1834 / 170 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Der weithin sich

Bayern, in Württemberg 4, in Baden ebenfalls 4, in Sachsen ahy dooses dauert noch immer fort,

und“, nach der Grundsteuer für die Jahre 1835 _ Abgeordnete Richter (aus Zwickau) bestieg darauf di Rednerbühne, um, wie er sagte, der in allen constitutionnelly Staaten üblichen Sitte gemäß, das Einnahme- Budget dazu y benußen, um allgemeine Ansichten über das Verfahren oder d System der gegenwärtigen Staats: Regierung auszusprechen. Jy Redner hob sodann besonders hervor, daß noch nicht alle Gemei, den des Landes eine geordnete | tneinde- Ordnung nicht constiturionnell durchgeführt sey und h, sonders die Dorf-Gemeinden der seit Jahrhunderten entbehtty Verfassung noch immer ermangelten. hin, wie es ein bekannter constitutionneller Grundsa6 Oeffentlichkeit lichfeit der Justiz zur Folge haben músse , noch nichts zur Befriedigung der Wünsche geschehen sey. wurde jedoch von dem Vice-Präsidenten unterbrochen, hy nach §. 83 der Verfassungs. Urkunde darauf antrug, den Red, zur Ordnung zu verweisen, weil er rathungs-Gegenstande abgewichen sey. N gen hierüber verzichtete der Abgeordnete Richter selbs auf h worauf das Deputations-Gutachten ühy Unter dem Etat hy

den hätten; gegen die Motion des Oberst Evans hatte der Red- ner” daher auch besonders das einzuwenden, daß die Annahme derselben der Gese6lichkeit jener Zählungen eine zweite parlamen- tari\che Bestätigung ertheilen würde. dieser Ansicht die Bill gestimmt habe, kraft Politik (Gelächter) bezwilligt sich überzeugt, daß Rußland die Bedingungen, unter denen ihm die Zahlungen garantirt worden, nicht erfüllt habe, und fragte, ob die Differenzen zwischen Belgien und Holland nicht längst ausgeglichen seyn würden, wenn Holland nicht durch Ruß- lands geheimen Einfluß zum Widerstand aufgemuntert worden wäre; es lasse sich dies zwar nicht geradezu beweisen, aber es ! | Der Oberst Evans nahm hierauf seine Motion zurück, mit dem Bemerken, daß er in der nächsten Session eine. Gelegenheit zu finden hoffe, sie wieder vorzubrin- gen, daß er aber damit keinesweges das geringste Mißfallen über die von Lord Palmerston befolgte Politik habe kundgeben wol- len, da er dieselbe vielmehr, namentlih in Betreff der Pyrenäi-

schen Halbinsel, höchlichst billige.

London, 13. Juni. Vorgestern zaben Jhre Majestäten in Windsor ein großes Diner, zu welchem L von Kent, die Prinzessin Victeria, der Prinz George von Cam- bridge, der Fürst und die Fürstin von Hohenlohe - Langenburg und mehrere anderè hohe Personen eingeladen waren, und ge- L wohnten Sie mit Jhren Gästen dem Pferde - Rennen zu

__ Man liest im Scotsman unter der Ueberschrift: „Die Times und das Ministerium‘/ Folgendes: „Wir möchten die Times sragen, was denn Graf Grey oder irgend ein Minister in einen Umständen Besseres bewirken konnte, als er gethan. Die Zeit ist nicht mehr, wo ein Ministerium das Haus der ‘Gemeinen und der Nation nah seinem Willen lenken könnte. Jedes Ministerium, das jeßt regieren will, muß das Volk zu- friedenstellen und doch auf einen guten Fuß mit dem Köntge und dem Oberhause bleiben ; und nahdem wir Alles gelesen, was die- Times úber die Sache geschrieben, können wir doch nichr entdecken, wo die Männer oder die Maßregeln zu finden seyn möchten, welche diese drei Erfordernisse auh nur halb so gut ver- einigen würden, wie es Graf Greys Kabinet gethan hat und Man stelle eine Tory-Adminifstration auf, und augenblicklich wird die Empdrung über das Königreich hin- schreiten; eine Radikal-Regierung, und die Formen von König, Lerds und Gemeinen werden in einer Session verschwinden. Es ist thöricht und bösartig, redlihe und fähige Minister hen, weil sie nit Unmögliches bewirken, und platte sie in heftigen und verächtlichen Ausdrückèn zu verurtheilen, ohne besserere Maßregeln an ihrer Statt zu b Unwissenheit ist groß, welche das Vereinigte verfinstert, und die Times und viele andere Blätter benußen die Macht, die sie dadurch erhalten, wie es ihnen gerade beliebt ; aber es fommt der Tag, wo das Volk gleich vernünftigen We- sen denken und urtheilen wird, und von dem Augenblicke an, wird es mir “dex Herrschaft solcher mächtigen Anmaßlinge zu Ende seyn.‘

Als gestern in Cambridge die Parlaments - Wahl beendigt und Herr Spring Rice als das gewählte Mitglied proklamirt war, erschien dessen Gegner, Sir E. Sugden, der nur 29 Stim- meny weniger gehabt hatte, auf dem Wahl-Gerúst, und zeigte un- g2achtet seiner Niederlage die beste Laune und Zufriedenheit. Er äußerte gegen seine Freunde, daß er manche Siege gesehen habe, die nicht glänzend gewesen, als diese Niederlage.

In den lesten Tagen, ist eine neue Bittschrift von den Be- wohnern von Sidney in Neu-H Einführung eines Kolonial-Parlaments zu verlangen. Sie stützen sich darauf, daß die Zahl’ der freien Bewohner der Kolonie 40,000 übersteige, und daß sie die Kosten ihrer Administration ausschließend aus eigenen Mitteln bestreiten, indem im Jahre 1833 ihre Einnahmen 146,000 Pfund und alle Ausgaben für Civil- und Justiz-Administration nur 110,000 Pfund Sterling betragen haben; daß diese -ihre Einkünfte von einem Rathe von 15 Personen verwaltet werden, welche ausschließlih von der Krone ernannt werden, und die daher die Wünsche der Be- wohner der Kolonie nicht zu berücksicht Regierung ist noch nicht Die Kolonie bezah

Westindischen Kolonieen weniger vortheilhaft werden und ihr Han- del mit dem Mutterstaate abnimmt, in demselben Maße wird New-Holland diese Lücke ausfüllen. nach Neu-Süd-Wales und Van-Diemensland betrug im Jahre 1833 über 800,000 Pfd. Sterl. und nimmt jährlich um mehr Die Maßregel, daß kúnftig kein Land in der Kolonie mehr unentgeltlich gegeben werden solle, verbreitete Anfangs große Unzufriedenheit bei einem Theile der Bevdöikerung, der bisher auf die Leichtigkeit, hier neue Landstriche umfons zu ‘erhalten, spekulirt hatte; aber der bessere Theil derselben sah bald ein, daß diese Maßregel ihren Ländereien einen um so größerer Werth gab, und ist vollkommen damit einverstanden. unurmgänglih nothwendig, den Mißbräuchen, die früher stattge- funden hatten, ein Maß und Ziel zu seßen, denn die Habgier der Kolonisten hatte weder Maÿ noch Ziel, und die Folge der ungemessenen Freigebigkeit der Regierung war, daß unendlich viel mehr Land weggegeben wurde, als bebaut werden konnte, so sehr; daß im Jahre 1831, vor der neuen Ordonnanz, im Gan- zen 2,766,933 Acres vertheilt und nur 225,812 bebaut waren.

Das Dampfschiff „Dundee‘/, vom Capitain Wishart befeh- ligt, hat dieser Tage die Reise von London nach Dundee und wieder zurück, die Rückfahrt noh dazu gegen ungünstiges Wet- ter, in drei Tagen und 11 Stunden zurúkgelegt ; die ganze Länge dieser Fahrt beträgt über 9530 Englische Meilen

Irländische Blätter berichten, daß in einigen Theilen von Jrland die Kartoffeln selten und theuer werden, und daß einige Karren, mit Mehl beladen, von armen Bauern angegriffen wor- den seyen.

Die Ausfuhr von England

Herr Hume - pflichtete frúher für deren diese Zahlungen aus worden seyen;

er, wie er sagte, und selbs unter de

als 100,000 Pfo. zu.

erfassung erhalten, daß die ,Y zer Flammen.

Ferner wies er dargy

auch die hierin aby

séy dech allgemein bekannt. Verwaltung

von dem vorliegenden §, Nach einigen Erörtery,

D . o 48 Ov fernere Wortführung, Karlsruhe, 15. Juni. die Staats- Einkünfte vorgelesen wurde. Staats-Forsten belief sich die Summe der Einnahme auf 829, Rihlr, die sih, nah Abzug der für diese Posicton bestehend Ausgaben, auf den Rein-Ertrag von 428,999 Rthlr. verringt, Der Etat der Jagd - Nußungen gewährt als Rein - Ertrag h Summe von §8787 Rthlr., die Einkünfte der Rent - Aemu Die Kammer erklärte sich mit diesen Position

ist heute N p selbe morgen nach Eberstein und ) ur Brunnen - Kur sich begiebt. Ihre Hoheiten der Erb-Groß- erzog und der Prinz Friedrich, so wie auch Se. Hoheit der Markgraf Maximilian begleiten den Großherzog. _ Das Großherzogliche Staats- und Regierungs-Blatt vom 14. Junt enthält den Anfang der neuen Organisation des Shul- und Unterréchtéwesens: nämlich 1) die landesherrliche Verordnung Über die Volköschulén, und 2) die Volizugs - Ver- ordnung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern über die Schul-Ordnung und den Lehr-Plan des Volktsschulwesens.

Darmstadt, 12. Juni. (Allgemeine Zeitung.) Eine | interessante Diskussion ist in unserer ersten Kammer dieser Tage Das Gemeinderaths-Mitglied, Herr E. E. Hoff- jet Abgeordneter zur zweiten Kammer der Stände, bekanntlich in eine Untersuchung verw leiht seinen Ausschluß zur bei dem Ministerium die Denunciation, Freiherr von Breiden

¡78,959 Rthlr. sämmtlich einverstanden.

Múnchen, 14. Juni. Die Kammer der Abgeordneten by schäftigte sich heute mit dem Gescßes - Entwurfe in Betreff dy Erbauung eines Kanals zur Verbindung des Rheins mit hy Bei der Diskussion úber diesen Gegenstand wur der Großartigkcit der zu Grunde liegenden Jdee, die von 1 serm an Monumenten, die er der Nachwelt hinterläßt, hu so reichen Monarchen ausgegangen war, kennung ungetheilt 1nd einstimmig. im vollsten * Maße y Theil; und wenn De. Schwindel einige Bedenken geäußu hat, hauptsächlich darúber, ob wir bei unsern Gewerbe-, Jnt strie- und Handels-Verhältnissen diejenigen Vortheile durch du Kanal wirklich erlangen werden, welche man erwarten müs wenn man das Werk beginnen und durchführen wolle, #0 ges! es wohl nicht so sehr in der Absicht, sich gegen das Untern men zu erklären, als vielmehr" in der Ueberzeugung, daß li Bedenken dem projektirten Werke sel Auf die des Gegenstandes vil fommen wúrdige Diskussion folgte unter einigen, von dem zwi ten, dritten und vierten Ausschusse gemeinschaftlich begutachtett Modificationen die Zustimmung zu dem ganzen Geseßzes-Entwuts und mit allgemetner Freu Die beschlossenen Modificationen sind: 1) die Worte, du} welche der Entwurf das Ministerium der Finanzen ermächti der Actien-Gesellschaft mit dem vierten Theile der für die Au führung ermittelten Actien-Summe als Actionnair beizutreten, (v bald die Gesellschaft durch eine angemessene Zahl von Subsci} benten sich gebildet haben wird, sollen dahin abgeändert werden daß der Beitritt des Staats in der gedahten Weise statt find} sobald die Gesellschaft durch die Abnahme von Drittheilen des ganzen Actien - Fon ds (welcher beildufs acht Millionen Gulden betragen wird) sich gebildet haba wirdz 2) in dem Artikel, welcher der Actien-Gesellschaft für di Erhebung von Kanal-Gebühren nach einem von der Gesellsch f ein Privilegium auf 99 Jahre unter di daß diese Tarifsäße ein Drittheil der Landfrat Preise ihrd

Nteder(l ade Aus dem Haag, 15. Juni. trafen gestern Nachmittags hier ein, der Prinz von Oranien wird noch erwartet. Der Herzog Bernhard von Sachsen Weimar ist nach Lon- don abgereist.

Se. Majestät der König

vorgekommen.

Dan emav t Î mann zu Darmstadt,

Kopenhagen, 14. Juni. (Hamburger Korrespon- dent.) Die beiden Holländischen Kriegsschiffe liegen noch auf der Rhede vor Kopenhagen, wo der junge Prinz Friedrich Heinrich von Oranien gestern seinen vierzehnjährigen Geburtstag feierte, der von der Festung mt Salutschüssen begrüßt wurde; heute speist der Prinz bei dem Prinzen Christian auf dessen Landsize Sor- genfrei. An dem langen Verweilen der Holiänder ist der Um- stand {uld, daz der Eingang in die Ostsee durh eine San d- bank , Drogden, insoweit versperrt is, daß große Liniecnschisfe nur darúber gehen können, nachdem sie sich durch Ausladen eines Theils ihrer Kanonen erleichtert haben, weshalb der „„Zeeuw“/ 40 Geschüsstücke und 1100 Kugeln hat ausladen müssen. Dies ist natürlicherweise eine zeitraubende Operation; doch ist diese Sandbank, die den Handelsschisfen keine Schwierigkeiten in den Weg legt, fúr die Vertheidigung Kopenhagens von großer Wich- tigkeit, indem sie einem etwanigen Angriffe von Außen her ein Thermopylá entgegenseßt, welches, gehörig vertheidigt, nur mit sehr großen Aufopferungen forcirt werden kann.

An diesen Tagen ist im höchsten Gerichte ein Urtheil von Der bekannte Magister Lind-

die freudigite Ang

ferner thun wird. früher zu ei

folzlih in Folge des Art. Kammer treten müsse.

Aeußerung dieser nur nüßlih seyn werde. ausgezeichneter V etwas stark über die Regierung, die betreffend, ausgedrückr. Freiherr von Breidenstein, der so wenig eine Strafe daß er an gar keine Vertheidigung gedacht, ward von dem Ge- wenn wir nicht irren, zu vier Wochen Arrest verur- rsäumte aber auch hier, wohl aus glei- gung, \o daß Die Strafe

reich noch

Stimmen - Einhelligkeit ,

Er appellirte, ve hem Gefühl, die geseßlichen Fristen und Vertheidi der oberste Gerichtshof das Urtheil bestätigte. wurde jedoch niemals vollzogen, da sie der damalige Großherzog aus Hôchsteigener Veranlassung aufhob. Die Sache hatte so wenig Berücksichtigung und Aufmerksamkeit gefunden, daß sie bis jeßt nie erwähnt, nie im entferntesten Frhr. von Breidenstein erschien schon auf dem ersten Landtage von 1820 in der zweiten Kammer. tigsten Mitarbeiter an der Verfassung und folglich auch an dem Art. 60, vermöge dessen man ihn jeßt, nach 14 Jahren, auf dem sechsten Landtage ausschließen will, nachdem er allen Land- tagen beigewohnt, stets eine Zierde der Kammer, selbst einmal zweiter Präsident der zweiten Kammer war, und nun schon seit Jahren eines der ausgezeichnetsten Mitglieder der ersten Man soll {ih deshalb über die Art jener Ange- berei über die überhaupt nur Eine Stimme im Publikum herrscht, wenn man auch über die Sache selbst verschiedener Meinung scyn könnte in der hohen Kammer allgemein mit Indignation ausgesprochen haben. wie man hôrt, der von Sr. Durchl. dem ‘Fürsten von Solms- Lih erstattete Aus\huß-Bericht abgefaßt, der, die Sache gründ- lih erdrternd, sich für den Frhrn. v. Breidenstein aussprach, und namentlich von der Ansicht ausging, daß, da der Frhr. von Breidenstein einmal von. der Kammer als vom Großherzoge er- nanntes lebenslängliches Mitglied aufgenommen worden {ey, diese nun gar nicht mehr kompetent wäre, nach dem Art. 60 seinen Ausschluß zu verfügen. So dürfte also diese, ohnedies seit 18 Jahren verjährte Sache keine andere Folge haben, als den {on so vielfach besprochenen Art. 60 der Verfassungs-Urkunde wieder von einer neuen Seite zur Sprache gebracht zu haben.

Wiesbaden, 14. Juni.

großer Wichtigkeit gefällt worden. berg hatte nämlich {hon vor einigen Jahren einen jungen Pre- diger, Namens Wisby, der in einer von ihm herausgegebenen Rede einige Säße der Augsburgischen Konfession angefochten hatte, als ehrlosen Meineidigen und falschen Lehrer verkeßert, so daß es dem' Legtern von der Dänischen Kanzlei auferlegt wurde, sich durch eine gerichtliche Belangung des Jnjurianten zu rect- fertigen. Das Ober-Gericht erklärte sich für inkompetent, die Rea- der Sache zu beurtheilen, destoweniger die beiderseitigen kränkfenden Aeußerungen, und verurtheilte im hôchsten Grade das hôchste Gericht appellirt , und nun hat dieses sich erstens für kompetent erklärt, über die Ausdehnung der Lehrfrerheit und das Verständniß des Prediger-Cides zu entscheiden, und zugleich durch Verurtheilung des Herrn Lindberg, und die einseitige Mortification der von ihm gebrauchten ehrenrührigen Beschuldi- gungen an den Tag gelegt, daß nicht jede ins Augsburgische Spymbolum aufgenommene Saßung für die Dänische - Geistlich- keit bindend ist.

An einem der leßten Abende brach in einem Pulvermaga- zin des Friederichswerker Raketén-Corps ein Feuer aus; durch die hôhst rühmenëwerthe Geistesgegenwart und Kühnheit der Arbeiter ward aber alles Pulver aus dem brennenden Hause gerettet, und so die Verheerung verhindert, womit dieser Un- glücksfall so augenscheinlich drohte.

Deuts-cchland. Dresden, 17. Juni. Die zweite Kammer ging in ih- rer Sikzung vom 26sten v. M. zur Berathung über das Ein- nahme-Budget über. Der Staats-Minister v. Zesch au nahm zuerst das Wort, um sich im Allgemeinen darüber auszusprechen, wie es in der Absicht und dem Wunsche der Regierung liege, die Staats-Bedúrfnisse auf solche Weise aufzubringen, daß mög- lichst gleiche Prinzipien und Grundsäße dabei angewendet wür- den. Znsbesondere, bemerkte er, werde die Regierung ihre Auf- merksamkeit darauf richten, daß die Verwaltung der Negalien und Domainen auf eine möglichst zweckmäßige, sichere und ein- Auch glaube er aussprechen zu kdnnen, Zeit seit

festzuseßenden Tari Bedingung ertheilt, ten fúr die gleiche Wegstrecke nach dem Durchschnitts- des nicht Übersteigen, sollen die Worte : „nach dn ihres gegenwärtigen Standes// weggelasst ingang des Entwurfs soll da, wo von d! Richtung des Kanals die Rede ist, mehr allgemein in der d werden, daß der Kanal seine Richtung „von der Dou llheim im Thale der Altmühl und der Sulz nach Na markt, von da nah Nürnberg und durch das Regni6thal n} Bamberg“ nehmen wird. Der Zweck dieser leßten Modificalt dem Bau-Unternehmer in der Anlage und Richi den Verhältnissen entsprechen"

olland angekommen, um die mortificirte aber nichts-

Geldbuße. gegenwärtigenStan Durchschnitts - Prei 3) der E

befremdende Kammer ist.

Allein die erlangen zu genehmi- allerdings ihre Civil-Administration, allein die Garnison und die Kosten der Straf- Kolonie fallen England zur Last und betragen 162,000 Pfd. jährlich. Die Ko- lonisten erklären zwar, daß sie damit nichts zu thun haben, daß die Sträflinge nicht im Juteresse der Kolonie, sondern-in dem von England, ausgeschickt werden, und daß sie daher die Kosten derselben nicht zu tragen haben. Allein auf der andern Seite sind die Sträflinge den Kolonisten von unberehenbarem Vor- theil ; sie liefern ihnen über 20,000 Arbeiter, denen sie nichts als ihre Nahrung zu bezahlen haben, was bei dem Ueberflusse von Land und Lebensmitteln in gar keinen Betracht kommt, während in einem so dúnn bewohnten Lande als Neu-Süd- Wales Arbeiter nur zu sehr hohen Preisen gefunden werden Der Lohn eines freien Handwerkers in Sidney be- trägt 100 Pfd. Sr. jährlich, und der eines Hirten oder Aker- fnechts 20—30 im Jnñern, so daß man den Vortheil, den die Kolonisten von der Straf- Kolonie ziehen, zu nicht weniger als 6 §00,000 Pfd. Sterl. jährlih anschlagen kann. nimmt in Folge der Maßregeln, welche das Gouvernement ge- at, die Zahl der freien Einwanderer so schnell zu, daß f-Kolonie bald. eine vdllige Nebensache wetden und Neu- Súd-Wales eine Administration erhalten muß, wie die der übri- pt-Maßregel, welche zu dieser Vermeh- führt, ist eine Ordonnanz, nach der wei Jahren kein Land mehr unentgeltlich von dem Lokal- t hergegeben werden darf, sondern alles zu verge- bende Land in öffentlicher Auetion und nie unter 5 Shill. per Acre verkauft werden muß. Der Ertrag dieses Verkaufs wird u verwendet, freie Auswanderer nach der Kolo- die Regierung schießt ihnen dazu 20 Pfd. St. ihrer Ankunft ür“ der Kolonie in monatli- Die Zahl der im leßten Jahre ersonen betrug 1530, und wird -im lau- und da ein Theil derselben

so muß sih der

n haben. / Ó geht dahin, des Kanals einen freieren,

Spielraum zu lassen.

München, 14. Juni. estern Abends vom Schlosse Am Donnerstag Abends, nah Ankunft Sr. M Minister - Konferenz bei Sr. Durchl. dem Herrn Feldmars()

Königl. Bayerische Gesandte am B} destage, Herr von Mieg, wird künftige Woche von dem be inister-Kongresse aus Wien zu München erwartet. F duard von Altenburg und der Graf Sap

ourier nach Grie München ange!

eneigt, dieses

Se. Majestät der König fat Berg in die Residenz zurü. f

Fürsten von Wrede. Se. Excellenz der

digten M Der Prinz E (welcher Leßterer vor zwei Monaten als C sand abgegangen war) sind gestern Nacht in Die Briefe, welche zugleih mit ihnen eintraf Griechenland genoß fortdauernde ge Angelegenheiten, selbst ausgebildet hat!" influß auf den Gang der öffentli! Dinge. Der Prozeß gegen die wegen Hochverraths Angeklag! ussagen der Zeugen ließen über i) so daß man ihrer Verurtheilung ent! Wirkung zur Bef! Der Expedition Art von Regierungs -

bis zum 20. Mai. die abweichenden Ansichten über wichti l im Schoße der Regentschaft Uebrigens äußerten keinen merkbaren E

fache Weise stattfinde.

Verfassungs - Urkunde verschiedene Zweige der Verwaltung verbessert worden seyen. Was die direkten Steuern anbetreffe, so sey vielfach die Aeuße- rung ausgesprochen worden, daß sie unverhältnißmäßig hoch seyen und die Erhebungen, welche in andern Staaten stattfänden, über- Er glaube deshalb, es werde nicht uninteressant seyn, wenn er in Bezug auf mehrere Deutsche Staaten das Ver- hältniß angebe, in welchem dort die direkten Steuern zu dem gesammten Staats-Einkommen ständen, Diese Mittheilung werde ergeben, daß allerdings die Steuern in Sachsen sich etwas höher herausstellten; es liege dies aber in einem Umstande, der früheren Zeiten ange- im Verhältniß zu den mei- Staaten das Vorhandenseyn an Domainen Was=nun das Verhältniß

war im Gange, Und die A Schuld wenig Zweifel Übrig, gen sehen kann, von welcher eine heilsame gung der öffentlichen Ruhe erwartet wird. gen die Mainoten war eine vorausgegangen, bestehend aus dem* Herrn O. L. von einem militairischen Detaschement, mit dem Auftrage, die W fen-Häuptlinge jener Gebirge zur Unterwerfung, z ihrer Waffen und Demolirung ihrer Burgen oder zufordern und, im Falle ihrer Weigerung daß man Gewalt gegen sie brauchen würde. Sr. Majestät des Königs Otto war fortdauernd gend, und Liebe und Zutrauen der Nation zu ihrem M sich fortdauernd gleich.

Die (júngst erwähnten) Streitigkeiten zwischen der National-Garde und dem Militair durch ein neuestes, auf die Vorstellung des hiesigen ier: Corps erlassenes Reskript dahin geschlichtet , eiten der Militair - Wachen und Posten dem Offizier die militairische Ehre nah seiner Charge erwiese den muß, derselbe mag nun an der Spiße von Bürger -S ten oder einzeln vorüber passiren.

Sicherem Vernehmen nach, unternimmt Herr Profe res eine Erwiederung auf die neueste Schrift von la A „Worte eines Gläubigen,“

gen Kolonieen. Die Hau rung der Auswanderun

Gouvernemen ur Ablegul)

Thürme l , ihnen an

ausschließlich. daz nie zu shîcken ;

vor, welche sie nach chen Raten zurückbezahlen müssen. so ausgeschickten fenden inehr nothwendig

Fonds, der zum

im Vergleich zu j g Ô sehr befcid

nämlich darin, unt 18: sten Deutschen Bihlacit - im Königreiche Sachsen gering sey. der Domainen in anderen Staaten anbetrefse, so ergebe sich, daß im Oesterreichischen Staate „x dex gesammten Staats-Einkünfte die Domainen abwerfen, in Preußen 14, in Bayern 2, in Würt- temberg 4, in Baden 2, in Kurhessen bedeutende Domainen seyen, noch in einem hdheren Verhältnisse als in Baden, in Sachsen aber schwanke das Verhältniß zwi-" schen 4 und 4, Jn Hinsicht der Grund-Steuer sey das Verhältniß in Oesterreich zu 7, in Preußen zu 2, excl. der Klassew Steuer, welche zum Theil wohl den Grund-Steuern beizuzählen seyn möchte, in

als 2000 betragen , wegen der Ho

Land in der Kolonie ankauft, Ausschicken neuer Ansiedler bestimmt ist, in ei- ner rasch steigenden ‘Progression vermehren, und die Kolonie, evölkerung erhält, gewinnt dabei niche weniger als England, das sih auf diese Art ohne Kosten eines Theils seiner úberflússigen Bevölkerung entledigt, während sih das Bedürfniß Englischer Waaren in der Kolonie in einer noch weit größern Proportion erhebt, indem jeder Bewohner der- selben wenigstens für 10 Pfd. St. Englishe Waaren jährlich In demselben Maße daher, als für England die |

/ Präsident. / h daß von !l welche dadurch eine fleißige an von S ¿u Homburg. in Hannover, wo sehr

verbraucht.

4

erstreckende Brand des Dachauer Torf- obschon aus den nächsten Land- 800 Arbeiter aufgeboten sind, die vor Rauch fast er- An manchen Stellen brennt das Feuer 8 Schuh tief n Wassergräben fort, die man über das Moos Bedeutende Feuersbrünste folgen sich seit ei- er Woche fast täglih in den nahen Dörfern. ter, sondern auch ganze Ortschaften wurden ein Raub Dieses beunruhigt das Publikum, welches auf das Daseyn einer Mordbrenner-Bande {ließen will.

Wie berichtet wird, so sind in Folge der schnellen Erhöhung der Brod-Preise in einigen Alt-Bayerischen Marktslecken unru- hige Auftritte vorgefallen, wobei Gewaltthätigkeiten gegen Bäk- fer 2c. verübt wurden.

Stuttgart; 16. Juni. Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Graf v. Beroldingen, wird bis nächsten Don- ag von Wien hier zurück erwartet.

Von Großherzoglich Hessischer Seite is ais Stations-Con- trolleur zu dem Haupt-Zoll-Amte in Heilbronn ernannt der Zoll- JAnspektor Rôgzel, bisher in ähnlicher Eigenschaft in Hanau.

Des Großherzogs Königl. Hoheit achmittag nah Baden abgereist, von wo aus Der-— übermorgen nach Rippoltsau

Folge hätte haben können, machte daß der Geheime Rath, tein, vom Großherzoge schon seit längerer Zeit zum lebenslänglichen Mitgliede der ersten Kammer ernannt, ner Gefängniß - Strafe verurtheilt worden sey und 60 der Verfassungs-Urkunde aus der Die Sache verhält sich, wie man aus guter Quelle vernimmt, wie folgt: Im Jahre 1814 schon hatte sh Freiherr von Breidenstein, ein wegen seiner Kenntnisse \o- wohl, als wegen seines * Charakters allgemein geachteter und ann, in einem Schreiben an einen Schulzen Beisteueruug des Adels 2c. Dies gab Veranlassung zur Klage und vermuthete-,

ur Sprache gebracht wurde.

Er war selbst einer der thä-

In diesem Sinne war auch,

Der heutige Geburtstag unseres Landesfürsten wurde durch Gottesdienst, festliche Parade der hiesigen Garnison, und ein Mittagsmahl von 200 Gedeckcken, ausschließlich für die Beamte, Offiziere und einige Honoratio- j ken der anwesenden Badegäste in dem zu dieser Feier festlich geschmückten Kursale, gehalten, wobei unter dem Donner. der Kanonen Sr. Durchl. dem Herzoge ein passender Toast ausge- braht wurde. Die Zahl“ der anwesenden Badegäste beträgt . bereits an Zweitausend. Unsere Stadt gewinnt durch schône neue Bauten und durch Erweiterung von neuen Anlagen und sorgfältige Unterhaltung der bestehenden täglih mehr an An- nehmlichkeit und Bequemlichkeit, was. die zahlreichen Kurgäste dankbar anerkennen.

Frankfurt a. M., 17. Juni. j Bekanntmachung, welche der Verein zur Unterstüßung der in der Schlacht bei Belle-Alliance invalid gewordenen Deutschen Krieger für den morgenden Tag vorbereitet hat :

¡Der unterzeichnete Verein bringt zur öffentlichen Kenntniß, daß er, dem Sinne seiner Stiftung gemäß, beschlossen hat, heute, am Jahrestage der Schlacht hei Belle - Alliance (18. Juni 1815) eine Vertheilung von Sechs Hundert Dreißig Gulden oder 360 Rthlrx. Preuß. Cour. eintreten zu lassen. deren Namen unten verzeichnet sind, erhalten jeder 20 Rthlr Preuß. Cour. als Unterstüßung für 1834.

Frankfurt a. M., den 18, Der zur Unterstüßung in der Schlacht bei Belle --Alliance invalid

gewordener Deutscher Krieger hierselbst bestehende Verein. | S Ode Pfarrer Bohn, Dom-Kapitulgr. Ober-Hofprediger Breidenstein Georg Brentano=-Lavro che.

Konsistorial - Rath. 2 Vertheilung für 1834. „… Johann Schulz, Christoph Schulz, Friedr. Lehmann, Peter _Janfcheid, August Sattler, Foh. Fischer, Georg Schneider, Hev- mann Backhaus, Joh. Huske, Georg Schulz, Karl Methfessel, Aug. Schbnfeld, Aug. Schulz, Fr. Siemon, Daniel Sieper, ‘Martin Steinecke, Fr. Schmidt, Fr. Strahl://

Alexander

Nicht nur ein-

den Verhandlungen zu folgen.

hohe Pforte ergangen.

Bévrlin, 20; Junt.

von dort zu:

ein Mahl anzunchinen.

Folgendes is die

voll angenommen.

Achtzehn Funvaliden,

schaften bis nach Danzig

Bernus. | viele Tausende von Fußg

Dr. Kirchner,

mahlin, die zu und zu begrüßen.

695

O e erv: ei ch.

Wien, 9. Juni. (Allgémeine Zeitung.) Der Groß- herzogl. Badische Minister bei der Eidgenossenschaft, Herr von Dusch, welcher dem Herrn von Reibßenstein hier beigegeben war, ist nach Zürich zurückgekehrt, um dem Vororte im Namen der an die Schweiz gränzenden Deutschen Staaten Eröffnungen zu machen und, wie verlautet, eine Note zu übergeben, welche wohl als ihr Ultimatum zu betrachten ist. von Dusch unwirksam bliebe, sollen Coërcitiv-Maßregeln eintreten. Die Schweizer-Regierungen müßten aber ihre Juteressen schlecht beherzigen, wenn sie es so weit kommen ließen. ohne sich der Jnkonsequenz blopzustellen, leicht alle Klagen bejei- tigen, wenn sie nur ofen, ohne Rückhalt handeln wollten. Herr von Guaita, welcher in eigenen Aufträgen der Stadt Frankfurt hierher geschickt war, ist nun wieder dahin zurückgereist. Er wird seine Kommittenten wohl am besten Úber den Gang der hiesigen Konferenzen belehren können, da er Gelegenheit hatte, Er muß sich von den wohlmei- nenden Gesinnungen der hier versammelten Minister, so wie davon Überzeugt hgben, daß man individuellen Jnteressen , inso- fern sie nicht auf Kosten der Gesammtheit epploitirt werden, keineswegs zu nahe zu treten dachte, daß aber sih im Schoße der Konferenz unverhohlen das aufrichtizste Bestreben kund that, dem Bunde so viel möglich Kraft zu verleihen, was denn doch nur durch die genaueste Beachtung der Bundes-Verhä!tzissè ge- schehen kfañn und geschehen wird. Ut Cl

Konstantinopel, 27.-Mai. Das vor Kurzem ein- getretene neue Jahr der Hedschra (1250) haben die Türkischen Schöngeister nach alter Sitte mit Glückwünschen-in Prosa und Versen begrüßt, die natürlih den Sultan zum Hauptgegenstand haben. Die Türkische Zeitung Tekwimi Wekáji (Tageblatt der Ereignisse) citirt in ihrer so eben erschienenen 83sten Num- mer mehrere mit einer Art von kabbalistisher Kunst aus dem neuen Datum herausfkalkulirte SprÜche, welche sämmtlich fromme Wünsche enthalten, z. B. von dem Dichter Aini Efendi: ¡Nach Wort und Deutung sprech ich aus des Jahres Zahl; Zwölfhun- dertfunfzig ist ein frohes Festesmahl.// i „„Punktirt und punktlos (d. h. mit und ohne die diakritischen Punkte der Buchstaben) gebe ih zwei Jahreszahlen an; in jedem Jahr sey froh und glúklich unjer Chan !‘/ Lebib Efendi lautet: „Dem Schah Mahmud bring Freud? und Glúck dies neue Jahr ;‘/ der des Muderris Rifet Efendi: „Glück bringe Mahmud Chan ein jedes Jahr!‘/ Abdurrahman Efendi aus Bagdad brachte Folgendes heraus: eine Glúcks-Epoche ;// Talib Efendi, einer der Secretaire des Di- wans: „Dem Schah Mahmud gesegne Gott dies Jahr; ‘/ ein Anderer wieder: „Gott mache, dieses Jahr zum glücklichsten dem Schah u. \. w. Mahmud könnte beinahe von sich sagen: „Jch esse Luft, mit Wúnschen vollgestopft.‘/ Die obengedachte Zei- tung enthält ferner folgenden Artikel in Bezug auf die gegen die Jn- selSamos genommenen (bereits erwähnten) kriegerischenMaßregeln : „Wie allbereits in der 49sten Nummer dieser Zeitung gemeldet worden, hatte es der Hohen Pforte gefallen, den Rajas der Jn- sel Sisam (Samos) eine geziemende und wohlthätige Verfas- sung zu geben, und J stiftaki Bey war zum Bey der erwähn- ten Jnsel ernannt und bestätigt worden. sagten Razas jeder Zeit der erhabenen Pforte in unterthänigem Gehorsam zugewendet sich zeigten, so haben doch der Logufti (Logothet) dieser Jnsel und einige Andere, aus der Klasse der Volkshäupter, vor einigen ‘Jahren zum. Verderben dek Unter- würfigen und Armen, und zur Beraubung des Besizthums der shwächeren Rajas sich verbündet. hereien dieser Leute, kein erheblicher Schaden geschehe, desglei- chen, damit auch die schwächeren Bewohner vom Gehorsam nicht abständen und abgeschreckt werden möchten, ist Vorstellung, Hül- febegehr und Aufforderung zu Dämpfung des Aufruhrs an die Auch die Gesandtschaften der drei Mächte England, Frankreich und Rußland haben dem Großherrlichen Willen ihre Zujtäimmung gegeben. in die Schranken des Gehorsams zurüczubringen, ist Hassan Bey mit den zur Großherrlichen Floite gehörigen Kapudan- Schiffen, deren Zahl bekannt ist, als Befehlshaber dorthin abge- \chickt worden.“

A: n.l.a D.

Ueber die. Anwesenheit HH. des Kronprinzen * und der Kronprinzessin in Danzig, geht uns nunmehr auf direktem Wege folgende Mittheilung „Unsere Stadt und deren Umgegend is seit dem {iten d. M. durch die beglückende Anwesenheit Sr... Königl. Hoheit des Kronprinzen und Jhrer Königl. Hoheit der Frau Kronprinzessin in die lebhafteste Freude versekt worden. KK. HH. wurden an dem gedachten Tage Nachmittags auf Hôchstihrer Reise nach St. Petersburg, an der Gränze von Westpreußen, von den Deputirten des Neustädtischen Kreises an einer geschmückten Ehrenpforte empfangen, und geruhten, in dein dazu erbauten und zweckmäßig eingerichteten Laubgezelte Ein Deputirter der Königlichen Regie-® rung zu Danzig hatte die Ehre, den hohen Reisenden eine Reise- karte zu überreichen, auf welcher der ganze Weg durch den Danziger Regierungs-Bezirk mit den Umgebungen auf 2 bis 3 Meilen hin verzeichnet, auch die nöthigen Andeutungen über die Verhältnisse und Merkwürdigkeiten der cinzelnen Orte genau angegeben wa- ren. Jn allen Ortschaften, durch welche die höchsten Herrschaf- ten fuhren, waren Ehrenpforten errichtet, an welchen die Schul- Jugend unter Anführung ihrer Lehrer Blumen sreuten. Neustadt nahm JZhre Königl. Hoheit die Kronprinzessin einige der Jhr dargebrachten Kränze freundlich an. wurde der Prinzessin ein Kranz von Bernstein und Muscheln, beides, wie die See es dort ans Land spúle7 Überreicht und huld- In Oliva, beim Eintritt in den Danziger Land- Kreis, empfingen zwölf festlich gekleidete Mädchen, Töchter anwohnender Gutsbesiszer, das hohe Paar mit einer geeigneten Anrede, und überreichten ein Gedicht. Garde von Olivaer Bürgern und Landleuten erhielt die Erlaub- niß, unmittelbar dem Reisewagen zu folgen und die hohen Herr- u geleiten. Hunderte von Wagen und ngern füllten den Weg von Oliva bis zur Séadt und überall ertönte ein frohes Hurrah von den Zu- \chauern, die eine ununterbrochene Gnsse bis zu den Thoren bil- Zum Theil aus weiter Ferne waren eilt, um den geliebten Königs\ohn, so wie seine erlauchte Ge- uin ersten Male diese Gegenden besucht, zu sehen Jn der Stadt und Vorstadt waren auf dem Wege der hohen Reisenden alle Häuser vom obersten Giebel bis zu den Beischlägen (aus Sandstein gefertigte Vorbauten der

mit frishen Blumenkränzen geschmückt. mit deú Preußischen und Auf der Vorstadt neben dem geschichtlich üben - Corps in Parade Zu beiden Seiten der Schiffe des Kaufmanns n verziert und bis in die beseßt. Gegen

Häuser “mit Bänken) Bon vielen Giebeln wehten Flaggen Bayerischen Farben. denkwürdigen Hagelsberge war das Sch mit seinen shdnen Fahnen aufgestellt. grünen Brücke lagen zwei dreimastige Panzer, jedes mit mehr als 100 Flagge Spigen der Masten von festlich getl 7Uhr Abends verkündete der laute sammelten Menge die Ankunft des gefe nun langsam die Straßen durchfuhr und übera chen der Freude und Huldigung mit herablasse ments - Hause, welches hohen Reisenden und des Gefolges hatte einrihten lassen, empfingen 24 weißgekleidete und mit Schleifen geshmücte Jungfrauen JI- KK. HH. und überreichten ein Gedicht, das von F. K. H der Frau Kronprinzessin wohlwollend aufgen Ober-Präsident der Provinz Preußen, Herr von S fommandirende General, Herr von Nabmer, der Regie Präsident Rothe, die Deputirte angesehene Petsonen, worunter der Herr land und der Bischof von Kulm, begrüßten die hohen Reisenden, welche mehrere Abend zu sih einluden. Admiral der Kaiserl. Russischen Flotten, Tags zuvor auf dem Dampfboote n Fahrwasser eingetrofsen war en Monarchen den Auftrag hat, von H. und Höchstdero Gefolge nach Pe- Am 12ten Morgens hatten die Waisenhauses das Glück, die Lehrer s dem erlauchten Fürsten- Die Kronprinzessin erkundigte d unterhielt sich mit Von 9 bis 10 Uhr der Frau Kron- Gegenwart beehrt wurde. und Civil - Behörden, so wie Depu- die Konsuln von Rußland, Oesterreich, Groß- britanien , Frankreich, den Niederlanden, Dänemark, Belgien U. \ w. von JIJ. KK. HH. erhabene Personen unterhielten sich sehr Anwesenden und nahmen die Einladungen für den 12ten zu einem ihé dansant im Artushofe Seitens der Stadt und zum 13ten zu einem Feste auf zwei dazu eingericht Kaufmannschaft an.

cideten Matrosen ¡ubelruf der vor den Thoren ver- ierten Fürsten-Paares, welches sl die lauten Zei- nder Freundlich- die Stadt-

Falls die Mission des- Herrn

Sie könnten, feit aufnahm. Im Gouverne Kommune zur Aufnahme der

\{hwarzen und blauen

ommen wurde. chôn, der

n der Stadt und viele andere Fúürsftbischof von Erm- darauf ehrerbietigsr Anwesenden für den befand sich auch der Fürst

Unter ihnen welcher, nach

Menzikoff, einer drittehalbtägigen Fahrt, „„Jschora// von St. P und von seinem erhaben Memel aus JI. KK. H tetsburg hinüber zu fähren. Voïsteher des Kinder- und und 150 der Zöglinge ihres Jnftitut paare vorstellen zu dürfen. sih nah den Verhältnissen der Anstalt un mehreren Kindern auf das Herablassendste. war große Parade, welche auch von J. K. H. prinzessin mit Höchstihrer Uhr wurden die tirte der Ritterschaft,

etersburg i

Militair - Ferner von demselben

zur Cour vorgelassen.

Der Spruch des huldreich fäst mit allen

eten Schiffen im Ha- Als der Vorsteher der

fen Seitens der i mwmerzien - Rath Heidfeld,

Aeltesten der Kaufmannschaft, Ko bei dieser Einladung bedauerte, daß die Anwesenheit der Kaiserl. Russischen Schiffe die Kaufmannscha Glückes berauben würde, die höchsten Herrsch Schaluppe in die See zu führen, sagte Se. Königl. H „„Nein, nein, wir fahren mit Jhnen. seyn, in einem Hafen der Staaten mei- Schiffe der Unterthanen Sr. Maj. Um 2 Uhr fuh- wo Hôchstdieselben Ermland empfan-

„Dies neue Jahr ‘ist

ft wahrscheinlich des aften auf der Hafen-

Kronprinz: Es würde für mich nur verleßend nes Vaters nicht auf einem des Königs eine Lustreise machen zu können.“ ren Jhre Königliche Hoheiten nah Oliva,

Sr. Durchlaucht dem Fürstbischof von Zu bedauern war es, daß an diesem Tage

Wetter nicht so günstig war,

Fürst von Neuem festlich hatte stch{ Zeit lang genossen werden konnte.

fest, das die Stadt im Artushofe vera chem außer dem hohen Fürsten - Paare auch | Jhre Königliche Hoheit die Frau Kronprinzessin der Stadt vorstellen, unterhielt sich mit ihnen huldvoll, und eröôssnete hiernächst den Ball mit dem Ober-Bürgermeister, Geh. Regierungs-Rath von Weickhmann, dessen Gemahlin die Ehre hatte, mit des Kronprinzen Königl. Fhre Königl. Hoheit die Frau Kronprinzessin Hoheit der Kronprinz gegen

Obgleich nun die be- als Tages zuvor,

dem Karlsberge, múücken lassen, nur eine kurze Um so s{höner war das Abend- nstaltet hatte, und zu wel- Damit nun durch die Räu- der Prinz Adalbert sich einfand. ließ sich mehrere Frauen

Hoheit zu tanzen. Q verließ um 11 Uhr, Se. Königl. 12 Uhr die Versammlung. Am 13ten Morgens hatten die Vor- steher des Spend- und Waisenhauses das Glü, die Lehrer und 140 der Zöglinge ihrer Anstalt der Kronprinzessin vorzustellen. Auch hier erwiesen sich J. K. H. auf die gewohnte huldvolle Weise. Um halb 10 Uhr geruhte Se. K. H. der Kronprinz, der Grund- legung des Gymnasial-Gebäudes, zu dessen Neubau Se. Majestät der König 10,000 Rthsr. aus tveisen geruht

Um nun die besagte Jusel

JFhrer Chatoulle anzu- dazu bestimmte war durch die angestrengten Arbeiten der Bau-Be- Tage vorher zu ‘diesem Behufe vorbe- reitet und angemessene Einrichtungen waren getroffen worden, um die Feier auf eine würdige Weise begehen zu können. Nach ,„Lobet den. Herrn, den mächtigen 2c.“ hielt der Konsistorial - Rath, Pastor Bresler, eine der Feier entsprechende Rede, worauf Se. Königl, Höheit der Kronprinz den mit einer goldenen und silbernen Kapsel gefüllten Grundstein ei Höchstdieselben shlugen mit 3 Schlägen d sprachen : „, Diesen Bau segne Gott! ‘/ worauf der Ober-Bürgermeister Seiner Majestät dem Könige ein Lebehoch brachte, dem ein tausendfaches Hurrah folgte. Ein zweites Lebehoch, gleichfalls von 5 ausgebracht, galt dem Kronprinzen, worauf S. K. H. nach aber- maligen 3 Schlägen mit dem Hammer der Stadt Danzig ein Nach dern Liede: „Nun danket alle Gott‘“ drúcéte der Direktor des Gymnasiums noh im Nainen der An- stalt den Dank derselben aus, und der Prinz ließ stch die Lehrer der Anstalt vorstellen. F KK. HH. besichtigten darauf die Pfarrkirche, di Kirche und die neuen Kasernen auf dem Bischofsberge. tags war bei Sr. K. H. dem Kronprinzen große Tafel, zu wel- cher, außer mehreren angesehenen Militair - und Civil-Beamten, auch die beiden Bischdfe und mehrere Kaufleute mit ihren Frauen Gegen 5 Uhr trafen die Ihrem Empfange verbundenen Schiffen Neufahrwasser Das ganze Meeres ¿Ufer war von Wagen und Men- schen bedet. Ein lauter Jubelruf bezeichnete die Ankunft. Auch hier unterhielten sih beide hohen Herrschaften mit Vielen der Anwesenden und sahen der Versenkung eines vom Stapel lau- fenden großen Faschinen-Stücks an der ndrdlihen Mole des Ha- fens, welche aus großen Feldsteinen erbaut wird, zu. Der Re- gierungs-Baurath Petersen hatte die Ehre, Hafens zu überreichen und zu erläutern.

e. Königl. Hoheit der Kronprinz mit dem Schiffs - Capitain Claaßen, welcher auf dem Schisse „Marianna‘/ vor 8 Monaten mit 150 Polen nach Amerika abgegangen war, aber in Ports- mouth seine unruhigen Passagiere hatte entlassen müssen, Nach

II. KK. beizuwoßnen.

amten schon einige

dem Liede:

genhändig \chloß und vermauerte. auf den Grundstein un

dem OÖDber-Bürgermeister

Lebehoch brachten.

Hiermit loß dieje Feier.

In Koliebken

höchsten Herr- festlih ge- \hmückten und i

Eine berittene Ehren- „Union “‘

au-Plan des

andleute herbeige- Lange unterhielt sich