracht werde; diese Beschränkungen seyen aber später sehr gemildert worden, und dadurch, so wie durch die Veränderung in den Hafen-Gebühren und andern Abgaben, habe der Ausländer einen entschiedenen Vortheil über den Jn- länder davongetragen; diese Gebühren seyen auch in Folge von Verträgen , die man kraft der Zoll-Reciprocitäts-Akte abgeschlos- sen habe, abgeschafft worden, und es sey dabei nicht zu vergess- sen, daß die vorgenommenen Veränderungen dem Lande etwas theuer zu stehen gekommen, indem man die durch die Reductionen entstandenen Ausfälle aus dem fonsolidirten Fonds erseßt und seit dem J. 1825 nicht weniger als 261,000 Pfd. dafür verwandt habe. Der Redner citirte dann eine Rede des Herrn M e worin dieser gesagt hatte, daß da, wo Handel und Schifffahrt mit ein- ander in Kollision kämen, der Handel stets der Schifffahrt nach- stehen müsse. „„Dies““, sagte er, „ist eine höchst wichtige Ein- ráumung, die das Haus ganz besonders zu berücksichtigen hat. Nun mache ih mi aber anheischig, zu beweisen, daß unser Verfahren gegen das Ausland, indem wir ihm, gestüßt auf den Grundsa6 der Reciprocität, Alles bewilligen, was nur irgend in unserer Macht steht, ‘und uns in Betreff des Dankes dafür auf seine Rechtlichkeit verlassen, die Kauffahrtei-Schifffahrt Englands, statt ihr zu nüßen, fast ganz zu Grunde gerichtet hat. Die fremden Nationen haben in ihrer Verhärtung gegen uns niht nachgelassen, wie sie es versprachen , sondern überall die Zölle gegen uns aufs Furchtbarste erhöht. Herr Huskisson, als er seine Maßregel einbrachte,- erklärte zugleich, daß, wenn feine erabseßung in den Zöllen von Seiten des Auslandes ginträte, England sich dafür rächen müßte. Jst dies aber geschehen ? Amerika, sagte der sehr ehrenwerthe Herr, würde seinen Tarif erhöhen, wenn England sein System nicht modificire. Die Mo- dificirung hat stattgefunden ; ist aber der Tarif herabgeseßt wor- den? Auch die Vereinigten Niederlande und Deutschland, hieß es, würden ihre Zölle herabseßen, wenn wir ihnen erst das Bei- spiel dazu gäben; wir waren so großmüthig, aber es erfolgte seit 1826 ein 10pCtiger Zoll auf Englische Waaren, und nach drei Jahren trauriger Erfahrung sahen wir uns zu Repressalien genöthigt. (Hört!) Dies war die erste Wirkung des so geprie- senen Reciprocitäts- Systems , auf das Herr Huskisson so große Hoffnungen baute, als er seine Bills einbrachte. Was den Hans del mit Spanien anbetrifft, so kann ih ein Beispiel anführen, wovon ih selbst Zeuge war, und welches beweist, wie sehr die Spanische E uns zum Nachtheile gereicht. Spanische und Englische Schiffe wurden in der Themse neben einander für einen und denselben Hafen der Halbinsel befrachtet, und man brachte die Waaren úber das Verdeck der Englischen auf die Spanischen Schiffe hinüber , die eine dreimal so starke Fracht, als die Eng- lischen erhielten, und warum? Weil die Spanischen Schiffe nicht so hohe Zölle zu entrichten haben, wie die Englischen. (Hôrt!) Was Frankreich ‘anbelangt, so zeigt der Bericht der dorts hin gesandten Kommissarien, Herrn Bowring und Vislliors, n'ar zu deutlich, welche Prinzipien dieses Land zur Richtshnu in seinem Verfahren genommen hat. Es sagt, diejenige {ey die reichste Nation, die am meisten ausführe und am wenigsten ein- fúhre, und es hat daher die Zdlie auf Englische F{brikate ver- dreifacht. Js das die uns verheißene Freundschaft? (Hört!) Preußen und andere Deutsche Staaten, für die England so viel gethan hat, gehen in diesem Augenblick damit um, einen Kordon gegen alle Englische Waaren zu ziehen. (Hört!) Und, um noch nähere Beispiele anzuführen, so müssen alle Englische Schiffe, welche bei dem Ort Stade am Ausfluß der Elbe vorüberfahren, den vollen Fracht-Zoll entrichten, obgleich Stade eine Hannovers he Stadt is, und obgleich die Hamburger Schiffe von diesem Zoll ganz befreit sind. (Hört!) Hierauf ließ sich der Redner în detaillirte statistische Nachweise über die Abnahme der Eng- lischen Rhederei ein, die sich, nah seinen Angaben, von 1827 bis 1832 um 40,000 Tonnen vermindert haben und jeßt auf 2,433,081 Tonnen reducirt seyn sclte, während sich Amerika's Rhederei bedeutend vermehrt habe, indem die Vereinigten Staa- ten jelzt zwei Drittel so viel Schiffe in Gang hätten, als Eng- land, ungeachtet leßteres so zahlreiche Kolonieen besike. Die Zahl der fremden Schiffe, welche den Sund passirten, sollte sch, einem beigebrachten Dokument zufolge, in den drei Jahren 1831 bis 1833 um 26 pCt., die der Britischen aber nur um 6 pCt. vere

festgestellten Prohibitiv-Maßre-

mehrt haben. „Jch muß hier besonders Preußens erwähnen“;